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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

Türken kaufen sich offenbar Strafanzeigen in ihrer Heimat, um Asyl in Deutschland...

19 Oktober 2026 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Migranten in Ceuta: Spanien will 500 minderjährige Ceuta-Flüchtlinge aufnehmen

von Fremdeninfo 20 August 2026
von Fremdeninfo

             Artikel von Lennart Jerke/ Die Zeit 

Wochen nach der Massenankunft in Ceuta harren weiter viele unbegleitete Minderjährige dort aus. Spanien will 500 von ihnen auf dem Festland unterbringen und versorgen

Nach der Ankunft und Abreise von Zehntausenden Migrantinnen und Migranten auf der spanischen Exklave Ceuta will Spanien rund 500 besonders schutzbedürftige unbegleitete Minderjährige auf das Festland bringen. Das bestätigte die spanische Integrationsministerin Elma Saiz beim Radiosender RNE. Die Regierung in Madrid arbeite dazu eng mit den örtlichen Behörden an einer Lösung.

Geplant sei, die Kinder von Kinderschutzorganisationen in geeigneten Einrichtungen auf dem Festland betreuen zu lassen. Später sollen sie an mögliche Pflegefamilien ermittelt werden. Dazu ist laut spanischen Medienberichten »die verbindliche und solidarische Aufnahme von Minderjährigen durch alle Regionen« vorgesehen.

Genauere Angaben könne man noch nicht machen, sagte Saiz. Bei allen Maßnahmen müsse aber das »übergeordnete Interesse des Kindes« an erster Stelle stehen, sagte sie. Die Zahl von 500 Minderjährigen sei dabei vorläufig und könne sich noch ändern. Ceuta werde bei der Überführung nach Spanien mit 25 Millionen Euro unterstützt, zudem habe man bei der EU Nothilfemittel beantragt.

Weiterhin 5.000 Menschen in Ceuta

Seit der Massenankunft Geflüchteter Ende Juli hat die spanische Nationalpolizei in Ceuta 2.168 unbegleitete Minderjährige identifiziert und den Behörden der Exklave übergeben, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE. Insgesamt waren den Schätzungen zufolge rund 80.000 Menschen teils schwimmend in Ceuta angekommen. Der Großteil von ihnen kehrte kurze Zeit später nach Marokko zurück.

Aktuell sollen sich noch um die 5.000 Migranten in Ceuta aufhalten. In den vergangenen Tagen wurden fast 300 Menschen bei dem Versuch festgenommen, Ceuta zu erreichen. Spanien und Marokko verstärkten ihre Grenzkontrollen. Nach aktuellen Angaben wurden 83 Leichen im Meer geborgen. Nichtregierungsorganisationen schätzen die Zahl der Todesopfer allerdings auf weit über 100.

20 August 2026 0 Kommentare
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Cumali Yağmur
Allgemein

Eine Ironie in Hannover: Ein polnisches AfD-Mitglied

von Cumali Yağmur 20 August 2026
von Cumali Yağmur

               Von Cumali Yağmur

Heute traf ich in der Hannoveraner Innenstadt einen Mann aus Polen. Er betrachtete gerade die Wahlplakate der verschiedenen Parteien. Ich ging auf ihn zu und sagte: „Gefällt es Ihnen nicht? Sie schauen so kritisch.“ Er öffnete sein Portemonnaie und hielt mir seinen AfD-Mitgliedsausweis entgegen.

Sein Deutsch hatte einen deutlichen polnischen Akzent. Auf meine Frage nach seiner Herkunft antwortete er: „Ich bin Pole.“ Als ich ihn fragte, warum er Mitglied der AfD sei, entgegnete er: „Für die Zukunft Deutschlands.“ Ich sagte daraufhin zu ihm: „Wenn die AfD an die Macht kommt, werfen sie dich und mich raus; sie schreien ‚Ausländer raus‘. Kränkt es Sie nicht, wenn so etwas gesagt wird?“

„Nein“, sagte er. Er behauptete, die AfD würde nur die hier lebenden Muslime ausweisen. Er vertrat die Ansicht, dass Muslime die Zukunft Deutschlands bedrohten, sich nicht in diese Gesellschaft integrieren könnten, den sozialen Frieden störten und nur deshalb viele Kinder bekämen, um vom Kindergeld zu leben. „Sie wissen sehr gut, wie man viele Kinder bekommt und von der Staatskasse lebt“, fügte er hinzu.

Er behauptete weiter, dass es in Hannover zu viele Ausländer gäbe und diese das Stadtbild verschandeln würden. „Schauen Sie doch mal, muslimische Frauen laufen mit Kopftuch oder verschleiert über die Straße“, sagte er. Ich entgegnete: „Was ist denn dabei, wenn sie Kopftücher tragen? Andere tragen keins, sie laufen alle auf der Straße, und mich stört das überhaupt nicht.“ Er hingegen sagte: „Sie mag es vielleicht nicht stören, aber mich stört es sehr. Sie sollten sofort dorthin zurückgeschickt werden, wo sie hergekommen sind.“

Auf meine Frage: „Und wenn man Sie auch wegschickt, wären Sie damit einverstanden?“, antwortete er: „Ich bin Europäer, Deutschland weist keine Europäer aus.“ Als ich ihn fragte, was er beruflich mache, sagte er, er sei diplomierter Ingenieur, verdiene gutes Geld und sorge für seine Kinder. Er betonte, keine Sozialhilfe zu beziehen, und fügte hinzu: „Ausländer kommen sofort nach Deutschland und kassieren Sozialhilfe.“

Ich erklärte ihm, dass dies falsch sei und nicht jeder Ankömmling sofort Unterstützung erhalte. Sogar Menschen aus EU-Ländern müssten rechtlich gesehen mindestens sechs Monate gearbeitet haben und arbeitslos geworden sein, um Hilfe zu beantragen; andere Ausländer könnten erst nach einem Jahr Arbeit bestimmte soziale Rechte beanspruchen. Doch ich konnte ihn nicht überzeugen. „Jeder hier bezieht Sozialhilfe, Sie bringen da alles durcheinander“, sagte er. Er behauptete hartnäckig, dass Geflüchtete zu viel Geld aus der Staatskasse erhielten.

Ich sagte ihm, dass Asylbewerber lediglich eingeschränkte Leistungen nach dem „Asylbewerberleistungsgesetz“ erhielten und in Unterkünften lebten, darüber hinaus aber keine Hilfe bekämen. Ich merkte an, dass er offensichtlich kaum fundiertes Wissen über diese Themen habe und deshalb die AfD gewählt habe. Diese Worte schienen ihn zu kränken, denn er sagte: „Deutschland braucht jemanden wie Hitler. Alle Ausländer müssen rausgeworfen werden.“
Ich entgegnete ihm: „Hitler hat damals auch Polen besetzt und Menschen getötet. Wollen Sie heute, dass ein neuer Hitler Polen wieder besetzt? Da Sie viele Zusammenhänge noch nicht verstanden haben, können Sie die Dinge in Ihrem Kopf nicht richtig analysieren.“

Als ich fragte: „Haben Sie keine andere Partei gefunden, für die Sie sich engagieren können?“, antwortete er: „Ich habe mir alle angeschaut; ich bin AfD-Mitglied geworden, weil sie die einzige Partei ist, die deutsche Interessen vertritt und ‚Ausländer raus‘ sagt.“ Auf meinen Einwand: „Dann werfen sie Sie, mich und alle anderen Ausländer auch raus; wollen Sie das wirklich?“, wiederholte er nur: „Ich bin Europäer.“

Ich erinnerte ihn daran, dass in der Vergangenheit sogar drei Juden, die in den Frankfurter Stadtrat gewählt worden waren, später in Konzentrationslager nach Polen verschleppt und ermordet wurden. „Dass Sie Europäer sind, bedeutet nicht viel; vielleicht sind Sie etwas später an der Reihe als die anderen Ausländer, aber die Reihe wird auch an Sie kommen“, sagte ich.

