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Flüchtlinge

Asylanträge in Deutschland auf Rekordtief – erstmals seit 2015 nicht mehr Spitzenreiter...

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Flüchtlinge

Zwei Schleuser haben versucht, fast 50 Menschen in nur einem Auto nach Deutschland zu schmuggeln.

von Fremdeninfo 14 September 2023
von Fremdeninfo

 

Zwei Schleuser haben versucht, fast 50 Menschen in nur einem Auto nach Deutschland zu schmuggeln.

Nachdem die Polizei den Transporter stoppte, fand sie im Innenraum 49 eingepferchte Personen – darunter auch 20 Kinder. Sie haben vermutlich zwölf Stunden in dem winzigen Raum ausharren müssen.

 

In einem ähnlichen Transporter fanden die Polizisten die Menschen (Symbolbild) picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild © Bereitgestellt von WELT
 

In einem nur sieben Quadratmeter großen Transporter haben zwei Schleuser 49 Menschen nach Deutschland gebracht. Unter den aus Syrien und der Türkei stammenden Menschen seien auch 20 Kinder gewesen, teilte die Bundespolizei im sächsischen Ebersbach am Mittwoch mit. Sie hätten etwa zwölf Stunden in dem fensterlosen Transporter bei Dunkelheit und wenig Atemluft ausharren müssen.

Bundes- und Landespolizisten stoppten den Transporter den Angaben zufolge am späten Dienstagnachmittag auf einer Bundesstraße in Oberseifersdorf. Das Auto sei kurz zuvor aus Polen oder Tschechien über die Grenze gefahren. Schon als die Beamten näher kamen, hätten sie Kindergeschrei aus dem Innenraum gehört, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Innen hätten Männer gestanden und Frauen und Kinder auf dem Boden gehockt, darunter auch einige Kleinkinder. Die Menschen seien teils dehydriert gewesen. Eine der Frauen habe später kurzzeitig im Krankenhaus behandelt werden müssen. Ein Bus der Bundespolizei holte die Menschen ab, die keine Dokumente bei sich hatten, um ihren Aufenthalt zu legitimieren.

Sie seien ab der Türkei über die Balkanroute nach Deutschland gebracht worden, hieß es weiter. Die letzte Etappe dürfte in der Slowakei begonnen haben. Die beiden mutmaßlichen Schleuser, zwei Tschechen im Alter von 27 und 32 Jahren, wurden festgenommen. Sie müssen sich nun wegen des Einschleusens von Ausländern unter lebensbedrohlichen Umständen verantworten.

14 September 2023 0 Kommentare
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Religion

Constantin Schreiber: Er will sich zu allem, was mit dem Islam zu tun hat, nicht mehr äußern

von Fremdeninfo 13 September 2023
von Fremdeninfo

Constantin Schreiber: Er will sich zu allem, was mit dem Islam zu tun hat, nicht mehr äußern

Artikel von Michael Hanfeld Faz

Constantin Schreiber

dpa

Der Journalist und Islamkenner Con­stantin Schreiber will öffentlich nichts mehr zum Islam sagen. „Ich werde mich zu allem, was mit dem Islam auch nur im Entferntesten zu tun hat, nicht mehr äußern. Ich werde keine Bücher dazu schreiben, ich lehne Talkshow-Anfragen ab, ich mache das nicht mehr“, sagt er in einem bemerkenswerten Interview mit dem Chefredakteur der „Zeit“, Giovanni di Lorenzo. „Da mögen“, sagt Schreiber weiter, „jetzt manche feiern und vielleicht die Schampusflaschen aufmachen. Ob das ein Gewinn ist für die Meinungsfreiheit und für den Journalismus, ist eine andere Frage.“

 

Die Reaktionen wurden immer extremer

Constantin Schreiber ist seit 2021 Sprecher der ARD-„Tagesschau“, er hat für eine Zeitung in Libanon gearbeitet, für einen TV-Sender in Ägypten, für den Nachrichtensender n-tv. Für die Sendung „Marhaba – Ankommen in Deutschland“ erhielt er 2016 den Grimme-Preis. Er hat verschiedene Bücher veröffentlicht und sich intensiv mit dem Islam befasst.

Und im Laufe der Zeit, berichtet er im Interview, seien Reaktionen auf seine publizistische Arbeit immer extremer geworden. Er sei als Islamfeind und rechtsextrem verleumdet worden. Zuletzt, am 29. August, wurde er bei einem Auftritt an der Universität Jena von linken Aktivisten mit einer Torte beworfen. Auf Flugblättern sei auf den NS-Propagandafilm „Jud Süß“ angespielt worden.

Die Angreifer nicht „ausgrenzen“

Was Schreiber aber besonders aufstieß, war die seines Erachtens feige Haltung eines Vertreters der Thalia-Buchhandlung, die die Lesung mit ihm an der Universität in Jena organisiert hatte, der angesichts des Übergriffs auf ihn nur davon gesprochen habe, dass man die Angreifer, die erkennbar nicht an einer Diskussion interessiert waren, nicht „ausgrenzen“ wolle. Die Universität habe sich erst zwei Tage nach dem Übergriff geäußert, erst auf Anfragen der Presse hin und nicht gegenüber ihm als dem Betroffenen. Er habe „keine Scheu vor Widerspruch“, sagt Schreiber, aber es sei „etwas anderes, wenn jemand, mit dem ich noch nie geredet habe, den ich gar nicht persönlich kenne, diesen ,Jud Süß‘-Vergleich zieht. Das ist keine Debatte, kein Austausch irgendeines Arguments, kein Für und Wider. Das ist einfach Diffamierung.“

Den Entschluss, sich öffentlich nicht mehr zum Islam zu äußern, sagt Schreiber im Interview mit der „Zeit“, habe er aber schon lange vor diesem Vorfall aufgrund zweier Begebenheiten getroffen. Die eine: Ein Taxifahrer fuhr ihn nach der Nachtschicht bei der „Tagesschau“ nach Hause, sprach während der Fahrt kein Wort und sagte ihm beim Aussteigen: „Jetzt weiß ich, wo du wohnst!“ Die zweite sei ein Seminar gewesen, das er an einer Akademie zum Thema Islam und Medien geben sollte und vor dem er gewarnt wurde, die Veranstaltung würde gesprengt werden. Da habe er sich schließlich gesagt: „Nee, das will ich nicht, ich will diese Negativität in meinem Leben nicht.“

Er spüre, sagt Schreiber weiter, in seiner Zunft schon „eine Vorsicht, wenn es um polarisierende Debatten geht. Da ist natürlich die Islamdiskussion, dazu die Themen Klima oder Migration. Da ist diese Vorsicht sehr deutlich zu spüren, aus der Sorge heraus, in etwas reingezogen zu werden, was sehr unangenehm werden kann.“ Gefragt, ob er seine eigene Erfahrung als Metapher dafür sehe, „was der Journalismus im Moment nicht darf“, sagt Schreiber, es sehe es als Sinnbild „nicht dafür, was er nicht darf, sondern dafür, was er nicht schafft“. Wenn er an Journalistenschulen gehe und mit dem Nachwuchs spreche, stelle er fest, dass es zunehmend Leute gebe, „die sagen, sie wollten nicht Journalist vor der Kamera werden oder eine andere besonders exponierte Stellung anstreben“, weil sie derlei nicht erleben wollten. Sie zögen sich lieber zurück. Das freilich macht Schreiber jetzt auch.

13 September 2023 0 Kommentare
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Archive

Grünen-Chef Nouripour : „Die Debatte über ein AfD-Verbot ist schädlich

von Fremdeninfo 13 September 2023
von Fremdeninfo

Grünen-Chef Nouripour : „Die Debatte über ein AfD-Verbot ist schädlich

  von: FAZ

Bundesvorsitzender Omid Nouripour im Gespräch bei einer Grünen-Veranstaltung in Wiesbaden © Marcus Kaufhold

 

Was schadet der Demokratie? Omid Nouripour, der Bundesvorsitzende der Grünen, hat ein Beispiel: Er spricht von Abgeordnetenkollegen im Bundestag, die ihn schräg beäugen, wenn er etwa den CDU-Politiker Jens Spahn duzt oder die Linken-Vorsitzende Janine Wissler umarmt. Der freundschaftliche Umgang mit dem politischen Gegner irritiert sie, sie wünschen sich mehr Distanz. Nouripour hält das für falsch. Er plädiert für Dialoge unter Demokraten, für Auseinandersetzungen auf Augenhöhe statt Abgrenzung und starrem Lagerdenken.

Es ist eines der dringlichsten Themen zurzeit, auf Podien, in Talkshows und auch in Freundes- und Bekanntenkreisen tausendfach diskutiert: Wie lässt sich die Demokratie stärken? Wie verteidigt man sie gegen populistische Bedrohungen und Rechtsextreme? Wie stoppt man die Erfolgswelle der AfD, die auch bei der hessischen Landtagswahl im Oktober auf Stimmengewinne hofft? Im Gallustheater wird darüber am Dienstagabend bei einer Veranstaltung der Frankfurter Grünen debattiert. Neben dem aus Frankfurt stammenden Parteivorsitzenden sitzen der Extremismusforscher Julian Junk, Carmen Colinas vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften, Matthias Thoma, der Leiter des Museums von Eintracht Frankfurt, und Friederike Haupt aus der Parlamentsredaktion der F.A.Z. in Berlin auf der Bühne.

AfD-Positionen zu übernehmen „schwerer Fehler“

Dass sich die Diskussion schnell immer wieder um die AfD dreht, verwundert nicht. Die jüngsten Erfolge der Partei bei Abstimmungen im Osten und ihre guten Umfragewerte lassen die Sorge vor einer „Trumpisierung“ wachsen. Julian Junk, der die Forschungsstelle Extremismusresilienz an der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit, der Polizeihochschule des Landes, leitet, warnt trotzdem vor Alarmismus. In den Befragungen der Wissenschaftler nämlich zeige sich keine drastische Demokratieverdrossenheit der Bevölkerung, Junk wünscht sich deshalb mehr „Unaufgeregtheit“ in der Diskussion. Gefahren benennt er dennoch: Debatten würden heute immer hitziger und einseitiger geführt, soziale Medien senkten die Hemmschwellen.

Was ist dem entgegenzusetzen? Wie überzeugt man die Menschen, ihre Stimme nicht den Populisten und Vereinfachern zu geben? Auf jeden Fall nicht mit einem AfD-Verbot, ist Omid Nouripour überzeugt. Eine „schädliche Diskussion“ nennt der Grünen-Vorsitzende die Debatte darüber. Auch wenn die juristische Chance, die Partei zu verbieten, wohl sogar besser wäre als bei der NPD, würden man AfD-Unterstützer damit kaum zurückgewinnen. „Mit einem Verbot würden wir den Leuten ins Gesicht sagen: Ihr seid doof“, meint Nouripour. „Das wäre völlig verfehlt.“ Demokraten dürften vor der AfD nicht erstarren „wie das Kaninchen vor der Schlange“, sondern müssten viel stärker versuchen, sie argumentativ zu bekämpfen. Das sei zwar schwer, weil das AfD-Programm sehr schwammig sei, aber dennoch unerlässlich. Nouripour nennt ein Beispiel: „Die AfD will, dass Deutschland aus der EU austritt. Nichts würde mehr Wohlstand in unserem Land vernichten.“

Julian Junk hält im Umgang mit der AfD besonders die „Kooptierung von Positionen“, also den Versuch, die AfD kleiner zu machen, indem man ihre Standpunkte und ihren Populismus übernimmt, für einen schweren Fehler. Der CDU-Chef Friedrich Merz und der CSU-Vorsitzende Markus Söder würden das seit einiger Zeit immer wieder probieren – und damit am Ende nur der AfD helfen. „Man stärkt damit das Original, jede Studie zeigt das“, sagt Junk.

Carmen Colinas weist darauf hin, dass es vor allem für Schwarze und Menschen mit Migrationsgeschichte schwierig sei, angesichts der AfD-Erfolge gelassen zu bleiben. Matthias Thoma sagt, dass es wichtig ist, dass sich auch Sportvereine in politischen Debatten positionieren – so wie es der Eintracht-Präsident Peter Fischer häufig gemacht habe. Grünen-Chef Nouripour äußert sich

selbstkritisch: „Die Leute müssen wieder mehr das Gefühl haben, dass der Staat funktioniert.“

Friederike Haupt sieht aber auch die Bürger in der Pflicht, die Demokratie sattelfester zu machen. Sie hält eine sich immer weiter ausbreitende „Kundenmentalität“ gegenüber der Politik für gefährlich. Nicht das Allgemeinwohl, sondern der persönliche Vorteil stehe dabei zu oft im Fokus. „Es darf nicht sein, dass jeder Politik nur noch aus seinen Bedürfnissen heraus beurteilt“, sagt Haupt. „Bürger haben in der Demokratie nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten.“

13 September 2023 0 Kommentare
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Information

Aus vier Gründen machen ausländische Fachkräfte einen Bogen um Deutschland

von Fremdeninfo 12 September 2023
von Fremdeninfo

  1. Aus vier Gründen machen ausländische Fachkräfte einen Bogen um Deutschland

Der Bedarf an ausländischen Fachkräften in Deutschland ist groß – doch nur wenige internationale Fachkräfte wollen auch nach Deutschland kommen. Bürokratische Hürden, kulturelle Missverständnisse und ein undurchsichtiges Zuwanderungssystem schrecken potenzielle Spitzenkräfte ab.

Deutschland steckt mitten in einer demografischen Krise. Während die Bevölkerung altert und der Bedarf an Fachkräften steigt, bleibt die Attraktivität des Landes für ausländische Fachkräfte gering.

Immer wieder werben deutsche Unternehmen und Politiker, darunter auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, um Fachkräfte aus Ländern wie Brasilien, Ghana und Indien – mit mäßigem Erfolg. Trotz intensiver Bemühungen konnte die Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr nur 656 Pflegekräfte aus dem Ausland anwerben – benötigt würden Tausende. Und das ist nur ein Bereich, in dem Fachkräfte fehlen.

Ökonomen weisen darauf hin, dass Deutschland jährlich rund 1,5 Millionen qualifizierte Zuwanderer bräuchte, um den Arbeitskräftemangel auszugleichen. Zieht man jedoch diejenigen ab, die das Land jährlich wieder verlassen, verbleiben nur rund 400.000 zusätzliche Arbeitskräfte aus dem Ausland. Woran liegt das?

Viele Hürden für ausländische Fachkräfte

Laut einer Studie der OECD gibt es mehrere Gründe für die Zurückhaltung internationaler Fachkräfte. An erster Stelle steht die Sprachbarriere. Deutsch zu lernen scheint für viele eine große Hürde zu sein. Denn selbst bei Behördenbesuchen wird erwartet deutsch sprechen zu können. Zweitens wirkt die Bürokratie auf viele abschreckend – vor allem, wenn es um Visa und Arbeitserlaubnisse geht. Zudem werden ausländische Berufs- und Studienabschlüsse in Deutschland oft nicht anerkannt.

Drittens werden die Lebenshaltungskosten, insbesondere in den Metropolen, als hoch empfunden. Vielen Fachkräften fehlt es daher an finanziellen Mitteln.

  • Lesen Sie auch: Faeser will Schleuser bekämpfen: Mit mehr Analyse und Ausweisungen

Sorge vor Diskriminierung und Rassismus

Viertens haben einige Migranten eine nicht immer freundliche Aufnahme in Form von Diskriminierung und Rassismus erfahren oder befürchten dies. So gaben in einer Studie des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) an der Universität Tübingen, die dem „ Spiegel “ vorliegt, 51 Prozent von 1.885 Befragten an, wegen ihrer ethnischen Herkunft oder aus anderen Gründen diskriminiert worden zu sein – sowohl von Behörden als auch im Arbeitsleben. Die Vorfälle seien vor allem in Ostdeutschland gemeldet worden, heißt es in der Studie.

Bundesarbeitsminister Heil hat als einen der Hauptgründe die Konkurrenz mit anderen Ländern ausgemacht, die entweder eine lange Einwanderungstradition haben oder in denen eine weit verbreitete Sprache gesprochen wird.

Zudem verlassen viele, die nach Deutschland gekommen sind, das Land wieder. Mehr als eine Million Menschen sollen es laut „Spiegel“ jährlich sein. Dies deutet darauf hin, dass Deutschland nicht überall als offen und lebenswert wahrgenommen wird.

Anforderungen an Fachkräfte überdenken

Die Lösung? Viele Experten plädieren dafür, dass Deutschland seine Anforderungen an Fachkräfte überdenkt. Das Erlernen der deutschen Sprache sollte nicht für jeden Job vorausgesetzt werden. Zudem sollten die Mitarbeiter in den Ausländerbehörden auch Englisch sprechen können. Insgesamt stehe Deutschland vor einer großen Herausforderung. Das Land muss nicht nur attraktiver für internationale Fachkräfte werden, sondern auch dafür sorgen, dass diese, wenn sie erst einmal hier sind, auch bleiben wollen

12 September 2023 0 Kommentare
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Antisemitismus

Antidiskriminierungs-Beauftragte warnen: Immer mehr Fälle von Hasskriminalität

von Fremdeninfo 11 September 2023
von Fremdeninfo

 

Antidiskriminierungs-Beauftragte warnen: Immer mehr Fälle von Hasskriminalität

 

 

Die Zahl der Delikte aus dem Bereich von Hasskriminalität und der Anfeindung einzelner Gruppen steigt. Die Bundesbeauftragten befürchten, dass die Demokratie Schaden nimmt.

 

Ferda Ataman, Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, © Foto: imago/IPON

 

Die Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung und Minderheitenrechte zeigen sich besorgt über eine steigende Zahl an Delikten von Hasskriminalität und Anfeindung einzelner Gruppen. „Im schlimmsten Fall münden diese in extremistische und terroristische Anschläge“, heißt es in einer am Montag in Berlin veröffentlichten gemeinsamen Erklärung.

Die Beauftragten beklagen, dass auch in Wahlkämpfen und medialen Debatten „wieder zunehmend Ressentiments geschürt werden und in sozialen Medien unverhohlen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit geäußert wird“. Das schade der Demokratie. Oft gehe es dabei „gegen Geflüchtete, gegen Juden und Muslime, gegen Sinti und Roma, Frauen, Menschen mit Behinderungen, gegen queere Menschen und andere“.

Zahl der Hasskriminalitäts-Delikte um 9,7 Prozent gestiegen

Die Erklärung ist unter anderen unterzeichnet von den Beauftragten gegen Rassismus, Reem Alabali-Radovan (SPD), Antidiskriminierung, Ferda Ataman, Antisemitismus, Felix Klein, sowie für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Frank Schwabe (SPD).

Laut Bundesinnenministerium handelt es sich bei Hasskriminalität um Straftaten, die von gruppenbezogenen Vorurteilen motiviert sind. Die Zahl der Straftaten in diesem Bereich stieg nach Angaben des Ministeriums von 10.501 im Jahr 2021 um 9,7 Prozent auf 11.520 im vergangenen Jahr.

11 September 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Europa-Programm der Linken: Offene Grenzen und Sonnencreme für alle

von Fremdeninfo 11 September 2023
von Fremdeninfo

Europa-Programm der Linken: Offene Grenzen und Sonnencreme für alle

Artikel von Daniel Friedric

 

ähren statt Frontex!“ – das verlangt die Linke in ihrem Programm zur Europawahl. Sie will den europäischen Grenzschutz abschaffen und fordert EU-Gelder für die Seenotrettung von Flüchtlingen.

Die Linken-Spitze: Martin Schirdewan und Janine Wissler. © Foto: dpa/Britta Pedersen

 

 

Mit einer Willkommenspolitik für Flüchtlinge und einer rigiden Klimapolitik wollen die Linken bei der Europawahl im Juni 2024 für sich werben. Der Entwurf zum Wahlprogramm, den die Partei am Montag in Berlin vorstellte, spiegelt in weiten Teilen die politischen Visionen der Klimaaktivistin und Seenotretterin Carola Rackete, die als Parteilose Spitzenkandidatin der Linken zur Europawahl werden soll.

Mit dem Europa-Programm wird der Graben zum migrationskritischen Flügel um Ex-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht abermals tiefer. Das Wahlprogramm in einer Schnellanalyse.

Asylpolitik

„Das Sterben stoppen – die europäischen Grenzen müssen entmilitarisiert werden!“, verlangen die Linken. „Drohneneinsätze, Stacheldraht, Pushbacks, Mauern und andere Maßnahmen zur Abschottung gegen Geflüchtete lehnen wir ab“, heißt es in dem Programm. Unter dem Schlagwort „Seebrücken und Fähren statt Frontex“ fordern sie eine Umwandlung der europäischen Grenzschutzschutzbehörde Frontex „in eine europäische Rettungsmission.“

Seenotrettung sei nicht nur legal, sondern nach internationalem Seerecht Pflicht. Es brauche eine „EU-finanzierte Seenotrettungsmission, um das Massensterben auf dem Mittelmeer zu beenden und die Ausschiffung in einen sicheren Hafen in der EU zu gewährleisten“.

Ferner fordern die Linken „sichere Fluchtwege für Geflüchtete in die EU, humanitäre Visa zur legalen Einreise und/oder die Aufhebung des Visumszwangs für Schutzsuchende“. Im Programm heißt es: „Armuts-, Umwelt- und Klimaflüchtlinge müssen verbindliche Flüchtlingsrechte bekommen. Niemand flieht freiwillig!“

Das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) lehnen die Linken ab. Es handele sich dabei um eine „moralische Bankrotterklärung und ein Einknicken vor den rechten Kräften in Europa“. Der Familiennachzug müsse „uneingeschränkt gewährleistet werden, Abschiebungen, insbesondere in Krieg, Verfolgung und Elend oder als Form der Doppelbestrafung lehnen wir grundsätzlich ab“.

Klimapolitik

Das reichste eine Prozent der Bevölkerung in Deutschland stoße 35-mal so viel CO₂ aus „wie die Ärmsten“, schreiben die Linken ohne diese These zu belegen: „800 Superreiche in Deutschland haben sogar einen CO₂-Ausstoß, der 1 000-mal so hoch ist wie der Deutschen im Durchschnitt.“ Rechte Politiker versuchten „Stimmung gegen Klimaschutz zu machen“.

Für Flüssiggas (LNG) und Erdgas dürfe keine neue, dauerhafte Infrastruktur geschaffen werden. Die deutschen Linken wollen die diversen atomfreundlichen Staaten in Europa wie Frankreich zu einem „europaweiten Ausstieg aus der Atomenergie“ bewegen. Die deutsch-russische Gas-Pipeline Nord Stream bleibt in dem 85-seitigen Wahlprogramm unerwähnt.

Die Linken sehen beim Klimaschutz vor allem Deutschland in der Pflicht, schließlich hätten die „früh industrialisierten Staaten haben eine besondere Verantwortung für den klimaneutralen Umbau.“ Man unterstütze deshalb die Forderung nach einem globalen Schuldenschnitt für Länder des globalen Südens.

Öffentliche (Sprudel-)Wasserspender wie in Rom, Sonnencremespender wie in Holland und flächendeckend kostenlose öffentliche Toiletten.

Forderung aus dem Europa-Wahlprogramm der Linken

„In Zukunft sind viel weniger Autos nötig“, sind die Linken überzeugt: „Wir wollen die Innenstädte autofrei machen.“ Die meisten Autos seien „viel zu groß und schwer: Wir fordern eine Begrenzung des Autogewichts von Neuwagen auf zwei Tonnen.“ Für Familien mit mehreren Kindern oder andere spezifische Bedarfe, wie Transporter und Campingfahrzeuge solle es „Ausnahme geben“.

Den Flugverkehr wollen die Linken einschränken. „Das Luxusspektakel der Reichen beenden wir: Privatflugzeuge und Mega-Yachten wollen wir in der gesamten EU verbieten.“ Flugtaxis sollen ebenfalls EU-weit verboten werden. Sie fordern: „Kein Weltraumspaß für die Superreichen auf Kosten unseres Klimas! Wir wollen private Raumfahrt und Weltraumtourismus vom Boden der EU aus verbieten.“ Während die Linke generell mit Subventionen sympathisiert, fordert sie „die Stilllegung defizitärer Regionalflughäfen“. Beim Namen nennt sie die angesprochenen Flughäfen jedoch nicht.

„Private motorisierte Superjachten mit mehr als 60 Metern Länge wollen wir EU-weit verbieten“, heißt es ferner. Zu einem Ruf nach Verbot von Kreuzfahrtschiffen rang sich die Linke nicht durch, so heißt es nunmehr im Programm, die Emissionen von Kreuzfahrtschiffen seien „zu hoch – regionaler Tourismus muss gestärkt und Kreuzfahrten müssen reduziert werden“.

Soziales

Eine Vier-Tage-Woche sei „genug“, man schlage eine Verkürzung auf etwa 30 Arbeitsstunden pro Woche vor. „Armut abschaffen“ verlangen die Linken, sie wollen dazu den EU-Haushalt verdoppeln. Die Gelder für die europäische Grenz- und Küstenwache Frontex sollen gestrichen werden. Die EU müsse „eigene Schulden aufnehmen können“.

Geflüchtete benötigten eine Willkommenskultur, dazu solle es einen EU-weiten Fonds geben, „der Geflüchteten Bewegungsfreiheit sichert und aufnahmebereiten Kommunen und solidarischen Städten hilft“. Die Linke fordern: „Öffentliche (Sprudel-)Wasserspender wie in Rom, Sonnencremespender wie in Holland und flächendeckend kostenlose öffentliche Toiletten.“

Europaweit sollen „Gesundheitsversorgungsstellen auf Rastplätzen“ eingerichtet werden. Sie sollen vor allem LKW-Fahrer:innen und Bus-Fahrer:innen gesundheitliche Beratung und Behandlung von berufsspezifischen Beschwerden anbieten.

Verkehr und Wohnen

„Der ÖPNV ist gut ausgebaut und kostenfrei in der ganzen EU“, lautet die Vision der Linken. Sie wollen „Airbnb und Co. den Boden entziehen“. Überall in Europa werde Wohnraum für Ferienunterkünfte „missbraucht. Das wollen wir verhindern. Für nicht kommerziellen Wohnungstausch von privat zu privat wollen wir eine faire Alternative schaffen (‘Fairbnb)’.“

Landwirtschaft

Die SED forderte einst im Zuge der Kollektivierung der Landwirtschaft „Junkernland in Bauernhand“. Die Linke ruft nun nach „Ackerland in Bauernhand: Wir wollen staatliche Pachtverträge nach sozialen und ökologischen Kriterien vergeben. Außerdem braucht es eine Pachtpreisbremse.“

Außenpolitik

Die Linke ruft nach einer „Entspannungspolitik, die internationales Recht und den Weg der Diplomatie und Verhandlung stärkt. Die endlich die Fluchtursachen bekämpfen – nicht die Geflüchteten.“ Waffenexporte und das „Geschäft mit Waffen, Zerstörung und Tod“ lehnen die Linken ab.

Man verurteile „den verbrecherischen Angriffskrieg Putins und die begangenen Kriegsverbrechen und setzen uns für eine Bestrafung der Verantwortlichen ein“. Der Krieg gegen die Ukraine müsse beendet und die russischen Truppen müssen aus der Ukraine abgezogen werden. „Die Souveränität der Ukraine muss wiederhergestellt werden.“

Bundesregierung und EU müssten „endlich alle Anstrengungen unternehmen, um – auch gegen den Willen der USA – mit Ländern wie China, Indien und Brasilien diplomatischen Druck auf Russland auszuüben“. Die US-Militärbasen in der EU müssten geschlossen werden.

11 September 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Bundesinnenministerin Faeser kündigt härteres Vorgehen gegen Schleuser an

von Fremdeninfo 10 September 2023
von Fremdeninfo

Bundesinnenministerin Faeser kündigt härteres Vorgehen gegen Schleuser an

Die Welt

Um die irreguläre Einwanderung nach Deutschland einzudämmen, will Bundesinnenministerin Nancy Faeser intensiver gegen Schleuser vorgehen. Neben einer Operative-Analyse-Zentrale bei der Bundespolizei kündigte die SPD-Ministerin auch Gesetzesverschärfungen an

Nancy Faeser (SPD), Bundesministerin für Inneres und Heimat Carsten Koall/dpa © Bereitgestellt von WELT

 

Angesichts der stark zunehmenden irregulären Einwanderung will Bundesinnenministerin Nancy Faeser den Kampf gegen Schleuserkriminalität intensivieren. „Ich will dieses grausame Geschäft mit der Not von Menschen stoppen. Deshalb habe ich diese Woche weitere Maßnahmen angeschoben“, sagte die Sozialdemokratin der „

 „Wir richten eine Operative-Analyse-Zentrale bei der Bundespolizei ein. Diese wertet alle Fälle von Schleusungen aus, um Verbindungen zwischen den Fällen und den Tätern schnell zu erkennen. Und wir werden mit unseren Nachbarstaaten eine neue Taskforce gründen.“ Tschechien habe schon zugesagt, berichtete die Ministerin. „Damit werden wir den Fahndungsdruck deutlich erhöhen.“ In diesem Jahr seien bisher rund 1400 Schleuser erwischt worden.

Faeser kündigte auch Gesetzesverschärfungen an. „Wir wollen Schleuser schnell und konsequent ausweisen, das müssen wir klar im Gesetz regeln“, sagte die Ministerin, ohne konkreter zu werden. „Außerdem brauchen wir eine weitere Änderung: Bisher sind Schleusungen von Minderjährigen nicht strafbar, weil diese nicht unerlaubt einreisen. Das versteht niemand.“ Solche Schleusungen müssten aber hart strafrechtlich verfolgt werden können. „Einen Vorschlag habe ich schon vorgelegt.“

Die Ministerin ist auch SPD-Spitzenkandidatin für die hessische Landtagswahl am 8. Oktober und versucht sich dafür zu profilieren. Über effektivere Maßnahmen gegen kriminelle Schleusernetze wird seit Jahren nachgedacht. Laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wurden von Anfang Januar bis Ende August rund 204 000 Erstanträge auf Asyl gestellt – rund 77 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Union bot Faeser an: „Beim Thema Migration beispielsweise bin ich gern bereit, CDU und CSU in den „Deutschland-Pakt“ einzubinden. Da geht es um Fachkräfte, die wir dringend brauchen. Und da geht es um Reduzierung irregulärer Migration.“ Die Unionsforderung nach stationären Grenzkontrollen etwa an den Grenzen nach Polen und Tschechien – ähnlich wie bereits an der deutsch-österreichischen Grenze – lehnte sie abermals ab. Sie bänden zu viel Personal und wären „reine Symbolpolitik, auch angesichts der hohen Umfragewerte der AfD“. „Es ist besser, überall in den Grenzgebieten präsent zu sein – mit Teams der Bundespolizei und der anderen Grenzpolizeien.

10 September 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

3,3 Millionen Geflüchtete leben in Deutschland

von Fremdeninfo 9 September 2023
von Fremdeninfo

Foto dpa

3,3 Millionen Geflüchtete leben in Deutschland

 

Immer mehr Menschen fliehen nach Deutschland. Im Juni lebten mehr als drei Millionen Geflüchtete in der Bundesrepublik. Die Zahl der Ausreispflichtigen ging unterdessen zurück – Ursache ist das neue „Chancen-Aufenthaltsrecht“.

Die Zahl der geflüchteten Menschen, die in Deutschland leben, hat einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt 3,26 Millionen Menschen waren Ende Juni im Ausländerzentralregister als Flüchtlinge registriert, 111.000 mehr als ein halbes Jahr zuvor, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ aus einer Regierungsantwort auf eine Linken-Anfrage berichtete. Dabei handelt es sich um Flüchtlinge, Kriegsflüchtlinge, Asylsuchende oder Geduldete.

Nach Angaben der Linken ist das die höchste Zahl seit den 1950er-Jahren. Viele der Menschen leben schon seit Jahren oder Jahrzehnten in Deutschland, wie aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Clara Bünger weiter hervorgeht. 

Die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine stieg demnach nur noch leicht um etwa 29.000 Menschen auf über eine Million. Es seien zwar zahlenmäßig mehr Personen aus dem Land nach Deutschland gekommen, allerdings kehrten auch viele wieder zurück. Hinzu kamen dem Bericht zufolge Asylsuchende sowie wenige Aufnahmen aus humanitären Gründen, etwa aus Afghanistan mit knapp 4.000.

 

Ausländerbehörde in Stuttgart
Ausländerbehörde in Stuttgart

08.09.2023

Überlastete Ausländerbehörden Bis zu 15 Stunden Warten für einen Termin 

In ganz Deutschland sind Ausländerbehörden an der Grenze des Leistbaren. mehr

 

Zahl der Ausreisepflichtigen um acht Prozent gesunken

Das Register listet dem Bericht zufolge mehr als 279.098 Menschen als ausreisepflichtig auf. Erstmals seit zehn Jahren sei somit die Zahl der Ausreisepflichtigen wieder gesunken, und zwar um acht Prozent – auch infolge des neuen „Chancen-Aufenthaltsrechts“ der Ampelkoalition. Damit können Langzeitgeduldete, die zum Stichtag 31. Oktober 2022 seit mindestens fünf Jahren in Deutschland leben, einen Antrag auf eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis stellen.

Etwa vier Fünftel der Ausreisepflichtigen haben laut der Regierungsantwort eine Duldung, weil sie nicht abgeschoben werden können, etwa wegen der Lage im Herkunftsland, aus rechtlichen oder humanitären Gründen. Bei vielen Geduldeten ist der Regierungsantwort zufolge keine Abschiebung geplant, etwa wenn eine Ausbildung oder Beschäftigung aufgenommen wurde.

 

Migranten in einem Schlauchbott vor der griechischen Insel Lesbos
Migranten in einem Schlauchbott vor der griechischen Insel Lesbos

21.08.2023

Debatte um Begrenzung der Zuwanderung Kritik an Spahns Forderung zu Migrations-Deckelung

CDU-Politiker Spahn forderte ein Kontingent von 300.000 bis 500.000 Geflüchteten. mehr

 

Viertel der Ausreisepflichtigen hat keine Reisedokumente

Bei etwa einem Viertel fehlen den Angaben zufolge die Reisedokumente, aber nur weniger als zehn Prozent der Geduldeten (knapp 21.000 Menschen) werde seitens der Ausländerbehörden unterstellt, dass sie ihre Abschiebung verhindern.

