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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

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Religion

Kopftuchverbot minderjährige Mädchen?

von Fremdeninfo 19 April 2018
von Fremdeninfo
 

Kopftuchverbot minderjährige Mädchen?

Av.Mahmut Erdem

   Rechtliche Grenzen eines solchen Verbotes

In Artikel 4 Abs. 2 des deutschen Grundgesetzes heißt es

„Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet“

Zugleich stellt Artikel 6 sicher dass die Pflege und Erziehung der Kinder das natürliche Recht der Eltern ist.

Allein aus dieser Perspektive hätten die Eltern welche eine minderjährige Kind, haben das Recht darüber zu bestimmen wie sie Ihre Kinder erziehen und auch welche religiösen Werte sie vermitteln. Bei dieser Vermittlung von religiösen werten werden auch Symbole des Glaubens nach außen.

Diese Symbole vermitteln einerseits Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder Religionsgemeinschaft zugleich bedeuten sie aber auch Abgrenzung gesellschaftlicher Zustände in denen man lebt.

Es stellt sich die Frage ob im Islam das Tragen von Kopftüchern von Frauen und Mädchen egal welchen Alters vorgegeben ist.

Im Koran findet sich an drei Stellen, Sure 24 Vers 31 sowie Sure 33 Vers 53,59 lediglich über die Bedeckung des Kopfes und schreibt keine Regelung für muslimische Frauen vor wie sie sich bedecken sollen.

In der Sure 24 Vers 31 welcher inhaltlich mit der Bedeckung sich beschäftigt gehen es vielmehr nicht um die Bedeckung als solches sondern um Sittsamkeit und Schamhaftigkeit sowie um Kokettierens und unnötige sexueller Aufreizung der Männer. In der Sure 33 Vers 53 und 59 findet sich keinerlei konkrete Vorgaben des Koran wie Frau sich zu bedecken haben.

Eine eindeutige Kleiderordnung ergibt sich aus diesen Suren und Versen nicht.

Es ist eine alte Tradition das ein Kopftuch von Frauen und Mädchen getragen wird.

Die oben er wähnten suren werden auch von Wertkonservativen islamischen Schulen dahingehend ausgelegt, dass Frauen und Mädchen ein Kopftuch zu tragen haben.

Dabei berufen sich diese Kreise sowohl auf diese Suri als auch auf Hadith .

Diese Auslegung des Korans erlebt zurzeit eine Renaissance innerhalb der islamischen Gemeinschaft.

Ein säkularer Staat ist an Neutralität so wie Gewährung der Religionsneutralitäit gebunden. Diese Bindung geht nicht soweit wenn Religionsgemeinschaften das individuelle Recht der einzelnen und auch der Schutzbefohlenen durch ihre Ausübung und Auslegung von religiösen Texten dazu führen dass Grundrechte auf Selbstbestimmung, nämlich das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit und das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit beeinträchtigt wird.

Der säkulare Staat der sich Religionsneutral verhalten muss, verliert seine Neutralität soweit individuelle Rechte der einzelnen, insbesondere der Minderjährigen und schutzbefohlenen Personen betroffen sind. Kinder in Kita`s und im Grundschulalter sind nicht religionsmündig.

In Deutschland wird ein Kind erst mit dem 14. Lebensjahr religionsmündig d.h. sich für eine Religion und deren Ausübung zu entscheiden oder aus Konfessionen auszutreten als auch das Recht zu konvertieren.

Grundsätzlich kann der säkulare Staat nicht in die Privatsphäre der einzelnen Eltern eingreifen und sie zu einer bestimmten Erziehungsmethode und Religionsausübung zwingen.

Die staatlichen Institutionen haben in den privaten Bereich wenige Befugnisse in die Erziehung die Religionsvermittlung der Eltern einzugreifen.

Der Eingriff erfüllt dann wenn schutzbefohlenen hier minderjährige Kinder zu einem bestimmten Verhalten gezwungen werden und durch diesen zwang in der Öffentlichkeit entsprechend ihrer religiösen Duktus verhalten müssen und nicht frei entscheiden können.

Soweit die Eltern als auch der Betroffene öffentliche Fürsorge und öffentliche Institutionen beanspruchen kann der säkularer Staat vorgaben für seine Bürger benennen.

Ein solcher säkularer Staat kann in seinen Institutionen als auch in den von ihm finanzierten Einrichtungen verlangen dass die Persönlichkeitsrechte der Einzelnen gewahrt werden und dass sie sich Religionsneutral verhalten.

Alle staatlichen Institutionen und die von staatlicher Unterstützung abhängig sind haben darauf zu achten, dass insbesondere Mädchen, in Schule oder Kita weder von ihren Eltern noch von sonstigen Personen einem Druck hinsichtlich der Verhüllung ihres Kopfes ausgesetzt werden. Eine solche Verhüllungspraxis für minderjährige Frauen, kann wie oben bereits beschrieben worden ist, nicht mit der Vorschrift des Islam begründet werden.

Außerdem ist es wichtig dass die Kinder im Kindesalter nicht sexualisiert werden. Denn jedes Kopftuch, das erkennbarer maßen aufgrund Anschauung getragen wird dass das weibliche Haupthaar verhüllt werden muss, weil von ihm eine sexuelle Reizwirkung ausgehen könnte, markiert logischer Weise umgekehrt auch eine Trägerin als potenzielles Sexualobjekt.

Was das für die Persönlichkeitsentwicklung der einzelnen Betroffenen bedeutet, muss die öffentliche Schule oder Einrichtung des Staates aufgrund ihres allgemeinen Erziehungsauftrages mit berücksichtigen.

Es geht dabei ausschließlich um die Abwägung zwischen dem Erziehungsrecht- Religionsausübung – und um das Kindeswohl. Der säkulare Staat ist verpflichtet die Persönlichkeit der einzelnen zu schützen und zu einem Schutz der Persönlichkeit gehört auch das Wohl des Kindes. Das allgemeine Gesetz, hier das Familienrecht, §1666 BGB schreibt auch das Wohl des Kindes als oberstes Gebot der Erziehung. Wird dieses oberste Gebot in § 1666 BGB beeinträchtigt so haben Jugendämter und auch die Gerichte einzuschreiten.

Soweit ein Kind von seinen Eltern angehalten wird im Kindergarten- und Grundschulalter ein Kopftuch zu tragen wird es zum sexuellen Objekt in seinem Umfeld und grenzt sich von seiner Altersgruppe ab.

Dies führt unweigerlich zur Beeinträchtigung der Persönlichkeit des betroffenen Kindes. Die nicht mit dem Erziehungsrecht und Religionsvermittlung der Eltern gerechtfertigt werden kann.

Rechtsanwalt

Erdem

19 April 2018 0 Kommentare
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Information

taz.gazete – „Eine andere Türkei ist möglich“

von Fremdeninfo 16 April 2018
von Fremdeninfo

taz.gazete – „Eine andere Türkei ist möglich“

Von

dtj-online

Eine andere Türkei ist möglich“ hat die Redaktion von taz.gazete Interviews, Reportagen, Comics, Grafiken, Fotostrecken und Satiren versammelt, die zeigen, dass das Land voller Stimmen ist, die in Deutschland kaum bekannt sind. taz.gazete ist das türkisch-deutsche Online-Portal der taz, das vor einem Jahr gegründet wurde. taz.gazete hat sich zum Ziel gesetzt, allen eine Plattform zu geben, die in der Türkei zum Schweigen gebracht werden sollen.

Speziell seit dem Putschversuch im Sommer 2016 hat sich die Situation für demokratische Kräfte in der Türkei zunehmend verschlechtert. Über 140 Journalistinnen und Journalisten sind inhaftiert, Dutzende haben das Land verlassen und leben im Exil. Eine freie und unabhängige Berichterstattung in der Türkei und über die Türkei ist immer schwieriger geworden. Auch deshalb wurde das Projekt taz.gazete im Januar 2017 gegründet.

Das jetzt erschienene Journal „Eine andere Türkei ist möglich“ bietet einen Überblick über den Widerstand, der in der Türkei in vielen gesellschaftlichen Bereichen geleistet wird: Von JournalistInnen, AkademikerInnen, der Frauenbewegung, LGBTQ, AnwältInnen und vielen anderen. Ihre Situation, aber auch die Lage in den kurdischen Gebieten, ein Blick auf die deutsch-türkische Community hierzulande sowie die ökonomischen Aspekte der gegenwärtigen Entwicklungen finden sich im Journal. Satire, die eine lange Tradition in den progressiven Milieus der Türkei hat, kommt auch nicht zu kurz.

In einem Video sprechen die gazete-RedakteurInnen über ihre Arbeit:
https://vimeo.com/247452045

„Eine andere Türkei ist möglich“. Das Journal der taz.gazete kann ab sofort für 15 Euro im taz-Shop bestellt werden. Zur Bestellung erhalten Sie ein Heftchen mit zwei #FreeDeniz-Briefmarken. Für jedes verkaufte Set gehen 10 Euro an die taz.gazete.

16 April 2018 0 Kommentare
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Salafismus

Spiegel“: Viele Extremisten haben Asylantrag gestellt

von Fremdeninfo 8 April 2018
von Fremdeninfo

Spiegel“: Viele Extremisten haben Asylantrag gestellt

 

Etliche als gefährlich eingestufte Islamisten sollen als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sein und einen Asylantrag gestellt haben. 

Berlin – Fast ein Viertel der islamistischen Gefährder sind in Deutschland als Asylbewerber. Das geht laut „Spiegel“ aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden Stephan Thomae hervor. Demnach stuft das Bundeskriminalamt rund 1560 Männer und Frauen als „Gefährder“ oder „relevante Personen“ in der Extremistenszene ein. 362 von ihnen hätten einen Antrag auf Asyl gestellt.

Die hohe Zahl ist laut Regierung auch auf die Kriege in Syrien und dem Irak zurückzuführen

Die hohe Zahl sei auch „auf die Migrationsbewegungen im Kontext des Kriegsgeschehens in Syrien und Irak zurückzuführen“, zitiert das Nachrichtenmagazin aus der Regierungsantwort. Bund und Länder versuchen inzwischen, Gefährder schneller abzuschieben. Seit dem Terroranschlag in Berlin im Dezember 2016 haben die Innenminister dem Bericht zufolge in 13 Fällen eine sofortige Abschiebungsanordnung erlassen, bislang mussten 10 der Betroffenen das Land verlassen. Eine solche Anordnung darf verhängt werden, um „eine besondere Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland“ abzuwehren.

Der FDP-Politiker Thomae erklärte dazu laut Spiegel: „Es darf nicht sein, dass die Zahl der Gefährder in Deutschland weiter zunimmt, während die Zahl der Abschiebungen minimal bleibt.“ Die Bundesregierung bestätigte, dass circa 130 „Gefährder“ und „relevante Personen“ aus der Extremistenszene mittlerweile als „ausreisepflichtig“ gelten, weil ihr Asylantrag abgelehnt wurde. Diese müssten Deutschland somit verlassen. 

dpa/sl

Rubriklistenbild: © dpa / Christian Charisius (Symbolbild) 

8 April 2018 0 Kommentare
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Religion

Wie sich Islamisten und Rechtspopulisten gegenseitig bestärken

von Fremdeninfo 27 März 2018
von Fremdeninfo

Wie sich Islamisten und Rechtspopulisten gegenseitig bestärken

Von

dtj-online

Die Anfälligkeit für radikale Positionen war laut Experten noch nie so groß wie momentan. Ein neues Buch beleuchtet diese Entwicklung – und die fatale Wechselwirkung von Rechtspopulisten und Islamisten.

Von Paula Konersmann (KNA)

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Sie hat mit militanten Rechten diskutiert und mit Islamisten. Sie hat Demos und Szenekneipen besucht, von denen viele sich lieber fernhalten: Für ihre Recherchen hat die Extremismusforscherin Julia Ebner viel zugehört. Das Ergebnis dieser Erfahrungen, die sie im jetzt erscheinenden Buch „Wut“ beschreibt: Die Radikalen beider Couleur haben viel gemeinsam. Ihre Werdegänge ähneln einander, ihre Sichtweisen wirken teils spiegelverkehrt, und beide reagieren direkt auf Rhetorik und Handlungen des jeweils anderen.

Es sei eher Zufall, ob junge Menschen heute zum „Gotteskrieger“ oder zum Neonazi würden, sagte schon vor einer Weile der Theologe und Jugendbuchautor Christian Linker („Dschihad Calling“). Sie suchten, was beide Gruppierungen versprächen: „Freundschaft, Solidarität, Zusammenhalt“.

Ebner geht einen Schritt weiter: Laut ihrer Analyse bedingen sich die beiden extremen Pole gegenseitig – und tragen wechselseitig zur Radikalisierung bei. Die Einnahme der Opferrolle, die Dämonisierung der jeweils anderen Seite, das Beklagen eines untätigen Staates: Das sind nur einige Parallelen, aus denen sich in den vergangenen Jahren ein regelrechter Kreislauf der Radikalisierung entwickelt hat. Die Publizistin Düzen Tekkal bezeichnete Islamisten und Rechtsradikale kürzlich in der „Zeit“ als „böse Zwillinge“. Das Problem ist also erkannt – laut Ebner ist die Wechselwirkung jedoch kaum erforscht.

Ihr Buch schließt insofern eine Lücke, als es die Dynamiken des Kreislaufs beschreibt. Wer diese Prozesse erkenne, könne angemessener reagieren – und den Kreislauf durchbrechen, so Ebners Hoffnung.

Die Entwicklung betrifft laut der Autorin besonders die Generationen, die nach dem 11. September 2001 aufgewachsen sind: mit der Erzählung vom Kampf der Kulturen. Die Macht eines solchen starken Narrativs betonte kürzlich auch der US-Psychologe Arie Kruglanski. Und: Wer nicht auf die Bedürfnisse der Menschen reagiere, dessen Ansprache drohe ins Leere zu gehen, mahnt der Professor der Universität Maryland. „Vielen Islamisten geht es beispielsweise nicht um eine religiöse Wahrheit. Auf argumentativer Ebene erreicht man sie nicht.“

Vielmehr erzählen Rechtsextremisten und Islamisten die gleichen schwarzweißen Geschichten, erklärt Ebner: „Die wichtigste Parallele ist die utopische Vorstellung einer ethno-kulturell ‚reinen‘ Gesellschaft“, sagt sie im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Auch teilen sich beide eine Zielgruppe, nämlich Menschen in Identitätskrisen.

Inzwischen bevorzugen die scheinbar gegensätzlichen Gruppen sogar ähnliche Schlagworte auf Twitter: Beispielsweise der Hashtag #ProudToBeAKafir (dt. „stolz, ein Gottesleugner zu sein“) zeige, so Ebner, dass Rechtsextreme sich die salafistische Terminologie aneigneten. In den klassischen Medien funktioniert es ähnlich: Das Trump-nahe Portal Breitbart zitiert Islamisten, die Terroranschläge feiern; das IS-Magazin „Dabiq“ wiederum zitiert antimuslimische Botschaften von Breitbart-Lesern.

Vor solch pauschalen Wahrnehmungen warnen Experten seit Jahren. Die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan sagte kürzlich der „Süddeutschen Zeitung“, es drohe eine Radikalisierung der friedlichen Mehrheit, „sobald man von der Radikalität einer kleinen Gruppe auf die Gesamtheit schließt“. Wenn unverhältnismäßige Ängste weiter ausgenutzt würden, drohten die extremen Ränder zur gesellschaftlichen Mitte zu werden, schreibt Ebner.

Sie wirbt für mehr politische Umsicht. „Der Terrorismus selbst stellt keine existenzielle Bedrohung für die westlichen Länder dar, aber unbedachte und unverhältnismäßige Reaktionen darauf können eine sein.“ Auch sei es geboten, „Pseudowissen“ etwa über den Islam zu bekämpfen. Rechtspopulisten und Islamisten hätten diese Religion „so stark verfälscht, dass die Linien zwischen Islam und Islamismus in der Öffentlichkeit immer stärker verwischen.“

Und Ebner fordert Kreativität, um den Blick von vermeintlichen Gegnern auf die tatsächlichen Herausforderungen zu lenken: Umweltzerstörung, Armut oder Hunger. Gelinge dieses Umdenken, meint die Autorin, könne darin „die größte Chance des 21. Jahrhunderts“ liegen.

KNA/pko/lwi

–

27 März 2018 0 Kommentare
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Religion

Merkel will bundesweite Strukturen für Imamausbildung entwickeln

von Fremdeninfo 23 März 2018
von Fremdeninfo

Merkel will bundesweite Strukturen für Imamausbildung entwickeln

21.03.2018, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt im Bundestag ihre erste Regierungserklärung nach ihrer Wiederwahl zur Regierungschefin ab. Thema sind die Grundzüge des Regierungsprogramms für die kommenden vier Ja

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt in der Islam-Debatte auf eigene Strukturen auch mit Blick auf die theologische Ausbildung. „Dass wir uns Jahrzehnte auf türkische Imame für Gastarbeiter verlassen haben, reicht für das 21. Jahrhundert nicht aus“, sagte Merkel am Mittwoch in Berlin in ihrer ersten Regierungserklärung der vierten Amtsperiode. Hier müssten Bund und Länder – auch mit Hilfe der Islamkonferenz – zukunftsfähige Strukturen entwickeln.

Merkel: Islam ein Teil von Deutschland

Zugleich bekräftigte Merkel erneut eine Zugehörigkeit des Islam zu Deutschland. „Es steht völlig außer Frage, dass die historische Prägung unseres Landes christlich und jüdisch ist“, aber mit rund 4,5 Millionen Muslimen in Deutschland sei der Islam „inzwischen ein Teil von Deutschland geworden“.

Die Kanzlerin räumte ein, dass das Zusammenleben der Religionen die Bundesrepublik vor große Herausforderungen stelle. Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus hätten dabei in „unserem Rechtsstaat keinen Platz“. Fragen des Zusammenlebens und Zusammenhalts gingen aber über den Rechtsstaat hinaus. Es gehe auch darum, was Deutschland präge und was zur deutschen Kultur heute und künftig dazugehöre.

23 März 2018 0 Kommentare
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Politik

Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD)

von Fremdeninfo 20 März 2018
von Fremdeninfo

Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD)

zeigt sich entsetzt über Zeitpunkt, Wortwahl und Inhalt des Seehofer-Interviews mit der BILD-Zeitung.

Der Bundesvorsitzende der TGD Gökay Sofuoğlu dazu:

„Diese wenig hilfreiche Debatte über den Islam in Deutschland wieder zu eröffnen, ausgerechnet in einer Zeit, in der Moscheen und Flüchtlingsunterkünfte brennen, zeigt, dass Herr Seehofer in der Rolle des Innenministers noch nicht angekommen ist. Ich möchte ihn daran erinnern, dass er kein Ministerpräsident mehr im Wahlkampfmodus ist, sondern Innenminister aller Bürgerinnen und Bürger dieses Landes. Wir wünschen uns ein entsprechendes Verantwortungsbewusstsein. Unabhängig davon, wie man zu der Frage nach der historischen Zugehörigkeit des Islam in Deutschland steht: Die Religionsfreiheit gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Sie ist im Grundgesetz verankert.“

Sofuoğlu führt weiter aus:

„Herr Seehofer betont in seinem Interview, dass Muslime zu Deutschland gehören. Ich möchte ihn aber dennoch einmal direkt fragen: Herr Seehofer, bin ich nun eigentlich Teil ‚Ihrer‘ Heimat, der Heimat, der sich ihr Ministerium widmet, oder bin ich es nicht? Ist Mesut Özil Teil ihrer Heimat oder ist er es nicht? Spielen die Interessen der Menschen mit Migrationsgeschichte eine Rolle bei der Gestaltung unserer Heimat oder nicht? Wir wünschen uns von unserem Innenminister unmissverständliche Antworten auf diese Fragen.“

Die TGD ist überzeugt, dass die „landestypischen Traditionen und Gebräuche“ nicht von Muslimen bedroht werden, sondern von Menschen, die unser Grundgesetz missachten.

Atila Karabörklü, Ko-Vorsitzender der TGD, stellt fest: „Kein Muslim hindert unseren Innenminister oder sonst jemanden daran, an Pfingsten und Ostern in die Kirche zu gehen. Derartige Zusammenhänge entbehren jeglicher Grundlage.“ Stattdessen zeigen die Aussagen des Innenministers, wie weit die aktuelle Debatte von der gesellschaftlichen Realität entfernt ist.

Gökay Sofuoğlu meint abschließend:

„Ein Blick auf das aktuelle Kabinett, auf alle Minister*innen und Staatsekretär*innen, macht es überdeutlich: Menschen mit Migrationshintergrund sind nicht ausreichend in der Politik repräsentiert! Die Debatte um den Islam lenkt nur davon ab, was für ein gewaltiges Demokratiedefizit wir haben. Ein Innen- und Heimatminister, der nach eigener Aussage die Menschen im Land einen will, sollte ein größeres Interesse daran haben, dass sich ein Viertel der Gesellschaft in den politischen Institutionen auch wiederfindet. Vertrauen in die Politik schaffen wir, indem wir alle Menschen einbinden, nicht indem wir sie ausschließen. Und nur Vertrauen führt dann auch zu einem Zugehörigkeitsgefühl, das wir uns wünschen.“

20 März 2018 0 Kommentare
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Frauen

8 Mart Uluslararası Kadınlar Günü

von Fremdeninfo 9 März 2018
von Fremdeninfo

8 Mart Uluslararası Kadınlar Günü

8 Mart  Dünya Kadınlar Günü’nde yazıma büyük şair Nazım Hikmet’in ‚Kadınlarımız‘ şiirinin bir bölümü ile başlamak istiyorum.

Ve kadınlar 
bizim kadınlarımız: 
korkunç ve mübarek elleri 
ince, küçük çeneleri, kocaman gözleriyle 
anamız, avradımız, yarimiz 
ve sanki hiç yaşanmamış gibi ölen 
ve soframızdaki yeri 
öküzümüzden sonra gelen kadınlar, 
bizim kadınlarımız …

8 Mart Dünya Kadınlar Günü 1857 yılında Amerika’nın New York kentinde tekstil sektöründe çalışan yüzlerce kadının düşük ücretleri, uzun çalışma saatlerini ve insanlık dışı çalışma koşulunu protesto etmek için grevler yapılması olarak başlamıştır.

Bu olaydan 52 yıl sonra Danimarka’nın Kopenhagen şehrinde düzenlenen Sosyalist Enternasyonal’in kadınlar toplantısında, 8 Mart 1857’de New York’ta başlayan kadınların haklarını kazanması ve kadınların birlikte mücadelesinin her yıl kadınlar günü olarak kutlanması kararlaştırıldı.

1857 New York’da kadınların 12 saatlik günlük çalışma saatini ve düşük ücrete karşı yürüyüşler yaptılar. Polis kadınların protesto eylemlerini zor kullanarak dağıttı.   

1908 New York: 15.000 kadın daha kısa çalışma saati ve daha iyi gelir ile oy hakkı için yürüdüler ve doğum günü izini istediler. Gösterilerde kullandıkları slogan ise „Ekmek ve Gül„ idi. Ekmek yaşam güvencesi ve karın tokluğunu, Gül ise daha kaliteli yaşamı simgeliyordu. 1909″da ilk kez kadın günü 28 Şubat’ta kutlandı. Avrupa’daki kadınlar da şubat ayında son pazar gününü kadın günü olarak kutladılar.

1910 yılında ise Clara Zetkin isimli bir Alman sosyalist kadının Sosyalist Enternatsyonal’de Dünya Kadınlar Günü olmasını önerisi kabul edildi. 

1911 Kopenhagen kararından sonra ilk kez 19 Mart’ta Avusturalya, Danimarka, Almanya ve İsviçre’de kutlandı. Yüz binlerce kadın ve erkek elele ortak mücaddelerle aktiviteler yaptılar. Oy verme, seçme, seçilme haklarının yanı sıra meslek edinme ve meslek eğitimi görme hakkını istediler. 

Dünyada kadın hakları mücadelesinde 1975 yılı büyük önem taşımaktadır. Çünkü BM nezdinde ilk kez resmi düzeyde Kadınlar Günü olarak kutlandı. İki yıl sonra 1977’de ise, Birleşmiş Milletler genel toplantısında 8 Mart resmen Dünya Kadınlar Günü olarak kabul edildi.

Bu kabulün içinde iki temel neden açıklandı; Dünya barışının korunması, sosyal gelişim içinde ve temel insan haklarının kulanılması için kadınların da eşitlik ve kendilerini geliştirmelerine olanak sağlanması vurgulandı. Kadınların eşit haklarının verilmesi dünya barışını güçlendireceği anlayışı kabul edildi. Dünya Kadınlar Günü kadınlar açısından çok daha farklı bir gündür. 

Günümüzde kadın haklarının kazanılmasının nerelerden başladığını ve bugünlere nasıl geldiğinin hatırlanması önemlidir.

Bir çok gelişmiş ülkede kadın hakları çok ilerlemeler göstermiş olsa da, istenen seviyeden hala çok uzaktır. Günümüzde Avrupa’da göçmen kadınların göçmen odukları ve kadın oldukları için iki türlü baskıya karşı karşıya oldukları kesindir. 

Avrupa toplumlarında yaşamalarına rağmen seçme, seçilme hakları gibi eşit haklardan mahrumdurlar.

Kadınların aile içi şiddete maruz kalmaları, şiddeti günlük yaşamlarının bir parçası haline getirmiştir. Kadınların eşit olmadığı bir toplumda, toplumun ezilen diğer bireylerin de sağlıklı ve özgür olamayacağının altı çizilmelidir. 

9 März 2018 0 Kommentare
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Politik

SPD-Mitglieder stimmen für die Neuauflage der großen Koalition

von Fremdeninfo 4 März 2018
von Fremdeninfo

SPD-Mitglieder stimmen für die Neuauflage der großen Koalition

© Provided by Deutsche Welle SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan (li.) und der kommisarische Parteichef Olaf Scholz bei der Ergebnisbekanntgabe

Ein deutliches Ergebnis: Die SPD-Mitglieder votieren mit 66 Prozent für eine Neuauflage der großen Koalition. Damit dürfte der Wiederwahl von Bundeskanzlerin Merkel am 14. März im Bundestag nichts mehr im Wege stehen.

Es war eine Zitterpartie bis zum Schluss: Die Mitglieder der SPD haben dem Koalitionsvertrag mit der Union mit Zweidrittel-Mehrheit zugestimmt. Das teilte Schatzmeister Dietmar Nietan in der Parteizentrale, dem Willy-Brandt-Haus, in Berlin mit. Damit ist die letzte Hürde für eine Neuauflage der großen Koalition genommen. Die Beteiligung an dem Mitgliederentscheid lag bei knapp 79 Prozent.

Das Öffnen der unter Polizeischutz eingetroffenen Wahlbriefe hatte am Samstagabend im Willy-Brandt-Haus, der SPD-Parteizentrale, in Berlin begonnen. Rund 120 SPD-Mitglieder aus ganz Deutschland hatten die ganze Nacht die Wahlbriefe ausgezählt. Damit das Wahlgeheimnis gewahrt blieb, mussten die Helfer ihre Telefone abgeben.

Ochsentour durch die Bezirke

Die Fraktions-und designierte Parteichefin, Andrea Nahles, und weitere Spitzenpolitiker der SPD hatten in den letzten Wochen in zahlreichen Regionalkonferenzen für den mit der Union ausgehandelten Koalitionsvertrag geworben. Er sieht neue Ausgaben von bis zu 46 Milliarden Euro und Entlastungen für viele Bürger etwa beim Solidaritätszuschlag vor, sowie eine Stabilisierung der Renten bis 2025.

Die innerparteilichen Gegner der GroKo – allen voran Juso-Chef Kevin Kühnert – hatten vehement für eine Erneuerung der Partei in der Opposition geworben. Er bezweifelt, dass die Sozialdemokraten in einem Regierungsbündnis wieder erstarken können. Die SPD war bei der Bundestagswahl auf 20,5 Prozent abgestürzt. In einer Umfrage des Emnid-Instituts verlor die Partei weiter und kam am vergangenen Sonntag auf nur noch 16 Prozent.

Im Jahr 2013 hatte es bei dem ersten Koalitionsvotum der SPD-Mitglieder eine Zustimmung von rund 76 Prozent gegeben.

fab/haz (dpa, afp, rtr)

4 März 2018 0 Kommentare
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Politik

AfD kündigt Beschwerde gegen Cem Özdemir

von Fremdeninfo 25 Februar 2018
von Fremdeninfo

 

 

AfD kündigt Beschwerde gegen Cem Özdemir

DIE WELT
 
14.02.2018, Baden-Württemberg, Biberach an der Riß: Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) spricht beim politischen Aschermittwoch der Grünen. Foto: Felix Kästle/dpa +++ dpa-Bildfunk +++: AfD kündigt Beschwerde gegen Cem Özdemir an © dpa AfD kündigt Beschwerde gegen Cem Özdemir an

Die AfD will die Bundestagsrede des Grünen-Politikers Cem Özdemir offenbar zum Thema im Ältestenrat machen. Die Partei wehrt sich gegen den Vorwurf des Rassismus. Vom Verfassungsschutz kommen dagegen beunruhigende Signale.

Die AfD will offiziell Beschwerde gegen die Bundestagsrede des Grünen-Politikers Cem Özdemir einlegen, in der er die AfD-Abgeordneten als Rassisten bezeichnet hatte. Der Parlamentsgeschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sagte der „Bild am Sonntag“, die AfD werde Özdemirs Rede „offiziell zum Thema im Ältestenrat machen“.

Özdemir zeigt sich unbeeindruckt. „Ich sehe möglichen Vorwürfen seitens der AfD sehr gelassen entgegen“, sagte der ehemalige Grünen-Chef der „BamS“. Die AfD radikalisiere sich gerade „wie im Zeitraffer und für alle deutlich sichtbar“. Er freue sich und sei dankbar „über die riesige Unterstützung aus der ganzen Breite unserer Gesellschaft, die ich nach meiner Rede erfahren durfte“.

Ein Antrag der AfD zur Missbilligung von Artikeln des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel war am Donnerstag im Bundestag auf heftige Kritik gestoßen. Özdemir hatte die AfD in seiner Rede scharf angegriffen und gesagt: „Wer sich so gebiert, ist ein Rassist.“ In Deutschland gebe es keine Zensurbehörde, sondern Pressefreiheit.

AfD-Mitglieder durchaus im Visier

Yücel hatte ein Jahr ohne Anklage in der Türkei im Gefängnis gesessen. Die türkischen Behörden werfen ihm unter anderem „Terrorpropaganda“ vor. Die Bundesregierung hatte das Verfahren in der Türkei massiv kritisiert und sich für die Freilassung des „Welt“-Korrespondenten eingesetzt.

Auch wenn die AfD als Partei kein Beobachtungsobjekt ist, sind einzelne Mitglieder durchaus im Visier des Verfassungsschutzes. Das ergab eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes unter den Verfassungsschutzbehörden der Bundesländer. Der Verfassungsschutz in Bayern teilte beispielsweise mit, dass ihm AfD-Mitglieder bekannt seien, die Verbindungen in die rechtsextremistische oder islamfeindliche Szene und zu den sogenannten Reichsbürgern aufweisen.

Aus dem nordrhein-westfälischen Innenministerium hieß es, öffentlich zugängliches Material offenbare, dass einzelne Mitglieder der AfD „zunehmend auf rechtsextremistischen Sprachgebrauch zurückgreifen“ und mit rechtsextremen Gruppen wie der „Identitären Bewegung“ zusammenarbeiteten. Auf personelle Verknüpfungen zwischen Anhängern der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“ und der „Identitären Bewegung“ verwies auch die Berliner Senatsinnenverwaltung.

Eine Rede des AfD-Politikers André Poggenburg, in der er sich verächtlich über die Türkische Gemeinde in Deutschland äußerte, hatte erneut Forderungen nach einer Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz nach sich gezogen.

25 Februar 2018 0 Kommentare
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Politik

Niedersachsen sucht einen zusätzlichen Feiertag

von Fremdeninfo 25 Februar 2018
von Fremdeninfo

Niedersachsen sucht einen zusätzlichen Feiertag

Die Redaktion des „Fremden“Info hat sich auch Gedanken über den einzuführenden Feiertag in Niedersachsen gemacht. Es wird vorgeschlagen, den

Tag der Menschenrechte (UN-Menschenrechtscharta)

als zusätzlichen Feiertag einzuführen.

Der Tag der Menschenrechte wird am 10. Dezember gefeiert. Dieser Tag ist ein Gedenken an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Palais de Chaillot in Paris verabschiedet und verkündet wurden. An diesem Tag wird weltweit durch verschiedene Menschenrechtsorganisationen, z. B. Amnesty International, die Situation der Menschenrechte

kritisch betrachtet und auf die Verletzungen der Menschenrechte weltweit hingewiesen. 

Der 10. Dezember sollte in Niedersachsen als gesetzlicher Feiertag bedacht werden. Er erfasst Rechte aller Menschen, d. h. Frauen, Kinder, Andersdenkender, Minderheiten, Menschen verschiedenster Volks-, Religions- und Weltanschauungszugehörigkeit, aber auch das Recht auf Nahrung, Wasser, Frieden, Leben, Gesundheit und Bildung.

Gegen den internationalen Frauentag am 8. März als zusätzlichen gesetzlichen Feiertag ist auch nichts einzuwenden. Immerhin stellen die Frauen ca. die Hälfte der Weltbevölkerung dar, sind aber seit Jahrtausenden bis heute auf dieser Erde immer noch benachteiligt. Es betrifft im hochentwickelten europäischen und amerikanischen Ländern die unterschiedliche Bezahlung der Frauen, auch wenn sie die gleiche Arbeit verrichten, wie ihre männlichen Arbeitskollegen, die Altersarmut, die bei Frauen mehr anzutreffen ist als bei Männern etc. In Staaten wie Saudi Arabeien, wo Frauen nicht einmal Auto fahren dürfen, in Ägypten, in dem Frauen, egal welchen Alters, sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind und weder von familiärer noch von staatlicher Seite Schutz erfahren, wo Frauen Genitalverstümmelungen ausgesetzt sind, in afrikanischen Ländern, in denen Frauen Genitalverstümmelungen ausgesetzt sind, in denen Frauen mit der Kindererziehung allein gelassen werden, in denen Frauen mit Aids infiziert und allein gelassen werden etc., werden Frauenrechte mit den Füßen getreten. Ein Zeichen für die Frauen zu setzen, in dem ein Feiertag ihnen gewidmet wird und ihre Benachteiligungen zutage gebracht werden, kann auch international etwas bewirken.

Den Reformationstag am 31. Oktober, an dem ein

Gedenken an die Reformation der Kirche durch Martin Luther gefeiert wird, lehnen wir strikt ab. So richtig es auch sein mag, dass Martin Luther eine kirchliche Erneuerungsbewegung in Deutschland auf den Weg gebracht hat. Man darf nicht außer Acht lassen, dass Martin Luther auch ein großer Mitentscheider gegen die Niederlassung von Juden auf deutschem Boden war. Er hatte rassistische und antisemitische Theologiegutachten verfasst, die Grundlage für viele Fürsten und Herzoge in ihren Fürstentümern waren, um die jüdische Bevölkerung, die bereits in ihren Fürstentümern angesiedelt waren, auszuweisen oder diejenigen, die sich ansiedeln wollten, zurückzuweisen. Seine Gutachten und Auszüge aus solchen Gutachten sind im Braunschweiger Landesmuseum ausgestellt. Unsere Redaktion konnte sich selbst ein Bild über das rassistische und antisemitische Gedankengut des Martin Luther im Braunschweiger Landesmuseum machen. Unserer Meinung nach sollten rassistische und antisemitische Äußerungen oder Verhaltensweisen nicht auch noch durch einen Feiertag geehrt werden. Wohin solches Gendankengut im Nazideutschland geführt hat, darf nicht vergessen werden. In dem solche Äußerungen wieder salonfähig gemacht werden – eine Ehrung des Martin Luther durch einen gesetzlichen Feiertag würde dem gleich kommen, Vertreter der AfD tätigen bereits im Bundestag und in den

Länderparlamenten rassistische und völkische Äußerungen, gegen die scheinbar nichts unternommen wird – werden die Grenzen zu Nazideutschland verweichlicht. Das ist eine sehr gefährliche Entwicklung. Nazideutschland ist nämlich nicht von heute auf morgen entstanden. Es hat sich alles Stück für Stück entwickelt. Es werden erst die niederschwelligen Grenzen niedergerissen. AfD-Vertreter tätigen ihre Äußerungen und wenn sie darauf angesprochen werden, so relativieren sie ihre Aussagen, in dem sie vortragen, so war das nicht gemeint, ich war das nicht etc. Will man eine solche Entwicklung in Deutschland wieder zulassen? Und, wohin wird das führen?

Der zusätzliche Feiertag sollte daher ein Gedenken an alle Menschenrechte sein!

25 Februar 2018 0 Kommentare
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