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4 Februar 2026 0 Kommentare
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Wegen Umgang mit Sahra Wagenknecht: Linken-Chefin schmeißt hin

von Fremdeninfo 6 August 2023
von Fremdeninfo

Wegen Umgang mit Sahra Wagenknecht: Linken-Chefin schmeißt hin

von: dpa

Berlin – Linken-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali (43) zieht sich wegen des Umgangs ihrer Partei mit Sahra Wagenknecht (54) von ihrem Amt zurück.

 

 

Linken-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali (43) zieht sich von ihrem Amt zurück. Michael Kappeler/dpa © Michael Kappeler/dpa

 

Ich habe mich entschieden, bei der kommenden Vorstandswahl nicht mehr für den Fraktionsvorsitz der Linken im Bundestag zu kandidieren“, heißt es in einer Erklärung Mohamed Alis, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Diese Entscheidung hat politische Gründe.“

Den letzten Ausschlag habe die Distanzierung der Parteispitze von Wagenknecht Anfang Juni gegeben.

Damit zeigt sich der Riss in der Linken immer deutlicher. Mohamed Ali, die die Fraktion seit 2019 gemeinsam mit Dietmar Bartsch (65) führt, gilt als Vertraute von Wagenknecht. Diese hat sich mit der Parteiführung um die Vorsitzenden Janine Wissler (42) und Martin Schirdewan (48) überworfen und erwägt die Gründung einer eigenen Partei.

Eine Entscheidung will Wagenknecht vor Jahresende treffen. Umfragen legen Erfolgschancen einer Wagenknecht-Partei nahe.

Mohamed Ali nennt in ihrer Erklärung mehrere Gründe für den geplanten Rückzug von der Fraktionsspitze, die Anfang September neu gewählt wird. So schreibt die 43-Jährige, es falle ihr zunehmend schwer, den Kurs der Parteiführung in der Öffentlichkeit zu vertreten. Dieser widerspreche an vielen Stellen ihren politischen Überzeugungen.

Sie kritisierte unter anderem, dass kein „grundsätzliches Nein zum falschen Kurs der Ampelregierung“ formuliert werde, so etwa zur Klimapolitik, die die Menschen finanziell

Die Parteiführung wolle enttäuschte Grünen-Wähler gewinnen, meinte sie. Doch könne man so nicht die erreichen, für die linke Politik gemacht werden solle, auch nicht AfD-Wähler, die noch zurückgewinnbar seien.

„Den letzten Ausschlag für meine Entscheidung hat der einstimmige Beschluss des Parteivorstandes vom 10. Juni 2023 gegeben und der Umstand, dass sich die große Mehrheit der Landesvorstände diesen Beschluss zu eigen gemacht hat“, heißt es in der Erklärung.

„Darin wird gesagt, Sahra Wagenknecht habe in der Linken keine Zukunft mehr und solle zusammen mit anderen Abgeordneten ihr Mandat niederlegen. Dies zeigt in bis dahin noch nicht gekannter Deutlichkeit den Wunsch und das Ziel, einen Teil der Mitgliedschaft aus der Partei zu drängen.“

Für die Bundestagsfraktion ist die interne Spaltung ein Risiko. Sie könnte ihren Status und damit finanzielle Mittel und Einfluss verlieren, falls mehr als zwei Abgeordnete in eine Wagenknecht-Partei wechseln und aus der Fraktion ausscheiden würden.

Wie Mohamed Ali sich verhalten würde, ließ sie offen. Sie schrieb nur: „Ich werde mich im Bundestag weiterhin für die Ziele und Überzeugungen einsetzen, die meine politische Arbeit bisher getragen haben.“

6 August 2023 0 Kommentare
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Archive

Inflationsprämie nur für Pensionäre: Warum Rentner jetzt leer ausgehen

von Fremdeninfo 1 August 2023
von Fremdeninfo

Inflationsprämie nur für Pensionäre: Warum Rentner jetzt leer ausgehen

Artikel von Lisa Mayerhofer

 

 
 
 
Älteres Paar geht Hand in Hand durch München © imago images

 

Nicht nur vielen Arbeitnehmern – auch Pensionären winkt nach einem aktuellen Beschluss des Bundeskabinetts eine Inflationsprämie. Warum Rentner leer ausgehen.

Berlin – Wer erwerbstätig ist, kann von seinem Arbeitgeber eine steuerfreie Inflationsprämie erhalten – das hat die Regierung vergangenes Jahr beschlossen. Nach einem aktuellen Beschluss des Bundeskabinetts winkt der 3000-Euro-Bonus außerdem Beamten, Richtern, Soldaten, Kabinettsmitgliedern – und Pensionären.

nflationsprämie für Pensionäre: Was dahinter steckt

Wer aber keine Pension, sondern eine gesetzliche Rente erhält, geht dagegen leer aus. Rentner haben keinen Anspruch auf eine Inflationsprämie, da bei dem Gesetz der Tarifbeschluss im Öffentlichen Dienst auf die Bundesbesoldung und -versorgung übertragen wurde. Dabei hat man die dieses Jahr erzielte Vereinbarung des Tarifabschlusses im öffentlichen Dienst für Bund und Kommunen übernommen, die eine steuerfreie Inflationsprämie in Höhe von 3000 Euro enthält.

In der Bundesbesoldung und -versorgung befinden sich neben Soldaten und Richtern auch pensionierte Beamte. Es handelt sich also um ein völlig anderes Versorgungssystem als das der Rentenkasse. Deshalb haben Pensionäre Anspruch auf die Inflationsprämie und Rentner nicht.

Die Pensionäre müssen sich aber noch etwas gedulden, bis sie den Bonus erhalten: Der entsprechende Entwurf des Gesetzes ist erst am 13. Juli vom Bundeskabinett beschlossen worden. Die weitere Zeitplanung sieht vor, dass im Herbst Bundestag und Bundesrat über das Gesetzesvorhaben beraten werden, berichtet oeffentlicher-dienst-news.de. Eine Verkündung sei wohl für November dieses Jahres geplant.

Sozialverband VdK fordert eine Inflationsprämie für Rentner

Allerdings gab es an dem Beschluss auch Kritik: Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch forderte in diesem Zusammenhang von der Ampel eine außerordentliche Rentenerhöhung von zehn Prozent als Inflationsausgleich noch in diesem Jahr. „Es darf nicht sein, dass Minister, Staatssekretäre und Pensionäre 3000 Euro Inflationsprämie kassieren, aber Rentner real weiter Kaufkraft verlieren“, so Bartsch.

Deutschland brauche ein deutlich höheres Rentenniveau, sagte der Linken-Fraktionschef dem RND. „Dies kann finanziert werden durch eine große Rentenreform hin zu einer ‚Rentenkasse für alle‘ – eine Versicherung, in die alle Erwerbstätigen einzahlen: auch Beamte, Selbstständige und vor allem Abgeordnete und Minister.“

Auch der Sozialverband VdK fordert eine Inflationsprämie für Rentner – so wie es auch für pensionierte Beamte vorgesehen ist. „Wer nur von einer kleinen Rente lebt, hält eine Inflationsprämie für Pensionäre des Bundes für absolut unangemessen“, sagte Verbandspräsidentin Verena Bentele zur Begründung. Für den Verband sei das ein „unsägliches Signal“.

Mit Material von dpa

1 August 2023 0 Kommentare
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Archive

Italien streicht Zehntausenden Haushalten die Sozialhilfe – per SMS

von Fremdeninfo 1 August 2023
von Fremdeninfo

 

Italien streicht Zehntausenden Haushalten die Sozialhilfe – per SMS

Artikel von Matthias Kaufmann / Der Spiegel

Eine Textnachricht vom Amt und ein paar Tage später gibt es keine Sozialhilfe mehr: So ergeht es nun vielen Italienern unter der neuen rechten Regierung von Giorgia Meloni. Unter Kritikern ist von einem »ideologischen Krieg« die Rede.

 

Italien streicht Zehntausenden Haushalten die Sozialhilfe – per SMS © Samantha Zucchi / Insidefoto / IMAGO

 

Hunderttausenden Italienern wird mit dem heutigen Dienstag die Sozialhilfe gestrichen. Die italienische Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte strengere Voraussetzungen für den Bezug des sogenannten Bürgergelds beschlossen, die ab dem 1. August greifen. Medienberichten zufolge sind rund 169.000 Haushalte von der drastischen Kürzung der Sozialhilfe betroffen. Per SMS wurden die Bezieher bereits am vergangenen Freitag darüber informiert.

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Das Bürgergeld erhalten von nun an nur noch Haushalte, in denen Minderjährige, Menschen mit Behinderung oder Senioren über 65 Jahre leben. Beobachtern zufolge könnte das Bürgergeld im Spätsommer für weitere 80.000 Haushalte ausgesetzt werden. Insbesondere der Süden des Landes ist von den neuen Maßnahmen betroffen. Neapel etwa ist die Stadt mit den meisten Beziehern von Bürgergeld.

Gewerkschaften und Aktivistengruppen riefen zu Protesten gegen die Kürzung auf. In einigen Städten im Süden protestierten Menschen vor den Stellen der Sozialbehörde INPS. Am Montag stürmte auf Sizilien ein arbeitsloser Mann laut Medienberichten in der Gemeinde Terrasini in das Büro des Bürgermeisters, vergoss Benzin und drohte, alles in Brand zu setzen. Er konnte gestoppt werden.

Oppositionspolitiker kritisierten den Schritt der Regierung scharf. Ex-Regierungschef Giuseppe Conte, der das Bürgergeld 2019 eingeführt hatte, bezeichnete den Schritt als »ideologischen Krieg«, der auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen werde. Kritiker befürchten eine »soziale Katastrophe«. Für Empörung sorgte, dass die Kürzung per Textnachricht mitgeteilt wurde.

Melonis Rechtsregierung war das Bürgergeld ein Dorn im Auge. Sie will die Zahl der Leistungsempfänger und die Ausgaben für die Unterstützung massiv reduzieren. Die rechten Parteien behaupteten immer wieder, dass das Bürgergeld denjenigen, die arbeiten könnten, keinen Anreiz geboten habe, tatsächlich zu arbeiten.

1 August 2023 0 Kommentare
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Religion

Die islamische Welt kritisiert Schweden und Dänemark scharf, verhängt aber keine Sanktionen

von Fremdeninfo 1 August 2023
von Fremdeninfo

Die islamische Welt kritisiert Schweden und Dänemark scharf, verhängt aber keine Sanktionen

Artikel von Ingrid Meissl Årebo, Stockholm NZZ (   Neuer Zrücher Zeirung Deutschland)

Die wiederholte Verbrennung des Koran in Skandinavien hat in Iran und anderen muslimischen Ländern zu Protesten geführt. Sobhan Farajvan / Imago © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Deutsch

 

Es ist eine lange Liste, welche die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) nach ihrer digitalen Sondersitzung zu den Koranverbrennungen in Skandinavien am Montag veröffentlicht hat. Wie erwartet verurteilen die muslimischen Staaten darin Schweden und Dänemark scharf für alle Akte der Aggression gegen den «heiligen Koran». Sie äussern zudem ihr tiefes Bedauern, dass die dortigen Behörden solche Aktionen immer wieder bewilligen.

Nach Meinung der Aussenminister der 57 Mitgliedsländer verstossen die beiden nordischen Länder damit gegen die Uno-Resolution für Toleranz, Frieden und Sicherheit. Sie fordern daher die Unterstützung der Uno und der EU-Kommission zur Verhinderung weiterer «krimineller Akte unter dem Vorwand der Meinungsäusserungsfreiheit». Der Uno-Generalsekretär wird zudem aufgerufen, einen Sonderberichterstatter zur Bekämpfung der Islamophobie zu ernennen.

Die 35-Punkte-Liste der OIC enthält jedoch keinen Aufruf zu gemeinsamen politischen und wirtschaftlichen Sanktionen gegen Schweden und Dänemark – was dort mit einiger Erleichterung aufgenommen wurde. Die OIC überlässt es stattdessen ihren Mitgliedern, nötige Beschlüsse zu fassen und diplomatische, politische oder wirtschaftliche Massnahmen gegen Schweden und Dänemark zu ergreifen, um die Ablehnung der wiederholten Schändungen und Verbrennungen des Korans kundzutun.

Hardliner setzten sich mit Boykottforderung nicht durch

Dies deutet auf eine Kompromisslösung innerhalb der OIC hin, einem losen Zusammenschluss muslimischer Staaten, unter denen sich gemässigte Mitglieder wie auch Hardliner finden. Am Wochenende hatte Irans Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei der schwedischen Regierung vorgeworfen, hinter den Koranschändungen zu stehen und Kriegsstimmung gegen islamische Länder zu schüren. Auch der Chef der libanesischen Hizbullah-Miliz, Hassan Nasrallah, rief am Samstag dazu auf, all jene zu bestrafen, die den Koran schändeten.

Erst am Montag steckte der irakische Christ Salwan Momika vor dem Parlament in Stockholm einen Koran in Brand. Momika hatte bereits im Juni das Buch vor einer Moschee verbrannt. Die wiederholten islamfeindlichen Aktionen in Schweden und Dänemark haben zu starken Reaktionen und Protesten in mehreren muslimischen Ländern geführt. Vor zwei Wochen stürmten wütende Demonstranten die schwedische Botschaft in Bagdad und setzten das Gebäude in Brand.

Erhöhte Terrorgefahr nach Provokationen

Wenn auch ein kollektiver Boykottaufruf der OIC ausgeblieben ist, so könnte die gemeinsame Erklärung Einzeltäter oder extremistische Organisationen auf den Plan rufen. Nach Einschätzung der schwedischen Sicherheitspolizei (Säpo) ist das Land innert kurzer Zeit von einem «legitimen» zu einem «prioritären Ziel» für Terroranschläge geworden. Laut der Säpo-Chefin Charlotte von Essen droht eine Verschärfung der Sicherheitslage; das Risiko von Terroranschlägen liegt derzeit auf der fünfstufigen Skala bei drei.

Der Regierungschef Ulf Kristersson betonte am Dienstag erneut, dass er sich voll und ganz hinter die Meinungsäusserungsfreiheit stelle: «Wir passen uns nicht den Forderungen anderer Länder an», so Kristersson. Aussenminister Tobias Billström hatte im Vorfeld der Sitzung der OIC mit deren Generalsekretär telefoniert sowie seinen 57 Amtskollegen in einem Brief beteuert, dass Schwedens Regierung «islamophobe Taten aller Art verurteile».

Das Justizministerium will hingegen prüfen, ob eine Anpassung des Ordnungsgesetzes angebracht ist. Nach derzeitiger Regelung ist es allein Sache der Polizei, Gesuche für allgemeine Zusammenkünfte zu bewilligen. Egal, ob deren Absicht friedliche Umweltdemonstrationen oder die Verbrennung des Korans sind, die Polizei muss einzig die Sicherheit am Ort der Demonstration in Betracht ziehen – nicht aber die nationale Sicherheitslage.

Aufgrund der eskalierten Bedrohungslage will die Regierung am Donnerstag eine Verstärkung der inneren Grenzkontrollen beschliessen. Leibesvisitationen, Fahrzeugkontrollen und Kameraüberwachung sollten verhindern helfen, dass Personen mit terroristischen Absichten nach Schweden einreisten, erklärte Kristersson am Dienstagmittag.

Dänemark will Demonstrationsfreiheit einschränken

In Dänemark, wo die Terrorgefahr seit längerem auf Stufe vier liegt, hat die Regierung angekündigt, Koranverbrennungen vor ausländischen Botschaften zu verbieten. Damit sollen «die dänischen Interessen im Ausland sowie die Sicherheit dänischer Bürgerinnen und Bürger» gewährt werden, wie Aussenminister Lars Lökke Rasmussen am Montag sagte. Die Pläne der Mitte-Regierung stossen allerdings auf breite Kritik von links wie rechts.

Dänemark dürfe seine Gesetzgebung nicht ändern, bloss weil despotische Länder ohne Respekt für Menschenrechte Druck ausübten, meinte eine Vertreterin der linken Einheitsliste. Der Chef der Konservativen, Sören Pape Poulsen, bezeichnete Hohn-Aktionen wie die Schändung des Korans auf seiner Facebook-Seite als «respektlos, platt und dumm, aber legal». Die Pläne der Regierung werden im Folketing einen schweren Stand haben.

1 August 2023 0 Kommentare
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Kultur

Sprachen gleichzeitig: „Mit zwei Jahren konnte ich lesen“

von Fremdeninfo 31 Juli 2023
von Fremdeninfo

Sprachen gleichzeitig: „Mit zwei Jahren konnte ich lesen“

Artikel von FOCUS Online
Adela Poteri in der Leibniz Universität Hannover. Die hochbegabte 13-jährige besucht Mathematik-Vorlesungen an der Uni. Julian Stratenschulte/dpa © Julian Stratenschulte/dpa

 

Adela Poteri hat einen IQ von über 146, die 13-Jährige ist hochbegabt. Das Mädchen besucht bereits Mathematikvorlesungen an der Universität. Und sie hat einen großen Traum.

Adela Poteri studiert an der Leibniz Universität Hannover und ist erst 13 Jahre alt. Eigentlich geht die hochbegabte Schülerin aufs Gymnasium, doch an der Uni besucht sie bereits Mathematik-Vorlesungen. Dazu lernt sie in Online-Kursen mit Muttersprachlern elf Sprachen gleichzeitig.

 „Mit zwei Jahren konnte ich lesen“

„Mit zwei Jahren konnte ich schon lesen, mit vier wollte ich Astronautin werden. Ich habe einen IQ-Test gemacht und dabei kam heraus, dass mein Intelligenzquotient über 146 liegt“, erzählt das Mädchen der „Berliner Zeitung“. Ihr Grundschullehrer habe ihre Eltern überredet, den Test machen zu lassen.

