• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Flüchtlinge

Asylanträge in Deutschland auf Rekordtief – erstmals seit 2015 nicht mehr Spitzenreiter...

19 April 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Keine Arbeit für 20 Asylbewerber – warum Neuss die Vorgaben nicht erfüllt

13 April 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Die in Europa gestellten Asylanträge sind deutlich weniger geworden. In Deutschland wird...

3 März 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrationswende mit GEAS: Das ändert sich jetzt für Asylbewerber

27 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Ausreisepflichtige: Poseck verteidigt Handyortung: „Vereinbar mit EU-Recht“

26 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrantenboot kollidiert mit Küstenwache vor griechischer Insel – Polizei spricht von 14...

4 Februar 2026 0 Kommentare
kjhuz.jpg
Archive

Lanz zum Mannheim-Attentat: Journalistin kritisiert Einsatz der Polizei

von Fremdeninfo 5 Juni 2024
von Fremdeninfo

Lanz zum Mannheim-Attentat: Journalistin kritisiert Einsatz der Polizei

Geschichte von Markus Brandstetter

ournalistin über Mannheim-Attentat

„Wie konnte dieser Einsatz so dilettantisch verlaufen?“

                                                  

Anna Lehmann (Archivbild): Die Journalistin erntete bei Lanz Kritik für ihre Kritik am Polizeieinsatz in Mannheim. (Quelle: IMAGO/teutopress GmbH/imago) © Bereitgestellt von t-online (Deutsch)
 

Anna Lehmann (Archivbild): Die Journalistin erntete bei Lanz Kritik für ihre Kritik am Polizeieinsatz in Mannheim. (Quelle: IMAGO/teutopress GmbH/imago)

Die Journalistin Anna Lehmann kritisiert nach dem Attentat in Mannheim das Vorgehen der Polizei. Dafür erntet sie selbst scharfe Kritik.

Der mutmaßlich islamistisch motivierte Polizistenmord in Mannheim schockiert ganz Deutschland – und hat die Debatte über Islamismus und eine Veränderung der Migrationspolitik neu entfacht. Auf einen Konsens kam man diesbezüglich am Dienstagabend bei „Markus Lanz“ mitnichten, oder wie es Mansour formulierte: „Ich gehe heute mit mehr Fragen als Antworten.“

Die Gäste:

  • Thorsten Frei, Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU)
  • Ahmad Mansour, Integrationsexperte
  • Anna Lehmann, Journalistin (taz)
  • Gerald Knaus, Migrationsforscher
  • Ulf Röller, ZDF-Korrespondent

Zu Beginn der Sendung wurde das Attentat in Mannheim auf Islam-Kritiker Michael Stürzenberger diskutiert, bei dem ein Polizist getötet wurde. Der mutmaßliche Täter war ein 25-jähriger gebürtiger Afghane. Die Informationslage sei noch dünn, erklärte CDU-Politiker Thorsten Frei, allerdings gebe es bereits einige Dinge, die feststehen. „Zum einen ist es ein abgelehnter Asylbewerber gewesen, der trotzdem das Land nie verlassen hat. Es gab sicherlich in der Vergangenheit auch mal ein Zeitfenster, wo eine Abschiebung möglich gewesen wäre. Mit der Frage muss man sich beschäftigen“, so Frei.

Außerdem sei es offensichtlich, dass man es mit einem islamistischen Attentat zu tun habe. Davon gehe auch die Generalbundesanwaltschaft aus. „Deswegen müssen wir uns mit dem Problem des politischen Islam, des Islamismus beschäftigen.“

Deutschland, so der Politiker, fehle der 360-Grad-Blick in der Islamismus-Debatte. Er kritisierte Innenministerin Nancy Faesers Abschaffung des Expertenkreises „Politischer Islamismus“. „Es ist doch ganz offensichtlich, dass das Maß an Migration letztlich auch dazu geführt hat, dass Integration nicht mehr hinreichend gelungen ist und Parallelgesellschaften entstanden sind“, so Frei.

Lehmann: „Wie konnte dieser Einsatz so dilettantisch verlaufen?“

Die taz-Journalistin Anna Lehmann übte Kritik an der Vorgehensweise der Polizei beim Attentat und fragte: „Wie konnte dieser Einsatz so dilettantisch verlaufen? Wieso musste dieser junge Polizist sterben?“

Außerdem betonte sie, dass es sich bei Stürzenberger „um einen bekannten Islamhasser, der vom Staatsschutz beobachtet wird“ handle, „[…] der ein Extremist war und der in einer migrantisch geprägten Einwandererstadt steht und seine Parolen über den Marktplatz brüllt.“ Hier habe man von einer Gefährdungslage ausgehen müssen. „Wie kann es eigentlich sein, dass der nicht adäquat bewacht wird?“, so Lehmann.

Dafür hagelte es Kritik von Frei: „Was wollen sie denn mit dieser Relativierung erreichen?“, fragte er Lehmann und konstatierte eine Täter-Opfer-Umkehr. Man könne Stürzenberger kritisieren, wie man wolle, er habe in Deutschland jedoch das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Integrationsexperte Ahmad Mansour kritisierte das Narrativ vom „vorbildlich integrierten Asylwerber“, der sich überraschenderweise radikalisierte. „Vielleicht ist das aber unser Grundfehler in der Betrachtung von Integration. Vielleicht war auch Mohammed Atta in Hamburg, der Attentäter vom 11. September, hier in Hamburg super integriert. Er hat studiert, er hat die Sprache gelernt, er hat auch keine Straftaten begangen. Und wir dachten, das ist Integration“, so Mansour.

mmer wieder begegne er in der Politik der Auffassung, Integration bedeute Sprache plus Arbeit minus Kriminalität. Dies sei jedoch viel zu wenig, da man nicht darauf achte, ob die Menschen auch emotional in diesem Land ankämen und die Grundwerte verinnerlichten.

Mansour: „Unser Grundfehler in der Betrachtung von Integration“

Mansour stellte außerdem die These in den Raum, dass die Polizisten in Mannheim durch den jahrelangen Diskurs über Polizeigewalt in ihrer Reaktion verunsichert gewesen sein könnten. „Ich weiß, wie gefährlich Messerattacken sind und ich weiß, wie schnell das gehen muss. Vielleicht waren die Polizisten auch ein bisschen verunsichert, auch durch die Debatten, die wir führen.“

Mansour unterstellte der deutschen Politik Floskelhaftigkeit. „Wo ist die Präventionsarbeit? Wo ist die Integrationsarbeit? Wo ist die Bekämpfung von islamistischen Strukturen? Wo sind die Abschiebungen von Gefährdern, die in diesem Land nichts zu suchen haben? Wo ist der Schutz für diejenigen, die von ihrer Meinungsfreiheit Gebrauch machen und sich dagegen stellen wollen?“, so Mansour.

Ulf Röller: Deutschland hat emotionale Identitätskrise

Aus Belgien zugeschaltet war an diesem Abend ZDF-Korrespondent Ulf Röller, der zunächst vom bekannten Problemviertel Molenbeek berichtete, der aber auch die europäische Sicht auf Deutschlands Status quo beschrieb. Ihm zufolge blicken viele Europäer auf Deutschland und bemerken, „wie schnell diese Gesellschaft tiefgehend erschüttert ist“.

„Viele Europäer sagen, Deutschland ist in einer emotionalen Identitätskrise, die fast darüber hinausgeht, was bei anderen Ländern in Europa stattfindet. Das ist gefährlich, weil das für Europa destabilisierend wirkt“, so Röller. Über eines schien man sich in der Talkrunde indes einig: Deutschland tut nicht gut daran, dieses Thema ausschließlich der extremen Rechten zu überlassen.

5 Juni 2024 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Religion

Mannheimer Studie misst Toleranz gegenüber islamischen Traditionen

von Cumali Yağmur 4 Juni 2024
von Cumali Yağmur

Mannheimer Studie misst Toleranz gegenüber islamischen Traditionen

               Von: dpa
>

Ein Schild mit der Aufschrift „Kein Schweinefleisch“ steht in deutscher, ukrainischer und englischer Sprache an einem Buffet auf einem Tisch. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

 
Traditionen gläubiger Muslime werden von vielen Deutschen nicht akzeptiert. Eine Studie aus Mannheim zeigt, wann Alltagskonflikte besonders groß sind und wie sie sich entschärfen lassen.

Religiös bedingte Verhaltensweisen von Muslimen stoßen laut einer Studie der Universität Mannheim in Deutschland vor allem dann auf Vorbehalte, wenn Anhänger anderer Religionen und Weltanschauungen dadurch eigene Interessen bedroht sehen. Das gilt nach Angaben der Forscher sowohl für den Wunsch nach einem eigenen Feiertag als auch für die Forderung nach Halal-Essen in Schulkantinen.

Die Sozialwissenschaftler um Marc Helbling und Richard Traunmüller hatten für ihre Studie rund 2.600 Teilnehmer einer Online-Befragung in mehrere Gruppen aufgeteilt, denen jeweils unterschiedliche Vorschläge unterbreitet wurden, zu denen sie sich positionieren sollten. In der Gruppe, der vorgeschlagen wurde, einen christlichen Feiertag durch einen muslimischen Feiertag zu ersetzen, sprachen sich 22 Prozent der Befragten dafür aus.

40 Prozent für zusätzlichen muslimischen Feiertag

Von den Teilnehmenden der Gruppe, die sich zu dem Vorschlag äußern sollte, einen zusätzlichen muslimischen Feiertag einzuführen, an dem dann alle Menschen in Deutschland freihaben sollten, stimmten den Angaben zufolge 40 Prozent für diese Idee. Eine dritte Gruppe bekam einen anderen Vorschlag vorgelegt, wonach Muslime das Recht erhalten sollten, an einem für sie bedeutenden Feiertag nicht zu arbeiten, verbunden mit der Verpflichtung, dies mit Überstunden auszugleichen.

Ähnlich verhielt es sich, als das Meinungsforschungsinstitut Respondi im Auftrag der Forscher nach dem Essen in Schulkantinen fragte. In der Gruppe, der vorgeschlagen wurde, in Schulkantinen aus Rücksicht auf Muslime zusätzlich zu anderen Gerichten Speisen ohne Schweinefleisch zu servieren, befürwortete eine Mehrheit von 59 Prozent eine solche Maßnahme.

„Gesellschaftliche Konflikte entschärfen“

In der Gruppe, die gefragt wurde, ob in Schulkantinen kein Schweinefleisch mehr angeboten werden sollte, „um Rücksicht auf muslimische religiöse Regeln zu nehmen“, fiel die Zustimmung zu dieser Maßnahme mit 21 Prozent deutlich niedriger aus. Die Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass viele Menschen in Deutschland ein Störgefühl haben, wenn Muslime aus religiöser Überzeugung einem Angehörigen des anderen Geschlechts den Handschlag verweigern – sowohl im beruflichen Kontext als etwa auch in der Schule.

 

Etwas weniger Unmut verursacht eine solche Weigerung den Angaben zufolge, wenn derjenige, der seinem Gegenüber nicht die Hand geben wolle, stattdessen zum Gruß die Hand aufs Herz legt. „Generell können gesellschaftliche Konflikte entschärft werden, wenn wir deutlich machen, dass muslimische Rechte nicht in Konkurrenz mit den eigenen Gepflogenheiten stehen müssen“, sagte Traunmüller.

 

4 Juni 2024 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
juzfrl.jpg
Archive

Gastbeitrag von Ahmad Mansour – Nach Messer-Angriff: „Wir feiern Multikulti-Gesellschaft, ohne Spielregeln festzulegen

von Fremdeninfo 4 Juni 2024
von Fremdeninfo

Gastbeitrag von Ahmad Mansour – Nach Messer-Angriff: „Wir feiern Multikulti-Gesellschaft, ohne Spielregeln festzulegen

                                                                 Geschichte von Von FOCUS-online-Autor Ahmad Mansour

                                                     

                                                          Dieter Leder/dpa © Dieter Leder/dpa
 

Nach dem für einen Polizisten tödlichen Messer-Angriff von Mannheim wird wieder über Islamismus und die Gefahren durch den politischen Islam diskutiert. Unser Gastautor Ahmad Mansour meint, es gebe eine Unfähigkeit des Westens, seine eigenen Werte selbstbewusst zu kommunizieren und zu verteidigen.

Als ich nach Deutschland kam, fand ich ein Land vor, das mir Freiheit und Sicherheit bot. Hier lernte ich, mich selbst zu entfalten, mündig zu werden, selbstbestimmt zu leben und Verantwortung zu übernehmen. Ich lernte, meine eigenen Gedanken zu formulieren und zu artikulieren. Ich fand hier, was in den patriarchalischen und islamistischen Strukturen meiner alten Heimat nicht möglich war. All das sind Resultate der Aufklärung, all das ist verankert im Grundgesetz. Wer sein Land verlässt, um hier bei uns in Sicherheit, Wohlstand und Freiheit zu leben, muss verstehen, dass das im Gesamtpaket kommt! Keine Sicherheit ohne Freiheit, kein Wohlstand ohne kritisches Denken und Mündigkeit. 

„In unserer Gesellschaft muss Angst haben, wer über den politischen Islam kritisch spricht“

Doch heute scheint Deutschland für mich und viele andere Menschen unsicher zu werden, vor allem für diejenigen, die sich kritisch mit dem Islam und Islamismus beschäftigen. Gewaltandrohungen gegen sie haben in besorgniserregender Weise zugenommen. Diesbezüglich hat sich die Debattenkultur in Deutschland verändert. In unserer Gesellschaft muss Angst haben, wer über muslimischen Antisemitismus, über Islamismus oder den politischen Islam kritisch spricht, oder gar auf der Seite Israels steht – nicht im Iran oder Gaza, sondern hier in Deutschland!

In unserer Gesellschaft muss Angst haben, wer über den politischen Islam kritisch spricht“

Doch heute scheint Deutschland für mich und viele andere Menschen unsicher zu werden, vor allem für diejenigen, die sich kritisch mit dem Islam und Islamismus beschäftigen. Gewaltandrohungen gegen sie haben in besorgniserregender Weise zugenommen. Diesbezüglich hat sich die Debattenkultur in Deutschland verändert. In unserer Gesellschaft muss Angst haben, wer über muslimischen Antisemitismus, über Islamismus oder den politischen Islam kritisch spricht, oder gar auf der Seite Israels steht – nicht im Iran oder Gaza, sondern hier in Deutschland!

Die Attacke auf Michael Stürzenberger, auf einen Polizisten und weitere Menschen in Mannheim zeigt erneut, wie gefährlich es geworden ist. Politisch motiviert, religiös ideologisiert, griff der Attentäter zur Selbstjustiz, tötete den Polizisten. Gesehen haben wir das schon vorher bei Charlie Hebdo oder dem Lehrer Samuel Paty in Frankreich, der seine Arbeit machte und das Thema Meinungsfreiheit in seiner Klasse mit muslimischen Schülern behandelte, oder bei Theo van Gogh in den Niederlanden.

Selbst wenn sich jemand wie Stürzenberger, am Rande und in Teilen außerhalb der Meinungsfreiheit bewegte, dann ist es in diesem Land Aufgabe der Sicherheitsbehörden, sich dessen anzunehmen und nicht in der Hand des selbstgerechten Rächers der angeblichen Wahrheit. Denn Freiheit und Sicherheit gehen Hand in Hand. Und der Garant dafür ist ein funktionierender Rechtsstaat auf der einen und eine gesunde Debattenkultur auf der anderen Seite. Doch stehen in Deutschland viele Personen, die sich kritisch mit dem Islam und Islamismus auseinandersetzen, permanent unter Polizeischutz. Islamkritiker leben gefährlich.    

Die Gründe dafür liegen vor allem in der Unfähigkeit des Westens, seine eigenen Werte selbstbewusst zu kommunizieren und zu verteidigen. Im Namen von Toleranz und Vielfalt entstand eine falsch verstandene Toleranz, die Unterschiede feiert, egal, wie sehr sie unseren Grundwerten widersprechen. Wir feiern eine Multikulti-Gesellschaft, ohne über die Herausforderungen zu reden, ohne die Spielregeln für alle festzulegen, ohne den Menschen, die bei uns leben wollen, klarzumachen: Wer auf Religionsfreiheit pocht, muss auch die Kritik an seiner Religion akzeptieren. Wer von morgens bis abends Toleranz fordert, muss in dieser Gesellschaft gleichzeitig Meinungen ertragen, die ihn und seine Religion hart angehen.    

Bei Problemen: Mehrheitsgesellschaft ist für alle Missstände verantwortlich

Doch in Politik und Medien werden solche Themen bewusst vermieden, weil die Beschäftigung damit die „Falschen“ unterstützen könnte. Viele haben Angst vor Shitstorms in den sozialen Medien oder davor, als Rassist und Islamhasser abgestempelt zu werden. Linke Ideologen, die durch Identitätspolitik und Postkolonialismus unterwandert wurden, lehnen solche Diskurse nicht nur ab, sondern bezeichnen jede kritische Auseinandersetzung mit Minderheiten wie Muslimen als „rassistisch“. Egal, ob es um Ausländerkriminalität, Islamismus, Parallelgesellschaften oder Clankriminalität geht. Und wenn darüber gesprochen wird, dann ist die Mehrheitsgesellschaft für alle Missstände verantwortlich.

Man behandelt diese Minderheiten wie unter Artenschutz, man schützt sie vor der eigenen Kritik, man entmündigt sie im Namen von Toleranz. Genau diese Methode ermöglicht es, Islamkritiker an den Pranger zu stellen. So werden sie zu Freiwild, zu Feinden der Demokratie, entmenschlicht, ohne dass sich wirklich mit ihren Thesen beschäftigt wird, und ohne einen Unterschied zu machen zwischen differenzierter, legitimer Kritik oder Kritik, die dazu dient, Hass zu schüren. Dabei vergisst man, dass die Grundlage unserer Aufklärung die Kritik und das Hinterfragen von Religionen, Kirchen und Autoritäten war.    

Um den Ursprung dessen besser zu verstehen, müssen wir die Hintermänner beleuchten – diejenigen, die durch Delegitimierungen und Diffamierungen solche Attacken erst möglich machen. Hinter solchen Attentätern steht eine große Industrie, die in den letzten Jahren viele Kritiker so lange diffamiert und verteufelt hat, bis viele von ihnen entmenschlicht wurden. Damit sind Akteure des politischen Islams gemeint, die überall agieren und ihre Kritik einschüchtern.

Erheben wir die Stimme, können wir die Extremisten in diesem Land zurückdrängen

Solche Islamisten mit akademischen Graden und Krawatten machen körperliche Angriffe von anderen auf Islamkritiker erst möglich. Sie treffen auf Jugendliche, die in Deutschland emotional nicht angekommen sind, die andere Wertesysteme in sich tragen, die antisemitisch, islamistisch sind und keine Widerworte dulden. Bestimmte Jugendkulturen und islamistische Gruppierungen greifen diese Themen auf, machen Identitätsangebote und werden dafür von ihren jugendlichen Anhängern gefeiert und anerkannt. Die internationale ideologische Dimension des Islamismus und die dahinterliegenden Strukturen dürfen nicht weiter ignoriert werden.    

Nur wenn mehr Menschen den Mut haben, ihre Stimme zu erheben, wenn Politik und Medien alle Facetten des Extremismus benennen und bekämpfen und wenn wir alle Haltung zeigen, können wir die Extremisten in diesem Land zurückdrängen. Die Meinungsfreiheit und die Demokratie zu verteidigen, ist unsere gemeinsame Aufgabe. Nur so werden wir die Freiheit und Sicherheit, die ich bei meiner Ankunft in Deutschland erlebte, bewahren können.

4 Juni 2024 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
juzhr.jpg
Religion

Hamburg verbietet Burka und Co. an Schulen! Die Konsequenzen sind hart

von Fremdeninfo 3 Juni 2024
von Fremdeninfo

Hamburg verbietet Burka und Co. an Schulen! Die Konsequenzen sind hart

             Geschichte von Redaktion Moin.de

An Hamburgs Schulen darf niemand mehr mit einem verhüllten Gesicht im Klassenraum sitzen. Ein entsprechendes Gesetz, das Mitte Mai sowohl von der rot-grünen Koalition als auch von der CDU und der AfD beschlossen worden war, ist seit Anfang Juni in Kraft.

Neben dem Unterricht gilt es auch für schulische Veranstaltungen aller Art. Und wer sich nicht daran hält, muss mit teils harten Konsequenzen rechnen.

Hamburg justiert nach

Das Gesetz fußt auf einer Entscheidung des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts aus dem Jahr 2020. Das Gericht hatte damals geurteilt, dass einer damals 16-jährigen muslimischen Schülerin das Tragen eines Gesichtsschleiers von der Schule nicht untersagt werden könne, da hierfür die gesetzliche Grundlage fehle. Zuletzt waren in der Hansestadt etwa zehn Fälle bekannt, in denen Mädchen mit Gesichtsschleiern den Unterricht besuchten.

In einem Schreiben an alle Schulen hat die Schulbehörde nun erläutert, wie mit der Neuregelung zu verfahren ist. So gilt als eine unzulässige Verhüllung etwa das Tragen eines Niqab oder sonstigen Gesichtsschleiers, nicht aber das Tragen eines Kopftuchs, das das Gesicht von den Augenbrauen bis zum unteren Kinnbereich frei lasse.

                                                         

                                                     Hamburg verbietet Burka und Co. an Schulen! Die Konsequenzen sind hart © IMAGO / Pond5 Images / Gottfried Czepluch

Nicht verboten sei das Tragen einer Maske aus medizinischen Gründen wie etwa während der Corona-Pandemie. „Grundsätzlich kann von dem Vorliegen gesundheitlicher Gründe ausgegangen werden, wenn eine medizinische Maske konsequent getragen wird und nicht offensichtlich nur 

situationsbedingt (…) getragen wird“, heißt es in dem Schreiben. Die Schulbehörde betonte, die Neuregelung dürfe nicht zu einer sozialen Isolation oder Separation einzelner Schülerinnen führen. Insofern sollten betroffene Schülerinnen individuell pädagogisch betreut und auch Gespräche mit den Eltern geführt werden. Die Behörde machte aber auch klar, dass bei fortgesetzten Zuwiderhandlungen gegen das Gesetz, Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen ergriffen oder ein Bußgeld erlassen werden können.

Hamburg: Harte Konsequenzen

Für schulpflichtige Schülerinnen könne dies ein schriftlicher Verweis sowie der Ausschluss von einer Schulfahrt oder vom Unterricht für bis zu zehn Tage bedeuten. Schülerinnen, die nicht mehr der Schulpflicht unterliegen, könnten dauerhaft der Schule verwiesen werden. Daneben komme die Verhängung eines Bußgeldes in Betracht, „da ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich gegen die Bestimmungen über die Schulbesuchspflicht (…) verstößt.“ Das könne sich auch gegen die Sorgeberechtigte richten.

Verschleierung im Schulunterricht wird in Deutschland immer wieder diskutiert. Weil die Bundesländer für Bildung zuständig sind, ist das Thema uneinheitlich geregelt. Bayern und Niedersachsen hatten die vollständige Gesichtsverhüllung 2017 als erste Bundesländer durch Änderungen ihrer Schulgesetze untersagt.

3 Juni 2024 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
okuzt.jpg
Archive

Ricarda Lang zum Mannheim-Angriff: „Islamismus ist der Feind“

von Fremdeninfo 3 Juni 2024
von Fremdeninfo

               Ricarda Lang zum Mannheim-Angriff: „Islamismus ist der Feind“

                                          Geschichte von Daniele Gambone

 

                      „Was wir sehen, ist eine Form der Enthemmung“

                                                   

Ricarda Lang (Archivbild): Bei „Caren Miosga“ konstatiert die Grünen-Chefin Vertrauensverlust. (Quelle: IMAGO/Chris Emil Janssen/imago) © Bereitgestellt von t-online (Deutsch)

 

Ricarda Lang und Armin Laschet kritisierten die Debattenkultur und die sozialen Medien. Die Grünen-Chefin erklärte, warum sie private Momente dennoch teilt.

Körperliche Angriffe auf politische Akteure, unversöhnliche Positionen in den drängendsten Fragen der Zeit und (soziale) Medien, die auf Spaltung setzen – die Stimmung in Deutschland ist kurz vor der Europawahl angespannt.

In der Talkshow „Caren Miosga“ zum Thema „Hetze, Krisen, Umbrüche – kann Politik noch zusammenführen?“ versuchten die Grünen-Chefin Ricarda Lang und der CDU-Politiker Armin Laschet selbstkritisch zu analysieren, wie es so weit kommen konnte und welchen Anteil ihre eigenen Parteien daran haben.

„Was wir sehen, ist eine Form der Enthemmung“, konstatierte Lang am Sonntagabend in der ARD. Die Gewalt richte sich nicht gegen eine Partei oder einen Politiker, sondern gegen die Art und Weise, wie Demokratie funktioniere.

In einer demokratischen Gesellschaft gelte nicht das Recht des Stärkeren, sondern es konkurrierten unterschiedliche Meinungen, für die frei geworben werde und die am Ende zusammenfinden müssten, so die Grünen-Politikerin.

Laschet befand, dass es in der Auseinandersetzung mit politischen Gegnern ein grundlegendes Problem mit der Diskussionskultur gebe. „Was die Debatten so schwierig macht, ist, wenn wir jedes Argument, das wir bringen, moralisch überhöhen und den, der die Dinge anders sieht, in die Ecke stellen“, kritisierte er.

Als Beispiel nannte der Christdemokrat das umstrittene Heizungsgesetz. Man habe so getan, als rettete man mit der Wärmepumpe das Weltklima und als wäre jeder, der das anders sehe, ein Klimaleugner. „Je mehr die eine Seite immer so total moralisch argumentiert, wird die andere Seite immer aggressiver“, erklärte Laschet. Sein Fazit: „Es ist nicht immer alles Rechtspopulismus, wenn man einmal was anders sieht.“

Grünen-Chefin Lang konstatiert Vertrauensverlust

Die demokratischen Parteien hätten alle ihren Anteil am Vertrauensverlust in die Institutionen, der zur Verrohung der Gesellschaft beigetragen habe, gestand die Grünen-Parteivorsitzende ein. Um das Vertrauen wieder zu stärken, müsse man weg von den Empörungsdebatten kommen, die in den letzten Jahren überhandgenommen hätten, und zurück zu den Fragen finden, die den Alltag der Menschen im Land prägten.

Auch die sozialen Medien spielten eine wichtige Rolle. Für persönliche, gemeine Attacken erhalte man dort ein Vielfaches mehr an Likes als für sachliche Kritik. So sei im letzten Bundestagswahlkampf mehr über Laschets Lachen im Flutgebiet gesprochen worden als darüber, wie man das Land außenpolitisch aufstellen sollte oder gerechter machen könne.

Lang äußerte sich zudem zu den Angriffen auf ihre eigene Person. Sie empfinde es nicht als verletzend, wenn sie auf ihr nicht abgeschlossenes Studium angesprochen werde, sagte sie. Anders sei es allerdings, wenn sie wie von Markus Söder in diesem Zusammenhang mit einer Hündin verglichen werde.

Trotzdem scheue sie nicht davor zurück, in sozialen Medien persönliche Einblicke in ihr Leben zu bieten und etwa Aufnahmen von sich und ihrem Partner zu teilen.

Das sei eines ihrer Mittel, um in der Politik Mensch zu bleiben und nicht zynisch zu werden oder sich komplett zurückzuziehen. „Meine Hand bleibt ausgestreckt, mein Ohr bleibt offen, ich verhärte nicht in dieser Zeit“, sagte die 30-Jährige.

CDU-Politiker Laschet blickt auf Bundestagswahlkampf zurück

„Ich würde es nicht machen“, erklärte hingegen Laschet, auch wenn er Langs Entscheidung angesichts ihrer Argumentation richtig fand. In seinem eigenen Fall, schilderte Laschet, hätten seine Kinder unter dem Bundestagswahlkampf gelitten und es persönlich abgekriegt.

Er selbst sei als Mini-Trump, erzkonservativer Katholik oder Braunkohlemensch diffamiert worden. „Ich eigne mich eigentlich gar nicht zu einem Feindbild, wie ich als Mensch und als Typ bin. Und trotzdem ist es in diesem Wahlkampf gelungen, es so zu machen“, urteilte der Ex-Kanzlerkandidat der Unionsparteien mit hörbarer Selbstironie.

„Der Islamismus ist der Feind einer freien Gesellschaft“

Thematisiert wurde in der kleinen Talkrunde auch der Tod des Polizeibeamten nach der Messerattacke durch einen 25-jährigen, die sich am vergangenen Freitag im Rahmen einer islamkritischen Kundgebung auf dem Mannheimer Marktplatz zugetragen hatte. Zwar ist das Motiv des Angreifers noch unklar, diskutiert wurde der Fall bei „Caren Miosga“ aber eindeutig vor dem Hintergrund einer islamistischen Tat.

„Der Islamismus ist der Feind einer freien Gesellschaft und genau als solcher muss er auch behandelt werden und muss er bekämpft werden, sicherheitspolitisch und gesamtgesellschaftlich“, äußerte Lang. Es habe in Deutschland lange die Tendenz gegeben, der Diskussion über das Thema auszuweichen, um nicht den Falschen in die Hände zu spielen. Dabei nutze man diesen gerade dadurch, dass man die Debatte vermeide. „Wir müssen es in der demokratischen Mitte hinbekommen, alle Feinde der Freiheit gleichermaßen zu bekämpfen“, lautete der Appell der Grünen-Chefin.

Der immer aggressiver auftretende Islamismus dürfe auf keinen Fall unterschätzt werden, warnte Laschet. So wichtig es sei, Rechtspopulismus und Antisemitismus zu bekämpfen, so sehr müsse man auch benennen, was es an islamistischen Vorstellungen und Kalifatsfantasien in Deutschland gebe.

3 Juni 2024 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Terrorziel nicht erreicht: Die Kölner Keupstraße 20 Jahre danach

von Cumali Yağmur 3 Juni 2024
von Cumali Yağmur

 

Terrorziel nicht erreicht: Die Kölner Keupstraße 20 Jahre danach

 

15.05.2024, Köln: Meral Şahin, Vorsitzende der IG Keupstraße, steht in der Keupstraße. Am 9. Juni jährt sich das Nagelbombenattentat des NSU zum 20. Mal. Rückblickend lässt sich sagen: Die Terroristen haben ihr Ziel nicht erreicht. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

 
 
Vor 20 Jahren verübte der rechtsextreme NSU einen Anschlag auf die türkisch geprägte Keupstraße in Köln. Doch das multikulturelle Leben konnten sie damit nicht zerstören, im Gegenteil: Heute ist die Straße offener denn je.

Neulich hat ein Arzt bei „Meral Deko“ in der Kölner Keupstraße angerufen. Ein „biodeutscher“ Arzt, der um die Hand seiner türkischstämmigen Freundin anhalten wollte. „Er hatte null Ahnung, was man alles braucht“, lacht Dilara, die als Verkäuferin in dem Geschäft für Hochzeitszubehör arbeitet. „Deshalb hat er gefragt: „Könnt ihr mir helfen?““ Und ja, das konnten sie. Dilara ist bei der Gelegenheit mal wieder aufgefallen, dass sich beide Kulturen – die türkische und die deutsche – in ihren Augen immer weiter vermischen. 20 Jahre nach einem rechtsextremen Anschlag in der Nachbarschaft ist das keine Selbstverständlichkeit.

In der Keupstraße im Stadtteil Mülheim hatten die beiden NSU-Mörder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt am 9. Juni 2004 eine mit Nägeln gefüllte Bombe gezündet. Durch die Explosion wurden 22 Menschen verletzt, einige lebensgefährlich. Die Polizei vermutete die Urheber der Tat danach lange Zeit in der türkischen Community. In Richtung Rechtsextremismus wurde nicht ermittelt. Erst nachdem Mundlos und Böhnhardt 2011 tot aufgefunden worden waren, wurde deutlich, dass die Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ für die Tat verantwortlich war.

Ab 2000 verübte der NSU jahrelang unerkannt mindestens zehn Morde in ganz Deutschland. Opfer waren neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine deutsche Polizistin. Zu den Tätern gehörte neben Mundlos und Böhnhardt auch Beate Zschäpe, die 2018 vom Münchner Oberlandesgericht zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde. Wie groß das Netzwerk der Gruppe ist, gehört noch zu den Rätseln, vor dem die Ermittler stehen.

Erinnern ja, aber auch aufs Hier und Jetzt schauen

Im Rückblick von 20 Jahren lässt sich eines feststellen: Falls die Rechtsterroristen den multikulturellen Charakter der Keupstraße zerstören wollten, falls es ihr Ziel war, Bevölkerungsgruppen dauerhaft gegeneinander aufzustacheln, so ist ihnen das nicht gelungen. Die Straße, in der sich seit Jahrzehnten türkische Restaurants und Geschäfte konzentrieren, wirkt heute offener und einladender als vor 20 Jahren. Man kommt jetzt schnell mit allen möglichen Leuten ins Gespräch.

Einer der ältesten Läden ist die Feinkonditorei Özdağ, geführt von sieben Geschwistern. Ihr Vater, Hasan Özdağ, kam 1971 mit nur einem einzigen Koffer aus der Türkei nach Deutschland. Anfangs verkaufte er Hefe-Kringel an Haustüren mit türkischen Namen auf dem Klingelschild, später gründete er das Geschäft. Mittlerweile ist die Konditorei bekannt für ihre mehrstöckigen Hochzeitstorten, die schon lange nicht mehr nur an türkische Hochzeitsgesellschaften geliefert werden, sondern auch zu vielen anderen Anlässen. Manche Kunden bestellen Torten, auf denen in zehn verschiedenen Sprachen „Herzlichen Glückwunsch“ steht.

                                              

ARCHIV – 09.06.2004, Köln: Ein Polizist sichert die Spuren einer Explosion in der Keupstraße. Am 9. Juni 2004 hatten NSU-Mitglieder vor einem Friseursalon eine Nagelbombe gezündet. 22 Menschen wurden verletzt, vier davon schwer. Foto: Federico Gambarini/dpa

Mitinhaberin Hülya Özdağ sagt, dass sie kaum noch an das angestellte Fahrrad mit der Nagelbombe denkt, wenn sie die Straße entlanggeht. „Irgendwann muss man auch mit dem Vergangenen abschließen“, ist ihre Überzeugung. „Ich finde schon wichtig, dass nicht in Vergessenheit gerät, was passiert ist und wie das Ganze aufgearbeitet worden ist, dass das alles nicht so gelaufen ist, wie man es sich gewünscht hätte. Aber ich finde, man sollte sich über das Hier und Jetzt Gedanken machen.“ Damit meint sie insbesondere den Höhenflug der AfD.

Der Erfolg der AfD hat auch eine gute Seite

Meral Şahin, die Inhaberin von „Meral Deko“, ist seit elf Jahren Vorsitzende der Interessengemeinschaft Keupstraße, in der sich die ortsansässigen Geschäftsleute zusammengeschlossen haben. In ihren Augen hat der Erfolg der AfD ein Gutes: Es könne jetzt niemand mehr bestreiten, dass es auch in Deutschland ein Problem mit Rassismus gebe. „Viele deutsche Freunde haben das lange verleugnet. Jetzt ist es sichtbar. Für alle. Und das ist eine Chance für uns, gemeinsam dagegen zu agieren.“

Ein solches gemeinsames Agieren war vor zehn Jahren das Fest „Birlikte – Zusammenstehen“. Zehntausende kamen damals – nicht nur, um des Anschlags zu gedenken und über Rassismus zu diskutieren, sondern auch, um Toleranz und Offenheit zu feiern. „Wir haben dadurch gelernt, dass Begegnung das Wesentliche ist, was hilft“, sagt Şahin. „Wenn sich Mensch und Mensch gegenübersitzen und miteinander ins Gespräch kommen, dann ist das nachhaltig.“ Am 20. Jahrestag des Anschlags soll es eine Neuauflage des Kulturfestivals geben, auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will kommen.

Etwas Besonderes ist auch das gemeinsame Fastenbrechen am Ende des Ramadans: Dann stehen auf der Keupstraße Tische in einer unabsehbar langen Reihe aneinander, über Hunderte Meter, und etwa 2500 Besucher lassen sich zum Essen und Schwatzen nieder. Jeder und jede ist willkommen, man muss kein Muslim sein. Bezahlt wird dieses wohl größte Open-Air-Fastenbrechen in Nordrhein-Westfalen von den Geschäftsleuten der Keupstraße. „Das ist unsere Antwort auf den 9. Juni 2004“, sagt Meral Şahin nicht ohne Stolz.

Umgang mit „eigenem Rassismus“

In den Jahren nach dem Anschlag hätten die Anwohner auch gelernt, „mit dem eigenen Rassismus umzugehen“, sagt sie selbstkritisch. Gemeint sind „die kleinen feinen Ausgrenzungen im Alltag“, etwa gegenüber Nachbarn, die aus einer anderen Region in der Türkei stammen. „Man hat das nie ausgesprochen, aber man hat den anderen einfach gemieden, weil zum Beispiel jemand behauptet hat „Der Kurde mag den Türken nicht“ oder „Der Türke mag den Kurden nicht“. Heute haben wir ein viel besseres Miteinander.“

Wirtschaftlich hat sich die Straße vor allem in dem Punkt verändert, dass es heute mehr Juweliere gibt als vor 20 Jahren. Sie ist noch mehr zu einer Hochzeitsstraße geworden, wobei große Brautmodengeschäfte fehlen, weil die Geschäftsräume in den schmalen Gründerzeit- und Nachkriegshäusern dafür zu klein sind. Weit über die Grenzen von NRW hinaus bekannt ist die Restaurantszene. „Die Restaurants mit dem sehr authentischen Essen, dem Geschmack der Heimat sozusagen, sind unverändert geblieben, aber durch die Schmuckbranche ist die Straße immer heller, bunter, beleuchteter geworden“, sagt der Juwelier Muhammed Özkan.

Schade sei nur, dass das deutsche Kundenklientel immer noch überschaubar sei: „Viele Kölnerinnen und Kölner sind noch nie in der Keupstraße gewesen, dabei ist sie eine Attraktion. Es gibt in Deutschland viele Straßen, in denen sich türkische Geschäfte konzentrieren. Aber so etwas wie die Keupstraße, das findet man nicht noch einmal.“

dpa/dtj

 
 
Related Topics:Featured

Don’t Miss

In mehreren Kategorien: VEZ NRW würdigt das Ehrenamt

You may like

  • https://dtj-online.de/wp-content/uploads/mourinho-to-fenerbahce-1000×600.jpg 1000w, https://dtj-online.de/wp-content/uploads/mourinho-to-fenerbahce-590×354.jpg 590w“ alt=““ width=“400″ height=“240″ class=“mvp-reg-img wp-post-image“ decoding=“async“ />

    Sensation bahnt sich an: Mourinho bald Trainer in Istanbul?

  • https://dtj-online.de/wp-content/uploads/dsc6282-1000×600.jpg 1000w, https://dtj-online.de/wp-content/uploads/dsc6282-590×354.jpg 590w“ alt=““ width=“400″ height=“240″ class=“mvp-reg-img wp-post-image“ decoding=“async“ />

    In mehreren Kategorien: VEZ NRW würdigt das Ehrenamt

  •  
  • 3 Juni 2024 0 Kommentare
    FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
    Politik

    Wir appellieren Einwander/Innen zu den Europawahlen zu gehen

    von Cumali Yağmur 2 Juni 2024
    von Cumali Yağmur

     

    Wir appellieren Einwander/Innen zu den Europawahlen zu gehen

     

    Chefredakteure – verantwortliche Redakteure

    Cumali Yagmur    Ayse Eker

    Mobil: 0176 23 44 29 22

    Die Europawahlen finden in der Zeit vom 6. bis zum 9. Juni 2024 statt.

     

     

     

     

    Die Europawahlen sind für Einwanderer/Innen von großer Bedeutung. Mehr als die Hälfte von ihnen lebt in der vierten und fünften Generation in Europa. Obwohl sie in den europäischen Länder, in denen sie leben, ein Bestandteil der Gesellschaft  geworden sind, partizipieren sie nicht von allen Rechten, die die EU-Bürger/Innen auch haben. Z. B. sind demokratische Rechte für jeden/jede Gemeinschaftsbürger/In elementar. Aber den Einwanderern/Innen werden diese Rechte nicht gewährt. Selbst wenn sie bereits die Staatsbürgerschaft des Landes erhalten haben, in dem sie leben, gelten sie nicht als vollwertige Staatsbürger/Innen dieses Landes. Ihre Staatbürgerschaften werden häufig als „Staatbürgerschaften auf Abruf“behandelt bzw. es wird ihnen häufig auch durch offizielle Stellen das zu verstehen gegeben. In der Gesellschaft, in den Medien etc. bekommen z. B. die neu Eingebürgerten, wenn von ihnen die Rede ist, den Zusatz „Deutsche/Deutscher mit Migrationshintergrund.“ Sind solchen eingebürterten Staatsbürgern/Innen z. B. Straftaten vorzuwerfen, wird sofort der Ruf nach Aberkennung der Staatsbürgerschaft laut. Es wird aber nicht gefragt, was hat die verantwortliche Gesellschaft bzw. der verantwortliche Staat hier womöglich falsch gemacht und es ist zu strafrechtlichen Handlungen gekommen.

    In einigen europäischen Ländern haben Einwandererminderheiten das Wahlrecht nur auf kommunaler Ebene.In Deutschland z. B. steht nur das kommunale Wahlrecht nur den Unionsbürgern/Innen zu.

    EinwandererInnen, die ab den 2000´er Jahren in Deutschland geboren sind,  haben aufgrund der doppelten Staatsbürgerschaft das Wahlrecht erlangt.

    Unionsbürger/Innen können die Parteien aus den Ländern wählen, aus denen sie kommen. Sie können aber auch die Parteien wählen, die in dem Land aufgestellt sind, in dem sie gerade leben.

     Wie bei jeder Wahl, gibt es auch bei der Europawahl die Gefahr, dass auch Unionsbürger ihre Stimmen demokratiefeindlichen Parteien geben.

    Wünschenswert ist, dass die Einwanderer/Innen ihre Stimmen denjenigen Parteien geben, die sich verstärkt mit Migrationsfragen und mit Rechten für Migranten/Innen beschäftigen.

    Nicht zu den Wahlen zu gehen wäre zwar auch ein demokratisches Recht. Wünschenswert ist das jedoch nicht. Damit die Demokratie nicht gefährdet wird,damit Parteien mit rechter Gesinnung und Demokratiefeindschaft nicht wieder über Ausrottung der Menschenwürde, Menschenrechte und Demokratie entscheiden können, sollte jeder/jede Einwanderer/In auch die Verantwortung dafür übernehmen,um für diese Werte und Normen einzustehen und zu den Wahlen zu gehen. Die Demokratie ist erheblich gefährdet. Es kommt seit den Wahlkämpfen immer wieder zu Gewaltübergriffen gegenüber Wahlhelfern/Innen und Politikern/Innen.

    Die sich zur Wahl aufstellenden Parteien sollten nicht auf Kosten der Einwanderer/Innen Wahlkampf und -propaganda betreiben. Das ist ein Gegeneinanderausspielen der einheimischen Bevölkerung und der Migranten/Innen. Anstatt ein gemeinsames Leben aufzubauen- was seit mehr als 60 Jahren Migration nunmehr der Fall sein sollte – wird die Gesellschaft in „wir“ und „die“ separiert.

    Geht bitte alle im Zeitraum vom 06.06.2024 bis zum 09.06.2024 – in Deutschland am 06.06.2024 – zur Europawahl und gebt eure Stimmen für demokratische Parteien ab. Das ist mehr denn je sehr wichtig, dass wir in einem demoktratischen System unter Beachtung aller Menschenrechte gemeinsam Hand-in-Hand leben können. Dafür könnt ihr durch eure Stimmen mit sorgen.

    2 Juni 2024 0 Kommentare
    FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
    hgtrd.jpg
    Religion

    Gemeinsamer Religionsunterricht in erster und zweiter Klasse

    von Fremdeninfo 2 Juni 2024
    von Fremdeninfo

    Gemeinsamer Religionsunterricht in erster und zweiter Klass

                                                        Geschichte von dpa

                                                                  

                                                           

                                                                Eine Lehrerin schreibt mit Kreide einen Stundenplan mit Religionsunterricht an eine Tafel. © Friso Gentsch/dpa

     

    Für die ersten beiden Grundschulklassen startet im kommenden Schuljahr ein neues Modellprojekt für den Religionsunterricht. Damit kann eine Gruppe katholischer und evangelischer Kinder gemeinsam unterrichtet werden.

    Das Modellprojekt greife dann, wenn «aus organisatorischen Gründen keine Gruppenbildung für den traditionellen, konfessionell gebundenen Religionsunterricht möglich ist» und es keine klare Mehrheit von evangelischen oder katholischen Kindern in der Klasse gebe, teilte das Kultusministerium mit. Die Schülerinnen und Schüler werden dann entweder von einer evangelischen oder katholischen Lehrkraft unterrichtet, der Lehrplan richtet sich nach der Konfession des Lehrers oder der Lehrerin.

    Praktische Erfahrungen aus Bamberg

    Es sei wichtig, dass der Unterricht besonders «konfessionssensibel» gestaltet und die Expertise der anderen Konfession miteinbezogen werde, hieß es weiter. Das Modellprojekt «KoRUk» («Konfessioneller Religionsunterricht kooperativ») ist demnach eine Weiterentwicklung schon existierender Religionsunterrichtsprojekte.

    Und wie könnte das praktisch aussehen? Expertise auf diesem Feld bringen Stefanie Lorenzen, Professorin für evangelische Religionspädagogik, und Konstantin Lindner, Professor für katholische Religionspädagogik, von der Uni Bamberg mit. Grundsätzlich sei Basiswissen über die jeweils andere Konfession notwendig, sagte Lorenzen der dpa. «Für die didaktischen Konzepte gibt es folgende grobe Schlagworte: Gemeinsamkeiten fördern, Unterschieden gerecht werden, Besonderes bergen.» Das bedeute, zu schauen, welche konfessionellen Unterschiede für sechs- bis achtjährige Kinder überhaupt relevant sind – und dann gehe es darum, diese weder überzubetonen noch unter den Teppich zu kehren.

    Vorbilder für Studierende sein»

    Wichtig sei auch die Frage nach dem Reichtum des Christentums, sagte Lindner. «Wir sprechen in der Grundschule zum Beispiel von Dingen wie Ritualisierung, von einfachen Formen von Stille zum Beispiel. Und das ist ja etwas Gemeinsames – hier würden beide Konfessionen keinen Unterschied machen.»

    Bei der Ausbildung von künftigen Lehrkräften für das Fach Religion in Bamberg kooperiere deshalb die evangelische und die katholische Seite. «Wir versuchen Vorbilder für unsere Studierenden und unsere Lehrkräfte zu sein, weil wir zeigen, dass es geht», sagte Lindner.

    Auch klare Kommunikation mit den Eltern wird eingeübt. Es gebe viele Argumente für konfessionell-kooperativen Religionsunterricht, etwa die zurückgehende Zahl von Schülerinnen und Schülern in einigen Regionen sowie der Lehrermangel. «Man kann es auch als Bereicherung erfahren, das konfessionelle Gegenüber kennenzulernen. Und aus dem Reichtum der Traditionen kann man auch didaktisch schöpfen. Man redet dann nicht über die anderen, sondern kann gemeinsam diesen Reichtum entdecken. Das fördert die dialogische Auseinandersetzung», sagte Lorenzen. Grundsätzlich nehme man wahr, dass den Schulleiterinnen und -leitern an den Grundschulen ein gut funktionierender Religionsunterricht wichtig ist, ergänzte Lindner.

    Kirchen betonen Wert des «Reli»-Unterrichts

    Das Modell sei «eine Initiative der beiden großen christlichen Kirchen in Bayern, die eine sehr lange Phase der Vorentwicklung in den beiden Kirchen hinter sich hat», sagte Matthias Belafi, Leiter des Katholischen Büros in Bayern. «Die vertiefte konfessionelle Kooperation ist ein deutliches Zeichen und wichtiges Element zur Stärkung des schulischen Religionsunterrichts. Der Religionsunterricht in der Schule hat eine große Bedeutung – für die Schüler, für die Kirchen und für die gesamte Gesellschaft.»

    Kindern werde im konfessionell-kooperativen Unterricht besonders gut ermöglicht, Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der verschiedenen Konfessionen kennen und schätzen zu lernen, sagte Johannes Minkus, Sprecher der evangelischen Landeskirche. Naturgemäß werben die beiden großen Kirchen in Bayern für den Religionsunterricht – und hatten auch zuletzt Erfolg, als es Gedankenspiele gab, die dritte «Reli»-Stunde in 3. und 4. Grundschulklasse zugunsten von mehr Mathe und Deutsch aufzugeben.

    Religiöse Erziehung sei ein Grundrecht und im Sinne des Bildungsauftrages, sagte Minkus. Sie schule den Umgang mit Religionsfreiheit, vermittele Grundwerte und ermögliche interreligiöse Kompetenzen. «Damit leistet der Religionsunterricht insbesondere vor dem Hintergrund der vielfältigen politischen und gesellschaftlichen Krisen und Polarisierungen einen zentralen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung junger Menschen und zum Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.»

    Die Versorgung mit Religionslehrkräften in Bayern gilt derzeit noch als gut – allerdings könnte sich das ändern, wenn Renteneintritte anstehen. Zudem ist das Personal nicht gleichmäßig über alle Regionen verteilt – mancherorts gibt es viele Lehrkräfte einer bestimmten Konfession, andernorts zu wenige.

    3 St
    2 Juni 2024 0 Kommentare
    FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
    ghkidr.jpg
    Bildung

    Pressemitteilung von BTMB Bundesverband für Türkische und Mehersprachlice Bildung Und FOTED Föderation Türkischer Eltewrnvrein in Deutschland.

    von Fremdeninfo 1 Juni 2024
    von Fremdeninfo

     

     

                      Pressemitteilung von BTMB Bundesverband für Türkische und Mehersprachlice Bildung

     Und FOTED Föderation Türkischer Eltewrnvrein in Deutschland.

    Von Cumali Yagmur bearbeitet

                               

                                                                                                             Archiv  BVilder Schüler in der kalsse

    Stellungnahme zum Türkischunterricht innerhalb des deutschen
    Bildungssystems und dem Türkischangebot der DITIB, IGMG und weiteren
    Vereinen
    Der jahrelange Einsatz der türkischen Gemeinschaft in Deutschland hat bedeutende
    Erfolge in Bezug auf den Türkischunterricht an Schulen erzielt. Diese Bemühungen sind
    von entscheidender Bedeutung, damit unsere Kinder ihre Muttersprache bewahren,
    weiterentwickeln und ihre kulturellen Bindungen aufrechterhalten können. In letzter Zeit
    haben jedoch die DİTİB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion), IGMG
    (Islamische Gemeinschaft Milli Görüş) und einige weitere Vereine angekündigt,
    Türkischunterricht in Moscheen und ihren Vereinsräumen anzubieten. Dies ist für uns
    nicht hinnehmbar und wir fordern, dass von diesem Vorhaben unverzüglich abgesehen
    wird.
    Moscheen sind Orte der religiösen Bildung und des Gebets. Sprachunterricht, der eine
    weltliche und pädagogische Angelegenheit ist, sollte, wie für Deutsch, Englisch,
    Französisch und weitere Sprachen durch die Bildungseinrichtungen des Staates
    angeboten werden. Der Türkischunterricht in Moscheen wirft Fragen zur Qualität und
    Objektivität dieser Kurse auf und widerspricht dem Prinzip der säkularen Bildung.
    Wir, die seit Jahren im Einsatz befindlichen zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich
    für den Erhalt und die Förderung der türkischen Sprache in den deutschen Schulen
    einsetzen, glauben, dass dieses Thema im Rahmen der Bildungspolitik behandelt werden
    muss. In diesem Zusammenhang möchten wir auf die folgenden Punkte hinweisen:
    • Bildungsqualität: Der Türkischunterricht muss qualifiziert und pädagogisch
    angemessen sein, um die Sprachentwicklung unserer Kinder zu fördern. Diese
    Kurse sollten von Bildungsexperten entwickelt und von Lehrern mit pädagogischer
    Ausbildung durchgeführt werden. Nur so kann eine hohe Bildungsqualität
    gewährleiste werden .
    • Einhaltung des Säkularitätsprinzips: Wir glauben an die Trennung von Bildung
    und Religion. Der Türkischunterricht in Moscheen untergräbt das Prinzip der
    säkularen Bildung und verstärkt die gesellschaftliche Spaltung. Durch die
    Umsetzung dieser Maßnahmen wird der Türkischunterricht insgesamt aus dem
    deutschen Bildungssystemausgelagert, was auch von manchen deutschen
    offiziellen Stellen gefordert wird, und es wird verhindert, dass unsere Kinder eine
    qualitative Türkischbildung erhalten.
    • Stärkung kultureller Bindungen: Der Türkischunterricht ist ein wichtiges
    Instrument, um die kulturellen Bindungen unserer Kinder zur türkischen Kultur zu
    stärken. Diese Kurse sollten als Teil der kulturellen Vielfalt und Multikulturalität in
    staatlichen Schulen angeboten werden.
    • Zusammenarbeit mit offiziellen Institutionen: Für die dauerhafte und
    nachhaltige Bereitstellung des Türkischunterrichts sollte eine Zusammenarbeit mit
    den Bildungseinrichtungen und Behörden in den deutschen Bundesländern
    angestrebt werden, um diese Kurse in jedem Bundesland in das offizielle
    Curriculum zu integrieren.
    In diesem Sinne fordern wir die DİTİB, IGMG und die betreffenden Vereine erneut auf,
    unverzüglich von ihrem Vorhaben, Türkischunterricht in Moscheen und Vereinsräumen
    anzubieten, Abstand zu nehmen und die notwendigen Schritte zu unternehmen, damit
    dieser Unterricht in allen Bundesländern an staatlichen Schulen angeboten wird.
    Als Bundesverband Für Türkisch Und Mehrsprachige Bildung – BTMB und Föderation
    Türkischer Elternvereine In Deutschland – FÖTED werden wir weiterhin daran arbeiten,
    die türkische Sprache zu bewahren, den Unterricht qualitativ weiterzuentwickeln und an
    zukünftige Generationen weiterzugeben. Dies sind gesellschaftliche Herausforderungen
    und können nur durch gesellschaftliche Solidarität überwunden werden.
    Wir rufen alle demokratischen Institutionen und Organisationen dazu auf, uns
    bei unseren Bemühungen zu unterstützen, Türkisch als reguläres Schulfach zu etabliren!

     

    1 Juni 2024 0 Kommentare
    FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
    nhgtu.jpg
    Archive

    Mannheim: Hintergründe zum Angriff auf rechtspopulistische »Bürgerbewegung Pax Europa«

    von Fremdeninfo 1 Juni 2024
    von Fremdeninfo

    Mannheim: Hintergründe zum Angriff auf rechtspopulistische »Bürgerbewegung Pax Europa«

    Von Der Spiegel

    In Mannheim hat ein Mann einen Stand der rechtspopulistischen »Bürgerbewegung Pax Europa« angegriffen und mehrere Menschen mit einem Messer verletzt. Eines der Opfer soll ein bekannter Anti-Islam-Aktivist sein

                                                      

                                                     Mannheim: Hintergründe zum Angriff auf rechtspopulistische »Bürgerbewegung Pax Europa« © Ronald Wittek / EPA

    Eine Veranstaltung der rechtspopulistischen »Bürgerbewegung Pax Europa« (BPE) in Mannheim endete am frühen Freitagmittag blutig. Ein mit einem Messer bewaffneter Angreifer stach mehrere der »Pax Europa«-Aktivisten nieder. Auch einen Polizisten griff der Bewaffnete an und verletzte ihn lebensgefährlich. Ein anderer Polizist schoss den Angreifer schließlich nieder.

    Nach SPIEGEL-Informationen gehen die Behörden derzeit von insgesamt sieben Verletzten aus. Mehrere Personen sollen Stichwunden in Beinen und Armen, teils auch in der Schulter oder im Gesicht erlitten haben.

    Über den Angreifer und sein Motiv ist bislang nichts bekannt. Videos, die den Angriff zeigen und online kursieren, deuten jedoch darauf hin, dass der Angreifer gezielt die BPE und ihre Aktivisten angriff.

    Offenbar bekannter Anti-Islam-Aktivist unter den Opfern

    Wie BPE mitteilte, soll es sich bei einem der Opfer um den bekannten Anti-Islam-Aktivisten Michael Stürzenberger handeln. Die Polizei bestätigt das bislang allerdings nicht. Stürzenberger sollte am Freitag auf dem Mannheimer Marktplatz als Redner auftreten; sein Auftritt war als »Aufklärung gegen den politischen Islam« angekündigt.

    Stürzenberger, 59, ist seit Jahren einer der bekanntesten Anti-Islam-Aktivisten Deutschlands. Er gehört zum Bundesvorstand des BPE sowie zu den Autoren der islamfeindlichen Plattform »PI-News« und wird vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet. Außerdem ist er auf YouTube aktiv – seine Videos dort wurden laut Verfassungsschutz im Jahr 2022 mehr als 723.000 Mal angeschaut.

    Bei früheren Kundgebungen forderte Stürzenberger »Umerziehungslager« für Muslime nach dem Vorbild Chinas. Den Koran bezeichnete er als »das gefährlichste Buch der Welt« und verglich ihn mit Adolf Hitlers »Mein Kampf«. Laut bayerischem Verfassungsschutz zählt Stürzenberger nahezu alle Musliminnen und Muslime dem »politischen Islam« zu. Selbst das Gebet oder Fasten als religiösen muslimischen Ritus wolle er verbieten.

    Vor rund zwanzig Jahren war Stürzenberger Pressesprecher der Münchner CSU. Um einem Ausschluss zuvorzukommen, verließ er die Partei. 2013 wurde er Bundesvorsitzender der rechtspopulistischen Kleinpartei »Die Freiheit«, die sich wenige Jahre später auflöste.

    »Pax Europa« gründete sich nach eigenen Angaben 2008 und behauptet von sich, über die »existenziellen Gefahren« aufzuklären, die vom »Politischen Islam« ausgingen. Diesen sieht BPE als »faschistoide Ideologie«.

    Immer wieder demonstriert die Gruppe vor allem gegen den Bau von Moscheen. Der bayerische Landesverband von BPE wird – genau wie Stürzenberger – vom Landesverfassungsschutz beobachtet. BPE pflegte in der Vergangenheit auch Kontakte zu »PI-News« und Pegida.

    1 Juni 2024 0 Kommentare
    FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
    Neuere Beiträge
    Ältere Beiträge

    Beliebte Artikel

    • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

      22 Juli 2025
    • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

      4 Dezember 2025
    • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

      14 Oktober 2025
    • Der Löwenanteil -Para _Şêr

      19 August 2025
    • Begegnungen am Radweg: Eine Geschichte von Mensch, Natur und einem besonderen Rabenfreund

      23 August 2025

    Unser Team

    Cumali Yağmur

    Verantwortliche Redaktor

    Ayşe Eker

    Ayşe Eker

    Redaktorin

    Erdoğan Sedef

    Erdoğan Sedef

    Redaktor

    Rojin Erten

    Rojin Erten

    Redaktor

    Can Taylan Tapar

    Can Taylan Tapar

    Redaktor

    Halit Yaşar Demirbağ

    Halit Yaşar Demirbağ

    Redaktor

    Kategorien

    • Allgemein
    • Archive
    • Impressum
    • Politik
    • Religion
    • Flüchtlinge
    • Kultur
    • Frauen
    • Jugend
    • Salafismus
    • Veranstaltungen
    • Information
    • Rassismus
    • Antisemitismus
    • Fremdenfeindlichkeiten
    • Bildung
    • Featured

    Neueste Artikel

    • Gedenkveranstaltung für Mehmet Ruhi Su in Duisburg

      24 April 2026
    • Weitere Strafanzeige gegen Iri

      24 April 2026
    • Zum Gedenken an Hrant Dink und Hacı Halil aus Urfa

      23 April 2026
    • Das Gedächtnis der Gerechtigkeit: Von Marc zu Gergerlioğlu

      23 April 2026
    • Eine kurze Reise durch die englische Literatur!

      23 April 2026

    Über uns

    Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

    Das Gedächtnis der Gerechtigkeit: Von Marc zu Gergerlioğlu

    23 April 2026

    Neueste Artikel

    Lotto-Millionär Chico kauft sich eine „Tatort“-Rolle – und hat jetzt nur einen Wunsch
    1 Dezember 2025
    Fremden-Info: Herr Brillante Luigi, Sie haben die EFL gegründet. Was war Ihr Ziel?
    1 Dezember 2025
    NÂR – THE SOUND OF ONE
    1 Dezember 2025

    Hervorgehoben

    Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
    22 Juli 2025
    Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
    4 Dezember 2025
    Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff
    14 Oktober 2025
    • Startseite
    • Anmelden
    • Über uns
    • Kontakt
    • Datenschutzerklärung
    • Newsletter
    • Impressum
    Fremdeninfo
    • Startseite
    • Flüchtlinge
    • Politik
    • Kultur
    • Religion
    • Rassismus
    • Frauen
    • Jugend
    • Bildung