Abschließend sagte ich ihm: „Egal welches Argument ich vorbringe, ich versuche Ihre Irrtümer zu korrigieren, aber Sie behaupten mit Ihrem Halbwissen, dass alles richtig sei. Wenn Sie wirklich bei klarem Verstand wären und die Fakten kennen würden, wären Sie nicht blindlings der AfD beigetreten.“ Diese Worte verletzten ihn sehr, und er beharrte darauf, dass keine andere Partei so patriotisch wie die AfD sei und keine andere Ausländer und Muslime ausweisen wolle.

Ich antwortete: „Diese Parteien sagen nicht ‚Ausländer raus‘, sie akzeptieren das Zusammenleben. Die AfD hingegen sagt ‚Ausländer raus‘ – damit meinen sie auch Sie. Selbst wenn Sie aus einem EU-Mitgliedstaat kommen, sind Sie in deren Augen ein Ausländer. Kommen Sie zur Besinnung, gehen Sie morgen hin und geben Sie Ihren AfD-Mitgliedsausweis zurück. So befreien Sie sich von einer moralischen Schuld und lernen vielleicht endlich, die Dinge richtig zu sehen.“ Damit ließ ich ihn stehen und ging weg.

20 August 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Freiheit für Deniz Pektaş, der in Italien in Haft gehalten wird!

von Fremdeninfo 20 August 2026
von Fremdeninfo
               Von:Avrupa Demokrat


AN DIE ÖFFENTLICHKEIT

FREIHEIT FÜR DENİZ PEKTAŞ, DER IN ITALIEN IN HAFT GEHALTEN WIRD!

Der türkische Staat, dessen Geschichte von Massakern, Hinrichtungen, Folter, Vertreibungen, Massenmorden, Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen geprägt ist, setzt seine Politik der Verfolgung, Unterdrückung und Einschüchterung gegen Oppositionelle, Demokraten, Revolutionäre, Kommunisten und demokratische Institutionen im In- und Ausland fort.

Der türkische Staat versucht, Revolutionäre, Sozialisten, Kommunisten, Intellektuelle und politische Exilanten, die außerhalb der Landesgrenzen leben, durch Interpol-Gesuche unter Beobachtung und Druck zu setzen. Aufgrund dieser Gesuche werden zahlreiche in europäischen Ländern lebende Menschen festgenommen, ihre Reisefreiheit wird eingeschränkt und sie werden gezwungen, unter der ständigen Drohung einer Auslieferung zu leben.

Sogar Personen, die in europäischen Ländern den Status eines politischen Flüchtlings erhalten haben oder sogar die Staatsbürgerschaft ihres Wohnsitzlandes besitzen, können zum Ziel der grenzüberschreitenden Verfolgungspolitik des türkischen Staates via Interpol werden. Die Kriminalisierung politischer Überzeugungen und Aktivitäten durch die Nutzung internationaler Polizeimechanismen ist inakzeptabel. Diese Praktiken widersprechen den grundlegenden Menschenrechten und Freiheiten und stellen selbst die demokratischsten Rechte, wie das Recht auf politisches Asyl, infrage.

Unser revolutionärer Freund und Genosse DENİZ PEKTAŞ wurde am 17. August 2026 während seines Aufenthalts in Italien von der italienischen Polizei auf Ersuchen des türkischen Staates und unter Berufung auf eine Interpol-Fahndung festgenommen. Deniz Pektaş wird derzeit im Gefängnis von Ancona seiner Freiheit beraubt.

Deniz Pektaş ist eine revolutionär-kommunistische Persönlichkeit, die seit vielen Jahren für ihre politischen Aktivitäten in Europa bekannt ist. Er hat das faschistische und repressive System in der Türkei, die Massaker an der Bevölkerung und die Menschenrechtsverletzungen angeprangert und aktiv an Protesten, demokratischen Aktionen und politischen Arbeiten teilgenommen. Aufgrund seiner politischen Identität und seiner Aktivitäten ist er seit vielen Jahren der Verfolgung und dem Druck des türkischen Staates ausgesetzt.

Im Laufe der Jahre war Deniz Pektaş im Zusammenhang mit den Bestrebungen des türkischen Staates mehrfach Verfolgung, Druck und rechtlichen Verfahren in verschiedenen europäischen Ländern ausgesetzt. In diesem Zusammenhang gehörte er zu den Revolutionären und Kommunisten, die 2015 bei einer Operation in Deutschland festgenommen wurden, und sah sich auch dort mit juristischen Prozessen konfrontiert.

Heute wird Deniz Pektaş erneut im Rahmen der repressiven Politik des türkischen Staates und der Regierung von Tayyip Erdoğan seiner Freiheit beraubt.

Deniz Pektaş beteiligt sich im Einklang mit seinen revolutionären Überzeugungen an einem Kampf für die Gleichheit, Freiheit und Unabhängigkeit von Arbeitern, Werktätigen, Völkern und Nationen. Der Grund für seine Zielsetzung liegt in seinen politischen Überzeugungen, seiner revolutionären Identität und seiner Kampfpraxis.

Dass Deniz Pektaş aufgrund seiner politischen Ansichten und Aktivitäten erneut festgenommen, inhaftiert und mit der Drohung einer Auslieferung an den türkischen Staat konfrontiert wird, ist unannehmbar.

Die europäischen Länder und Italien sind verpflichtet, die Gedanken- und Meinungsfreiheit, die grundlegenden Menschenrechte, die demokratischen Rechte und den Schutz von Personen zu gewährleisten, die aufgrund ihrer politischen Überzeugungen verfolgt werden. Italien darf nicht zum Vollstrecker der grenzüberschreitenden Unterdrückungs- und Verfolgungsversuche des türkischen Staates werden.

Wir fordern die italienische Regierung, das Justizministerium und die zuständigen italienischen Behörden auf, das Auslieferungsersuchen des türkischen Staates gegen Deniz Pektaş abzulehnen und Deniz Pektaş umgehend freizulassen.

Politische Überzeugungen und Aktivitäten sind kein Verbrechen!
Die grenzüberschreitende Unterdrückungs- und Verfolgungspolitik des türkischen Staates muss beendet werden!

FREIHEIT FÜR DENİZ PEKTAŞ!
SCHLUSS MIT POLITISCHER VERFOLGUNG UND AUSLIEFERUNGSDROHUNGEN!

Unterzeichnende Organisationen:

  • Avrupa Göçmen Emekçiler Birliği (AGEB) – Union der Arbeitsmigranten in Europa

  • Anti-Emperyalist Lig (AIL) – Anti-Imperialistische Liga

  • Avrupa Sürgünler Meclisi (ASM) – Rat der Exilanten in Europa

  • Avrupa Demokratik Haklar Konfederasyonu (ADHK) – Konföderation für demokratische Rechte in Europa

  • Avrupa Ezilen Göçmenler Konfederasyonu (AVEG-KON) – Konföderation der unterdrückten Migranten in Europa

  • İşçilerin Birliği Halkların Kardeşliği Platformu (BİR-KAR) – Plattform für die Einheit der Arbeiter und Brüderlichkeit der Völker

  • Sosyalist Yeniden Kuruluş Partisi (SYKP) – Partei des Sozialistischen Wiederaufbaus

  • Tutsakların Sesi Platformu (TSP) – Plattform Stimme der Gefangenen

  • Mor Kızıl Kolektif – Lila-Rotes Kollektiv

  • Avusturya Türkiyeli İşçi Gençlik Federasyonu (ATIGF) – Föderation der Arbeiter und Jugend aus der Türkei in Österreich

  • İsviçre Türkiyeli İşçiler Federasyonu (ITIF) – Föderation der Arbeiter aus der Türkei in der Schweiz

  • Alınteri / Yaşanacak Dünya

  • Kadın Gözüyle – Aus der Sicht der Frau

  • Avrupa Türkiyeli İşçiler Konfederasyonu (ATİK) – Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa

  • Xeta Sor

(AHM)

20 August 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Gesellschaftliche Mobilisierung gegen eine mögliche AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt

von Fremdeninfo 20 August 2026
von Fremdeninfo
                 Von:  Avrupa Demokrat

Künstler, Gewerkschaften, Kirchen, Wissenschaftler und Migrantenorganisationen bereiten sich darauf vor, mit verschiedenen Kampagnen in die Landtagswahlen am 6. September einzugreifen. Experten raten jedoch dazu, über die bloße Wahlebene hinaus zu agieren, um auf die gesellschaftliche Erosion zu reagieren, die die AfD erstarkten lässt.

Sachsen-Anhalt, eines der östlichen Bundesländer, das nach dem Zusammenbruch der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) der Bundesrepublik beigetreten ist, hat sich im Vorfeld der Landtagswahlen am 6. September zu einer der kritischsten Regionen der deutschen Politik entwickelt.

Weniger als drei Wochen vor den Wahlen zeigen Umfragen, dass die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) mit deutlichem Abstand stärkste Kraft ist. Die Debatte konzentriert sich mittlerweile weniger darauf, ob die AfD als Sieger aus der Wahl hervorgeht, sondern vielmehr darauf, ob sie eine Mehrheit für eine Alleinregierung erreichen kann.

AfD mit deutlichem Vorsprung
Einem Bericht von Bianet zufolge liegt die AfD laut der jüngsten Politix-Studie mit 43 Prozent der Stimmen an erster Stelle. Die Christlich Demokratische Union (CDU) verharrt bei 23 Prozent, die Linkspartei bei 13 Prozent, die Sozialdemokratische Partei (SPD) bei 7 Prozent und die Grünen liegen bei 5 Prozent. In einer Ende Juli von Infratest dimap veröffentlichten Untersuchung wurde der Stimmenanteil der AfD ebenfalls mit 41 Prozent gemessen.

Ob die AfD im Landtag die absolute Mehrheit erreicht, hängt nicht nur von ihrem eigenen Ergebnis ab. Auch die Frage, ob die SPD, die Grünen und andere kleine Parteien die Fünf-Prozent-Hürde überschreiten, wird die Sitzverteilung direkt beeinflussen. Daher verschiebt sich die Kernfrage des Wahlkampfs in Sachsen-Anhalt zunehmend von „Wird die AfD stärkste Kraft?“ zu „Wird die AfD allein regieren?“.

Kampagne „Wahre Heimatliebe ist…“
Eine der bemerkenswertesten Initiativen gegen den Aufstieg der AfD ist die Kampagne „Wahre Heimatliebe ist…“, die vom unabhängigen und überparteilichen Verein „Mehr als uns trennt“ ins Leben gerufen wurde.

Prominente Persönlichkeiten wie die Schauspieler Sandra Hüller, Christian Friedel, Anna Schudt und Max Simonischek sowie zahlreiche Vertreter aus Sport, Wissenschaft und Wirtschaft unterstützen die Kampagne. Zu den Unterstützern gehören unter anderem René Bethke (Vizepräsident des SC Magdeburg), der Unternehmer Karl Gerhold, der Archäologe Harald Meller, die ehemalige Hochschulrektorin Anne Lequy und Torsten Schubert (BMW-Motorsport-Teammanager).

Die Kampagne beschränkt sich nicht auf den Aufruf „Wählt nicht die AfD“. Mit Plakaten und Videos sollen die Konsequenzen sichtbar gemacht werden, die das Regierungsprogramm der AfD im täglichen Leben – von der Pflege über die Kultur und Wirtschaft bis hin zur Bildung – haben könnte. In einem Kampagnenbus, der durch das Bundesland tourt, werden die Bürger gebeten, den Satz „Wahre Heimatliebe ist…“ mit ihren eigenen Worten zu ergänzen. Damit wird der Begriff „Heimat“, den die AfD seit langem nationalistisch zu besetzen versucht, zum direkten Gegenstand der politischen Auseinandersetzung gemacht.

Breite Front von Gewerkschaften bis zu Kirchen
Die Mobilisierung gegen die AfD beschränkt sich nicht nur auf Kampagnen von Künstlern und Prominenten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützt die Kampagne „Sachsen-Anhalt sind wir: Aktiv und weltoffen“, während das katholische Bistum Magdeburg mit der Initiative „Bewusst wählen“ Werte wie Menschenwürde, Nächstenliebe und Solidarität hervorhebt.

Kultureinrichtungen führen die Kampagne „Stolz auf Vielfalt“ durch, während Campact zu „strategischem Wählen“ aufruft, um sicherzustellen, dass SPD und Grüne die Fünf-Prozent-Hürde überspringen und so eine AfD-Mehrheit im Landtag verhindern.

Besonders aktiv zeigen sich Migranten, die befürchten, von einer möglichen AfD-Regierung direkt betroffen zu sein. Der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt und verschiedene Migrantenorganisationen haben für den 26. August zu einem „Streik gegen Rassismus und Ausgrenzung“ aufgerufen. In Magdeburg und anderen Städten planen Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund, ihre Geschäfte zwischen 10:00 und 15:00 Uhr freiwillig zu schließen und anschließend eine Kundgebung vor dem Landtag abzuhalten. Der Slogan der Aktion lautet: „Heute schließen wir unsere Türen, damit sich morgen die Türen der freien und demokratischen Gesellschaft nicht schließen.“

Sorge nicht nur über die Migrationspolitik
Ein Grund für die Erstarkung der gesellschaftlichen Bewegung gegen die AfD ist, dass deren Regierungsprogramm für Sachsen-Anhalt nicht nur aus migrationsfeindlicher und nationalistischer Rhetorik besteht. Das Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt stuft den AfD-Landesverband als „gesichert rechtsextremistisch“ ein. Das Regierungsprogramm der Partei sieht umfassende institutionelle Änderungen vor, insbesondere in den Bereichen Kultur, Bildung, Hochschulen, öffentlich-rechtlicher Rundfunk und politische Bildung.

Laut einer Analyse des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zielt die Hochschulpolitik der AfD darauf ab, die Mitbestimmung von Studierenden und Mitarbeitern zu reduzieren, politische Eingriffe in Forschung und Lehre zu verstärken, aus dem Bologna-System auszusteigen und die internationalen Verbindungen der Universitäten zu schwächen. Das CHE vertritt die Ansicht, dass die Umsetzung dieser Pläne die Wissenschaftsfreiheit und die Autonomie der Hochschulen ernsthaft gefährden könnte.

David Begrich, Experte für Rechtsextremismus beim Verein „Miteinander“ in Magdeburg, betont, dass die Gefahr nicht auf die Universitäten beschränkt ist. Laut Begrich könnte eine AfD-Regierung Sachsen-Anhalt in ein „autoritäres gesellschaftliches Transformationslabor“ verwandeln – von der Kultur über die Bildung bis hin zur zivilgesellschaftlichen Repräsentation von Minderheiten. Es besteht die Sorge, dass ein hier geschaffenes Modell bei Erfolg auf andere Bundesländer übertragen werden könnte. Daher verknüpfen die Kampagnen den Aufruf zum „Schutz der Demokratie“ nicht nur mit der Regierungsfrage, sondern mit dem Erhalt der institutionellen und kulturellen Pluralität der Gesellschaft.

43 Prozent nicht allein durch Propaganda erklärbar
Der renommierte Soziologe Steffen Mau ist der Ansicht, dass es nicht ausreicht, das Bild in Sachsen-Anhalt nur mit dem Erfolg rechtsextremer Propaganda zu erklären. Laut Mau ist die AfD in vielen Städten und Gemeinden Ostdeutschlands mittlerweile fest im Alltag verankert. Die Partei habe eine dauerhafte Wählerschaft aufgebaut, die sich aus wirtschaftlichen und sozialen Krisen sowie einem tiefen Misstrauen gegenüber der etablierten Politik speist.

Daher sei es nicht mehr möglich, die AfD lediglich als eine Partei zu betrachten, die flüchtige Proteststimmen einsammelt. Mau hält es für unrealistisch zu glauben, dass die AfD durch ein paar Wahlkampagnen oder punktuelle Regierungsmaßnahmen zurückgedrängt werden kann.

Auch der Politikwissenschaftler Benjamin Höhne glaubt, dass die Erklärung des „Protestwählers“ nicht ausreicht, um die heutige Basis der AfD zu beschreiben. Ein erheblicher Teil der AfD-Wähler wisse genau, was er wähle. Ein autoritäres Staatsverständnis, die Ablehnung von Pluralismus und die Verweigerung politischer Kompromisse entwickelten sich zunehmend zu festen Bestandteilen der Wählerpräferenz. Es wird zudem betont, dass die AfD insbesondere bei jungen Männern und in der lokalen Organisation effektiver sei als ihre Konkurrenten.

„Wir werden auch nach der Wahl hier sein“
Der Rechtsextremismusforscher Matthias Quent sowie lokale Demokratie-Organisationen in Sachsen-Anhalt sprechen sich dagegen aus, den Kampf gegen Faschismus und Autoritarismus allein auf Wahlkämpfe zu verengen. Laut Quent bedeutet das gesellschaftliche Schweigen gegenüber der extremen Rechten nicht immer Zustimmung. Viele Menschen zögen sich zurück, weil sie sich machtlos und wirkungslos fühlten. Quent betont jedoch, dass es nicht ausreiche, darauf nur mit individuellem Aktivismus oder kurzfristigen Kampagnen zu reagieren; notwendig seien dauerhafte Strukturen und ein gemeinsames gesellschaftliches Ziel.

Pascal Begrich von „Miteinander“ weist ebenfalls darauf hin, dass es unzureichend sei, mit den Menschen nur in Wahlzeiten zu kommunizieren. Er schlägt vor, in kleinen Städten und ländlichen Regionen dauerhafte demokratische Begegnungsräume zu schaffen, lokale Organisationen zu stärken und der ständig wiederholten Erzählung vom „Niedergang“ andere gesellschaftliche Optionen entgegenzusetzen, die die Menschen in ihrem eigenen Leben wiederfinden können.

In diesem Sinne setzen die zivilgesellschaftlichen Initiativen in der Region ihre Arbeit unter dem Motto „Wir werden auch nach der Wahl hier sein“ fort. Während in Berlin der Aufstieg von Elif Eralp und der Linkspartei zeigt, dass sich gesellschaftliche Unzufriedenheit auch in eine soziale und gerechte demokratische Politik kanalisieren lässt, macht die Situation in Sachsen-Anhalt die Frage umso wichtiger, warum sich dieselbe Unzufriedenheit dort der AfD zuwendet.

Forschern zufolge ist die Verhinderung einer AfD-Alleinregierung eine wichtige demokratische Schwelle. Doch die dauerhafte Zurückdrängung der extremen Rechten hänge davon ab, glaubwürdige gesellschaftliche und politische Alternativen zu Ungleichheit, dem Abbau öffentlicher Dienstleistungen und der Krise der politischen Repräsentation zu entwickeln.

20 August 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Netanjahu droht der Türkei

von Fremdeninfo 20 August 2026
von Fremdeninfo

Von: RP-Online

Jerusalem. Warum hat Israel einen verlassenen Militärflughafen in Syrien angegriffen? Laut Benjamin Netanjahu als „deutliche Warnung“ an die Türkei. Was Israels Regierungschef noch sagt.

Wir werden eine sich nach Süden ausbreitende türkische Militärpräsenz nicht tolerieren, da dies eine Bedrohung für uns darstellt“, sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einem Podcast des Armeesenders. Er bestätigte damit indirekt einen israelischen Angriff im Nachbarland vom Vortag.

Weiter sagte Netanjahu, Israel habe zunächst „in allgemeiner Form“ eine Warnung gegen eine türkische Militärpräsenz auf einem Flugplatz nahe Aleppo, das unweit der türkischen Grenze liegt, ausgesprochen. „Anscheinend haben sie diese Botschaft nicht gehört, also haben wir dafür gesorgt, dass sie sie deutlicher verstehen“, sagte er.

Israels Armee hatte am Dienstag einen verlassenen Militärflughafen im Nordwesten Syriens bombardiert. Getötet wurde bei dem Angriff auf den Flughafen Abu Duhur in der Provinz Idlib syrischen Angaben zufolge niemand.

Netanjahu begründet Angriff in Syrien mit angeblicher Bedrohung durch die Türkei

Netanjahus Büro hatte den Angriff zwar nicht offiziell bestätigt. Es erklärte aber, dass türkische Streitkräfte den Stützpunkt kürzlich besichtigt hätten. Es warnte, dass Israel eine „Bedrohung“ durch eine türkische Präsenz nicht dulden werde.

Israel habe Syrien „wiederholt vor einem türkischen Militäreinsatz gewarnt“, erklärte Netanjahus Büro. Ein solcher Einsatz würde „eine Bedrohung für die Sicherheit Israels darstellen“. Damaskus habe sich jedoch „entschieden, diese Warnungen zu ignorieren“.

US-Botschafter und Syrien verurteilen Israels Angriff

Der US-Botschafter in der Türkei, Tom Barrack, der auch der US-Sondergesandte für Syrien ist, machte Israel für den Angriff verantwortlich und verurteilte ihn. Die syrische Übergangsregierung verurteilte den Angriff ebenfalls und sprach von einem „ungerechtfertigten Akt der Aggression“. Die Türkei wies die Vorwürfe zurück und bestritt, Pläne für einen Truppeneinsatz in Syrien zu haben.

Der betroffene Militärflughafen ist seit 2012 außer Betrieb und wird derzeit von Einheiten des syrischen Verteidigungsministeriums bewacht, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheitskreisen in Syrien erfuhr. Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte kurz vor dem Angriff eine türkische Militärdelegation den Flughafen besucht.

(peng/AFP)

20 August 2026 0 Kommentare
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Religion

DER PALAST KANN KEINE VERTRETER FÜR DIE ALEVITISCHE GEMEINSCHAFT ERNENNEN

von Fremdeninfo 19 August 2026
von Fremdeninfo

                 Von: Turgut Öker

Elf Personen wurden in den Beirat des dem Ministerium für Kultur und Tourismus unterstehenden „Präsidiums für alevitisch-bektaschitische Kultur und Cemevis“ berufen.
Wer hat sie ernannt?
Recep Tayyip Erdoğan.
Wurde die alevitische Gemeinschaft gefragt? Nein.
Wurden die Meinungen der alevitischen Institutionen eingeholt? Nein.
Gab es Wahlen in den Cemevis? Nein.
Erdoğan hat entschieden, unterschrieben und festgelegt, wer die alevitische Gemeinschaft beraten soll.

Wenn wir uns die Ernannten ansehen, sind wir nicht überrascht.
Diese Personen haben der alevitischen Gemeinschaft nicht im Geringsten genützt. Sie waren an keinem gesellschaftlichen Kampf beteiligt. Statt sich um die Probleme der alevitischen Gemeinschaft zu kümmern, haben sie über Jahre hinweg den Glauben und die Identität dieser Gemeinschaft für ihre eigenen Interessen missbraucht.
Jetzt wurden sie als symbolisches Aushängeschild platziert – als Belohnung für die Dienste, die sie dem Staat jahrelang erwiesen haben.
Es wurde ein Beirat aus Personen gebildet, die, obwohl sie ein Alter erreicht haben, in dem sie kaum noch aufstehen können, nicht davor zurückschrecken, Diener des Staates zu sein.
Dieser Beirat repräsentiert nicht den Willen der alevitischen Gemeinschaft, sondern die Alevitentum-Politik des Palastes.

Sagen wir es deutlich:
Erdoğan kann die Vertreter der Aleviten nicht bestimmen.
Die vom Palast ernannten Personen vertreten nicht die alevitische Gemeinschaft, sondern die politische Macht, die sie ernannt hat.
Die alevitische Gemeinschaft hat ihre Vertreter stets durch Einvernehmen (Rızalık) und demokratische Wahlen bestimmt. In unserem Weg (Yol) gibt es keine Ernennung von oben. Es gibt das Prinzip des Einvernehmens. Es gibt den demokratischen Willen.
Im Alevitentum entspringt die Vertretung nicht einem vom Palast verliehenen Amt, sondern dem Einvernehmen der Gemeinschaft.

Die politische Macht versucht nun, dieses Grundprinzip auszuhebeln.
Zuerst gründeten sie das „Präsidium für alevitisch-bektaschitische Kultur und Cemevis“. Sie gliederten die Cemevis dem Ministerium für Kultur und Tourismus an. Anstatt das Alevitentum als Glauben anzuerkennen, machten sie daraus eine kulturelle Vorführung. Jetzt setzen sie ihre selbst gewählten Personen in diese Struktur ein.
Das Ziel ist nicht, die Probleme der Aleviten zu lösen.
Das Ziel ist es, ein neues, regierungstreues Alevitentum zu schaffen.
Man will den „Aleviten des Staates“, den „Dede des Staates“, das „Cemevi des Staates“ und den „Vertreter des Staates“ erschaffen.
Diejenigen, die ein aus der türkisch-islamischen Synthese bastardisiertes Alevitentum-Verständnis umsetzen wollen, würden natürlich Personen wählen, die sich diesem Verständnis unterwerfen.
Es ist allgemein bekannt, dass diese Namen seit Jahren wie verlängerte Arme der Politik des „tiefen Staates“ innerhalb der Aleviten agieren.

Diejenigen, die jahrelang die Gebetshäuser der Aleviten nicht anerkannt haben, versuchen heute, Verwalter für Cemevis zu ernennen. Diejenigen, die den obligatorischen Religionsunterricht nicht abschaffen, wollen uns unseren Glauben erklären. Diejenigen, die keine Rechenschaft für Madımak gefordert haben, organisieren Veranstaltungen unter dem Namen von Hacı Bektaş Veli.

Der von ihnen gebildete Beirat ist kein Vertretungsorgan.
Dieser Rat ist lediglich ein dekoratives Element der Assimilationspolitik, die der Staat gegen die alevitische Gemeinschaft führt.
Die alevitische Gemeinschaft ist niemandes Hinterhof.
Ein vom Palast ernannter Beirat kann die Aleviten nicht vertreten. Keine Struktur, die unter Missachtung des Willens der alevitischen Gemeinschaft geschaffen wurde, ist legitim.
Mit einem vom Palast verliehenen Amt wird man kein Vertreter der Aleviten.

19 August 2026 0 Kommentare
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Flüchtlinge

22.500 Migranten auf deutschen Schiffen: Rom fordert Geld von Berlin

von Fremdeninfo 19 August 2026
von Fremdeninfo

Artikel von Verena Schad/ Euronews Deutsch

Im Streit zwischen Italien und Deutschland über die Verteilung von Migranten verschärft Rom den Ton. Das italienische Innenministerium hat neue Zahlen zu privaten Rettungsschiffen vorgelegt – und fordert von Deutschland eine finanzielle Entschädigung.

Seit dem Amtsantritt der Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Oktober 2022 haben deutsche Hilfsorganisationen nach Angaben des italienischen Innenministeriums rund 22.500 Migranten in italienische Häfen gebracht. Insgesamt seien in diesem Zeitraum etwa 42.300 Menschen an Bord privater Rettungsschiffe in Italien angekommen.

Damit entfällt nach italienischer Rechnung mehr als die Hälfte dieser Ankünfte auf deutsche Hilfsorganisationen. Weitere rund 4.500 Menschen kamen mit Schiffen anderer europäischer Hilfsorganisationen nach Italien, die allerdings unter deutscher Flagge fuhren. Rom kommt deshalb auf einen deutschen Anteil von fast zwei Dritteln aller Migranten-Ankünfte auf privaten Rettungsschiffen.

Italiens Innenminister Matteo Piantedosi hatte bereits zuvor eine finanzielle Beteiligung Deutschlands gefordert. Erst wenn diese Frage geklärt sei, könne über die Rücknahme von Migranten aus Deutschland gesprochen werden, die zuvor in Italien erstmals EU-Boden betreten hatten, stellte Piantedosi klar.

Streit um drei Migranten

Der Konflikt ist inzwischen konkret geworden. Deutschland will zunächst drei Menschen nach Italien überstellen, die dort erstmals in die EU eingereist waren und anschließend in Deutschland einen Asylantrag stellten.

Rom hat jedoch signalisiert, die Betroffenen möglicherweise nicht einreisen zu lassen, sondern sie direkt wieder nach Deutschland zurückzuschicken.

Grundsätzlich gilt in der EU: Wer über Italien in die EU einreist und später in Deutschland Asyl beantragt, kann zur Prüfung des Antrags nach Italien zurücküberstellt werden. Die seit Juni geltenden neuen EU-Regeln halten am Prinzip des ersten Einreisestaates fest, sehen aber auch Ausnahmen und einen Solidaritätsmechanismus vor.

Nach Angaben des italienischen Innenministeriums bemühen sich Piantedosi und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) weiter um eine gemeinsame Lösung.

Italiens Vize-Regierungschef Matteo Salvini attackierte aber erneut die privaten Seenotretter. Er forderte die Regierungen in Berlin und Madrid auf, ihre Hilfsorganisationen „zurückzupfeifen“. Diese dürften nicht länger „illegale Einwanderer“ an die italienische Küste bringen.

876 Tote in 2026 – NGOs warnen vor tödlicher Mittelmeerroute

Der Streit zwischen Rom und Berlin dreht sich um eine grundlegende Frage der europäischen Migrationspolitik. Wer trägt die Verantwortung für Menschen, die über das Mittelmeer nach Europa kommen – und wer muss für ihre Aufnahme aufkommen?

Hilfsorganisationen weisen auf die Gefahren der Überfahrt hin. Erst kürzlich meldete die italienische Organisation Emergency sieben Tote auf einem überfüllten Boot vor der libyschen Küste. 57 Menschen konnten demnach gerettet werden, zwei von ihnen befanden sich in kritischem Zustand.

Auch die deutsche Organisation Sea-Watch und Resqship berichteten von drei Leichen, die sie im Mittelmeer entdeckt hätten.

Die zentrale Mittelmeerroute bleibt damit eine der gefährlichsten Migrationsrouten der Welt. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind dort in diesem Jahr bislang mindestens 872 Menschen gestorben oder werden vermisst. Die Zahl bezieht sich auf dokumentierte Fälle – die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, weil gar nicht alle Unglücke erfasst werden.

19 August 2026 0 Kommentare
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Can Taylan Tapar
Politik

Journalismus ist kein Verbrechen: Der vielschichtige Druck auf die Presse in der Türkei

von Can Taylan Tapar 19 August 2026
von Can Taylan Tapar

Was die Zahlen zeigen

Manchmal versteht man die Lage der Pressefreiheit in einem Land besser, wenn man nicht auf einen einzelnen Fall blickt, sondern auf die gesammelten Zahlen eines kurzen Zeitraums. Laut dem Juli-2026-Bericht der Dicle-Fırat-Journalistenvereinigung (DFG) nahm die Polizei in diesem Monat zwölf Journalisten in Gewahrsam, zwei von ihnen, Fatma Sibel Gürcihan und Cem Küçük, wurden anschließend inhaftiert. Nach Angaben der Vereinigung befanden sich zum 4. August insgesamt 27 Journalisten in türkischen Gefängnissen. Die Daten der Journalistengewerkschaft TGS für das vergangene Jahr zeichnen ein noch umfassenderes Bild: Rund 100 Journalisten wurden wegen „journalistischer Straftaten“ in Gewahrsam genommen, gegen mehr als 280 wurden Ermittlungsverfahren eröffnet, mehr als 20 sitzen nach wie vor in Haft.

Diese Zahlen sind schon für sich genommen bemerkenswert. Entscheidend ist aber, dass dieser Druck nicht mit einer einzigen Methode ausgeübt wird, sondern zeitgleich über mehrere, sich gegenseitig ergänzende Mechanismen. Wie es auch im DFG-Bericht heißt, haben sich Ingewahrsamnahme, Untersuchungshaft, Ermittlungen, Drohungen, die Behinderung journalistischer Recherche, Publikationsverbote und digitale Zensur zu einem Instrumentarium verdichtet, das sich gegenseitig verstärkt.

Ein einziger Tweet, anderthalb Monate Gefängnis

Um zu verstehen, wie diese Mechanismen auf individueller Ebene wirken, lohnt sich der Blick auf konkrete Fälle. Der Journalist Ali Çağatay sitzt seit anderthalb Monaten in Haft, weil er einen Tweet über das Verhalten der Polizei im Zusammenhang mit den Entführungs- und Foltervorwürfen gegen Erhan Karaal, den ehemaligen stellvertretenden Generaldirektor der städtischen Kulturgesellschaft İBB Kültür A.Ş., geteilt hatte. Çağatay, der in seiner 35-jährigen journalistischen Laufbahn zum ersten Mal Gewahrsam und Untersuchungshaft erlebt, fordert, dass seine Anklageschrift nicht unter dem Vorwand der Gerichtsferien verzögert wird. Der BirGün-Reporter İsmail Arı wiederum wurde wegen eines ähnlichen Vorwurfs inhaftiert und verbrachte 75 Tage im Gefängnis.

Diese Fälle sind aufschlussreich, weil es dabei nicht um aufwendige investigative Recherchen geht, sondern um gewöhnliche Beiträge in sozialen Netzwerken. Ein Journalist muss keine Serie großer Enthüllungsgeschichten schreiben, um seine Freiheit zu verlieren; ein einziger Kommentar kann, je nach Ermessen der Staatsanwaltschaft, in eine monatelange Untersuchungshaft münden. Genau das nährt den Mechanismus der Selbstzensur: Wie Berufsverbände immer wieder betonen, zwingt die Unvorhersehbarkeit, welcher Beitrag zum Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens wird, Journalisten dazu, vor jedem Wort zweimal nachzudenken.

Ein Fall für sich ist der von Merdan Yanardağ, Chefredakteur von TELE1: Er sitzt wegen des Vorwurfs der „politischen Spionage“ seit über 280 Tagen in Untersuchungshaft. Seine Verteidigungsrede bei der Anhörung am 6. Juli ist für sich genommen ein bemerkenswertes Dokument: Er erklärte, der gegen ihn erhobene Vorwurf ziele im Kern darauf ab, die Opposition und die Presse zum Schweigen zu bringen, und nach derselben Logik könnte man jeder politischen Partei Spionage vorwerfen.

Digitale Zensur: die unsichtbare, aber wirksame Ebene

Ein weiterer Mechanismus, über den seltener gesprochen wird als über Haft und Gewahrsam, der aber im Alltag noch verbreiteter zum Einsatz kommt, sind digitale Zugangssperren. Laut dem EngelliWeb-Bericht der Vereinigung für Meinungsfreiheit (İFÖD) hatten zum Jahresende 2025 insgesamt 875 verschiedene Behörden und Gerichte mit 1.284.464 Einzelentscheidungen insgesamt 1.505.484 Websites und Domains gesperrt. Allein diese Größenordnung zeigt, dass Zensur längst kein außergewöhnlicher Eingriff mehr ist, sondern zu einem routinemäßigen Verwaltungsakt geworden ist.

Eines der jüngsten Beispiele für diesen Mechanismus ist die Sperrung des X-Kontos des kurdischsprachigen Nachrichtenportals JINNEWS, zum siebten Mal in Folge, auf Beschluss der Regulierungsbehörde BTK. Im selben Zeitraum wurden auch die persönlichen X-Konten der Journalisten Diren Yurtsever, Öznur Değer, Alican Uludağ und Gülistan Gülmiş zur Zielscheibe ähnlicher Sperren. Die DFG stellt hierzu einen wichtigen Befund fest: Diese aufeinanderfolgenden Entscheidungen richten sich demnach gezielt gegen kurdischsprachige Medien im digitalen Raum. Digitale Zensur erscheint damit nicht als beliebige, sondern als selektive Praxis, die sich auf eine bestimmte Sprache und eine bestimmte journalistische Ausrichtung konzentriert. Rechnet man die Bußgelder und Sendeunterbrechungen hinzu, die die Rundfunkaufsicht RTÜK gegen Fernsehsender verhängt, lässt sich von einem Kontrollnetz sprechen, das gleichzeitig in traditionellen und digitalen Medien wirkt.

Wirtschaftlicher Druck: die am wenigsten sichtbare Ebene

Die vierte, aber am wenigsten besprochene Dimension des Drucks auf die Presse ist wirtschaftliche Unsicherheit. Berichte der TGS zeigen, dass der Journalistenberuf unter niedrigen Löhnen und prekären Arbeitsbedingungen kaum zu überleben vermag; in nicht gewerkschaftlich organisierten Betrieben liegt der Anteil derer, die netto über der Armutsgrenze verdienen, bei lediglich rund vier Prozent. Dieses Bild ist kein Zufall: Dass eine Berufsgruppe, von der erwartet wird, sich juristischem und physischem Druck entgegenzustellen, zugleich wirtschaftlich in eine verletzliche Lage gebracht wird, wirkt als Einschüchterungsinstrument mindestens so wirksam wie eine Verhaftung. Kommen Verfolgungsrisiko und prekäres Einkommen zusammen, wird die Fähigkeit von Journalisten zu unabhängiger Berichterstattung gleich von zwei Seiten zermürbt.

Fazit: kein einzelner Druck, sondern ein System

Die Debatte über Pressefreiheit in der Türkei verläuft meist entlang einzelner Fälle: dieser Journalist wurde verhaftet, jener Sender wurde bestraft, jene Website wurde gesperrt. Doch das oben gezeichnete Bild zeigt, dass diese Fälle keine voneinander unabhängigen Ereignisse sind, sondern das gleichzeitige Zusammenwirken von vier Mechanismen, die demselben Zweck dienen: Strafverfolgung, Gewahrsam beziehungsweise Untersuchungshaft, digitale Zugangssperren und wirtschaftliche Unsicherheit. Selbst wenn einer dieser Mechanismen gerade nicht im Vordergrund steht, arbeiten die anderen weiter, und genau das verleiht dem Druck seine Kontinuität. Der Appell am Ende des DFG-Berichts ist deshalb schlicht, aber treffend: Journalismus ist kein Verbrechen, und das Recht der Öffentlichkeit auf freien und wahrhaftigen Zugang zu Information darf durch nichts eingeschränkt werden.


Quellen: Dicle-Fırat-Journalistenvereinigung (DFG), Türkische Journalistengewerkschaft (TGS), EngelliWeb-Bericht der Vereinigung für Meinungsfreiheit (İFÖD) sowie Berichte von Cumhuriyet und Gazete Pencere, Juli bis August 2026.

19 August 2026 0 Kommentare
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Cumali Yağmur
Allgemein

Çözüm Süreci Kapsamında Silah Bırakıp Türkiye’ye Gelen Gerillaların Toplumsal Uyumu Sağlanmalıdır

von Cumali Yağmur 18 August 2026
von Cumali Yağmur

 

Cumali Yağmur

Bu yazımda, şimdiye kadar pek de üzerinde durulmayan ve yeterince konuşulmayan bir konuyu ele alacağım.

Çözüm süreci dâhilinde silahını bırakıp Türkiye’ye gelen gerillaların topluma uyum sağlaması için gerekli kolaylıklar sağlanmalıdır. Kürt sorununun çözümü için 12 maddelik bir çerçeve yasası parlamentodan geçti. Milli Güvenlik Kurulu (MGK), PKK’nın silahı bıraktığına kanaat getirince bu yasa tam anlamıyla yürürlüğe girecektir. Silahı bırakan gerillaların Türkiye’ye dönmesi için kapsamlı hazırlıklar yapılması elzemdir.

Türkiye’ye dönen gerillaların topluma uyum sağlamasında zorluklar yaşayacağı bir gerçektir. Ancak bu kişilerin toplumsal entegrasyonu konusunda AKP-MHP hükümetinin yeterince hazırlık yapıp yapmadığı hususunda ciddi soru işaretleri bulunmaktadır. Silahı bırakan bireylerin tekrar sivil yaşama geçiş süreçleri oldukça sancılı olacaktır.

Silahlı mücadeleyi bırakan bir kişinin Türkiye’ye döndüğünde topluma nasıl entegre olacağı sorusu hâlâ cevapsızdır. Bu insanlar yıllarca „silahla yatıp silahla uyanmış“, zorlu dağ koşullarında yaşamışlardır. Bu kişilerin Türkiye’ye geldiklerinde toplumsal uyum sağlayabilmeleri için hükümet tarafından ciddi bir rehabilitasyon ve uyum projesi hazırlanmış mıdır?

Bu insanların birçoğunun hikâyesi 1990’lı yıllara dayanmaktadır. Köyleri boşaltıldıktan sonra bir kısmı Avrupa’ya gitmeyi, bir kısmı ise Kandil’e giderek PKK’ya katılmayı tercih etmiştir. Avrupa’ya giden bazı Kürt gençleri, oradaki yaşamı gördükten sonra tekrar Kandil’e yönelmişlerdir. Bu kişilerin birçoğu artık silahı bıraksalar dahi Avrupa’ya geri dönme imkânına sahip değildir. Uzun süredir Kandil’deki kamplarda, yani Orta Doğu’da bulundukları için oturma izinlerini ve yasal haklarını tamamen kaybetmişlerdir. Avrupa ülkeleri, gidip PKK’ya katılanların silahı bıraktıktan sonra tekrar Avrupa’ya dönmesi için Türkiye ile bir anlaşma yapabilir mi? Bu konu büyük bir soru işareti olarak karşımızda durmaktadır.

Almanya’dan PKK’ya katılanların geri dönme imkânları varsa, Almanya’nın da PKK’nın kendisini feshetmesi durumunda mevcut PKK yasağını yürürlükten kaldırması gerekmektedir.

PKK silahı bıraktıktan sonra Türkiye’ye gelenlerden askerlik yapmamış olanlar askerlikten muaf tutulacak mıdır? Türkiye’ye döndüklerinde bu kişilerin büyük bir kısmı „asker kaçağı“ durumuna düşecektir. Bu kişiler için askerlikten muaf tutulacakları genel bir af çıkacak mıdır? Yoksa sadece „gelin, sokaklarda özgürce dolaşın veya demokratik siyaset yapın“ mı denilecektir? Kapıdan girer girmez askere alınıp ellerine tekrar silah mı verilecektir? Bu sorunun çözümü için nasıl bir olanak sağlanacağı hükümet tarafından henüz netleştirilmemiştir.

Geri dönecek gerillalar arasında çok sayıda kadın bulunmaktadır. Bu kadınların dönüşten sonra hangi şartlar altında ve hangi olanaklarla topluma entegre edileceğine dair özel tedbirler alınmalıdır.

Bu insanların demokratik siyaset yapabilmeleri için gerekli yasal ve sosyal altyapı nasıl oluşturulacaktır? Üstelik aralarında uzun yıllar dağda kaldığı için akıcı Türkçe bilmeyenler varken, onlar için özel bir iletişim konsepti geliştirilmiş midir? Kürtçe dilinde eğitim ve çalışma imkânları gibi entegrasyon kolaylıkları sağlanacak mıdır?

Gerilla hayatına son veren bu insanların çoğu, 15-20 yıldır aileleriyle hiçbir irtibat kurmamıştır. Ailelerinden hayatta olmayanlar olabilir ya da aileleri yurt dışına göç etmiş olabilir. Bu insanlar için iş ve barınma ihtiyaçları giderilecek midir? Türkiye’ye dönen gerillaların ev ve iş ihtiyaçları karşılanmazsa; bu kişiler tekrar Kürdistan’ın diğer parçaları olan Irak, İran veya Suriye’ye geri dönüp oralardaki çatışmalara katılma tehlikesiyle karşı karşıya kalabilirler.

Örneğin; 2007 yılında Afganistan’da yıllarca savaşmış bir kişi, Almanya’nın Hessen eyaletine iltica etmişti. İltica kampına yerleştirildikten birkaç gün sonra, „Benim burada canım sıkılıyor; dağda Taliban’a karşı savaşırken türküler söyleyerek savaşıyordum, burada türkü bile söyleyemiyorum, belli saatlerde yatıp kalkmak zorundayım, sessizce dahi konuşamıyorum“ diyerek ilticasını geri almış ve tekrar Afganistan’a savaşmaya gitmiştir.

Benzer şekilde Nikaragua’da 15 yıl dağda savaşan gerillalar şehre indiklerinde, hayatlarında hiç bisiklet görmedikleri için çocuk gibi bisikletle oynamaya başlamışlardır. Sandinistalar kendileri devrim yapıp başa gelmelerine rağmen, dağdan inen gerillaları topluma entegre etmekte büyük zorluklar yaşamışlardır. Vietnam ve Küba’da da devrimden sonra elinde silahla savaşan insanların sivil hayata uyum sağlaması çok sancılı olmuştur. Dünyada buna benzer pek çok örnek mevcuttur.

Eğer Türkiye, dağdan inen gerillaların yaşamlarını idame ettirecek olanakları sağlamazsa, bu insanları toplumsal olarak kaybetme riski çok büyüktür. Geri dönüş olanakları sağlanmazsa veya geldiklerinde boşlukta kalırlarsa, bu kişilerin tekrar Irak, İran veya Suriye gibi çatışmaların sürdüğü bölgelere gitmeyeceklerinin garantisini kim verebilir? Orta Doğu’da savaş henüz bitmiş değildir. Türkiye önlem almazsa, bu potansiyel nüfusun bölgedeki diğer çatışma alanlarına yönelmesi söz konusu olabilir. İnsanlar işsiz ve çaresiz kaldıklarında, en iyi bildikleri iş olan savaşmayı tekrar tercih edebilirler.

Mevcut hükümet, ülkeye silahını bırakıp gelen kişilerin yaşam garantisini güvence altına almalıdır. Yıllardır elinde silahla savaşan bu insanlara „artık kalem tut ve sivil siyaset yap“ dediğinizde, bu kişilerin geçimlerini nasıl sağlayacakları konusunda somut tedbirler alınmalıdır:

  • Bu insanlar nerede barınacak, sosyal ihtiyaçlarını nasıl karşılayacaklar?
  • Bu süreçte insanların topluma uyum sağlaması için özel bir bütçe ayrılmış mıdır?
  • İş bulmaları ve hayatlarını sürdürmeleri için yeni istihdam alanları veya devlet destekli girişim imkânları sağlanacak mıdır?

Sonuç olarak; bu mesele sadece bir „silah bırakma“ meselesi değildir. Bu durum devasa bir toplumsal entegrasyon, rehabilitasyon ve ekonomik planlama meselesidir. Bu sorun, şu an için „görünmez“ gibi dursa da aslında çözüm sürecinin kalıcı hale gelmesi önündeki en büyük sınavlardan biridir. Şimdiye kadar bu boyuta yeterince değinen veya çözüm odaklı yaklaşan bir irade henüz tam anlamıyla ortaya konulmamıştır. Hükümet, somut adımlar atarak silahı bırakıp ülkeye gelenlere insanca yaşam şartları sunmalı ve toplumsal barışı bu temelde inşa etmelidir.

18 August 2026 0 Kommentare
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Mein Magnum Opus… Erscheint im Januar 2027!

von Fremdeninfo 18 August 2026
von Fremdeninfo

Prof. Dr. Taner Akçam

Mein Magnum Opus… [Vielleicht ist „Meisterwerk“ zu anmaßend, nennen wir es mein „Hauptwerk“]
Das Ergebnis von über 35 Jahren Arbeit…
Im Januar 2027 wird es in Ihren Händen liegen!

Ich habe 1991 begonnen, zum Völkermord an den Armeniern zu forschen. Über 35 Jahre – das sagt sich so leicht!
In all diesen langen Jahren gab es Bücher, Artikel, Konferenzen und die Ausbildung junger Akademiker…
Ich glaube, ich kann sagen, dass es mir gelungen ist, an einem riesigen Felsmassiv zumindest einen winzigen Stein zu bewegen.
Und nun habe ich mein „Wissen“ aus über 35 Jahren in einem Buch zusammengefasst.

Daraus entstand das Werk: „Empire of Violence: A New History of the Armenian Genocide“ (Imperium der Gewalt: Eine neue Geschichte des Völkermords an den Armeniern).

Natürlich konnte ich nicht jeden Aspekt behandeln. Aber ich habe versucht, den Zeitraum von 1878 bis in die 1930er Jahre mit einem „neuen Verständnis von Kontinuität“ so gut wie möglich darzustellen. Nicht nur die Armenier, sondern auch Griechen und Assyrer waren Teil dieser Geschichte.

Ich habe viele neue und bisher fast völlig unbekannte Dokumente und Informationen zu Abdülhamit, dem Massaker von Adana 1909, der Zeit von 1914–1918 und der Zeit danach aufgenommen. In diesen „neuen Informationen“ nehmen die Arbeiten junger Akademiker natürlich einen ganz besonderen Platz ein.

Das Buch wird bei der Princeton University Press erscheinen, einem der renommiertesten akademischen Verlage der USA. Es erfüllt mich mit besonderer Freude, wohl der erste Akademiker aus der Türkei zu sein, der bereits zwei Bücher bei diesem Verlag veröffentlicht hat.

Die Beschreibung des Buches folgt unten auf Englisch… Ich hoffe, Sie können diese mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz gut übersetzen.

Der Rest ist für mich der schwierigste Teil: das Warten bis Januar 2027…

Von der Seite des Verlags:

18 August 2026 0 Kommentare
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