• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Flüchtlinge

Asylanträge in Deutschland auf Rekordtief – erstmals seit 2015 nicht mehr Spitzenreiter...

19 April 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Keine Arbeit für 20 Asylbewerber – warum Neuss die Vorgaben nicht erfüllt

13 April 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Die in Europa gestellten Asylanträge sind deutlich weniger geworden. In Deutschland wird...

3 März 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrationswende mit GEAS: Das ändert sich jetzt für Asylbewerber

27 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Ausreisepflichtige: Poseck verteidigt Handyortung: „Vereinbar mit EU-Recht“

26 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrantenboot kollidiert mit Küstenwache vor griechischer Insel – Polizei spricht von 14...

4 Februar 2026 0 Kommentare
Archive

Türkische Gemeinde in Deutschland: Staatsangehörigkeitsrecht ist kein Strafrecht!

von Cumali Yağmur 7 Januar 2025
von Cumali Yağmur

Türkische Gemeinde in Deutschland: Staatsangehörigkeitsrecht ist kein Strafrecht!

Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) kritisiert den Vorschlag von Friedrich Merz, straffällig gewordenen Deutschen die Staatsangehörigkeit im Nachhinein abzuerkennen. Vor dem Hintergrund des Rekordhochs rechter Straftaten erscheint die Schieflage des aktuellen Diskurses um Migration und Integration besonders unangemessen.

„Wer heute von Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit spricht, der ist nicht weit davon, morgen über die Abschiebung ganzer Gruppen zu sprechen“, sagt Gökay Sofuoğlu, Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V. „Es ist gruselig, mit was für einer Selbstverständlichkeit wir mittlerweile so abwertend über Existenzen, über Mitbürger*innen sprechen. In guten Zeiten sind wir Deutsche mit allen Rechten und Pflichten, in schlechten Zeiten lässt der Staat uns fallen wie heiße Kartoffeln. Das würde aus Menschen mit Migrationsgeschichte Deutsche auf Bewährung machen – das geht gar nicht! Das Staatsangehörigkeitsrecht ist kein Strafrecht. Wir können unter Gleichen – also unter Deutschen – nicht unterschiedliche Maßstäbe anwenden. Auch die juristischen Hürden für diesen populistischen Vorschlag scheinen laut Jurst*innen viel zu hoch zu sein, ganz zu schweigen von den demokratischen und menschlichen Hürden.“

 Aslıhan Yeşilkaya-Yurtbay, Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V., sagt: „Im Vergleich zum Vorjahr haben wir 2024 mit knapp 34.000 rechten Straftaten einen Anstieg von 17%, und das nur bis Mitte November. In Anbetracht dieser und anderer Entwicklungen sind mir die Verrohung der Debatten und die ständige Normalisierung von rechten Diskursen völlig unbegreiflich. Herr Merz hat auch Bezug auf den Anschlag von Magdeburg genommen. Allerdings war der Terrorist weder straffällig, noch deutscher Staatsbürger. Worüber reden wir hier also und warum werden Debatten absichtlich miteinander vermengt, die nicht zusammengehören? Die Politik der letzten Tage bietet viel Fläche für rechtsradikale Angriffe. Je ausgrenzender die politischen Aussagen, desto ermutigter sind rechtsextreme Kräfte. Wir müssen schleunigst damit anfangen, ein ehrliches, aber optimistischeres Bild darüber zu zeichnen, wie unsere Gesellschaft und unser Miteinander aussehen sollen.“

7 Januar 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
gztfre.png
Archive

Bürger zweiter Klasse“ – Entzug der Staatsbürgerschaft: Merz-Vorschlag stößt auf heftige Kritik

von Fremdeninfo 6 Januar 2025
von Fremdeninfo

Bürger zweiter Klasse“ – Entzug der Staatsbürgerschaft: Merz-Vorschlag stößt auf heftige Kritik

                                                                    Fokos  Online  dpa       

                                                            

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz erntet nach dem Vorschlag, Straftätern die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen, heftige Kritik. Henning Kaiser/dpa © Henning Kaiser/dpa

Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz schlägt die Möglichkeit vor, Straftätern die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen. Dafür erntet er scharfe Kritik.

Mit einem neuen Vorschlag für eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts hat der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz für Aufregung gesorgt. „Friedrich Merz spielt bewusst mit dem rechtspopulistischen Feuer und ist als Kanzler aller Deutschen nicht geeignet“, sagte die SPD-Chefin, Saskia Esken, dem „Stern“. 

Der Kanzlerkandidat der Union hatte der „Welt am Sonntag“ gesagt, die von der Ampel-Koalition beschlossene doppelte Staatsbürgerschaft sollte nicht der Regelfall sein, sondern künftig wieder auf begründete Ausnahmefälle beschränkt werden. Merz führte weiter aus: „Wir holen uns damit zusätzliche Probleme ins Land.“ Ähnliche Töne schlägt auch die CSU vor der Winterklausur in Seeon an.

