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Politik

Türkei: Schwedischer Journalist festgenommen

von Fremdeninfo 29 März 2025
von Fremdeninfo

                     Türkei: Schwedischer Journalist festgenommen

Mehrere Regierungskritiker und türkische Journalisten wurden seit Beginn der Proteste in der Türkei festgenommen – nun auch ein schwedischer Korrespondent. Er steht unter Terrorverdacht und soll Erdoğan beleidigt haben.

 

                                                            

                                      Türkei: Schwedischer Journalist festgenommen © Boris Roessler / dpa

Wegen Terrorvorwürfen ist ein schwedischer Journalist in der Türkei festgenommen worden. Die Behörden beschuldigen ihn der Mitgliedschaft in einer bewaffneten terroristischen Organisation sowie der Beleidigung von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Kaj Joakim Medin, der für die schwedische Tageszeitung »Dagens ETC« arbeitet, war kurz nach seiner Landung in Istanbul am Donnerstag festgenommen worden, wie die Zeitung zunächst berichtete. Später wurde er offiziell verhaftet, nachdem er per Videokonferenz vor einem Gericht in Ankara erschienen war, berichtete Anadolu am Freitagabend weiter.

Zuletzt mehrere Journalisten festgenommen

Seit Beginn der Proteste in der Türkei gegen die Inhaftierung des mittlerweile abgesetzten Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu wurden neben Demonstranten und Regierungskritikern auch Journalisten festgenommen. Am Donnerstag etwa wurde ein BBC-Reporter nach seiner Festnahme aus der Türkei abgeschoben. Er hatte sich nach Angaben des britischen Senders mehrere Tage im Land aufgehalten, um über die Proteste zu berichten.

Der Journalist Medin wurde Anadolu zufolge im Rahmen einer laufenden Ermittlung türkischer Behörden zu einer Demonstration 2023 in Stockholm festgenommen, bei der ein Bildnis von Erdoğan an der Außenseite des Rathauses aufgehängt wurde. Anadolu zitierte zudem Behörden, wonach der Schwede in den sozialen Medien Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK verbreitet haben soll.

Die Behörden beriefen sich auch auf Medins Berichterstattung aus Konfliktgebieten in Syrien, der PKK-Hochburg im Irak und dem Südosten der Türkei zwischen 2014 und 2017. Der Chefredakteur von Medins Zeitung, Andreas Gustavsson, schrieb auf der Plattform X: »Ich weiß, dass die Anschuldigungen falsch sind. Hundertprozentig falsch.« Laut Gustavsson sei bislang nicht formal Anklage gegen Medin erhoben worden.

Der Deutsche Journalisten-Verband verurteilte das Vorgehen der türkischen Behörden scharf. DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster sagte, willkürliche Verhaftungen türkischer Journalisten seien zur traurigen Routine geworden. »Die Inhaftierung von ausländischen Korrespondenten markiert eine neue Eskalationsstufe und verdeutlicht die Nervosität des Präsidenten.« Die Wahrheit könne jedoch nicht unterdrückt werden. »Wir Journalisten beobachten genau, was in der Türkei geschieht, und lassen uns nicht zum Schweigen bringen.«

29 März 2025 0 Kommentare
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Archive

Zuckerfest: Peinliche Fehler! Nicht-Muslime sollten sie unbedingt vermeiden

von Fremdeninfo 29 März 2025
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Zuckerfest: Peinliche Fehler! Nicht-Muslime sollten sie unbedingt vermeiden

                                                                 Artikel von Frank Bergmannshoff

                                           

                    Zuckerfest: Peinliche Fehler! Nicht-Muslime sollten sie unbedingt vermeiden © IMAGO/Bihlmayerfotografie

Mit dem Zuckerfest endet der Ramadan. Muslime auf der ganzen Welt feiern dieses bedeutende Fest. In diesem Jahr fällt das Ende des islamischen Fastenmonats auf den Abend des 30. März. Bis zum Abend des Folgetages wird gefeiert, mitunter auch noch länger.

Das Zuckerfest ist eine Zeit der Freude, des Miteinanders und der Dankbarkeit. Es markiert den Abschluss eines Monats der Enthaltsamkeit und Besinnung. Nach dem Fasten feiern Muslime mit Familie, Freunden und der Gemeinschaft. Die Feierlichkeiten beginnen traditionell mit einem Gebet in der Moschee, gefolgt von gegenseitigen Glückwünschen und Wohltaten in Form von Spenden an Bedürftige.

Zuckerfest: Mit „Eid Mubarak“ die Freunde beeindrucken

Zum Zuckerfest gehören festliche Mahlzeiten, die nach dem Gebet gemeinsam genossen werden. Süßes Gebäck und reichhaltige Speisen spielen dabei eine zentrale Rolle. Familien kommen zusammen, um das Fest gebührend zu begehen, und auch Besuche bei Verwandten und Freunden sind üblich. Das gemeinsame Essen und der Austausch von Geschenken machen das Zuckerfest zu einem besonderen Ereignis.

Wer muslimischen Freunden oder Kollegen zum Zuckerfest gratulieren möchte, kann verschiedene Grußformeln verwenden. Eine einfache und passende Formulierung ist „Frohes Zuckerfest“. Noch persönlicher wirkt es, wenn traditionelle Ausdrücke verwendet werden wie „Eid Mubarak“ im Arabischen oder „Bayraminiz mübarek olsun“ im Türkischen. Solche Gesten zeigen Wertschätzung für die Kultur und Traditionen der muslimischen Gemeinschaft.

Keine unpassenden Geschenke

Kinder freuen sich besonders auf das Zuckerfest, da es mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken verbunden ist. Diese Tradition verleiht dem Fest seinen Namen. Neben Süßigkeiten sind auch selbstgemachte Speisen oder kleine Aufmerksamkeiten eine schöne Möglichkeit, den muslimischen Bekannten oder Kollegen eine Freude zu bereiten. Wichtig ist dabei, dass alle Lebensmittel den islamischen Speisevorschriften entsprechen.

Beim Zuckerfest sollte darauf geachtet werden, keine unpassenden Geschenke zu machen. Produkte, die Schweinefleisch, tierische Gelatine oder Alkohol enthalten, sind im Islam verboten und daher ungeeignet. Das Verschenken solcher Dinge wäre nicht nur peinlich, sondern könnte als respektlos empfunden werden. Stattdessen sind traditionelle Süßigkeiten wie Baklava oder halal-zertifizierte Spezialitäten eine gute Wahl. Dazu zählen vielfach auch vegane Produkte bekannter deutscher Marken.

Das Zuckerfest ist nicht nur eine Zeit des Feierns, sondern auch eine Gelegenheit zur Wohltätigkeit. Viele Muslime nutzen das Fest, um Bedürftige zu

Charakter des Festes und unterstreicht die Bedeutung von Mitgefühl und Solidarität.

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Für Nicht-Muslime bietet das Zuckerfest die Möglichkeit, ihre Anerkennung und ihren Respekt gegenüber der muslimischen Kultur zu zeigen. Einfache Gesten wie Glückwünsche oder das Teilen von traditionellen Süßigkeiten können dazu beitragen, Brücken zwischen verschiedenen Kulturen zu bauen. Das Zuckerfest verbindet Menschen und steht für Freude, Gemeinschaft und gegenseitige Wertschätzung.

29 März 2025 0 Kommentare
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Archive

Laschet pocht auf europäische Lösung in Migrationspolitik

von Fremdeninfo 29 März 2025
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Laschet pocht auf europäische Lösung in Migrationspolitik

                              Von: DTS Nachrichtenagentur

 

 

                               

                                         Flüchtlinge auf der Balkanroute (Archiv) © via dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hält die Zurückweisung von Flüchtlingen an der deutschen Grenze allenfalls für eine vorübergehende Lösung.

„Es gibt unter den Juristen unterschiedliche Auffassungen, ob solche Zurückweisungen möglich sind. Aber denkbar ist das“, sagte Laschet den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Natürlich brauchen wir am Ende eine europäische Lösung. Wenn jedes Land einfach nur zurückweist, kommen wir nicht weiter.“

Die Frage, ob Zurückweisungen mit Zustimmung der Nachbarstaaten erfolgen müssten, hält der frühere Kanzlerkandidat der Union indes nicht für relevant. „Ich kann das Problem nicht erkennen. Wer über Österreich kommt und an der deutschen Grenze zurückgewiesen wird, bleibt einfach in Österreich“, sagte er.

Abschiebungen nach Syrien hält Laschet, der als möglicher Außenminister einer schwarz-roten Koalition gehandelt wird, in absehbarer Zeit wieder für möglich. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sei dabei, Rücknahmeverfahren für Syrer zu klären, die keinen Aufenthaltstitel hätten. „Man hat bisher nicht abschieben können, weil man mit Assad nicht geredet hat“, so der Außenpolitiker. „Das ist jetzt anders, wir haben die deutsche Botschaft in Damaskus wiedereröffnet.“

29 März 2025 0 Kommentare
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Politik

Wer über die Proteste in der Türkei berichtet, lebt gefährlich

von Fremdeninfo 29 März 2025
von Fremdeninfo

Wer über die Proteste in der Türkei berichtet, lebt gefährlich

                                                      Artikel von Volker Pabst, Istanbul/ NZZ Neue Zürcher Zeitung Detuschland 

 

 

                                   

Seit Beginn der Proteste in der Türkei wurden bereits mehr als ein Dutzend Journalisten in Polizeigewahrsam genommen. Chris Mcgrath / Getty

Um die Pressefreiheit in der Türkei ist es schon in ruhigeren Zeiten nicht gut bestellt. Im aufgeheizten Klima, das seit der Verhaftung von Istanbuls Bürgermeister Ekrem Imamoglu im Land herrscht, hat der Druck auf Medienschaffende aber noch zugenommen.

«Teilnahme an unerlaubter Veranstaltung»

Am frühen Freitagmorgen wurden in Istanbul zwei Journalistinnen in Polizeigewahrsam genommen. Die beiden Frauen sind für regierungskritische, weit links stehende Publikationen tätig: die Tageszeitung «Evrensel» und die Agentur ETHA.

Was ihnen konkret vorgeworfen wird, ist bis jetzt nicht bekannt. Die beiden Medienhäuser teilten mit, dass ihre Mitarbeiterinnen nach der Festnahme zur Abteilung für Terrorbekämpfung der Istanbuler Polizei gebracht wurden.

Anfang der Woche waren in Istanbul und Izmir bereits zehn türkische Journalisten festgenommen worden, unter ihnen ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP. Sie hatten über die grossen Demonstrationen am Sonntag berichtet. Dies wird ihnen als Teilnahme an einer unerlaubten Veranstaltung ausgelegt. In beiden Städten herrschte ein Versammlungsverbot.

Der Vorsitzende der türkischen Journalisten-Gewerkschaft Gökhan Durmus schreibt von einem offensichtlichen Einschüchterungsversuch. Es seien gezielt Medienschaffende ins Visier genommen worden, die während der Proteste die Polizeigewalt dokumentiert hätten. Mit einer Ausnahme sind die Festgenommenen mittlerweile wieder auf freiem Fuss. Gegen sieben von ihnen wurde jedoch ein Strafverfahren eröffnet.

Insgesamt wurden seit Beginn der Proteste etwa 1900 Personen vorübergehend festgenommen.

Hohe Bussen und Sendeverbote für TV-Stationen

Konsequenzen für ihre journalistische Arbeit bekommen auch mehrere Fernsehstationen zu spüren. Die Rundfunkbehörde RTÜK hat am Donnerstag gegen fünf Sender hohe Strafen verhängt. Der oppositionsnahe Sender Sözcü TV muss seine Arbeit für zehn Tage einstellen und könnte die Lizenz ganz verlieren.

Halk TV und Tele 1 dürfen gewisse Programme vorerst nicht ausstrahlen. Hinzu kommen hohe Bussen. Begründet werden die Massnahmen mit einer Berichterstattung, die «die Öffentlichkeit zu Hass und Feindseligkeit aufstachele». Auch die Übertragung kritischer Äusserungen des Oppositionsführers an die Adresse von Staatspräsident Erdogan wurden als strafwürdig betrachtet.

Mit Ausnahme von Halk TV, der als der letzte grosse unabhängige Sender im Land gilt und gegen dessen Mitarbeiter unabhängig von den jüngsten Ereignissen bereits mehrere Gerichtsverfahren laufen, handelt es sich um relativ unbedeutende Fernsehstationen.

Die Medienlandschaft in der Türkei wird von regierungsnahen Konzernen dominiert. Weil sie die Unzufriedenheit im Land über Imamoglus Verhaftung nicht in ihrer Breite darstellen, rief der Vorsitzende der grössten Oppositionspartei diese Woche zum Boykott dieser Medien auf.

Vermeintlicher Kampf gegen Desinformation

Die Regierung weist alle Vorwürfe, sie beschneide die Pressefreiheit, zurück. Es werde lediglich der geltende Rechtsrahmen umgesetzt, heisst es routinemässig. Um die offizielle Sicht der Dinge darzulegen, rief die Kommunikationsabteilung von Präsident Recep Tayyip Erdogan bereits vor einiger Zeit das «Zentrum für den Kampf gegen Desinformation» ins Leben. Dieses weist alle akkreditierten Journalisten im Land mit deutlichem Fingerzeig auf Narrative hin, bei denen es sich in den Augen der Regierung um Falschmeldungen handelt.

Am Tag nach Imamoglus Verhaftung wurde eine Mitteilung des Justizministers versandt, wonach es «eine Dreistigkeit und ein Akt der Verantwortungslosigkeit» sei, die Ermittlungen gegen den Oppositionspolitiker mit Präsident Erdogan in Verbindung zu bringen. In der jüngsten Botschaft wird nun darauf hingewiesen, dass die Ausweisung des BBC-Journalisten Mark Lowen nichts mit dessen Berichterstattung zu tun habe. Behauptungen, die der Manipulation der öffentlichen Meinung dienten, dürfe man keinen Glauben schenken.

Lowen war am Mittwoch unter dem Vorwurf, eine Bedrohung für die öffentliche Ordnung darzustellen, festgenommen und danach des Landes verwiesen worden. Er war von 2014 bis 2019 Korrespondent in Istanbul. Für den Einsatz während der vergangenen Tage verfügte er laut Ankara jedoch über keine Akkreditierung. Dies stelle einen Verstoss gegen geltendes Recht dar.

Am Freitag teilte der Chefredaktor der schwedischen Tageszeitung «Dagens ETC» mit, dass der freie Mitarbeiter Damit Joakim am Donnerstag kurz nach der Einreise in die Türkei zum Verhör mitgenommen worden sei. Seither habe er nichts mehr von ihm gehört.

Türkei bei Pressefreiheit auf dem 158. Platz

Massnahmen gegen ausländische Journalisten erregen naturgemäss mehr internationale Aufmerksamkeit. Die grosse Mehrheit der Repressalien richtet sich aber gegen einheimische Medienschaffende. Ohne den Schutz einer Botschaft und eines ausländischen Passes ist ihre Situation um ein Vielfaches prekärer.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen belegt die Türkei den 158. von 180 Plätzen. Im kommenden Jahr dürfte das Land noch schlechter abschneiden.

29 März 2025 0 Kommentare
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Archive

Türkei: Anwalt von Ekrem İmamoğlu festgenommen

von Fremdeninfo 28 März 2025
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Türkei: Anwalt von Ekrem İmamoğlu festgenommen

              Von Der Spiegel

Der türkische Staatsapparat geht weiter gegen die Opposition vor. Nun wurde ein Anwalt des bereits inhaftierten und abgesetzten Istanbuler Bürgermeisters İmamoğlu festgesetzt. Für Samstag sind Massenproteste gegen Erdoğan angekündigt.

 

                                                                   

 

                                            Türkei: Anwalt von Ekrem İmamoğlu festgenommen © Adem Altan / AFP

Der inhaftierte türkische Oppositionspolitiker Ekrem İmamoğlu hat die Festnahme seines Anwalts bekannt gegeben und dessen sofortige Freilassung gefordert. »Dieses Mal wurde mein Anwalt Mehmet Pehlivan aus erfundenen Gründen festgenommen«, schrieb der mittlerweile abgesetzte Istanbuler Bürgermeister am Freitag im Onlinedienst X. Der CHP-Politiker Turan Taskin Özer bestätigte das auf X. Özer schrieb von einer »fingierten Begründung« für die Festnahme.

Dem Anwalt werden laut einem Bericht des oppositionellen Senders Halk TV Geldwäschevergehen vorgeworfen. »Lasst meinen Anwalt sofort frei«, hieß es in einem auf dem X-Konto İmamoğlus veröffentlichten Beitrag. Der Anwalt sei unter fadenscheinigen Gründen festgenommen worden, hieß es weiter.

Vergangene Woche war der beliebte Oppositionspolitiker İmamoğlu nach Korruptions- und Terrorvorwürfen verhaftet und als Istanbuler Bürgermeister abgesetzt worden. İmamoğlu ist der aussichtsreichste Rivale von Präsident Recep Tayyip Erdoğan.

Im Land gehen seit der Festnahme İmamoğlus jeden Tag Zehntausende auf die Straße. Sie werfen Präsidenten Erdoğan bei den größtenteils friedlichen Protesten vor, den Oppositionspolitiker mit den Ermittlungen aus dem Weg räumen zu wollen. İmamoğlu weist jegliche Vorwürfe zurück.

İmamoğlus linksnationalistische Partei CHP sprach von einem »Putsch«, mit dem der Erdoğan-Rivale kaltgestellt werden solle. Der Staatschef seinerseits bezeichnete die Proteste wiederholt als »Straßenterror«.

Die Polizei geht teilweise brutal gegen die Demonstrierenden vor. Laut dem türkischen Innenministerium wurden seit Beginn der Proteste fast 1900 Menschen vorübergehend festgenommen, darunter mehrere Journalisten.

Für Samstag hat İmamoğlus Partei CHP eine Großkundgebung in Istanbul angekündigt. CHP-Chef Özgür Özel sagte dem britischen Sender BBC, die Proteste würden so lange fortgesetzt, bis entweder eine vorgezogene Präsidentschaftswahl angesetzt oder İmamoğlu aus dem Gefängnis entlassen werde.

28 März 2025 0 Kommentare
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Politik

Die Mauer der Furcht ist überwunden

von Fremdeninfo 28 März 2025
von Fremdeninfo

               Die Mauer der Furcht ist überwunden

                Artikel von Can Dündar/ FAZ

 

                                              

                                            Sie wollen Demokratie und eine Zukunft: Demonstrierende Universitätsstudenten in Istanbul am 27. März © dpa

Mein Sohn ist dieses Jahr dreißig geworden. Seit er denken kann, wird das Land von Erdoğan regiert. Mein Sohn und seine Generation sind damit aufgewachsen, täglich im Fernsehen dasselbe Gesicht zu sehen, dieselbe Stimme zu hören. Das Gesicht ist mit den Jahren immer angespannter, verdrießlicher geworden, und die Stimme schlägt immer öfter in ein wütendes Bellen um.

Je mehr sich Erdoğans Machtbefugnis ausdehnte, umso enger wurde der Freiheitsraum der Jugend. Die jungen Leute haben immer einen „großen Bruder“ über sich, der sich in alles einmischt und ihnen sagt, was sie anziehen, in welchem Alter sie heiraten, wie viele Kinder sie bekommen sollen. Von den 13 Millionen jungen Menschen in der Türkei verfügt über die Hälfte über kein eigenes Zimmer, jeder Vierte muss neben Schule oder Studium arbeiten. Was den Anteil der jungen Menschen angeht, die weder in Ausbildung stehen noch eine Arbeit haben, nimmt die Türkei mit zweiundzwanzig Prozent in Europa einen traurigen Spitzenplatz ein.

Die Unzufriedenheit mit dem ideologischen, kulturellen und wirtschaftlichen Druck hat sich 2013 in den Gezi-Protesten entladen. Der größte Aufstand in der Geschichte der türkischen Republik wurde von Erdoğan als „Plünderei“ denunziert und blutig niedergeschlagen. Daraufhin setzte eine Abwanderungswelle junger Talente ein. Drei von vier jungen Türken würden am liebsten ins Ausland gehen. Die Türkei schien keine Hoffnung mehr zu haben. In diesem Klima der Ausweglosigkeit ist der „İmam­oğlu-Aufstand“ losgebrochen. Entzündet hat er sich an einem Diplom. Erdoğan, der sich selbst lange des Vorwurfs erwehren musste, er besitze kein Hochschuldiplom, aber hemdsärmelig mit dem Slogan „Wir haben eine Jugend“ auftrat, wollte seinen Rivalen daran hindern, gegen ihn anzutreten, indem er behauptete, jener habe keines erworben.

İmamoğlu hat 1994 an der Universität Istanbul einen Hochschulabschluss gemacht, hatte aber sein Studium an der Universität Girne auf Zypern begonnen. Sobald deutlich wurde, dass er als Präsident­schaftskandidat der Opposition auftreten würde, wurden Ermittlungen gegen ihn eingeleitet. Eine zielte darauf ab, seinen Universitätswechsel als unrechtmäßig und sein Di­plom so als ungültig darzustellen, sodass ihm eine Kandidatur unmöglich sei. Als die Universität Istanbul es am 18. März tatsächlich für ungültig erklärte, wuchs die Krise an. Dass es möglich war, per Anweisung von oben ein seit dreißig Jahren gültiges Diplom per Federstrich zu entwerten, brachte für die Jugend das Fass zum Überlaufen. Während der Proteste war auf einem Plakat zu lesen: „Von wegen ein Visum kriegen, nicht mal dein Diplom ist noch sicher“.

 

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                                              In Deutschland im Exil: der Journalist und Dokumentarfilmer Can Dündar © dpa

In einem Land, in dem man sowieso keine Arbeit findet und auf keinen grünen Zweig kommt, und aus dem man eigentlich weg möchte, schien es plötzlich nicht mal mehr einen Sinn zu haben zu studieren. Die „Kinder der Plünderer“ drängten vom Unicampus auf die Straße. Am folgenden Tag beging die Regierung einen zweiten schweren Fehler: İmamoğlu wurde wegen des Verdachts auf Korruption und Terrorismus verhaftet. Der Plan lag auf der Hand: Erdoğan wollte mit einem Schlag seinen schärfsten Rivalen aus dem Weg räumen und die Stadtverwaltung Istanbuls übernehmen, die er durch Wahlen nicht hatte erobern können. Als nächstes sollte die größte Oppositionspartei an die Reihe kommen.

Die Verhaftung İmamoğlus war der Funke, der das Pulverfass entzündete. Die sozialdemokratisch geprägte Oppositionspartei CHP, die bis dahin aus Furcht vor Provokationen zurückhaltend agiert hatte, rief nun ihrerseits zu Demonstrationen auf. Plötzlich waren landesweit auf Straßen und Plätzen Millionen von Menschen unterwegs. Vom Parteivorsitzenden Özgür Özel, der bislang für seine passive Haltung gegenüber dem staatlichen Druck kritisiert wurde, waren auf einmal schärfere Töne zuhören.

Zur Verteidigung der Istanbuler Stadtverwaltung verlegte Özel sein Büro von Ankara nach Istanbul, schlug sein Bett im Rathaus auf und sprach Abend für Abend zu den Zehntausenden von Menschen, die sich davor versammelten. Diese Entschlossenheit führte dazu, dass Erdoğan einen Schritt zurücktat und die Beschuldigung des Terrorismus, aufgrund der die CHP die Istanbuler Stadtverwaltung hätte aufgeben müssen, nun doch fallenließ. Das harte Eingreifen der Polizei hingegen schüchterte die Demonstranten nicht ein, sondern die Zahl der Teilnehmer erhöhte sich sogar noch.

Können die Proteste etwa wie in Serbien zu einem Regierungswechsel führen? Schwer vorstellbar, wenn man bedenkt, wieviel Macht Erdoğan in Händen hält. Bestimmt aber sitzt er nicht mehr so seelenruhig in seinem Palast wie früher. Die Mauer der Furcht, hinter der sich jeder Autokrat verbirgt, ist nämlich überwunden. Und auf den Campusgeländen wird nun ein Lied gesungen: „Keine Angst, Sultan, zier dich nicht, wir haben eine Rechnung offen, komm raus und stell dich uns.“

Aus dem Türkischen von Gerhard Meier.

Der türkische Journalist und Dokumentarfilmer Can Dündar wurde wegen einer Reportage über illegale Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes an Syrien inhaftiert. Seit 2016 lebt er im Exil in Deutschland und ist Chefredakteur des von ihm in Berlin gegründeten Webportals #Özgürüz.

28 März 2025 0 Kommentare
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Information

Urlaub in der Türkei: Proteste gegen Erdogan! Sollte man beliebtes Reiseland meiden?

von Fremdeninfo 28 März 2025
von Fremdeninfo

Urlaub in der Türkei: Proteste gegen Erdogan! Sollte man beliebtes Reiseland meiden?

Artikel von Metin Gülmen Moin.de

Fällt da der Urlaub in der Türkei ins Wasser? Immer mehr Reisende sind wegen der aktuellen Unruhen im Land am Bosporus verunsichert. Nach der Inhaftierung des Oppositionspolitikers Ekrem Imamoglu in Istanbul kommt es immer wieder zu Massenprotesten gegen das Erdogan-Regime. Demonstranten und Polizisten liefern sich in den großen Städten Straßenschlachten, es kommt zu Verhaftungen en masse

Auch das Auswärtige Amt reagiert und verschärft die Reisehinweise, wenn es in den Urlaub in der Türkei geht. Doch die große Frage bleibt grundsätzlicher Natur: Ist man aktuell in Gefahr, wenn man in der Türkei als Deutscher Urlaub macht?

Urlaub in der Türkei: Massenproteste gegen Erdogan!

Beliebte Urlaubsziele an der türkischen Mittelmeerküste wie Side oder Antalya sind bislang noch nicht von den Protesten betroffen. Reisen finden dort gewohnt statt, von den Unruhen ist wenig zu spüren. Vor allem die Metropolen Istanbul, Izmir und Ankara sind für Touristen ein heißes Pflaster. Wichtige Straßen und U-Bahn-Stationen sind gesperrt, es gibt immer wieder Ausfälle im öffentlichen Nahverkehr.

Der Flugverkehr dagegen läuft in der Türkei ungestört. Auch die Autobahnen und Hauptstraßen abseits der Großstädte sind weder blockiert noch anderweitig von den Massenprotesten behindert. Das Auswärtige Amt hat bislang keine offizielle Reisewarnung für die Türkei ausgesprochen. Aber: Urlauber sollten dort trotzdem auf der Hut sein.

                                                         

                                                                   Urlaub in der Türkei © IMAGO/SOPA Images

Sollte man beliebtes Reiseziel meiden?

