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Der kurdische Kompass: Zwischen Regimekritik und Ablehnung externer Intervention

von Fremdeninfo 5 März 2026
von Fremdeninfo 5 März 2026
İsa Turan
Isa Turan
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 Von.Isa Turan 

Einige Kreise argumentieren, dass die Kurden erkennen müssten, dass sich ihnen im Krieg gegen den Iran eine „historische Chance“ biete, und fordern, dass die Kurden die Bodenoffensive übernehmen sollten. Es wird behauptet, dass dies auch der Wunsch Amerikas sei. Es bringt den Kurden jedoch keinerlei Vorteil, zum Rammbock eines neuen Blutvergießens zwischen den Völkern zu werden. Was auch immer die heutige Führung tut: Auch der Sohn des Schahs, Reza – der als potenzieller künftiger „Machthaber“ angesehen wird –, lehnt die Forderungen der Kurden nach ihren Rechten ab und widersetzt sich ihnen. Die Kurden haben in ihrem Kampf nie danach gestrebt, anderen zu schaden, sondern stets darum gekämpft, ihre geraubten Rechte zurückzuerlangen.

Der Kompass ist eindeutig: Die Kurden im Iran können weder eine Position einnehmen, die eine externe Intervention befürwortet, noch können sie sich hinter ein unterdrückerisches Regime stellen. Die Priorität liegt darin, die Sicherheit und Freiheit des eigenen Volkes zu gewährleisten; das heißt, eine demokratische und friedliche Zukunft mit den Völkern desselben Geografieraums aufzubauen, abgesichert durch kollektive Rechte. Nur dazu können die Kurden „Ja“ sagen.

Wir haben in der Öffentlichkeit gelesen, dass Trump telefonisch mit kurdischen Anführern in Syrien gesprochen hat. Die Demokratische Partei Kurdistan-Iran hat erklärt, dass sie sich nicht an einem Krieg an der Seite der USA und Israels beteiligen wird, sondern stattdessen den Kampf gegen das Mullah-Regime gemeinsam mit dem iranischen Volk fortsetzen wird.

 Fazit

 Spekulationen um Bewaffnung der Kurden

Das iranische Regime scheint sich darauf vorzubereiten, dass Israel und die Vereinigten Staaten den Druck von innen erhöhen. Aus mehreren Städten berichten Anwohner über eine hohe Zahl von Sicherheitskräften und Milizen auf den Straßen, die auch Checkpoints errichtet haben.

Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass der US-Geheimdienst CIA kurdische Volksgruppen bewaffnen wolle. Ziel sei ein Bodeneinsatz im westlichen Iran in den kommenden Tagen, berichtete der US-Sender CNN. Die irakischen Kurden haben zahlreiche Kämpfer an der rund 1.500 Kilometer langen Grenze zum Iran stationiert und teilweise auch Verbindungen zur kurdischen Minderheit im Iran. Reuters meldete, iranische Kurdenmilizen hätten in den vergangenen Tagen mit den Vereinigten Staaten darüber beraten, ob und wie sie die iranischen Sicherheitskräfte im westlichen Teil des Landes angreifen sollen.

Das Weiße Haus bestätigte zwar, dass Trump mit kurdischen Anführern in der Region gesprochen habe. Die Behauptung, der US-Präsident habe der Bewaffnung der Kurden zugestimmt, sei jedoch falsch und sollte nicht verbreitet werden. Der Präsident der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak, Nechirvan Barsani, unterstrich, er wolle keine Eskalation, „die das Leben und die Sicherheit unserer Bevölkerung gefährden“.

Iran greift kurdisches Hauptquartier im Irak an

Der Iran griff unterdessen nach eigenen Angaben ein Hauptquartier kurdischer Einheiten im Irak an. Das Hauptquartier sei mit drei Raketen attackiert worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Der iranische Geheimdienst erklärte zudem, er habe Posten „separatistischer Gruppen“ ins Visier genommen, die über die Westgrenzen eindringen wollten.

Die Türkei beobachtet die Meldungen über kurdische Aktivitäten mit Sorge. Sie hat insbesondere die kurdisch-iranische Miliz PJAK im Blick. Die Gruppe bedrohe die Sicherheit des Iran und die Stabilität der Region, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit. Die Partei für ein Freies Leben in Kurdistan (PJAK) gilt als iranischer Ableger der PKK, die von der Türkei, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft wird.

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