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Archive

In Deutschland ist der gesunde Menschenverstand verloren gegangen

von Fremdeninfo 17 Januar 2024
von Fremdeninfo

In Deutschland ist der gesunde Menschenverstand verloren gegangen

Kolumne von Sarna RöserIn Deutschland ist der gesunde Menschenverstand verloren gegangen

Röser/imago Sarna Röser: „Ich bin davon überzeugt, dass wir den freien Fall unseres Wirtschaftsstandorts mit einem klugen Mix aus interner und externer Standortpolitik noch rechtzeitig aufhalten können, wenn wir zu einer ideologiefreien, pragmatischen Politik zurückkehren.“
  Sarna Röser

 

Deutschland verliert sich immer mehr im Klein-Klein um Ampelmännchen, Gendersternchen und Cannabislegalisierung. Bei großen Themen folgt einer guten Intention meist Realitätsferne. Wann kehren wir zurück zu einer ideologiefreien, pragmatischen Politik?

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„Ich würde uns zu der Gruppe der Verlorenen zählen. Früher waren wir interessiert und politisch engagiert. Aber schon seit ein paar Jahren machen wir das nicht mehr. Wen sollen wir denn noch wählen, wenn alle ins gleiche Horn blasen?!“

Dieser Kommentar erreichte mich vor Kurzem als Reaktion auf einen Gastbeitrag. Doch es ist leider nicht das erste Mal, dass ich mich mit Menschen unterhalte, die sich in Deutschland nicht mehr vertreten fühlen.

 

Auf der Suche nach einer lösungs- und vernunftgeleiteten Politik, die die Interessen der Bürger ernst nimmt, stoßen wir auf dilettantische Politikdarsteller, die sich im ideologischen Diskus verrennen. Der gesunde Menschenverstand ist als Korrektiv verloren gegangen.

Wir bewegen uns schleichend in Richtung Planwirtschaft

Deutschland verliert sich immer mehr im Klein-Klein um Ampelmännchen, Gendersternchen, Werbeverbote für bestimmte Lebensmittel und der Cannabislegalisierung. Bei großen Themen wie dem Arbeitskräftemangel, der Migration oder der schwindenden Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts folgt einer guten Intention meist Realitätsferne.

 

Diskussionen zur Steuergerechtigkeit, zur kollabierenden Altersvorsorge und zum maroden Bildungssystem werden überhört. Parallel bewegen wir uns schleichend in Richtung Planwirtschaft. „Vater Staat wird es schon richten“ wird auch unter der Ampelregierung als Leitbild fortgeführt.

Massive Subventionierungen, eine steigende Verbotspolitik, nationale Alleingänge, neue bürokratische Auflagen und immense Steuern und Abgaben gehören zum täglichen Repertoire der deutschen Staatslenkung. Begründet wird dies mit der Behauptung, Fortschritt zu fördern.

Wer soll alles bezahlen, wenn unsere Wirtschaft durch Regulierungswut erstickt?

Doch wissen wir denn nicht eigentlich seit Langem, wo wir hinwollen und müssen?

Die zentralen Herausforderungen sind nicht neu: Fragen rund um Bildung, Energie, Arbeitskräftemangel, Migration, Klimaschutz und Digitalisierung müssen generationengerecht beantwortet werden. Dreifache Nachhaltigkeit lautet das Stichwort. Zukunft ökonomisch, sozial und ökologisch denken.

Für eine starke Wirtschaft braucht es ein ausgewogenes Verhältnis zwischen staatlicher Intervention und Marktfreiheit. Denn wer soll alles bezahlen, wenn wir unserer Wirtschaft gleichzeitig keine Chance auf Wachstum ermöglichen? Wenn wir sie regelrecht in unserer Regulierungswut ersticken?

Auf der Suche nach einer attraktiven Standortpolitik lohnt auch immer der Blick ins Ausland. Finnland und Estland bestechen zum Beispiel durch eines der besten Bildungssysteme der Welt. Dank einer Umstellung auf digitales Lernen, einem hohen Ansehen für Lehrkräfte und mehr individueller Unterstützung für Schüler wundert es nicht, dass beide Länder im PISA-Vergleich der OECD die Spitzenplätze belegen.

Über die Kolumnistin

Sarna Röser ist Unternehmerin, Aufsichtsrätin, Beirätin und Bundesvorsitzende a.D. des Wirtschaftsverbandes „Die jungen Unternehmer“. Im Juli 2020 wurde sie als jüngstes Mitglied in den Aufsichtsrat der Fielmann AG gewählt. Des Weiteren ist sie seit 2020 eine der jüngsten Beirätinnen der Deutschen Bank AG, sowie seit 2021 als Beirätin der neuen Coding School 42 der Dieter-Schwarz-Stiftung (LIDL/Kaufland) aktiv.

Sarna Röser ist u.a. durch ihre Teilnahme als Gast-Löwin in der 11. Staffel der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Das Wirtschaftsmagazin Capital zählt sie zu den Top 40 unter 40 Talenten der deutschen Wirtschaft und das Handelsblatt zu den 100 Frauen, die Deutschland voranbringen.

Der klimapolitische Alleingang Deutschlands muss endlich ein Ende haben

Wie der digitale Wandel gelingen kann, machen zum Beispiel die Niederlande vor. Der nationale Wachstumsfonds, der sukzessive Ausbau des Breitbandzugangs und der Einsatz digitaler Technologien in Unternehmen gehören zu zentralen Schlüsselmechanismen.

Dass Deutschland hingegen auf dem Digitalindex der EU nur noch im Mittelfeld spielt, wundert wenig. Bis heute fehlt eine zentrale Digitalisierungsstrategie. Zwar werden viele Einzelprojekte ins Schaufenster gestellt, doch ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept fehlt.

Auch mit Blick auf die Energie- und Klimapolitik hat Deutschland einiges aufzuholen. Schaut man sich aktuelle Rankings an, machen wir nicht die beste Figur. Klar ist doch, dass es nicht mehr darum geht, ob man Klimaschutz betreiben muss, sondern wie!

Wer bei den Klimafolgen auf die Naturwissenschaftler hört, muss bei der Ausgestaltung bitte auch auf die Ökonomen hören. Der klimapolitische Alleingang Deutschlands muss endlich ein Ende haben. Die massive Subventionierung der erneuerbaren Energien, die Verteuerung des Stroms durch Abgaben und Steuern, dass Unternehmer unter Generalverdacht gestellt werden, dem Klima zu schaden – all das führt dazu, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht mehr attraktiv genug ist und wir uns den Weg in Richtung einer grünen Zukunft schlichtweg nicht mehr leisten können.

Mithilfe von Technologieoffenheit und einem sektorenübergreifenden Emissionshandel könnten wir den CO2-Ausstoß über ein marktwirtschaftliches Instrument reduzieren.

In Vietnam erlebte ich, wie Wirtschaftswachstum funktioniert

Mit verschiedenen mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmern hatte ich im letzten Jahr zudem die Möglichkeit, einzelne Länder persönlich kennenzulernen. Auf unserer Delegationsreise nach Israel im Februar 2023 wurde deutlich: Technologie, Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz wurden die letzten Jahre in Israel mit massivem Tempo vorangebracht. Statt jungen Unternehmen Steine in den Weg zu legen, setzte das Land auf eine gut entwickelte Risikokapitalbranche, die Förderung von MINT-Talenten und auf verschiedene Initiativen und Anreize seitens der Regierung durch Steuervergünstigungen, staatliche Garantien und Forschungsprogramme.

In Vietnam haben wir uns davon überzeugen können, wie Wirtschaftswachstum funktioniert. Nicht nur ist Vietnam ein Vorreiter mit Blick auf Handel und Export, sondern auch durch die Förderung von Unternehmertum seitens der Regierung. Die junge, fleißige und technologieoffene Bevölkerung zählt fast 100 Millionen Einwohner mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren und einem BIP-Wachstum von rund 8 Prozent.

Damit wird Vietnam zu einem echten alternativen Handelspartner im südostasiatischen Raum. Mittels einer speziell dafür eingerichteten Taskforce im Ministerium für Planung und Investitionen sollen in Vietnam zukünftig alle Anliegen des deutschen Mittelstandes und der deutschen Unternehmen an oberster Stelle bearbeitet werden. Deutsche Unternehmer: Happy Welcome!

Der Abwärtstrend macht sich auch im Mittelstand bemerkbar

Abgesehen davon, dass in Ländern wie Vietnam ein Mindset des Machens und des Aufbruchs hautnah zu spüren ist, wird klar: Der Wettbewerb um die deutschen Hidden Champions und zukünftigen Standorte ist bereits in vollem Gange – und das Interesse der heimischen Wirtschaft wächst.

Die Liste an Vorzeigemodellen ist lang. Natürlich ist klar, dass sich einzelne Beispiele nicht immer 1:1 auf Deutschland übertragen lassen. Dennoch zeigt der Vergleich: Andere Länder überholen uns in wichtigen Disziplinen. Kein Wunder, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland im vergangenen Jahr unter 64 verglichenen Ländern um sieben Plätze auf Rang 22 zurückgefallen ist.

Dieser Abwärtstrend macht sich auch im Mittelstand bemerkbar. Mittlerweile gibt jeder zweite Unternehmer an, dass er seinen Betrieb in Zukunft außerhalb von Deutschland aufbauen würde. Auch die Investitionsvorhaben schwinden. Mehr als jeder Dritte plant derzeit gar keine Investitionen. Als Gründe nennt mehr als jeder zweite Unternehmer Bürokratiekosten und Überregulierung.

Die Rückkehr in eine ideologiefreie, pragmatische Politik

Um diese Entwicklung umzukehren und eine soziale, leistungsstarke und klimaschonende Zukunft zu ermöglichen, müssen wir künftig eine ausgewogene Wirtschaftspolitik verfolgen. Wir brauchen eine berechenbare Politik, die sowohl auf nationale Stärkung als auch auf internationale Zusammenarbeit ausgerichtet ist.

Dafür müssen wir uns bewusst werden, wo wir als Gesellschaft hinwollen, und wie wir unsere Ziele erreichen können. Die Lösungsbeispiele liegen uns vor. Das Rad muss nicht neu erfunden werden.

Ich bin davon überzeugt, dass wir den freien Fall unseres Wirtschaftsstandorts mit einem klugen Mix aus interner und externer Standortpolitik noch rechtzeitig aufhalten können, wenn wir zu einer ideologiefreien, pragmatischen Politik zurückkehren – und endlich ins Machen kommen!

17 Januar 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Zahl irregulärer Einreisen in die EU erreicht höchsten Stand seit 2016

von Fremdeninfo 17 Januar 2024
von Fremdeninfo

Zahl irregulärer Einreisen in die EU erreicht höchsten Stand seit 2016

Von dpa

 

Fast 400.000 Menschen reisten 2023 laut Frontex irregulär in die EU ein – 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Immer bedeutsamer wird die Route über Spanien.

Ein Flüchtlingsboot südlich der italienischen Insel Lampedusa © Francisco Seco/​AP/​dpa

Die Zahl der irregulären Einreisen von Migrantinnen und Migranten in die Europäische Union ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex meldete 380.000 solcher Einreiseversuche. Das seien 17 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Stand seit 2016, teilte sie mit.

