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Rechte Gewalt in Niedersachsen und Bremen nimmt zu: Einige Regionen fallen als Schwerpunkte besonders auf

von Fremdeninfo 8 Mai 2026
von Fremdeninfo 8 Mai 2026
Rechts motivierte Straftaten nehmen in Niedersachsen und Bremen zu. (Archivbild) © Jan Woitas/dpa
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Artikel von Marcel Prigg / K Kreizeitung 

Rechte Straf- und Gewalttaten sind ein Problem. Aktuelle Zahlen zeigen die Fälle in Niedersachsen und Bremen – und die Schwerpunkte der Verbrechen.

Die Zahlen sind alarmierend: Im Jahr 2025 wurden in Deutschland insgesamt 42.544 politisch rechts motivierte Straftaten registriert, darunter 1.598 Gewaltdelikte – und die Bundesregierung weist selbst darauf hin, dass diese Zahlen aufgrund möglicher Nachmeldungen noch unterschätzt sein dürften. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke sowie einer anliegenden Drucksache hervor, die dem Deutschen Bundestag vorliegt. Für Niedersachsen und Bremen zeichnet sich dabei ein besorgniserregender Trend ab – mit deutlichen regionalen Schwerpunkten.

Insgesamt hatte es in Niedersachsen im Jahr 2025 3.758 Fälle der politisch motivierten Kriminalität gegeben. Im bundesweiten Vergleich der Straftaten pro 100.000 Einwohner liegt Niedersachsen mit einem Wert von 47 im Jahr 2025 zwar im unteren Drittel. Doch der Blick auf die Entwicklung zeigt: 2024 lag der Wert noch bei 45. Bei den Gewalttaten pro 100.000 Einwohner verzeichnete Niedersachsen 2025 einen Wert von 1 – identisch mit Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Politisch rechte Gewalttaten in Niedersachsen: Diese Regionen fallen besonders auf

Die Anlage zur Bundestagsdrucksache listet alle gemeldeten rechts motivierten Gewalttaten des Jahres 2025 einzeln auf – mit Tatort, Datum und Delikt. Eine Auswertung dieser Tabelle ergibt für Niedersachsen ein klares Bild: Hannover ist mit 19 erfassten Gewalttaten die mit Abstand am stärksten betroffene Stadt im Land, gefolgt von Braunschweig mit acht und Göttingen mit sechs Fällen. Oldenburg folgt mit fünf, Emden mit vier Fällen.

Weitere mehrfach betroffene Tatorte sind Osnabrück, Buchholz und Achim (je drei) sowie Seevetal, Lingen, Salzhausen, Neustadt, Nordhorn, Cuxhaven und Winsen (je zwei). Darüber hinaus verteilen sich Einzelfälle auf zahlreiche weitere Orte im ganzen Land, darunter Ganderkesee, Harsefeld, Bendestorf, Vahlde, Buxtehude, Sottrum, Rotenburg, Langenhagen, Tostedt, Helmstedt, Vechelde, Einbeck, Delmenhorst, Salzgitter und viele mehr.

Rechts motivierte Straftaten in Bremen: Weit über dem Niveau der Flächenländer im Westen

Für Bremen fällt der Vergleich noch ungünstiger aus. Mit 79 rechts motivierten Straftaten pro 100.000 Einwohner im Jahr 2025 liegt der Stadtstaat weit über dem Niveau westdeutscher Flächenländer wie Bayern (28), Baden-Württemberg (28) oder Nordrhein-Westfalen (35). Auch bei den Gewalttaten schneidet Bremen schlechter ab als Niedersachsen: Zwei Gewaltdelikte pro 100.000 Einwohner wurden dort 2025 gemeldet – doppelt so viele wie im Nachbarland. Insgesamt werden für das Jahr 2025 ganze 7 rechts motivierte Gewalttaten für die Hansestadt gezählt – für Bremerhaven sind es 5. Bundesweit führen weiterhin die ostdeutschen Länder die Statistik an: Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete 145 Straftaten pro 100.000 Einwohner, Sachsen-Anhalt 142 und Brandenburg 139.

Die Zahlen basieren auf Meldungen der Polizeibehörden an das Bundeskriminalamt und gelten Laut der Drucksache noch als vorläufig. Spätere Nachmeldungen könnten die tatsächliche Fallzahl noch nach oben korrigieren, teilt die Bundesregierung mit.

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