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Religion

Dutzende Islamisten aus Deutschland in Syrien: Haben die neuen Herrscher in Damaskus deutsche Helfer?

von Fremdeninfo 12 Dezember 2024
von Fremdeninfo

Dutzende Islamisten aus Deutschland in Syrien: Haben die neuen Herrscher in Damaskus deutsche Helfer?

                                       Artikel von Pascal Bartosz
In den vergangenen Jahren reisten 1150 Dschihadisten aus Deutschland in den Nahen Osten. Viele starben oder kamen zurück. Hunderte aber könnten noch in der Region leben.
                              
•                                                                
 
                                                  Syrische Oppositionskämpfer fahren auf einem Lastwagen durch Talhiya in der Region Idlib, Syrien. © Foto: dpa/Ghaith Alsayed
 

Nach dem Sturz des syrischen Regimes könnten auch aus Deutschland stammende Islamisten in Damaskus eingezogen sein. Davon gehen deutsche und kurdische Sicherheitsexperten aus. Männer, die schon vor Jahren nach Syrien ausgereist sind und zuletzt in der Aufständischen-Hochburg Idlib lebten, nahmen demnach in den Reihen der HTS an der Offensive gegen Machthaber Baschar al Assad teil.

Die HTS ist Syriens bedeutendste Islamisten-Miliz und kontrolliert nach Assads Flucht den Großteil des Landes. Die Truppe ging aus der Al-Nusra-Front hervor, dem syrischen Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Auch der „Islamische Staat“ (IS) entstand aus Al-Kaida-Strukturen.

Seit 2011 reisten dem Bundesinnenministerium zufolge 1150 Personen aus Deutschland aus, um sich in Syrien und Irak dschihadistischen Milizen anzuschließen. Neben deutschen auch türkische, albanische, bosnische und russische Staatsbürger, die in der Bundesrepublik lebten. Bei vielen dieser Islamisten ist nachgewiesen, dass sie im Krieg oder bei Anschlägen starben, andere kehrten nach Deutschland zurück.

Circa 400 der ausgereisten Personen befänden sich jedoch noch im Ausland, schreibt das Ministerium, davon 80 in Haftanstalten in Syrien, Irak und der Türkei. Von den Verbliebenen, immerhin etwa 320 Islamisten, sei vermutlich „ein nicht unerheblicher Anteil“ ebenfalls verstorben.

Sicherheitsexperten schätzen, dass eine „niedrige zweistellige Zahl an Männern“ aber noch in der Region aktiv ist. Darunter sollen sich nur noch sehr wenige Männer befinden, die versprengten Untergrundzellen des IS in Zentralsyrien angehören.

Dutzende der einst aus Deutschland ausgereisten Islamisten lebten demnach, so die inoffizielle Einschätzung, in der Aufständischen-Enklave Idlib. Dort herrschte jahrelang die HTS, die inzwischen de facto die Übergangsregierung in Damaskus führt. Das Bundesinnenministerium sieht durch den Erfolg islamistischer Kämpfer ein erhöhtes Risiko dafür, dass Sympathisanten aus Deutschland nach Syrien reisen.

Der Nordosten des Landes wird nach wie vor von einer von Kurden dominierten Koalition regiert. Die dortige Autonomieverwaltung wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von Islamisten attackiert, allerdings auch von Assads Armee unter Druck gesetzt. Aktuell greift die von der Türkei unterstützte Rebellen-Armee SNA die kurdische Selbstverwaltung an.

Seit die von den kurdischen YPG-Einheiten geführte Militärallianz SDF den IS als Territorialmacht im Jahr 2019 besiegte, sitzen schätzungsweise 60.000 Männer, Frauen und Kinder aus einstigen IS-Netzwerken in Nordsyrien in umzäunten Zeltstädten. Darunter auch deutsche Staatsbürger.

12 Dezember 2024 0 Kommentare
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Religion

IS-Sympathisanten sollen Anschlag geplant haben: Mann in Hessen festgenommen

von Fremdeninfo 12 Dezember 2024
von Fremdeninfo

IS-Sympathisanten sollen Anschlag geplant haben: Mann in Hessen festgenommen

                           von:dpa

 

 

 

                                       

                                                                           von:dpa

Weil sie einen Anschlag geplant haben sollen, sind drei junge Männer in Hessen und Baden-Württemberg festgenommen worden. Im Hochtaunuskreis stellten Beamte unter anderem ein Sturmgewehr sicher.

Drei junge Männer aus Hessen und Baden-Württemberg sollen einen Terroranschlag geplant haben. Sie wurden bereits am Sonntag festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe, das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und des Hessische Landeskriminalamt (LKA) am Dienstag mitteilten.

Bei den Verdächtigen handelt es sich demnach um einen 22-Jährigen aus dem Hochtaunuskreis und ein Brüderpaar im Alter von 15 und 20 Jahren aus Mannheim.

Player: audioFestnahmen: 22-Jähriger aus Hessen und zwei Komplizen sollen Anschlag geplant haben

Festnahmen: 22-Jähriger aus Hessen und zwei Komplizen sollen Anschlag geplant haben

Waffe bei 22-Jährigem gefunden

Sie sollen „aufgrund ihrer gefestigten religiösen Ideologie und tiefgreifender Sympathie“ für den „Islamischen Staat“ (IS) konkrete Vorbereitungen für „eine schwere staatsgefährdende Gewalttat“ getroffen haben, so die Ermittler.

Bei dem 22-Jährigen aus Hessen seien bei dem Einsatz am Sonntag ein Sturmgewehr und Munition gefunden worden, die sich die drei Beschuldigten für die Anschlagspläne beschafft haben sollen. Auch eine Sturmhaube, eine taktische Weste, mehrere Messer, Handys und Datenträger seien sichergestellt worden und sollen nun ausgewertet werden.

Tatverdächtige in U-Haft

Die Tatverdächtigen wurden laut Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag dem Haftrichter in Karlsruhe vorgeführt und sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Eine konkrete Gefährdung für die Bevölkerung habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben, hieß es. Unklar ist, wo der geplante Anschlag hätte stattfinden sollen.

Poseck dankt Sicherheitsbehörden

Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) lobte die länderübergreifende Zusammenarbeit und dankte den Sicherheitsbehörden. Sie hätten „wieder einmal ihre Leistungsfähigkeit und ihre Wachsamkeit unter Beweis gestellt“.

Gleichzeitig forderte Poseck erneut weitreichende Befugnisse, „um auf die aktuellen Herausforderungen für die innere Sicherheit wirkungsvoll reagieren zu können“.on dpa

Weil sie einen Anschlag geplant haben sollen, sind drei junge Männer in Hessen und Baden-Württemberg festgenommen worden. Im Hochtaunuskreis stellten Beamte unter anderem ein Sturmgewehr sicher.

Drei junge Männer aus Hessen und Baden-Württemberg sollen einen Terroranschlag geplant haben. Sie wurden bereits am Sonntag festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe, das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und des Hessische Landeskriminalamt (LKA) am Dienstag mitteilten.

Bei den Verdächtigen handelt es sich demnach um einen 22-Jährigen aus dem Hochtaunuskreis und ein Brüderpaar im Alter von 15 und 20 Jahren aus Mannheim.

Player: audioFestnahmen: 22-Jähriger aus Hessen und zwei Komplizen sollen Anschlag geplant haben

Festnahmen: 22-Jähriger aus Hessen und zwei Komplizen sollen Anschlag geplant haben

Waffe bei 22-Jährigem gefunden

Sie sollen „aufgrund ihrer gefestigten religiösen Ideologie und tiefgreifender Sympathie“ für den „Islamischen Staat“ (IS) konkrete Vorbereitungen für „eine schwere staatsgefährdende Gewalttat“ getroffen haben, so die Ermittler.

Bei dem 22-Jährigen aus Hessen seien bei dem Einsatz am Sonntag ein Sturmgewehr und Munition gefunden worden, die sich die drei Beschuldigten für die Anschlagspläne beschafft haben sollen. Auch eine Sturmhaube, eine taktische Weste, mehrere Messer, Handys und Datenträger seien sichergestellt worden und sollen nun ausgewertet werden.

Tatverdächtige in U-Haft

Die Tatverdächtigen wurden laut Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag dem Haftrichter in Karlsruhe vorgeführt und sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Eine konkrete Gefährdung für die Bevölkerung habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben, hieß es. Unklar ist, wo der geplante Anschlag hätte stattfinden sollen.

Poseck dankt Sicherheitsbehörden

Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) lobte die länderübergreifende Zusammenarbeit und dankte den Sicherheitsbehörden. Sie hätten „wieder einmal ihre Leistungsfähigkeit und ihre Wachsamkeit unter Beweis gestellt“.

Gleichzeitig forderte Poseck erneut weitreichende Befugnisse, „um auf die aktuellen Herausforderungen für die innere Sicherheit wirkungsvoll reagieren zu können“.

12 Dezember 2024 0 Kommentare
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Archive

Idlib als Test fürs ganze Land? – Shopping statt Steinigung: Das ist das Dubai-Kalkül der neuen Islamisten in Syrien

von Fremdeninfo 11 Dezember 2024
von Fremdeninfo

Idlib als Test fürs ganze Land? – Shopping statt Steinigung: Das ist das Dubai-Kalkül der neuen Islamisten in Syrien

                                                                                Artikel von Von FOCUS-online-Redakteur Sebastian Scheffel (Berlin)
 
                                                                
                                                          Ein syrischer Oppositionskämpfer patroulliert auf einemMarkt innerhalb der alten Stadtmauern von Damaskus. Hussein Malla/AP/dpa © Hussein Malla/AP/dpa
 
  Die Rebellengruppe HTS will in ganz Syrien die Macht übernehmen. In ihrer bisherigen Hochburg Idlib zeigt sich, was die Islamisten mit dem Land vorhaben. Sie wollen nicht mit Angst und Gewalt herrschen, sondern die Menschen mit Wohlstand um den Finger wickeln.

Es kursieren derzeit zahlreiche Szenarien für die Zukunft Syriens nach dem Sturz des Assad-Regimes. Kein Wunder, denn von der weiteren Entwicklung des Landes hängt vieles ab: in Deutschland die Zukunft von hunderttausenden Syrern, im Nahen Osten eine neue Friedens- oder Kriegsordnung und möglicherweise weltweit ein Erstarken des Islamismus.

 Viel kommt darauf an, wie die mächtigste Rebellengruppe Haiʾat Tahrir asch-Scham (HTS) mit ihrer neu gewonnenen Macht in Syrien umgehen wird. Ein Blick in die Landesteile, in denen die Islamisten unter Führung von Abu Mohammed al-Dscholani schon länger herrschen, könnte Aufschluss über die Pläne von HTS geben – und leise Hoffnung machen.

Die Dscholani-Miliz hat dort nämlich eine interessante Verwandlung vollzogen: Ursprünglich ging HTS aus der Al-Nusra-Front hervor, einem syrischen Ableger der islamistischen Terrororganisation Al-Qaida. 2016 folgte dann der Bruch mit den Wurzeln, so behauptet es zumindest die Gruppe selbst. Tatsächlich soll HTS in ihren Hochburgen Islamisten von al-Quaida und dem Islamischen Staat festgenommen haben, berichten Beobachter.

Heilsregierung in Idlib: Wiederaufbau statt Hinrichtungen

Vor dem Assad-Sturz hatte HTS sein Zentrum in Idlib. Seit 2017 führt man dort eine sogenannte Heilsregierung an. Die Macht versuchte Dscholani sich nicht durch Angst und Gewalt zu sichern – statt Hinrichtungen kümmerte HTS sich um den Wiederaufbau. Eines der elf Ministerien leitete damals Mohammed al-Baschir. Heute ist er der von Dscholani ernannte Übergangs-Premierminister für ganz Syrien.

Unter Dscholani und Baschir versuchte HTS in Idlib, die Infrastruktur auszubauen. Die Islamisten errichteten Einkaufszentren, kümmerten sich um die Stromleitungen und Telefonnetze. Manche erinnert das entfernt an Dubai: In der Staatsform eine Autokratie, aber mit wenig Ideologie und strebend nach viel Wohlstand.

Nicht nur in der Politik, auch im Auftreten der HTS-Funktionäre spiegelt sich das: Als sich Baschir kurz nach dem Sturz des Assad-Regimes mit dem ehemaligen Premierminister Ghazi al-Dschalali traf, trug er einen Anzug. Es entstanden dadurch seriös wirkende Bilder, die von anderen Islamisten-Führern undenkbar wären.

War Idlib ein Test für ganz Syrien?

Zudem ist es ein Indiz dafür, dass HTS tatsächlich die erfolgreiche Politik aus Idlib auf ganz Syrien übertragen will. Entsprechend lassen sich auch die jüngsten Aussagen von Dscholani deuten. Er betonte, man habe in Idlib bei null angefangen und dann innerhalb kürzester Zeit viele Erfolge erzielt.

Für ein gemäßigtes Vorgehen sprechen auch die militärischen Erfolge gegen das Assad-Regime. Bente Scheller, Syrien-Expertin der Heinrich-Böll-Stiftung, schreibt in einem Gastbeitrag für FOCUS online: „Bislang erfolgt der Vormarsch der Rebellen strategisch, darauf ausgerichtet, das Blutvergießen gering zu halten und der Bevölkerung die Angst zu nehmen.“

Das könnte auch deshalb noch wichtig werden, weil HTS längst nicht die Kontrolle über ganz Syrien besitzt. Will die Gruppe sich langfristig gegenüber anderen Rebellen behaupten, muss er machtpolitisch klug mit allen Bevölkerungsgruppen zusammenarbeiten und sie mit der Aussicht auf Wohlstand locken. HTS versucht sich damit nicht nur als Gegenentwurf zum Islamischen Staat, sondern auch zu Assad.

HTS setzt auf junge Männer für den Wiederaufbau

So sind auch die Aufrufe von HTS an die Exil-Syrer zu verstehen: „Kommen Sie zurück!“, sagte Baschir in einem Interview mit der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“. Doch damit grenzt er sich nicht nur von der Vorgängerregierung ab, die zentraler Grund für die Flucht ins Ausland war. Baschir will mit den Rückkehrern auch den Grundstein für den Aufschwung Syriens legen. „Wir müssen unser Land wieder aufbauen und auf die Beine bringen, und wir brauchen die Hilfe aller“, sagte er im Interview.

Der Appell dürfte vor allem an junge Männer gerichtet sein. Schon zu Zeiten der Heilsregierung in Idlib war diese Bevölkerungsgruppe das Fundament für die HTS-Herrschaft. Baschir behauptete in der Vergangenheit, dass in Idlib knapp ein Drittel der Regierungsmitarbeiter unter 30 Jahre alt seien.

Zwei Punkte könnten die Mäßigung gefährden

Bei aller Mäßigung gibt es aber auch mehrere Faktoren, die dafür sprechen, dass auch unter Dscholani und Baschir kein Frieden einkehren wird, geschweige denn Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Sollte es HTS mit der aktuellen Strategie nicht gelingen, verschiedene Rebellengruppen und Bevölkerungsteile zu einen, könnten sie ihr Vorgehen anpassen. Dscholani gilt als taktierender Machtpolitiker, der seine Strategie opportunistisch anpassen kann.

Zudem stellt sich die Frage, wie sich die HTS-Kämpfer verhalten. Viele von ihnen kennen nichts anderes als den Bürgerkrieg, der Kampf ist für sie Lebensinhalt. Möglich ist deshalb, dass sie Dscholanis gemäßigten Kurs nicht mittragen wollen. Es könnte immer wieder zu Gewaltexzessen kommen.

Möglicherweise hängen damit auch Videos zusammen, die auf der Plattform X geteilt werden. Auf ihnen soll zu sehen sein, wie Rebellen auch nach dem Sturz des Assad-Regimes gewaltsam gegen die Bevölkerung vorgehen. Allerdings ist nicht verifiziert, dass die Bilder tatsächlich aktuelle Aufnahmen aus Syrien sind.

11 Dezember 2024 0 Kommentare
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Was aus dem Sturz Assads für die Syrer in Deutschland folgt

von Fremdeninfo 10 Dezember 2024
von Fremdeninfo

Was aus dem Sturz Assads für die Syrer in Deutschland folgt

                                                                            Artikel von Marlene Grunert   / faz
 
                                                                
                                                                       Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge in Berlin im August 2023 © dpa
 

Am Montag bestätigte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Medienberichte, denen zufolge über laufende Asylverfahren von Syrern vorerst nicht entschieden werde. Grund dafür sei die unübersichtliche Lage in dem Land. Betroffen seien 47.270 Asylanträge von Syrern. Für bestehende Entscheidungen habe die neue Lage in Syrien keine Auswirkungen. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sprach in der Regierungspressekonferenz von einer „Rückpriorisierung“; dies bedeute, dass Asylanträge aus Syrien im Stapel nach unten geschoben würden.

 Mit Blick auf schon beschiedene Anträge sagte sie, ein Widerruf des Schutzstatus sei grundsätzlich möglich – unter der Voraussetzung, dass die Veränderungen im Land von Dauer seien und nicht nur kurzfristig bestünden. Dies sei im Falle Syriens noch nicht abzusehen; die Bundesregierung werde es prüfen, wenn es so weit sei. Eine Regierungssprecherin sagte, es komme für die Bundesregierung nun darauf an, „wie in den nächsten Tagen und Wochen in Syrien Recht und Ordnung wiederhergestellt wird“.

Völkerrechtliche, humanitäre oder politische Schutzgründe

In Deutschland lebt derzeit knapp eine Million Syrer, wie das Bundesinnenministerium der F.A.Z. am Montag mitteilte. Zu Beginn des syrischen Bürgerkrieges im Jahr 2011 waren es demnach rund 31.000. Knapp 720.000 der in Deutschland lebenden Syrer sind momentan schutzsuchend, halten sich also unter Berufung auf völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe in Deutschland auf. Asyl genießen momentan laut BMI gut 5000 Syrer; rund 321.000 nehmen Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention in Anspruch. Sie gewährt zunächst für die Dauer von drei Jahren denen einen Aufenthaltstitel, die eine Verfolgung wegen ihrer Rasse, Nationalität, politischer Überzeugung, Religion oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe fürchten.

Den meisten syrischen Schutzsuchenden (gut 329.000) hat das BAMF subsidiären Schutz gewährt. Darauf hat ein Mensch Anspruch, wenn ihm in seiner Heimat ein „ernsthafter Schaden“ droht, das heißt etwa die Todesstrafe, Folter oder unmenschliche Behandlung. Auch eine Bedrohung des Lebens oder der körperlichen Unversehrtheit durch einen bewaffneten Konflikt gibt Anspruch auf subsidiären Schutz. Wer ihn bekommt, darf zunächst ein Jahr bleiben.

Bis vor einigen Jahren gewährte das BAMF subsidiären Schutz vor allem mit Blick auf den syrischen Bürgerkrieg. Seit 2020 hat die Behörde ihn stillschweigend für beendet erklärt, indem sie subsidiären Schutz aus diesem Grund nicht mehr gewährt. Ausschlaggebend war in den vergangenen Jahren stattdessen die Gefahr von Folter oder erniedrigender Behandlung. Im ersten Quartal 2024 war der Bürgerkrieg nur noch in 0,1 Prozent der Fälle entscheidend für die Gewährung subsidiären Schutzes.

10 Dezember 2024 0 Kommentare
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Was Assads Sturz für die Türkei und den Iran bedeutet

von Cumali Yağmur 10 Dezember 2024
von Cumali Yağmur

Was Assads Sturz für die Türkei und den Iran bedeutet

Von Alfred Schmit, ARD-Studio Istanbul

Der Sturz Assads betrifft auch die Türkei. Sie hat über die Jahre verschiedene Kräfte in Syrien unterstützt oder toleriert – und muss nun umdenken. Das gilt auch für den Iran. Wie wird der Machtwechsel in beiden Ländern aufgenommen?

Es ist gut möglich, dass die Türkei aus der neuen Lage in Syrien einen politischen Gewinn ziehen kann. Denn falls tatsächlich viele syrische Geflüchtete zurückkehren und die Türkei in Richtung Syrien verlassen, würde das enormen Druck von der türkischen Regierung in Ankara nehmen. Seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs hat die Türkei etwa drei Millionen Geflüchtete aufgenommen. Die Akzeptanz in der Bevölkerung dafür war zuletzt deutlich gesunken.

Verständlich also, dass ein türkischer Reporter beim spontanen Jubel Hunderter Syrer in der Istanbuler Fatih-Moschee zuerst die Frage stellt: „Sind Sie glücklich?“ Und gleich darauf: „Erwägen Sie, wieder nach Syrien zurückzukehren?“ Eine Antwort: „Wir sind sehr glücklich und spätestens in fünf Tagen hoffentlich will ich zurück nach Syrien gehen.“

Wunsch, dass Geflüchtete zurückgehen

Die Fatih-Moschee in Istanbul war einer von vielen Orten, an denen sich spontane Freuden-Demos gebildet haben. Leute schwenkten syrische Flaggen, Jubel und Gesänge tönten über die Straßen, besonders im Südosten der Türkei, etwa in Gaziantep, wohin Hunderttausende Menschen aus Syrien geflohen sind. 

Nicht überall gab es auf solche Demonstrationen auch von der türkischen Bevölkerung freudige Reaktionen. Manche Kommentare, auch in sozialen Medien, lasen sich zwar wie Glückwünsche, aber auch wie der Wunsch, dass die Geflüchteten doch nun bald wieder gehen sollten. Wer in der Türkei zumindest eine Unterkunft und medizinische Versorgung hat, wird vielleicht nicht sofort in zerstörte Ortschaften zurückkehren wollen.

Ankara – diplomatisch, aber bestimmt

Die offizielle Linie der Regierung in Ankara klingt diplomatisch, aber bestimmt: Der türkische Außenminister Hakan Fidan verweist auf die jüngste Initiative für Friedensgespräche. Diese sei vom türkischen Präsidenten Erdogan ausgegangen. Man habe dem Regime in Damaskus Zeit verschafft, die andauernden Konflikte in Syrien zu unterbrechen und sich mit seinem Volk zu versöhnen, aber vergeblich.

„Diese Zeit für eine Versöhnung verstrich ungenutzt, und die ausgestreckte Hand von Präsident Erdogan wurde nicht angenommen“, so der türkische Außenminister. Nun könne das syrische Volk die Zukunft des Landes selbst neugestalten. Terroristische Organisationen wie die kurdische PKK oder DAESH, also der Islamische Staat, dürften in diesem Prozess nichts gewinnen.

Wenig Reaktionen aus dem Iran

Aus dem Iran gibt es lediglich sparsame Reaktionen. Das Außenministerium ließ verlauten, man wolle alles tun, um auf Sicherheit und Stabilität in Syrien hin zu wirken. Dazu werde man mit allen Seiten im Gespräch bleiben – insbesondere mit denjenigen Kräften, die im Land selbst Einfluss ausüben.

Außerdem meldeten sich einzelne Personen in sozialen Medien zu Wort: Ein Parlamentsmitglied aus der Kommission für Sicherheit und Außenpolitik schreibt: Assad sei nicht von einer genuinen syrischen Opposition zu Fall gebracht worden. Sondern es sei eine multinationale Armee unter Einfluss der Geheimdienste aus den USA, Großbritannien und der Türkei gewesen. Der frühere Außen-Ausschussvorsitzende im iranischen Parlament schrieb, Iran habe Grund zur Freude. Die neue Lage spare dem Staat viel Geld.

Finden einer neuen Position

Das iranische Regime hat stets uneingeschränkt auf der Seite des syrischen Machthabers Assad gestanden. Nun, da dieses Regime gestürzt ist, muss die iranische Führung erst wieder eine neue Position zur aktuellen Lage finden. 

Iranische Diplomaten in Damaskus fanden ihre eigene Art, mit dem Machtwechsel umzugehen: Stunden bevor ihr Botschaftsgebäude unter Feuer geriet, hatten sie das Gelände verlassen.

10 Dezember 2024 0 Kommentare
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Politik

Klartext – die Kolumne von Ahmad Mansour – Bei Syrien ist unsere Politik blind und naiv – jetzt haben wir eine Riesenchance

von Fremdeninfo 10 Dezember 2024
von Fremdeninfo

Klartext – die Kolumne von Ahmad Mansour – Bei Syrien ist unsere Politik blind und naiv – jetzt haben wir eine Riesenchance

          Artikel von Von FOCUS-online-Ahmad Mansour
 
 
                 
                                                                     
Ahmad Mansour: „Wie begeistert hat der Westen vor wenigen Jahren auf den Arabischen Frühling reagiert! Daraus wurde ein islamistischer Winter, und rückblickend erkennen wir die Naivität“.
 
 
Westliche Politiker gratulieren den Syrern zum Sieg über das Assad-Regime. Doch am Ende waren sie viel zu lange blind und verstehen immer noch nicht, was im Nahen Osten wirklich los ist. Wir dürfen die große Chance, die sich in Syrien jetzt auftut, nicht verspielen.

Der Sturz des Assad-Regimesmarkiert das Ende von Jahrzehnten der Unterdrückung, des Massenmords und der Diktatur. Syriens Bevölkerung feiert, der Jubel in den Straßen erschallt weltweit.

Doch es gibt gute Gründe, den neuen Akteuren und Wortführern mit Skepsis und Sorge entgegenzublicken. Unter ihnen sind manche Islamisten, andere haben sich vom IS zwar losgesagt. Doch wie weit die Lossagung geht, das ist alles andere als klar.

Erschütternd sind die Berichte über die jetzt aufgesperrten Folterzentren und die Brutalität von Assads Geheimdiensten. Über Jahrzehnte haben sie Menschen skrupellos ihrer Würde und Rechte beraubt. Entsetzlich auch die Szenen vom Einsatz chemischer Waffen gegen die Bevölkerung. Kein Zweifel: Dass dieses Regime gestürzt wurde, ist gut.

Gigantische Umwälzungen im Nahen Osten

Wir erleben derzeit gigantische Umwälzungen im Nahen Osten. Zu den positiven Folgen des Sturzes von Assad gehört es, dass der Einfluss des iranischen Regimes in der Region spürbar abnehmen wird. Überhaupt war der Sturz nur möglich, weil die Terrororganisation Hisbollah – ein Arm des iranischen Regimes – zuvor geschwächt worden war. Waffenlieferungen an die Terrororganisation Hisbollah werden nun viel schwieriger sein als bisher.

Am 7. Oktober 2023 fantasierte der der Hamas-Anführer Yahya Sinwar in bizarrem Größenwahn von einer völlig veränderten Landkarte des Nahen Ostens. Dieses Ziel wurde erreicht. Aber ganz anders als von Sinwar geplant.

Im Augenblick verändert sich die Landkarte der Region rapide und direkt vor unseren Augen. Unter Schmerzen, Spannungen und Verletzungen erringt Israel – trotz des egoistischen und korrupten Premiers Netanyahu – einen beachtlichen Sieg über die „iranische Widerstandsachse“. Laut der Doktrin des ehemaligen Generals Qassem Soleimani und jener von Hassan Nasrallah, Kopf der Hisbollah, sollte Israel,umringt von

Raketen und Dauerbeschuss, schrittweise zermürbt und zerlegt werden.

Westliche Politiker gratulieren zum Sieg über das Regime, haben aber nichts verstanden

Wer hatte das kommen sehen? Westliche Geheimdienste waren völlig blind gegenüber den Vorgängen in der Tiefe Syriens, im Inneren der dortigen Gruppierungen. Sie wussten nichts von den eifrigen Vorbereitungen, die Muhammad al-Jolani in Idlib für eine große Offensive traf. Sie ahnten nicht, welch starke Unterstützung er von der Türkei erhielt. Sie sahen nicht, dass die Divisionen der syrischen Armee reine Kartenhäuser waren, die beim ersten Ansturm kollabieren würden.

Westliche Diplomaten und Politiker haben nicht verstanden, was ein Wechselkurs von (derzeit) 27.000 syrischen Pfund für einen Dollar bedeutet. Sie machten sich nicht klar, was das für verarmte Soldaten bedeutet, wie das Millionen Menschen beeinflusst, die in bitterer Armut leben und Mehl für Brot brauchen.

Jetzt gratulieren westliche Politiker scharenweise zum Sieg über das Regime, das sie eben noch für stabil hielten. Sie sollten beim Glückwünschen die Gefahren der Islamisten im Blick behalten, die sich unter die Rebellen mischen. Die „Rebellen“ sind eine Ansammlung bewaffneter Milizen unterschiedlich stark religiöser bis radikaler Schattierung.

Wir sollten jetzt auf die Zwischentöne in Syrien horchen

Unter ihnen sind Abtrünnige von al-Qaida wie Jolani selbst. Er hat begonnen, Anzug und Krawatte zu tragen, er gibt sich bürgerlich, redet von Versöhnung und von Garantien für die Rechte von Minderheiten. Das klingt gut, das ist gut. Doch in den Demokratien

sollte man auf Zwischentöne horchen und auf Überraschungen gefasst sein. Viele Leute in Stadt und Land sind bewaffnet, es gibt kriminelle Banden und viele Islamisten.

Mit Demokratie, Parteipolitik, freier Presse und freien Wahlen hat die Bevölkerung keinerlei Erfahrung. Aus dem Konglomerat der Akteure eine geordnete Regierung zu bilden, obwohl dies Jolanis Absicht ist, wird überaus schwer. Daher ist mit einer langen Periode innerer Turbulenzen in Syrien zu rechnen, während im Hintergrund Präsident Erdogan zur einflussreichsten Figur des Szenarios wird. In der Rolle dürfte Erdogan an die Stelle des iranischen Mullah-Führers Ali Khamenei treten.

Wir sollten jetzt auf die Zwischentöne in Syrien horchen

Unter ihnen sind Abtrünnige von al-Qaida wie Jolani selbst. Er hat begonnen, Anzug und Krawatte zu tragen, er gibt sich bürgerlich, redet von Versöhnung und von Garantien für die Rechte von Minderheiten. Das klingt gut, das ist gut. Doch in den Demokratien

sollte man auf Zwischentöne horchen und auf Überraschungen gefasst sein. Viele Leute in Stadt und Land sind bewaffnet, es gibt kriminelle Banden und viele Islamisten.

Mit Demokratie, Parteipolitik, freier Presse und freien Wahlen hat die Bevölkerung keinerlei Erfahrung. Aus dem Konglomerat der Akteure eine geordnete Regierung zu bilden, obwohl dies Jolanis Absicht ist, wird überaus schwer. Daher ist mit einer langen Periode innerer Turbulenzen in Syrien zu rechnen, während im Hintergrund Präsident Erdogan zur einflussreichsten Figur des Szenarios wird. In der Rolle dürfte Erdogan an die Stelle des iranischen Mullah-Führers Ali Khamenei treten.

Syrien: Einige wollen ein neues System, das der Scharia verpflichtet

Bald werden die Golfstaaten in Syrien auftauchen, um sicherzustellen, dass ein neues Regime relativ moderat agiert und nicht in dschihadistische Phantasmen abdriftet. Einige von Syriens Islamisten wollten nicht nur den Sturz Assads, sondern ein neues System, das mehr der Scharia verpflichtet wäre als Menschenrechten und Demokratie, die das Land so dringend braucht wie ein Verdurstender das Wasser. Rechtsstaatlichkeit wird auch bedeuten, die Verbrechen der Vergangenheit aufzuarbeiten, zu ahnden und Opfer zu entschädigen.

Der Jubel darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Syriens traumatisierte Gesellschaft voller Wut, Enttäuschung und Rissen ist. Sunniten und Alawiten trauen einander kaum. Die Türkei hat zwar die Rebellen unterstützt, will jedoch Syriens Kurden unterdrücken. Der Hass auf den schiitischen, autokratischen Iran und dessen Helfershelfer in Syrien wird noch lange nachwirken und Konflikte anfachen.

Nicht nur der Fall Syrien macht deutlich, dass ethnische Nationalstaatskonzepte keine gute Ruhe für den Nahen Osten bringen können. Alle beteiligten Akteure und Geldgeber müssen darauf dringen, dass Syriens Wiederaufbau nicht von ethnischen und religiösen Spannungslinien dominiert und sabotiert wird. Ein verfehlter Transformationsprozess würde die gesamte Region noch mehr destabilisieren. Gelungene Demokratisierung könnte ein Leuchtturm sein.

Aus dem Arabischen Frühling wurde ein islamistischer Winter

Demokratie hat ihren Preis. Wie begeistert hat der Westen vor wenigen Jahren auf den Arabischen Frühling reagiert! Daraus wurde ein islamistischer Winter, und rückblickend erkennen wir die Naivität.

Demokratische Prozesse dauern Jahre, sie brauchen Generationen, um zu reifen. Sinnvoller Aufbau investiert jetzt in die demokratische Infrastruktur: demokratische Bildung, Schule für alle, Trennung von Staat und Religion, Dialog, Diskussion, das Infragestellen von Autoritäten – all das ist in weiten Teilen des Nahen und Mittleren Ostens kaum bekannt.

Der Aufbau einer stabilen, demokratischen Gesellschaft ist die große, nächste Herausforderung für Syrien, und in Zeiten des zunehmenden Autoritarismus die große Herausforderung auch für seine Aufbauhelfer.


10 Dezember 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Nach Sturz des Assad-Regimes: Syrische Geflüchtete in der Türkei treten die Rückkehr an

von Fremdeninfo 8 Dezember 2024
von Fremdeninfo

Nach Sturz des Assad-Regimes: Syrische Geflüchtete in der Türkei treten die Rückkehr an

                                    Artikel von Susanne Güsten
Mehr als drei Millionen Syrer sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs in die Türkei geflohen. Viele von ihnen wollen nun zurück – und müssen erneut von null anfangen.
                                       
                                      Mehr als drei Millionen Syrer sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs in die Türkei geflohen. (Bild von 2013) © Foto: picture alliance / dpa/Emin Sansar
 

Die syrischen Rebellen hatten Damaskus noch nicht erreicht, da brach ein junger Landarbeiter aus Cerkezköy im Nordwesten der Türkei schon auf in die Heimat. Die ersten 1400 Kilometer hatte Halit Resid am Sonntagmorgen geschafft und wartete am Grenzübergang Cilvegözü zwischen der Türkei und Syrien im Sonnenschein auf die Weiterfahrt über die Grenze.

„Wir laden jetzt gleich auf“, sagte der 24-Jährige mit einer Kopfbewegung zu einem Lastwagen, der die wartenden Reisenden und ihr Gepäck transportieren sollte. „Und dann geht es ab in die Heimat!“

„Millionen Syrer werden jetzt ehrenhaft heimkehren können“, sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan am Nachmittag. Nach Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges 2011 hatte die Türkei ihre Grenze zum südlichen Nachbarland für Flüchtlinge geöffnet (Bild oben von 2013 zeigt den Grenzübergang Cilvegözü). Millionen kamen, viele reisten weiter nach Europa, doch mehr als drei Millionen blieben in der Türkei, wo sie zunächst freundlich empfangen wurden. Mit den Jahren kippte die Stimmung; heute fordern die meisten Türken die Rückkehr der Syrer in ihre Heimat.

Es gibt dort genug zu tun“

Als Fidan sprach, warteten am Grenzübergang Cilvegözü bereits hunderte Syrer, wie Aufnahmen türkischer Nachrichtenagenturen zeigten. Das sei erst der Anfang, sagte der syrische Landarbeiter Resid: „Alle sagen, dass sie jetzt heimkehren werden, alle“, berichtete der 24-Jährige. „Alle meine Landsleute in Cerkezköy, alle meine Freunde am Telefon, alle Leute in den Chatgruppen – alle wollen jetzt heim.“

Seit sieben Jahren sei er nicht mehr in Syrien gewesen und habe seine Angehörigen nicht gesehen, berichtete der junge Mann aus Homs der türkischen Nachrichtenagentur IHA. „Gestern haben sie mich angerufen aus Homs und gesagt, dass die Opposition die Kontrolle über die Stadt hat und ich kommen kann.“ Da habe er sich sofort auf den Weg gemacht.

Von Cilvegözü aus wollte er nun versuchen, über Idlib und Afrin seine Heimatstadt zu erreichen. „Für mich wird es dort genug zu tun geben“, sagte er. Die elterliche Viehzucht sei vor Jahren zerbombt und zerstört worden, nun wolle er den Hof wieder aufbauen und Ziegen züchten.

„Endlich sind wir frei“

Zu den ersten Rückkehrern, die Cilvegözü erreichten, zählten Flüchtlinge, die sich in der benachbarten Provinz Hatay niedergelassen hatten. „Endlich sind wir frei und können zurückkehren“, sagte ein Mann namens Mahmud Esma der Agentur DHA. „Ich rufe vor allem die syrische Jugend auf, jetzt heimzukehren.“

Nun müssten sie die türkische Gastfreundschaft nicht weiter in Anspruch nehmen, sagte Abdulsafi Uhud, ein weiterer Rückkehrer. „Wir sind endlich frei und kehren heim.“ Sieben Jahre lang habe er in der Türkei gelebt und gearbeitet, sagte der 23-jährige Raid, der nach Damaskus wollte. Seine Familie habe nichts mehr in Syrien, sie müssten von null anfangen. „Für mich beginnt jetzt ein neues Leben.“

Die Türken waren gut zu uns, und sie werden uns fehlen.

Ein junger Mann in Adana

Vor der Grenzanlage schwenkten junge Syrer die Fahne der Opposition und jubelten den Fahrzeugen zu. „Endlich sind wir frei und können nach Syrien zurückkehren, ohne Angst haben zu müssen – Gott sei Dank“, sagte eine junge Frau in rotem Kopftuch.

„Die Türken werden uns fehlen“

„Wir sind auf dem Weg nach Aleppo“, sagte ein Mann im Alter von Anfang 30, der mit seiner Familie unterwegs und aus dem westtürkischen Bursa die ganze Nacht gefahren war. „Das ist schließlich unsere Heimat.“ Alle jungen Syrerinnen und Syrer müssten nun heimkehren, sagte der Mann. Ohne die Jugend könne der Wiederaufbau nicht gelingen.

Anderswo in der Türkei packten schon weitere Flüchtlinge die Koffer, wie sie türkischen Medien berichteten. „Wir haben alles vorbereitet, wir sind bereit“, sagte ein junger Mann in Adana der Agentur DHA. „Wir gehen jetzt heim.“ Glücklich sei er darüber, sagte der junge Mann, aber auch etwas wehmütig.

„Die Türken waren gut zu uns, und sie werden uns fehlen.“ Selbst diese Gasse werde ihm fehlen, fügte er hinzu und wies auf die belebte Straße hinter ihm: „Ich bin ja hier aufgewachsen, und es wird sicher nicht leicht, mich in Syrien einzugewöhnen.“ Mit der Zeit werde es ihm aber hoffentlich gelingen, sagte er, und dann hoffe er, Adana einst als Besucher wiederzusehen.

8 Dezember 2024 0 Kommentare
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Erdogan hofft auf Erfolg der Rebellenoffensive in Syrien – und wird deutlich: „Das Ziel ist Damaskus“

von Fremdeninfo 6 Dezember 2024
von Fremdeninfo

Erdogan hofft auf Erfolg der Rebellenoffensive in Syrien – und wird deutlich: „Das Ziel ist Damaskus“

                                                                              Artikel von Bedrettin Bölükbasi
                                         
                                           Der Arm des türkischen Präsidenten Erdogan reicht bis nach Deutschland. (Archivbild) © Bernd von Jutrczenka/dpa
 
                                       Mit türkischer Hilfe

Erdogan hofft auf Erfolg der Rebellenoffensive in Syrien – und wird deutlich: „Das Ziel ist Damaskus“

Die Türkei unterstützt Syrien die Rebellen, die im Bürgerkrieg gegen das Assad-Regime kämpfen. Erdogan hat sich nun deutlich hinter ihrer Offensive positioniert.

Ankara – In Syrien überschlagen sich die Ereignisse: Die Rebellen, die den Sturz von Machthaber Baschar al-Assad sehen wollen, haben mit einer Blitzoffensive zuerst Aleppo erobert, dann Tal Rifaat, schließlich Hama und nun sind sie an den Türen von Homs. Bis nach Damaskus ist es nicht mehr weit. Ihr wichtigster politischer und militärischer Unterstützer: die Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Krieg in Syrien: Rebellen stoßen mit Unterstützung der Türkei weiter vor

Zwar waren es vor allem die Rebellen aus der Provinz Idlib, die Haiat Tahrir al-Scham (HTS), die die Offensive im Syrien-Krieg gegen das Assad-Regime gestartet haben. Doch später haben die pro-türkischen Rebellen in nordsyrischen Gebieten ihre eigene Offensive gestartet und das Assad-Regime sowie die überwiegend kurdische PKK/YPG-Miliz attackiert. So sind sie ebenfalls auf Aleppo marschiert und schließlich die Stadt gemeinsam mit der HTS eingenommen.

Von dort ging es nach Hama, wo die pro-türkischen Fraktionen erheblich Verstärkung schickten und so bei ihrer Einnahme sehr stark mitwirkten. Die aktuelle Offensive nach Homs läuft ebenfalls gemeinsam. Bei allen Entwicklungen hieß es aus der Türkei, man habe nichts mit den Geschehnissen zutun. Es handle sich lediglich um Entwicklungen, die das Resultat interner syrischer Dynamiken und der Weigerung des Regimes für politische Gespräche seien

Erdogan hofft auf Erfolg der Offensive von syrischen Rebellen: Damaskus ist das finale Ziel

Doch erstmals hat sich der türkische Staatschef Erdogan nun deutlich geäußert und dabei auch das finale Ziel der Rebellenoffensive ausgeplaudert. „Idlib, Hama, Homs und natürlich ist das Ziel Damaskus“, sagte Erdogan nach dem Freitagsgebet. Weiter hieß es: „Der Vormarsch der Rebellen dauert an und wir hoffen, dass dieser Vormarsch in Syrien ohne Beeinträchtigungen andauert.“

Beobachter haben mehrfach unterstrichen, dass die Türkei grünes Licht für die Offensive gegeben hat, da sich das Assad-Regime geweigert hat, Gespräche mit der Türkei einzugehen. Erdogans Worte scheinen dies indirekt zu bestätigen: „Wir hatten ein Appell an Assad gemacht. Wir hatten ihm gesagt, dass wir die Zukunft von Syrien gemeinsam gestalten können.“ Darauf habe das Assad-Regime allerdings keine „positive“ Antwort gegeben, sagte der türkische Machthaber.

Die Türkei und Syrien waren früher enge Verbündete. Erdogan und Assad selbst waren auf persönlicher Ebene gut befreundet. Der syrische Bürgerkrieg führte allerdings zum Bruch: Die Türkei unterstützt sunnitische Rebellengruppen, die Assad stürzen wollen. Dieses Ziel scheint nun tatsächlich zum Greifen nah. Lokale Quellen melden, dass sich das Assad-Regime auch aus der Stadt Homs zurückzieht, um in Damaskus eine Verteidigungslinie aufzubauen. Hinzu kommt: Auch die Gebiete im östlichen Deir Ez-Zour werden leergeräumt und der kurdischen PKK/YPG-Miliz überlassen. Assad scheint sich für einen finalen Kampf in Damaskus zu rüsten. (bb)

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Neue Eskalation: Profitiert die Türkei von der Entwicklung in Syrien?

von Cumali Yağmur 6 Dezember 2024
von Cumali Yağmur

Neue Eskalation: Profitiert die Türkei von der Entwicklung in Syrien?

                               von:dpa/dtj

Dieses undatierte Archivfoto, das von einer militanten Gruppe im Jahr 2016 veröffentlicht wurde, zeigt Abu Mohammed al-Golani vom militanten Komitee zur Befreiung der Levante und den Anführer der syrischen Al-Kaida-Niederlassung (2.v.r), wie er in Aleppo mit Feldkommandeuren über einer Landkarte Details zum Schlachtfeld bespricht. Foto: Uncredited/Fatah al-Sham Front/AP/dpa

 
 
Die Türkei, seit Jahren ein zentraler Akteur im syrischen Bürgerkrieg, hält sich offiziell von den jüngsten Entwicklungen im Nachbarland zurück. Doch hinter den Kulissen scheint Ankara politische Vorteile aus der eskalierenden Situation im Nordwesten Syriens zu ziehen. Militärexperten sehen Chancen für die Umsetzung langfristiger Ziele der türkischen Regierung, obwohl die Lage auch Risiken birgt.

Zwei zentrale Ziele könnte die Türkei in Syrien vorantreiben, analysiert der ehemalige Luftwaffengeneral und Militärexperte Erdoğan Karakuş. Zum einen hoffe Ankara, dass ein Teil der mehr als drei Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei in ihre Heimat zurückkehren könne, sollten die Rebellen Aleppo halten können. „Das könnte innenpolitisch für eine Entspannung sorgen“, so Karakuş. Zum anderen verfolge die Türkei das Ziel, die Kurdenmiliz YPG aus den Gebieten westlich des Euphrats zu verdrängen, um die eigene Grenzsicherheit zu erhöhen. Die Türkei stuft die YPG als Ableger der PKK und somit als Terrororganisation ein.

Mitte vergangener Woche begann eine Allianz aus Rebellen unter der Führung der Islamistengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) eine Offensive im Nordwesten Syriens und konnte schnell die Kontrolle über Aleppo und umliegende Gebiete gewinnen. Parallel dazu rückten protürkische Rebellen der Syrischen Nationalen Armee (SNA) gegen die YPG im Norden vor und eroberten Teile des von Kurden kontrollierten Territoriums.

Ein Spiel mit kalkuliertem Risiko

Laut Karakuş sei es „naiv zu glauben, Ankara habe nichts von den Vorbereitungen zur Offensive gewusst“. Obwohl die Türkei die HTS offiziell nicht unterstützt, koordiniert sich diese mit den von der Türkei bewaffneten und trainierten SNA-Rebellen. Die militärische Stärke der SNA sei dabei ein zentraler Faktor. „Da die SNA aufgrund der türkischen Militärunterstützung, die sie seit Jahren erhält, stark und organisiert ist, wird die Türkei all diese Erfolge erzielt haben, ohne eine einzige Kugel im Feld abzufeuern“, erklärt Karakuş.

Allerdings ist das Engagement nicht ohne Risiken. Um Russland – Schutzmacht der syrischen Regierung – nicht zu verärgern, wird die Türkei nach Ansicht von Karakuş versuchen, die HTS daran zu hindern, weiter nach Süden vorzudringen. Die zerbrechliche Balance zwischen den Interessen der Türkei und Russlands zeigt sich auch in einem am Dienstag geführten Telefonat zwischen den Präsidenten Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdoğan. Putin forderte Ankara auf, seinen Einfluss zu nutzen, um die verfassungsmäßige Ordnung in Syrien wiederherzustellen. Laut Kreml betonte der russische Präsident, dass „die terroristische Aggression radikaler Gruppen gegen den syrischen Staat schnellstens beendet“ werden müsse.

 

Erdoğan wiederum hob hervor, dass die Türkei an einer „gerechten und dauerhaften Lösung“ arbeite und der Diplomatie mehr Raum gegeben werden müsse. Der Astana-Prozess, an dem neben der Türkei und Russland auch der Iran beteiligt ist, könnte zur Normalisierung der Lage beitragen.

Dramatische humanitäre Folgen

Die neue Eskalation in Syrien hat bereits jetzt verheerende Konsequenzen. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden in den kürzlich ausgebrochenen Kämpfen mehr als 500 Menschen getötet, darunter 92 Zivilisten. Aufseiten der Rebellen seien mindestens 217 Kämpfer der HTS sowie 51 SNA-Kämpfer ums Leben gekommen. Bei den syrischen Regierungstruppen habe es 154 Tote gegeben, hieß es in einer Mitteilung am Montag.

Besonders betroffen ist die Region um Idlib, die als Hochburg der Rebellen gilt. Luftangriffe der syrischen Armee auf Wohngebiete haben eine Massenflucht ausgelöst. Anwohner berichten von katastrophalen Bedingungen: Die Wasserversorgung sei zusammengebrochen, zeitweise sei auch der Strom ausgefallen.

Seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 hat sich das Land in rivalisierende Lager gespalten. Während die Regierung von Baschar al-Assad mit Unterstützung Russlands und des Iran etwa zwei Drittel des Landes kontrolliert, dominieren Oppositionsgruppen Teile des Nordwestens und Nordostens. Trotz immer wieder vereinbarter Waffenstillstände ist eine politische Lösung des Konflikts nicht in Sicht.

dpa/dtj

6 Dezember 2024 0 Kommentare
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Özdemir berichtet von massiver Bedrohung durch türkische Nationalisten seit 2016

von Fremdeninfo 5 Dezember 2024
von Fremdeninfo

Özdemir berichtet von massiver Bedrohung durch türkische Nationalisten seit 2016

                                Artikel von AFP
 
 
Der Grünen-Politiker Cem Özdemir hat von massiver Bedrohung türkischer Nationalisten gegen ihn berichtet. Außerdem machte er den deutschen Sicherheitsbehörden schwere Vorwürfe.
                                                         
 
Wegen Armenien-Resolution Özdemir beklagt Aggression türkischer Nationalisten

 

 

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir hat von massiver Bedrohung durch türkische Nationalisten gegen ihn berichtet und den deutschen Sicherheitsbehörden schwere Vorwürfe gemacht. Als Auslöser nannte der aktuelle Bundeslandwirtschafts- und Bildungsminister der Funke Mediengruppe vom Donnerstag seinen Einsatz für die Armenien-Resolution des Bundestages aus dem Jahr 2016. Darin wird das Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs als Völkermord bezeichnet.

Die Resolution habe sein Leben „in ein Davor und ein Danach verändert“, sagte Özdemir im Funke-Podcast „Meine schwerste Entscheidung“. Ihm sei klar gewesen, „das wird einschneidende Konsequenzen haben“. Er habe auch Teile seines Berliner Wohnviertels Kreuzberg meiden müssen. Özdemir berichtet, von Taxifahrern bedrängt worden zu sein, die offenbar türkische Nationalisten gewesen seien.

Türkische Nationalisten hätten „Filme ausgestrahlt, in denen auch meine damalige Frau, meine Kinder erwähnt wurden“, sagte Özdemir. Freunde in der Türkei hätten ihm damals geraten, dies „verdammt ernst“ zu nehmen. Bei seiner Familie in der Türkei sei er seit 2016 nicht mehr gewesen. „Ich konnte zum Beispiel zur Beerdigung meines Onkels nicht gehen“, sagte Özdemir. Das Risiko sei zu hoch gewesen.

Um seine Familie in Deutschland zu schützen, habe er zusammen mit seinen beiden Kindern einen Kurs im Selbstverteidigungssystem Krav Maga gemacht. „Wenn jemand kommt, ein Selfie möchte, der jetzt offensichtlich

Um seine Familie in Deutschland zu schützen, habe er zusammen mit seinen beiden Kindern einen Kurs im Selbstverteidigungssystem Krav Maga gemacht. „Wenn jemand kommt, ein Selfie möchte, der jetzt offensichtlich türkische Herkunft ist, dann gehen meine Kinder automatisch etwas weg von mir, auch aus Sicherheitsgründen“, sagte er.

Auf notwendige Sicherheitsvorkehrungen sei er zunächst nicht hingewiesen worden, kritisierte Özdemir. Die Sicherheitsbehörden hätten sich erst nach einer Intervention des damaligen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU) bei ihm gemeldet. Er denke sich gelegentlich: „Wenn die Bösen wüssten, wie die Guten bei uns arbeiten, besser so, dass sie vielleicht nicht alles wissen“, sagte er lakonisch.

Özdemir kam 1965 als Sohn türkischer Einwanderer im schwäbischen Urach zur Welt. Seine Eltern waren Anfang der 60er Jahre als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen. 1994 zog Özdemir als erstes Kind türkischer Gastarbeiter in den Bundestag ein. 2021 wurde er als erstes Kind türkischer Gastarbeiter Bundesminister. Zuletzt kündigte er an, Anfang 2026 bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg als Spitzenkandidat für die Grünen antreten zu wollen.

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5 Dezember 2024 0 Kommentare
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