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Information

Angeblich wegen einem Türken: Vermieter will keine Ausländer

von Fremdeninfo 19 Dezember 2019
von Fremdeninfo

 

Angeblich wegen einem Türken: Vermieter will keine Ausländer

Von

dtj-online

–In seiner Wohnungsanzeige macht ein Vermieter aus Bayern keinen Hehl daraus, dass er keine „Ausländer“ in seinem Haus will. Deswegen muss er nun 1000 Euro zahlen. Solche Diskriminierung ist kein Einzelfall, aber meist ist sie nicht nachweisbar.

Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund beklagen sich häufig über pauschale Ausgrenzungen bei der Wohnungssuche. Über einen Fall, bei dem der Vermieter schon mit seinem Inserat Nicht-Deutsche diskriminiert hat, hat am Dienstag das Amtsgericht Augsburg entschieden. Der Wohnungseigentümer muss nun 1000 Euro Entschädigung an einen aus Burkina Faso stammenden Interessenten zahlen. Außerdem darf der Mann nicht noch einmal ein Inserat mit einer Formulierung aufgeben, wonach er nur „an Deutsche“ vermiete. Ansonsten droht ihm ein hohes Ordnungsgeld. Nach Angaben von Betroffenen kommt vergleichbare Diskriminierung oft vor, ist aber meistens nicht so leicht zu beweisen.

DER AKTUELLE FALL: Der Mietinteressent, der von München nach Augsburg umziehen wollte, hatte in dem Prozess berichtet, dass bereits das erste Telefonat von dem Vermieter beendet wurde, als klar war, dass er einen Migrationshintergrund habe. Der Wohnungseigentümer hatte eingeräumt, dass er nur an deutsche Staatsangehörige vermieten wolle. Der 81-Jährige begründete dies damit, dass er in seinem Haus einmal Ärger mit einem angeblich türkischen Drogendealer gehabt habe. „Diese offene Benachteiligung von Ausländern ist schlichtweg nicht hinnehmbar“, sagte Richter Andreas Roth im Urteil. Die Begründung des Vermieters ließ er nicht gelten: „Verbrechen und Vergehen werden von Menschen begangen, nicht von Staatsangehörigen.“ (Az: 20 C 2566/19)

DIE RECHTLICHE GRUNDLAGE: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet solche Diskriminierung. „Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen“, heißt es im ersten Paragrafen des Gesetzes.

WIE OFT AUSGRENZUNG STATTFINDET: Nach Einschätzung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes haben schon viele Migranten Ausgrenzung auf dem umkämpften Mietmarkt erlebt. Fast 70 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund fühlten sich bei der Wohnungssuche diskriminiert. Im Jahr 2015 hatte die Bundeseinrichtung eine entsprechende Studie zu dem Thema veröffentlicht.

„Rassistische Diskriminierung am Wohnungsmarkt findet auch unter den besten Voraussetzungen statt“, lautete das Fazit. Selbst finanziell gut aufstellte Bewerber ohne deutschen Pass würden benachteiligt. Auch Religion spiele eine große Rolle, muslimische und jüdische Bewerber hätten es deutlich schwerer als Christen. „Mit Kopftuch keine Wohnung“, hieß es dazu in der Untersuchung.

Doch ein Fall für die Gerichte wird solche Alltags-Diskriminierung selten. Denn anders als im Augsburger Fall wird meist nicht schon in der Anzeige ausgegrenzt. Eine Benachteiligung bei der Vermietung tatsächlich nachzuweisen sei letztlich sehr schwer, betont die Antidiskriminierungsstelle daher. „Entscheidungsprozesse bei der Wohnungsvergabe bleiben den Bewerberinnen und Bewerbern meist verborgen.“ Dennoch landen immer wieder Fälle vor den Richtern.

KEIN BESICHTIGUNGSTERMIN: Das Amtsgericht Hamburg-Barmbek hatte 2017 eine Immobiliengesellschaft verurteilt, weil eine Interessentin mit türkisch klingendem Namen keinen Termin für eine Wohnungsbesichtigung erhielt. Auch hier wurden rund 1000 Euro Entschädigung für die Frau festgelegt.

DIE BESONDERE MIETERHÖHUNG: Ein Berliner Amtsgericht verurteilte vor fünf Jahren einen Vermieter zu einer besonders saftigen Entschädigung. 30 000 Euro sollte der Wohnungseigentümer an zwei Mieter türkischer Herkunft zahlen, weil er nur den türkischen und arabischen Familien im Haus eine Mieterhöhung zugeschickt hatte. Bei den Kreuzberger Mietern habe der Beklagte gegen das „Verbot der Benachteiligung wegen ethnischer Herkunft“ verstoßen, befand das Gericht.

NICHT NUR AUSLÄNDER BETROFFEN: Das Kölner Landgericht verurteilte 2015 einen Mann, der sich geweigert hatte, seine Villa an ein homosexuelles Paar zu vermieten, zu 1700 Euro Entschädigung. Auch „eine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität“, sei verboten, befanden die Richter.

 

19 Dezember 2019 0 Kommentare
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Information

Unsere Themen in diesem Mitgliederbrief

von Fremdeninfo 9 Dezember 2019
von Fremdeninfo

DJU wer-di

 Unsere Themen in diesem Mitgliederbrief

  • Bedrohung der Pressefreiheit: Der Druck steigt weiter
  • Journalismustag 2020: Alles eine Frage der Haltung
  • Tarifauseinandersetzung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Weichen stellen für die Zukunft

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das war bislang einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: Neonazis riefen am 23. November 2019 in Hannover zu einer Demonstration gegen namentlich genannte Journalisten auf. Weder das Verwaltungsgericht Hannover noch das Oberverwaltungsgericht Lüneburg konnten oder wollten das NPD-Spektakel stoppen. Auf einer massiven Gegendemo haben am 23. November mehrere tausend Menschen ein starkes Signal für die Pressefreiheit gesetzt – und selbstverständlich waren auch die dju in ver.di, der DGB und viele andere auf der Straße. Aber dieser Einsatz wird nicht reichen. Wir müssen zum Ende dieses Jahres feststellen, dass die Bedrohung von rechts eine weitere Dimension angenommen hat. Diese Bedrohung bedeutet, dass rechte Netzwerke die Privatadressen unliebsamer Journalist*innen in rechten Netzwerken verbreiten, dass es neben offenen Anfeindungen und persönlichen Diffamierungen auch immer mehr physische Angriffe gibt. Die Bedrohung beinhaltet auch massive juristische Angriffe auf journalistische Arbeit. Ziel ist es immer und ohne Ausnahme, Journalist*innen einzuschüchtern und mundtot zu machen.

Bedrohung der Pressefreiheit: Der Druck steigt weiter

Diese Bedrohungen werden weiter zunehmen, dessen sollten wir uns bewusst sein. Es wird deshalb ganz maßgeblich darauf ankommen, wie es uns als Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten innerhalb einer starken, politischen Organisation wie ver.di gelingt, die Pressefreiheit zu verteidigen, zu stärken und unsere Kolleginnen und Kollegen zu beschützen.

Dass die unabhängige Arbeit der Medien, die freie Berichterstattung, die Pressefreiheit als Grundrecht auf vielen Ebenen verteidigt und geschützt werden müssen, zeigt sich dabei auch auf anderen Feldern: So war es ein Erfolg, dass das Berliner Verwaltungsgericht am 20. November 2019 der Klage von zwei Journalisten stattgegeben hat. Ihnen hatte das Bundespresseamt beim G20 in Hamburg 2017 überraschend die Akkreditierung entzogen – unrechtmäßig, wie nun das Gericht befand. Ein Kollege wurde in dem Verfahren über den Rechtschutz von ver.di vertreten, der auch in den noch ausstehenden weiteren sieben Verfahren greifen wird. Dieses wichtige und positive Urteil ist aber nur ein Etappensieg. Der reine Hohn hingegen war die Bemerkung einer der Rechtsanwälte der Bundesregierung, die für diesen beispiellosen Eingriff in die Pressefreiheit vor Gericht stand. Er mokierte sich darüber, warum die betroffenen Kollegen denn ihre Einträge in die Datenbanken der Sicherheitsbehörden nicht vor dem G20-Gipfel hätten löschen lassen. Dabei wissen alle Beteiligten, dass es für diese Datenbanken keine Rechtsgrundlage gibt, und dass die Sicherheitsbehörden selbst sogar teilweise deren Existenz abstreiten. Aber wer investigativ in bestimmten Milieus recherchiert, kann als Journalist*in schnell als „gewaltbereit rechts“ oder „links“ oder „Fußballhooligan“ in derlei Datenbanken geraten, ohne jemals darüber informiert zu werden. Die Datenbanken funktionieren wie miteinander kommunizierende Röhren und vieles liegt weiterhin im Dunkeln. Es dauert Jahre, an Informationen darüber zu kommen, wer in diesen Datenbanken erfasst ist und es dauert Jahre, die eigenen, unrechtmäßig gespeicherten Daten daraus wieder löschen zu lassen.

Mitte Januar steht für uns dann schon die nächste wichtige Gerichtsentscheidung an: Dann wird das Bundesverfassungsgericht aufgrund einer Verfassungsbeschwerde der dju in ver.di im Bündnis mit vier weiteren Medienorganisationen und unter Führung der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) über das BND-Gesetz verhandeln. Damit rückt ein Grundsatzurteil über die Befugnisse des Geheimdienstes für dessen globale Massenüberwachung des Datenverkehrs im Internet in greifbare Nähe.

Wir werden noch viele dicke Bretter bohren müssen, um Aufklärung darüber zu erhalten, wann, wie und warum Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste einzelne Journalist*innen ins Visier nehmen. Als dju in ver.di bleiben wir hartnäckig an dem Thema dran und unterstützen unsere Mitglieder auch weiterhin nach Kräften, wenn sie juristisch angegriffen oder von Demokratiefeinden bedroht werden.

Medien und die AfD: Brauchen wir neue Regeln für den Journalismus?

Und wir werden uns auch weiterhin intensiv mit der Frage befassen, wie wir professionell mit den diversen Bedrohungen umgehen können. Dazu zwei Veranstaltungstipps: Am 16. Dezember diskutieren wir in der Berliner taz-Kantine über die AfD und die Medien, unter anderem mit der Vorsitzenden der dju in ver.di, Tina Groll, mit Farhad Dilmaghani, Vorsitzender DeutschPlus e.V. und aktiv in der #unteilbar-Bewegung, mit Maria Fiedler vom Berliner Tagesspiegel und mit der Mitbegründerin von hostwriter.org, Tabea Grzeszyk. Das vollständige Programm und die Möglichkeit, sich anzumelden, finden sich hier: https://dju.verdi.de/service/veranstaltungen/++co++bdd4546c-0ad9-11ea-b4a6-525400f67940

Und wer zufällig an dem Tag gerade nicht in Berlin-Mitte sein kann, kann sich – egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit – im Forum unserer medienpolitischen Publikation M Online umsehen. Dort widmen sich namhafte Autor*innen der Frage, ob die aktuellen politischen Entwicklungen neue Regeln im Journalismus notwendig machen: https://mmm.verdi.de/medien-und-die-afd/ Übrigens: Ein Blick auf M Online lohnt sich sowieso immer.

Journalismustag 2020: Alles eine Frage der Haltung

Auch bei unserem Journalismustag am 25. Januar 2020 widmen wir uns dem Umgang mit Bedrohungen: Unter dem Motto „Alles eine Frage der Haltung“ diskutieren wir über konstruktive Strategien journalistischer Arbeit im Umgang mit Angriffen und Einschüchterungsversuchen, aber auch über die Verantwortung, die Verlage, Sender und nicht zuletzt Vertreterinnen und Vertreter der Politik dabei tragen. Dazu gehört auch der Blick ins Ausland: Die Morde an der maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia oder an dem slowakischen Journalisten Jan Kuciak zeigen, dass journalistische Arbeit auch in Europa lebensgefährlich sein kann. Wir sind gespannt auf den Vortrag von Tomasz Piatek über Journalist*innen, die in Polen zwischen die Fronten geraten. Wir freuen uns darüber hinaus sehr, dass Claudia Neumann vom ZDF uns in einer Keynote ermutigen wird, Haltung zu zeigen, dass Jana Hahn (MDR aktuell), Sonja Schwetje (ntv) und Oliver Haustein-Teßmer (Lausitzer Rundschau) Auskunft darüber geben, wie ihre Chefredaktionen mit der Bedrohung von rechts umgehen, dass unter anderem Teresa Bücker und Arndt Ginzel in Workshops praktische Tipps verraten und dass auch die Deutsche Journalistenschule wieder mit an Bord ist. Ich bin sicher, dass wir mit dem 33. Journalismustag wieder den notwendigen, aktuellen Akzent setzen und rate dazu, sofern noch nicht geschehen, sich schnell anzumelden, da es wie immer nur 200 freie Plätze gibt. Das vollständige Programm und der Button für die Anmeldung stehen online unter https://dju.verdi.de/journalismustag/journalismustag-2020.

Tarifauseinandersetzung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Weichen stellen für die Zukunft

Wesentliche Grundlage journalistischer Arbeit ist neben dem Schutz der Pressefreiheit natürlich auch die Qualität der Medien, die publizieren. Wir beobachten schon seit langem voller Sorge, dass publizistische Vielfalt aufgrund fortschreitender Konzentration der Inhalte in Zentralredaktionen abnimmt. Tarifflucht der Verlage und fehlende Investitionen in journalistische Digitalangebote verschärfen die Entwicklung. Umso wichtiger ist die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. ARD, ZDF und Deutschlandradio sind unverzichtbarer Bestandteil der Grundversorgung mit Informationen, Analysen und Meinungen, deren professionelle Aufbereitung sich signifikant von den Emotionen und Fake News abhebt, die uns Facebook, Twitter und Co. entgegen schreien. Handwerklich solider Journalismus ist Bestandteil öffentlicher Daseinsvorsorge und nur mit einem ausgewogenen Angebot von privatwirtschaftlich organisierten und öffentlich-rechtlichen Medien zu leisten.

Um entsprechend viel geht es in der Tarifauseinandersetzung für die rund 30.000 fest Angestellten und die rund 18.500 arbeitnehmerähnlichen Freien von ARD, ZDF und Deutschlandradio in diesem Jahr. Obwohl die Systematik vergleichbar ist und beides von den Länderparlamenten abgesegnet werden muss, wollten die Sender als Arbeitgeber 2019 erstmals den öffentlich-rechtlichen Rundfunk von der Gehaltsentwicklung im öffentlichen Dienst abkoppeln. Zuvor hatte ver.di bereits Anfang März für die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst der Länder eine gute Vorlage geliefert. Etwas Vergleichbares zu erreichen, das war das Ziel einer Tarifauseinandersetzung, bei der es – wieder ein Novum, diesmal aber kämpferisch und positiv – erstmals bundesweite Streiktage und mehrtägige Streiks in allen Landesrundfunkanstalten gab, die auch nach mehreren Verhandlungsrunden mit einer blockierenden Arbeitgeberseite konfrontiert waren; so geschehen beim WDR, BR, NDR, HR, MDR, SWR, DLR, RB und SR. Und wenn auf einmal das Morgenmagazin aus der Konserve gesendet wird, wenn die Wettervorhersage mit handbemalten Flipcharts arbeitet, wenn tausende Beschäftigte gemeinsam auf die Straße gehen, dann fällt das auf – und es wirkt! Streik wirkt, das haben wir in diesem Jahr gezeigt und können den Kolleginnen und Kollegen, zum Beispiel beim NDR, nur gratulieren, die mit diesen Streiks ihren Arbeitgeber zurück auf den von uns eingeschlagenen Kurs gebracht haben.

Das Ringen um die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Dieser Erfolg war bitter nötig, denn 2020 steht uns schon die nächste Auseinandersetzung ins Haus. Dieser Tage legt die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) den Landesregierungen ihre Empfehlung für die Höhe des Rundfunkbeitrags ab 2020 vor. Es wird dann in den Händen der Länder liegen, dafür zu sorgen, dass die Sender ihrem Auftrag nachkommen und mit ihren Programmen ihren Teil zur Versorgung mit Informationen, aber auch Unterhaltung leisten können. Für ver.di ist der Vorschlag der KEF enttäuschend. Dieser sieht vor, den Rundfunkbeitrag ab 2021 um 86 Cent auf 18,36 Euro im Monat anzuheben. Das klingt vielleicht viel, bedeutet aber de facto eine Erhöhung um nur einen Cent, denn ARD, ZDF und Deutschlandradio erhalten derzeit 17,50 Euro plus 85 Cent aus bisherigen Beitragsrücklagen.

Schon jetzt stehen die Kolleginnen und Kollegen in den Sendern vor gewaltigen Herausforderungen, etwa durch die fortschreitende Digitalisierung und die sich verändernde Mediennutzung. Ein derart eingefrorener Beitrag raubt ihnen ihre dringend notwendigen Entwicklungsmöglichkeiten. In einer solchen Situation ist es natürlich wenig hilfreich, wenn die KEF auch noch Gehaltsvergleiche anstellen lässt, die weder ein realistisches Bild der Arbeit, vor allem der Arbeitsverdichtung der Kolleginnen und Kollegen abgeben, noch die Tarifautonomie berücksichtigen.

Gräben schließen und zusammenhalten!

Im kommenden Jahr stehen deshalb mehrere herausfordernde Konflikte an: Wir werden um die Finanzierung und Entwicklung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ringen, wir gehen ab Sommer 2020 in die Tarifrunde für die Tageszeitungsredaktionen und wir kämpfen weiterhin für eine umfassende rechtliche und soziale Absicherung der Freien.

Dabei kann unsere Strategie nur die sein, Gräben zu schließen und zusammenzuhalten. Das macht unsere gewerkschaftliche Arbeit aus: Alle ziehen an einem Strang, zeigen sich solidarisch und lassen sich nicht auseinanderdividieren – ganz gleich, ob sie fest angestellt oder frei arbeitend, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, in Verlagen oder im privaten Rundfunk beschäftigt sind.

Die kommenden Auseinandersetzungen werden wir mit eben dieser Haltung bestehen – vor allem, wenn wir noch mehr werden als bisher. 2019 konnten wir in der Tarifauseinandersetzung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk viele Kolleginnen und Kollegen davon überzeugen, Mitglied zu werden und sich gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Darum auch an dieser Stelle wieder meine herzliche Bitte an Euch: Sprecht Eure Kolleginnen und Kollegen an und werbt dafür, in die Gewerkschaft einzutreten und sich zu engagieren.

Denn nur gemeinsam sind wir stark!

In diesem Sinne: Frohes Schaffen und ein gutes neues Jahr!

