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Türkische Schulen in Deutschland: (K)ein Grund zur Panik

von Fremdeninfo 9 September 2020
von Fremdeninfo

Türkische Schulen in Deutschland: (K)ein Grund zur Panik

Von

dtj-online

–

 
 
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Die Deutsche Schule in Istanbul: Dieses Modell möchte die Türkei selbst nun ebenfalls für Deutschland anwenden.

Die Türkei verhandelt mit der Bundesrepublik über drei türkische Schulen in Deutschland − eine davon in NRW. Kritiker befürchten einen ideologischen und die Türkei verherrlichenden Ansatz. Sie fürchten die mögliche Einflussnahme.

Es gibt Dutzende ausländische Schulen in Deutschland. Aber wenn Ankara hierzulande die Errichtung drei türkischer Bildungseinrichtungen anstrebt, erregt das die Gemüter. Kritiker äußern Sorgen vor unerwünschter Einflussnahme seitens der türkischen Regierung. Noch laufen die Verhandlungen mit der Bundesrepublik über die Schulen. Die Türkei plant, diese jeweils in Köln, Frankfurt am Main und in Berlin zu eröffnen.

Muss man befürchten, dass Schüler indoktriniert werden sollen? „Einen ideologischen Ansatz wird es in den Schulen schon geben und den Versuch, Einfluss zu gewinnen“, glaubt Hacı-Halil Uslucan. Er ist der Leiter des Zentrums für Türkeistudien. „Etwas Türkei-verherrlichend könnten die Schulen werden.“ Seit Jahren unternehme die Türkei Anstrengungen, im Ausland „ideologisch und kulturpolitisch“ Fuß zu fassen. Zugleich gibt Uslucan zu bedenken: „Generell sind Schulen kein Ort politischer Neutralität − die Schule hat immer einen gewissen Einfluss auf die Schüler.“

Überreagierende Gemüter

Angesichts der sehr überschaubaren Zahl drei geplanter Schulen im ganzen Land solle man „kein politisches Drama“ konstruieren. Denn auch in der Türkei gibt es schon seit langem drei deutsche Schulen. Die türkische Sprache habe zwar wenig Prestige in Deutschland, sei aber mancherorts trotzdem die am zweithäufigsten verwendete Sprache, so Uslucan. Insofern könnten türkische Schulen mit Blick auf Bilingualität von Interesse sein. Wer würde seine Kinder wahrscheinlich hinschicken? „Eltern, die Türkei-affin sind, eher dem Bildungsbürgertum angehören. Ich glaube weniger, dass es eine Rolle spielt, ob sie eine Beziehung zur AKP haben oder nicht.“

Wichtig findet der Bildungspsychologe: „Die Lehrkräfte müssen hierzulande sozialisiert und ausgebildet worden sein. Es darf keine Loyalitäten oder Abhängigkeiten des Lehrpersonals vom türkischen Staat geben.“ Die Schulbücher sollten eine internationale Perspektive einnehmen, kein türkisch-nationales Bild verbreiten.

Karakoyun sieht keinen Nutzen

Ercan Karakoyun, Vorsitzender der Stiftung für Bildung und Dialog, die offizieller Vertreter der Gülen-Bewegung in Deutschland ist, sieht hingegen keine Bereicherung: „Das türkische Bildungssystem ist desolat, in der internationalen Pisa-Studie landet die Türkei auf den hinteren Plätzen.“ Er vermutet: „Erdoğan will seinen Einfluss in Europa ausbauen, es geht ihm um ideologische Hoheit.“ Zielgruppe der von Ankara angestrebten Schulen seien AKP-nahe Familien, meint Karakoyun im Gegensatz zu Uslucan.

Die Schulen in der Türkei seien nach dem Putschversuch von 2016 nationalistischer geworden, dort werde „makelloses Türkentum“ gelehrt, eine ehrliche Auseinandersetzung mit der Geschichte fehle. Um dies für die anvisierten Schulen hierzulande zu verhindern, brauche es „deutsches Lehrpersonal und deutsche Schulleitung“. Daneben sei eine vielfältige Schülerschaft als auch eine enge Anlehnung an deutsche Lehrpläne erforderlich.

Staatliche türkische Maarif-Stiftung als Träger?

Und wer wird der Träger der privaten Ersatzschulen werden? Karakoyun geht davon aus, dass es auf die staatliche türkische Maarif-Stiftung hinauslaufen werde, die in mehreren Ländern viele Gülen-nahe Schulen übernommen habe − teilweise gegen Widerstände. Aus dem Schulministerium in NRW heißt es, der Abkommensentwurf für Köln benenne keinen Träger. „Es ist aber klar, dass der türkische Staat nicht selbst Träger sein kann.“

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) stellt klar: „Wer in NRW Schule machen will, muss sich an die Spielregeln des NRW-Schulgesetzes halten.“ Rahmen und Grenzen gebe das Land vor, die Schulaufsichtsbehörden wachten über die Einhaltung der Standards. Es gebe keinen „politischen Rabatt“. Viele öffentliche Schulen lehren ohnehin herkunftssprachlichen Unterricht – oft auf Türkisch. Daneben bietet die Türkei schon seit längerem in staatlichen deutschen Schulen Türkischunterricht an.

Gülen-nahe Privatschulen im Ausland unter Druck

Laut einem Bericht im „Kölner Stadt-Anzeiger“ übt Ankara über die Maarif-Stiftung Druck auf zahlreiche Regierungen aus. Ziel sei es, die Kontrolle über bisher Gülen-nahe Schulen zu gewinnen. Die im April 2019 in Köln gegründete Maarif Europe gGmbH solle als deutsche Stiftungs-Tochter bildungspolitische Interessen der Türkei im Ausland durchsetzen. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Schulen, die auf die Gülen-Bewegung zurückgehen. In der Öffentlichkeit ist das Bild über sie geteilt.

Maarif Europe habe mit den Planungen für türkische Schulen nichts zu tun, betont Geschäftsführerin Ece Sarısaltık-Aydın. Die Kölner gGmbH sei keine politische Einrichtung, sie diene dem „Brückenschlag zwischen den Kulturen“, sagt sie der dpa. Man wolle eine aktive gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund fördern.

Für Aslıhan Bakkal (39) aus der Region Köln ist die Sache klar. Mit Blick auf ihre zweisprachigen Söhne Ensar (7) und Seymen (3) sagt sie: „Wir sind in Deutschland und ich möchte, dass meine Kinder hier auch eine deutsche Schule besuchen.“ Eine Türkei-Schule käme für sie nicht in Frage. Sie glaubt, „mit der Integration würde es dann sicher nicht so gut funktionieren − türkische Schüler, türkische Sprache, türkische Kultur. Aber es wäre schön, wenn sie später mal in Istanbul studieren würden.“

9 September 2020 0 Kommentare
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Information

Völkerrecht: Entmilitarisierung der Ägäis-Inseln und Küstenstreifen der Türkei

von Fremdeninfo 5 September 2020
von Fremdeninfo

Völkerrecht: Entmilitarisierung der Ägäis-Inseln und Küstenstreifen der Türkei

 

Av.Mahmut Erdem

Von Avrupa-Postasi

54 kez okundu.

 

In jüngster Zeit verschärft sich die Auseinandersetzung zwischen Griechenland und der Türkei in der östlichen Ägäis, dabei geht es nicht nur um territoriale Ansprüche, sondern es  spiegeln sich  auch die innenpolitische Situationen der einzelnen Länder wieder.

Sowohl die Türkei als auch Griechenland leiden aktuell an einer wirtschaftlichen Krise. Ankara als auch Athen nutzt die Situation in der östlichen Ägäis für die innerpolitische Auseinandersetzung. In beiden Ländern wird eine nationale, teilweise kriegerische, Propaganda betrieben. Dabei werden beiden Ländern die wirtschaftlichen und insbesondere durch Corona, angeschlagenen Gesundheitssysteme der beiden Länder nivelliert. Herrschaftserhaltung.

Der Konflikt in der östlichen Ägäis ist, insbesondere für Erdogan kommt wie gerufen, um in der Türkei seine Macht zu sichern und zu erhalten.

Abkommen von Lausanne von 1923

Maßgeblich für die Grenzziehung der Türkei zu seinen Nachbarstaaten ist das Abkommen von Lausanne vom 1923. In 143 Artikeln wurden die einzelnen Grenzfragen der Türkei, Griechenland und weiteren Nachbarstaaten wie Bulgarien und Iran geregelt. Auch die Küstenfrage der Türkei, Griechen und Italien wurde in diesem Vertrag vorgesehen.

Der Artikel 12 sowie 15 hinsichtlich der Küstenfrage spielt für die souveränität  der Küste eine überausragende Rolle. Dies soll in den nachfolg denen Ausführungen verdeutlicht werden.

In Artikel 12 des Abkommens von Lausanne wurde der Türkei von der Küste aus drei Seemeilen als Küstengrenze und als souveränes Gebiet vorgesehen.

Auch alle Inseln die in dieser drei Seemeilenzone liegen, wurden von der Türkei als eigenes Territorium zuerkannt.

Fragliche Inseln wurden sowohl in Artikel 12 als auch in Artikel 15 in dem Vertrag von Lausanne ausdrücklich erwähnt und den einzelnen Staaten des Vertrages Griechenland Italien und der Türkei zugerechnet.

Im der Vereinbarung von Lausanne aus dem Jahr 1923 waren Inseln in der Ägäis an Italien zugesprochen worden. Diese Inseln wurden nachträglich im Protokoll von Ankara 1932 erneut verhandelt und Italien bekam dann diese Lausanner Vereinbarung zugesprochenen Inseln als souveränes Territorium.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden  die Inseln welche Italien in der Ägäis hatte dann den griechischen Festland als griechisches souveränes Gebiet zugeordnet, dabei hat  die Türkei anscheinend versäumt oder von Lausanner Vertrag sich leiten und keine Ansprüche auf diese Inseln gestellt.

Dies wird deutlich durch das 1950 Luftraumpakt die fraglichen Inseln vor der Küste der Türkei den griechischen Luftraum zugerechnet.

12 Seemeilen /Festlandsockel

Obwohl beide Staaten haben diese Verträge miteinander geschlossen haben und der Vertrag von Lausanne für die Türkei drei Seemeilen Grenze in der Ägäis und im Mittelmeer vorsieht besteht nach dem internationalen Seerecht die Möglichkeit seine Küstengrenzen bis zu 12 Meilen auszuweiten.

Griechenland

Das griechische Parlament hat beschlossen das Recht der 12 Seemeilen zu beanspruchen.

Die Türkei beansprucht für sich 6 Meilen.

Bei diesem Konflikt der Begriff Festlandsockel im internationalen Seerecht eine große Rolle.

Deswegen wurde im Rahmen der Uno ein Seerechtsübereinkommen1982 über Festlandsockel vereinbart. Dieser Vereinbarung der UNO ist die Türkei nicht beigetreten, so dass kein inneres Recht des Festlandsockel/Seeabkommen für die Türkei nicht maßgeblich ist.

Die Türkei beruft sich auch auf das im internationalen Seerecht anerkannte Gewohnheitsrecht

Nach den internationalen Seerecht kann ein Land das gewöhnlich seine Meere Jahrzehnte lang historisch genutzt hat bis zu 200 Seemeilen als eigenes souveränes Territorium betrachten und auch wirtschaftlich für sich nutzen.

Dies nimmt die Türkei im Gebiet des Schwarzen Meeres wahr.

In der Ägäis beansprucht die Türkei eine 6 Meilen Zone.

Eine solche Betrachtungsweise ist im Mittelmeerraum als auch in der Ägäis fragwürdig. An der türkischen Küste der Ägäis grenzt die Türkei an das griechische Festland und an griechische Inseln die nach dem Abkommen von Lausanne den Griechen als souveränes Gebiet zugesprochen worden sind. Die Türkei betrachtet es als ihr gewohnheitsrech in der Ägäis als auch im Mittelmeer dass sie sechs Seemeilen für sich nutzen. Nicht nur dieser gewohnheitsrechtliche Gesichtspunkt wird in öffentliche Diskussion geführt sonder den gesamten Vertrag von Lausanne durch Erdogan in Frage gestellt.

Erdoğan als neuer „Staatsheiliger”

Erdogan betrachten den Vertrag von Lausanne als „ schlechten Deal“ für die Türkei.

Wenn Erdogan erklärt, dieser Vertrag sei für ihn kein „heiliger Text“, sehen viele Beobachter darin, den unverhohlenen Anspruch auf Nordirak sowie die griechischen Inseln in der Nähe der türkischen Küste auf den 1923 die junge Türkei verzichten musste. Damit will Erdogan offensichtlich den „Vater der Türkei“ Atatürk delegitimieren um sich in den Köpfen künftiger Generationen selbst als neuer „Staatsheiliger „ zu etablieren.

Wie oben aufgezeigt worden ist, ist völkerrechtlich klar dass die Türkei eine drei Seemeilen Küstengrenze für sich beanspruchen kann als souveränes Gebiet. Bei einer Globalisierten Weltwirtschaft ist auch von einem seerechtlichen Gewohnheitsrecht der Türkei auszugehen welche auch der Türkei ermöglicht ohne das souveräne Recht Griechenlands zu beeinträchtigen sowohl im Mittelmeer als auch in der Ägäis wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. Diese wirtschaftliche Verfolgung der Interessen sollte nicht mit kriegerischen Mitteln durchgesetzt werden sondern durch Kooperation der einzelnen Küstenländer der Ägäis und im Mittelmeerraum. Sowohl Griechenland als andere Küstenländer müssen der Türkei ihr Gewohnheitsrecht von mindestens 12 Seemeilen respektieren. Wie Griechenland selbst erklärt hat das es vom 12 Meilen Recht gebrauch macht muss auch umgekehrt der Türkei dieses Recht zugestanden werden. Eine kriegerische Auseinandersetzung würde sowohl für das türkische Volk als auch für das griechische Volk fatale Folgen haben.

Beide Länder sollte der Konflikt in Zypern eine Lehre sein. Sowohl völkerrechtlich als auch nach internationalem Seerecht ist es eindeutig das beide Staaten miteinander kooperieren müssen.

Dieser Konflikt muss friedlich gelöst werden:

*Als erste Maßnahme sollte die Inseln und die türkische Küste entmilitarisiert werden.

*Die Konfliktparteien sollten in dieser Frage den internationalen Seegerichtshof anrufen.

*Bis zur Entscheidung des Seegerichtshofes sollten für diesen Konflikt durch zivile Lösungswege anstreben.

Rechtsanwalt

M Erdem

Makaleler, yazarların görüşlerini yansıtmaktadır. Avrupa Postası’nın kurumsal bakış açısıyla örtüşebilir ya da örtüşmeyebilir.

 

5 September 2020 0 Kommentare
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Information

Boxer Ünsal Arık mit Munition bedroht

von Fremdeninfo 2 September 2020
von Fremdeninfo

Boxer Ünsal Arık mit Munition bedroht

Von

dtj-online

Der für seine Kritik am türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan bekannte deutsch-türkische Boxer Ünsal Arık wird in Deutschland seit langem angefeindet. Andere Boxer mit türkischen Wurzeln haben Arık auf öffentlichen Veranstaltungen angefeindet und ihn als Verräter beleidigt. Yavuz Ertürk, ein anderer Boxer und bekennender Erdoğan-Fan, forderte ihn sogar zu einem Kampf auf:

Ertürk: „Hast Du deine Handschuhe dabei? Dann machen wir das jetzt klar.“

Arık: „Für euch brauche ich keine Handschuhe.“

Ertürk: „Ja komm, dann lass uns rausgehen, dann machen wir das.“

Auf diese Diskussion setzte der kritische Boxer noch einen drauf. Er habe Ertürk einen Kampf im Ring angeboten, doch darauf „scheiße“ dieser. Ertürk wolle ihn vor den Zuschauern an Ort und Stelle schlagen. Zu der erwarteten Eskalation kam es am Ende des Disputs dann allerdings doch nicht.

Arık ein glühender Erdoğan-Gegner

Mit Inschriften wie „Die Türkei gehört Atatürk, nicht Erdoğan“ in den Ring steigen, sich in eine Menschenmenge mit Erdoğan-Befürwortern mischen und provozieren oder bei Stern TV Worte über Erdoğan und Mesut Özil verlieren. So kennt man Arık, der ebenfalls gerne polarisiert. Doch was Arık wegen seiner Meinung ertragen muss, geht mittlerweile deutlich zu weit. Neben den zahlreichen Anfeindungen in den sozialen Medien hat er nun sogar eine Morddrohung erhalten.

Via Twitter gab Arık bekannt, dass er eine Patrone an seinem Fahrzeug entdeckt habe. Zwar schüchtere diese Drohung den Boxer nicht ein, doch er würde nun seine Blicke wachsam auf die Straße werfen, da er seinen Gegner nicht wie gewohnt sehen könne. „Sie könnten heimtückisch von hinten angreifen“, so der Sportler.

2 September 2020 0 Kommentare
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Politik

Im rechten Ghetto – Türkische Verbände in Europa.

von Fremdeninfo 18 August 2020
von Fremdeninfo

Im rechten Ghetto – Türkische Verbände in Europa.

In zahlreichen europäischen Ländern, aber auch und gerade in Deutschland bildet sich ein neues Ghetto reaktionäre Vereinigungen und Föderationen türkischer Herkunft,die in verschiedenen europäischen Ländern die Politik der türkischen Regierungsparteien AKP, der Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung und der MHP, der Nationalistischen Bewegung unterstützen und verbreiten.

Verbindungen dieser Verbände zu deutschen Parteien, sozialen Organisationen, Gewerkschaften und Kirchen werden gemieden. Und die kurdischen und türkischen Vereine und Dachverbände, die sich dagegen in Opposition zu diesen befinden, werden als Gegner betrachtet und politisch diskreditiert.

Die türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion e. V. DITIB zum Beispielpflegte durchaus zuvor Beziehungen zu Kirchen und Parteien in Deutschland und wurde in einigen Bundesländer als Religionsgemeinschaft anerkannt. So gab sieunter anderem Religionsunterricht in Schulen. Im Land Hessen wurde der DITIB dieses Recht nun entzogen. Durch ihre aktive Nähe zur AKP stellt die Bundesregierung diese Zusammenarbeit nun mehr und mehr in Frage. Die DITIB wurde so mehr und mehr als Einfallstor für die Interessen der AKP in Deutschland genutzt.

Die UETD, die europäische türkische demokratische Union wurde bereits früh als verlängerter Arm der AKP gegründet, um die in Euro lebenden Kurden und Türken für die Politik der AKP zu organisieren. Ihre Kritik wendet sich vor allem an islamfeindliche Tendenzen in Deutschland.

Die Föderationder Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland ADÜTDF, kurz Türkische Föderation, gilt als europäische Vertretung der rechtsnationalen MHP, ihre Jugendorganisation trägt den Namen „Bozkutlar“, Graue Wölfe, ihre Aktivitäten werden vom bundedeutschen Verfassungsschutz beobachtet.

Die Vaterlandspartei, die Vatan Partisi, eine ehemals eher linksgerichtete Partei vertrittmittlerweile eine nationale sozialistische Ideologie

Diese stellt sich gegen Kurden, Aleviten und alle anderen fortschrittlichen Kräfte. In der Türkei

unterstützt  die aktuell an der Regierung sich befindenden AKP-MHP

Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs IGMG orientiert sich mit einem Flügel an der Politik der AKP, zum anderem an der Ideologie der Partei SAADET. .Ihre Politik wendet sich vornehmlich gegen den Israelischen Staat und ist anti-zionistisch geprägt.

Alle diese politisch agierenden Verbände schaden den Migrationsbewegungen in Europa. Und werden von der offiziellen türkischen Diplomatie trotzdem unterstützt und hofiert, ganz im Gegensatz zu den regimekritischen und demokratisch agierenden Migrantenverbänden. Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland werden dreist angeprangert, das eigene nationalistische und rassistische Gedankengut wird nicht gesehen. Die spaltende Politik der AKP in der Türkei setzt sich so in Deutschland fort.

Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist überall und in jedem Land zu verurteilen.

18 August 2020 0 Kommentare
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Gesetz in Kraft: Türkei reguliert soziale Medien ab sofort noch stärker

von Fremdeninfo 17 August 2020
von Fremdeninfo

Gesetz in Kraft: Türkei reguliert soziale Medien ab sofort noch stärker

Von

dtj-online

–
 
 

In der Türkei werden Twitter, Facebook und andere soziale Medien einer schärferen Kontrolle unterzogen. Das türkische Parlament verabschiedete am Mittwoch Gesetz, das Plattformen unter anderem dazu verpflichtet, innerhalb von 48 Stunden auf Anfragen zur Aufhebung oder Sperrung bestimmter Inhalte zu reagieren.

 Das berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Kritiker kündigten an, gegen das Gesetz vor das Verfassungsgericht zu ziehen.

Dem Bericht nach müssen die Anbieter mit täglich mehr als einer Million türkischen Nutzern auch Niederlassungen in der Türkei mit einem türkischen Staatsbürger als Vertreter eröffnen. Möglich ist auch die Vertretung durch eine juristische Person. Kommen sie den Regelungen nicht nach, drohen hohe Geldstrafen und Einschränkungen der Dienste im Land. Bereits im Voraus wurde das Gesetz scharf beanstandet.

Verstießen Inhalte im Netz gegen in der Türkei geltende Regeln, drohten den künftigen Vertretern im Land Strafanzeigen, sagte etwa der Internetexperte Yaman Akdeniz der Deutschen Presse-Agentur. Auf Twitter kündigte er an, das Gesetz werde vor das Verfassungsgericht gebracht. Bereits jetzt gebe es starke Einschränkungen im Netz. Weil viele Anbieter keinen Sitz im Land hätten, seien Pflichten wie das Speichern von Userdaten bisher einfach umgangen worden.

AKP verteidigt Gesetz: „Beschimpfungen beenden“

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hatte vorab mitgeteilt, die Regierung versuche „die letzte Zuflucht für kritische Journalisten in der Türkei“ zu kontrollieren. Türkische Medien stehen zum Großteil unter direkter oder indirekter Kontrolle der Regierung, auch die Kontrolle über Inhalte im Internet wurde immer wieder verstärkt.

„Wir haben das Ziel, die Beleidigung, die Beschimpfungen in den sozialen Medien und die Belästigungen, die durch dieses Medium gemacht werden, zu beenden“, hatte Özlem Zengin, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der regierenden AKP, das Gesetz zuvor verteidigt.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte Anfang Juli eine stärkere Kontrolle sozialer Medien angekündigt: „Diese Kanäle, in denen es von Lügen, Beleidigungen, Angriffen auf das Persönlichkeitsrecht und Rufmorden wimmelt, müssen reguliert werden“, sagte Erdoğan. Gemessen an der Bevölkerung gehört die Türkei zu den Ländern mit den größten Nutzerzahlen in den sozialen Medien weltweit.

dpa/dtj

 

17 August 2020 0 Kommentare
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Religion

Kurban: Die Opfergabe als ein Fest und in Erinnerung an Abraham

von Fremdeninfo 3 August 2020
von Fremdeninfo

Kurban: Die Opfergabe als ein Fest und in Erinnerung an Abraham

Von

dtj-online

–Am 31. Juli ist es wieder soweit. Das alljährliche Opferfest, im Türkischen als Kurban Bayramı bekannt, findet in diesem Jahr an einem Freitag statt. Das hat gleich doppelte Bedeutung.

Als der Prophet Abraham viele Jahre nicht Vater wurde, wandte er sich an seinen Schöpfer und bat ihn um einen Nachfolger. Diesen langjährigen Wunsch erwiderte Gott, belastete seinen Segen allerdings gleichzeitig mit einer schweren Pflicht. Diese Verpflichtung, die nur ein außergewöhnlicher Mensch verkraften könnte, war mit einer Opfergabe der ganz speziellen Art verbunden. Als Zeichen menschlicher Unterwerfung gegenüber Gottes unendlicher Schöpfungskraft sollte Abraham im Gegenzug sein eigenes Kind opfern, irgendwann in der Zukunft. Die Überwindung der vielleicht stärksten menschlichen Bindung: Die Liebe und die Barmherzigkeit von Eltern gegenüber ihren eigenen Kindern.

Thora, Bibel und Koran kennen alle die Geschichte Abrahams

Sowohl in der Thora, als auch in der Bibel taucht diese koranische Überlieferung auf. Das Ende dieser Geschichte ist im Gegensatz zu der enormen Spannung im Ablauf der Erzählung so feierlich, wie das islamische Opferfest, das Eid al-Adha. Denn wie die Muslime heute auch, musste Abraham doch nicht seinen geliebten Sohn Ismael, den späteren Propheten, opfern, sondern als Alternative einen Widder. Man glaubt, dass der Erzengel Gabriel in letzter Sekunde Abraham von seiner Pflicht befreite und vom Himmel mit diesem schönen Tier herabstieg.

Kurban-Faustregel: Verteilen ist angesagt

Aus diesem Grund werden auch an diesem Freitag Muslime weltweit ein Tier im Namen ihres Schöpfers schlachten und das Fleisch größtenteils an Verwandte, Nachbarn oder Bedürftige auf der ganzen Welt verteilen. Denn es ist vorgesehen, dass man selbst nur einen kleinen des geopferten Tieres behalten darf. Die Regelbücher für islamisches Handeln, auch als Ilmihal bekannt, beschreiben als Faustregel das Verhältnis von 1/3 zu 2/3. Derjenige, der ein Tier opfert, sollte nur ein Drittel davon behalten. Ein weiteres Drittel sollten, selbst wenn sie keinen Bedarf haben, an Verwandte und die Nachbarschaft verteilt werden. Das letzte Drittel sollte an Menschen verteilt werden, denen die wirtschaftliche Kraft dazu fehlt, selbst ein Tier zu schlachten.

Welche Tiere eignen sich als Kurban?

Die Frage nach einem passenden Tier spielt eine große Rolle. Denn der Islam gibt hier einen Rahmen vor, den es zu beachten gilt. Beispielsweise darf das Tier weder krank, noch verletzt sein. Mit dieser Maßnahme sollen die Menschen vor möglichen Krankheiten bewahrt werden. Zudem soll verhindert werden, dass nur solche Tiere geopfert werden, die ohnehin „mit einem Bein im Grab“ stehen. Es soll einem also nicht so leicht fallen, das Tier zu opfern. Aus diesem Grund werden in einigen Regionen der Türkei die Tiere zum Opferfest ganz besonders vorbereitet. Sie werden geschmückt, mit besonderem Futter gemästet und gereinigt. Zudem darf das Opfertier kein Geflügel und selbstverständlich kein anderes Tier sein, dessen Verzehr der Islam ohnehin nicht erlaubt. Dazu zählen neben vielen exotischen Tieren bekanntermaßen auch Schweine.

Schaf, Ziege, Lamm, Rind, Kamel und so weiter

In fast allen Regionen der Welt werden vorwiegend Ziegen, Schafe und Rinder geschlachtet. Doch in arabischen Ländern eignen sich oft auch Kamele als Opfergabe. Hierzulande berichten oftmals Pilger davon, die bei ihren Besuchen der Kaaba in Saudi-Arabien das Fleisch von Kamelen probieren. In Europa und auch in der Türkei ist ein Kamel aber bereits ein Exot, wohingegen in Australien oder Afrika möglicherweise auch andere exotische Tiere geopfert werden können. Über diese Fragen entscheiden islamische Autoritäten in den jeweiligen Regionen, in Anlehnung an ihre Rechtsschulen. Dabei sind durchaus große Auslegungsunterschiede möglich. Es gilt das Gebot der Toleranz. Wer eine andere Kultur nicht wirklich kennt, der sollte über ihre Sitten und Normen bestenfalls nicht urteilen.

Opferfest am Freitag: Die Super-Hadsch

Der Freitag ist für Muslime der heiligste Wochentag. An diesem Tag wird das gemeinschaftliche Freitagsgebet verrichtet. Dieser Tag ist fix. Was sich aber Jahr für Jahr verändert, ist das Datum des islamischen Opferfestes. Denn der Islam kennt den Mondkalender, das knapp zehn Tage kürzer ist als der Gregorianische Kalender. Während die allermeisten Muslime sich an Letzterem orientieren, richten sich die religiösen Feiertage nach dem Mond. Deshalb „wandern“ sie jedes Jahr um einige Tage zurück. Übrigens ist dies keineswegs ein rein islamisches Phänomen. Auch das christliche Ostern oder das jüdische Pessach-Fest verhalten sich ähnlich.

Wenn der Tag des Opferfestes auf einen Freitag fällt, dann spricht man von der Super-Hadsch bzw. vom Haccı-Ekber. Für die Pilger eine besondere Belohnung. Doch wie in vielen anderen Bereichen auch wird der islamische Pilgerort in diesem Jahr wegen der weltweiten Corona-Pandemie kein gewohntes Bild liefern. Während üblicherweise derzeit Abermillionen Menschen auf dem Arafat-Berg stehen würden, sind die heiligen Stätten in Mekka derzeit recht leer. Denn dieses Jahr dürfen nur die einheimischen Muslime die Pilgerreise vollziehen.

3 August 2020 0 Kommentare
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Religion

Hagia Sophia: Erdoğan zerstreut Bedenken der Kritiker

von Fremdeninfo 23 Juli 2020
von Fremdeninfo

Hagia Sophia: Erdoğan zerstreut Bedenken der Kritiker

Von

dtj-online

Die Entscheidung ist gefallen, die Hagia Sophia wird wieder eine Moschee. Bei ausländischen Vertretern ruft dies besorgte und teils unbegründete Reaktionen hervor. Währenddessen schreitet der Umwandlungsprozess weiter voran.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich besorgt über die Umwandlung der Istanbuler Hagia Sophia in eine Moschee geäußert. Das Gebäude habe bis heute eine große Bedeutung sowohl für Muslime wie auch für Christen, vor allem für die Orthodoxe Kirche, sagte der Sprecher der Bischofskonferenz, Matthias Kopp, der Deutschen Presse-Agentur in Bonn.

Die 1934 erfolgte Umwidmung in ein Museum habe seinerzeit zu einer bis heute tragfähigen Befriedung geführt. Gläubige der beiden großen Religionen, aber auch nichtreligiöse Türken hätten sich auf diese Weise mit dem großartigen Gebäude identifizieren können.

„Der Beschluss des Gerichts und die aktuelle Verlautbarung des türkischen Präsidenten bergen demgegenüber die Gefahr in sich, dass die Hagia Sophia künftig wieder als Symbol religiösen ‚Raumgewinns‘ gedeutet werden könnte“, gab Kopp zu bedenken. „Wir werben deshalb für eine politische Entscheidung, die die Einheit des Landes und das Gefühl der Zusammengehörigkeit von Muslimen und Christen stärkt, statt Bitterkeit zu schüren und Fliehkräfte zu begünstigen.“

Russisch-orthodoxe Kirche kritisiert die Umwandlung der Hagia Sophia ebenfalls

Die russisch-orthodoxe Kirche hat die Umwandlung der türkischen Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee kritisiert. „Die Sorgen von Millionen von Christen wurden nicht gehört“, sagte Wladimir Legoida vom Moskauer Patriarchat am Freitag der Agentur Interfax in Moskau. Und weiter: „Die Gerichtsentscheidung zeigt, dass alle Forderungen nach Zurückhaltung ignoriert wurden.“

Zuvor hatte das Oberste Verwaltungsgericht der Türkei den Status der einstigen Kirche als Museum annulliert. Kurz danach ordnete Präsident Recep Tayyip Erdoğan an, das Gebäude für das islamische Gebet zu öffnen. Das Oberhaupt der größten der orthodoxen Kirchen, Patriarch Kirill, hatte vor der Entscheidung appelliert, den neutralen Status der Hagia Sophia als Museum zu erhalten.

Die Unesco reagiert mit Bedauern

Die Unesco hat die Umwandlung der Istanbuler Hagia Sophia von einem reinen Museum in eine Moschee „zutiefst bedauert“. Generalsekretärin Audrey Azoulay habe gegenüber dem türkischen Botschafter am Freitagabend ihre tiefe Besorgnis zum Ausdruck gebracht, teilte die Unesco mit. Die Entscheidung für die Umwandlung sei ohne vorigen Dialog getroffen worden.

„Die Heilige Sophia ist ein architektonisches Meisterwerk und ein einzigartiges Zeugnis der Begegnung von Europa und Asien im Laufe der Jahrhunderte. Sein Status als Museum spiegelt die Universalität seines Erbes wider und macht es zu einem starken Symbol des Dialogs“, erklärte Azoulay.

Rund 90 Jahre nach der Umwandlung des Istanbuler Wahrzeichens Hagia Sophia von einer Moschee in ein Museum soll das Gebäude in wenigen Tagen wieder als Moschee dienen. Die Hagia Sophia gehört seit 1985 als Teil der Istanbuler Altstadt zum Unesco-Weltkulturerbe. Sie wurde im 6. Jahrhundert nach Christus erbaut und war Hauptkirche des Byzantinischen Reiches, in der die Kaiser gekrönt wurden. Nach der Eroberung durch die Osmanen wurde sie zur Moschee umgewidmet. Auf Betreiben des türkischen Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk ordnete der Ministerrat im Jahr 1934 die Umwandlung der Hagia Sophia in ein Museum an.

„Die heute verkündete Entscheidung wirft die Frage auf, wie sich die Änderung des Status auf den universellen Wert des Eigentums auswirkt“, hieß es weiter von der Unesco. Derartige Änderungen müssten der Unesco vorher mitgeteilt und, falls erforderlich, vom Komitee für das Erbe der Welt geprüft werden. Die Unesco fordert die türkischen Behörden nun auf, unverzüglich einen Dialog aufzunehmen. Die Kulturorganisation der UN hatte sich deswegen zuvor auch mehrfach an die Türkei gewandt.

Vorbereitungen zur Umwidmung laufen bereits

Die Behörden haben mit den Vorbereitungen begonnen, um das berühmte Gebäude in Istanbul fürs islamische Gebet zu öffnen. Am Samstag war das Wahrzeichen geschlossen. Mitarbeiter des türkischen Tourismusministeriums inspizierten die Kuppel und die Minarette, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

Erdoğan hatte am Freitag die Öffnung des Gebäudes zum islamischen Gebet angeordnet. Mit dem Beschluss übergab er die Leitung der „Hagia Sophia Moschee“ zudem an die Religionsbehörde Diyanet. Dessen Vorsitzender Ali Erbaş sagte: „Wir haben mit der erforderlichen Arbeit begonnen.“ Er hoffe, bis zum 24. Juli fertig zu sein. Nach Erdoğans Willen soll die einstige Kirche dann bereits als Moschee genutzt werden können.

Erdoğan: Moscheeeröffnung in knapp zwei Wochen

Nach dem Gerichtsentscheid über ihren Status soll die Hagia Sophia in Istanbul nach dem Willen des türkischen Präsidenten Erdoğan bereits kommende Woche als Moschee genutzt werden. „Wir planen, die Vorbereitungen schleunigst zu beenden und am Freitag, den 24. Juli 2020, die Hagia Sophia gemeinsam mit dem Freitagsgebet für Gebete zu eröffnen“, sagte Erdoğan am Freitagabend.

Die Kritiker rief Erdoğan auf, die Entscheidung zu respektieren. „Wie die Hagia Sophia genutzt wird, hat etwas mit den Souveränitätsrechten der Türkei zu tun.“ Dabei zeigte er sich jedoch auch versöhnlich und betonte, dass das architektonische Meisterwerk auch nach der Umwandlung für alle offen stehen werde, „für Muslime und Nichtmuslime“.

Aufgrund der historischen Bedeutung des Bauwerkes haben Muslime als auch Christen ein berechtigtes Interesse am Bauwerk. Befürchtungen von Nichtmuslimen, dass beispielsweise der Zugang erschwert werden könnte, scheinen daher unbegründet. So entfallen fortan außerdem auch die Eintrittsgebühren, da es sich im rechtlichen Sinne nicht mehr um ein Museum handelt.

dpa/dtj

23 Juli 2020 0 Kommentare
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Information

Ein seltsamer Drohbrief.

von Fremdeninfo 15 Juli 2020
von Fremdeninfo

Ein seltsamer Drohbrief.

Das Steintor ist ein Stadtteil mit einer großen Anzahl kurdischer und türkischer Geschäfte im Herzen der Stadt Hannover. Dadurch unterscheidet sich dieser Ort von anderen. Das Restaurant Urfa Sofrasi befindet sich ebenfalls hier am Steintor. Nun behauptet der Besitzer von Urfa Sofras Mehmet Kilic, einen ausländerfeindlichen Drohbrief erhalten zu haben, und vermutet, ebenso wie zahlreiche weitere türkische und kurdische Geschäfte am Steintor. Diese Drohbriefe würden Unfrieden stiften und Ängste schüren. Ich als Journalist habe während meines gesamten Berufslebens etliche solcher Briefe mit ausländerfeindlichen Inhalten bekommen, aber nie einen mit solchen Fehlern und unglaubwürdigen Klischees.

 Bei Erkundigungen bei anderen türkischen Geschäftsinhabern und Ladenbesitzern am Steintor wurde mitgeteilt, dass niemand weiteres einen derartigen Brief erhalten habe. Mittlerweile prüft die Staatsanwaltschaft den Sachverhalt und den Inhalt eines weiteren Schreibens. Es wäre zu hinterfragen, warum ein derartiger Brief mit ausländerfeindlichen Drohungen nur an das Restaurant Urfa Sofrasi gerichtet worden ist. Die SPD im hannoverschen Stadtrat hat mittlerweile ihre Solidarität mit den türkischen Gastronomen bekannt. 

15 Juli 2020 0 Kommentare
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Politik

Die Bedeutung von Pflegeheimen in verschiedenen Sprachen

von Fremdeninfo 6 Juli 2020
von Fremdeninfo

Die Bedeutung von Pflegeheimen in verschiedenen Sprachen
Bekanntlich gibt es in Deutschland viele Altenpflegeheime. Diese Altersheime wurden vom Staat, von Kirchen, Organisationen der sozialen Gemeinschaft und von Privatpersonen gebaut. Es gibt nur sehr wenige und keine Pflegeheime für Einwanderer.
In der Vergangenheit wollten ältere Einwanderer der ersten Generation in der Familie und nicht in Pflegeheimen betreut werden. Aufgrund der sich ändernden sozialen Strukturen erwägt die neue Generation nun, im Alter in Pflegeheime zu gehen.
Die hier geborenen und aufgewachsenen Einwanderer haben ihre Ansichten zu Pflegeheimen geändert.
Es gibt nur sehr wenige oder fast keine Unterkünfte, die für die kulturellen Traditionen von Einwanderern geeignet oder für verschiedene Kulturen sensibel sind.
Obwohl Migrantenminderheiten lange Zeit in Deutschland gelebt haben, haben sie in vielen Bereichen eine von der deutschen Gesellschaft getrennte kulturelle Tradition. Dieser kulturelle Unterschied sollte in allen Lebensbereichen berücksichtigt werden. Keine Gesellschaft ist homogen oder deutsch.
Eine große Bevölkerung aus verschiedenen Ländern der Welt lebt seit einem halben Jahrhundert in diesem Land. Mit der 4. und 5. Generation in der Minderheit der Einwanderer leben sie seit Jahren friedlich in dieser Gesellschaft zusammen und sind ein integraler Bestandteil dieser Gesellschaft geworden. Angesichts der Tatsache, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, sollte diesen mit der Gesellschaft verflochtenen Menschen sichergestellt werden, dass sie ihr Leben fortsetzen, indem sie gleiche demokratische Rechte ohne Behandlung zweiter Klasse gewähren.
Es sollte berücksichtigt werden, dass Einwanderer unzerbrechliche Beziehungen zu den Ländern haben, in die sie gekommen sind, da sich die sich globalisierende Welt und Technik in einem schwindelerregenden Tempo entwickeln.
In diesem Sinne sollten ausgehend von der Tatsache, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, alle seine Politiken und Entscheidungen unter Berücksichtigung der Einwandererminderheit unter gleichen Bedingungen umgesetzt werden. Solange dies ignoriert wird, kann die Lösung des Proble

nicht überwunden werden. Seit Jahren werden falsche und späte Entscheidungen getroffen, um das Problem zu lösen. Dies sollte beendet werden.
Für ein multinationales Land wie Deutschland ist es notwendig, den interkulturellen Unterschied zu berücksichtigen.
Für ältere Menschen mit Migrationshintergrund sollten Pflegeheime ein Umfeld bieten, in dem sie sich wohlfühlen können, und andererseits sollten sie entsprechend ihrem Budget vorbereitet werden.
Es besteht ein Bedarf an mehr Personal oder Einrichtungen mit Migrationshintergrund, die in Pflegeheimen Pflegedienste auf Migrationsbasis anbieten.
Das Verständnis des Immigrantenkults und ihres Lebensstils sollte an die Bedürfnisse der Küche angepasst werden. Wenn Sie der Meinung sind, dass es nach all den Jahren keine Sprachschwierigkeiten mehr geben wird, sollten andere Unterschiede berücksichtigt werden.
In Anbetracht der Tatsache, dass die Mehrheit der bedürftigen Rentner kein hohes Einkommen hat, sollten neue Altersheime entsprechend ihrer finanziellen Situation gebaut werden.
Andererseits ist ein wichtiger Teil von ihnen nicht getrennt und informell, und die Zahl der Menschen, die hier ihre Toten auf den Friedhöfen begraben wollen, ist ziemlich hoch.
Die Kulturen, aus denen die Familien der Generation mit Migrationshintergrund stammen und die für Deutschland einen kulturellen Reichtum darstellen, und die Gegenstände, die sie von dieser Gesellschaft erhalten haben, bilden eine neue Synthese. Wenn diese Generationen mit der Einwanderungskultur und der deutschen Kultur verglichen werden, können sie daher mit den positiven und negativen Aspekten beider Kulturen kämpfen und eine Synthese erzielen, die mit den heutigen Realitäten harmoniert.
Diese Generationen können in den Gemeinden, in denen sie leben, eine neue kulturelle Trennung und einen neuen Lebensstil entwickeln. Vor diesem Hintergrund sollte in Deutschland eine neue Einwanderungspolitik entwickelt werden.
Die Einwandererminderheit sollte als Teil dieser Gesellschaft akzeptiert werden, nicht als Problemgruppe in dieser Gesellschaft. Da es Teil dieser Gesellschaft ist, sollten alle Arten von demokratischen Rechten der Einwandererminderheit unter gleichen Bedingungen gewährt werden.

Pflegeheime sind entsprechend auf Einwanderer vorbereitet

6 Juli 2020 0 Kommentare
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Rassismus

Betroffenen zuhören und Rassismus endlich wirksam bekämpfen

von Fremdeninfo 27 Juni 2020
von Fremdeninfo

SPD Landtagsfraktion Hessen

 
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#blacklivesmatter; Yüksel

Betroffenen zuhören und Rassismus endlich wirksam bekämpfen

am 25. Juni 2020, 12:44 Uhr
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Bild: Angelika Aschenbach

Der Hessische Landtag hat sich heute in einer Aktuellen Stunde mit der Blacklivesmatter-Bewegung und Rassismus in Deutschland befasst. Der integrationspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Turgut Yüksel, forderte die Landesregierung in der Debatte auf, Rassismus in Hessen mit Wort und Tat zu bekämpfen.

Turgut Yüksel sagte am Donnerstag in Wiesbaden: „Die #blacklivesmatter-Kundgebungen der vergangenen Wochen haben mich sehr bewegt. Sie sind Ausdruck vieler Hess*innen, die auf Rassismus und rassistisch motivierte Gewalt in ihrem Alltag reagieren. In einer Gesellschaft mit rassistischen Strukturen ist Hass gegen Migrant*innen nie ein individuelles Problem. Der Kampf gegen Rassismus ist eine gesellschaftliche Aufgabe und darf nicht nur in Einzelfällen gedacht werden.“

Yüksel kritisierte, dass die Stimmen der schwarzen Bevölkerung in Hessen in der Vergangenheit zu wenig gehört worden seien. Viele Schwarze und Personen aus den migrantischen Communities, die sich in den letzten Wochen öffentlich zu Wort gemeldet hätten, seien Wesentlich erfahrener und kompetenter im Umgang mit Rassismus, als jene, die mit schnellen Lösungen Stimmung machen würden. „Es ist die Aufgabe der hessischen Landesregierung, alle Teile der Bevölkerung vor Rassismus zu schützen. Schwarzgrün darf nicht nur von der Bekämpfung des Rassismus reden, sondern muss auch endlich danach handeln. Ein hessisches Landesantidiskriminierungsgesetz ist dabei nur ein Baustein in einem langen Kampf“, so der Frankfurter SPD-Abgeordnete.

27 Juni 2020 0 Kommentare
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