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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

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4 Februar 2026 0 Kommentare
Information

Stoltenberg drängt auf Lösung bei NATO-Erweiterungsblockade

von Fremdeninfo 27 Juni 2022
von Fremdeninfo

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Stoltenberg drängt auf Lösung bei NATO-Erweiterungsblockade

Beim geplanten, aber blockierten Beitritt Schwedens und Finnlands zur NATO ringt das Bündnis um eine rasche Entscheidung. Generalsekretär Jens Stoltenberg berief am Rande des Gipfels in Madrid für den morgigen Dienstag ein Treffen zwischen dem türkischen Präsidenten sowie dem finnischen Präsidenten und der schwedischen Ministerpräsidentin ein. Die Türkei widersetzt sich als einziger Staat dem Beitritt der skandinavischen Länder.

Der Zweck dieses Treffens bestehe darin, den Beitritt Finnlands und Schwedens voranzutreiben, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Versprechungen könne er keine machen, aber er arbeite intensiv an Fortschritten. Die Anträge Finnlands und Schwedens auf NATO-Mitgliedschaft seien historisch, stärkten die Sicherheit beider Länder und die Stabilität im gesamten euro-atlantischen Raum.

Finnland und Schweden hatten als Reaktion auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine die NATO-Mitgliedschaft beantragt.

Aber Ankara hält beide Ländern für Unterstützer der PKK und anderer kurdische Gruppen und will zudem alle Waffenexportbeschränkungen in die Türkei aufgehoben sehen.

Eines der von der Türkei angesprochenen Probleme betreffe Schwedens Reaktion auf Auslieferungsersuchen Ankaras, sagte die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson. Diese Angelegenheiten würden von schwedischer Seite schnell und sorgfältig behandelt. Schweden sei kein sicherer Hafen für Terroristen und werde auch keiner werden.

Für Experten ist angesichts der Bedeutung Ankaras für das Bündnis und den Krieg in der Ukraine die Zeit für eine Einigung gekommen.

Die Türkei spiele aufgrund ihrer geografischen Lage, aber auch aufgrund ihrer politischen Ausrichtung eine enorm wichtige Rolle im russischen Krieg in der Ukraine, sagt Fabrice Pothier von Rasmussen Global. So habe Ankara etwa das Recht, den Zugang zum Schwarzen Meer einzuschränken. Außerdem liefere das Land wichtige Waffen in die Ukraine, mit der sich die Ukrainer auf dem Schlachtfeld durchsetzen könnten.

Im Vorfeld erklärte die Türkei, das Madrider Treffen mit den nordischen Staats- und Regierungschefs bedeute nicht von vorneherein, dass sie ihre Position ändern werde.

27 Juni 2022 0 Kommentare
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Information

Iraner planten offenbar Anschläge in Istanbul

von Fremdeninfo 25 Juni 2022
von Fremdeninfo

Iraner planten offenbar Anschläge in Istanbul

Von

dtj-online

–

24.06.2022

 
 
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, Türkei, Istanbul: Der Vollmond geht hinter dem Istanbuler Galata-Turm auf. Foto: Emrah Gürel/AP/dpa

Nach einer Warnung Israels vor Terrorangriffen auf seine Bürger in der Türkei haben die dortigen Behörden fünf Iraner in Istanbul festgenommen.

Der israelische Außenminister Yair Lapid dankte der Türkei nach einem Treffen mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Çavuşoğlu in Ankara für das Vorgehen und die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen. Hinter den Anschlagsplänen steckte der Iran, sagte Lapid und berief sich dabei auf Geheimdiensterkenntnisse.

Einsatzkräfte durchsuchten am Mittwoch Wohnungen und Hotels in Istanbul und beschlagnahmten dabei digitales Material sowie zwei Pistolen mit Schalldämpfern, wie Habertürk berichtete. Der Geheimdienst habe die Verdächtigen den Berichten zufolge seit Langem beobachtet.

Bürger aufgefordert, Istanbul zu verlassen

Den Verdächtigen wird jetzt vorgeworfen, Anschläge auf Israelis geplant zu haben, meldeten die Nachrichtenagentur DHA und der Sender Habertürk am Donnerstag.

Israel hatte vergangene Woche vor Terrorangriffen auf seine Bürger in Istanbul durch iranische Agenten gewarnt. Die Behörden forderten israelische Touristen auf, die Metropole nach Möglichkeit umgehend zu verlassen. Çavuşoğlu sagte, man werde solche Terrorangriffe „unter keinen Umständen“ zulassen.

Annäherung mit der Erdoğan-Regierung

Der Besuch Lapids ist ein weiterer Schritt der Annäherung zwischen beiden Ländern. Im Mai war mit dem Besuch von Izchak Herzog das erste Mal seit zehn Jahren wieder ein israelischer Präsident in die Türkei gereist. Çavuşoğlu betonte, man habe die diplomatischen Bemühungen intensiviert und begonnen, über eine mögliche Entsendung von Botschaftern zu sprechen.

Zwischen den einst engen Bündnispartnern Türkei und Israel war es 2010 zum Zerwürfnis gekommen, nachdem bei der Erstürmung eines Gaza-Solidaritätsschiffs durch die israelische Marine zehn türkische Staatsbürger getötet worden waren. 2016 kam es zu einer ersten Wiederannäherung. Seit der Gaza-Krise 2018 aber, die rund um die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem eskaliert war, haben die beiden Länder keine Botschafter mehr im jeweils anderen Land.

dpa/dtj

25 Juni 2022 0 Kommentare
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Frauen

Paragraph 219a: Bundestag schafft Werbeverbot für Abtreibungen ab

von Fremdeninfo 24 Juni 2022
von Fremdeninfo
 Paragraph 219a: Bundestag schafft Werbeverbot für Abtreibungen ab
 
 
Der Bundestag streicht den Paragraf 219a, der „Werbung“ für Schwangerschaftsabbrüche verbietet. Ärzt:innen mussten deswegen schon vor Gericht.
 
 

Der Bundestag hat am Freitag die Abschaffung des sogenannten Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche beschlossen. Für die Streichung des Strafrechtsparagrafen 219a stimmten die Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen und FDP sowie die Linksfraktion, dagegen votierten Union und AfD. Der Paragraf untersagte Arztpraxen und Kliniken, ausführlich darüber zu informieren, welche unterschiedlichen Methoden es für den Abbruch gibt.

Auf das Ende des Paragrafen hatten sich die Ampelparteien im Koalitionsvertrag geeinigt. „Ärztinnen und Ärzte sollen öffentliche Informationen über Schwangerschaftsabbrüche bereitstellen können, ohne eine Strafverfolgung befürchten zu müssen. Daher streichen wir § 219a StGB“, heißt es darin. SPD, Grüne und FDP bekennen sich außerdem dazu, Schwangerschaftsabbruch zum Teil der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und zum Teil einer „verlässlichen Gesundheitsversorgung zu machen“.

Die Debatte um den Paragrafen – das eigentliche Abtreibungsverbot steht im Schwesterparagrafen 218 des Strafgesetzbuchs – hatte 2017 begonnen, als die Gießener Ärztin Kristina Hänel sich vor Gericht gegen einen Strafbefehl wehrte, weil sie auf ihrer Website darüber informierte, dass sie Abbrüche anbot.

24 Juni 2022 0 Kommentare
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Flüchtlinge

„Weder fair noch zügig“: Alabali-Radovan fordert schnellere Asylverfahren

von Fremdeninfo 24 Juni 2022
von Fremdeninfo

„Weder fair noch zügig“: Alabali-Radovan fordert schnellere Asylverfahren

Von

dtj-online

–

21.06.2022

 
 

 
=„Vor Weltflüchtlingstag – Wandgemälde in Berlin entüllt“
17.06.2022, Berlin: Reem Alabali-Radovan, Staatsministerin und Integrationsbeauftragte, und Katharina Lumpp, Vertreterin des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) in Deutschland, sprechen über das Wandgemälde anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20.06.2022. Foto: Britta Pedersen/dpa

Die Flüchtlingsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan, fordert „schnellere und pragmatischere“ Asylverfahren in Deutschland.

Die Verfahren dürften nicht Monate oder gar Jahre dauern, sagte sie am Weltflüchtlingstag am Montag in Berlin auf einem Symposium zum Flüchtlingsschutz.

„In den vergangenen Jahren waren viele Asylverfahren weder „fair“ noch „zügig“. Ich denke da beispielsweise an die schleppenden Entscheidungen zu Afghanistan. Wenn ich in diesen Tagen mit Geflüchteten und ehrenamtlichen Helfer:innen spreche, dann stoße ich auf Unverständnis, warum Geflüchtete in endlos langen Asylverfahren feststecken“, erklärte Alabali-Radovan.

Funktioniert Dublin noch?

„Deutschland muss die Frage, ob jemand Flüchtling ist oder nicht, früher beantworten, gerade weil wir im EU-Vergleich relativ leistungsfähige Asylstrukturen haben und weil wir wissen, dass das Dublin-System nicht zufriedenstellend funktioniert.“

Nach den sogenannten Dublin-Regeln muss ein Asylbewerber in dem EU-Staat, in dem er zuerst registriert wird, Asyl beantragen. Wer in einem anderen EU-Staat Schutz erhalten hat, soll nicht in einem weiteren Staat der Europäischen Union erneut einen Antrag stellen.

dpa/dtj

 

 

24 Juni 2022 0 Kommentare
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Information

Türkei-Griechenland-Konflikt: Verfeindete Nachbar

von Fremdeninfo 23 Juni 2022
von Fremdeninfo

Türkei-Griechenland-Konflikt: Verfeindete Nachbarn

Von

Stefan Kreitewolf

–

21.06.2022

 
 
 
online.de=“Tuerkei Griechenland
Heikler Grenzpunkt: Zwischen der Türkei und Griechenland eskaliert der Streit um Inseln und Rohstoffe immer wieder. Foto: Shutterstock

Erdgas, Ägäis, Geflüchtete: Das Verhältnis zwischen den beiden NATO-Partnern Türkei und Griechenland ist seit Jahrzehnten angespannt – nicht nur wegen Erdoğans jüngster Aussagen. Was dahinter steckt.

Keine Entspannung in Sicht: Der Konflikt zwischen den beiden NATO-Partnern Türkei und Griechenland eskaliert weiter. Erst am Freitag kündigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan an, sich mit der griechischen Seite erst wieder zu treffen, wenn ein „ehrlicher Politiker“ vor ihm stehe.

Zuvor hatte er bereits erklärt, der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis existiere für ihn nicht mehr. Der setzte sich jüngst deutlich gegen Waffenverkäufe der USA an die Türkei ein, obwohl die Biden-Administration und Ankara bereits die Lieferung moderner F-16-Kampfflieger an die Türkei vereinbart hatten. Und obwohl die Griechen und Türken miteinander vereinbart hatten, keine dritte Partei in ihre Angelegenheiten einzubeziehen.

Politische Brandbomben von beiden Seiten

Konfrontationen sind mittlerweile an der Tagesordnung. Ein Beispiel: Die Türkei provoziert seit Monaten mit Überflügen griechischer Inseln, im Gegenzug kauft Griechenland trotz eines hohen Schuldenbergs neue Kriegsschiffe. Und dass die Türkei in Gebieten, die seerechtlich zu Zypern und Kreta gehören, nach Gas bohren lässt, gießt weiter Öl ins Feuer.

Es ist ein destruktives Duell zweier Staaten, die angesichts der zahlreichen gemeinsamen Herausforderungen eigentlich zusammenarbeiten müssten. Geflüchtete, Tourismus, Europa und die Ägäis-Inseln: Viele Themen treiben die Anrainerstaaten gleichsam um. Doch statt sie gemeinsam zu lösen, fliegen politische Brandbomben von der einen auf die andere Seite und andersherum.

Woher kommt die Feindschaft der Nachbarn?

Aber wie kann es sein, dass zwei Völker, die sich so ähneln, dennoch so tief verfeindet sind? Der Ursprung des Streits zwischen Griechen und Türken liegt Jahrhunderte zurück. Das heutige Griechenland war 400 Jahre Teil des Osmanischen Reiches. Diese Zeit empfinden griechische Nationalisten noch immer als unrechtmäßige Besatzung. Besonders dem Verlust des damaligen Konstantinopels und heutigen Istanbuls trauern viele noch nach. Es war damals das religiöse Zentrum der griechischen Orthodoxie.

Deswegen werden der Befreiungskrieg und die Gründung der ersten Hellenistischen Republik im Jahr 1827 bis heute idealisiert. Als 1919 griechische Truppen in das Gebiet der heutigen Türkei einmarschierten, sah Athen seine Zeit gekommen, um das Byzantinische Reich wieder zu errichten. Doch das Heer Kemal Atatürks schlug sie zurück.

Lausanne-Vertrag – eine historische Ungerechtigkeit?

Nach einem Friedensschluss legte der Vertrag von Lausanne 1923 die bis heute bestehenden Grenzen fest. Griechenland durfte fast alle Ägäis-Inseln behalten – einige, wie Lesbos, in Sichtweite der türkischen Küste. Für Erdoğan ist das eine historische Ungerechtigkeit, die es zu beseitigen gilt.

Bereits 2016 sagte er: „Diese Inseln, die in unserer Rufweite liegen, haben wir im Vertrag von Lausanne weggegeben. Uns wurde das als Verhandlungserfolg verkauft. Dabei gehörten die doch uns! Da stehen noch heute unsere Moscheen!“ Nun droht er mit markigen Worten („Ich spaße nicht“) offen mit Krieg.

Zankapfel: Rohstoffe im östlichen Mittelmeer

Aber auch das hat Tradition: Obwohl beide Länder bereits 1952 der NATO beitraten, musste das Bündnis die Kontrahenten bereits mehrfach von einer direkten militärischen Konfrontation abhalten. Zum Beispiel 1996: Damals hatte die Besetzung einer unbewohnten Felsinsel in der Ägäis durch türkische Soldaten zu großen Verwerfungen geführt. Die griechische Armeeführung hatte ihre Truppen bereits in den Gefechtszustand versetzt, konnte aber von NATO-Offiziellen wieder beruhigt werden.

In jüngster Vergangenheit sind es weniger historische Motive, die den Konflikt befeuern. Denn besonders für Athen ist der Streit mit Ankara auch ein wirtschaftlicher. So ist es vielmehr die Aussicht auf reiche Öl- und Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer, die die Gemüter zum Kochen bringt.

Gasstreit: Einigung zwischen Türkei und Griechenland in Sicht?

Für Erdoğan ist die Rohstoff-Frage heikel. Er hat sich bereits weit aus dem Fenster gelehnt und Erkundungsschiffe in das Seegebiet geschickt. Die miserable Wirtschaftslage im Land verdammt ihn zu effektiven Gegenmaßnahmen. Da wäre ein etwaiger Rohstoffreichtum eine wahre Kehrtwende.

Griechenland-Streit als Ablenkungsmanöver?

Hinzu kommt: Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2023 gibt es für den türkischen Präsidenten viele heikle Themen zu lösen. Sei es die Lira-Krise, die steigende Inflation, die sich erholende Opposition in Istanbul oder die bewaffneten Konflikte in den Kurdengebieten in Syrien und im Irak: Erdoğan kann aktuell wenig gewinnen. Da kommt der Streit mit Griechenland als Ablenkungsmanöver wie gerufen.

Indes kursieren immer wieder Videos durchs Netz, in dem ganz normale griechische und türkische Bürger Arm in Arm Volkslieder singen. Der Streit zwischen den Staaten, er wird geführt von Nationalisten und politischen Eliten. Die einfachen Leute wollen Frieden. Endlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23 Juni 2022 0 Kommentare
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Rassismus

Rassistische Sprache in Kinderbüchern? Diese Werke wurden neu aufgelegt

von Fremdeninfo 22 Juni 2022
von Fremdeninfo
 

Rassistische Sprache in Kinderbüchern? Diese Werke wurden neu aufgelegt

Von Nadine Walter ( haz)

 

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Die Debatte um rassistische Begriffe in Kinderbüchern ist nicht neu. Wir haben mit zwei Verlagen darüber gesprochen, warum sie das Wort „Neger“ aus Werken wie Pippi Langstrumpf gestrichen haben – und warum es in einem anderen Kinderbuch weiterhin zu finden ist.

 Hannover. Astrid Lindgren wollte nicht, dass man die Sprache ihrer Bücher änderte. Auch ihre Erben waren zunächst dagegen. 2009 strich der Oetinger-Verlag trotzdem den „Negerkönig“ aus den „Pippi Langstrumpf“-Büchern. Er heißt seitdem Südseekönig.
 Abgesprochen mit den Erben

„Wir haben die Textänderungen in enger Abstimmung mit den Erben Astrid Lindgrens vorgenommen“, sagt eine Sprecherin von Oetinger und berichtet, dass die Autorin bereits 1971 in einem Interview mit der schwedischen Zeitung „Expressen“ gesagt habe, dass Pippis Vater heute wohl Kapitän oder Pirat geworden wäre. Eine Änderung gegen den Willen der Autorin oder ihrer eingesetzten Erben wäre nicht möglich gewesen. Er hätte gegen das Urheberrecht verstoßen.

Es geht um das Wort, das in heutigen Texten eigentlich nur noch als „N-Wort“ auftaucht, um Wörter wie „Zigeuner“ oder Szenen, in denen Frauen als „Weiber“ bezeichnet werden. Und nicht zuletzt geht es darum, wie Verlage mit diesen Wörtern in Kinderbüchern umgehen, die vor langer Zeit geschrieben worden sind. Die Debatte ist nicht neu, Aufschwung bekam sie eben 2009, als der Oetinger-Verlag die Sprache in den „Pippi Langstrumpf“-Büchern anpasste und den Südseekönig erfand.

                                                                                 >Welche Wörter in Kinderbüchern sollten stehen bleiben, welche besser ausgetauscht werden? Für Verlage ist diese Frage oft schwierig zu beantworten.

Welche Wörter in Kinderbüchern sollten stehen bleiben, welche besser ausgetauscht werden? Für Verlage ist diese Frage oft schwierig zu beantworten.

© Quelle: Marijan Murat/dpa

„Kinder rezipieren anders“

„Kinder rezipieren Bücher anders als Erwachsene, die bei der Lektüre von Klassikern den historischen Kontext in der Regel erkennen können“, begründet der Verlag seine Entscheidung heute. Man habe zudem verhindern wollen, dass die Texte und die Intention der Autorin missverstanden würden.

2013 brandete die Debatte um Anpassungen der Sprache in Kinderbüchern noch einmal in Deutschland auf, als der Thienemann-Esslinger-Verlag das „N-Wort“ aus Ottfried Preußlers „Die kleine Hexe“ strich und mit ihm weitere Begriffe ersetzte. Die Gäste einer Faschingsfeier im Wald verwandelten sich von „Eskimofrauen“ zu „Indianerinnen“, von „Türken“ zu „Cowboys“ und von einem „Hottentottenhäuptling“ zum „Seeräuber“.

„Preußler hat Änderungen gewollt“

„Otfried Preußler hat diese Änderungen gewollt und sie auch vor seinem Tod autorisiert“, sagt Verlegerin Bärbel Dorweiler. Man bewege sich als Verlag in dieser Debatte immer zwischen zwei Polen: Zum einen könne man den Autor als Schöpfer ins Zentrum stellen und so wenig wie möglich am Werk verändern – in der Erwartung, dass die Leserschaft sich über die Sprache kundig mache. Bei Kinderbüchern würde dies dann bedeuten, dass den vorlesenden Erwachsenen die Rolle zukomme, das Gelesene für die Kinder einzuordnen und zu erklären, sagt die Verlegerin.

 Im Spannungsfeld

Zum anderen könne man auf die Leserinnen und Leser zentriert argumentieren – da sich die Bedeutung eines Textes erst durch diese aufbaut. „Dann sollte alles angepasst werden, was es dem Leser (in diesem Falle auch dem Vorleser oder dem Kind) schwer macht, sich den Text zu erschließen, auf dass die Rezeption ungebrochen fortgesetzt werden kann“, sagt Dorweiler. „Im Spannungsfeld zwischen Werktreue und Leserorientierung können wir kaum beides gleichzeitig tun.“Beim Thienemann-Esslinger-Verlag entscheidet man daher – in Zusammenarbeit mit den Autoren oder ihren Erben – von Fall zu Fall. In „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende etwa wird das „N-Wort“ weiter verwendet. Als Jim Knopf als Baby in Lummerland ankommt, heißt es: „,Das dürfte vermutlich ein kleiner Neger sein’, bemerkte Herr Ärmel und machte ein sehr gescheites Gesicht.“

size                                                                                     >Jim Knopf ist eine Institution der deutschen Kinderliteratur. Hier stehen die Marionetten Herr Tur Tur (von links), Jim Knopf und Lukas mit der Lokomotive Emmaim Augsburger Puppentheatermuseum.

Jim Knopf ist eine Institution der deutschen Kinderliteratur. Hier stehen die Marionetten Herr Tur Tur (von links), Jim Knopf und Lukas mit der Lokomotive Emmaim Augsburger Puppentheatermuseum.

© Quelle: Stefan Puchner/dpa

„Ende thematisiert in diesem Kinderbuch das Anderssein und die Gefahr, deswegen ausgeschlossen zu werden. In diesem Zusammenhang ist auch die Szene zu sehen“, sagt Dorweiler. Herr Ärmel fungiere in der Geschichte als Prototyp des (Spieß-)Bürgers, des „Untertanen“, der alles richtig machen will – und es doch so falsch macht. Das „N-Wort“ blieb also auch in der Ausgabe zum 55. Jubiläum des Buches im Jahr 2015 stehen. Was Autor Michael Ende dazu gesagt hätte, wird die Welt nie erfahren. Er starb bereits 1995 – lange bevor der Diskurs um Sprache und Rassismus in Kinderbüchern in Deutschland begann.

Im Englischen hat man sich zumindest bei „Pippi Langstrumpf“ die Debatte um das „N-Wort“ von vornherein gespart. Hier machte die Übersetzerin Edna Hurup Pippis Vater schon 1954 zum „cannibal king“, zum König der Kannibalen.

Von Nadine Wolter

 

22 Juni 2022 0 Kommentare
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Information

Überraschend naiv: Mutmaßlicher türkischer Spion gesteht vor Gericht

von Fremdeninfo 22 Juni 2022
von Fremdeninfo

Überraschend naiv: Mutmaßlicher türkischer Spion gesteht vor Gericht

Von

dtj-online

–

22.06.2022

 

 

 

 
Der Angeklagte (l.), ein mutmaßlicher türkischer Spion, im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Als in einem Düsseldorfer Hotel eine Waffe, scharfe Munition und Informationen über vermeintliche PKK- und Gülen-Anhänger gefunden werden, löst die Polizei Großalarm aus. Nun steht der Besitzer der brisanten Fundsachen vor Gericht – und gesteht.

Ali D., ein mutmaßlicher Agent türkischer Geheimdienste, hat am Düsseldorfer Oberlandesgericht ein Geständnis abgelegt. „Ich räume die Vorwürfe der Anklage ein“, sagte der 41-Jährige am Dienstag in Düsseldorf beim Prozessauftakt. Er habe sich türkischen Geheimdiensten als Informant angedient.

Dem Geständnis war eine Absprache mit dem Gericht vorausgegangen, der Senat hatte dem Mann für ein Geständnis eine Bewährungsstrafe zugesagt. Der Angeklagte berichtete, er habe in Ankara ein florierendes Hotel gekauft, sei dann aber von den Verkäufern unter Druck gesetzt worden.

„In der Türkei muss man Macht oder Vitamin B haben“

Immer wieder hätten sie ihm die Polizei auf den Hals gehetzt und ihn gezwungen, das Hotel wieder zu verkaufen. Von einer Betrugsanzeige habe ihm sein Anwalt abgeraten, weil er an „Leute mit Macht“ geraten sei. Dies habe in ihm die Erkenntnis reifen lassen, zum Geheimdienst zu wollen. Prüfen lassen sich seine Aussagen kaum. „In der Türkei muss man Macht oder Vitamin B haben, sonst geht gar nichts.“

Deswegen habe sich D. zwei Geheimdiensten als Informant angedient. Er habe auch Informationen über Anhänger der Gülen-Bewegung gesammelt, diese aber nicht weitergegeben. Er sei auch mal selbst in der Bewegung aktiv gewesen. Zudem habe er sich eine täuschend echt wirkende Schreckschusspistole gekauft.

PKK- und Gülen-Anhänger bespitzelt

„Das gab mir Kraft und Sicherheit, wenn die Pistole in meinem Hosenbund steckte.“ Er habe nie jemanden damit bedroht. „Ich dachte, das wäre legal.“ Die scharfe Munition, die man bei ihm gefunden habe, habe er für das Schießen auf Schießständen benötigt. Es sei schlicht billiger gewesen, die Munition nicht erst am Schießstand zu kaufen.

Türkischer Agent wegen Geheimdienst-Tätigkeit und Waffenbesitz angeklagt

„Nach erster Sichtung kann man das als Geständnis durchaus ansehen“, sagte der Vorsitzende Richter Lars Bachler. Der Angeklagte sitzt bereits seit neun Monaten in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, Anhänger der Gülen-Bewegung und der PKK für türkische Geheimdienste ausgespäht zu haben.

Polizei setzt Großaufgebot in Bewegung

Der Mann war im September 2021 in einem Düsseldorfer Hotel festgenommen worden, nachdem ein Hotelmitarbeiter in seinem Zimmer eine Waffe und scharfe Munition entdeckt hatte.

Die Polizei hatte ein Großaufgebot in Bewegung gesetzt, weil eine akute Gefahrenlage zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte (DTJ-Online berichtete). Die Waffe entpuppte sich später als Schreckschusspistole. Als Höchststrafe drohen D. bis zu fünf Jahre Haft. Ein Urteil wird in Kürze erwartet.

Spionageaktivitäten belasteten bereits in jüngerer Vergangenheit das deutsch-türkische Verhältnis.

dpa/dtj

 

 

 

22 Juni 2022 0 Kommentare
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Jahreshauptversammlung der CHP Cumhuriyet Halk Partisi (Republikanische Volkspartei) im Kulturzentrum FAUS

von Fremdeninfo 21 Juni 2022
von Fremdeninfo

                                                                                                       

                                                                                                                 Ugur Madak

Jahreshauptversammlung der CHP Cumhuriyet Halk Partisi (Republikanische Volkspartei) im Kulturzentrum FAUS

Nach der traditionellen Istiklal-Hymne eröffnete der Vorsitzende der CHP Hannover Nihat Yazici die Versammlung und begrüßte Pressevertreter und die Anwesenden, unter ihnen Günay Capan, der für die CHP Deutschland zuständig ist.

Nihat Yazici: „Corona hat alle Lebensbereiche beeinflusst, so wie auch unsere politische Arbeit. Und doch haben wir trotz der Unterbrechungen intensiv gearbeitet. Unser Ziel ist es, die CHP zur stärksten Partei bei den Wahlen in Deutschland zu machen. Um das zu erreichen, müssen mit allen Nicht-Regierungsorganisationen im Dialog arbeiten. Das Problem der Einigkeit ist für uns sehr wichtig. Die Macht der AKP-MHP in der Türkei hat die Mehrheit von Armut und Hunger befreit, Recht, Gerechtigkeit, Recht und Menschenrechte aber werden nach wie vor mit Füßen getreten. Politik dort schüchtert ein, unterdrückt und drangsaliert. Wir müssen konsequent und dauerhaft für die Zukunft kämpfen. Wenn uns, die CHP jemand wegen unserer politischen Ansichten kritisiert, so ist es unsere Aufgabe, zuzuhören und uns richtig zu organisieren, ist es notwendig, ihn zu begrüßen. Was auch immer wir für die Solidarität in uns selbst umsetzen werden, wir müssen ein gutes Urteil fällen. Wir sollten uns die Sorgen und Probleme aller Menschen anhören und Lösungen erarbeiten und gemeinsam und solidarisch lösen. So können wir unser Ziel erreichen, stärkste Partei zu werden“.

Ugur Madak, Hannover, Leiter der Jugendabteilung: „Ich werde die Parteiarbeit im Sinne und nach den Werten unserer Partei fortsetzen. Für die Jugend in unserer Partei junger Menschen werde ich mich im Dialog intensiv für den weiteren Aufbau unserer Organisation einsetzen. 2002 begann ich, für die CHP politisch tätig zu werden. 2006 habe ich meine Frau kennengelernt und bin 2010 nach Deutschland gekommen. Ich habe aktiv an dem CHP-Hannover-Treffen 2013 teilgenommen, gleichzeitig den Gründern und ihren Lebensleistungen große Bedeutung beigemessen und weiß sehr wohl, dass Erfahrung einen großen Stellenwert für die Zukunft der Gesellschaft einnimmt. Wenn Sie bei Ihrer Wahl für mich stimmen, verspreche ich heute, engagiert für die Ziele der Partei einzutreten.“

Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurde Ugur Madak mit großer Mehrheit zum Vorsitzenden gewählt. Die Wahlen zum Vorsitz fanden in geheimer Abstimmung statt.

Der Vorstand besteht aus:  Vorsitzender  Ugur Madak.

Vorstandsmitglieder:

Serpil Yildiri, Metin Yildirim ,Durkhan Tas, Aysel Yagiz, Seyla Yazici ,Orhan Tas ,Engin Berk, Senol Cin

Ersatzmitglieder

Yedek üyeler

Dudu Üzümcü ,Sadullah Erdogan, Necdet Cevirme, Kaan Cebe ,Okan Ates, Sadi sengin ,Emine Gürses

21 Juni 2022 0 Kommentare
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Frauen

Doch keine lebenslange Haft für Mörder von Pınar Gültekin

von Fremdeninfo 21 Juni 2022
von Fremdeninfo

Doch keine lebenslange Haft für Mörder von Pınar Gültekin

Von

dtj-online

–

21.06.2022

 
 

 
Archivfoto: Frauenvereine protestieren am Provinzgericht in Muğla. Foto: Muğla Kadın Meclisi

Eine Studentin wurde bei lebendigem Leib verbrannt. Der Täter wurde jetzt anstatt lebenslang zu 23 Jahren verurteilt – doch die Strafminderung sorgt für eine erhitzte Debatte.

Der Mord an einer Studentin sorgte 2020 über die Türkei hinaus für Entsetzen. Nach einem langen Verfahren ist nun ein 32-Jähriger zu 23 Jahren Haft unter erschwerten Bedingungen verurteilt worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag berichtete. Frauenrechtlerinnen und Oppositionellen zeigten sich jedoch enttäuscht von dem Urteil.

Die 27-jährige Pınar Gültekin war im Juli 2020 tot im westtürkischen Muğla aufgefunden worden. Wenig später hatte der Mörder, der in einer Beziehungen mit Gültekin gestanden haben soll, die Tat gestanden.

Gericht: Studentin hat provoziert

Die brutale Tötung hatte über die Landesgrenzen hinaus Proteste ausgelöst, weltweit teilten Menschen in sozialen Netzwerken den Namen der ermordeten Frau. Der Mörder soll die damals 27-Jährige getötet, bei lebendigem Leib angezündet und in einem Fass in einen Wald geschafft haben.

Die Entscheidung des Gerichts stieß auf scharfe Kritik, weil „ungerechtfertigte Provokation“ als strafmildernder Grund auf das Urteil angewendet wurde. Aus Sicht vieler wurde dem Opfer damit eine Mitschuld an der Tat gegeben. Die Föderation der Frauenverbände in der Türkei schrieb dazu auf Twitter, die Leute hinter der Entscheidung trügen das „Blut von Frauen“ an ihren Händen. Der Oppositionspolitiker und Jurist Sezgin Tanrıkulu twitterte, mit dem Verfahren sei erneut das Recht „ermordet“ worden.

dpa/dtj        

21 Juni 2022 0 Kommentare
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Religion

Freispruch mit Fragezeichen: Hat Ditib-Funktionär Messerattacke auf sich erfunden?

von Fremdeninfo 20 Juni 2022
von Fremdeninfo

Freispruch mit Fragezeichen: Hat Ditib-Funktionär Messerattacke auf sich erfunden?

Von

dtj-online

–

19.06.2022

 
 

 
Das Amtsgericht Bretten sprach den Angeklagten Savaş Ç. vom Vorwurf frei, sich womöglich selbst verletzt und damit eine Straftat erfunden zu haben (Symbolfoto). Quelle: pixabay

Vor mehr als drei Jahren sorgte ein Fall in Bretten für überregionalen Wirbel in der deutschtürkischen Community. Dann entpuppte sich der auf den ersten Blick klare Sachverhalt als Mogelpackung. Nun endete er mit einem Freispruch für das vermeintliche Opfer, das selbst ins Visier der Justiz geraten war.

Ein Mann wird nachts von zwei Maskierten überfallen, verschleppt und mit einem Messer angegriffen und verletzt. So geschehen am 6. Februar 2019 in Bretten in der Nähe von Karlsruhe. Oder etwa doch nicht? Eine klare Antwort gibt es darauf auch drei Jahre nach dem Vorfall nicht.

Das mutmaßliche Opfer Savaş Ç. gab damals an, von zwei Gülen-Anhängern angegriffen worden zu sein. Ç. war zum Zeitpunkt des Vorfalls Vorstandsmitglied der Brettener Ditib-Moschee, die mutmaßlichen Angreifer sollen damit gedroht haben, „anzügliche Fotos der zur Ditib-Gemeinde gehörenden Frauen ins Netz zu stellen, wenn die Ditib-Mitglieder ihre, die Gülen-„Frauen und Schwestern“, nicht in Ruhe ließen“.

Der Staatsschutz Karlsruhe nahm sich des Falles an und ermittelte wegen einer möglichen religiös-politischen Motivation. Zur Erinnerung: Die Gülen-Bewegung wurde und wird nach wie vor mit dem Putschversuch im Juli 2016 in der Türkei in Verbindung gebracht, insbesondere durch die AKP und Präsident Recep Tayyip Erdoğan. In vielen Ditib-Moscheen wurde Gülen-Anhängern in den Jahren nach 2016 klar gemacht, nicht mehr willkommen zu sein. Vorbeter sollen eine Weile lang gar von der Verbandsspitze der Ditib aufgefordert worden sein, Spitzelarbeit zu leisten, Listen mit Anhängern zu erstellen und diese an Ankara zu übermitteln. Die Ditib ist offiziell unabhängig, gilt allerdings als der deutsche Ableger der türkischen Religionsbehörde Diyanet.

Mutmaßliches Opfer landet am Ende selbst auf der Anklagebank – und schweigt

Der Staatsschutz allerdings konnte nicht nur keine Verdächtigen ermitteln, es kam auch der Verdacht auf, dass Ç. sich die Verletzungen selbst zugefügt hatte oder in Einverständnis hatte zufügen lassen und es somit überhaupt keinen derartigen Vorfall gab. Deswegen stand Ç. jüngst selbst vor Gericht.

Obwohl zwei vom Amtsgericht Bretten beauftragte Sachverständige erklärten, dass die Wunden klassische Merkmale für selbst beigebrachte Schnitte zeigten, weil sie meist oberflächlich seien, parallel verliefen und an Körperstellen seien, die leicht erreichbar und relativ schmerzunempfindlich sind, kam das Gericht zum Schluss, dass nicht zweifelsfrei bewiesen werden könne, dass „der Angeklagte sich selbst verletzt hatte oder ein Dritter dies auf seine Bitte hin tat“. Und weil die Zweifel überwogen, wurde Ç. letztlich freigesprochen.

Die Fragezeichen rund um die Tat und die Hintergründe allerdings bleiben; auch, weil der Angeklagte während der Hauptverhandlung schwieg.

 

20 Juni 2022 0 Kommentare
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