Und: „Es müsste wenigstens auf der gleichen Ebene eine Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft möglich sein, wenn wir erkennen, dass wir bei straffällig werdenden Personen einen Fehler gemacht haben.“ 

Zweiklassengesellschaft? Merz-Vorschlag stößt auf Kritik

Diese Forderungen würden aus Eingebürgerten „Bürger zweiter Klasse machen“, kritisierte Esken. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sieht das ähnlich. Im Netzwerk LinkedIn schreibt er, dieser Vorschlag sei ein „Dammbruch“ und „würde zu einer Zweiklassengesellschaft bei der #Staatsbürgerschaft führen.“

Im vergangenen Juni trat die von der Ampel-Koalition beschlossene Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes in Kraft. Danach können Menschen, die in Deutschland arbeiten und gut integriert sind, schon nach fünf statt wie bisher acht Jahren deutsche Staatsangehörige werden. Sie brauchen ihre bisherige Staatsangehörigkeit dafür nicht mehr aufzugeben. Besonders gut integrierte Ausländer können bereits nach drei Jahren eingebürgert werden. Zugleich wurden die Anforderungen für das Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung verschärft.

In dem Interview war Merz nach möglichen Konsequenzen aus dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg gefragt worden. Kurz vor Weihnachten war ein 50-jähriger Mann aus Saudi-Arabien mit einem Auto über den Magdeburger Weihnachtsmarkt gerast. Bislang sind sechs Menschen gestorben, ein neunjähriger Junge sowie fünf Frauen im Alter von 45 bis 75 Jahren. Zudem gab es knapp 300 Verletzte.

6 Januar 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
kiuhztf.png
Flüchtlinge

Habeck über Syrer: Wer nicht arbeitet, wird gehen müssen

von Fremdeninfo 6 Januar 2025
von Fremdeninfo

Habeck über Syrer: Wer nicht arbeitet, wird gehen müssen

Aktualisiert am 6. Januar 2025

Quelle: dpa

                                    

ZEIT ONLINE hat diese Meldung redaktionell nicht bearbeitet. Sie wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen.

Für den Kanzlerkandidaten der Grünen, Robert Habeck, ist Arbeit das zentrale Kriterium für eine Perspektive geflüchteter Syrer in Deutschland. «Diejenigen, die hier arbeiten, die können wir gut gebrauchen», sagte er am Montag im Deutschlandfunk. Über eine Rückkehr der anderen in ihre Heimat sagte er: «Diejenigen, die hier nicht arbeiten, werden – wenn das Land sicher ist – wieder in die Sicherheit zurückkehren können oder auch müssen.»

Im Kern ähnlich hatte es zuvor auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) gesagt und dabei auch Ausbildungen und gute Integration als Kriterien genannt. Aus Sicht der Union reicht Arbeit allein nicht für einen Verbleib in Deutschland. Das Arbeitseinkommen müsse auch reichen, um gegebenenfalls die Familie zu ernähren und später eine Rente oberhalb der Grundsicherung zu beziehen, hatte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, Thorsten Frei, gesagt.

Widerspruch kam von der Grünen Jugend. «Egal ob Menschen aus Syrien arbeiten, zur Schule gehen oder Kinder erziehen: sie sollten bleiben dürfen», sagte die Chefin der Grünen-Nachwuchsorganisation, Jette Nietzard, dem Nachrichtenportal «Politico». «Wir müssen jederzeit für Menschenrechte einstehen.»

In Deutschland leben laut Bundesinnenministerium rund 975.000 Syrer. Die meisten kamen seit 2015 infolge des syrischen Bürgerkriegs. Mehr als 300.000 von ihnen haben einen subsidiären Schutztitel. Sie wurden also nicht wegen einer individuellen Verfolgung aufgenommen, sondern wegen des Bürgerkriegs in ihrer Heimat. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat kürzlich entschieden, über Asylanträge von Menschen aus Syrien wegen der dynamischen Entwicklung im Land vorerst nicht zu entscheiden.

6 Januar 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
jhzugt.png
Flüchtlinge

Grüne Jugend kritisiert Habeck-Aussage über Syrer

von Fremdeninfo 6 Januar 2025
von Fremdeninfo

                          Grüne Jugend kritisiert Habeck-Aussage über Syrer

                                                                DTS Nachritenagentur

                                                            

                                                            Jette Nietzard (Archiv) © via dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grüne Jugend hat Kanzlerkandidat Robert Habeck für seine Aussage kritisiert, dass Syrer ohne Arbeit wieder in ihr Land zurückkehren müssen, wenn dieses wieder sicher ist.

„Egal ob Menschen aus Syrien arbeiten, zur Schule gehen oder Kinder erziehen: sie sollten bleiben dürfen“, sagte die Chefin der Grünen Jugend, Jette Nietzard, dem Nachrichtenportal Politico. Die Debatte „entbehrt jeder Grundlage“. Und weiter: „Wir müssen jederzeit für Menschenrechte einstehen.“

Nietzard warf Habeck zudem vor, beim Thema Asylpolitik die Nähe zum CDU-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz zu suchen. Gestern noch habe Merz die „Ausbürgerung“ deutscher Staatsbürger und damit „die Aushöhlung des Grundgesetzes“ gefordert, sagte sie. „Das ist nicht der Zeitpunkt, um die Bündnisfähigkeit mit der CDU in diesen Fragen zu betonen“.

Habeck hatte am Montag im Deutschlandfunk Arbeit als ein zentrales Kriterium für eine Perspektive geflüchteter Syrer bezeichnet. „Diejenigen, die hier nicht arbeiten, werden – wenn das Land sicher ist – wieder in die Sicherheit zurückkehren können oder auch müssen

6 Januar 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
ölokiuzt.png
Archive

Türkei: mit Öcalan zeigt sich offen für Annäherung mit Regierung

von Fremdeninfo 5 Januar 2025
von Fremdeninfo

 

 

Türkei:  mit  Öcalan zeigt sich offen für Annäherung mit Regierung

11.02.2018, Ankara: Sırrı Süreyya Önder, Abgeordneter der damaligen Oppositionspartei HDP, spricht bei einem Parteikongress. Erstmals seit vielen Jahren gab es am Wochenende ein Treffen zwischen dem in der Türkei inhaftierten

 

 

 

 

                                        

                                           Anführer der PKK Abdullah Öcalan und prokurdischen Parteifunktionären Siri  Süreyha . Foto: Burhan Özbilici/AP/dpa

Fast zehn Jahre lang gab es kaum Bewegung im Friedensprozess zwischen mit der  PKK und der türkischen Regierung. Nun mehren sich die Zeichen für eine Annäherung.

Der inhaftierte Anführer der PKK, Abdullah Öcalan, hat sich nach dem ersten Besuch von prokurdischen Parteifunktionären seit Jahren offen für eine Annäherung mit der türkischen Regierung gezeigt. Er sei bereit, einen positiven Beitrag zum „neuen Paradigma“ von Präsident Recep Tayyip Erdoğan und dessen Regierungspartner zu leisten und gegebenenfalls einen Aufruf zu starten, hieß es in einer Mitteilung.

Öcalan dürfte sich dabei auf den jüngsten Vorstoß der Ultranationalisten der Partei MHP beziehen, dessen Chef Devlet Bahçeli überraschend eine mögliche Freilassung Öcalans thematisiert hatte, sollte die PKK die Waffen niederlegen und den terroristischen Kampf gegen die Republik einstellen. Die MHP ist Regierungspartner von Erdoğan. Beobachter werteten dies als Zeichen für den eventuellen Beginn eines neuen Friedensprozesses, aber auch eines wahltaktischen Manövers seitens der Regierung.

Die Mitteilung Öcalans wurde von den Abgeordneten der prokurdischen Partei Dem, Sırrı Süreyya Önder und Pervin Buldan, veröffentlicht. Sie durften Öcalan am Samstag nach Jahren erstmals auf der Gefängnisinsel Imralı südwestlich von Istanbul besuchen.

Letzter Friedensprozess war 2015 gescheitert

Öcalan appellierte der Mitteilung zufolge zudem an alle politischen Kreise, konstruktiv zu handeln und die Initiative zu ergreifen, damit der „Prozess“ erfolgreich sein könne. Das türkische Parlament sei dafür die wichtigste Plattform.

Der PKK-Führer sitzt seit 1999 in Haft. Die Organisation kämpft seit den 1980er Jahren gegen den türkischen Staat. Sie wird von Ankara, der Europäischen Union und den USA als Terrororganisation eingestuft und wird für den Tod von rund 40.000 Menschen verantwortlich gemacht.

Önder und Buldan waren bereits vor Jahren an Verhandlungen mit Öcalan beteiligt. Önder hatte 2013 zum kurdischen Neujahrsfest Newroz eine Erklärung des PKK-Chefs verlesen, in der dieser seine Anhänger zum Rückzug aufrief. Eine Waffenruhe war aber 2015 gescheitert.

dpa/dtj

5 Januar 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
kijuzt.png
Bildung

Lehrer mit Migrationshintergrund punkten bei Elternkontakten

von Fremdeninfo 4 Januar 2025
von Fremdeninfo

                    Lehrer mit Migrationshintergrund punkten bei Elternkontakten

                                                           Von: APA

 

                                                        

                                                           1483912752_BLD_Online.jpg © APA/dpa

Schon lange hat die Politik die Losung ausgegeben, mehr Menschen mit Migrationshintergrund in den Lehrerberuf zu bringen. An der Pädagogischen Hochschule (PH) Wien, die einen Schwerpunkt auf Diversität liegt, lag der Migrationsanteil bei Studienanfängerinnen und -anfängern zuletzt schon bei 35 Prozent. Für Rektorin Barbara Herzog-Punzenberger gibt es mehrere Vorteile, insbesondere ein größeres Potenzial für ein Vertrauensverhältnis zu den zugewanderten Eltern.