Frontex: Mehr zu Migration

Etwa 157.500 Menschen beziehungsweise 41 Prozent aller irregulär Einreisenden kamen vorläufigen Berechnungen von Frontex zufolge über die sogenannte zentrale Mittelmeerroute in die EU. Das entspricht einem Anstieg von 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Weitere etwa 99.000 Menschen beziehungsweise 26 Prozent der Gesamtzahl kamen laut Frontex über den westlichen Balkan. Damit verlor diese Fluchtroute an Bedeutung: Die Grenzschutzbehörde sprach von einem Rückgang um 31 Prozent. Demgegenüber versuchten 60.000 Menschen, über die östliche Mittelmeerroute in die EU einzureisen – ein Anstieg um 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Als östliche Mittelmeerroute wird der Fluchtweg in Richtung Griechenland und Zypern bezeichnet. Menschen, die auf dem Seeweg von Afrika oder der Türkei nach Italien oder Malta gelangen, nehmen die zentrale Mittelmeerroute.

Menschen kommen oft aus Syrien, Guinea und Afghanistan

Einen besonders starken Anstieg verzeichnete Frontex nach eigenen Angaben bei den Bootsüberfahrten von Westafrika auf die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln: Dort stellte die Grenzschutzbehörde im vergangenen Jahr 40.400 irreguläre Einreiseversuche fest – und damit 161 Prozent mehr als im Vorjahr

100.000 irreguläre Grenzübertritte seien auf syrische Staatsbürger entfallen, so viel wie auf keine andere Nationalität. Auf Platz zwei und drei folgten laut Frontex Guineer und Afghanen. Jeder zehnte irreguläre Grenzübertritt entfiel auf Frauen, der Anteil der gemeldeten Minderjährigen machte zehn Prozent aus.

Die Frontex-Statistik bezieht sich auf alle behördlich erfassten Grenzübertritte in die EU. Dabei kann ein und dieselbe Person mehrere Einreiseversuche unternommen haben. Ob es sich bei den Ankommenden um Asylsuchende, sogenannte Arbeitsmigranten oder Menschen handelt, deren Angehörige sich bereits in der EU befinden, wird in der Statistik nicht erfasst.

Fast 400.000 Menschen reisten 2023 laut Frontex irregulär in die EU ein

Fast 330.000 Asyl-Erstanträge in Deutschland im Jahr 2023

Das Jahr 2024 wird spannend, der Haushalt ist auf Kante genäht und eine wirtschaftliche Erholung ist nicht in Sicht, gleichzeitig steigen die Kosten für die Migration weiter, wenn am Ende des Jahres für den Haushalt 2025 dann 60 oder 100 Milliarden fehlen, werden im Wahljahr schmerzhafte Einschnitte nötig und die Wähler werden dann auch darüber abstimmen, inwieweit sie persönliche Einschränkungen auch wegen der Kosten für die Migration hinnehmen möchten.   

Kann mir jemand erklären, warum wir nicht soviele illegale Einwanderer aus z.B. Nigeria haben? Wesentlich höhere Bevölkerungsdichte (281 Millionen zu 13 Millionen im Vergleich zu Guniea? Ist das Klima so unterschiedlich von Staat zu Staat?

Wenn wir die Klimakrise nicht in den Griff bekommen, werden die Zahlen weiter steigen. Das ist meine Prognose, basierend auf der Lektüre zahlreicher wissenschaftlicher Analysen.

Regulär, irregulär. Was soll das? Wir brauchen Fachkräfte. Ich bin froh, dass immer noch Menschen zu uns wollen, trotz der Alternative gegen Deutschland.

Mich wundert dass einfachste Korrelationen immer noch nicht bei der breiten Masse angekommen sind: Steigende Temperaturen seit 2016, steigende Migrationszahlen

17 Januar 2024 0 Kommentare
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Archive

Wie AfD & Co. von der Vertreibung hunderttausender Deutsch-Türken träumen

von Fremdeninfo 16 Januar 2024
von Fremdeninfo

Wie AfD & Co. von der Vertreibung hunderttausender Deutsch-Türken träumen

Von Stefan Kreitewolf   / dtj

Der wahre Kern der AfD wird immer deutlicher. Quelle: www.aktivistmuss.de/www.hogesatzbau.de

 

Ende 2023 trafen sich „Correctiv“-Recherchen zufolge hochrangige AfD-Politiker, Unternehmer und Rechtsextreme in Potsdam, um eine „Remigration“ zu besprechen. Dabei ging es um nicht weniger als die Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland. Auch hunderttausende Türkei-stämmige Deutsche sollten den Vorstellungen der Gruppe nach „zurückgeführt werden“. 

AfD-Politiker, Neonazis und Unternehmer hatten sich im November in Potsdam zu einem Treffen zusammengefunden, um einen grausamen Plan zu diskutieren. Ihr Ziel: die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland. Anwesend seien neben hochrangigen AfD-Vertretern auch zwei CDU-Mitglieder gewesen. Sie alle lauschten: Martin Sellner, dem Chef der rechtsextremen Identitären Bewegung in Europa. Kern seiner Ideen war ein „Masterplan“, um Millionen von Menschen aus Deutschland zu vertreiben. Und zwar in einen „Musterstaat“ nach Nordafrika.

Der Begriff – auch als „Umvolkung“ bekannt – ist eine rechtsextreme Chiffre für die Rückkehr von Menschen, die geflohen oder eingewandert sind, in ihre Herkunftsländer. Besonders brisant: Den „Correctiv“-Recherchen zufolge äußerten die anwesenden Gäste, darunter auch hochrangige AfD-Vertreter, während des Treffens offenbar keine Einwände gegen die besprochenen Pläne.

AfD bestätigt Teilnahme von Top-Berater

Unter den Teilnehmenden befand sich auch Roland Hartwig. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete ist derzeit als Berater der AfD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel tätig und damit – zumindest indirekt – an den Entscheidungen der Parteispitze beteiligt. Ein AfD-Sprecher bestätigte nun Hartwigs Teilnahme am Treffen, gab jedoch an, dass er von Sellners Auftritt überrascht worden sei.

