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Religion

Nordrhein-Westfalen: NRW beendet Zusammenarbeit mit Ditib

von Fremdeninfo 6 Oktober 2017
von Fremdeninfo

Nordrhein-Westfalen: NRW beendet Zusammenarbeit mit Ditib

Die Zeit Online

Der Islam-Dachverband hat in einem Comic den Märtyrertod verherrlicht. Dem Ditib fehle Distanz, sagte das Innenministerium in Nordrhein-Westfalen, und zog Konsequenzen.

  1. September 2016, 16:57 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, AFP, mbn 132 Kommentare

Die noch im Bau befindliche Zentralmoschee der Ditib in Köln © Maja Hitij/AFP/Getty Images

Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat die Kooperation mit dem Islam-Dachverband Ditib beendet. Grund sind „unterschiedliche Auffassungen über die inhaltliche Ausrichtung“ eines Comics in einem Präventionsprogramm für Jugendliche. Darin werde der „Märtyrertod verherrlicht“, heißt es in zwei noch unveröffentlichten Antworten Jägers auf Anfragen der CDU- und FDP-Fraktion. Die Rheinische Post hatte darüber berichtet.

Ditib, der größte Islam-Dachverband in Deutschland, war Träger des Kölner Standorts des Präventionsprogramms Wegweiser, mit dem Jugendliche vor dem Abdriften in den gewaltbereiten Salafismus geschützt werden sollen.

Laut einer Erklärung Ralf Jägers habe das Innenministerium den Landesverband Ditib NRW zu einer Stellungnahme aufgefordert. In seiner Antwort an die Parlamentarier berichtet Jäger über die Stellungnahme von Ditib: „In dieser Stellungnahme konnte keine für einen Träger des Präventionsprogramms ‚Wegweiser‘ notwendige klare Neutralität beziehungsweise ausreichende Distanz davon festgestellt werden.“ Für den Innenminister von Nordrhein-Westfalen verlief die Beendigung der Kooperation einvernehmlich: „Daher wurde die Auflösung des Vertrags von beiden Vertragsparteien einvernehmlich vereinbart.“

Das Ende der Kooperation betreffe nur den Standort Köln. Die Suche nach einem neuen Träger laufe bereits.

Über einen Beirat ist Ditib auch an der Erarbeitung von Vorgaben für den Islamunterricht an NRW-Schulen beteiligt. Wegen zu großer Nähe zur türkischen Regierung fordert die Opposition im Land schon seit Wochen das Ende dieser Einflussnahme.
Der Ditib gehören laut Selbstdarstellung bundesweit rund 900 Moscheegemeinden an. Der Dachverband ist personell und organisatorisch eng mit der staatlichen türkischen Religionsbehörde Diyanet in Ankara verwoben.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) war vor Kurzem auf Distanz zur Ditib gegangen. Die Düsseldorfer Staatskanzlei hatte vor wenigen Tagen angekündigt, sie werde die Organisation auf „Staatsnähe“ zur Türkei überprüfen lassen. Die Ditib hatte eine Anerkennung als Religionsgemeinschaft beantragt, was eine erhebliche Aufwertung bedeuten würde. Laut Staatskanzleichef bestehen starke Zweifel mit Blick auf eine Anerkennung.

Auch Grünen-Politiker Cem Özdemir hatte den Dachverband für seine Nähe zur türkischen Regierung kritisiert. Dieser müsse sich vom Einfluss aus der Türkei loslösen und dürfe nicht zum verlängerten Arm der türkischen Regierungspartei AKP werden.

6 Oktober 2017 0 Kommentare
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Religion

Fördermittel für Erdogan-nahen Verband Bund dreht Ditib teilweise den Geldhahn zu

von Fremdeninfo 5 Oktober 2017
von Fremdeninfo

Fördermittel für Erdogan-nahen Verband Bund dreht Ditib teilweise den Geldhahn zu

  • Von Joachim Frank

dpa

Köln –

Ungeachtet der Kritik an der Nähe der Türkisch-Islamischen Union (Ditib) zum türkischen Staat stellt die Bundesregierung für 2018 erneut Fördermittel für Projekte des umstrittenen Verbands mit Sitz in Köln bereit. Allerdings belaufen sich die Zusagen nur noch auf eine Gesamtsumme von 297.500 Euro. Wie aus einer Auflistung des Bundesinnenministeriums hervorgeht, ist dies etwa ein Fünftel der 2017 und weniger als ein Zehntel der 2016 gezahlten Mittel.

Der scheidende religionspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, verlangte dennoch erneut, die Kooperation mit Verbänden wie der Ditib, dem Zentralrat der Muslime oder Milli Görüs generell auf den Prüfstand zu stellen, da diese „aus dem Ausland gesteuert“ würden. Beck monierte auch das Fehlen einer Strategie für den Umgang mit den Verbänden und verlangte einen Neuanfang, auch im Hinblick auf die „Deutsche Islamkonferenz“.

Für die umfassende Information von Politik und Öffentlichkeit über die verschiedenen islamischen Akteure in Deutschland solle ein eigenes wissenschaftliches Institut gegründet werden.

