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Flüchtlinge

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Archive

Staatsanwalt klagt „Schein-Einlader“ an

von Fremdeninfo 19 April 2021
von Fremdeninfo

Montag, 19. April 2021 Hannover

Staatsanwalt klagt
„Schein-Einlader“ an

45 Teilnehmer einer türkischen Delegation kamen im Herbst
nach Hannover – nur zwei kehrten zurück in ihre Heimat

Von Manuel Behrens

Wurden sie eingeschmuggelt? Auf einer Liste sind die 45 eingereisten Menschen aus der türkischen Provinz Malatya aufgeführt.Fotos: Gero Breloer/dpa, privat

Haben türkische Beamte gemeinsam mit einem hannoverschen Unternehmer Dutzende von Landsleuten illegal nach Deutschland eingeschleust? Korruption und Menschenschmuggel – diese Vorwürfe kursieren derzeit in den regierungskritischen Medien der Türkei. Ins Scheinwerferlicht ist dabei auch ein Unternehmer aus Hannover geraten. Der 39-jährige K. soll im September vergangenen Jahres 45 Rathausmitarbeiter und andere Personen aus der Provinz Malatya in Ostanatolien nach Hannover eingeladen haben – doch 43 von ihnen kehrten nicht mehr in die Türkei zurück. Nun hat die Staatsanwaltschaft Hannover Anklage gegen K. erhoben. „Ihm wird vorgeworfen, gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen zu haben“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Als sogenannter Schein-Einlader soll er im Namen seiner Firma bei der Einreise geholfen haben.

In Hannover sollte die Delegation in K.s Unternehmen an einem zehntägigen Umwelt- und Fortbildungsprojekt teilnehmen. Um visafrei nach Deutschland einreisen zu können, sollen ihnen für die Reise spezielle „Graue Pässe“ für jeweils mehrere Tausend Euro ausgestellt worden sein – so berichten es türkische Medien. Für die ausgestellten Pässe sollen die Delegationsmitglieder umgerechnet jeweils 5000 bis 8000 Euro bezahlt haben. Der HAZ liegt die Einladung von K.s Unternehmen an die Verwaltung von Malatya vor, wie auch die Liste der 45 eingereisten Personen.

43 Menschen untergetaucht

Ob das Umweltprojekt jemals stattgefunden hat, ist unklar. Aber: Nach türkischen Medienberichten kehrten nur zwei Teilnehmer in die Türkei zurück. Ziel der 43 großteils jungen Menschen: Sie sollen nach ihrer Ankunft in Deutschland untergetaucht sein und später Asyl beantragt haben, um sich hier ein neues Leben aufzubauen.

Der Vorgang in Hannover ist kein Einzelfall. Stattdessen wird in der Türkei heftig darüber diskutiert, ob die regierende AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan gezielten Menschenhandel betreibt und mit den Zahlungen für die „Grauen Pässe“ Geld verdient. Auch die Provinz Malatya wird von der AKP regiert. Wie türkische Medien berichten, stehen die verschwundenen Menschen der Partei nahe. Kurios ist daher, dass sie sich als politische Oppositionelle, etwa Kurden oder Anhänger der Gülen-Bewegung, ausgegeben haben sollen, um als politisch Verfolgte Asyl zu beantragen.

  1. war für ein Statement nicht zu erreichen. Auf einer der AKP verbundenen Nachrichtenseite weist er die Vorwürfe gegen ihn zurück. Auf K. sind mehrere Betriebe in Hannover angemeldet, allerdings handelt es sich dabei allem Anschein nach um Fake-Adressen.

Auch die türkische Botschaft in Berlin hat sich bisher nicht auf eine Anfrage zu dem Vorfall geäußert.

Was weiß die Bundesregierung?

Aufgeflogen war der Skandal um die verschwundenen türkischen Staatsbürger nach einer Anfrage der sozialdemokratischen Oppositionspartei CHP, die sich nach deren Verbleib erkundigt hatte. Dass sich Menschen durch den Erwerb der „Grauen Pässe“ nach Deutschland einkaufen, ist nicht unbekannt – und wird demnächst sogar Thema im Bundestag. Die Linken-Abgeordnete Gökay Akbulut will den Schmuggel- und Korruptionsskandal in der nächsten Fragerunde einbringen. So soll es um die Frage gehen, ob die Bundesregierung Kenntnis vom Geschäft mit den Pässen und den vermeintlichen Umweltprojekten hat.

Gegenüber der HAZ sagte die Abgeordnete Akbulut: „Etwa 1000 Menschen sollen türkischen Medienberichten zufolge gegen Zahlung von hohen vierstelligen Beträgen aus der Türkei nach Deutschland gebracht worden sein. Im Zentrum dieses europaweiten kriminellen Netzwerks sollen mehrere Bürgermeister der AKP sein.“ Die Pässe sollen den Einreisenden nach der Ankunft wieder abgenommen worden sein. Akbulut fordert die Aufklärung des Schmuggelskandals: „Die Bundesregierung muss klar und deutlich diese organisierte Kriminalität der AKP-Politiker untersuchen und aufs Schärfste verurteilen. Leider hat die Bundesregierung sich bisher vieles von Erdogan gefallen gelassen.“

Bei der Stadt Hannover ist der Besuch der vermeintlichen Verwaltungsdelegation nicht bekannt. Wohl aber gab es Kontakt zum Unternehmen von K. „Die Landeshauptstadt Hannover erhielt im Januar 2020 eine Anfrage zum Empfang des Bürgermeisters des Landkreises Yesilyurt (Provinz Malatya) für Februar 2020“, antwortet die Verwaltung auf Anfrage. „Aus terminlichen Gründen kam es jedoch nicht zu einem Treffen und damit auch nicht zu einem Austausch mit einer Delegation aus Malatya.“

Auch der Hamburger Anwalt Mahmut Erdem beschäftigt sich mit der verschwundenen Delegation. Nach seinen Informationen aus der Türkei werde der Skandal klein gehalten. „Dort wird nicht ermittelt. Es gibt nur eine Voruntersuchung des Gouverneurs gegen den Gemeinderat und die verschwundenen Verwaltungsmitarbeiter.“ Doch wo sind die Menschen jetzt, die sich im September nach ihrer Ankunft in Deutschland verteilt haben sollen? Laut türkischen Medien befinden sich einige in Bremen und Hamburg.

Eine Anfrage nach ihrem Verbleib beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge blieb bisher unbeantwortet.

