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Flüchtlinge

Asylanträge in Deutschland auf Rekordtief – erstmals seit 2015 nicht mehr Spitzenreiter...

19 April 2026 0 Kommentare
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4 Februar 2026 0 Kommentare
Allgemein

Ein Weggefährte der „Deniz“-Gruppe

von Fremdeninfo 19 April 2026
von Fremdeninfo

İSKAN TOLUN / Köln

Dieses Mal möchte ich kurz über Atilla Keskin berichten, dessen Bücher ich ausnahmslos mit großem Vergnügen lese, und insbesondere über seinen Roman mit dem Titel Sarı-Kırmızı Boyalı Kayık (Das gelbrote Boot), den ich in einem Rutsch und mit großem Interesse gelesen habe – fast so, als würde ich die Handlung auf einer Leinwand vor meinem geistigen Auge sehen. Der Roman pendelt zwischen Deutschland und der Türkei und führt dem Leser die den Kurden aufgezwungene Assimilations- und Verleugnungspolitik sowie die damit einhergehende Unterdrückung auf eindringliche, klare und deutliche Weise vor Augen. Ich kann ohne Zögern sagen, dass der Roman in einer sehr flüssigen und verständlichen Sprache verfasst ist.

(Atilla Keskin: Sarı-Kırmızı Boyalı Kayık. InterKultur e. V. FREE PEN ■ VERLAG / 1. Auflage 2019 / Printed in Germany / 242 Seiten / Deutsche Version: Das gelbrote Boot / 284 Seiten)

Ich möchte zudem betonen, dass ich das Buch mit einer solchen Neugier auf das Ende gelesen habe, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Dass der Autor Themen nicht indirekt, sondern direkt und unvermittelt anspricht, verleiht dem Leser ein ganz besonderes Lesevergnügen. Er versteht es meisterhaft, komplexe Ereignisse dadurch klarer und verständlicher zu machen. Ich übertreibe wohl kaum, wenn ich sage, dass ich das Buch wie einen Film gelesen habe.

Obwohl Çetin ein hartgeprüftes, einsames und verwaistes Kind ist, ist er an einem Punkt angelangt, an dem er selbst gutmeinende Hände, die sich ihm entgegenstrecken, kaum ertragen kann. Sein außergewöhnliches Durchhaltevermögen, seine Ausdauer und sein starker Wille, auf eigenen Füßen zu stehen und sein Leben allein zu meistern, sowie seine herzzerreißende Geschichte sind absolut filmreif. Überall, wo Çetin hinkommt, wird er herumgestoßen und verachtet. Nur weil er das Kind einer deutschen Mutter ist, wird er an vielen Orten als „unbeschnitten“ und vor allem mit dem Wort „Gavur“ (Ungläubiger) ausgegrenzt.

(Dieses Wort „Gavur“ hat mich schon immer gestört und war auch Thema in meinem eigenen Roman: Diaspora / Remzi’nin Çilesi Ölünce Biter 4. Atilla Keskin, der die Aufmerksamkeit ebenso auf die Ausgrenzung wie auf die monistische Mentalität lenkt, hatte mir dieses schöne Buch mit einer sehr bedeutungsvollen Widmung geschickt: „Für meinen Bruder İskan. In der Hoffnung, dass unsere Kinder nicht mehr ausgegrenzt werden.“ Ja, Atilla Keskin hat mir dieses Buch signiert und zugeschickt, Gott segne ihn. An dem Tag, als das Buch per Post ankam, nahm es ein deutscher Freund mit, der meine deutschen Bücher mit Interesse liest. Als er es neulich zurückbrachte, legte er es auf meinen Schreibtisch, damit ich es bei nächster Gelegenheit lesen konnte, ohne es im Regal zu vergessen, und wir vertieften uns in ein angenehmes Gespräch:

„Ich habe den Roman gelesen und er hat mir sehr gut gefallen“, sagte er. Daraufhin erzählte ich ihm ausführlich von Atilla Keskin und seinen Werken. Da ich viele seiner Bücher gelesen hatte, berichtete ich ihm auch von Dağcılar (Die Bergleute – Atilla Keskin erzählt über 1968, die THKO und Deniz Gezmiş), das ich zuletzt in einem Atemzug gelesen hatte. Das Buch besteht aus einem langen Interview mit Can Dündar. Bevor ich es vergesse: Nachdem ich von Dağcılar erzählt hatte, betonte ich auch, dass Atilla Keskin mir sehr geholfen hat, während ich meinen Roman Deniz’in Ütopyası (Deutsche Version: Deniz Utopie) schrieb.)

Kurz gesagt: Sarı-Kırmızı Boyalı Kayık ist ein Roman mit der Qualität eines Drehbuchs, eine filmreife Geschichte. Der Roman erinnerte mich an den Militärputsch vom 12. September 1980, an das Phänomen des Asyls in Deutschland Anfang der achtziger Jahre, an die massive Migration und an die in den neunziger Jahren niedergebrannten Dörfer usw.

Eigentlich beginnt der Roman damit, an das tragische Leben der „Tinner-Kinder“ (Schnüffler) in den Slums von Istanbul zu erinnern. Ich las mit Erstaunen, wie der Fischer Fuat auf den Jungen Çetin zuging, der bei kaltem Wetter im kurzärmeligen T-Shirt Lösungsmittel schnüffelte, und wie er ihn mit seinem wohlwollenden Ansatz und dem geschenkten Vertrauen unter seinen Schutz nahm.

Çetin ist eigentlich ein Opfer seiner Eltern, die nie miteinander auskamen, ständig stritten und sich schließlich trennten. Wie Tausende von einsamen Waisenkindern in Istanbul landete er auf der Straße. Wer weiß, was ihm alles zugestoßen wäre, wenn er nicht dem gutherzigen Fischer Fuat begegnet wäre? Und hier beginnt das eigentliche Abenteuer. Wenn man die Dialoge zwischen der Lehrerin Ülkü und der kleinen, unschuldigen Berfin sowie zwischen dem Lehrer Yalçın und Çetin liest, taucht man unweigerlich in den Brunnen der Zeit ein…

Die unschuldigen Gespräche zwischen Çetin und Berfin bringen einen zum Lachen, zum Nachdenken und manchmal bereiten sie einem so viel Schmerz und Trauer, dass einem die Tränen in die Augen steigen.

Tatsächlich ist dieser Roman zweisprachig: Türkisch und Deutsch sind vereint. Für diese wertvolle Arbeit gratuliere ich sowohl dem Autor als auch dem Übersetzer sowie InterKultur e. V. und dem FREE PEN ■ VERLAG und allen Beteiligten!

Sicherlich gibt es viele so schön beschriebene Romane, aber die Note, die der erfahrene 68er-Aktivist, der Weggefährte der „Deniz“-Gruppe und internationale Revolutionär Atilla Keskin einbringt, ist meines Erachtens etwas ganz Besonderes:

„Je länger er in Istanbul blieb, desto geringer wurde die Zahl der Schafe in der Herde. Innerhalb von zwei Jahren waren alle Schafe verkauft, und die Kühe waren an der Reihe.“ (Seite 40)

„…wenn du das Asylrecht erhalten willst, ist das Einzige, was wir vorbringen können, dass du Kurde bist und unterdrückt wurdest.“ (Seite 53)

Diese Zitate aus dem Roman sind nur zwei einfache Beispiele. Ein großes Lob an das Herz und die Feder des Autors. Ich empfehle diesen wunderbaren Roman jedem!

Immerhin ist der Autor dieses schönen Romans, Atilla Keskin, nach Deniz Gezmiş und seinen beiden Gefährten der vierte Angeklagte, für den der Militärstaatsanwalt die Todesstrafe forderte.

18 Weggefährten von Deniz waren zum Tode verurteilt worden, später wurden die Hinrichtungen reduziert und auf drei begrenzt. Und heute ist der 6. Mai. Der Tag, an dem Deniz Gezmiş, Hüseyin İnan und Yusuf Aslan hingerichtet wurden – Menschen, die um den Preis ihres Lebens kämpften, um die Welt lebenswerter zu machen. Ich gedenke Deniz, Yusuf und Hüseyin, die zu Unrecht hingerichtet wurden, mit Respekt!

Und eine weitere internationale Persönlichkeit ist zu den Sternen gegangen. Jener wertvolle Mensch mit vielen Identitäten, für dessen Genesung wir achtzehn Tage lang gebetet haben, Sırrı Süreyya Önder, ist leider im Krankenhaus verstorben. Er hatte viele, die ihn liebten, und er liebte jeden. Mein herzliches Beileid gilt vor allem seiner Familie und all seinen Angehörigen! Möge er in Frieden ruhen! Mögen die Sterne seine Weggefährten sein!

Hinweis: Dieser Artikel wird am 07.05.2025 auf Türkisch in vielen angesehenen Zeitungen erscheinen.

19 April 2026 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Asylanträge in Deutschland auf Rekordtief – erstmals seit 2015 nicht mehr Spitzenreiter in Europa

von Fremdeninfo 19 April 2026
von Fremdeninfo

Artikel von Katja Thorwarth / Merkur

Neue EU-Zahlen veröffentlicht

Die aktuellen EU-Zahlen zur Anzahl von Asylanträgen zeigen: Die meisten Schutzsuchenden wählen Frankreich als Fluchtziel. Das hat auch mit der Merz-Regierung zu tun.

Berlin – Die Bundesregierung um Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat stets kommuniziert, dass sie die Migrationszahlen in Deutschland deutlich absenken will. Entsprechend wurden nach Amtsantritt schnell Maßnahmen ergriffen, etwa Binnengrenzkontrollen trotz Schengen-Abkommen und Abschiebeflüge nach Afghanistan – die allerdings schon während der Ampel-Regierung durch Nancy Faeser (SPD) ihren Anfang nahmen. Es kommen also kaum noch Schutzsuchende ohne Visum überhaupt in Deutschland an

Somit verwundert es nicht, dass die Asylanträge hierzulande drastisch zurückgehen. Gemäß eines Medienberichts sind sie um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum von Januar bis Ende März auf ein Rekordtief gefallen. Demnach wurden in den ersten drei Monaten 2026 gezählte 28.922 Anträge gestellt, wie die Welt am Sonntag unter Berufung auf Zahlen der Asylagentur der Europäischen Union (EUAA) vermeldet. Damit ist Deutschland im europaweiten Ranking erstmalig seit 2015 an vierter Stelle in der europäischen Asylstatistik, nachdem es zuvor jahrelang die meisten Asylanträge verbuchte.

Bislang 2026 nur 26 Asylanträge in Ungarn

In einem als vertraulich gekennzeichneten Bericht wurden die Zahlen nach Angaben der Welt am Sonntag der EU-Kommission zur Lage der Migration in der EU und in Drittstaaten genannt: Die meisten Schutzgesuche wurden in Frankreich gestellt (34.643), gefolgt von Spanien (32.630) und Italien (32.602). Schlusslichter sind Ungarn (26) und die Slowakei (35).

Gemäß dem Papier wurden insgesamt im ersten Quartal 2026 in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen und der Schweiz 173.082 Asylanträge gestellt – ein Minus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die meisten Antragssteller kamen aus Venezuela (21.542), Afghanistan (21.402) und Bangladesch (9738).

Aus Syrien kommen weniger Menschen. Anders als in den vergangenen Jahren sind sie mit Bezug auf die Herkunftsstaaten der Antragssteller nach der Türkei mittlerweile auf Platz 5 im EU-Ranking. Die Zahl der Schutzanträge von Syrern in der EU plus der Schweiz und Norwegen ging entsprechend bis Ende März um 63 Prozent auf 5556 zurück. Auch aus der Ukraine kamen dem Bericht zufolge nur noch wenige Anträge: Die Zahl liegt demnach bei 4073, ein Minus von 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Weniger Menschen aus Syrien und Ungarn kommen nach Deutschland

Experten nannten den Rückgang von Asylanträgen aus Syrien und der Ukraine als einen wesentlichen Grund für den Einbruch der Anträge in Deutschland. Syrer und Ukrainer hatten in der Vergangenheit häufig Deutschland als Zielland gewählt. In diesem Jahr gingen jedoch hierzulande nur noch neun Prozent der Schutzanträge von Syrern aus, die meisten Anträge (38 Prozent) wurden dagegen von afghanischen Staatsbürgern gestellt. In Afghanistan wird die Menschenrechtslage aufgrund des Regimes der radikalislamistischen Taliban als katastrophal eingestuft. (Quellen: AFP, eigene Recherche) (ktho)

19 April 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Wenn ich gewählt werde, werde ich der Oberbürgermeister für alle sein“

von Cumali Yağmur 18 April 2026
von Cumali Yağmur


von: Cumal Yağmur und  Halit Yaşar Demirbağ

SPD-Oberbürgermeisterkandidat für Hannover Dr. Axel von der Ohe traf sich mit den Redakteuren von Fremdeninfo

Der SPD-Oberbürgermeisterkandidat für Hannover, Dr. Axel von der Ohe, kam mit den Redakteuren von Fremdeninfo zusammen. Bei dem Treffen fand ein umfassender und produktiver Meinungsaustausch über die Probleme von Migrantinnen und Migranten in Hannover statt.

Dr. Axel von der Ohe wies darauf hin, dass 34 Prozent der Stadt Hannover aus Menschen mit Migrationshintergrund bestehen. Er betonte, dass er im Falle seiner Wahl eine neue Untersuchung in Hannover durchführen werde, um festzustellen, was im Leben der Migranten verbessert werden muss. Er erklärte sich bereit, Migrantenvereine und bestehende Projekte zu überprüfen und für alle notwendigen Neuerungen in der kommenden Amtszeit offen zu sein.

Von der Ohe erklärte, er werde sicherstellen, dass Migranten in der Stadt, in der wir leben, von allen Gleichstellungsrechten profitieren. Er kündigte an, die Einstellung von mehr Mitarbeitern mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst zu fördern und sicherzustellen, dass Migranten bei der Aufgabenverteilung gleichberechtigt vertreten sind.

Er betonte, dass präventive Maßnahmen gegen mögliche negative Entwicklungen im Stadtleben der letzten Jahre ergriffen werden müssen. Zudem werde er Möglichkeiten für Künstler mit Migrationshintergrund schaffen, damit diese ihre Kunst ausüben können. Von der Ohe versprach, die Beschäftigung von Migranten in allen Berufsfeldern zu unterstützen und alle Erleichterungen für ein friedliches Zusammenleben zu schaffen.

Dr. Axel von der Ohe ging auch auf die Bedeutung der politischen Teilhabe von Migranten ein. Es sei wichtig, dass sie sich für ihre eigenen Belange einsetzen, indem sie demokratische Parteien unterstützen. Er erklärte, dass gegen die vorurteilsbehafteten und herabwürdigenden Ansätze rechter Parteien gegenüber Migranten konsequente politische Maßnahmen ergriffen würden und jedes Thema offen diskutiert werde.

„Ich bin der Kandidat für alle – sowohl für die Migranten als auch für die einheimische Bevölkerung“, sagte von der Ohe. Er versprach, im Falle seiner Wahl allen den gleichen Service zu bieten, niemanden zu diskriminieren, Menschen nach ihren Fähigkeiten zu beurteilen und Erleichterungen bei der Suche nach Wohnraum, Arbeit und Ausbildungsplätzen zu schaffen.

Der Kandidat versicherte, sein Bestes zu tun, um in Hannover neuen, bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen. Er betonte zudem, dass er Maßnahmen gegen rassistische Äußerungen ergreifen werde, mit denen Migranten bei der Wohnungs- und Arbeitssuche konfrontiert sind. Darüber hinaus sollen alle notwendigen Vorkehrungen getroffen werden, um die Probleme von Migrantinnen in der Gesellschaft zu lösen.

Von der Ohe erklärte, er werde sich dafür einsetzen, dass in Hannover niemand schikaniert oder herabgewürdigt wird und alle in Frieden zusammenleben können. Er fügte hinzu: „Wenn wir mit den Migranten zusammenarbeiten, werden wir die Probleme gemeinsam lösen und neue Lösungen entwickeln.“

„Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie bei den Kommunalwahlen am 13. September 2026 Ihre Stimme der SPD und mir als Oberbürgermeisterkandidaten geben würden.“

Sehr geehrter Dr. Axel von der Ohe, wir danken Ihnen für die Informationen und wünschen Ihnen viel Erfolg.

11s

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Google AI models may make mistakes, so double-check outputs.
18 April 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Spiegel“-Bericht: Ließ Kiels neuer OB Samet Yilmaz einen Unternehmer ausforschen?

von Fremdeninfo 18 April 2026
von Fremdeninfo

 Artikel von Dennis Betzholz/ Spiegel

 Fünf Tage vor seinem Amtsantritt tauchen neue Vorwürfe gegen Kiels neuen Oberbürgermeister Samet Yilmaz (Grüne) auf: Hat er aus privaten Gründen einen türkeistämmigen Unternehmer ausforschen lassen?. Thomas Eisenkrätzer © Thomas Eisenkrätzer

Neue Vorwürfe gegen Kiels neuen Oberbürgermeister Samet Yilmaz (Grüne): Wie der „Spiegel“ berichtet, soll der ehemalige Referatsleiter im Verfassungsschutz einen Kollegen ohne dienstlichen Anlass gebeten haben, einen türkeistämmigen Unternehmer im Nachrichtendienstlichen Informationssystem (Nadis) abzufragen. In der zentralen Datenbank des Verfassungsschutzes speichern die Ämter personenbezogene Informationen – unter anderem zu Extremisten.

Hintergrund der mutmaßlich von Yilmaz veranlassten Abfrage soll ein Vereinsfest im Sommer 2024 gewesen sein, das von dem Unternehmer organisiert wurde. Der damalige Fraktionsvorsitzende der Kieler Grünen wollte dieses Fest besuchen. Als die Abfrage ergab, dass der Mann nicht als Extremist gespeichert sei, hielt das damalige Mitglied der Ratsversammlung dort eine Rede. Das belegen Fotos im Internet.

Da eine Nadis-Abfrage aus privaten Gründen für Verfassungsschützer nicht erlaubt ist, könnte ihm der mutmaßliche Verstoß gegen den Datenschutz nun dienstrechtliche Konsequenzen bescheren. Der „Spiegel“ bezieht sich in seinem Bericht auf Insider.

Samet Yilmaz spricht von teilweise „falsch dargestellten Sachverhalten“

„Die Vorwürfe, die teilweise auf unvollständigen und falsch dargestellten Sachverhalten beruhen, werden ausgerechnet wenige Tage vor meinem Amtsantritt platziert“, sagt Yilmaz auf Anfrage der Kieler Nachrichten.

