• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Religion

Freitagspredigt: Ditib lässt sich erneut für Ankara instrumentalisieren

von Fremdeninfo 17 Juli 2025
von Fremdeninfo 17 Juli 2025
ditip
382

Von: dtj-online

An Freitag wurde in allen Moscheen der DITIB in Deutschland eine Freitagspredigt gehalten, die eine klare politische Stoßrichtung verfolgte: Der Blick richtete sich – wie bereits in den Vorjahren – auf den 15. Juli, den Jahrestag des Putschversuchs in der Türkei 2016. In koordinierter Übereinstimmung mit der türkischen Religionsbehörde Diyanet wurden den Gläubigen in Deutschland Predigten zugemutet, die einer politischen Generalabrechnung mit der sogenannten Gülen-Bewegung glichen.

Unter dem Titel „Seien wir wachsam gegenüber jenen, die mit Allah betrügen“ wurde nicht nur der Begriff „FETÖ“ unkritisch übernommen, sondern die Anhänger der Gülen-Bewegung, per Selbstbezeichnung „Hizmet“, pauschal als Betrüger, Manipulatoren und Verführer dargestellt. Die Predigt warnte vor „geheimen Organisationen“, die sich der Religion für eigennützige Zwecke bedienen, und betonte, dass der Putschversuch von 2016 durch eine „verdorbene Denkweise“ orchestriert worden sei – eine Formulierung, die die Gülen-Bewegung direkt kriminalisiert.

DITIB unterstützt das politische Framing der AKP und stellt Gläubige in Deutschland an den Pranger

In der türkischen Version der Predigt, veröffentlicht auf der offiziellen Webseite der DITIB, wird explizit zum Jahrestag des 15. Juli aufgerufen, sich gegen „istismarcı yapılar“ (ausbeuterische Strukturen) zu wappnen. Die vermeintliche Mahnung zur Wachsamkeit entpuppt sich als politisches Framing im religiösen Gewand.

Dass sich die DITIB – trotz ihrer Stellung als gemeinnütziger Religionsverband in Deutschland – immer wieder für die politische Agenda Ankaras instrumentalisieren lässt, ist kein neues Phänomen. Besonders dünn wurde die Luft für die DITIB, als sie 2016 im Zusammenhang mit der Spionageaffäre für die Regierung in Ankara stand. Zahlreiche Recherchen von Correctiv, ZDF und ARD belegen, dass DITIB-Imame ihre eigene Community ausgespäht hatten, um ganze Namenslisten vermeintlicher Verräter in die türkische Hauptstadt zu überstellen.

Auch mehrfach sind DITIB-Freitagspredigten negativ aufgefallen. Doch der Gleichklang mit dem türkischen Staatsnarrativ ist angesichts der sensiblen gesellschaftlichen Rolle der DITIB hochproblematisch. Denn gerade in einem demokratischen Rechtsstaat wie Deutschland darf Religion nicht zur politischen Waffe verkommen.

Umstrittener AKP-Frame: Gülen-Bewegung wird kollektiv beschuldigt

Die Gülen-Bewegung, die sich selbst als Bildungs- und Dialogbewegung versteht, wird von der türkischen Regierung als Terrororganisation gebrandmarkt. Internationale Gerichte hingegen haben diese Einordnung bislang nicht bestätigt. Auch die Frage, ob die Bewegung tatsächlich hinter dem Putsch vom 15. Juli stand, ist weiterhin umstritten. Dass Hizmet als Organisation die Strippen gezogen hat, ist weder belegt noch anerkannt. Die Bewegung selbst bestreitet jede Beteiligung und weist auf die seit Jahren andauernde Hexenjagd in der Türkei hin: Zehntausende Menschen wurden inhaftiert, verloren ihre Arbeit oder wurden gesellschaftlich isoliert – häufig ohne stichhaltige Beweise.

Dass diese Narrative nun auch auf deutschen Kanzeln wiederholt werden, ist alarmierend. Die DITIB riskiert damit nicht nur ihre Glaubwürdigkeit als religiöse Institution, sondern auch das fragile Vertrauen in eine von politischen Einflüssen unabhängige muslimische Zivilgesellschaft in Deutschland. Den Musliminnen und Muslimen in Deutschland erweist die DITIB damit einen Bärendienst.

DITIB schädigt regionale Errungenschaften durch Ankara-Bezug

In vielen deutschen Städten haben sich über Jahre hinweg persönliche Freundschaften, kommunale Partnerschaften und demokratische Allianzen zwischen muslimischen Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Akteuren entwickelt. Diese mühsam aufgebauten Strukturen des Vertrauens und der Zusammenarbeit bilden das Fundament für ein friedliches und respektvolles Miteinander.

Doch genau diese wertvolle Arbeit an der Basis wird von der DITIB regelmäßig untergraben, wenn sie sich auf Anweisung aus Ankara für politische Zwecke instrumentalisieren lässt. Die Religion wird zur Bühne internationaler Machtkämpfe, während vor Ort engagierte Muslime den Preis zahlen – etwa durch Vertrauensverlust, erschwerte Integrationsarbeit und zunehmende Skepsis seitens nicht-muslimischer Partner. Wer echte Teilhabe will, muss sich von autoritärer Einflussnahme emanzipieren.

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Scharfe Kritik an Opfer-Anwältin Basay-Yildiz in Solinger Brandstifterprozess
nächster Beitrag
Zuwanderungs-Pay-Gap: Eine Lohnlücke, die oft vergessen wird

Ähnliche Beiträge

SPD-Bundestagsfraktionschef: „Lassen Sie uns das Sivas-Massaker im Bundestag besprechen“Von: Avrupa Demokrat

11 September 2026

Konflikt um Kopftuchverbot soll außerhalb der Klasse bleiben

4 September 2026

ALEVITISCHE INSTITUTIONEN MÜSSEN UMGEHEND EINE GEMEINSAME RECHTSABTEILUNG GRÜNDEN

31 August 2026

EINE DEMOKRATISCHE, LIBERALE UND LAIZISTISCHE TÜRKEI, STATT EINER AUF DER „UMMA“ BASIERENDEN

30 August 2026

Strafanzeige zur strafrechtlichen Verfolgung der in Deutschland lebenden Täter des Sivas-Massakers

25 August 2026

Konföderation der Aleviten Gemeinden in Europa – AABK

24 August 2026

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Am 27. September 2026 führte die Polizei in Hannover eine Razzia im kurdischen Verein in der Kornstraße 17 durch.

    28 September 2026
  • Rentner sammelte 58 Euro Pfand: Dann kürzte das Amt seine Grundsicherun

    27 September 2026
  • Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linke

    27 September 2026
  • Islam gehört zu Deutschland“? – Wulff bekräftigt umstrittene Aussage

    26 September 2026
  • Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.

    26 September 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

22 Juli 2025

Neueste Artikel

Rentner sammelte 58 Euro Pfand: Dann kürzte das Amt seine Grundsicherun
27 September 2026
Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linke
27 September 2026
Islam gehört zu Deutschland“? – Wulff bekräftigt umstrittene Aussage
26 September 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung