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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

Türken kaufen sich offenbar Strafanzeigen in ihrer Heimat, um Asyl in Deutschland...

19 Oktober 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

90 Prozent aller abgelehnten Asylbewerber klagen gegen ihre Bescheide – fast 200.000...

12 Oktober 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Frankfurt am Main: Polizist ließ Asylbewerber offenbar um Verschonung vor Abschiebung betteln

8 Oktober 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Die Zahl der Asylanträge in Europa sink

4 Oktober 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

CDU-Innenminister will Grundrecht auf Asyl streichen – und noch härter abschieben

26 September 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Bundesregierung will Syrern offenbar Schutzstatus auf breiter Front entziehen

21 September 2026 0 Kommentare
Allgemein

Unsere Wahlkampfaktivitäten laufen auf Hochtouren

von Fremdeninfo 20 Januar 2026
von Fremdeninfo

 Von: Brillante Luigi

Unsere Wahlkampfaktivitäten laufen auf Hochtouren. Durch unsere tägliche Arbeit stehen wir in engem Kontakt mit den migrantischen Communities, die ihre Anliegen und Sorgen mit uns teilen. Aufgrund des tiefen Vertrauens, das wir über Jahre hinweg aufgebaut haben, werden Probleme offen angesprochen. Diese Themen sind uns wohlbekannt – es sind Herausforderungen, die wir bereits seit Jahren beharrlich in die Parlamente tragen.

Zu den dringlichsten Themen, die Migrantinnen und Migranten bewegen und die auf Lösungen warten, gehören:

  • Wohnungsnot und Mietenwahnsinn: Der extreme Anstieg der Mieten belastet viele Haushalte existenziell.
  • Energiekrise: Die massiv gestiegenen Kraftstoff- und Energiepreise müssen abgefedert werden.
  • Bildungsgerechtigkeit: Wir fordern Lösungen für die Schulprobleme unserer Kinder und die Behebung struktureller Mängel im Bildungssystem.
  • Fehlende Infrastruktur: Es mangelt in Frankfurt an Begegnungsstätten für Migrantinnen und Migranten.
  • Chancengleichheit am Arbeitsmarkt: Die geringe Beschäftigungsquote von Menschen mit Migrationshintergrund in der Stadtverwaltung und im öffentlichen Dienst ist nicht akzeptabel.
  • Schutz vor Diskriminierung: Migrantische Frauen sind im Alltag oft mehrfacher Diskriminierung ausgesetzt – sowohl aufgrund ihres Geschlechts als auch ihrer Herkunft durch nationalistische und rassistische Angriffe.

Diese Probleme stehen seit Jahrzehnten auf der Agenda, doch eine echte Lösung blieb bisher aus. Viele Menschen äußern das Gefühl, von den etablierten deutschen Parteien wie „Stiefkinder“ behandelt zu werden. Hätte der politische Wille existiert, wären diese Probleme längst gelöst. In der 60-jährigen Migrationsgeschichte Deutschlands sind sie jedoch weitgehend ungelöst geblieben.

Wir als ELF – Europa Liste Frankfurt betrachten diese Herausforderungen ganzheitlich und ohne Diskriminierung zwischen den verschiedenen Herkunftsgruppen. Wir setzen uns mit Nachdruck für echte Veränderungen ein. Um diese Ziele zu erreichen, rufen wir alle Migrantinnen und Migranten dazu auf, sich unter dem Dach der ELF (Europa Liste Frankfurt am Main) zu organisieren. Gemeinsam haben wir die Kraft, Lösungen greifbar nah zu bringen.

Die ELF-Liste für die Kommunalwahlen (Ortsbeirat und Römer) am 15. März 2026 steht bereit. Wir laden Sie herzlich ein, sich an unserer Wahlkampfarbeit zu beteiligen und unsere Ziele in Ihrem Umfeld bekannt zu machen. Unser Kampf geht weiter – für mehr Bewusstsein, Teilhabe und Solidarität!

Wählen Sie am 15. März 2026 die ELF – Europa Liste Frankfurt für den Römer und die Ortsbeiräte!

20 Januar 2026 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Neue Wohnsitzauflage für Migranten sorgt für Kritik

von Fremdeninfo 20 Januar 2026
von Fremdeninfo

 Artikel von dpa

 Der Flüchtlingsrat hält die von Innenminister René Wilke (SPD) geplante Wohnsitzauflage für Migranten mit Aufenthaltserlaubnis für verfehlt. «Die Wohnsitzauflagen sind ein massiver Eingriff in ihre Grundrechte und eine falsche ordnungspolitische Antwort auf ein sozialpolitisches Problem», sagte die Projektleiterin beim Flüchtlingsrat, Kirsten Neumann.

Der Innenminister kündigte an, eine kreisspezifische Wohnsitzauflage von bis zu drei Jahren einzuführen – auch als Reaktion auf Gewalt an Schulen wie in Cottbus und Problemen in Städten. Danach dürfen Flüchtlinge, die Kreisen zugewiesen sind, nicht einfach in Städte umziehen.