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Geheimplan gegen Deutschland

In den hell erleuchteten Speisesaal eines Landhotels nahe Potsdam treten nach und nach gut zwei Dutzend Menschen. Manche sind Mitglied bei der AfD, ein führender Kopf der Identitären Bewegung ist dabei. Manche sind Burschenschafter, dazu Bürgertum und Mittelstand, Juristen, Politikerinnen, Unternehmer, Ärzte. Auch zwei CDU-Mitglieder sind dabei, Mitglieder der Werteunion. Über die Mit-Betreiberin des Hotels … Geheimplan gegen Deutschland weit

 

Statt Reue und Entschuldigung ließ die AfD wenig später verlautbaren: „Die AfD wird ihre Position zur Einwanderungspolitik, wie sie im Parteiprogramm festgelegt ist, nicht aufgrund der Meinung eines einzelnen Redners bei einem nicht offiziellen AfD-Termin ändern.“ Ein Affront – in Zeiten, in denen Teile der Partei vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft werden. Es zeigt sich, was eigentlich längst klar ist: Die AfD IST rechtsextremistisch.

Deportationspläne für „nicht assimilierte Staatsbürger“

Denn dass Ulrich Siegmund, seines Zeichens Co-Vorsitzender der AfD-Fraktion in Sachsen-Anhalt, ebenfalls an dem Treffen mit rechtsextremen Gruppen teilnahm, zeigt: Die Ausweisung von Millionen Menschen aus Deutschland – trotz gültigem Aufenthaltsstatus – ist ein anschlussfähiger Plan innerhalb der AfD.

Bei dem Treffen soll der Österreicher Sellner laut „Correctiv“ aufgezählt haben, wer in Deutschland keinen Platz mehr haben dürfe: Asylbewerber, Ausländer mit Bleiberecht, und „nicht assimilierte Staatsbürger“. Für Rechtsextremisten dürfte das auch auf Hunderttausende Türkei-stämmige Deutsche zutreffen.

 
 
 

16 Januar 2024 0 Kommentare
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Ausstellung im Landtag auf deutschem Boden für die ganze Welt“ – Niedersachsen im Nationalsozialismus

von Fremdeninfo 16 Januar 2024
von Fremdeninfo

 

Ausstellung im Landtag:

Ausstellung im Landtag  auf deutschem Boden für die ganze Welt“ – Niedersachsen im Nationalsozialismus

Vom 24. Januar bis 11. Februar 2024 ist in der Portikushalle des Landtages täglich von 09:00 Uhr bis 20:00 Uhr eine Ausstellung der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten zu sehen.

Die Ausstellung „… auf deutschem Boden für die ganze Welt“ zeigt wesentliche Etappen der Geschichte von 1933 bis 1945 auf dem Gebiet des heutigen Niedersachsens. Die ideologischen Grundlagen des nationalsozialistischen Regimes werden ebenso thematisiert wie die über die Jahre immer weiter fortschreitende Radikalisierung. Anhand Niedersachsens wird die Gesamtgeschichte von Holocaust und anderen Verbrechen der menschenverachtenden NS-Diktatur, verdeutlicht. Opfer, Täterinnen und Tätern sowie Zuschauerinnen und Zuschauern werden dabei in den Blick genommen. Zugleich zeigt die Ausstellung globale Bezüge auf – etwa zum Kolonialismus.

Landtagspräsidentin Hanna Naber sagt zur Ausstellung: „Das Unvorstellbare wird dann greifbarer, wenn es am Beispiel bekannter Orte erzählt wird. Diesen Ansatz verfolgt die Ausstellung der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten. Die Gedenkstätten stehen vor immensen Herausforderungen. Ihre Arbeit ist nach wie vor unentbehrlich für unsere wehrhafte Demokratie. Es ist ein wichtiges Zeichen, dass die Ausstellung bei uns im Landtag, dem zentralen Ort der niedersächsischen Demokratie, gezeigt wird.“

Die Eröffnung mit geladenem Gästekreis findet am 23. Januar 2024 um 17:00 Uhr in der Portikushalle statt. Neben Landtagspräsidentin Hanna Naber wird auch Kultusministerin Julia Willie Hamburg, Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, ein Grußwort halten. Dr. Elke Gryglewski, Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten sowie Kuratorin der Ausstellung, wird eine Einführung geben.

Unter dem Titel „Gedenkstättenarbeit in Zeiten politischer Radikalisierung“ werden im Zuge der Ausstellungseröffnung die Herausforderungen der institutionellen Gedenkarbeit diskutiert. Auf dem Podium nehmen Andreas Ehresmann (Leiter der Gedenkstätte Lager Sandbostel), Guy Band (Mitarbeiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen) sowie Yelizaveta Siviets (Projektmitarbeiterin der Gedenkstätte Gestapo-Keller Osnabrück) Platz.

Medienschaffende sind herzlich eingeladen, über die Ausstellungseröffnung zu berichten. Um Anmeldung mit Nachricht an presselandtag@lt.niedersachsen.de wird gebeten.

16 Januar 2024 0 Kommentare
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Cem Özdemir im Frühstart: „Viele Versprechen an die Bauern wurden nie eingelöst“

von Fremdeninfo 15 Januar 2024
von Fremdeninfo

Cem Özdemir im Frühstart: „Viele Versprechen an die Bauern wurden nie eingelöst“

 

Landwirtschaftsminister Özdemir sieht die Proteste der Bauern auch als Chance: Die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte müssten korrigiert werden, sagt Özdemir im ntv Frühstart. Die Korrekturen der eigenen Regierung seien zu spät gekommen.

                                                                         

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Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir geht davon aus, dass es bei den Protestkundgebungen der Bauern in Berlin nicht nur um die geplanten Kürzungen beim Agrardiesel geht, sondern um die Situation der Landwirtschaft insgesamt. „Mein Interesse ist es, jetzt konstruktiv nach vorne den Blick zu richten. Das ist jetzt auch eine Chance, all die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte zu korrigieren“, sagte der Grünen-Politiker im Frühstart von ntv.

 „Das Problem ist, dass viele Versprechen aus den letzten Jahrzehnten nie eingelöst wurden. Und vielleicht müssen wir darüber jetzt reden, beispielsweise die Tierwohlabgabe, beispielsweise die Stellung der Bauern in der Lieferkette. All diese Themen gehören jetzt auf die Tagesordnung, und dafür setze ich mich ein“, so Özdemir. Er habe immer davor gewarnt, einen Bereich übermäßig zu belasten. „Es ist gut, dass die Regierung das dann zum Teil korrigiert hat. Aber sie hat spät korrigiert. Wenn man ehrlich ist: Das ist wie eine Medizin, die man zu spät verabreicht, dann wirkt sie einfach nicht mehr.“

„Das Fass ist nicht übergelaufen, es ist explodiert“

Özdemir spielt darauf an, dass die Bundesregierung die geplante Einführung der Kfz-Steuer für Landmaschinen wieder zurückgenommen hat, aber die Subventionen beim Agrardiesel, wenn auch nun schrittweise bis 2026, weiterhin streichen will. Das sei jetzt so beschlossen. „Besser wäre es gewesen, wir hätten die ursprünglichen Beschlüsse so nicht gefasst, und es wäre besser gewesen, wir hätten die Korrektur schnell gemacht.“

„Für die gehöre ich nicht dazu“

Mit Blick auf ein anderes Thema, das Treffen von Rechtsextremen mit Deportationsfantasien am Potsdamer

Lehnitzsee, empfahl Özdemir, innezuhalten und sich zu fragen, bei wem als Nächstes an die Tür geklopft wird. „Ich glaube, das ist jetzt der Moment, wo jeder aufwachen sollte. Immer zu glauben, mich wird es nicht treffen, könnte sich als Irrtum erweisen.“

Özdemir, der erste Bundesminister mit türkischem Migrationshintergrund, geht nach eigener Aussage davon aus, dass er von Teilen in dieser Gesellschaft nicht als Bundesbürger akzeptiert wird. „Ja, für die gehöre ich nicht dazu. Das weiß ich ja. Ich meine, da könnte ich meine Haarfarbe ändern. Ich gehöre nicht dazu.“

Über ein mögliches AfD-Verbotsverfahren müssten andere entscheiden. „Die Juristen müssen prüfen. In drei Bundesländern ist die AfD ganz offensichtlich rechtsradikal, sagt der Verfassungsschutz. Das werden die Juristen sich anschauen. Ich bin keiner, ich habe da keine Vorschläge zu machen.“ Statt ständig über die AfD zu reden, solle man lieber möglichst wenig Gründe bieten, die AfD zu wählen. „Und da muss man zugeben, in der Migrationspolitik haben wir nicht alles richtig gemacht.“

 

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Bauren Dmo Berlin.

15 Januar 2024 0 Kommentare
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Gaza-Krieg: Israel empört über Festnahme von Fußballer in der Türkei

von Fremdeninfo 15 Januar 2024
von Fremdeninfo

Gaza-Krieg: Israel empört über Festnahme von Fußballer in der Türkei

 von dpa / welt

 

Der israelische Fußballer Sagiv Jehezkel zeigt seine Bandage, auf der „100 Tage“ sowie das Datum „7. Oktober“

und ein Davidstern stehen. © Depo Photos via ZUMA Press Wire/​dpa

Israels Verteidigungsminister Joaw Galant hat der Türkei nach der vorübergehenden Festnahme des israelischen Fußballprofis Sagiv Jehezkel vorgeworfen, ein „verlängerter Arm der Hamas“ zu sein. Jehezkels Festnahme bezeichnete Galant im Onlinedienst X als „Ausdruck von Heuchelei und Undankbarkeit“. Er verwies dabei auch auf umfangreiche Hilfen, mit denen Israel die Türkei nach der Erdbebenkatastrophe vor knapp einem Jahr unterstützt hatte.

Jehezkel hatte bei einem Fußballspiel seines Vereins Antalyaspor gegen Trabzonspor in der Türkei am Sonntag mit einer Geste öffentlich der Opfer des Hamas-Überfalls auf Israel am 7. Oktober gedacht. Auf einer Bandage an seinem Arm standen handschriftlich die Worte „100 Tage“ und „7. Oktober“, zudem war ein Davidstern abgebildet. Das Massaker der Hamas an etwa 1.200 Zivilisten in Israel war am Sonntag genau 100 Tage her. Mit der Aktion erinnerte Jehekzel zudem an die mehr als 100 israelischen Geiseln, die sich noch immer in der Gewalt von Terroristen im Gazastreifen befinden.

Fußballverein stellt Jehezkel frei

In der Türkei wurde Jehezkels Botschaft derweil als antipalästinensisch gewertet. Justizminister Yılmaz Tunç teilte auf X mit, die Generalstaatsanwaltschaft ermittle wegen „öffentlicher Anstiftung zu Hass und Feindseligkeit“ gegen Jehezkel. Der Spieler habe mit seiner „hässlichen Geste“ Unterstützung für das „israelische Massaker in Gaza“ demonstriert. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu schrieb von Ermittlungen wegen Volksverhetzung und berichtete, der Fußballspieler sei festgenommen und verhört worden. Der Erstligist Antalyaspor stellte den Fußballer zudem frei, wie aus einer Mitteilung auf der Vereinswebsite hervorgeht.  

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Nach Angaben des israelischen Außenministeriums wurde Jehezkel inzwischen aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Er soll demnach noch im Laufe des Tages nach Israel zurückkehren.

Der 28-jährige Jehezkel ist israelischer Nationalspieler und wechselte im September vom israelischen Verein Hapoel Be’er Sheva in die türkische Süper Lig zu Antalyaspor. Seine Solidaritätsaktion mit den Opfern der Hamas unternahm er nach seinem Ausgleichstreffer gegen Trabzonspor in der zweiten Halbzeit. Es war sein sechstes Saisontor.  

