• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Archive

Exil-Journalist Erk Acarer mitten in Berlin angegriffen

von Fremdeninfo 11 Juli 2021
von Fremdeninfo 11 Juli 2021
207

 

Exil-Journalist Erk Acarer mitten in Berlin angegriffen

Von

dtj-online

–

11.07.2021

 
 

Der regierungskritische türkische Journalist Erk Acarer, der im deutschen Exil lebt, ist in Berlin angegriffen worden. Währenddessen wird in der Türkei der Angreifer im Fall Can Dündar aus der Haft entlassen. Welch fatales Zeichen.

Nach Angaben der Polizei wurde der Exil-Journalist Erk Acarer am Mittwochabend im Bezirk Neukölln von mehreren Angreifern verletzt. Er erlitt eine Wunde am Kopf und wurde medizinisch behandelt. Der Angriff ereignete sich demnach gegen 21.50 Uhr im Innenhof seines Wohnhauses im Stadtteil Rudow.

Zwei Männer hätten den 48-jährigen Journalisten geschlagen und getreten, ein dritter Mann habe die Umgebung beobachtet. Als Zeugen aufmerksam wurden, seien die Männer geflohen, teilte die Polizei am Donnerstag mit.Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt (LKA) ermittelt.

„Mit Messer und Faust angegriffen“

Zahlreiche Journalisten und Politiker erklärten sich solidarisch mit Acarer. Die Polizei äußerte sich zunächst nicht dazu, wer hinter dem Angriff stecken könnte. Nach dem Angriff twitterte Acarer am Mittwochabend ein Foto von sich und schrieb dazu auf Türkisch: „Ich bin in meinem Haus in Berlin mit Messer und Faust angegriffen worden.“

Er sei nicht in Lebensgefahr, habe einige Schwellungen am Kopf und sei im Krankenhaus. „Ich kenne die Täter. Ich werde niemals vor dem Faschismus kapitulieren.“ Er und seine Familie stünden unter Polizeischutz.

„Drei Angreifer mit Waffen“

In einem Video von Donnerstagmorgen sprach der Journalist von drei Angreifern mit Waffen. Einer von ihnen habe gesagt: „Du wirst nicht schreiben.“ Weil viele Zeugen im Hof gewesen seien, hätten die Angreifer die Waffen nicht benutzen können. Weiter sagte er: „Dieser Angriff ist der Beweis dafür, dass alles, was wir gegen die islamistische und faschistische AKP-MHP-Regierung geschrieben und gesagt haben, korrekt ist.“

Die AKP ist die Partei des regierenden Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Sie bildet ein Regierungsbündnis mit der ultranationalistischen MHP, ohne die sie im Parlament keine Mehrheit hätte.

Bericht über MİT-Aktivitäten

Acarer, der schon länger in Berlin lebt, wurde zusammen mit anderen Journalisten in der Türkei angeklagt. Vorgeworfen wurde ihnen die Veröffentlichung von geheimen Informationen zur staatlichen Sicherheit und zu Geheimdienstaktivitäten. Hintergrund waren nach Angaben von Amnesty International unter anderem Berichte über einen in Libyen getöteten Mitarbeiter des türkischen Geheimdienstes.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir twitterte: „Es ist ungeheuerlich, dass Exilanten aus der Türkei hierzulande Angst haben müssen um ihre Sicherheit. (…) Bin auf die Reaktion der Bundesregierung gespannt.“

Die Linke-Bundestagsabgeordnete Sevim Dağdelen schrieb: „Erdoğans Schergen greifen in Berlin einen Exil-Journalisten in seiner Wohnung mit Messern an. Wie lange will die Bundesregierung dem lebensgefährlichen Treiben des Erdoğan-Netzwerks noch zuschauen?‘ Auch viele türkischstämmige Journalisten warfen Erdoğan vor, für den Angriff verantwortlich zu sein.

Nur Geldstrafe für Dündar-Attentäter

Gut fünf Jahre nach einem Attentat auf den regierungskritischen Journalisten Can Dündar in der Türkei ist der Schütze verurteilt worden. Der Attentäter wurde zu drei Jahren und einem Monat Haft sowie zu Geldstrafen verurteilt, wie aus den der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Gerichtsunterlagen vom Donnerstag hervorging.

Das Urteil erging wegen Bedrohung mit einer Waffe, vorsätzlicher Körperverletzung und illegalen Waffenbesitzes. Die Haftstrafe wurde jedoch zur Bewährung ausgesetzt. Im Mai 2016 hatte der nun Verurteilte vor einem Gerichtsgebäude in Istanbul auf Dündar geschossen, diesen jedoch verfehlt. Yagiz Senkal, ein weiterer Journalist, wurde verletzt. Der Attentäter wurde im Oktober 2016 aus der Untersuchungshaft entlassen.

Dündar reagiert empört

Der im deutschen Exil lebende Dündar kommentiert das Urteil höhnisch auf Twitter: „Was es nicht für gute Richter gibt, nicht wahr? (…) Der liebevolle Richter hat auch noch Strafminderung wegen guter Führung angewendet und die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Der Mann ist ohnehin frei. Allen Attentätern zur Kenntnis.“

Wegen Berichten über eine Beteiligung des türkischen Geheimdienstes an Waffenlieferungen für Islamisten in Syrien wurde Dündar, der ehemalige Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“, im gleichen Jahr zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Er verließ das Land und lebt mittlerweile in Berlin. In der Türkei laufen weiterhin Prozesse gegen ihn.

dpa/dtj

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Islam-Unterricht in Bayern: Kritiker reichen Verfassungsklage ein
nächster Beitrag
Nach türkischer Haft: Gönül Örs ist wieder in Köln

Ähnliche Beiträge

Hinweise auf Anschläge zu Weihnachten: Türkei startet Großrazzia gegen IS

25 Dezember 2025

30 Jahre TGD: Ein Rückblick auf drei Jahrzehnte Engagement und der Blick nach...

4 Dezember 2025

Zahlreiche Organisationen  haben  in Hannover zu einer Demonstration aufgerufen

27 Oktober 2025

Merz stellt sich vehement hinter seine „Stadtbild“-Aussage – und sagt der AfD den...

20 Oktober 2025

Extremistenfest unterstützt? Kieler OB-Kandidat Samet Yilmaz verliert Posten beim Verfassungsschutz

15 Oktober 2025

Ist Deutschland ein Zuhause für alle, die hier leben?

13 Oktober 2025

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Historische Wahl in Magdeburg: Die Brandmauer fällt zusammen – und mit ihr die CDU

    6 Oktober 2026
  • Offener Brief: Unterstützung für die Linke in Neukölln

    6 Oktober 2026
  • Deutscher Buchpreis: Heimat als sinnloser Begriff

    6 Oktober 2026
  • Ministerium mit Umsetzung von Kopftuchverbot zufrieden

    6 Oktober 2026
  • ritische Grüne erklären Zionismus zu Rassismus – Netanjahu wirft der britischen Regierung „Beschwichtigung islamistischer Kräfte“ vor

    5 Oktober 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Protest gegen Polizeieinsatz bei kurdischer Gedenkveranstaltung in Hannover

3 Oktober 2026

Neueste Artikel

Offener Brief: Unterstützung für die Linke in Neukölln
6 Oktober 2026
Deutscher Buchpreis: Heimat als sinnloser Begriff
6 Oktober 2026
Ministerium mit Umsetzung von Kopftuchverbot zufrieden
6 Oktober 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung