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Archive

Brief aus Istanbul: Warum wir mit Afghanistan und Syrien in einer Liga spielen

von Fremdeninfo 23 Januar 2024
von Fremdeninfo

Brief aus Istanbul: Warum wir mit Afghanistan und Syrien in einer Liga spielen

 

Artikel von Bülent Mumay  / Faz
 
 
 

Der türkische Staatspräsident Erdoğan am Montag in Ankara © picture alliance / Anadolu
 

Für Sie mag die Statistik, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in den ersten Tagen des Jahres 2024 veröffentlicht hat, eine gewöhnliche Meldung gewesen sein. Oder ausländerfeindliches Material für die Rechtsextremen in Ihrem Land bei der Debatte um „Remigration“. Für uns, die wir in der Türkei leben, ist sie ein Grund, uns zu schämen. Wir sind Teil einer Schande, die wir nicht verursacht haben: Die Türkei ist die Nummer zwei bei den Herkunftsländern der Personen, die 2023 in Deutschland einen Asylantrag gestellt haben. Auf Platz eins stehen mit 104.000 Anträgen Syrer. 63.000 wurden von Personen aus der Türkei gestellt, gefolgt von 53.000 Afghanen. Die offiziellen Statistiken der Türkei sind nicht weniger bitter. In den letzten drei Jahren verließ mehr als eine Million Einwohner unser Land. Besonders betrüblich: Den größten Anteil bildet die Gruppe der 20- bis 29-Jährigen. Wir haben die besonders gut ausgebildeten, hoch qualifizierten jungen Menschen verloren, die doch die Zukunft eines Landes darstellen.

Die Ausgewanderten können in ihren Zielländern nicht ein Leben beginnen, das ihrer Ausbildung oder ihrer bisherigen Laufbahn entspricht. In einer Berliner Bar ist gut möglich, dass ein von der Universität in der Türkei vertriebener Akademiker Ihnen das Bier einschenkt. Und wenn Sie auf dem Wochenmarkt in Frankfurt einen Pfannkuchen erstehen, hat den womöglich ein Bauingenieur gebacken, der in der Türkei vergeblich nach Arbeit gesucht hatte. Bei uns gab es weder einen Bürgerkrieg wie in Syrien noch sind die Verhältnisse wie im mittlerweile von den Taliban regierten Afghanistan, wo die Waffen seit 1978 nicht schweigen. Warum stehen wir dennoch auf Platz zwei der BAMF-Liste? Genau umgekehrt war es in der Türkei in den Achtzigern, nachdem die Islamisten in Iran die Macht ergriffen hatten, und in den Neunzigern nach dem Zerfall der Sowjetunion. Durch Zuwanderung aus diesen Ländern kamen wir damals etwa zu Reinigungskräften mit Diplom in Genetik oder Bolschoi-Absolventinnen als Kindermädchen. Warum nun blutet die Türkei dermaßen aus, obwohl sie doch über eine, wenn auch mangelhafte, hundertjährige demokratische Tradition verfügt, Mitglied in der NATO, eine der zwanzig größten Volkswirtschaften der Welt wie auch nach wie vor EU-Anwärter ist?

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Bülent Mumay © privat

Die Auswanderer haben ein paar sehr einfache Hauptgründe. Wir werden nicht mehr satt. Und das meine ich nicht im übertragenen Sinn. Kein einziges Nahrungsmittel können wir noch in dem Maße konsumieren wie früher. Unser Warenkorb schrumpft bei jedem Einkauf. Aufgrund der Wirtschaftspolitik des Palastregimes ist unsere Kaufkraft im Keller. Laut Angaben der UN-Organisation für Nahrungsmittel und Landwirtschaft sind die Lebensmittelpreise 2023 weltweit um zehn Prozent gesunken. In der Türkei hingegen sind sie selbst den vom Palast manipulierten Zahlen zufolge um 72 Prozent gestiegen. Tatsächlich aber um mindestens das Doppelte. Wer das Glück hat zu arbeiten, verarmt zusehends. Und die Arbeitslosen? Fragen Sie nach denen lieber gar nicht. Im Laufe des letzten Jahres mussten 111.000 kleinere Sie glauben, das Leben sei doch sicher nicht für alle schlecht? Sie täuschen sich nicht. Erdoğan nahestehende Unternehmer vermehren ihr Vermögen weiter. In der Türkei vor Erdoğan waren Geschäftsleute stolz darauf, auf der Liste der größten Steuerzahler zu stehen. Sich unter den ersten hundert zu befinden brachte enormes Prestige ein. Wer aber dank Erdoğan reich wurde, ist darauf lieber nicht mehr stolz. Auf der letzte Woche veröffentlichten Liste der größten Steuerzahler 2022 wollten 76 von hundert Personen lieber anonym bleiben. Aus einem einfachen Grund: Sie wollen nicht, dass ihre Beziehungen zum Palast bekannt werden und warum sie auf einmal so hohe Umsätze machen. Selbstverständlich ist Erdoğans Kriegsspielzeug produzierender Schwiegersohn mit mehr als doppelt so viel Steuern wie der Inhaber des Industrieriesen mit seiner hundertjährigen Vergangenheit rein zufällig an die Spitze der Liste vorgerückt.

Das sei politisch lösbar, glauben Sie?

Doch zurück zu den Menschen, die die Türkei verlassen. Sie gehen auch, weil sie keine Wohnung finden. Erdoğan unterstützt insbesondere die Baubranche, weil sie das Instrument ist, mit dem er seine Anhänger am schnellsten reich machen kann. Bauunternehmer ziehen überall Betonblöcke hoch und begehen damit Umweltsünden. Dennoch sinkt die Quote der Wohnungseigentümer seit zehn Jahren, während sich die Zahl der Mieter erhöht hat. Die einen werden reich, die Mieten hingegen übersteigen die Einkommen der Unter- und Mittelschicht. Gehen wir einmal davon aus, dass Sie genug Geld für die Miete haben. Fühlen Sie sich aber in Ihrer Wohnung sicher? Wissenschaftler erwarten seit dem großen Erdbeben von Gölcük am Marmarameer 1999 jeden Augenblick ein schweres Beben über der Stärke von 7 in Istanbul.

Erdoğan regiert die Türkei seit 22 Jahren, letzte Woche versprach er, Istanbul auf ein solches Erdbeben vorzubereiten. Ist ein solches Versprechen zwei Monate vor den Kommunalwahlen glaubwürdig? Kaum. Vor den letzten Kommunalwahlen hatte Erdoğan etliche Hunderttausend illegal errichtete und marode Bauten gegen Geld legalisieren lassen. Und wer leitet die Organisation, die jetzt in Istanbul Vorkehrungen gegen ein Beben treffen soll? Die Person, die seinerzeit eine Siedlung genehmigt hatte, unter deren Trümmern im Februar 2023 beim Erdbeben im Südosten des Landes 1400 Menschen ihr Leben lassen mussten. Das Beben im letzten Jahr kostete über 50.000 Menschenleben. Gegen keinen einzigen Verantwortlichen in der öffentlichen Verwaltung wurde Anklage erhoben. Einen von ihnen aber beförderte das Palastregime jetzt und beauftragte ihn damit, Istanbul erdbebensicher zu machen.

Man findet kein Auskommen in der Türkei und keine Unterkunft, nicht einmal, wenn man den Tod in Kauf nimmt. Sie denken, diese Probleme seien doch politisch lösbar. Zumindest vertrauen Sie darauf, dass es Politiker, NGO-Vertreter und Journalisten gibt, die all dies aufs Tapet bringen können, nicht wahr?

Wir schämen uns fremd

In der Türkei muten solche Gedanken allerdings recht naiv an. Politiker, die womöglich eine Alternative bieten, lässt das Palastregime entweder hinter Gitter setzen oder per Gerichtsbeschluss aus der Politik entfernen. Journalisten ergeht es nicht anders. Kritisieren Journalisten die Regierung, verlieren sie zunächst ihre Arbeit, dann ihre Freiheit. 563 Mal mussten Journalisten im letzten Jahr vor Gericht erscheinen. 72 Journalisten wurden von der Polizei abgeholt, gegen 23 wurde Haftbefehl erlassen, sie mussten den Jahreswechsel im Gefängnis feiern. Die wenigen noch nicht von der Regierung kontrollierten Fernsehsender werden mit Bußgeldern abgewürgt. Die staatliche Aufsichtsbehörde für Rundfunk und Fernsehen RTÜK strafte oppositionelle Sender ganze 59 Mal ab. Entweder erhielten sie Sendeverbot oder mussten Bußgelder von einigen Millionen Lira entrichten.

RTÜK begnügt sich nicht damit, oppositionelle Sender zum Schweigen zu bringen. Sie greift auch in die Produktion von Telenovelas ein, einem der Exportschlager der Türkei in den letzten Jahren. Unsere Soaps haben mittlerweile die lateinamerikanischen überholt, allerdings darf nicht gezeigt werden, was der Regierung missfällt. Fernsehsender verpixeln nicht nur Weingläser, um Bestrafung zu entgehen, sondern auch Wassergläser mit Stiel. Wird in einer ausländischen Produktion die Frage: „Trinken wir ein Bier?“ gestellt, heißt es in den Untertiteln stattdessen: „Trinken wir etwas?“ Umarmen sich Mann und Frau, fährt die Kamera zum Himmel. Ohne einen einzigen Kuss gesehen zu haben, wird uns in der nächsten Szene das Baby im Arm des Paars präsentiert.

In einer solchen Türkei leben wir, ebendiese Türkei verlassen jene, die auswandern. Je mehr fortgehen, desto einsamer werden wir und desto kärglicher unser Land. Eingangs hatte ich erwähnt, dass wir uns schämen, Nummer zwei auf der BAMF-Liste der Asylanträge zu sein. Warum aber schämen wir uns, wenn es doch gar nicht unsere Schuld ist? Wir schämen uns fremd. Anstelle derer, die kein Schamgefühl mehr haben oder nie eines hatten.

Aus dem Türkischen von Sabine Adatepe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23 Januar 2024 0 Kommentare
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Archive

Für Frau Weidel bin ich nur „Passdeutsche“ – viel wütender macht mich etwas anderes

von Fremdeninfo 23 Januar 2024
von Fremdeninfo
Für Frau Weidel bin ich nur „Passdeutsche“ – viel wütender macht mich etwas anderes
Kolumne von Serap Güler
Serap Güler: „Es ist für mich unverständlich, dass nach so vielen Enthüllungen, so viel offen zur Schau gestelltem Hass gegen Minderheiten, Frauen und alles, was unsere Gesellschaft so vielfältig macht, Menschen in Erwägung ziehen, ihre Stimme der AfD zu geben.“ imago/Güler © imago/Güler
Serap Güler:

Ich erfuhr schon sehr früh, dass Menschen wie ich für Alice Weidel nur „Passdeutsche“ sind. Die „Remigrations“-Pläne von AfD-Funktionären und Rechtsextremen überraschen mich deshalb nicht. Dass viele Menschen in diesem Land keine Schlüsse daraus ziehen, umso mehr.

Ich, die in diesem Land geboren wurde und aufgewachsen ist, hier zur Schule gegangen ist und nie in einem anderen Land gelebt hat, soll nach Machtübernahme einiger Neonazis aus diesem Land, aus meinem Land, deportiert werden. Das ist zumindest der Plan einiger AfD-Funktionäre, die sie zusammen mit Personen der rechtsextremen Szene in einer Villa in Potsdam geschmiedet haben und der durch die Plattform Correctiv nun öffentlich wurde.

Was ich dabei empfunden habe, wollten einige wissen, auch die FOCUS-online-Redaktion. Was also empfindet man, wenn man erfährt, dass man zwar 43 Jahre lang in diesem Land gelebt, aber nach der Vorstellung einiger doch nicht dazugehört?

Ich erfuhr früh, dass Menschen wie ich für Frau Weidel nur „Passdeutsche“ sind

Ehrlicherweise habe ich weder Wut noch Empörung empfunden. Auch keine Angst oder sonstiges Unwohlsein – und genau das ist eigentlich das Unschöne. Denn ich höre das alles ja nicht zum ersten Mal. Wer öfter und genau zugehört hat, den hat die Recherche nicht überrascht, sondern nur bestätigt.

Ich erfuhr schon sehr früh, dass Menschen wie ich für Frau Weidel nur „Passdeutsche“ sind, – wie sie im Fall von Deniz Yücel von sich gab. Was mich verstörte, war eher, dass es wenig Menschen gab, die sich darüber aufregten. Heute scheint das anders zu sein. Seit Tagen gehen tausende Menschen auf die Straßen, um deutlich zu machen, dass sie diese Ideologie, diesen Hass, diese Menschenfeindlichkeit nicht mehr schweigend hinnehmen wollen. Ich kann dazu nur sagen: Endlich. Endlich und Danke.

Ich mache mir keine Illusion darüber, dass die Demonstrationen die Umfrageergebnisse der AfD nicht von heute auf morgen wegmachen werden. Der Unmut in der Bevölkerung ist ja real und auch an einigen Stellen berechtigt.

Für mich ist es unverständlich, dass Menschen die AfD überhaupt nur in Erwägung ziehen

Es ist für mich nur unverständlich, dass nach so vielen Enthüllungen, so viel offen zur Schau gestelltem Hass gegen Minderheiten, Frauen und alles, was unsere Gesellschaft so vielfältig macht, Menschen in Erwägung ziehen, ihre Stimme dieser Partei zu geben. Ich bin die letzte Person, die Protest verteufelt – ihn zeigen zu können, ist eine Errungenschaft unserer Demokratie.

Doch ich möchte an alle appellieren, die mit dem Gedanken spielen, alles rechts von der Union zu wählen, dass sie in einem System aufwachen werden, das am Ende auch ihnen selbst schaden wird. Die AfD hat oft genug bewiesen, dass ihr Populismus gegen die ureigenen Interessen unserer Nation geht. Nicht umsonst ergreifen immer mehr Unternehmer, die Kirche, Fußballvereine oder Organisationen aus der Mitte der Gesellschaft immer häufiger das Wort und ziehen klare Kante. Die Gefahr ist real.

Dass Rassismus wieder in einem Land salonfähig geworden ist, von dem vor nicht einmal hundert Jahren die schlimmsten Menschheitsverbrechen und der Zweite Weltkrieg ausgingen, ist ein Armutszeugnis. Nicht nur für die 25 Prozent der Menschen, die in Deutschland leben, eine Migrationsgeschichte haben und sich seit einiger Zeit vom politischen Klima beängstigt fühlen, sondern für diejenigen, die bis heute nicht verstanden haben, dass man Menschen nicht aufgrund der Herkunft, dem Aussehen, dem Namen oder der Sprache abwertet.

Gute, pragmatische und wertegeleitete Politik, ohne zu moralisieren, muss die Antwort sein

Man nennt es ganz einfach Anstand, den im Übrigen auch die Abgeordneten der AfD vermissen lassen, wenn sie sich im deutschen Parlament abfällig über Frauen, Menschen mit Behinderung oder Minderheiten äußern.

Umso stolzer machen mich die Bilder von den Demonstrationen in Köln, Hamburg, München oder Berlin. So viele Menschen wie nie zuvor gehen auf die Straße und zeigen Haltung gegen die hasserfüllte Politik der AfD. Eine starke Zivilgesellschaft gibt Antrieb für meine Arbeit im Parlament und zeigt, wie klein diese laute Minderheit eigentlich ist.

Wir sollten viel mehr über die friedliche, wenn auch von der Politik enttäuschte Mehrheit in diesem Land reden und nicht über die radikalen Ideologien in der AfD. Gute, pragmatische und wertegeleitete Politik, ohne zu moralisieren, muss die Antwort aller Demokraten sein. Es gibt genug Herausforderungen, die dieses Land in den nächsten Jahren zu bewältigen hat.

 

 

23 Januar 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

7,9 Milliarden US-Dollar für weltweite Migrationshilfe benötigt

von Fremdeninfo 23 Januar 2024
von Fremdeninfo

7,9 Milliarden US-Dollar für weltweite Migrationshilfe benötigt

von Home Politik

Ein Zelt der Internationalen Organisation für Migration (IOM) am ukrainisch-polnischen Grenzübergang während des russischen Militärangriffs auf die Ukraine
Quelle: picture alliance/NurPhoto/Beata Zawrzel

 

Angesichts gestiegener Migration hat die Internationale Organisation für Migration zum ersten Mal weltweit um Spenden gebeten. Umgerechnet über sieben Milliarden Euro werden benötigt, um die Arbeit der Organisation weiterhin zu ermöglichen.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat am Montag erstmals einen weltweiten Hilfsappell an Geber veröffentlicht. Die IOM brauche 2024 für ihre Arbeit einen Betrag von 7,9 Milliarden US-Dollar, teilte die Organisation in Genf mit. Mit dem Geld, umgerechnet 7,25 Milliarden Euro, will die IOM Hilfen für 140 Millionen Migranten sowie Binnenflüchtlinge finanzieren. Zudem benötigten lokale Gemeinschaften, die den Migranten beistehen, Hilfen der IOM.

Die verschiedenen Formen der Migration hätten ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht, sagte IOM-Generaldirektorin Amy Pope. Die IOM habe sich aufgrund des wachsenden Finanzbedarfs entschlossen, erstmals öffentlich einen Hilfsaufruf vorzustellen.

Größere Investitionen von Regierungen, dem Privatsektor, einzelnen Geldgebern und anderen Partnern seien nötig, betonte die US-Amerikanerin Pope. Sinnvoll organisierte Migration könne zu Wohlstand und Fortschritt weltweit beitragen. Die 1951 gegründete IOM ist Teil des Systems der Vereinten Nationen und setzt sich für eine humane und geordnete Migration ein. Sie hat 175 Mitgliedstaaten und ist in 171 Ländern vertreten.

Die Mitglieder können neben den regulären Beiträgen, die sie mit der IOM aushandeln, auch freiwillige Zahlungen leisten. Darüber hinaus können andere Organisationen, Institutionen und Private der IOM Gelder spenden

23 Januar 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Flüchtlingsunterkünfte: Letzter Halt Landratsamt

von Fremdeninfo 23 Januar 2024
von Fremdeninfo

 

 

Flüchtlingsunterkünfte: Letzter Halt Landratsamt

Artikel von Von Matthias Köpf und Johann Osel, München/Rott/SZ

Reisebusse gelten in der aktuellen Debatte allzu oft als Maß für staatliche Zuweisungen weiterer Geflüchteter an die einzelnen Landkreise. © Boris Roessler/DPA

 

Die Regierungen schicken den Landräten in Bayern regelmäßig Busse mit Geflüchteten, die sie dann irgendwo unterbringen müssen. Selbst haben sie allerdings keine solchen Durchgriffsrechte auf die einzelnen Gemeinden.

Letzter Halt Landratsamt

Wenn es darum geht, ihre wachsenden Schwierigkeiten beim Unterbringen weiterer Geflüchteter zu beschreiben, sprechen Bayerns Landräte oft von Reisebussen. Alle zwei Wochen schicke ihm die Regierung einfach einen Bus voller Schutzsuchender, für die er dann irgendwo Unterkünfte finden müsse. Das hat etwa der Rosenheimer Landrat Otto Lederer (CSU) zuletzt immer wieder in Gemeinden vorgetragen, in denen er neue Flüchtlingsunterkünfte einrichten will. Auf offene Arme stößt er dabei selten, manchmal eher auf offenen Widerstand. Deswegen hätte Lederer erklärtermaßen gern eine gesetzlich geregelte Handhabe, um Geflüchtete leichter auf die Kommunen verteilen zu können. Doch in Bayern blieben die Landräte vorerst auf die Solidarität der Gemeinden untereinander angewiesen. Das hat eine Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts München nun bestätigt.

Mit dem Beschluss hat das Gericht dem Landratsamt in Bad Tölz vorläufig verboten, der kleinen Gemeinde Greiling Flüchtlinge einfach zuzuweisen, damit sie diese auf ihrem Gemeindegebiet selbständig irgendwo unterbringt. Diesen Schritt hatte der Tölzer Landrat Josef Niedermaier (FW) im Sommer angekündigt, weil Greiling und einige andere Dörfer auch im Verhältnis zu ihrer geringen Einwohnerzahl viel weniger Geflüchtete aufgenommen hatten als andere Kommunen. Greiling hat gegen das Landratsamt und damit formell gegen den Freistaat geklagt und nun vorläufig recht bekommen. Dass das Gericht in einem späteren Hauptverfahren anders entscheidet, ist angesichts seiner Begründung für den Eilentschluss unwahrscheinlich

Ein schlichtes Zuweisen von Asylbewerbern an die Gemeinde, die dann selbst für Unterkünfte sorgen müsste, würde nach Ansicht der Richter gegen das kommunale Selbstverwaltungsrecht verstoßen. Dieses besage nicht nur, dass eine Kommune ihre Angelegenheiten selbst regeln dürfe, sondern schütze sie auch davor, übergeordnete Aufgaben übertragen zu bekommen, solange es dafür keine gesetzliche Grundlage gibt. Und anders als etwa in Nordrhein-Westfalen existiert in Bayern in diesem Fall kein solches Gesetz. Das Unterbringen von Asylbewerbern bleibt allein staatliche Aufgabe, und der Arm des Staates reicht da nur bis in die Landratsämter als unterste staatliche Behörden.

Wenn es nach dem bayerischen Gemeindetag geht, soll das auch so bleiben. Die Interessenvertretung der kleineren Kommunen sieht sich durch den Gerichtsbeschluss bestätigt. Zwangszuweisungen, wie sie der Tölzer Landrat angekündigt hatte, dürfe es nicht geben. Die Gemeinden kennen die Nöte der Landräte demnach sehr genau, setzen aber weiterhin auf die Solidarität untereinander. Dieses System hat sich auch in den Augen von Thomas Karmasin bewährt. Er ist Präsident des bayerischen Landkreistags. „Die Debatte über Zwangsmöglichkeiten der Landratsämter ist nur die traurige Konsequenz der irrlichternden Migrationspolitik des Bundes und verfehlt den eigentlichen Kern des Problems“, sagt der CSU-Politiker. An der „massiven Überlastung der Kommunen“ ändere auch eine Zwangsmöglichkeit der Landratsämter nichts.

Eine Totalverweigerung können wir nicht tolerieren“

Das bayerische Innenministerium betont, das Unterbringen von Geflüchteten sei und bliebe eine staatliche Aufgabe. Die Gemeinden hingegen seien anders als in anderen Bundesländern nicht dazu verpflichtet. Eine grundlegende Änderung dieser Zuständigkeiten stehe nicht zur Debatte und auch „eine Verschärfung der gesetzlichen Mitwirkungspflicht“ sei aktuell nicht geboten, teilt das Ministerium mit. Denn „mitwirken“ müssen die Gemeinden auch laut bayerischer Gesetzeslage. „Das bedeutet, dass eine kreisangehörige Gemeinde gerade nicht nach dem St.-Florians-Prinzip vorgehen kann, eine Totalverweigerung können wir nicht tolerieren.“ Die allermeisten Gemeinden träten aber ohnehin sehr kooperativ auf. „Auch wenn das staatliche Landratsamt unterbringt, bringt es die Menschen faktisch immer in einer Gemeinde unter.“

Das jedoch geschieht beileibe nicht immer im Konsens. So hat der Rosenheimer Landrat Lederer im Herbst der 4200-Einwohner-Gemeinde Rott am Inn mitgeteilt, dass er im örtlichen Gewerbegebiet ein Objekt gemietet habe und dort eine Erstaufnahme für bis zu 500 Asylbewerber einrichten wolle, um andernorts zwei Turnhallen freizubekommen. Seither ist die Stimmung in Rott aufgeheizt bis explosiv. Die Gemeinde versucht unter anderem, sich mit Mitteln des Baurechts gegen die Unterkunft zu wehren. Die sei viel zu groß für die Gemeinde und könne wegen der beengten Lage im Gewerbegebiet auch den Geflüchteten keine angemessenen Bedingungen bieten.

Doch die Unterkunft würde auch in Rott nicht von der Gemeinde eingerichtet, sondern vom Freistaat. Lederer ist bisher nicht von seinen Plänen abgerückt. Am Samstag hat die AfD einige Dutzend Menschen zu einer Demonstration in Rott versammelt. Dem Aufruf linker Gruppen zur Gegendemonstration sind einige Hundert Menschen gefolgt, und die Gemeinde und die Bürgerinitiative „Rott rot(t)iert“ sahen sich zu einer eigenen, dritten Demonstration genötigt, um den

Die Möglichkeiten, Menschen aufzunehmen, sind ohnehin unterschiedlich verteilt. Was Unterkünfte betrifft, hat etwa die klagende Gemeinde Greiling bisher kaum Kapazitäten. Bis Mitte des Jahres will sie aber zusammen mit zwei Nachbargemeinden Plätze für 250 Geflüchtete schaffen.

 

 

23 Januar 2024 0 Kommentare
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Bundestag beschließt Gesetz für schnellere Abschiebungen

von Fremdeninfo 22 Januar 2024
von Fremdeninfo

Bundestag beschließt Gesetz für schnellere Abschiebungen

von Welt

Der Bundestag hat mit den Stimmen der Ampel-Fraktionen das Gesetz für eine schnellere Abschiebung abgelehnter Asylbewerber beschlossen. Es sieht insbesondere verlängerte Haftmöglichkeiten für Abschiebepflichtige und mehr Rechte der Polizei bei Durchsuchungen vor.

Bundestag beschließt Gesetz für schnellere Abschiebungen © dpa/Sebastian Willnow

 

Eine Reihe von Maßnahmen wie ein verlängerter Ausreisegewahrsam soll künftig verhindern, dass Abschiebungen im letzten Moment noch scheitern. Nach längerem Tauziehen in der Ampel-Koalition verabschiedete der Bundestag am Donnerstagabend ein entsprechendes Gesetz.

Um die Abschiebung von Ausländern ohne Bleiberecht zu erleichtern, wird unter anderem die gesetzliche Höchstdauer des Ausreisegewahrsams von bislang 10 Tagen auf 28 Tage verlängert. Zudem dürfen Behördenvertreter nun in Gemeinschaftsunterkünften auch andere Räume betreten als nur das Zimmer des Abzuschiebenden. In der Vergangenheit scheiterten Abschiebungen immer wieder daran, dass die Betroffenen nicht mehr auffindbar waren.

Der Gesetzentwurf war in der letzten Sitzungswoche vor Weihnachten kurzfristig von der Tagesordnung genommen worden, weil die Grünen noch Nachbesserungen gefordert hatten. Auf ihr Drängen wird nun etwa sichergestellt, dass den Betroffenen ein Anwalt zur Seite gestellt wird. Darüber hinaus sieht das Gesetz ein härteres Vorgehen gegen Schleuser vor. Wegen Protesten von Menschenrechtsorganisationen soll ein nachträglich eingefügter Passus dabei klarstellen, dass die Seenotrettung von Flüchtlingen dadurch nicht kriminalisiert wird.

22 Januar 2024 0 Kommentare
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Wie Özgür Özel die CHP verändern will

von Fremdeninfo 22 Januar 2024
von Fremdeninfo

Wie Özgür Özel die CHP verändern will

Von: Dtj

 

Im Fokus: Özgür Özel von der CHP. Foto: Eren Eren/Shutterstock

Die CHP in der Türkei steht vor einer Zeitenwende, seitdem der neue Vorsitzende Özgür Özel die Führung übernommen hat. Mit einem klaren Kurs und frischen Ideen will Özel die Partei aus ihrer langanhaltenden Niederlagenserie herausführen und die politische Landschaft des Landes verändern.

Özgür Özel, der frisch gewählte Vorsitzende der kemalistischen Oppositionspartei CHP, blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. In einem Internat in Izmir musste er als 11-Jähriger einiges einstecken. Doch diese Erfahrungen haben ihn geprägt und ihn gelehrt, nicht vor Herausforderungen zurückzuschrecken. Heute, 38 Jahre später, steht Özel an der Spitze einer Partei, die von vielen Rückschlägen gezeichnet ist. Der CHP-Vorsitz, den er von seinem Vorgänger Kemal Kılıçdaroğlu übernommen hat, war in der Vergangenheit oft mit Niederlagen verbunden. Kılıçdaroğlu trat zehn Mal gegen den amtierenden Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan an, sowohl bei Präsidentschafts- als auch bei Parlamentswahlen. Doch jedes Mal musste er sich geschlagen geben, selbst bei Verfassungsreferenden.

Der Aufstieg von Özgür Özel

Özgür Özel, der in Izmir Pharmazie studierte und dort seine spätere Frau kennenlernte, begann seine politische Karriere nach seinem Studium im Bereich Schwangerschaftstests erfolgreich. Seine Erfolge in der Branche brachten ihm die Aufmerksamkeit einflussreicher Akteure ein, er übernahm schrittweise wichtige Positionen in der Apothekerkammer. Die entscheidende Wende kam im Jahr 2009, als er überraschend als Ersatzkandidat für den CHP-Bürgermeisterkandidaten seiner Heimatstadt Manisa im Westen der Türkei aufgestellt wurde, nachdem dieser einen Herzinfarkt erlitten hatte. Obwohl er die Wahl verlor, sammelte er wertvolle Erfahrungen für seinen Einzug ins türkische Parlament zwei Jahre später.

Wutreden gegen die Regierung

In der Politik wurde Özel schnell als charismatischer Politiker bekannt, der sich durch kritische Reden gegen die Regierung profilierte. 2015 wurde er zum Fraktionsvorsitzenden gewählt, 2023 forderte er schließlich den langjährigen Parteivorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu heraus.

 

Ein neuer Kurs für die CHP

Özgür Özel hat ehrgeizige Pläne für die CHP und möchte sicherstellen, dass die Partei nicht länger Prügel von Erdoğan einstecken muss. Dabei plant er eine komplette Umstrukturierung der Partei und betont die Bedeutung von Selbstkritik: „Wenn wir die Probleme nicht erkennen und die Menschen nicht davon überzeugen können, dass wir dazu gelernt haben, werden die CHP und die gesamte politische Opposition für die Wähler irrelevant.“ Er sieht das Wahlbündnis mit rechten Parteien bei den Präsidentschaftswahlen 2023 als Fehler an und möchte sich auf echte Politikthemen wie Armut, Arbeitslosigkeit und den Sozialstaat konzentrieren, anstatt sich ausschließlich auf Erdoğan zu fokussieren.

Ein vielversprechender Start

Jetzt, als neuer CHP-Vorsitzender, hat er wenig Zeit, um die Partei wiederzubeleben, da bereits im März die Kommunalwahlen anstehen. Präsident Erdoğan hat starke Kandidaten für wichtige Städte aufgestellt, darunter Istanbul. Obwohl Özel selbst nicht zur Wahl steht, muss er die Wähler im Land von der neuen CHP überzeugen. Sein erster Schritt in diese Richtung war die Einberufung aller Parteien zu einer Versammlung auf dem Tandoğan-Platz in der Hauptstadt Ankara, um ein Zeichen für die Demokratie zu setzen. Dies geschah vor dem Hintergrund der Inhaftierung des Abgeordneten Can Atalay, der trotz Anordnung des türkischen Verfassungsgerichts nicht freigelassen wird. Für Özel ist dies ein Angriff auf den Rechtsstaat. Auch international startete der neue CHP-Vorsitzende schon einen ersten Anlauf. So beispielsweise auf dem SPD-Parteitag im Dezember. Hier überraschte Özel mit einer Rede auf deutsch. Seine Sprachkenntnisse hatte er während der Schulzeit erworben.

 

Hoffnung für die Opposition

Der neue CHP-Frontmann zeigt von Tag eins an seine Entschlossenheit, die Türkei in eine aus seiner Sicht bessere Richtung zu lenken. Ob er die Wählerinnen und Wähler von seinen Plänen überzeugen kann, wird sich das erste Mal bei den anstehenden Kommunalwahlen zeigen. In den darauffolgenden Monaten kommt es dann darauf an, ob Özel in der Lage ist, seine Visionen für die CHP und die Türkei erfolgreich umzusetzen. Seine Entschlossenheit und sein frischer Ansatz lassen fürs Erste auf eine spannende Entwicklung hoffen.

22 Januar 2024 0 Kommentare
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Elon Musk schickt ersten türkischen Astronauten ins Weltall

von Fremdeninfo 22 Januar 2024
von Fremdeninfo

Elon Musk schickt ersten türkischen Astronauten ins Weltall

Von: dtj

                                                               

 

SpaceX und Axiom Space haben den Start der Axiom Mission 3 (Ax-3) zur Internationalen Raumstation (ISS) auf den heutigen

Donnerstag verschoben. Mit dabei an Bord: Alper Gezeravcı aus der Türkei (r.) Foto: Axiom Spac

 

Die Türkei betritt eine neue Ära in der Raumfahrt, denn der erste türkische Astronaut, Alper Gezeravcı, soll heute mit einer internationalen Crew im Rahmen der Ax-3 Mission zur ISS aufbrechen. Die Leitung dieser historischen Mission liegt bei SpaceX, dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk.

Die geplante Ax-3 Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) verspricht einen historischen Augenblick für die Türkei, da der erste türkische Astronaut, Alper Gezeravcı, daran teilnehmen wird. Die Raketen Falcon 9 B1080-5 und das Raumschiff Crew Dragon C212 Freiheit sollen am 18. Januar vom Kennedy Space Center abheben, mit einem erwarteten Andocken an der ISS am 20. Januar. Ursprünglich sollte die Mission bereits am Mittwoch starten, wurde allerdings verschoben.

Die Mission ist ein internationales Unterfangen, da die Besatzung aus Mitgliedern verschiedener Länder besteht. Der Start, der erste bemannte Raumflug im Jahr 2024, wird von SpaceX durchgeführt. Während der Aufstiegsphase sind mehrere Abbruchzonen vorgesehen, um das Raumschiff im Falle von Problemen sicher absetzen zu können. Die Wetterprognose des 45. Luftgeschwaders der USSF zeigt günstige Bedingungen für den Start, mit einer geringen Wahrscheinlichkeit von Verstößen gegen die Startstandards.

13 Experimente für die Wissenschaft geplant

Die Ax-3-Besatzung besteht unter anderem aus dem erfahrenen US-amerikanischen Astronauten Michael Lopez Alegría, dem italienischen Luftwaffenoberst Walter Velade und dem Türken Alper Gezeravcı. Lopez

Alegría, ein ehemaliger NASA-Astronaut, führt die Mission an und ist ein erfahrener Raumfahrer mit sechs vorherigen Raumflügen. Velade, Pilot der Axiom-3, ist ein italienischer Luftwaffenoffizier mit Erfahrung als Testpilot und Ingenieur. Gezeravcı, der erste türkische Raumfahrer, ist ein erfahrener Pilot der türkischen Luftwaffe.

Erster Türke im Weltall: „In Istanbul ist es gefährlicher“

Halil Kayıkçı aus Istanbul wird bald in die türkischen Geschichtsbücher eingehen. Er bekommt im nächsten Jahr die Gelegenheit, als erster Türke die Erdatmosphäre zu verlassen und ins Weltall zu fliegen. Kayıkçı, Student der Technischen Universität Istanbul (ITÜ) für Luft- und Raumfahrttechnik, ist einer von 107 Menschen aus 60 Ländern, die an einer Verlosung einer privaten Firma … Erster Türke im Weltall: „In Istanbul ist es gefährlicher“ weiterlesen

Wir sind dabei, unser Ziel zu erreichen, einen unserer Bürger in den Weltraum zu schicken“, sagte Präsident Recep Tayyip Erdoğan vergangene Woche. Am Dienstagabend erklärte er, er betrachte diese Mission als „Symbol einer immer mächtigeren und sich behauptenden Türkei“.

Gezeravcı bereit, „die Träume des türkischen Volkes in die Tiefen des Weltraums zu bringen“

Gezeravcı selbst ist sich der hohen Erwartungen bewusst. Er ist nach eigenen Worten bereit, „die Träume des türkischen Volkes in die Tiefen des Weltraums zu bringen“. In einem Interview mit der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu betonte er aber zugleich, dass der Flug zur ISS für sein Land „kein Selbstzweck“ sei. Vielmehr diene er dazu, „die Ziele unserer Weltraumforschung zu erreichen“.

Die Crew wird mehr als 13 Experimente an Bord der ISS durchführen, darunter Forschung zu Lebensmittelkonsum im Weltraum, Strahlenschutz, Eierstockfunktion in der Schwerelosigkeit und biologische Experimente. Nach Abschluss ihrer Zeit an Bord wird die Axiom-3-Mission auf dem gleichen Weg wie andere Crew-Dragon-Missionen zur Erde zurückkehren.

22 Januar 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Mehrere Leichen von Migranten nach Bootsunglück angespült

von Fremdeninfo 22 Januar 2024
von Fremdeninfo

 

Mehrere Leichen von Migranten nach Bootsunglück angespült

 von:R-P Online

 

 

Istanbul. Vor sechs Wochen gab es vor der türkischen Küste ein Bootsunglück mit einen Flüchtlingsboot. Nun wurden einige der Körper der Unfallopfer angespült. Mehr zu den Hintergründen.

                                          

 

Migranten werden auf dem Weg nach Italien über das Mittelmeer aufgehalten (Archivbild).

An der Küste im Süden der Türkei sind sechs Wochen nach dem Untergang eines Flüchtlingsboots binnen weniger Tage neun Leichen angespült worden. Zwei von ihnen wurden Medienberichten zufolge am Montag in der Provinz Antalya gefunden, eine weitere rund 200 Kilometer weiter westlich in der Provinz Mugla.

 Die Behörden gehen davon aus, dass es sich bei einem Großteil der Toten um Passagiere des im Dezember gesunkenen Flüchtlingsbootes handelt. Nach dem Fund von sechs Leichen in der Provinz Antalya hatten die Behörden am Sonntagabend mitgeteilt, dass die Kleidung von fünf von ihnen offenbar in Syrien hergestellt wurde.

Am 11. Dezember hatte die libanesische Botschaft in Ankara das Verschwinden eines Flüchtlingsbootes mit 90 Menschen an Bord gemeldet. Es kam demnach Syrien oder dem Libanon und steuerte die Mittelmeerinsel Zypern an.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) verschwanden im vergangenen Jahr mehr als 3000 Migranten bei ihrer Flucht über das Mittelmeer. Es war die höchste Zahl von Verunglückten seit dem Jahr 2017.

Laut den türkischen Behörden könnte es sich bei einer der in der Provinz Antalya gefundenen Leichen um eine junge Türkin handeln, die Anfang Januar in der Küstenstadt verschwunden war. Medienberichten zufolge wurde dies durch DNA-Analysen bestätigt.

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Mutmaßlich ausländerfeindlicher Angriff: Marokkaner und Syrer in Brandenburg am Kopf verletzt

von Fremdeninfo 22 Januar 2024
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Mutmaßlich ausländerfeindlicher Angriff: Marokkaner und Syrer in Brandenburg am Kopf verletzt

  Von:Tagesspiegel

Eine etwa neunköpfige Gruppe schlug in Elsterwerda zwei Männer aus Marokko und Syrien. Zuvor sollen die Täter eine Frau rassistisch beleidigt haben.

                                                        

Symbolfoto Polizei, Einsatzwagen, Streifenwagen, blaulicht, Potsdam 04.12.2023 Foto: Sebastian Gabsch © Foto: Foto: Sebastian Gabsch

 

Im brandenburgischen Elsterwerda ermittelt die Polizei nach einem mutmaßlichen ausländerfeindlichen Angriff auf zwei junge Männer aus Syrien und Marokko. Sie wurden nach eigenen Angaben am Freitagabend am Bahnhof der Stadt von Mitgliedern einer etwa neunköpfigen Gruppe beleidigt und geschlagen, wie die Polizei in Cottbus am Montag mitteilte. Die Männer wurden am Kopf verletzt, auch eine Brille ging kaputt.

Die Geschädigten im Alter von 18 und 20 Jahren wollten nach eigenen Angaben einer Frau helfen, die von der Gruppe rassistisch beleidigt und angegangen wurde. Ein Täter soll darüber hinaus versucht haben, der Frau ihr Kopftuch herunterzureißen. Als die beiden Zeugen per Telefon die Polizei alarmieren wollten, wurden sie demnach selbst angegriffen.

Danach fuhr die Gruppe, zu der auch drei Frauen gehört haben sollen, mit einem Zug vom Bahnhof davon. Die beiden Geschädigten wandten sich später an die Polizei und zeigten den Vorfall an. Ihre Verletzungen wurden im Krankenhaus versorgt. Die weiteren Ermittlungen übernahm nach Angaben der Beamten der Staatsschutz der Polizei. (AFP)

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Nouripour im ntv Frühstart: „Begriff Remigration hat sehr viele Leute erschüttert“

von Fremdeninfo 22 Januar 2024
von Fremdeninfo

Nouripour im ntv Frühstart: „Begriff Remigration hat sehr viele Leute erschüttert“

Ntv,de

Der Grünen-Co-Chef begrüßt die Massendemonstrationen gegen Rechtsextremismus. Ob sie die AfD-Wähler zum Umdenken bringen, bleibe ungewiss. Für die Grünen sind die Proteste aber jetzt schon spürbar: Binnen zwei Wochen seien mehr als Tausend Menschen der Partei beigetreten.

                                                                     

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Der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour hat die Massendemonstrationen gegen Rechtsextremismus auf die Recherchen des Netzwerks „Correctiv“ zu einem Treffen von Rechtsextremen und AfD-Politikern in der Nähe von Potsdam zurückgeführt. „Die Leute sind in Sorge und, ehrlich gesagt, dieser unsägliche Begriff Remigration hat auch sehr viele Leute erschüttert“, sagte Nouripour in der Sendung „Frühstart“ von ntv. Wie diese Proteste auf AfD-Wähler wirken, könne er nicht abschätzen. Aber er hoffe, dass das bei den Wählern der AfD „auch zu einem Umdenken führt, weil die ja auch durch diese Recherchen sehen müssen, welche Menschenverachtung dahintersteckt“, so der Grünen-Chef.

Merz warnt vor „Nazi-Keule“ gegen die AfD

Dass die Massenproteste gegen Rechtsextremismus die Parteien der Mitte schwächen könnten, fürchtet er nicht. Im Gegenteil, die Grünen verzeichneten gerade überdurchschnittlich viele Parteieintritte. „Wir haben gerade ein Riesen Run, wie wahrscheinlich seit Jahren nicht an Neumitgliedern, die bei uns in die Partei einfallen“, sagte Nouripour. Er sprach von einer vierstelligen Zahl von Personen, die die letzten zwei Wochen eingetreten seien. Das zeige, dass „die Leute was machen wollen“. Viele Menschen würden sich gerade zivilgesellschaftlich engagieren, dazu zähle auch der Eintritt in eine Partei. Entscheidend sei die Stärkung der Demokratie, auch wenn es die AfD nicht gäbe. „Das Gedankengut ist ja noch da und das zu bekämpfen, das bleibt“, so Nouripour.

Trump bleibt unvorhersehbar

Der gelernte Außenpolitiker Nouripour ist skeptisch, ob ein wiedergewählter Donald Trump, die Präsidentschaft nutzt, um die USA in ein autoritäres Regime zu verwandeln. Das wisse man nicht, das sei ein Problem. Trump bringe eine große Unberechenbarkeit. „Deshalb müssen wir uns mit allem, was wir haben, darauf vorbereiten, und das geht nur europäisch“, sagte Nouripour.

Als Beispiel von Trumps notorischer Unzuverlässigkeit in seiner ersten Amtszeit schilderte er eine Anekdote aus seiner Heimatstadt Frankfurt: „Bei uns gab es Banken, die Schichten eingeteilt haben, damit jemand um vier, fünf Uhr morgens aufsteht und schaut, was er getwittert hat, damit bei der Börseneröffnung in Frankfurt mit der Zeitverschiebung man auch dann dementsprechend darauf reagieren kann.“

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