Herzliche Grüße,

Conny Berger und das Team der Fachgruppe Medien/dju in ver.di in Berlin

www.dju.verdi.de
www.rundfunk.verdi.de
www.mmm.verdi.de

9 Dezember 2019 0 Kommentare
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Turgut Yüksel: SPD lehnt Modelle ab, die politische Partizipation von Migranten einschränken

von Fremdeninfo 5 Dezember 2019
von Fremdeninfo

Turgut Yüksel Ihr Landtagsabgeordneter

Turgut Yüksel: SPD lehnt Modelle ab, die politische Partizipation von Migranten einschränken

Die SPD-Fraktion hat heute einen Antrag zur Stärkung der hessischen Ausländerbeiräte in den Hessischen Landtag eingebracht. Dazu sagte der integrationspolitische Sprecher seiner Fraktion, Turgut Yüksel:

„Die SPD-Fraktion lehnt alle Umstrukturierungsmodelle zur Gestaltung der Ausländerbeiräte in Hessen ab, die die politische Partizipation von Migrantinnen und Migranten einschränken. Die Einführung von Integrationskommissionen, wie von Schwarzgrün forciert, sind ein falsches Zeichen für alle Ausländerinnen und Ausländer in Hessen. Außerdem haben alle Städte und Gemeinden in Hessen bereits ohne Änderung der Gemeindeordnung das Recht eine Kommission einzurichten, die das jeweilige Kommunalparlament berät.

Wir fordern den Hessischen Landtag auf, die bestehenden Strukturen der kommunalen Ausländerbeiräte zu stärken und zusammen mit dem Landesausländerbeirat agah die Gremien der Beteiligung von Ausländerinnen und Ausländern in Hessen zu modernisieren und strukturell weiterzuentwickeln. Unmittelbar demokratisch gewählte Ausländerbeiräte mit Rede- und Antragsrecht in den jeweiligen kommunalen Parlamenten sind unerlässlich für eine Stärkung der Partizipation. Solange Ausländerinnen und Ausländer nicht das Wahlrecht auf kommunaler Ebene haben, sollte der Gesetzgeber ihnen nicht auch noch das letzte übrig gebliebene Recht zur Wahl der Ausländerbeiräte nehmen.“

5 Dezember 2019 0 Kommentare
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Verwaltungsgericht Gießen Richter hält NPD-Slogan „Migration tötet“ für historisch belegt

von Fremdeninfo 30 November 2019
von Fremdeninfo

Verwaltungsgericht Gießen Richter hält NPD-Slogan „Migration tötet“ für historisch belegt

Eine hessische Gemeinde hängte fremdenfeindliche Wahlwerbung der NPD ab, die Partei klagte daraufhin. Nun gab ein Richter der rechtsextremen Partei recht – mit einer abstrusen Begründung.

 

DPA7 Der Spiegelonline 

NPD-Kundgebung (Symbolbild): Streit über Wahlplakate

Die Aufschrift sei nicht volksverhetzend, sondern entspreche teilweise der Realität: Mit dieser Begründung erklärte ein Richter am Verwaltungsgericht Gießen Wahlplakate der rechtsextremen NPD mit der Aufschrift „Migration tötet“ für rechtens. Für den zuständigen Richter ist „der objektive Aussagegehalt ‚Migration tötet‘ eine empirisch zu beweisende Tatsache“. (Az. 4 K 2279/19.GI)

Absurd liest sich auch die ausufernde Begründung des Urteils. Es stammt bereits aus dem August 2019, jetzt berichteten das Redaktionsnetzwerk Deutschland und das Rechtsmagazin „Legal Tribune Online“ erstmals. Der zuständige Richter hatte das Urteil allein gefällt. Er versucht darin darzulegen, wie „historische Wanderungsbewegungen“ etwa für den Untergang des „fremdenfreundlichen“ römischen Reichs oder der Inka-Hochkultur verantwortlich waren.

„Aus den zitierten beispielhaften historischen Wanderungsbewegungen wird deutlich, dass Migration tatsächlich in der Lage ist, Tod und Verderben mit sich zu bringen“, so der Richter. Weiter führt er aktuelle Statistiken zu Sexual- und Tötungsdelikten an. Sie sollen Zusammenhänge zwischen Migration und etwa der Kölner Silvesternacht, Salafismus und Ehrenmorden beweisen.

Die Begründung der Gemeinde: nicht überzeugend

Anlass für das Urteil war eine Klage der rechtsextremen NPD gegen die hessische Gemeinde Ranstadt gewesen. Die Gemeinde hatte kurz vor der Europawahl im Mai 2019 alle NPD-Plakate mit der Aufschrift „Stoppt die Invasion: Migration tötet. Widerstand jetzt“ abhängen lassen.

Das Plakat schüre Angst vor Ausländern und erwecke den Eindruck, dass alle in Deutschland lebenden Migranten potenzielle Mörder seien, so begründete die Gemeinde ihre Aktion damals. Das fand der Richter offenbar weniger überzeugend.

Stattdessen hielt der Richter fest, dass die Plakate den Tatbestand der Volksverhetzung nicht erfüllten, da es sich bei der Einwanderung von Flüchtlingen tatsächlich um eine „Invasion“ gehandelt habe.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Richter ließ wegen grundsätzlicher Bedeutung die Berufung zum Hessischen Verwaltungsgerichtshof zu. Nach Angabe von „Legal Tribune Online“ hat die beklagte Stadt bereits Berufung eingelegt. Eine Entscheidung wird erst im kommenden Jahr fallen.

In einem ähnlichen Fall hatte das Verwaltungsgericht Dresden der Stadt Zittau Recht zugesprochen. Die Stadt hatte ebenfalls NPD-Plakate mit der Aufschrift „Migration tötet“ abhängen lassen – diese entsprechen laut dem Urteil vom Mai 2019 dem Straftatbestand der Volksverhetzung.


 

30 November 2019 0 Kommentare
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Oberbürgermeister Onay im Rat vereidigt

von Fremdeninfo 29 November 2019
von Fremdeninfo

Oberbürgermeister Onay im Rat vereidigt

Sechs Tage nach seinem Amtsantritt hat Hannovers neuer Oberbürgermeister Belit Onay am 28. November 2019 im Rat der Landeshauptstadt seinen Amtseid abgelegt.

© LHH

Bürgermeister Thomas Hermann und Oberbürgermeister Belit Onay

Bereits von 2011 bis 2014 war Onay regelmäßiger Teilnehmer der Ratssitzungen, damals jedoch noch als Ratsherr. „Ich muss sagen: Von diesem Platz aus ist die Perspektive im Ratssaal auch sehr angenehm“, so der gebürtige Goslarer zu Beginn seiner Antrittsrede. Es flöße ihm tiefen Respekt ein, für mehr als eine halbe Million Hannoveraner*innen verantwortlich zu sein, die Geschicke der Stadt gemeinsam mit mehr als zehntausend Mitarbeiter*innen und dem Rat der Stadt maßgeblich zu steuern.

Der neue Oberbürgermeister benannte in seiner Rede die zentralen Ziele und Herausforderungen seiner kommenden, fast siebenjährigen Amtszeit: das Finden von Maßnahmen gegen Wohnraummangel und Mietenkrise, das Umsteuern in der Verkehrspolitik sowie Hannovers Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel. Zudem sei die Sicherstellung des sozialen Zusammenhalts eine der Hauptaufgaben der gesamten Stadt: „Niemanden kann es kalt lassen, wenn einzelne Menschen am Ende einer Reihe persönlicher Tragödien durch alle sozialen Netze fallen und auf der Straße landen. Hannover ist eine soziale und solidarische Stadt – und muss dies auch bleiben“, so Onay.

Die gesamte Rede des Oberbürgermeisters steht im Folgenden zum Download bereit:

 
 
29 November 2019 0 Kommentare
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Flüchtlinge

KORREKTUR: Besichtigung einer neuen Flüchtlingsunterkunft in Herrenhausen-Stöcken

von Fremdeninfo 27 November 2019
von Fremdeninfo
  • 26.11.2019
  • https://presse.hannover-stadt.de/pmDetail.cfm?pmid=13937„>Pressemitteilung versenden
  • KORREKTUR: Besichtigung einer neuen Flüchtlingsunterkunft in Herrenhausen-Stöcken

  • Das neue Flüchtlingswohnheim in der Mecklenheidestraße 27 A-C (Stadtbezirk Herrenhausen-Stöcken) wurde in Betrieb genommen. Am kommenden Dienstag (3. Dezember) besteht von 16 bis 18 Uhr die Gelegenheit, im Rahmen eines „Tag der offenen Tür“ die Unterkunft zu besichtigen. Um 17 Uhr stehen Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung im dortigen Verwaltungsgebäude für Fragen zur Verfügung.

  • Die Flüchtlingsunterkunft besteht aus zwei zweigeschossigen und einem eingeschossigen Gebäude. Die zweigeschossigen Gebäude sind auf dem Grundstück rechteckig zueinander angeordnet. Die Häuser dienen ausschließlich der Unterbringung und verfügen über Wohneinheiten für drei bis vier Personen mit insgesamt 95 Betten. Jede dieser Wohneinheiten setzt sich aus einem gemeinschaftlich zu nutzenden Badezimmer, einer Küche mit Ess- und Sitzgelegenheiten und den Zimmern für die Bewohner*innen zusammen. Alle Zimmer werden mit einem Tisch, einem Bett, einem Schrank und einem Stuhl ausgestattet. In jedem Haus befinden sich je zwei gemeinschaftlich zu nutzende Räume mit Waschmaschinen und Trocknern.

    Das eingeschossige Verwaltungsgebäude mit Gemeinschaftsräumen steht am Rande der Anlage. Dieses verfügt über einen 59 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum mit einer Teeküche und Sanitäranlagen sowie über einen Abstellraum für alle Bewohner*innen. Es schließt sich der Verwaltungsbereich an. Hier sind drei Büroräume, ein Büro für den Wachdienst, zwei Betreuungs- und/oder Unterrichtsräume, eine Teeküche, Personaltoiletten, ein Lagerraum sowie ein Technikraum zu finden. Auf dem Gelände hinter Haus 27 B befinden sich Sitzgelegenheiten sowie Tische zur gemeinschaftlichen Nutzung.

    In die neue Unterkunft sollen Flüchtlinge und Asylbewerber*innen einziehen. Derzeit leben rund 3.970 Flüchtlinge in Unterkünften der Stadt.

27 November 2019 0 Kommentare
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Religion

Ditib nicht einverstanden: Imamausbildung in Deutschland startet

von Fremdeninfo 26 November 2019
von Fremdeninfo
V

Ditib nicht einverstanden: Imamausbildung in Deutschland startet

Von

dtj-online

Am Donnerstag ist ein bundesweites Pilotprojekt für die Ausbildung von Imamen in Deutschland angelaufen. Während der Zentralrat der Muslime in Deutschland das Projekt begrüßt, kritisiert die Ditib die Einmischung des Staates in diese Angelegenheit.

Das bundesweite Pilotprojekt für die Ausbildung von Imamen in Deutschland ist am Donnerstag angelaufen. Darüber berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“. In diesem Rahmen soll zusammen mit der Universität Osnabrück ein sogenanntes Islamkolleg gegründet werden. Das Bundesinnenministerium (BMI) erklärte laut Zeitung, es stehe in engem Kontakt mit Uni und Verbänden − „auch mit Blick auf eine angefragte mögliche Unterstützung des Modellvorhabens im Rahmen der Projektförderung“. Wie aus Unterlagen, die der Zeitung vorlägen, hervorgehe, sehe der Bund in seinem Haushalt für 2020 einen zusätzlichen Posten vor. Mit 400.000 Euro soll ein „Modellprojekt zur Ausbildung religiösen Personals islamischer Gemeinden“ finanziert werden.

In einem Trägerverein sollen Islamverbände und Einzelpersonen Mitglied werden, etwa der Zentralrat der Muslime in Deutschland. Dessen Vorsitzender Aiman Mazyek sagte der Zeitung: „Das ist die Königsdisziplin. Für uns war es immer ein großes Anliegen, dass Imame in Deutschland ausgebildet werden können.“ Dazu sollten theologische Zentren eingebunden und gleichzeitig religionsverfassungsrechtliche Vorgaben exakt eingehalten werden. Das Kolleg könne sich an der Priester- und Rabbinerausbildung orientieren. Es sei wünschenswert, dass das Projekt, das nun in Osnabrück anlaufe, andernorts modellartig übernommen werde, sagte Mazyek.

Parteiübergreifende Zustimmung

Auch aus der Politik erfährt das Projekt Zustimmung. „Das ist ein Paradigmenwechsel in der deutschen Islampolitik“, sagte die Obfrau der Grünen im Innenausschuss, Filiz Polat. Die Abgeordnete lobte die „starke Signalwirkung für muslimisches Leben in Deutschland“. Durch die Ausbildung von Imamen würden die Geistlichen finanziell und strukturell unabhängig von anderen Staaten wie der Türkei.

Zustimmung kam auch von der FDP. Es handele sich um einen wichtigen Beitrag zur Integration. „Es ist wichtig, eine Ausbildung von Imamen in Deutschland zu etablieren. Das Islamkolleg ist dafür ein guter erster Schritt“, sagte der religionspolitische Sprecher der Partei, Stefan Ruppert. „Denn wir müssen wissen, woher die Imame stammen, die in unserem Land predigen und wo sie ausgebildet wurden.“

Verein „Islamkolleg“ soll eigenständig handeln

Die Uni Osnabrück verwies darauf, dass der Verein „Islamkolleg“ eigenständig sein und nicht in der Verantwortung der Uni oder des Instituts für Islamische Theologie liegen werde. Uni-Präsidentin Susanne Menzel-Riedl begrüßte aber die Vereinsgründung. Die Absolventen des Studiums der Islamischen Theologie würden im Kolleg „optimal auf ihre künftigen Aufgaben in Moscheegemeinden“ vorbereitet. Die Uni werde dem Projekt beratend zur Seite stehen, so Menzel-Riedl.

Ditib: „Nicht Aufgabe des Staates, Imame auszubilden“

Einer der beiden größten Islamverbände Niedersachsens, der türkische Verband Ditib, äußerte sich kritisch zu den Plänen. „Es ist nicht Aufgabe des Staates, Imame auszubilden, sondern Aufgabe der Religionsgemeinschaften“, sagte der Vorsitzende von Ditib Niedersachsen und Bremen, Ali Ünlü. Er verwies darauf, dass Imame in der Türkei in ihre Aufgabe „hineinwachsen“.

Der Ditib gehören in Deutschland etwa 1000 Moscheen mit etwa der gleichen Anzahl an Imamen an. Ein großer Teil dieser Imame wird in der Türkei ausgebildet und nach Deutschland entsandt. Die Löhne der Imame werden vom türkischen Staat bezahlt. Nach ca. vier Jahren Amtszeit kehren die Imame dann zurück in die Türkei. Diese Abhängigkeit von der Türkei wurde bereits mehrfach kritisiert.

26 November 2019 0 Kommentare
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Gibt es bald ein Denkmal für türkische Gastarbeiter?

von Fremdeninfo 20 November 2019
von Fremdeninfo

Gibt es bald ein Denkmal für türkische Gastarbeiter?

Von

dtj-online

 
 
Ein Gastarbeiter im VW-Werk Salzgitter beim Motorenbau. Bundesarchiv, B 145 Bild-F040736-0016 / Schaack, Lothar / CC-BY-SA 3.0
Zur Würdigung der Menschen, die ab den 50er Jahren als damals so bezeichnete Gastarbeiter nach Deutschland kamen, hat die Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik, Michelle Müntefering, ein Denkmal gefordert. Die SPD-Politikerin hob die Leistungen dieser Arbeitsmigranten für das Wirtschaftswachstum und den steigenden Wohlstand der damals noch jungen Bundesrepublik hervor. Ohne jene Menschen, die etwa aus Griechenland, Italien, Spanien oder der Türkei nach Deutschland einwanderten, „ohne sie wäre das nicht möglich gewesen“, so Müntefering am Donnerstagabend. Sie nutzte für ihr Statement ihre Rede während des Kongresses „KulturInvest“ in Essen.
„Eine Demokratie braucht Gesetze, aber sie braucht auch eine Erzählung. Zu unserer Demokratiegeschichte gehört auch die der ehemaligen Gastarbeiter“, sagte sie weiter. Und: „Ihre Geschichte ist längst die unseres Landes geworden“. Denn von 1955, als das erste Anwerbeabkommen mit Italien geschlossen wurde, bis zum Anwerbestopp 1973 kamen Millionen Menschen nach Deutschland. Sie wanderten ein, um hier zu leben, zu arbeiten und das Wirtschaftswunder anzutreiben. Ein Großteil der Familien, vor allem der türkischen, lebt inzwischen schon in der dritten oder vierten Generation hier. „Um die Leistung dieser Menschen, ihrer Kinder und Kindeskinder, zu würdigen, wäre es eine gute Geste, wenn wir ihnen, die längst Teil unseres Landes geworden sind, in unserer Mitte ein Denkmal errichten“, forderte die Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik, die zudem Vorsitzende der Parlamentariergruppe Deutschland-Türkei im Deutschen Bundestag ist und seit 2015 auch Vizepräsidentin der Deutsch-Türkischen Gesellschaft e. V. Berlin.

Nach 18 Jahren: Gastarbeiter-Denkmal in Frankfurt/Main steht immer noch nicht

Dass Münteferings Forderung schon lange überfällig ist, möchte man angesichts der über 60-jährigen Geschichte der Gastarbeiter in Deutschland meinen. Aber die erste öffentliche Person, die ein Denkmal fordert, ist sie nicht. Schon 2001, also vor knapp zwei Jahrzehnten, gab es erste Überlegungen in dieser Richtung. Zumindest in der Bankenmetropole am Main. Dort wollte man in unmittelbarer Nähe zum Frankfurter Hauptbahnhof ein Denkmal errichten. Schließlich sind die meisten Gastarbeiter damals nicht komfortabel mit dem Flugzeug oder dem Auto, sondern per Zug angereist. Der Hauptbahnhof war neben jenem in München deswegen für viele das Tor nach Deutschland. Doch wenig erinnert heute an die symbolträchtige Funktion des Verkehrsknotenpunktes. Das wollte und konnte Guiseppe Bruno nicht auf sich sitzen lassen.

Guiseppe Bruno: Sizilianer, Gastarbeiter, Frankfurter

Bruno wanderte selbst 1964 aus den verarmten Süden Italiens nach Deutschland ein. Ihn verschlug es nach Frankfurt, das er zusammen mit tausenden anderen Gastarbeitern nach dem Krieg wieder aufbaute.

Er brachte erstmals die Idee eines Denkmals ein. Die Stadtverwaltung nahm sie auf und am Ende eines Ideenwettbewerbs wählte man bereits 2004 drei Entwürfe aus. Jahre später ist jedoch noch immer keines der Entwürfe für ein Gastarbeiterdenkmal realisiert.

Uneinigkeit zwischen Deutsche Bahn und der Stadt Frankfurt

Da die Deutsche Bahn Eigentümerin des Frankfurter Hauptbahnhofs und des Bahnhofvorplatzes ist, muss sie in die Planungen miteinbezogen werden. Dadurch wurde das Vorhaben nicht unbedingt beschleunigt. Denn mal meldete die Deutsche Bahn bedenken gegen die Entwürfe an, mal kamen die Planungen aufgrund der mangelnden Unterstützung durch die Politik nicht voran. Als dann Umbauten am Bahnhof anstanden, rückte die Errichtung in noch weitere Ferne. Letztes Jahr kam dann die Ankündigung, dass immerhin ein provisorisches Denkmal errichtet werden solle. Dieser solle so lange stehen, bis der Platzumbau und der Bau des eigentlichen Denkmals abgeschlossen seien.

Doch die gute Nachricht kam für Guiseppe Bruno, dem sizilianischen Einwanderer, zu spät. Das ewige Hin und Her sorgte dafür, dass Bruno, der sich so leidenschaftlich für ein Denkmal einsetzte, die Einweihung nicht mehr miterleben wird. Er ist bereits 2014 gestorben.

dtj/dpa

 

20 November 2019 0 Kommentare
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Massive Anfeindungen gegen ersten deutsch-türkischen Oberbürgermeister Onay

von Fremdeninfo 18 November 2019
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Massive Anfeindungen gegen ersten deutsch-türkischen Oberbürgermeister Onay

Von

Stefan Kreitewolf

Spitzenkandidat bei der Oberbürgermeisterwahl, umarmt nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse seine Frau Derya im Kreis seiner Unterstützer. Da im ersten Wahlgang am 27.10.2019 keiner der zehn Kandidaten mehr als 50 Prozent Stimmen erhalten hat, kam es zu einer Stichwahl. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Belit Onay ist seit Sonntag der erste türkischstämmige Oberbürgermeister einer Landeshauptstadt in Deutschland. Wie ist ihm das gelungen? Und was treibt ihn an? Sein Wahlsieg ruft unterdessen nicht nur positive Reaktionen hervor.

Hannover hat am Sonntag einen neuen Oberbürgermeister gewählt. Mit dem Grünenpolitiker Belit Onay ist erstmals ein deutsch-türkischer Bürgermeister in das Rathaus einer Landeshauptstadt eingezogen. Bei der Stichwahl am Sonntag gewann er denkbar knapp mit 52,9 Prozent gegen Eckhard Scholz, der als parteiloser Kandidat für die CDU antrat. Der 38-Jährige bricht damit eine 70 Jahre andauernde Vorherrschaft der SPD in Hannover auf.

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoğlu, bezeichnete die Wahl am Montag als „hervorragendes Ergebnis“. Die Wahl sei „ein Zeichen der Normalisierung, dass es einem Gastarbeiterkind möglich ist, Bürgermeister zu werden“, zitiert ihn das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Jedes zweite Kind in Hannover hat einen sogenannten Migrationshintergrund

Auch türkische Medien griffen Onays Triumph auf. Die Nachrichtenplattform „Ahval“  bezeichnete den Wahlsieg als „starkes Symbol“. CNN Türk sendete ein minutenlanges Interview. Onays Kernbotschaft darin lautet unmissverständlich: „Zusammenhalt ist stärker als Hass“.

Onay, der 1981 in Goslar geboren wurde, geht mit seiner Migrationsgeschichte offensiv um, bleibt nach seinem Triumph aber sachlich und hebt nicht ab. Seine Eltern kamen in den 1970er-Jahren nach Deutschland und betrieben ein türkisches Restaurant in seiner Geburtsstadt. Als Kind einer sogenannten Gastarbeiterfamilie könne er als „Brückenbauer (…) für eine Migrationsgesellschaft“ fungieren. In Hannover sei dies besonders wichtig. Schließlich habe jedes zweite Kind in der Stadt einen sogenannten Migrationshintergrund, sagt Onay.

Politik für alle Menschen

Kurz nach seiner Wahl bekräftigte der designierte Oberbürgermeister im Neuen Rathaus Hannovers, dass er die Stadt zusammenführen und Politik für alle Menschen machen wolle. Eines seiner erklärten Ziele ist es, „gesellschaftliche Gräben zu überwinden“ und überhaupt „gute Arbeit abzuliefern“. Im Wahlkampf hatte der Landtagsabgeordnete mit klassisch grünen Positionen auf sich aufmerksam gemacht. Neben bezahlbarem Wohnraum forderte der Diplomjurist eine autofreie Innenstadt bis 2030. Letzteres stößt auch auf Kritik.

Die Verkehrspolitik in der niedersächsischen Landeshauptstadt will er auch mit einem Ein-Euro-Ticket für Bus und Bahn radikal verändern. Im Landtag, dem er seit 2013 angehört, gilt er als sorgfältiger Arbeiter. Die Innenpolitik ist sein Metier. Zuletzt stimmte er vehement gegen die Einführung des verschärften Polizeigesetzes in Niedersachsen.

Hetze und Fake News im Netz: Bürgermeister solidarisieren sich mit frischgewähltem OB

Derweil wollen die Grünen nach Drohungen und Beleidigungen in sozialen Medien gegen den neuen grünen Oberbürgermeister von Hannover strafrechtliche Schritte gegen die Urheber prüfen. Er sei überrascht von der Masse der Anfeindungen, sagte Onay am Dienstag der Deutschen-Presse Agentur. Vor seiner Wahl habe es nur wenige diffamierende Äußerungen gegeben, die Hetze habe inzwischen massiv zugenommen.

Niedersachsens Städtetag sicherte Onay die Solidarität und Unterstützung der Bürgermeisterkonferenz zu. Ein frisch gewählter Oberbürgermeister und seine Familie würden bedroht und eingeschüchtert, kritisierte der Vorsitzende der Konferenz, Bürgermeister Jürgen Daul aus der Stadt Holzminden. Falsche und unwahre Behauptungen, gezielte Fake News, rassistische und fremdenfeindliche Posts seien nicht hinzunehmen. Die Religion oder Abstammung eines Bewerbers um das Amt des Oberbürgermeisters dürften keine Bedeutung haben. Die Tagesschau hatte am Montag als Erstes über die kursierenden Fake News zu Onay berichtet.

Am 22. November wird Onay sein Amt antreten, am 28. November legt er voraussichtlich den Amtseid ab.

Mit Material von dpa

18 November 2019 0 Kommentare
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Konflikt zwischen Kurden und Türken in Deutschland

von Fremdeninfo 26 Oktober 2019
von Fremdeninfo

Konflikt zwischen Kurden und Türken in Deutschland

Von Yuriko Wahl-Immel, dpa

Türkei, Akcakale: Syrische Oppositionskämpfer, die von der Türkei unterstützt werden, jubeln in Akcakale (Türkei), nachdem sie von Tall Abyad (Syrien) über die Grenze gekommen sind. Als Reaktion auf den türkischen Einmarsch in Nordsyrien schickt die Regierung in Damaskus eigene Truppen in die Region. Foto: Uncredited/AP/dpa

Etwa eine Million Kurdischstämmige leben hierzulande. Die Spannungen zwischen ihnen und den rund vier Millionen Deutsch-Türken könnten nun wachsen. Von Hass, Spaltung, einem Pulverfass ist die Rede. Viele bangen um Angehörige und Freunde.
Die Stimmung ist angespannt. Mit der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien wachsen die Befürchtungen, dass sich Konflikte zwischen Menschen mit türkischen und kurdischen Wurzeln auch in Deutschland entladen. Eine Eskalation auf beiden Seiten sei nicht auszuschließen, sagt der Politikwissenschaftler und Türkeiexperte Burak Çopur. «Wir sitzen hier in Deutschland auf einem Pulverfass.»

In Deutschland leben 1,2 Millionen Kurden und etwa 4 Millionen Türken

Die Mehrheit der geschätzten bundesweit eine Million bis 1,2 Million Kurdischstämmigen kommt aus der Türkei. Viele leben in Nordrhein-Westfalen, auch in Berlin, Hamburg oder im süddeutschen Raum. «Die Stimmung hierzulande kann man nicht isoliert von der politischen Entwicklung in der Türkei betrachten, die sich eins zu eins in Deutschland widerspiegelt», glaubt der Professor an der privaten Hochschule IUBH Dortmund. «Je nachdem, in welcher Länge und mit welcher Intensität die völkerrechtswidrige Invasion der Türkei in Nordsyrien andauert, werden auch die Polarisierung und die Konflikte zwischen Deutsch-Türken und Deutsch-Kurden zunehmen.»

Kurden in Deutschland bangen um Angehörige

Vor allem herrscht große Angst um Angehörige. «In unserer Gemeinde sind viele, die aus den kurdischen Gebieten in Syrien stammen. Fast alle haben dort Freunde, Familie, Nachbarn und sind jetzt in schrecklicher Sorge», erzählt Leylan Mela-Abdullah aus Siegen. Auch sie selbst bange um ihre Schwester und ihren Bruder mit drei Kindern.

«Wenn wir telefonieren, höre ich die Bomben. Ich lebe und arbeite in Deutschland, aber ich fühle mich, als wäre ich mitten im Krieg», sagt die Vorsitzende der Kurdischen Gemeinde Siegen. «Das ist eine ethnische Säuberung gegen die Kurden. Kinder und Ehepaare sterben, die nie irgendwas mit Milizen zu tun haben. Es trifft die Bevölkerung.»

„Der Hass steigt hoch“

Sie beobachtet mit Blick auf die Beziehung von Türken und Kurden hierzulande: «Der Hass steigt hoch, definitiv.» Mela-Abdullah sieht die Lage so: «Während Kurden weinen und beten, dass die Invasion zuende geht, rufen türkische Ditib-Moschee-Gemeinden zum Gebet für Erdogans Sieg auf.» Die Situation sei heikel. Auch der «Kölner Stadt-Anzeiger» berichtet von solchen Fällen in Ditib-Gemeinden, was der Bundesverband der Türkischen Islamischen Union (Ditib) aber zurückweise.

Proteste der Kurden verliefen zunächst friedlich. Auch am Wochenende demonstrierten wieder viele Tausend etwa in Köln, Hamburg, Hannover, Frankfurt am Main, Berlin oder Bremen und forderten «Schluss mit dem Massaker». Anfang 2018, nach dem türkischen Einmarsch im nordsyrischen Afrin, hatte es in Deutschland Angriffe militanter kurdischer Gruppen gegeben. Mit der international scharf kritisierten neuen Offensive seit Mittwoch will die Türkei die Kurdenmilizen vertreiben, die sie als terroristisch einstuft.

Çopur: „Die Kurdenfrage ist ein ungelöster Identitätskonflikt“

«Die Kurdenfrage ist ein ungelöster Identitätskonflikt in der Türkei, der mit der Migration auch nach Deutschland getragen wurde», betont Çopur. Die türkische Community hierzulande sei von einem islamisch-konservativen Milieu dominiert. Ankara versuche hier auch mithilfe seiner Lobby-Organisationen und über die sozialen Netzwerke auf Kurdischstämmige und Andersdenkende Druck auszuüben. «Die Kriegspropaganda des Erdogan-Regimes ist über die türkischen Massenmedien und Social Media in Sekundenschnelle bei der türkischen Community in Deutschland und heizt dort die Stimmung weiter an.»

Der Journalist Hüseyin Topel meint, es gebe Kurdischstämmige, die sich hierzulande schon im Jugendalter ausgeschlossen fühlten. Es komme zu Provokationen zwischen ihnen und jungen Deutsch-Türken. Manche türkische Jugendliche freuten sich über den Einmarsch. In Betrieben seien Spannungen etwa unter Azubis ebenso spürbar wie auf dem Schulhof, erzählt der Deutsch-Türke.

Eroberungswahn seit türkischer Serie: Diriliş

Anstachelnd wirke die türkische TV-Erfolgsserie Diriliş, die auch bei Türken in Deutschland beliebt sei. Darin werde der Held als Eroberer dargestellt, und der habe starke Bezüge zu Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, schildert Topel.

Schwierig auch: Unter den Kurden gebe es nicht nur eine Auffassung, sondern unterschiedliche Positionen – manchmal sogar in ein und derselben Familie. Çopur sieht die Kritiker in der deutlichen Mehrheit. Viele Kurden seien aus der Türkei geflüchtet und hätten ein großes Problem mit dem türkischen Staat und Erdogan.

Kurden und Türken: „Spaltung schreitet voran“

Serdar Yüksel, NRW-Landtagsabgeordneter mit kurdischen Wurzeln, macht Erdogan verantwortlich «für Zuspitzung und Polarisierung und dass sich die Menschen hier weiter spalten und sich nicht mehr im vernünftigen demokratischen Diskurs begegnen». Er hofft, dass es friedlich bleibt. Für Wut sorgt der Fußballprofi Cenk Şahin vom Zweitligisten FC St. Pauli, der gerade auf Instagram in Türkisch schrieb: «Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs.» Der Verein distanziert sich klar, Fans protestieren vehement.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat bereits Einschränkungen von Rüstungsexporten in die Türkei angekündigt, vor einer humanitären Katastrophe gewarnt. Erdogan verwahrt sich gegen jegliche Kritik. In Hürth bei Köln will sich nun am Montag das türkische Generalkonsulat äußern – zur Offensive «Friedensquelle».

 

26 Oktober 2019 0 Kommentare
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