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Allgemein

„Es lebe der 8. März, der Internationale Frauentag!“

von Fremdeninfo 7 März 2026
von Fremdeninfo

 

Brillante Luigi

Wir als ELF (Europa Liste Frankfurt) bringen die Herausforderungen, mit denen Migrantinnen in Frankfurt konfrontiert sind, kontinuierlich auf die parlamentarische Agenda. Die gesellschaftliche Stellung von Migrantinnen sowie das Thema häusliche Gewalt werden von den weiblichen Kandidatinnen unserer Liste entschlossen thematisiert, und es werden konkrete Lösungsvorschläge für diese Probleme unterbreitet.

In Europa und Deutschland geborene Migrantinnen orientieren sich – auch wenn ihre familiären Strukturen kulturell migrantisch geprägt sind – aufgrund ihres Lebens in der deutschen Gesellschaft stärker an den dortigen Wertvorstellungen. Andererseits ist die Position muslimischer Frauen mit Kopftuch in der deutschen Gesellschaft noch immer nicht vollständig akzeptiert; sie stoßen in bestimmten Berufsfeldern weiterhin auf Beschäftigungshindernisse. Dieses Thema wird zweifellos noch viele Diskussionen nach sich ziehen, und es scheint eine geraume Zeit in Anspruch zu nehmen, die konservativen und reaktionären Kräfte in der Gesellschaft zu überzeugen.

In dieser Hinsicht muss eine umfassende Debatte geführt werden. Es darf nicht vergessen werden, dass die Übernahme richtiger Herangehensweisen durch die deutsche Gesellschaft von entscheidender Bedeutung ist. Es muss ein beharrlicher Kampf geführt werden, damit sich die Gleichstellung von Frau und Mann in den Köpfen verankert und sich dies konsequent in Verhalten, Kleidungsstil und Lebensweise widerspiegelt. Ohne Kompromisse werden wir unseren Einsatz für die Rechte von Migrantinnen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Parlaments in ganz Frankfurt fortsetzen.

Eines der größten Hindernisse, mit denen Migrantinnen in der europäischen und deutschen Gesellschaft konfrontiert sind, ist die Diskriminierung aufgrund von Ausgrenzung, Alltagsrassismus und nationalistischem Chauvinismus. Zudem sind Frauen im Alltag sexistischen Praktiken ausgesetzt. Die Wahrnehmung als „exotische“ Figur, Objektivierung und verbale Belästigung sind häufige Vorkommnisse. Migrantinnen sind aufgrund ihres Frauseins sowie ihres Status als Migrantinnen einem „doppelten Druck“ ausgesetzt und leiden überproportional unter frauenfeindlichen Vorurteilen in der Gesellschaft.

Die Diskriminierung bei der Arbeits- und Wohnungssuche gehört zu den brennendsten Realitäten des Alltags. Frauen mit Kopftuch erfahren dabei eine noch massivere Demütigung und Herabwürdigung. Diese gesellschaftlichen Vorurteile führen im Leben der betroffenen Frauen zu dauerhaften psychischen Schäden. Diskriminierung hinterlässt in den Zivilgesellschaften Europas und Deutschlands noch immer tiefe Spuren. Daher sind wir davon überzeugt, dass in allen Teilen der Gesellschaft ein entschlossener Kampf geführt werden muss.

Wir als ELF haben uns in der Stadt Frankfurt entschlossen gegen Nationalismus und Rassismus gegenüber Migrantinnen eingesetzt; Sie können sicher sein, dass wir diesen Weg mit derselben Entschlossenheit weitergehen werden.

Wir laden alle wahlberechtigten Migrantinnen ein, bei den Kommunalwahlen am Sonntag, den 15. März 2026, an die Urnen zu gehen und ihre Stimme der ELF zu geben.

7 März 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Die Geschichte des Lebens zwischen zwei Kulturen

von Fremdeninfo 7 März 2026
von Fremdeninfo


Von : Ansa Suoglu / Belgien

Migrant zu sein wird oft nur als der Umzug von einem Land in ein anderes beschrieben. Doch Migration bringt eine viel tiefere Veränderung im Leben eines Menschen mit sich. Eine neue Sprache, neue Regeln, eine neue Gesellschaft… Aber gleichzeitig auch zurückgelassene Gewohnheiten, Erinnerungen und eine Kultur.

Für Migranten, die in multikulturellen Ländern wie Belgien leben, gleicht das Leben manchmal einer Brücke, die zwischen zwei Welten geschlagen wurde. Auf der einen Seite stehen die Werte der Kultur, in der sie geboren und aufgewachsen sind, auf der anderen die Regeln und Erwartungen der Gesellschaft, in der sie leben. Das Gleichgewicht zwischen diesen beiden Welten zu finden, erfordert oft mehr Geduld und Anstrengung, als man zunächst annehmen mag.