Er nehme den Bericht zur Kenntnis, könne aber zu Interna seiner früheren Tätigkeit beim Verfassungsschutz aus rechtlichen Gründen keine Details nennen. „Das ist meine gesetzliche Pflicht.“

Bereits wenige Tage vor der OB-Wahl gab es Vorwürfe gegen Yilmaz

Es wäre nicht Yilmaz’ einziger Fehltritt: Wie bereits im Oktober 2025, wenige Tage vor der Oberbürgermeisterwahl in Kiel, bekannt wurde, soll der Grünen-Politiker die Organisatoren des „Türkischer Tag“ Anfang 2025 in einer logistischen Frage unterstützt haben. Im Verfassungsschutz wird das jährlich stattfindende Frühlingsfest als Beispiel für Aktivitäten der „Grauen Wölfe“, einer ultranationalistischen und rechtsradikalen Bewegung aus der Türkei, geführt.

Das Brisante damals war, dass Yilmaz als Verfassungsschützer diese Gruppierung selbst beobachtete. Der Grünen-Politiker hatte den Fehler damals zugegeben und seinen Posten als Leiter des Referats Ausländerextremismus beim Verfassungsschutz verloren.

„Was ich unmissverständlich klarstelle: Ich distanziere mich von jeder Form des Extremismus – das war immer so und wird immer so bleiben“, betont Yilmaz nun erneut. „Ich konzentriere mich auf meinen Amtsantritt in der kommenden Woche.“

Neuer Kieler Oberbürgermeister steht selbst in der Nadis-Datenbank

Wegen des Vorfalls rund um den „Türkischen Tag“ soll Yilmaz nach „Spiegel“-Informationen mittlerweile selbst in der Nadis-Datenbank auftauchen – nicht als „Extremist“, wohl aber als „Kontaktperson“ des Kieler Ablegers der „Grauen Wölfe“.

Der „Spiegel“-Bericht kommt für Yilmaz zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt: Am 21. April soll er offiziell in das Amt des Kieler Oberbürgermeisters eingeführt werden.

Das schleswig-holsteinische Innenministerium, zu dem die Abteilung des Verfassungsschutzes gehört, teilte auf KN-Nachfrage mit, sich in solchen Angelegenheiten aus „Persönlichkeits- und Fürsorgegründen“ nicht zu äußern.

18 April 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Diskriminierung fördert islamistische Radikalisierung

von Fremdeninfo 17 April 2026
von Fremdeninfo

Artikel von Pitt von Bebenburg/ F.R

Ein Forschungsnetzwerk zeigt die Ursachen islamistischer Radikalisierung auf. Diskriminierung spielt dabei eine zentrale Rolle.

Sieben Jahre lang hat Hakan Çelik mit einem jungen Mann gearbeitet, um ihn vom Weg in den radikalen Islam abzubringen. Schließlich mit Erfolg. „Vertrauen ist die Grundvoraussetzung“, berichtet Çelik, der die hessische Beratungsstelle des „Violence Prevention Network“ leitet.

Die Abwendung gelingt selten durch Argumente.“ Es gehe vor allem um Emotionen und um Erfahrungen. Die entscheidende Frage laute: „Gehöre ich dazu, oder gehöre ich nicht dazu?“ Deswegen sei es so wichtig, Ausgrenzung zu verhindern, sagt Hakan Çelik, am Donnerstag im Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF) in Frankfurt.

„Kein Mensch wacht morgens auf und ist plötzlich radikal“

Fünf Jahre lang haben Forschungsteams mit mehr als 100 Beteiligten aus unterschiedlichen Fachrichtungen sowie Praktiker:innen wie Çelik in dem Netzwerk RADIS versucht, die Ursachen und Auswirkungen von islamistischer Radikalisierung zu ergründen. Daraus haben sie mehrere Handlungsoptionen abgeleitet. Eine davon: Die Diskriminierung der 5,5 Millionen Musliminnen und Muslime in Deutschland, die es noch in vielen Gesellschaftsbereichen gibt, muss enden.

Dieses und weitere Ergebnisse haben die Forscherinnen und Forscher in einem Buch und einem Dokumentarfilm zusammengestellt. Es ist die bisher umfassendste Bestandsaufnahme zu dem Thema, die vom Herausgeber-Team Shaimaa Abdellah, Manuela Freiheit, Julian Junk und Sina Tultschinetski vorgestellt und mit Fachleuten wie Çelik diskutiert wurde. Das Thema ist brisant, denn radikalisierte Menschen können eine Gefahr darstellen: Zwischen 2001 und 2023 habe es in Deutschland 15 islamistisch motivierte Anschläge gegeben, bei denen 21 Menschen getötet und mindestens 120 verletzt worden seien, heißt es in dem Band.

„Kein Mensch wacht morgens auf und ist plötzlich radikal“, stellt die Politikwissenschaftlerin Susanne Pickel von der Universität Duisburg-Essen schon im Titel ihres Beitrags fest und fragt: „Warum radikalisieren sich Menschen?“ Ihr Forschungsteam hatte eine repräsentative Befragung durchgeführt, dazu weitere Interviews geführt, etwa mit Lehrkräften.

Ursachen von islamistischer Radikalisierung

„Auslöser für Radikalisierungsprozesse ist meist ein sozialer oder individueller Bedeutungsverlust“, konstatiert Pickel. „Der Mensch hat den Eindruck, die Kontrolle über sein Leben zu verlieren.“ Das Gefühl, an den Rand gedrängt und gemobbt zu werden, werde zur „dominierenden Wahrnehmung“. Das könne „zu einem Rückzug in die eigene Gruppe und der Hinwendung zu radikalen Religionsauslegungen“ führen.

Bei der Erhebung habe fast jede zweite muslimische Person, genauer: 45 Prozent, angegeben, „bereits aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit diskriminiert worden zu sein“. Die Folgen bei manchen Musliminnen und Muslimen: „Hinwendung zu fundamentalistischer Religionspraktik, Ausbildung von Feindbildern, zum Beispiel gegenüber der jüdischen Bevölkerung, Abwendung von der Demokratie“.

Was hilft? „Gutes Zusammenleben gibt es nur über Anerkennung, Wertschätzung und Respekt einer Koexistenz der Menschen in einer vielfältigen Gesellschaft“, analysiert Pickel. Was schadet dagegen? Ihr Forschungsteam hat Schulbücher gefunden, in denen „eine Auffassung vom Islam als gewalttätiger, kompromissloser Religion“ gezeichnet werde. Diese Bücher nennt die Politikwissenschaftlerin als „Negativbeispiele“.

