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Zentralrat der Muslime: Parteien gehen auf Distanz zu Islam-Verbänden

von Fremdeninfo 11 September 2017
von Fremdeninfo 11 September 2017
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Zentralrat der Muslime: Parteien gehen auf Distanz zu Islam-Verbänden

  • dtj-online
  • Politik
  • 11. September 2017 17:10

 

Die Parteien gehen nach Erkenntnissen des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zunehmend auf Distanz zu den Islam-Verbänden. Dabei treibe sie vor allem die Sorge um, ausländische Staaten und Organisationen könnten mit Geld und der Entsendung radikaler Imame Moscheegemeinden politisch beeinflussen. Das schreibt der ZMD in einem am Montag veröffentlichten «Kompass» zur Bundestagswahl. Er ist als Entscheidungshilfe für muslimische Wähler gedacht.

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer antwortete auf die Frage, wie ihre Partei zur Anerkennung muslimischer Vereine als Religionsgemeinschaft und Körperschaft des Öffentlichen Rechts stehe: «Wir wollen nicht, dass fremde Staaten Einfluss auf deutsche Religionsgemeinschaften nehmen – und sehen daher das Engagement der Türkei oder Saudi-Arabiens sehr kritisch.» Die Grünen erklärten, es sei inakzeptabel, «dass Verbände aus dem Ausland gesteuert und zu politischen Zwecken genutzt werden».

Die Unionsparteien wollen nach eigenen Angaben «helfen, dass sich der friedliche und integrationsbereite Islam in Deutschland auf dem Boden des Grundgesetzes so organisiert, dass er Verhandlungs- und Dialogpartner von Staat und Gesellschaft sein kann». Kanzlerkandidat Martin Schulz betonte, die SPD unterstütze die organisatorische Entwicklung der muslimischen Gemeinden und Organisationen nur dann, «wenn sie die freiheitliche demokratische Grundordnung achten».

Die AfD hatte laut ZMD nicht auf die Fragen geantwortet. Hintergrund der Kritik der Parteien sind unter anderem die jüngsten Spitzelvorwürfe gegen Imame der Türkisch-Islamischen Union (Ditib

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