„Viele machen den Führerschein, ich nicht“

Ihre Hochbegabung empfindet sie nicht als Belastung. „Solange ich den Leuten nicht sage, dass ich hochbegabt bin, behandeln sie mich wie jedes andere 13-jährige Mädchen. Das ändert sich meistens in dem Moment, in dem ich von meiner Hochbegabung erzähle.“  Dennoch habe sie sich in jeder Klasse zurechtgefunden. Einen Unterschied zwischen ihr und ihren „normalen Klassenkameraden“ gibt es allerdings: „Viele machen jetzt schon den Führerschein und ich natürlich nicht.“

An ihrem Traum, Astronautin zu werden, hält sie fest. „Nach dem Abitur werde ich weiter Physik und Mathe studieren und dann möchte ich den Flugschein machen, denn das erhöht meine Chancen, Astronautin zu werden.“

31 Juli 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Berlin: Senatorin Cansel Kiziltepe stellt Verteilmechanismus für Geflüchtete infrage

von Fremdeninfo 31 Juli 2023
von Fremdeninfo

Berlin: Senatorin Cansel Kiziltepe stellt Verteilmechanismus für Geflüchtete infrage

Artikel von Jens Witte (Der Spiegel

In Deutschland legt der Königsteiner Schlüssel fest, wie viele Asylbewerber ein Bundesland aufnehmen muss. Berlins zuständige Senatorin sieht Stadtstaaten dabei benachteiligt – und fordert Änderungen.

Berlin: Senatorin Cansel Kiziltepe stellt Verteilmechanismus für Geflüchtete infrage © Hannes P Albert / dpa

 

Angesichts gestiegener Zahlen bei Geflüchteten spricht sich Berlins Integrationssenatorin Cansel Kiziltepe für Änderungen beim Verteilungsmechanismus in Deutschland aus. »Wir brauchen eine Reform des Königsteiner Schlüssels, wir brauchen eine Sonderregel für Stadtstaaten wie Berlin«, sagte die SPD-Politikerin der Nachrichtenagentur dpa.

Zur Begründung verwies sie darauf, dass dicht besiedelte Stadtstaaten wie Berlin naturgemäß nur begrenzt Flächen für neue Flüchtlingsunterkünfte zur Verfügung hätten. Daher sei die aktuelle Regelung zur Verteilung der Menschen auf die Länder unter anderem auf Basis von deren Einwohnerzahl nicht mehr zeitgemäß. Sie sei dazu bereits im Gespräch mit Hamburg und Bremen, so Kiziltepe.

 In Deutschland legt der Königsteiner Schlüssel fest, wie viele Asylbewerber ein Bundesland aufnehmen muss. Berechnet wird dies auf Basis der Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahl. Auf Berlin entfallen laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 5,2 Prozent.

Hinzu kämen nach wie vor viele Ukrainerinnen und Ukrainer, die vor dem russischen Angriffskrieg flüchteten, so Kiziltepe. Viele kämen privat unter. »Und natürlich zieht es diese Menschen oft nach Berlin, weil wir hier eine hohe Willkommenskultur haben und auch bei unseren Integrationsleistungen bundesweit Vorreiter sind«, sagte Kiziltepe.

Laut Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) nahm Berlin im ersten Halbjahr etwa 16.000 Geflüchtete auf. Es handelt sich um 7473 Asylbewerber – ein Plus von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – sowie um 8502 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die einen anderen Aufenthaltsstatus haben.

Kiziltepe geht auf Basis von Prognosen davon aus, dass bis Jahresende weitere 10.000 bis 12.000 Geflüchtete nach Berlin kommen und zu deren Unterbringung auch zeltähnliche Hallen als Provisorien herangezogen werden könnten. Dies sei eine »Notvariante, die wir als zeitlich begrenzte Lösung sehen«.

31 Juli 2023 0 Kommentare
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Archive

Auch ohne Pass: „Stille Gruppe“ verschafft sich immer mehr Gehör

von Fremdeninfo 30 Juli 2023
von Fremdeninfo

 

Auch ohne Pass: „Stille Gruppe“ verschafft sich immer mehr Gehör

 

Eine Person füllt einen Einbürgerungstest aus. Foto: Uli Deck/dpa

 

Lange Zeit galten Menschen mit Migrationsgeschichte als eine stille, wenig engagierte Gruppe in der Gesellschaft. Doch dank eines zunehmenden Wandels eröffneten sich neue Perspektiven, so ein Experte. Dies stelle einen Gewinn für die Demokratie dar.

Die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe sollte grundsätzlich allen Menschen offenstehen. Dies kann durch ehrenamtliches, bürgerschaftliches Engagement, etwa durch die Mitgliedschaft in Vereinen verwirklicht werden. Auch politische Beteiligung, sei es durch Unterzeichnung von Petitionen, Teilnahme an Demonstrationen oder die Mitgliedschaft in einer Partei, ist ein wichtiger Teil davon. Allerdings gestaltet sich die praktische Umsetzung der Teilhabe als komplexer und anspruchsvoller, besonders für Menschen mit Migrationsgeschichte.

Doch „die einst so stille Gruppe der Menschen mit Migrationsgeschichte erschließt sich immer mehr Räume der Teilhabe. Für die Demokratie ist das eine gute Nachricht“, betont Dr. Ferdinand Mirbach von der Robert Bosch Stiftung. Laut dem Senior Expert im Bereich Einwanderungsgesellschaft mit Fokus auf Integration und Diversität gelten sie häufig als „stille Gruppe“ in Partizipationsprozessen, in denen ihre Stimmen kaum gehört werde und sie unzureichend repräsentiert seien. Die Gründe hierfür seien vielfältig und es komme darauf an, dass Teilhabe ermöglicht, gewollt und angestrebt wird.

Herausforderungen der Teilhabe: Deutscher Pass als große Hürde

Eine bedeutende Herausforderung in Deutschland stellt die Anknüpfung der formellen politischen Beteiligung an die deutsche Staatsangehörigkeit dar: Bekanntlich dürfen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit nicht am Wahlprozess teilnehmen. Laut Mirbach waren im Jahr 2022 etwa 11,6 Millionen Menschen davon betroffen. Während EU-Staatsangehörige über ein kommunales Wahlrecht verfügen, sind laut Mirbach annähernd acht Millionen sogenannte Drittstaatenangehörige von der formalen politischen Teilhabe an ihrem Wohnort ausgeschlossen. Es wird daher diskutiert, ein kommunales Wahlrecht für Drittstaatenangehörige einzuführen oder den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit zu erleichtern.

Neben den formalen Hürden stehen auch individuelle Voraussetzungen und Ressourcen im Fokus. Teilhabe erfordert Zeit und möglicherweise finanzielle Mittel, insbesondere wenn es um politische Aktivitäten geht. Kenntnisse über politische Prozesse und demokratische Kompetenzen sind ebenso von immenser Bedeutung. Für Menschen mit Migrationsbiografie, insbesondere für diejenigen mit einer kurzen Aufenthaltsdauer, stellt die Sprachkompetenz eine zusätzliche Barriere dar, die ihre soziale und gesellschaftliche Beteiligung erheblich einschränkt. Diese Ressourcen und Fähigkeiten müssen möglicherweise aufwendig erworben werden. Hier ist laut Mirbach der Staat gefragt, unterstützende Maßnahmen wie Integrationsangebote, Demokratieschulungen und die Förderung des Ehrenamts bereitzustellen.

Auch der persönliche Wille zur Teilhabe spielt eine entscheidende Rolle. Obwohl einige Menschen alle Voraussetzungen erfüllen und die nötigen Ressourcen besitzen, nehmen sie dennoch nicht aktiv an politischen Prozessen teil. Dies könnte daran liegen, dass sie nicht glauben, dass die Politik in Deutschland auch für sie von Bedeutung ist. Zweifel an der eigenen Wirksamkeit und die Frage, ob ihr Engagement tatsächlich einen Unterschied machen kann, könnten ebenfalls Gründe dafür sein. Hier könnten Vorbilder aus ihren eigenen Gemeinschaften eine wichtige Rolle spielen, um die Bedeutung von Repräsentation und Mitbestimmung zu betonen. Es ist jedoch möglich, dass der persönliche Wille allein nicht ausreicht, da einige von ihnen immer wieder Diskriminierung erfahren und ihre Anliegen nicht ernst genommen werden.

Die wachsende Teilhabe für eine starke Demokratie

Trotzdem gibt es ermutigende Entwicklungen zu verzeichnen. Eine Vielzahl von Menschen mit Migrationsbiografie engagiert sich bereits aktiv in der Gesellschaft und der Politik. Sie zeigen beeindruckendes zivilgesellschaftliches Engagement und sind aktiver Teil von Ausländer- bzw. Integrationsbeiräten. Migrantenorganisationen werden ebenfalls immer mehr zu politischen Akteuren, die Probleme aufdecken und Lösungsvorschläge einbringen. Die Anzahl politischer Mandatsträger:innen mit Migrationsbiografie steigt kontinuierlich, was zu einer verbesserten Repräsentation führt.

Die einst als stille Gruppe betrachteten Menschen erkämpfen sich zunehmend Räume der Teilhabe, was für unsere Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt von großem Wert ist, ist sich Mirbach sicher.

30 Juli 2023 0 Kommentare
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Das ist Erdoğans Frau für das große Geld

von Fremdeninfo 30 Juli 2023
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Das ist Erdoğans Frau für das große Geld

Artikel von Frederike Holewik

Sie ist die erste Frau an der Spitze der türkischen Zentralbank. Eine große Aufgabe für Hafize Gaye Erkan, denn um der Erwartungen gerecht zu werden, muss sie sich gegen Erdoğan stellen.

Sie ist erst seit Juni im Amt, doch ihr Wirken ist bereits deutlich spürbar: Hafize Gaye Erkan ist die erste Frau an der Spitze der türkischen Zentralbank und hat das Institut in schwierigen Zeiten übernommen.

Das zeigte sich auch bei ihrem Auftritt in der vergangenen Woche. Erkan, die eigentlich das Vertrauen von Investoren für die Türkei zurückgewinnen will, musste die Inflationsprognose für das laufende Jahr deutlich nach oben korrigieren. Bis zum Jahresende würden die Preise im Schnitt um 58 Prozent steigen, verkündete sie.

Unter ihrem Vorgänger hatte die Prognose noch bei 22,3 Prozent gelegen. Analysten hatten zwar mit einem Anstieg gerechnet, allerdings lagen sie mit Schätzungen zwischen 40 und 44 Prozent weit unter dem tatsächlichen Wert der Prognose.

Inflation sinkt offiziell – Experten skeptisch

Hinzu kommt: Die Inflation in der Türkei ist besonders hoch. Zwar geht sie seit einigen Monaten zurück, doch lag sie im Juni immer noch bei 38,2 Prozent. Unabhängige Experten rechnen allerdings mit drastisch höheren Raten von über 100 Prozent. Ökonomen gehn zudem davon aus, dass die Rate wieder ansteigt, wenn der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan die angekündigte massiven Ausgabenpläne aus seinem Wahlkampf umsetzten sollte.

 

Hafize Gaye Erkan ist seit Juni die erste Frau an der Spitze der türkischen Notenbank. (Quelle: IMAGO/Mustafa Kaya

Erdoğan war im Mai als Präsident wiedergewählt worden. Seitdem baut er seinen Wirtschaftsstab um. Zunächst holte er den früheren Finanzminister Mehmet Şimşek zurück ins Amt und setzte dann Erkan an die Spitze der Notenbank.

Sie ersetzt dort ihren Vorgänger Şahap Kavcıoğlu. Dieser hatte zuvor gegen die Einschätzung von Ökonomen die Linie von Präsident unwidersprochen mitgetragen und trotz hoher Inflation die Zinsen nicht erhöht.

An den Märkten wurde Erkans Ernennung deshalb als ein Zeichen gewertet, dass die türkische Geldpolitik sich wieder normalisieren könnte. Kein leichtes Unterfangen, denn wie stark Erdoğan bereit ist, dieses Ziel zu unterstützen, ist ungewiss.

Wer ist also diese Frau, die die türkische Wirtschaft wieder auf Kurs bringen soll?

Die strebsame Schülerin

Erkan wurde 1979 in Istanbul geboren. Ihr Vater war Ingenieur und ihre Mutter Physik- und Mathematiklehrerin. Ihre Eltern hätten ihr mitgegeben, nach drei Werten zu leben: Ehrlichkeit, harte Arbeit und Demut, wird es später in ihrem Profil auf der Seite der First Republic Bank heißen. Darin präsentiert sie sich auch als besonders wissbegierig und schildert, wie sie als Jugendliche private Programmierstunden nahm, da ihre Schule keine Kurse anbot.

Ihre Mutter habe sie dann zu drei Nachbarn, die ein Software-Startup betrieben, geschickt. „Im Gegenzug dafür, dass ich ihnen türkischen Kaffee kochte, lehrten sie mich die Programmiersprache C++ und die Freude an rekursiven Funktionen“, wird Erkan auf der Website zitiert.

Nach ihrem Schulabschluss in Istanbul studierte sie dann in ihrer Heimatstadt an der staatlichen Bosporus-Universität. Ihren Bachelor als Industrieingenieurin schloss sie 2001 als Jahrgangsbeste ab.

Innerhalb von nur einem Jahr erwarb sie anschließend ihren Doktortitel an der US-amerikanischen Eliteuniversität Princeton, wie aus ihrem Linkedin-Profil hervorgeht. Zudem absolvierte sie Ausbildungsprogramme in Management an der Harvard Business School und in Leadership an der Universität Stanford.

Die erfolgreiche Bankerin

Von 2005 bis 2014 arbeitete Erkan als leitende Analystin beim Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen Goldman Sachs. Danach wechselte sie in den Vorstand der First Republic Bank. Nebenbei war sie auch als zeitweise als Vorständin beim Schmuckkonzern Tiffany & Co. und beim US-Versicherungsmakler Marsh McLennan tätig. Laut dem Nachrichtensender CNN war Erkan zu dieser Zeit in den USA als „Awesome Turkish Girl“ (zu Deutsch „Fantastisches türkisches Mädchen“) bekannt.

2021 schied sie bei der First Republik Bank aus – rechtzeitig, um nicht mit dem ein Jahr später folgenden Kollaps der Bank in Verbindung zu stehen. Kurzzeitig war sie im Anschluss Chefin des New Yorker Immobilienfinanzierers Greystone, verließ das Unternehmen aber nach wenigen Monaten wieder. Seit Mai steht sie nun der türkischen Zentralbank vor.

 Hart, klug und effektiv“

Erfahrung in der Geldpolitik besitzt sie bisher nicht. Dafür genießt sie Anerkennung in der New Yorker Finanzindustrie. Sie „gilt als hart, klug und effektiv“, zitiert die Agentur Reuters Kathryn Wylde, Vorsitzende von Partnership for New York City, einer gemeinnützigen Organisation, in der Erkan einst im Vorstand war. „Sie ist sicherlich nicht jemand, den man herumschubsen kann, aber sie kann auch anderer Meinung sein, ohne unangenehm zu sein“, sagte Wylde.

Letztlich wird ihr Erfolg davon abhängen, wie viel Autonomie ihr Erdoğan einräumt, sagt Nick Stadtmiller vom Berater Medley Global Advisors der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Die Ernennung Erkans stellt hoffentlich eine Verbesserung gegenüber der Politik ihres Vorgängers dar“, so Stadtmiller weiter. „Die offene Frage ist, ob Erdoğan der Zentralbank erlauben wird, die Zinsen ausreichend anzuheben, um die Inflation zu senken

Chefposten wechselt häufig

Analysten werteten ihre ersten Handlungen in diese Richtung zwar als notwendigen Schritt, aber als nicht genug. So hatte Erkan die Leitzinsen im Juni auf 15 Prozent angehoben und im Juli erneut 2,5 Prozentpunkte hinzugefügt. „Mit der krassen Erhöhung der Inflationserwartung räumt die neue Zentralbankchefin indirekt ein, dass ihre Institution wohl kaum alle Hebel in Bewegung setzen wird, um genau diese Preissteigerungen effektiv zu bekämpfen“, schreibt das „Handelsblatt“.

Das habe auch politische Gründe, denn höhere Zinsen bekämpfen zwar die Inflation, sorgen häufig aber auch für mehr Arbeitslosigkeit. Das kann Erdoğan aktuell nicht gebrauchen. Für den neuen Finanzminister Şimşek und Erkan ist es ein Spagat zwischen den Erwartungen der Märkte, den eigenen Ansprüchen und den Wünschen des Präsidenten. Ob sich Erkan an dieser Stelle beweisen kann, bleibt abzuwarten.

Klar ist: Erdoğan schreckt nicht davor zurück, unliebsame Zentralbänker abzusägen. Erkan ist die fünfte Person innerhalb von vier Jahren an der Spitze der Bank

30 Juli 2023 0 Kommentare
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Religion

Große Nachfrage: Gibt es bald zwei muslimische Kitas in Kassel?

von Fremdeninfo 28 Juli 2023
von Fremdeninfo

Große Nachfrage: Gibt es bald zwei muslimische Kitas in Kassel?

Artikel von Bastian Ludwig

 

 

Sie haben die muslimische Kita Sonnenschein 2021 mitgegründet: Der Vorsitzende des Trägervereins Fatih Erden und Kita-Leiterin Melissa Rico im Gruppenraum.
Erzieherinnen mit und ohne Kopftuch seien willkommen. © Bereitgestellt von HNA

 Große Nachfrage: Gibt es bald zwei muslimische Kitas in Kassel?

Vor gut zwei Jahren ist die erste muslimische Kita in Kassel gestartet. Nun gibt es Pläne für einen weiteren Standort.

Kassel – Bevor im März 2021 die erste und bisher einzige muslimische Kita in Kassel eröffnet wurde, gab es eine kontroverse politische Debatte. Insbesondere in den Fraktionen von CDU und AfD gab es massive Vorbehalte. Mehr als zwei Jahre später ist die Diskussion verstummt. Wir waren vor Ort, um uns ein Bild vom Alltag in der Kita an der Hegelsbergstraße in Nord-Holland zu machen.

Wer die Kita „Sonnenschein“ betritt, wird auf den ersten Blick kaum einen Unterschied zu anderen städtischen, privaten oder konfessionellen Kindertagesstätten erkennen. In Lindgrün gestalteten, hellen Räumen präsentiert sich dem Besucher eine moderne Kindertagesstätte mit Gruppenraum, Kreativ-Atelier, Küche, Bad, Toilette und Büro. An den Wänden hängen Geburtstagskalender und Aufgabenpläne, es gibt eine Hochebene zum Spielen und die Fenster sind mit Blumen bemalt. Nichts erinnert daran, dass die Kindertagesstätte einst ein schmuckloser Gewerbebau war.

In dem kleinen Büro sitzen die Kita-Leiterin Melissa Rico und Fatih Erden, der Vorsitzende des Fördervereins Mebi, der Träger der Kita ist. Erden erinnert sich noch gut daran, wie kräftezehrend es gewesen sei, die erste muslimische Kita in Kassel zu realisieren. Er habe gegen viele Vorurteile und Vorwürfe arbeiten müssen. Auch kurz nach der Eröffnung erlebten die Erzieherinnen eine verbale Anfeindung, als sie mit den Kindern einen Ausflug machten. „Bauarbeiter riefen uns zu: Guckt mal, da kommen die künftigen Terroristen“, erzählt die Kita-Leiterin.

Muslimische Kita in Kassel: Viele positive Erfahrungen m

Dieses Erlebnis habe extrem belastet. Alle hätten Angst gehabt. Bei dem einen Vorfall blieb es zum Glück und es folgten viele positive Erfahrungen mit der Nachbarschaft, die jedes Jahr zum Sommerfest eingeladen wird. Heute sei die Kita mit „normalen Kita-Problemen“ konfrontiert – allem voran dem Personalmangel, so Erden. Aufgrund von Schwangerschaften und Jobwechseln sei die Rekrutierung von Fachpersonal ein Dauerthema. Bei der der Notbetreuung kooperiert die Kita mit der Kita Amalie in Wolfsanger.

Dabei könnte der Verein noch viel mehr Personal gebrauchen. Denn die 25 Plätze der Kita sind ausgebucht. Es gebe eine Warteliste mit 200 Familien, erzählt Kita-Leiterin Rico. Die meisten Familien seien muslimischen Glaubens, es seien aber immer wieder auch Kinder anderer Konfessionen vertreten. „Wir haben nun mal diese besondere Ausrichtung, sind aber für alle Kinder da. Wir stehen für interessierte Eltern offen. Jeder kann sich ein Bild machen“, sagt Rico, die gemeinsam mit vier weiteren deutschen Kolleginnen die Kinder betreut. Für das Personal gilt keine Kopftuchpflicht. „Wir hatten schon Kolleginnen mit und ohne Kopftuch. Bei uns zählt nur die Qualifikation“, sagt Erden.

Die Kinder der Kita stammen aus ganz unterschiedlichen Regionen der Welt. Sie kommen neben Deutschland aus Syrien, Spanien, Somalia, Türkei, Afghanistan, Marokko und vielen weiteren Ländern. Deshalb wird das Guten-Morgen-Lied im Morgenkreis nicht nur in deutscher Sprache, sondern immer auch in einer anderen Sprache gesungen.

Elternverein möchte einen zweiten Standort in Kassel eröffnen

Um die große Nachfrage zu decken, möchte der Elternverein einen zweiten Standort in Kassel eröffnen. Dafür ist er auf der Suche nach einer Immobilie mit etwa 600 Quadratmetern und einem großzügigen Außengelände.

An Letzterem fehlt es an der Hegelsbergstraße. „Aber wir unternehmen viele Ausflüge“, erzählt Rico. Diese führten zu Spielplätzen, ins Museum, zum Imker oder zum Einkaufen für das gemeinsame Frühstück. Jüngst hat man gemeinsam Erdbeermarmelade gekocht, wovon eine Menge Fotos zeugen.

Aber wo liegen die Besonderheiten der muslimischen Kita? Das Mittagessen wird von einem Caterer geliefert. Es gibt vegetarische Küche, die den Halal-Kritierien entspricht. „Natürlich feiern wir die muslimischen Feste. Aber wir thematisieren auch christliche Feiern wie Weihnachten oder den Martinstag. Ich stamme aus Spanien und bin mit diesen Traditionen aufgewachsen“, sagt die Kita-Leiterin. Es sei wichtig, die Kinder auf die Grundschule vorzubereiten. Grundlage ihrer Arbeit sei der hessische Bildungs- und Erziehungsplan. Darüber hinaus bringe jede Erzieherin eigene Schwerpunkte ein. So sei das Atelier nach Montessori-Konzept eingerichtet worden.

Vergangene Woche wurden die Vorschüler mit Zuckertüten verabschiedet. Der deutsche Brauch wird auch in der muslimischen Kita gepflegt. „Es ist mir wichtig, dass die Kinder sehen, dass verschiedene Kulturen in einer Gesellschaft zusammenleben. Wir müssen uns kennenlernen, um Ängste und Vorurteile abzubauen“, sagt Rico. (Bastian Ludwig)

28 Juli 2023 0 Kommentare
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Debatte über Umgang mit AfD: Hans zweifelt an Merz’ Eignung als Kanzler

von Fremdeninfo 25 Juli 2023
von Fremdeninfo

Debatte über Umgang mit AfD: Hans zweifelt an Merz’ Eignung als Kanzler

Von FAZ

Tobias Hans am 28. März 2022 in Saarbrücken © dpa

 

Die Kritik an CDU-Chef Friedrich Merz wegen Äußerungen zum Umgang seiner Partei mit der AfD auf kommunaler Ebene reißt nicht ab. Der CDU-Politiker und ehemalige saarländische Ministerpräsident Tobias Hans zweifelte die Eignung von Merz als Kanzlerkandidat der Union an und attestierte dem Parteichef mangelnde Führungsstärke. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) sieht Merz hingegen nicht als beschädigt an.

Äußerungen von Merz im ZDF-Sommerinterview zum Umgang mit der AfD auf kommunaler Ebene waren von vielen als Aufweichung der klaren Abgrenzung der CDU zu der rechtspopulistischen Partei interpretiert worden. Merz nannte am Montag solche Vorwürfe abwegig und machte deutlich, dass der Unvereinbarkeitsbeschluss seiner Partei gelte und es auch auf kommunaler Ebene keine Zusammenarbeit der CDU mit der AfD gebe. Für seine Äußerungen vom Sonntag hatte der Parteichef auch in den eigenen Reihen viel Kritik geerntet.

Der CDU-Politiker Hans sagte dem Magazin „Stern“ auf die Frage, ob Merz noch der richtige Vorsitzende sei: „Mittlerweile muss man vor jedem Sommerinterview zittern, weil man nicht weiß, was am Ende dabei herauskommt. Ich möchte mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass ein von der CDU gestellter Bundeskanzler solche Sorgen hervorruft.“

Der ehemalige Ministerpräsident fügte hinzu: „Und wenn jemand das erklärte Ziel hatte, die AfD zu halbieren – und die sich dann aber locker verdoppelt – dann ist das zumindest kein Ausweis für Erfolg. Und auch der Wechsel eines Generalsekretärs nach nur eineinhalb Jahren, spricht nicht für Führungsstärke“, sagte Hans mit Blick auf den Wechsel von Mario Czaja zu Carsten Linnemann auf dem Posten des Generalsekretärs. Die Frage, ob Merz Kanzlerkandidat werde, hält Hans für „völlig offen“.

„Versuch, einen neuen Sound in der CDU zu etablieren“

Hans betonte, die CDU müsse einen Konsens mit demokratischen Parteien suchen und nicht mit der AfD, die er als „politischen Feind“ bezeichnete. Hans warnte zugleich vor einer Kursverschiebung der Union weg von der Mitte. Auf Äußerungen von Merz, der die CDU als „Alternative für Deutschland – mit Substanz“ und die Grünen als Hauptgegner bezeichnet hatte, sagte Hans: „Mir drängt sich vielmehr der Verdacht auf, dass es sich dabei um eine Strategie handelt, um den Versuch, einen neuen Sound in der CDU zu etablieren. Das ist der Abschied vom Kurs der Mitte, mit dem die CDU fast 20 jahrelang erfolgreich regiert hat.“

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein sprach in den ARD-„Tagesthemen“ mit Blick auf das Merz-Interview von „Missverständnissen“ und „Fehlinterpretationen“. Am Ende habe Merz seine Position klargemacht. „Es gibt eine klare, eindeutige und auch sehr dicke Brandmauer zur AfD“, sagte Rhein. „Die Brandmauer steht und sie steht sehr fest“, fügte er hinzu.

CDU-Vize Andreas Jung sieht die kommunale Ebene gar als entscheidend für die Abgrenzung der Union zur AfD an. „Die klare Abgrenzung auch in den Kommunen ist das Fundament der Brandmauer zur AfD“ sagte Jung der „Augsburger Allgemeinen“. „Die AfD ist eine rechtsradikale Partei, die Hass und Hetze duldet“, kritisierte Jung. „Unsere Werte verpflichten: Zur AfD kann es deshalb nur klare Kante geben, auf allen Ebenen, heute, morgen und übermorgen“, betonte der stellvertretende CDU-Chef. Dies sei auch die Haltung von Merz. Auch Generalsekretär Linnemann machte bei einer Veranstaltung der Hessen-CDU am Montagabend deutlich, Merz habe erst kürzlich bekräftigt, dass es, solange er Parteivorsitzender sei, keine Zusammenarbeit mit der AfD gebe, egal auf welcher Ebene.

Bei jüngeren Abgeordneten der Union gibt es dennoch Unmut über die Debattenlage in der CDU. „Es ärgert viele in der Partei, dass wir jetzt wieder über die falschen Themen diskutieren“, sagte die Vorsitzende der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ronja Kemmer, den Partner-Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. „Wir brauchen keine Selbstbeschäftigung – weder über die Frage, wer unsere politischen Gegner sind, noch darüber, wer unser Kanzlerkandidat ist“, fügte die CDU-Politikerin hinzu.

Rund einen Monat vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Guatemala sind Einwohner in mehreren Regionen des Landes für „freie Wahlen“ auf die Straße gegangen. „Wir wollen freie Wahlen“ und „Ich weigere mich, in einer Diktatur zu leben“, war auf Transparenten zu lesen, die am Montag von den Teilnehmern einer friedlichen Demonstration im Zentrum der Hauptstadt Guatemala-Stadt hochgehalten wurden. 

Das Volk werde „die Einhaltung der Gesetze, der Verfassung und der Wahlergebnisse einfordern“, sagte der Protestteilnehmer Allan Ramirez gegenüber Journalisten.

Auch im Westen des Landes demonstrierten die Menschen Medienberichten zufolge in der Stadt Quetzaltenango sowie in Maya-Gemeinden in den Bezirken Quiché und Totonicapán. Einige Unternehmen schlossen sich zudem einem landesweiten Streikaufruf an.

Vor der Stichwahl am 20. August ist die Stimmung im bevölkerungsreichsten Land Zentralamerikas äußerst angespannt. Viele Demonstranten befürchten, dass es zu Wahlmanipulationen kommen könnte. 

Bei der Stichwahl treten die beiden Sozialdemokraten Bernardo Arévalo und Sandra Torres gegeneinander an. Damit ist das Ende der seit zwölf Jahren währenden Herrschaft des rechten politischen Lagers absehbar. Der gegenwärtige Staatschef Alejandro Giammattei soll den Posten am 14. Januar an seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger abgeben.

25 Juli 2023 0 Kommentare
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