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Flüchtlinge

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4 Februar 2026 0 Kommentare
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Nationale Minderheiten in Deutschland

von Fremdeninfo 16 Januar 2025
von Fremdeninfo

                Nationale Minderheiten in Deutschland

                   Für die Gerechtlickeit

Nationale Minderheiten genießen durch den Bund und die Länder einen besonderen Schutz und erhalten eine spezifische Förderung.

In Deutschland leben vier durch den Deutschen Bundestag und den Bundesrat gesetzlich anerkannte nationale Minderheiten:

  • die dänische Minderheit
  • die friesische Volksgruppe
  • die deutschen Sinti und Roma
  • das sorbische Volk

Als nationale Minderheiten werden jene Gruppen der Bevölkerung angesehen, die folgenden Kriterien entsprechen:

  • deutsche Staatsangehörigkeit der Angehörigen
  • Unterscheidung vom Mehrheitsvolk durch eine eigene Sprache, Kultur und Geschichte; eigene Identität
  • Wille zur Bewahrung dieser Identität
  • traditionell, in der Regel seit Jahrhunderten, in Deutschland heimisch
  • innerhalb Deutschlands in angestammten Siedlungsgebieten ansässig

Während die dänische Minderheit, die friesische Volksgruppe und das sorbische Volk traditionell in bestimmten, geografisch fest umrissenen Regionen Deutschlands siedeln, leben die deutschen Sinti und Roma traditionell – meist in kleinerer Zahl – nahezu in ganz Deutschland.

Das Merkmal der traditionellen Ansiedlung auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland unterscheidet die nationalen Minderheiten von Zuwanderergruppen. Diese sind nicht traditionell in Deutschland heimisch. Bevölkerungsgruppen, die ursprünglich als Zuwanderer in das heutige Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland gekommen sind, haben daher in Deutschland nicht den Status einer nationalen Minderheit.

Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland betrachtet sich – anders als in einigen anderen Staaten – nicht als nationale Minderheit, sondern als Glaubensgemeinschaft.

Keine staatliche Erfassung der Angehörigen nationaler Minderheiten

Zahlenangaben über nationale Minderheiten in Deutschland beruhen heutzutage nur auf Schätzungen. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges werden in der Bundesrepublik Deutschland generell keine bevölkerungsstatistischen und sozioökonomischen Daten auf ethnischer Basis erhoben.

Hintergrund dessen ist zum einen die Verfolgung solcher Minderheiten während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Zum anderen bestehen völkerrechtliche Bedenken. Das Rahmenübereinkommen des Europarates zum Schutz nationaler Minderheiten legt fest: „Jede Person, die einer nationalen Minderheit angehört, hat das Recht, frei zu entscheiden, ob sie als solche behandelt werden möchte oder nicht; aus dieser Entscheidung oder der Ausübung der mit dieser Entscheidung verbundenen Rechte dürfen ihr keine Nachteile erwachsen.

Nationale Minderheiten in Deutschland – Minderheitensprachen und Regionalsprache Niederdeutsch Typ: Download ​ , Datum: 20.11.2024

Die Broschüre stellt die vier in Deutschland anerkannten nationalen Minderheiten mit ihrer jeweiligen Geschichte, Kultur und Sprache sowie Herkunft, Entwicklung und Besonderheiten der Regionalsprache Niederdeutsch vor. Der Anhang der Broschüre enthält Informationen zu Einrichtungen und Gremien für Minderheitenfragen und zu rechtlichen Grundlagen sowie Adressen von Verbänden, Interessenvertretungen und sonstigen Einrichtungen.

Schutz und Förderung der nationalen Minderheiten in Deutschland

Der besondere rechtliche Status der nationalen Minderheiten und ihrer Sprachen sowie der Regionalsprache Niederdeutsch beruht im Wesentlichen auf zwei Abkommen des Europarates. Sie genießen in Deutschland Verbindlichkeit:

  1. Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten
  2. Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen

In beiden Abkommen ist ein besonderer Schutz festgeschrieben. Dieser wird durch Gesetze und Verwaltungshandeln auf Bundes- und auf Landesebene konkretisiert und umgesetzt.

Eine besondere Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die finanzielle Förderung der nationalen Minderheiten durch den Bund und die Länder. Alle vier nationalen Minderheiten in Deutschland erhalten von der Bundesregierung finanzielle Mittel zur Pflege ihrer Sprache und Kultur. Auch die Bundesländer, in denen die Minderheiten traditionell heimisch sind, tragen mit eigenen Finanzmitteln zur Förderung der nationalen Minderheiten bei. Die Regionalsprache Niederdeutsch wird ebenfalls vom Bund und den Ländern finanziell gefördert.

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In Mittel- und Osteuropa sowie in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion leben zahlreiche Angehörige deutscher Minderheiten. Schwerpunkte der deutschen Minderheitenpolitik sind …

Der Schutz der nationalen Minderheiten in Deutschland sowie ihrer Sprachen wird durch Vorschriften des deutschen Rechts als auch durch internationale Abkommen gewährleistet.

Es ist auch wichtig:

Ein wichtiger Schritt war dabei die am 1. November 1995 in Straßburg vom Europarat unterzeichnete Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten. Ziel dieser Konvention, die später von den Parlamenten der Mitgliedsstaaten ratifiziert wurde, ist der Schutz der Rechte nationaler Minderheiten. In dieses Abkommen sind auch die in Deutschland und den Niederlanden lebenden Friesen einbezogen. Im Rahmen dieses Abkommens erkannte Nordmazedonien die Türken am 26. Juli 1996 an. Allerdings sollten in diesen Rahmen auch alle in Europa lebenden Einwanderer einbezogen werden.

16 Januar 2025 0 Kommentare
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„Halten unser Land am Laufen“: Faeser verlangt mehr Respekt für gut integrierte Migranten

von Fremdeninfo 16 Januar 2025
von Fremdeninfo

„Halten unser Land am Laufen“: Faeser verlangt mehr Respekt für gut integrierte Migranten

                                                                    Von:dpa

                                                  

                                                          Nancy Faeser (SPD), Bundesministerin für Inneres und Heimat © dpa

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) fordert mehr Respekt für gute integrierte Migranten. Fast 25 Millionen Menschen und damit fast 30 Prozent der Menschen in Deutschland hätten einen Migrationshintergrund. „Sie sind bereits lange selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft und halten in vielen Bereichen unser Land am Laufen – in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, in Betrieben und der Industrie. Was diese Menschen leisten, verdient mehr Respekt“, sagte die SPD-Politikerin der „Rheinischen Post“

Faeser kritisiert Merz-Vorschlag

Faeser kritisierte den Vorschlag von CDU-Chef Friedrich Merz, Straftätern mit Doppelpass die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen. Das führe zu einem Gefühl, dass es Bürger erster und zweiter Klasse gebe. „Das ist eine Diskussion auf dem Rücken von Menschen, die sich das Leben in Deutschland hart erarbeitet haben“, sagte Faeser. Die Forderung der AfD nach „Remigration“, also Rückführungen im großen Stil, wertete die Ministerin als „Menschenverachtung“ und schädlich für den Standort Deutschland.

Das Bundeskabinett berät heute über den Migrationsbericht 2023 des Bundesinnenministeriums und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf).

16 Januar 2025 0 Kommentare
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Migration: Irreguläre Einwanderung geht stark zurück

von Fremdeninfo 14 Januar 2025
von Fremdeninfo

                          Migration: Irreguläre Einwanderung geht stark zurück

                                                                            Artikel von , Reuters ,dpa

                                                                   

ARCHIV – Ein Boot mit Flüchtlingen aus Nordafrika nähert sich am 09.04.2011 der süditalienischen Insel Lampedusa. Der Flüchtlingsstrom aus Nordafrika beschäftigt am Montag (11.04.2011) die EU-Innenminister bei ihrem Treffen in Luxemburg. Mindestens 22 000 Flüchtlinge sind seit Beginn der politischen Unruhen in Nordafrika im Januar allein auf der italienischen Insel Lampedusa angekommen. EPA/ETTORE FERRARI +++(c) dpa – Bildfunk+++ data-portal-copyright=

In Libyen und Tunesien werden Schleuser stärker bekämpft. Das zeigt laut Frontex Wirkung: Weniger Migranten kommen aus Nordafrika nach Europa. Dafür steigen die Zahlen über andere Routen.

Die Zahl der 2024 irregulär in die EU gelangten Migranten ist nach Angaben der europäischen Grenzschutzagentur Frontex stark rückläufig. Demnach fiel sie auf gut 239.000 und damit um 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie Frontex am Dienstag mitteilte. Dies sei auch der niedrigste Wert seit 2021, als die Migrationsbewegungen noch durch die Corona-Pandemie eingeschränkt waren.

Frontex führte den Rückgang vor allem auf die verstärkte Zusammenarbeit der EU und ihrer Partner gegen Schleusernetzwerke zurück. Über die zentrale Mittelmeerroute seien 59 Prozent weniger Menschen in die EU gekommen, so Frontex. Grund seien weniger Abfahrten aus Tunesien und Libyen gewesen.

Auf der Westbalkanroute habe es dank der Anstrengungen der Länder in der Region einen Rückgang um 78 Prozent gegeben.

Auf der östlichen Mittelmeerroute habe es mit 69.400 jedoch 14 Prozent mehr Fälle irregulärer Grenzübertritte gegeben. Die über diese Routen eingereisten Migranten stammten vor allem aus Syrien, Afghanistan und Ägypten. Auch über die EU-Grenzen zu Belarus und Russland kommen mehr Menschen irregulär in die EU. Die Zahl stieg hier Frontex zufolge um 192 Prozent auf 17.000.

Die Zahl der Migranten, die über die westafrikanische Route zu den Kanarischen Inseln gelangten, stieg den Angaben zufolge um 18 Prozent. Die Ankünfte erreichten hier im vergangenen Jahr fast 47.000. Ausgangspunkt war vor allem Mauretanien.

14 Januar 2025 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Faeser will syrischen Flüchtlingen „Erkundungsreisen“ ermöglichen

von Fremdeninfo 14 Januar 2025
von Fremdeninfo

Faeser will syrischen Flüchtlingen „Erkundungsreisen“ ermöglichen

                                            dpa

Reisen syrische Flüchtlinge in ihr Heimatland, verlieren sie in Deutschland normalerweise den Schutzstatus. Die Bundesregierung erwägt nun, ihnen eine einmalige Reise zu ermöglichen, um die Lebensbedingungen vor Ort erkunden zu können.

 

                                                  

                                                   Faeser will syrischen Flüchtlingen „Erkundungsreisen“ ermöglichen © Sebastian Gollnow/dpa

Faeser will syrischen Flüchtlingen „Erkundungsreisen“ ermöglichen

Reisen syrische Flüchtlinge in ihr Heimatland, verlieren sie in Deutschland normalerweise den Schutzstatus. Die Bundesregierung erwägt nun, ihnen eine einmalige Reise zu ermöglichen, um die Lebensbedingungen vor Ort erkunden zu können.

Faeser will syrischen Flüchtlingen „Erkundungsreisen“ ermöglichen © Sebastian Gollnow/dpa

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hält es für sinnvoll, syrischen Flüchtlingen eine einmalige Reise in ihr Herkunftsland zu gestatten ohne Auswirkungen auf ihren Schutzstatus in Deutschland. „Es ermöglicht erst freiwillige Rückkehr nach Syrien, wenn sich Menschen auch ein Bild machen können, ob Häuser noch stehen, ob Familienangehörige zum Teil noch leben, zu denen vielleicht lange kein Kontakt mehr bestand und ob sie in ihrer Heimat wirklich sicher sind“, sagte Ministeriumssprecher Maximilian Kall in Berlin. Faeser sehe dies ähnlich wie Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne).

Das Innenministerium prüfe daher gemeinsam mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) „pragmatische Wege“, damit Menschen, die einmal schauen wollten, wie die Bedingungen vor Ort sind, nach Deutschland zurückkommen könnten und durch die Reise nicht den Schutzstatus abgesprochen bekämen, sagte der Sprecher. Auf Nachfrage erklärte er, bei den Überlegungen für eine Sonderregelung gehe es um eine einmalige Reise nach Syrien.

Baerbock hatte gesagt, nach dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad müsse Flüchtlingen Gelegenheit gegeben werden, vor Ort zu erkunden, ob sich für sie eine dauerhafte Rückkehrmöglichkeit eröffne. Dafür sollte es eine Ausnahmegenehmigung geben. Nach Auffassung des Bundesinnenministeriums ist dafür keine Gesetzesänderung notwendig.

Wenn Schutzberechtigte in ihre Herkunftsländer reisen, gilt die gesetzliche Vermutung, dass die Voraussetzungen für den Schutz nicht mehr vorliegen. Ausnahmen gibt es nur, wenn die Reise „sittlich zwingend geboten ist“ – etwa bei schweren Krankheiten oder Todesfällen von Familienangehörigen. Ansonsten droht der Verlust des Schutzstatus. Außerdem muss die Reise der Ausländerbehörde vorab angezeigt werden.

Zahl der Syrer in Deutschland nahm zuletzt leicht zu

In den zurückliegenden zwei Monaten hatte sich die Zahl der Syrer, die in Deutschland leben, noch einmal leicht erhöht – obwohl ein Teil von ihnen inzwischen die Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllt, und von dieser Möglichkeit auch Gebrauch macht. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums hielten sich Ende Oktober laut Ausländerzentralregister 974.136 syrische Staatsgehörige in Deutschland auf. Mit Stichtag 31. Dezember lebten hierzulande 975.061 Syrer, wie ein Sprecher mitteilte.