19 April 2021 0 Kommentare
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Rassismus

Extra-Kontrolle wegen Hautfarbe oder Kopftuch: EuGH sieht Diskriminierung

von Fremdeninfo 19 April 2021
von Fremdeninfo

 

Extra-Kontrolle wegen Hautfarbe oder Kopftuch: EuGH sieht Diskriminierung

Von

dtj-online

–

19. April 2021

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Symbolfoto: Im konkreten Fall geht es um einen aus Chile stammenden Mann, der in Schweden lebt. Er war 2015 bei einem Inlandsflug der schwedischen Airline Braathens einer zusätzlichen Sicherheitskontrolle unterzogen worden. Als Grund nimmt er an, man habe ihn für einen arabischen Muslim gehalten. Foto: -/Eurokinissi via ZUMA Wire/dpa

Der Europäische Gerichtshof hat die Rechte von Menschen gestärkt, die sich wegen ihrer Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit diskriminiert fühlen.

Zu einem Fall aus Schweden stellten die obersten EU-Richter am Donnerstag klar, dass die Betroffenen das Recht haben, eine mögliche Diskriminierung gerichtlich prüfen zu lassen.

Im konkreten Fall geht es um einen aus Chile stammenden Mann, der in Schweden lebt. Er war 2015 bei einem Inlandsflug der schwedischen Airline Braathens einer zusätzlichen Sicherheitskontrolle unterzogen worden. Als Grund nimmt er an, man habe ihn für einen arabischen Muslim gehalten. Er verklagte die Fluglinie wegen Diskriminierung auf umgerechnet etwa 1000 Euro Schadenersatz. Das Unternehmen bestritt die Diskriminierung, erklärte sich aber zur Zahlung bereit, um „guten Willen“ zu zeigen und ein langes Verfahren zu vermeiden.

Schwedische Regel nicht zulässig

Das zuständige schwedische Gericht erster Instanz verurteilte die Fluglinie daraufhin zur Zahlung, wies aber Anträge zur Feststellung einer Diskriminierung ab. Die Richter beriefen sich auf schwedisches Verfahrensrecht: Nach der Anerkenntnis der Zahlung durch die Fluggesellschaft sei das Gericht verpflichtet, den Rechtsstreit ohne Prüfung der etwaigen Diskriminierung zu entscheiden. Der EuGH entschied nun, eine solche nationale Klausel verstoße gegen EU-Recht.

Zweck der Anti-Diskriminierungs-Richtlinie der EU sei die Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung. Dafür bräuchten Opfer einer Diskriminierung wirksamen gerichtlichen Schutz. Nicht zulässig sei deshalb eine nationale Regel, die eine Prüfung der etwaigen Diskriminierung verhindere. Die Zahlung eines Geldbetrags reiche nicht aus, um den gerichtlichen Rechtsschutz zu gewährleisten.

dpa/dtj

19 April 2021 0 Kommentare
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Archive

Ungleiche Partner: Deutsch-Türke kooperiert mit Rechtspopulisten

von Fremdeninfo 16 April 2021
von Fremdeninfo

Ungleiche Partner: Deutsch-Türke kooperiert mit Rechtspopulisten

Von

Stefan Kreitewolf

–

14. April 2021

 

 
Der BIG-Parteichef Haluk Yıldız geht in Frankfurt eine überraschende Koalition ein. Foto: wikimedia commons

Die Einen verstehen sich als Schutzmacht gegen „rechtspopulistische Islamophobie“, die Anderen fordern einen Asylstopp und eifern der AfD nach. Gemeinsam bilden sie nun eine Fraktion. Was steckt hinter der Kooperation von BFF und BIG-Partei in Frankfurt?

Allein sind sie zu klein, aber gemeinsam bilden sie eine Fraktion im Frankfurter Rathaus. Die Rede ist von den rechtspopulistischen „Bürgern für Frankfurt“ (BFF) und der Migranten-Partei „Bündnis Innovation und Gerechtigkeit“ (kurz: BIG). Die beiden Kleinparteien bündeln ihre Kräfte, um mehr Einfluss zu haben.

Mit nur zwei Mandaten hatte die BFF nach der Kommunalwahl Mitte März ihren Fraktionsstatus verloren. Um eine Fraktion bilden zu können, sind in Frankfurt am Main mindestens drei Mandate nötig. Das nötige dritte Mandat kommt nun von überraschender Seite: Haluk Yıldız, seines Zeichens Gründer und Vorsitzender der BIG-Partei, bot seine Hilfe an, berichtet die „Hessenschau“.

Ungleiche Partner in verlockendem Szenario

Der Unternehmensberater, der in der Vergangenheit in deutschen Talkshows wiederholt Position für den türkischen Präsident Recep Tayyip Erdoğan bezogen hatte, war erstmals in den Stadtrat gewählt worden. Gemeinsam bekommen die ungleichen Partner bis zu 200.000 Euro pro Jahr und ein eigenes Büro im Frankfurter Rathaus. Ein verlockendes Szenario, das offenbar gegenseitige Zugeständnisse ermöglichte.

Denn unterschiedlicher könnten die politischen Heimaten der beiden Parteien nicht sein. Die BIG-Mitglieder verstehen sich als Kämpfer gegen „rechtspopulistische Islamophobie“. Bekannt wurden sie mit ihrem vehementem Einsatz für das Recht muslimischer Frauen auf Kopfbedeckung – auch im öffentlichen Dienst.

Indes eifert die BFF der AfD nach. Mathias Mund, BFF-Vorsitzender, forderte jüngst einen Asylstopp. Auch Islamophobie zählt eigentlich zu seinem Repertoire. Mit seinen Parteikumpanen bekämpfte er zum Beispiel die Ausstellung „Contemporary Muslim Fashion“ im Museum Angewandte Kunst oder die Förderung muslimischer Vereine.

Gemeinsame Kritik an „frühkindlicher Übersexualisierung“

Die großen Unterschiede sollen überbrückt werden. So äußerten sich jedenfalls Mund und Yıldız bei der Präsentation ihrer Fraktion in der vergangenen Woche. Gemeinsam wollen sie als Christen und Muslime für „Familienwerte“ einstehen. Gemeinsam kritisierten sie eine „frühkindliche Übersexualisierung“ in der Gesellschaft.

Es bleibt abzuwarten, wie sich das Bündnis entwickelt. Schließlich waren beide Parteien jahrelang gegenseitige Feindbilder. Die Fraktionsbildung scheint aktuell hauptsächlich finanziellen Überlegungen geschuldet zu sein. Ob konstruktive Politik so funktionieren kann, werden die kommenden fünf Jahre im Frankfurter Rathaus zeigen.

 

16 April 2021 0 Kommentare
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Frauen

Per Bikini zum Islam- und Integrationsexperten

von Fremdeninfo 15 April 2021
von Fremdeninfo

Per Bikini zum Islam- und Integrationsexperten

Von

Emre Yavuz

–


 
 

Mit meiner Kritik daran, dass muslimische Frauen in unseren Medien erst dann als vollwertige Mitglieder unserer liberalen Gesellschaft dargestellt werden, wenn sie sich öffentlich im Bikini zeigen oder auf eine andere Art und Weise ihre persönliche Ablehnung der Traditionen und Bräuche ihrer Eltern quasi zur Profession machen, scheine ich vielen Leuten aus der Seele gesprochen zu haben.

Übrigens galt meine Kritik gar nicht mal so sehr dem Schönheitswettbewerb „Miss Turkuaz“. Es gibt viele derartige Schönheitswettbewerbe auf der Welt und dieser ist halt einer davon. Ich interessiere mich ziemlich wenig für sie, bin der Einladung zur Veranstaltung in der Vergangenheit nicht gefolgt und würde derartigen Einladungen auch zukünftig nicht folgen. An dieser Meinung ändert auch die Tatsache nichts, dass die diesjährige Preisträgerin nicht nur aus dem Dorf meiner Eltern stammt, sondern auch mit mir verwandt ist. Ich kenne sie persönlich nicht, bin mir aber auf Grundlage der Erzählungen meiner Familienmitglieder ziemlich sicher, dass sie eine wunderbare junge Dame ist und diese Auszeichnung verdient. Ich bin glücklich für sie, dass die Jury sie für die beste Kandidatin gehalten hat.

Aber deswegen muss ich diese Wettbewerbe nicht mögen. Ich muss sie auch nicht hassen. Ich kann damit leben, dass es sie gibt, weil ich es an Deutschland und Europa zu schätzen weiß, dass auch andere Leute damit leben können, was ich selbst so alles außerhalb des allgemeinen Mainstream-Spektrums tue und lasse.

Und genau darum geht es hier.

Eine liberale Gesellschaft definiert sich weder über die plumpe Freiheit nackter Haut, noch über die seltsame Freiheit, traditionell lebende Menschen auf ekelhafte Art und Weise zu verspotten.

Eine liberale Gesellschaft definiert sich über die Freiheit des Geistes.

Und die Aufgabe der Medien ist es weniger, durch tendenziöse Berichterstattung eine bestimmte Meinungsbildung zu forcieren, dafür aber umso mehr, die Realitäten unserer Gesellschaft möglichst objektiv darzustellen. Diese lächerliche Instrumentalisierung einer 19-jährigen muslimischen Schönheitskönigin im Fernsehen, die mich heute Morgen wirklich sehr irritierte, war aber einfach nur noch abartig.

Ein Deutschland, in dem Menschen aus anderen Kulturen erst dann als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft angesehen werden, wenn sie eine gewisse Abneigung gegenüber ihrer Herkunftskultur demonstrieren bzw. ohne es überhaupt zu wollen diesen Eindruck erwecken, ist nicht mein Deutschland.

Ein solches Deutschland gibt es auch gar nicht. Es mag in einigen abgeschotteten Regionen dieses Landes normal sein, Andersartigkeit mit Spott und Abneigung zu begegnen, jedoch weiß ich wirklich nicht, was daran so toll sein soll, dass Fernsehsender einen derartigen Umgang noch unterstützen. Und dieses Problem ist mittlerweile nun wirklich weit über die Bildzeitung hinaus gewachsen.

Deutschland ist ganz anders. Deutschland ist bunt. Deutschland ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Deutschland hat schon längst begriffen, dass Vielfalt unsere Stärke ist. Deutschland wird erfolgreicher, wenn es seine eigenen Potentiale weckt und fördert.

Unsere kulturelle Vielfalt ist unser gesellschaftliches Kapital. Punkt.

Wohin uns die Engstirnigkeit einiger Leute bringen soll, versteh ich nicht. Wenn Menschen, die meinen, Frauen vorschreiben zu müssen, was sie auf dem Kopf zu tragen haben, die Liberalität angreifen (und ja, das tun sie!), warum werden andere Menschen dann, wenn sie Frauen vorschreiben, was sie NICHT zu tragen haben, plötzlich zu Superhelden der Freiheit?

Liberalität geht anders.

Liberalität ist geprägt von gegenseitiger Anerkennung und bedingungslosem Respekt. Man muss niemanden lieben, um ihn oder sie zu respektieren, aber wenn man jemanden respektiert, dann macht man diese Person oder ihren Lebensstil nicht zum öffentlichen Gespött.

Dann liebt man schlicht und einfach diese Gesellschaft dafür, dass sie jeder Kultur, die die Freiheiten anderer Kulturen respektiert, ein gleichwertiges Existenzrecht zuschreibt.

Hier geht es übrigens zum Beitrag, der mich dazu verleitet hat, diese Zeilen zu schreiben.

 

15 April 2021 0 Kommentare
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Salafismus

Acht IS-Mitglieder bekommen türkischen Pass

von Fremdeninfo 13 April 2021
von Fremdeninfo

Acht IS-Mitglieder bekommen türkischen Pass

Von

Stefan Kreitewolf

–

11. April 2021

Die Türkei hat acht Mitgliedern des sogenannten Islamischen Staates (IS) die türkische Staatsbürgerschaft gewährt, berichten Medien. Das Land setzt damit seine fragwürdige Politik gegenüber der Terrorgruppe fort. 

Acht Mitglieder des selbsternannten Islamischen Staates (IS) sind seit dieser Woche türkische Staatsbürger. Die Türkei habe ihnen Pässe des Landes ausgehändigt, berichtete die Nachrichtenseite Ankara Gazetesi. Zuvor hatte die türkische Justiz die Vermögen der Männer wegen Terrorverbindungen beschlagnahmt.

Insgesamt hatten das Innen- sowie das Finanzministerium Vermögenswerte von 86 Personen wegen Mitgliedschaft in der dschihadistischen Organisation eingefroren. Doch die Aktion war größer angelegt, wie nun bekannt wurde. Neben mutmaßlichen Mitgliedern des IS richtete sich die Finanzsperre auch gegen weitere knapp 300 Menschen und Körperschaften aufgrund von Verbindungen zu Organisationen, die von der Türkei als Terroristen eingestuft werden. Dazu zählten auch Anhänger von Fethullah Gülen.

Türkei regionaler IS-Transitknotenpunkt

Die den IS-Mitgliedern gewährte Staatsbürgerschaft wirft indes Fragen auf. Gilt doch die Türkei seit Aufkommen der Organisation 2011 in der Region als regionaler Transitknotenpunkt für Mitglieder der Gruppe. Über das Land verliefen mehrere Hauptrouten für ausländische Kämpfer, die sich dem IS auf dem Höhepunkt des selbsterklärten Kalifats anschlossen.

Zwar bemüht sich Ankara in den vergangenen Monaten verstärkt darum, den Schmuggel von Kämpfern und Waffen des IS zu unterbinden. In der syrischen Provinz Afrin arbeitet sie aber ganz offen mit Dschihadisten-Gruppen zusammen, die mit dem IS koalieren.

IS-Terror in der Türkei

Kritiker und Oppositionelle bemängeln weiterhin einen unvorsichtigen Umgang Ankaras mit IS-Terroristen. Sie sehen dadurch die Sicherheit türkischer Staatsbürger in Gefahr. In trauriger Erinnerung bleiben vor allem die blutigen Terror-Anschläge des IS in der Türkei.

2015 sprengten sich mehrere Anhängern des IS in Suruç an der syrischen Grenze in die Luft und töteten dabei 34 junge Menschen. Wenig später, im Oktober 2015 folgte der bislang schwerste Terroranschlag der türkischen Geschichte: Vor dem Hauptbahnhof in Ankara wurden 100 Menschen getötet, ermordet von IS-Selbstmordattentätern.

Zwar befindet sich der IS seit dem Tod des Anführers Abu Bakr al-Bagdadis in der Defensive. Dennoch geht von der Gruppe weiterhin Gefahr aus. Warum die türkische Regierung nun Staatsbürgerschaften an acht IS-Kämpfer vergab, bleibt ihr Geheimnis.

13 April 2021 0 Kommentare
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Archive

„Mafia, komm raus!“ in der Türkei: Spuren führen bis nach Deutschland

von Fremdeninfo 11 April 2021
von Fremdeninfo

„Mafia, komm raus!“ in der Türkei: Spuren führen bis nach Deutschland

Von

dtj-online

Mafia, manchmal auch Palermo genannt, ist ein geselliges Ratespiel. Das Spiel funktioniert am besten, wenn es mehrere Mitspieler und einen Leiter gibt. In der Türkei sind nun vier große Player an den Tisch zurückgekehrt, teilweise direkt aus der Haft. Die Rede ist von Alaattin Çakıcı, Mehmet Ağar, Engin Alan und Korkut Eken. Doch wer ist der Leiter in diesem Spiel?

Mafia gibt es überall. Egal wo sie sind, geht es um Drogen, Schwarzgeld, Prostitution sowie Mord und Totschlag. In mediterranen Regionen dieser Welt ist die Mafia zudem noch „patriotisch“, etwa in Italien oder in der Türkei. Natürlich geht es hierbei um eine selbstdefinierte und höchst fragwürdige Art des Patriotismus. Dazu zählen „Attentate für den Staat“, wie beispielsweise jenes auf Papst Johannes Paul II. Den Mordanschlag auf das Oberhaupt der katholischen Christen verübte Mehmet Ali Ağca am 13. Mai 1981. Drei Kugeln trafen den Papst und verletzten ihn schwer.

Der türkische Rechtsextremist hatte bereits drei Jahre zuvor den Journalisten Abdi Ipekçi ermordet. Seine Verbindungen zur Mafia sind mittlerweile bekannt. 2020 sprach Ağca über den mittlerweile wohl in Ungnade gefallenen und flüchtigen Mafia-Boss Sedat Peker. „Alle Wege haben sie versperrt. Nur dem Möchtegern-Mafiosi voller Botox haben sie den Weg geebnet“, spielte Ağca auf die damaligen politischen Verbindungen Pekers an. Während der Papst-Attentäter Peker ablehnt, ist er ein bekennender Fan von Alaattin Çakıcı.

Çakıcı ein schweres Kaliber

Der 68-Jährige Çakıcı gilt als der wahre Pate in der Türkei. Er wurde 1998 in Frankreich wegen zahlreicher Vergehen verurteilt. 2006 erhielt er wegen Anstiftung zum Mord an seiner Ex-Frau lebenslängliche Haft. Das Strafmaß wurde später auf knapp 19 Jahre reduziert. Devlet Bahçeli, Vorsitzender der ultranationalistischen MHP, hatte bereits 2018 Çakıcıs Freilassung gefordert und diese mit dem Koalitionspartner AKP schließlich durchgesetzt.

Die Folgen dieser politischen Freilassung zeigten sich schnell. Ende vergangenen Jahres machte Çakıcı mit seinem handschriftlichen Drohbrief gegen CHP-Chef Kemal Kılıçdaroğlu auf sich aufmerksam. Seither wächst der Einfluss von Çakıcı mehr und mehr. Zuletzt kam er mit Mehmet Ağar, Engin Alan und Korkut Eken in Bodrum zusammen. Ein Treffen von Schwergewichten der türkischen Unterwelt mit viel Aussagekraft. Warum sie sich getroffen haben, ist nicht bekannt.

Mafia mit besten Beziehungen zur Regierung

Dass Bahçeli und Çakıcı im Geiste verbrüdert sind, ist mittlerweile ein offenes Geheimnis. Doch auch andere Mitglieder der türkischen Regierung unterhalten mit Schwergewichten dieses Tisches in Bodrum beste Beziehungen. Yavuz Selim Kıran etwa, seines Zeichens stellvertretender Außenminister der Türkei.

Mehmet Ağar hatte Kıran gerade besucht, als Sedat Peker in Nordmazedonien von der örtlichen Polizei festgenommen wurde. Peker sollte in die Türkei abgeschoben werden. Seine Bemühungen, sich in das Drogengeschäft in Nordmazedonien einzuschleusen, wurden enttarnt. Doch Peker durfte auf eigenen Wunsch in den Kosovo ausreisen.

Kenner der Szene glauben, dass dieser Vorgang mit dem Besuch von Ağar bei Kıran zu tun hat. Die „Botox-Mafia“ habe diese sehr spezifische Botschaft verstanden, die laute: „Du hast keinen Platz mehr an unserem Tisch der Wölfe“. Diese Atmosphäre der Rehabilitation der türkischen Mafia wird im Guardian als ein starkes Signal für den Rückfall der Türkei in die Verhältnisse der 80er Jahre gewertet. Praktiken in der Türkei, die speziell im Zuge des Ausnahmezustands nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 zutage getreten sind, hatten bereits mehrfach diesen Anschein erweckt.

Die Unsichtbaren: Entführungen, Folter, Vergewaltigung

Die 80er Jahre der Türkei sind dunkel und blutig, gekennzeichnet durch Gewalt zwischen türkischen Rechtsextremisten und linken Gruppen aus dem kurdischen Spektrum. Damals hat sich der türkische Geheimdienst mit der Mafia zusammengetan, um politische Attentate durchzuführen. Dieser unheilige Bund wurde aufgedeckt, als ein Autounfall in Susurluk zum Tode eines Abgeordneten, des stellvertretenden Polizeichefs von Istanbul sowie dem Anführer der Grauen Wölfe führte.

Entführung und Folter von linken sowie pro-kurdischen Aktivist:innen gehörte ebenfalls zur gängigen Praxis. Die weißen „Toros-Vans“ wurden zum Sinnbild der Entführungen von Oppositionellen. Diese Praxis scheint derzeit eine Wiedergeburt zu erleben. Noch im Januar tauchte der tagelang vermisste Gökhan Güneş auf und gab an, entführt und gefoltert worden zu sein. Seine Peiniger hätten sich als „die Unsichtbaren“ zu erkennen gegeben. Doch wer steckt hinter diesem Schleier?

Mafia, Staat oder Mafia-Staat?

Unter den Gesichtspunkten, dass sich die türkische Mafia bereits in der Vergangenheit dazu berufen gefühlt hat, die „Drecksarbeit“ für skrupellose Regierungen zu übernehmen, liegt der Verdacht an einer Beteiligung besagter Mafiosi an den aktuellen Entführungen nahe. Doch angesichts der personellen Verstrickungen zwischen Regierungsmitgliedern und namhaften Mafia-Anführern richtet sich der Blick auch in Richtung türkischer Regierung.

Der Einfluss von Devlet Bahçeli scheint sich immer mehr bemerkbar zu machen. Die Folgen sind gravierend. Während die türkische Opposition ohnehin unter Druck steht, wie auch das jüngste Hafturteil gegen den HDP-Abgeordneten Ömer Faruk Gergerlioğlu vor Augen führt, wird die Drohkulisse durch Aktionen wie dem Drohbrief von Alaattin Çakıcı nur noch weiter ausgebaut. Gemessen an ihren Taten in der Vergangenheit und ihrer politischen sowie strukturellen Vernetzung ist die Bedrohung durchaus real. Çakıcı ist nicht nur für Mitglieder der Regierung, sondern auch für hochrangige Personen aus den Sicherheitskreisen eine echte Größe.

Junge Möchtegern-Mafia nach dem Vorbild der Großen

So genießen derzeit Personen wie Çakıcı einen Legendenstatus. Das sieht man am besten bei einem Blick auf die Social Media-Kanäle ihrer Neffen und jüngeren Verwandten. Sie sehen aus, als wären sie aus der türkische Kultserie „Tal der Wölfe“ entsprungen. Sie posieren auf Instagram in teuren Sportwagen, haben ihre ganz eigenen Handlanger und führen sich auf wie die Könige dieser Welt.

Neben Fotos und Videos über ihr protziges Leben in Prunk und Glamour tauchen immer wieder Fotos mit türkischen Ministern wie etwa Mevlüt Çavuşoğlu (Außenminister), Hulusi Akar (Ex-Generalstabschef und heutiger Verteidigungsminister) sowie Hakan Fidan (Geheimdienstchef) auf. Und dann gibt es diese Querverweise und Verlinkungen. Fotos mit den großen Legenden der Mafia, etwa Alaattin Çakıcı oder Mehmet Ağar. Bei einem näheren Blick auf diese Vernetzungen reichen diese fragwürdigen Verbindungen bis nach Deutschland, zu deutschen Unternehmern und auch Politikern.

 

 
11 April 2021 0 Kommentare
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Die Kommissionspräsidentin musste entfernt Platz nehmen

von Fremdeninfo 8 April 2021
von Fremdeninfo

 

Beim Spitzentreffen in Ankara saß der EU-Ratspräsident gleich neben Erdogan. Die Kommissionspräsidentin musste entfernt Platz nehmen. Ankara schiebt die Verantwortung von sich.

© dpa „Die Präsidentin war ganz klar überrascht“: Beim EU-Türkei-Treffen in Ankara wurde EU-Kommissionschefin von der Leyen nicht auf Augenhöhe mit Präsident Erdogan und EU-Ratspräsident Michel platziert.

Wenn sich Staats- und Regierungschefs verabreden, ist eigentlich alles geplant. Ablauf, Themen, Sitzordnung. Trotzdem verschlug es EU-Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen die Sprache, als sie das Arbeitszimmer des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan betrat.

Beim obligatorischen Foto standen Erdogan, von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel noch gemeinsam in der Mitte des Raums. Danach nahmen die Herren mittig auf zwei großen Stühlen Platz.

Für die Kommissionspräsidentin blieb kein Sitz übrig. „Ääähm…“, sagte sie nur, wie die laufenden Kameras den Vorgang dokumentierten. Anschließend bekam sie einen Platz auf einem Sofa in einiger Entfernung der beiden zugewiesen. Dort saß sie dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu gegenüber, der ebenfalls an dem Gespräch teilnahm.

Dieser hat sich nun konkret zu dem Vorfall geäußert. Die Türkei habe nicht zum ersten Mal hochrangige Gäste eingeladen. „Die Forderungen der EU-Seite wurden erfüllt“, erklärte Cavusoglu am Tag nach dem „Sofa-Gate“. „Dies bedeutet, dass die Sitzordnung nach ihren Vorschlägen getroffen wurde. Unsere Protokolleinheiten kamen zuvor zusammen, und ihre Anforderungen wurden berücksichtigt.“

Bei dem Treffen mit Erdogan hatten die EU-Spitzen am Dienstag über einen möglichen Ausbau der Beziehungen der EU zur Türkei diskutiert. Hintergrund sind Beschlüsse des EU-Gipfels vor eineinhalb Wochen. Dabei hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs darauf verständigt, die Beziehungen zur Türkei schrittweise wieder auszubauen. Mit dem Beschluss will die EU die Eskalation weiterer Konflikte abwenden.

Die Bedeutung des Protokolls

Was von dem Treffen der EU und der Türkei übrig blieb, war aber vor allem das „Sofa-Gate“. Auf der Kurznachrichtenplattform Twitter war die Haltung dazu schnell gefunden. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir kommentierte: „Solche Zeichen setzen autoritäre Unterdrücker & Machos wie #Putin, #Erdogan & Co bewusst. (…) Kann man sich gefallen lassen, muss man nicht. Respekt bekommt man so jedenfalls nicht bei den Herren!“

Auch in türkischen Medien hat der Sitzstreit eine Debatte entfacht. Als „Koltuk Krizi“, also als „Sitzkrise“, bezeichnete die nationalistische Zeitung Sözcü den Skandal. „Von der Leyen musste in Ankara stehen bleiben“, konstatierte der Fernsehsender T24. „Das türkische Präsidialamt verweigert einer weiblichen EU-Vertreterin einen angemessenen Sitz“, formuliert eine andere Zeitung. Auch in Europa sorgte der Vorgang für Aufregung. „Das ,Sofa-Gate‘ von Ankara wird in Erinnerung bleiben“, schreibt die italienische Zeitung „La Stampa“.

Von der Leyens Sprecher betonte nach dem Treffen, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen sollten. Dafür werde man nun Vorkehrungen treffen. In der Kommission wurde zudem darauf verwiesen, dass von der Leyen das Treffen mit Erdogan genutzt habe, um mit ihm eine lange und sehr offene Diskussion über Frauenrechte und den Rückzug der Türkei aus der Istanbul-Konvention, die dem Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt dient, zu führen.

EU-Ratspräsident Michel erklärte einen Tag nach dem Treffen, dass eine enge Auslegung von protokollarischen Regeln durch die Türkei zu der unterschiedlichen Behandlung geführt habe, betonte aber, dass er die Situation ebenfalls als bedauerlich empfunden habe. Er und Ursula von der Leyen hätten vor Ort entschieden, die Sache nicht durch einen öffentlichen Eklat noch schlimmer zu machen, schrieb Michel auf Facebook. Stattdessen habe man die Substanz der politischen Diskussion in den Vordergrund gestellt.

EU-Ratspräsident steht im Protokoll über EU-Kommissionspräsidentin

Mit dem Verweis auf die protokollarischen Regeln erinnerte Michel daran, dass die EU-Kommissionspräsidentin in der gängigen protokollarischen Rangliste unter dem EU-Ratspräsidenten steht. Dies führe zum Beispiel auch dazu, dass Michel bei gemeinsamen Pressekonferenzen in der Regel zuerst das Wort bekommt.

In der Tat spielt das diplomatische Protokoll bei Spitzentreffen oft eine herausragende Rolle. Per Definition besteht es aus Vorschriften, die den Ablauf, aber auch die Kleiderordnung oder Sitzordnung streng beschreiben. So sollen Streitigkeiten vermieden und soll eine angenehme Atmosphäre für politische Verhandlungen geschaffen werden – eigentlich.

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer wird dazu vorher genau informiert, wie alles abläuft. Wer trifft wen wann und wo, wessen Hände werden wann geschüttelt. Bei Gruppenfotos sind häufig Pfeile oder kleine Namensschilder für die Kameras unsichtbar am Boden angebracht, damit jede und jeder ihren Platz kennt. Zufälle? Darf es nicht geben.

Jedes Ministerium unterhält zu diesem Zweck in der Regel eigene Protokollabteilungen – so auch das türkische Präsidialamt. Gerade in der Türkei spielt das Protokoll eine herausragende Rolle. Das hat auch mit den Traditionen des Osmanischen Reichs zu tun, wo ebenfalls viel Wert auf Etikette und Rangordnung gelegt wurde.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Protokoll, beziehungsweise dessen Nichteinhaltung, für Irritationen sorgt. Beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei Wladimir Putin im Jahr 2007 tauchte plötzlich Putins Hund auf – obwohl bekannt war, dass Merkel „eine gewisse Angst“ vor den Vierbeinern habe.

Auch die Türkei selbst bekam zu spüren, wenn das Protokoll als Machtdemonstration instrumentalisiert wird. Als Israel gegen eine türkische TV-Serie protestierte, bestellte die Regierung den türkischen Botschafter ins israelische Außenministerium. Dort ließ man ihn erst lange warten und setzte ihn dann auf ein niedrigeres Sofa.

Auf Hebräisch soll der anwesende Vizeaußenminister die israelischen Journalisten aufgefordert haben, den Unterschied in der Sitzhöhe auch recht deutlich abzubilden. Das bei solchen Treffen übliche türkische Fähnchen hatte er kurz vor dem Gespräch vom Tisch entfernen lassen, nur eine israelische Flagge blieb.

Warum bleibt Charles Michel sitzen?

Jetzt hat es die deutsche EU-Kommissionspräsidentin getroffen. Der Vorgang wirft tatsächlich einerseits ein Schlaglicht darauf, wie Erdogan sich selbst inszeniert. Eine Frau hat nichts zu sagen, solange Männer in der Runde sind – dieser Eindruck bleibt hängen.

Wirklich vollendet wurde das „Sofa-Gate“ allerdings nicht durch Erdogans Nichteingreifen, sondern durch Charles Michel. Er erhöhte sein Tempo, als er bei Betreten des Raumes seinerseits die Sitzordnung bemerkt hatte. In dem Zusammenhang stellen immer mehr Diplomaten und Beobachter eine weitere Frage: Wieso blieb Charles Michel sitzen, nachdem er die Fassungslosigkeit seiner Kollegin mit eigenen Augen gesehen hatte?

Erdogan selbst kommentierte den Vorgang nicht mehr. Wie er mit Frauen umgeht, dürfte spätestens nach seinem unilateralen Austritt aus der Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen klar sein.

Klar ist aber auch: Einige Frauen hofiert Erdogan ganz besonders. Als Bundeskanzlerin Merkel im Februar 2017 in demselben Arbeitszimmer des türkischen Präsidenten Platz nahm, saß sie gleich neben ihm auf dem Stuhl, auf dem nun Ratspräsident Michel Platz nahm. Und 2020, bei Merkels jüngstem Besuch in der Türkei, wurde ihr sogar ein vergoldeter Sitz zur Verfügung gestellt.

Mehr: Die Beziehungen zwischen Brüssel und Ankara stecken in einer schweren Krise.

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Religion

Rückblick: Ein Jahr Ditib-Imame „made in Germany“

von Fremdeninfo 8 April 2021
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Rückblick: Ein Jahr Ditib-Imame „made in Germany“

Von

dtj-online Dpa

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Vor gut einem Jahr fiel der Startschuss. Nach viel Kritik bildet Ditib, die mitgliederstärkste Organisation der Muslime in Deutschland, erste Imame in und für Deutschland aus. Wie fällt die Zwischenbilanz aus?

Der Startschuss für die Ditib-Imame „made in Germany“ fand viel Beachtung. Dann wurde es still. Nach gut einem Jahr zieht die Akademieleiterin eine Zwischenbilanz: Es gebe viel Interesse und positive Resonanz aus den Moscheegemeinden, der muslimischen Community und allgemein aus der deutschen Öffentlichkeit, schildert Seyda Can. „Die Teilnehmer haben sehr viele Schritte nach vorne gemacht“, berichtet der Ausbildungsreferent für die Imam-Ausbildung, Eyüp Kalyon.

Nach Vorwürfen gegen die Ditib, als verlängerter Arm des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu agieren und nach Forderungen aus Bund und NRW, sich von Ankara zu lösen, hatte der Verband Reformen zugesagt. Der neue Ausbildungsgang begann Anfang 2020 im Eifel-Ort Dahlem – und weckte hohe Erwartungen. Der Bundesvorsitzende Kazım Türkmen sprach von einem „Neuanfang“, einer „historischen Entwicklung nicht nur für Ditib, sondern auch für Deutschland“. Innenstaatssekretär Markus Kerber sagte damals, die Ditib stehe vor einer Weichenstellung: „Will sie eine in Deutschland verortete Religionsgemeinschaft sein oder versteht sie sich als eine Auslandsorganisation der türkischen Religionsbehörde (Diyanet; Anm. d. Red.)?“

Imame mit Abi

Wie ist nun der Stand? Die teilnehmenden zwölf Männer und 14 Frauen aus fast allen Bundesländern sind Kalyon zufolge in Deutschland geboren und sozialisiert, haben ein deutsches Abitur und einen deutschen Pass in der Tasche. Das Bachelorstudium zur islamischen Theologie machten die meisten dann in der Türkei. „Leider haben wir pandemiebedingt vieles aus dem Lehrplan nicht umsetzen können“, bedauert Kalyon. Die Umstellung auf Online laufe gut. Der Beziehungsaufbau zur Jugend, zu Senioren, Frauen- und Familienverbänden gelinge auch unter erschwerten Bedingungen.

„Wir bilden islamische Theologen aus, es ist kein Quereinstieg für Sozialarbeiter“, beschreibt Can. „Der Startpunkt unserer Ausbildung ist der Alltag in den Gemeinden in Deutschland. Wir haben die religiösen Bedürfnisse, die religiöse Beratung und Begleitung im Fokus.“ Es gibt fast 900 Ditib-Moscheegemeinden und rund 1100 Religionsbeauftragte, darunter sind etwa 110 deutschsprachig, hieß es 2020. Die Religionsbehörde Diyanet in Ankara entsendet und bezahlt die Ditib-Imame. Von den bundesweit geschätzten 2500 Imamen insgesamt werden 90 Prozent im Ausland ausgebildet.

Lehrplan nicht von Diyanet

Wie sieht der Lehrplan aus? „Das ist wirklich ein Deutschland-Programm“, betont Can. „Es ist nicht von der Diyanet zusammengestellt.“ Also ganz in Ditib-Eigenregie entwickelt. Es gebe nicht „das eine Lehrbuch“, sondern unterschiedliches Material, meist deutschsprachig. Als externe Experten referieren Islamwissenschaftler mehrerer Unis. Referentenlisten und Ausbildungsordnung würden bald veröffentlicht. Die Ditib bezahlt die Ausbildung, spreche mit dem Bundesinnenministerium derzeit über eine Unterstützung.

Kalyon unterstreicht: „Ein Imam ist auch mit Menschen in Krisenlagen in Kontakt. Er wird damit konfrontiert, wenn Extremisten in die Moscheen kommen und versuchen, Jugendliche zu ködern.“ Kalyon war selbst Imam an der Essener Zentralmoschee. „In unseren Moschee-Gemeinden sind aber keine Radikalisierungstendenzen zu sehen.“ Und: „Ich habe ein Problem damit, wenn unsere Ausbildung nur als Präventionsprogramm gegen Radikalisierung deklariert würde. Das wird der Sache nicht gerecht.“ Ein Imam sei auch Ansprechpartner bei antimuslimischem Rassismus, ergänzt Can. Die neu ausgebildeten Imame werden wohl ebenfalls von der Diyanet bezahlt. Eine andere Lösung sei derzeit nicht in Sicht.

Khorchide: Auch Imame müssen selbstverständlicher Teil Deutschlands werden

Für Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide ist wichtig: „Muslime sind längst Teil Deutschlands geworden, aber auch deren Imame müssen ein selbstverständlicher Teil Deutschlands werden.“ Sie sollten die Lebenswirklichkeit der Muslime hierzulande kennen und auch für Fragen des Zusammenlebens in einer pluralen Gesellschaft sensibilisiert werden. Ziel müsse ein weltoffener Islam sein, der es ermögliche, „sich sowohl als Muslim als auch als Bürger Deutschlands zu identifizieren, ohne in einen Identitätskonflikt zu geraten und sich für ein Entweder-Oder entscheiden zu müssen.“

Bundesweit gibt es Khorchide zufolge acht Unis mit islamischer Theologie als Studienfach. „Das ist eine wichtige Grundlage für die akademische Auseinandersetzung mit dem Islam in Europa. Darauf aufbauend können Imame ausgebildet werden“, meint der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Uni Münster.

Die Ditib-Ausbildung sei ein Schritt in die richtige Richtung, findet Islamwissenschaftler Jörn Thielmann aus Erlangen. „Inwieweit Diyanet direkt hineinregiert, lässt sich nicht sagen.“ Er gibt zu bedenken, dass es „bei solchen Kursgrößen Jahrzehnte bräuchte, bis sich die Versorgung der Ditib-Gemeinden gewandelt hat.“ Demnächst sollen deutschsprachige Imame auch am Islamkolleg in Osnabrück ausgebildet werden, Bund und Land Niedersachsen unterstützen das finanziell. Bedauerlich, dass die Ditib nicht dabei sei, sagt Thielmann. Es passe zur Linie, „sich als eigenständiger, starker und autarker Akteur zu sehen, der nicht mit anderen Organisationen kooperieren muss.“

dpa/dtj

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Aufruf zum Putsch? Ex-Admirale sorgen für großen Wirbel in der Türkei

von Fremdeninfo 8 April 2021
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Aufruf zum Putsch? Ex-Admirale sorgen für großen Wirbel in der Türkei

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dtj-online

–104 pensionierte Admirale haben in der Nacht auf Sonntag ein Statement veröffentlicht. Jetzt wird ihnen vorgeworfen, zum Putsch aufgerufen zu haben. Am Montagmorgen gab es bereits erste Festnahmen.

Türkische Behörden haben am Montagmorgen zehn pensionierte Admirale wegen einer umstrittenen Erklärung zum internationalen Schifffahrtsabkommen von Montreux festgenommen. Das gab die Oberstaatsanwaltschaft von Ankara in einer Pressemitteilung bekannt. Einen Tag zuvor hatten 104 pensionierte Admirale in einer Erklärung eine aktuelle Debatte um das Montreux-Abkommen kritisiert. Die Ex-Militärs, die für ihre laizistische Gesinnung bekannt sind, befürchten außerdem, dass eine religiöse Gruppierung die türkischen Streitkräfte infiltrieren könnte.

Anlass für die Erklärung war neben einem kürzlich in den sozialen Medien kursierendem Foto, auf dem ein Mann zu sehen war, der über seiner Militäruniform ein religiöses Gewand trug, auch eine Aussage des Präsidenten der türkischen Generalversammlung TBMM, Mustafa Şentop. In einem TV-Interview hatte Şentop die Frage, ob der Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan das Montreux-Abkommen widerrufen könne, mit folgenden Worten beantwortet: „Technisch gesehen kann er das.“ Die Ex-Militärs sehen das Abkommen als einen Grundpfeiler für die Souveränität des Landes.

Statement löst politisches Beben aus

Die Erklärung der Admirale sorgte am Sonntag für ein politisches Beben in der Türkei. Schon am frühen Morgen äußerten sich hochrangige Politiker:innen der regierenden AKP kritisch, darunter auch Innenminister Süleyman Soylu. Auf Twitter kritisierte er die Erklärung und die 104 Unterzeichner. Das Statement sei eine große Respektlosigkeit gegenüber der türkischen Bevölkerung.

Auf einer Pressekonferenz kam der Innenminister später noch einmal auf die Erklärung zu sprechen: „Sie sollen unsere Geduld nicht ausreizen.“ Das Land habe noch viel vor und auf diesem Weg würden „solche Augenschleime immer wieder entstehen“, sagte Soylu. Das sei eine alte Krankheit, die immer wieder aufkeime: „Unsere Aufgabe ist es, diese Schleime zu reinigen.“ Einige türkische Militärs solidarisierten sich mit Soylu und retweeteten ihn.

Anspielung auf Putsch?

Auch Mustafa Şentop, der mit seiner Aussage zum Montreux-Abkommen den Stein ins Rollen gebracht hatte, verurteilte die Admirale und warf den Unterzeichnern sogar vor, auf einen Putsch angespielt zu haben.

MHP-Chef will Renten der Admirale streichen

Andere AKP-Politiker sprachen ebenfalls von einer Anspielung auf einen Putschversuch. Wie ernst die AKP das Thema nimmt, wird anhand der Aussage eines AKP-Sprechers auf „NTV“ deutlich. Man habe eine für Donnerstag geplante Parteisitzung mit Parteichef Recep Tayyip Erdoğan auf den heutigen Montag vorgezogen.

Devlet Bahçeli, Chef der ultranationalistischen Partei MHP, forderte sofortige Konsequenzen. Die Dienstgrade der unterzeichnenden Admirale gehörten aberkannt. Sie hätten mitten in der Nacht ein Statement veröffentlicht, das einem Memorandum ähnele. Zudem sprach er sich dafür aus, die Pensionsgelder, -rechte und -ansprüche der 104 Unterzeichner zu streichen

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Özdemir kritisiert EU-Treffen mit Erdogan als „Selbstverzwergung“

von Fremdeninfo 6 April 2021
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Özdemir kritisiert EU-Treffen mit Erdogan als „Selbstverzwergung“

 
 

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir hat scharfe Kritik an einem Treffen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geübt. Erdogan wolle die Opposition ausschalten, steige aus der Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen aus und bringe Hunderttausende Unschuldige vor Gericht, schrieb der Außenexperte am Dienstag auf Twitter.

Kritisiert die Gespräche mit der Türkei: Cem Özdemir © Bereitgestellt von WELT Kritisiert die Gespräche mit der Türkei: Cem Özdemir

Dass sich die EU-Spitzen nun mit Erdogan träfen, „um Geschenke zu machen“, sei „Brüsseler Selbstverzwergung“ und „Hohn für alle Demokrat*innen der Türkei“. Hintergrund der Reise von Michel und von der Leyen an diesem Dienstag nach Ankara sind Vereinbarungen des EU-Gipfels vor eineinhalb Wochen.

Bei ihm hatten sich die Staats- und Regierungschefs darauf verständigt, die Beziehungen zur Türkei schrittweise wieder auszubauen. So sollen unter anderem die Vorbereitungen für Verhandlungen einer Ausweitung der Zollunion beginnen.

Mit den Beschlüssen soll der Türkei ein Anreiz gegeben werden, konstruktiv nach einer Lösung von Konflikten mit Griechenland und Zypern zu suchen. Bei ihnen geht es unter anderem um bis vor Kurzem erfolgte türkische Erdgaserkundungen in der Nähe von griechischen Inseln und vor Zypern.

„Die türkische Führung muss liefern“

In dem Streit hatte die EU der Türkei im vergangenen Dezember scharfe Sanktionen angedroht. Daraufhin beendete das Land die umstrittenen Erdgaserkundungen und signalisierte Gesprächsbereitschaft.

Der CSU-Politiker und Europaabgeordnete Manfred Weber betonte, eine Ausweitung der Zollunion mit der Türkei stehe aus seiner Sicht noch nicht an. „Die türkische Führung muss zunächst einmal liefern“, kommentierte der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten. Klar sei auch, dass ein EU-Beitritt der Türkei eine Illusion sei.

Von der Leyen und Michel wollten sich am Dienstagmittag mit Erdogan treffen. Vorher war noch ein Gespräch mit Vertretern von Organisationen der Vereinten Nationen und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) geplant gewesen.

Dabei sollte es vor allem um die zukünftige Unterstützung der syrischen Geflüchteten in der Türkei, aber auch um den jüngsten Austritt der Türkei aus dem Abkommen zum Schutz von Frauen gehe

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