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„Weder fair noch zügig“: Alabali-Radovan fordert schnellere Asylverfahren

von Fremdeninfo 24 Juni 2022
von Fremdeninfo 24 Juni 2022
260

„Weder fair noch zügig“: Alabali-Radovan fordert schnellere Asylverfahren

Von

dtj-online

–

21.06.2022

 
 

 
=„Vor Weltflüchtlingstag – Wandgemälde in Berlin entüllt“
17.06.2022, Berlin: Reem Alabali-Radovan, Staatsministerin und Integrationsbeauftragte, und Katharina Lumpp, Vertreterin des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) in Deutschland, sprechen über das Wandgemälde anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20.06.2022. Foto: Britta Pedersen/dpa

Die Flüchtlingsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan, fordert „schnellere und pragmatischere“ Asylverfahren in Deutschland.

Die Verfahren dürften nicht Monate oder gar Jahre dauern, sagte sie am Weltflüchtlingstag am Montag in Berlin auf einem Symposium zum Flüchtlingsschutz.

„In den vergangenen Jahren waren viele Asylverfahren weder „fair“ noch „zügig“. Ich denke da beispielsweise an die schleppenden Entscheidungen zu Afghanistan. Wenn ich in diesen Tagen mit Geflüchteten und ehrenamtlichen Helfer:innen spreche, dann stoße ich auf Unverständnis, warum Geflüchtete in endlos langen Asylverfahren feststecken“, erklärte Alabali-Radovan.

Funktioniert Dublin noch?

„Deutschland muss die Frage, ob jemand Flüchtling ist oder nicht, früher beantworten, gerade weil wir im EU-Vergleich relativ leistungsfähige Asylstrukturen haben und weil wir wissen, dass das Dublin-System nicht zufriedenstellend funktioniert.“

Nach den sogenannten Dublin-Regeln muss ein Asylbewerber in dem EU-Staat, in dem er zuerst registriert wird, Asyl beantragen. Wer in einem anderen EU-Staat Schutz erhalten hat, soll nicht in einem weiteren Staat der Europäischen Union erneut einen Antrag stellen.

dpa/dtj

 

 

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