Darunter waren den Angaben zufolge 10.231 Ausreisepflichtige, von denen 9.156 geduldet waren. Geduldete sind Menschen, die ausreisepflichtig sind, aber aus bestimmten Gründen nicht abgeschoben werden können – etwa weil sie keine Ausweisdokumente haben oder krank sind. Die Duldung ist immer befristet.

Da wäre dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet“

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bezeichnete Faesers Vorschlag als „abenteuerlich“: „Die Entscheidung, ob die veränderten Verhältnisse in Syrien zu einem Widerruf des Schutzstatus führen, muss bei den deutschen Behörden verbleiben. Bundesinnen- und Bundesaußenministerin vermitteln aber den Eindruck, als könnten dann Syrerinnen und Syrer selbst entscheiden, ob es ihnen daheim noch gefällt oder nicht. Da wäre dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet“, sagte er der dpa in München.

 

14 Januar 2025 0 Kommentare
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Flüchtlinge

EU-Staaten nehmen nur Bruchteil von Migranten aus Deutschland zurück

von Fremdeninfo 13 Januar 2025
von Fremdeninfo

EU-Staaten nehmen nur Bruchteil von Migranten aus Deutschland zurück

                                                 Artikel von Afa

                                         

Mehrere EU-Staaten haben im vergangenen Jahr nur einen Bruchteil derjenigen Migranten aus Deutschland zurückgenommen, für die sie eigentlich zuständig wären. Im Fall Italiens waren es laut Behördenangaben nur drei bei 12.841 Übernahmeersuchen. © Carsten Koall

Mehrere EU-Staaten haben im vergangenen Jahr nur einen Bruchteil derjenigen Migranten aus Deutschland zurückgenommen, für die sie eigentlich zuständig wären. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) bestätigte am Montag von der „Bild“-Zeitung verbreitete Daten. Demnach stellte Deutschland 2024 an Italien 12.841 Übernahmeersuchen; 10.402 von ihnen wurden genehmigt – aber nur drei Migranten wurden tatsächlich aus Deutschland nach Italien überführt.

Auch andere EU-Staaten wie Griechenland, Bulgarien und Kroatien nahmen den Bamf-Zahlen zufolge im vergangenen Jahr nur ganz wenige der Migranten zurück, für die sie eigentlich zuständig wären. Nach den sogenannten Dublin-Regeln der EU ist grundsätzlich derjenige Mitgliedstaat für das Asylverfahren zuständig, in dem die Antragssteller zuerst europäischen Boden betreten haben.

Laut Bamf stellte Deutschland an Griechenland 15.453 Übernahmeersuchen, nur 219 wurden akzeptiert – und lediglich 22 Migranten wurden tatsächlich von Deutschland nach Griechenland überstellt.

Von den 8090 von Deutschland an Bulgarien gestellten Übernahmeersuchen wurden 3297 akzeptiert, aber nur 290 Personen überstellt. An Kroatien stellte Deutschland 14.068 Übernahmeersuchen, 12.932 Ersuchen wurde von Kroatien zugestimmt, 533 Migranten wurden tatsächlich überstellt.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann forderte in der „Bild“ angesichts der Zahlen einen „Politikwechsel in der Migrationspolitik“. Die Bamf-Zahlen sprächen für sich, sagte Linnemann und fügte an: „Wir müssen die illegale Migration nach Deutschland stoppen und an den deutschen Grenzen zurückweisen.“

13 Januar 2025 0 Kommentare
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Politik

Türkei weist möglichen Einsatz französischer Soldaten in Syrien zurück

von Fremdeninfo 11 Januar 2025
von Fremdeninfo

 

               Türkei weist möglichen Einsatz französischer Soldaten in Syrien zurück

                                                                  Artikel von AFP

                                   

Die Türkei hat einen möglichen Einsatz französischer Soldaten in Syrien zurückgewiesen. „In dieser Frage reden wir nur mit den USA und nicht mit Ländern, die sich hinter den USA verstecken“, sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan. © Ozan KOSE

Die Türkei hat einen möglichen Einsatz französischer Soldaten in Syrien zurückgewiesen. „In dieser Frage reden wir nur mit den USA und nicht mit Ländern, die sich hinter den USA verstecken“, sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan am Freitag in Istanbul auf eine Journalistenfrage nach einem möglichen Einsatz von französischen und US-Soldaten im syrischen Grenzgebiet zur Türkei. 

Wenn Frankreich etwas tun sollte, dann sollte es seine eigenen Staatsbürger zurückholen und sie in die eigenen Gefängnisse stecken“, fügte er hinzu. Frankreich hatte sich lange geweigert, französische Frauen und Kinder zurückzuholen, die in Gefangenenlagern für mutmaßliche Dschihadisten im Nordosten Syriens festgehalten werden. Im vergangenen Jahr organisierten die Behörden mehrere Rückholflüge. 

Frankreich und die USA wollen die Türkei derzeit davon abhalten, militärisch gegen die von Kurden geführte Gruppe Demokratische Kräfte Syriens (SDF) vorzugehen, die 2019 beim Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) eine entscheidende Rolle gespielt hatte. 

Die Türkei betrachtet die kurdischen YPG-Einheiten, die zu den SDF zählen, als Ableger der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die von Ankara wie von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird. Die PKK kämpft in der Türkei seit Jahrzehnten gewaltsam gegen die türkische Armee und für die Rechte der Kurden.

Die Türkei droht den kurdischen Kräften in Syrien mit einem Militäreinsatz, sollten sie Ankaras Forderungen nach einem Rückzug  nicht nachkommen. „Wir haben regelmäßig betont, dass wir mit dieser Bedrohung nicht leben können. Wenn sich niemand darum kümmert, werden wir es selber tun“, sagte Fidan. Die Türkei habe „die Fähigkeit und die Entschlossenheit, jede Bedrohung für ihr Überleben an der Quelle zu beseitigen“, fügte er hinzu. 

11 Januar 2025 0 Kommentare
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Archive

Scholz kritisiert Merz-Vorstoß zum deutschen Pass

von Cumali Yağmur 10 Januar 2025
von Cumali Yağmur

                                 Scholz kritisiert Merz-Vorstoß zum deutschen Pass

                                                                       Von:dpa

Will im Amt bleiben: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

 
Unions-Kanzlerkandidat Merz hat mit seinem Vorstoß für eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts für Aufregung gesorgt. Jetzt äußert sich sein Hauptkonkurrent im Wahlkampf dazu.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat den Vorstoß des CDU/CSU-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz für eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts als „falsch“ zurückgewiesen. Er sei „sehr bedrückt“ über den Vorschlag des CDU-Chefs, denn er bedeute „Rückschritt, wo eigentlich ein großer Fortschritt in Deutschland gerade erreicht worden ist“, sagte Scholz in Ludwigsfelde bei Berlin.

Merz will doppelte Staatsbürgerschaft einschränken

Merz hatte in einem Interview der „Welt am Sonntag“ gesagt, die von der Ampel beschlossene doppelte Staatsbürgerschaft sollte nicht der Regelfall sein, sondern künftig wieder auf begründete Ausnahmefälle beschränkt werden. Merz führte weiter aus: „Wir holen uns damit zusätzliche Probleme ins Land.“

 

Und: „Es müsste wenigstens auf der gleichen Ebene eine Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft möglich sein, wenn wir erkennen, dass wir bei straffällig werdenden Personen einen Fehler gemacht haben.“

Scholz verweist auf Fachkräftemangel

Scholz verwies darauf, dass ein modernes Staatsangehörigkeitsrecht dazu beitrage, den Fachkräftemangel in Deutschland zu beheben. „Wir brauchen die Möglichkeit, auch in Zukunft tolle Leute aus anderen Ländern in Deutschland mit anpacken zu lassen“, sagte Scholz bei einem Besuch in seinem Wahlkreis.

Andernfalls würden Arbeitskräfte im Gesundheitssystem, aber auch in der Logistik oder der Industrie fehlen. Gleichzeitig müsse die irreguläre Migration aber weiter begrenzt werden.

10 Januar 2025 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Syrien-Flüchtlinge: Grüne fassungslos über Abschiebe-Debatte – „Es ist eklig“

von Fremdeninfo 8 Januar 2025
von Fremdeninfo

Syrien-Flüchtlinge: Grüne fassungslos über Abschiebe-Debatte – „Es ist eklig“

                    Artikel von Marcel Görmann

Kaum ist Diktator Baschar al-Assad selbst aus Syrien geflohen, haben islamistische Rebellen die Macht übernommen und noch während Menschen aus Geheimzellen aus den Foltergefängnissen befreit werden, ist in Deutschland die Debatte losgegangen, ob nun Hunderttausende Syrer in ihre Heimat zurückkehren werden.

Experten wie Gerald Knaus sehen die Chancen für eine Asyl-Wende, Politiker von AfD und CDU, wie Jens Spahn, fordert Rückführungen, Charterflüge und auch Startgelder als Lockmittel für die freiwillige Auswanderung. Das Motiv: Die Mehrheit aller Syrer in Deutschland ist auf Sozialleistungen angewiesen und gilt als nicht integriert. Zwar stieg auch in dieser Gruppe in den vergangenen Jahren der Anteil der regulär Erwerbstätigen auf über 200.000 an, aber rund 55 Prozent aller Syrer bezogen zuletzt noch Bürgergeld.

Grüne entsetzt: Hofreiter und Trittin wettern über Abschiebe-Gedanken

Ganz anders aber blicken die Grünen auf die prompte Asyl-Diskussion. Sie sind entsetzt über das Tempo. Das laufe alles andere als empathisch ab, zumal noch unklar ist, wie sich die Menschenrechte in Syrien entwickeln werden. Unter Assad hielten die Grünen Rückführungen für nicht durchführbar, nach Assads Sturz erst recht nicht.

Ex-Bundesminister Jürgen Trittin meint sogar: „Es ist eklig, wie CDU und CSU nichts anderes im Kopf haben, als Syrerinnen und Syrer zu remigrieren. Sie können sich nicht einmal einen Tag über das Ende eines Terrorregimes freuen. Um dann zu helfen, dass das neue Syrien sich stabilisiert.“

Auch Ex-Fraktionschef Anton Hofreiter hat kein Verständnis für die Debatte um die deutsche Migrationspolitik und ein härteres Vorgehen gegen syrische Geflüchtete in dieser Situation. Das sei „völlig fehl am Platz“, so der Grüne gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Rückführungen nach Syrien: Unpassende Diskussion zur Weihnachtszeit?

 

                              

Seine Parteifreundin, die frühere Sozial-, Integrations- und Gesundheitsministerin von Brandenburg, Ursula Nonnenmacher erinnert via X an die aktuelle Weihnachtszeit: „Syrien liegt in Trümmern, die politische Lage ist labil, aber klar, jetzt muss zum Fest der Nächstenliebe erst mal kräftig abgeschoben werden.“

Auch Grünen-Chefin Franziska Brantner tritt auf die Bremse. Man könne nur hoffen, dass man nicht von einem Regime „in die nächste Radikalen-Regierung“ komme. An den „Kollegen Spahn“ gab sie in einer Pressekonferenz den Hinweis, „dass es Kampfeshandlungen in dem Land gibt“.

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Duisburger Tafel-Chef über Lage in Syrien: „Für jeden, der erstmal nicht gehen möchte, Verständnis“

Was die Grünen allerdings als Teil der Rest-Regierung mittragen, ist die Aussetzung der Entscheidungen über Asylanträgen von Syrern. Das Bundesamt für Migration, dass dem Innenministerium untersteht, hatte am Montag (9. Dezember) verkündet, dass aufgrund der unklaren Lage in Syrien zunächst keine Anträge mehr final bearbeitet werden.

Lauterbach mahnt: „6.000 Ärzte aus Syrien“

Mittlerweile hat sich auch SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach in die Diskussion eingebracht. Über X erinnert er daran, dass rund 6.000 Ärzte aus Syrien in Deutschland arbeiten. „Sie sind voll integriert und für die Versorgung unabkömmlich. Eine parteipolitische Wahlkampfdebatte für schnellstmögliche Abschiebungen (‚Charterflüge‘) muss diese Menschen zutiefst enttäuschen und verunsichern

8 Januar 2025 0 Kommentare
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Türkei droht YPG-Miliz in Syrien mit Offensive

von Fremdeninfo 8 Januar 2025
von Fremdeninfo

Türkei droht YPG-Miliz in Syrien mit Offensive

                                         Artikel von Reuter

                        

ARCHIV: Ein Junge geht in Qamischli an Zeichnungen an einer Wand vorbei, die Fahnen der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) und der Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) zeigen in Qamishli, Syrien, 16. Dezember 2024. REUTERS/Orhan Qereman/File Photo © Thomson Reuters

Ankara (Reuters) – Die Türkei droht der kurdischen YPG-Miliz in Syrien mit einem Angriff.

Die Regierung in Ankara werde eine grenzüberschreitende Offensive gegen die Miliz im Nordosten Syriens starten, wenn die Gruppe die Forderungen Ankaras nicht erfülle, sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan am Dienstag in einem Interview. Er forderte die neuen syrischen Machthaber auf, das Problem zu lösen. Die Türkei hat bereits mehrere Militäroffensiven in Nordsyrien geführt, die sich auch gegen die YPG richteten. Ankara sieht in der YPG einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und betrachtet beide als Terrororganisationen. Seit dem Sturz des ehemaligen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im vergangenen Monat durch Rebellen, von denen einige von der Türkei unterstützt werden, fordert Ankara, dass sich die YPG auflöst.

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ARCHIV: Der türkische Präsident Tayyip Erdogan während der UN-Klimakonferenz COP29 in Baku, Aserbaidschan. November 12, 2024. REUTERS/Maxim Shemetov/File Photo © Thomson Reuters

In einem Gespräch mit dem Sender CNN Turk sagte Fidan, die Türkei sei der Ansicht, dass die neue syrische Regierung das Problem der Präsenz der YPG angehen müsse. Er fügte jedoch hinzu, dass dies einige Zeit dauern könne, da in Damaskus eine Übergangsphase im Gange sei. Auf die Frage, was die Türkei tun würde, wenn Damaskus nicht in der Lage sei, das Problem zu lösen, antwortete Fidan, „was auch immer notwendig ist“. Auf die Frage, was das bedeute, sagte er „eine Militäroperation“. Die neue syrische Führung habe die Macht, die YPG auch allein zu bekämpfen. In Nordsyrien hält die Türkei infolge ihrer Militäreinsätze Grenzgebiete besetzt und arbeitet dabei mit Rebellengruppen zusammen.

 

8 Januar 2025 0 Kommentare
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Innenministerium: Straftäter-Ausbürgerung verfassungswidrig

von Fremdeninfo 7 Januar 2025
von Fremdeninfo

Innenministerium: Straftäter-Ausbürgerung verfassungswidrig

                                     Artikel von dpa

                                        

Das Bundesinnenministerium verweist auf den hohen Schutzgehalt von Artikel 16 Absatz 1 des Grundgesetzes. (Symbolbild) © Jörg Carstensen/dpa

Das Bundesinnenministerium hält den Vorschlag des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz, Straftätern mit Doppelpass die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen für rechtlich fragwürdig. «Ein Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit allein aufgrund des Verstoßes gegen Strafvorschriften wäre mit den verfassungsrechtlichen Vorgaben» nicht vereinbar, erklärt ein Sprecher des Ministeriums auf Nachfrage. 

Grundsatz der Verhältnismäßigkeit

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Im vergangenen Jahr trat das neue Staatsangehörigkeitsgesetz der Ampel-Koalition in Kraft. (Symbolbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

 Wenn einem Kriminalitätsphänomen mit dem vorhandenen rechtsstaatlichen Instrumentarium begegnet werden könne, stelle sich die Aberkennung der Staatsangehörigkeit nicht als «verhältnismäßiges Mittel» dar. In Artikel 16 Absatz 1 Grundgesetz heißt es: «Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden. Der Verlust der Staatsangehörigkeit darf nur auf Grund eines Gesetzes und gegen den Willen des Betroffenen nur dann eintreten, wenn der Betroffene dadurch nicht staatenlos wird.»

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Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD) kritisiert den Vorschlag von Friedrich Merz (CDU). (Archivfoto) © Sebastian Gollnow/dpa

Der Kanzlerkandidat der Union hatte der «Welt am Sonntag» gesagt, die von der Ampel-Koalition beschlossene doppelte Staatsbürgerschaft sollte nicht der Regelfall sein, sondern künftig wieder auf begründete Ausnahmefälle beschränkt werden. Merz führte weiter aus: «Wir holen uns damit zusätzliche Probleme ins Land.» Und: «Es müsste wenigstens auf der gleichen Ebene eine Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft möglich sein, wenn wir erkennen, dass wir bei straffällig werdenden Personen einen Fehler gemacht haben.» 

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Friedrich Merz, Kanzlerkandidat der Union, würde Straftätern mit Doppelpass gerne die deutsche Staatsangehörigkeit aberkennen. (Archivfoto) © Michael Kappeler/dpa

Ein CDU-Sprecher sagte am Montag: «Uns geht es darum, eine Ausweitung der Tatbestände für den Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft bei Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit zu prüfen, die mehrfach schwer straffällig geworden sind und damit eine Gefahr für die Sicherheit in unserem Land darstellen.» Es gehe Merz und der CDU «nicht um Menschen, die zwei Pässe haben und seit Jahren friedlich in unserem Land leben». 

Kritik der Türkischen Gemeinde 

Der Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) findet den Vorschlag des CDU-Chefs unangemessen – auch vor dem Hintergrund der Zunahme von Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund. «In guten Zeiten sind wir Deutsche mit allen Rechten und Pflichten, in schlechten Zeiten lässt der Staat uns fallen wie heiße Kartoffeln», empört sich der TGD-Vorsitzende, Gökay Sofuoglu. Menschen mit Migrationsgeschichte würden dadurch zu Deutschen «auf Bewährung».

Die Co-Vorsitzende des Migrantenverbandes, Aslihan Yesilkaya-Yurtbay, kritisierte, dass Merz in dem Interview im Kontext des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg über die Aberkennung der Staatsbürgerschaft gesprochen habe. Schließlich sei der Täter, ein Arzt aus Saudi-Arabien, weder deutscher Staatsbürger gewesen noch vor der Tat als Straftäter aufgefallen.

Innenministerium: Straftäter-Ausbürgerung verfassungswidrig

Artikel von dpa

Das Bundesinnenministerium verweist auf den hohen Schutzgehalt von Artikel 16 Absatz 1 des Grundgesetzes. (Symbolbild) © Jörg Carstensen/dpa

Das Bundesinnenministerium hält den Vorschlag des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz, Straftätern mit Doppelpass die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen für rechtlich fragwürdig. «Ein Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit allein aufgrund des Verstoßes gegen Strafvorschriften wäre mit den verfassungsrechtlichen Vorgaben» nicht vereinbar, erklärt ein Sprecher des Ministeriums auf Nachfrage. 

Grundsatz der Verhältnismäßigkeit

Im vergangenen Jahr trat das neue Staatsangehörigkeitsgesetz der Ampel-Koalition in Kraft. (Symbolbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

 Wenn einem Kriminalitätsphänomen mit dem vorhandenen rechtsstaatlichen Instrumentarium begegnet werden könne, stelle sich die Aberkennung der Staatsangehörigkeit nicht als «verhältnismäßiges Mittel» dar. In Artikel 16 Absatz 1 Grundgesetz heißt es: «Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden. Der Verlust der Staatsangehörigkeit darf nur auf Grund eines Gesetzes und gegen den Willen des Betroffenen nur dann eintreten, wenn der Betroffene dadurch nicht staatenlos wird.»

Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD) kritisiert den Vorschlag von Friedrich Merz (CDU). (Archivfoto) © Sebastian Gollnow/dpa

Der Kanzlerkandidat der Union hatte der «Welt am Sonntag» gesagt, die von der Ampel-Koalition beschlossene doppelte Staatsbürgerschaft sollte nicht der Regelfall sein, sondern künftig wieder auf begründete Ausnahmefälle beschränkt werden. Merz führte weiter aus: «Wir holen uns damit zusätzliche Probleme ins Land.» Und: «Es müsste wenigstens auf der gleichen Ebene eine Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft möglich sein, wenn wir erkennen, dass wir bei straffällig werdenden Personen einen Fehler gemacht haben.» 

Friedrich Merz, Kanzlerkandidat der Union, würde Straftätern mit Doppelpass gerne die deutsche Staatsangehörigkeit aberkennen. (Archivfoto) © Michael Kappeler/dpa

Ein CDU-Sprecher sagte am Montag: «Uns geht es darum, eine Ausweitung der Tatbestände für den Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft bei Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit zu prüfen, die mehrfach schwer straffällig geworden sind und damit eine Gefahr für die Sicherheit in unserem Land darstellen.» Es gehe Merz und der CDU «nicht um Menschen, die zwei Pässe haben und seit Jahren friedlich in unserem Land leben». 

Kritik der Türkischen Gemeinde 

Der Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) findet den Vorschlag des CDU-Chefs unangemessen – auch vor dem Hintergrund der Zunahme von Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund. «In guten Zeiten sind wir Deutsche mit allen Rechten und Pflichten, in schlechten Zeiten lässt der Staat uns fallen wie heiße Kartoffeln», empört sich der TGD-Vorsitzende, Gökay Sofuoglu. Menschen mit Migrationsgeschichte würden dadurch zu Deutschen «auf Bewährung».

Die Co-Vorsitzende des Migrantenverbandes, Aslihan Yesilkaya-Yurtbay, kritisierte, dass Merz in dem Interview im Kontext des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg über die Aberkennung der Staatsbürgerschaft gesprochen habe. Schließlich sei der Täter, ein Arzt aus Saudi-Arabien, weder deutscher Staatsbürger gewesen noch vor der Tat als Straftäter aufgefallen.

7 Januar 2025 0 Kommentare
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