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Dobrindt will „deutliches Signal“ senden – „Migrationspolitik in Deutschland hat sich geändert“

von Fremdeninfo 25 Mai 2025
von Fremdeninfo 25 Mai 2025
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Dobrindt will „deutliches Signal“ senden – „Migrationspolitik in Deutschland hat sich geändert“

                    Von Welt

Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz soll ausgesetzt, die schnellere Einbürgerung abgeschafft werden: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärt bei WELT TV, wie er in der Migrationspolitik jetzt ein „deutliches Signal“ senden will.

                                                

                            Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister Bernd von Jutrczenka/dpa

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hofft, dass der seit 2018 geltende Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus in wenigen Wochen für mindestens zwei Jahre endet. Dobrindt, der am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf in das Bundeskabinett einbringen wird, sagte am Sonntagabend in einem Interview mit WELT TV: „Ich will, dass das möglichst schnell in Kraft tritt, am allerbesten noch vor der Sommerpause, damit wir das deutliche Signal senden: Die Migrationspolitik in Deutschland hat sich geändert.“

Probleme im Bundesrat erwartet der Innenminister für das Gesetz nicht: „Ich gehe davon aus, dass der Bundesrat diesem Gesetz auch zustimmt. Das ist eine Vereinbarung zwischen der SPD, der CDU und der CSU, wie wir sie im Koalitionsvertrag formuliert haben. Darüber hinaus gehe ich an dieser Stelle ja auch überhaupt nicht.“ Bislang nimmt Deutschland jeden Monat 1000 Familienangehörige von Flüchtlingen ohne Asylgrund auf. Die parlamentarische Sommerpause beginnt im Juli.

Der Minister schloss in dem Interview weitere Maßnahmen nach Ablauf der vorgesehenen Zwei-Jahres-Aussetzung nicht aus. Das Gesetz sei „ein wesentlicher Teil der Entscheidungen, die dafür sorgen wollen, dass die Zahlen der illegalen Migration sich reduzieren“. Auf die Frage, wie es danach weitergehe, antwortete Dobrindt, man wolle in zwei Jahren sehen, wie sich die illegale Migration insgesamt entwickelt habe: „Dann muss man weitere Entscheidungen treffen.“

Schnellere Einbürgerung „war falsch“ und wird „wieder abgeschafft werden“, sagt Dobrindt

Der Minister kündigte zudem die Vorlage eines Gesetzentwurfs zur Abschaffung der sogenannten „Turboeinbürgerung“ für bestimmte Migranten an. Zur Migrationswende gehöre neben den Zurückweisungen an den Grenzen und der Aussetzung des Familiennachzugs auch, „dass wir die sogenannte Expresseinbürgerung wieder abschaffen, die eine Einbürgerung ins deutsche Staatsangehörigkeitsrecht nach drei Jahren ermöglicht hat“. Der Minister weiter: „Das war falsch und deswegen wird es von uns auch wieder abgeschafft werden. Daran arbeite ich gerade. Auch das wird in Kürze entschieden werden.“

Der Gesetzentwurf befinde sich gerade in der Abstimmung mit anderen Ressorts. Dobrindt: „Und ich gehe davon aus, dass es umgehend dann auch im Bundeskabinett landet und dann auch möglichst schnell im Gesetzesblatt steht.“ Dann werde es „über diese Möglichkeit, weil sie dann Vergangenheit ist, keine Einbürgerung mehr nach Deutschland geben können

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