• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Flüchtlinge

Keine Arbeit für 20 Asylbewerber – warum Neuss die Vorgaben nicht erfüllt

13 April 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Die in Europa gestellten Asylanträge sind deutlich weniger geworden. In Deutschland wird...

3 März 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrationswende mit GEAS: Das ändert sich jetzt für Asylbewerber

27 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Ausreisepflichtige: Poseck verteidigt Handyortung: „Vereinbar mit EU-Recht“

26 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrantenboot kollidiert mit Küstenwache vor griechischer Insel – Polizei spricht von 14...

4 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Asylbewerber nach Angriff auf Sozialarbeiter abgeschoben

28 Januar 2026 0 Kommentare
kiuj.png
Archive

Dobrindt will Familiennachzug und beschleunigte Einbürgerung stoppen

von Fremdeninfo 28 Mai 2025
von Fremdeninfo

Dobrindt will Familiennachzug und beschleunigte Einbürgerung stoppen

                 Artikel von Jana Wolf

Berlin. Innenminister Alexander Dobrindt legt am Mittwoch zwei Migrationsgesetze im Kabinett vor: Der Familiennachzug für bestimmte Flüchtlinge soll ausgesetzt und die Einbürgerung nach drei Jahren rückabgewickelt werden. Migrationsexperten sind skeptisch.

                               

 

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will am Mittwoch zwei wichtige Migrations-Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag ins Kabinett einbringen. © Ebrahim Noroozi

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will an diesem Mittwoch zwei Gesetzentwürfe ins Kabinett einbringen und damit die im Wahlkampf versprochene „Migrationswende“ vorantreiben. Zum einen soll der Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus ausgesetzt werden, zum anderen die beschleunigte Einbürgerung nach drei Jahren rückabgewickelt werden. Auf beide Vorhaben haben sich Union und SPD bereits in ihrem Koalitionsvertrag verständigt. Wenn beide Änderungen wie geplant am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden, kommen sie der Gesetzesreife näher.

Beim Aussetzen des Familiennachzuges geht es um Personen, die in Deutschland weder den Flüchtlingsschutz noch eine Asylberechtigung bekommen, aber trotzdem hierbleiben dürfen, weil ihnen im Herkunftsland politische Verfolgung, Folter oder die Todesstrafe drohen. Bisher war der Nachzug von Familienangehörigen dieser subsidiär Schutzberechtigten auf 1000 Personen pro Monat begrenzt. Der neue Gesetzentwurf sieht vor, den Familiennachzug für zwei Jahre komplett auszusetzen. Härtefälle sollen ausgenommen werden.

Jetzt RP ONLINE Newsletter Stimme des Westens kostenlos bestellen

Dobrindt sagte zur Begründung, man müsse „Pull-Faktoren“ nach Deutschland deutlich reduzieren. „Auch damit zeigen wir, die Migrationspolitik in Deutschland hat sich geändert“, so der CSU-Politiker gegenüber der „Bild“-Zeitung.

Kritik von Experten

Fachleute sehen die Gesetzesänderung dagegen kritisch. „Das geplante Aussetzen des Familiennachzugs ist aus humanitärer Sicht problematisch“, sagte der Migrationsexperte Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) unserer Redaktion. Es betreffe vor allem Syrer und Menschen, die aus anderen Kriegs- und Krisengebieten geflohen seien. „Wir sprechen hier über den Nachzug der Kernfamilie, also Kinder und Partner, in der Regel die Frauen. Wir wissen aus Studien, dass die Trennung von der eigenen Familie für Geflüchtete psychisch sehr belastend ist und damit auch deren Integration behindert“, so Brücker. Den quantitativen Effekt zur Begrenzung der Migration schätzt er zudem als „sehr gering“ ein.

Aus Sicht des Migrationsrechtlers Winfried Kluth ist die Pausierung des Familiennachzugs menschen- und verfassungsrechtlich zwar grundsätzlich möglich. Allerdings fordert der Vorsitzende des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR), dass stärker als bisher geplant auf Fälle Rücksicht genommen wird, in denen die Asylantragsteller schon länger auf die Bescheidung ihrer Anträge warten. Es könne zu deutlich längeren Gesamtwartezeiten kommen, die dann problematisch wären, so Kluth. „Zudem sollte der positive Effekt des Familiennachzugs auf die Integration nicht vernachlässigt werden“, sagte auch der SVR-Vorsitzende.

Bundesregierung will „Turboeinbürgerung“ abschaffen

Beim zweiten Gesetzentwurf, den Dobrindt am Mittwoch ins Kabinett einbringt, geht es um die notwendige Aufenthaltsdauer in Deutschland bis zur Einbürgerung. Die Ampel-Koalition hatte eine beschleunigte Einbürgerung nach drei Jahren für gesellschaftlich besonders engagierte Menschen eingeführt. Als „besondere Integrationsleistungen“ galten etwa gute Sprachkenntnisse, sehr gute Leistungen in der Schule oder im Job sowie ehrenamtliches Engagement. Die neue Bundesregierung will diese „Turboeinbürgerung“ abschaffen, wie sie im Koalitionsvertrag bezeichnet werden.

In diesem Punkt sind sich Migrationsexperten uneinig. „Die Einbürgerung nach drei Jahren betraf vor allem Top-Migranten, hoch qualifiziert und mit hohen Einkommen“, wandte IAB-Arbeitsmarktexperte Brücker ein. „Damit trifft die Rücknahme der beschleunigten Einbürgerung gerade die Gruppe von Menschen negativ, die wir in Deutschland ja haben wollen. Es senkt den Anreiz für Hochqualifizierte, nach Deutschland zu kommen.“

Dagegen hält der SVR die Rücknahme der „Turboeinbürgerungen“ für sinnvoll, „weil damit der Eindruck eines zu leichten Zugangs zur deutschen Staatsangehörigkeit korrigiert wird“, wie der Vorsitzende Kluth sagte. „Die aktuelle Regelung hatte zur Folge, dass eine Einbürgerung schneller erfolgen kann als der Erwerb eines Daueraufenthaltsrechts. Das ist kaum zu vermitteln und entspricht nicht der Bedeutung des Staatsangehörigkeitsrechts“, so der Migrationsrechtler.

Abgesehen von der beschleunigten Einbürgerung will die neue Regierung aber an der Reform des Staatsbürgerschaftsrechts aus Ampel-Zeiten festhalten. Es soll also weiterhin gelten, dass legal in Deutschland lebende Personen sich schon nach fünf Jahren um den deutschen Pass bewerben können, nicht wie zuvor erst nach acht Jahren. Der Doppelpass, der früher die Ausnahme war, wurde durch die Reform grundsätzlich möglich. Kinder ausländischer Eltern bekommen nun die deutsche Staatsbürgerschaft, wenn mindestens ein Elternteil seit mehr als fünf Jahren rechtmäßig in Deutschland lebt. Zuvor waren es acht Jahre.

(jw/dpa fkre)

28 Mai 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
nhzgtr.png
Archive

3,5 Millionen registriert: Zahl der Geflüchteten in Deutschland auf Höchststand

von Fremdeninfo 28 Mai 2025
von Fremdeninfo

 

3,5 Millionen registriert: Zahl der Geflüchteten in Deutschland auf Höchststand

Gerade Ukrainer und Syrer sind in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommen, um Schutz zu suchen. Zuletzt nahm die Zahl der Geflüchteten im Land aber nur noch leicht zu.

                                                                                    

                                                                                        Migranten verlassen mit Reisegepäck das Gelände der Zentralen Ausländerbehörde Brandenburgs (ZABH). © Foto: dpa/Patrick Pleul

Die Zahl der in Deutschland lebenden Geflüchteten ist auf einen Höchststand von rund 3,5 Millionen gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Die Zahl der jeweils zum Jahresende im Ausländerzentralregister erfassten Geflüchteten stieg demnach von 3,42 Millionen im Jahr 2023 auf 3,55 Millionen im vergangenen Jahr.

Mit rund 1,2 Millionen kam etwa jeder Dritte aus der Ukraine. Ihre Zahl nahm im Laufe des vergangenen Jahres unterm Strich um etwa 108.000 zu. Weitere rund 710.000 Menschen waren als Flüchtlinge nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt, rund 43.000 als Asylberechtigte. Unter den anerkannten Flüchtlingen waren besonders viele Syrer (rund 316.000).

Gut 381.000 Menschen waren Ende 2024 in Deutschland als subsidiär Schutzberechtigte, also etwa als Bürgerkriegsflüchtlinge anerkannt. Auch in dieser Gruppe stellten Syrer mit rund 296.000 Menschen den weitaus größten Anteil. Für rund 197.000 Menschen galt ein Abschiebeverbot, davon kamen etwa 130.000 aus Afghanistan.

Unterm Strich seien im vergangenen Jahr nur 124.000 Geflüchtete hinzugekommen, sagte die für Flüchtlingspolitik zuständige Linken-Abgeordnete Clara Bünger am Dienstag. 85 Prozent der in Deutschland lebenden Geflüchteten hätten einen Schutzstatus oder ein Aufenthaltsrecht.

Die Zahl der formal ausreisepflichtigen Menschen sei zudem auf gut 200.000 zurückgegangen. Viele dieser Menschen lebten bereits seit Jahren in Deutschland. Rund 178.000 von ihnen sind der Antwort der Bundesregierung zufolge geduldet. (KNA)

Mit rund 1,2 Millionen kam etwa jeder Dritte aus der Ukraine. Ihre Zahl nahm im Laufe des vergangenen Jahres unterm Strich um etwa 108.000 zu. Weitere rund 710.000 Menschen waren als Flüchtlinge nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt, rund 43.000 als Asylberechtigte. Unter den anerkannten Flüchtlingen waren besonders viele Syrer (rund 316.000).

Gut 381.000 Menschen waren Ende 2024 in Deutschland als subsidiär Schutzberechtigte, also etwa als Bürgerkriegsflüchtlinge anerkannt. Auch in dieser Gruppe stellten Syrer mit rund 296.000 Menschen den weitaus größten Anteil. Für rund 197.000 Menschen galt ein Abschiebeverbot, davon kamen etwa 130.000 aus Afghanistan.

Unterm Strich seien im vergangenen Jahr nur 124.000 Geflüchtete hinzugekommen, sagte die für Flüchtlingspolitik zuständige Linken-Abgeordnete Clara Bünger am Dienstag. 85 Prozent der in Deutschland lebenden Geflüchteten hätten einen Schutzstatus oder ein Aufenthaltsrecht.

Die Zahl der formal ausreisepflichtigen Menschen sei zudem auf gut 200.000 zurückgegangen. Viele dieser Menschen lebten bereits seit Jahren in Deutschland. Rund 178.000 von ihnen sind der Antwort der Bundesregierung zufolge geduldet. (KNA

28 Mai 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
mkjiuzh.png
Archive

Kommentar zur Einbürgerungsdebatte: Loyal zu Deutschland

von Fremdeninfo 28 Mai 2025
von Fremdeninfo

 

 

Kommentar zur Einbürgerungsdebatte: Loyal zu Deutschland

                                       Artikel von Reinhard Müller/ Faz

                                                                       

                                           Eine Einbürgerungsurkunde der Bundesrepublik Deutschland und ein deutscher Reisepass liegen auf einem Tisch. (Symbolbild) © dpa

Wer Zurückweisungen, Abschiebungen und die Unterbindung des Familiennachzugs für Flüchtlinge für grausam hält, der sollte dafür zunächst diejenigen verantwortlich machen, welche die Ur­sachen für diese Maßnahmen geschaffen haben. Diejenigen also, die wider deutsche Interessen und den Geist deutschen und europäischen Rechts jahrelang eine globale Ein­ladungspolitik betrieben haben.

Die neue Koalition, immerhin teilidentisch mit der alten, hat dagegen schnell wichtige Zeichen gesetzt. Es war klar, dass das verteufelt werden würde. Aber was soll an einer Rückkehr zur Normalität falsch sein? Es werden keine Familien auseinandergerissen, es wird nicht inhuman gehandelt, sondern versucht, die Ausnutzung unseres Systems zu stoppen.

Den Turbo anwerfen

Nichts dagegen, bei der Verwaltungsmodernisierung den Turbo anzuwerfen. Aber die von der Ampelkoa­lition beschlossenen Turbo-Einbürgerungen angesichts des weiterhin gro­ßen Migrationsproblems wirken wie grüne Ampelzeichen zur endgültigen Besiegelung der unkontrollierten Einwanderung. Das war im schlechtesten Sinne nachhaltig und musste weg.

Leider bleibt es bei der ebenfalls von der Ampel erweiterten großzügigen Duldung mehrerer Staatsangehörigkeiten. Auch hier: Nichts gegen den offenen Staat, der es in bestimmten Konstel­lationen akzeptiert, dass (Neu-)Bürger eine Verbindung zu anderen Staaten haben. Das ist auch Ausdruck des Respekts vor fremden Rechtssystemen. Aber im Zweifel muss sich jeder entscheiden.

Entscheidend muss sein, dass die deutsche Staatsangehörigkeit am Ende eines Integrationsprozesses steht. Wer Deutscher werden will, muss das wollen und zeigen. Dabei geht es nicht um das Auswendiglernen von Artikeln des Grundgesetzes, sondern um die Akzeptanz der hiesigen Werteordnung.

Idealerweise kommen Freude und Stolz dazu – dagegen dürfte auch der Verfassungsschutz nichts haben. Jeder Einzelne bringt natürlich seine eigene Geschichte mit; die ist ein Schatz. Die Loyalität zu Deutschland darf aber kein Lippenbekenntnis sein.

28 Mai 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Information

In Deutschland leben so viele Flüchtlinge wie nie zuvor – Neuzugänge aber deutlich gesunken

von Cumali Yağmur 27 Mai 2025
von Cumali Yağmur

In Deutschland leben so viele Flüchtlinge wie nie zuvor – Neuzugänge aber deutlich gesunken

                         Unterschiede in Ost und West

Umfrage zu Verbot der AfD: Die Deutschen sind tief gespalten

Soll die AfD wegen ihrer rechtsextremistischen Umtriebe verboten werden? Eine neue Umfrage zeigt, wie die Deutschen zu einem Verbotsverfahren stehen.

Berlin – Seitdem der Verfassungsschutz die AfD in ihrer Gesamtheit als rechtsextrem eingestuft hat, hat die Diskussion um ein Verbot der Partei wieder an Fahrt gewonnen. Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) räumen einem Verbotsverfahren wenig Chancen ein und wollen die AfD inhaltlich bekämpfen.

Umfrage zu AfD-Verbot: Deutsche laut Befragung tief gespalten

Doch was denken die Deutschen über ein mögliches Verbot der AfD? Immerhin hat bei der jüngsten Bundestagswahl jeder Fünfte die von Alice Weidel und Tino Chrupalla geführte Partei gewählt. Eine neue Umfrage des Instituts Ipsos gibt darüber jetzt Aufschluss. Demnach sind die Deutschen in der Frage eines AfD-Verbots tief gespalten: 46 Prozent befürworten ein AfD-Verbot, 44 Prozent lehnen es ab.

Soll die AfD verboten werden?

Anteil der Befragten

Ja

46 Prozent

Nein

44 Prozent

Online-Befragung von 1.000 Wahlberechtigten zwischen 18 und 75 Jahren in Deutschland am 9. und 10. Mai 2025, repräsentativ gewichtet nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Wahlverhalte

Umfrage zu AfD-Verbot zeigt tiefe Spaltung zwischen Ost und West in Deutschland

Starke Unterschiede zeigen sich in der Haltung zu einem AfD-Verbot zwischen Ost- und Westdeutschen. Menschen, die im Gebiet der ehemaligen DDR leben, sehen ein Parteiverbot sehr viel skeptischer als Deutsche aus den westlichen Bundesländern: Unter den Ostdeutschen würden nur 32 Prozent ein AfD-Verbotsverfahren begrüßen, während im Westen 50 Prozent dafür sind.

Parteipräferenz entscheidend bei Umfrage zu AfD-Verbotsverfahren

Auch hinsichtlich der politischen Präferenzen gibt es maßgebliche Unterschiede: Grünen-Wählende befürworten ein AfD-Verbotsverfahren am meisten. Wählerinnen und Wähler der AfD sind erwartungsgemäß mit 97 Prozent fast einstimmig gegen ein Verbot.

Wählerinnen und Wähler von …

AfD-Verbot: Zustimmung in Prozent

Grünen

82

Linken

81

SPD

72

Union

50

FDP

29

BSW

21

Neue Umfrage zum AfD-Verbot: Frauen wollen Partei eher verbieten als Männer

Die Umfrage zeigt laut einer Pressemitteilung von Ipsos außerdem, dass Frauen sich eher für ein Verbot der AfD aussprechen (50 Prozent) als Männer (42 Prozent). Je jünger die Befragten waren, desto deutlicher sprachen sie sich zudem für ein AfD-Verbotsverfahren aus. (smu/AFP

27 Mai 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
lokiuzt.png
Flüchtlinge

In Deutschland leben so viele Flüchtlinge wie nie zuvor – Neuzugänge aber deutlich gesunken

von Fremdeninfo 27 Mai 2025
von Fremdeninfo

In Deutschland leben so viele Flüchtlinge wie nie zuvor – Neuzugänge aber deutlich gesunken
Von. Welt

In Deutschland leben so viele Flüchtlinge wie nie zuvor – Neuzugänge aber deutlich gesunken

Noch nie lebten so viele Flüchtlinge in Deutschland wie heute – die meisten sind jedoch schon lange da. Neuankömmlinge gibt es weniger als in den Vorjahren. Innenminister Dobrindt plant indessen umfangreiche Änderungen in der Migrationspolitik.

 

                                           

Eine geflüchtete Familie geht durch eine Massenunterkunft in einer umfunktionierten Messehalle in Frankfurt Boris Roessler/dpa

In Deutschland leben so viele Flüchtlinge wie nie zuvor. Ende 2024 waren etwa 3,45 Millionen Ausländer bei den Behörden registriert, die als Flüchtlinge ins Land kamen. Mehr als ein Drittel von ihnen ist in den vergangenen drei Jahren vor dem russischen Angriffskrieg aus der Ukraine hierher geflohen. Allerdings lässt sich aus dieser Rekordzahl zwar das Ausmaß der Fluchtbewegungen nach Deutschland herauslesen, nicht jedoch eine akute Notlage: Die meisten dieser Menschen leben seit Jahren, manche sogar schon seit Jahrzehnten im Land. Neu hinzugekommen sind im Saldo im Jahr 2024 weit weniger Geflüchtete als in den Jahren zuvor.

Insgesamt waren an Silvester 2024 etwa 124.000 mehr Flüchtlinge im Land als noch ein Jahr zuvor. Das geht aus den Zahlen des Ausländerzentralregisters hervor, mit denen das Bundesinnenministerium eine Anfrage der linken Bundesabgeordneten Clara Bünger beantwortete und die der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegen. 2023 war die Zahl der gelisteten Flüchtlinge noch um 270.000, im Jahr davor, als Russland seinen Angriff auf die Ukraine begann, sogar um 1,2 Millionen gestiegen.

„Die Migrationspolitik in Deutschland hat sich geändert“, sagt Dobrindt

Unter dem Asylkurs der neuen Koalition könnte sich für Flüchtlinge in Deutschland in Zukunft einiges ändern. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hofft, dass der seit 2018 geltende Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus in wenigen Wochen für mindestens zwei Jahre endet. Dobrindt, der am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf in das Bundeskabinett einbringen wird, sagte am Sonntagabend in einem Interview mit WELT TV: „Ich will, dass das möglichst schnell in Kraft tritt, am allerbesten noch vor der Sommerpause, damit wir das deutliche Signal senden: Die Migrationspolitik in Deutschland hat sich geändert.“

Bislang nimmt Deutschland jeden Monat 1000 Familienangehörige von Flüchtlingen ohne Asylgrund auf. Die parlamentarische Sommerpause beginnt im Juli.

Der Minister kündigte in WELT TV zudem die Vorlage eines Gesetzentwurfs zur Abschaffung der sogenannten „Turboeinbürgerung“ für bestimmte Migranten an. Zur Migrationswende gehöre neben den Zurückweisungen an den Grenzen und der Aussetzung des Familiennachzugs auch, „dass wir die sogenannte Expresseinbürgerung wieder abschaffen, die eine Einbürgerung ins deutsche Staatsangehörigkeitsrecht nach drei Jahren ermöglicht hat“. Der Minister weiter: „Das war falsch und deswegen wird es von uns auch wieder abgeschafft werden. Daran arbeite ich gerade. Auch das wird in Kürze entschieden werden.“in

Noch nie lebten so viele Flüchtlinge in Deutschland wie heute – die meisten sind jedoch schon lange da. Neuankömmlinge gibt es weniger als in den Vorjahren. Innenminister Dobrindt plant indessen umfangreiche Änderungen in der Migrationspolitik.

Eine geflüchtete Familie geht durch eine Massenunterkunft in einer umfunktionierten Messehalle in Frankfurt Boris Roessler/dpa

In Deutschland leben so viele Flüchtlinge wie nie zuvor. Ende 2024 waren etwa 3,45 Millionen Ausländer bei den Behörden registriert, die als Flüchtlinge ins Land kamen. Mehr als ein Drittel von ihnen ist in den vergangenen drei Jahren vor dem russischen Angriffskrieg aus der Ukraine hierher geflohen. Allerdings lässt sich aus dieser Rekordzahl zwar das Ausmaß der Fluchtbewegungen nach Deutschland herauslesen, nicht jedoch eine akute Notlage: Die meisten dieser Menschen leben seit Jahren, manche sogar schon seit Jahrzehnten im Land. Neu hinzugekommen sind im Saldo im Jahr 2024 weit weniger Geflüchtete als in den Jahren zuvor.

Insgesamt waren an Silvester 2024 etwa 124.000 mehr Flüchtlinge im Land als noch ein Jahr zuvor. Das geht aus den Zahlen des Ausländerzentralregisters hervor, mit denen das Bundesinnenministerium eine Anfrage der linken Bundesabgeordneten Clara Bünger beantwortete und die der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegen. 2023 war die Zahl der gelisteten Flüchtlinge noch um 270.000, im Jahr davor, als Russland seinen Angriff auf die Ukraine begann, sogar um 1,2 Millionen gestiegen.

„Die Migrationspolitik in Deutschland hat sich geändert“, sagt Dobrindt

Unter dem Asylkurs der neuen Koalition könnte sich für Flüchtlinge in Deutschland in Zukunft einiges ändern. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hofft, dass der seit 2018 geltende Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus in wenigen Wochen für mindestens zwei Jahre endet. Dobrindt, der am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf in das Bundeskabinett einbringen wird, sagte am Sonntagabend in einem Interview mit WELT TV: „Ich will, dass das möglichst schnell in Kraft tritt, am allerbesten noch vor der Sommerpause, damit wir das deutliche Signal senden: Die Migrationspolitik in Deutschland hat sich geändert.“

Bislang nimmt Deutschland jeden Monat 1000 Familienangehörige von Flüchtlingen ohne Asylgrund auf. Die parlamentarische Sommerpause beginnt im Juli.

Der Minister kündigte in WELT TV zudem die Vorlage eines Gesetzentwurfs zur Abschaffung der sogenannten „Turboeinbürgerung“ für bestimmte Migranten an. Zur Migrationswende gehöre neben den Zurückweisungen an den Grenzen und der Aussetzung des Familiennachzugs auch, „dass wir die sogenannte Expresseinbürgerung wieder abschaffen, die eine Einbürgerung ins deutsche Staatsangehörigkeitsrecht nach drei Jahren ermöglicht hat“. Der Minister weiter: „Das war falsch und deswegen wird es von uns auch wieder abgeschafft werden. Daran arbeite ich gerade. Auch das wird in Kürze entschieden werden.“

27 Mai 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
lkoiuj.png
Religion

Feinde des Liberalismus: Was den Islamismus mit dem Rechtsextremismus verbindet

von Fremdeninfo 27 Mai 2025
von Fremdeninfo

Feinde des Liberalismus: Was den Islamismus mit dem Rechtsextremismus verbindet

                             Artikel von Susanne Schröte/ Faz

                                          

Die Iman-Ali-Moschee in Hamburg wurde am 24. Juli 2024 vom Bundesinnenministerium geschlossen, nachdem der Verfassungsschutz ihren Trägerverein, das Islamische Zentrum Hamburg, als verfassungsfeindlich eingestuft hatte. © KNA

Muslime werden im Koalitionsvertrag nicht erwähnt, anders als der Islamismus, den Union und SPD mit einem Aktionsplan bekämpfen möchten. Der Protest muslimischer Verbandsvertreter erfolgte prompt. Der „Zentralrat der Muslime in Deutschland“ (ZMD) zeigte sich „tief besorgt“. Muslime würden nicht explizit wertgeschätzt, und auch vom „antimuslimischen Rassismus“ sei keine Rede. Ähnlich äußerte sich der Generalsekretär der „Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs“ (IGMG). Die Stoßrichtung des Vertrags sei ausgrenzend, untergrabe Vertrauen und widerspreche dem Anspruch der Muslime auf Teilhabe.

Die Grünen-Politikerin Lamya Kaddor wiederholte die Klagen fast wortgleich und fügte an, ihr schwante „Böses“ für die nächsten Jahre. Auch die Migrationsforscherin Naika Foroutan schloss sich an. Der Koalitionsvertrag offenbare ein Kuschen vor der Muslimfeindlichkeit der AfD, meinte sie. Damit war der zentrale Spin gesetzt. SPD und Unionsparteien hätten Positionen der „Rechten“ übernommen, wurde gemutmaßt, und dies zeige unübersehbar einen Rechtsruck in der politischen Landschaft der Bundesrepublik. Diese kühne These führt aus mehreren Gründen in die Irre.

Nicht geklagt haben alle Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund, die sich als säkular, liberal oder agnostisch identifizieren. Sie kritisieren die muslimischen Verbände wegen ihrer Selbstinszenierung als Opfer einer angeblich „strukturell rassistischen“ Gesellschaft, aber auch wegen ihres Schweigens nach islamistischen Anschlägen und ihrer anti-emanzipativen Positionen. Dafür werden sie von einer sich postkolonial definierenden Linken scharf kritisiert, die die fundamentalistischen Muslime zu ihren Betreuungsobjekten erkoren hat und über die vielfältigen Formen der Diskriminierung in deren Milieu gnädig hinwegsieht.

Rechtsradikalismus innerhalb der Islamverbände

Wer diese Realitätsverdrehungen nicht mitmachen möchte, sollte die an einem Rechts-links-Schema ausgerichtete Argumentation vom Kopf auf die Füße stellen und Islamismus als demokratiefeindliche oder sogar rechtsradikale Bewegung einordnen. Dafür spräche auch die Listung etlicher Organisationen in Berichten des Verfassungs­schutzes. Dies betrifft auch die IGMG und den ZMD. Letzterer ist ein Dachverband für Einzelorganisationen, die teilweise unter der Rubrik islamistisch, teilweise als rechtsradikal aufgeführt wurden.

So wurde eines der Gründungsmitglieder des ZMD, die „Deutsche Muslimische Gemeinschaft“ (DMG), als Organisation der Muslimbruderschaft gelistet. Die Bruderschaft ist eine internationale islamistische Organisation, aus der unter anderem die Hamas hervorging. Auch das „Islamische Zen­trum Hamburg“, das als Europazentrale des iranischen Regimes fungierte und 2024 vom Bundesinnenministerium verboten wurde, gehörte dem ZMD an.

Erst kurz vor dem sich abzeichnenden Verbot wurde die Mitgliedschaft ausgesetzt. Noch dabei ist allerdings die „Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine“ (ATIB), die vom Verfassungsschutz einer Bewegung zugeordnet werden, die hierzulande als „Graue Wölfe“ bekannt ist. Diese gelten wegen ihres Ultranationalismus, ihres Rassismus und Antisemitismus sowie ihrer Gewaltaffinität als Rechtsradikale. Angesichts solcher Tatsachen muss Foroutan und anderen, die Islamismuskritik mit rechten Ideologien in Verbindung bringen, entschieden widersprochen werden.

Die „Sittsamkeit“ des Kopftuchs

Doch was sagen eigentlich deutsche Rechtsextreme zum Islam? Gemeinhin werden sie ja als Islamhasser dargestellt. Dass dieses Bild keine allgemeine Geltung beanspruchen kann, wurde unter anderem bei den Wahlkampfauftritten des AfD-Politikers Maximilian Krah ersichtlich. Krah warb nämlich dezidiert um die Stimmen rechter Muslime und lobt auch gerne den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Sein Feindbild, daran lässt er keinen Zweifel, ist nicht der islamische Extremismus, sondern der Liberalismus. Geteilt wird diese Haltung von Vordenkern der Neuen Rechten, zu denen Philip Stein, der Initiator des „Jungeuropa“-Verlags, gehört.

In diesem Medienunternehmen veröffentlichte der rechtsextreme Bodybuilder Frederic Höfer 2023 das Buch „Feindbild Islam als Sackgasse“, das die Schönheit des koranischen Wertekanons und die Standhaftigkeit konservativer Muslime gegen die Versuchungen westlicher Freiheiten besingt. Zum Kopftuch heißt es dort beispielsweise, dass es mit „Sittsamkeit, Anmut, Diskretion und Würde“ assoziiert werde. „Das Zurücknehmen weiblicher Reize, um ihre Kostbarkeit allein dem heiligen Ehebund zu schenken, muss in einer promiskuitiven ‚emanzipativen‘, westlichen ‚Singlegesellschaft‘ Anstoß erregen.“

Schon 2016 hatte der neurechte Historiker Karlheinz Weißmann in der „Junge Freiheit“ davor gewarnt, sich bei Islamkritik mit Verteidigern westlicher Werte gemeinzumachen, die darunter „vor allem das Recht auf Obszönität, Abtreibung und die Durchsetzung der Schwulenehe verstehen“.

Von links wird Verschleierung zum Sinnbild eines indigenen Widerstands

Solche Aussagen müssten nicht nur vielen Vertretern muslimischer Verbände gefallen, sondern auch den Initiatoren der 2023 gegründeten Partei „Demokratische Allianz für Vielfalt und Aufbruch“, deren Akronym DAVA dem gleich lautenden arabischen Begriff für Mission entspricht. Das Parteiprogramm ist ein Bekenntnis zu traditionellen Familienstrukturen und der Pro-Life-Bewegung. Aufgrund der starken Affinität des Führungspersonals zum türkischen Präsidenten erfolgte in linken Kreisen eine Verurteilung der Parteigründung. Der Grünen-Politiker Max Lucks sprach von einer türkischen AfD, und auch innerhalb der SPD regte sich Empörung, die vielleicht primär dadurch motiviert war, dass die Initiatoren der DAVA zuvor in der SPD engagiert waren. Eine grundlegende Revision der unkritischen Islamapologetik erfolgte jedoch nicht.

Dafür ist möglicherweise auch der herrschende linke Kulturrelativismus verantwortlich, der das andere stets dann verteidigt, wenn es gegen den Westen in Stellung gebracht werden kann. Ethnologinnen wie Saba Mahmood und Lila Abu Lughod stilisierten die islamische Verschleierung zu Sinnbildern eines indigenen Widerstands gegen die westliche Wertehegemonie. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde diese These bekannt, als sie von der Philosophin Judith Butler aufgegriffen wurde. Sie findet sich aber auch in den Schriften einiger rechtsradikaler Autoren, die islamische Geschlechterordnungen nach dem Konzept des Ethnopluralismus als genuin Eigenes der islamischen Welt gegen einen angeblichen Kulturimperialismus des Westens verteidigen.

Sowohl postkoloniale Linke als auch Rechtsextreme lehnen den liberalen Universalismus entschieden ab und möchten bestimmte Kollektive unter einen besonderen Schutz stellen. Beide verharmlosen oder legitimieren den islamischen Extremismus. Während Butler Hamas und Hizbullah als Teile der globalen Linken definiert und ihre Terrorakte zu legitimen Widerstandsaktionen erklärt, rechtfertigt der rechtsextreme Autor Thor von Waldstein Gewalt im Namen des Islam als gutes Recht der Muslime, sich gegen die Zerstörungskraft des Westens zu wehren. In Bezug auf den Islam existieren offenbar mehr Gemeinsamkeiten zwischen Linken und Rechten, als man vermuten könnte.

Auch die geteilte Gegnerschaft ist ähnlich: Es ist der an den Freiheitsrechten des Individuums orientierte Liberalismus. Von postkolonialen Linken wurden liberale Werte zugunsten eines Revolutionspathos aufgegeben, in dem Muslime als Partner im Kampf gegen den kapitalistischen Westen fungieren sollen, von Rechten wurden sie stets als dekadent abgelehnt. Im Kern sind beide Haltungen demokratiegefährdend. Wer die liberale Demokratie gegen ihre Feinde verteidigen möchte, braucht einen klaren Blick auf den Islamismus.

27 Mai 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
kjiuzh.png
Archive

Migrationsdebatte: Dröge hält Einbürgerungs-Bremse für „komplett unsinnig“

von Fremdeninfo 26 Mai 2025
von Fremdeninfo

Migrationsdebatte: Dröge hält Einbürgerungs-Bremse für „komplett unsinnig“

                                     Von Kölüner Stadt Anzeigen

                           

Katharina Dröge, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, spricht im Plenum des Bundestags. © Kay Nietfeld/dpa

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat die geplante Abschaffung der beschleunigten Einbürgerung nach drei Jahren Aufenthalt in Deutschland als „komplett unsinnig“ kritisiert. „Es geht um Menschen, die alle Voraussetzungen für den Erhalt der Staatsangehörigkeit erfüllen, die sich besonders schnell integrieren, die gut Deutsch sprechen und hier arbeiten“, sagte Dröge der Deutschen Presse-Agentur. Deren Einbürgerung zu erschweren, sei „ein Signal des Misstrauens“, das unvernünftig sei und Deutschland schade.

Unter dieser „rückwärtsgewandten Politik“ der schwarz-roten Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) würden vor allem Tausende kleine, mittlere und große Unternehmen in Deutschland leiden, weil gut integrierte und hoch qualifizierte Arbeitskräfte abgeschreckt würden. „Wir sind auf Einwanderung in den Arbeitsmarkt angewiesen“, sagte Dröge.

Teil der Ampel-Reform wird rückgängig gemacht

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will dem Kabinett am Mittwoch einen Gesetzentwurf vorlegen, der die Abschaffung der von der Ampel-Regierung eingeführten beschleunigten Einbürgerung nach drei Jahren für besonders gut integrierte Zuwanderer vorsieht. Die Union spricht von „Turbo-Einbürgerungen“, die künftig nicht mehr möglich sein sollen.

Damit wird ein Punkt aus der von SPD, Grünen und FDP verabschiedeten Reform des Staatsangehörigkeitsrechts rückgängig gemacht. An der Reduzierung der Wartefrist für normale Einbürgerungen von acht auf fünf Jahre und an der Erlaubnis für den Doppelpass, die von der Ampel ebenfalls beschlossen worden war, wollen CDU, CSU und SPD laut Koalitionsvertrag aber festhalten.

26 Mai 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
kjiuhz.png
Archive

Migration: Dobrindt legt Gesetz zum Familiennachzug vor

von Fremdeninfo 26 Mai 2025
von Fremdeninfo

                   Migration: Dobrindt legt Gesetz zum Familiennachzug vor

                                                 Von: Handelsblatt

                                                             

Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister des Innern und für Heimat, will das den Familiennachzug einschränken. data-portal-copyright

Für die Union ist der Rückgang der Migration nach Deutschland ein zentrales Ziel in der neuen Koalition. Auf Maßnahmen an den Grenzen folgt nun ein erster Gesetzentwurf. NGOs protestieren.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will dem Kabinett am Mittwoch den Gesetzentwurf zur Einschränkung des Familiennachzugs für bestimmte Flüchtlinge vorlegen. Einen entsprechenden Bericht der „Bild am Sonntag“ bestätigte das Innenministerium der Deutschen Presse-Agentur. Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, sollen Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus zwei Jahre lang keine Familienangehörigen mehr nach Deutschland holen dürfen. Härtefälle sind ausgenommen. 

Bisher konnten 1000 Personen pro Monat nach Deutschland nachgezogen werden. Damit ist jetzt Schluss“, sagte Dobrindt der „Bild“. „Wir müssen die Pull-Faktoren (Sog-Faktoren) nach Deutschland deutlich reduzieren. Auch damit zeigen wir, die Migrationspolitik in Deutschland hat sich geändert.“

Der Familiennachzug für Flüchtlinge ohne Asylstatus war bereits von März 2016 bis Juli 2018 von der damaligen schwarz-roten Koalition ausgesetzt worden. Begründet wurde dies damals mit der Absicht, eine Überlastung bei der Aufnahme und Integration zu vermeiden. Seit August 2018 dürfen monatlich insgesamt 1000 Menschen als Angehörige von Menschen mit diesem Schutzstatus einreisen.

Der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP von 2021 sah zwar eigentlich vor, dass der Familiennachzug auch zu Menschen aus dieser Gruppe wieder unbegrenzt möglich werden soll. Umgesetzt wurde dieses Vorhaben aber nicht.

Mehr als 30 Nichtregierungsorganisationen haben an die Bundesregierung appelliert, ihre Pläne zur Einschränkung des Familiennachzugs für Flüchtlinge fallen zu lassen und ihn stattdessen auszuweiten

26 Mai 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
lkoiu.png
Flüchtlinge

Europäische Asylpolitik: Angriff auf das Fundament

von Fremdeninfo 25 Mai 2025
von Fremdeninfo

Europäische Asylpolitik: Angriff auf das Fundament

                     Artikel von Von Alex Rühle, Stockholm/ S.Z-

 

                                 

Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni (r.) und die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen wollen künftig auf EU-Ebene enger zusammenarbeiten. © Roberto Monaldo/AP

Die dänische Sozialdemokratin Frederiksen verbündet sich mit Italiens Postfaschistin Meloni. Gemeinsam wollen sie erreichen, dass EU-Staaten kriminelle Ausländer leichter abschieben können.

Angriff auf das Fundament

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und ihre italienische Amtskollegin Giorgia Meloni haben einen offenen Brief initiiert, in dem sie im Kern fordern, die Abschiebung krimineller Ausländer zu erleichtern. Die Regierungschefs von Polen, Belgien, Österreich, Estland, Lettland und der Tschechischen Republik sowie der Präsident Litauens haben den Brief ebenfalls unterzeichnet.

Die neun Länder sprechen sich für eine grundlegende Diskussion über die Auslegung der Europäischen Menschenrechtskonvention aus. Sie warnen davor, dass die bisherige Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) zunehmend nationale Handlungsspielräume einschränke – insbesondere beim Umgang mit kriminellen Migranten.

Der Schutz der Bevölkerung müsse in manchen Fällen wichtiger sein als individuelle Rechte

Obwohl sie sich klar zu europäischen Werten, der Menschenwürde und internationalen Institutionen wie der EU, den UN und der Nato bekennen, sehen die Unterzeichner großen Reformbedarf. Die Welt habe sich seit Entstehung der Konvention grundlegend verändert, schreiben sie. Die illegale Einwanderung nach Europa seit „signifikant angestiegen“ und es gebe Migranten, die „sich in Parallelgesellschaften isolieren und sich von unseren Grundwerten der Gleichheit, Demokratie distanzieren“.

Verschiedene Länder hätten jeweils Versuche unternommen, ihre Gesetzgebung zur irregulären Migration den Verhältnissen anzupassen, würden aber vom EGMR ausgebremst. Besondere Kritik üben Frederiksen, Meloni und ihre Unterstützer an Urteilen, die Abschiebungen von straffälligen Ausländern verhindert hätten. Der Schutz der Bevölkerung und das Sicherheitsbedürfnis der Mehrheit müssten in solchen Fällen Vorrang vor individuellen Rechten haben.

Der Brief hat keinen direkten Adressaten, richtet sich aber deutlich gegen den EGMR und deren Auslegung der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Alain Berset, der Generalsekretär des Europarates, dessen juristischer Arm der EGMR ist, sprach in einer ersten Reaktion von einer „Politisierung des Gerichtshofs“. Der EGMR sei dazu da, die Rechte und Werte zu schützen, zu deren Verteidigung sich die 46 Unterzeichnerstaaten verpflichtet haben, so Berset. Institutionen, die die Grundrechte schützen, dürften sich „nicht den politischen Zyklen beugen. Wenn sie es doch tun, riskieren wir, genau die Stabilität zu untergraben, die sie gewährleisten sollen.“ Der Gerichtshof dürfe nicht als Waffe eingesetzt werden, schreibt Berset: „weder gegen Regierungen noch von ihnen selbst“. Der Gerichtshof habe die vergangenen 75 Jahre Europa „als fester Kompass gedient, der die Rechtsstaatlichkeit aufrechterhält und die Rechte des Einzelnen innerhalb des Systems der gegenseitigen Kontrolle, das unsere Staaten gemeinsam aufgebaut haben, schützt.“

Dänemark übernimmt bald den EU-Ratsvorsitz und Frederiksen sucht das Bündnis mit Meloni

Deutliche Kritik an dem Brief, der auch vom belgischen Ministerpräsidenten Bart De Wever unterzeichnet worden war, kam von den belgischen Sozialdemokraten.  Deren Fraktionschef Pierre-Yves Dermagne schrieb, die Initiative stelle „einen beispiellosen Angriff auf eines der höchsten europäischen Gerichte dar, und noch dazu auf dasjenige, das über den Schutz unserer Grundfreiheiten wacht.“ In Dermagnes Augen stellt dieser Brief Belgien außerhalb seiner historischen Rolle bei der Verteidigung der Menschenrechte: „Die EMRK ist ein Leuchtturm, eine wesentliche Orientierungshilfe in einer Zeit, in der die extreme Rechte die Menschenrechte infrage stellt.“

Die Sozialdemokratin Mette Frederiksen sagte im dänischen Fernsehen, sie habe sich ihre italienische Kollegin, die Postfaschistin Giorgia Meloni, als „primäre Partnerin“ im Bereich Einwanderung ausgewählt, weil sie glaube, dass sie gemeinsam „einige Dinge in Europa bewegen können. Wenn wir beide unsere Eier in denselben Korb legen, sind wir ein Duo, das man nur schwer ignorieren kann“. Frederiksen war eigens nach Rom geflogen, um gemeinsam mit Meloni den Brief der Öffentlichkeit vorzustellen.

Meloni betonte, es sei nicht ihr Ziel, „die Konventionen oder die Werte, auf denen diese basieren, zu verwässern, aber sie müssen der Realität gerecht werden, in der wir heute leben“. Sie sagte, Europa brauche jetzt „innovative Lösungen“ und führte als Beispiel das Migrationsabkommen zwischen Italien und Albanien an. Italien hat im vergangenen November in den albanischen Städten Gjadër und Shëngjin zwei Lager eröffnet, in das Migranten gebracht werden sollten, die von der italienischen Küstenwache im Mittelmeer aufgegriffen werden. Dort sollten sie bleiben, bis ihre Asylanträge von den italienischen Behörden geprüft sind. Die Lager stehen aber leer, nachdem mehrere Gerichte diese Praxis – auch unter Berufung auf Bestimmungen der Europäischen Menschenrechtskonvention – für illegal erklärt haben.

Auf dem nächsten EU-Gipfel Ende Juni wird die Migration auf der Tagesordnung stehen. Im Juli übernimmt dann Dänemark die rotierende EU-Ratspräsidentschaft. Schon jetzt ist klar, dass die Asylpolitik ganz oben auf der Liste der Themen steht, die während des sechsmonatigen Vorsitzes angegangen werden sollen

25 Mai 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
kjiuhzt.png
Archive

Dobrindt will „deutliches Signal“ senden – „Migrationspolitik in Deutschland hat sich geändert“

von Fremdeninfo 25 Mai 2025
von Fremdeninfo

Dobrindt will „deutliches Signal“ senden – „Migrationspolitik in Deutschland hat sich geändert“

                    Von Welt

Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz soll ausgesetzt, die schnellere Einbürgerung abgeschafft werden: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärt bei WELT TV, wie er in der Migrationspolitik jetzt ein „deutliches Signal“ senden will.

                                                

                            Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister Bernd von Jutrczenka/dpa

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hofft, dass der seit 2018 geltende Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus in wenigen Wochen für mindestens zwei Jahre endet. Dobrindt, der am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf in das Bundeskabinett einbringen wird, sagte am Sonntagabend in einem Interview mit WELT TV: „Ich will, dass das möglichst schnell in Kraft tritt, am allerbesten noch vor der Sommerpause, damit wir das deutliche Signal senden: Die Migrationspolitik in Deutschland hat sich geändert.“

Probleme im Bundesrat erwartet der Innenminister für das Gesetz nicht: „Ich gehe davon aus, dass der Bundesrat diesem Gesetz auch zustimmt. Das ist eine Vereinbarung zwischen der SPD, der CDU und der CSU, wie wir sie im Koalitionsvertrag formuliert haben. Darüber hinaus gehe ich an dieser Stelle ja auch überhaupt nicht.“ Bislang nimmt Deutschland jeden Monat 1000 Familienangehörige von Flüchtlingen ohne Asylgrund auf. Die parlamentarische Sommerpause beginnt im Juli.

Der Minister schloss in dem Interview weitere Maßnahmen nach Ablauf der vorgesehenen Zwei-Jahres-Aussetzung nicht aus. Das Gesetz sei „ein wesentlicher Teil der Entscheidungen, die dafür sorgen wollen, dass die Zahlen der illegalen Migration sich reduzieren“. Auf die Frage, wie es danach weitergehe, antwortete Dobrindt, man wolle in zwei Jahren sehen, wie sich die illegale Migration insgesamt entwickelt habe: „Dann muss man weitere Entscheidungen treffen.“

Schnellere Einbürgerung „war falsch“ und wird „wieder abgeschafft werden“, sagt Dobrindt

Der Minister kündigte zudem die Vorlage eines Gesetzentwurfs zur Abschaffung der sogenannten „Turboeinbürgerung“ für bestimmte Migranten an. Zur Migrationswende gehöre neben den Zurückweisungen an den Grenzen und der Aussetzung des Familiennachzugs auch, „dass wir die sogenannte Expresseinbürgerung wieder abschaffen, die eine Einbürgerung ins deutsche Staatsangehörigkeitsrecht nach drei Jahren ermöglicht hat“. Der Minister weiter: „Das war falsch und deswegen wird es von uns auch wieder abgeschafft werden. Daran arbeite ich gerade. Auch das wird in Kürze entschieden werden.“

Der Gesetzentwurf befinde sich gerade in der Abstimmung mit anderen Ressorts. Dobrindt: „Und ich gehe davon aus, dass es umgehend dann auch im Bundeskabinett landet und dann auch möglichst schnell im Gesetzesblatt steht.“ Dann werde es „über diese Möglichkeit, weil sie dann Vergangenheit ist, keine Einbürgerung mehr nach Deutschland geben können

25 Mai 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Neuere Beiträge
Ältere Beiträge

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025
  • Begegnungen am Radweg: Eine Geschichte von Mensch, Natur und einem besonderen Rabenfreund

    23 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Wenn ich gewählt werde, werde ich der Oberbürgermeister für alle sein“

    18 April 2026
  • Spiegel“-Bericht: Ließ Kiels neuer OB Samet Yilmaz einen Unternehmer ausforschen?

    18 April 2026
  • Diskriminierung fördert islamistische Radikalisierung

    17 April 2026
  • Große Pläne ohne Wirkung: Wie am Kronsberg öffentliches Geld versickert sein könnte

    17 April 2026
  • Ohne Zeit zu verlieren, muss die Debatte über die Gründung einer Migrantenpartei beginnen“

    16 April 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

22 Juli 2025

Neueste Artikel

Modernisierungsanspruch, imperialistische Umzingelung und die in die Gegenwart getragene Krise
21 Januar 2026
Kurdischer Protest in Europa: Solidarität durch Besonnenheit
21 Januar 2026
SPD sieht bei Abschiebestopp für Iran Bundesländer in der Pflicht
21 Januar 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff
14 Oktober 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung