• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Flüchtlinge

EU-Bericht: Italien blockiert Rücknahme von Asylbewerbern

16 Juli 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Asyl-Verschärfung: In Großbritannien zu bleiben, wird für alle Ausländer schwere

14 Juli 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Prämien für Rückkehrer: Poseck für regelmäßige Abschiebeflüge nach Syrien

13 Juli 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Mehr als eine Million Migranten beantragen rechtlichen Status in Spanien

12 Juli 2026 0 Kommentare
AllgemeinFlüchtlinge

Güler will in Syrien für „inklusiven Transitionsprozess“ werbenSerap

15 Juni 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Das neue europäische Asylrecht

13 Juni 2026 0 Kommentare
Archive

Die Kommissionspräsidentin musste entfernt Platz nehmen

von Fremdeninfo 8 April 2021
von Fremdeninfo

 

Beim Spitzentreffen in Ankara saß der EU-Ratspräsident gleich neben Erdogan. Die Kommissionspräsidentin musste entfernt Platz nehmen. Ankara schiebt die Verantwortung von sich.

© dpa „Die Präsidentin war ganz klar überrascht“: Beim EU-Türkei-Treffen in Ankara wurde EU-Kommissionschefin von der Leyen nicht auf Augenhöhe mit Präsident Erdogan und EU-Ratspräsident Michel platziert.

Wenn sich Staats- und Regierungschefs verabreden, ist eigentlich alles geplant. Ablauf, Themen, Sitzordnung. Trotzdem verschlug es EU-Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen die Sprache, als sie das Arbeitszimmer des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan betrat.

Beim obligatorischen Foto standen Erdogan, von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel noch gemeinsam in der Mitte des Raums. Danach nahmen die Herren mittig auf zwei großen Stühlen Platz.

Für die Kommissionspräsidentin blieb kein Sitz übrig. „Ääähm…“, sagte sie nur, wie die laufenden Kameras den Vorgang dokumentierten. Anschließend bekam sie einen Platz auf einem Sofa in einiger Entfernung der beiden zugewiesen. Dort saß sie dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu gegenüber, der ebenfalls an dem Gespräch teilnahm.

Dieser hat sich nun konkret zu dem Vorfall geäußert. Die Türkei habe nicht zum ersten Mal hochrangige Gäste eingeladen. „Die Forderungen der EU-Seite wurden erfüllt“, erklärte Cavusoglu am Tag nach dem „Sofa-Gate“. „Dies bedeutet, dass die Sitzordnung nach ihren Vorschlägen getroffen wurde. Unsere Protokolleinheiten kamen zuvor zusammen, und ihre Anforderungen wurden berücksichtigt.“

Bei dem Treffen mit Erdogan hatten die EU-Spitzen am Dienstag über einen möglichen Ausbau der Beziehungen der EU zur Türkei diskutiert. Hintergrund sind Beschlüsse des EU-Gipfels vor eineinhalb Wochen. Dabei hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs darauf verständigt, die Beziehungen zur Türkei schrittweise wieder auszubauen. Mit dem Beschluss will die EU die Eskalation weiterer Konflikte abwenden.

Die Bedeutung des Protokolls

Was von dem Treffen der EU und der Türkei übrig blieb, war aber vor allem das „Sofa-Gate“. Auf der Kurznachrichtenplattform Twitter war die Haltung dazu schnell gefunden. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir kommentierte: „Solche Zeichen setzen autoritäre Unterdrücker & Machos wie #Putin, #Erdogan & Co bewusst. (…) Kann man sich gefallen lassen, muss man nicht. Respekt bekommt man so jedenfalls nicht bei den Herren!“

Auch in türkischen Medien hat der Sitzstreit eine Debatte entfacht. Als „Koltuk Krizi“, also als „Sitzkrise“, bezeichnete die nationalistische Zeitung Sözcü den Skandal. „Von der Leyen musste in Ankara stehen bleiben“, konstatierte der Fernsehsender T24. „Das türkische Präsidialamt verweigert einer weiblichen EU-Vertreterin einen angemessenen Sitz“, formuliert eine andere Zeitung. Auch in Europa sorgte der Vorgang für Aufregung. „Das ,Sofa-Gate‘ von Ankara wird in Erinnerung bleiben“, schreibt die italienische Zeitung „La Stampa“.

Von der Leyens Sprecher betonte nach dem Treffen, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen sollten. Dafür werde man nun Vorkehrungen treffen. In der Kommission wurde zudem darauf verwiesen, dass von der Leyen das Treffen mit Erdogan genutzt habe, um mit ihm eine lange und sehr offene Diskussion über Frauenrechte und den Rückzug der Türkei aus der Istanbul-Konvention, die dem Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt dient, zu führen.

EU-Ratspräsident Michel erklärte einen Tag nach dem Treffen, dass eine enge Auslegung von protokollarischen Regeln durch die Türkei zu der unterschiedlichen Behandlung geführt habe, betonte aber, dass er die Situation ebenfalls als bedauerlich empfunden habe. Er und Ursula von der Leyen hätten vor Ort entschieden, die Sache nicht durch einen öffentlichen Eklat noch schlimmer zu machen, schrieb Michel auf Facebook. Stattdessen habe man die Substanz der politischen Diskussion in den Vordergrund gestellt.

EU-Ratspräsident steht im Protokoll über EU-Kommissionspräsidentin

Mit dem Verweis auf die protokollarischen Regeln erinnerte Michel daran, dass die EU-Kommissionspräsidentin in der gängigen protokollarischen Rangliste unter dem EU-Ratspräsidenten steht. Dies führe zum Beispiel auch dazu, dass Michel bei gemeinsamen Pressekonferenzen in der Regel zuerst das Wort bekommt.

In der Tat spielt das diplomatische Protokoll bei Spitzentreffen oft eine herausragende Rolle. Per Definition besteht es aus Vorschriften, die den Ablauf, aber auch die Kleiderordnung oder Sitzordnung streng beschreiben. So sollen Streitigkeiten vermieden und soll eine angenehme Atmosphäre für politische Verhandlungen geschaffen werden – eigentlich.

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer wird dazu vorher genau informiert, wie alles abläuft. Wer trifft wen wann und wo, wessen Hände werden wann geschüttelt. Bei Gruppenfotos sind häufig Pfeile oder kleine Namensschilder für die Kameras unsichtbar am Boden angebracht, damit jede und jeder ihren Platz kennt. Zufälle? Darf es nicht geben.

Jedes Ministerium unterhält zu diesem Zweck in der Regel eigene Protokollabteilungen – so auch das türkische Präsidialamt. Gerade in der Türkei spielt das Protokoll eine herausragende Rolle. Das hat auch mit den Traditionen des Osmanischen Reichs zu tun, wo ebenfalls viel Wert auf Etikette und Rangordnung gelegt wurde.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Protokoll, beziehungsweise dessen Nichteinhaltung, für Irritationen sorgt. Beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei Wladimir Putin im Jahr 2007 tauchte plötzlich Putins Hund auf – obwohl bekannt war, dass Merkel „eine gewisse Angst“ vor den Vierbeinern habe.

Auch die Türkei selbst bekam zu spüren, wenn das Protokoll als Machtdemonstration instrumentalisiert wird. Als Israel gegen eine türkische TV-Serie protestierte, bestellte die Regierung den türkischen Botschafter ins israelische Außenministerium. Dort ließ man ihn erst lange warten und setzte ihn dann auf ein niedrigeres Sofa.

Auf Hebräisch soll der anwesende Vizeaußenminister die israelischen Journalisten aufgefordert haben, den Unterschied in der Sitzhöhe auch recht deutlich abzubilden. Das bei solchen Treffen übliche türkische Fähnchen hatte er kurz vor dem Gespräch vom Tisch entfernen lassen, nur eine israelische Flagge blieb.

Warum bleibt Charles Michel sitzen?

Jetzt hat es die deutsche EU-Kommissionspräsidentin getroffen. Der Vorgang wirft tatsächlich einerseits ein Schlaglicht darauf, wie Erdogan sich selbst inszeniert. Eine Frau hat nichts zu sagen, solange Männer in der Runde sind – dieser Eindruck bleibt hängen.

Wirklich vollendet wurde das „Sofa-Gate“ allerdings nicht durch Erdogans Nichteingreifen, sondern durch Charles Michel. Er erhöhte sein Tempo, als er bei Betreten des Raumes seinerseits die Sitzordnung bemerkt hatte. In dem Zusammenhang stellen immer mehr Diplomaten und Beobachter eine weitere Frage: Wieso blieb Charles Michel sitzen, nachdem er die Fassungslosigkeit seiner Kollegin mit eigenen Augen gesehen hatte?

Erdogan selbst kommentierte den Vorgang nicht mehr. Wie er mit Frauen umgeht, dürfte spätestens nach seinem unilateralen Austritt aus der Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen klar sein.

Klar ist aber auch: Einige Frauen hofiert Erdogan ganz besonders. Als Bundeskanzlerin Merkel im Februar 2017 in demselben Arbeitszimmer des türkischen Präsidenten Platz nahm, saß sie gleich neben ihm auf dem Stuhl, auf dem nun Ratspräsident Michel Platz nahm. Und 2020, bei Merkels jüngstem Besuch in der Türkei, wurde ihr sogar ein vergoldeter Sitz zur Verfügung gestellt.

Mehr: Die Beziehungen zwischen Brüssel und Ankara stecken in einer schweren Krise.

Leserfavoriten: Kommentar : Privatkunden müssen sich auf Strafzinsen für kleine Ersparnisse einstellen

Klimaneutralität : Schattenseite des Hoffnungsträgers: Produktion von Wasserstoff könnte Ressourcen gefährden

EU-Abgasnorm 7 und andere Hürden : Der langsame Tod des Verbrennungsmotors in Europa

+++ Corona-News +++ : Zahl der Intensiv-Patienten steigt immer weiter – Dreyer kritisiert Vorpreschen einzelner Länder bei Sputnik-Bestellung

mRNA-Pioniere : Acht Gründe, warum Biontech, Pfizer und Moderna das Geschäft mit Covid-Impfstoffen dominieren werden

8 April 2021 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Religion

Rückblick: Ein Jahr Ditib-Imame „made in Germany“

von Fremdeninfo 8 April 2021
von Fremdeninfo

Rückblick: Ein Jahr Ditib-Imame „made in Germany“

Von

dtj-online Dpa

–

Vor gut einem Jahr fiel der Startschuss. Nach viel Kritik bildet Ditib, die mitgliederstärkste Organisation der Muslime in Deutschland, erste Imame in und für Deutschland aus. Wie fällt die Zwischenbilanz aus?

Der Startschuss für die Ditib-Imame „made in Germany“ fand viel Beachtung. Dann wurde es still. Nach gut einem Jahr zieht die Akademieleiterin eine Zwischenbilanz: Es gebe viel Interesse und positive Resonanz aus den Moscheegemeinden, der muslimischen Community und allgemein aus der deutschen Öffentlichkeit, schildert Seyda Can. „Die Teilnehmer haben sehr viele Schritte nach vorne gemacht“, berichtet der Ausbildungsreferent für die Imam-Ausbildung, Eyüp Kalyon.

Nach Vorwürfen gegen die Ditib, als verlängerter Arm des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu agieren und nach Forderungen aus Bund und NRW, sich von Ankara zu lösen, hatte der Verband Reformen zugesagt. Der neue Ausbildungsgang begann Anfang 2020 im Eifel-Ort Dahlem – und weckte hohe Erwartungen. Der Bundesvorsitzende Kazım Türkmen sprach von einem „Neuanfang“, einer „historischen Entwicklung nicht nur für Ditib, sondern auch für Deutschland“. Innenstaatssekretär Markus Kerber sagte damals, die Ditib stehe vor einer Weichenstellung: „Will sie eine in Deutschland verortete Religionsgemeinschaft sein oder versteht sie sich als eine Auslandsorganisation der türkischen Religionsbehörde (Diyanet; Anm. d. Red.)?“

Imame mit Abi

Wie ist nun der Stand? Die teilnehmenden zwölf Männer und 14 Frauen aus fast allen Bundesländern sind Kalyon zufolge in Deutschland geboren und sozialisiert, haben ein deutsches Abitur und einen deutschen Pass in der Tasche. Das Bachelorstudium zur islamischen Theologie machten die meisten dann in der Türkei. „Leider haben wir pandemiebedingt vieles aus dem Lehrplan nicht umsetzen können“, bedauert Kalyon. Die Umstellung auf Online laufe gut. Der Beziehungsaufbau zur Jugend, zu Senioren, Frauen- und Familienverbänden gelinge auch unter erschwerten Bedingungen.

„Wir bilden islamische Theologen aus, es ist kein Quereinstieg für Sozialarbeiter“, beschreibt Can. „Der Startpunkt unserer Ausbildung ist der Alltag in den Gemeinden in Deutschland. Wir haben die religiösen Bedürfnisse, die religiöse Beratung und Begleitung im Fokus.“ Es gibt fast 900 Ditib-Moscheegemeinden und rund 1100 Religionsbeauftragte, darunter sind etwa 110 deutschsprachig, hieß es 2020. Die Religionsbehörde Diyanet in Ankara entsendet und bezahlt die Ditib-Imame. Von den bundesweit geschätzten 2500 Imamen insgesamt werden 90 Prozent im Ausland ausgebildet.

Lehrplan nicht von Diyanet

Wie sieht der Lehrplan aus? „Das ist wirklich ein Deutschland-Programm“, betont Can. „Es ist nicht von der Diyanet zusammengestellt.“ Also ganz in Ditib-Eigenregie entwickelt. Es gebe nicht „das eine Lehrbuch“, sondern unterschiedliches Material, meist deutschsprachig. Als externe Experten referieren Islamwissenschaftler mehrerer Unis. Referentenlisten und Ausbildungsordnung würden bald veröffentlicht. Die Ditib bezahlt die Ausbildung, spreche mit dem Bundesinnenministerium derzeit über eine Unterstützung.

Kalyon unterstreicht: „Ein Imam ist auch mit Menschen in Krisenlagen in Kontakt. Er wird damit konfrontiert, wenn Extremisten in die Moscheen kommen und versuchen, Jugendliche zu ködern.“ Kalyon war selbst Imam an der Essener Zentralmoschee. „In unseren Moschee-Gemeinden sind aber keine Radikalisierungstendenzen zu sehen.“ Und: „Ich habe ein Problem damit, wenn unsere Ausbildung nur als Präventionsprogramm gegen Radikalisierung deklariert würde. Das wird der Sache nicht gerecht.“ Ein Imam sei auch Ansprechpartner bei antimuslimischem Rassismus, ergänzt Can. Die neu ausgebildeten Imame werden wohl ebenfalls von der Diyanet bezahlt. Eine andere Lösung sei derzeit nicht in Sicht.

Khorchide: Auch Imame müssen selbstverständlicher Teil Deutschlands werden

Für Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide ist wichtig: „Muslime sind längst Teil Deutschlands geworden, aber auch deren Imame müssen ein selbstverständlicher Teil Deutschlands werden.“ Sie sollten die Lebenswirklichkeit der Muslime hierzulande kennen und auch für Fragen des Zusammenlebens in einer pluralen Gesellschaft sensibilisiert werden. Ziel müsse ein weltoffener Islam sein, der es ermögliche, „sich sowohl als Muslim als auch als Bürger Deutschlands zu identifizieren, ohne in einen Identitätskonflikt zu geraten und sich für ein Entweder-Oder entscheiden zu müssen.“

Bundesweit gibt es Khorchide zufolge acht Unis mit islamischer Theologie als Studienfach. „Das ist eine wichtige Grundlage für die akademische Auseinandersetzung mit dem Islam in Europa. Darauf aufbauend können Imame ausgebildet werden“, meint der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Uni Münster.

Die Ditib-Ausbildung sei ein Schritt in die richtige Richtung, findet Islamwissenschaftler Jörn Thielmann aus Erlangen. „Inwieweit Diyanet direkt hineinregiert, lässt sich nicht sagen.“ Er gibt zu bedenken, dass es „bei solchen Kursgrößen Jahrzehnte bräuchte, bis sich die Versorgung der Ditib-Gemeinden gewandelt hat.“ Demnächst sollen deutschsprachige Imame auch am Islamkolleg in Osnabrück ausgebildet werden, Bund und Land Niedersachsen unterstützen das finanziell. Bedauerlich, dass die Ditib nicht dabei sei, sagt Thielmann. Es passe zur Linie, „sich als eigenständiger, starker und autarker Akteur zu sehen, der nicht mit anderen Organisationen kooperieren muss.“

dpa/dtj

8 April 2021 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Aufruf zum Putsch? Ex-Admirale sorgen für großen Wirbel in der Türkei

von Fremdeninfo 8 April 2021
von Fremdeninfo

Aufruf zum Putsch? Ex-Admirale sorgen für großen Wirbel in der Türkei

Von

dtj-online

–104 pensionierte Admirale haben in der Nacht auf Sonntag ein Statement veröffentlicht. Jetzt wird ihnen vorgeworfen, zum Putsch aufgerufen zu haben. Am Montagmorgen gab es bereits erste Festnahmen.

Türkische Behörden haben am Montagmorgen zehn pensionierte Admirale wegen einer umstrittenen Erklärung zum internationalen Schifffahrtsabkommen von Montreux festgenommen. Das gab die Oberstaatsanwaltschaft von Ankara in einer Pressemitteilung bekannt. Einen Tag zuvor hatten 104 pensionierte Admirale in einer Erklärung eine aktuelle Debatte um das Montreux-Abkommen kritisiert. Die Ex-Militärs, die für ihre laizistische Gesinnung bekannt sind, befürchten außerdem, dass eine religiöse Gruppierung die türkischen Streitkräfte infiltrieren könnte.

Anlass für die Erklärung war neben einem kürzlich in den sozialen Medien kursierendem Foto, auf dem ein Mann zu sehen war, der über seiner Militäruniform ein religiöses Gewand trug, auch eine Aussage des Präsidenten der türkischen Generalversammlung TBMM, Mustafa Şentop. In einem TV-Interview hatte Şentop die Frage, ob der Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan das Montreux-Abkommen widerrufen könne, mit folgenden Worten beantwortet: „Technisch gesehen kann er das.“ Die Ex-Militärs sehen das Abkommen als einen Grundpfeiler für die Souveränität des Landes.

Statement löst politisches Beben aus

Die Erklärung der Admirale sorgte am Sonntag für ein politisches Beben in der Türkei. Schon am frühen Morgen äußerten sich hochrangige Politiker:innen der regierenden AKP kritisch, darunter auch Innenminister Süleyman Soylu. Auf Twitter kritisierte er die Erklärung und die 104 Unterzeichner. Das Statement sei eine große Respektlosigkeit gegenüber der türkischen Bevölkerung.

Auf einer Pressekonferenz kam der Innenminister später noch einmal auf die Erklärung zu sprechen: „Sie sollen unsere Geduld nicht ausreizen.“ Das Land habe noch viel vor und auf diesem Weg würden „solche Augenschleime immer wieder entstehen“, sagte Soylu. Das sei eine alte Krankheit, die immer wieder aufkeime: „Unsere Aufgabe ist es, diese Schleime zu reinigen.“ Einige türkische Militärs solidarisierten sich mit Soylu und retweeteten ihn.

Anspielung auf Putsch?

Auch Mustafa Şentop, der mit seiner Aussage zum Montreux-Abkommen den Stein ins Rollen gebracht hatte, verurteilte die Admirale und warf den Unterzeichnern sogar vor, auf einen Putsch angespielt zu haben.

MHP-Chef will Renten der Admirale streichen

Andere AKP-Politiker sprachen ebenfalls von einer Anspielung auf einen Putschversuch. Wie ernst die AKP das Thema nimmt, wird anhand der Aussage eines AKP-Sprechers auf „NTV“ deutlich. Man habe eine für Donnerstag geplante Parteisitzung mit Parteichef Recep Tayyip Erdoğan auf den heutigen Montag vorgezogen.

Devlet Bahçeli, Chef der ultranationalistischen Partei MHP, forderte sofortige Konsequenzen. Die Dienstgrade der unterzeichnenden Admirale gehörten aberkannt. Sie hätten mitten in der Nacht ein Statement veröffentlicht, das einem Memorandum ähnele. Zudem sprach er sich dafür aus, die Pensionsgelder, -rechte und -ansprüche der 104 Unterzeichner zu streichen

8 April 2021 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Özdemir kritisiert EU-Treffen mit Erdogan als „Selbstverzwergung“

von Fremdeninfo 6 April 2021
von Fremdeninfo

 

 

Özdemir kritisiert EU-Treffen mit Erdogan als „Selbstverzwergung“

 
 

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir hat scharfe Kritik an einem Treffen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geübt. Erdogan wolle die Opposition ausschalten, steige aus der Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen aus und bringe Hunderttausende Unschuldige vor Gericht, schrieb der Außenexperte am Dienstag auf Twitter.

Kritisiert die Gespräche mit der Türkei: Cem Özdemir © Bereitgestellt von WELT Kritisiert die Gespräche mit der Türkei: Cem Özdemir

Dass sich die EU-Spitzen nun mit Erdogan träfen, „um Geschenke zu machen“, sei „Brüsseler Selbstverzwergung“ und „Hohn für alle Demokrat*innen der Türkei“. Hintergrund der Reise von Michel und von der Leyen an diesem Dienstag nach Ankara sind Vereinbarungen des EU-Gipfels vor eineinhalb Wochen.

Bei ihm hatten sich die Staats- und Regierungschefs darauf verständigt, die Beziehungen zur Türkei schrittweise wieder auszubauen. So sollen unter anderem die Vorbereitungen für Verhandlungen einer Ausweitung der Zollunion beginnen.

Mit den Beschlüssen soll der Türkei ein Anreiz gegeben werden, konstruktiv nach einer Lösung von Konflikten mit Griechenland und Zypern zu suchen. Bei ihnen geht es unter anderem um bis vor Kurzem erfolgte türkische Erdgaserkundungen in der Nähe von griechischen Inseln und vor Zypern.

„Die türkische Führung muss liefern“

In dem Streit hatte die EU der Türkei im vergangenen Dezember scharfe Sanktionen angedroht. Daraufhin beendete das Land die umstrittenen Erdgaserkundungen und signalisierte Gesprächsbereitschaft.

Der CSU-Politiker und Europaabgeordnete Manfred Weber betonte, eine Ausweitung der Zollunion mit der Türkei stehe aus seiner Sicht noch nicht an. „Die türkische Führung muss zunächst einmal liefern“, kommentierte der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten. Klar sei auch, dass ein EU-Beitritt der Türkei eine Illusion sei.

Von der Leyen und Michel wollten sich am Dienstagmittag mit Erdogan treffen. Vorher war noch ein Gespräch mit Vertretern von Organisationen der Vereinten Nationen und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) geplant gewesen.

Dabei sollte es vor allem um die zukünftige Unterstützung der syrischen Geflüchteten in der Türkei, aber auch um den jüngsten Austritt der Türkei aus dem Abkommen zum Schutz von Frauen gehe

6 April 2021 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

EU-Türkei-Beziehungen: Erkundungsreise zu Erdoğan

von Fremdeninfo 6 April 2021
von Fremdeninfo

…

 
 

EU-Türkei-Beziehungen: Erkundungsreise zu Erdoğan

 
 
Von Matthias Kolb, Brüssel
vor 3 Std.

n

 

EU-Kommissionschefin von der Leyen und Ratspräsident Michel treffen den türkischen Präsidenten in Ankara. Die große Frage: Wie nachhaltig ist dessen Interesse an einer Zusammenarbeit?

Vor gut einem Jahr trafen sich die drei in Brüssel, nun in Ankara: Der türkische Präsident Erdoğan (links), EU-Ratspräsident Michel und Komissionschefin von der Leyen. © Dario Pignatelli/dpa Vor gut einem Jahr trafen sich die drei in Brüssel, nun in Ankara: Der türkische Präsident Erdoğan (links), EU-Ratspräsident Michel und Komissionschefin von der Leyen.

Erkundungsreise zu Erdoğan

Die Vertreter der Europäischen Union reisen getrennt an, aber sie haben die gleiche Botschaft für Gastgeber Recep Tayyip Erdoğan: Es liegt an der Türkei, ob sie die Beziehungen zur EU verbessern will, wovon ihre Unternehmen und ihre Bürger profitieren würden. Ende März hatten die Staats-und Regierungschefs der Türkei eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie erste Schritte für eine Modernisierung der Zollunion in Aussicht gestellt, nachdem Ankara 2021 weitgehend auf Provokationen verzichtet hat.

Weil in der Abschlusserklärung des EU-Gipfels auch „Dialoge auf hoher Ebene“ erwähnt wurden, überrascht es kaum, dass EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel nun Erdoğan treffen. Sie wollen herausfinden, wie nachhaltig Ankaras Interesse am „konstruktiven Dialog“ ist, und dürften den „Zuckerbrot und Peitsche“-Ansatz der EU betonen: Man verspricht Belohnungen bei angemessenem Verhalten, aber hält die Drohung von Sanktionen aufrecht. So entstand die von allen 27 Staats- und Regierungschefs unterstützte Formulierung, als EU „auf abgestufte, verhältnismäßige und umkehrbare Weise“ mit der Türkei in Verbindung treten zu wollen. Gerade im Migrationsbereich will Brüssel weiter kooperieren.

Verhandlungen werde es zwischen Erdoğan und den EU-Spitzen nicht geben, hieß es vorab. Man wolle vielmehr einen Rahmen für den weiteren Weg abstecken. Eine Marke steht bereits fest: Beim EU-Gipfel im Juni steht die Türkei erneut auf der Tagesordnung.

Abwahl Trumps und türkische Wirtschaftskrise als Faktoren für Erdoğans Charmeoffensive

Während von der Leyen direkt nach Ankara fliegt, hat Michel zuvor auch Tunesien und Libyen besucht: Im Bürgerkriegsland traf er die Spitzen der neuen Übergangsregierung sowie des Präsidialrates und sicherte dem libyschen Volk die Unterstützung der Europäer zu. Als Voraussetzung für ein „stabiles, vereintes, souveränes und wohlhabendes Libyen“ nannte er neben einem Waffenstillstand auch, dass ausländische Kämpfer und Soldaten das Land verlassen müssten. Diese Kritik zielt nicht nur auf die Vereinigten Arabischen Emirate oder Russland, das Söldner der Wagner-Gruppe entsandt hat, sondern auch auf die Türkei: Erdoğan griff 2019 auf Seiten der damaligen international anerkannten Regierung in Tripolis in den Libyen-Konflikt ein und hat seither seinen Einflussbereich weit ausgebaut.

Die „unterschiedlichen Interessen in Regionalkonflikten, besonders in Libyen und Syrien“ hat der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell gerade als eines der vier größten Spannungsfelder zwischen der Türkei und der EU identifiziert. Weitere Streitpunkte seien die ungelöste Zypernfrage, der Streit um Erdgasvorkommen und Hoheitsrechte im östlichen Mittelmeer sowie die „Verschlechterung demokratischer Standards in der Türkei“. Diese Entwicklung treibt auch US-Präsident Joe Biden so sehr um, dass er sie beim EU-Gipfel in der Videokonferenz ansprach. Laut EU-Diplomaten stehen Europäer und Amerikaner seit Wochen in engem Austausch und haben die gleichen Ziele: Das Nato-Mitglied Türkei soll nicht in die Arme von Russland und China getrieben werden. Die Abwahl von Donald Trump sowie die türkische Wirtschaftskrise sind wichtige Faktoren für Erdoğans Charmeoffensive.

Bevor sie den türkischen Präsidenten treffen, wollten von der Leyen und Michel mit Mitarbeitern des UN-Flüchtlingshilfswerks, des Kinderhilfswerks Unicef sowie der Internationalen Organisation für Migration zusammenkommen. Auch die Organisation UN Women, die sich für Gleichstellung und Frauenrechte einsetzt, wird vertreten sein. Nachdem Erdoğan kürzlich den Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen vor Gewalt verkündete, hatte von der Leyen auf Twitter dieses Übereinkommen des Europarats verteidigt. Michel, der alle 27 Regierungen vertritt, hatte den Schritt hingegen öffentlich nicht kommentiert, denn auch sechs EU-Länder haben die Istanbul-Konvention nicht ratifiziert.

6 April 2021 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Von der Leyen reist nach Ankara EU lockt Erdogan mit neuem Angebot

von Fremdeninfo 3 April 2021
von Fremdeninfo
Politik

Samstag, 03. April 2021

Von der Leyen reist nach Ankara EU lockt Erdogan mit neuem Angebot

Mitte März hat EU-Kommissionschefin von der Leyen bereits bei einer Videokonferenz mit dem türkischen Präsidenten Erdogan gesprochen.

(Foto: REUTERS)

FB TW mail drucken

Erstmals seit einem Jahr gibt es am Dienstag ein direktes Treffen von EU-Spitzenvertretern mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel reisen dazu nach Ankara. Im Gepäck haben sie ein umfassendes Angebot für den Neustart der Beziehungen mit dem schwierigen Partner, der in der Migrationspolitik für die EU unverzichtbar ist.

Ausgangslage: Zuletzt waren die Beziehungen zu dem EU-Beitrittskandidaten insbesondere durch den Streit um Gasbohrungen im östlichen Mittelmeer belastet. Die EU hat hier seit 2019 Sanktionen gegen die Türkei verhängt, um ihre Mitglieder Griechenland und Zypern zu unterstützen.

Positiv bewertete der EU-Gipfel Ende März, dass Ankara nun sowohl zu Gesprächen im Gas-Streit als auch im Konflikt um das geteilte Zypern bereit ist – und zeigte sich seinerseits bei anhaltendem Kooperationswillen zu einem weitreichenden wirtschaftlichen und finanziellen Entgegenkommen bereit.

Zollunion: Für Ankara ist die 1995 geschlossene Zollunion mit der EU ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Güter können ohne Zölle und Beschränkungen über die Grenzen geliefert werden. Ausgenommen sind der Bereich Kohle und Stahl und die meisten landwirtschaftlichen Produkte.

h„> a18cf8c95f78ba3e4c462828137a2337.jpg
Politik 26.03.21

EU sieht zu Panischer Erdogan will seine Mehrheit retten

Schon im Flüchtlingspakt von 2016 hatte die EU eine „Modernisierung“ der Zollunion angeboten. Die EU-Kommission bewertete damals die Ausweitung auf Dienstleistungen, öffentliche Beschaffung und Landwirtschaft positiv. Wegen der innenpolitischen Lage in der Türkei wurden die Gespräche aber auf Eis gelegt. Nun gibt es ein neues Angebot zur Erweiterung der Handelsvereinbarung.

Neue Flüchtlingsmilliarden? Ankara fordert schon lange von der EU mehr Geld für die Versorgung der rund 3,7 Millionen Syrien-Flüchtlinge in der Türkei. Im Flüchtlingspakt von 2016 waren Erdogan sechs Milliarden Euro zugesagt worden. Ausgezahlt sind laut EU-Kommission bisher 4,1 Milliarden Euro. Aber auch die restlichen Gelder sind bereits fest verplant.

Die EU-Staats- und Regierungschefs sind bereit, die Finanzierung fortzusetzen. Die EU-Kommission soll nun einen Vorschlag ausarbeiten. Konkrete Zahlen für ein neues Milliardenpaket gibt es noch nicht. Allerdings sagte die EU der Türkei vergangenes Jahr bereits weitere 535 Millionen Euro zu, damit bestimmte Programme 2021 weiterlaufen können.

ht/22433242-1616050832000/17-6/1136/67208370.jpg, https://apps-cloud.n-tv.de/img/22433242-1616050832000/17-6/1564/67208370.jpg 2x“> 67208370.jpg
Politik 18.03.21

EU-Türkei-Abkommen in der Kritik Flüchtlingsdeal jährt sich zum fünften Mal

Reiseerleichterungen: Gleichfalls 2016 hatte die EU Ankara die Aufhebung des Visa-Zwangs für türkische Bürger in Aussicht gestellt. Doch die Gespräche steckten bald fest, weil die Türkei ihre weit gefassten Anti-Terrorgesetze nicht ändern wollte. Nun lockt die EU erneut mit Reiseerleichterungen. Die Staats- und Regierungschefs blieben aber vage und lassen lediglich prüfen, „wie die Zusammenarbeit (…) bei zwischenmenschlichen Kontakten und Mobilität verstärkt werden kann“.

Angebot unter Vorbehalt: Bundeskanzlerin Angela Merkel verwies nach dem Gipfel darauf, dass nichts in trockenen Tüchern sei und sprach von einem „zweistufigen Ansatz“. Die EU mache jetzt „einen ersten Schritt“ und werde konkrete Beschlüsse im Juni fassen, sagte sie. Dabei werde eine Rolle spielen, „wie sich die Entspannung im östlichen Mittelmeer weiter entwickelt“. Tatsächlich erhält die EU ihre Drohung mit neuen Sanktionen im Gas-Streit aufrecht.

Zwar kritisierten die Staats- und Regierungschefs in ihrer Gipfel-Erklärung auch den Verbotsantrag gegen die pro-kurdische Oppositionspartei HDP und den Austritt aus der Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen vor Gewalt. Explizit nannten sie die Rücknahme aber nicht als Bedingung für eine Wiederannäherung.

EU-Forderung nach Rücknahme von Flüchtlingen: Ankara hatte sich im Migrationsabkommen von 2016 verpflichtet, neu auf den griechischen Inseln ankommende Flüchtlinge zurückzunehmen, wenn deren Asylanträge abgelehnt werden. Die Vereinbarung führte zu einem deutlichen Rückgang der Ankunftszahlen in Griechenland. Allerdings setzte die Türkei im Sommer vergangenen Jahres die Rücknahme aus. Brüssel forderte Ankara nach dem Gipfel „dringend“ auf, diese wieder aufzunehmen.

3 April 2021 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Religion

Gläubige sind nicht das Hauptproblem

von Fremdeninfo 1 April 2021
von Fremdeninfo

Gläubige sind nicht das Hauptproblem

Von Lamya Kaddor

 

 
Ostern, Ramadan und Corona: Gläubige sind nicht das Hauptproblem | Kolumne. Für t-online-kolumnisin Lamya Kaddor ist Religionsausübung mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie vereinbar.  (Quelle: imago images)

Für t-online-kolumnisin Lamya Kaddor ist Religionsausübung mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie vereinbar. (Quelle: imago images)

  •  Ostern steht an, Pessach hat bereits begonnen, der Ramadan folgt Mitte April. Religionsausübung in der Coronakrise zu untersagen, ist tabu. Aber strengere Schutzmaßnahmen wären nötig gewesen, meint unsere Kolumnistin Lamya Kaddor

Religionen haben nicht unbedingt einen Lauf. Im Schatten von Radikalisierungen, Missbrauchsskandalen, homophoben und patriarchalen Tendenzen ziehen sie Kritik und Ablehnung gerade an wie Magneten. Corona setzt den Religionsgemeinschaften weiter zu. Sobald Infektionen in einem religiösen Kontext bekannt werden, löst das insbesondere in den sozialen Medien reihenweise Reaktionen aus – meist solche mit geiferndem Spott und triefendem Hass.

Pessach hat bereits begonnen, Ostern steht vor der Tür, Ramadan wird in Kürze beginnen – wir sind also mitten in einer religiösen Hauptsaison. Ein Fest für alle, die hier Aktien im Spiel haben. Kaum war die Idee von der Osterruhe geboren, trendete auf Twitter das Schlagwort „Ramadan“. Nutzerinnen und Nutzer streuten wieder einmal die Verschwörung, die Politik wolle Muslimen und Musliminnen schonen und die Infektionszahlen vor dem Beginn des Fastenmonats Mitte April so weit zurückbringen, damit dann keine Einschränkungen mehr nötig seien.

Weil Islamisierung. Weil Schuldkomplex. Weil mit Christen und Christinnen könne man das ja machen und so. Das sind dabei die gängigen Erzählungen, und – so erstaunlich das ist – dieses absurde Theater funktioniert in gewissen Kreisen immer wieder aufs Neue.

Der Unmut der Kirchen ist nachvollziehbar

Dabei muss man konstatieren, dass Religionsgemeinschaften offenbar keinen sonderlich großen Anteil am Infektionsgeschehen haben und sich in der Vergangenheit überwiegend vernünftig verhalten haben. Als besondere Verursacher von Superspreader-Events wurden sie von den Behörden jedenfalls bisher nicht hervorgehoben. Im Frühjahr 2020 haben Kirchen, Moscheen und Synagogen in Deutschland die Beeinträchtigungen der Ostfeierlichkeiten, des Ramadans und des Pessachfests weitgehend widerspruchslos hingenommen.

Danach gab es lediglich vereinzelte Infektionsgeschehen. Unvernünftige gibt es halt immer und überall. „Nach unseren Kenntnissen halten sich die Religionsgemeinschaften sehr genau an die Auflagen, und wir erleben hier einen besonders verantwortungsvollen Umgang auch mit den Hygiene- und Abstandsregelungen“, sagte zum Beispiel die Referatsleiterin für Gesundheit und Umwelt der Stadt München, Stephanie Jacobs, dem Bayerischen Rundfunk.

Ähnlich äußerte sich die Stadt Frankfurt nach einem Corona-Ausbruch in einer Baptisten-Gemeinde mit 75 positiven SARS-CoV-2-Fällen. Die Analyse des Geschehens habe keine länger anhaltenden Auswirkungen auf die Fallzahlen in Hessen ergeben, hieß es. Auch Weihnachten ging weitgehend reibungslos ohne größere Infektionsgeschehen vorüber. Genau genommen setzte sich nach den Festtagen das Absinken der Zahl an Neuinfektionen in der zweiten Coronawelle ohne nennenswerte Delle fort. Entsprechend nachvollziehbar war der Unmut der Kirchen auf den Appell der Bund-Länder-Konferenz, an Ostern nur virtuell Messen und Gottesdienste abzuhalten.

1 April 2021 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Ex-Botschafter in der Türkei „Erdogan beraubt das Land seiner Zukunft“

von Fremdeninfo 1 April 2021
von Fremdeninfo

 

  • Ex-Botschafter in der Türkei: „Erdogan beraubt das Land seiner Zukunft“

Ex-Botschafter in der Türkei „Erdogan beraubt das Land seiner Zukunft“

Martin Erdmann spricht über die Notwendigkeit europäischer Sanktionen, Demokratie in Not und Erdogans geschickte geopolitische Taktik. Ein Interview.

Susanne Güsten

Der türkische Präsident Recep Erdogan geht einen immer autokratischeren Weg.Foto: imago images/Xinhua

Martin Erdmann (66) ist Diplomat im Ruhestand. Er war in den der zweiten Hälfte der 90-er Jahre Sprecher des Auswärtigen Amtes und von 2015 bis 2020 deutscher Botschafter in der Türkei.

Herr Erdmann, Sie sind im Ruhestand, aber die Türkei scheint Ihnen keine Ruhe zu lassen – warum?
Ich habe in den fünf Jahren große Sympathien für die Türkei, für die Menschen dieses Landes entwickelt. Aber seit einem Jahr fällt mir auf, dass das Land zunehmend von dem autokratischen Arm des Präsidenten und Parteiführers der AKP, Recep Tayyip Erdogan, niedergedrückt und seiner Zukunft beraubt wird; dass es in vielen Bereichen immer weniger Freiheiten gibt, eigentlich kaum noch Freiheiten; und dass wir es mit einer konstitutionellen Autokratie zu tun haben.

Deutschland und die EU zeigen sich weniger kritisch. Der deutsche Außenminister sieht „Licht und Schatten“ , die EU bescheinigt Ankara „positives und gemäßigtes Verhalten“. Wie sehen Sie das?
Ich beziehe mich auf den amerikanischen Präsidenten Joe Biden, der letzte Woche dem EU-Rat gesagt hat: Die Demokratien müssen die Verkehrsregeln in der Welt bestimmen, nicht die Autokratien. Biden hat sich ausdrücklich sehr besorgt gezeigt über den Zustand der Demokratie in der Türkei – ein bedeutender Kronzeuge, auf den ich mich gern berufe.

Der ehemalige deutsche Botschafter in der Türkei, Martin Erdmann.

Der ehemalige deutsche Botschafter in der Türkei, Martin Erdmann.Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Die EU bedauert zwar Repressionen in der Türkei, aber sie winkt mit positiven Anreizen wie einer Erweiterung der Zollunion. Ist das der richtige Umgang mit Ankara?
Ich war lange der Meinung, dass es richtig ist, mit Sanktionen zu warten, weil sie ungewünschte Nebeneffekte haben können. Aber die Entwicklung in der Türkei hat sich in den letzten zwölf Monaten so sehr von den Kopenhagener Kriterien weg entwickelt, die ja die Basis für alle Beitrittskandidaten sind, dass man das nicht mehr ignorieren darf.

Aus meiner Sicht sind die Kopenhagener Kriterien kein Lametta, das man an den Weihnachtsbaum hängt und bei Gelegenheit wieder abhängt, wenn es nicht mehr passt. Die Beitrittskriterien müssen eingehalten werden. Und wenn das nicht der Fall ist, muss man die Konsequenzen ziehen.

[Wenn Sie alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräteherunterladen können.]  

Wenn Sanktionen greifen sollen, dann müssen sie ad personam und sehr gezielt eingesetzt werden. Lassen Sie mich aber gleichzeitig dazusagen: Ich bin nicht dafür, die Beitrittsverhandlungen abzubrechen. Sie liegen derzeit auf Eis, und da liegen sie richtig. Wir müssen warten auf den Tag, wo man sie wieder vernünftigerweise auftauen kann.

Die Opposition in der Türkei ist enttäuscht von der passiven Haltung Europas.
Die EU hangelt sich seit einem Jahr von Gipfel zu Gipfel durch, was eine klare Bewertung von Demokratie, Menschenrechten und Wertebasis in der Türkei angeht. Und sie tut dies, indem sie Entscheidungen und klare Worte mit einer Nebelwand von „Licht und Schatten“ auf den jeweils nächsten Gipfel vertagt.

Ich kann die Enttäuschung der Opposition verstehen. Aus meiner Sicht ist die Europäische Union erpressbar geworden. Was sind die Elemente dieser Erpressbarkeit? Zum einen das Flüchtlingsabkommen von 2016. Da hat der türkische Präsident immer wieder angedroht, „die Schleusen zu öffnen“, wie er sagt.

Zweitens: Tatsächlich ist die Türkei der einzige und letzte Stabilitätsanker in der Region, das ist fraglos richtig. Und das dritte Element der Erpressbarkeit, das der türkische Präsident sehr geschickt nutzt, ist das Verhältnis zu Russland und neuerdings zu China – indem er die Europäer und auch die Amerikaner darauf hinweist, dass er sich, wenn sie nicht mit ihm kooperieren wollen, nach anderen Partnern umsieht.

Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Die Türkei stieg aus der Istanbul-Konvention aus, was im Instanbuler Stadtteil Kadiköy zu Protest führte.

Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Die Türkei stieg aus der Istanbul-Konvention aus, was im Instanbuler…Foto: AFP

Wie könnten Deutschland und Europa besser mit der Türkei umgehen?
Wir müssen auf den Tag danach blicken – den Tag, an dem diesem System die politische Puste ausgegangen ist. Und es gibt so viele Anzeichen für die Erosion des Systems Erdogan: Parteigründungen von ehemaligen Weggefährten, Parteiaustritte; die Meinungsumfragen gehen in den Keller.

Wir müssen eine Brücke in die Zukunft bauen. Wie machen wir das? Indem wir nicht nur einseitig auf die Regierungsbank blicken und dort unsere Kontakte pflegen. Das müssen wir zwar ohnehin tun, aber wir müssen viel mehr auf die Opposition zugehen, Kontakte zur Opposition aufbauen, ein Vertrauensverhältnis, menschliche Netzwerke mit der Opposition und der Zivilgesellschaft – damit wir am Tag danach mit einer neuen Führung kraftvoll in die Zukunft gehen können.

Warum ist das nicht längst geschehen?
Ich glaube, dass man unterschätzt, dass die Erosion dieses Systems doch sehr schnell und über Nacht geschehen kann. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass der Machterhalt mit allen Mitteln langsam ausgereizt ist und dass die Unterstützung in der Bevölkerung und beim Wähler zunehmend schwindet. Ich glaube, man hat diesen Faktor übersehen und glaubt wahrscheinlich, dass das System Erdogan noch auf viele Jahre an der Macht sein wird.

Was sollte Europa jetzt tun?
Was wir tun müssen, das ist mittels der Sanktionen, sehr zielgerichteter Sanktionen gegen die Träger des Regimes und die Menschenrechtsverletzer, unsere Werte hochhalten und sagen: Das sind die demokratischen und menschenrechtlichen Leitplanken, innerhalb derer wir unser Verhältnis sehen.

Mehr zum Thema

Gnadenlose Repression in der Türkei Erdogan steht mit dem Rücken zur Wand und schlägt um sich

Susanne Güsten

Und wenn ihr, türkische Regierung, diese Leitplanken nicht respektiert, dann können wir mit euch nicht „business as usual“ machen. Der Selbstrespekt der EU verlangt es, darauf zu achten, dass die selbstgesetzten Rahmenparameter eingehalten werden. Und wenn das nicht der Fall ist, dann muss daraus eine Konsequenz gezogen werden, und es müssen die bestraft werden, die für diese Dinge die Verantwortung tragen.

1 April 2021 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Solidarität mit Oppositionellen in der Türkei!

von Fremdeninfo 29 März 2021
von Fremdeninfo

Solidarität mit Oppositionellen in der Türkei!

Wir sind Abgeordnete verschiedener Fraktionen im Deutschen Bundestag. Uns eint die Sorge um die Oppositionellen in der Türkei. Erneut wurden hunderte Politikerinnen und Politiker der Halkların Demokratik Partisi (Kurzbezeichnung: HDP; türkisch für Demokratische Partei der Völker) festgenommen. Nun sollen 25 Abgeordnete, davon 20 der HDP, drei der Cumhuriyet Halk Partisi, (Kurzbezeichnung: CHP, türkisch für Republikanische Volkspartei), eine der Demokratik Bölgeler Partisi (Kurzbezeichnung: DBP, türkisch für Demokratische Partei der Regionen) und einer der Demokrat Parti (Kurzbezeichnung: DP, türkisch für Demokratische Partei) die Immunität verlieren. Ihnen droht der Entzug ihrer Mandate. Die HDP hat es beson-ders schwer. Denn gegen sie wird sogar ein Parteiverbot von Vertretern der konservativen AKP und der nationalistischen MHP offen gefordert.

Die Gründe dazu sind politisch motiviert. Wir erwarten die Umsetzung des geltenden Rechts in allen Fällen, die der Europarat auch schon angemahnt hatte. Dazu zählten unter anderem die Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) im Falle von Selahattin Demirtaş (ehemaliger Co-Vorsitzender der HDP). Herr Demirtaş ist seit 2016 zu Unrecht in Haft, wie der EGMR feststellte.

Etwa 5000 Mitglieder und Sympathisanten der HDP wurden, in den letzten Jahren, aus politi-schen Gründen in der Türkei inhaftiert. Seit den Kommunalwahlen 2019 wurden 48 gewählte HDP-Bürgermeisterinnen und Bürgermeister abgesetzt und teilweise festgenommen. Damit wurden insgesamt 4.356.819 Stimmen von Wählerinnen und Wählern missachtet. In der ak-tuellen Legislaturperiode wurden bereits zwei Abgeordneten der HDP ihre Mandate entzogen.

Wir sind über die Entwicklungen und die Situation der politischen Gefangenen in der Türkei äußerst besorgt. Wir erklären unsere Solidarität mit den inhaftierten Politikerinnen und Politikern.

In der Türkei ist die Pressefreiheit sehr stark eingeschränkt, sie existiert quasi nicht mehr. Auch deshalb benötigen die inhaftierten Politikerinnen und Politiker starke internationale Solidarität und mehr Berichterstattung über ihre Situation.

Internationale Partner, wie die Bundesregierung, sollten die wirtschaftlichen Beziehungen zur Türkei nutzen, um auf die Einhaltung des Demokratieprinzips, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten mit Nachdruck hinzuweisen. Als führendes Mitglied des Rats der Europäischen Union soll die Bundesregierung auf die Türkei stärker positiv einwirken.v

29 März 2021 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Macron befürchtet Wahl-Einmischung aus der Türkei

von Fremdeninfo 28 März 2021
von Fremdeninfo

 

Macron befürchtet Wahl-Einmischung aus der Türkei

Von

dtj-online

–

25. März 2021

Share

 

 

>

Frankreich befürchtet eine Einmischung der Türkei bei den nächsten Wahlen. Es werde derartige Versuche geben, sagte Staatschef Emmanuel Macron.

Regierungssprecher Gabriel Attal ergänzte am Mittwoch in Paris, man sei wachsam, um potenzielle Einmischung von außen zu begrenzen. Das gelte für die kommenden Wahlen. Im Juni sind in Frankreich Regionalwahlen geplant, in 13 Monaten steht die Präsidentenwahl auf der Agenda. Hin- oder Beweise führten die Franzosen nicht an.

Das türkische Außenministerium wies die Anschuldigungen als „ungerecht und haltlos“ zurück. In einer Zeit, in der man sich um Entspannung in den Beziehungen bemühe, seien Macrons Äußerungen unglücklich.

Erdoğan bezichtigt Macron der Islamfeindlichkeit

Macron gehört in der EU zu den schärfsten Kritikern seines türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan. Der 43-Jährige wirft der Türkei unter anderem vor, Kämpfer ins Bürgerkriegsland Libyen geschickt zu haben. Gleichzeitig tritt der Franzose dafür ein, mit Ankara im Dialog zu bleiben.

Erdoğan hatte Macron im Herbst im Streit um Karikaturen über den Propheten Muhammad Islamfeindlichkeit vorgeworfen und Macron als „Krankheitsfall“ bezeichnet, der sich untersuchen lassen müsse. In Kreisen des Pariser Präsidialamtes hieß es am Abend, Informationen über eine angebliche Islamfeindlichkeit Frankreichs seien damals „sehr strukturiert“ verbreitet worden, auch an türkischstämmige Menschen in Frankreich. Informationen dieser Art habe es massiv in den sozialen Netzwerken gegeben. Das Verhältnis zur Türkei habe sich zwar inzwischen beruhigt, es sei aber weiter eine entschlossene Haltung nötig.

In Straßburg streiten sich unterdessen Innenminister Gérald Darmanin und das Rathaus über die Finanzierung einer geplanten Moschee. Darmanin wirft der Stadt vor, sie finanziere die Moschee des Trägers Millî Görüş. Diese Vereinigung steht der türkischen Regierung nahe. „Frankreich akzeptiert keine ausländische Einmischung auf seinem Boden“, twitterte der Ressortchef

28 März 2021 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Neuere Beiträge
Ältere Beiträge

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Demokratie, Migration und gesellschaftliche Verantwortung

    26 Juli 2026
  • Der Anschlag auf die Christopher Street Day (CSD)-Feier in Berlin muss verurteilt werden!

    26 Juli 2026
  • Mutmaßlicher Anschlag beim CSD Berlin: Polizei fahndet mit Foto nach 21-jährigem Tatverdächtigen – eine Tote

    26 Juli 2026
  • Fest an Privatschule: Schüler singen „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“

    23 Juli 2026
  • Aggressives Verhalten von Sicherheitskräften gegenüber Medienvertreter in der Hannoveraner Niki-de-Saint-Phalle-Promenade

    23 Juli 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

22 Juli 2025

Neueste Artikel

Plakat des „Istanbul Friseursalons in Hannover sorgte für Kontroversen
3 Oktober 2025
SPD lehnt Passentzug für kriminelle Doppelstaatler ab
3 Oktober 2025
Özdemir fordert «republikanisches Jahr» für alle
2 Oktober 2025

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung