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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

Türken kaufen sich offenbar Strafanzeigen in ihrer Heimat, um Asyl in Deutschland...

19 Oktober 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

90 Prozent aller abgelehnten Asylbewerber klagen gegen ihre Bescheide – fast 200.000...

12 Oktober 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Frankfurt am Main: Polizist ließ Asylbewerber offenbar um Verschonung vor Abschiebung betteln

8 Oktober 2026 0 Kommentare
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Die Zahl der Asylanträge in Europa sink

4 Oktober 2026 0 Kommentare
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CDU-Innenminister will Grundrecht auf Asyl streichen – und noch härter abschieben

26 September 2026 0 Kommentare
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Bundesregierung will Syrern offenbar Schutzstatus auf breiter Front entziehen

21 September 2026 0 Kommentare
Allgemein

Bochumer Abgeordnete fährt im Bundestag aus der Haut! Wutanfall kostet sie viel Geld

von Fremdeninfo 13 September 2026
von Fremdeninfo

Artikel von Marcel Görmann/WE der  Westen

 Hitzige Szene im Bundestag! Cansin Köktürk (33) von der Linkspartei reagierte emotional und aufgebracht auf die Rede von AfD-Mann René Springer. Gemäß dem AfD-Weltbild warf dieser Asylsuchenden pauschal vor, den Sozialstaat zu missbrauchen.

Wenn seine Partei die Regierung in Deutschland übernehme, werde man „in den sozialen Sicherungssystemen aufräumen“. Dann würden „in erster Linie“ nur noch Deutsche die Grundsicherung erhalten.

Als Springer dann noch hinzufügte, dass bei abschiebepflichtigen Ausländern, die im Jobcenter erscheinen, direkt „die Handschellen klicken“ müssten, rastete Köktürk aus.

Ihre Geduld war am Ende und sie leistete sich mit nich enden wollenden Zwischenrufen ein Gefecht mit der Bundestagsvizepräsidentin Josephine Ortleb (CDU).

📌 Mehr über Cansin Köktürk (Die Linke)

  • Die Politikerin wurde 1993 in Hattingen geboren.
  • Sie arbeitete nach ihrem Studium als Sozialarbeiterin in Bochum.
  • In ihrer Jugend engagierte sie sich zunächst in der Partei der Linken, dann bei den Grünen. Aus Protest gegen den Ampel-Koalitionsvertrag wechselte sie wieder zurück zur Linkspartei.
  • Im Wahlkreis Bochum I holte sie bei der Wahl 2024 9,4 Prozent der Erststimmen und zog über die Landesliste in den Bundestag ein.
  • Derzeit ist sie sozialpolitische Sprecherin ihrer Fraktion.

Ausraster wegen Rede von AfD-Mann mit Folgen

Sie warf Springer Rassismus vor und Ortleb, dass sie als Sitzungsleiterin einen Faschisten schütze.

In dem Hin und Her kassierte die Linke zwei Ordnungsrufe und wurde „aufgrund ihrer gröblichen Verletzungen der Würde und Ordnung dieses Hauses“ von der Sitzung ausgeschlossen.

All das hat ein Nachspiel für Köktürk. Da sie innerhalb von drei Sitzungswochen nun drei Ordnungsrufe erhalten hat, wird ihre Diät um 2.000 Euro gekürzt.

öktürk in den nächsten Wochen nicht besser im Parlamenr, droht ihr sogar eine Strafe von dann 4.000 Euro.

Linke deckeln ihre Diäten – Strafe von 2.000 Euro könnte Köktürk empfindlich treffen

Die Geldstrafe könnte Köktürk durchaus empfindlich treffen, denn wie viele in der Fraktion Die Linke spendet sie einen Großteil der Diäten. Durch diesen „Diätendeckel“ erhalten die Abgeordneten nicht mehr als Menschen mit Durchschnittslohn.

Die Idee dahinter: Die Abgeordneten wollen die Lebenswirklichkeit der normalen Mittelschicht weiter teilen und authentisch vertreten können.

Es ist nicht das erste Mal, dass Köktürk mit besonders temperamentvollem Auftreten im Bundestag auffällt. So wurde sie von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner im Juni 2025 aus einer Sitzung geworfen, weil sie mit einem „Palestine“-Shirt gegen die Hausordnung verstieß.

Im September 2025 präsentierte sie mit Genossinnen die Flagge Palästinas und musste ebenfalls den Plenarsaal verlassen.

Als Springer dann noch hinzufügte, dass bei abschiebepflichtigen Ausländern, die im Jobcenter erscheinen, direkt „die Handschellen klicken“ müssten, rastete Köktürk aus.

Ihre Geduld war am Ende und sie leistete sich mit nich enden wollenden Zwischenrufen ein Gefecht mit der Bundestagsvizepräsidentin Josephine Ortleb (CDU).

📌 Mehr über Cansin Köktürk (Die Linke)

  • Die Politikerin wurde 1993 in Hattingen geboren.
  • Sie arbeitete nach ihrem Studium als Sozialarbeiterin in Bochum.
  • In ihrer Jugend engagierte sie sich zunächst in der Partei der Linken, dann bei den Grünen. Aus Protest gegen den Ampel-Koalitionsvertrag wechselte sie wieder zurück zur Linkspartei.
  • Im Wahlkreis Bochum I holte sie bei der Wahl 2024 9,4 Prozent der Erststimmen und zog über die Landesliste in den Bundestag ein.
  • Derzeit ist sie sozialpolitische Sprecherin ihrer Fraktion.

Ausraster wegen Rede von AfD-Mann mit Folgen

Sie warf Springer Rassismus vor und Ortleb, dass sie als Sitzungsleiterin einen Faschisten schütze.

In dem Hin und Her kassierte die Linke zwei Ordnungsrufe und wurde „aufgrund ihrer gröblichen Verletzungen der Würde und Ordnung dieses Hauses“ von der Sitzung ausgeschlossen.

All das hat ein Nachspiel für Köktürk. Da sie innerhalb von drei Sitzungswochen nun drei Ordnungsrufe erhalten hat, wird ihre Diät um 2.000 Euro gekürzt.

Lindholz wandte die neue Geschäftsordnung des Bundestages an, berichtete die „Tagesschau“. Kontrolliert sich Köktürk in den nächsten Wochen nicht besser im Parlamenr, droht ihr sogar eine Strafe von dann 4.000 Euro.

Linke deckeln ihre Diäten – Strafe von 2.000 Euro könnte Köktürk empfindlich treffen

Die Geldstrafe könnte Köktürk durchaus empfindlich treffen, denn wie viele in der Fraktion Die Linke spendet sie einen Großteil der Diäten. Durch diesen „Diätendeckel“ erhalten die Abgeordneten nicht mehr als Menschen mit Durchschnittslohn.

Die Idee dahinter: Die Abgeordneten wollen die Lebenswirklichkeit der normalen Mittelschicht weiter teilen und authentisch vertreten können.

Es ist nicht das erste Mal, dass Köktürk mit besonders temperamentvollem Auftreten im Bundestag auffällt. So wurde sie von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner im Juni 2025 aus einer Sitzung geworfen, weil sie mit einem „Palestine“-Shirt gegen die Hausordnung verstieß.

Im September 2025 präsentierte sie mit Genossinnen die Flagge Palästinas und musste ebenfalls den Plenarsaal verlassen.

Kritiker werfen Köktürk vor, das hohe Haus als Bühne für gezielte Provokationen zu nutzen. Ihre Anhänger feiern dagegen, dass sie unverstellt und echt Politik mache

13 September 2026 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Schutzquote bei Asylverfahren: Anteil der Schutzsuchenden in Deutschland steigt

von Fremdeninfo 13 September 2026
von Fremdeninfo

   Artikel von Bastian Hartig/ Die Zeit

  • Die Asylanträge werden weniger, dafür steigt der Anteil derjenigen, die in Deutschland Schutz suchen. Viele von ihnen kommen aus Afghanistan – vor allem Frauen.Der Anteil der Schutzsuchenden in Deutschland steigt neuerdings wieder. Gleichzeitig geht die Zahl der Asylanträge zurück, wie die Bundesregierung mitteilte. Die sogenannte bereinigte Schutzquote des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) lag demnach im ersten Halbjahr 2026 bei 47,4 Prozent. Im Gesamtjahr 2025 hatte sie noch 37,5 Prozent betragen.

Rein formelle Anträge, bei denen das Schutzgesuch inhaltlich nicht geprüft wird, werden bei der bereinigten Quote herausgerechnet. Das bedeutet, dass auch Asylverfahren, für die ein anderes EU-Land verantwortlich ist, hier nicht miterfasst sind.

Ein wichtiger Grund für den Anstieg der bereinigten Schutzquote ist der Familienschutz. Im ersten Halbjahr 2026 wurde in fast 21.200 Fällen auf dieser Basis ein Schutzstatus vergeben. Das entsprach 45,6 Prozent der positiven Entscheidungen, wobei hier auch Abschiebungsverbote berücksichtigt sind, wie die Bundesregierung in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion mitteilte.

Besonders viele Schutzsuchende in Deutschland stammen aus Afghanistan. Für sie lag die bereinigte Schutzquote bei 89,3 Prozent. Afghanen und Afghaninnen stellten auch die höchste Zahl an Asylanträgen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres gewährte die Bundesregierung Afghanen in knapp 95 Prozent der Entscheidungen einen Schutzstatus, zeigen die Angaben.

Gleichzeitig ging die Gesamtzahl der Menschen, die erstmals in Deutschland einen Asylantrag stellten, im ersten Halbjahr dieses Jahres deutlich zurück – von rund 72.800 Erstanträgen im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres auf mehr als 39.600 in gleichen Zeitraum in diesem Jahr.

13 September 2026 0 Kommentare
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Rassismus

Rassistischer Angriff und Bedrohung gegen den Landrat von Minden-Lübbecke, Ali Doğan

von Fremdeninfo 13 September 2026
von Fremdeninfo

          Von: Mehmet Tanlı

Der höchste regionale Verwaltungsbeamte der deutschen Stadt Minden, Landrat Ali Doğan, wurde schriftlich angegriffen. Ali Doğan ist womöglich der erste Landrat Deutschlands mit Migrationshintergrund und Kind einer Familie aus Sivas (Türkei). Er ist ein erfolgreicher Kommunalpolitiker. In einem Video-Beitrag in den sozialen Medien sagte er: „Ich weiß überhaupt nicht, welcher Feigling das aus welchem Grund getan hat, aber die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Die Erklärungen, die ich am Sonntag nach den Wahlen bezüglich der rassistisch-rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD) abgegeben habe – die in letzter Zeit die Agenda bestimmt und die Wahl gewonnen hat –, haben ihnen möglicherweise nicht gefallen. Ich werde nirgendwo hingehen. Ich bin hier geboren, aufgewachsen und habe hier meine Ausbildung absolviert. So könnt ihr mich weder einschüchtern noch mundtot machen.“

Am Eingang des Gebäudes der Kreisverwaltung in Minden, wo Ali Doğan als Landrat tätig ist, wurde an mehreren Stellen „Ali Raus“ geschmiert. Dieser rassistische Angriff auf Ali Doğan stieß sowohl in der deutschen als auch in der türkischstämmigen Gesellschaft auf Abscheu. Viele Menschen äußerten Kommentare und Erklärungen im Zeichen der Solidarität mit Ali Doğan. Dieser Vorfall zeigt das Ausmaß, das der Rassismus in Deutschland erreicht hat. Wie Sie wissen, erzielte die Alternative für Deutschland (AfD) am vergangenen Sonntag bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt 43,8 % der Stimmen und wurde dort zur stärksten politischen Kraft. In Umfragen besteht die Möglichkeit, dass diese Partei auch auf Bundesebene bei den nächsten Bundestagswahlen die erste oder zweite Kraft wird.

Der Rassismus in Deutschland wächst. Heute wird selbst Ali Doğan – das Kind einer sehr erfolgreichen Migrantenfamilie, der seine Sozialisation in Deutschland abgeschlossen hat – dieser Position nicht für würdig befunden. Aus diesem Grund könnten die sozialen Spannungen in Deutschland in den kommenden Tagen zunehmen und es könnte zu Entladungen kommen. Wenn die AfD sehr stark provoziert, sieht es leider so aus, als könnte es aufgrund von Rassismus sogar zu Straßenschlachten zwischen ihr und Migrantengruppen kommen.

Minden-Lübbecke ist eine große Kreisstadt im Nordosten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Sie ist das administrative Zentrum des Ostwestfälischen Kreises Minden-Lübbecke im Regierungsbezirk Detmold. Mit 83.598 Einwohnern ist Minden die viertgrößte Stadt der Region Ostwestfalen-Lippe.

Die deutsche Übersetzung der vollständigen Erklärung von Ali Doğan lautet wie folgt:

„Ali raus.“

Dieser Schriftzug stand heute Morgen mehrfach am Eingang unseres Kreishauses.

Mein Name. Und darunter ein einzelnes Wort:

„raus“.

Freunde, wo sind wir eigentlich angekommen?

Ich weiß nicht, wer das mit Sprühfarbe geschrieben hat. Ich weiß auch nicht, was der konkrete Anlass war. Die Polizei ermittelt.

Vielleicht hat es mit politischen Entscheidungen zu tun. Vielleicht auch damit, dass ich mich in den letzten Wochen sehr klar gegen Rechtsextremismus und die noAfD positioniert habe.

Vielleicht ist es auch etwas völlig anderes.

Aber eines weiß ich:

Mein Name ist Ali.

Ich bin hier geboren.

Ich bin hier aufgewachsen.

Deutschland ist meine Heimat.

Und wenn jemand „Ali raus“ an das Kreishaus schreibt, weiß ich sehr wohl, welche Wirkung diese zwei Worte entfalten sollen.

Natürlich lässt mich das nicht kalt.

Aber wer auch immer dahintersteckt, sollte wissen:

Ich gehe nicht raus.

Ich werde weiterhin meine Meinung sagen.

Ich werde weiterhin gegen Rassismus und Rechtsextremismus einstehen.

Und ich werde mir keine Angst machen lassen.

Wir können hart in der Sache diskutieren. Das gehört zur Demokratie.

Aber Hass, Ausgrenzung und Einschüchterung dürfen niemals darüber bestimmen, wer in diesem Land seine Stimme erhebt.

Und genau deshalb:

Ich bleibe.

13 September 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Vom Folter zur Verfolgung: Die unauslöschlichen Spuren des 12. September 1980

von Fremdeninfo 12 September 2026
von Fremdeninfo

Von: Turgut Öker

Der 12. September 1980 ist der Tag, an dem die faschistische Junta in der Türkei an die Macht kam.

Einen bedeutenden Teil meiner Erinnerungen an den 12. September machen meine Freunde aus, die wegen der Verfolgung und Folter, die sie in der Türkei erlitten haben, nach Europa fliehen mussten. Ich habe die Geschehnisse in Mamak, Metris, im Gefängnis von Diyarbakır sowie während des Polizeigewahrsams direkt von den Betroffenen gehört. Auf den Körpern einiger von ihnen waren die Spuren der Folter noch immer zu sehen. Als sie nach Europa kamen, sahen sie sich mit neuen Problemen wie medizinischer Behandlung, Asyl, Sprache, Wohnort und Arbeit konfrontiert. Ich stand ihnen bei ihren Versuchen zur Seite, wieder Fuß im Leben zu fassen.

Einen großen Teil meiner Jahre habe ich auch mit Solidaritätsarbeit verbracht, um die europäischen Öffentlichkeit über die Geschehnisse in den türkischen Gefängnissen, die Folter und die Repressionen zu informieren.

Am 12. September wurden zehntausende Menschen festgenommen, verhaftet und gefoltert. Hinrichtungskammern wurden errichtet. Der 17-jährige Erdal Eren wurde zum Tode verurteilt, indem man sein Alter offiziell heraufsetzte. Tausende Menschen wurden gezwungen, ihr Land zu verlassen.

Seitdem sind 46 Jahre vergangen. Die Putschisten sind weg, aber die Spuren des von ihnen errichteten Systems sind geblieben. Das Fundament vieler Übel, die wir heute erleben, wurde in jenen Jahren gelegt. Ich glaube nicht, dass eine echte Demokratisierung der Türkei möglich ist, ohne dieses vom 12. September hinterlassene System und diese Gesinnung aufzuarbeiten.on

Der 12. September 1980 ist der Tag, an dem die faschistische Junta in der Türkei an die Macht kam.

Einen bedeutenden Teil meiner Erinnerungen an den 12. September machen meine Freunde aus, die wegen der Verfolgung und Folter, die sie in der Türkei erlitten haben, nach Europa fliehen mussten. Ich habe die Geschehnisse in Mamak, Metris, im Gefängnis von Diyarbakır sowie während des Polizeigewahrsams direkt von den Betroffenen gehört. Auf den Körpern einiger von ihnen waren die Spuren der Folter noch immer zu sehen. Als sie nach Europa kamen, sahen sie sich mit neuen Problemen wie medizinischer Behandlung, Asyl, Sprache, Wohnort und Arbeit konfrontiert. Ich stand ihnen bei ihren Versuchen zur Seite, wieder Fuß im Leben zu fassen.

Einen großen Teil meiner Jahre habe ich auch mit Solidaritätsarbeit verbracht, um die europäischen Öffentlichkeit über die Geschehnisse in den türkischen Gefängnissen, die Folter und die Repressionen zu informieren.

Am 12. September wurden zehntausende Menschen festgenommen, verhaftet und gefoltert. Hinrichtungskammern wurden errichtet. Der 17-jährige Erdal Eren wurde zum Tode verurteilt, indem man sein Alter offiziell heraufsetzte. Tausende Menschen wurden gezwungen, ihr Land zu verlassen.

Seitdem sind 46 Jahre vergangen. Die Putschisten sind weg, aber die Spuren des von ihnen errichteten Systems sind geblieben. Das Fundament vieler Übel, die wir heute erleben, wurde in jenen Jahren gelegt. Ich glaube nicht, dass eine echte Demokratisierung der Türkei möglich ist, ohne dieses vom 12. September hinterlassene System und diese Gesinnung aufzuarbeiten.

12 September 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Der SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzende Matthias Miersch sprach mit Cumali Yağmur, dem Chefredakteur von Fremdeninfo.

von Cumali Yağmur 12 September 2026
von Cumali Yağmur

 

Von Cumali Yagmur

C.Yagmur Sie haben auch den alevitischen Verein in Berlin besucht und sich die Anliegen der Menschen angehört. Matthias Miersch hielt bei seinem Besuch im Cemevi des BAT (Alevitische Gemeinde Berlin-Brandenburg) die Forderungen bezüglich der in Deutschland lebenden Beschuldigten des Sivas-Massakers für „berechtigt“. Ich habe mir bei dem Treffen die Anliegen der Vorstandsmitglieder zu den Problemen der Aleviten in der Türkei, den Dergâhs (Konventen), dem obligatorischen Religionsunterricht und den allgemeinen Herausforderungen der Aleviten angehört.C,Yagmur  Im Jahr 1993 wurden im Madımak-Hotel in Sivas 33 alevitische Intellektuelle ermordet, nachdem das Gebäude in Brand gesteckt worden war. Es wird berichtet, dass Täter des Sivas-Massakers in Deutschland leben. Was möchten Sie dazu sagen?

Miersch: Ich habe auch die Alevitische Gemeinde in Berlin besucht und mir ihre Anliegen angehört. Eine ihrer Sorgen war, dass einige der Täter des Sivas-Massakers in Deutschland leben sollen. Ich habe ihnen versprochen, dieses Thema in den Bundestag einzubringen. Fordern Sie die Festnahme der Täter und ihre Bestrafung vor dem Gesetz? Es ist keineswegs hinnehmbar, dass sich Mörder in einer zivilen Gesellschaft wie Deutschland frei bewegen können. Ich bin dafür, dieses Thema in den Bundestag zu bringen und mit allen Parteien zu diskutieren. Die Täter müssen so schnell wie möglich ausfindig gemacht, vor Gericht gestellt und ihrer Strafe zugeführt werden. C,Yagmur  Vor einem Gericht in München wurde ein IS-Mitglied zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er in Syrien jesidische Frauen als Sklavinnen verkauft hatte. Werden auch die Täter des Sivas-Massakers bestraft, falls sie ausfindig gemacht werden?

Miersch: Dass sich Mörder in unserem Land frei bewegen und straffrei bleiben, widerspricht unserem verfassungsrechtlichen und politischen Verständnis. Die Täter des Sivas-Massakers müssen ausfindig gemacht und so schnell wie möglich vor Gericht gestellt werden. Ich gebe Ihnen mein Wort, dass ich an diesem Thema dranbleiben und es im Bundestag mit den demokratischen Parteien diskutieren werde.

C.Yagmur  Die Aleviten haben sich im Rahmen des zivilgesellschaftlichen Verständnisses in Deutschland organisiert und bringen ihre Anliegen kontinuierlich vor. Ich nehme an, dass Sie darüber informiert sind. Wie stehen Sie dazu?

Miersch: Dass sich die Aleviten in Deutschland organisieren und die ihnen durch die Demokratie eingeräumten Rechte nutzen, ist erfreulich. Ich bin mir ihres Kampfes in der Türkei und der Diskriminierung, der sie dort ausgesetzt sind, bewusst. In unserem Land dulden wir unter keinen Umständen, dass Aleviten unterdrückt oder herabgewürdigt werden. Uns ist wichtig, dass Menschen alevitischen Glaubens in Deutschland frei leben können, ohne unterdrückt oder diskriminiert zu werden. Wir tun unser Möglichstes, um sie dabei zu unterstützen, sich in Deutschland zu organisieren und ihre Anliegen frei zu äußern. Im Namen der Sozialdemokratischen Partei (SPD) werden wir niemals zulassen, dass Menschen alevitischen Glaubens irgendwo diskriminiert, herabgewürdigt oder unterdrückt werden. Es ist falsch, jemanden aufgrund seines Glaubens verächtlich zu behandeln, herabzusetzen oder als minderwertig zu betrachten.

C,Yagmur : Wir danken Ihnen für diese ausführlichen und aufrichtigen Worte.

12 September 2026 0 Kommentare
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Allgemein

DIE AN DAS OFFIZIELLE IDEOLOGIE ANGEPASSTE GESCHICHTSERZÄHLUNG IST NICHT DIE REALITÄT.

von Fremdeninfo 11 September 2026
von Fremdeninfo

             Von: Celal Işıks

Die Erzählung, dass die Republik Türkei als unabhängiger Staat aus einem Befreiungskrieg gegen „sieben Weltmächte“ hervorgegangen sei, entspricht nicht der Realität. Es ist eine von offiziellen Staatshistorikern verfasste, „türkisierte“ Geschichtserzählung, die an die offizielle Ideologie angepasst wurde.

Diese Erzählung besteht lediglich aus übertriebenen Heldengeschichten und heroischen Reden.

Die Realität ist: Die Republik Türkei ist nichts weiter als eine Gründung im Ergebnis des Ersten Imperialistischen Aufteilungskrieges, deren Entstehung im Vertrag von Lausanne hauptsächlich von Großbritannien genehmigt und gebilligt wurde.

Die Republik Türkei ist der verbliebene Rest eines riesigen Imperiums.

Sie ist eine Republik, die gezwungen war, sich in die von den westlichen Imperialisten festgelegten Grenzen zurückzuziehen.

Während der Nahe Osten heute – wie als würde sich die Geschichte wiederholen – neu gestaltet wird, versucht die Türkei als eine von den globalen Mächten abhängige Regionalmacht ihren neuen Platz zu finden.

Es ist eine ganz offenkundige Realität, dass das Land auf die Genehmigung der Großmächte angewiesen ist, um eine mittelgroße Regionalmacht zu sein oder zumindest seine bestehende Macht aufrechtzuerhalten.

Eine Geschichtserzählung, die eine Gründung, die den Interessen der Großmächte in der Region entsprach, sowohl in der Vergangenheit als auch heute als ein glorreiches Befreiungsepos der türkischen Nation darstellt, ist nicht wahr, sondern eine schlichte Lüge.

Die offizielle Geschichtserzählung gibt nicht die bitteren Tatsachen wieder; sie ist gewissermaßen das Erfordernis einer psychologischen Therapie für ein traumatisiertes, armes Volk, das das Bedürfnis hat, ein erfundenes Heldenepos zu hören.

Als ein feudaler Imperialismus, der viele seiner unterworfenen Völker arm zurückließ, erlitt das Osmanische Reich in seiner Spätphase große Gebietsverluste und zerfiel.

Während im Herzen der feudalen Königreiche und Imperien des Westens auf der Grundlage der industriellen Revolutionen Nationalstaaten entstanden, vollzog sich im Schoße der osmanischen Gesellschaft keine klassische industrielle Revolution im westlichen Sinne.

Da der türkische Nationalstaat nicht von einer revolutionären Bourgeoisie gegründet wurde, die die industrielle Revolution vollzogen hatte, und er daher von seiner Gründung an nicht über eine sich selbst genügende politische und ökonomische Innendynamik verfügte, war er stets ein von den westlichen Industriegesellschaften abhängiges Land.

Die Republik Türkei wurde als ein militaristischer Staat gegründet, der vor allem von Mustafa Kemal und vielen osmanischen Offizieren (kleinbürgerlicher Herkunft) sowie zivilen Intellektuellen angeführt wurde.

Da die osmanische Gesellschaft die Asiatische Produktionsweise aufwies, bildete sich in ihrem Schoße kein revolutionäres bürgerliches Subjekt heraus, das einen auf der Industrialisierung basierenden Nationalstaat im westlichen Sinne hätte gründen können.

Aus diesem Grund sind eine Wirtschaft und eine politische Struktur, die von den westlichen kapitalistischen Volkswirtschaften abhängig sind – welche die industrielle Revolution vollzogen haben –, wie ein unausweichliches Schicksal für die Republik Türkei.

Die offizielle Geschichte ist lediglich eine erfundene Geschichte, die diese Realität ignoriert, verzerrt und anders darstellt, als sie ist.

Sowohl gestern als auch heute sind wir Zeugen der Lügen der Herrschenden der Türkei, dass die Türkei eine sich entwickelnde, unabhängige Macht sei, die mit den westlichen Ländern konkurrieren könne. Der Reihe nach haben Atatürk, İnönü, Menderes, Demirel, Özal und heute die AKP diese Lügenrhetorik aufrechterhalten.

Dabei ist die Türkei eine Wirtschaft, die alles importiert, nicht produziert, sondern konsumiert, und ein riesiger Markt, auf dem alle Produzierenden ihre Waren und Produkte vertreiben.

Unsere Herrschenden geben jedoch ihre Diskurse, die diese Tatsache verdrehen, niemals auf.

Man kann sagen, dass in Bezug auf die Geschichtsverfälschung niemand geschickter ist als wir.

Seit dem Tag ihrer Gründung war jede Generation in der Türkei einer falschen und fehlerhaften Geschichtserzählung ausgesetzt.

Aus diesem Grund brauchen die jungen Generationen dieser Gesellschaft dringend eine wahre Geschichtserzählung.

Die wahre Geschichte ist diejenige, die gerade erst geschrieben wird oder noch geschrieben werden wird. Die wahre Geschichte ist nicht das, was die offiziellen Schreiberlinge des Staates verfasst haben, sondern das, was objektive Historiker geschrieben haben und schreiben werden.

Die offizielle Geschichtsschreibung nationalistischer Staaten besteht lediglich aus Herosierung und Lügen.

11 September 2026 0 Kommentare
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Religion

SPD-Bundestagsfraktionschef: „Lassen Sie uns das Sivas-Massaker im Bundestag besprechen“Von: Avrupa Demokrat

von Cumali Yağmur 11 September 2026
von Cumali Yağmur

            Von.Avrupa Demokrat

Miersch bezeichnete bei seinem Besuch im BAT-Cemevi die Forderungen bezüglich des Verbleibs der mutmaßlichen Täter des Sivas-Massakers in Deutschland als „berechtigt“. Bei dem Treffen kamen auch die Probleme der Aleviten in der Türkei, die Dergahs (Anbetungsstätten), der obligatorische Religionsunterricht und die Forderungen alevitischer Institutionen zur Sprache.

Nachrichtenzentrum Avrupa Demokrat Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Matthias Miersch, und die SPD-Berlin-Abgeordnete Sevim Aydın besuchten am 31. August das BAT-Cemevi, um sich über die alevitische Gemeinschaft und ihren Glauben zu informieren. Miersch und Aydın wurden vom zweiten Vorsitzenden des BAT-Cemevi, Kadir Şahin, dem ehemaligen Vorsitzenden des BAT-Cemevi, Metin Mat Dede, und dem Forscher und Autor Haydar Selçuk empfangen.

Bei einem Rundgang durch das Gelände des Cemevi wurden Miersch und Aydın über den alevitischen Glauben, die Arbeit der Institutionen sowie die sozialen und kulturellen Aktivitäten der alevitischen Gemeinschaft in Berlin informiert. Hauptthemen des Gesprächs waren das Madımak-Massaker vom 2. Juli 1993 in Sivas und die Situation der in Deutschland lebenden Täter des Massakers.