Die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei haben sich seit Beginn des derzeitigen Gaza-Kriegs erheblich verschlechtert. In der Türkei solidarisieren sich im Nahostkonflikt viele Menschen mit den Palästinensern. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte die Hamas nach ihrem Großangriff auf Israel als „Freiheitskämpfer“ bezeichnet. Mehrere ranghohe Hamas-Vertreter leben zeitweise oder dauerhaft in der Türkei. Berichten zufolge soll sich Hamas-Chef Ismail Hanija sogar während des Überfalls auf Israel am 7. Oktober in der Türkei aufgehalten haben. Die Türkei dementiert dies nicht. Hanija lebt normalerweise in Katar. 

15 Januar 2024 0 Kommentare
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Deutschland ist Heimat, sagt Mitri Sirin – „Hier werde ich bleiben“

von Fremdeninfo 14 Januar 2024
von Fremdeninfo

Deutschland ist Heimat, sagt Mitri Sirin – „Hier werde ich bleiben“

 
Mitri Sirin ist Moderator im „heute Journal“ und im „Morgenmagazin“
Quelle: dpa/Jörg Carstensen
Auf dieses Posting gab es viele Reaktionen: ZDF-Moderator Mitri Sirin hat sich bei X ganz persönlich zu der Recherche rund um ein Treffen rechter Aktivisten geäußert. Auch seine Eltern seien einst aus der Türkei eingewandert, längst aber sei Deutschland sein Zuhause, so der 52-Jährige.
 Nach Bekanntwerden eines Treffens rechter Aktivisten und Extremisten unter anderem zum Thema Migration hat sich auch ZDF-Moderator Mitri Sirin zu Wort gemeldet.

Bei dem Treffen in Potsdam war es unter anderem darum gegangen, dass Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund Deutschland verlassen sollen. Sirin schilderte am Freitag auf Instagram und der Plattform X (ehemals Twitter) seine Geschichte und machte deutlich, dass Deutschland seine Heimat sei und er nicht gedenke, diese zu verlassen.

Meine Eltern kamen Ende der 60er-Jahre aus der Türkei nach Deutschland, haben hier gearbeitet, Steuern gezahlt, Kinder bekommen. Schon in den 80ern und 90ern habe ich aus dem politischen Spektrum Sätze wahrgenommen, wie Deutschland den Deutschen – Ausländer raus oder rassistische Anschläge wie in Mölln, Rostock-Lichtenhagen, Solingen, Hoyerswerda. Das war kein schönes Gefühl und kommt jetzt wieder hoch“, schreibt Sirin, der türkisch-syrischer Herkunft ist.

Der 52-Jährige verweist darauf, dass er in Deutschland geboren, zur Schule gegangen und ausgebildet worden sei. Er zahle hier seit über 30 Jahren Steuern und habe eine Familie gegründet. „Deutschland ist meine Heimat, mein Zuhause, hier werde ich bleiben und nichts wird das ändern!“, unterstreicht der ZDF-Journalist.

Anti-AfD-Demonstrationen in Berlin und Hamburg

Die Rechercheplattform „Correctiv“ hatte über das Treffen im November in Potsdam berichtet. Zu den Teilnehmern zählten AfD-Politiker und mindestens ein CDU-Mitglied sowie Mitglieder der erzkonservativen Werteunion, die nicht zur CDU gehört, sich dieser aber lange verbunden fühlte. Redner war bei dem Treffen der frühere Kopf der rechtsextremistischen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner.

Er sprach nach eigenen Angaben darüber, wie erreicht werden könnte, dass mehr Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund Deutschland verlassen und wie Menschen mit Einwanderungsgeschichte zur Assimilation gedrängt werden könnten.

Der Bericht hatte eine Welle des Protests ausgelöst, in mehreren deutschen Städten, darunter Berlin und Hamburg, versammelten sich Demonstranten und forderten, auch in Bezug auf den Artikel, ein Verbot der AfD.

 
14 Januar 2024 0 Kommentare
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Ex-Verfassungsgerichtspräsident Papier rät von AfD-Verbotsantrag ab

von Fremdeninfo 13 Januar 2024
von Fremdeninfo

Ex-Verfassungsgerichtspräsident Papier rät von AfD-Verbotsantrag ab

von Welt

 

Die Alternative für Deutschland (AfD) endlich verbieten? Keine gute Idee, glaubt Topjurist Hans-Jürgen Papier. Das Grundgesetz setze für ein Parteiverbot hohe Hürden, warnte der frühere Verfassungsgerichtspräsident. In der SPD soll sichschon bald der Vorstand mit einem Verbotsantrag beschäftigen.

Momentaufnahme von der Demonstration «AfD Verbot prüfen – jetzt!» vor dem Bundeskanzleramt dpa/Jörg Carstensen © Bereitgestellt von WELT

 

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hat sich gegen Versuche ausgesprochen, die AfD verbieten zu lassen. „Das würde der AfD nur in die Hände spielen“, sagte Papier dem Berliner „Tagesspiegel“. Das Grundgesetz setze für ein Parteiverbot in Artikel 21 hohe Hürden.

 

Jüngst hatte etwa auch CDU-Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) in WELT ein solches Verbotsverfahren befürwortet, und sich mit dieser Aussage gegen die Position von CDU-Chef Friedrich Merz gestellt.

Für ein Parteiverbot, warnte nun aber Papier, müssten die grundlegenden Prinzipien des Rechtsstaates und der Demokratie angegriffen werden, und zwar in einer aggressiv-kämpferischen Art, etwa in Form eines mehr oder weniger gewaltsamen Umsturzes. Zudem müsste die Partei von ihrem Gewicht her in der Lage sein, diese grundlegende Werteentscheidung der Verfassung zu beseitigen.

Auch wenn die AfD nach Einschätzung Papiers im Gegensatz zur NPD dieses Gewicht hätte, sieht er einen Verbotsantrag kritisch. Man sollte ihn nur dann stellen, „wenn man hinreichende Informationen hat, um alle die genannten Punkte wirklich zu belegen und man mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Erfolg ausgehen kann“, sagte Papier. „Nach meinem Informationsstand halte ich einen Verbotsantrag derzeit für falsch“, fügte er hinzu.

 

Der heute 80-Jährige stand dem Bundesverfassungsgericht von 2002 bis 2010 vor. Statt eines Verbotsverfahrens sieht Papier die gemäßigten Volksparteien der demokratischen Mitte in der Pflicht. Sie müssten Wähler zurückgewinnen.

SPD debattiert über ihre Position zum Verbotsverfahren

Für ein AfD-Verbot spricht sich zum Beispiel die Arbeitsgemeinschaft für Migration und Vielfalt in der SPD aus. Aziz Bozkurt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft und Sozialstaatssekretär in Berlin, sagte dem „Tagesspiegel“: „Deutschland hat eine Geschichte, die zu einem klaren Antifaschismus verpflichtet. Noch ist es nicht zu spät.“ Die Verfassung sehe deshalb Parteiverbote explizit vor.

Der Zeitung zufolge hat die Arbeitsgemeinschaft am Freitag einen Antrag für den SPD-Parteivorstand am Montag eingereicht, wonach sich die SPD in der Bundesregierung für ein Verbot einsetzen soll. Das Papier liegt der Zeitung vor. „Die halbherzige Diskussion um ein Verbot der AfD wirkt als Brandbeschleuniger“, heißt es darin.

 

In Berlin hatten am Freitagabend zudem mehrere Hundert Demonstranten ein solches Parteiverbot der Alternative für Deutschland gefordert, unter ihnen war auch Luisa Neubauer von „Fridays for Future“.

Hintergrund der neu aufgeflammten Verbotsdebatte ist ein Treffen rechter Aktivisten und Extremisten in November, über das das Medienhaus „Correctiv“ berichtet hatte. Zu den Teilnehmern zählten AfD-Politiker und mindestens ein CDU-Mitglied sowie Mitglieder der erzkonservativen Werteunion, die nicht zur CDU gehört, sich dieser aber lange verbunden fühlte.

Redner war bei dem Treffen der frühere Kopf der rechtsextremistischen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner. Er sprach nach eigenen Angaben darüber, wie erreicht werden

könnte, dass mehr Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund Deutschland verlassen und wie Menschen mit Einwanderungsgeschichte zur Assimilation gedrängt werden könnten.

 

 

 

13 Januar 2024 0 Kommentare
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Ausländer gegen Geld und ohne Prüfung einfach zu Deutschen gemacht?

von Fremdeninfo 13 Januar 2024
von Fremdeninfo

Ermittlungen gegen Mitarbeiterin der Behörde in Osnabrück

Ausländer gegen Geld und ohne Prüfung einfach zu Deutschen gemacht?

 

Von dpa

 

Einbürgerungsurkunde und Reisepass: Weil sie Gebühren für die Einbürgerung von Ausländern für sich persönlich behalten haben soll, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine Mitarbeiterin des Landkreises Osnabrück.

 

Als Ausländer deutscher Staatsbürger werden – bei der zuständigen Behörde in Osnabrück soll das gegen Bargeld und ohne ausreichende Prüfung in mehreren Fällen ganz einfach möglich gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine Mitarbeiterin. Zunächst hatte das Magazin Der Spiegel berichtet.

Mitarbeiterin der Ausländerbehörde Osnabrück soll Ausländer ohne Prüfung eingebürgert haben

Laut dem Bericht soll die Mitarbeiterin der Ausländerbehörde des Landkreises Osnabrück seit Januar 2022 in mehr als 300 Fällen „grob fehlerhafte Einbürgerungen“ vorgenommen haben. Das habe der Landkreis auf eine Anfrage des Magazins mitgeteilt.

Vorgeschriebene Sicherheitsüberprüfungen wie Abfragen beim Bundeszentralregister, beim Verfassungsschutz und der Staatsanwaltschaft, sollen demnach gar nicht oder nur zum Teil erfolgt sein, ebenso die Überprüfung, ob die Interessenten ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten können. Über einen Mittelsmann soll die Frau die Ausländer aufgefordert haben, die Gebühren in bar zum Behördentermin mitzubringen, da das EC-Lesegerät defekt sei.

Einem Sprecher des Landkreises zufolge geht es um einen Betrag von mehr als 41.000 Euro, die das Rechnungsprüfungsamt der Behörde bei einer Überprüfung von Kassenbelegen und der von der Mitarbeiterin bearbeiteten Fallakten bislang als Fehlbetrag festgestellt haben soll. Der Landkreis Osnabrück teilte auf RTL.de-Anfrage mit: „Die betreffende Mitar

Landkreis Osnabrück sagt, die Menschen hätten nicht eingebürgert werden dürfen – bleiben aber jetzt deutsche Staatsbürger

Ein mögliches Motiv könnten Schulden sein, die die 33-jährige Mitarbeiterin laut Spiegel gehabt haben soll. Nachdem die Prüfer auf Unregelmäßigkeiten in der Bargeldkasse der Frau gestoßen waren, ließ der Landkreis alle Einbürgerungen, für die sie verantwortlich war, detailliert überprüfen. Das Ergebnis: 17 Antragstellerinnen und Antragsteller erhielten offenbar einen deutschen Pass, ohne dass ihre Identität geklärt war. 74 Personen hätten nicht eingebürgert werden dürfen, weil laut der Untersuchung des Landkreises die zeitlichen Voraussetzungen dafür nicht vorlagen. Der vorgeschriebene Check beim Verfassungsschutz fehlte in 64 Fällen, Abfragen bei Polizei und Staatsanwaltschaft wurden in jeweils 16 Fällen nicht angefordert.

Die so erteilten deutschen Staatsbürgerschaften haben trotz der unterbliebenen Überprüfungen Bestand. Flächendeckende Abfragen bei sämtlichen Sicherheitsbehörden hätten keine Auffälligkeiten ergeben, erklärte ein Sprecher des Landkreises gegenüber dem Magazin Spiegel.

Der Rechtsanwalt der Frau wollte sich auf Anfrage des Magazins nicht zu den Vorwürfen äußern. Gegenüber der Landkreisverwaltung soll die Sachbearbeiterin die Vorwürfe bestritten haben. Sie habe Klage gegen ihre Entlassung eingereicht. (rsa/ dpa)

13 Januar 2024 0 Kommentare
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CDU will Teilnehmer an Extremisten-Treffen aus der Partei werfen

von Fremdeninfo 12 Januar 2024
von Fremdeninfo

 

CDU will Teilnehmer an Extremisten-Treffen aus der Partei werfen

von  dpa

In diesem Gästehaus in Potsdam soll das Treffen stattgefunden haben, bei dem über Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland gesprochen worden sein soll.

(Foto: Jens Kalaene/dpa)

 

Weil ein Mitglied sich mit AfD-Politikern und Rechtsextremisten getroffen hatte, um über die Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland zu diskutieren, gibt es nun ein Parteiausschlussverfahren. Für CDU-Mitglieder mit Kontakt zur AfD und zur Neuen Rechten wird es ungemütlicher.

Nach Bekanntwerden eines Treffens rechter Aktivisten und Extremisten in Potsdam hat der nordrhein-westfälische CDU-Kreisverband Oberberg ein Parteiausschlussverfahren gegen ein Mitglied eingeleitet, das bei dem Treffen dabei gewesen sein soll. Das bestätigte der Vorsitzende, Carsten Brodesser, der Deutschen Presse-Agentur. Den Namen dürfe er aus parteirechtlichen Gründen nicht nennen, sagte der Bundestagsabgeordnete. Das CDU-Mitglied habe bis zur nächsten Vorstandssitzung des Kreisverbands am 26. Januar Zeit, sich zu äußern.

 

Die CDU reagiert damit auf einen Bericht des Medienhauses Correctiv über das Treffen im November in Potsdam. Zu den Teilnehmern zählten AfD-Politiker und mindestens ein CDU-Mitglied sowie Mitglieder der erzkonservativen Werteunion, die nicht zur CDU gehört, sich dieser aber lange verbunden fühlte. Redner war bei dem Treffen der frühere Kopf der rechtsextremistischen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner. Nach eigenen Angaben sprach er dort über Pläne, möglichst viele Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund aus dem Land zu vertreiben. Rechtsextremisten wie Sellner, aber auch viele AfD-Politiker beschreiben solche Ideen oft beschönigend mit dem Begriff „Remigration“.

Mit dem Ausschlussverfahren will die CDU deutlich machen, dass sie dauerhaft Distanz zur AfD wahren will. „Die AfD ist durchtränkt von Rechtsextremisten“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, am Freitag im Deutschlandfunk. Die Menschen müssten wissen, dass es sich um eine gefährliche Partei handele, die keine Konzepte für die wirklichen Probleme des Landes habe.

 

„Die in den Berichten geschilderten Vorgänge sind abstoßend und widerlich“, sagte der Generalsekretär der NRW-CDU, Paul Ziemiak, der dpa. „Für die CDU Nordrhein-Westfalen ist klar: Wer das teilt oder unterstützt, verstößt erheblich gegen die Grundsätze unserer Partei.“ Solches Gedankengut werde in der CDU nicht toleriert.

In der Partei wächst der Druck auf Mitglieder mit Kontakten in die rechte Szene

Nach dpa-Informationen ist eine weitere Frau aus NRW, die an dem Potsdamer Treffen teilgenommen haben soll, am Freitag aus der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) NRW ausgetreten – einer Parteigliederung der CDU. MIT-Landesgeschäftsführer Stefan Simmnacher sagte der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, man habe Konsequenzen geprüft, das Thema habe sich aber durch den freiwilligen Austritt erledigt. Nach dpa-Informationen ist die Frau Stellvertreterin im Vorstand der Werteunion NRW und in der MIT – ohne Mitglied der Partei zu sein.

Wegen seiner Kontakte zur AfD und zu Mitgliedern der Neuen Rechten steht auch der frühere Berliner CDU-Finanzsenator Peter Kurth in der Kritik: Er soll nach Informationen des Spiegels AfD-Politiker und mehrere Vertreter der rechten Szene in seine Privatwohnung eingeladen haben. Zu Gast gewesen seien sollen demnach Maximilian Krah, der Afd-Spitzenkandidat für die Europawahl, Martin Sellner sowie der vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Verleger Götz Kubitschek. Kurth schrieb dem Spiegel, nicht alle Teilnehmer der Veranstaltung in seiner Wohnung gekannt zu haben, aber „mit mehreren Mitgliedern der AfD persönlich befreundet“ zu sein.

Die Berliner CDU teilte auf Anfrage mit, Kurth sei im Herbst 2023 aus dem Landesverband ausgetreten. „Es ist erschreckend und traurig zugleich, welchen Pfad Peter Kurth eingeschlagen hat“, schrieb Berlins Regierender Bürgermeister und CDU-Landesvorsitzender Kai Wegner auf der Plattform X. „Wer mit Neo-Nazis, Rechtsextremisten und anderen Menschenfeinden paktiert, hat in der CDU nichts zu suchen.“

Kurth war von 1999 bis 2001 Berliner Finanzsenator. Von 2001 bis 2006 saß er im Berliner Abgeordnetenhaus. 2009 scheiterte er als CDU-Kandidat bei der Wahl des Kölner Oberbürgermeisters. Seit 2008 leitet er den Entsorgungswirtschaftsverband BDE, Ende Januar scheidet er aus dem Amt des Verbandspräsidenten aus.

 
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