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Schröder hat ein Problem: Sparkasse sperrt sein Konto für Putins Überweisungen

von Fremdeninfo 25 Mai 2025
von Fremdeninfo

Schröder hat ein Problem: Sparkasse sperrt sein Konto für Putins Überweisungen

                                   Artikel von Christoph Englmann/ Focus

 

 

                                                 

                                                    ltkanzler Gerhard Schröder © Christoph Soeder/dpa

Die Sparkasse Hannover hat das Konto von Altkanzler Gerhard Schröder (81) für bestimmte Zahlungseingänge gesperrt. Nach Informationen der „Bild„ betrifft die Sperre Überweisungen, die mutmaßlich aus Schröders Geschäftsbeziehungen zu Russland stammen. Konkret geht es um Zahlungen von Nord Stream 2 – einer Tochter des russischen Gaskonzerns Gazprom –, deren Gutschrift nun verweigert wird.

Alle sechs Monate rund 200.000 Euro für Nord-Stream-2-Tätigkeit

Schröder ist seit Jahren Verwaltungsratschef von Nord Stream 2 und erhält dem Bericht zufolge alle sechs Monate rund 200.000 Euro für seine Tätigkeit. Diese Zahlungen wurden bisher über Luxemburg auf sein Konto in Hannover geleitet. Seit Mitte 2024 gehen sie jedoch nicht mehr ein. 

Die Sparkasse soll das Geld zurücküberwiesen und Schröder schriftlich darüber informiert haben. In dem Schreiben äußert das Institut laut „Bild“ „Angst, US-Sanktionen könnten die Bank treffen“, falls weiterhin Gelder aus dem Umfeld russischer Staatskonzerne gutgeschrieben würden.

Obwohl Schröder selbst auf keiner Sanktionsliste steht und die US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 bereits seit 2022 gelten, entschied sich die Sparkasse offenbar erst jetzt für eine Sperrung der Transaktionen. Eine Stellungnahme zu Einzelfällen lehnt die Bank ab: „Wir äußern uns grundsätzlich nicht öffentlich zu Kundenbeziehungen“, so ein Sprecher gegenüber der „Bild“.

Brisanter zeitlicher Zusammenhang

Auffällig ist der zeitliche Zusammenhang: Nur wenige Wochen vor der Sperrung übernahm Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) den Vorsitz des Verwaltungsrats der Sparkasse. Onay hatte Schröder 2022 öffentlich aufgefordert, seine Ehrenbürgerwürde zurückzugeben. Damals erklärte er: „Mit Blick darauf, dass Gerhard Schröder nicht bereit ist, persönliche Konsequenzen aus dem Krieg in der Ukraine zu ziehen, ist ein Ende seiner Ehrenbürgerschaft konsequent.“ Schröder kam dieser Forderung zuvor.

Zweistelliger Millionenbetrag durch Tätigkeiten für russische Staatskonzerne

Laut „Bild“ hat Schröder bislang keine rechtlichen Schritte gegen die Sparkasse eingeleitet. Angesichts seines Vermögens dürfte der Ausfall der Zahlungen für ihn verkraftbar sein. Seit dem Ende seiner Kanzlerschaft im Jahr 2005 hat er einen zweistelligen Millionenbetrag durch Tätigkeiten für russische Staatskonzerne verdient. Hinzu kommen Beraterhonorare, Bucheinnahmen und Rednerhonorare von bis zu 70.000 Euro pro Auftritt.

25 Mai 2025 0 Kommentare
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Archive

„Mädchenprozess“ in Istanbul: Minderjährige unter Terrorverdacht – Menschenrechtler schlagen Alar

von Cumali Yağmur 25 Mai 2025
von Cumali Yağmur

„Mädchenprozess“ in Istanbul: Minderjährige unter Terrorverdacht – Menschenrechtler schlagen Alar

                  

                                                            Von dtj/dpd

                                            

Im sogenannten „Mädchenprozess“ in der Türkei stehen 48 Personen, darunter 15 minderjährige Schülerinnen, wegen mutmaßlicher Verbindungen zur Gülen-Bewegung vor Gericht. Menschenrechtsorganisationen kritisieren schwere Verstöße gegen rechtsstaatliche Standards, darunter Einschüchterung, Beweismanipulation und Verletzung internationaler Konventionen. Ein neuer Verhandlungstermin steht noch aus.

Im Verfahren gegen 48 Personen, die türkische Sicherheitskräfte im Mai 2024 in Istanbul festgenommen hatten, ist nach dem Prozesstag vom 18. Februar 2025 immer noch kein neuer Verhandlungstermin festgesetzt worden. Es wird damit gerechnet, dass dieser im zweiten Halbjahr stattfinden wird. Der berüchtigte „Mädchenprozess“ hat unter internationalen Prozessbeobachtern und Menschenrechtsorganisationen besondere Aufmerksamkeit hervorgerufen, da sich unter den Betroffenen auch 15 minderjährige Schülerinnen im Alter von 13 bis 17 Jahren befinden. Kritiker halten ihn für einen beispiellosen Tiefpunkt türkischer Rechtsgeschichte.

Grundlage für den Prozess ist Konstruktion einer „FETÖ-Studentenstruktur“

Im September fand eine erste Anhörung mit 41 Angeklagten statt. Von 19 zu diesem Zeitpunkt noch in Haft befindlichen Angeklagten wurden elf freigelassen, weitere zwei kamen nach der zweiten Anhörung am 12. Dezember frei. Unter den Angeklagten, gegen die Haftanordnungen verlängert wurden, waren auch die an Parkinson und einem Leberleiden erkrankte Aysu Öztaş Bayram und Rabia Battal Genç, die in Haft eine Gehirnblutung erlitt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, eine „Studentenstruktur“ der Gülen-Bewegung und damit einer „terroristischen Organisation“ aufgebaut zu haben. Konkret wird ihnen zur Last gelegt, von der Grundschule bis zur Universität Dritten Lernunterstützung gegeben zu haben. Im Wege einer „Zirkelmobilisierung“ sollen damit gezielt betreute Kinder und Familien mit den Lehren von Fethullah Gülen vertraut gemacht worden sein.

Zur Verstärkung soll die „Studentenstruktur“ Personen als Lehrpersonal eingestellt haben, gegen die infolge der Notstandsdekrete nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 Berufsverbote bestanden hatten. Gleichzeitig sollen sie aber auch versucht haben, die Flucht wegen Gülen-Verbindungen gesuchter Personen ins Ausland geplant zu haben.

16 Stunden unter Druck und Drohungen festgehalten

Die türkische Regierung macht die Gülen-Bewegung, von ihr als „Fethullahistische Terrororganisation“ (FETÖ) bezeichnet, für den versuchten Staatsstreich verantwortlich. Die Freiwilligen der Bewegung, die sich selbst als Hizmet bezeichnet, bestreiten jede Verwicklung, und auch Nachrichtendienste ausländischer Staaten wie BND und Verfassungsschutz zweifeln an der Existenz von „FETÖ“.

Die Anklage fordert für 37 Angeklagte Haftstrafen zwischen 7 Jahren und 6 Monaten und 15 Jahren. In vier Fällen, wo „tätige Reue“ berücksichtigt werden soll, reichen die Anträge von 2 Jahren und 6 Monaten bis zu 3 Jahren und 9 Monaten. Rechtsbeiständen und NGOs zufolge wurden einige der Jugendlichen im Laufe des Verfahrens unter Auflagen wie Meldepflicht oder Ausreiseverboten freigelassen. Einige blieben noch über Monate in Haft.

Beobachter des Prozesses sprechen von teils erfundenen, teils willkürlich konstruierten Anklagepunkten. Der in den USA lebende Regierungskritiker und Gülen-Anhänger Enes Kanter Freedom schrieb im September 2024 in „Newsweek“, in den frühen Morgenstunden des 7. Mai des Vorjahres hätten Polizeikräfte die 15 minderjährigen Mädchen zur Vernehmung abgeführt.

In weiterer Folge seien ihre Wohnräumlichkeiten durchsucht worden. Die Mädchen selbst habe man für fast 16 Stunden ohne Rechtsbeistand festgehalten. Anwesende Polizeikräfte haben sie späteren Angaben zufolge massiv eingeschüchtert und auch bedroht.

Im „Mädchenprozess“ werden alltägliche Handlungen zum „Terrorakt“

Im Anschluss sei von den Mädchen verlangt worden, gegen ihre unter „Terrorverdacht“ stehenden Familienangehörigen auszusagen. Wie die Rechtshilfeorganisation „Silenced Turkey“ deutlich macht, hatten die türkischen Strafverfolgungsbehörden gegen mehrere Mindeststandards der Verfassung und der Europäischen Menschenrechtskonvention verstoßen.

Das beginne bereits bei der fadenscheinigen Konstruktion der „Terrorismus“-Vorwürfe. Diese stützte sich zum einen auf Umstände, die vom EGMR bereits mehrfach als strafrechtlich irrelevant eingestuft worden seien. Dazu gehört unter anderem die Verwendung des Messengers ByLock.

Zum anderen werden die Anklagen auch darüber hinaus auf völlig selbstverständlich anmutende Alltagshandlungen gestützt. So wird Aysu Öztaş Bayram als strafrechtlich relevanter Teilakt zur „terroristischen“ Betätigung vorgeworfen, dass diese ihre Töchter zu Sozialkontakten mit College-Studenten in der Nachbarschaft ermuntert habe. Diese hätten dann zusammen gelernt, wären zum Bowling gegangen und hätten Filme gesehen. Auch der Einkauf bei bestimmten Lieferdiensten oder Zusammenleben in Wohngemeinschaften seien als „Beweise“ herangezogen worden.

Verletzungen von Grundrechten – Anwälte und NGOs üben scharfe Kritik

Die Polizei habe jedoch auch illegale Methoden angewandt, um Informationen zu beschaffen. Zudem seien Beweise fabriziert worden, um unbegründete Anschuldigungen zu untermauern. Es seien persönliche Gespräche und alltägliche Kommunikationen der Mädchen abgehört worden. Diese seien zudem beim Schulbesuch, bei gesellschaftlichen Veranstaltungen und der Interaktion mit Gleichaltrigen überwacht worden.

Dazu habe man ohne richterliche Genehmigung Telefondaten und Social-Media-Interaktionen auf Plattformen wie WhatsApp und Telegram ausgelesen. Darüber hinaus gebe es Anhaltspunkte für Beweisfälschung – zusätzlich zu der Praxis, Familienmitglieder zu verhaften, um die minderjährigen Beschuldigten unter Druck zu setzen.

Proteste internationaler Menschenrechtsorganisationen oder prominenter Persönlichkeiten wie des früheren Schachgroßmeisters Garry Kasparow hat die türkische Führung bisher konsequent ignoriert.

25 Mai 2025 0 Kommentare
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treit um ausländische Studenten in Harvard: Künftige Königin von Belgien, Prinzessin Elisabeth, betroffen

von Fremdeninfo 24 Mai 2025
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Streit um ausländische Studenten in Harvard: Künftige Königin von Belgien, Prinzessin Elisabeth, betroffen

Artikel von sba/ Berliner Zeitung

                                        

Kronprinzessin Elisabeth (r), Prinz Emmanuel, Prinzessin Eleonore und Königin Mathilde von Belgien (2.v.r) bei der Ankunft der königlichen Familie in der Residenz des Rektors vor der Abschlussfeier der Universität Oxford im vergangenen Jahr. © Laurie Dieffembacq/Belga/dpa

 

Nachdem US-Präsident Donald Trump den Ausschluss ausländischer Studenten von der Harvard-University verhängt hat, könnte auch die belgische Thronfolgerin ihr Studium an der renommierten Einrichtung abbrechen müssen. Prinzessin Elisabeth ist an der Universität für einen zweijährigen Masterstudiengang in Public Policy eingeschrieben

Die Trump-Regierung hatte Harvard am Donnerstag die Möglichkeit entzogen, internationale Studenten zu immatrikulieren. Sie beschuldigt die Universität, Gewalt und Antisemitismus zu fördern und einer Aufforderung zur Übermittlung von Informationen über ausländische Studenten, die zu deren Ausweisung führen könnten, nicht nachzukommen.

Die US-Regierung hatte zuvor mehrere Universitäten, denen sie eine linksliberale Ausrichtung vorwirft, finanziell unter Druck gesetzt und ihnen unter anderem abverlangt, Diversitätsprogramme zu stoppen. Anders als andere Hochschulen widersetzt sich Harvard den weitreichenden Forderungen, bei denen es etwa um Zulassungsverfahren, Verhaltensregeln und Personalentscheidungen geht.

Am Freitag setzte eine Bundesrichterin die Entscheidung der Regierung nach einer Klage Harvards aus und ermöglichte es der Universität zumindest vorübergehend weiter Studierende aus dem Ausland aufzunehmen. Ob sich die Regierung von US-Präsident Trump daran jedoch hält, ist ungewiss. In anderen Fällen hatte sich die Regierung über Gerichtsentscheidungen hinweggesetzt.

Die belgische Kronprinzessin hatte im vergangenen Jahr ihr dreijähriges Bachelor-Studium in Geschichte und Politik im am Lincoln College der britischen Oxford-Universität beendet. Die 23-Jährige ist die erste in der belgischen Thronfolge, nachdem die Verfassung im Jahr 1991 geändert wurde, um die rein männliche Erbfolge abzuschaffen.

Von der Maßnahme der US-Regierung wären neben Prinzessin Elisabeth rund 7000 internationale Studenten betroffen, die derzeit an der Elite-Universität studieren. Darunter befinden sich auch Hunderte Deutsche. Harvard gilt als eine der weltweit besten Universitäten. Im Uni-Ranking des US-Nachrichtenmagazins „US News and World Report“ steht Harvard auf dem ersten von mehr als 2000 Plätzen.

24 Mai 2025 0 Kommentare
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Baden-Württemberg: Grüne wählen Cem Özdemir zum Spitzenkandidaten

von Fremdeninfo 24 Mai 2025
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Baden-Württemberg: Grüne wählen Cem Özdemir zum Spitzenkandidaten

Die Grünen in Baden-Württemberg ziehen mit Cem Özdemir als Spitzenkandidaten in den Landtagswahlkampf im kommenden Jahr. Das Votum fiel eindeutig aus.

                                                     Von: Der Spiegel

                                              

                                               Baden-Württemberg: Grüne wählen Cem Özdemir zum Spitzenkandidaten © JOHN MACDOUGALL / AFP

Der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir zieht als Spitzenkandidat der baden-württembergischen Grünen in die Landtagswahl 2026. Der 59-Jährige erhielt beim Parteitag in Heidenheim 97 Prozent der Stimmen als Kandidat der Partei für das Amt des Ministerpräsidenten.

Die Grünen liegen in den Umfragen seit vielen Monaten deutlich hinter der CDU. In der jüngsten Umfrage von SWR und »Stuttgarter Zeitung« landete die Umweltpartei bei 22 Prozent, die CDU kam auf 31 Prozent, die AfD bei 19 Prozent

Ich will für Baden-Württemberg ein neues Kapitel aufschlagen«, warb Özdemir in seiner Parteitagsrede. Er wolle im Wahlkampf mit seiner Position nicht hinter dem Berg halten, ohne jedoch zu polarisieren. »Ich werde nicht dazu beitragen, unsere Heimat weiter auseinanderzudividieren, die Menschen gegeneinander aufzubringen«, sagte Özdemir.

Ministerpräsident Kretschmann hatte seinen potenziellen Nachfolger zuvor in seiner Rede als bodenständig, pragmatisch, heimatverbunden – und zugleich weltoffen gelobt. Özdemir sei durch und durch aus Ministerpräsidenten-Holz geschnitzt, sagte Kretschmann. Das Land brauche eine Führungspersönlichkeit, die es vom ersten Tag an führen könne.

24 Mai 2025 0 Kommentare
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Erdoğan hört auf: Er will nicht mehr zur Wiederwahl antreten

von Fremdeninfo 23 Mai 2025
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Erdoğan hört auf: Er will nicht mehr zur Wiederwahl antreten

             Artikel von Isabel Klemt/ TAG 24

Türkei – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan (71) gab nach seiner Rückkehr aus Ungarn Einblicke in seine Pläne zur Verfassung und seiner Kandidatur.

 

                   

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan (71) gab bei einer Pressekonferenz bekannt, dass er nicht vorhat, erneut Präsident zu werden. © Francisco Seco/AP/dpa

Wie BBC Türkçe berichtet, hat Erdoğan in dieser Woche klargestellt, dass er nicht vorhat, erneut Präsident zu werden. „Ich habe nicht die Absicht, wiedergewählt zu werden oder erneut für das Präsidentenamt zu kandidieren“, sagte der 71-Jährige.

Gleichzeitig betonte Erdoğan, dass die Verfassung der Türkei angepasst werden müsse, um damit auch den Ruf des Landes zu verbessern.

Aktuell wird offenbar eine Studie zur Verfassungsänderung durchgeführt. „Wir brauchen eine Verfassung, die von der Zivilbevölkerung und nicht von den Putschisten vorgeschlagen wird“, so der umstrittene Präsident.

Der türkische Präsident wurde 2014 erstmals durch eine Volksabstimmung gewählt. Trotz Kritik von Anwälten und Oppositionsparteien trat Erdoğan 2023 erneut an und erklärte bereits damals, dass dies seine letzte Wahl sein werde. Somit ist er seit 11 Jahren an der Macht und bleibt bis zu den Wahlen 2028 im Amt.

23 Mai 2025 0 Kommentare
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Politik

Özdemir im Interview: „Wir belehren niemanden, wir hören zu“

von Fremdeninfo 23 Mai 2025
von Fremdeninfo

Özdemir im Interview: „Wir belehren niemanden, wir hören zu“

             Artikel von Lukas Fuhr / Faz

                        

                                      Cem Özdemir Ende April in Berlin © Jens Gyarmat

Herr Özdemir, wenn es um die Nachfolge von Ministerpräsident Kretschmann geht, liegt Ihre Partei in Umfragen weit abgeschlagen hinter der CDU. Wie wollen Sie da Ministerpräsident werden?

 

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                                Cem Özdemir Anfang Mai auf dem Weg zur Amtsübergabe im Bundeslandwirtschaftsministerium © dpa

Wir sind eine der innovationsstärksten Regionen Europas und der Welt. Aber jede Zeit hat neue Herausforderungen: Wir sind in einer tiefen wirtschaftlichen Strukturkrise und müssen ein neues Geschäftsmodell für unser Land entwickeln. Ich bin ein Kind des Landes. Eines Landes mit einer enorm hohen Exportquote. Da hilft es, wenn der künftige Ministerpräsident in Berlin und Brüssel Erfahrung hat. Wenn es zum Beispiel um die Interessen des Automobil-, KI- oder Medizinstandortes geht, dann werden wichtige Fragen eben auch im Bund und bei der EU verhandelt.

Für den grünen Realo Winfried Kretsch­mann stimmten 2021 fast 33 Prozent der Wähler. Mit dem Realo Robert Habeck gewann die Partei im Südwesten nur noch knapp 14 Prozent der Zweitstimmen bei der Bundestagswahl. Wie erklären Sie die Differenz?

Bei Kretschmann wussten die Wähler, was sie bekommen. So werde ich es auch halten: klar sagen, was wir vorhaben. Wer die Geschichte der Grünen Baden-Württembergs kennt, weiß, dass das Mittelstandsgen zur Partei gehört. Wir belehren niemanden, sondern hören zu. Wir machen kein Mikromanagement, sondern geben den Unternehmen und Bürgern Freiräume und trauen ihnen was zu. Das haben wir sicher im Bund hier und da falsch gemacht.

In der Klimapolitik zum Beispiel sollten wir auf marktwirtschaftliche und effiziente Maßnahmen wie einen höheren CO2-Preis setzen statt auf kleinteilige Regelungen. Ich stehe aber nicht für populistischen Kleinmut: Einen Rollback beim Klimaschutz wird es mit mir nicht geben. Ich besuche häufig mittelständische Unternehmer, kein einziger hat mir bisher gesagt, dass er seine Strategie für Ressourceneffizienz oder Klimaschutz nun ändern will. Zwischen Ökonomie und Ökologie gehört kein „oder“. Vor allem wünschen sich die Unternehmen Planbarkeit und Verlässlichkeit, kein Zickzack.

Gerade stellt sich die grüne Bundespartei neu auf. Die wiedererstarkte Linkspartei setzt die Grünen unter Druck. Nach jüngsten Umfragen könnte sie auch hier dem nächsten Landtag angehören. Wie soll sich Ihre Partei da positionieren?

Die Bundespartei hat das gut gemacht, als es um das Sondervermögen ging und um die Geschäftsordnung nach der zunächst gescheiterten Wahl von Friedrich Merz. Dieser verantwortungsvolle Kurs muss die Leitschnur sein. Das heißt auch, dass wir nichts fordern sollten, was einen Realitätstest nicht überlebt. Winfried Kretsch­mann hat mal gesagt: Opposition ist immer eine Regierung im Wartestand. Das muss der Anspruch sein in einer heiklen Zeit: die Mitte stabil halten. Das sollte so auch für die CDU gelten. Nur der eine Teil dort hat verstanden, dass die AfD nicht vorrangig die Grünen kaputtmachen will, sondern dass die Rechtsradikalen die Union ersetzen wollen.

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Cem Özdemir steht neben der neuen Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) im bisherigen Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin. © dpa

Es ist kein Kompliment für alle Demokraten, dass so viele Wähler gerade bereit sind, der AfD ihre Stimme zu geben. Deshalb ist es jetzt so wichtig, dass alle demokratischen Parteien zeigen, dass wir die Probleme unseres Landes lösen können. Für uns Grüne heißt das: Wir passen auf, dass das Geld aus den Sonderkrediten auch wirklich in die Infrastruktur und unsere Kommunen geht. Aber jede neue Regierung hat das Recht, zu zeigen, was sie kann. Die 100-Tage-Frist sollte gelten.

Aber zum Koalitionsvertrag haben Sie doch trotzdem eine Meinung?

Ich fange erst mal an bei meinen bisherigen Ressorts: Im Landwirtschafts- und Ernährungsministerium erkenne ich erstaunlich viel Kontinuität. Das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz soll weitergeführt werden. Übrigens mit Änderungen, die wir noch vorbereitet hatten und die die Union blockiert hatte im Bundesrat. Ich begrüße sehr, wenn es da weitergeht, weil die Notwendigkeit besteht, dass der Verbraucherwunsch nach mehr Tierwohl zusammengebracht wird mit der ökonomischen Notwendigkeit, dass die Höfe Geld brauchen, wenn sie die Ställe tiergerecht umbauen.

Das machen sie nicht zum Nulltarif. Ähnlich auch beim Düngerecht, wo es gilt, Wasserschutz bürokratiearm und europarechtskonform umzusetzen. Ich schätze Landwirtschaftsminister Alois Rainer persönlich. Glücklicherweise entzieht er sich dem Versuch des Kulturkampfes von Markus Söder. Und Frau Prien wird den Digitalpakt 2.0, den wir noch zusammen sehr kollegial auf den Weg gebracht haben, umsetzen. Und auch bei der Forschung im Ressort von Frau Bär ist das Feld gut bestellt, auch dort wird es viel Kontinuität geben.

Kommen wir auf die Migration zu sprechen. Es gibt auch Umfragen, die zeigen, dass die Menschen andere Themen noch mehr bewegen: Gesundheitsversorgung, Bildung, öffentliche Sicherheit, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz. War es ein Fehler, so viel Gewicht auf die Migration zu legen?

Ich bin zwar im Kreiskrankenhaus in Bad Urach geboren. Trotzdem weiß ich als Kind von Gastarbeitern: Migration ist etwas Hochkomplexes – wenn Sie in ein anderes Land kommen mit anderer Sprache, möglicherweise anderen Regeln, anderen Traditionen. Was wir aber lange nicht ausreichend mitgedacht haben: Zuwanderung ist immer auch eine Zumutung für die, die bereits da sind. Haben wir darüber diskutiert und vor allem Vorkehrungen getroffen, damit unsere Schulen nicht überfordert werden und der Wohnungsmarkt nicht zusammenbricht? Ich fürchte, da wurde einiges verpasst. Die Mehrheitsgesellschaft muss sich darauf verlassen können, dass es geordnet und geregelt zugeht. Dass ihre Werte, ihre Traditionen anerkannt und die Belastungen vor Ort gesehen werden. Der Regelfall der Zuwanderung muss die gesteuerte Einwanderung von Fach- und Arbeitskräften sein. Nur dann wird sie Akzeptanz finden.

 

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Cem Özdemir Anfang Mai mit seinem Nachfolger als Bundeslandwirtschaftsminister, Alois Rainer (CSU) © dpa

Nach drei Legislaturperioden grün geführter Landesregierungen steht Baden-Württemberg beim Klimaschutz mittelmäßig da. Bei der Windkraft etwa liegt das Land etwa auf einem Niveau mit dem deutlich kleineren Thüringen, Solarkraftwerke sind in Bayern doppelt so viele installiert.

Baden-Württemberg ist auch nur halb so groß wie Bayern und viel dichter besiedelt. Wenn man das ins Verhältnis zur Bevölkerungszahl setzt, stehen wir gut da. Es sind jetzt rund 1100 neue Windkraftanlagen in der Pipeline. Und im letzten Jahr wurden über 160.000 Solaranlagen auf den Dächern im Land installiert, so viele wie nie zuvor. Die neue Bundesregierung darf diesen Turbo bei den Erneuerbaren jetzt nicht abwürgen.

Auch in anderen Bereichen ist die Regierungsbilanz dürftig. Das Sprachförderprogramm etwa kommt jetzt erst mit zehn Jahren Verzögerung. Die Bilanz der Landesregierung ist keine Wahlkampfhilfe, oder?

Bei Forschung und Entwicklung ist Baden-Württemberg nicht nur in Deutschland spitze, sondern in Europa führend. Aber es gibt Bereiche, wo wir besser ­werden müssen. Ich möchte das Aufstiegsversprechen der Sozialen Marktwirtschaft erneuern. Ich glaube, dass die Stärke der AfD nicht nur mit der gesellschaftlichen Realität, wie sie heute ist, zu tun hat, sondern mit der Sorge vor einer gesellschaftlichen Realität in der Zukunft. Viele glauben nicht mehr, dass es ihren Kindern besser gehen wird als ihnen selbst.

Was würden Sie als Ministerpräsident dagegen tun?

Der Fokus auf frühkindliche Bildung, den die Landesregierung eingeschlagen hat, ist der richtige Weg mit verpflichtender Sprachförderung. Das hätten wir gerne auch schon einige Jahre früher machen sollen. In der Kita wird die Grundlage gelegt. Wenn da die Basisqualifikationen nicht da sind, wie sollen die Lehrer das aufholen ab der ersten Klasse? Es braucht den Ganztagesausbau von Kitas. Das ist übrigens auch wichtig unter dem Aspekt des Fachkräftemangels. Wir haben die bestausgebildete Generation von Frauen, lassen das volkswirtschaftliche Potential dieser hoch qualifizierten Frauen aber zu oft ungenutzt. Außerdem müssen wir in der nächsten Landesregierung einen Fokus auf die berufliche Bildung setzen.

Was heißt das konkret?

Unser Land hat immer Stärke daraus gezogen, dass bei uns viele Wege zum beruflichen und persönlichen Erfolg führen. Ich werbe für eine Kombination aus kostenlosem Meister – mit einer erhöhten Meisterprämie – und Meistergründungsprämie. Damit erhöhen wir den Anreiz, sich weiter zu qualifizieren, selbständig zu machen oder Betriebe zu übernehmen. Da gibt es einen riesigen Bedarf. KI und Digitalisierung verändern unsere Arbeitswelt: Einerseits haben wir einen zunehmenden Engpass bei Fachkräften, andererseits das Risiko einer sich weiter verfestigenden Arbeitslosigkeit, gerade dann, wenn verwertbare Qualifikationen fehlen. Ein Ansatz wäre, die Berufsschulpflicht gezielt so zu gestalten, dass Jugendliche ohne Ausbildungsplatz nicht ohne Schulabschluss aus dem System rausfliegen. Das können wir uns nicht mehr leisten.

Was ist Ihr Plan für die verunsicherte Autoindustrie?

Wir sollten grundstolz darauf sein, dass wir das Land sind, in dem das Auto erfunden wurde. Aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen, sondern wir müssen im Land das emissionsfreie und intelligente Auto der Zukunft entwickeln. Mich erstaunt, dass die Union für die Krise der Automobilindustrie den Elektromotor verantwortlich macht. Wir müssen den Rahmen schaffen, damit der Hochlauf gelingt – zum Beispiel mit verlässlicher Ladeinfrastruktur und Investitionen in die Batterietechnologie. Denn Batterien sind der wichtigste Teil der Wertschöpfung beim Auto von morgen. Sie sind zudem ein wichtiger Baustein der Energiewende – etwa bei Hausspeichern für die Eigenversorgung oder bei Großspeichern für die Stabilisierung des Stromnetzes. Beim Thema autonomes Fahren müssen wir die Anwendung vorantreiben

23 Mai 2025 0 Kommentare
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Politische Verantwortung übernehmen“: Linken-Abgeordnete fordert Aufhebung von PKK-Verbot

von Fremdeninfo 23 Mai 2025
von Fremdeninfo

 

 

Politische Verantwortung übernehmen“: Linken-Abgeordnete fordert Aufhebung von PKK-Verbot

                 Artikel von Erkan Pehlivan/F.R

Die PKK hat im Rahmen des Friedensprozesses mit der Türkei ihre Auflösung verkündet. In Deutschland wird jetzt die Aufhebung des PKK-Verbots gefordert.

Frankfurt – Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hat am 12. Mai ihre Auflösung angekündigt. Zuvor hatte der inhaftierte Gründer der PKK, Abdullah Öcalan, dazu aufgerufen. Auch in Deutschland ist das ein Thema. Die Kurdenorganisation ist seit 1993 in Deutschland verboten. Immer wieder werden Vereine verboten und Personen verhaftet, die der PKK nahestehen sollen. Zwar zeigt sich die Bundesregierung bereit, den Friedensprozess mit den Kurden zu unterstützen, aber Hoffnungen der Kurden, das PKK-Verbot in Deutschland aufzuheben, bewahrheiteten sich bislang nicht. Das ergibt die Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Bundestagsabgeordneten Gökay Akbulut (Die Linke), zu den Schlussfolgerungen der Bundesregierung zur Selbstauflösung der PKK.

Bundesregierung begrüßt Selbstauflösung von PKK – will Verbot jedoch nicht aufheben

„Die Bundesregierung begrüßt die Ankündigung der Selbstauflösung der Terrororganisation PKK vom 12. Mai 2025 als weiteren wichtigen Schritt hin zu einem Prozess zu einer Lösung der Kurdenfrage. Zentral ist, dass der Ankündigung auch Taten folgen. Die Umsetzung muss nun rasch und umfassend erfolgen. Die Bundesregierung steht bereit, diesen Prozess zu unterstützen, wenn dies von den Beteiligten gewünscht wird. Es ist jedoch zu beachten, dass Ankündigungen und Beschlüsse allein nicht genügen, um die derzeitige Einstufung der PKK als Terrororganisation zu widerrufen. Die hierfür strafrechtlich relevante Bewertung obliegt zudem den Gerichten“.

Die Linken-Abgeordneten zeigt sich verärgert und fordert die Aufhebung des PKK-Verbots. „Die Bundesregierung schiebt die Verantwortung auf die Gerichte ab und ignoriert, dass das PKK-Verbot auf eine politische Entscheidung des damaligen CDU-Innenministers Manfred Kanther vom 26. November 1993 zurückgeht. Wenn sie den Friedensprozess wirklich unterstützen will, muss sie auch bereit sein, politisch Verantwortung zu übernehmen und das Verbot aufheben“, sagt Akbulut im Gespräch mit fr.de von IPPEN.MEDIA. Solange die Bundesregierung jedoch an der repressiven Haltung zur PKK festhält, erschwert sie friedliche Lösungsansätze, weil sie eine der Konfliktparteien delegitimiere.

 

                                        

                             Die PKK hat im Rahmen des Friedensprozesses mit der Türkei ihre Auflösung verkündet. © dpa/Bilal Seckin

PKK beschließt Auflösung: Expertin fordert von Bundesregierung Ende von Terrornarrativen

Auch Dersim Dağdeviren, Vorstandsmitglied der EU Turkey Civic Commission, fordert im Gespräch mit unserer Redaktion eine Aufhebung des PKK-Verbots in Deutschland. „Das deutsche Außenministerium hatte sowohl den Aufruf von Abdullah Öcalan als auch die PKK-Beschlüsse begrüßt und Unterstützung für den Prozess angeboten. Daher ist die Aussage, die Bewertung als Terrororganisation aufrechtzuerhalten, nicht nachzuvollziehen“. Die Aufrechterhaltung von Terrornarrativen sei kontraproduktiv. Dagdeviren ruft daher ebenfalls zu mehr Engagement der Bundesregierung auf, um den Friedensprozess zwischen der Türkei und Kurden zu unterstützen. „Der Erfolg dieses Prozesses, insbesondere Deutschlands Einsatz, werden positive Implikationen hierzulande haben. Schließlich bilden Türk:innen und Kurd:innen die größten migrantischen Communitys“.

Nach Informationen von „Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit“ hat die PKK schon am 11. Mai 2022 einen offiziellen Antrag auf Aufhebung des seit 1993 bestehenden Betätigungsverbots in Deutschland gestellt. „Drei Jahre später wurde dieser Antrag von der Bundesregierung mit Verweis auf außenpolitische Interessen und das deutsch-türkische Verhältnis abgelehnt. Nun hat die PKK Klage beim Verwaltungsgericht Berlin gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht“, teilt das Zentrum in einer Pressemitteilung mit.

Kurden fordern Ende von Kriminalisierung ihres Engagements

Kurden fordern seit Jahren ein Umdenken in Deutschland in Bezug auf die Kurdenfrage und kritisieren eine Kriminalisierung kurdischen Engagements und kurdischer Organisationen. Zuletzt wurde etwa Yüksel Koc, der ehemalige Vorsitzenden des größten kurdischen Dachverbandes (KCDK-E), in Bremen verhaftet und nach Karlsruhe überstellt. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. „Die Festnahme erfolgte nur Tage nach der Selbstauflösung der PKK und trotz diplomatischer Signale für Friedensgespräche“, kritisierte Civaka Azad mit. (erpe)

23 Mai 2025 0 Kommentare
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Bildung

Stellungnahme des Bundesverbands für Türkisch und Mehrsprachige Bildung

von Cumali Yağmur 22 Mai 2025
von Cumali Yağmur

Berlin / Dortmund, 22.05.2025

Stellungnahme des Bundesverbands für Türkisch und Mehrsprachige Bildung

(BTMB) und der Föderation Türkischer Elternvereine in Deutschland (FÖTED)

„Die Zukunft der türkischen Sprache im Bildungssystem hängt von der

Entschlossenheit ab, die wir heute zeigen!“

In letzter Zeit wird zunehmend versucht, Türkischunterricht in Form von Kursen am

Wochenende oder in den Abendstunden über Konsulate der Republik Türkei in Deutschland

sowie über Institutionen wie DİTİB und das Yunus Emre Institut anzubieten. Was auf den

ersten Blick positiv erscheint, stellt eine ernsthafte Beeinträchtigung der über fünfzig Jahre

andauernden Auseinandersetzung dar, Türkischunterricht als muttersprachlichen/

herkunftssprachlichen Unterricht in das Schulsystem zu integrieren. Denn solche

Kursangebote werden zunehmend als Alternativen zu den offiziellen muttersprachlichen

Angeboten an staatlichen Schulen präsentiert – und damit wird die Integration des

Türkischen in das Schulsystem geschwächt. In der Folge wird Türkischunterricht in vielen

Bundesländern entweder aus dem Curriculum gestrichen oder aufgrund angeblich

unzureichender Schülerzahlen nicht angeboten.

Als türkische Community haben wir es durch jahrelangen intensiven Einsatz geschafft, in

einigen Bundesländern Türkisch als Herkunftssprache, zweite oder dritte Fremdsprache in

das deutsche Schulsystem einzuführen. Dies ist ein bedeutender Erfolg, der bewahrt und

ausgebaut werden muss.

Türkischunterricht wird in einigen Bundesländern sowohl durch Lehrkräfte der

Bildungsministerien als auch im Rahmen bilateraler Abkommen mit der Republik Türkei im

schulischen Kontext angeboten. In diesen Bundesländern ist vorgesehen, dass „zur

Wahrung und Stärkung der kulturellen Bindungen unserer Bürgerinnen und Bürger im

Ausland sowie unserer Landsleute“, künftig auch ortsansässig angestellte Lehrkräfte

eingesetzt werden. Gleichzeitig beobachten wir, dass Unterricht durch Lehrkräfte aus der

Türkei zunehmend außerhalb der Schule angeboten wird. Diese Entwicklung betrachten wir

mit Skepsis. Trotz bestehender Kritik und Mängel halten wir es für richtig, dass dieser

Unterricht innerhalb des Schulsystems stattfindet.

BTMB und FÖTED nehmen zu den oben genannten Entwicklungen wie folgt Stellung:

  • Der Unterricht in den Schulen ist Teil des offiziellen Bildungssystems, wird von

pädagogisch qualifizierten Lehrkräften erteilt, ist für alle zugänglich und unterliegt der

staatlichen Kontrolle. Kurse in Moscheen und Vereinen beruhen hingegen auf

Freiwilligkeit und werden nicht als gleichwertig mit formaler Bildung betrachtet. Dies

schwächt die Anerkennung und den Wert des Türkischen als offizielles Schulfach.

Die Verlagerung des Türkischunterrichts in Moscheen und Vereine verstärkt in der

Gesellschaft die Wahrnehmung, dass Türkisch kein Bestandteil des Bildungssystems

ist, sondern nur für bestimmte religiöse oder ethnische Gruppen angeboten wird. Dies

reduziert Türkisch hingegen – wenn auch unbeabsichtigt – auf eine religiöse bzw.

ethnische Gruppensprache. Das fördert bestehende Vorurteile und macht Türkisch

anfällig für politischen Druck.

  • In der Schule werden Lehrpläne, Lehrkräftequalifikationen sowie Standards für

Bewertung und Leistungsüberprüfung vom Staat festgelegt und kontrolliert. In

Moscheen und Vereinen können diese Standards nicht gewährleistet werden;

Qualität und Inhalte des Unterrichts variieren je nach Person und Institution. Dies

birgt die Gefahr, die Ernsthaftigkeit und das akademische Niveau des

Sprachunterrichts zu untergraben.

  • Die Verankerung des Türkischen im deutschen Bildungssystem als offizielles,

benotetes Fach unter dem Dach der Schule ist ein wesentlicher Bestandteil zur

Wahrung der Muttersprache unserer Kinder sowie ihrer Bildungsrechte.

Die Vorschläge von BTMB und FÖTED zum Thema sind wie folgt:

  • Langfristig muss der Türkischunterricht als reguläres Fach mit Noten und

Zeugnisvermerk ein Bestandteil des deutschen Bildungssystems sein. Eine

konsequente Umsetzung dieses Prinzips in allen Bundesländern ist von großer

Bedeutung für die Zukunft der türkischen Sprache.

  • Unsere Erwartung an die Institutionen der Republik Türkei ist es, den von den

Kultusministerien der Länder kontrollierten Türkischunterricht zu unterstützen und

weiterzuentwickeln. In Bundesländern, in denen der Unterricht durch die Lehrkräfte

des Türkischen Bildungsministeriums erteilt wird, sollen Konsulate und

Bildungsattachés mit den zuständigen Landesbildungsministerien in Kontakt treten,

um den Unterricht aus dem außerschulischen Bereich herauszuholen und in das

schulische System zu integrieren – hierfür sind entsprechende Absprachen mit den

deutschen Bildungsinstitutionen notwendig.

  • Wir rufen alle Institutionen und Verantwortlichen auf, in dieser Frage gemeinsam

entschlossen zu handeln und dieses mit jahrelanger Arbeit errungene Recht

gemeinsam zu verteidigen.

„Die Zukunft der türkischen Sprache im Bildungssystem hängt von der Entschlossenheit ab,

die wir heute zeigen!“

Bundesverband für Türkisch und

Mehrsprachige Bildung (BTMB)

Föderation Türkischer Elternvereine in

Deutschland (FÖTED)

22 Mai 2025 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Familien auseinandergerissen“: So viele Abschiebungen aus Deutschland gab es im ersten Quartal

von Fremdeninfo 22 Mai 2025
von Fremdeninfo

Familien auseinandergerissen“: So viele Abschiebungen aus Deutschland gab es im ersten Quartal

                   Artikel von Felix Huesmann

                            

          Deutschland schob im ersten Quartal 2025 über sechstausend Menschen ab. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa

Im ersten Quartal des Jahres 2025 wurden 6151 Menschen aus Deutschland abgeschoben. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag zurück, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr wären das mehr als 24.000 Abschiebungen – und damit deutlich mehr als in den Vorjahren. Im Jahr 2024 wurden etwa 20.000 Personen aus Deutschland abgeschoben und im Jahr 2023 rund 16.500. Die Zahl könnte in diesem Jahr jedoch noch stärker steigen, als die Zahlen des ersten Quartals vermuten lassen: Die Abschiebungen in den ersten Monaten des Jahres lagen noch in der Verantwortung der alten Bundesregierung. Insbesondere CDU und CSU haben angekündigt, künftig mehr Rückführungen durchzuführen als bisher.

Herkunftsländer und Kosten der Abschiebungen

Die meisten Abschiebungen fanden im ersten Quartal in die Türkei, nach Georgien, Frankreich, Spanien und Serbien statt. 157 Menschen wurden in den Irak abgeschoben, fünf in den Iran. Bei rund 1700 der Abschiebungen handelt es sich um sogenannte „Dublin-Überstellungen“ in andere europäische Länder, die nach der Dublin-Verordnung für das Asylverfahren zuständig sind.

Etwas mehr als ein Drittel der Abschiebungen fand mit kostspieligen Charterflügen statt. Besonders teuer und aufwendig waren Sammelabschiebungen nach Pakistan (462.000 Euro), Äthiopien (418.000 Euro) und Nigeria, Ghana und Kamerun (380.000 Euro). Bei vielen dieser Flüge trug allerdings die europäische Grenzschutzagentur Frontex die Kosten.

Kritik an Menschenrechtsverletzungen

Die fluchtpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Clara Bünger, kritisierte das Vorgehen der Behörden. „Mir sind etliche Abschiebungen bekannt, bei denen die Polizei brutal und ohne jede Empathie vorging. Wir sprechen davon, dass Familien eiskalt auseinandergerissen werden oder davon, dass kranke Menschen regelrecht aus dem Krankenhaus entführt und von dort zum Abschiebeflug gekarrt wurden“, sagte Bünger dem RND. „Das Prinzip scheint zu sein, dass man mit ausreisepflichtigen Menschen fast alles machen kann“, beklagte die Linken-Politikerin.

Die Rechte und die Würde von Menschen werden nicht nur vor und während der Abschiebung verletzt“, sagte Bünger. Gefahren drohten auch im Herkunftsland. „Im Fall von Tadschikistan kam es in den letzten Jahren mehrfach vor, dass aus Deutschland abgeschobene Personen dort direkt festgenommen und inhaftiert wurden. Besonders skandalös ist auch der weitere Anstieg der

22 Mai 2025 0 Kommentare
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Eine ekelhafte Rede“ – AfD-Vorstoß im Bundestag sorgt für Empörung

von Fremdeninfo 22 Mai 2025
von Fremdeninfo

Eine ekelhafte Rede“ – AfD-Vorstoß im Bundestag sorgt für Empörung

               Von .Welt

Die AfD plädiert für eine am Interesse des Gemeinwesens orientierte „Ermessenseinbürgerung“. Grüne und Union halten dagegen. Die „Turbo-Einbürgerung“ der Ampel-Regierung wird ohnehin abgewickelt.

 

 

                                                   

                                                        Der Plenarsaal des Deutschen Bundestags Fabian Sommer/dpa

Die AfD will den Anspruch auf Einbürgerung auch für gut integrierte Ausländer abschaffen. Ein entsprechender Vorschlag der AfD-Bundestagsfraktion stieß bei allen anderen Fraktionen im Parlament auf teils heftigen Widerspruch und Empörung.

Im Antrag der AfD, der zur weiteren Beratung an den Innenausschuss verwiesen wurde, heißt es unter anderem, die Anspruchseinbürgerung solle aus dem Staatsangehörigkeitsrecht gestrichen werden und durch eine „am Interesse des Gemeinwesens ausgerichtete Ermessenseinbürgerung ersetzt“ werden, die frühestens nach zehn Jahren legalen Aufenthalts in Deutschland erfolgen könne.

Die Grünen-Abgeordnete Filiz Polat sagte: „Das Bundesverfassungsgericht im NPD-Verbotsverfahren 2017 ist hier eindeutig: Wenn eine Partei wie die AfD zwischen indigenen Deutschen und Passdeutschen unterscheidet, wenn sie darüber schwadroniert, wer angeblich Träger deutscher Kultur ist und wer nicht, dann ist sie gesichert auf dem Weg zum Parteiverbot.“

Was war das für eine ekelhafte Rede“

CDU, CSU und SPD haben sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, die von der Ampel-Koalition eingeführte „Turbo-Einbürgerung“ nach drei Jahren für besonders gut integrierte Menschen wieder abzuschaffen. An der aktuellen Wartefrist für eine normale Einbürgerung nach fünf Jahren hält die schwarz-rote Koalition fest. Eingebürgert wird nur, wer alle Voraussetzungen – etwa in Bezug auf Sprachkenntnisse und die Sicherung des Lebensunterhalts – erfüllt.

Für die AfD trug das Vorhaben Gottfried Curio vor. Er sagte mit Blick auf syrische Flüchtlinge: „Mit dem praktisch unveränderten Staatsbürgerschaftsrecht wird der Aufenthalt dieser Gruppe mittels Masseneinbürgerung irreversibel werden.“

Der Unionsabgeordnete Detlef Seif kritisierte Curio. Der CDU-Politiker sagte: „Was war das für eine ekelhafte Rede.“ Ferat Kocak (Linke) forderte die Staatsangehörigkeit für alle, die in Deutschland geboren sind. Er warf der AfD vor, sie wolle die Gesellschaft spalten

22 Mai 2025 0 Kommentare
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