Haben Lehrende selbst Migrationshintergrund, können etwa viele kulturell bedingte Missverständnisse vermieden werden. Zwar gebe es an ihrer PH mit dem Schwerpunkt Diversitätskompetenz den Versuch, alle Studierenden auf möglichst viele Szenarien vorzubereiten und man bringt ihnen nahe, auch Dinge zu erklären, die Menschen mit österreichischen Wurzeln selbstverständlich erscheinen mögen. „Aber es ist noch einmal etwas anderes, wenn man aus der eigenen Familien weiß, was es bedeutet, diese Unterschiede zu überbrücken“, so die Rektorin im Gespräch mit der APA.

„Eltern so gut wie nie desinteressiert“

So seien Eltern „so gut wie nie desinteressiert“ am Bildungserfolg ihrer Kinder, nennt Herzog-Punzenberger eine häufige Fehlinterpretation. Wenn Eltern Schultermine nicht wahrnehmen, liege das vielmehr oft daran, dass sie mit dem System nicht vertraut sind oder glauben nicht gut genug verstehen oder kommunizieren zu können. Dann würden sie lieber jemanden hinschicken, von dem sie ausgehen, dass er das besser kann. Auch Scham, etwa wegen eigener schlechter Erfahrungen mit Schule, könne eine Rolle spielen. „Also alles Dinge, die nichts mit Desinteresse zu tun haben sondern damit, dass man sich nicht abgeholt fühlt so wie man ist.“

Es sei für den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen wichtig, dass das Lehrpersonal die Eltern auf ihre Seite hole. „Damit ich das kann, muss ich aber wissen, was die Hürden sind, damit die Eltern überhaupt Vertrauen in das System fassen können.“ Um dieses Wissen möglichst breit in den pädagogischen Berufen zu verankern, wurde an der PH Wien auch gerade eine Professur für Elternkooperation und Sozialraumorientierung geschaffen.

Lehrerausbildung noch nicht sehr divers

Insgesamt gibt es beim Thema Diversität in der Lehrerausbildung aus Herzog-Punzenbergers Sicht noch Luft nach oben. Eine Analyse der Curricula vor ein paar Jahren habe gezeigt, dass es für Lehramtsstudierende unabhängig vom gewählten Schultyp nur wenige Pflicht-Lehrveranstaltungen in dem Bereich gab. Pluralität im Zusammenhang mit Migration oder religiöse Vielfalt seien fast nirgends verpflichtend verankert gewesen. „Das ist eine große Lücke.“ Schließlich sei die gesamte Schulkultur geprägt von der Mehrheitsgesellschaft und damit müsse man bewusst umgehen. So sollten sich aus Herzog-Punzenbergers Sicht auch hier lebenden Familien mit anderem kulturellen oder religiösen Hintergrund repräsentiert sehen können, etwa indem man auch deren unterschiedliche Feste miteinander feiere.

4 Januar 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
hgztrfre.png
Politik

Syrien-Besuch: Machthaber verweigert Baerbock Handschlag

von Fremdeninfo 3 Januar 2025
von Fremdeninfo

 

                 Syrien-Besuch: Machthaber verweigert Baerbock Handschlag

                                               Berliner Morgenposdt

Außenministerin Annalena Baerbock und ihr französischer Amtskollege Jean-Noël Barrot sind vom syrischen De-facto-Herrscher Ahmed al-Scharaa empfangen worden. Der Anführer der islamistischen Rebellengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) begrüßte die im Auftrag der EU angereisten Außenminister im früheren Palast des vor rund vier Wochen gestürzten Langzeit-Machthabers Baschar al-Assad in der Hauptstadt Damaskus.

Al-Scharaa empfing Baerbock und Barrot am Eingang zum Palast am Anfang eines langen roten Teppichs. Während der Islamist wie bei der Begegnung mit Frauen für ihn üblich Baerbock nicht per Handschlag begrüßte, streckte er Barrot die Hand entgegen. Nachdem der Franzose zunächst zur Begrüßung seine rechte Hand auf die Herzgegend gelegt hatte, ergriff er dann doch kurz die Hand Al-Scharaas. 

Vor ihrer Abreise hatte Baerbock laut einer vom Außenamt veröffentlichten Mitteilung erklärt, die Reise sei „ein klares Signal an die Syrerinnen und Syrer: Ein politischer Neuanfang zwischen Europa und Syrien, zwischen Deutschland und Syrien ist möglich“. 

 

                                               

Außenministerin Annalena Baerbock wird nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen von Damaskus begrüßt. © DPA Images | Jörg Blank|Außenministerin Annalena Baerbock wird nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen von Damaskus begrüßt. © DPA Images | Jörg Blank

In der syrischen Hauptstadt will sie im Auftrag der Europäischen Union gemeinsam mit ihrem französischen Amtskollegen Jean-Noël Barrot unter anderem mit den neuen De-facto-Herrschern sprechen.

Baerbock stellt den neuen De-facto-Herrschern in Syrien Bedingungen für eine Neuaufnahme der Beziehungen zu Deutschland und der Europäischen Union. „Ein politischer Neuanfang zwischen Europa und Syrien, zwischen Deutschland und Syrien ist möglich“, erklärte die Grünen-Politikerin zu einem unangekündigten Besuch in Damaskus. Sie komme mit ihrem französischen Amtskollegen Barrot und im Namen der EU „mit dieser ausgestreckten Hand, aber auch mit klaren Erwartungen an die neuen Machthaber“ in die syrische Hauptstadt. 

Syrien: Baerbock fordert Schutz von Frauen und Minderheiten

Rund vier Wochen nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Baschar al-Assad wollen Baerbock und Barrot im Auftrag der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas Gespräche mit Vertretern der von Rebellen gebildeten Übergangsregierung führen. De-facto-Herrscher Ahmed al-Scharaa ist Anführer der islamistischen Rebellengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) und war zuvor bekannt unter seinem Kampfnamen Abu Mohammed al-Dscholani.

Lesen Sie auch: „Unfähigkeit“: Kreml distanziert sich von Ex-Diktator Assad

Barrot hatte mit Verteidigungsminister Sébastien Lecornu im nicht weit entfernten Libanon mit den dort stationierten französischen Soldaten der UN-Beobachtermission Unifil den Jahreswechsel gefeiert. Baerbock und Barrot sind die ersten EU-Außenminister, die Syrien seit Assads Sturz besuchen. 

„Den Neuanfang kann es nur geben, wenn die neue syrische Gesellschaft allen Syrerinnen und Syrern, Frauen wie Männern, gleich welcher ethnischen oder religiösen Gruppe, einen Platz im politischen Prozess einräumt, Rechte gewährt und Schutz bietet“, verlangte Baerbock. Diese Rechte müssten gewahrt werden und dürften „nicht möglicherweise durch zu lange Fristen bis zu Wahlen oder auch Schritte zur Islamisierung des Justiz- oder Bildungssystems unterlaufen werden“. 

3 Januar 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
ijhztg.png
Archive

Rückkehr nach Deutschland – Geläuterte Auswanderer: „Wir sind deutscher, als wir es uns eingestehen wollten“

von Fremdeninfo 2 Januar 2025
von Fremdeninfo

 

Rückkehr nach Deutschland – Geläuterte Auswanderer: „Wir sind deutscher, als wir es uns eingestehen wollten“

                                                    Artikel von FOCUS Online

                                                           

                                                           Ruhestand unter Palmen: Welche Städte sich für Rentner besonders eignen. imago/teutopress © imago/teutopress

Es gibt einige Menschen, die von einem Leben im Ausland träumen. Sonne, Strand, bessere Arbeitsbedingungen – das ist die Idealvorstellung. Die erfüllt sich nicht immer. Mehrere Auswanderer berichten jetzt, warum sie zurück nach Deutschland gekommen sind.

Ob aus Abenteuerlust, Liebe oder wegen einer besseren beruflichen Perspektive: Viele Deutsche zieht es ins Ausland. Oft ist die Hoffnung auf ein besseres Leben groß. Aber sie kann auch enttäuscht werden.

Dass das Gras woanders nicht zwangsläufig grüner ist, zeigt ein aktueller Bericht der „Welt“. Darin erklären Auswanderer, warum sie letztlich doch wieder zurück nach Deutschland gezogen sind.

Gelernte Krankenpflegerin kehrt aus Norwegen zurück

So zum Beispiel die 31-jährige Janine Brück. Die gelernte Krankenpflegerin wanderte nach Norwegen aus, um ihre finanzielle Lage und Arbeitssituation zu verbessern, heißt es in dem Beitrag.

Zwei Jahre lebte sie demzufolge mit ihrem Ehemann Marcel im hohen Norden. Inzwischen sind die beiden zurück in Deutschland. Sie wohnen jetzt wieder in Stuttgart.

Die Entscheidung, zurückzukehren, fiel nicht aus finanziellen Gründen, erklärte Brück der „Welt“. „Wir hatten auf einmal Geld, das wir sparen konnten – das hatten wir in Deutschland nie.“

„Wir sind vielleicht doch deutscher, als wir es uns eingestehen wollen“

Vielmehr wurden zum einen ihre beruflichen Erwartungen enttäuscht. „Ich habe gemerkt, dass die Pflege noch nie mein Beruf war und auch in Norwegen nicht ist“, so die 31-Jährige.

Zum anderen wurde die Sehnsucht nach ihrer Familie in Deutschland immer größer. So richtig einleben konnte sich Brück in Skandinavien nicht. „Die Norweger sind ein sehr verschlossenes Volk, es ist schwer als Außenstehender reinzukommen“, sagte sie der „Welt“. Letztlich stellten Brück und ihr Mann fest, „dass wir nicht die Typen dafür sind, auf Dauer im Ausland zu leben“. Der „Welt“ sagte sie: „Wir sind vielleicht doch deutscher, als wir es uns eingestehen wollen.“

Sandy Hauser kam aus ganz anderen Gründen zurück

Auch Sandy Hauser zog zurück nach Deutschland – 2020, wegen der Corona-Pandemie. Wie die „Welt“ berichtet, hatte sie vorher sieben Jahre im Ausland gelebt, unter anderem auf Bali, in Portugal und zuletzt Australien.

Die 38-jährige Zahnarzthelferin machte sich 2020 Sorgen um ihre Familie und kehrte deshalb zurück in ihre alte Heimat. Bis heute ist sie geblieben und lebt inzwischen in einer eigenen Wohnung.

Hauser hat im Ausland vieles gelernt

Im Ausland habe sie jedoch viel gelernt, erklärte Hauser. „Ich bin durch die Reisen selbstbewusster geworden, habe nicht mehr diese Angst, meine Bedürfnisse auszusprechen. Meine Arbeit muss zu meinen Vorstellungen passen.“

Sie betreut heute unter anderem den Social-Media-Auftritt eines Juweliers und kümmert sich um den Online-Auftritt einer Reiseagentur. Langfristig wolle sie aber „freier und selbstständiger“ arbeiten, so die 38-Jährige.

2 Januar 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
loikjuhztg.png
Archive

Türkei und Kurden: Wird jetzt das Ende der kurdischen PKK eingeleitet?

von Fremdeninfo 31 Dezember 2024
von Fremdeninfo

 

Türkei und Kurden: Wird jetzt das Ende der kurdischen PKK eingeleitet?

                                       Artikel von Marion Sendke

Erdoğans neue Doppelstrategie: In Nordostsyrien lässt die Türkei kurdische Milizen bekämpfen – und umwirbt gleichzeitig den inhaftierten PKK-Chef Abdullah Öcalan.

                                                          

 Trauernde tragen am 22. Dezember 2024 den Sarg einer kurdischen Kämpferin, die in der Nähe der syrischen

Stadt Kamischli bei einem türkischen Drohnenangriff getötet wurde. © Delil Souleiman/​AFP/​Getty Images

 

Der türkische Staatsfeind Nummer eins ist auf einer Insel im Marmarameer eingesperrt. Seit einem Vierteljahrhundert sitzt Abdullah Öcalan in Isolationshaft auf Imrali ein. Der türkische Staat achte streng darauf, dass es dem Gründer der Terrororganisation PKK gut gehe, heißt es seit Jahren aus Sicherheitskreisen. Denn Öcalan wird als Schlüsselfigur angesehen, um eines Tages den jahrzehntelangen Konflikt mit den kurdischen Extremisten beizulegen.

Der Zeitpunkt dürfte nun gekommen sein. Öcalan sei bereit, den „notwendigen Schritt für einen Aufruf zur Niederlegung der Waffen zu gehen“, hieß es vor wenigen Tagen von den beiden Abgeordneten der prokurdischen DEM-Partei, Sırrı Süreyya Önder und Pervin Buldan. Die türkische Justiz hatte ihnen erlaubt, Öcalan zu besuchen. Das Treffen ist historisch, der letzte Besuch von Vertretern der DEM ist etwa zehn Jahre her. Die Parteiführung bestritt stets, Verbindungen zur PKK zu haben. Unbestritten ist dagegen der Kultstatus Öcalans in der DEM. Seine Worte haben Gewicht.

Nach dem Besuch erklärten Önder und Buldan, dass der PKK-Chef einen Friedensprozess unterstützen wolle. Details nannten sie nicht. Dafür sei der Prozess zu sensibel, sagte Buldan. Die DEM-Abgeordneten seien aber hoffnungsvoller als bei früheren Prozessen. Öcalan selbst habe von einer „Ära des Friedens, der Demokratie und der Brüderlichkeit für die Türkei und die Region“ und einer Stärkung der „türkisch-kurdischen Geschwisterschaft“ gesprochen. 

Die Türkei unterdrückt die Kurden seit Jahrzehnten

Die Wortwahl ist wichtig und hat eine internationale Dimension. Denn in der Türkei ist die PKK seit Jahren kaum noch aktiv. Vereinzelte Anschläge gehen in der Regel auf ihre Ableger im Nordosten Syriens zurück. Dort ist von Öcalans „Ära des Friedens“ bisweilen nichts zu spüren. Kurdisch geführte Milizen kämpfen seit etwa drei Wochen gegen Brigaden der sogenannten Syrischen Nationalarmee, die von der Türkei unterstützt wird.

Die Lage in Nordostsyrien ist kompliziert. Im Kampf gegen den Islamischen Staat sind die USA offiziell mit der Einheit der „Syrisch Demokratischen Kräfte“ (SDF) verpartnert. Die vor allem arabische Bevölkerung im Nordosten Syriens berichtet seit Jahren, dass kurdische Militärs sie anwerben und ihnen die Lehren Öcalans beibringen würde. Diese fußen auf einer streng marxistisch-leninistischen Ideologie, weshalb Länder wie Russland oder China die PKK nie als Terrororganisation eingestuft haben.

Der türkische Staat verbindet mit Öcalans Ideologie dagegen die Gefahr, dass sich das Land spaltet. Sie unterdrückte die Kurden jahrzehntelang, ganz gleich, ob sie für oder gegen die PKK waren. Nach etwa einem halben Jahrhundert Krieg mit mehr als 40.000 Toten halte sich die Zahl der kämpfenden Frauen und Männer in der PKK konstant bei rund 10.000, heißt es aus türkischen Sicherheitskreisen. Ein Ende der Terrororganisation könne nur aus der Gruppe selbst kommen. Dafür brauche es Öcalan.

Der war 1999 vom türkischen Geheimdienst mithilfe der CIA in Kenia gefasst und in der Türkei wegen der Gründung einer terroristischen Vereinigung, Mordes und Hochverrats zum Tode verurteilt worden. Ausgerechnet die rechtsnationalistische Partei MHP trug mit ihren Stimmen dazu bei, dass die Todesstrafe abgeschafft wurde. Öcalans Strafe wandelte sich in lebenslangen Freiheitsentzug um. Seitdem trat er vor allem dann in Erscheinung, wenn der türkische Staatspräsident ihn benutzte, um sich die Unterstützung der Kurden im Land zu sichern. Vor Wahlen ließ Recep Tayyip Erdoğan etwa Briefe veröffentlichen, in denen der PKK-Führer indirekt für ihn warb. Als Öcalan 2015 die PKK aufforderte, die Waffen abzulegen, hoffte Erdoğan, zum Friedensfürst zu werden. Doch die Milizen widersetzten sich. Ihre Ableger in Syrien waren beseelt von selbsterklärter Autonomie und der Partnerschaft mit den USA.

Danach wurde es ruhig um Öcalan. Erst vor drei Monaten brachte MHP-Chef Devlet Bahçeli ihn wieder auf die Tagesordnung. „Er soll ins Parlament kommen und erklären, dass der Terror beendet und die PKK aufgelöst ist“, forderte Bahçeli und überraschte damit Nationalisten wie Anhänger der prokurdischen DEM-Partei gleichermaßen. Einen Tag später gab es einen Terroranschlag in Ankara. Ein Flügel der PKK bekannte sich dazu, die alte Ordnung schien wieder hergestellt. Doch Bahçeli ließ nicht locker und sagte Ende Oktober: „Ein Türke, der die Kurden nicht liebt, ist kein Türke und ein Kurde, der die Türken nicht liebt, ist kein Kurde.“ Erdoğan wiederholte den Satz daraufhin, während sein Außenminister die Türkei zur einzigen Beschützerin Kurden in der Region erklärte.

Wenige Wochen nach der Charmeoffensive stürzte Syriens Diktator Baschar al-Assad. Kurdische Milizen hatten bis dahin mit ihm kooperiert. Seitdem das Regime nicht mehr ist und die USA über einen Teilrückzug aus dem Land nachdenken, gibt es ein heimliches Gerangel um die kurdische Führung. Israels Regierung hat sich Anfang Dezember deutlich zu den Kurden Syriens bekannt. Die Türkei fürchtet nun, dass diese zu Proxys für israelische Interessen werden und will selbst ein neues Verhältnis zu ihnen aufbauen. Die Regierung zeigte sich sogar bereit, eine neue, autonome Region der Kurden in Syrien zu akzeptieren – nur nicht unter der Führung von PKK-nahen Funktionären.

Um das zu erreichen, setzt die Türkei auf eine Doppelstrategie: militärischer Druck in Syrien und Dialog mit Öcalan zu Hause. Im Hintergrund wird seit Wochen verhandelt. Mitte Dezember teilte SDF-Chef Mazlum Abdi in Syrien mit, ausländische Kämpfer würden das Land verlassen werden, wenn es mit der Türkei eine Einigung gebe. Parallel sucht die kurdische Militärführung einen Schulterschluss mit der syrischen Interimsregierung, die der islamistischen Miliz Hayat Tahrir al-Scham nahesteht. Deren Führer Ahmed al-Scharaa wiederholte bisher aber nur die Forderungen der Türkei: Ausweisung der ausländischen Kämpfer, Trennung von PKK-nahen Funktionären und Niederlegung der Waffen.

Der Höhenflug kurdisch geführter Milizen in Syrien scheint vorbei zu sein. In ihren Gebieten protestieren Teile der mehrheitlich arabischen Bevölkerung seit Wochen gegen sie. Auch jenseits der Grenze wünschen sich viele Kurden und Türken ein Ende des jahrzehntelang politisch geschürten Hasses. Sollte Öcalan seine aktuelle Ankündigung umsetzen und ein de facto Ende der PKK fordern, dürfte seine Stimme mehr Gewicht haben als vor neun Jahren

31 Dezember 2024 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Nach Wahlempfehlung: Fordert Elon Musk jetzt AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel zum Duell heraus?

von Cumali Yağmur 30 Dezember 2024
von Cumali Yağmur

 Nach Wahlempfehlung: Fordert Elon Musk jetzt AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel zum Duell heraus?

 

                       Welt am Sonntag

Ein Gastbeitrag des Unternehmers Elon Musk in der Welt am Sonntag sorgt derzeit für Wirbel. In diesem wirbt er für die AfD. Jetzt könnte noch ein direkter Austausch folgen.