Die Linken-Abgeordnete Bünger sagte der Zeitung: „Bleiberecht statt Abschiebung ist der politisch richtige Weg.“ Die Zahlen zu den Ausreisepflichtigen zeigten, dass die allermeisten geduldet würden. „Hier immer weitere Gesetzesverschärfungen vorzuschlagen ist unverantwortlich und stärkt am Ende nur die AfD“, kritisierte Bünger. 

9 September 2023 0 Kommentare
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Antisemitismus

Volksverhetzung: Juden fordern Gesetzes-Verschärfungen

von Fremdeninfo 8 September 2023
von Fremdeninfo

Volksverhetzung: Juden fordern Gesetzes-Verschärfungen

Artikel von Patrick Schille
Ein Mann trägt eine Kippa (Symbolbild): Wird jüdisches Leben in Deutschland ausreichend geschützt? (Quelle: Peter Hartenfelser/imago images) © T – Online

 

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen einen vorbestraften Arzt aus Hannover wegen Volksverhetzung. Ein jüdischer Verein fordert indes eine Verschärfung des Paragrafen.

Obwohl die Staatsanwaltschaft Hannover angekündigt hat, die Ermittlungen wegen Volksverhetzung gegen einen vorbestraften Allgemeinmediziner aus Hannover erneut aufzurollen, zeigt sich Elio Adler weiterhin besorgt über die gesellschaftliche Stimmung in Deutschland. Für den Vorsitzenden des jüdischen Vereins „WerteInitiative“ als Anzeigenerstatter belege der Fall, dass der Volksverhetzungs-Paragraf in Deutschland dringend reformiert werden müsse: „Antisemitismus ist in Deutschland nicht verboten – nur einige seine Ausdrucksformen. Und das reicht nicht“, sagt Adler zu t-online.

Klaus E., der besagte Mediziner, hatte auf seiner Website eine Reihe von Hetzschriften veröffentlicht, die klassische antisemitische Stereotype bedienen – und dies sogar unter seinem vollen Namen. Auf der Seite bezeichnet E. Juden als Verursacher politischer, kultureller und wirtschaftlicher Umbrüche. Dabei beschrieb er sie als habgierig, gewinnsüchtig, grausam und kaltblütig.

 Elio Adler wehrt sich gegen eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft Hannover. (Quelle: privat)

 

Elio Adler wehrt sich gegen eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft Hannover. (Quelle: privat) © T – Online

 Antisemitische Hetze muss unterbunden werden“

Adler hatte nach Einstellung des Strafverfahrens Beschwerde eingelegt. Das und die Berichterstattung der „Welt“ über den Fall führten dazu, dass die Behörden das Verfahren erneut aufgriffen und eine rasche Entscheidung anstrebten, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover am Donnerstag in einer Pressemitteilung erklärte. Lesen Sie hier mehr dazu.

Unverständnis angesichts der ursprünglichen Entscheidung der Staatsanwaltschaft äußert auch Rebecca Seidler. Die Geschäftsführerin der Liberalen Jüdischen Gemeinde in Hannover sagt t-online: „Es ist gut, dass die Einstellung jetzt noch einmal geprüft wird.“ Sie selbst habe vor einigen Wochen erneut Strafanzeige gegen E. gestellt.

In einigen Artikeln spricht E. unter anderem von der „Judenhochburg Hannover“ oder der „Vernichtungsreligion Judentum“. E.s antisemitische Hetze müsse endlich unterbunden werden, fordert Seidler. Auf der Website war auch gegen die Gedenkstätte Bergen-Belsen gehetzt worden. Lesen Sie hier mehr dazu.

Verharmlosung von Antisemitismus in Deutschland?

Adler sagt zudem: „Es gibt zahlreiche Chiffren, die Antisemitismus in Deutschland nach Paragraf 130 StGB in gewissen Formen zulassen. Etwa, wenn man vom internationalen Finanzjudentum spricht. Dabei ist das immer eindeutig antisemitisch gemeint.“ Ähnlich verhalte es sich etwa bei palästinensischen Demos in Deutschland, bei denen immer wieder „Tod Israel“ gerufen werde – in der deutschen Rechtsauffassung richte sich der Schlachtruf nur gegen den Staat Israel und nicht gegen Juden in Deutschland. „Die faktenblinde Fokussierung allen Hasses auf das Land, das auf der Fläche Hessens Juden die Sicherheit und Selbstbestimmung gibt, die sie an so vielen Orten der Welt nicht haben, gipfelt in der Parole ‚Tod Israel‘. Einer Morddrohung“, sagt Adler.

Vergleichbar sei dies jedoch mit der Parole „Deutschland erwache, Juda verrecke“ während des Nationalsozialismus, so Adler. Diese spielte auf das vorchristliche Reich Juda (Jehuda) an. Männliche Juden müssten im Nationalsozialismus zwangsweise den Namen Israel als zweiten Vornamen tragen. Die Antisemiten, die auf gegenwärtigen „Al Quds“-Demonstrationen „Tod Israel“ und „Khaybar khaybar ya Yahud“ riefen, meinten laut Adler nie nur eine spezielle Form der jüdischen Existenz. „Sie meinen es umfassend, absolut und tödlich. Israel ist das Zeichen und der Ort jüdischer Lebendigkeit und der Beweis für das Scheitern der Vernichtung“, sagt er. Dieses nähmen Antisemiten nicht nur dem Staat übel, sondern eben jedem einzelnen lebenden Juden.

WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen

Die WerteInitiativ – jüdisch-deutsche Positionen e. V. ist ein deutscher Verein mit Sitz in Berlin. Nach Eigenangaben setzt er sich für die Sicherung einer Zukunft für Juden in Deutschland ein. Dies, indem er die Werte einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft und einen Rechtsstaat, der diese schützt und stärken will. Die WerteInitiative versteht sich als zivilgesellschaftliche, jüdische Stimme.

So seien antisemitische Übergriffe in deutschen Großstädten inzwischen an der Tagesordnung. Erst vor wenigen Wochen ist ein Vater vor den Augen seines Kindes in Berlin antisemitisch beleidigt und geschlagen worden. Mehr dazu lesen Sie hier. Auch der neueste Bericht des Bundesverbandes der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) zeigt, dass die extreme Gewalt gegen Juden in Deutschland im vergangenen Jahr zugenommen hat. Für Adler ein krasser Gegensatz zur deutschen Erinnerungskultur. Er betont: „Wir Juden haben keine sichere Seite in Deutschland. Darum sind wir sehr sensibel, wenn die Stimmung im Land kippt.“ Dies sei mittlerweile wieder der Fall.

 

Jüdische Menschen in Deutschland: Zukunftsperspektiven und Unsicherheit

Jüdischen Eltern in Deutschland würden ihren Kindern fast immer gezielt zu Berufen raten, mit denen man in der ganzen Welt arbeiten kann, sagt Adler. „Wir wissen nicht, was aus Deutschland wird – und ob man in einigen Jahren hier noch leben kann.“ Das sei nach der Wende anders gewesen. Damals hätten Juden in Deutschland ihren „innerlich gepackten Koffer in den Keller gebracht.“ Das war eine gute Situation. Bis es etwa 2015 wieder losging. Für Adler der Anlass Adler, den Verein „WerteInitiative. Jüdisch-deutsche Positionen“ in Berlin zu gründen.

„Mittlerweile erfahren wir Anfeindungen von allen Seiten: Aus dem linken Spektrum, wenn es um vermeintliche Zionismuskritik geht. Von Rechts ohnehin, dazu aus dem islamistischen Bereich, und seit Corona nun auch von Menschen aus der Mitte der Gesellschaft“, so Adler. „Plötzlich marschieren normale Bürger zusammen auf Demos – angetrieben von eindeutigen Antisemiten wie Attila Hildmann. Und applaudieren.“ In den letzten Wochen habe zudem die Häufigkeit und Intensität von Hassnachrichten, die ihn auf unterschiedlichen Wegen erreichen, deutlich zugenommen, fügt Adler hinzu.

„Die Zündschnur, dass Menschen in Deutschland ihre wahre Gesinnung zeigen, ist zuletzt sehr kurz geworden“, sagt Adler. Abschließend forderte er die verstärkte Notwendigkeit von Informationsarbeit und Begegnung in Schulen. „Wir müssen die Herzen der Menschen für die freiheitlich-demokratische Gesellschaft gewinnen und unsere Demokratie dadurch stabiler lassen – und in ihrer Mitte das jüdische Leben.“

8 September 2023 0 Kommentare
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Religion

Frankreichs oberstes Verwaltungsgericht bestätigt Abaya-Verbot an Schulen

von Fremdeninfo 8 September 2023
von Fremdeninfo

Frankreichs oberstes Verwaltungsgericht bestätigt Abaya-Verbot an Schulen

Artikel von Julika Herzog •

Symbolbild einer Abaya, einem traditionnell in arabischen Ländern getragen Gewand

Symbolbild einer Abaya, einem traditionnell in arabischen Ländern getragen Gewand © DENIS CHARLET/AFP or licensors

 

Bildungsminister Gabriel Attal hatte die bei Musliminnen beliebte Abaya, eine Art langen Umhang, zum Schuljahresbeginn aus französischen Klassenzimmern verbannt. Er stützt sich dabei auf das Verbot religiöser Symbole an Schulen in dem streng auf Laizität, also der strikten Trennung von Staat und Religion, bedachten Frankreich.

Diskutiert wird seitdem darüber, ob die Abaya und auch das Pendant für Männer, der Qami, überhaupt religiöse Symbole sind.

„Dieses Verbot basiert auf keinem Gesetzestext. Es handelt sich um eine rein politische Ankündigung des Bildungsministeriums, zu Beginn des neuen Schuljahres. Darüber hinaus handelt es sich um ein Kleidungsstück, das nicht genau definiert ist und das für viele kein religiöses Kleidungsstück ist“, so Anwalt Vincent Brengart. 

Ablenkungsmanöver? Nur Minderheit betroffen

Kritiker werfen der Regierung von Präsident Macron vor, sie wolle mit dem Verbot von dringenderen Problemen im französischen Bildungssystem ablenken, wie etwa Lehrermangel und baufälligen Schulen.

Gleichzeitig empfinden viele Menschen, darunter auch Lehrer, das Verbot als islamfeindlich. Sie betrachten die Abaya nur als traditionelles, nicht unbedingt religiöses Kleidungsstück für Mädchen. Doch in Umfragen begrüßen rund drei Viertel der Franzosen das Verbot der Abaya.

Tatsächlich betriff das Verbot nur eine Minderheit. Von landesweit 12 Millionen Kindern und Jugendlichen seien am ersten Schultag nach den Sommerferien 298 Schülerinnen mit Abaya zum Unterricht erschienen. 67 von ihnen  hätten sich geweigert das weite Gewand abzulegen und durften deswegen ihre Schule nicht betreten, wie Bildungsminister Gabriel Attal im französischen Fernsehen erklärte.

Diskussion über Schuluniform und weitere Klagen

Deshalb wird nun der Ruf nach einer Schuluniform laut. Der Bildungsminister, aber auch Präsident Emmanuel Macron wollen es den Schulen in einer Pilotphase erlauben, die Schuluniform auszuprobieren. Wie diese aussehen soll ist völlig offen.

Mehrere weitere Klagen gegen die Entscheidung stehen noch aus. Auch die erste Klage einer Schülerin, die wegen des Tragens eines Kimonos des Unterrichts verwiesen wurde, ist unterdessen an einem Gericht in Lyon eingegangen.

In Clermont-Ferrand hat der Vater einer Schülerin den Direktor telefonisch mit dem Tode bedroht, nachdem dieser seine Tochter wegen ihrer Kleidung nicht in die Schule gelassen hatte. Die Schulleitung hatte die Polizei benachrichtigt, der Mann wurde verhaftet.

8 September 2023 0 Kommentare
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