Deutsche sollten sich in den beliebten Metropolen immer wieder neu informieren, Demonstrationen und größere Menschenansammlungen meiden und vorsichtig sein. Es sei nicht absehbar, wie lange die Einschränkungen anhalten. Und: Die Lage könnte sich weiter verschärfen, die Unruhen dann doch auf die Urlaubsregionen am Meer übergreifen.

Wer bereits einen Urlaub in eine betroffene Stadt gebucht hat, kann gegen Gebühr stornieren. Eine kostenfreie Stornierung von Pauschalreisen ist nur möglich, wenn die Reise von außergewöhnlichen Umständen erheblich beeinträchtigt ist. Die bloße Angst vor Unruhen reicht da nicht aus, so Reise-Experten des ADAC.

28 März 2025 0 Kommentare
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Flüchtlinge

AfD beantragt Bezahlkarte für Asylbewerber „auf Vorrat“

von Fremdeninfo 28 März 2025
von Fremdeninfo

AfD beantragt Bezahlkarte für Asylbewerber „auf Vorrat“

RP-Online

Hückeswagen. Die Fraktion sieht darin zahlreiche Vorteile. In der nächsten Sitzung des Stadtrats am Dienstag, 8. April, soll darüber abgestimmt werden.

                                     

                                       Auch in Hückeswagen könnte es einmal eine Bezahlkarte für Flüchtlinge geben. ⇥Foto: dpa © Harald Tittel

Wenn denn einmal bundesweit die Bezahlkarte für Asylbewerber eingeführt wird, soll sie auch in Hückeswagen angewandt werden. Die AfD-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag an die Stadt gestellt, über den in der Ratssitzung am Dienstag, 8. Mai, in der Aula der Löwen-Grundschule diskutiert werden soll. „Dieser Antrag soll als Vorratsbeschluss aufgefasst werden, um ein schnelles Handeln der Stadtverwaltung bei diesem Thema zu ermöglichen“, teilt Fraktionschef Markus Lietza mit.

Die Bezahlkarte für Asylbewerber bietet seinen Worten zufolge zahlreiche Vorteile. So entfalle das monatliche „Abholen“ des Geldes beim Amt, Asylbewerber könnten einfacher bezahlen. „Es ermöglicht eine effiziente und transparente Verteilung von finanziellen Mitteln, wodurch Missbrauch reduziert wird“, argumentiert Lietza.

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„Eine Bezahlkarte für Asylbewerber bietet zusätzlich Sicherheitsvorteile, da sie Bargeld-Transaktionen minimiert, was das Risiko von Diebstählen und Überfällen reduziert“, heißt es in dem Antrag. „Zudem ermöglicht sie eine bessere Rückverfolgbarkeit von Finanzströmen, was potenziell illegale Aktivitäten erschwert und die Transparenz fördert.“ Zusammengefasst stärke die Bezahlkarte die Selbstbestimmung, Transparenz, Sicherheit und Integration von Asylbewerber. Der Verwaltungsaufwand bei den Kommunen werde gesenkt, „und wir bekämpfen dadurch die menschenverachtende Schlepperkriminalität.“ Der Rat soll nun die Voraussetzungen schaffen, dass die Stadtverwaltung mit der Prüfung und Vorbereitung der Einführung der Bezahlkarte für Personen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, beginnt.

Im Sozialausschuss im vorigen Mai hatte der zuständige Fachbereichsleiter bei der Stadt, Alexander Stehl, mitgeteilt, die Bezahlkarte in den Kommunen bereits beschlossene Sache. Nur wann die Umsetzung erfolge, sei ungewiss. Das ist es auch noch zum aktuellen Zeitpunkt.

28 März 2025 0 Kommentare
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Politik

Dündar, Demirtaş, İmamoğlu: Erdoğan nutzt einmal mehr ein bewährtes Prinzip

von Cumali Yağmur 28 März 2025
von Cumali Yağmur

Dündar, Demirtaş, İmamoğlu: Erdoğan nutzt einmal mehr ein bewährtes Prinzip

 

Von: Ercan Karakoyun

 

Die Inhaftierung von Istanbuls Bürgermeister Ekrem İmamoğlu sorgt für Aufsehen. Kritiker sehen darin einen gezielten Schachzug der türkischen Regierung, um den beliebten CHP-Politiker von einer Präsidentschaftskandidatur 2028 auszuschließen. Präsident Erdoğan nutzt einmal mehr ein bewährtes Prinzip, um seine Macht zu sichern.

Seit Sonntag ist klar: Istanbuls CHP-Bürgermeister Ekrem İmamoğlu bleibt in Haft. Das zuständige Gericht entschied, dass der Politiker in Untersuchungshaft muss. Zudem wurde er als Bürgermeister der Millionenmetropole abgesetzt. Warum die Führung in Ankara den im Vorjahr souverän wiedergewählten Oppositionspolitiker gerade jetzt aus dem Weg räumen will, ist offensichtlich. Bereits am Sonntag wollte die Republikanische Volkspartei ihren Präsidentschaftskandidaten für 2028 nominieren – und es wurde, wie schon vorher so gut wie sicher war, İmamoğlu gekürt. Über 15 Millionen Stimmen wurden laut ihm abgegeben. Stand jetzt dürfte es nur eine symbolische Kür sein. Denn schon zuvor wurde ihm durch die Annullierung seines Hochschuldiploms von vornherein eine mögliche Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2028 verbaut.

Für den Amtsinhaber schafft dies nun eine bequeme Position. Erdoğan kann sich aussuchen, ob er entgegen der Verfassung und seiner ursprünglichen Ankündigung noch eine Amtszeit als Staatsoberhaupt anhängen will. Es ist davon auszugehen, dass er Wege finden würde, um der Kandidaturbeschränkung durch die Verfassung zu entgehen, möglicherweise mittels eines vorgezogenen Urnengangs.

Demgegenüber steht der CHP erneut eine lähmende Kandidatendebatte bevor – die zudem Flügelkämpfe wiederaufleben lassen würde. Während İmamoğlu für eine moderne, inklusive Politik steht, die alte Ressentiments hinter sich lassen möchte, steht sein Rivale Mansur Yavaş für die CHP von gestern. Der Bürgermeister von Ankara war erst in den 2010er Jahren von der rechtsextremen MHP zu den Republikanern gewechselt. Er würde der Partei vermutlich wieder jenen aggressiven nationalistischen Kurs aufzwingen, der schon 2023 nicht Kemal Kılıçdaroğlu zum Präsidenten, sondern Sinan Oğan zum Königsmacher Erdoğans gemacht hat. Parteichef Özgür Özel, der Überraschungssieger der Kommunalwahlen von 2024, hätte alle Hände voll zu tun, die Wogen zu glätten. Er selbst dürfte als Präsidentschaftskandidat nicht zur Verfügung stehen: Vielen gilt er als zu wenig charismatisch für dieses Amt. Außerdem nehmen ihm viele in der eigenen Partei übel, dass er dem langjährigen Vorsitzenden Kılıçdaroğlu einen wenig würdevollen Abgang beschert hatte.