Einer der sichtbarsten Aspekte der Migrationserfahrung ist die Sprache. Eine neue Sprache zu lernen bedeutet nicht nur, Vokabeln zu pauken. Es erfordert auch, die darin lebende Denkweise, den Humor und die Feinheiten zu verstehen. Wenn man versucht, Gedanken, die man in der eigenen Muttersprache so kraftvoll ausdrücken kann, in einer anderen Sprache zu erklären, fühlt man sich manchmal unzulänglich. Doch mit der Zeit wächst der Wortschatz, die Sätze werden sicherer und man beginnt, die Tür zu einer neuen Welt zu öffnen.

Ein weiteres wichtiges Thema für Migrantenfamilien ist die Kindererziehung. Kinder nehmen die Kultur der Gesellschaft, in der sie aufwachsen, oft schneller an. In der Schule, im Freundeskreis und im Alltag wachsen sie mit den Werten des Landes auf, in dem sie leben. Diese Situation kann mitunter kleine kulturelle Unterschiede innerhalb der Familie schaffen. Während die Eltern versuchen, ihre eigene Kultur zu bewahren, lernen die Kinder, eine Balance zwischen beiden Kulturen zu finden.

Tatsächlich ist dies nicht nur eine Herausforderung, sondern auch ein großer Reichtum. Kinder, die beide Kulturen kennen, können offener für verschiedene Perspektiven sein. Mehrere Sprachen sprechen zu können und verschiedene Gesellschaften zu verstehen, erweitert ihren Horizont.

Eine weitere Dimension der Migrationserfahrung ist das Zugehörigkeitsgefühl. Man stellt sich von Zeit zu Zeit die Frage: „Wo gehöre ich hin?“ In das Land, in dem ich geboren wurde, oder in das Land, in dem ich mir ein Leben aufgebaut habe?

Mit der Zeit erkennt man: Zugehörigkeit bedeutet nicht immer, an nur einen einzigen Ort gebunden zu sein. Manchmal kann man zu beiden Orten gehören.

Viele in Belgien lebende Migranten lernen im Laufe der Jahre, sowohl ihre eigene Kultur zu bewahren als auch ein Teil der Gesellschaft zu werden, in der sie leben. Sie arbeiten, leisten ihren Beitrag, ziehen Kinder groß und bauen sich eine Existenz auf. Die Geschichten von Migranten bestehen nicht nur aus Schwierigkeiten; sie sind gleichzeitig Geschichten von Widerstandsfähigkeit, Anpassung und dem Mut zum Neuanfang.

Migrant zu sein ist manchmal ein stiller Kampf. Aber es ist auch eine Reise, die dazu beiträgt, dass verschiedene Kulturen einander kennenlernen, verstehen und gegenseitig bereichern.

7 März 2026 0 Kommentare
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Religion

 Antialevitische Diskriminierung und Wahrung der staatlichen Neutralität an Hamburger Schulen

von Fremdeninfo 6 März 2026
von Fremdeninfo

Von: Alevitische Gemeinde Deutschland Landesvertretung Norden

 

die Alevitische Gemeinde Deutschland – Landesvertretung Norden macht auf wiederholte Berichte über antialevitische Diskriminierung an Hamburger Schulen aufmerksam.

Alevitische Schülerinnen und Schüler berichten von religiös motivierten Beleidigungen, Ausgrenzung sowie sozialem Druck – unter anderem im Zusammenhang mit dem Fasten oder der Teilnahme an religiösen Praktiken. Zudem wird von schulischen Veranstaltungen mit religiösem Charakter (z. B. gemeinsames Fastenbrechen, Gebetsruf) sowie der faktischen Nutzung von Gebetsräumen berichtet. Nicht teilnehmende Kinder sehen sich teils sozialem Druck oder Stigmatisierung ausgesetzt.

Diese Entwicklungen berühren die durch das Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit (Art. 4 GG), das Benachteiligungsverbot wegen des Glaubens (Art. 3 Abs. 3 GG) sowie die staatliche Neutralitätspflicht im Schulwesen.

Wir regen daher an:

eine Prüfung der geschilderten Sachverhalte,

eine klare Bestätigung der religiös-weltanschaulichen Neutralität staatlicher Schulen,

die systematische Erfassung von Diskriminierungsfällen,

präventive Sensibilisierungsmaßnahmen für Schulpersonal,

sowie die Einrichtung transparenter Beschwerdestrukturen.

Für eine konstruktive Zusammenarbeit stehen wir gerne zur Verfügung und bitten um eine schriftliche Stellungnahme zu den genannten Punkten.

6 März 2026 0 Kommentare
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Allgemein

SPD-Oberbürgermeisterkandidat Axel von der Ohe besuchte das alevitische Cem Haus

von Cumali Yağmur 6 März 2026
von Cumali Yağmur

Von Cumali Yagmur und Halit Yasar Demirbag

Der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Axel von der Ohe hat das alevitische Cem Haus besucht. Während des Treffens nahm er sich die Zeit, den Sorgen und Anliegen aller anwesenden Mitglieder der alevitischen Gemeinde zuzuhören.

„Ich bin zum ersten Mal in einem alevitischen Cem Haus und bin beeindruckt, so viele Menschen hier anzutreffen. Ich lebe seit 30 Jahren in Hannover und fühle mich hier wie zu Hause. Hannover ist eine Stadt, in der Bildung, Kultur und Sport Hand in Hand gehen. Sie ist nicht nur eine entwickelte und politisch aktive Stadt, sondern bietet auch alle Möglichkeiten, um den Bedürfnissen von Familien gerecht zu werden“, so von der Ohe.

Besonderes Augenmerk lege man darauf, dass Familien in Wohnungen leben können, die ihr Budget nicht überschreiten. Zudem werden Projekte für Migrantenkinder und Jugendliche entwickelt, um deren gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Großen Wert lege man auch auf die Sauberkeit der Stadt sowie darauf, dass sich die Menschen ohne Bedenken und sicher im Stadtgebiet bewegen können. Dass in Hannover neben älteren Menschen auch viele Studierende leben, verjünge die Stadtbevölkerung zusehends.

Die Teilnehmer des Treffens beklagten die hohe Dichte an Baustellen in der Stadt. Axel von der Ohe wies jedoch darauf hin, dass der Mangel an Fachkräften im Baugewerbe Schwierigkeiten bereite: „Wir versuchen in diesem Bereich unser Bestes zu geben.“

Zu den Fragen über das Projekt „Autofrei Innenstadt“ erklärte er: „Wir werden keine Revolution ausrufen, indem wir die Einfahrt in die Innenstadt komplett verbieten. Aber wir werden darauf achten, dass weniger Autos ins Zentrum fahren. Wir werden die Innenstadt so gestalten, dass niemand zögert, dorthin zu kommen, sondern jeder sie gerne besucht.“

Für die Gastronomie sowie für leerstehende Flächen wie Karstadt-Kaufhof in der Innenstadt suche man nach neuen Konzepten. Zwar gebe es bereits einen Integrationsausschuss, der die Rechte von Migranten vertritt, doch man könne auch über weitere Repräsentationsformen nachdenken.

„Seit 2017 bin ich im Rat der Stadt Hannover tätig. Die Atmosphäre zwischen den Parteien ist manchmal angespannt und von Wettbewerb geprägt; eine sachorientiertere Politik wäre jedoch wünschenswert. Wie Sie wissen, stehen bei den kommenden Kommunalwahlen in Hannover die Wahlen für das Amt des Oberbürgermeisters, den Stadtrat und die Regionsversammlung an“, erklärte er weiter.

Von der Ohe gab auch konkrete Versprechen für den Fall seiner Wahl ab: „Wenn ich gewählt werde, werde ich sicherstellen, dass Kinder ein kostenloses Mittagessen erhalten. Ich werde mehr Migranten  im öffentlichen Dienst einstellen. Ich werde penibel darauf achten, dass es für jeden bezahlbaren Wohnraum gibt. Globale Krisen wie der Ukraine- und Iran Krieg haben auch Hannover beeinflusst und alles verteuert.“

Er betonte seine Verbundenheit zur SPD, versprach aber Überparteilichkeit im Amt: „Ich bin der Kandidat der SPD und stehe hinter deren Inhalten. Wenn ich zum Oberbürgermeister gewählt werde, werde ich der Bürgermeister für alle sein – egal, ob sie mich gewählt haben oder nicht. Ein Oberbürgermeister muss eine Politik führen, die für alle Bürgerinnen und Bürger angemessen ist, statt reiner Parteipolitik.“

Bis zu den Wahlen sind es noch etwa acht Monate. „Ich werde jeder Einladung folgen, jedem zuhören und nach meiner Wahl versuchen, Lösungen für Ihre Probleme zu finden. Am Sonntag, den 13. September 2026, finden die Wahlen statt. Wenn Sie zur Wahlurne gehen und mir Ihre Stimme geben, werde ich mein Bestes tun, um Ihre Sorgen und Probleme zu lösen.“

6 März 2026 0 Kommentare
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Allgemein

„Wir stoßlüften auch“: Kopftuchträgerinnen wollen „Miss Germany“ werden

von Cumali Yağmur 6 März 2026
von Cumali Yağmur

Von : dpa/dtj

 

An diesem Wochenende wird die neue „Miss Germany“ gewählt. Unter den Kandidatinnen sind auch zwei Frauen, die sich immer wieder anhören müssen, nicht deutsch genug zu sein.
Büsra Sayed und Amina Ben Bouzid bekommen im Moment einiges ab. Die jungen Frauen wollen an diesem Wochenende „Miss Germany“ werden und weil sie dabei einen Hijab tragen, ein Kopftuch, ist ihre Kandidatur für einige – vor allem Männer – alles andere als eine Selbstverständlichkeit.