Volker Beck kritisiert „Fehlinvestitionen“

Für 2017, das Jahr nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei mit der folgenden Verhängung des Ausnahmezustands und der rigiden Verfolgung tatsächlicher und angeblicher Gegner des Regimes von Präsident Recep Tayyip Erdogan, weist das Ministerium Zahlungen von 1,47 Millionen Euro an die Ditib-Zentrale sowie Ditib-Teilverbände aus. Der Schwerpunkt der Projektförderung lag wie schon im Vorjahr auf der Flüchtlingshilfe. 2016 hatte der Bund 3,27 Millionen an die Ditib gezahlt. Der Zentralrat der Muslime steht für 2018 mit gut 100.000 Euro auf der Empfängerliste.

Im Vorjahr hatte der Verband mehr als eine Million Euro erhalten, 2016 waren es knapp 880.000 Euro. Beck nannte die Höhe der Zuwendungen „erstaunlich“. Unter den Leistungen seien „Fehlinvestitionen“ und „religionspolitische Fehlgriffe“. Die Regierung habe „das Abhängigkeitssystem der Ditib stark gemacht“.

Die Liste der vom Bund geförderten Projekte sei „nicht abschließend“ und stelle keine Einordnung von Trägern als islamische Organisationen dar, heißt es in der Antwort der Regierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen, die dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorliegt. So tauchen darin neben der von der staatlichen türkischen Religionsbehörde Diyanet abhängigen Ditib und dem Zentralrat der Muslime auch die Alevitische Gemeinde und vor allem die Türkische Gemeinde in Deutschland auf.

Islamverbände dürfen nicht diskriminiert werden

Ein komplettes Verbot staatlicher Geldzuwendungen an Religionsgemeinschaften aus dem Ausland, wie dies unter anderem das CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn gefordert hatte, lehnt die noch amtierende Regierung als unzulässigen Eingriff in die Religionsfreiheit ab. Das Verbot in einem „Islamgesetz“ nach österreichischem Vorbild auf die islamischen Verbände zu beschränken, wäre überdies eine grundgesetzwidrige Diskriminierung. Allerdings müssten sich die Empfänger verfassungs- und gesetzeskonform verhalten und mit erhaltenen Zuwendungen nach den Vorgaben des Vereins- und Steuerrechts umgehen.

Zugleich räumte die Regierung das Fehlen eigener Erkenntnisse sowohl über den Einfluss fremder Staaten auf islamische Verbände in Deutschland als auch über deren Haltung zu Demokratie und Grundrechten, zum Minderheitenschutz oder zum Existenzrecht Israels ein. „Aus Gründen des Staatswohls“ verweigerte sie offene Antworten zu geheimdienstlichen Erkenntnissen über organisatorische und finanzielle Einflussnahme islamischer Staaten – etwa aus der Golfregion oder Nordafrika.

Beck kritisierte den Wissensstand der Regierung als fragmentarisch und folglich als gefährlich: „Der Staat muss wissen, mit wem er verhandelt, wenn es um Projektförderung, Seelsorge, Islam-Unterricht und gar die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts geht.“

 

5 Oktober 2017 0 Kommentare
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Religion

„Keine Religionsfreiheit für Muslime“: Dieser AfD-Mann will Vizepräsident im Bundestag werden

von Fremdeninfo 4 Oktober 2017
von Fremdeninfo

„Keine Religionsfreiheit für Muslime“: Dieser AfD-Mann will Vizepräsident im Bundestag werden

  • dtj-online
  • PolitikTop Thema
  • 2. Oktober 2017 09:27

Das Mitglied des Bundestages und der Bundestagsfraktion der AfD, Albrecht Glaser, lacht am 27.09.2017 in Berlin während einer Pressekonferenz am Rande der Fraktionssitzung seiner Partei im Deutschen Bundestag. Glaser wird von der Alternative für Deutschland als Kandidat zum Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages aufgestellt. Foto: Gregor Fischer/dpa

Führende Politiker der Bundestagsfraktionen von SPD, FDP, Grünen und Linkspartei wollen den AfD-Kandidaten Albrecht Glaser wegen seiner Haltung zur Religionsfreiheit nicht zum Bundestagsvizepräsidenten wählen. Zur Begründung verwiesen sie auf Äußerungen Glasers, in denen dieser die Religionsfreiheit für Muslime in Abrede gestellt hatte, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Montag. Die AfD verteidigte Glaser.

Glaser hatte in verschiedenen Interviews erklärt, die Religionsfreiheit gelte nicht für Muslime, da der Islam eine politische Ideologie und keine Religion sei. Man könne daher nicht zwischen Muslimen und Islamisten unterscheiden.

„Wer die Religionsfreiheit infrage stellt, hat sich disqualifiziert. Ich kann so jemanden nicht wählen“, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Cem Özdemir der Zeitung. Ein geeigneter Kandidat müsse sich klar zur Verfassung bekennen. Auch die FDP signalisierte Ablehnung. „Es ist bekannt, dass Herr Glaser für eine Reihe von Positionen steht, die eine Zumutung für mich darstellen“, sagte Marco Buschmann, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion. Die Fraktionen seien gehalten, Personen vorzuschlagen, die mehrheitsfähig sind.

Aus der Fraktion der Linken hieß es, Glaser könne nicht mit Unterstützung rechnen. „Für mich steht fest, dass ich Herrn Glaser nicht wählen werde“, sagte der Fraktionsvorsitzende Dietmar Bartsch der Zeitung.

Ähnlich äußerte sich die SPD: Potenzielle Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten müssten „natürlich auf dem Boden des Grundgesetzes stehen und insbesondere die Grundrechte respektieren“, sagte Carsten Schneider, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion.

Union äußert sich nicht

Die Führung der Unions-Fraktion, die die meisten Abgeordneten stellt, wollte sich nicht äußern. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland bezeichnete die Vorwürfe gegen Glaser als absurd. „Selbstverständlich stehen wir hinter Herrn Glaser als Kandidaten“, sagte er.

Jede Fraktion im Bundestag hat das Recht auf einen Vizepräsidenten. Die Kandidaten müssen jedoch mit der einfachen Mehrheit der Abgeordneten gewählt werden. Im Herbst 2005 war der Kandidat der Linkspartei, der damalige Parteivorsitzende Lothar Bisky, vier Mal durchgefallen. Die Partei nominierte einige Monate später Petra Pau, die seitdem Vizepräsidentin des Bundestages ist.

Glaser war CDU-Kommunalpolitiker und Stadtkämmerer in Frankfurt am Main. Nach seinem Austritt aus der CDU war er Gründungsmitglied der AfD und ist dort seit 2015 einer der drei stellvertretenden Parteisprecher. Im Frühjahr trat er als Kandidat für die Wahl des Bundespräsidenten an.

4 Oktober 2017 0 Kommentare
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Politik

Auswertung der Bundestagswahl

von Fremdeninfo 25 September 2017
von Fremdeninfo

Auswertung der Bundestagswahl

Am 24.09.2017 haben die Deutschen, auch diejenigen mit Migrationshintergrund, die Mitglieder des Bundestages gewählt. Die Wahlbeteilung ist anders als erwartet, höher ausgefallen.

Die großen Volksparteien CDU/CSU und SPD  haben sehr viele Stimmen verloren. Nach 1948 hat die SPD ihr schlechtestes Wahlergebnis eingefahren. Die CDU/CSU hat mindestens 8,5 % an Stimmen verloren, sie ist aber dennoch wieder stärkste Partei im Parlament geblieben. Damit hat sie erneut den Auftrag zur Regierungsbildung. Die SPD hat kurz nach Schließen der Wahllokale angekündigt, in die Opposition gehen zu wollen. Die CDU hat damit keine Möglichkeit mehr, eine große Koalition mit der SPD zu bilden. Unter den 6  im Parlament vertretenen Parteien wird damit eine sog. Jamaika-Koalition der CDU/CSU mit der FDP und den Grünen zusammen als einzige Möglichkeit angesehen. Damit wird es äußerst schwierige Koalitionsverhandlungen geben und es wird nicht mehr ein Regieren wie bisher möglich sein. Die Wähler haben aber nun einmal ein solches Votum gegeben, wie das Land nunmehr zu regieren ist. Unter Berücksichtigung dieses Auftrages sind die 6 Parteien in der Volksvertretung gezwungen, eine Lösung zu finden.

Es ist sowohl für die Mehrheit der Wähler als auch für die bürgerlichen Parteien ein Bitternis, dass die AfD, eine Partei mit rassistischen und nationalsozialistischen Einstellungen bzw. Vertretern drittstärkste Partei im Parlament geworden ist. Diese Partei hat mit Themen gegen die Einwanderung und Flucht, d. h., auf dem Rücken derjenigen, die humanitäre Hilfe benötigen, populistischen Wahlkampf betrieben und hat damit 12,6 % der Wähler und Wählerinnen erreicht. Dieses Ergebnis zeigt, dass die Gesellschaft nach rechts gerückt ist. Das ist als ein Schlag gegen die Demokratie zu werten.  D. h., damit sind und werden nationalsozialistische Äußerungen und Verharmlosungen eines Herrn Höcker, Gauland etc. hof- und parlamentsfähig?

 Deutschland ist ein Einwanderungsland. Hier leben EinwandererInnen und Flüchtlinge aus allen Ländern der Welt. Es ist eine multiethnische Gesellschaft  entstanden, und zwar seit mindestens 60 Jahren. Diese Menschen haben mit zur sozialen, wirtschaftlichen und humanen Entwicklung Deutschlands beigetragen. Es ist ein friedliches Zusammenleben entstanden bzw. ein solches Zusammenleben ist dabei, sich noch weiter zu entwickeln und zu verwurzeln. Die rassistischen und fremdenfeinlichen Aussagen, Reden und Parteiprogramme der AfD können das alles zerstören und dem friedlichem Zusammenleben Deutscher und der hier ansässig gewordenen EinwandererInnen schaden.