Erdoğan versteht die Türkei wie kein anderer

Dass die Verhaftung und Absetzung İmamoğlus ausgerechnet kurz vor dessen geplanter Nominierung kam, zeigt einmal mehr, dass Erdoğan wie kein Zweiter das Prinzip „Teile und herrsche“ beherrscht. Er spielt es nicht nur mit der CHP, sondern seit Beginn seiner Ära mit der gesamten Opposition. Ob es Politiker, Journalisten oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sind: Sobald einer von ihnen Erdoğan gefährlich werden kann, instrumentalisiert dieser die Justiz für seine Zwecke. Meist sind „Terrorismus“ oder „Korruption“ die Aufhänger. Und immer kann er darauf zählen, dass es unter den verschiedenen Oppositionsgruppen keine Solidarität gibt.

Ob es um Can Dündar, Fethullah Gülen, Selahattin Demirtaş oder jetzt Ekrem Imamoğlu geht: Erdoğan kommt jedes Mal mit seinem Versuch durch, Rivalen aus dem Weg zu räumen. Der Grund dafür ist, dass er die türkische Gesellschaft und ihre Geschichte wie kein Zweiter versteht. Er ist sich dessen bewusst, dass es keine gesellschaftlich relevante Gruppe in der Türkei gibt, die nicht mit irgendeiner anderen eine Rechnung offen hätte.

In den 2000er Jahren begann es mit den alten kemalistischen Eliten, gegen die Erdoğan 2008 mit den Ergenekon-Verfahren zum Angriff überging. Ein erheblicher Teil der Türken, seien es religiöse Menschen oder Angehörige von Minderheiten gewesen, begrüßte dieses Vorgehen. Immerhin hatten die Kemalisten weite Teile der Bevölkerung über Jahrzehnte hinweg bevormundet und unterdrückt. Einige ihrer führenden Köpfe auf der Anklagebank zu sehen, erweckte Schadenfreude. Ob die Vorwürfe im Detail stimmten oder nicht, interessierte kaum jemanden. Erdoğan konnte sich als Befreier vom Joch der Militärherrschaft feiern lassen.

Alle Jahre wieder braucht es ein neues Feindbild

Wenige Jahre später erkannte Erdoğan jedoch in der Gülen-Bewegung (Hizmet) ein neues Feindbild. Die vom islamischen Prediger Fethullah Gülen inspirierte Freiwilligenbewegung hatte nicht nur einer neuen Mittelschicht in der Wirtschaft einen schnellen Aufstieg erleichtert. Ihre Bildungsarbeit ermöglichte auch vielen Menschen, die zuvor keine Chance darauf hätten, akademische Abschlüsse und Karrieren in Verwaltung und Justiz. Zudem wurde ihr Leitmedium „Zaman“ zur meistgelesenen Publikation – womit neue Gedanken in die türkische Gesellschaft getragen wurden.

Nachdem diese Medien und die Justiz 2013 Korruption in höchsten Regierungskreisen aufgedeckt hatten, wurde das Gülen-Netzwerk zum „Parallelstaat“ und wenig später auch zur „Terrororganisation“ erklärt. Erdoğan ließ die Ergenekon-Generäle frei und empfahl sich den alten Eliten als Verbündeter gegen die Bewegung. Immerhin war ihm bewusst, dass die radikalen Säkularisten und Kemalisten Gülen von jeher als gefährlichen Gegenspieler betrachtet hatten. Obwohl die Gülen-Bewegung den Aussöhnungsprozess und die Stärkung der Rechte der kurdischen Bevölkerung 2013 und 2014 ausdrücklich begrüßt hatte, erhielt sie aus dieser nur wenig Solidarität. Ein Grund dafür war, dass die Regierungspropaganda es schaffte, mithilfe einiger verfälschter Zitate den Prediger als vermeintlichen Kurdenfeind zu brandmarken.

Im Jahr 2015 wurden dann mit Can Dündar und der Zeitung „Cumhuriyet“ wieder säkularistische und der CHP nahestehende Kräfte ins Visier genommen. Wieder blieb das angegriffene Lager allein auf sich gestellt. Weder Erdoğan-kritische religiöse noch kurdische Gruppierungen solidarisierten sich in nennenswerter Weise mit Dündar. Immerhin hatte dessen Blatt in der Vergangenheit auch nie deren Rechte verteidigt. Im gleichen Jahr verlor die AKP die Parlamentswahl und schmiedete ein Bündnis mit den Ultranationalisten. Als vertrauensbildende Maßnahme ordnete Erdoğan eine massive Militäroperation gegen kurdische Gruppierungen im Südosten der Türkei an und mobilisierte syrische Dschihadisten etwa gegen die YPG in Syrien.

Der Putsch als entscheidender Wegbereiter zu Erdoğans Allmacht

Ein Jahr später scheiterte dann der Putschversuch vom 15. Juli – und für die türkische Führung stand die Gülen-Bewegung als vermeintlicher Urheber fest. Wieder konnte er auf die Unterstützung der republikanischen Opposition zählen. Auch die Abspaltung der IYI-Partei Meral Akşeners von der MHP änderte nichts daran, dass Hizmet und ihre Freiwilligen über alle politischen Lager hinweg zu Aussätzigen wurden. Niemand wagte es, das hasserfüllte Narrativ der Regierung auch nur ansatzweise infrage zu stellen.

Seit dem Putsch ist Erdoğan der unangefochtene Machthaber in der Türkei – und selbst die Versuche, die versprengten Oppositionsgruppen unterschiedlicher Couleur zu einer gemeinsamen Wahlplattform zu vereinen, scheiterten. Ein Grund dafür war, dass die wechselseitigen Ressentiments zwischen Säkularisten, Religiösen, Angehörigen von Minderheiten und mittlerweile auch Wirtschaftsliberalen nie wirklich überwunden wurden. Sie alle stehen sich gegenseitig in einer Abneigung gegenüber, die mindestens ebenso tief ist wie die jedes Einzelnen von ihnen gegenüber Erdoğan. Dieser weiß das, und er weiß es für sich zu nutzen. Das auf ihn zugeschnittene türkische Wahlrecht macht es möglich, dass er und das AKP-geführte Bündnis auch mit einem Ergebnis um die 40 Prozent die Opposition immer noch in Schach halten können.

Eigentlich, so müsste man meinen, sollten alle Akteure mittlerweile gelernt haben, dass die Alternative zu Erdoğan nicht eine andere autoritäre Türkei unter der Führung eines anderen Lagers sein kann. Vielmehr sollte es das Ziel aller Oppositioneller sein, sich trotz aller Auffassungsunterschiede auf einen Mindestkonsens zu verständigen – ein Land, das Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte für alle gewährleistet. Solange die Gegner des Potentaten aber immer noch die Vergangenheit über eine solche Zukunft stellen, wird Erdoğan jede Gegenwart beherrschen.

 

28 März 2025 0 Kommentare
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Rassismus

Warum eine Rassismus-Definition für die Verwaltung unerlässlich ist

von Cumali Yağmur 28 März 2025
von Cumali Yağmur

Warum eine Rassismus-Definition für die Verwaltung unerlässlich ist

 

Von: Stefan Kreitewolf

Nach über eineinhalb Jahren intensiver Arbeit liegt sie nun vor: die Arbeitsdefinition von Rassismus. Sie soll Verwaltungen helfen, Rassismus besser zu erkennen und zu bekämpfen. Doch warum ist eine einheitliche Definition so wichtig? Welche Herausforderungen gab es in der Erarbeitung? Yasemin Karakaşoğlu liefert Antworten.

Rassismus ist kein Randphänomen, sondern tief in gesellschaftlichen und institutionellen Strukturen verankert – auch in der Verwaltung. Doch bislang fehlte eine einheitliche Definition, die als Orientierung für den Umgang mit rassistischer Diskriminierung dienen kann. In einem mehr als eineinhalb Jahre dauernden Prozess haben Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis eine Arbeitsdefinition erarbeitet, die sowohl den aktuellen wissenschaftlichen Stand widerspiegelt als auch praxisnah und verständlich ist.

Die Definition soll Verwaltungen helfen, Rassismus zu erkennen, Diskriminierung vorzubeugen und bestehende Ungleichheiten aktiv zu bekämpfen. Doch wie lief der Erarbeitungsprozess ab? Welche Herausforderungen mussten überwunden werden? Und wie kann sichergestellt werden, dass die Definition tatsächlich in den Behörden ankommt? Ein Gespräch über die Bedeutung klarer Begriffe, politischen Willen und die Verantwortung staatlicher Institutionen.

Frau Karakaşoğlu, die Arbeitsdefinition von Rassismus wurde in einem lang andauernden Prozess entwickelt. Welche zentralen Herausforderungen sind Ihnen und den anderen Expertinnen und Experten dabei begegnet? Gab es kontroverse Diskussionen innerhalb der Gruppe?

Die Arbeitsdefinition reagiert auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen Erfordernisse. Und sie ist Teil eines politischen Prozesses, in dem die Bundesregierung eine fachliche Auseinandersetzung mit dem Konzept Rassismus und seiner Bekämpfung in Gang gesetzt hat. Sie zu erstellen, musste den Anspruch erfüllen, sowohl den aktuellen wissenschaftlichen Diskussionsstand zu individuellem, strukturellem und institutionellem Rassismus zu spiegeln, also den wissenschaftlichen State of the Art, wie auch der Komplexität und Vielschichtigkeit des Themas gerecht zu werden.

Vor allem war es wichtig, in den Formulierungen klar und verständlich und so praxisorientiert wie möglich zu sein. Die interdisziplinäre Zusammensetzung des Expert*innenrats aus Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen, die mit unterschiedlichen Ebenen der Verwaltung vertraut sind, war dafür eine wichtige Voraussetzung.

Wie lief die Erarbeitung der Definition ab?

Besonders wertvoll waren die Rückmeldungen zur Arbeitsdefinition von Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und der Verwaltung auf Bundesebene. Kontroverse Diskussionen ergaben sich zur Struktur und Länge des Textes. Wir haben hier sehr um Formulierungen und hervorzuhebende Aspekte in unseren Diskussionen gerungen, aber es waren immer sehr fruchtbare Diskussionen. Das Ergebnis ist ein guter Konsens.

 

Gab es vorher keine Klarheit darüber, was unter Rassismus zu verstehen ist?

Die Verwaltung ist rechtlich verpflichtet, alle Bürger*innen diskriminierungsfrei zu behandeln. Staatliche Akteure dürfen selbst keine Diskriminierungen vornehmen. Im Gegenteil, sie müssen aktiv werden – das gilt für den Schutz vor Diskriminierung, für die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Prävention von Diskriminierung und zur Bekämpfung bestehender Ungleichheiten.

Welche Rolle nimmt die Verwaltung genau ein?

Die Antidiskriminierung ist eine Regelaufgabe der Verwaltung und natürlich ein Qualitätsmerkmal ihrer Arbeit. Unsere Definition unterstützt sie dabei Professionalität, Rollenklarheit der Mitarbeitenden und Transparenz der Arbeitsvorgänge zu garantieren.

Da aber weder das Grundgesetz noch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz definieren, was als Rassismus zu verstehen ist, hat unsere Definition eine dreifache Funktion:

  • Sie will Klarheit schaffen über Phänomen und Erscheinungsformen von Rassismus.
  • Sie will Klarheit schaffen über den rechtlichen Rahmen des Umgangs mit Rassismus.
  • Sie unterstützt beim Verstehen von Rassismus und bei der Anwendung von rechtlichen Vorgaben zur Vermeidung und Bekämpfung von Rassismus. Die konkreten Handlungsempfehlungen, die wir formuliert haben, sind Teil der Antirassismus-Definition.

Die Definition soll nicht verbindlich sein, sondern lediglich als Orientierung dienen. Sehen Sie die Gefahr, dass Verwaltungen sie deshalb nicht konsequent anwenden? Wie kann sichergestellt werden, dass sie dennoch eine echte Wirkung entfaltet?

Unsere Arbeitsdefinition ist ein lebendes Dokument und muss den jeweiligen gesellschaftlichen Gegebenheiten angepasst werden. Aber erst einmal stellt ihre Veröffentlichung durch die Staatsministerin eine Anerkennung der Existenz von individuellem, aber – und das ist besonders wichtig – strukturellem und institutionellem Rassismus als Fakt dar. Als Expert*innengremium können wir nicht verbindlich vorgeben, wonach Verwaltung sich zu richten hat, aber wir können eine Orientierung geben. Es ist an den Verantwortlichen in Politik und Administration, sich diese zeigen zu machen. Und besonders wichtig: Alle können sich auf sie berufen, und antirassistisches Agieren der Verwaltung einfordern.

In der Praxis erleben viele Menschen rassistische Diskriminierung in Behörden.

Richtig, Rassismus zeigt sich in staatlichen und gesellschaftlichen Strukturen: in der Sprache, in verbreiteten stereotypisierenden Annahmen und darin, dass Ressourcen und Privilegien ungleich verteilt werden. Bestimmte Gruppen werden systematisch benachteiligt und ausgegrenzt.

Das nennt man strukturellen Rassismus. In staatlichen wie in nichtstaatlichen Institutionen kann Rassismus durch rechtliche Vorgaben begünstigt werden und aus organisatorischen Strukturen resultieren. Ein Großteil rassistischer Diskriminierung entsteht oft unbeabsichtigt durch alltägliche Routinen und Handlungslogiken, die als Teil der Kultur einer Organisation etabliert sind und nicht hinterfragt und reflektiert werden. Das versuchen wir zu ändern.

Können Sie konkrete Beispiele nennen, wie institutioneller oder struktureller Rassismus in deutschen Behörden sichtbar wird?

Die Formen des Rassismus gehen oft fließend ineinander über oder bedingen sich gegenseitig. In Behörden liegt individueller Rassismus vor, wenn eine Sachbearbeiterin im Jobcenter eine Person aufgrund rassistischer Zuschreibungen als ‚unvermittelbar‘ einstuft und dieser Person daraufhin keine Umschulung angeboten wird. Ein prägnantes Beispiel für strukturellen Rassismus ist die mangelnde Repräsentanz von Angehörigen bestimmter Bevölkerungsgruppen in politischen Parteien, Parlamenten, Medien oder im öffentlichen Dienst.

Ein anderes Beispiel für strukturellen Rassismus ist, wenn der Zugang zu einer regulären Schule von Kindern und Jugendlichen rechtlich von der Aufenthalts- und Wohnsituation der Familie abhängig gemacht wird, wie es einige Länderregelungen vorsehen. Von institutionellem Rassismus sprechen wir, wenn Angehörige bestimmter Gruppen durch nicht hinterfragte Einstellungs- oder Beförderungskriterien systematisch benachteiligt werden.

Im Schulbereich zeigt sich institutioneller Rassismus etwa dann, wenn z.B. Kinder von Zugewanderten, die nicht über schulrelevante Deutschkenntnisse verfügen aufgrund mangelnder Fördermaßnahmen im Regelsystem auf Sonderschulen für Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen überwiesen werden.

In der Definition wird betont, dass Rassismus auf historischen Kategorisierungen basiert. Worin liegt der Unterschied zwischen rassistischer Diskriminierung und individuellen Vorurteilen?

Individuelle Vorurteile sind sozialpsychologisch erklärt, verzerrte Ansichten und Urteile, die eine Person über Gruppen oder Personen hat aufgrund dieser zugeschriebener oder tatsächlicher Merkmale. Als rassistische Diskriminierung gilt nach der in Deutschland rechtlich bindenden Antirassismuskonvention der Vereinten Nationen:

‚Jede auf der Rasse [sic!], der Hautfarbe, der Abstammung, dem nationalen Ursprung oder dem Volkstum beruhende Unterscheidung, Ausschließung, Beschränkung oder Bevorzugung, die zum Ziel oder zur Folge hat, daß dadurch ein gleichberechtigtes Anerkennen, Genießen oder Ausüben von Menschenrechten und Grundfreiheiten im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem sonstigen Bereich des öffentlichen Lebens vereitelt oder beeinträchtigt wird.‘

Haben Sie bereits Rückmeldungen aus der Verwaltung erhalten? Wie wird die Definition von Beamtinnen und Beamten aufgenommen, insbesondere von denen, die sich selbst nicht als Teil des Problems sehen?

Ich habe im Vorfeld der Veröffentlichung von vielen Verwaltungsverantwortlichen die Botschaft bekommen, dass sie dringend auf die Veröffentlichung der Arbeitsdefinition warten, weil sie sich an ihr orientieren. Die bisherigen Rückmeldungen zum Text sind durchweg positiv. Allerdings gibt es auch die Sorge, dass angesichts des zunehmenden Rechtspopulismus in der Gesellschaft ihre Umsetzung auch schwerer wird. Die Frage, wie diejenigen sie aufnehmen, die sich nicht als Teil des Problems sehen, kann ich noch nicht beantworten.

Die Definition soll Verwaltungen helfen, Rassismus besser zu erkennen. Welche konkreten Schritte sollten Verwaltungen jetzt unternehmen, um antirassistischer zu arbeiten?

Es geht bei Antirassismus in der Verwaltung um einen vorausschauend positiven, aufklärenden und sensibilisierenden Ansatz. Die Handlungsempfehlungen beziehen sich auf konkrete Strategien in Behörden, um Vorgaben und Maßnahmen rechtliche und individuell zu verbinden.

 

Dazu gehört eine rassismuskritische Professionalisierung der Verwaltungsmitarbeitenden, in der sie lernen, ihre Haltung und ihr Verhalten stetig zu hinterfragen, das gilt insbesondere auch für die Öffentlichkeitsarbeit und die Behördenkommunikation. Aber auch bei Personalentscheidungen und in der Aus- und Fortbildung ist das zentral. Dazu gehört auch die Repräsentanz aller gesellschaftlichen Gruppen im Personal auf allen Ebenen und Positionen in der Verwaltung. Wir brauchen dringend staatliche Institutionen, die zur Bekämpfung von Rassismus nachhaltig auf- und ausgebaut werden.

Die Staatsministerin Reem Alabali-Radovan betont, dass staatliche Institutionen in der Pflicht stehen. Sehen Sie derzeit genügend politischen Willen, um Rassismus in der Verwaltung konsequent zu bekämpfen? Wo gibt es noch Nachholbedarf?

Es wäre natürlich wünschenswert gewesen, und so war es ursprünglich auch geplant, die Arbeitsdefinition als Kabinettsbeschluss zu verabschieden. Das damit verbundene Signal an Politik und Verwaltung wäre besonders stark gewesen.

Ich sehe aber durchaus wichtige Entwicklungen, etwa darin, dass inzwischen in acht von 16 Ländern Antidiskriminierungsgesetze verabschiedet und Antidiskriminierungsbeauftragte eingesetzt wurden und weitere drei Länder sich auf den Weg dahin gemacht haben. Es gibt mittlerweile einige unabhängige Beschwerdestellen für von Diskriminierung und Rassismus betroffene Menschen in den Behörden wie Polizei, Feuerwehr, Kommunalverwaltungen – und es werden immer mehr. Trotzdem ist noch viel Luft nach oben und wenn ich mir die Entwicklung in den USA anschaue, dann sieht man, wie stark diese Einrichtungen und ihre Fortsetzung von politischen Konjunkturen abhängig sein kann. Das bereitet mir große Sorge.

Welche Entwicklungen erhoffen Sie sich in den kommenden Jahren im Umgang mit Rassismus in deutschen Verwaltungen? Woran werden wir messen können, ob die Arbeitsdefinition tatsächlich zu positiven Veränderungen geführt hat?

Ich hoffe, dass sich die Verwaltung auf allen Ebenen – Kommune, Länder, Bund – diese Definition zu eigen macht und die Handlungsempfehlungen in Maßnahmenkataloge übersetzt. Die Umsetzung sollte aber auch durch ein regelmäßiges Monitoring nachverfolgt werden.

Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu ist Professorin für Interkulturelle Bildung an der Universität Bremen und Mitglied des Expert:innenrates zum Thema Rassismus und Antirassismus.

Äußerungen unserer Gesprächspartner:innen geben deren eigene Auffassungen wieder

28 März 2025 0 Kommentare
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