Sophie-Marie Schulz

Treffen AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel und der amerikanische Unternehmer Elon Musk bald in einem Livestream auf X aufeinander?Fotoillustration: BLZ. Fotoquelle: dpa

Versucht der amerikanische Milliardär Elon Musk den deutschen Bundestagswahlkampf zu beeinflussen? Wird er möglicherweise dafür sorgen, dass die Umfragewerte der AfD weiter steigen? Seit der Veröffentlichung eines Gastbeitrags des Unternehmers in der Welt am Sonntag wird darüber wild diskutiert. In seinem Meinungsbeitrag bezeichnet Musk die Alternative für Deutschland als den „letzten Funken Hoffnung für dieses Land“.

Der Beitrag sorgte nicht nur unter Politikern für Entrüstung. Die Leiterin des Welt-Meinungsressorts, Eva Maria Kogel, kündigte, da sie mit der Veröffentlichung nicht einverstanden war. Doch jetzt scheint Musk sogar noch einen Schritt weiter zu gehen, er könnte sich nach einem Dialog auf X wohl vorstellen, die AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel zu interviewen.

Musk liefert Beweis für Deutschlands Doppelmoral: Meinungsfreiheit ja, aber nur für Mitläufer

Auf X interviewte Elon Musk im Wahlkampf Donald Trump

Auch im Wahlkampf in den USA ergriff Elon Musk eindeutig Partei: Er unterstützte Donald Trump nicht nur finanziell, sondern warb öffentlichkeitswirksam für dessen Wahl. Auf X führte Musk ein Livestream-Interview mit Trump, das von mehreren Millionen Nutzern live verfolgt wurde. Wenige Monate später gewann Trump die Wahl, obwohl er in den Umfragen hinter seiner Rivalin Kamala Harris gelegen hatte. Ob das digitale Interview dabei ausschlaggebend war, bleibt unklar. Dennoch plant Musk offenbar, dieses Format fortzusetzen – allerdings nicht in den USA, sondern in Deutschland.

Auf X schrieb jetzt ein Nutzer an Elon Musk gerichtet: „Du solltest ein Live X mit Alice Weidel von der AfD machen. Sie werden ihren Verstand verlieren.“ Mit „sie“ scheint der Nutzer auf deutsche Medien und Politiker anzuspielen, wohl angesichts der kontroversen Reaktionen auf Musks Gastbeitrag.

Musk antwortete sogar mit einem „o.k.“ – das ist aber weder eine klare Zusage noch eine Absage. Ob es tatsächlich zu einem Gespräch mit der AfD-Kanzlerkandidatin kommt, bleibt ungewiss. Fest steht jedoch: Ein solches Interview würde für erhebliches Aufsehen sorgen, unabhängig von seiner Ausgestaltung.

Der Kanzlerkandidat der Union, Friedrich Merz, übte nach der Veröffentlichung des Beitrags in der Welt am Sonntag harsche Kritik an Musks Wahlaufruf: „Ich kann mich nicht erinnern, dass es in der Geschichte der westlichen Demokratien einen vergleichbaren Fall der Einmischung in den Wahlkampf eines befreundeten Landes gegeben hat.“ Er bezeichnete Musks Äußerungen im Text als „übergriffig und anmaßend“.

Lars Klingbeil, der Parteivorsitzende der SPD, verglich Musks Äußerungen gegenüber der Funke-Mediengruppe mit dem Verhalten des russischen Präsidenten Wladimir Putin: „Elon Musk versucht nichts anderes als Wladimir Putin. Beide wollen unsere Wahlen beeinflussen und unterstützen gezielt die Demokratiefeinde der AfD. Sie wollen, dass Deutschland geschwächt wird und ins Chaos stürzt

30 Dezember 2024 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Neuere Beiträge
Ältere Beiträge

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025
  • Begegnungen am Radweg: Eine Geschichte von Mensch, Natur und einem besonderen Rabenfreund

    23 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Verwaltung ohne Diskriminierung: „Rassismuskritik ist ein Handlungsauftrag“

    22 April 2026
  • Wie wird Wohnen wieder bezahlbar

    22 April 2026
  • Erste türkeistämmige Rektorin: Fatma Deniz als TU-Präsidentin ins Amt eingeführt

    22 April 2026
  • Demokratie in Deutschland – nur für die „herrschende Nation“?

    22 April 2026
  • Ausländerbeiräte: Interessenvertretungen kämpfen mit geringer Beteiligung

    21 April 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Hülya İri muss für jeden Cent der Fördergelder Rechenschaft ablegen

9 April 2026

Neueste Artikel

Betrugsprozess gegen falsche Polizistinnen: Verfahrensstart verzögert
28 Dezember 2025
Wiesbadener Ausländerbeirat kritisiert Razzia in der Wellritzstraße als unverhältnismäßig
28 Dezember 2025
ELF Europa Liste Frankfurt: Bilanz 2025 und Vision für die Wahl 2026
28 Dezember 2025

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff
14 Oktober 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung