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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Information

Chaos an Flughäfen: Darum sind „2000 Arbeitskräfte“ aus der Türkei überhaupt verfügbar

von Fremdeninfo 1 Juli 2022
von Fremdeninfo

Chaos an Flughäfen: Darum sind „2000 Arbeitskräfte“ aus der Türkei überhaupt verfügbar

Von

dtj-online

–

30.06.2022

 
 
 
 „>ARCHIV – 24.06.2022, Nordrhein-Westfalen, Köln: Passagiere stehen in einer Schlange von mehreren hundert Metern für die Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln-Bonn an. Die Tourismusbeauftragte der Bundesregierung wirft der Luftverkehrsbranche angesichts chaotischer Zustände an deutschen Flughäfen Fehler bei der Personalplanung vor. Foto: Thomas Banneyer/dpa

Schlangen vor dem Check-in, Verspätungen, gestrichene Starts: Mitten im Sommer ist Fliegen eine harte Geduldsprobe geworden. Der Staat will der Branche schnell ermöglichen, zusätzliches Personal, vor allem aus der Türkei, zu holen.

Wegen großer Ärgernisse mit Wartezeiten für Reisende an deutschen Flughäfen sollen möglichst noch im Sommer ausländische Hilfskräfte zur Verstärkung kommen können. Die Bundesregierung sagte am Mittwoch rasche Regelungen zu, damit Betreiber vorübergehend leichter Personal anheuern können – jedoch mit konkreten Vorgaben, um Sozial- oder Lohndumping zu unterbinden. Die Branche begrüßte die Unterstützung und peilt nun eine Umsetzung binnen einiger Wochen an. Die Politik machte zugleich klar, dass grundsätzlich die Firmen bei der Personalrekrutierung gefragt seien.

Innenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte in Berlin: „Wir ermöglichen, dass die Unternehmen Hilfskräfte aus dem Ausland, vor allem aus der Türkei, einsetzen können.“ Sie betonte, dass es bei Sicherheit und Zuverlässigkeit keine Abstriche geben solle. Fehlendes Personal unter anderem bei der Gepäckabfertigung hat an Flughäfen zum Start der Hauptreisezeit teils chaotische Zustände ausgelöst.

In Frage kommende Arbeitskräfte werden in der Türkei derzeit nicht gebraucht

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) sagte, viele Bürgerinnen und Bürger freuten sich nach zwei Jahren Pandemie auf ihren Urlaub. Nun führten die Probleme zu Enttäuschungen, wenn etwa die Abfertigung „unendlich lange“ dauere. Die Regierung wolle daher helfen, weil es offenkundig auf dem deutschen Markt nicht genügend Kräfte gebe.

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte, nach Angaben der Branche gehe es um einige tausend Arbeitskräfte, die an Flughäfen in der Türkei derzeit nicht gebraucht würden. Eingestellt werden müssten sie von den Unternehmen selbst. Für den Einsatz in Deutschland sollten staatlicherseits schnell und befristet Voraussetzungen mit Einreise- und Aufenthaltstiteln sowie Arbeitserlaubnissen geschaffen werden.

Zwei Fluglinien in der Türkei insolvent

In der Türkei hätten wegen der Insolvenz zweier Fluglinien rund 2000 Menschen ihren Job verloren, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft für Beschäftigte im Luftfahrtsektor (Hava Sen), Seçkin Koçak, der dpa. Die meisten seien gut ausgebildet, erfahren und weiterhin auf der Suche nach Anstellungen. Er gehe davon aus, dass man aus dieser Personengruppe rekrutieren werde. Eine Anstellung in Deutschland, wenn auch nur kurzfristig, sei für viele eine attraktive Perspektive. Die Airline Atlas Global hatte 2020 Insolvenz angemeldet, Onur Air wurde in der Türkei erst vor wenigen Wochen die Fluglizenz entzogen.

Die Bundesregierung machte deutlich, dass die Erleichterungen nun vor allem der kurzfristigen Entschärfung der Krise dienen sollen. Es gehe um eine befristete Maßnahme, keine Dauerlösung, sagte Heil. Der Staat habe Fluggesellschaften und Airports in der Corona-Krise mit massiven Wirtschaftshilfen unter die Arme gegriffen. „Es wäre Aufgabe der Unternehmen gewesen, in ausreichendem Maße Vorsorge zu treffen.“ Der Minister forderte die Branche auf, attraktive Arbeitsbedingungen mit anständigen Löhnen zu schaffen. Sein Wunsch sei, einen Tarifvertrag zu schaffen, „den wir für allgemeinverbindlich erklären können“.

Leiharbeit nicht erlaubt, keine Deutschkenntnisse erforderlich

Heil hob zudem hervor, dass für die vorübergehende Lösung Bedingungen gelten sollen, um Dumping auszuschließen. So werde nicht zugelassen, Personal in Leiharbeit anzustellen. „Die Firmen werden die Arbeitskräfte direkt anstellen müssen.“ Bezahlt werden müsse zudem nach Tarif, vorgegeben würden außerdem gute Unterkünfte und nicht „irgendwelche Hütten“. Ob dies in den nächsten Wochen klappe, sei nun die Aufgabe „von vielen“.

Der Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV), Ralph Beisel, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wenn alle Rädchen so ineinandergreifen, wie uns das in Aussicht gestellt wurde, könnten die ersten Saisonarbeitskräfte in vier Wochen einsatzbereit sein.“ Er dankte der Bundesregierung, dass sie schnell und unbürokratisch den Weg freigeräumt habe. Dies sei ein wichtiger Schritt, damit Dienstleister und Flughäfen die Kräfte in operativen Bereichen beschäftigen könnten. Der größte deutsche Flughafen in Frankfurt will „mehrere hundert“ ausländische Hilfskräfte einstellen. Nach bisheriger Einschätzung könnten die ersten in acht Wochen mit der Arbeit beginnen, erklärte ein Sprecher.

Die Gewerkschaft Verdi kritisierte, dass keine Deutschkenntnisse als Voraussetzung für die ausländischen Helfer vorgesehen seien. „Das Luftfahrtbundesamt setzt Kenntnisse der deutschen Sprache voraus, um sich bei Tätigkeiten im Luftverkehr verständigen zu können“, sagte die Verdi-Vizevorsitzende Christine Behle der dpa. „Das ist wichtig, weil zum Beispiel unsachgemäße Beladung eines Flugzeugs zu einem Absturz führen kann.“ Faeser hatte eine Frage, ob Deutschkenntnisse zur Voraussetzung gemacht würden, mit „Nein“ beantwortet.

Kritik an der Bundesregierung

Die Verbraucherzentralen erklärten, die Bundesregierung habe sich das Chaos viel zu lange angesehen und mache es nun endlich zur Chefsache. Die Mobilitätsexpertin des Bundesverbands (vzbv), Marion Jungbluth, sagte: „Das aktuelle Chaos zeigt, wie wichtig gute Fluggastrechte sind.“ Der Weg zu Entschädigungen sei oft lang. Dafür sollten aber wenige Klicks genügen und Überweisungen dann automatisiert kommen. Zudem gehöre die Vorkasse-Praxis abgeschafft. Dass Flüge in der Regel vorab bezahlt werden müssen, könne für Kunden ein erhebliches finanzielles Risiko bedeuten. „Stattdessen dürfen Reise- oder Flugkosten erst kurz vor Reiseantritt fällig werden.“

dpa/dtj

1 Juli 2022 0 Kommentare
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Information

Polat: Nationalen Minderheiten eine starke Stimme geben

von Fremdeninfo 30 Juni 2022
von Fremdeninfo

Polat: Nationalen Minderheiten eine starke Stimme geben

Ende Juni hat sich der Parlamentskreis Minderheiten im Deutschen Bundestag gegründet. Filiz Polat, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen aus Bramsche im Landkreis Osnabrück, die in ihrer Fraktion zuständig ist für die Nationalen Minderheiten der Sinti & Roma und der Saterfriesen sowie für die niederdeutsche Sprachgruppe, freut sich über diesen fraktionsübergreifenden Zusammenschluss:

„Wir wollen unseren Nationalen Minderheiten – der dänischen Minderheit, der friesischen Volksgruppe, den deutschen Sinti und Roma und dem sorbischen Volk – eine stärkere Stimme im Deutschen Bundestag geben. Dazu gehört elementar auch die Erhöhung des Bekanntheitsgrads der Minderheiten. In diesem Zuge gilt es, das Bewusstsein für die Kultur, Identität und die sprachliche Vielfalt der vier autochthonen Minderheiten in Deutschland zu schärfen.

Eines unserer wichtigsten Ziele ist aber die stärkere Verankerung der Minderheitenrechte im Grundgesetz. Dazu sind wir über die Europäische Sprachencharta und die Umsetzung der Europäischen Bürgerinitiative Minority Safe Pack Initiative sogar angehalten. Und auch den Kampf gegen Antiziganismus müssen und wollen wir über den Parlamentskreis intensivieren.“

Der Parlamentskreis wird künftig mehrere Sitzungen im Jahr abhalten und neben wichtigen Regierungsvertreter*innen vor allem auch die Nationalen Minderheiten selbst einladen, um in den Austausch zu kommen und Interessen aufzugreifen.

30 Juni 2022 0 Kommentare
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Information

Wegen der Türkei: Regierungskrise in Schweden?

von Fremdeninfo 30 Juni 2022
von Fremdeninfo

Wegen der Türkei: Regierungskrise in Schweden?

Von

dtj-online

–

30.06.2022

 
 

 
Die kurdischstämmige Abgeordnete Amineh Kakabaveh kritisierte die Einigung in Madrid. Foto: Kakabaveh/Twitter

Die Einigung im Streit um eine Aufnahme von Schweden und Finnland in die NATO sorgt für Kritik. Eine kurdischstämmige Abgeordnete bemängelte die Zugeständnisse an Erdoğan – und drohte mit einem Misstrauensvotum.

Die einflussreiche kurdischstämmige Abgeordnete Amineh Kakabaveh sprach von einem „schwarzen Tag in der schwedischen politischen Geschichte“. Sie drohte mit einem Misstrauensvotum gegen Außenministerin Ann Linde. Die parteilose Kakabaveh spielt angesichts der knappen Mehrheitsverhältnisse im Reichstag von Stockholm derzeit eine entscheidende Rolle in der schwedischen Politik.

Märta Stenevi, eine der beiden Vorsitzenden der Grünen (MP), forderte Linde auf, schnellstmöglich im Außenausschuss Rede und Antwort zu dem Abkommen zu stehen. Es handle sich um sehr beunruhigende Veränderungen unter anderem in der Frage nach Waffenexporten und Ausweisungen, schrieb Stenevi auf Twitter.

Linde versichert: Es wird sich nichts ändern

Linde selbst versicherte im schwedischen Radio: „Wir werden die demokratischen Rechte nicht ändern, die Menschen haben, aber andererseits wird es eine erhebliche Verschärfung geben, wenn es darum geht, verschiedene Teile terroristischer Aktivitäten zu kriminalisieren.“ Schweden dürfe kein Zufluchtsort für Terroristen sein.

Türkei-Blockade gelöst: NATO will mehr Präsenz im Osten beschließen

 Die Türkei hatte am Dienstagabend ihre Blockadehaltung zum NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens aufgegeben. Die drei Länder unterschrieben ein Memorandum, in dem die nordischen Länder der Türkei unter anderem „volle Unterstützung“ gegen Bedrohungen ihrer nationalen Sicherheit aussprechen.

Türkei, Schweden und Finnland wollen Zusammenarbeit stärken

Beide Länder sicherten zudem zu, der syrischen Kurdenmiliz YPG sowie der Gülen-Bewegung keine Unterstützung zu leisten. Die Türkei hatte Schweden und Finnland eben das vorgeworfen, sie sieht die Gülen-Bewegung und YPG als Terrororganisationen. Die Nordländer bestritten eine Unterstützung der Gruppierungen.

Die drei Länder wollen zudem ihre Kooperation verstärken und unter anderem Abschiebungen erleichtern. Kommentatoren in der Türkei, Schweden und Finnland werteten die Einigung als Erfolg.

dpa/dtj

30 Juni 2022 0 Kommentare
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Religion

Schlag gegen „Kalifatsstaat“: Sohn von Metin Kaplan verhaftet

von Fremdeninfo 30 Juni 2022
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Schlag gegen „Kalifatsstaat“: Sohn von Metin Kaplan verhaftet

Von

dtj-online

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29.06.2022

 
 
 
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Beamte der Ermittlungsgruppe „Tiger“ sitzen in einem Raum des Landeskriminalamtes in Mainz. Von hier aus wurde federführend die Razzia gegen die verbotene und als islamistisch eingestufte Vereinigung „Kalifatsstaat“ koordiniert. Foto: Boris Roessler/dpa

Waffen, Geld und Dateienspeicher werden bei Durchsuchungen in mehreren Bundesländern sichergestellt. „Sehr konspirativ“ sollen die islamistischen Verdächtigen vorgegangen sein.

Bei einer Razzia in sechs Bundesländern gegen Mitglieder der verbotenen islamistischen Vereinigung „Kalifatsstaat“ sind am Dienstag drei Männer festgenommen worden. Einer von ihnen soll der Sohn des 2004 in die Türkei abgeschobenen Anführers der Organisation, Metin Kaplan, sein, teilte das Landeskriminalamt am Dienstag in Mainz mit. Den drei Männern wird der Verstoß gegen das Vereinigungsverbot vorgeworfen, wie die federführenden Ermittler in Mainz mitteilten. Insgesamt wurden bis zum Mittag 50 Objekte in Deutschland durchsucht, jeweils 13 in Rheinland-Pfalz und Hessen, sowie 10 in Baden-Württemberg, 9 in Niedersachsen, 3 in Nordrhein-Westfalen und 2 in Bayern.

Die Polizisten stellten Schusswaffen, Hieb- und Stichwaffen wie etwa Messer und Säbel sowie zahlreiche Datenspeicher und Hunderttausende Euro sicher. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein Moscheeverein im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach. Es gebe den dringenden Verdacht, dass innerhalb des Vereins in Predigten und durch den Verkauf von Schriften und sonstigen Propagandamitteln die Ideologie des „Kalifatsstaats“ verbreitet und die Organisationsstruktur der Vereinigung aufrechterhalten werden, berichtete das LKA.

Bekannte Namen

Zwei der Festgenommenen sind Männer im Alter von 49 und 62 Jahren aus dem Raum Bad Kreuznach, der andere ist ein 44-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen – den Ermittlern zufolge der Sohn von Metin Kaplan. Die Beschuldigten sollen auch Spenden gesammelt haben, mit denen der Lebensunterhalt Kaplans und die Aufrechterhaltung der Strukturen der Vereinigung finanziert worden seien, berichtete das LKA in Mainz.

Die Razzia ging den Angaben zufolge auf Hinweise des rheinland-pfälzischen Verfassungsschutzes und monatelange Ermittlungen zurück. Einsatzleiter Hans Kästner berichtete, die Beschuldigten seien zuvor nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Die Verdächtigen seien „sehr konspirativ“ vorgegangen, teilte der Koblenzer Generalstaatsanwalt Jürgen Brauer mit.

Ablehnung demokratischer und rechtsstaatlicher Grundsätze

Nach Angaben von Oberstaatsanwältin Kristina Speicher war es für die Ermittler sehr schwer, in die Strukturen der Organisation vorzudringen, da die mutmaßlichen Mitglieder zumeist „verwandt, verschwägert oder enge Freunde“ gewesen seien. Auch online seien sie sehr zurückhaltend gewesen.

Beim „Kalifatsstaat“, der von dem selbsternannten „Kalifen von Köln“ geführt wird, handelt es sich um eine islamistische Vereinigung. Deren Ziel ist den Ermittlern zufolge die Errichtung eines islamischen Staates unter Ablehnung demokratischer und rechtsstaatlicher Grundsätze auf der Grundlage des Korans als Verfassung und der Scharia als allein geltenden Rechts. Die Vereinigung wurde laut Generalstaatsanwaltschaft erstmals 1984 unter anderem Namen in Köln gegründet und im Jahr 2001 vom Bundesinnenministerium verboten.

Rund 700 Anhänger bundesweit

Der Verfassungsschutz Rheinland-Pfalz rechnet dem „Kalifatsstaat“ in dem Bundesland rund 90 Anhänger:innen oder Mitglieder zu, wie eine Sprecherin des Innenministeriums sagte. Bundesweit seien es laut dem Verfassungsschutzbericht 2021 rund 700.

Den Beschuldigten der unter den Namen „Tiger“ geführten Ermittlungen wird vorgeworfen, als Rädelsführer den organisatorischen Zusammenhalt der unanfechtbar verbotenen Vereinigung „Kalifatsstaat“ aufrechterhalten, sich als Mitglied daran beteiligt oder als Nichtmitglied Propagandamittel dieser Vereinigung verbreitet zu haben.

dpa/dtj

de

 
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30 Juni 2022 0 Kommentare
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Kultur

Türkei trauert um Film-Legende Cüneyt Arkın

von Fremdeninfo 29 Juni 2022
von Fremdeninfo

Türkei trauert um Film-Legende Cüneyt Arkın

Von

Murat Gökmen

–

28.06.2022

 
 
 
 
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Cüneyt Arkın in seiner Rolle als „Battal Gazi“. Quelle: Youtube/Screenshot

Cüneyt Arkın, einer der bekanntesten türkischen Schauspieler aller Zeiten, ist in der Nacht zum Dienstag im Alter von 84 Jahren verstorben.

Der bereits seit längerer Zeit an gesundheitlichen Problemen leidende Arkın wurde am Montagabend Medienberichten zufolge wegen Herzproblemen ins Liv Hospital in Istanbul eingeliefert. Wie das Krankenhaus bekannt gab, war das Herz des Schauspielers bereits stehengeblieben, als er eintraf. Alle Versuche, ihn wiederzubeleben, seien erfolglos gewesen.

Arkın wurde als Fahrettin Cüreklibatır am 8. September 1937 in Eskişehir geboren. Bekanntschaft mit der Filmwelt machte er 1963, als er einen Wettbewerb gewann und während seines Wehrdienstes den Regisseur Halit Refiğ kennenlernte. Im Jahr darauf wirkte er erstmals in einem Film („Gurbet kuşları“) mit. Die Kampfszene am Ende dieses Filmes sollte schließlich seine Schauspieler-Karriere prägen.

Als „Malkoçoğlu“ und „Battal Gazi“ eroberte Arkın die Herzen der Türken

Refiğ riet ihm nämlich im Anschluss, in Actionfilmen mitzuspielen. Arkın nahm Akrobatik-Unterricht und setzte das Gelernte in den Klassikern „Malkoçoğlu“, „Battal Gazi“ oder „Kara Murat“ um. Darin geht es vor allem um die byzantinische Zeit, in der Arkın die (historisch belegbaren oder fiktiven) gleichnamigen Helden jener Zeit verkörpert und gegen die Kreuzritter oder Byzantiner kämpft. Besonders in Erinnerung geblieben sind die zahlreichen Stuntszenen in jenen Filmen, bei denen sich Arkın mehrmals die Knochen gebrochen haben soll. Auch in „Maden“ (1978) und „Vatandaş Rıza“ (1979) zeigte er sein schauspielerisches Talent.

Arkın, der ursprünglich Medizin studierte und zeitweise auch als Arzt arbeitete, war auch als Drehbuchautor, Filmregisseur und -produzent aktiv und spielte in seinen späteren Jahren auch in Serien mit. In Deutschland bekannt wurde er erst mit dem Science-Fiction-Streifen „Dünyayı kurtaran adam“ (Der Mann, der die Welt rettet), der regelmäßig zu einem der schlechtesten Filme aller Zeiten gewählt wird.

Seiner Beliebtheit tat das aber zeit seines Lebens keinen Abbruch. Um ihn entstand ein Kult, der vergleichbar ist mit jenem um Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone oder Jean-Claude van Damme. Dieser Kult dürfte auch über seinen Tod hinaus bestehen bleiben.

29 Juni 2022 0 Kommentare
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Information

Stoltenberg drängt auf Lösung bei NATO-Erweiterungsblockade

von Fremdeninfo 27 Juni 2022
von Fremdeninfo

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Stoltenberg drängt auf Lösung bei NATO-Erweiterungsblockade

Beim geplanten, aber blockierten Beitritt Schwedens und Finnlands zur NATO ringt das Bündnis um eine rasche Entscheidung. Generalsekretär Jens Stoltenberg berief am Rande des Gipfels in Madrid für den morgigen Dienstag ein Treffen zwischen dem türkischen Präsidenten sowie dem finnischen Präsidenten und der schwedischen Ministerpräsidentin ein. Die Türkei widersetzt sich als einziger Staat dem Beitritt der skandinavischen Länder.

Der Zweck dieses Treffens bestehe darin, den Beitritt Finnlands und Schwedens voranzutreiben, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Versprechungen könne er keine machen, aber er arbeite intensiv an Fortschritten. Die Anträge Finnlands und Schwedens auf NATO-Mitgliedschaft seien historisch, stärkten die Sicherheit beider Länder und die Stabilität im gesamten euro-atlantischen Raum.

Finnland und Schweden hatten als Reaktion auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine die NATO-Mitgliedschaft beantragt.

Aber Ankara hält beide Ländern für Unterstützer der PKK und anderer kurdische Gruppen und will zudem alle Waffenexportbeschränkungen in die Türkei aufgehoben sehen.

Eines der von der Türkei angesprochenen Probleme betreffe Schwedens Reaktion auf Auslieferungsersuchen Ankaras, sagte die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson. Diese Angelegenheiten würden von schwedischer Seite schnell und sorgfältig behandelt. Schweden sei kein sicherer Hafen für Terroristen und werde auch keiner werden.

Für Experten ist angesichts der Bedeutung Ankaras für das Bündnis und den Krieg in der Ukraine die Zeit für eine Einigung gekommen.

Die Türkei spiele aufgrund ihrer geografischen Lage, aber auch aufgrund ihrer politischen Ausrichtung eine enorm wichtige Rolle im russischen Krieg in der Ukraine, sagt Fabrice Pothier von Rasmussen Global. So habe Ankara etwa das Recht, den Zugang zum Schwarzen Meer einzuschränken. Außerdem liefere das Land wichtige Waffen in die Ukraine, mit der sich die Ukrainer auf dem Schlachtfeld durchsetzen könnten.

Im Vorfeld erklärte die Türkei, das Madrider Treffen mit den nordischen Staats- und Regierungschefs bedeute nicht von vorneherein, dass sie ihre Position ändern werde.

27 Juni 2022 0 Kommentare
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Information

Iraner planten offenbar Anschläge in Istanbul

von Fremdeninfo 25 Juni 2022
von Fremdeninfo

Iraner planten offenbar Anschläge in Istanbul

Von

dtj-online

–

24.06.2022

 
 
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, Türkei, Istanbul: Der Vollmond geht hinter dem Istanbuler Galata-Turm auf. Foto: Emrah Gürel/AP/dpa

Nach einer Warnung Israels vor Terrorangriffen auf seine Bürger in der Türkei haben die dortigen Behörden fünf Iraner in Istanbul festgenommen.

Der israelische Außenminister Yair Lapid dankte der Türkei nach einem Treffen mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Çavuşoğlu in Ankara für das Vorgehen und die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen. Hinter den Anschlagsplänen steckte der Iran, sagte Lapid und berief sich dabei auf Geheimdiensterkenntnisse.

Einsatzkräfte durchsuchten am Mittwoch Wohnungen und Hotels in Istanbul und beschlagnahmten dabei digitales Material sowie zwei Pistolen mit Schalldämpfern, wie Habertürk berichtete. Der Geheimdienst habe die Verdächtigen den Berichten zufolge seit Langem beobachtet.

Bürger aufgefordert, Istanbul zu verlassen

Den Verdächtigen wird jetzt vorgeworfen, Anschläge auf Israelis geplant zu haben, meldeten die Nachrichtenagentur DHA und der Sender Habertürk am Donnerstag.

Israel hatte vergangene Woche vor Terrorangriffen auf seine Bürger in Istanbul durch iranische Agenten gewarnt. Die Behörden forderten israelische Touristen auf, die Metropole nach Möglichkeit umgehend zu verlassen. Çavuşoğlu sagte, man werde solche Terrorangriffe „unter keinen Umständen“ zulassen.

Annäherung mit der Erdoğan-Regierung

Der Besuch Lapids ist ein weiterer Schritt der Annäherung zwischen beiden Ländern. Im Mai war mit dem Besuch von Izchak Herzog das erste Mal seit zehn Jahren wieder ein israelischer Präsident in die Türkei gereist. Çavuşoğlu betonte, man habe die diplomatischen Bemühungen intensiviert und begonnen, über eine mögliche Entsendung von Botschaftern zu sprechen.

Zwischen den einst engen Bündnispartnern Türkei und Israel war es 2010 zum Zerwürfnis gekommen, nachdem bei der Erstürmung eines Gaza-Solidaritätsschiffs durch die israelische Marine zehn türkische Staatsbürger getötet worden waren. 2016 kam es zu einer ersten Wiederannäherung. Seit der Gaza-Krise 2018 aber, die rund um die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem eskaliert war, haben die beiden Länder keine Botschafter mehr im jeweils anderen Land.

dpa/dtj

25 Juni 2022 0 Kommentare
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Frauen

Paragraph 219a: Bundestag schafft Werbeverbot für Abtreibungen ab

von Fremdeninfo 24 Juni 2022
von Fremdeninfo
 Paragraph 219a: Bundestag schafft Werbeverbot für Abtreibungen ab
 
 
Der Bundestag streicht den Paragraf 219a, der „Werbung“ für Schwangerschaftsabbrüche verbietet. Ärzt:innen mussten deswegen schon vor Gericht.
 
 

Der Bundestag hat am Freitag die Abschaffung des sogenannten Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche beschlossen. Für die Streichung des Strafrechtsparagrafen 219a stimmten die Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen und FDP sowie die Linksfraktion, dagegen votierten Union und AfD. Der Paragraf untersagte Arztpraxen und Kliniken, ausführlich darüber zu informieren, welche unterschiedlichen Methoden es für den Abbruch gibt.

Auf das Ende des Paragrafen hatten sich die Ampelparteien im Koalitionsvertrag geeinigt. „Ärztinnen und Ärzte sollen öffentliche Informationen über Schwangerschaftsabbrüche bereitstellen können, ohne eine Strafverfolgung befürchten zu müssen. Daher streichen wir § 219a StGB“, heißt es darin. SPD, Grüne und FDP bekennen sich außerdem dazu, Schwangerschaftsabbruch zum Teil der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und zum Teil einer „verlässlichen Gesundheitsversorgung zu machen“.

Die Debatte um den Paragrafen – das eigentliche Abtreibungsverbot steht im Schwesterparagrafen 218 des Strafgesetzbuchs – hatte 2017 begonnen, als die Gießener Ärztin Kristina Hänel sich vor Gericht gegen einen Strafbefehl wehrte, weil sie auf ihrer Website darüber informierte, dass sie Abbrüche anbot.

24 Juni 2022 0 Kommentare
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Flüchtlinge

„Weder fair noch zügig“: Alabali-Radovan fordert schnellere Asylverfahren

von Fremdeninfo 24 Juni 2022
von Fremdeninfo

„Weder fair noch zügig“: Alabali-Radovan fordert schnellere Asylverfahren

Von

dtj-online

–

21.06.2022

 
 

 
=„Vor Weltflüchtlingstag – Wandgemälde in Berlin entüllt“
17.06.2022, Berlin: Reem Alabali-Radovan, Staatsministerin und Integrationsbeauftragte, und Katharina Lumpp, Vertreterin des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) in Deutschland, sprechen über das Wandgemälde anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20.06.2022. Foto: Britta Pedersen/dpa

Die Flüchtlingsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan, fordert „schnellere und pragmatischere“ Asylverfahren in Deutschland.

Die Verfahren dürften nicht Monate oder gar Jahre dauern, sagte sie am Weltflüchtlingstag am Montag in Berlin auf einem Symposium zum Flüchtlingsschutz.

„In den vergangenen Jahren waren viele Asylverfahren weder „fair“ noch „zügig“. Ich denke da beispielsweise an die schleppenden Entscheidungen zu Afghanistan. Wenn ich in diesen Tagen mit Geflüchteten und ehrenamtlichen Helfer:innen spreche, dann stoße ich auf Unverständnis, warum Geflüchtete in endlos langen Asylverfahren feststecken“, erklärte Alabali-Radovan.

Funktioniert Dublin noch?

„Deutschland muss die Frage, ob jemand Flüchtling ist oder nicht, früher beantworten, gerade weil wir im EU-Vergleich relativ leistungsfähige Asylstrukturen haben und weil wir wissen, dass das Dublin-System nicht zufriedenstellend funktioniert.“

Nach den sogenannten Dublin-Regeln muss ein Asylbewerber in dem EU-Staat, in dem er zuerst registriert wird, Asyl beantragen. Wer in einem anderen EU-Staat Schutz erhalten hat, soll nicht in einem weiteren Staat der Europäischen Union erneut einen Antrag stellen.

dpa/dtj

 

 

24 Juni 2022 0 Kommentare
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Information

Türkei-Griechenland-Konflikt: Verfeindete Nachbar

von Fremdeninfo 23 Juni 2022
von Fremdeninfo

Türkei-Griechenland-Konflikt: Verfeindete Nachbarn

Von

Stefan Kreitewolf

–

21.06.2022

 
 
 
online.de=“Tuerkei Griechenland
Heikler Grenzpunkt: Zwischen der Türkei und Griechenland eskaliert der Streit um Inseln und Rohstoffe immer wieder. Foto: Shutterstock

Erdgas, Ägäis, Geflüchtete: Das Verhältnis zwischen den beiden NATO-Partnern Türkei und Griechenland ist seit Jahrzehnten angespannt – nicht nur wegen Erdoğans jüngster Aussagen. Was dahinter steckt.

Keine Entspannung in Sicht: Der Konflikt zwischen den beiden NATO-Partnern Türkei und Griechenland eskaliert weiter. Erst am Freitag kündigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan an, sich mit der griechischen Seite erst wieder zu treffen, wenn ein „ehrlicher Politiker“ vor ihm stehe.

Zuvor hatte er bereits erklärt, der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis existiere für ihn nicht mehr. Der setzte sich jüngst deutlich gegen Waffenverkäufe der USA an die Türkei ein, obwohl die Biden-Administration und Ankara bereits die Lieferung moderner F-16-Kampfflieger an die Türkei vereinbart hatten. Und obwohl die Griechen und Türken miteinander vereinbart hatten, keine dritte Partei in ihre Angelegenheiten einzubeziehen.

Politische Brandbomben von beiden Seiten

Konfrontationen sind mittlerweile an der Tagesordnung. Ein Beispiel: Die Türkei provoziert seit Monaten mit Überflügen griechischer Inseln, im Gegenzug kauft Griechenland trotz eines hohen Schuldenbergs neue Kriegsschiffe. Und dass die Türkei in Gebieten, die seerechtlich zu Zypern und Kreta gehören, nach Gas bohren lässt, gießt weiter Öl ins Feuer.

Es ist ein destruktives Duell zweier Staaten, die angesichts der zahlreichen gemeinsamen Herausforderungen eigentlich zusammenarbeiten müssten. Geflüchtete, Tourismus, Europa und die Ägäis-Inseln: Viele Themen treiben die Anrainerstaaten gleichsam um. Doch statt sie gemeinsam zu lösen, fliegen politische Brandbomben von der einen auf die andere Seite und andersherum.

Woher kommt die Feindschaft der Nachbarn?

Aber wie kann es sein, dass zwei Völker, die sich so ähneln, dennoch so tief verfeindet sind? Der Ursprung des Streits zwischen Griechen und Türken liegt Jahrhunderte zurück. Das heutige Griechenland war 400 Jahre Teil des Osmanischen Reiches. Diese Zeit empfinden griechische Nationalisten noch immer als unrechtmäßige Besatzung. Besonders dem Verlust des damaligen Konstantinopels und heutigen Istanbuls trauern viele noch nach. Es war damals das religiöse Zentrum der griechischen Orthodoxie.

Deswegen werden der Befreiungskrieg und die Gründung der ersten Hellenistischen Republik im Jahr 1827 bis heute idealisiert. Als 1919 griechische Truppen in das Gebiet der heutigen Türkei einmarschierten, sah Athen seine Zeit gekommen, um das Byzantinische Reich wieder zu errichten. Doch das Heer Kemal Atatürks schlug sie zurück.

Lausanne-Vertrag – eine historische Ungerechtigkeit?

Nach einem Friedensschluss legte der Vertrag von Lausanne 1923 die bis heute bestehenden Grenzen fest. Griechenland durfte fast alle Ägäis-Inseln behalten – einige, wie Lesbos, in Sichtweite der türkischen Küste. Für Erdoğan ist das eine historische Ungerechtigkeit, die es zu beseitigen gilt.

Bereits 2016 sagte er: „Diese Inseln, die in unserer Rufweite liegen, haben wir im Vertrag von Lausanne weggegeben. Uns wurde das als Verhandlungserfolg verkauft. Dabei gehörten die doch uns! Da stehen noch heute unsere Moscheen!“ Nun droht er mit markigen Worten („Ich spaße nicht“) offen mit Krieg.

Zankapfel: Rohstoffe im östlichen Mittelmeer

Aber auch das hat Tradition: Obwohl beide Länder bereits 1952 der NATO beitraten, musste das Bündnis die Kontrahenten bereits mehrfach von einer direkten militärischen Konfrontation abhalten. Zum Beispiel 1996: Damals hatte die Besetzung einer unbewohnten Felsinsel in der Ägäis durch türkische Soldaten zu großen Verwerfungen geführt. Die griechische Armeeführung hatte ihre Truppen bereits in den Gefechtszustand versetzt, konnte aber von NATO-Offiziellen wieder beruhigt werden.

In jüngster Vergangenheit sind es weniger historische Motive, die den Konflikt befeuern. Denn besonders für Athen ist der Streit mit Ankara auch ein wirtschaftlicher. So ist es vielmehr die Aussicht auf reiche Öl- und Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer, die die Gemüter zum Kochen bringt.

Gasstreit: Einigung zwischen Türkei und Griechenland in Sicht?

Für Erdoğan ist die Rohstoff-Frage heikel. Er hat sich bereits weit aus dem Fenster gelehnt und Erkundungsschiffe in das Seegebiet geschickt. Die miserable Wirtschaftslage im Land verdammt ihn zu effektiven Gegenmaßnahmen. Da wäre ein etwaiger Rohstoffreichtum eine wahre Kehrtwende.

Griechenland-Streit als Ablenkungsmanöver?

Hinzu kommt: Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2023 gibt es für den türkischen Präsidenten viele heikle Themen zu lösen. Sei es die Lira-Krise, die steigende Inflation, die sich erholende Opposition in Istanbul oder die bewaffneten Konflikte in den Kurdengebieten in Syrien und im Irak: Erdoğan kann aktuell wenig gewinnen. Da kommt der Streit mit Griechenland als Ablenkungsmanöver wie gerufen.

Indes kursieren immer wieder Videos durchs Netz, in dem ganz normale griechische und türkische Bürger Arm in Arm Volkslieder singen. Der Streit zwischen den Staaten, er wird geführt von Nationalisten und politischen Eliten. Die einfachen Leute wollen Frieden. Endlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23 Juni 2022 0 Kommentare
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Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

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