Zwei Faktoren, die in Radikalisierung führen

Nach Überzeugung des Bielefelder Konfliktforschers Andreas Zick gibt es zwei zentrale Faktoren, die in Radikalisierung führen, nämlich „die Verlockung eines radikalen Islam“ und „das Erleben eines Feindbildes Islam“. Deswegen fragt auch er: „Machen wir es den extremen Gruppen zu leicht? Wie kann Zugehörigkeit gelingen, wenn die Mehrheitsgesellschaft auf Distanz geht?“

Bei der Prävention könnte deutlich stärker angesetzt werden, konstatiert der Forschungsverbund. Bei der Repression hingegen habe sich einiges getan. „Zwischen 2011 und 2023 wurden insgesamt 80 Antiterrorgesetze erlassen“, heißt es in einem Beitrag. Damit seien die Kompetenzen der Sicherheitsbehörden systematisch erweitert worden.

Seit sich der Nahost-Konflikt 2023 mit dem Hamas-Massaker an Israelis und dem Angriff Israels auf Gaza zuspitzte, knüpften Islamisten daran an. Hinzu kämen die Radikalisierung durch digitale Medien und Verfälschungen mithilfe künstlicher Intelligenz (KI), konstatiert auch Çelik. „Das wird sehr stark auf uns zukommen.“ Denn für anfällige Jugendliche sei KI „derzeit auch so eine Art Imam“.

17 April 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Große Pläne ohne Wirkung: Wie am Kronsberg öffentliches Geld versickert sein könnte

von Cumali Yağmur 17 April 2026
von Cumali Yağmur

Von:Andreas Schinkel/ Haz 

Trotz enormer Fördersummen ist Hülya Iris Integrationsverein insolvent. Was ist rund um die angekündigten Projekte passiert – oder vielmehr: nicht passiert? Eine Spurensuche.

Wie kann es sein, dass ein kleiner Stadtteilverein, der mehr als 1,2 Millionen Euro Fördergeld akquiriert, Insolvenz anmeldet? Diese Frage treibt Politiker, aber auch Behörden und nicht zuletzt den Insolvenzverwalter um. Vereinsgründerin Hülya Iri, einst SPD-Ratsfrau, sowie ihre Tochter Esma Bozdemir, aktuelle Vereinsvorsitzende, schweigen beharrlich. Für beide gilt die Unschuldsvermutung. Eine Ahnung dessen, was im Vereinsbüro am Jakobskamp passiert ist, oder vielmehr nicht passiert ist, bekommt man, wenn man sich eines der geplanten Vorhaben genauer anschaut.

Es sollte ein großes Projekt werden. Unter dem Titel „Sport Kronsberg – Kampf gegen Antisemitismus“ wollte Iri ein Paket aus Sportkursen, Fußballturnieren und Workshops für Jugendliche schnüren. Das geht aus der Projektbeschreibung hervor, die dieser Redaktion vorliegt. Die Grundidee war, sportliche Aktivitäten mit Gesprächen über antisemitische Vorurteile zu verbinden. Zweifellos keine schlechte Idee in einem Stadtteil, in dem fast 60 Prozent der Bewohner eine Migrationsgeschichte haben und in dem immer wieder Jugendliche auffällig werden.

45 Sporteinheiten sowie 45 Workshops hatte Iri geplant. Mindestens 15 Jugendliche sollten jeweils an den Kursen teilnehmen. Das Fußballtraining sollte mittwochs und samstags von 17 bis 20 Uhr stattfinden. Der Clou daran war, dass die Jugendlichen nicht unter sich kicken, sondern in „gemischten Gruppen“ mit „unterschiedlichen Akteuren aus dem Stadtbezirk (Polizei, Politik, Stadtverwaltung)“ zusammenspielen. Auch Turniere und Kampfsportübungen waren geplant. Iri nennt einen Trainer aus der Türkei, der über Erfahrung im Kampfsport verfüge und Jugendliche im Fußball trainiert haben soll, dessen „Qualifikationsnachweise“ aber bei einem Erdbeben in der Türkei verschwunden seien.

„Sport Kronsberg“ war für die Jahre 2025 und 2026 geplant. Iri hat dafür Fördergeld vom Land beantragt – und bekommen. Insgesamt 54.558 Euro bewilligte das Landessozialamt. Die Summe deckt jedoch nicht die vom Verein veranschlagten Gesamtkosten von 70.840 Euro ab. 6.440 Euro wollte der Verein selbst aufbringen. Ausgezahlt hat das Landesamt an Iris Verein bisher 27.279 Euro.

Nach mehr als einem Jahr Laufzeit sollte das Großprojekt Spuren hinterlassen haben. Doch unter dem Projektnamen lässt sich im Internet nichts finden. Das ist ungewöhnlich, denn üblicherweise veröffentlichen Vereine Fotos ihrer Veranstaltungen, insbesondere wenn diese staatlich gefördert wurden. Der Integrationsverein verfügt jedoch nicht einmal über eine eigene Homepage.

Fragen dieser Redaktion, wie viele Workshops und Sportkurse bereits gegeben wurden, wo das regelmäßige Sporttraining stattfand und welches Fazit der Verein nach mehr als der Hälfte der Projektdauer ziehe, ließen die Anwälte Iris und ihrer Tochter unbeantwortet.

Wer Fußballtraining und Kampfsport anbieten will, braucht einen Sportplatz oder eine Halle. Beim TSV Bemerode, dem mit Abstand größten Verein im Viertel, weiß man von keiner regelmäßigen Trainingseinheit eines anderen Vereins auf dem eigenen Gelände. „Mir ist keine Anfrage eines Integrationsvereins bekannt“, sagt der Vereinsvorsitzende Manfred Duttke. Auch bei der Stadtverwaltung zuckt man mit den Achseln. „Weder städtische Sporthallen noch Schulaulen wurden von dem Verein angemietet“, sagt ein Stadtsprecher. Im von der Stadt betriebenen Stadtteilzentrum Krokus, einem zentralen Anlaufpunkt im Viertel, ist das Großprojekt ebenfalls unbekannt. „Es hat weder Absprachen noch Kooperationen mit dem Integrationsverein gegeben“, sagt ein Sprecher.

Wöchentlich Kicken ließe sich zur Not auch auf einem Bolzplatz. Boxübungen könnte man auf der grünen Wiese anbieten. Laut Iris Projektplan sollten aber Vertreter von Polizei, Stadtverwaltung und Lokalpolitik beim Kicken mitmachen. Ist das geschehen? Die Stadt teilt mit, dass kein Mitarbeitender an einem Fußballtraining teilgenommen habe, das der Verein Integrationsarbeit Kronsberg organisiert habe. Bezirksbürgermeister Bernd Rödel (SPD), zugleich Vorsitzender des Integrationsbeirats Kirchrode-Bemerode-Wülferode, sagt: „Mir ist ein solches Projekt im Stadtbezirk nicht bekannt.“

Die Polizei Hannover berichtet, dass keiner ihrer Beschäftigten an Trainingseinheiten oder Turnieren des Projekts „Sport Kronberg“ teilgenommen habe. Jedoch hatte die Polizei mit Iris Verein in der Vergangenheit zu tun. Im Mai 2024, also vor dem Sportprojekt, trafen sich Vertreter der Polizei, darunter Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten, mit Iri, deren Tochter und einem Mitarbeiter des Vereins sowie 15 Jugendlichen. „Dabei wurde die Arbeit der Polizei vorgestellt“, sagt ein Polizeisprecher.

Zudem habe es einen Kontakt zwischen dem Vereinsmitarbeiter und Polizeibeamten gegeben, heißt es weiter. In diesem Zusammenhang seien Polizisten zusammen mit dem Vereinsmitarbeiter auf „Fußstreife“ gegangen, um Jugendliche „proaktiv“ anzusprechen. Der Vereinsmitarbeiter soll die Polizisten gefragt haben, ob sie an einem Fußballspiel teilnehmen wollten. „Nach aktuellem Kenntnisstand hat ein solches Fußballspiel mit dem Verein nicht stattgefunden“, sagt eine Sprecherin.

Iri lässt SPD-Mitgliedschaft ruhen

Iri, Gründerin eines insolventen Integrationsvereins, äußert sich gegenüber der SPD

Hülya Iri, Gründerin eines Integrationsvereins,

der bundesweit Schlagzeilen macht, lässt ihre Mitgliedschaft in der SPD ruhen – und kommt damit einem drohenden Parteiordnungsverfahren zuvor. Auch ihre beiden Kinder Esma und Emre sind vorläufig nicht mehr Mitglieder der SPD. Tochter und Sohn gehören zu den Gründungsmitgliedern des Vereins Integrationsarbeit Kronsberg. Die Tochter hatte zuletzt den Vorsitz des Vereins inne.

Der Verein hat Ende März Insolvenz angemeldet, obwohl er über mehrere Jahre mehr als 1,2 Millionen Euro Fördergeld bekommen hat, vor allem aus staatlichen Kassen. Ein Insolvenzverwalter prüft derzeit, ob alle Fördermittel für die beantragten Zwecke, etwa Sportprojekte mit Jugendlichen und Beratung von Migranten, verwendet wurden. Es gilt die Unschuldsvermutung. Hülya Iri und ihre Tochter haben sich zu den Vorgängen bisher nicht geäußert.

„Wir erklären hiermit, unsere Mitgliedschaft in der SPD vorläufig ruhen zu lassen, solange das entsprechende Verfahren andauert“, haben Iri und ihre Kinder nach Angaben der SPD gegenüber dem Parteivorstand erklärt. Zugleich stellten Iri und ihre Kinder klar, dass die Tätigkeit im Verein in keinerlei Zusammenhang mit der SPD stehe, heißt es weiter vonseiten der SPD. Der Verein sei unabhängig und verfolge ausschließlich eigene, nicht parteigebundene Ziele.

Die SPD-Spitze begrüßt den Schritt. Er trage dazu bei, weiteren Schaden von der Partei abzuwenden. „Gleichzeitig fordern wir die Familie auf, nunmehr aktiv zur Aufklärung beizutragen“, teilt die SPD-Führung mit.

asl

17 April 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Ohne Zeit zu verlieren, muss die Debatte über die Gründung einer Migrantenpartei beginnen“

von Cumali Yağmur 16 April 2026
von Cumali Yağmur

Tufan Kader / Gießen

 Herr Cumali Yağmur, ich habe Ihren Artikel über eine Migrantenpartei gelesen. Sie haben ein sehr treffendes und zeitgemäßes Thema angesprochen; die Feststellung, dass sich Migranten organisieren müssen, ist absolut richtig.“

.Wie Sie bereits erwähnt haben, haben die bisherigen Organisationen ihren historischen Prozess abgeschlossen. In der nächsten Phase müssen Migranten ihre eigene politische Partei gründen und einen Anfang machen. Bestehende Politiker und politische Gruppen werden sich Organisationen, die von Minderheiten gegründet werden, sofort widersetzen. Diese Situation wurde auch während des Prozesses der Organisierung und Parteibildung der Kurden in der Türkei erlebt; selbst diejenigen, die sich als „Linke“ bezeichneten, lehnten dies ab und beschuldigten sie des Separatismus. Doch zum heutigen Zeitpunkt haben die Kurden ihre Existenz und ihren Organisationsgrad bewiesen. Auch migrantische Minderheiten werden sich mit der Zeit organisieren und eines Tages beweisen. Voraussetzung ist eine fortschrittliche Parteibildung, die auf einer soliden Ideologie basiert und fest auf dem Boden steht.

Sie müssen die gesellschaftliche Lage in Europa und allgemein in Deutschland gut analysieren. Die derzeit herrschende Nation hat versucht, die Migrantenkultur in ihrem eigenen Schmelztiegel aufzulösen. Sie nannten es „Integration“ und übten damit eine Art Druck aus. Dieser Druck hält einseitig an, und selbst die politischen Parteien ignorieren diese Situation.

In der neuen Ära müssen sich alle Migranten zusammenschließen, eine Partei gründen, die sich ihrer eigenen Probleme annimmt, und mit der Arbeit beginnen. Dies muss eine alternative und fortschrittliche Partei sein, die weder nationalistisch noch rassistisch ist. Das Parteiprogramm sollte mit breiten Massen diskutiert, alle Daten gesammelt und eine dauerhafte Struktur geschaffen werden. Es sollte nicht nur darum gehen, „eine Partei zu gründen“, sondern es muss ein Programm vorbereitet werden, für das alle Bedingungen geeignet sind und das alle Migranten umfasst.