Wilke, der von einer Kurskorrektur sprach, will die Verteilung von Migranten gezielter steuern und eine Konzentration in bestimmten Städten verhindern. «Konzentrationseffekte wie wir sie in Cottbus und anderen Städten erleben, mit negativer Wirkung auf Integration und einen funktionierenden Sozialraum, sind auch durch zu große Freizügigkeit und mangelnde Steuerung entstanden», hatte der Innenminister am Freitag gesagt.

Flüchtlingsrat: Wohnsitzauflage verschärft Probleme

Der Flüchtlingsrat argumentiert, sobald Geflüchtete eine Aufenthaltserlaubnis erhielten, müssten sie sich privaten Wohnraum suchen und dieser befinde sich zum großen Teil in Städten wie Cottbus. Dort gebe es Arbeitsmöglichkeiten, Bildungs‑ und Freizeitangebote sowie bezahlbare Wohnungen. «Genau diese Faktoren ermöglichen Partizipation», hieß es. «Wer Geflüchtete jetzt per Wohnsitzauflage in infrastrukturschwache Landkreise zwingt, blockiert diese Chancen und verschärft die Probleme, die man angeblich lösen will.»

Auch die brandenburgische Bundestags-Abgeordnete der Linken, Isabelle Vandre, kritisierte: «Die Landesregierung versagt bei der Integration von Geflüchteten und setzt stattdessen auf Diskriminierung. Doch das ist der vollkommen falsche Weg.»

Minister sieht Ermessensspielraum

Der Innenminister wies am vergangenen Freitag auch auf einen Ermessenspielraum für die Ausländerbehörden hin, damit die Auflage nicht hinderlich für die Integration etwa in den Arbeitsmarkt ist. Wenn jemand Arbeit in einer bestimmten Stadt findet, kann er dort auch hinziehen, wie Wilke erklärte.

20 Januar 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Merdan Yanardağ ile Dayanışma Etkinliği

von Fremdeninfo 19 Januar 2026
von Fremdeninfo

Avrupa‘ daki dostları Silivri‘ de tutuklu gazeteci Merdan Yanardağ ile dayanışmayı büyütüyor. Susturulmak istenen gerçeklere karşı Yanardağ’ın dostları ve okurları Almanya‘ da Duisburg‘ ta  bir araya geliyor.

Almanya’nın Duisburg kentinde gazeteci-yazar, TELE1 Genel Yayın Yönetmeni Merdan Yanardağ’ın tutukluluğuna dikkat çekmek ve dayanışmayı büyütmek amacıyla imza günü düzenlenecek. Merdan Yanardağ’ın yazar eşi Sevim Kahraman Yanardağ ve dostları Merdan Yanardağ’a özgürlük ve dayanışma için Yanardağ’ın kitaplarını imzalayacak.

Son kitabı İsyanın ve Felsefenin Diyalektiği’ni tamamladıktan kısa bir süre sonra, kitabının yayımlandığını göremeden 24 Ekim’de siyasi bir operasyonla tutuklanan ve 85 gündür hapiste tutulan Merdan Yanardağ için bir Sosyal Kuruluş olan AWO‘nun Hamborn‘ daki toplantı salonunda  düzenlenecek dayanışma imzası 25 Ocak Pazar günü saat 13.30 da gerçekleştirilecek. Sunuculuğunu Müge Buket Erciyasın yapacağı, Fikir Atölyesi Derneği, AWO Enternasyonal ve Köln Dayanışma Platformunun birlikte düzenlediği Duisburgtaki etkinlikte Merdan Yanardağ‘ ın sanatçı Dostları İsmet Kılıç (Yola Türküler), Muzaffer Gürenç ve İsmail Türker‘ de sahne alacaklar.

Etkinlik Adresi;

AWO OV Marxloh International , Duisburger Str. 241, 47166 Duisburg

Mehmet Tanlı


Freunde in Europa stärken die Solidarität mit dem in Silivri inhaftierten Journalisten Merdan Yanardağ

Im Angesicht von Wahrheiten, die zum Schweigen gebracht werden sollen, versammeln sich Freunde und Leser von Merdan Yanardağ im deutschen Duisburg.

In Duisburg wird eine Signierstunde veranstaltet, um auf die Inhaftierung des Journalisten, Autors und Chefredakteurs von TELE1, Merdan Yanardağ, aufmerksam zu machen und die Solidarität mit ihm zu stärken. Seine Ehefrau, die Autorin Sevim Kahraman Yanardağ, wird gemeinsam mit Weggefährten anwesend sein, um im Zeichen der Freiheit und des Zusammenhalts Yanardağs Bücher zu signieren.

Für Merdan Yanardağ, der am 24. Oktober im Zuge einer politischen Operation verhaftet wurde – nur kurze Zeit nach Vollendung seines jüngsten Werkes „Die Dialektik des Aufstands und der Philosophie“ (İsyanın ve Felsefenin Diyalektiği) und ohne dessen Veröffentlichung noch in Freiheit erleben zu können – und der nunmehr seit 85 Tagen festgehalten wird, findet am Sonntag, den 25. Januar, um 13:30 Uhr eine Solidaritätsveranstaltung statt.

Gastgeber ist die soziale Wohlfahrtsorganisation AWO in ihrem Sitzungssaal im Stadtteil Hamborn. Die Veranstaltung wird gemeinsam vom Verein Fikir Atölyesi (Ideenwerkstatt), der AWO International und der Kölner Solidaritätsplattform organisiert; die Moderation übernimmt Müge Buket Erciyas.

Im Rahmen des Programms werden auch Künstlerfreunde Yanardağs auftreten: İsmet Kılıç (Yola Türküler), Muzaffer Gürenç und İsmail Türker werden auf der Bühne stehen.

Veranstaltungsadresse:

AWO OV Marxloh International
Duisburger Str. 241
47166 Duisburg

Mehmet Tanlı

19 Januar 2026 0 Kommentare
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Politik

Taner Akçam schreibt: Seit 19 Jahren lebt Hrant auf eine andere Weise unter uns weiter

von Fremdeninfo 19 Januar 2026
von Fremdeninfo

von Taner Akçam

Der 19. Januar 2026 markiert den 19. Jahrestag, an dem Hrant Dink einem grausamen Mord zum Opfer fiel.

Ich habe es oft wiederholt und werde nicht müde, es erneut zu sagen:

Hrant Dink ist der Martin Luther King Anatoliens, unserer gesamten Region. Und der Spross, der auf jenem Bild aus dem Riss in seiner Schuhsohle hervorwächst, ist von tiefer Bedeutung. Sein Tod hat ihn uns vielleicht physisch genommen, doch zugleich hat er den Keim für eine neue Region gelegt.

Er ist nun ein junger Trieb, der mit uns und unter uns weiterlebt.

In unserer Region fließt das Blut in Strömen. Israels Völkermord an den Palästinensern in Gaza, die Tatsache, dass man den Kurden in Syrien auch nur ein wenig mehr Freiheit missgönnt, die Ermordung von Menschen im Iran, die nichts weiter wollen als atmen…

All dem liegt das Gefühl zugrunde, nicht zusammenleben zu wollen. All dem liegt zugrunde, den Anderen als Problem zu betrachten, den Anderen zu hassen.

Dabei ist es doch ein so einfacher, so gewöhnlicher Wunsch, denjenigen, der uns nicht gleicht, so zu akzeptieren, wie er ist, und ihm das gleiche Recht zuzugestehen, das wir für uns selbst beanspruchen…

Schaut auf die Geschehnisse in Syrien!

Ich verstehe, dass die Weigerung der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF), von ihren maximalistischen Forderungen abzurücken, dabei eine Rolle gespielt hat.

Ich verstehe, dass die SDF heute mehr Rechte hätten erlangen können, wenn sie die Strategie akzeptiert hätten, die Öcalan ihnen vor drei Jahren vorschlug. Sie wären sogar an einem besseren Punkt, wenn sie begonnen hätten, das Abkommen vom März 2025 umzusetzen.

Aber betrachtet man die Diskussionen in der Türkei zu diesem Thema?

Eine Sprache, die im Kurden den Anderen – den Feind – sieht, eine Sprache, die den Kurden hasst, wütet allerorten!

Die Sprache des Hasses und der Ausgrenzung, die einst dem Christen (dem Armenier, dem Aramäer, dem Griechen) entgegengebracht wurde, wird nun gegen die Kurden gewandt.

Warum sollte jemand, über den ihr Hass und Groll ergießt, mit euch zusammenleben wollen?
Fragt man sich nicht, wie man mit jemandem eine Gemeinschaft bilden kann, den man derart zum Feind stempelt und ausgrenzt?

Oder fragen wir andersherum: Warum sollte jemand, dem ihr mit solchem Hass begegnet, bei euch bleiben?

Wollt ihr wirklich mit dem Kurden zusammenleben?

Unser Hauptproblem ist die Hassrede.

Wie kann diese beseitigt werden?

Wie ist es möglich, eine Sprache des Zusammenlebens zu entwickeln?

Genau hier ist Hrant Dink von entscheidender Bedeutung.

Sind seine folgenden Worte – wenn wir Arabisch und Hebräisch hinzufügen – nicht die beste Antwort für das Heute unserer blutgetränkten Region?

„Ich beherrsche drei Sprachen. Armenisch, Kurdisch und Türkisch. In meinem Inneren streiten diese drei Sprachen niemals; sie leben in Frieden!“

Tatsächlich ist es für die Sprachen der Region überhaupt nicht schwer, ohne Streit miteinander zu existieren!

Lasst uns Hrant Dink zuhören…

Dafür zu kämpfen, seine Worte Wirklichkeit werden zu lassen, ist jener Spross, der aus seinem Schuh hervorwächst.

Türkische Originalversion des Artikels: Hrant 19 yıldır bizimle bir başka yaşıyor – Medyascope

19 Januar 2026 0 Kommentare
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Cumali Yağmur
AllgemeinFlüchtlinge

Deutschlands Flüchtlingspolitik: Lösung oder Sackgasse?

von Cumali Yağmur 19 Januar 2026
von Cumali Yağmur

Von Cumali Yagmur

Es ist bedenklich, dass einige Politiker in Deutschland über den Rückgang der Asylbewerberzahlen eine derartige Euphorie an den Tag legen. Was für ein Politikverständnis ist es, die Grenzen zu schließen und dabei solche Freudenschreie auszustoßen? In der heutigen Zeit rückt unsere Welt immer enger zusammen. In dieser globalisierten Ordnung werden Menschen gezwungen, ihre Heimat aufgrund von Kriegen, Naturkatastrophen, ihrem Status als Minderheit oder wegen unterschiedlicher religiöser Überzeugungen zu verlassen. Diese Situation bringt weltweit neue Migrationswellen mit sich.

