Eine kurze Reise durch die englische Literatur!

von Fremdeninfo

Von: İSKAN TOLUN / Köln.

In letzter Zeit kommentiere und bewertet ich – wenn auch nur kurz – wertvolle Autoren und literarische Werke verschiedener Länder, die ich gelesen habe und von denen ich teils sehr beeindruckt war. Kurz gesagt, ich versuche, die Weltliteratur zu erforschen. Schließlich ist die Literatur eine magische Kunstgattung: Wenn man einmal damit beginnt, kann man sich nicht mehr von ihr lösen, selbst wenn man es wollte.

Wenn man von Literatur spricht, denkt man an jene faszinierende Kunstform, die durch das Medium der Sprache Gefühle, Gedanken und Träume auf ästhetische Weise in Gattungen wie Lyrik, Roman oder Erzählung ausdrückt und dem Menschen gute Sitten und Moral lehrt. Mit anderen Worten: Literatur ist eine unverzichtbare Kunstform, die durch die Macht der Worte fiktive Welten erschafft, als lebendiges Gedächtnis der Gesellschaft und als Literaturwissenschaft das Denken des Menschen tiefgreifend weiterentwickelt.

Nachdem ich mich mit der deutschen und französischen Literatur befasst habe, möchte ich nun kurz auf die englische Literatur eingehen. (Es folgen weitere bedeutende Länder wie Russland, die USA, Italien, Griechenland, Ägypten und Japan.) Die englische Literatur beschränkt sich nicht nur auf England oder die britische Insel; sie umfasst alle englischsprachigen Regionen und repräsentiert mit ihren literarischen Werken ein weites akademisches Feld.

Das erste große englische Epos ist Beowulf. Dieses anonyme Werk, von dem man annimmt, dass es zwischen 700 und 750 n. Chr. entstand, behandelt paganen (heidnischen) Kulturkreis und Heldengeschichten aus den skandinavischen Ländern. Beowulf, das als Wurzel der englischen Literatur gilt, wird als das älteste und tiefgründigste epische Gedicht angesehen, das in altenglischer Sprache verfasst wurde.

Die englische Literatur wurde durch historische Strömungen wie das Mittelalter, die Renaissance, die Romantik und das viktorianische Zeitalter geprägt. Diese tief verwurzelte Tradition, die vom Mittelalter bis in die Gegenwart reicht – von Geoffrey Chaucer (1343–1400) bis hin zu modernen Autoren –, hat eine Fülle von Klassikern in den Bereichen Theater, Roman und Lyrik hervorgebracht.

Somit umfasst die englische Literatur von der altenglischen Periode bis heute einen sehr reichen Schatz und beherbergt Giganten wie W. Shakespeare, Charles Dickens, Jane Austen, Virginia Woolf und George Orwell, die die Weltliteratur maßgeblich beeinflusst haben. Ich werde versuchen, auf einige von ihnen kurz einzugehen:

(Natürlich habe ich nicht vergessen, dass es in der englischen Literatur auch wertvolle Autoren wie die Wigrams gibt. Ich hatte ein sehr schönes Werk der Wigrams gelesen: Leben in Kurdistan, der Wiege der Menschheit. Das besagte Buch war vergriffen, und ich weiß, dass ich lange danach gesucht habe. Ich war neugierig, aber die Auflage war erschöpft. Ich habe alle Bekannten und Freunde, die in Verlagen arbeiten, mobilisiert. Schließlich konnte ich es durch gemeinsame Anstrengung finden; meine Neugier hat gesiegt, und nach der Lektüre war ich sehr begeistert.)

Renaissance / Elisabethanisches Zeitalter: William Shakespeare (1564–1616). Man kann sagen, dass die Stücke, Gedichte, Dramen und Komödien dieses legendären Schriftstellers, der als eine der wichtigsten Figuren der englischen Literatur gilt, Leser und Zuschauer weltweit seit Jahrhunderten beeinflussen – und es sieht so aus, als ob dies noch weitere Jahrhunderte so bleiben wird. Ich lese jedes Werk dieses wertvollen Autors, dessen Nachname übersetzt „schwingender Speer“ bedeutet, mit großem Vergnügen. Mir ist klar geworden: W. Shakespeare zu lesen ist ein Privileg; je mehr man liest, desto mehr möchte man lesen.

Moderne und Postmoderne: George Orwell (1903–1950). Eigentlich ist George Orwell ein in Indien geborener britischer Schriftsteller, sein richtiger Name lautet Eric Arthur Blair. Sein ursprünglicher Beruf: Polizist. In seinen jungen Jahren (1922–1927) übte Orwell eine sehr ernsthafte Tätigkeit bei der indischen kaiserlichen Polizei aus. Doch als dieser ehrliche Mensch das wahre Gesicht des Imperiums und seiner Verwaltung sah, trat er zurück. Ich bin gerade dabei, das Gesamtwerk des geschätzten George Orwell, der in Indien geboren wurde und in England verstarb, zu Ende zu lesen.

Der für seine dystopischen Werke und seine enorme Vorstellungskraft bekannte Autor ist immer noch in aller Munde; besonders durch seinen Science-Fiction-Roman 1984. Dieses Werk wird als ein Roman bewertet, der gegen die moderne Welt protestiert, und bringt so tiefe Diskussionen mit sich. Das Buch wurde 1948 geschrieben, und es ist sehr interessant, dass er durch das Vertauschen der Ziffern (4 und 8) quasi auf die Zukunft hingewiesen hat.

Während George Orwell in diesem berühmten Roman ein totalitäres Regime beschreibt, in dem das Volk ständig überwacht wird, scheint er die heutige Technologie bereits vor fast einem Jahrhundert vorausgesehen und entdeckt zu haben.

Ebenso interessant ist der Roman Farm der Tiere desselben Autors. Sein gegen Ende des Zweiten Weltkriegs verfasster Roman löste Diskussionen aus, da er als scharfe Satire auf das Stalin-Regime gilt.

Heutzutage gibt es eine weitere britische Autorin, die mit der Harry Potter-Serie für Furore sorgt und über eine großartige Vorstellungskraft verfügt: Frau Joanne K. Rowling (geboren 1965). Diese von der geschätzten Autorin verfassten Kinder- und Jugendromane wurden nicht nur verfilmt, sondern auch in 85 Sprachen übersetzt und haben sich bis heute weltweit über 600 Millionen Mal verkauft.

Seit der Veröffentlichung des ersten Romans Harry Potter und der Stein der Weisen (1997) haben die Bücher weltweit enorme Popularität erlangt. Laut der berühmten britischen Autorin Joanne K. Rowling sind die Hauptthemen des Romans Leben und Tod. Weitere zentrale Themen sind Vorurteile, Korruption, Wahnsinn usw. Diese Romanserien, die positive Kritiken erhielten, haben neben Kindern auch ein breites erwachsenes Publikum angezogen. (Mein Sohn liest alle Bände der Serie mit Vergnügen auf Deutsch; neulich war ich auch neugierig und habe mir die türkische Version von Harry Potter und der Halbblutprinz besorgt und gelesen.) Sie gelten heute als einer der Grundpfeiler der Jugendliteratur.

(Übrigens, bevor ich es vergesse: Ich möchte betonen, dass das britische Volk Fremden und Touristen gegenüber sehr aufgeschlossen und freundlich ist. In London war ich mehrfach persönlich Zeuge davon, dass Menschen, wenn man nach dem Weg fragt, einen nicht nur anleiten, sondern einen direkt bis zur Adresse begleiten.)

Unser Herz, das bereits wegen der im Krieg sterbenden Kinder brannte, wurde diesmal durch die Angriffe auf Schulen zu Asche. Ich wünsche den Verstorbenen Gottes Gnade und den Verletzten eine schnelle Genesung!.. Ich hoffe, dass solche schrecklichen Ereignisse nie wieder, zu keiner Zeit und an keinem Ort mehr passieren. Ich widme diesen Artikel den Schulkindern und Jugendlichen, die in Maraş und Siverek Opfer von Angriffen wurden!..

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