Şahin: „Wir wollen, dass die Täter vor Gericht gestellt werden“ Der zweite Vorsitzende des BAT-Cemevi, Kadir Şahin, wies darauf hin, dass einige der Täter des Sivas-Massakers weiterhin in Deutschland leben, und übermittelte Miersch und Aydın die Forderung nach deren strafrechtlicher Verfolgung. Şahin erklärte: „Die Täter des Sivas-Massakers leben in Deutschland. Sie treiben Handel und nutzen alle Möglichkeiten in Deutschland. Wir wollen, dass die Täter vor Gericht gestellt werden. In der Türkei wurde das Verfahren wegen Verjährung eingestellt. Die Täter blieben straffrei.“

Şahin betonte, dass der Deutsche Bundestag und die Abgeordneten aller politischen Parteien über das Sivas-Massaker und die Täter informiert werden sollten, und forderte eine parteiübergreifende Sitzung zu diesem Thema.

Şahin führte aus: „Wir möchten den Bundestag und die Abgeordneten aller Parteien über das Sivas-Massaker und die Täter informieren. In dieser Hinsicht haben wir den Wunsch nach einem überparteilichen Treffen.“

Miersch: „Ein solches Treffen im Bundestag ist notwendig“ Der SPD-Bundestagsfraktionschef Dr. Matthias Miersch erklärte, dass er es nicht für richtig halte, dass die Täter des Sivas-Massakers straffrei in Deutschland weiterleben.

Zu der Forderung des BAT-Cemevi nach einem Treffen im Bundestag unter Beteiligung aller politischen Parteien sagte Miersch: „Ich finde Ihre Forderung berechtigt. Ein solches Treffen im Bundestag ist notwendig. Es wird auch für uns sehr nützlich sein. Dass die Täter nicht bestraft wurden, ist überraschend.“

Metin Mat Dede: „Menschen werden aufgrund ihrer alevitischen Identität ausgegrenzt“ Der ehemalige Vorsitzende des BAT-Cemevi, Metin Mat Dede, äußerte sich bei dem Treffen zu den Problemen der Aleviten in der Türkei. Mat Dede betonte, dass Aleviten nicht nur im Bereich der Religionsfreiheit, sondern auch in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen und öffentlichen Lebens Diskriminierung ausgesetzt sind. Er erklärte, dass Menschen aufgrund ihrer alevitischen Identität ausgegrenzt werden und Diskriminierung auch im Arbeitsleben stattfindet. Mat wies darauf hin, dass Aleviten in den höheren Ebenen des Staates nicht vertreten sind: „Heutzutage sieht man keine Personen mit alevitischer Identität in hohen Staatsämtern wie Gouverneur, Landrat, Rektor oder Polizeipräsident.“

Mat stellte zudem fest, dass es Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte bezüglich der freien Ausübung des alevitischen Glaubens in der Türkei gibt, die Türkei diese Urteile jedoch nicht umsetzt.

Er kritisierte, dass Schüler alevitischen Glaubens im Rahmen des verpflichtenden Religionsunterrichts mit den Glaubensgrundsätzen der sunnitischen Rechtsschule konfrontiert werden, und bezeichnete dies als eines der Hauptprobleme der alevitischen Gemeinschaft.

„Es findet ein Prozess statt, der darauf abzielt, das Alevitentum aus der Geschichte zu tilgen“ Mat machte auch auf die Situation der alevitischen Dergahs und Pilgerstätten aufmerksam und betonte, dass die historische und kulturelle Identität dieser Orte geschützt werden müsse. Er argumentierte, dass Schriften, Symbole und historische Dokumente in Dergahs und Pilgerstätten unter verschiedenen Vorwänden zu Forschungszwecken entwendet würden und auch schriftliche Dokumente im Besitz von Aleviten in diesem Prozess gesammelt würden. Mat sagte: „Schriftliche Dokumente im Besitz der Aleviten werden bei verschiedenen Anlässen unter dem Vorwand der Forschung mitgenommen, und es wird eine neue Geschichte geschrieben, die von der Realität abweicht. Das bedeutet, das Alevitentum aus der Geschichte zu tilgen.“

Mat brachte vor, dass die von alevitischen Institutionen seit Jahren geäußerten Forderungen vom Staat nicht berücksichtigt würden und dass versucht werde, der alevitischen Gemeinschaft über einige vom Staat gegründete Aleviten-Vereine ein bestimmtes Verständnis aufzuzwingen. Er erklärte außerdem, dass in den Medien Verleumdungen und abwertende Diskurse gegen Aleviten existieren und gegen die Urheber dieser Diskurse keine ausreichenden rechtlichen Sanktionen angewendet werden. Er behauptete zudem, dass versucht werde, alevitische Vereine und Cemevis unter Nutzung staatlicher Mittel und Macht an staatlich unterstützte Strukturen zu binden, und dass auch die alevitische Bewegung in Europa von diesem Prozess betroffen sei.

Reaktion auf Beschuldigungen gegen die AABF Metin Mat Dede ging auch auf die Vorwürfe gegen die Konföderation der Alevitischen Jugendlichen in Europa (AABK) ein. Mat erinnerte daran, dass die Worte von Präsident Recep Tayyip Erdoğan mit Bezug auf die Alevitische Gemeinde Deutschland (AABF) – „Sie haben 3 Millionen Euro vom deutschen Staat erhalten“ – auch im Deutschen Bundestag zum Thema wurden, und stellte klar, dass diese Vorwürfe nicht der Wahrheit entsprechen. Mat betonte, dass diese Äußerungen darauf abzielen, die Arbeit der AABF zu behindern und sie zu diskreditieren.

Haydar Selçuk: „Dies ist nicht nur ein Problem der AKP-Ära“ Der Forscher und Autor Haydar Selçuk erklärte, dass die Probleme der Aleviten in der Türkei nicht nur auf die Zeit der aktuellen politischen Regierung reduziert werden können. Selçuk wies darauf hin, dass im Umgang mit den Aleviten seit vielen Jahren eine Haltung der „Leugnung, Vernichtung und Ignoranz“ herrscht: „Dies ist kein Zustand, der erst mit der AKP entstanden ist. Es ist die Haltung der hundertjährigen Republik.“ Selçuk betonte, dass die Türkei seit 25 Jahren von einem politischen Verständnis regiert wird, das mit dem Versprechen der EU-Mitgliedschaft, der Demokratisierung und dem Kampf gegen Verbote, Armut und Korruption die Unterstützung Europas gewonnen hat, und dass Europa sich daher auch mit dem Aleviten-Problem in der Türkei auseinandersetzen muss.

„Europa muss sich mit den Praktiken gegenüber Aleviten in der Türkei und dem historischen Hintergrund dieser Praktiken auseinandersetzen“, sagte Selçuk und fügte hinzu, dass die Probleme der Aleviten auch bei der Bewertung der Europapolitik gegenüber der Türkei berücksichtigt werden müssten.

„Unsere Dergahs werden in Museen umgewandelt“ Eines der von Selçuk angesprochenen Themen war die Umwandlung alevitischer Dergahs in Museen. Selçuk betonte, dass Dergahs die historischen Zentren des alevitischen Glaubens und der alevitischen Kultur seien, und erklärte, dass Aleviten heute wie jeder andere Eintritt bezahlen müssen, um diese Orte zu betreten, obwohl sie die eigentlichen Eigentümer sind.

Selçuk sagte: „Unsere Dergahs werden in Museen umgewandelt. Allen voran wir, die eigentlichen Eigentümer dieser Dergahs, müssen Geld bezahlen, um diese Orte zu betreten.“ Selçuk wies darauf hin, dass die Grundforderungen, die alevitische Organisationen seit Jahren äußern, immer noch nicht erfüllt wurden, und listete diese Forderungen wie folgt auf:

  • Rückgabe der Dergahs an die alevitische Gemeinschaft.

  • Abschaffung des obligatorischen Religionsunterrichts.

  • Erlangung eines legalen Status für Cemevis.

  • Auflösung des Präsidiums für Religionsangelegenheiten (Diyanet).

  • Kein erzwungener Moscheebau in alevitischen Dörfern.

Selçuk sagte: „Diese Forderungen, die seit Jahren zu den Grundforderungen demokratischer alevitischer Organisationen gehören und bei jeder Gelegenheit geäußert werden, werden nicht nur nicht ernst genommen, sondern diese Praktiken dauern immer noch an.“

„Verbrechen gegen die Menschlichkeit dürfen nicht verjähren“ Selçuk betonte, dass das Sivas-Massaker ebenfalls ein wichtiges Thema des Treffens war, und erklärte, dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Massaker keiner Verjährung unterliegen dürften.

Selçuk sagte: „Bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Massakern darf es keine Verjährung geben; dies muss eine unserer Grundforderungen sein.“

Bericht: BAT-Cemevi Pressebüro

Fotos: Ulaş Yunus Tosun

11 September 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Vatan-Partisi-Vize Sancak verteidigt AfD: „Nicht rassistisch“

von Cumali Yağmur 11 September 2026
von Cumali Yağmur

 

von : T24 Nachrichtenzentrum

 

Vatan Partisi Vice President Ethem Sancak: AfD ist nicht rassistisch, nicht türken- oder islamfeindlich; einige unserer Freunde sind der AfD beigetreten

Ethem Sancak, stellvertretender Vorsitzender der Vatan Partisi (Vaterlandspartei), erklärte, die Behauptungen über die AfD seien gelogen. Er sagte: „Das sind alles Wahrnehmungsoperationen der Globalisten, um die Wahrheit zu verschleiern und die asiatischen Nationen gegen sie aufzubringen.“

Ethem Sancak, stellvertretender Vorsitzender der Vatan Partisi, erklärte, dass die rechtsextreme AfD, die die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewonnen habe, nicht türken- und islamfeindlich sei. Sancak wies darauf hin, dass die Vatan Partisi mit der AfD im Gespräch sei, und sagte: „Einige unserer Freunde sind der AfD beigetreten. Einige werden vielleicht Vorstandsmitglieder, sie haben sehr gute Beziehungen.“

Bei den am Wochenende in Deutschland abgehaltenen Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt erzielte die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD) rund 44 Prozent der Stimmen. Viele Politiker und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen in Deutschland zeigten sich besorgt über diesen Erfolg der AfD, die Migranten, Muslime, Juden, LGBTI+-Personen und den Rechtsextremismus ins Visier nimmt.

Fazit:

Als Produkt welches Verständnisses muss man diesen Zustand beschreiben? Die Vatan Partisi und ihr Chef/Ideologe Doğu Perinçek haben sich jahrelang als links dargestellt, obwohl sie sich in der Türkei feindselig gegenüber der Linken verhielten. Perinçek hat sein Leben damit verbracht, Linke beim Nationalen Nachrichtendienst (MİT) zu denunzieren.

Heute behauptet er wiederum, dass die fremdenfeindliche Partei AfD (Alternative für Deutschland) in Deutschland nicht fremdenfeindlich sei. Dieses Verständnis geht nicht darüber hinaus, Verwirrung zu stiften und vom eigentlichen Ziel abzulenken.

Lernen Sie diese Personen kennen! Lernen Sie sie kennen und vermerken Sie diese Namen, die die faschistische, gegen Migranten gerichtete AfD in Deutschland verteidigen, als Kollaborateure von Hinterlistigen und Faschisten.

11 September 2026 0 Kommentare
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Meine Flops der Woche: Warum die SPD bei mir ganz oben steht

von Fremdeninfo 10 September 2026
von Fremdeninfo

Meine Flops der Woche: Warum die SPD bei mir ganz oben steht

Von: Begüm Canatar

Der SPD-Oberbürgermeisterkandidat für Hannover, Axel von der Ohe, stellt in einem Facebook-Video seine persönlichen „Tops und Flops der Woche“ vor. Das hat mich dazu gebracht, ebenfalls einmal meine persönlichen Flops der Woche zu benennen.

Mein FLOP der Woche ist nach wie vor der Zeugnisskandal in Vechta.

Ausgerechnet in dem Zeitraum, in dem sich dieser jahrelange Murks ereignet hat, lag die politische Verantwortung im niedersächsischen Kultusministerium bei der SPD. Wenn unter ihrer politischen Verantwortung über Jahre hinweg Noten und Zeugnisse falsch ausgestellt werden, dann sollte man das hinterfragen.

Aber wisst ihr, was für mich ebenfalls ein großer Flop ist? Der Umgang mit Bürgeranliegen und Beschwerden.

Erinnert ihr euch noch an die SPD-Politikerin, die sich damals in einer Facebook-Diskussion zwischen mir und einem rassistischen FPÖ-Anhänger eingemischt und dabei dessen Position verteidigt hatte? Auf meine anschließende Beschwerde bei der SPD Dortmund erhielt ich jedenfalls keine Antwort.

Und auch bei anderen politischen Kontroversen habe ich häufig den Eindruck, dass man sich lieber wegduckt, anstatt sich offen mit den eigenen Problemen auseinanderzusetzen. Davon gab es in den vergangenen Jahren schließlich einige: Islamismus, Korruption, der Kinderpornografie-Fall, die sogenannte „SPD-Patentante“ und einiges mehr.

Und dann wäre da noch diese einseitige Angstmacherei vor der AfD. Es geht ihnen nicht wirklich um die „bunte Vielfalt“. Nicht um mich oder dich. Denen geht es um ihre eigene Haut. Sobald die Blauen das Ruder reißen, wissen sie ganz genau, der Sumpf wird aufgeräumt. Wie sagte Gauland einst: „Wir werden sie jagen.“ Damit sind die übrigens auch mitgemeint.

Mein Fazit:

Ich mag keine Parteien, die Bürgernähe predigen, aber bei Bürgerbeschwerden abtauchen und lieber Buddypolitik betreiben. Mein FLOP ist deshalb ganz klar die SPD. Nicht nur für diese Woche. 👎

 Videoquelle: Axel von der Ohe, SPD
https://www.facebook.com/share/r/1JP2X7H4Jg/

#Flop #Partei #SPD #nichtwählbar

10 September 2026 0 Kommentare
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SORGSAMKEIT UND ERSTAUNEN IN DEUTSCHLAND NACH DEM WAHLSIEG DER AFD

von Fremdeninfo 10 September 2026
von Fremdeninfo

                    Von: Mehmet Tanlı

 

Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt sendet ein Alarmsignal

Am vergangenen Sonntag fanden im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt Landtagswahlen statt, die ganz Deutschland und sogar Europa betreffen. Der Sieger hat jedoch kaum eine Chance auf eine Regierungsbeteiligung: Die AfD unter der Führung von Ulrich Siegmund wurde bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt zur stärksten politischen Kraft.

Wie zu erwarten war – auch die Umfragen hatten dies bereits gezeigt –, geschah das Vorhersehbare: Die rechtes, rassistische und anti-immigrantische Partei Alternative für Deutschland (AfD) gewann die Wahl mit einem enormen Stimmenanteil von 43,8 % und sicherte sich 39 von 83 Sitzen im Landtag. Für eine Alleinregierung reichte es jedoch nicht.

Die CDU, die die Wahlen verloren hat, steht nun auch auf Bundesebene vor großen Problemen. Man darf gespannt sein, wie lange Bundeskanzler Merz diesen Niederlagen noch standhalten und widerstehen wird.

Doch was will diese AfD eigentlich? Was steht in ihrem Programm, und was sind die Gründe für ihren Erfolg?

Erstens: Erst heute sagte Bundeskanzler Merz in seiner Rede im Parlament am Rednerpult folgendes. Merz kritisierte den Begriff der „Remigration“ der AfD und sagte: „Sie wollen eine ethnische Säuberung auf der Grundlage von Hautfarbe und Herkunft.“

Eines der Schwergewichte der AfD, Björn Höcke, sagte in einer Fernsehsendung, die sicherlich von Millionen Menschen gesehen wurde: „Wir können die Türken nicht assimilieren, ihre Kultur ähnelt unserer nicht, sie müssen zurückgeschickt werden.“

Die AfD sieht die Migranten – oder in ihren Worten: die Ausländer – als die Hauptverantwortlichen für die schlechte wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung in Deutschland.

Weitere Gründe für den Wahlerfolg der AfD sind:

Die bestehenden etablierten Großparteien können keine Lösungen für die Probleme bieten. Die Lücke, die durch ihr Versagen entsteht, füllt die AfD mit populistischen Parolen, emotionalen Wahlkampfauftritten und Versprechungen, die sie niemals einlösen wird.

Doch während sie diese Lücke füllt, polarisiert sie die Gesellschaft und dynamitiert den sozialen Frieden.

In Deutschland schrumpft der Wohlstandskuchen von Tag zu Tag. Sehr bekannte Unternehmen schließen oder entlassen Tausende von Arbeitnehmern. Obwohl der Sozialstaat nach wie vor besteht, vergrößert sich die Kluft bei der Einkommensverteilung immer weiter.

Die Wähler der AfD und konservative Deutsche wollen den Wohlstand leider nicht mit Bevölkerungsgruppen teilen, die ihrer eigenen Kultur nicht ähneln.

Das sind Araber, Afghanen und Türken.

Die meisten AfD-Anhänger betrachten sich zudem als eine überlegene Rasse und vermitteln den Migranten das Gefühl: „Wir sind die Herren, ihr seid die Sklaven.“

Hier spielt auch die große Zukunfts- und soziale Existenzangst der finanziell schwächeren Menschen eine wichtige Rolle beim Wahlerfolg der AfD.

Migranten, die trotz Gesundheit und jungem Alter ohne Arbeit leben und darüber hinaus Straftaten begehen oder in terroristische Handlungen verstrickt sind, verstärken den Hass und die Wut.

10 September 2026 0 Kommentare
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