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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

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21 September 2026 0 Kommentare
Information

Rassistische und nationalistische“ Inhalte! Polizisten aus Niedersachsen im Visier

von Fremdeninfo 28 September 2025
von Fremdeninfo

 

Artikel von Redaktion News38.de

Eine Chatgruppe mit rassistischen Inhalten bringt Polizei und Innenministerium Niedersachsen in Bedrängnis. Mindestens drei Führungskräfte teilen laut NDR Recherchen Hakenkreuze und Holocaust-Verleugnungen.

Auch ein Mitarbeiter des Innenministeriums war beteiligt – ohne die Inhalte zu melden.

So reagiert die Politik

Die Chatgruppe wurde im Zuge eines Korruptionsverfahrens gegen zwei Polizisten aus Hannover bekannt, von denen einer Mitglied war. Gegen die passiven Mitglieder gab es Personalgespräche und Einträge in die Akten. Innenministerin Daniela Behrens (SPD) betonte, Menschen mit einer verfassungsfeindlichen Gesinnung hätten in der Polizei nichts verloren, sah aber bislang keine Hinweise auf strukturellen Rassismus in der Polizei Niedersachsen.

Nach aktuellem Ermittlungsstand sollen 13 der 24 Mitglieder aktiv rassistische Inhalte gepostet haben. Neun von ihnen werden noch in Niedersachsen im Polizeidienst geprüft, vier haben die Polizei inzwischen verlassen. Datensicherstellungen sollen klären, ob heute noch verfassungsfeindliche Einstellungen vorliegen. Bis dahin bleiben die betroffenen Polizisten im Dienst – sie arbeiten unter anderem in der Zentralen Polizeidirektion, bei der Polizeidirektion Hannover, im Landeskriminalamt und an der Polizeiakademie.

Mehr News:

Unfassbarer Unfall in Niedersachsen! Auto erfasst Kind auf Trampolin – und wird in Schuppendach geschleudert

Die Grünen fordern umfassende Aufklärung zu Ursachen und Hintergründen solcher Fälle. Michael Lühmann, innenpolitischer Sprecher der Fraktion, begrüßte die Prüfung aller Konsequenzen, betonte aber auch die Notwendigkeit, Ursachen und Hintergründe solcher Vorfälle systematisch zu beleuchten. Lühmann fordert, die Studie von Astrid Jacobsen stärker zu diskutieren. Die Professorin der Polizeiakademie Niedersachsen stellte 2024 fest, dass es innerhalb der Polizei offenbar diskriminierungsanfällige Bereiche gibt

28 September 2025 0 Kommentare
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Information

Kurden in Hannover haben nach fünf Jahren wieder ein Vereinslokal

von Cumali Yağmur 27 September 2025
von Cumali Yağmur

Der Name des Vereins: Gemeinschaften der Kommunen Mesopotamiens Hannover e.V. YKM

 Cumali Yağmur / Hannover

Die Kurden hatten ihr altes Vereinslokal verloren, da der Vermieter das Gebäude abreißen und durch einen Neubau ersetzen wollte. Nach einer langen fünfjährigen Pause waren die Kurden in Hannover gezwungen, ihre Aktivitäten in dieser Zeit an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Organisationen durchzuführen.

Das neu gefundene Vereinslokal befindet sich im Stadtzentrum und verfügt über großzügige Räume sowie einen großen Konferenzsaal. Obwohl die Miete recht hoch ist, werden die Vereinsmitglieder dies als Teil ihres Kampfes finanzieren.

Die Kurden in Hannover haben mit ihrer dreißigjährigen Geschichte des Kampfes und der Organisation ihre Probleme stets selbst in die Hand genommen.

An der Eröffnung des Vereins nahmen zahlreiche Kurden sowie Vertreter deutscher linker Parteien und verschiedener deutscher Gruppen teil. Die Eröffnung begann mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Märtyrer der Kämpfe in allen Teilen Kurdistans. Von Zeit zu Zeit erbebte der Saal von Slogans wie „Apoya bin selamlar!“ (Tausend Grüße an Apo!) und „Biji Apo!“ (Es lebe Apo!).

Die Redner betonten, dass die kurdische Bewegung in verschiedenen Regionen Kurdistans harte Kämpfe führt. Es wurde hervorgehoben, dass zu den Aufgaben des neu eröffneten Vereins gehört, sich um alle Probleme der in Hannover lebenden Kurden zu kümmern und nach Lösungen zu suchen. Darüber hinaus wurde angekündigt, dass verschiedene kulturelle Aktivitäten zur Pflege der kurdischen Kultur in Hannover durchgeführt werden. Es wurden Informationen über die Organisation von kulturellen Musik-, Folklore- und Theaterveranstaltungen gegeben. Es wurde auch mitgeteilt, dass Beratungsdienste für Kurden angeboten werden.

Neben den kulturellen Arbeiten des Vereins wurde auch betont, dass akademischen Studien Bedeutung beigemessen wird. Aufgrund der Bedeutung der Frauenorganisation und der hohen Stellung der Frau in der Gesellschaft wird der Verein einen Schwerpunkt auf Frauenarbeit legen. Es wurde unterstrichen, dass eine Gesellschaft, in der Frauen nicht befreit sind, nicht frei und unabhängig sein kann.

Da die kurdische Bewegung großen Wert auf internationale Zusammenarbeit legt, werden internationale Aktivitäten ein Bestandteil des Vereins sein.

Es wird Kontakt zur Stadtverwaltung Hannover und zu deutschen demokratischen Parteien aufgenommen, um die Probleme der Kurden anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Es wurde betont, dass ein harter Kampf gegen die Kriminalisierung der kurdischen Bewegung in Deutschland und im Bereich Hannover geführt wird.

Die Türen der kurdischen Bewegung und der progressiven Kräfte in Hannover stehen immer offen. Die kurdische Bewegung sucht nach Arbeitsmethoden und -wegen, um mit progressiven Kräften zusammenzuarbeiten, indem sie die Existenz jeder Nation ohne Unterschied von Sprache, Religion oder Nationalität anerkennt.

Unser Wunsch ist es, dass unser Verein in Hannover in der neuen Periode bei allen Problemen der Kurden hilfreich ist.

    Gemeinschaften der Kommunen Mesopotamiens Hannover e.V.                            YKM

Adresse des Vereinslokals:
Kornstraße 17, 30167 Hannover

27 September 2025 0 Kommentare
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Archive

Kommunalwahlen in Niedersachsen am 13. September 2026

von Cumali Yağmur 26 September 2025
von Cumali Yağmur

Cumali Yağmur

Kommunalwahlen in Niedersachsen am 13. September 2026

Entwurf eines Kommunalwahlprogramms für Hannover zur Berücksichtigung der Bedürfnisse und Rechte  Mitbürger mit Migrationshintergrund

Hannover ist eine multikulturelle Stadt geworden. In dieser Stadt, in der Menschen verschiedener Nationen leben, haben 42,4 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund und 22,4 % einen Migrationsstatus. Da fast jeder zweite Einwohner einen Migrationshintergrund hat, ist es unerlässlich, dass alle Migranten unter gleichen Bedingungen die gleichen Rechte genießen.

In diesem Zusammenhang schlage ich vor, die folgenden Punkte in das Wahlprogramm aufzunehmen:

  • Beschäftigung:Migranten sollten intensiv in allen Berufsfeldern des öffentlichen Sektors beschäftigt werden.
  • Einbürgerungsprozesse:Die Einbürgerungsprozesse sollten beschleunigt und langwierige bürokratische Hürden abgebaut werden.
  • Ausländerbehörde:Bei der Bearbeitung von Anträgen in der Ausländerbehörde sollte es keine Diskriminierung gegenüber Migranten geben und ihre Würde nicht verletzt werden.
  • Wohnraum:Es sollte ihnen Zugang zu ausreichend und bezahlbarem Wohnraum ermöglicht werden, ohne dass sie hohe Mieten zahlen müssen.
  • Sprachbildung:Deutschkurse sollten ausgeweitet und zugänglich gemacht werden.
  • Diskriminierung in Arbeit und Bildung:Sie sollten bei der Suche nach Arbeit und Bildung nicht erniedrigt oder diskriminiert werden.
  • Kindergärten und Familienförderung:Es sollte ausreichend Plätze in Kindergärten geben und Familien mit geringem Einkommen die notwendige Unterstützung erhalten.
  • Schulische Förderprogramme:Programme zur Hausaufgabenhilfe in Schulen sollten finanziell unterstützt werden.
  • Kulturzentrum:In Hannover sollte ein Kulturzentrum für Migranten eröffnet werden.
  • Migrationskommissionen:In den regionalen und kommunalen Vertretungen (Rathaus) sollten Migrationskommissionen eingerichtet werden.
  • Politische Vertretung:Politische Parteien sollten Kandidaten mit Migrationshintergrund auf wählbaren Listenplätzen berücksichtigen.
  • Integration von Geflüchteten:Geflüchtete sollten kurzfristig in geeigneten Unterkünften untergebracht werden und durch die schnelle Erteilung von Arbeitserlaubnissen in den Arbeitsmarkt integriert werden. Für diese Prozesse sollten ausreichende finanzielle Mittel bereitgestellt werden.
  • Es ist wichtig, dass Migrantenvereine und Publikationen ausreichend finanziert werden, um ihre Arbeit effektiv fortsetzen zu können. Viele dieser Organisationen leisten wertvolle Beiträge zur Integration, zum kulturellen Austausch und zur Unterstützung von Migrantengemeinschaften.

Diese Punkte sind entscheidend, um die Lebensqualität der Migrantengemeinschaft in Hannover zu verbessern und ihre vollständige Integration in die Gesellschaft sicherzustellen.

Hier ist eine bildliche Darstellung von Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund, die in einer Stadt zusammenleben:

 

 

26 September 2025 0 Kommentare
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Die Grünen-Politikerin Berivan Aymaz, hier bei einer Podiumssitzung als Oberbürgermeisterkandidatin

von Fremdeninfo 25 September 2025
von Fremdeninfo

Artikel von Sina Zehrfeld/ RP-Online

Düsseldorf. Am Sonntag geht es in die Stichwahl. Dann könnte die Politikerin Berivan Aymaz die erste grüne Oberbürgermeisterin einer deutschen Millionenstadt werden, sofern sie sich gegen den SPD-Kandidaten Torsten Burmester durchsetzt. Für Aymaz ist ihre eigene Einwanderungsgeschichte ein Antrieb

Berivan Aymaz ist Landtagsabgeordnete, sie ist Vize-Präsidentin des nordrhein-westfälischen Parlaments – im Politikbetrieb auf dieser Ebene ein alter Hase. Nun will sie erste grüne Oberbürgermeisterin der größten Stadt Nordrhein-Westfalens werden, überhaupt die erste grüne Oberbürgermeisterin einer deutschen Millionenstadt.Als Person mit Migrationsgeschichte – das ist ein Punkt, den sie selbst hervorhebt. „Köln hat meiner Familie und mir vor 45 Jahren eine Heimat gegeben, als wir keine mehr hatten“, schreibt sie ganz oben auf ihrer Homepage zum Kommunalwahlkampf. Jetzt wolle sie dafür sorgen, dass die Stadt Heimat sei für alle Kölnerinnen und Kölner.

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Die 53-jährige Aymaz stammt aus der Provinz Bingöl in der Türkei. Sie kam als Sechsjährige nach Deutschland. Damals noch nicht unter dem Vorzeichen, dass es für immer sein würde: Ihr Vater war gerade Kulturattaché im diplomatischen Dienst geworden und holte Frau und Kinder nach. Doch mit dem Militärputsch in der Türkei im Jahr 1980 wurde, so Aymaz‘ Schilderungen, alles anders. Es wurde klar, dass dem Vater wegen seiner kurdischen Herkunft Gefahr drohte, und die Familie blieb in Deutschland. Genauer: in Köln. Dort ging Aymaz zum Gymnasium, machte 1990 das Abitur, studierte – schlussendlich jeweils ohne Abschluss – Rechtswissenschaften und Politikwissenschaften, arbeitete als Übersetzerin.

Persönliche Erfahrungen als Antrieb des eigenen Handelns

Berivan Aymaz beschreibt sich selbst als von Jugend an familiär politisch geprägt. Nicht zuletzt durch ihren Vater, der in der Türkei auch Bürgermeister gewesen war. „Politik ist Alltag bei uns am Küchentisch gewesen“, sagte sie unserer Redaktion. „Ich habe aber auch sehr früh erleben müssen, zu welchen persönlichen Schicksalen es führt, wenn Demokratien abgeschafft werden. Für mich und meine Familie bedeutete das, von einem privilegierten Diplomatenstatus in ein Exilleben zu rutschen.“ Diese Erfahrung, so die Politikerin, habe sie „zu einer Verteidigerin für eine offene, lebendige und gerechte Gesellschaft gemacht“.

Schon früher hat Aymaz ihre persönliche Lebenserfahrung in Worte gefasst: „Ich weiß, was es bedeutet, in ein Land zu kommen, dessen Sprache man nicht spricht. Sich neu einzubringen. Ich kenne die Hürden, aber auch die Chancen einer Migrationsgesellschaft.“ Als junge Frau war sie 1993 Mitbegründerin der Kurdischen Gemeinde Deutschland, ein Jahrzehnt blieb sie deren Generalsekretärin. Mitglied der Grünen ist sie seit 2009, und in den folgenden Jahren ging es für sie politisch recht rasant voran: Bundestagskandidatin 2013, Einzug in den Stadtrat 2014, in den Landtag 2017 – damals noch über die Liste. 2022 gewann sie das Landtagsdirektmandat.

Als erste Frau mit Migrationsgeschichte zur Landtagsvizepräsidentin gewählt

Offensichtlich legte Aymaz in der Vergangenheit stets Wert auf den Blick über Deutschlands Grenzen hinaus. In der Grünen-Landtagsfraktion ist sie heute jedenfalls Sprecherin für Europa, Internationales und Eine Welt. Über das Programm „Demokratie-Brücken“, in dem Abgeordnete Patenschaften für verfolgte Parlamentarier und Menschenrechtsaktivisten erklären können, hat sie eine solche für den in der Türkei inhaftierten Politiker Selahattin Demirtaş übernommen.

Zu ihrer besonderen Rolle im Landtag sagt sie: „Dass ich dort als erste Frau mit Migrationsgeschichte zur Vizepräsidentin gewählt wurde, war ein starkes Zeichen.“ Aber Oberbürgermeisterin von Köln zu werden, das wäre „noch einmal etwas anderes“.

Binnen der letzten zehn Jahre sei Köln sichtbarer, vielfältiger und internationaler geworden, und das sei ein Gewinn, hat Aymaz in der Wahlkampfphase in einem Interview mit t-online erklärt. Nur könnten manche Bereiche damit nicht mithalten: Mobilität, Wohnen, die soziale Infrastruktur. Zu ihren lokalpolitischen Zielen gehören – neben Dingen wie Klimaneutralität bis 2035 und mehr Schwimmunterricht an Schulen – Angebote gegen Drogenszene und Obdachlosigkeit, mehr genossenschaftliche Wohn- und Bauprojekte.

Bei der Kommunalwahl am 14. September holte Berivan Aymaz beim Rennen um den Chefsessel im Kölner Rathaus rund 28 Prozent der Wählerstimmen. Damit lag sie zwar vorn, aber mit einem überschaubaren Abstand. Ihr Konkurrent, der SPD-Kandidat Torsten Burmester, kam auf rund 21 Prozent. Am Sonntag, 28. September, geht es nun bei der Stichwahl zwischen den beiden um das wichtigste Amt für die viertgrößte Stadt Deutschlands.

25 September 2025 0 Kommentare
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Döner-Streit beigelegt: Türkei zieht EU-Antrag zurück

von Fremdeninfo 25 September 2025
von Fremdeninfo

Döner-Streit beigelegt: Türkei zieht EU-Antrag zurück

Vlon : Dpa

Die Türkei hat ihren EU-Antrag auf Schutz des Döner Kebabs als „garantiert traditionelle Spezialität“ überraschend zurückgezogen. Das dreijährige Verfahren, das die Döner-Vielfalt in Deutschland bedroht hatte, ist damit beendet.

Für die rund 18.500 Döner-Imbisse hierzulande sowie die gesamte Gastronomie- und Fleischbranche bedeutet diese Entwicklung eine Entwarnung.

Der Internationale Dönerverband Udofed hatte den Antrag bei der Europäischen Union gestellt. Dieser sah vor, dass der Döner in der EU ausschließlich nach strengen türkischen Vorgaben hergestellt werden dürfte. Dies hätte weitreichende Konsequenzen für das deutsche Gastgewerbe gehabt, da hierzulande beliebte Varianten wie der Kalbs- oder Gemüsedöner sowie die Verwendung bestimmter Soßen nicht mehr als Döner hätten verkauft werden dürfen.

Deutsche Döner-Produktion stand vor dem Aus

Die in dem Antrag aufgeführten Rezepturen unterschieden sich grundlegend von der deutschen Praxis. Beispielsweise hätte der Döner nicht mehr aus Kalb- oder Jungrindfleisch bestehen dürfen. Stattdessen wären die Nutzung von Fleisch von mindestens 16 Monate alten Rindern oder von Schafen sowie bestimmte Marinadezutaten und die Dicke der Fleischscheiben vorgeschrieben worden. Erdogan Koc, Sprecher des Verbands der Dönerproduzenten Deutschlands, kommentierte die Lage wie folgt: „Wir freuen uns, dass die Döner-Vielfalt in Deutschland erhalten bleibt und noch größer werden kann.“

Der Internationale Dönerverband Udofed hatte den Antrag bei der Europäischen Union gestellt. Dieser sah vor, dass der Döner in der EU ausschließlich nach strengen türkischen Vorgaben hergestellt werden dürfte. Dies hätte weitreichende Konsequenzen für das deutsche Gastgewerbe gehabt, da hierzulande beliebte Varianten wie der Kalbs- oder Gemüsedöner sowie die Verwendung bestimmter Soßen nicht mehr als Döner hätten verkauft werden dürfen.

Deutsche Döner-Produktion stand vor dem Aus

Die in dem Antrag aufgeführten Rezepturen unterschieden sich grundlegend von der deutschen Praxis. Beispielsweise hätte der Döner nicht mehr aus Kalb- oder Jungrindfleisch bestehen dürfen. Stattdessen wären die Nutzung von Fleisch von mindestens 16 Monate alten Rindern oder von Schafen sowie bestimmte Marinadezutaten und die Dicke der Fleischscheiben vorgeschrieben worden. Erdogan Koc, Sprecher des Verbands der Dönerproduzenten Deutschlands, kommentierte die Lage wie folgt: „Wir freuen uns, dass die Döner-Vielfalt in Deutschland erhalten bleibt und noch größer werden kann

25 September 2025 0 Kommentare
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Jugend

Die Zahl derer, die aus der Türkei nach Deutschland kommen wollen, nimmt stetig zu.

von Cumali Yağmur 25 September 2025
von Cumali Yağmur


Von: Cumali Yağmur

Sabine Haupt, Direktorin für Sprachstudien am Goethe-Institut in Istanbul, erklärte gegenüber dem Magazin „Focus“, dass in den Zentren der Türkei ein regelrechter Deutsch-Boom zu verzeichnen sei. Viele Menschen aus ländlichen Gebieten schreiben sich auch für Online-Kurse ein, um Deutsch zu lernen und zum Arbeiten nach Deutschland zu kommen. Besonders für die junge Generation sind deutsche Universitäten sehr attraktiv. Aber auch ausgebildete Fachkräfte in Bereichen wie Krankenpflege, Medizin und Ingenieurwesen interessieren sich für Deutschland. Die Propaganda, dass auf dem deutschen Arbeitsmarkt ein Bedarf an ausgebildeten Fachkräften besteht, ist in der Türkei sehr wirksam.

Zudem gibt es in Deutschland ein unabhängigeres Rechtssystem als in der Türkei. Türken haben das Gefühl, in Deutschland fair behandelt zu werden. In der Türkei werden Menschenrechtsverletzungen und tägliche Verhaftungen behauptet. In der Presse wird berichtet, dass diejenigen, die sich gegen Präsident Tayyip Erdoğan stellen, wegen „Beleidigung des Präsidenten“ verhaftet werden, wobei diese Zahl Hunderttausende erreicht. Die türkische Wirtschaft befindet sich in einer sehr schwierigen Lage, und die Inflation liegt bei über hundert Prozent. Die Preissteigerungen sind sehr hoch, die Menschen kämpfen mit den Lebenshaltungskosten. Der Wert der türkischen Währung sinkt täglich gegenüber ausländischen Währungen. Diejenigen, die aus Deutschland Urlaub in der Türkei machen, beklagen, dass sie trotz eines Wechselkurses von 1 Euro zu 48 türkischen Lira keinen günstigen Urlaub machen können, da die Preise hoch sind. Sie sagen: „Wir wechseln täglich 200 Euro in türkische Lira, und am Abend ist das Geld weg.“

Da das AKP-MHP-Regime die jungen Leute sehr unter Druck setzt, ziehen sie es vor, in Europa und meistens in Deutschland zu leben, anstatt in der türkischen Gesellschaft zu bleiben. Der zunehmende Aufstieg der fremdenfeindlichen AfD-Partei in Deutschland beunruhigt junge Türken nicht. Die jungen Leute glauben, dass sie in Deutschland arbeiten und studieren können. Früher war dieses Problem anders und das Arbeiten und Studieren war einfacher als heute. Da dieses Problem heute auch in Deutschland schwieriger geworden ist, haben die Studenten Schwierigkeiten. In Deutschland gibt es steigende Preise, sehr hohe Mietpreise und die Schwierigkeit, in Großstädten eine Wohnung zu finden. Das Problem ist alles andere als einfach, wie es von außen aussieht, und Migranten erleben auch hier Schwierigkeiten. Obwohl Deutschland sich als Einwanderungsland definiert, erfüllt es seine Bedingungen nicht. Obwohl Deutschland ausgebildete Fachkräfte benötigt, gehen die qualifizierten Fachkräfte, die nach Deutschland kommen, in andere europäische Länder und nach Amerika.

25 September 2025 0 Kommentare
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Rassismus

Antimuslimischer Rassismus: Wie CLAIM Betroffene stärkt und Sichtbarkeit schafft

von Fremdeninfo 25 September 2025
von Fremdeninfo

Von: Stefan Kreitewolf / Dtj.online

Seit fast einem Jahr läuft eine bundesweite Kampagne der Organisation CLAIM. Sie will Betroffene von antimuslimischem Rassismus ermutigen, Übergriffe und Diskriminierung zu melden – anonym, vertraulich und niedrigschwellig. Warum gerade jetzt Sichtbarkeit und Unterstützung so entscheidend sind, erklärt Lea Gautsch von CLAIM im Interview.

DTJ: Im vergangenen Oktober ist Ihre Kampagne „Mein Fall zählt!“ gestartet. Frau Gautsch, erzählen Sie uns bitte zu Beginn: Was war der Auslöser für diese Initiative – und warum ist sie gerade jetzt so wichtig?

Lea Gautsch: Die Initiative für die Kampagne „Mein Fall zählt!“ entstand vor dem Hintergrund des damals aktuellen Lagebildes, das die hohe Verbreitung antimuslimischen Rassismus und die große Dunkelziffer verdeutlicht. CLAIM arbeitet seit Jahren daran, antimuslimischen Rassismus einheitlich zu erfassen, zu dokumentieren und sichtbar zu machen, um die Datenlage zu verbessern. Dafür kooperieren wir eng mit Anlauf- und Beratungsstellen.

Viele Betroffene melden ihre Erfahrungen nicht – etwa, weil sie nicht wissen, an wen sie sich wenden können. Mit der Kampagne informieren wir gezielt in öffentlichen Verkehrsmitteln, mit Flyern und weiteren Materialien über Beratungs- und Meldemöglichkeiten. Unser Ziel ist es, Betroffene zu unterstützen, sie zu beraten und ihnen zu ermöglichen, ihre Rechte einzufordern.

Menschen, die von antimuslimischem Rassismus betroffen sind, fragen sich: „War das, was ich erlebt habe, wirklich schlimm genug?“ Wie gehen Sie mit diesem verbreiteten Zweifel um?

Viele Menschen, die von antimuslimischem Rassismus betroffen sind, zweifeln daran, ob das, was sie erlebt haben, „wirklich schlimm genug“ ist, um es als Diskriminierung oder Übergriff zu benennen. Dies geht aus der explorativen Studie „Erfahrungen und Umgangsstrategien von Betroffenen von antimuslimischen Rassismus“ von CLAIM hervor. Dieser Zweifel ist weit verbreitet: 75 % der Befragten waren sich unsicher, ob der Vorfall „schlimm genug“ war, und nur etwa ein Drittel formulierte ihre Erfahrung explizit als Diskriminierung oder Übergriff. Diese Unsicherheit ist eine zentrale Barriere dafür, dass Betroffene Vorfälle melden oder Beratungsangebote nutzen.

CLAIM betont, dass diese Selbstzweifel und die Tendenz, eigene Erfahrungen zu relativieren, Teil des Problems sind. Sie entstehen häufig, weil antimuslimischer Rassismus in der Gesellschaft vielfach bagatellisiert oder nicht ausreichend anerkannt wird. Betroffene werden dadurch zusätzlich verunsichert und fühlen sich mit ihren Erfahrungen allein gelassen.

Aus der Perspektive von CLAIM ist es daher wichtig, Betroffene darin zu bestärken, ihre Erfahrungen ernst zu nehmen – unabhängig davon, wie „schwerwiegend“ sie selbst den Vorfall einschätzen. Jede Form von Diskriminierung ist relevant und verdient Aufmerksamkeit. CLAIM betont die Notwendigkeit von niedrigschwelligen Meldemöglichkeiten und Empowerment-Räume, in denen Betroffene ihre Erfahrungen teilen und Unterstützung finden können. Ziel ist es, die gesellschaftliche Anerkennung für antimuslimischen Rassismus zu stärken und die Hürden für das Melden und die Inanspruchnahme von Beratung abzubauen.

Ein zentrales Ziel der Kampagne ist es, niedrigschwellige Beratung und Meldemöglichkeiten bekannt zu machen. Welche konkreten Angebote gibt es – und was passiert, wenn sich jemand meldet?

Zusätzlich zur Informationsformaten wie der „Mein Fall zählt“-Kampagne bieten wir bspw. Informations- und Empowerment-Workshops an, um Menschen darin zu bestärken, mit ihren Erfahrungen umzugehen. Eine eigene qualifizierte Beratung können wir aus Ressourcengründen derzeit nicht anbieten. Wir verweisen Hilfesuchende Menschen jedoch an spezialisierte Beratungsstellen bundesweit. Es gibt unterschiedliche Wege, wie uns Betroffene erreichen können. Zunächst gibt es das Meldeportal „i-report“.

Dort können Betroffene sowie Zeug*innen antimuslimische Vorfälle melden – anonym und vertraulich. In diesem Fall handelt es sich um eine Meldung. Es erreichen uns aber auch Vorfälle via E-Mail oder auch telefonisch. Grundsätzlich gilt: die ratsuchende Person entscheidet, was die weiteren Schritte sind. Manche Ratsuchenden möchten ihre Vorfälle bei uns melden, andere suchen weiterführende Beratung unterschiedlicher Art. Wir verweisen dann an spezialisierte Beratungsstellen, wie etwa an Gewaltopferberatungsstellen oder Antidiskriminierungsstellen. Wir qualifizieren zudem zum Umgang mit antimuslimischem Rassismus, um vor allem Selbstorganisationen zu schulen und Unterstützungsstrukturen für Betroffene von antimuslimischem Rassismus aufzubauen.

Die Kampagne richtet sich an sehr unterschiedliche Menschen – auch an jene, die bisher wenig Zugang zu solchen Angeboten hatten. Wie stellen Sie sicher, dass etwa auch ältere oder Menschen, die des Deutschen nicht mächtig sind, erreicht werden?

CLAIM legt großen Wert darauf, mit der Kampagne möglichst alle muslimischen Communities zu erreichen, ebenso muslimisch wahrgenommene Menschen und auch Zeugen oder Zeuginnen von Übergriffen.

Um das sicherzustellen, bieten wir unsere Informationsmaterialien – darunter Flyer, Poster und Postkarten – in mehreren Sprachen an, darunter Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch. Diese Materialien werden gezielt an Orten verteilt, die für unterschiedliche Communities zugänglich sind, zum Beispiel in Moscheen, Gemeinden, Kiosks, Arztpraxen und Schulen. Darüber hinaus wird die Kampagne in verschiedenen Städten im Out-of-Home-Bereich beworben, unter anderen in U-Bahnen. So erreichen wir auch Menschen, die wenig Zugang zu digitalen Angeboten haben oder die deutsche Sprache nicht sicher beherrschen.

Unsere Kampagne richtet sich ausdrücklich an alle, die von antimuslimischem Rassismus betroffen sind – unabhängig von Herkunft, Sprache, Alter oder Religionszugehörigkeit. Ebenso sprechen wir Menschen an, die Übergriffe beobachtet haben oder solidarisch handeln möchten. Das Ziel ist, Barrieren abzubauen und sicherzustellen, dass jede betroffene oder solidarische Person weiß: Es gibt kostenlose, anonyme Unterstützung und jede Erfahrung zählt.

Mit dieser breiten und inklusiven Ansprache möchten wir die Sichtbarkeit für antimuslimischen Rassismus erhöhen und alle Menschen darin bestärken, Vorfälle zu melden und Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Welche Reaktionen erhoffen Sie sich von der breiten Öffentlichkeit?

Mit der Sichtbarkeit der Kampagne im öffentlichen Raum – etwa in Verkehrsmitteln oder Kiosks in Berlin und Köln – erhoffen wir uns, möglichst viele Menschen so niedrigschwellig wie möglich zu erreichen. Unser Ziel ist, die breite Öffentlichkeit über Beratungsangebote und Meldemöglichkeiten zu informieren, Hemmschwellen abzubauen und Betroffene sowie Zeugen von antimuslimischem Rassismus zu ermutigen, Unterstützung in Anspruch zu nehmen und Vorfälle zu melden. Jede Erfahrung zählt – und jede Person soll wissen, dass sie nicht allein ist.

Zum Schluss: Was wünschen Sie sich ganz konkret von der Community? Wie können Moscheen, Vereine oder auch Medien wie unseres die Kampagne unterstützen?

Moscheen, Vereine und Medien können unser Infomaterial bestellen und weiterverbreiten, um über Melde- und Beratungsangebote zu informieren und möglichst viele Menschen zu erreichen. Ebenso wichtig ist es, Safe Spaces zu schaffen, in denen Betroffene sich austauschen, stärken und Mut fassen können.

25 September 2025 0 Kommentare
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Archive

Ein Rückblick: Migrantische Parteien scheitern bei NRW-Kommunalwahlen krachend

von Fremdeninfo 25 September 2025
von Fremdeninfo

Von: Dtj.Online

Die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen haben einmal mehr gezeigt, dass der politische Gestaltungswille vieler Migranten-Selbstorganisationen in Deutschland an der Realität scheitert. Trotz jahrelanger Bemühungen, eigene Listen aufzustellen oder neue Parteien zu gründen, bleibt der politische Einfluss marginal. Besonders sichtbar waren dabei deutsche Bürger mit türkischen Wurzeln, die seit Jahren versuchen, ein politisches Gegengewicht in den Kommunen zu schaffen.

Seit vielen Jahren ist das „Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit“ (BIG) mit Haluk Yıldız an der Spitze Bestandteil der politischen Landschaft in Bonn und darüber hinaus. Doch auch 2025 gelang es der Partei nicht, aus dem Schatten herauszutreten. Yıldız’ pragmatische Versuche, durch Fusionen mit anderen Neugründungen die Kräfte zu bündeln, sind stets gescheitert. Stattdessen spaltete sich die politische Landschaft weiter auf – ein altbekanntes Muster.

Von Erdoğan beflügelt – trotzdem krachend gescheitert

Einen kurzen Moment politischer Aufmerksamkeit erlebte die Allianz Deutscher Demokraten (ADD) vor einigen Jahren. Getragen von der symbolischen Unterstützung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan glaubten ihre Gründer Remzi Aru, Bilgili Üretmen und Ramazan Akbaş, den Durchbruch geschafft zu haben. Doch die große Geste aus Ankara erwies sich als Strohfeuer. Heute ist die ADD von der Bildfläche verschwunden, übrig bleibt ein weiteres Kapitel gescheiterter Integrationspolitik im politischen Raum.

DAVA: Aufstieg und schneller Absturz

Neuen Schwung versprach zuletzt die „Demokratische Allianz für Vielfalt und Aufbruch“ (DAVA). Ihre Gründung löste bundesweit mediale Aufmerksamkeit aus. In Duisburg sorgte die Partei bei der Europawahl sogar für Schlagzeilen, als sie in einzelnen Stimmbezirken über 40 Prozent erreichte. Doch der Erfolg beruhte auf einer äußerst niedrigen Wahlbeteiligung: 90 Stimmen reichten in einem Bezirk bereits für den „Sieg“. Bundesweit blieb das Ergebnis mit 148.496 Stimmen und 0,4 Prozent bedeutungslos. Bei der Bundestagswahl 2025 wurde ihre Landesliste in NRW gar nicht erst zugelassen.

Auch bei den Kommunalwahlen am 14. September konnte DAVA nicht überzeugen. In Bonn scheiterte ihre OB-Kandidatin Merve Nur Laçin-Kılınç mit 0,4 Prozent (683 Stimmen). Ihr Ergebnis blieb sogar hinter dem von Haluk Yıldız zurück, der 0,9 Prozent (1.522 Stimmen) erzielte – ein bitteres Duell um Hundertstel-Prozente ohne politischen Effekt.

Neue Gesichter, alte Muster

In Solingen trat mit der „ABI“ eine neue Partei an. Deren OB-Kandidatin Büşra Nur Çetin kam auf immerhin 1,6 Prozent (1.212 Stimmen) und übertraf damit Haluk Yıldız wie auch Merve Nur Laçin-Kılınç zusammengenommen, zumindest prozentual. Ihr Achtungserfolg speiste sich aus ihrer Bekanntheit im Stadtrat, dem sie bereits mit 19 Jahren angehört hatte. Dennoch bleibt auch dieses Ergebnis weit unter den Ansprüchen, während gleichzeitig die AfD in Solingen ein deutliches Ausrufezeichen setzte: Sie erhielt 15,0 Prozent (11.377 Stimmen) und damit das Dreifache ihres Ergebnisses von 2020.

Für eine Stadt mit dieser historischen Geschichte, dem schweren Erbe des rassistischen Brandanschlags, eine Hiobsbotschaft für alle, die seit Jahren „Nie Wieder!“ rufen.

Auch in Dortmund zeichnete sich ein ähnliches Bild. Özkan Arıkan vom „Bündnis für Vielfalt und Toleranz“ erzielte 1,3 Prozent (3.852 Stimmen) bei der OB-Wahl, seine Partei kam bei den Ratswahlen auf 1,6 Prozent (4.731 Stimmen). Parallel dazu legte die AfD massiv zu und erreichte 11,1 Prozent (32.721 Stimmen).

Gelsenkirchen und Hagen: AfD auf dem Vormarsch

Besonders alarmierend ist die Entwicklung in Gelsenkirchen. Während die Wählerinitiative Nordrhein-Westfalen mit OB-Kandidat Sinan Böcek 2,5 Prozent (2.046 Stimmen) erreichte, schaffte die AfD mit Norbert Emmerich 29,8 Prozent (24.327 Stimmen) und zog in die Stichwahl gegen die SPD ein.

In Hagen wiederholte sich das Szenario: AfD-Kandidat Michael Eiche kam auf 21,2 Prozent (18.051 Stimmen) und könnte ebenfalls in die Stichwahl einziehen. CDU-Kandidat Dennis Rehbein erhielt 25,1 Prozent (21.380 Stimmen). Die Migrantenparteien hingegen blieben im Promillebereich: Mohammad M. Ikram (Die Gerechtigkeitspartei – Team Todenhöfer) kam auf 0,9 Prozent (764 Stimmen).

Duisburg: Ein kleines Plus ohne Relevanz

In Duisburg konnte Ayhan Yıldırım mit seiner „Duisburger Alternative Liste“ 2,6 Prozent (4.982 Stimmen) erzielen. Bei den Ratswahlen verbesserte sich die Partei leicht auf 2,0 Prozent (3.817 Stimmen). Doch auch hier überstrahlte der massive Zuwachs der AfD das Ergebnis: Sie legte um 11,9 Prozentpunkte zu und erreichte 19,6 Prozent (37.412 Stimmen).

Das bittere Fazit für Kleinstparteien

Die Kommunalwahlen 2025 in NRW markieren das erneute Scheitern migrantischer Parteien und Wählergruppen. Trotz Engagement und einzelner respektabler Achtungserfolge bleibt das Gesamtbild ernüchternd. Zersplitterung, mangelnde Kooperation und politische Unerfahrenheit verhindern seit Jahren eine ernsthafte Etablierung. Währenddessen gelingt es der AfD, in fast allen Städten dramatisch zuzulegen – und in Gelsenkirchen und Hagen sogar in die Stichwahl einzuziehen.

Was bleibt, ist die Erkenntnis: Der Wille zur politischen Teilhabe ist da. Mehr aber auch nicht

25 September 2025 0 Kommentare
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Religion

Religionsbeirat der Föderation der Alevitischen Gemeinden in Deutschland

von Fremdeninfo 24 September 2025
von Fremdeninfo

 Von :   Der  Alevitischen Gemeinden in Deutschland

Unser Ausbildungsprogramm, das sich an die GYK-Mitglieder des Religionsbeirats der Föderation der Alevitischen Gemeinden in Deutschland (AABF) und die regionalen Religionsbeiräte richtet, wurde vom 19. bis 21. September 2025 in unserem Cem-Haus in Uetersen durchgeführt.

Wir danken Herrn Hüseyin Mat, dem AABF-Vorsitzenden, und Herrn Ertan Kurt, Mitglied des AABF-Exekutivrates, verantwortlich für den AABF-Religionsbeirat, für ihren Besuch in unserem Ausbildungslager, das am 19. September begann.

Wir sprechen unseren unendlichen Dank an Prof. Dr. Bedriye Poyraz und Prof. Dr. Handan Aksünger aus, die unseren Ausbildungsprozess unterstützt und ihre wissenschaftlichen und akademischen Kenntnisse mit den Werten des alevitischen Glaubens verknüpft haben, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen den anwesenden Anas, Dedebs und Babas im Sinne des alevitischen Glaubens zukommen zu lassen.

Wir hoffen, dass unsere Dozenten mit ihren wertvollen Beiträgen den ersten, äußerst erfolgreichen Ausbildungsprozess fortsetzen, diesen Prozess stärken und ihre wissenschaftlichen Beiträge beibehalten werden.

Wir richten unsere aufrichtigen Grüße an die Mitglieder des AABF-Religionsbeirats, die Vorsitzenden unserer regionalen Religionsbeiräte und die regionalen Führungskräfte (Anas, Dedebs und Babas), die aus großer Entfernung gekommen sind, um mit der Herzensgüte, ein Diener aus Liebe zu Hak, zum Weg und zum Eid zu sein, ihre wertvolle Zeit zu opfern. Mögen ihre Mühen nicht umsonst sein.

Wir senden unsere liebevollen Grüße an alle Führungskräfte und Mitglieder unseres Cem-Hauses in Uetersen, die während des Ausbildungslagers unseres Religionsbeirats selbstlos, großzügig und mit einem stets lächelnden Gesicht gedient und gearbeitet haben, insbesondere an unseren Pir Hasan İmre Dede, den Vorsitzenden des Religionsbeirats unseres Cem-Hauses in Uetersen. Mögen ihre Speisen und Mühen im Divan von Hak, Muhammed, Ali angenommen werden.

Als AABF-Religionsbeirat werden wir uns bemühen, insbesondere mit unseren Religionsführern Hand in Hand, „El Hakk’a“ sagend auf dem Weg, Seele an Seele, Seele an Geliebte; mit dem Weg, dem Ritual, der Weisheit und der Höflichkeit; mit dem historisch bedeutsamen Wort von Yunus unseren Horizont zu erweitern, die Wahrheit zu erkennen und Licht in die Dunkelheit zu bringen.

„Wissen ist Wissen kennen,
Wissen ist sich selbst kennen.
Wenn du dich selbst nicht kennst,
Was ist das für ein Lesen?“
Yunus Emre

Hasan Ali İçlek Dede
Vorsitzender des AABF-Religionsbeirats

 

24 September 2025 0 Kommentare
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Allgemein

Beybun Budak, wurdest du in Deutschland geboren?

von Cumali Yağmur 23 September 2025
von Cumali Yağmur

Interview von Cumali Yağmur im Namen von Framdenminfo.

F.I.: Beybun Budak, wurdest du in Deutschland geboren?
Beybun Budak: Ich wurde am 04.05.2004 in Mainz, Deutschland, als Kind kurdischer Eltern geboren. Zu Hause sprach ich Kurdisch und Deutsch und beherrsche beide Sprachen sehr gut. Als ich in den Kindergarten kam, hatte ich keine Schwierigkeiten mit Deutsch, im Gegenteil, ich sprach sehr gut Deutsch. Meine Eltern kamen 1991 nach Mainz, suchten Asyl und ihr Asylantrag wurde akzeptiert. Da ich aus einer politischen Familie stamme, lernte ich in meiner Kindheit von meiner Mutter und meinem Vater, dass ich Kurdin bin und dass Kurden in der Türkei nicht gut behandelt werden. Da zu Hause Kurdisch gesprochen wurde, konnte ich Türkisch nicht gut lernen.
Nach dem Kindergarten begann ich die Grundschule. In der Schule hatte ich keine Sprachschwierigkeiten und war sehr erfolgreich in meinen Fächern. Meine Familie half mir zu Hause bei den Hausaufgaben. Nach der Grundschule begann ich das Gymnasium. Neben Deutsch und Kurdisch begann ich Englisch zu lernen. In den Schulferien fuhr ich nach London und sprach mit den Kindern unserer Verwandten Englisch. Mein Englisch ist sehr gut.

F.I.: Hast du nach dem Gymnasium mit dem Studium begonnen?
Beybun Budak: Ich begann an der Universität Geschichte und Politik zu studieren. Während meiner Universitätsjahre begann ich mich bewusster mit kurdischen Problemen zu beschäftigen.
Durch meine Eltern war ich Teil der kurdischen Bewegung. Ich kämpfte, um die Unterdrückung und Verachtung kurdischer Frauen sowohl in unserer eigenen Gesellschaft als auch in der deutschen Gesellschaft zu verhindern.
Obwohl in der deutschen Gesellschaft alles diskutiert wird, möchte ich betonen, dass es in Bezug auf die Gleichstellung der Frauen immer noch viele Mängel gibt. Obwohl in der kurdischen Bewegung immer noch männliche Dominanz vorherrscht, kann ich sagen, dass es eine Sensibilität gegenüber Frauen gibt. Die kameradschaftlichen Beziehungen zu Frauen sollten politisch besser sein und müssen noch besser werden. Obwohl in organisierten Teilen der kurdischen Bewegung eine größere Sensibilität gegenüber Frauen besteht, ist die Stellung der Frau in anderen Teilen der Kurden immer noch sehr rückständig. Bei den alevitischen Kurden ist die Stellung der Frau im Vergleich zu sunnitischen Kurden viel weiter fortgeschritten. In der alevitischen Gesellschaft ist der Platz und der Wert der Frauen sehr hoch. In den alevitischen Prinzipien „Besitze deine Hand, deine Lende, deine Zunge“ sind Werte, die bewusst geachtet werden.

F.I.: Du sagst, die kameradschaftlichen Beziehungen der Frauen in der kurdischen Bewegung sind gut?
Beybun Budak: Obwohl die kurdische Bewegung eine feudale Struktur hat, bemühen sich Männer in Deutschland zumindest auf Basis der Gleichstellung der Frauen, sensibler zu sein und kameradschaftliche Beziehungen zu pflegen. Innerhalb der Bewegung gibt es an der Basis einen Widerstand der Frauen gegen die männliche Dominanz. Die organisierten Frauen innerhalb der kurdischen Bewegung sind bewusster und können Frauenprobleme innerhalb der Bewegung ansprechen. Es ist auch eine Tatsache, dass Frauen die Mehrheit der Guerillas der kurdischen Bewegung ausmachen. Unser Aufenthalt in Europa ist vorteilhafter für uns Frauen. In der deutschen Gesellschaft, in der wir leben, sind Migrantinnen wirtschaftlich nicht vom Mann abhängig. Daher haben Frauen die Möglichkeit, unabhängiger zu handeln.

F.I.: Du lebst in der deutschen Gesellschaft, was hast du von ihnen gelernt?
Beybun Budak: Die deutsche Gesellschaft ist eine entwickelte kapitalistische Industriegesellschaft. Frauen sind im Vergleich zu Migrantinnen weiter fortgeschritten. In der deutschen Gesellschaft herrscht ein überhebliches Vorurteil gegenüber ausländischen Frauen. Da Migrantinnen in der deutschen Gesellschaft verachtet und unterdrückt werden, sind sie aufgrund ihres Frauseins und ihres Migrantenstatus einer doppelten Unterdrückung ausgesetzt. Im Alltag sind sie Rassismus, Nationalismus und Ausländerfeindlichkeit ausgesetzt.
Während Migrantinnen ihr Leben mit den kulturellen Strukturen, aus denen sie stammen, fortsetzen, schließt die deutsche Gesellschaft sie aus. Ausgrenzung ist ein sehr schlechtes Phänomen, das auch Rassismus mit sich bringt.
Da wir in der deutschen Gesellschaft leben, beeinflussen uns die kulturellen Werturteile. Da der kulturelle Austausch mit Deutschen, auch wenn er freiwillig ist, sehr schwierig ist, geschieht er nicht wie gewünscht.

F.I.: Fühlen Sie sich als bewusste kurdische Frau in der deutschen Gesellschaft unterdrückt?
Beybun Budak: Die Deutschen fragen dich niemals „was bist du?“. Sie fragen „woher kommst du, woher bist du?“. In ihren Augen bist du eine Migrantin und eine Person niedrigeren Ranges. Wenn du anfängst zu sprechen, winden sie sich und sagen: „Sie sprechen sehr gut Deutsch, Sie sind anders und andere Migrantinnen sind anders.“ In ihren Köpfen sind Migranten auf den unteren Rängen, und sie selbst sehen sich als Oberschicht. Da sie Europäer sind, schauen sie auf alle herab und prahlen mit ihrer Eurozentrizität. Auch unter den Deutschen selbst gibt es im Umgang miteinander keinen Individualismus.
Individualismus verschlechtert die menschlichen Werte, daher werden die Werturteile in der Gesellschaft nicht bewahrt.

F.I.: Sie sagen, Sie waren auch außerhalb Deutschlands, in London und Paris. Wie ist die Situation dort?
Beybun Budak: In Deutschland, selbst in Berlin, wird man als Fremder angesehen. Berlin ist eine typisch deutsche Stadt und nicht weltoffen. In London fühlt man sich nicht fremd. London hat eine internationale Atmosphäre. Niemand fragt jemanden „woher kommst du?“. Niemand schaut jemanden als Fremden an. Wenn du sprichst, sagen sie nicht „du sprichst gut Englisch“. Sie fragen „was machst du und was ist dein Beruf?“. In Paris ist die Situation ähnlich wie in London. Paris ist auch keine typisch französische Stadt und international, sehr vielfältig. Sie sind toleranter und offener gegenüber Migranten. Die Deutschen suchen nach Bedingungen, um Migranten in ihre Gesellschaft zu integrieren und gemeinsam zu leben, aber man muss sich anpassen und Abstriche an der eigenen Kultur machen. Hier wird man gezwungen, viele Abstriche zu machen. Man wird gezwungen, alles an die deutsche Kultur anzupassen und Abstriche an der eigenen Kultur zu machen.
Man wird unbewusst unter Druck gesetzt und das erzeugt eine Reaktion.

F.I.: Würden Sie in Paris und London besser leben?
Beybun Budak: Wenn du in Paris und London Arbeit hast, lebst du besser als in Berlin, einer typisch deutschen Stadt. Du lebst, als wärst du ein Teil dieser Gesellschaft, ohne das Gefühl eines Migranten zu haben. In Deutschland akzeptieren sie dich nicht, selbst wenn du Teil der Gesellschaft bist. Dein Äußeres ist immer das eines Migranten, egal was du bist, du wirst nicht akzeptiert. Jeden Tag musst du sagen, woher du kommst. Die Frage „Was bist du, was machst du beruflich?“ wird nicht gestellt. Es wird noch viele Jahre dauern, bis die deutsche Gesellschaft das Niveau der französischen, englischen und amerikanischen Gesellschaft erreicht.

F.I.: Du warst ein Jahr als Gaststudentin an einer Universität in England, war die Situation dort besser?
Beybun Budak: Ich war ein Jahr als Gaststudentin an einer Universität in London. Ich fühlte mich dort nicht fremd. Vielleicht bin ich keine Engländerin, aber die Atmosphäre dort ist völlig anders. Man befindet sich nicht in einer englischen Kultur, sondern in einem internationalen Umfeld.
In Deutschland steckt man dir sofort das Migrantenkleid an und behält seine Ansichten unverändert bei. Tatsächlich haben die Deutschen auch große Schwierigkeiten, mit Menschen anderer Kulturen zusammenzuleben. Sie können sich nicht mit Menschen der französischen oder englischen Kultur verständigen. Leider können sie sich nicht von ihrer Krankheit befreien, sich überlegen zu fühlen.

F.I.: Planen Sie nach Abschluss der Schule in London zu arbeiten?
Beybun Budak: Wenn ich einen Job finde, möchte ich sehr gerne in London arbeiten und leben. Dort habe ich auch kurdische, englische und andere Freunde gefunden. Ich glaube, dass das Leben dort anders sein wird.

F.I.: Welcher Nation fühlen Sie sich am nächsten?
Beybun Budak: Als nationale Herkunft betrachte ich mich als Kurdin und als Weltanschauung als international. Ich spreche Englisch, Französisch, Deutsch und Kurdisch. Da ich auch die Kulturen der Sprachen kenne, die ich spreche, beschränke ich mich nicht auf eine. Deshalb sage ich, dass ich international und offen für jede Kultur bin.

F.I.: Was können Sie noch über Deutschland und die Deutschen sagen?
Beybun Budak: Basierend auf meinem Geschichtswissen möchte ich die mangelnde Entwicklung der bürgerlichen Demokratie in Deutschland hervorheben. Die deutsche Gesellschaft ist konservativ, nicht offen für Migranten. Sie sollten so schnell wie möglich ihre Überlegenheitsvorstellung gegenüber anderen Nationen aufgeben. Deshalb sind sie auch nicht offen für andere Kulturen und können sie nicht akzeptieren.
In den letzten Jahren hat sich die gesellschaftliche und politische Struktur stark zurückentwickelt, und der Aufstieg der AfD bereitet uns allen, insbesondere den Migranten, Sorgen. Obwohl in erster Linie die Migranten unter dieser Entwicklung leiden, werden auch die deutsche Gesellschaft und Demokratie Schaden nehmen. Die demokratischen, progressiven Sozialisten in Deutschland sollten schon jetzt gemeinsam gegen diese Entwicklung kämpfen. Ich bin der Meinung, dass man wachsam sein muss, damit sich die bitteren Ergebnisse der deutschen Geschichte nicht wiederholen.

Baybun bedeutet Gänseblümchen.
Ich danke Ihnen herzlich für dieses Interview.
Wir führen zweimal im Monat Interviews und veröffentlichen sie auf Fremdeninfo auf Deutsch. Wer Interesse an einem Interview zu diesem Thema hat, kann sich an uns wenden.
Der türkische Interviewtext wird auch unzensiert auf der Website Avrupa Demokrat veröffentlicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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