In dieser Partei müssen Frauen und Jugendliche, insbesondere die Generationen, die hier geboren und aufgewachsen sind, ihren Platz finden. Unter der Führung der Jugend sollte ein Programm erstellt werden; denn die migrantische Jugend kennt diese Gesellschaft sehr gut, da sie in ihr geboren wurde. Indem sie sich an ihre eigene Ausgrenzung und die Fakten des Aufwachsens mit einer migrantischen Identität erinnern, werden sie diese Organisation annehmen und die Massen mobilisieren.

Ich glaube, dass heute alle Voraussetzungen und der richtige Zeitpunkt für die Gründung einer Partei gegeben sind und die Diskussionen beginnen müssen. In der migrantischen Minderheit leben heute bereits die 4. und 5. Generation. Obwohl es eine 70-jährige Migrationsgeschichte gibt, ist es ein historisches Versäumnis, dass die Debatte über eine Parteibildung noch immer nicht geführt wird. Dieser Prozess muss irgendwo beginnen und wie ein Schneeball wachsen, um zu einem Ergebnis zu führen.

Durch die Einheit aller Migranten, die seit langen Jahren in Europa und Deutschland leben, müssen die Gründung der Partei und ihr Programm unter der Führung von Jugendlichen und Frauen diskutiert werden. So schwierig dies am Anfang auch sein mag, so wichtig ist es, diese Schwierigkeit zu überwinden. Man muss mit Entschlossenheit damit beginnen, zukunftsorientiert und beharrlich arbeiten, und jeder Migrant sollte seinen Beitrag zur Gründung der Partei leisten.

16 April 2026 0 Kommentare
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Parteivorsitz: Linken-Chef tritt aus Gesundheitsgründen zurück

von Fremdeninfo 16 April 2026
von Fremdeninfo

 Artikel von Neuerer, Dietma

 Jan van Aken will den Vorsitz der Linken im Juni aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Der Politiker bleibt aber politisch aktiv. Sein Bundestagsmandat will er weiter ausüben

Der Ko-Vorsitzende der Linken, Jan van Aken, will sein Amt auf dem Bundesparteitag im Juni niederlegen. Als Grund nannte er gesundheitliche Probleme.

Es bestehe jedoch „kein Grund zu größerer Sorge“, es handele sich nicht um eine lebensbedrohliche Krankheit. „Trotzdem muss ich auf mich aufpassen. Das tue ich hiermit“, sagte van Aken. Bis zum Parteitag wolle er gemeinsam mit Co-Chefin Ines Schwerdtner im Amt bleiben.

Sein Bundestagsmandat will van Aken bis zum Ende der Legislaturperiode weiter ausüben. Auch der Partei stehe er weiterhin „im Rahmen des dann Möglichen“ zur Verfügung. Der Schritt falle ihm schwer, betonte er. Zugleich dankte er Schwerdtner für die Zusammenarbeit.

Van Aken steht erst seit rund eineinhalb Jahren an der Spitze der Partei. Im Oktober 2024 war er auf einem Parteitag in Halle gemeinsam mit Schwerdtner in die Doppelspitze gewählt worden.

Die Linke befand sich damals in einer tiefen Krise, lag in Umfragen unter drei Prozent und war durch interne Konflikte – etwa über die Migrationspolitik und den Kurs gegenüber Sahra Wagenknecht – stark belastet. Dem Duo gelang jedoch für die Partei die Wende. Bei der Bundestagswahl 2025 zog die Linke mit 8,8 Prozent wieder ins Parlament ein.

Die Kandidatur van Akens für den Parteivorsitz war seinerzeit überraschend gekommen. Der Hamburger hatte sich zuvor aus der Bundespolitik zurückgezogen. Zwischen 2009 und 2017 gehörte er dem Bundestag an, war unter anderem stellvertretender Fraktionsvorsitzender und außenpolitischer Sprecher.

Mit dem angekündigten Rückzug verliert die Linke eine ihrer prägenden Figuren in einer Phase, in der sich die Partei nach Wahlerfolgen im Aufwind sieht. „Mir fällt dieser Schritt sehr schwer, weil ich es immer anders geplant hatte“, sagte van Aken. „Ich finde, die Partei ist auf einem guten Weg.“ Themen wie Mietendeckel und Vermögensteuer hätten an Bedeutung gewonnen.

Die Linke habe zudem bei allen vier Wahlen in diesem Jahr deutlich zugelegt. Anders als von der Partei erhofft, scheiterte sie jedoch bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an der Fünf-Prozent-Hürde.

 

 

 

 

 

16 April 2026 0 Kommentare
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Cumali Yağmur
Allgemein

Warum wählen Menschen mit Migrationshintergrund die AfD?

von Cumali Yağmur 16 April 2026
von Cumali Yağmur

Von: Cumali Yağmur

Die Gruppe der aus Russland stammenden sogenannten „Aussiedler“ (etnische deutsche Spätaussiedler), die ursprünglich die CDU unterstützte, hat sich nun der AfD zugewandt, da sie bei der Union nicht mehr das fand, was sie suchte. Obwohl die AfD eine einwanderungsfeindliche Rhetorik pflegt, versucht sie gleichzeitig, die Gunst bestimmter Migrantengruppen zu gewinnen. Doch warum geben Menschen mit Migrationsgeschichte der AfD ihre Stimme?

Jüngsten Untersuchungen zufolge gelang es der AfD bei der Bundestagswahl, 12 % der Stimmen von Wählern mit Migrationshintergrund zu gewinnen. Während sich diese Wählergruppe früher eher linken Parteien zuwandte, hat sich dieses Verhalten gewandelt; sie wählen mittlerweile über das „gesamte politische Spektrum“ hinweg.

Konservative Werte und Gemeinsamkeiten

Die AfD vertritt politische Positionen, die für bestimmte Migrantengruppen attraktiv sein können. Themen wie Familienpolitik, traditionelle Wertvorstellungen, Genderkritik, Homophobie und patriarchale Strukturen können eine Brücke zwischen konservativen Migranten und der AfD schlagen.

Die Logik „Ich bin integriert, ich will keine neuen Migranten mehr“ überwiegt.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass sich viele Menschen mit Migrationsgeschichte selbst nicht mehr als „Migranten“ definieren. Personen, die sich als vollständig in die Gesellschaft integriert betrachten, können eine härtere Haltung gegenüber Neuankömmlingen einnehmen. Aus dem Instinkt heraus, die eigene Position und die sozialen Standards zu schützen, fürchten sie, dass eine stärkere Zuwanderung ihnen Nachteile bringen oder ihren Lebensstandard senken könnte.

Dies ist einer der Hauptgründe, warum die Partei insbesondere unter deutsch-türkischen Wählern auf „Stimmenfang“ geht und sie in Social-Media-Kampagnen direkt anspricht. Einige Wähler handeln aus Protest, da sie glauben, nicht ausreichend repräsentiert zu werden. Individuen, die sich ungehört oder gesellschaftlich ausgegrenzt fühlen, neigen dazu, „Protestparteien“ zu wählen, um diesen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Ein Teil der Wählerschaft kennt die Parteiprogramme zwar nicht im Detail, stimmt aber aufgrund der Wut auf das bestehende System für solche Parteien. Experten fassen diese komplexe Situation wie folgt zusammen: „Einerseits gibt es die Angst, dass die Diskriminierung mit einer Regierungsbeteiligung der AfD zunehmen wird, andererseits existiert eine gewisse Sympathie für die Partei.“

Sie finden Gemeinsamkeiten über Nationalismus und ähnliche Werte. Auch die Existenz türkischer Nationalisten darf hierbei nicht ignoriert werden. Rassismus ist ein Phänomen, das in allen Teilen der Gesellschaft vorkommen kann, und die AfD versucht, diese Zielgruppe durch die Ansprache nationalistischer Gefühle zu beeinflussen. MHP-nahe oder nationalistisch-konservative Kreise sehen die Werte der AfD als ihren eigenen nahestehend an. Als Spiegelbild dieser Situation finden sich auch türkischstämmige Namen auf den Kandidatenlisten der AfD bei Kommunalwahlen. Beispielsweise gab es bei den Kommunalwahlen in Baden-Württemberg zwei türkischstämmige Kandidaten der AfD, einen Mann und eine Frau.

Sozioökonomische Enttäuschung

Ein niedriges Bildungsniveau, Armut, steigende Preise und eine sinkende Kaufkraft verstärken den Zulauf zur AfD. Menschen in wirtschaftlicher Not fühlen sich von der Politik im Stich gelassen und suchen nach einem „starken Anführer, der auf den Tisch haut“, um ihrem Ärger Luft zu machen. Diese Wut kann so dominant werden, dass die Wähler sogar die fremdenfeindliche Politik der AfD ignorieren, die sich eigentlich gegen sie selbst richten könnte.

So geht der Wähler aus Verärgerung über das aktuelle System zur Wahlurne und gibt der AfD seine Stimme. Manche trösten sich über ihren eigenen Zorn und ihre Unzufriedenheit hinweg, indem sie sich für die AfD entscheiden.

16 April 2026 0 Kommentare
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Meine Ansichten über eine Migrantenpartei

von Cumali Yağmur 15 April 2026
von Cumali Yağmur


Ahmet Takmaz / Köln

Der folgende Text wurde von Ahmet Takmaz verfasst. Der Autor bittet darum, dass dieser Text als „Leserbrief“ veröffentlicht wird.


Ich habe Ihren Artikel über die Gründung einer Migrantenpartei aufmerksam gelesen. Obwohl diese Initiative längst überfällig ist, befürworte ich die Fortsetzung der Diskussionen über die Gründung einer solchen Partei. Eine breite Masse der Migrantenminderheit sollte in den Prozess der Parteibildung einbezogen werden. Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass Migranten in den Gesellschaften, in denen wir leben, seit Jahren keine Gleichberechtigung erfahren. Um diese Rechte zu erlangen, ist eine Organisierung unerlässlich; dabei sollte bedacht werden, dass eine zu gründende Partei hierbei eine Vorreiterrolle einnehmen wird.

An den Debatten zur Parteibildung sollten Vertreter aller Minderheiten teilnehmen, und die Arbeit muss fortgesetzt werden, indem die Anforderungen der neuen Ära fundiert analysiert werden. Überall auf der Welt haben Vertreter der Mehrheitsgesellschaften negative Propaganda betrieben, indem sie sich gegen die Organisierung von Minderheiten stellten. Dabei fordern Migranten in den Ländern, in denen sie leben, weder eine eigene Flagge noch einen eigenen Staat; sie streben lediglich danach, einen demokratischen Kampf zu führen, indem sie ihre eigenen Parteien gründen, um ohne Diskriminierung und Unterdrückung leben zu können.

In dieser Phase muss die Einheit aller Migranten sichergestellt werden, und ihre Vertreter müssen aktiv in die Diskussionen über das Parteiprogramm einbezogen werden. Der Prozess der Parteibildung sollte umfassend debattiert und ein solides Programm ausgearbeitet werden. Man muss mit dem Bewusstsein handeln, dass eine solche Migrantenminderheiten-Partei in allen Ländern Europas notwendig ist. Zu Beginn mag eine bestimmte Migrantengruppe das Hauptgewicht bilden, doch in der Partei muss die Einheit der sozialen Schichten aller Nationalitäten unbedingt gewährleistet sein.

Im Parteiprogramm sollte die Bedeutung von Frauen und Jugendlichen spürbar sein, und die Arbeitsstrategien müssen in diesem Sinne vorbereitet werden. Es sollte als Grundsatzentscheidung akzeptiert werden, dass die Partei auf einem System der Doppelspitze (Frau und Mann) basiert.

Die Ansichten derjenigen, die die Partei ablehnen oder kritisieren, sollten berücksichtigt werden, sofern sie konstruktiv und ernsthaft sind. Unbegründeten Behauptungen und Parolen wie „Nationalismus, Rassismus oder Spaltung“ sollte jedoch kein Glaube geschenkt werden. Die herrschenden Nationen haben sich zu jeder Zeit der Geschichte gegen die Organisierung von Minderheiten ausgesprochen und die Taktik „Teile und herrsche“ angewandt. Dies war überall auf der Welt so und ist auch weiterhin der Fall.

Aus diesem Grund sollten wir nicht in Pessimismus verfallen, sondern akribisch an der Auswahl der Gründer, dem Programm und der Satzung der Partei arbeiten. Es muss in einer klaren Sprache formuliert werden, dass die Partei die Rechte der gesamten im Land lebenden Migrantenminderheit offen verteidigen wird.

15 April 2026 0 Kommentare
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