Antialevitische Diskriminierung und Wahrung der staatlichen Neutralität an Hamburger Schulen

von Fremdeninfo

Von: Alevitische Gemeinde Deutschland Landesvertretung Norden

 

die Alevitische Gemeinde Deutschland – Landesvertretung Norden macht auf wiederholte Berichte über antialevitische Diskriminierung an Hamburger Schulen aufmerksam.

Alevitische Schülerinnen und Schüler berichten von religiös motivierten Beleidigungen, Ausgrenzung sowie sozialem Druck – unter anderem im Zusammenhang mit dem Fasten oder der Teilnahme an religiösen Praktiken. Zudem wird von schulischen Veranstaltungen mit religiösem Charakter (z. B. gemeinsames Fastenbrechen, Gebetsruf) sowie der faktischen Nutzung von Gebetsräumen berichtet. Nicht teilnehmende Kinder sehen sich teils sozialem Druck oder Stigmatisierung ausgesetzt.

Diese Entwicklungen berühren die durch das Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit (Art. 4 GG), das Benachteiligungsverbot wegen des Glaubens (Art. 3 Abs. 3 GG) sowie die staatliche Neutralitätspflicht im Schulwesen.

Wir regen daher an:

eine Prüfung der geschilderten Sachverhalte,

eine klare Bestätigung der religiös-weltanschaulichen Neutralität staatlicher Schulen,

die systematische Erfassung von Diskriminierungsfällen,

präventive Sensibilisierungsmaßnahmen für Schulpersonal,

sowie die Einrichtung transparenter Beschwerdestrukturen.

Für eine konstruktive Zusammenarbeit stehen wir gerne zur Verfügung und bitten um eine schriftliche Stellungnahme zu den genannten Punkten.

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