Anstatt konstruktive Lösungen für die Schutzsuchenden zu finden, die in europäische Länder – insbesondere nach Deutschland – kommen, drängen Politiker diese Menschen in langwierige Asylverfahren. Asylsuchende werden in Lagern untergebracht und müssen jahrelang auf die Anerkennung oder Ablehnung ihres Antrags warten. Während die Ausdehnung der Verfahren über Jahre hinweg die Ungewissheit vergrößert, machen Politiker die Situation eher noch ineffizienter, anstatt sie zu verbessern.

Nach jahrelangem Warten werden diejenigen, deren Antrag abgelehnt wurde, in ihre Heimatländer zurückgeschickt. Diejenigen, die nicht freiwillig gehen wollen, werden mittels „Abschiebehaft“ und unter polizeilichem Zwang in Flugzeuge gesetzt und abgeschoben. Auch Personen mit rechtskräftigen Verurteilungen werden unter strenger polizeilicher Kontrolle in ihre Herkunftsländer rückgeführt.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Deutschland in den 1990er Jahren Schauplatz einer massiven Fluchtwelle von Kurden war, deren Dörfer in der Türkei geräumt wurden und die unter Repressionen litten. Das damalige Klima der Unterdrückung unter militärischer Vormundschaft und Juntas in der Türkei zwang viele Menschen dazu, um ihres Lebens Willen nach Europa zu fliehen. In jüngerer Vergangenheit wurde unter Angela Merkel ein Flüchtlingspakt mit der Türkei geschlossen. Mit diesem Abkommen, das gegen Zahlungen in Milliardenhöhe zustande kam, wurde angestrebt, Flüchtlinge (Kurden, Syrer, Afghanen usw.), die über die Türkei nach Europa gelangen wollten, aufzuhalten und sicherzustellen, dass die Türkei von Deutschland abgeschobene Personen wieder aufnimmt.

In der aktuellen Situation lässt sich beobachten, dass Deutschland Verhandlungen mit dem reaktionären Taliban-Regime in Afghanistan und bestimmten Strukturen in Syrien führt. Es wird behauptet, dass Gespräche über die Rückführung von Flüchtlingen mit Ahmed al- Saara Colani  geführt werden, dem Anführer von Hay’at Tahrir al-Sham, einer Gruppe mit ehemaligen Al-Qaida-Verbindungen, die Teile Syriens kontrolliert. Diese für Januar geplanten, aber verschobenen Gespräche bringen eine große ethische Debatte mit sich. Wie kann ein Abkommen mit Figuren unterzeichnet werden, die in der Vergangenheit Kurden, Aleviten und Drusen ins Visier genommen haben?

Asylsuchenden wird nicht nur die Arbeitserlaubnis verweigert, sie erhalten in den Lagern gemäß dem „Asylbewerberleistungsgesetz“ auch nur sehr geringe Zahlungen, die weit davon entfernt sind, menschliche Bedürfnisse angemessen zu decken. Dabei könnte die deutsche Wirtschaft von diesen Arbeitskräften profitieren und Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, könnten in die Gesellschaft integriert werden, wenn die Regierung die richtige Politik verfolgen würde. Politiker betonen bei jeder Gelegenheit, dass Deutschland ein „Einwanderungsland“ sei. Wenn dem so ist, wäre es dann nicht sinnvoller, Flüchtlinge durch Kurzzeitqualifizierungen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, anstatt sie jahrelang tatenlos in Lagern sitzen zu lassen?

Anstatt sich darum zu bemühen, Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben, könnte Deutschland die Arbeitskräftelücke schließen, indem es die bereits im Land befindlichen Menschen ausbildet. Wenn diese Politik der Bevölkerung richtig erklärt würde, sähe man, dass Asylsuchende zu nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft werden, was die gesellschaftliche Akzeptanz erhöhen würde. Der Versuch, die Öffentlichkeit mit der Rhetorik „Wir schieben Straftäter und abgelehnte Asylbewerber ab“ zu beeindrucken, dient lediglich dazu, die eigentlichen Probleme zu kaschieren.

Es ist ein humanitärer Missstand, Menschen, die aus Kriegsgebieten kommen, durch Verhandlungen mit den repressiven Regimen dieser Länder zurückschicken zu wollen und sie jahrelang in Ungewissheit in Lagern festzuhalten. Aufgrund der aktuellen restriktiven Politik sehen selbst Personen, die die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten haben, hier keine Zukunft mehr. Laut einer Kleinen Anfrage der Linksfraktion (Die Linke) sind sogar 800 eingebürgerte Personen nach Syrien zurückgekehrt – ein Umstand, der die Ernsthaftigkeit der Lage verdeutlicht.

Die Regierung (SPD und Koalitionspartner) sollte Schutzsuchende durch Berufs- und Sprachausbildung in den Arbeitsmarkt integrieren. Während Deutschland heute plant, Pflegekräfte aus Indien zu holen, ist es ein großer Widerspruch, Menschen abzuschieben, die hier seit Jahren warten. Während die harte Haltung der CDU/CSU erwartbar sein mag, ist es bedauerlich, dass sich die Sozialdemokraten (SPD) an dieser ausgrenzenden Politik beteiligen. Diese vom Innenministerium vorangetriebene Verschärfung entspricht nicht den Realitäten der heutigen Zeit. Von diesem falschen Weg muss umgekehrt werden, und es müssen sowohl in humanitärer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht dauerhafte und nützliche Migrationspolitiken entwickelt werden.

19 Januar 2026 0 Kommentare
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Allgemein

800 Menschen demonstrieren aus Solidarität mit Kurden

von Fremdeninfo 18 Januar 2026
von Fremdeninfo

Artikel von dpa

Solidaritätsmarsch in Saarbrücken für Kurden in Nordsyrien und im Iran

In Saarbrücken demonstrierten mehrere hundert Menschen, um ihre Solidarität mit den Kurden in Nordsyrien und im Iran zu bekunden. Die Polizei bezifferte die Zahl der Teilnehmer auf etwa 800. Zu dem Protest hatte das Kurdische Gesellschaftszentrum aufgerufen. Ein Polizeisprecher erklärte, dass es zu keinen nennenswerten Vorfällen kam und die Demonstration „völlig friedlich“ verlief.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto des Protests gegen „die Angriffe der neuen Machthaber Syriens und dschihadistischer Banden auf die kurdische Selbstverwaltung in Nordsyrien“. Es wurde betont, dass die Absicht bestehe, die jahrelangen Errungenschaften und den mühsamen Kampf der Kurden in Syrien zunichtezumachen.

In Nordsyrien kommt es seit Wochen immer wieder zu Kämpfen zwischen kurdischen Kräften und Regierungstruppen. Hintergrund dieser Eskalation ist der Streit über die geplante Integration der bislang autonom verwalteten kurdischen Gebiete in die staatliche Ordnung Syriens. Kritiker betonen, dass dieser Krieg niemals enden werde, solange die Kurden in Syrien keine Unabhängigkeit erlangen.

Zudem wurde die Rolle der Türkei thematisiert, die seit Jahren kurdische Siedlungsgebiete in Syrien bombardiert und die kurdische Unabhängigkeit als Bedrohung ansieht. Aktuell unterstützt sie die Angriffe der syrischen Regierung auf kurdische Gebiete und stellt sich gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen vor Ort.

In diesem Zuge brachte die Übergangsregierung zuletzt auch die kurdischen Viertel der Millionenstadt Aleppo mit militärischer Gewalt unter ihre Kontrolle. Dies führte zum Tod zahlreicher Zivilisten und zwang viele Kurden zur Flucht aus ihrer Heimat.

Um ihre Solidarität mit den Betroffenen in Syrien zu zeigen, organisierten in Europa lebende Kurden Demonstrationen in zahlreichen europäischen Großstädten. Sie appellierten an die europäischen Regierungen, eine sensiblere Politik gegenüber den Kurden in Syrien zu verfolgen und der drohenden Vernichtung der kurdischen Existenz nicht länger tatenlos zuzusehen.

18 Januar 2026 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Syrer in Deutschland entscheiden sich lieber für Einbürgerung als für Rückkehr

von Fremdeninfo 18 Januar 2026
von Fremdeninfo

Von :Welt

Nur wenige Syrer in Deutschland haben sich bisher zur Rückkehr in ihr Land entschlossen. Dass die Zahl der Syrer im Land dennoch statistisch sinkt, hat einen Grund – die Einbürgerung, wie eine parlamentarische Anfrage zeigt.

 Die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit sinkt, allerdings eher durch Einbürgerung als durch Ausreise. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, hielten sich Ende November 940.401 Syrer in Deutschland auf. Mehr als die Hälfte von ihnen – 512.348 syrische Staatsbürger – verfügte über einen anerkannten Schutzstatus.

Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren im Ausländerzentralregister (AZR) noch rund 974.000 syrische Staatsbürger gespeichert. Syrien gehörte in den vergangenen drei Jahren zu den Hauptherkunftsländern von Menschen, die in Deutschland eingebürgert wurden. Wenn jemand die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erhält, wird sein Name nicht mehr im AZR gespeichert, auch dann nicht, wenn er seine ursprüngliche Staatsangehörigkeit behält beziehungsweise sein Herkunftsstaat ihn weiter als Staatsbürger betrachtet.

Die aktuellsten Zahlen zu Einbürgerungen betreffen das Jahr 2024. Die Zahl der Einbürgerungen erreichte durch das neue Staatsangehörigkeitsrecht mit 291.955 einen Rekord. Davon waren 83.150 Personen – mehr als jeder vierte – Syrer. 2023 ließen sich bereits mehr als 75.000 Syrer einbürgern.

Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatte im Oktober heftige Kritik auf sich gezogen, nachdem er bei einem Besuch in Syrien die Lage im Land schlimmer als in Deutschland 1945 dargestellt hatte. Später sagte der Minister, er halte an der Einschätzung fest, dass die Rückkehr an zerstörte Orte etwa in Damaskus kurzfristig nur sehr eingeschränkt möglich sei. Mit finanzieller Unterstützung staatlicher Stellen reisten im Jahr 2025 bis Ende November lediglich 3.707 Menschen aus Syrien freiwillig aus.

