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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

Asylanträge in Deutschland auf Rekordtief – erstmals seit 2015 nicht mehr Spitzenreiter...

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Information

Türkei: Journalist Joakim Medin aus Schweden wegen Erdoğan-Beleidigung verurteilt

von Fremdeninfo 30 April 2025
von Fremdeninfo

Türkei: Journalist Joakim Medin aus Schweden wegen Erdoğan-Beleidigung verurteilt

                          Von: Der Spiegel

Joakim Medin reiste für die Berichterstattung über die Proteste in die Türkei und wurde noch am Flughafen verhaftet. Er soll Präsident Erdoğan beleidigt haben – mit Artikeln über eine regierungskritische Demo in Schweden.

 

                                              

                                                Türkei: Journalist Joakim Medin aus Schweden wegen Erdoğan-Beleidigung verurteilt © AFP

In der Türkei ist ein schwedischer Journalist wegen des Vorwurfs der Präsidentenbeleidigung zu elf Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem läuft ein zweites Verfahren gegen den Mann. Die Anklage wirft ihm Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vor. Wie die Anwaltsvereinigung MLSA mitteilte, sei er nicht entlassen worden, sondern weiterhin in Untersuchungshaft. Der Journalist weist in beiden Fällen die Vorwürfe zurück.

Kaj Joakim Medin war Ende März bei seiner Ankunft am Istanbuler Flughafen festgenommen worden. Der Reporter der Zeitung »Dagens ETC« hatte über die jüngsten regierungskritischen Massenproteste in der Türkei berichten wollen.

Demo in Schweden offenbar Auslöser für Anklage

Der Vorwurf der Präsidentenbeleidigung soll unter anderem im Zusammenhang mit einer Demonstration 2023 in Stockholm stehen, bei der etwa ein Bildnis von Erdoğan an der Außenseite des Rathauses aufgehängt wurde. Medin sagte laut MLSA bei Gericht aus, nie an dem Protest teilgenommen zu haben und im Ausland gewesen zu sein. Fotos, mit denen einige seiner journalistischen Texte bebildert worden waren und die ihm in dem Verfahren zur Last gelegt wurden, habe er etwa nicht selbst ausgewählt. »Meine Absicht war nie, Präsident Erdoğan zu beleidigen«, zitierte ihn MLSA.

Nach der Urteilsverkündung am Mittwoch ordnete der Vorsitzende Richter zwar Medins Freilassung an. Wegen der Terrorvorwürfe bleibt er jedoch in Haft. Im Falle einer Verurteilung wegen Terror-Unterstützung drohen dem Reporter bis zu neun Jahre Gefängnis.

Die Terrorvorwürfe stellt die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu so dar: Der Schwede soll in den sozialen Medien angeblich Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK verbreitet haben. Die Behörden beriefen sich laut Anadolu auch auf Medins Berichterstattung aus Syrien, dem Irak und dem Südosten der Türkei zwischen 2014 und 2017. Der Prozess dazu steht noch aus.

»Jeder im Gerichtssaal hat gemerkt, dass er vollkommen unschuldig ist«, sagte der schwedische EU-Parlamentarier Jonas Sjöstedt der Nachrichtenagentur AFP im Gericht in Ankara. »Alles was er getan hat, ist journalistisch zu arbeiten.« Die Türkei liegt in der Pressefreiheits-Rangliste von Reporter ohne Grenzen auf Platz 158 von 180.

Die Inhaftierung des schwedischen Journalisten weckt Erinnerungen an den Fall des deutschen Journalisten Deniz Yücel, der 2017 während seiner Tätigkeit als Auslandskorrespondent der »Welt« festgenommen worden war und monatelang im Gefängnis saß.

30 April 2025 0 Kommentare
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Religion

Evangelischer Kirchentag will Zuversicht vermitteln und Brücken bauen

von Fremdeninfo 30 April 2025
von Fremdeninfo

Evangelischer Kirchentag will Zuversicht vermitteln und Brücken bauen

Von RP-Online

 

Hannover. Am Freitag beginnt der Deutsche Evangelische Kirchentag in Hannover. Angesichts der vielen Krisen in der Welt will das Treffen auch Zuversicht und Aufbruchsstimmung vermitteln. Das Leitwort lautet „mutig – stark – beherzt“.
                              

 

                              

                             Blick nach vorn: Kirchentagspräsidentin Anja Siegesmund. © Julian Stratenschulte

Viele Menschen sind verzagt, verzweifelt und durchaus belastet angesichts des Rechtsrucks in den Demokratien dieser Welt“, sagte Kirchentagspräsidentin Anja Siegesmund am Mittwoch vor Journalisten in Hannover. Dort sollte das fünftägige Christentreffen am Abend eröffnet werden

Die Klimakrise, das Artensterben und die Erhaltung des persönlichen Wohlstands beschäftigten heute viele Menschen, sagte Siegesmund. Über diese Themen müsse auch beim Kirchentag gesprochen werden. Dabei komme es darauf an, das Verbindende zu suchen. „Unsere Demokratie braucht lebendige Resonanzräume wie den Kirchentag“, unterstrich die Kirchentagspräsidentin. Die Kraft der Argumente solle in die Gesellschaft getragen werden.

Christen hätten nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, sich politisch einzumischen und Stellung zu beziehen, betonte Siegesmund. Die frühere thüringische Umweltministerin (Grüne) bezog sich dabei auf eine Kritik von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU). Die Katholikin Klöckner hatte sich zu Ostern in der „Bild am Sonntag“ von den Kirchen mehr Sinnstiftung und weniger Stellungnahmen zu tagesaktuellen Themen im Stile einer Nichtregierungsorganisation gewünscht.

Der Kirchentag steht unter dem Leitwort „mutig – stark – beherzt“. Geplant sind rund 1.500 Veranstaltung, darunter Bibelarbeiten, Gottesdienste, Diskussionsforen, Workshops und kulturelle Angebote. Zahlreiche prominente Bundespolitiker werden erwartet, unter ihnen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der geschäftsführende Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Bundestagspräsidentin Klöckner wird eine Bibelarbeit leiten, ebenso wie die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Bis zum Mittwochmorgen wurden nach Angaben der Veranstalter rund 65.000 Tickets verkauft, etwas mehr als vor zwei Jahren in Nürnberg. Ob die erwartete Teilnehmerzahl von 100.000 erreicht wird, sei schwer abzuschätzen und hänge von vielen Faktoren ab, hieß es. Der Kirchentag 2023 in Nürnberg zählte am rund 70.000 Teilnehmende. 2019 in Dortmund waren es 120.000.

Der evangelische Landesbischof Ralf Meister aus Hannover sagte, angesichts einer depressiven Grundstimmung und einer verbreiteten Melancholie in der Gesellschaft könne vom Kirchentag ein Zeichen der Hoffnung ausgehen. „Es braucht mehr als einen Optimismus, der sich auf das Wiederanlaufen von Wirtschaftserträgen und Renditeerwartungen gründet. Es braucht eine Rendite, die spirituell getragen ist.“

Als kontroverse Themen des Kirchentags nannte Generalsekretärin Kristin Jahn neben der Klimakrise unter anderem den Konflikt in Israel und im Gaza-Streifen und Machtstrukturen in der Kirche. Es sei wichtig, dass über diese Themen in gegenseitigem Respekt gesprochen werde. „Wichtig ist, dass wir nicht übereinander reden, sondern miteinander“, betonte Jahn: „Wir sind kein Sendemast der Selbstgerechtigkeit, wir warten auf Gottes Gerechtigkeit.“

Der Etat für das Protestantentreffen beträgt rund 25 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen steuert sieben Millionen Euro bei, die Stadt Hannover vier Millionen Euro und die hannoversche Landeskirche 7,4 Millionen Euro. Der Rest entfällt auf Einnahmen aus Merchandising, von Sponsoren und aus dem Ticketverkauf

30 April 2025 0 Kommentare
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Geldstrafe für Mann in Düsseldorf wegen Volksverhetzung in Internet

von Fremdeninfo 29 April 2025
von Fremdeninfo

Geldstrafe für Mann in Düsseldorf wegen Volksverhetzung in Internet

                                                              Artikel von AFP

                                  

Wegen Hetze im Internet gegenüber Zugewanderten aus dem Nahen Osten und Afrika ist ein Mann in einem Berufungsprozess vom Landgericht Düsseldorf zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er soll laut Gericht wegen Volksverhetzung 1250 Euro zahlen. © INA FASSBENDER

 Wegen Hetze im Internet gegenüber Zugewanderten aus dem Nahen Osten und Afrika ist ein Mann in einem Berufungsprozess vom Landgericht Düsseldorf zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte soll eine Geldstrafe von 1250 Euro wegen Volksverhetzung zahlen, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag sagte. Damit milderte das Landgericht ein vorangegangenes Urteil leicht ab.

Zuvor war der 1948 geborene Angeklagte vom Amtsgericht zu 2000 Euro verurteilt worden. Das Landgericht passte die Höhe der Geldstrafe laut der Sprecherin letztlich an veränderte Einkommensverhältnisse an. Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht.

Der Angeklagte soll 2023 in einem Beitrag auf Facebook massiv gegen Zugewanderte gehetzt haben. Laut der Anklage äußerte sich der Mann abwertend gegen Menschen aus Nahost und Afrika. Unter anderem sprach er von einer „Primatenkultur mit mittelalterlichen Unsitten“.

Dabei sprach er den Menschengruppen verschiedene Verbrechen zu – etwa Morde oder Vergewaltigungen. Zugewanderte forderte er auf: „Klemmt euch eure Wunderlampe unter den Arm, setzt euch auf euren Teppich und fliegt zurück hinter den Bosporus oder nach Afrika.“

29 April 2025 0 Kommentare
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Information

Trotz Anti-Laschet: CDU-Hoffnungsträgerin Serap Güler setzt sich in Merz-Kabinett durch

von Fremdeninfo 29 April 2025
von Fremdeninfo

 

                        

Serap Güler (CDU) ist seit 2021 Bundestagsabgeordnete und bald Staatsministerin im Außenministerium.

                 Artikel von Peter Sieben/ Kurier

Trotz Anti-Laschet: CDU-Hoffnungsträgerin Serap Güler setzt sich in Merz-Kabinett durch

Serap Güler ist nun designierte Staatsministerin. Eine bemerkenswerte Karriere – die vor ein paar Jahren auch hätte einknicken können.

Berlin – Ein schwarzer Klumpen Kohle liegt vorn auf dem Schreibtisch in Serap Gülers Berliner Büro. Ein Andenken aus der Steinkohle-Zeche Prosper-Haniel in Bottrop. 2018 war die CDU-Politikerin bei der letzten Grubenfahrt dabei, bevor die Kohle-Ära im Ruhrgebiet endgültig endete.

Natürlich gibt es Fotos davon: Güler mit Grubenhelm neben ihrem Vater, der in den 1960er Jahren aus der Türkei nach Deutschland gekommen war, um als Bergmann zu arbeiten. Und Güler neben Armin Laschet: Der war damals NRW-Ministerpräsident und der wohl wichtigste politische Förderer der frisch gebackenen NRW-Staatsministerin für Integration. Wenn Laschet Kanzler wird, hieß es damals, macht auch Güler Karriere in Berlin.

CDU-Minister im Merz-Kabinett stehen fest: Bemerkenswerte Karriere von Serap Güler

Bekanntermaßen kam es anders, Laschet wurde nicht Kanzler. Serap Güler indes wird jetzt Staatsministerin beim künftigen Außenminister Johann Wadepuhl. Ausgerechnet im Kabinett von Anti-Laschet und Anti-Merkel Friedrich Merz, mit dem Güler in den letzten Jahren durchaus nicht immer einer Meinung war. Eine bemerkenswerte Aufsteigergeschichte, auch gegen Hindernisse – die wohl vor allem Gülers immensem Ehrgeiz zu verdanken ist.

 

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Serap Güler (CDU) ist seit 2021 Bundestagsabgeordnete und bald Staatsministerin im Außenministerium.

Wir hatten in den 80er-Jahren noch Türken-Klassen im Ruhrgebiet. Da wurden alle türkischen Kinder in eine Klasse gesteckt, in denen nur Türkisch gesprochen wurde“, erzählte die CDU-Politikerin mal im Interview mit dieser Redaktion. Aufgewachsen ist sie in Marl in NRW. Die Integrationspolitik und der Umgang mit Familien, die eine Migrationsgeschichte hatten, war damals: gelinde gesagt ausbaufähig. Güler bahnte sich ihren Weg über Abi, Ausbildung, Studium und Landespolitik bis in den Bundestag, in dem sie seit 2021 Mitglied ist.

Versierte CDU-Außenpolitikerin im Kabinett von Friedrich Merz

Wenige Wochen vor ihrer Ernennung zur Staatsministerin haben wir Serap Güler zuletzt zum Gespräch in Berlin getroffen. Ihr Name kursierte zu dem Zeitpunkt in Berlin bereits bei Fragen rund ums neue Kabinett. In den letzten Jahren hat sich Güler einen Ruf vor allem als versierte Außenpolitikerin und Bundeswehrexpertin erarbeitet, war in den Koalitionsverhandlungen Mitglied der Arbeitsgruppe „Außen und Verteidigung“. Auf die Frage, ob sie ein Amt anstrebe, antwortete Güler bescheiden, aber vielsagend: „Das sucht man sich ja nicht selbst aus. Man wird für etwas berufen. Und je nachdem würde ich mich der Verantwortung stellen.“

Serap Güler im Gespräch mit Bundestagsreporter Peter Sieben in ihrem Abgeordnetenbüro in Berlin.

An der Wand neben dem Schreibtisch hängt eingerahmt ein Spiegel-Cover: Angela Merkel und das „Männer!“-Zitat. Ein Statement? Güler gehört zu den besonders einflussreichen Frauen innerhalb der CDU, davon gibt es nicht allzu viele, die Fraktion ist immer noch sehr männerlastig. Bräuchte es eine Parität? Die vage Antwort: Es gehe nicht um Quoten, sondern um gute, verantwortungsbewusste Politik. „Das ist gerade in diesen unruhigen Zeiten, in denen wir leben, wichtiger denn je.“

Güler über Wahlheimat: „Außer Politik zieht mich nichts nach Berlin“

Die Muslimin ist Leiterin des Migrationsnetzwerks ihrer Fraktion und neuerdings auch Chefin der Kölner CDU. Der Terminkalender ist voll, einen erschöpften Eindruck macht sie trotzdem selten, wenn man ihr begegnet. Manchmal helfe ein bisschen Koffein, so Güler, die immer ein paar Flaschen Cola im Büro hat; zuckerfrei. Ansonsten ist sie für ihre klare Sprache bekannt, auch bei empfindlichen Themen. Nach den Ausschreitungen in der Silvesternacht 2023, als Jugendliche Polizisten und Sanitäter angriffen, forderte sie mehr Härte vom Staat und sagte sie in einem Interview, ihr Vater hätte den „Angreifern aus der Silvesternacht deutlich die Leviten gelesen“.

Köln hat Güler zu ihrer geliebten Wahlheimat gemacht, ist jedes Jahr beim Rosenmontagszug dabei. „Das Schönste an Berlin ist die Bahnfahrt zurück nach Köln“, so Güler im Gespräch mit dieser Redaktion. „In Berlin wird die große Politik gemacht und das macht mir sehr große Freude. Aber ich bin und bleibe NRWlerin, außer der Politik zieht mich nichts nach Berlin. Home is, where the Dom is.“

29 April 2025 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Neuer Plan: Flüchtlinge sollen für 80 Cent pro Stunde schuften

von Fremdeninfo 29 April 2025
von Fremdeninfo

 

                                       

              Neuer Plan: Flüchtlinge sollen für 80 Cent pro Stunde schuften

                                               Berliner Kurier

 

                                                   

           Flüchtlinge sollen nach dem Willen der Bundesregierung für 80 Cent die Stunde auch in Parks schuften müssen. © NurPhoto/imago

Die künftige Bundesregierung scheint einen neuen Plan zu haben: Migranten sollen nicht etwa tatsächlich integriert, sondern in billige Arbeitskräfte verwandelt werden – und zwar durch Ein-Euro-Jobs. Doch aus dem Land Berlin kommt Gegenwind.

Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) zeigt sich völlig entsetzt über diesen würdelosen Vorstoß und bezeichnet ihn als populistische Scheindebatte. Die Berliner Zeitung berichtet darüber. Kiziltepe lässt sich nicht auf diese billige Show ein und stellt klar: Integration kann nicht durch Zwang und mit faulen Tricks wie Ein-Euro-Jobs gelingen, sondern nur durch echte Perspektiven und echte Chancen.

Nein, das ist kein schlechter Scherz: Asylbewerber sollen künftig dazu gezwungen werden, die Straßen zu fegen, Hecken zu schneiden und Rasen zu mähen – und das für mickrige 80 Cent pro Stunde. Und das ist nicht etwa ein Experiment – in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern wird das schon praktiziert, und die Kreisverwaltungen klopfen sich dafür sogar auf die Schultern und reden von „Integrationsförderung“. In Berlin dagegen ist die Empörung groß.

Kiziltepe weiß, wovon sie spricht – die bürokratischen Hürden, die geflüchtete Menschen überwinden müssen, sind gewaltig: Sprachbarrieren, fehlende Berufsanerkennung, Traumata durch Krieg und Flucht – die Liste ist lang. Und was bekommt man stattdessen von der Union? Die Forderung, Flüchtlinge zu 80 Cent pro Stunde schuften zu lassen.

CDU und CSU hatten es schon im Wahlkampf verkündet: Die Sozialkassen müssen entlastet werden. Aber das kommt zu einem hohen Preis – einem Preis, den vor allem die Schwächsten zahlen sollen.

Im Saale-Orla-Kreis in Thüringen ist das Ganze längst Praxis: Flüchtlinge müssen dort unter Androhung von Strafen für die Gemeinde schuften – sei es beim Straßenreinigen oder Hecken schneiden, so die Berliner Zeitung. Und der Landrat preist sich selbst dafür noch als Erfolgsmensch, weil einige Flüchtlinge nun reguläre Jobs gefunden haben und nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik auftauchen. Aber ist das auch wirklich Erfolg oder eine zynische Farce?

In Berlin gibt es dagegen kaum ein Halten. Kiziltepe sprüht vor Empörung und fordert dringend ein Umdenken. Anstatt Flüchtlinge zu erdrücken, indem man sie zu schlecht bezahlter Arbeit zwingt, müsse man ihnen endlich echte Chancen bieten. „Asylbewerber für 80 Cent die Stunde verpflichtend arbeiten zu lassen, ist weder eine Wertschätzung der Arbeit noch eine akzeptable Bezahlung. Bekanntlich haben die Ein-Euro-Jobs der Hartz-Gesetze ihr Ziel weit verfehlt“ , zitiert die Berliner Zeitung die Sozialsenatorin.

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Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) will Flüchtlinge nicht für 80 Cent schuften lassen. © Sebastian Gollnow/dpa

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In Berlin gibt es in diesem Jahr gerade mal 220 Stellen für gemeinnützige Arbeit. Vor Jahren, 2016, waren es noch 4000. Doch nicht nur Berlin ist betroffen – bundesweit gibt es derzeit nur etwa 41.000 Ein-Euro-Jobs.

Ein Witz, wenn man bedenkt, dass diese Arbeit nicht nur schlecht bezahlt, sondern auch teuer ist: Wer soll die ganzen bürokratischen Kosten und die Einarbeitung der Arbeitslosen übernehmen? Und vor allem: Bringen diese Jobs wirklich die erhoffte Integration?

Was sagen Sie zu dem Thema? Schicken Sie uns Ihre Meinung an leser-bk@berlinerverlag.com oder kommentieren Sie unseren Beitrag auf Facebook oder bei X. Wir freuen uns auf Ihre Nachrichten!

29 April 2025 0 Kommentare
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Flüchtlinge

vom Kopf auf die Füße stellen“

von Fremdeninfo 28 April 2025
von Fremdeninfo

vom Kopf auf die Füße stellen“

Im Wahlkampf verspricht Friedrich Merz eine Wende in der deutschen Migrationspolitik. Umsetzen soll die künftig der designierte Innenminister Alexander Dobrindt. Der sei sich seiner Verantwortung bewusst und verweist bei RTL/ntv auf seine Pläne.

                             

Alexander Dobrindt wird sich als künftiger Innenminister dem Thema Migration als Erstes widmen, sagt er im Interview mit RTL/ntv.

Der künftige Innenminister Alexander Dobrindt will sich in seinem neuen Amt als Erstes der Migrationswende widmen. „Wir müssen die Polarisierung in Deutschland zurückdrängen. Wir müssen die Balance wiederherstellen“, sagte der CSU-Politiker RTL/ntv. „Die Migrationsfragen müssen geklärt werden. Wir müssen die Migration wieder vom Kopf auf die Füße stellen und das heißt, dafür zu sorgen, dass die Zahlen runtergehen.“ Dafür habe Dobrindt bereits erste Maßnahmen geplant: „Wir werden an den Grenzen dafür sorgen, dass die Zurückweisungen deutlich steigen. Wir werden den Familiennachzug aussetzen, und wir werden zurückführen, auch in Ländern wie Syrien und Afghanistan.“ Im Koalitionsvertrag haben SPD und Union zwar vereinbart, dass das Recht auf Asyl unangetastet bleibt. Integration solle weiter möglich sein. Gleichzeitig heißt es: „Wir werden in Abstimmung mit unseren europäischen Nachbarn Zurückweisungen an den gemeinsamen Grenzen auch bei Asylgesuchen vornehmen.“

Dobrindt erwartet deshalb Diskussionen innerhalb der Koalition. „Ich weiß, dass wir innerhalb einer Koalition uns immer wieder abstimmen müssen und auch diese Fragen immer wieder auch zu Diskussionen führen werden. Aber wir haben im Koalitionsvertrag harte Maßnahmen vereinbart, um die Migrationswende zu ermöglichen. Und meine Aufgabe ist es, die auch entsprechend umzusetzen und zu erfüllen.“ Daran werde der CSU-Politiker vom ersten Tag an mitarbeiten. „Und ich erwarte von allen Beteiligten, dass sie das, was wir da vereinbart haben, dann auch entsprechend mit unterstützen.“

28 April 2025 0 Kommentare
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Rückkehrprogramm: Ist eine Rückkehr nach Syrien möglich?

von Fremdeninfo 28 April 2025
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Rückkehrprogramm: Ist eine Rückkehr nach Syrien möglich?

                        Artikel von Mona Jaeger Faz

 

                                

                                   Ein Sicherheitsmann steht am syrischen Innenministerium © dpa

Der Umgang mit Syrien und geflüchteten Syrern nach dem Sturz des Assad-Regimes bleibt auch für die neue Bundesregierung ein kompliziertes Thema. Denn auch wenn die Asylzahlen von Syrern zuletzt deutlich zurückgegangen sind, führen sie weiterhin die Asylstatistik an: Gut 10.000 Asylanträge stellten sie zwischen Januar und März dieses Jahres; im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl halbiert. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entscheidet seit Dezember 2024, als Baschar al-Assad gestürzt wurde, aber nicht mehr über diese Anträge.

Zu unklar ist die Lage in Syrien: Wird das Land demokratischer oder zumindest sicherer? Das hieße, dass Syrer keinen subsidiären Schutz mehr zugesprochen bekämen, so wie es seit Beginn des Bürgerkrieges zehntausendfach der Fall war. Es hieße auch, dass schon in Deutschland lebende Syrer unter Umständen in ihr Herkunftsland zurückkehren müssten, auch Abschiebungen könnten dann wieder aufgenommen werden. Diese Fragen haben die geschäftsführende Ampelregierung und Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) nicht beantwortet, auch wenn Faeser derzeit in Syrien ist und entsprechende Gespräche führt. Die Fragen werden in wenigen Tagen auf dem Schreibtisch des neuen CSU-Innenministers liegen.

Die Ampelregierung tat aber etwas anderes: Sie nahm Syrien in das Rückkehrprogramm des BAMF auf, um die freiwillige Rückkehr von Syrern finanziell zu unterstützen. Zwischen Mitte Januar, als das Programm startete, und Mitte April haben nach Auskunft des Bundesinnenministeriums 464 Personen Zuschüsse der Bundesregierung genutzt, um nach Syrien zurückzukehren. Organisiert wurde das über das REAG-/GARP-Programm der Regierung.

Pro Person gibt es 200 Euro Reisebeihilfe

Die Fördersätze sind klar geregelt: Pro Person gibt es 200 Euro Reisebeihilfe. Zudem bekommen Personen, die älter als 18 Jahre sind, und unbegleitete Minderjährige eine Starthilfe in Höhe von 1000 Euro; bei Kindern und Jugendlichen sind es 500 Euro. Auch medizinische Hilfe wird übernommen. Eine Familie bekommt maximal 4000 Euro. Der Bund hatte sich viele Jahre gegen eine finanzielle Unterstützung gesperrt, weil man nicht den Eindruck vermitteln wollte, das Assad-Regime über Bande zu finanzieren. Von den Bundesländern gab es solche Programme, sie sind aber kaum genutzt worden.

Die Lage in dem von Bürgerkrieg geprägten Land ist aber weiterhin instabil. Auch werden sich die Lebensbedingungen je nach Region unterscheiden. Deswegen wollte die scheidende Innenministerin Faeser Syrern die Möglichkeit sogenannter Erkundungsreisen geben. An etwas Ähnliches hatte die Bundesregierung schon gedacht, als sie im vergangenen Sommer nach dem Attentat von Solingen ihr Sicherheitspaket entwickelte. Damals wollte man etwas dagegen unternehmen, dass einige Migranten, die schon einen Schutzstatus in Deutschland haben, immer mal wieder in ihre Heimat reisen.

Das BAMF hat zwischen November und 2024 und Ende März 2025 mehr als 2000 Verfahren gegen Flüchtlinge eingeleitet, die in ihre Heimat reisten. Unter ihnen waren vor allem Iraker, Syrer und Afghanen. Ende März waren 969.000 Syrer in Deutschland registriert; ein Drittel hat einen subsidiären Schutztitel. Durch das Sicherheitspaket wurde festgelegt, dass solche Reisen dazu führen können, dass der Schutzstatus aberkannt wird. Ausgenommen wurden etwa Reisen zu Beerdigungen – und solche, die zur Vorbereitung einer dauerhaften Rückkehr nach Syrien dienten.

Keine „Urlaubsreisen unter dem Deckmantel der Erkundungsreisen“

CDU und CSU haben die Pläne der noch amtierenden SPD-Innenministerin scharf kritisiert. Thorsten Frei, derzeit noch Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion, sprach sich gegen individuelle Reisen nach Syrien aus. Es müsse weiterhin der deutsche Staat entscheiden, ob eine Rückkehr möglich oder sogar geboten sei. Joachim Herrmann, der bayerische CSU-Innenminister, sieht die Gefahr eines unkontrollierbaren Reiseverkehrs. Auch sei unklar, was in der Zeit der Rückreise mit den Sozialleistungen passiere, die die Migranten unter Umständen in Deutschland bekommen. Es dürfe keine „Urlaubsreisen unter dem Deckmantel der Erkundungsreisen“ geben, sagte Herrmann.

Die Rückreisen, die über das REAG-/GARP-Programm des BAMF laufen, laufen dagegen geordnet – aber langsam. Auf der Internetseite des Programms heißt es gleich: Wegen der vielen Anträge kann es bis zu acht Wochen dauern, bis es einen Bescheid gibt. Bei den antragsstarken Ländern, darunter fällt auch Syrien, kann es bis zu zwölf Wochen dauern. Seit dem 13. Januar wurden von Syrern 820 Anträge auf Ausreisehilfe gestellt, aber nur 464 genehmigt, teilt das Bundesinnenministerium der F.A.Z. mit. Hinter den 820 Anträgen verbergen sich 1326 Personen. 82 Anträge (132 Personen) wurden von den Antragsstellern zurückgenommen.

Wie langwierig die Prüfung ist, belegen Zahlen des BAMF, die die F.A.Z. angefragt hat. Zum 31. März waren dort für das Ausreiseprogramm insgesamt 1745 Anträge in Bearbeitung. Davon entfielen 571 auf Türken, 321 auf Syrer und 88 auf Russen. Seit Jahresbeginn wurden 2157 Anträge genehmigt, auch darunter stellten Türken, Syrer und Russen die größten Personengruppen. Wenn ein Bescheid aber erst einmal ausgestellt wird, dann wohl mit Erfolg: Wie das BAMF mitteilt, hat nur eine einstellige Zahl an Personen versucht, nach der Ausreise wieder nach Deutschland einzureisen.

28 April 2025 0 Kommentare
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Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ – Gesang auf Sylt von Meinungsfreiheit gedeckt

von Fremdeninfo 28 April 2025
von Fremdeninfo

Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ – Gesang auf Sylt von Meinungsfreiheit gedeckt

Artikel von Philipp Woldin / Welt

Rassistischer Gesang und Nazi-Gesten im Sylter Club „Pony“ machten 2024 Schlagzeilen. Jetzt stellt die Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Verdachts auf Volksverhetzung gegen vier Personen ein. Ein angedeuteter Hitlergruß hat aber juristische Folgen.

                                     

Sylt, Pfingsten 2024: Ein Mann simuliert im Club „Pony“ ein Hitlerbärtchen und deutet einen Hitlergruß an via Instagram; Screenshot WELT

Nun hat die Staatsanwaltschaft Flensburg das Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung (Artikel 130 Strafgesetzbuch) gegen vier Personen nach WELT-Informationen eingestellt. Nach Sichtung des Videomaterials hätten sich nicht genügend Anhaltspunkte für eine weitere Verfolgung der Sache ergeben, sagte eine mit dem Verfahren vertraute Person WELT. Der Gesang bleibe eine „Meinungsäußerung“, geschützt von Artikel 5 Grundgesetz.

Die Staatsanwaltschaft Flensburg führte dazu aus: „Weder der Inhalt der Parolen noch die Gesamtumstände lassen nach Abschluss der Ermittlungen den zweifelsfreien Rückschluss zu, dass gegen die betroffene Personengruppe nicht nur Vorbehalte und Ablehnung, sondern eine aggressive Missachtung und Feindschaft in der Bevölkerung erzeugt oder gesteigert werden sollten.“

Auf dem Video, das sich rund um das Pfingstwochenende vergangenes Jahr in sozialen Medien verbreitete, ist zunächst eine junge Frau zu sehen, die zum Song „L’amour toujours“ des DJs Gigi D‘Agostino lachend den abgewandelten Chorus mitsingt; ein Mann mit Weinglas und schwarzer Sonnenbrille stimmt ein.

Die Kamera schwenkt. Am Rand der Terrasse zeigt ein Mann im weißen Hemd mit dem rechten Arm im Takt zur Musik eine Art winkenden Hitlergruß in die Kamera, während er mit Zeige- und Mittelfinger der linken Hand ein Hitlerbärtchen simuliert.

Diese Geste wertete die Staatsanwaltschaft Flensburg als Verwendung eines verfassungswidrigen Kennzeichens (Artikel 86a Strafgesetzbuch) und erließ gegen den Mann einen Strafbefehl in Höhe von 2500 Euro. Stimmen Gericht und der Angeschuldigte der Geldbuße zu, gilt dieser weiterhin als nicht vorbestraft. Auch eine Eintragung ins Führungszeugnis droht nicht.

Eine vierte Person, die nicht selbst auf dem Video zu sehen ist, hatte den Clip in sozialen Medien hochgeladen und verbreitet. Auch dieser Mann bleibt straflos.

Ähnliches Urteil in anderem Verfahren

Die Staatsanwaltschaft Flensburg folgt damit einer Argumentation, die Strafverfolgungsbehörden und auch Gerichte in vergleichbaren Fällen vorgenommen haben. Das Landgericht Oldenburg etwa kam Mitte Dezember 2024 in einem Beschluss mit grundsätzlichem Charakter (AZ: 6 Qs 160 Js 40980/24 (55/24) jug) zu einem ähnlichen Ergebnis.

In diesem Fall ging es um zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren, die bei einem Schützenfest am 20. Mai 2024 den gleichen rassistischen Refrain wie die Sylt-Gruppe zu „L’amour toujours“ gegrölt hatten. Das Amtsgericht Cloppenburg hatte die Eröffnung eines Verfahrens abgelehnt; das Landgericht Oldenburg wies die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen diesen Beschluss als „in der Sache unbegründet“ ab.

Das Landgericht betonte in seiner Begründung, dass auch solche Äußerungen unter den Schutz der Meinungsfreiheit nach Artikel 5 Grundgesetz fielen. Unter anderem argumentiert das Gericht: „Die Parole ‚Deutschland den Deutschen, Ausländer raus‘ ist ohne Weiteres als wertende Stellungnahme und damit als Meinung zu qualifizieren. Als solche genießt sie den Schutz der Meinungsfreiheit, ohne dass es dabei auf deren Begründetheit, Werthaltigkeit oder Richtigkeit ankäme.“ Sie verliere diesen Schutz auch dann nicht, wenn sie „scharf und überzogen“ geäußert wird.

Und weiter: „Geschützt sind damit durchaus auch rechtsextremistische Meinungen, das Grundrecht der Meinungsfreiheit ist allerdings nicht vorbehaltlos gewährleistet, denn es findet seine Schranken unter anderem in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze.“ Zu diesen zähle Paragraf 130 Strafgesetzbuch.

Korrespondent Philipp Woldin kümmert sich bei WELT vor allem um Themen der inneren Sicherheit und berichtet aus den Gerichtssälen der Republik.

28 April 2025 0 Kommentare
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Immer mehr islamfeindliche Straftaten – und Rechte als Täter

von Fremdeninfo 27 April 2025
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Immer mehr islamfeindliche Straftaten – und Rechte als Täter

                                             Artikel von dpa

                           

Die Behörden in Bayern registrieren immer mehr islamfeindliche Straftaten. (Symbolbild) © Christophe Gateau/dpa

Die Zahl islamfeindlich motivierter Straftaten hat sich in Bayern in den vergangenen drei Jahren mehr als verdreifacht – und ebenso die Zahl der zumeist rechtsextremen Täter. Das geht aus Antworten des Innenministeriums auf eine Landtags-Anfrage der Grünen hervor.

Demnach wurden im vergangenen Jahr 213 islamfeindlich motivierte Straf- und Gewalttaten in Bayern erfasst. Im Jahr 2023 waren es 171 gewesen, 2022 waren es 66. Die Zahl für 2024 bedeute einen absoluten Rekordwert, klagen die Grünen. Und die Zahl islamfeindlich motivierter Gewaltdelikte habe mit 15 Taten ebenfalls einen neuen Höchststand erreicht, mit insgesamt 26 Opfern.

Mehr als 80 Prozent der islamfeindlichen Straftaten, darunter fast sämtliche Gewaltdelikte, würden von rechtsextremen Tätern begangen. Und: Sechs islamfeindlich motivierte Angriffe gegen Moscheen oder sonstige islamische Einrichtungen wurden demnach 2024 registriert – 2023 waren es zehn.

Grüne: Zahlen sind traurig und alarmierend

«Diese Zahlen senden eine traurige Botschaft: Nicht nur explodiert die Islamfeindlichkeit in Bayern regelrecht, sondern es sind vor allem Rechtsextreme, die unsere muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger bedrohen», sagte der Grünen-Abgeordnete Cemal Bozoglu. «Dieser Hass gegen Menschen aufgrund ihres Glaubens ist alarmierend und muss genauso energisch bekämpft werden wie jede andere Form von Hasskriminalität, die Menschen in unserer Gesellschaft trifft», mahnte er.

Ein wichtiger Schritt sei auch, dass alle Delikte auch dokumentiert würden und nicht in Dunkelziffern untergingen. Nötig seien mehr Anlauf- und Beratungsstellen für Betroffene.

Konkret fordern die Grünen unter anderem eine landesweite Antidiskriminierungsstelle, eigene Ansprechpersonen bei Staatsanwaltschaften und Polizei sowie einen zentralen Beauftragten der bayerischen Justiz für rassistische und antimuslimische Hassdelikte.

Zur besseren Erfassung antimuslimischer Straf- und Gewalttaten brauche es zudem eine zivilgesellschaftliche Recherche- und Monitoringstelle in Bayern – ähnlich wie es sie für antisemitische Vorfälle gibt. Nötig seien auch flächendeckend Anlauf- und Beratungsstellen für Opfer rassistischer und antimuslimischer Straftaten.

27 April 2025 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Mehrheit der weiblichen Flüchtlinge von 2015 ohne Arbeit

von Fremdeninfo 25 April 2025
von Fremdeninfo

               Mehrheit der weiblichen Flüchtlinge von 2015 ohne Arbeit

                                                Von: Volat online

                                                     

                                                              1486008590_BLD_Online.jpg © APA/ROBERT JAEGER

Nur eine Minderheit der 2015 in Österreich angekommenen geflüchteten Frauen ist erwerbstätig. 38 Prozent gingen 2023 zumindest an 90 Tagen einer Arbeit nach, im Vergleich zu 78 Prozent ihrer männlichen Pendants, zeigt ein vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in Auftrag gegebener Bericht über die Erwerbsverläufe verschiedener Zuwanderergruppen. Relativ rasch finden hierzulande hingegen regulär zugewanderte Personen aus EU-Ländern und Drittstaaten Arbeit.

Vergleicht man Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien und Somalia, so gelang ersteren die Erwerbsintegration besser. Nach acht Jahren sind 69 Prozent der 2015 ins Land gekommenen Afghaninnen und Afghanen (83 Prozent der Männer, 36 Prozent der Frauen) erwerbstätig. Bei den Syrern und Somaliern sind es 63 Prozent (77 bis 78 Prozent der Männer, 33 Prozent der Frauen). Anders sieht das bei EU-Bürgern und regulär aus Drittstaaten zugewanderten Menschen aus: Erstere sind zu 75 Prozent im ersten Jahr erwerbstätig. Bei den 2022 zugewanderten Drittstaatsangehörigen waren es nach einem Jahr ebenfalls 74 Prozent.

Gelingen der Arbeitsmarktintegration vom Wohnort abhängig

Die Studie zeigt zudem, dass Flüchtlinge dem Arbeitsmarkt im Jahr nach der Zuwanderung mehrheitlich nicht zur Verfügung stehen. Bei jenen, die 2015 ins Land kamen, hängt das etwa mit der Dauer der Asylverfahren zusammen. Zudem brauchten Flüchtlinge sieben bis zwölf Jahre, um zwei Drittel des Durchschnittseinkommens zu erreichen.

59 Prozent der Asylwerberinnen und Asylwerber, die 2015 nach Österreich kamen, blieben auch im Land. Hingegen hatten 70 Prozent jener, die 2022 einen Asylantrag stellten, das Land im nächsten Jahr wieder verlassen – unter ihnen vor allem Personen mit geringer Aussicht auf einen positiven Asylbescheid.

Das Gelingen der Arbeitsmarktintegration war auch vom Wohnort abhängig: Im Westen waren Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte erfolgreicher als im Osten Österreichs. Jene, die zu Beginn ihres Aufenthalts im Jahr 2015 im Westen oder der Mitte Österreichs lebten und dort blieben, hatten 2023 eine Erwerbsquote von über 80 Prozent. Jene, die von dort in den Osten, insbesondere nach Wien, übersiedelten, hatten eine Erwerbsquote von über 59 bis 62 Prozent.

Plakolm: „Wer bei uns lebt, muss Teil werden“

Zwei Drittel der regulär zugewanderten Drittstaatsangehörigen waren vier bis fünf Jahre nach dem Ankommen in Österreich noch im Land. Eine hohe Mobilität wiesen die EU-Bürger auf: Nach drei bis vier Jahren hat die Hälfte Österreich wieder verlassen.

Wer bei uns lebt, muss Teil werden“, wird Integrationsministerin Claudia Plakolm (ÖVP), die den Bericht am Freitag gemeinsam mit Studienautor und Migrationsexperte Rainer Münz vorstellte, in einer Pressemitteilung zitiert. Arbeit sieht sie in diesem Sinne als Möglichkeit, „das gelernte Deutsch zu üben und mit Menschen in Kontakt zu kommen.“

(APA)

25 April 2025 0 Kommentare
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