„Ist Deutsch-Sein eine bestimmte Frisur?“

„Alltagsrassismus haben wir vorher schon erlebt“, sagt Sayed, eine 27 Jahre alte Unternehmerin aus Berlin, der Deutschen Presse-Agentur. „Man bekommt rassistische Hate-Kommentare aufgrund des Aussehens, aufgrund des Tuns, aufgrund der Religion und daher kannten wir das schon.“ Seitdem sie aber „Miss Germany“-Kandidatin ist und als eine von neun Finalistinnen in der Endrunde steht, sei das Ausmaß ein anderes. „Das wird oft infrage gestellt: Wie willst du denn die deutsche Frau repräsentieren?“, erklärt sie. „Und da denke ich mir: Okay, ist Deutsch-Sein eine bestimmte Frisur? Dann gib mir einen Frisurenkatalog.“

Ähnlich geht es auch der ein Jahr älteren Amina Ben Bouzid aus Wiesbaden. „Ich vergesse immer selbst mein Kopftuch, weil es für mich so eine Normalität ist. Und erst wenn dann jemand darüber spricht, denke ich: Ach ja, stimmt, es ist ja gar nicht so eine Normalität“, sagt sie der dpa.

Aber: „Es muss immer irgendjemand diese ersten Schritte gehen. Und ich bin eigentlich auch sehr froh und sehr happy, dass ich das mit Büsra sein darf, weil es für uns auch tatsächlich wirklich eine Art Ehre ist. Ich halte es nicht für eine Bürde, sondern es ist wirklich eine Ehre, dass wir diese ersten Schritte gehen dürfen und dass Mädchen, die sich mit uns identifizieren können, weiter in den Fußstapfen laufen können.“

Insgesamt neun Frauen stehen an diesem Samstag (7. März) in den Bavaria Studios bei München im Finale der Wahl zur „Miss Germany“, darunter neben den beiden eine Biologin und eine Presseoffizierin der Bundeswehr, die sich aus mehr als 2.600 Bewerberinnen durchsetzten.

Gesucht: DAX-Vorständinnen, keine Beauty-Influencerinnen

Die Verantwortlichen wollen das Ganze – anders als früher – explizit nicht mehr als Schönheitswettbewerb verstanden wissen. Man suche „nicht nach den nächsten Beauty-Influencerinnen, sondern nach zukünftigen DAX-Vorständinnen und erfolgreichen Gründerinnen“.

Die amtierende „Miss Germany“ ist die Ärztin Valentina Busik, die mit Künstlicher Intelligenz arbeitet und die Digitalisierung im deutschen Gesundheitssystem voranbringen will.

Büsra Sayed, die ein Modelabel gegründet hat, das Frauen mit dem traditionellen Kopftuch Hijab stärker sichtbar machen soll, tritt als Nachwuchsgründerin in der Kategorie „Female Founder“ an. Amina Ben Bouzid, die von Frauen geführte Marken beim Wachstum unterstützt, kandidiert in der Kategorie „Female Leader“.

Sayed: Hass kommt überwiegend von Männern

„Eine „Miss Germany“ zu sein mit einem Kopftuch wird insgesamt einfach angezweifelt, weil man ja nicht deutsch gelesen ist“, zeigt sich die Wiesbadenerin enttäuscht. Auf die Frage, was denn für sie deutsch sei, antwortet sie: „Wir sind deutsch!“ und die 27-jährige Sayed fügt hinzu: „Wir stoßlüften auch.“

Diejenigen, die sich rassistisch oder sexistisch äußerten, seien „zu etwa 90 Prozent“ Männer, schätzt Sayed. „Und daran sieht man auch: Bei Frauen findet sich leider immer irgendetwas, worauf sie reduziert werden können. Hate, Rassismus und Sexismus kommen in meinem Fall überwiegend von Männern.“

So sieht das auch ihre Mitstreiterin: „Wenn Frauen in die Sichtbarkeit gehen, gibt es immer etwas, das kritisiert wird: unterschiedliche Herkünfte, Aussehen, whatever“, sagt sie. „Sie ist entweder zu dick, zu dünn, zu laut, zu leise, zu sichtbar, zu wenig sichtbar. Deswegen glaube ich, ist das einfach ein insgesamt generelles Problem – gerade für die männliche Bevölkerung – wenn man sieht, dass Frauen für sich einstehen und halt ihren Weg gehen wollen.“

 

 

6 März 2026 0 Kommentare
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Politik

Antrag auf AfD-Verbot im niedersächsischen Landtag eingebracht

von Fremdeninfo 6 März 2026
von Fremdeninfo

Von: Cumali Yagmur

Während im niedersächsischen Landtag über den von den Grünen und SPD eingebrachten Antrag zum Verbot der AfD debattiert wurde, fand vor dem Parlamentsgebäude in Hannover eine kraftvolle Protestkundgebung statt.

Die Demonstration, zu der die Initiative „Omas gegen Rechts“ sowie Vertreter der Grünen und der Linkspartei (Die Linke) aufgerufen hatten, verzeichnete eine beachtliche Beteiligung. Im Rahmen der Kundgebung ergriffen Vertreter der Grünen, der Linken, verschiedener antirassistischer Gruppen sowie Jugendorganisationen das Wort.

Die Redner unterstrichen den faschistischen Charakter dieser reaktionären Gruppierung und forderten das sofortige Verbot der Partei. In den leidenschaftlichen Appellen hieß es: „Wenn wir heute nicht entschlossen für unsere Demokratie einstehen, wird es morgen zu spät sein.“ Es wurde hervorgehoben, dass die AfD nicht nur die demokratischen Grundfesten untergrabe, sondern eine dezidiert feindselige Politik gegenüber Migranten und Geflüchteten verfolge. Zudem wurde kritisiert, dass die Partei die Gesellschaft durch nationalistische und rassistische Narrative, die auf Kosten von Zuwanderern instrumentalisiert werden, systematisch vergifte.

Unter dem zentralen Slogan „Kein Platz für Rassismus und Nationalismus in unserem Land“ wurde betont, dass Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit in einer modernen Zivilgesellschaft keinen Raum haben dürfen. Die Redner wiesen darauf hin, dass die Forderung nach einem AfD-Verbot längst kein niedersächsisches Einzelphänomen mehr sei, sondern von zahlreichen Landesparlamenten in ganz Deutschland unterstützt werde.

Es herrschte Konsens darüber, dass die Bundesregierung angesichts dieser länderübergreifenden Forderungen ein Verbotsverfahren einleiten müsse. Alle Redner waren sich einig: Eine reaktionäre, demokratiefeindliche und rassistische Partei darf keinen Platz in den Parlamenten der Bundesrepublik haben.

Die AfD verhalte sich gegenüber der Wählerschaft zutiefst unaufrichtig; statt demokratische Werte parlamentarisch zu verteidigen, manipuliere sie die Bürger mit reaktionären und demokratiefeindlichen Parolen. Viele Wähler an der Basis fielen den Lügen und der Demagogie der Partei zum Opfer. Es sei daher die dringende Pflicht aller demokratischen Kräfte, nicht nur das Verbot der AfD voranzutreiben, sondern auch die breite Masse mit einer klaren und angemessenen Sprache über die Fakten aufzuklären.

Der Tag endete mit dem dringenden Appell an alle Demokraten, geschlossen zu agieren und den aktiven Kampf so lange fortzusetzen, bis ein Verbot der AfD erwirkt ist.

6 März 2026 0 Kommentare
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Bildung

Türkische und arabische Kinder in Deutschland am stärksten von Diskriminierung betroffen

von Cumali Yağmur 5 März 2026
von Cumali Yağmur

Von: DW Türkisch
04.03.2024 (Metindeki 2026 tarihi muhtemelen bir yazı dır, Almanca formatında 04.03.2024 olarak çevrilmiştir)

An deutschen Schulen sind vor allem türkische und arabische Kinder von rassistischer Diskriminierung betroffen. Lehrkräfte geben ihnen schlechtere Noten.

Bildunterschrift: In Deutschland wurde festgestellt, dass Lehrkräfte Kindern mit Migrationshintergrund schlechtere Noten geben. (Foto: Wolfram Steinberg/dpa/picture alliance)

Eine neue Untersuchung aus Deutschland zeigt, dass Kinder und Jugendliche an Schulen rassistischer Diskriminierung ausgesetzt sind.

In dem Forschungsbericht, der am Mittwoch von der zivilgesellschaftlichen Organisation „Mediendienst Integration“ veröffentlicht wurde, heißt es, dass Kinder, deren Familien aus der Türkei oder aus arabischsprachigen Ländern eingewandert sind, am stärksten von Diskriminierung betroffen sind.

Türkische und arabische Schüler gaben deutlich häufiger an, persönliche Diskriminierung erfahren zu haben, als Mitschüler, deren Familien aus Polen, den Staaten der ehemaligen Sowjetunion oder dem ehemaligen Jugoslawien stammen. Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis des Berichts ist, dass sich männliche Schüler häufiger diskriminiert fühlen als weibliche.

Der Bericht basiert auf der Zusammenfassung zahlreicher Studien mit umfangreichen Datensätzen. Den Daten zufolge gab die Mehrheit der Befragten an, selten oder nie persönliche Diskriminierung erlebt zu haben. Die Forscher betonten jedoch, dass dies keine „Entwarnung“ bedeute. Sie erklärten, dass Diskriminierungserfahrungen vor allem junge Menschen treffen, die nicht als Teil der Mehrheitsgesellschaft wahrgenommen werden, und dass rassistische Diskriminierung nicht immer explizit als solche benannt wird.

Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe

Aileen Edele und Sophie Harms, Expertinnen vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), weisen auf weitere Studien hin, die belegen, dass Diskriminierung insbesondere aufgrund der Hautfarbe erfolgt.

Die Forscherinnen wiesen zudem auf schwere Vorurteile gegenüber Sinti und Roma hin und betonten, dass diese Erfahrungen negative Auswirkungen auf das Selbstbild und die Psychologie des Einzelnen haben können. „Alle Schüler haben das Recht auf eine diskriminierungsfreie schulische Bildung“, warnten die Forscher.

Diskriminierte besuchen seltener das Gymnasium

Der Bericht zeigt, dass diskriminierte Schüler seltener ein Gymnasium besuchen und seltener das Abitur ablegen. Einige Studien deuten darauf hin, dass ein Grund dafür ist, dass Lehrkräfte gleichwertige Leistungen zeitweise schlechter bewerten. Es wird zudem betont, dass das Verhalten der Lehrkräfte dazu führen kann, dass Schüler mit Migrationshintergrund weniger Selbstvertrauen haben und weniger gefördert werden.

Ein weiterer problematischer Bereich ist laut Bericht das mangelnde Interesse an den Muttersprachen von Migrantenfamilien. Dass diese Sprachen an Schulen als Fremdsprache unterrichtet werden, ist nach wie vor die Ausnahme. Während die Möglichkeiten für Muttersprachenunterricht von Bundesland zu Bundesland stark variieren, wird in einigen Schulen der Gebrauch der Muttersprache sogar komplett untersagt.

Die Forscher betonen: „Selbstverständlich müssen auch ausreichende Möglichkeiten zum Erlernen der deutschen Sprache geboten werden.“ Dem Bericht zufolge haben etwa 40 Prozent aller Schüler in Deutschland einen Migrationshintergrund.

5 März 2026 0 Kommentare
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İsa Turan
Allgemein

Der kurdische Kompass: Zwischen Regimekritik und Ablehnung externer Intervention

von Fremdeninfo 5 März 2026
von Fremdeninfo

 Von.Isa Turan 

Einige Kreise argumentieren, dass die Kurden erkennen müssten, dass sich ihnen im Krieg gegen den Iran eine „historische Chance“ biete, und fordern, dass die Kurden die Bodenoffensive übernehmen sollten. Es wird behauptet, dass dies auch der Wunsch Amerikas sei. Es bringt den Kurden jedoch keinerlei Vorteil, zum Rammbock eines neuen Blutvergießens zwischen den Völkern zu werden. Was auch immer die heutige Führung tut: Auch der Sohn des Schahs, Reza – der als potenzieller künftiger „Machthaber“ angesehen wird –, lehnt die Forderungen der Kurden nach ihren Rechten ab und widersetzt sich ihnen. Die Kurden haben in ihrem Kampf nie danach gestrebt, anderen zu schaden, sondern stets darum gekämpft, ihre geraubten Rechte zurückzuerlangen.

Der Kompass ist eindeutig: Die Kurden im Iran können weder eine Position einnehmen, die eine externe Intervention befürwortet, noch können sie sich hinter ein unterdrückerisches Regime stellen. Die Priorität liegt darin, die Sicherheit und Freiheit des eigenen Volkes zu gewährleisten; das heißt, eine demokratische und friedliche Zukunft mit den Völkern desselben Geografieraums aufzubauen, abgesichert durch kollektive Rechte. Nur dazu können die Kurden „Ja“ sagen.

Wir haben in der Öffentlichkeit gelesen, dass Trump telefonisch mit kurdischen Anführern in Syrien gesprochen hat. Die Demokratische Partei Kurdistan-Iran hat erklärt, dass sie sich nicht an einem Krieg an der Seite der USA und Israels beteiligen wird, sondern stattdessen den Kampf gegen das Mullah-Regime gemeinsam mit dem iranischen Volk fortsetzen wird.

 Fazit

 Spekulationen um Bewaffnung der Kurden

Das iranische Regime scheint sich darauf vorzubereiten, dass Israel und die Vereinigten Staaten den Druck von innen erhöhen. Aus mehreren Städten berichten Anwohner über eine hohe Zahl von Sicherheitskräften und Milizen auf den Straßen, die auch Checkpoints errichtet haben.

Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass der US-Geheimdienst CIA kurdische Volksgruppen bewaffnen wolle. Ziel sei ein Bodeneinsatz im westlichen Iran in den kommenden Tagen, berichtete der US-Sender CNN. Die irakischen Kurden haben zahlreiche Kämpfer an der rund 1.500 Kilometer langen Grenze zum Iran stationiert und teilweise auch Verbindungen zur kurdischen Minderheit im Iran. Reuters meldete, iranische Kurdenmilizen hätten in den vergangenen Tagen mit den Vereinigten Staaten darüber beraten, ob und wie sie die iranischen Sicherheitskräfte im westlichen Teil des Landes angreifen sollen.

Das Weiße Haus bestätigte zwar, dass Trump mit kurdischen Anführern in der Region gesprochen habe. Die Behauptung, der US-Präsident habe der Bewaffnung der Kurden zugestimmt, sei jedoch falsch und sollte nicht verbreitet werden. Der Präsident der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak, Nechirvan Barsani, unterstrich, er wolle keine Eskalation, „die das Leben und die Sicherheit unserer Bevölkerung gefährden“.

Iran greift kurdisches Hauptquartier im Irak an

Der Iran griff unterdessen nach eigenen Angaben ein Hauptquartier kurdischer Einheiten im Irak an. Das Hauptquartier sei mit drei Raketen attackiert worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Der iranische Geheimdienst erklärte zudem, er habe Posten „separatistischer Gruppen“ ins Visier genommen, die über die Westgrenzen eindringen wollten.

Die Türkei beobachtet die Meldungen über kurdische Aktivitäten mit Sorge. Sie hat insbesondere die kurdisch-iranische Miliz PJAK im Blick. Die Gruppe bedrohe die Sicherheit des Iran und die Stabilität der Region, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit. Die Partei für ein Freies Leben in Kurdistan (PJAK) gilt als iranischer Ableger der PKK, die von der Türkei, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft wird.

5 März 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Scharfe Antwort von Spaniens Ministerpräsident Sánchez an Trump: „Man spielt kein Russisches Roulette mit dem Schicksal von Millionen von Menschen“

von Cumali Yağmur 5 März 2026
von Cumali Yağmur

 

 Die Texte, Notizen oder Links aus den verschiedenen Medien.

Nachdem US-Präsident Donald Trump Spanien aufgrund von Spannungen mit dem Iran und einer Krise um Militärstützpunkte mit einem Handelsembargo gedroht hat, folgte eine scharfe Reaktion aus Madrid. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez betonte seine Ablehnung eines Krieges mit den Worten: „Man spielt kein Russisches Roulette mit dem Schicksal von Millionen von Menschen.“ Die Europäische Union sicherte Spanien unterdessen ihre volle Unterstützung zu.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich vor Pressevertretern nach einem Treffen mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz im Oval Office. Dabei thematisierte er den anhaltenden Streit mit Spanien über die Nutzung US-amerikanischer Militärstützpunkte im Rahmen der Iran-Spannungen und griff die Regierung in Madrid direkt an.

Bezugnehmend auf Berichte, wonach Spanien die Nutzung der US-Stützpunkte auf seinem Territorium eingeschränkt habe, sagte Trump: „Spanien sagt, wir könnten ihre Stützpunkte nicht nutzen; das ist kein richtiger Ansatz. Wenn wir wollen, können wir diese Stützpunkte nutzen. Niemand kann uns vorschreiben, was wir zu tun haben.“

Handelsembargo-Drohung von Trump

Trump erklärte zudem, er habe Finanzminister Scott Bessent angewiesen, alle Handelsbeziehungen zu Spanien einzustellen. „Spanien befindet sich derzeit in einer sehr schwierigen Lage. Ich habe meinem Finanzminister gesagt, dass er die Handelsverbindungen zu Spanien kappen muss“, so Trump.

Er forderte die europäischen Länder auf, die USA und Israel in der Iran-Frage stärker zu unterstützen. Zudem kritisierte er die Politik Großbritanniens in Bezug auf die Insel Diego Garcia im Indischen Ozean und warf der Londoner Regierung mangelnde Kooperationsbereitschaft vor.

Madrids Fokus auf den Frieden

Die Antwort von Ministerpräsident Pedro Sánchez ließ nicht lange auf sich warten. Sánchez sprach sich in aller Deutlichkeit gegen einen Krieg mit dem Iran aus.

„Ein Krieg gegen den Iran hat die Welt unsicherer gemacht. Wir werden nicht Teil dieser Katastrophe sein. Ein Krieg im Nahen Osten wird keine gerechtere internationale Ordnung herbeiführen“, sagte Sánchez. Der spanische Regierungschef betonte, dass die Krise in der Region nur durch Diplomatie gelöst werden könne:

„Wir werden weiterhin mit den Ländern der Region für Frieden und Diplomatie arbeiten. Genau so beginnen humanitäre Katastrophen. Man spielt kein Russisches Roulette mit dem Schicksal von Millionen von Menschen.“

Sánchez unterstrich, dass man die Politik der iranischen Führung zwar nicht unterstütze, eine militärische Intervention jedoch nicht als Lösung betrachte: „Gegen ein repressives Regime wie den Iran zu sein, bedeutet nicht, eine unkontrollierte militärische Intervention zu unterstützen.“

Wie begann die Stützpunkt-Krise?

Die Krise eskalierte, als die spanische Regierung die Nutzung der Luftwaffenstützpunkte Morón und Rota im Süden des Landes für Operationen gegen den Iran untersagte. Verteidigungsministerin Margarita Robles erinnerte daran, dass die bilateralen Kooperationsabkommen mit den USA im Rahmen des internationalen Rechts gültig seien.

„Die betreffenden Operationen werden nicht durch UN-Resolutionen gestützt. Daher ist es den USA nicht gestattet, diese Stützpunkte für Angriffsziele zu nutzen“, erklärte Robles. Während diese Haltung in Washington als „Schließung der Stützpunkte“ interpretiert wurde, hieß es, dass einige US-Flugzeuge von Spanien zur Ramstein Air Base in Deutschland verlegt wurden.

Volle Unterstützung der EU für Spanien

Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen den USA und Spanien erklärte die EU-Kommission, dass sie fest an der Seite Madrids stehe. In einer Erklärung aus Brüssel hieß es: „Wir werden die Interessen der Europäischen Union schützen“, und man betonte die Solidarität unter den Mitgliedstaaten.

EU-Vertreter erinnerten daran, dass ein Handelsembargo der USA gegen ein einzelnes Mitglied der Union rechtlich und faktisch nicht möglich sei, da die EU-Handelspolitik als geschlossener Block geführt werde. Ein Kommissionssprecher betonte, dass die Trump-Administration an die zuvor unterzeichneten Handelsabkommen gebunden sei.

Spannungen mit Vorgeschichte

Die Spannungen zwischen Trump und Sánchez sind nicht neu. Trump hatte zuvor kritisiert, dass Spanien sich weigerte, seine Verteidigungsausgaben auf 5 % des BIP zu erhöhen, und hatte Madrid mit einem Ausschluss aus der NATO gedroht. Im Zuge der aktuellen Krise bezeichnete Trump Spanien nun als eines der „problematischsten Länder“ Europas.

Der spanische Außenminister José Manuel Albares rief zur Vernunft auf: „Spanien wird weiterhin für Deeskalation, Verhandlungen und internationales Recht eintreten.“ Wie sich dieser Schlagabtausch auf die Verteidigungs- und Handelsbeziehungen auswirken wird, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.

5 März 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Das Wehrpflichtproblem der türkischen und kurdischen Jugendlichen in Europa

von Cumali Yağmur 5 März 2026
von Cumali Yağmur


Von: Cumali Yağmur

In Deutschland geborene Migrantenjugendliche nach dem Jahr 2000 besitzen die doppelte Staatsbürgerschaft. Türkische und kurdische Jugendliche stehen heute vor einem ernsthaften Wehrpflichtproblem. Aufgrund des in der Türkei praktizierten Systems des „Wehrdienstes gegen Devisenzahlung“ müssen diese Jugendlichen derzeit etwa 8.000 € zahlen, um vom Militärdienst befreit zu werden.

Dieser von den Jugendlichen geforderte Betrag ist eine sehr hohe Summe. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit unter türkischen und kurdischen Jugendlichen sind viele von ihnen nicht in der Lage, dieses Geld zu bezahlen. Insbesondere für Familien mit zwei oder drei Söhnen ist es fast unmöglich, diese finanzielle Last zu stemmen. Es entspricht nicht der Lebensrealität, dass ein Jugendlicher, der sich in der Berufsausbildung befindet oder studiert, 8.000 € zahlt.

Diese Situation führt dazu, dass die türkische Regierung die Jugendlichen wirtschaftlich regelrecht in die Enge treibt. Die Jugendlichen wollen die Verbindung zum Herkunftsland ihrer Familien nicht abbrechen; sie möchten zumindest in den Ferien dorthin reisen und ihre Verwandten besuchen. Da die Regierung jedoch keine andere Erleichterung bietet, sehen sich die Jugendlichen gezwungen, die türkische Staatsbürgerschaft aufzugeben, um dieser finanziellen Last zu entgehen.

Früher lag diese Gebühr bei etwa 1.000 €, und die Jugendlichen konnten durch die Zahlung dieses angemessenen Betrags eine Entlassungsbescheinigung erhalten, ohne den Wehrdienst antreten zu müssen. Anstatt dieses Problem zu lösen, bereitet die Regierung den Jugendlichen Schwierigkeiten. Wenn ein Staat seinen eigenen jungen Bürgern solche Hürden in den Weg legt, drängt er sie dazu, sich von der Staatsbürgerschaft loszusagen. Dies zeigt, dass der Staat seine Pflicht gegenüber seinen Bürgern nicht in vollem Umfang erfüllt. Die türkische Regierung sollte dieses Thema erneut prüfen und die Gebühr wieder auf das Niveau von 1.000 € senken, damit die Jugendlichen nicht gezwungen sind, aus der Staatsbürgerschaft auszuscheiden.

Die Logik hinter der Erhöhung dieses Betrags ist schwer nachzuvollziehen. Aus Sicht des türkischen Staates, dem hierbei keine Kosten entstehen, gibt es keinen rechtfertigenden Grund für eine derart drastische Erhöhung. Falls versucht wird, Haushaltsdefizite mit diesen Geldern auszugleichen, ist dies ein großer Irrtum.

5 März 2026 0 Kommentare
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Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

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