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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

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Politik

Die türkischen und kurdischen Organisationen sollen nur friedlichen auf der Straße gehen

von Fremdeninfo 10 Januar 2017
von Fremdeninfo

Cumali Yagmur

Die türkischen und kurdischen Organisationen sollen nur friedlichen auf der Straße gehen

Die türkischen und kurdischen Organisationen in Europa sollten wegen der Verletzung der Menschenrechte und der Verhaftungen von Oppositionellen und Journalisten durch den türkischen Staat auf die Straßen gehen und friedlich protestieren dürfen. Die verfassungsrechtlichen Rechte auf die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit erlauben das auf jeden Fall und diese Rechte gelten für den Bürger der hier lebenden Einwanderer Innen und einheimischen Bürger. Wann, durch wen oder ob diese Rechte ausgeübt werden dürfen, darüber darf auch nicht einmal der türkische Staat entscheiden.

Die Demonstrierenden dürfen bei der Kundgebung ihrer Meinungsfreiheit natürlich nicht die Sicherheitskräfte angreifen oder mit Steinen bewerfen. Von den Sicherheitskräften ist zu fordern, dass sie die friedlich Demonstrierenden nicht an ihren Kundgebungen hindern.

Aufgabe der Demonstrierenden sollte sein, die demokratischen Parteien und Politiker in Deutschland auf die Menschenrechtsverletzungen in der Türkei hinzuweisen, sie dafür zu sensibilisieren und sie zur offenen und mutigen Ansprache der türkischen Regierenden vorzunehmen bzw. zu appellieren. Sie sollten fordern, dass Deutschland auf die regierende AKP-Regierung in der Türkei Druck ausübt. Dass Deutschland mit der Türkei einen Flüchtlingspakt geschlossen hat, sollte die Kritik an der türkischen Regierung nicht verhindern.

Die Demonstrationen müssen friedlich ablaufen. Nur so können die Öffentlichkeit und die politisch Verantwortlichen für die Geschehnisse in der Türkei sensibilisiert werden. Die verhafteten Journalisten und die politisch anders Denkenden können wir nur auf diese Art und Weise von hier aus unterstützen. Wir leben 3000 km weit weg von der Türkei. Den dort erforderlichen politischen Kampf können wir nicht eins zu eins hierher übertragen und zu Gewaltmitteln greifen. Die Gesellschafts-, Politik- und Lebensform hier in Deutschland sind völlig anders. An diese Formen müssen wir uns anpassen.  

Sonst würde man auf der einen Seite in der Türkei demokratische Rechte verlangen und hier durch Gewaltanwendung bei den Demos selbst die Menschenrechte mit den Füßen treten.

Mit den Demonstrationen und Veranstaltungen müssen wir die deutschen zivilen Organisationen, Gewerkschaften, Politiker und Kirchen auf die Menschenrechtsverletzungen, ungerechtfertigten Verhaftungen von Journalisten, Oppositionellen und Andersdenkenden erreichen. Das geht aber nur auf friedliche Art und Weise.

Auf Veranstaltungen sollten die Geschehnisse gemeinsam diskutiert werden und es sollten Lösungsmöglichkeiten zum Erreichen der politisch Verantwortlichen in der Türkei erarbeitet werden.

Bei unseren Demonstrationen und Veranstaltungen dürfen wir nicht vergessen, dass wir hier in Deutschland keine sog. „Gastarbeiter“ mehr sind, sondern ein Teil dieser Gesellschaft sind. Uns muss dabei auch immer bewusst sein, dass wir hier auch Aufgaben haben. Wir haben die Aufgabe uns zu integrieren, daran zu arbeiten, ein Teil dieser Gesellschaft zu werden, das soziale, politische und gesellschaftliche Leben hier vor Ort mitzugestalten und für uns Minderheitenrechte durchsetzen. Wenn wir aber nur für und mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Türkei uns beschäftigen, werden wir hier keinen Anschluss finden. In der Türkei werden wir auch keinen Anschluss finden. Denn, die Gesellschaft in der Türkei entwickelt sich auch kontinuierlich, egal unter welcher politischen Regierung sie steht. Da werden wir auch nicht mehr ein vollständiges Teil der dortigen Gesellschaft sein. Wenn wir das alles nicht beachten, werden wir für unsere Zukunft und für unsere zukünftigen Generationen große unüberwindbare oder nur noch schwer überwindbare Fehler begehen. Das wollen wir nicht. Wir wollen hier ein Teil der Gesellschaft sein und über unser hier stattfindendes Leben mitentscheiden, und zwar mit friedlichen demokratischen Mitteln.

10 Januar 2017 0 Kommentare
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Politik

Spuren der Einwanderer in Hannover

von Fremdeninfo 10 Januar 2017
von Fremdeninfo

Cumali Yagmur

Spuren der Einwanderer in Hannover

Seit einem Jahr bin ich in hannoverschen Straßen unterwegs und bin auf unterschiedliche Zeichen und Tätigkeitsfelder der Einwanderer in Hannover gestoßen: 

Erst bin ich auf den Can Arkadas Verein gestoßen. Ich habe die Räumlichkeiten betreten und wurde von den Mitglieder sehr herzlich begrüßt. Der Vorsitzende Sahabbetin Buz stellte sich als ein alter Freund von mir aus Frankfurter Zeiten heraus. Ich konnte mich in dem Verein Can Arkadas gleich sehr wohl fühlen und bin mittlerweile diesem Verein als Mitglied beitgetreten. 

Darüber hinaus bin ich auf die Alevitische Gemeinde in Hannover gestoßen. 3 Monate lang habe ich diese Gemeinde regelmäßig aufgesucht und habe zunächst keine Kontakte aufbauen können. Die Mitglieder und oder Besucher dort spielen regelmäßig wie in türkischen Teehäusern Karten und sind nur mit sich selbst beschäftigt. Fremden gegenüber sind sie zurückhaltend und reserviert. In der Regel sind die Aleviten aufgeschlossen und hilfsbereit. Aber die Hannover Alevitische Gemeinde  ist etwas anders. Der Grund für die Zurückhaltung kann darin liegen, dass sie schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Aber nach Ablauf von 3 Monaten habe ich dort doch noch Bekanntschaften gemacht und die Mitglieder und Verantwortlichen gehen mit mir freundlich und offen um.

Zudem habe ich den Günes Verein entdeckt. Dieser Verein ist ein Verein, der linken Gruppen gehört, wie ich. Die Mitglieder haben mich mit offenen Armen aufgenommen.

Des Weiteren habe ich den DITIB Moscheeverein aufgesucht. Die Atmosphäre dort

war schlecht und die angetroffene Versammlung bestand nur aus Männern. Sie haben sich unter einander in einer sog. „Männersprache“ unterhalten. Sie haben irgendwelche Versprechungen gemacht oder irgendwelche nicht realistische und gesellschaftsfremde Dinge angesprochen, die meines Erachtens nicht hierher passten. Bei meinem Einwand sagte mir einer von ihnen, dass ich dort falsch sei und nicht dorthin gehöre. Darauf habe ich geantwortet, dass er Recht hat und habe mich von dort entfernt.

Es gibt als einen weiteren Verein die Niedersächsische Türkische Gemeinde. Dort bin ich in einer freundlichen Atmosphäre empfangen worden und man war entgegenkommend.

Meinen Heimatverein, die Partei Die Grünen darf ich natürlich nicht unerwähnt lassen. Meinen ersten Kontakt in Hannover habe ich mit Ihnen am Kröpcke während einer Informationsveranstaltung hergestellt. Mittlerweile bin ich bei vielen Veranstaltungen, Informations- und Aktionstagen mit dabei und besuche auch regelmäßig die Migrations AG, in der die kommunalpolitische Arbeit betreffend der Migration regelmäßig besprochen und erörtert wird und die Landtagsfraktion.

Ich habe auch den Integrationsausschuss mehrmals besucht und habe die Fraktionen der SPD, CDU und Linke kennen gelernt und verfolge ihre Arbeiten regelmäßig. Ich besuche jede Sitzung des Ausschusses und berichte darüber regelmäßig.

 Es ist ein neuer kurdischer Verein gegründet worden, den ich ein Paar Mal aufgesucht habe. Ich wurde auch dort sehr freundlich empfangen. Die Stimmung in diesem Verein ist allerdings immer betrübt wegen der politischen Geschehnisse

in der Türkei. In dem Verein sind viele Jugendliche bzw. junge Menschen, Mitglieder und/oder Sympathisanten zu finden.

Außer den Vereinen und Parteien habe ich auch Lokale von anderen Einwanderern aufgesucht und habe mich mit ihnen über ihre Sorgen und Tätigkeiten unterhalten. Die Zahl der sog. Gastarbeiter in Hannover, die aus Spanien, Griechenland, Italien und Portugal kommen, ist dünn geworden. Viele von ihnen sind in ihre Heimatländer zurück gegangen. Ihre Existenz auch durch Vereine oder Lokale in Hannover ist nicht mehr bemerkbar.

 In Hannover gibt es mittlerweile viele Shishabars. Diese Bars werden von Jugendlichen bzw. jungen Einwanderern aufgesucht. Sie rauchen dort ihre Wasserpfeifen. Andere politische Engagements, Aktivitäten oder Teilnahmen zeigen sie nicht. Jedenfalls bin ich bis heute auf sie nicht gestoßen.

Es gibt in Hannover auch türkische Teehäuser. In diese begeben sich in der Regel nur türkische Männer der älteren Jahrgänge. Sie nehmen dort ihre Getränke ein und spielen mit Bekannten oder Freunden Karten.

Auffällig ist, dass Sportwetten und Glücksspiele unter den Einwanderern zu einer Krankheit geworden ist. Viele Männer besuchen diese Lokalitäten auf und verspielen ihr Geld.

Es gibt etliche Hoschseitsalons, in denen jedes Wochenende Hochzeiten stattfinden. Bis zu 1.000 geladene Gäste sind dabei keine Seltenheit.

In Hannover gibt es auch Grillplätze. Diese sind immer voll. Einwanderer grillen

gerne auf diesen Plätzen.

In Hannover und in Niedersachsen gibt es viele Moscheevereine. Jede politische Richtung hat ihre eigene Moschee.

Auf dem Wochenendmarkt am Klagesmarkt bieten viele Einwanderer ihre Produkte aus ihren Schrebergärten zum Verkauf an. Es gibt Obst, Gemüse und Kräuter jeder Art, die in Hannover angebaut werden. Sie waren in der Türkei Bauern, bevor sie nach Deutschland gekommen sind. Hier in ihren Schrebergärten lassen sie etwas davon wieder aufleben und bauen ihr Obst und Gemüse in ihrem kleinen Garten an. Da sie nicht alles selber aufbrauchen können, bieten sie ihre Produkte auf dem Markt an und verdienen sich ein Zubrot.

Ich habe auch einige Flüchtlingsunterkünfte besucht. Die Hilflosigkeit, die Verzweiflung und die Spannung der Flüchtlinge ist bemerkbar. Die Zukunft, auf die sie warten, ist ungewiss. Sie wissen nicht, was das Schicksal ihnen noch bringen wird. Einige von ihnen nehmen an Deutschkursen teil und lernen Deutsch. Einige möchten auch arbeiten gehen, dürfen aber nicht.

Das alles zeigt auf, dass Hannover eine Einwanderungsstadt ist und dass hier viele Ethnien aus aller Herren Länder leben.

Die Probleme die es in unserer Stadt Hannover gibt, müssen wir gemeinsam, mit einer Willkommenskultur und solidarisch lösen.

10 Januar 2017 0 Kommentare
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Religion

Brandanschlag von Sivas / Türkei 2 Juli 1993 Alevitische Festival

von Fremdeninfo 10 Januar 2017
von Fremdeninfo

Cumali Yagmur

                                                      

Brandanschlag von Sivas  / Türkei 2 Juli 1993 Alevitische Festival

Konservative, Religiöse und Fasischten hatten am 2. Juli 1993 in dem Hotel Madimak in Sivas/Türkei 37 alevitische Intellektuelle umgebracht. Aleviten bezeichnen das als brutales Massaker von Sivas.

Bei einem alevitischen Kulturfestival zu Ehren des Dichters Pir Sultan Abdal im Sommer 1993 in Sivas wurde ein Brandanschlag auf das Madimak Hotel verübt. Pir Sultan Abdal  ist ein alevitischer Dichter, der vor 4 Tausend Jahren gelebt hat.

Aus der Mitte einer wütend protestierenden Gruppe von Religösen und Faschisten haben einige Brandsätze gegen das Hotel geworfen. Da das Hotel aus Holz gebaut war, breitete sich das Feuer schnell aus. Dabei verbrannten 37 alevitische Intellektuelle.

Das Staatssicherheitsgericht in Ankara kam zu dem Urteil, dass die Menge die Feuerwehr bei den Rettungsarbeiten behinderte. Zudem belegen Zeugenaussagen sowie Videoaufnahmen, wie vereinzelte Polizisten der Menge halfen und eine anrückende Militäreinheit sich wieder zurückzog.

Die Aleviten nennen diesen Anschlag das „Sivas-Massaker“, wobei aus ihrer Sicht der Brandanschlag ihnen gegolten hatte. Sie fühlen sich seit damals aber auch seit je her vom Staat im Stich gelassen.

Die Sunniten hingegen bestreiten jeglichen Vorwurf, für den Brandanschlag verantwortlich zu sein. Sie ihrerseits verlangen die Auffindung der wahren Täter. Sie befürworten eine Revision der Untersuchung des Anschlags und behaupten, dass Saboteure sich in die Menschenmenge gemischt und die Brandsätze gegen das Hotel geworfen haben. Der ganze Brandanschlag wurde live im TV übertragen.

Bis Ende 2010 führten Sunniten im Gebäude des ehemaligen Madımak-Hotels ein Restaurant mit Fleischgerichten. Das führte bei den Aleviten zu Empörung und Widerspruch, da sie dort ein Friedens-Museum sehen wollen. Anfang 2011 wurde das Madımak-Hotel vom türkischen Staat gekauft und geräumt. Danach begannen die Bauarbeiten für ein Kulturzentrum. Darin befindet sich eine Gedenkstätte für die Opfer des Anschlags, außerdem befindet sich eine Bücherei im neuen Madımak. Aleviten bestehen darauf, dass das Kulturzentrum in „Friedens-Museum“ umbenannt wird.

Am 11. November 2007 wurden die Gräber der Sivas-Opfer in Ankara, Karsiyaka beschädigt. Die Gedenkmauer wurde dabei komplett zerstört. Kurze Zeit später kam es erneut zu einer Beschädigung der Sivas-Gedenkstätte durch unbekannte Täter.

Viele der Attentäter sind ins Ausland geflohen. Einige von ihnen befinden sich sogar in Deutschland. Sie haben Asylrecht bekommen, obwohl die damalige türkische Regierung sie per Haftbefehl gesucht hatte. D. h., auch Mörder genießen Asylrecht.  

Vor 80 Jahren war es in der Türkei schon mal durch Extremisten von mehreren Seiten mit gleichen Methoden wie in Sivas zu Massakern an den Aleviten in Maras, Malatya, Corum und Sivas gekommen. Das Osmanische Reich und auch die Republik Türkei schützen keine Minderheiten. D. h., die Alewiten wurden sowohl im Osmanische Reich als auch in der Republik Türkei massakriert.

Als 1923 die Türkische Republik gegründet wurde, wurde der sunnitische Islam als Staatsreligion anerkennt. Das war schwer nachvollziehbar, weil die Aleviten im ersten Weltkrieg die Kemalisten, Gründer der Türkischen Republik unterstützt hatten. Sie wurden damals als Brüder bezeichnet, die als Brüder mit ihnen friedlich zusammen leben können. Anschließend stellten sich solche Bezeichnungen als Scheinargumente herausgestellt.

In der Türkei gibt es 25 Millionen Aleviten. Es gibt auch eine Unterscheidung zwischen türkischen und kurdischen Aleviten.

Heute in der AKP-Regierung haben die Aleviten auch keine religiöse  Anerkennung und keine demokratischen Rechte. Immer noch werden sie diskriminiert und als Menschen zweiter Klasse behandelt.

Die Aleviten sind in der Türkei und in Europa eine religiöse Gruppe,   die friedlich ist. Allein in Deutschland leben schätzungsweise 9.00000 Aleviten. Sie lehnen grundsätzlich jegliche Gewalt ab. Sie haben eine humanistische und tolerante Lebensphilosophie.

Die Frauen im alevitischen Glauben sind sehr frei. Sie genießen Frauenrechte und innerhalb der alevitischen Gesellschaft gibt es für sie Gesetzte. Sie tragen keine Kopftücher und oder Schleier.

Der alevitische Glaube orientiert sich an Werten wie Liebe, Respekt, Solidarität und Toleranz dem Nächsten gegenüber. Sie ist entstanden aus der Symbiose von altislamischer Mystik, frühanatolischen Kulturen und altasiatischem Brauchtum. Der jetzige Status ist damit ein Mosaik bzw. eine Synthese aus verschiedenen

Einflüssen aus Anatolien, sowie aus dem Balkan. Das ist als Ganzes wiederum im Laufe der Jahrhunderte des Zusammenverschmelzens zum eigenständigen Glauben in Anatolien geworden. Das anatolische Alevitentum ist eine Glaubens-, Lebens- und Lehrform. Es ist aus den typischen und eigenen Gegebenheiten Anatoliens entstanden und ist somit eine für den anatolischen Menschen bestimmende Lebens- und Glaubensform. 

In Deutschland gibt es eine große Alevitsche Gemeinde Deutschland e.V. Diese Gemeinde ist sehr gut organisiert und es gibt sie in mehreren europäischen Städten und sie führt die sog. Cem-Häuser.

  Die Alevitische Gemeinde Deutschland e.V. ist in einigen Bundesländern als Religionsgemeinschaft anerkannt worden. Z. B. haben sie in Hamburg – Bremen und in Sachsenanhalt das Anerkennungsverfahren zur Religionsgemeinschaft durchlaufen. In den Schulen dürfen sie den alevitischen Glauben als Religionsunterricht erteilen.

In der Türkei selbst ist bis heute der alevitische Glaube noch nicht als Religion anerkannt worden

 
 
 

Formun Üstü

Formun Altı

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Politik

Erlernen der Muttersprache

von Fremdeninfo 10 Januar 2017
von Fremdeninfo

Cumali Yagmur

       Erlernen der Muttersprache

Das Erlernen der  Muttersprache beginnt entweder schon in der pränatalen Phase oder gleich nach der Geburt. Zunächst kommt es zum  Erstsprachenerwerb, für den das Kind keine besonderen Hilfestellungen benötigt. Wichtig ist nur, dass jemand mit dem Kind spricht und es Menschen beim Sprechen hören kann. Anderenfalls kommt es zu einer Störung des natürlichen Spracherwerbs.

Bis zum Volksschulalter ist der Erwerb der Kerngrammatik abgeschlossen. Allerdings haben Kinder, wenn sie in die Schule eintreten, ihre Muttersprache noch nicht vollständig erworben. Wesentliche Teile der Sprache wie Wortschatz, Grammatik und Rechtschreibung werden im schulischen Rahmen vollständig bzw. überhaupt erst erlernt. Somit ist es von großer Wichtigkeit, den Erwerb der Muttersprache mit dem Schuleintritt fortzusetzen, um deren vollständigen Erwerb sicherzustellen. Außerdem kommt es durch das Erlernen der Muttersprache in der Schule auch zur Entwicklung kognitiver Fähigkeiten, die es einem ermöglichen, sicher mit abstrakten Begriffen umgehen zu können, und ohne die eine komplexere Anwendung der Sprache nicht möglich ist. Hinzu kommt, dass laut Untersuchungen durch den Erwerb der Muttersprache nicht nur die Sprache an sich (z.B. Türkisch oder Kurdisch) erlernt wird, sondern auch allgemein eine Sprache als solche.

Daher ist es angebracht bzw. nötig, LehrerInnen zu haben, die die Muttersprache auch lehren. In Deutschland müssen daher auch LehrerInnen ausgebildet werden, die die Schüler in ihren Muttersprachen auch lehren können. 

Die türkische Regierung schickt zurzeit LehrerInnen aus der Türkei, die hier in Deutschland in der türkischen Muttersprache unterrichten. Diese LehrerInnen dürfen fünf Jahre in Deutschland lehren und müssen dann in die Türkei zurückkehren, d. h. sie bekommen einen Lehrauftrag nur für 5 Jahre. Sie können kaum deutsch, haben keine Kenntnisse über das deutsche Schulsystem und können den Kindern daher keine Kenntnisse entsprechend der Anforderung für eine bestimmte Schulart vermitteln.

Wenn die türkisch-stämmigen LehrerInnen zweisprachig aufgewachsen sind, so könnte ihr Lehrauftrag erfolgreich ablaufen.  

Wenn die LehrerInnen vom deutschen Kulturministerium als muttersprachliche LehrerInnen eingestellt werden würden, könnte die türkische Regierung sie nicht mehr kontrollieren. Im Grunde genommen gibt es nichts zu kontrollieren. Eigentlich haben sie  einen Unterrichtstoff, den sie an die SchülerInnen zu vermitteln haben.

Die türkische Regierung aber möchte weiterhin über die Lehrkräfte politischen Einfluss ausüben. Für die türkischen und kurdischen  Kinder sollten keine nationalistischen und politischen Einflussnahmen zugelassen werden.

Wenn die LehrerInnen von den deutschen Kultusministerien eingestellt werden, herrscht der Gedanke, dass sie nicht gut Türkisch können. Das Problem kann dadurch gelöst werden, dass man die angehenden Lehrkräfte in die Türkei schickt und einen Teil ihrer Ausbildung dort ihnen zukommen lässt. Nur so könnten sie auch Einblick in das türkische Schulsystem bekommen und ihrer Erkenntnisse hier bei der Unterrichtung der SchülerInnen einsetzen.

Der muttersprachliche Unterricht, wir betonen noch einmal, wichtig und richtig. Wenn die Kinder mit Migrationshintergrund zweisprachig unterrichtet und aus gebildet werden, so könnten sie auch in ihrer Heimat Arbeit finden und hätten dort dann keine Integrationsprobleme im Falle der Rückkehr in die Heimat.

Die Kinder lernen hier an Pflichtfremdsprachen Englisch, Französisch oder eine andere romanische Sprache. Da die Welt fanz klein geworden ist, kommen sie damit auch weiter. Das ist wichtig und begrüßungswert. Mit der Muttersprache aber würden die Kinder noch weiter voran kommen.

In der Stadt Frankfurt ist in dieser Richtung ein Schritt gemacht worden. Die Arbeiterwohlfahrt hat einen zweisprachlichen Kindergaten eröffnet. Er läuft sehr erfolgreich, ist sehr gut bei Eltern angekommen und stellt noch ein Modellprojekt dar.

In den Schulen sollte auch eine zweisprachige Unterrichtung möglich sein. Das kann für die hiesige multikulturelle und deutsche Gesellschaft nur ein Gewinn bedeuten. Dann gibt es keine Kinder, die von beiden Sprachen nur 50 % mit auf den Weg bekommen und damit später im Schul- aber auch im Berufsleben scheitern oder nur schlecht vorankommen.

10 Januar 2017 0 Kommentare
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Allgemein

Mordrohungen

von Fremdeninfo 10 Januar 2017
von Fremdeninfo

Mordrohungen 

                                                                                                                                                

Die gegen unseren Chefredakteur Cumali Yagmur ausgesprochenen Morddrohungen und üblen Beleidigungen verurteilen wir auf das Schärfste.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat aktuell im Rahmen der Völkermord-Anerkennung des Deutschen Parlament an den Armeniern die türkischstämmigen Abgeordneten des Deutschen Bundestages bedroht und beschimpft. Auch das verurteilen wir aufs das Schärfste.  

Nach dem der Völkermord an den Armeniern im Deutschen Parlament  von alle Fraktionen einstimmig verabschiedet wurde, hatte unser Chefredakteur das in seinen Artikeln begrüßt. Daraufhin  wurde er von den türkischen Nationalisten, Faschisten und Chauwinisten in den Sozialmedien massifst mit dem Tode bedroht und beschimpft. Einige der Beschimpfungen und Beleidigungen lauten „Hurensohn“, „Armenier-Arsch-Kricher“ usw.

Unser Chefredakteur hatte bereits vor der Verabschiedung im Parlament eine Presseerklärung zum Völkermord an den Armeniern veröffentlicht. Darin hatte er berichtet, dass in den Jahren 1915 bis 1916  mindestens 1,5 Millionen Armenier/Innen von den Jungtürken Talat Enver und Cemal im Osmanischen Reich massakriert wurden. Herr  Yagmur beschäftigt sich bereits seit seiner Kindheit mit dem Völkermord an den Armeniern. Schon in den 1980`er Jahren hatte er mehrere Aufsätze dazu veröffentlicht und die Begriff Völkermord auch benutzt. Er verurteilt jede Art von Völkermord und ruft zum Eingestehen der Taten und zur Wiedergutmachung auf, egal in welchem Land solche unmenschlichen Taten begangen worden sind. 

Wir appellieren an die Öffentlichkeit und an diejenigen, die die Menschenrechte achten und schützen dazu, die Vorgehensweisen der türksichen Nationalisten, Faschisten und Chauwinisten nicht zu akzeptieren und sie öffentlich zu verurteilen.  Auch sollen sie ihre nationalistischen, rassistischen und faschistischen Auseinandersetzungen nciht auf deutschem boden austragen. Das muss ihnen mit Deutlichkeit vor Augen geführt werden.

Fremden“Info“

Die Redaktion

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Politik

Völkermord – Armenier – Schulbücher

von Fremdeninfo 10 Januar 2017
von Fremdeninfo

Cumali Yagmur                                                                                                             

Völkermord – Armenier – Schulbücher

Am 2. Juni 2016 wurde der Völkermord an dem armenischen Volk in den Jahren 1915 bis 1916 im deutschen  Parlament  anerkannt. Diese einstimmige Entscheidung aller im Bundestag vertretenen Parteien ist zu begrüßen.

Dieser erste Schritt sollte auch fortgesetzt werden. Die Bundesländer, die für die Schulbildung zuständig sind, sollten in den Schulbüchern den Völkermord an den Armeniern behandeln. Die Kinder, auch die Kinder türksicher Migranten/Innen, die in den Schulen ausgebildet werden, sollten die Geschichte anhand der Tatsachen erlernen und früh für jede rassistische, nationalistische und faschistische Tendenz sensibilisiert werden. 

Wir fordern von der Kulturministerin Frauke Heiligenstadt, SPD, in Niedersachen den Völkermord in die Schulbücher bereits ab dem Wintersemester dieses Jahres aufzunehmen. 

In den Schulen sollten die historischen Tatsachen, die im osmanischen Reich vorgekommen sind, gelehrt werden.

Die Historiker aus aller Welt und diejenigen, die sich in der Armenierfrage auskennen, bezeichnen die Vorkommnisse in den Jahren 1915 bis 1916 gegen das armenische Volk als geplanten Völkermord.

„Der Völkermord an den Armeniern ist auch ein Stück deutsche Geschichte. Deutschland hat eine Mitschuld an diesem Völkermord“, so Cem Özdemir in seiner Rede.

 Wir verurteilen jede Art von Völkermord und rufen zum Eingestehen der Taten und zur Wiedergutmachung auf, egal in welchem Land solche unmenschlichen Taten begangen worden sind.

 Auch der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat aktuell im Rahmen der Völkermord-Anerkennung des Deutschen Parlaments an den Armeniern die türkischstämmigen Abgeordneten des Deutschen Bundestages bedroht und beschimpft. Auch das verurteilen wir auf das Schärfste.  

Wir appellieren an die Öffentlichkeit und an diejenigen, die die Menschenrechte achten und schützen, die Vorgehensweisen der türkischen Nationalisten, Faschisten und Chauvinisten nicht zu akzeptieren und sie öffentlich zu verurteilen.  Auch sollen sie ihre nationalistischen, rassistischen und faschistischen Auseinandersetzungen nicht auf deutschem Boden austragen. Das muss ihnen mit Deutlichkeit vor Augen geführt werden.

 Die verlängerten Arme der AKP organisieren im Ausland Demonstrationen gegen die Armenier-Resolution. Sie hetzen gegen Andersdenkende und veranstalten Haßkampagnen. Sie wollen die Tatsachen nicht akzeptieren und setzen sich mit ihrer Geschichte nicht auseinander.

Sogar die CHP (Cumhuriyet Halkpartisi, auf Deutsch Republikanische Volkspartei) hat im Ausland gegen die Armenier-Resolution protestiert.

Damit ein Umdenken in den Köpfen der jungen Generation eingeleitet werden kann, ist die Aufnahme des Völkermordes an den Armeniern in den deutschen Schulbüchern sehr wichtig.

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Politik

Völkermord an den Armeniern

von Fremdeninfo 10 Januar 2017
von Fremdeninfo

Cumali Yagmur

Völkermord an den Armeniern

Historiker aus aller Welt und diejenigen, die sich in der Armenierfrage auskennen, bezeichnen die Vorkommnisse in den Jahren 1915 bis 1916 gegen das armenische Volk als geplanten Völkermord.

Trotzdem wurde das in einigen Länderparlamenten sehr verspätet als Völkermord benannt und anerkannt.

Das deutsche Parlament zieht jetzt nach und wird am Donnerstag eine historische Entscheidung treffen. Es wird den Völkermord gegen das armeinsche Volk anerkennen.

Der Völkermord an den Armeniern war einer der ersten systematischen Genozide des 20. Jahrhunderts. Er geschah während des Ersten Weltkrieges unter Verantwortung der Jungtürken, dem sog. Komitee für Einheit und Fortschritt, gebildet durch die Regierung des Osmanischen Reiches.

Befehlshaber der Jungtürken waren Enver, Talat und Cemal Pasa. Bei den durch sie angeordneten

Massakern und Todesmärschen, die im Wesentlichen in den Jahren 1915 und 1916 stattfanden, kamen mehr als 1,5 Millionen Menschen zu Tode. Schätzungen nach starben während der Vefolgungen in den beiden vorangegangenen Jahrzehnten zwischen 80.000 und 300.000 Armenier zu Tode.

Die Ereignisse, die von den Armeniern selbst mit dem Begriff Aghet – „Katastrophe“ – bezeichnet werden, sind durch umfangreiches dokumentarisches Material aus unterschiedlichsten Quellen belegt.

Die Armenier fordern seit Jahrzehnten für ihr ungesühntes Unrecht ein angemessenes Gedenken, auch in der Türkei.

In der offiziellen Geschichtsschreibung und durch die Regierung der Türkei, die aus dem Osmanischen Reich hervorgegangen ist, wird hingegen bestritten, dass es in den letzten Jahren des Osmanischen Reiches einen Völkermord gegen die Armenier gegeben hat. Sie bezeichnen die Deportationen allenfalls als „kriegsbedingte“ Geschehnisse. Es

seien Sicherheitsmaßnahmen gewesen, die notwendig geworden seien, weil die Armenier das Osmanische Reich verraten, seine Kriegsgegner unterstützt und ihrerseits Massaker an den Muslimen begangen hätten. Zu den Todesfällen sei es durch ungünstige Umstände und nur durch vereinzelte Übergriffe gekommen.

Hätte die osmanische Regierung in den Jahren 1915 bis 1916 den Völkermord an den Armeniern anerkannt und Schutzmaßnahmen getroffen, so wäre 1925 der Volkswiderstand nicht brutal niedergeschlagen, 1934 hätten in Trakya die Geschäfte der Juden nicht geplündert worden, 1938 kein Völkermord an den Kurden in Dersim begangen worden, am 6. September 1956 wären die Geschäfte der Griechen und Muslime nicht geplündert worden. Es wäre auch in der jüngsten Geschichte der Türkei nicht zu den Massakern an den Aleviten in Maras, Malatya, Corum und Sivas gekommen. Das Osmanische Reich und auch die Republik Türkei schützen keine Minderheiten.

Die heutige AKP-Regierung geht derzeit aktuell seit Monaten gegen Kurden in Diyarbakir und Cizre vor.

Der Streit um die Anerkennung des Genozids an den Armeniern als historische Tatsache belastet bis heute die Beziehungen der Türkei mit Armenien und anderen Staaten.

Wir begrüßen, dass das deutsche Parlament am 2 Juni 2016 den Völkermord an dem armenischen Volk in den Jahren 1915 bis 1916 anerkennen möchte.

Wir danken in diesem Zusammenhang dem Vorsitzenden der Grünen, dem Herrn Cem Özdemir, der in dieser Sache sehr viel Initiative gezeigt und die Völkermorde zu Tagesthemen gemacht hat.

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Religion

Rückruf von DITIB-Mitarbeitern

von Fremdeninfo 10 Januar 2017
von Fremdeninfo

Cumali Yagmur

Rückruf von DITIB-Mitarbeitern

Die AKP-Regierung ruft Mitarbeiter, die bei den DITIB-Verbänden arbeiten, in die Türkei zurück. Von ihrer Pflicht im Ausland werden sie zurückgerufen, hießt es in entsprechenden Schreiben an die Religionsatachés in den Türkischen Konsulaten. Es handelt sich dabei um diejenigen Religions-Entsandten in Deutschland, die nicht mit der AKP und ihrem Ableger in Europa der UETD (Union Demokratische Türken in Europa) zusammen arbeiten.

Die Gemeinsame Kulturkommission der Ministerien habe am 11.08.2016 eine Entscheidung in § 57 getroffen. Diese Entscheidung wurde mit einem Schreiben vom türkischen Religionsministerium an die Religionsatachés verandt. Verfasst wurde das Schreiben von einem Herrn Kemal Hakki Kilic, einem Generaldirektor für Außenangelegenheiten. Darin heißt es:

„Entscheidung in § 57 der Kulturkommission der Ministerien vom 11.08.2016.

Der im Bereich des Religionsatachés der Rebublik Türkei in Deutschland verpflichtete … wird ab dem Datum … entpflichtet. Seine Rückkehr in die Türkei wird für rechtens erachtet.

Es wird angeordnet, die Mitteilung, die Mitteilungsurkunde, den Namen des Verpflichteten, das Datum seiner Verpflichtung und Entpflichtung an unser Ministerium und an den zuständigen Gouverneur weiterzuleiten.“

Alle Mitarbeiter des DITIB-Verbandes, die solche staatliche Anordnungen erhalten, müssen sofort wieder in die Türkei zurück. Es spielt dabei keine Rolle, ob sie von den deutschen Ausländerbehörden noch eine Arbeitserlaubnis haben oder nicht.

Wenn die Betroffenen der Anordnung nicht Folge leisten, werden sie vom Generalkonsulat eingeladen, ihre türkischen Reisepässe eingezogen und für ungültig erklärt werden. So jedenfalls ist das in der Vergangenheit bei Rückrufen von staatlich Bediensteten im Ausland gehandhabt worden.

Auch diese Vorgehensweise ist ein Beleg dafür, dass die AKP-Regierung seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 in der Türkei Säuberungen und Hexenjagden gegen vermeintliche Unterstützer/Anhänger der Gülen-Bewegung und/oder Regimekritiker durchführt. Diese Säuberungsaktionen setzt sie auch in Deutschland durch. Sie ruft die in Deuschland und/Europa lebenden Türken zu Denunziationen und zum Boykott der anderen auf.

Es ist jüngst erst von politisch Verantwortlichen berichtet worden, dass der türkische Geheimdienst

MIT Agenten und V-Männer in Deutschland und Europa hat. Unter dem Deckmantel als Geschäftsleute oder Arbeitnehmer bespitzeln sie für die AKP-Regierung alle im Ausland lebenden Regimekritiker.

Die staatliche Anordung ist ebenfalls ein Beweis dafür, dass der DITIB-Verband in Deutschland von der AKP-Regierung in der Türkei kontrolliert und organisiert wird.

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Politik

Ist- und Sollzustand einer Zivilgesellschaft

von Fremdeninfo 10 Januar 2017
von Fremdeninfo

Cumali Yagmur

Ist- und Sollzustand einer Zivilgesellschaft

Über die Zivilgesellschaft wird zurzeit viel diskutiert. Wie gewöhnlich in Deutschland, wird das in der Theorie bleiben und dann verloren gehen.

Der Begriff „Zivilgesellschaft“ wurde auch von dem marxistischen Theoretiker Antonio Gramsci (1891–1937) verwendet. Gramsci beschäftigte sich in seinen Gefängnisheften mit dem Scheitern der sozialistischen Revolutionen im Westen und fand die Erklärung in seinem Konzept des integralen Staates. Der integrale Staat beinhaltet nicht nur die Institutionen der klassisch-bürokratischen Staatsmaschinerie, die das Gewaltmonopol des Staates ausführt, sondern auch die so genannte Zivilgesellschaft, verstanden als Gesamtheit aller nichtstaatlichen Organisationen, die auf den Alltagsverstand und die öffentliche Meinung Einfluss haben. Hier finden die Auseinandersetzungen um kulturelle Hegemonie statt, und hier können sie, so Gramsci, auch von der Revolutionären Linken geführt werden („Stellungskrieg“) – nicht nur im klassischen revolutionären Kampf gegen den unterdrückenden Staatsapparat.

Unterschiedliche Konzeptionen als Bereiche einer Gesellschaft

Zum einen bezeichnet der Begriff der Zivilgesellschaft einen Bereich innerhalb einer Gesellschaft, der zwischen staatlicher, wirtschaftlicher und privater Sphäre entstanden ist – oder auch: zwischen Staat, Markt und Familie. Dieser Bereich wird als öffentlicher Raum gesehen. In diesem agieren die Menschen als Individuen, in Gruppen und in vom Staat mehr oder weniger

unabhängigen Vereinigungen, mit unterschiedlichen Organisationsgraden und -formen, etwa Initiativen, Vereine, Verbände, soziale Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Non-Profit-Organisationen (NPO).

In Deutschland engagieren sich 17,5 Millionen Bürger in mehr als 600.000 Organisationen. Das sind 50.000 Organisationen mehr als noch vor 20 Jahren, so das Ergebnis des Projekts „Zivilgesellschaft in Zahlen“, mit dem eine breitere Datenbasis in Deutschland erarbeitet wurde. Der zivilgesellschaftliche Bereich besitzt auch eine erhebliche volkswirtschaftliche Bedeutung: Sein jährlicher Umsatz beläuft sich auf 90 Milliarden Euro, was ca. 4,1 Prozent der gesamten wirtschaftlichen Wertschöpfung in Deutschland entspricht. Zudem schafft er 2,3 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse und darüber hinaus Arbeit für 300.000 geringfügig Beschäftigte. Damit entfallen 9,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen und 7,3 Prozent aller geringfügigen Arbeitsverhältnisse auf den dritten Sektor.[1]HYPERLINK „http://www.wikiwand.com/de/Zivilgesellschaft„[2]

Als Entwicklungsrichtung von Gesellschaft, Gesellschaftsmodell

Zum anderen wird mit „Zivilgesellschaft“ eine Entwicklungsrichtung von Gesellschaften bezeichnet, die mit Zivilisierung und Demokratisierung umschrieben werden kann und die unter Umständen eine Weiterentwicklung der repräsentativen Demokratie sein soll. In diesem Diskussionsstrang wird oft der Begriff Bürgergesellschaft gleichbedeutend verwendet. Dabei verschwimmen häufig die Grenzen zwischen einer Beschreibung und Erklärung dieses Trends einerseits und der Forderung nach seiner Unterstützung

andererseits, d. h. „Zivilgesellschaft“ wird zur politischen Forderung im Sinne von „mehr Demokratie“.

Diese Art der Konzeption von Zivilgesellschaft wurde insbesondere für die bzw. in den lateinamerikanischen Diktaturen und osteuropäischen Staaten vor 1989 diskutiert, aber auch in westlichen repräsentativ-demokratischen Gesellschaften wird der Begriff mit der Forderung nach einer weiter gehenden Demokratisierung verbunden. Es wird darunter auch die Partizipation aller Bürger an gesellschaftlichen Entscheidungen verstanden, im Sinne einer Basisdemokratie oder partizipativen Demokratie. Auch der neuere Begriff der „kooperativen Demokratie“ wird in dieser Debatte verwendet.

In das Zivilgesellschaf sollen die Zielgruppen, die von der Demokratie abgeweicht sind, wieder an die Demokratie und Politik herangeführt werden.

Die Unzufriedenheit, die die Bürger von den bisherigen bürgerlichen Parteien abrücken lässt und sie zur AfD als letzte Hoffnungsstätte führt, muss behoben werden und es muss eine Aufklärung stattfinden.

Die jenigen, die in der Zivilgesellschaft entpolitisiert sind, muss man wieder aufklären und sie wieder politisieren. Die neue postmoderne Zivilgesellschaft soll die Menschen überall und in allen Fragen politisieren.

Die jungen Menschen sind heute in der modernen Medienwelt und -gesellschaft unterwegs. Sie beherrschen die Technik sehr gut, sind aber nicht politische interessiert. Das muss sich ändern. Daran müssen die politisch Verantwortlichen arbeiten.

Die Themen  Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit müssen erforscht und noch mehr an die Öffentlichkeit gebracht werden, damit sich die jungen Menschen, die von Morgen die politisch Verantwortlichen sein werden bzw. sein müssen, sich damit auch jetzt schon auseinandersetzen und für diese Probleme sensibilisiert werden.

Und die jungen Einwanderer müssen auch aufgeklärt werden, ihnen muss eine Verantwortung für ihr Handeln und Wirken übertragen werden, damit sie nicht den Salafisten, IS-Terroristen etc. zulaufen. D. h., die politische Ausgrenzung der Einwanderer in der hiesigen Zivilgesellschaft muss aufhören. Sie müssen auch politische Rechte bekommen. Sie sollten aktives und passives Wahlrecht haben. Ein solches Recht ist immanent in einer Zivilgesellschaft. Wenn man dieses Recht einem Teil der Bürger nicht einräumt, so kommt das einer Entmündigung gleich. Für ein friedliches Zusammenleben ist eine neue Entwicklung in diese Richtung dringend nötig. Denn, wie wir seit einigen Jahren

erleben, wird die Problematik mit der IS im Irak und in Syrien, wird die Problematik der Einwanderung, Auswanderung und Flucht auch zu unserer Problematik.

In dem Moment, indem wir in der Zivilgesellschaft den Minderheiten keine Rechte einräumen, können die Mehrheiten reaktionär, rassistisch, antisemitisch und fremdenfeindlich auf Einwanderer reagieren und sich unter diesen Opfer suchen, sie können sie zu Sündenböcken ihrer eigenen Probleme machen.

Die AfD hat das erkannt und macht zurzeit in der Zivilgesellschaft den Islam und die Flüchtlinge zum Feindbild.

Um in der Zivilgesellschaft alle Mißstände zu beheben, um politischen Parteien wie der AFD keine Grundlage für ihr Handeln und Wirken zu geben, sollte es in einer Zivilgesellschaft keine zweierlei demokratischen Rechte geben, nämlich volle Rechte für Mehrheiten und kaum oder keine Rechte für Minderheiten. Dass das anders gehen kann, zeigt ja Zivilgesellschaft in Schleswig-Holstein. Die dänische Minderheit in diesem Bundesland genießt auch volle Rechte. Warum ist das nicht auf die gesamten Minderheiten in der ganzen BRD übertragbar?

10 Januar 2017 0 Kommentare
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Religion

Die Anerkennung der islamischen Verbände als Religionsgemeinschaft sollte sich die Regierung genau überlegen

von Fremdeninfo 10 Januar 2017
von Fremdeninfo

Cumali Yagmur

Die Anerkennung der islamischen Verbände als Religionsgemeinschaft sollte sich die Regierung genau überlegen.

Es gibt in Deutschland keine unabhängigen islamischen Organisationen, die man als Religionsgemeinschaft anerkennen sollte.  

Wieso sollte der Deutsche Staat eine solche Statusänderung zuerkennen?  

Ditib – Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e. V. ist keine unabhängige islamische Organisation, die man als Religionsgemeinschaft anerkennen kann. Ditib ist eine von der türkischen Regierung unterstützte Organisation, deren Imame aus der Türkei dorthin geschickt werden. Die Imame arbeiten im türkischen Generalkonsulat als Beamte. Darüber hinaus wurden für die Imame in den Ditib Moscheen Arbeitsplätze geschaffen, deren Gehalt von der türkischen Regierungspartei AKP bezahlt wird. Bei den Wahlen unterstützen die Ditib Moscheen die AKP.  

Die Deutschen sollten das französische Model übernehmen, Religion und Staat gänzlich voneinander zu trennen.  Es sollte nicht zu den Aufgaben des Staates gehören, diese islamischen Organisationen als Religionsgemeinschaften anzuerkennen.  

Die Aleviten, die in der Türkei jahrelang unterdrückt und diskriminiert wurden, sollten jedoch als Religionsgemeinschaft anerkannt werden, da ihr Gedankengut in Glaube und Kultur zu der europäischen Zivilgesellschaft passt.  

Man könnte der alevitischen Gemeinde als ziviles Organ von Kommune, Land, Bund und Europa Zuschüsse geben (wie bei der AWO oder dem Diakonischen Werk der Caritas), damit sich die alevitische Gemeinde als zivile Organisation finanzieren kann.  

In den Schulen Islam-Unterricht zu geben, ist fehl am Platz. Stattdessen sollte Ethik unterrichtet werden, damit interkulturelles Lernen stattfindet. Wenn man in der Schule Islam-Unterricht gibt, kann jeder seine eigene Suppe kochen, findet kein kultureller Austausch statt.  

Allen Lebensbereichen sollten die interkulturellen Ansätze für ein friedliches Zusammenleben zugrunde liegen, damit ein interkultureller Austausch stattfinden kann.  

Ob der Islam zu Europa gehört oder nicht – diese endlose Diskussion muss aufhören.  

Solche Diskussionen nützen überhaupt nichts. Solche Diskussionen nützen den rechten Kräften, die dadurch die unaufgeklärten Menschen für ihre eigenen Zwecke einspannen.  

Die Europäische Gesellschaft sollte nicht zu mittelalterlichen Kulturen zurückkehren. Die Europäische Gesellschaft sollte sich universal entwickeln, das heißt, von allen Kulturen die positiven Seiten übernehmen und sich mit den negativen Seiten kritisch auseinandersetzen.  

In Europa leben seit Jahrzehnten unterschiedliche Nationalitäten mit eigenen Kulturen und Religionen friedlich miteinander.  Einwanderer müssen sich auch mit ihrer Religion und Kultur kritisch auseinandersetzen. Zum Beispiel mit der Unterdrückung der Frauen. Die Einwanderer müssen vom patriarchalischen Gedankengut endlich Abschied nehmen. Wir leben in einer europäischen Zivilgesellschaft, deren Normen die Einwanderer auch akzeptieren müssen

10 Januar 2017 0 Kommentare
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