Ende November lebten laut Bundesregierung 10.253 ausreisepflichtige syrische Staatsangehörige in Deutschland, bis auf 884 von ihnen allerdings alle geduldet. Eine Duldung wird ausgestellt, wenn die Abschiebung eines ausreisepflichtigen Ausländers vorübergehend ausgesetzt ist. Das kann aus verschiedenen Gründen erfolgen, etwa zur Vermeidung der Trennung von Familien, aufgrund rechtlicher oder praktischer Hindernisse – zum Beispiel, weil Reisepapiere fehlen oder der Betroffene krank ist – oder wenn jemand eine Ausbildung aufgenommen hat.

CSU will Abschiebeoffensive nach Syrien

Die CSU im Bundestag hatte in einem Beschlusspapier für eine Klausur im oberbayerischen Kloster Seeon erklärt, für die meisten Syrer mit vorübergehendem Bleiberecht entfalle nach dem Ende des Bürgerkriegs in dem Land der Schutzgrund. 2026 müsse es eine Abschiebeoffensive geben – auch nach Syrien. Seit Dezember wurden drei Straftäter von der Bundespolizei begleitet per Linienflug nach Syrien abgeschoben. Um Abschiebungen dürfte es auch bei einem für Dienstag geplanten Gespräch zwischen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und dem syrischen Außenminister Asaad al-Schaibani gehen.

In der Antwort der Bundesregierung an die Linksfraktion, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es zur aktuellen Lage in Syrien: „Die neue Regierung steht weiter vor der Aufgabe, das Land zu einen und Sicherheit und Schutz für alle Einwohnerinnen und Einwohner Syriens zu gewährleisten.“ Die humanitäre Situation sei weiterhin schlecht. Fast 70 Prozent der Bevölkerung sei auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Lage in Syrien sei „immer noch volatil“. Das gelte für alle Syrer, nicht nur für Angehörige bestimmter Minderheiten.

Zuletzt hatten mehrere deutsche Gerichte festgestellt, dass Syrern in ihrem Land keine Gefahr mehr droht. Unter anderem das Verwaltungsgericht Düsseldorf erlaubte die Abschiebung zweier Syrer nach Damaskus und Latakia, nachdem ihr Asylantrag abgelehnt worden war. Schon jetzt gibt es Linienflüge nach Damaskus, unter anderem aus Istanbul, Ankara oder Dubai.

Weniger Asylanträge von Syrern in Deutschland

Zwar suchen immer noch Syrer Schutz in Deutschland, doch ihre Zahl ist stark gesunken seit im Dezember 2024 der langjährige Machthaber Baschar al-Assad durch die Islamistenmiliz HTS gestürzt wurde. Im vergangenen Jahr stellten 23.256 Menschen aus Syrien erstmals in Deutschland einen Asylantrag, nach 76.765 Asylerstanträgen Syrern im Jahr 2024.

Der HTS-Anführer Ahmed al-Scharaa steuert nun als Übergangspräsident die Geschicke Syriens und bemüht sich um eine Annäherung an den Westen. Seinen geplanten Besuch in Berlin, wo er am Dienstag Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und weitere Regierungsvertreter treffen soll, begrüßt ein Teil der 1,22 Millionen Menschen mit syrischen Wurzeln. Doch andere üben laut Kritik. Dazu gehören Kurden sowie die Vertreter der Jesiden.

Die Grünen-Bundestagsfraktion setzt sich für ein Bleiberecht für Jesiden aus dem Irak ein. Die Linksfraktion will ebenfalls eine solche Regelung, allerdings auch für Angehörige der Religionsgemeinschaft, die aus Syrien stammen. „Es ist verantwortungslos und empörend, Überlebende des Genozids in solche Verhältnisse abzuschieben“, sagt die fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion, Clara Bünger.

Seit 2014 sind laut Bundesregierung knapp 100.000 Angehörige der Religionsgruppe der Jesiden aus dem Irak und knapp 15.000 Jesiden aus Syrien nach Deutschland geflüchtet. Vor drei Jahren hatte der Bundestag die Verbrechen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an den Jesiden als Völkermord anerkannt.

18 Januar 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Solidarität mit dem Iranischen Völker  Zwei unterschiedliche Demonstrationen in Hannover

von Halit Yaşar Demirbağ 17 Januar 2026
von Halit Yaşar Demirbağ

 

Von Halit Yaşar  Demirbağ   

Hannover war Schauplatz von zwei separaten Kundgebungen zur Unterstützung der regimekritischen Proteste im Iran.

Die erste Demonstration wurde von einer etwa 50-köpfigen Gruppe von Anhängern des Schahs durchgeführt. Die Gruppe skandierte auf Persisch Slogans wie „Die Mullahs müssen weg, der Schah soll kommen“, blieb jedoch in ihrer Wirkung eher unbedeutend.

Die zweite Kundgebung fand um 12:30 Uhr am Kröpcke statt. Diese wurde von den deutschen politischen Parteien SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke sowie von zahlreichen Gewerkschaften und demokratischen Massenorganisationen unterstützt. Auch der Oberbürgermeister von Hannover, Belit Onay, gehörte zu den Teilnehmern. Die Demonstration, an der rund 1.000 Menschen teilnahmen, war sehr lebhaft und entschlossen.

In seiner Rede betonte Belit Onay, dass sie die Entwicklungen im Iran genau verfolgen. Er erklärte, dass sie sich bereits unter der Woche mit dem Iran-Komitee ausgetauscht haben, die vorgetragenen Forderungen an die zuständigen Stellen weiterleiten werden und ihre Unterstützung fortsetzen werden.

Während die Vertreter der SPD und der Grünen ähnliche Reden hielten, betonte der Vertreter der Linkspartei, Mizgin Çiftçi, dass die Probleme nicht nur den Iran, sondern den gesamten Nahen Osten betreffen. Er sagte: „Gestern war es Palästina, heute setzt es sich in Syrien und im Iran fort. Wir verteidigen nicht das von den USA lancierte Schah-Modell, sondern den eigenen Willen des iranischen Volkes.“ Çiftçi protestierte zudem gegen die Massaker an Aleviten in Syrien und die Angriffe auf Kurden. Er forderte zudem, dass die Einladung des syrischen Milizenführers al-Dschaulani (Jolani) nach Deutschland widerrufen werden müsse.

17 Januar 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Der Schatten des Kalifats: Warum die schwarzen Flaggen noch immer wehen“

von Cumali Yağmur 17 Januar 2026
von Cumali Yağmur

 

Terrorverdächtige an Flughäfen gestoppt Quellenangabe: HAZ vom 17.01.2026, Seite 17 

Spezialkräfte nehmen zwei Männer in Hannover und Stuttgart fest – sie wollten sich dem IS anschließen

Spezialkräfte der Polizei haben an den Flughäfen Hannover und Stuttgart die Ausreise von zwei Männern aus Nordhessen nach Syrien verhindert. Ihnen wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen – darauf stehen laut Strafgesetzbuch bis zu zehn Jahre Haft.
Die beiden deutschen Staatsangehörigen „mit Bezügen in die islamistische Szene“ sitzen nun in Frankfurt am Main in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das hessische Landeskriminalamt mitteilen. Spezialeinsatzkräfte hätten am Donnerstag die Ausreise des 27-Jährigen und des 18-Jährigen verhindert.

An dem Ermittlungsverfahren waren neben hessischen Behörden auch die Bundespolizei und Ermittler aus Nordrhein-Westfalen beteiligt. Dabei habe sich der Verdacht konkretisiert, dass sich die beiden in Syrien für Kampfhandlungen im Ausland ausbilden lassen wollten, so die Staatsanwaltschaft. Aber: „Eine konkrete Gefährdung für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt“, sagt Sprecher Dominik Mies.
Bei Durchsuchungen der Wohnungen der beiden Verdächtigen in Kassel und im Landkreis Kassel fanden die Ermittler unter anderem eine Armbrust ohne Bolzen und Broschüren mit Bezug zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Darüber hinaus stellten die Ermittler laut Mies Bargeld, diverse Mobiltelefone und Datenträger sicher, „die nun im Detail ausgewertet werden“.

                            Der Schatten des Kalifats: Warum die schwarzen Flaggen noch immer wehen“

                               Von:      Cumali  Yagmur

Zwischen 2013 und 2014 reisten zahlreiche junge muslimische Migranten aus Europa nach Syrien, um in den Reihen des IS zu kämpfen. Sie flogen vom Flughafen Frankfurt am Main in weißer Kleidung ab und sagten: ‚Wir ziehen in den Dschihad‘. Nach einer dreimonatigen paramilitärischen Ausbildung in der Türkei, in der Nähe der Stadt Aleppo, überquerten sie die Grenze nach Syrien, schlossen sich dem IS an und kämpften gegen die Kurden. Unter ihnen gab es auch Personen, die es nicht bis nach Syrien schafften und nach Frankfurt am Main zurückkehrten.

Diese Personen riefen ihre Familien aus der Türkei an und baten darum, abgeholt zu werden. Als die Väter an dem Ausbildungsort in der Nähe von Gaziantep eintrafen, sagte der dortige IS-Verantwortliche: ‚Ihr Sohn und Ihre Tochter haben Kosten in Höhe von 7.000 € verursacht; bezahlen Sie diesen Betrag. Wenn sie freiwillig zurückkehren wollen, können sie gehen.‘

Wir haben ein Interview für die Frankfurter Rundschau mit S.H. geführt, der nach Frankfurt am Main zurückgekehrt war. Diese Themen haben wir über Monate hinweg gemeinsam mit einem Kollegen der Frankfurter Rundschau recherchiert und dokumentiert.

Auf diesem Weg gelangten zahlreiche muslimische Männer und Frauen aus Europa in die Region. In kurdischen Gefängnissen in Syrien befinden sich noch immer inhaftierte IS-Kämpfer, die aus Europa stammen. Die europäischen Länder haben diese Personen nicht wieder aufgenommen. Wenn jedoch Familien nach Syrien reisten, um ihre Töchter zurückzuholen, ließ die kurdische Verwaltung die Frauen frei.

Auch heute gibt es noch zahlreiche muslimische Jugendliche unter 18 Jahren, die Sympathien für den IS hegen. In einigen Stadtteilen von Hannover gibt es IS-Sympathisanten, die schwarze Flaggen in ihre Fenster hängen. Das Bild der schwarzen Flagge wurde aus dem Fenster eines Hauses in der Nordstadt aufgenommen.“

17 Januar 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Die Abschiebung von Johan ist menschenrechtswidrig

von Cumali Yağmur 17 Januar 2026
von Cumali Yağmur

Von:Eric Hellfeuer, Fußballtrainer SV Osloß e.V.

Da Deutschland ein Einwanderungsland ist, erfüllt Johan genau die Voraussetzungen, die gebraucht werden. Diese Angelegenheit muss neu bewertet und Johan umgehend eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden.

Der Fußballtrainer des SV Osloß hat eine Unterschriftenaktion gegen die Abschiebung eines 20-jährigen Vereinsmitglieds gestartet. Die Pressestelle der Samtgemeinde Boldecker Land veröffentlicht diesen Text auf Wunsch von Bürgern der Region, ohne eine rechtliche Bewertung der Situation vorzunehmen.

Jhojan Estiben Botero Salazar hält das Trikot des SV Osloß in die Kamera. Jhojan Estiben Botero Salazar ist von Abschiebung bedroht – sein Fußballtrainer will dies verhindern. © Eric Hellfeuer

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich an Sie mit der Bitte um Unterstützung durch die Medien und die Politik im Fall von Johan Estiben Botero Salazar: Warum muss ein arbeitswilliger junger Mensch, der eine konkrete Aussicht auf eine Berufsausbildung hat, abgeschoben werden?

Obwohl er einen Ausbildungsplatz gefunden hat, würde seine Abschiebung bedeuten, ihn ohne berufliche Perspektive zurückzulassen, was ein Spiel mit seiner Zukunft darstellt.

Johan ist 20 Jahre alt und lebt seit etwa zwei Jahren in Deutschland (Osloß, Niedersachsen). Er verhält sich stets höflich und respektvoll; er ist sowohl in den örtlichen Fußballverein SV Osloß e.V. als auch in das Dorfleben hervorragend integriert. Er ist nicht vorbestraft und nimmt regelmäßig am Deutschunterricht teil. Seine Sprachkenntnisse verbessern sich stetig. Johan den Zugang zu weiterer Sprachbildung zu verwehren, ist eine unmenschliche Praxis.

Ihm wurde die Chance geboten, im EDEKA-Markt in Weyhausen eine Ausbildung zum „Kaufmann im Einzelhandel“ zu absolvieren. Dies wurde in einem Vorstellungsgespräch bestätigt. Jedoch ist sein Aufenthaltsstatus abgelaufen, und der Abschiebungsbescheid ist rechtskräftig. Johan soll Deutschland am 26.08.2025 verlassen und in sein Heimatland Kolumbien zurückkehren. Er wird abgeschoben, obwohl er und seine Familie von der kolumbianischen Mafia bedroht werden.

Die zuständige Ausländerbehörde im Landkreis Gifhorn riet ihm, Dokumente für eine „freiwillige Ausreise“ zu unterschreiben, um in Kolumbien ein „Ausbildungsvisum“ beantragen zu können.

Warum muss ein arbeitswilliger Mensch erst in sein Heimatland zurückkehren, um eine Ausbildung in Deutschland beginnen zu dürfen?

Dies ist aus finanzieller, logistischer, ökologischer und humanitärer Sicht völlig unverständlich. Der Bedarf auf dem Arbeitsmarkt macht eine solche Entscheidung noch unlogischer. EDEKA in Weyhausen möchte drei Auszubildende einstellen; Johan wäre der einzige Kandidat. Aktuell gibt es keine weiteren Bewerber, und die Ausbildung soll am 01.09.2025 beginnen.

Angesichts seiner starken sozialen Bindungen, seines ehrenamtlichen Engagements im Sportverein, seiner nachgewiesenen beruflichen Zukunft und seiner sehr positiven Entwicklung in Deutschland halten wir die Abschiebungsentscheidung für unverhältnismäßig und inakzeptabel. Er hat den festen Willen, sich weiter zu integrieren, zu arbeiten und eine Ausbildung abzuschließen. Er verfügt bereits über ein soziales Umfeld in Deutschland, das ihn unterstützt und zu dem er aktiv beiträgt.

Ein Härtefallantrag beim Land Niedersachsen wurde gestellt, doch die Erwartungen sind gedämpft. Zusätzlich haben wir eine Unterschriftenaktion gestartet. Innerhalb von 14 Tagen haben wir bereits über 400 Unterschriften gesammelt:

Unterschriftenaktion • Stoppt die Abschiebung des integrierten Fußballers Johan Salazar – Gifhorn, Deutschland • Change.org

Bitte helfen Sie uns, die Behörden davon zu überzeugen, dass Johan weiterhin mit seinen Freunden in seiner neuen Heimat leben darf. Es ist eine humanitäre Pflicht, Johan die notwendige Erlaubnis zu erteilen, seine Ausbildung zu beginnen, anstatt ihn abzuschieben.

Welchen Gewinn hat Deutschland davon, einen Menschen perspektivlos zu machen und ihn abzuschieben?

Verantwortlich (v. i. S. d. P.):
Eric Hellfeuer, Fußballtrainer SV Osloß e.V.

17 Januar 2026 0 Kommentare
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