Auf die bürgerlich demokratischen Parteien kommt daher eine große Aufgabe zu. Sie müssen ihre unzufriedene Wählerschaft von der AfD zurückgewinnen. Das wird aber nicht damit gelingen, dass ein Martin Schulz, Kanzlerkandidat der SPD, mit 20,5 % Wählerstimmen, Stimmenverlust 5,2 %, als Verlierer der Wahl nur die Kanzlerin Angela Merkel mit 32,6 % Wählerstimmen, Stimmenverlust gegenüber der Wahl 2013 i. H. v. 8,6 %, anprangert. Immerhin hat die SPD mit der CDU/CSU jahrelang in der großen Koalition mitregiert und zu der Misere mitbeigetragen. Sie hat mit dazubeigetragen, dass mit der Harzt-IV-Reform, Rentenreform, den 1-Euro-Jobs, dem Mindestlohn, dem Abbau von Sozialwohnungen, dem Abbau bezahlbaren Wohnraums, den Zeitverträgen etc. der Bürger in Deutschland immer ärmer und damit immer unzufriedener wurde. Der soziale und wirtschaftliche Abstieg der Geringverdiener und des Mittelschichtes hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Diese Entwicklung ist an der CDU/CSU und SPD vorbeigegangen.

Dass 2015 eine Million Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen wurden, hat als Kontrast zu dieser Misere den Eindruck erweckt, dass diese Flüchtlinge eine gute Versorgung bekommen, dass aber die hiesige Bevölkerung sich noch so viel anstrengen kann, dass dennoch die soziale Schieflage für sie immer mehr zunimmt.

Die Schuld für den Unmut der unzufriedenen Bevölkerung und für die soziale Misere hat die AfD daher bei den EinwandererInnen und Flüchtlingen ausfindig gemacht. Sie hat sich nicht mit den etabilierten Parteien themenorientiert auseinandergesetzt. Eine Parallele dazu ist in der Nazizeit auch zu finden. Die Nazionalsozialisten haben die Schuld an den Folgen des 1. Weltkrieges bei den Juden, Alliierten und Ausländern gesucht und gefunden. Diese Geschichte darf sich nicht wiederholen.

Die demokratisch etabilierten Parteien müssen die Probleme mit der Einwanderung und die Flucht mit neuen Akzenten und unter Mitwirkung der Betroffenen schnell lösen. Dazu ist nötig, dass die EinwandererInnen das aktive und passive Wahlrecht zugesprochen bekommen und dass sie das soziale, politische, wirtschaftliche und humane Zusammenleben mitgestalten. Anderenfalls werden diese Themen weiterhin einen Nährboden für rechtsextreme Parteien und Vertreter bilden.

Dass die AfD bis heute keine einzige Lösung für die Probleme gezeigt hat, ist auffällig. Dem Bürger muss das klar gemacht werden. Die AfD spaltet die Gesellschaft. Das muss klar herausgearbeitet werden. Die AfD möchte keine Einwanderung in Deutschland haben. Den Bürgern muss vor Augen gefürt werden, dass die Welt globalisiert ist, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist und dass das friedliche Zusammenleben und die sozilale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes nur mit dem Zusammenwirken der Eingewanderten erfolgen kann.

Darüber hinaus müssen die Themen Altersarmut, Armut der Geringverdiener, sozialer Wohnungsbau, bezahlberer Wohnraum, schulische und berufliche Förderung und Forderung, ausreichende Renten, ausreichende Kranken- und Pflegeversorgung etc. sowohl für die hiesige Bevölkerung als auch für die Eingewanderten gemeinsam angegangen werden.  Erst dann wird es für Parteien wie der AfD keine Plattform mehr geben.

 Am 15.10.2017 stehen die Landtagswahlen in Niedersachsen an. Es ist zu wünschen, dass die Wähler und Wählerinnen der AfD keine Chance geben, und zwar im Interesse aller in der BRD lebenden Menschen.

25 September 2017 0 Kommentare
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Politik

Zur Aufruf der türkischen Vereine in Nidersachsen zur Wahlen gehen

von Fremdeninfo 20 September 2017
von Fremdeninfo

Zur Aufruf der türkischen Vereine  in Nidersachsen  zur Wahlen gehen

Wir gehen wählen: Unsere Stimme gegen Rechtspopulisten und für Demokratie!

Wir gehen am 24. September 2017 zur Bundestagswahl, weil wir für

Demokratie, Chancengleichheit,Gleichberechtigung und ein friedliches

Zusammenleben stehen!

Es gilt gemeinsam zu verhindern,dass die Rechts

populisten in den Bundestag einziehen. Nur wenn wir an den Wahlen teilnehmen, werden wir dies mit

unseren Stimmen verhindern können. Denn die beste und wirksamste

Maßnahme zur Bekämpfung des Rassismus ist die Beteiligung an den Wahlen.

Durch höhere Wahlbeteiligung ist es möglich, die Rechtspopulisten

demokratisch zurückzudrängen und ein Zeichen für die Demokratie zu setzen.

Wir wollen Keine Rechts populisten im Bundestag

Ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander!

Gleiche Bildungschancen für alle!

Wir fordern die Politik auf  Schafft Strukturen für ein besseres,

gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen in unserer Gesellschaft!

Wir fordern die Wählerinnen und Wähler mit türkischen Wurzeln auf

: Mischt euch ein und macht von eurem Wahlrecht Gebrauch!

Beteiligt euch an der Bundestagswahl am 24. September!

Gemeinsame Erklärung der Vereine:

-Türkische Gemeinde in Niedersachsen e.V

-Union EuropäischTürkischer Demokraten Niedersachsen

-Föderation Türkischer Elternvereine in Niedersachsen

Türkischer Lehrerinnen und Lehrerbund in  Niedersachsen

-Verein zur Förderung der Ideen Atatürks e.V.

-Türkischer Elternverein Lehrte

-Umut e.V.

-Schwarzmeer Kulturverein Hannover

  • Can Arkadas e.V
20 September 2017 0 Kommentare
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Veranstaltungen

Veranstaltung

von Fremdeninfo 15 September 2017
von Fremdeninfo

Hallo

Kültür

Selam

8.09.2017

DETUSCH-Türkische Kulturtage

Türk-Alman Kültür

Geceleri

Can Arkadas

 

Jugend musiziert

Baglama

55.REGIONALWELTTBEWEERB Hannover

Sonntag, 26.1 2018

Austragungsort: Musikschule der Landeshauptstadt Hannover

Maschstr:22-24 ( Haus der Jugend)

15 September 2017 0 Kommentare
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Religion

Zentralrat der Muslime: Parteien gehen auf Distanz zu Islam-Verbänden

von Fremdeninfo 11 September 2017
von Fremdeninfo

Zentralrat der Muslime: Parteien gehen auf Distanz zu Islam-Verbänden

  • dtj-online
  • Politik
  • 11. September 2017 17:10

 

Die Parteien gehen nach Erkenntnissen des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zunehmend auf Distanz zu den Islam-Verbänden. Dabei treibe sie vor allem die Sorge um, ausländische Staaten und Organisationen könnten mit Geld und der Entsendung radikaler Imame Moscheegemeinden politisch beeinflussen. Das schreibt der ZMD in einem am Montag veröffentlichten «Kompass» zur Bundestagswahl. Er ist als Entscheidungshilfe für muslimische Wähler gedacht.

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer antwortete auf die Frage, wie ihre Partei zur Anerkennung muslimischer Vereine als Religionsgemeinschaft und Körperschaft des Öffentlichen Rechts stehe: «Wir wollen nicht, dass fremde Staaten Einfluss auf deutsche Religionsgemeinschaften nehmen – und sehen daher das Engagement der Türkei oder Saudi-Arabiens sehr kritisch.» Die Grünen erklärten, es sei inakzeptabel, «dass Verbände aus dem Ausland gesteuert und zu politischen Zwecken genutzt werden».

Die Unionsparteien wollen nach eigenen Angaben «helfen, dass sich der friedliche und integrationsbereite Islam in Deutschland auf dem Boden des Grundgesetzes so organisiert, dass er Verhandlungs- und Dialogpartner von Staat und Gesellschaft sein kann». Kanzlerkandidat Martin Schulz betonte, die SPD unterstütze die organisatorische Entwicklung der muslimischen Gemeinden und Organisationen nur dann, «wenn sie die freiheitliche demokratische Grundordnung achten».

Die AfD hatte laut ZMD nicht auf die Fragen geantwortet. Hintergrund der Kritik der Parteien sind unter anderem die jüngsten Spitzelvorwürfe gegen Imame der Türkisch-Islamischen Union (Ditib

11 September 2017 0 Kommentare
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Politik

Parteien sollten keinen Wahlkampf über EineandererInnen machen

von Fremdeninfo 10 September 2017
von Fremdeninfo

Parteien sollten keinen Wahlkampf über EineandererInnen machen

EinwandererInnen  werden alltäglich bei der Arbeits- und Wohnungssuche  diskriminiert. Sie werden nunmehr auch im Wahlkampf durch einzelne Politiker diskriminiert oder müssen sich rassistische Bemerkungen anhören. Ansonsten haben sie aber in Deutschland als Minderheiten keine politischen Mitbestimmungsrechte, werden aber von allen Parteien für ihre Zwecke missbraucht.

Parteien wie die AfD haben Zulauf, weil sie sich das Thema Flucht und Migration in negativer Form auf die Fahnen geschrieben haben. Ein Mitglied und Verantworchtlicher Politiker dieser Partei will sogar eine deutsche Politikerin und Ministerin in „Anatolien entsorgen“. Das zeigt, dass Deutsche mit Migrationshintergrund für sie keine „Deutsche“ zu sein scheinen bzw. dass es Deutsche erster und zweiter Klasse gibt? Sie machen im Wahlkampf sehr viel kaputt und vergessen dabei, dass vor und auch nach dem Wahlkampf ein friedliches Zusammen aller in Deutschland lebender Menschen stattfindet.

Alle Politiker und Parteien müssen endlich annehmen und ankerkennen, dass Deutschland ein Einwanderungsland geworden ist. Es darf keine Klassengesellschaft mehr geben und es muss allen hier lebenden Menschen die gleichen freiheitlich-demokratischen Rechte eingeräumt werden. Solange das bei den demokratischen Parteien nicht umgesetzt wird, wird es Probleme wie Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus geben.

Seit mind. 60 Jahren gibt es in der BRD Einwanderung. Die mind. 8 Millionen Eingewanderten zahlen hier auch Steuern wie jeder andere auch und tragen zur wirtschaftlichen, sozialen und finanziellen Entwicklung bei. Sie dürfen aber nicht mitbestimmen, wie die Politik ihr Leben hier gestaltet bzw. gestalten darf. Sie haben keine Rechte und keine Stimmen. Dann wundert sich die gesamte Gesellschaft, dass die sog. Integration nicht zustande gekommen sei oder nicht in der erfordlichen Art und Weise erfolge. Muss man sich an dieser Stelle nicht die Frage stellen, wie kann man „Rechtlose“ integrieren? Das alles ist im 21. Jahrhundert nicht mehr nachvollziehbar. 

Dass die Flüchtlinge ein großes Thema für die Parteien, Politiker und für Wahlkämpfe darstellt, hat auch das Fernsehduell zwischen der CDU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel und dem SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz auch gezeigt. In dem Duell wurde nämlich mindestens eine Halbe Stunde lang über die Flüchtlinge debattiert.

Es wird auf den folgenden Satz hingewiesen, der in den verschiedensten Variationen bei Kant, Konfuzius, in der Bibel und in den Hadithen des islamischen Propheten Muhammed von An-Nawawi stößt:

„Keiner von euch ist ein Gläubiger, solange er nicht seinem Bruder wünscht, was er sich selbst wünscht.“

 Und im Matthäus-Evangelium, im siebten Kapitel, steht: „Alles was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut ihr ihnen auch.“ (Matthäus-Evangelium, 7. Kapitel). 

Das muss doch dann wie Johannes Rau, Deutscher Bundespräsident, 2001, geäußert hat, heißen: „Behandle den Fremden, behandle den Andersgläubigen so, wie du selber behandelt werden möchtest“.

Sollte man wenigstens nicht jetzt damit beginnen, das umzusetzen?

Wenn  man Minderheiten keine demokratischen Rechte einräumt, kann man eigentlich über Menschenrechte und Demokratie nicht reden.

AfD-Politiker Gauland hatte auf einer AfD-Wahlkampfveranstaltung im Eichsfeld in Thüringen unter dem Jubel der Zuhörer gerufen: „Ladet sie (gemeint war Integrationsministerin Özoguz, Anm. d. Redaktion) mal ins Eichsfeld ein und sagt ihr dann, was spezifisch deutsche Kultur ist. Danach kommt sie hier nie wieder her, und wir werden sie dann auch, Gott sei Dank, in Anatolien entsorgen können“.

Der CDU-Stadtoberhaupt Bürgermeister Helmut Affelt hatte ohne erkenbaren Anlass die türkischstämmige Integrationsbeauftragte Esin Özalp, SPD, 

aufgefordert, sich vom türkischen Präsidenten Tayyip Recep Erdogan zu distanzieren oder anderenfalls zurückzutreten.

Auffällig ist auch hier wieder, es handelt sich um eine Deutsche mit Migrationshintergrund, die in einer deutschen Partei, nämlich bei der SPD integriert und eine Aufgabe übernommen hat. Daraus könnte verstanden werden, es gibt Deutsche 1. und 2. Klasse. 

Nach einer solchen Aussage sollte der Bürgermeister eigentlich mindestens zu Entschuldigung aufgefordert werden. Das geschieht aber nicht, weil der CDU-Politiker offensichtlich das ausspricht, was viele denken.  

Die Integrationsverordnung scheint davon auszugehen, dass  EinwanderInnen  im Gegensatz zu den aufgeklärten und zivilgesellschaftlichen Deutschen die Prinzipien der Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung, Toleranz und Religionsfreiheit nicht oder nur unzureichend verinnerlicht hätten. Indem die Integrationspolitik sich mit solchen kollektiven Negativzuschreibungen beschäftigt und daran arbeiten möchte, verdächtigt sie die EinwanderInnen grundsätzlich damit,  autoritäre, sexistische und fundamentalistische Grundhaltungen und Verhaltensweisen zu haben. Offensichtlich wird hier mit Fremd- und Feindbildern operiert, die tradierte rassistische Haltungen beinhalten, die es auch in Nazideutschland vorhanden waren.

Es gibt eine „Integrationsbedürftigkeit“. D. h., EinwanderInnen  werden wie Kinder, Kranke, Schwerbehinderte, Sträflinge und Arme behandelt, bei denen eine soziale, persönliche oder wirtschaftliche Bedürftigkeit im Sinne des Sozialgesetzbuches gibt. Wie im Sozialgesetzbuch sich der deutsche Staat für die Versorgung und Integration dieser Bedürftigen verpflichtet sieht, sieht sie sich für die als unmündig und unselbstständig erklärten EinwandererInnen ebenfalls verpfichtet, sie zu integrieren und legt sich dabei selbst die Aufgaben und Pflichten fest, ungeachtet dessen, dass sie keine Mitbestimmungsrechte haben.

Die MigrantenInnen haben alle ihren Lebentsmittelpunkt hier in der BRD. Hier in der BRD haben sie die Probleme mit der Arbeitslosigkeit, Altersarmut, unzureichendes Bildungsniveau, Ausbildungslosigkeit, Schulabgänger ohne Schulabschlüsse, Fehlen von bezahlbaren Wohnungen, unzureichende kulturell angepasste Pflegemöglichkeiten für alte oder kranke MigrantenInnen etc. Das alles muss und kann nur gemeinsam mit angepackt werden, indem die MigrantenInnen

die Politik hier in der BRD und in den Bundesländern mitgestalten. Lösungen können nur gemeinsam und nur mit der deutschen Gesellschaft zusammen gefunden werden. Die deutsche Gesellschaft kann und sollte nicht über das, was für MigrantenInnen richtig oder nötig sein könnte, allein entscheiden. Also sollten alle unter demokratischen Voraussetzungen gemeinsam nach Lösungen suchen.

Die türkische Gemeinde fordert von den Parteien beim Aufstellen der Listen eine Quotenregelung für EinwandererInnen und ein kommunales Wahlrecht für sie, wie für die EU-Ausländer. Das Wahlrecht sollte für lange hier in der BRD lebende MigrantenInnen eingeräumt werden. Es könnte dann ein Ministerum für Einwanderung eingerichtet werden, das sich mit den Problemen und Lösungen der Einwanderung und Flucht beschäftigt. So könnten die Probleme gebündelter angegangen werden, auch in Bezug auf die europäische Flüchtlingsproblematik.

Es wird gehofft, dass am 24.09.2017 und am 15.10.2017 bei den   Niedersachsenlandtag  Wahlen die Probleme der Flucht und Migration die Entscheidung der Wähler zu rassistischen, diskriminierenden und antisemitischen Wahlprogramm propagierenden Parteien tendiert und dass in sehr naher Zukunft, nämlich bei der nächsten Regierung über eine Vorgehensweise in demokratischer Richtung für MigrantenInnen Umsetzungen stattfinden.  

Also trotzallem  sollten wir alle unter demokratischen Voraussetzungen am 24. September 2017 und am 15. Oktober 2017 zu den Wahlen gehen und hiesige demokratische Parteien nach unserer eigenen freien Entscheidung wäh

10 September 2017 0 Kommentare
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Politik

Türkische Gemeinde kritisiert Schwenk deutscher Türkei-Politik

von Fremdeninfo 5 September 2017
von Fremdeninfo

Türkische Gemeinde kritisiert Schwenk deutscher Türkei-Politik

  • dtj-online
  • NewstickerPolitik
  • 5. September 2017 10:11
  • 9

ARCHIV – Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), Gökay Sofuoglu, steht am 03.12.2015 in Berlin auf einer Brücke. Foto: Gregor Fischer/dpa

Die Türkische Gemeinde in Deutschland hat die neue Haltung der Bundesregierung kritisiert, für einen Abbruch der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei einzutreten. Dies sei «ein Riesenrückschritt», sagte der Vorsitzende Gökay Sofuoğlu der Düsseldorfer «Rheinischen Post» (Dienstag). «Das stärkt in Deutschland den Rechten und in der Türkei Erdogan den Rücken.»

Das Signal, dass die Türkei nicht zu Europa gehöre, schwäche die demokratischen Kräften in der Türkei, die dort versuchten die Demokratie zurückzugewinnen. «Union und SPD tun im Bundestagswahlkampf so, als ob die Türkei nur aus Erdogan und seinen Anhängern besteht», Sofuoglu. Dabei sei die Mehrheit in der Türkei demokratisch gesonnen. «Die deutsche Regierung muss auch bedenken, dass es eine Zeit nach Erdogan geben wird.»

Aus dem gleichen Grund sind auch die Grünen dagegen, die Beitrittsverhandlungen endgültig zu beenden. Die Gespräche lägen zu Recht vorerst auf Eis, sagte Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt am Montagabend im ZDF. Aber: «Den demokratischen Kräften in der Türkei schließen wir nicht die Tür. Herrn Erdogan, ja. Aber den demokratischen Kräften ganz bestimmt nicht.»

Die Linke: Bundesregierung setzt mögliche Maßnahmen nicht um

Sie kritisierte wie Linke-Spitzenkandidat Dietmar Bartsch, dass die Bundesregierung andere mögliche Maßnahmen gegen die Türkei nicht umsetze. Es würden weiter Waffen an Ankara exportiert und Hermes-Bürgschaften für Geschäfte mit der Türkei gewährt. «Sie reden viel, aber machen nichts, und damit stärken sie definitiv Herrn Erdogan», sagte Bartsch an die Adresse der Regierung. Anders als die Grünen ist die Linke aber für einen Abbruch der Verhandlungen.

Grünen-Chef Cem Özdemir gab in der «Rhein-Neckar-Zeitung» (Dienstag) auch zu bedenken: «Ein Abbruch der Beitrittsverhandlungen würde Erdogan nicht treffen, sondern ihm neues Futter für seine Propagandamaschine geben.»

dpa/dt

5 September 2017 0 Kommentare
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Religion

Per Bikini zum Islam- und Integrationsexperten

von Fremdeninfo 5 September 2017
von Fremdeninfo

Per Bikini zum Islam- und Integrationsexperten

  • Emre Yavuz
  •  
  • DTJ-Blog
  • 15. Februar 2016 15:16
  • 3.096

 

 

 

 

 

Mit meiner Kritik daran, dass muslimische Frauen in unseren Medien erst dann als vollwertige Mitglieder unserer liberalen Gesellschaft dargestellt werden, wenn sie sich öffentlich im Bikini zeigen oder auf eine andere Art und Weise ihre persönliche Ablehnung der Traditionen und Bräuche ihrer Eltern quasi zur Profession machen, scheine ich vielen Leuten aus der Seele gesprochen zu haben.

Übrigens galt meine Kritik gar nicht mal so sehr dem Schönheitswettbewerb „Miss Turkuaz“. Es gibt viele derartige Schönheitswettbewerbe auf der Welt und dieser ist halt einer davon. Ich interessiere mich ziemlich wenig für sie, bin der Einladung zur Veranstaltung in der Vergangenheit nicht gefolgt und würde derartigen Einladungen auch zukünftig nicht folgen. An dieser Meinung ändert auch die Tatsache nichts, dass die diesjährige Preisträgerin nicht nur aus dem Dorf meiner Eltern stammt, sondern auch mit mir verwandt ist. Ich kenne sie persönlich nicht, bin mir aber auf Grundlage der Erzählungen meiner Familienmitglieder ziemlich sicher, dass sie eine wunderbare junge Dame ist und diese Auszeichnung verdient. Ich bin glücklich für sie, dass die Jury sie für die beste Kandidatin gehalten hat.

Aber deswegen muss ich diese Wettbewerbe nicht mögen. Ich muss sie auch nicht hassen. Ich kann damit leben, dass es sie gibt, weil ich es an Deutschland und Europa zu schätzen weiß, dass auch andere Leute damit leben können, was ich selbst so alles außerhalb des allgemeinen Mainstream-Spektrums tue und lasse.

Und genau darum geht es hier.

Eine liberale Gesellschaft definiert sich weder über die plumpe Freiheit nackter Haut, noch über die seltsame Freiheit, traditionell lebende Menschen auf ekelhafte Art und Weise zu verspotten.

Eine liberale Gesellschaft definiert sich über die Freiheit des Geistes.

Und die Aufgabe der Medien ist es weniger, durch tendenziöse Berichterstattung eine bestimmte Meinungsbildung zu forcieren, dafür aber umso mehr, die Realitäten unserer Gesellschaft möglichst objektiv darzustellen. Diese lächerliche Instrumentalisierung einer 19-jährigen muslimischen Schönheitskönigin im Fernsehen, die mich heute Morgen wirklich sehr irritierte, war aber einfach nur noch abartig.

Ein Deutschland, in dem Menschen aus anderen Kulturen erst dann als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft angesehen werden, wenn sie eine gewisse Abneigung gegenüber ihrer Herkunftskultur demonstrieren bzw. ohne es überhaupt zu wollen diesen Eindruck erwecken, ist nicht mein Deutschland.

Ein solches Deutschland gibt es auch gar nicht. Es mag in einigen abgeschotteten Regionen dieses Landes normal sein, Andersartigkeit mit Spott und Abneigung zu begegnen, jedoch weiß ich wirklich nicht, was daran so toll sein soll, dass Fernsehsender einen derartigen Umgang noch unterstützen. Und dieses Problem ist mittlerweile nun wirklich weit über die Bildzeitung hinaus gewachsen.

Deutschland ist ganz anders. Deutschland ist bunt. Deutschland ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Deutschland hat schon längst begriffen, dass Vielfalt unsere Stärke ist. Deutschland wird erfolgreicher, wenn es seine eigenen Potentiale weckt und fördert.

Unsere kulturelle Vielfalt ist unser gesellschaftliches Kapital. Punkt.

Wohin uns die Engstirnigkeit einiger Leute bringen soll, versteh ich nicht. Wenn Menschen, die meinen, Frauen vorschreiben zu müssen, was sie auf dem Kopf zu tragen haben, die Liberalität angreifen (und ja, das tun sie!), warum werden andere Menschen dann, wenn sie Frauen vorschreiben, was sie NICHT zu tragen haben, plötzlich zu Superhelden der Freiheit?

Liberalität geht anders.

Liberalität ist geprägt von gegenseitiger Anerkennung und bedingungslosem Respekt. Man muss niemanden lieben, um ihn oder sie zu respektieren, aber wenn man jemanden respektiert, dann macht man diese Person oder ihren Lebensstil nicht zum öffentlichen Gespött.

Dann liebt man schlicht und einfach diese Gesellschaft dafür, dass sie jeder Kultur, die die Freiheiten anderer Kulturen respektiert, ein gleichwertiges Existenzrecht zuschreibt.

Hier geht es übrigens zum Beitrag, der mich dazu verleitet hat, diese Zeilen zu schreiben

5 September 2017 0 Kommentare
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