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Allgemein

 Der Ursprung des Muttertags in den USA

von Cumali Yağmur 10 Mai 2026
von Cumali Yağmur

 Über  des Muttertags

Als Begründerin des heutigen Muttertags gilt jedoch die Methodistin Anna Marie Jarvis, die Tochter von Ann Maria Reeves Jarvis. Sie veranstaltete in Grafton (West Virginia, USA) am 12. Mai 1907, dem Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter, ein Memorial Mothers Day Meeting.[2] Im folgenden Jahr wurde auf ihr Drängen hin wiederum am zweiten Maisonntag in der Methodistenkirche in Grafton allen Müttern eine Andacht gewidmet. 500 weiße Nelken ließ sie zum Ausdruck ihrer Liebe zu ihrer verstorbenen Mutter vor der örtlichen Kirche an andere Mütter austeilen.

Sie widmete sich nun hauptberuflich dem Ziel, einen offiziellen Muttertag zu schaffen, und startete eine Initiative für die Einführung eines offiziellen Feiertags zu Ehren der Mütter, indem sie Briefe an Politiker, Geschäftsleute, Geistliche und Frauenvereine schrieb. Die Bewegung wuchs sehr rasch an. Bereits 1909 wurde der Muttertag in 45 Staaten der USA gefeiert. 1912 führten ihn die Methodisten in West Virginia ein. Am 8. Mai 1914 erließ der US-Kongress die Joint Resolution Designating the Second Sunday in May as Mother’s Day: Als Zeichen der Liebe und Verehrung der Mütter solle der 2. Sonntag im Mai als Muttertag gefeiert werden. Der Präsident der Vereinigten Staaten solle an diesem Tag die öffentlichen Gebäude beflaggen lassen; diesem Willen des Kongresses leistete Präsident Woodrow Wilson noch im selben Jahr Folge.[4] So wurde der Muttertag 1914 zum ersten Mal als nationaler Feiertag begangen.

Mit steigender Verbreitung und Kommerzialisierung des Muttertags wandte sich die Begründerin des Feiertages von der Bewegung ab, bereute, diesen ins Leben gerufen zu haben, und kämpfte erfolglos für die Abschaffung des Feiertages.

Anfänge internationaler Verbreitung

Die Bewegung blieb nicht auf die Vereinigten Staaten beschränkt. Schon 1912 wurde eine Mother’s Day International Association gegründet mit dem Ziel, den Muttertag auch international zu verbreiten.[5] Im Vereinigten Königreich wurde das Konzept des Muttertags schnell angenommen und mit dem traditionellen Mothering Sunday (4. Fastensonntag, vorher ein Tag zu Ehren der Mutterkirche) fusioniert.[6] Der Feiertag verbreitete sich weiter 1917 in der Schweiz, 1918 in Finnland und Norwegen, 1919 in Schweden, ab 1923 in Deutschland und 1924 in Österreich.

Schweiz

Zwei Gruppierungen ergriffen die Initiative für die Einführung des Muttertages in der Schweiz: die Unions Chrétiennes de Jeunes Gens de la Suisse romande und die Heilsarmee. Erstere veröffentlichten ihren Aufruf bereits 1914 in ihrem Vereinsorgan, wobei sie sich ausdrücklich auf das angelsächsische Vorbild beriefen; sie stießen in der französischsprachigen Schweiz bei reformierten Pfarrern auf ein gewisses Echo, konnten aber in der Deutschschweiz mit ihrer Initiative nicht Fuß fassen.[7] Die Heilsarmee erließ erstmals im Sommer 1917 einen Aufruf zur Begehung eines Ehrentages für die Mutter, der die religiöse Berechtigung einer solchen Ehrung betonte.[7]

Beide Initiativen waren in ihren jeweiligen Institutionen erfolgreich, blieben jedoch bis in die zwanziger Jahre hinein auf kleine Kreise beschränkt. Dann begannen die schweizerischen Verbände der Floristen (angeregt durch ihre deutschen Kollegen), der Gärtnermeister und der Konditormeister sich für den Muttertag zu engagieren.[8] Sie machten in Zentral- und Ortskomitees, die den Muttertag propagierten, mit, blieben allerdings in der Öffentlichkeit eher im Hintergrund. Die öffentlichen Aufrufe wurden durch ethisch engagierte Personen des öffentlichen Lebens unterzeichnet.[9] Über die Presse, Flugblätter, das Radio, die Schaufenster der beteiligten Berufsleute wurde der Muttertag für den zweiten Maisonntag 1930 propagiert und gelangte so zum Durchbruch.[9]

Deutschland

 

In Deutschland wurde der Muttertag 1922/1923 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber mit Plakaten „Ehret die Mutter“ in den Schaufenstern etabliert und – betont unpolitisch – als Tag der Blumenwünsche gefeiert. Mit Plakaten in Schaufenstern, kleineren Werbekampagnen und Veranstaltungen bis hin zu Muttertagspoesie wurde dem ersten deutschen Muttertag am 13. Mai 1923 durch den Vorsitzenden des Verbandes, Rudolf Knauer, der Weg bereitet. Ab 1926 wurde die Propagierung des Muttertages an die Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung übertragen, um „Kirche und Schule zu gewinnen und die Regierung dahin zu bringen, den Muttertag am zweiten Sonntag im Mai als offiziellen Feiertag festzulegen“.[10]

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Feier des Muttertags mit der Idee der „germanischen Herrenrasse“ verknüpft. Besonders kinderreiche Mütter wurden als Heldinnen des Volkes zelebriert, da sie den „arischen Nachwuchs“ fördern sollten. 1933 wurde der Muttertag zum öffentlichen Feiertag erklärt und erstmals am 3. Maisonntag 1934 als „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ mit der Einführung des Reichsmütterdienstes in der Reichsfrauenführung begangen. Die religiös anmutenden Feierlichkeiten („Mütterweihen“) wurden in Konkurrenz zu christlichen Feiern auf sonntags um 10 Uhr angesetzt. 1938 wurde zusätzlich das Ehrenkreuz der Deutschen Mutter eingeführt,[11] das am Muttertag am 21. Mai 1939 erstmals verliehen wurde.[12]

Der zweite Sonntag im Mai 1949 war der 8. Mai. Somit fand der Muttertag 1949 noch in der westalliierten Trizone statt. Die 15 Tage später am 23. Mai 1949 mit der Verkündigung des Grundgesetzes gegründete Bundesrepublik Deutschland beging ihren ersten Muttertag somit erst 1950. In der DDR wurde der Muttertag offiziell nicht begangen, stattdessen wurde der Internationale Frauentag am 8. März gefeiert.

Der Muttertag ist nicht gesetzlich verankert, vielmehr basiert dessen Datum auf Übereinkünften von Wirtschaftsverbänden. Hinsichtlich des Blumenverkaufs hat der nicht-gesetzliche Feiertag eine Sonderstellung. So dürfen Blumenläden an diesem Tag in aller Regel geöffnet bleiben.[13] In Baden-Württemberg gilt dies jedoch nicht, wenn der Muttertag auf einen gesetzlichen Feiertag fällt, wie z. B. im Jahr 2008 auf Pfingstsonntag.[14]

Die Floristenverbände in Deutschland haben den zweiten Sonntag im Mai als Muttertag festgelegt, was dazu führt, dass Pfingstsonntag und Muttertag auf denselben Tag fallen, wenn Ostern spätestens am 26. März gefeiert wird. Zuletzt traf das für die Jahre 1978, 1989 und 2008 zu. Da einige Ländergesetze die Ladenöffnung am Pfingstsonntag untersagen, darf – so beschloss es der deutsche Einzelhandel 1949 – in solchen Fällen ein Ersatztermin gesucht werden.[15] Im Jahr 2007 entbrannte deswegen eine Diskussion zwischen deutschem Einzelhandel und Kalenderverlagen. Die Diskussion endete nach längerem Hin und Her damit, dass der Muttertag 2008 ganz regulär am zweiten Maisonntag, also dem Pfingstsonntag stattfand.[16] Die Entscheidung kam für einige Kalenderverlage jedoch zu spät, sodass viele Kalender für das Jahr 2008 den Muttertag am 4. Mai eingetragen hatten. Zum nächsten Mal fallen Pfingstsonntag und Muttertag im Jahr 2035 auf einen Tag.

Der ebenfalls nicht gesetzlich verankerte Vatertag wird in Deutschland am gesetzlichen Feiertag Christi Himmelfahrt begangen, er liegt 39 Tage nach Ostersonntag und fällt somit immer auf einen Donnerstag. Der Vatertag kommt schon vor Muttertag, falls der Karfreitag bereits im März liegt, aber in den meisten Fällen kommt der Vatertag erst nach dem Muttertag

10 Mai 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Spahn will mit Türkei und Libanon kooperieren

von Cumali Yağmur 10 Mai 2026
von Cumali Yağmur

Dpa/ dtj-online

 

Wie können mehr syrische Flüchtlinge zur Rückkehr in die Heimat bewegt werden? Der Unionsfraktionschef machte nach seiner Reise in den Nahen Osten einen neuen Vorschlag.

Unionsfraktionschef Jens Spahn schlägt eine Kooperation mit der Türkei und dem Libanon vor, um mehr syrische Flüchtlinge zur Rückkehr in die Heimat zu bewegen. „Die drei Länder Türkei, Libanon und Deutschland haben mit Abstand die meisten Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen„, sagte der CDU-Politiker der „Bild“. Man habe ein gemeinsames Interesse, dass möglichst viele in ihre Heimat zurückkehren könnten.

„Wir sollten beim Wiederaufbau Syriens und mehr Anreizen zu Rückkehr kooperieren. Die Türkei und der Libanon haben in der direkten Nachbarschaft im Zweifel bessere Kenntnisse über die Lage vor Ort, wir verfügen über finanzielle Möglichkeiten“, so Spahn. „Dies kann man verbinden.“ Der Unionsfraktionschef war am Freitag von einer dreitägigen Reise in die Region mit Stationen in Israel, Zypern und Libanon zurückgekehrt.

Spahn bekräftigte seine Forderung, dass syrische Flüchtlinge bereits während des Wiederaufbaus in ihre Heimat zurückkehren sollten. „Wenn es in der Heimat eine Perspektive auf Stabilität und Frieden gibt, muss man Deutschland verlassen. Unterschiede in den Lebensverhältnissen allein sind kein Bleibegrund“, sagte er. Nötig sei „eine nachvollziehbare Perspektive, durch den Wiederaufbau für sich selbst und seine Familie ein gutes Leben haben zu können“. Wer keinen dauerhaften Aufenthaltstitel habe, müsse Deutschland absehbar verlassen.

Deutschland zahlt Menschen, die nach Syrien zurückkehren, eine Starthilfe von mindestens 1.000 Euro und übernimmt zudem die Reisekosten. Auch in der Türkei gibt es  Unterstützung für Rückkehrer

10 Mai 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Innerhalb der CHP setzt sich die Kampagne der Herabwürdigung und Diskriminierung gegen Aleviten fort

von Cumali Yağmur 9 Mai 2026
von Cumali Yağmur


Von: fremdeninfo

Seit dem Parteitag der CHP vor einem Jahr wird eine Verleumdungskampagne gegen den ehemaligen Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu geführt. Nach seiner Niederlage auf dem Parteitag wurden er und der Großteil seiner Anhänger aus der Partei gedrängt. Gegen die Verlierer des Parteitags wurde beinahe ein „Feindstrafrecht“ angewandt.

Während alevitischstämmige Mitglieder im Allgemeinen zwei Arten von Druck ausgesetzt waren, sahen sie sich zudem einer Ausgrenzung aufgrund ihrer alevitischen Identität gegenüber. Die CHP genoss seit der Ära Atatürks zunächst die Unterstützung der Aleviten; doch nach der Gründung der Republik etablierte man den sunnitischen Glauben über das Diyanet (Präsidium für Religionsangelegenheiten) als offizielle Religionsauffassung des Staates. Sie verletzten das Recht auf Brüderlichkeit, während sie den Aleviten sagten: „Ihr seid unsere Brüder“. Mit der Bezeichnung „laizistischer Staat“ für die von ihnen gegründete Republik versuchten sie, die Sonne mit Schlamm zu verdecken (das Offensichtliche zu vertuschen).

Als Jahre später mit Kemal Kılıçdaroğlu ein Mann alevitischen Glaubens an die Spitze der CHP trat, brach beinahe das Chaos aus. Während eine Kampagne gegen Kılıçdaroğlu geführt wurde, war er zeitweise auch verschiedenen physischen Angriffen ausgesetzt. Die Demütigungen und die Verachtung gegenüber Aleviten setzten sich in der Person von Kemal Kılıçdaroğlu fort. Zu Beginn verhielt sich Kılıçdaroğlu vorsichtig und zögerte, offen zu sagen: „Ich bin Alevite“.

Kein Vorsitzender der CHP wurde jemals so heftig angegriffen wie Kemal Kılıçdaroğlu. Untersuchen wir die Hintergründe: Über keinen anderen CHP-Vorsitzenden wurde gesagt: „Er ist Sunnit“; über Kılıçdaroğlu jedoch hieß es ständig: „Er ist Alevite“. Gleichzeitig wurde betont, dass er aus „Dersim“ stammt. Es wurde eine psychologische Operation mit der Behauptung durchgeführt: „Die Menschen aus Dersim haben sich damals gegen den Staat aufgelehnt“. Sogar viele, die sich als Anhänger der „Gezi-Bewegung“ bezeichnen, waren voreingenommen gegenüber Kılıçdaroğlu und nannten ihn „Schwertrest“ (kılıç artığı). Welcher andere CHP-Vorsitzende wurde jemals als „Schwertrest“ bezeichnet?

Wie oft wurde Kılıçdaroğlu angegriffen, wobei suggeriert wurde, dass „das Blut derer, die Aleviten töten, ein gottgefälliges Werk sei“? Heute wird Kemal Kılıçdaroğlu täglich in den sozialen Medien gelyncht. Welcher führende CHP-Politiker steht auf und sagt: „Das ist völlig falsch, wie kann man jemanden, der den Parteivorsitz innehatte, so lynchen?“ Niemand sagt es.

O Kemal Kılıçdaroğlu, kehre zu deinen Wurzeln zurück! Du bist einer von Millionen Aleviten in diesem Land. Warum trittst du nicht auf die Bühne und sagst: „Ich bin Alevite und werde die Rechte der Aleviten verteidigen; ich werde eine neue Partei gründen, ins Parlament einziehen und die Stimme, die Zunge und das Ohr der Aleviten sein“? Wie lange wollt ihr und diese Aleviten in diesem Land noch gedemütigt und herabgesetzt werden?

Tretet hervor und sagt: „Wir sind Aleviten, wir wollen gleichberechtigte Bürger sein“, gründet eure eigene Partei und bringt diejenigen zum Schweigen, die gut oder schlecht über euch reden. Sagt: „Wir sind hier; wir wollen keinen eigenen Staat, keine eigene Flagge; wir wollen in diesem Land unter gleichen Bedingungen leben, ohne verachtet oder unterdrückt zu werden“. Solange ihr eure Identität verbergt, wird jeder euch hinterfragen und demütigen. Es ist Zeit, dem ein Ende zu setzen. Geht auf die Plätze, ohne diesen Moment zu verpassen; dafür ist Einheit und Zusammenhalt nötig. Feiglinge, die Angst vor der Einheit haben, werden gewiss Ausreden finden. So war es im Laufe der Geschichte immer; sagt heute „Nein“ zu diesem Unrecht und geht auf die Straßen. Steht zu eurer eigenen Philosophie, damit sie nicht unter den Füßen zertreten wird. Wenn ihr nicht wollt, dass künftige Generationen euch Vorwürfe machen, gründet die Partei der Aleviten und tragt die Probleme ins Parlament.

9 Mai 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Gericht rügt Türkei: Urteil im Fall „Yasak“ könnte Signalwirkung haben

von Fremdeninfo 9 Mai 2026
von Fremdeninfo

 Von: dtj-online

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei im Fall „Yasak“ wegen Verstößen gegen zentrale Garantien der Europäischen Menschenrechtskonvention verurteilt. Die Große Kammer stellte sowohl eine Verletzung des Rückwirkungsverbots im Strafrecht als auch unmenschliche Haftbedingungen fest.

Mit seinem Urteil im „Fall Yasak“, das am Dienstag veröffentlicht wurde, hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) ein Grundsatzurteil mit möglicherweise weitreichenden Folgen gefällt. Dieses könnte die Substanz türkischer Strafverfahren wegen vermeintlicher Terrorvergehen im Zusammenhang mit der Gülen-Bewegung infrage stellen.

Der EGMR hat der Türkei attestiert, bei ihrem Vorgehen gegen den Verurteilten Şaban Yasak Artikel 7 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verstoßen zu haben. Diese beschreibt den Grundsatz „Keine Strafe ohne Gesetz“. Außerdem hätten die Haftbedingungen gegen das Verbot unmenschlicher und erniedrigender Behandlung aus Art. 3 EMRK verstoßen. Der EGMR verurteilte die Türkei deshalb zur Zahlung von 2.800 Euro als immateriellen Schadensersatz sowie 9.050 Euro für Kosten und Auslagen.

Türkei verurteilte Yasak wegen Bildungsaktivitäten aus der Zeit vor 2014

Im Jahr 2018 hatte ein Gericht in Çorum den türkischen Staatsangehörigen Şaban Yasak wegen „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Grundlage dafür war seine berufliche Tätigkeit in einer Bildungseinrichtung, die der Gülen-Bewegung zugerechnet wurde.

In der Türkei wird diese regierungsamtlich als „Fethullahistische Terrororganisation“ (FETÖ) bezeichnet und unter anderem für den Putschversuch einer Gruppe von Militärs am 15. Juli 2016 verantwortlich gemacht. Westliche Geheimdienste äußern sich skeptisch über diese Einschätzung – und bezweifeln die Existenz einer „FETÖ“. Nach dem Putschversuch begann eine breit angelegte Hexenjagd gegen zehntausende Menschen.

Die Tätigkeit Yasaks für die Bildungseinrichtung endete spätestens 2014. Zu diesem Zeitpunkt hatte die türkische Regierung zwar bereits das Narrativ von der Gülen-Bewegung als „Parallelstaat“ verbreitet. Die „FETÖ“ war allerdings noch nicht erfunden – und entsprechend war die Gülen-Bewegung auch noch nicht als „terroristisch“ eingestuft.

Kernkritik des Gerichts: Fehlende individuelle Schuldprüfung

Die Straßburger Richter bemängelten mehrere Elemente des Verfahrens. Dazu gehörte unter anderem, dass die nationalen Gerichte nicht ausreichend geprüft hätten, ob der Beschuldigte tatsächlich vorsätzlich gehandelt habe. Allgemeine Tätigkeiten oder bloße Kontakte, so der EGMR, reichten nicht aus, um den Verdacht einer terroristischen Tätigkeit zu begründen.

Mit der Frage, ob die Einstufung der Gülen-Bewegung als „Terrororganisation“ zurecht besteht, befasste sich der Gerichtshof nicht. Allerdings stellte er grundsätzlich fest, dass eine Verurteilung wegen Mitgliedschaft einer solchen mehrere Elemente voraussetze. Zum einen müsse jemand die Ziele der Organisation kennen, den Gewaltbezug verstehen und bewusst dazu beitragen. Gerade dieser individuelle Nachweis sei im vorliegenden Fall nicht erbracht worden.

Außerdem habe die Türkei das Rückwirkungsverbot des Artikels 7 EMRK verletzt. Die Yasak zur Last gelegten Handlungen reichten überwiegend in eine Zeit vor 2014 zurück. Zu diesem Zeitpunkt waren die Bildungsaktivitäten der Gülen-Bewegung nicht nur nicht verboten, sondern sogar gesellschaftlich akzeptiert. Eine spätere Einstufung einer Organisation als terroristisch, so stellte das Gericht klar, dürfe nicht rückwirkend zur Strafbarkeit früherer Handlungen führen.

Haftbedingungen als unmenschlich bewertet

Neben der Verurteilung selbst beanstandete der EGMR auch die Haftbedingungen im Gefängnis von Çorum. Den Feststellungen des Gerichts zufolge sei dieses nach einer Ausweitung von 477 auf rund 2.000 Insassen massiv überbelegt gewesen.

Der Verurteilte habe über einen Zeitraum von etwa 14 Monaten kein eigenes Bett gehabt. Die hygienischen Bedingungen in der Haft seien unzureichend gewesen. Dazu sei ein eingeschränkter Zugang zu Frischluft und Aktivitäten gekommen. In Summe wertete das Gericht dies als Verstoß gegen das Verbot unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung.

Das Urteil fiel mit knappen Mehrheiten. Die Verletzung des Artikels 7 stellte die Große Kammer mit 11 zu 6 Stimmen und jene von Artikel 3 mit 9 zu 8 Stimmen fest. Einige Richter formulierten abweichende Meinungen. Am Ende hob das Gericht jedoch damit eine eigene frühere Entscheidung aus dem Jahr 2024 auf. Damals hatte eine Kammer des Gerichts noch keinen Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot gesehen. Die jetzige Entscheidung stärkt die Linie, die bereits in anderen Grundsatzurteilen zur Türkei entwickelt wurde.

Yasak-Urteil mit möglicher Bedeutung über den Einzelfall hinaus

Das Urteil könnte auch über den konkreten Fall hinaus Wirkungen entfalten. Es stellt zentrale Anforderungen an Terrorverfahren klar, die auch künftig relevant sein werden. Zum einen muss eine individuelle Schuldprüfung statt einer bloßen pauschalen Zuschreibung erfolgen. Eine rückwirkende Strafbarkeit legaler Handlungen wird dadurch schwieriger. Außerdem verlangt der EGMR damit nun eine klare Abgrenzung zwischen legalen Aktivitäten und strafbarer terroristischer Betätigung.

Dies könnte Einfluss auf zahlreiche ähnlich

9 Mai 2026 0 Kommentare
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Allgemein

DİDF: Die Regierung greift seit einem Jahr Arbeiter und Migranten an

von Fremdeninfo 9 Mai 2026
von Fremdeninfo

 Von: DIDF Presserlärung 

Die Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DİDF) hat eine Erklärung zur Einjahresbilanz der CDU/CSU-SPD-Koalitionsregierung veröffentlicht. In der Erklärung wurde betont, dass die Regierung die Aufrüstung, den Abbau sozialer Rechte und die migrationsfeindliche Politik vertieft habe, während gleichzeitig auf den Widerstand von Arbeitern und Jugendlichen hingewiesen wurde.

Europäisches Demokratisches Nachrichtenzentrum

In einer Bewertung der einjährigen Amtszeit der am 6. Mai 2025 in Deutschland angetretenen CDU/CSU-SPD-Koalitionsregierung erklärte die DİDF, dass die Regierung die Angriffe auf Arbeiter und Migranten verschärft habe. In der vom DİDF-Bundesvorstand unterzeichneten Erklärung hieß es, die Regierung unter Friedrich Merz setze die in der vorangegangenen Regierungsperiode begonnenen Angriffe in einer noch aggressiveren und rücksichtsloseren Weise fort.

Aufrüstung und Sozialabbau

In der Erklärung wurde hervorgehoben, dass die grundlegende Ausrichtung der Regierung auf „Aufrüstung, Spaltung der Arbeiter und Subventionen für das Kapital“ liege. Es wurde festgestellt, dass den Arbeitern nicht nur die Kosten der wirtschaftlichen Stagnation aufgebürdet werden, sondern auch die Kosten der Aufrüstung. Während Konzerne zur Sicherung ihrer Gewinne Arbeiter entlassen oder in Kurzarbeit zwingen, werde dieser Druck immer weiter erhöht.

Die DİDF wies darauf hin, dass die Bürgergeld-Praxis in ein System der reinen Grundsicherung umgewandelt wurde, und betonte, dass Friedrich Merz beabsichtige, auch die Renten auf das Niveau der Grundsicherung abzusenken. Zudem wurde scharfe Kritik an Merz‘ Äußerungen geübt, wonach in Deutschland „zu wenig gearbeitet“ werde; dies komme einer faktischen Abschaffung der Rente oder dem Zwang gleich, auch im Krankheitszustand zu arbeiten.

Unter Verweis auf massive Kürzungen in vielen sozialen Bereichen, insbesondere bei der Gesundheit, Jugend-, Frauen- und Behindertenhilfe, hieß es: „Die Merz-Regierung hat innerhalb eines Jahres deutlich gezeigt, dass sie nicht die Interessen des Volkes, sondern die der Monopole vertritt.“

Migrationsfeindliche Politik

Die DİDF erklärte, dass neben den sozialen Angriffen auch die Politik der Diskriminierung unter den Beschäftigten intensiviert wurde. So sei das Recht auf Einbürgerung innerhalb von drei Jahren abgeschafft worden, Grenzen seien geschlossen und Asylsuchende illegal an den deutschen Grenzen zurückgewiesen worden.

„Das Grundrecht auf Asyl wurde damit faktisch außer Kraft gesetzt“, hieß es in der Erklärung, wobei darauf hingewiesen wurde, dass das Jahr 2025 ein Rekordjahr in Bezug auf Abschiebungen sei. Mit Bezug auf Friedrich Merz‘ Äußerungen zum „Stadtbild“ wurde betont, dass die Regierung bei der Schürrung von Vorurteilen der AfD in nichts nachstehe. Es wurde darauf aufmerksam gemacht, dass vor allem die AfD von dieser Rhetorik profitiere.

Die DİDF betonte, dass die Regierung versuche, die Diskriminierung zwischen Arbeitern mit und ohne Migrationshintergrund anzuheizen: „Es wird verlangt, dass wir nicht die Regierung, sondern die Arbeiter, mit denen wir zusammenleben, als Verantwortliche für unsere Probleme sehen.“

Betonung des Widerstands

Am Ende der Erklärung wurde die Einjahresbilanz der Regierung mit den Worten „aggressive Aufrüstung, Milliarden-Subventionen für das Kapital, Sozialabbau sowie offener Rassismus und Nationalismus“ zusammengefasst.

Andererseits wurde hervorgehoben, dass Arbeiter und Jugendliche gegenüber dieser Politik nicht schweigen. Hunderttausende seien gegen Rassismus auf die Straße gegangen, zehntausende Studierende hätten gegen die Wehrpflicht und Aufrüstung protestiert. Es wurde an die Massendemonstrationen gegen den Genozid in Palästina und gegen den Krieg sowie an die Warnstreiks von zehntausenden Arbeitern in Tarifkämpfen erinnert.

Die DİDF-Erklärung schloss mit den Worten: „Wir haben im vergangenen Jahr deutlich gezeigt, dass wir die Angriffe nicht schweigend hinnehmen werden, und wir werden dies auch in Zukunft weiterhin zeigen.“

9 Mai 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Deklaration zum Tag der kurdischen Sprache: Muttersprache ist ein unantastbares Recht

von Fremdeninfo 9 Mai 2026
von Fremdeninfo

Die Organisationen, die die Deklaration zum 15. Mai, dem Tag der kurdischen Sprache, veröffentlichten, betonten, dass Sprache ebenso lebensnotwendig wie Brot und Wasser sei, und erklärten: „Die Muttersprache ist ein unbestreitbares natürliches und universelles Recht.“

Der Sprach- und Kulturverein Birca Belek sowie der Sprach- und Kulturverein Cûdî gaben die Deklaration der Region Botan zum Tag der kurdischen Sprache am 15. Mai im Rahmen einer Pressemitteilung im Birca-Belek-Park in Cizre bekannt.

Vor der Erklärung fand ein Marsch statt, bei dem ein Transparent mit der Aufschrift „Statuya Kurdî perwerdehiya bi Kurdi“ (Status für Kurdisch, Bildung auf Kurdisch) getragen und Slogans wie „Bijî zimanê Kurdî“ (Es lebe die kurdische Sprache) und „Bê ziman jiyan nabe“ (Ohne Sprache kein Leben) gerufen wurden. Zudem wurden Plakate mit Aufschriften wie „Zimanê me rûmeta me ye“ (Unsere Sprache ist unsere Ehre) getragen.

„DAS KURDISCHE VOLK HAT SEINE SPRACHE MIT EINEM WILLEN AUS STAHL GESCHÜTZT“

Zehra Elçi, Vorstandsmitglied des Sprach- und Kulturvereins Birca Belek, betonte in der Erklärung, dass Sprache die Hüterin der Existenz und des historischen Gedächtnisses sowie das stärkste Bollwerk der Identität eines Volkes sei. Elçi sagte: „Das kurdische Volk hat seine Sprache seit Jahrhunderten gegen jede Art von Assimilations-, Verbots- und Unterdrückungspolitik mit einem Willen aus Stahl verteidigt und bis heute bewahrt.“

„DER STATUS DES KURDISCHEN VOLKES MUSS ANERKANNT WERDEN“

Mit Blick auf den aktuellen Prozess erklärte Elçi: „Abdullah Öcalan hat auch die Debatte über die Freiheit und Unabhängigkeit der kurdischen Sprache gestärkt. Wir bekräftigen, dass wir bis zum Ende hinter diesem historischen Aufruf stehen. Wir erklären, dass die sprachlichen, kulturellen, politischen und rechtlichen Rechte sowie die Autonomierechte der kurdischen Nation nicht verhandelbar sind. Alle Hindernisse für die Ausübung dieser Rechte müssen beseitigt werden, und die kurdische Sprache muss den Status einer Bildungs- und Amtssprache erhalten, um eine freie, demokratische und friedliche Gesellschaft aufzubauen.“

BETONUNG DER VERFASSUNGSRECHTLICHEN GARANTIE

Elçi forderte freie Arbeitsbedingungen für Abdullah Öcalan und fügte hinzu: „Insbesondere die kurdische Sprache, Identität, alle Werte und Rechte der kurdischen Nation sowie der Status der Kurden müssen politisch und rechtlich anerkannt und in der Verfassung sowie in den Gesetzen garantiert werden. Wir wissen sehr wohl, dass die Isolation gegenüber Önder (Anführer) Öcalan in direktem Zusammenhang mit der Isolation aller Werte der kurdischen Nation und insbesondere der kurdischen Sprache steht.“

„MUTTERSPRACHE IST EIN UNANTASTBARES RECHT“

Unterstreichend, dass die Muttersprache ein unbestreitbares natürliches und universelles Recht sei, fuhr Elçi fort: „Wir betrachten Bildung in der Muttersprache als rote Linie und erklären, dass dieses Recht für das gesellschaftliche Leben so notwendig ist wie Brot und Wasser. In Şırnak und seinen Landkreisen werden wir jede Straße und jedes Haus mit der kurdischen Sprache beleben – von Sprachmärschen bis hin zu Sprachworkshops, von Dengbêj-Programmen über Kinderateliers bis hin zu Konferenzen, Feierlichkeiten und Kulturkonzerten.“

Die Erklärung endete unter Applaus und Slogans. Im Anschluss wurde Halay getanzt. (etha)

9 Mai 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Rechte Gewalt in Niedersachsen und Bremen nimmt zu: Einige Regionen fallen als Schwerpunkte besonders auf

von Fremdeninfo 8 Mai 2026
von Fremdeninfo

 

Artikel von Marcel Prigg / K Kreizeitung 

Rechte Straf- und Gewalttaten sind ein Problem. Aktuelle Zahlen zeigen die Fälle in Niedersachsen und Bremen – und die Schwerpunkte der Verbrechen.

Die Zahlen sind alarmierend: Im Jahr 2025 wurden in Deutschland insgesamt 42.544 politisch rechts motivierte Straftaten registriert, darunter 1.598 Gewaltdelikte – und die Bundesregierung weist selbst darauf hin, dass diese Zahlen aufgrund möglicher Nachmeldungen noch unterschätzt sein dürften. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke sowie einer anliegenden Drucksache hervor, die dem Deutschen Bundestag vorliegt. Für Niedersachsen und Bremen zeichnet sich dabei ein besorgniserregender Trend ab – mit deutlichen regionalen Schwerpunkten.

Insgesamt hatte es in Niedersachsen im Jahr 2025 3.758 Fälle der politisch motivierten Kriminalität gegeben. Im bundesweiten Vergleich der Straftaten pro 100.000 Einwohner liegt Niedersachsen mit einem Wert von 47 im Jahr 2025 zwar im unteren Drittel. Doch der Blick auf die Entwicklung zeigt: 2024 lag der Wert noch bei 45. Bei den Gewalttaten pro 100.000 Einwohner verzeichnete Niedersachsen 2025 einen Wert von 1 – identisch mit Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Politisch rechte Gewalttaten in Niedersachsen: Diese Regionen fallen besonders auf

Die Anlage zur Bundestagsdrucksache listet alle gemeldeten rechts motivierten Gewalttaten des Jahres 2025 einzeln auf – mit Tatort, Datum und Delikt. Eine Auswertung dieser Tabelle ergibt für Niedersachsen ein klares Bild: Hannover ist mit 19 erfassten Gewalttaten die mit Abstand am stärksten betroffene Stadt im Land, gefolgt von Braunschweig mit acht und Göttingen mit sechs Fällen. Oldenburg folgt mit fünf, Emden mit vier Fällen.

Weitere mehrfach betroffene Tatorte sind Osnabrück, Buchholz und Achim (je drei) sowie Seevetal, Lingen, Salzhausen, Neustadt, Nordhorn, Cuxhaven und Winsen (je zwei). Darüber hinaus verteilen sich Einzelfälle auf zahlreiche weitere Orte im ganzen Land, darunter Ganderkesee, Harsefeld, Bendestorf, Vahlde, Buxtehude, Sottrum, Rotenburg, Langenhagen, Tostedt, Helmstedt, Vechelde, Einbeck, Delmenhorst, Salzgitter und viele mehr.

Rechts motivierte Straftaten in Bremen: Weit über dem Niveau der Flächenländer im Westen

Für Bremen fällt der Vergleich noch ungünstiger aus. Mit 79 rechts motivierten Straftaten pro 100.000 Einwohner im Jahr 2025 liegt der Stadtstaat weit über dem Niveau westdeutscher Flächenländer wie Bayern (28), Baden-Württemberg (28) oder Nordrhein-Westfalen (35). Auch bei den Gewalttaten schneidet Bremen schlechter ab als Niedersachsen: Zwei Gewaltdelikte pro 100.000 Einwohner wurden dort 2025 gemeldet – doppelt so viele wie im Nachbarland. Insgesamt werden für das Jahr 2025 ganze 7 rechts motivierte Gewalttaten für die Hansestadt gezählt – für Bremerhaven sind es 5. Bundesweit führen weiterhin die ostdeutschen Länder die Statistik an: Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete 145 Straftaten pro 100.000 Einwohner, Sachsen-Anhalt 142 und Brandenburg 139.

Die Zahlen basieren auf Meldungen der Polizeibehörden an das Bundeskriminalamt und gelten Laut der Drucksache noch als vorläufig. Spätere Nachmeldungen könnten die tatsächliche Fallzahl noch nach oben korrigieren, teilt die Bundesregierung mit.

8 Mai 2026 0 Kommentare
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Cumali Yağmur
Rassismus

Rassismus und Nationalismus bedrohen Migranten

von Cumali Yağmur 8 Mai 2026
von Cumali Yağmur

Von: Cumali Yağmur

Migrantische Minderheiten spüren in den letzten Jahren immer deutlicher das rasche Ansteigen von Rassismus, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit, die zu einem gesellschaftlichen Phänomen geworden sind. Da Rassismus und Nationalismus als kulturelle Phänomene tief in der Gesellschaft verwurzelt sind, tritt dieser Aufstieg von Zeit zu Zeit immer deutlicher zutage.

Obwohl Migranten nicht die Ursache von Rassismus und Nationalismus sind, sind sie dennoch die Gruppe, die am meisten unter dieser Situation leidet. Diesen Prozess kann man mit den Begriffen „Opfer“ und „Täter“ aus der deutschen Literatur beschreiben. Fremdenfeindlichkeit speist sich meist aus der Reaktion auf die Präsenz des „Neuen“ in der Gesellschaft.

Heutzutage haben Konflikte rund um die Achse USA, Israel und Iran die Welt in einen großen wirtschaftlichen Engpass geführt. Diese Situation hat auch in Deutschland zu einer Wirtschaftskrise und Unruhe in der Bevölkerung geführt. Reaktionäre und faschistische Kräfte bürden die Verantwortung für die Wirtschaftskrisen der im Land lebenden migrantischen Minderheit auf. Rassisten, Nationalisten und faschistisch orientierte Strukturen stellen den Migranten die Rechnung für die Krise aus, was sich zeitweise in Angriffen auf Migranten entlädt. Indem sie die Last der Krise auf die Schultern der Migranten abwälzen, machen sie diese zu „Sündenböcken“.

Ein Blick in die deutsche Geschichte zeigt, dass infolge solcher Fehlbeurteilungen schwere Verbrechen gegen Juden sowie Sinti und Roma begangen wurden. Während der Hitler-Diktatur wurde ein gewaltiger Völkermord verübt, indem Juden, Sinti und Roma, Linke, Sozialdemokraten und Gewerkschafter zur Zielscheibe gemacht wurden. Es ist eine Tatsache, dass heute niemand garantieren kann, dass sich ein ähnlicher Prozess nicht wiederholen wird.

Imperialistische Mächte haben in der Vergangenheit durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg den Tod von Millionen Menschen verursacht und dabei ihre Gewinne vervielfacht. Heute ändern sie ihre Taktik und führen statt eines globalen „Dritten Weltkriegs“ regionale Stellvertreterkriege. Die andauernden Kriege im Nahen Osten, in Afrika und auf dem Balkan fordern zahlreiche Menschenleben.

Die abgeworfenen Bomben töten nicht nur Menschen, sondern massakrieren auch die Natur; sie fügen der Tierwelt und der Umwelt massiven Schaden zu. Während die Rüstungsindustrie am stärksten von diesen Kriegen profitiert, stehen kapitalistische Mächte Schlange für den Wiederaufbau der zerstörten Länder. Sie beteiligen sich an Ausschreibungen für den Wiederaufbau kriegszerstörter Häuser, um finanziellen Profit aus diesen Ländern zu ziehen. Während die eigentlichen Opfer von Kriegen immer Kinder, Frauen und die Zivilbevölkerung sind, erleidet auch die Natur schwer heilbare Wunden.

Diese regionalen Kriege verursachen große Krisen in der Weltwirtschaft und führen zu einer zunehmenden Verarmung der Bevölkerung. Die verarmten Schichten glauben der Demagogie rechter Parteien, suchen bei ihnen Heil und rücken politisch nach rechts, indem sie diesen Parteien ihre Stimme geben. Dies war in der Geschichte so und folgt auch heute einem ähnlichen Verlauf.

Rechte Parteien führen eine feindselige Politik gegen Migranten und stellen sie so dar, als seien sie die Ursache für jegliche negativen Entwicklungen. Tatsächlich verzeichnen die AfD und ähnliche reaktionäre, faschistische Parteien in Deutschland einen Aufstieg in den Umfragen und sind in einigen ostdeutschen Bundesländern zur stärksten Kraft geworden.

Migrantische Minderheiten müssen gegen rassistische, nationalistische und faschistische Angriffe gemeinsam mit den progressiven Kräften in den Ländern, in denen sie leben, handeln, neue Kampfmethoden entwickeln und einen gemeinsamen Widerstand leisten. Wie in der Vergangenheit können die progressiven Kräfte aller Länder nur dann erfolgreich sein, wenn sie sich zusammenschließen und einen gemeinsamen Kampf gegen den Faschismus führen.

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Allgemein

Grüne schicken Gökçe und Paschek ins Rennen

von Fremdeninfo 7 Mai 2026
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Von: RP-Online

 

Krefeld. Mit deutlichen Mehrheiten haben die Krefelder Grünen ihre Kandidatinnen für die Landtagswahl 2027 bestimmt. Die Entscheidung fiel in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Kreisverbands.

Die Krefelder Grünen haben ihre Kandidatinnen für die Landtagswahl 2027 bestimmt. In einer nicht-öffentlichen Sitzung des Kreisverbands wurden Emine Gökçe für den südlichen Wahlkreis 48 und Julia Paschek für den nördlichen Wahlkreis 49 nominiert.

Gökçe erhielt nach Angaben der Partei 92 Prozent der Stimmen, Paschek kam auf 73 Prozent. Zudem sprach sich der Kreisverband für Gökçe mit einem Votum für einen Platz auf der Landesliste der Grünen in NRW aus.

Die Parteispitze hob unterschiedliche Profile der beiden Bewerberinnen hervor. Gökçe bringe als Wissenschaftlerin und Unternehmerin Erfahrungen aus Forschung und Wirtschaft mit, teilte der Kreisverband mit. Paschek soll insbesondere jüngere Perspektiven in den Landtag einbringen. Inhaltlich wollen die Grünen mit den Themen Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung, kommunale Finanzen und soziale Teilhabe im Landtagswahlkampf punkten.

(mrö line)

 

 

 

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Allgemein

Ein Land unter der weinenden Sonne von İkra

von Fremdeninfo 7 Mai 2026
von Fremdeninfo

Von: Zeynep Hayır

Das Bild der „weinenden Sonne“, das İkra gemalt hat, ist zum Symbol einer Türkei geworden, in der Kinder nicht geschützt werden, Frauen allein gelassen werden und das Gefühl für Gerechtigkeit zunehmend erodiert. Die Geschichten von Kindern, die in Gewalt, Armut und Unsicherheit aufwachsen, machen diese dunkle Realität von Tag zu Tag sichtbarer.

Gestern Abend in der Ferne, in Deutschland, kehrte mein Herz beim Nachrichtenschauen wieder in meine Heimat zurück. Wie bei so vielen Menschen, die hier leben… Man kann körperlich in einem anderen Land leben, aber bei bestimmten Nachrichten merkt man, dass ein Teil des Herzens immer noch dort schlägt. Im Fernsehen lief die Geschichte der kleinen İkra. Es gab Berichte über die gestrige Gerichtsverhandlung, die erneute Vertagung des Prozesses und die Tatsache, dass die Geheimhaltungsanordnung über die Akte immer noch besteht. Während ich die Nachricht sah, wurde ein Bild auf den Bildschirm projiziert. Das Bild, das İkra gemalt hatte…

Plötzlich wurde alles in meinem Kopf wieder lebendig. Der Prozess, in dem ein sechsjähriges Kind gezwungen wurde, sein Trauma in einem überfüllten Gerichtssaal immer wieder zu erzählen… Die Befragung ohne pädagogischen Schutz, trotz der Einwände von Experten und Anwälten… Die anschließende Überweisung zur Spieltherapie… Und dann dieses Bild, das sie malte… In İkras Zeichnung gab es eine weinende Mutter, ein weinendes Mädchen, ein gebrochenes Herz, eine weinende Sonne und verwelkte Blumen.

In dem Moment, als ich dieses Bild sah, dachte ich nicht nur an İkra. Ich dachte an die Kinder dieses Landes. An die Kinder, die mit Angst aufwachsen… Die in Armut hineingeboren werden… Die mitten in der Gewalt stehen… Kinder, die schon in jüngstem Alter die Last des Lebens auf ihren Schultern tragen müssen… Und als Mutter spürte ich einen tiefen Schmerz in mir. Denn İkras Geschichte war nicht mehr nur ein Gerichtsfall. Sie war zu einem schweren Symbol dafür geworden, wie Kinder in der Türkei nicht geschützt werden, wie Frauen allein gelassen werden und wie das Gerechtigkeitsempfinden erodiert.

Die Geschichte von Fatmanur Çelik war eines der schmerzhaftesten Beispiele dafür. Presseberichten zufolge wurde Fatmanur bereits im Kindesalter vergewaltigt. Jahre später wurde sie mit dem Mann verheiratet, der mutmaßlich ihr Angreifer war. Die Gewalt, die im Kindesalter begann, verwandelte sich in eine lebenslange Unterdrückung. Dann bekam sie eine Tochter: Hifa İkra Şengüler. Der größte Bruch in Fatmanurs Leben begann, als sie erfuhr, dass auch ihre Tochter von derselben Person missbraucht wurde. In einem Umfeld, in dem solche Beziehungen, Bindungen an religiöse Orden (Tarikats) und Druck miteinander verflochten sind, war es für eine Frau nicht leicht zu sprechen, vor Gericht zu gehen oder Einspruch zu erheben. Aber Fatmanur schwieg nicht. Sie versuchte, ihr Kind zu schützen.

Die Akte wuchs, Geheimhaltungsanordnungen wurden erlassen. Die Verstrickungen religiöser Orden, das Versagen beim Kinderschutz und die Funktionsweise des Justizsystems rückten erneut auf die Tagesordnung des Landes. Doch die schwerste Last trug in diesem Prozess wieder ein Kind: İkra… Sie wurde gezwungen, ihr Trauma immer wieder zu schildern. In einem vollen Gerichtssaal, ohne pädagogischen Schutz, musste sie das Erlebte erneut erzählen. Danach wurde sie zur Spieltherapie geschickt. Das Bild, das sie dort malte, wurde zu einem der schwersten Zeugnisse, die blieben.

Wenig später wurde die Türkei von einer Nachricht aus Zeytinburnu erschüttert: Fatmanur Çelik und die kleine İkra wurden tot aufgefunden. Zurück blieb nicht nur eine Prozessakte. Zurück blieb der Zustand der Kindheit eines ganzen Landes. Doch die Geschichte endete dort nicht. Denn heute dauert der Prozess immer noch an. Das Verfahren läuft weiter. Die Geheimhaltungsanordnung ist noch immer nicht aufgehoben. Und die Türkei ist trotz der vergangenen Zeit immer noch mit jenem Bild konfrontiert, das İkra gemalt hat. İkra und ihre Mutter, die all diese Geschichten, Schmerzen und Ungerechtigkeiten hinter sich gelassen haben, sind leider nicht mehr unter uns. Aber ihre Geschichte ist nicht zu Ende. Denn heute wachsen in der Türkei die Geschichten anderer Kinder weiter. Auf der Straße… in der Schule… in Werkstätten… auf Baustellen… inmitten von Gewalt, Armut und Unsicherheit.

Kinder in Maraş, die in ihrer Schule der Gewalt von Gleichaltrigen ausgesetzt sind… Kinder, die auf der Straße ihr Leben verlieren… Kinder, die wegen Unterernährung nicht gesund aufwachsen können… Diejenigen, die schon in jungen Jahren arbeiten müssen… Jugendliche, die mit einem Gefühl der Zukunftslosigkeit aufwachsen… Inmitten all dieser Geschichten gibt es ein gemeinsames, immer schwerer wiegendes Gefühl: das Unbehagen, nicht geschützt zu sein.

Die Türkei lernt die Realität des MESEM-Systems (Berufsbildungszentren) meist durch die Namen von Kindern zwischen 14 und 18 Jahren kennen, die bei „Arbeitsmorden“ ums Leben kommen. Kinder, die von Baustellen stürzen… die in Maschinen eingeklemmt werden… die durch Stromschläge sterben… Und oft sind es Akten, in denen Familien jahrelang nach Gerechtigkeit suchen, die Prozesse aber nicht in einer Weise enden, die das Gewissen wirklich befriedigt. Der 17-jährige Engin Tuncay war eines dieser Kinder. Er starb durch einen Sturz aus großer Höhe auf einer Baustelle, auf der er im Rahmen von MESEM arbeitete. Vor ihm gab es Alperen Eren Ural. Es gab Arda Tombul. Erol Can Yavuz. Ulaş Dumlu. Ömer Çakar. Es gab noch viele andere Kinder, die starben, während sie im Kindesalter arbeiten mussten. Doch hinter diesen Kindern stehen nicht nur Todesnachrichten, über die ein paar Tage lang gesprochen wird. Untersuchungen zeigen in aller Deutlichkeit, in was für ein Leben die Kinder innerhalb des MESEM-Systems hineingezogen werden. Den Kindern wurden Fragen gestellt… Wie viele Tage in der Woche sie arbeiten… Wie viele Stunden sie täglich im Dienst sind… Ob sie Gewalt erfahren… Ob sie glücklich sind… Das Ergebnis ist erschütternd.

In dem System, das auf dem Papier als „Berufsausbildung“ dargestellt wird, dürften die Schüler höchstens vier Tage pro Woche arbeiten und nicht mehr als acht Stunden Dienst tun. Doch was die Kinder in der Untersuchung erzählen, zeigt eine andere Türkei. 58,1 % der Kinder geben an, sieben Tage die Woche zu arbeiten. 38,7 % sagen, dass sie sechs Tage arbeiten. Der Anteil derer, die täglich über zwölf Stunden arbeiten, liegt bei 70,9 %. Und das sind Kinder zwischen 14 und 18 Jahren. In der Studie wurden sie auch gefragt, wie viel Zeit sie für ihr soziales Leben haben. Die meisten berichten, dass ihr Leben fast ausschließlich aus Arbeit besteht.

Auf die Frage „Sind Sie glücklich mit der Arbeit, die Sie tun?“, antworteten 97 % der Kinder mit „Nein“. Noch schwerwiegender ist eine andere Frage: „Fühlen Sie sich glücklich?“ 96,3 % sagen „Nein“. Die Kinder dieses Landes sagen schon zu Beginn ihres Lebens, dass sie unglücklich sind. Andere Antworten in der Studie zeigen, in was für ein Arbeitsumfeld sie geworfen werden. Der Anteil derer, die angeben, am Arbeitsplatz beschimpft und beleidigt zu werden, liegt bei 97,8 %. 96,6 % geben an, physische Gewalt erfahren zu haben. 97,1 % sagen, dass diese Gewalt vom Chef oder dem Vorarbeiter ausgeht. Es gibt auch Kinder, die berichten, dass sie schlecht behandelt werden, wenn sie um Erlaubnis für eine Auszeit bitten. Und inmitten all dessen verschwindet die Bildung zunehmend aus ihrem Leben. Der Großteil der teilnehmenden Kinder gibt an, nur einen Tag pro Woche zur Schule gehen zu können. 89,6 % sagen, dass sie die Schule nicht regelmäßig besuchen können. Einige berichten sogar, dass sie von der Schule nicht einmal verwarnt werden, wenn sie nicht zum Unterricht erscheinen. Das heißt, das System nennt die Kinder einerseits „Schüler“, verwandelt sie aber faktisch in billige Arbeitskräfte.

Und manchmal begegnet uns diese Dunkelheit in anderer Form. Kinder in Kahramanmaraş, die in bewaffnete Angriffe hineingezogen werden… Jugendliche, die schon in jüngstem Alter die Sprache der Gewalt lernen… Generationen, die mit Mobbing unter Gleichaltrigen aufwachsen… Bilder in den sozialen Medien, die Gewalt zur Schau stellen… Denn es geht nicht mehr nur um Kinderarbeit. Oder nur um Frauenmorde.

Im Gedächtnis der Gesellschaft sammeln sich weitere Akten an. Vermisstenfälle, die seit Jahren auf Antworten warten… verschwundene Beweise… Namen, von denen man glaubt, dass sie geschützt werden… Und die Frage, die die Menschen immer lauter stellen: „Gibt es in diesem Land wirklich Gerechtigkeit?“ Der Fall der Studentin Gülistan Doku, die 2020 in Dersim verschwand, steht genau hier wie eine offene Wunde. Verschwundene Videoaufnahmen, gelöschte Daten, jahrelange ergebnislose Ermittlungen und Vorwürfe gegen Beamte verstärken das Misstrauen in der Gesellschaft. Der Vater von Rojin Kabaiş sucht immer noch nach Gerechtigkeit. Für hunderte Frauen, die ermordet wurden, verschwanden oder unter verdächtigen Umständen aus dem Leben gerissen wurden, suchen die Familien immer noch nach Gerechtigkeit. Gülistan Doku… Rojin Kabaiş… und die anderen… Denn es geht nicht mehr nur um einzelne Verbrechen. Es geht um das Verrotten eines Systems… Um den Verlust des Gerechtigkeitsgefühls einer Gesellschaft.

In einer Ordnung, in der eine Handvoll Menschen von Tag zu Tag reicher wird, während Millionen Menschen immer mehr verarmen, wächst auch der Druck. Studenten, die protestieren, werden festgenommen; Journalisten werden verhaftet; Gewerkschafter sind Repressionen ausgesetzt; gewählte Bürgermeister werden in Gefängnissen festgehalten. Und inmitten all dieser Dunkelheit versuchen Kinder aufzuwachsen. Doch die Menschheit besteht nicht nur aus Dunkelheit. Es gibt immer noch die Möglichkeit einer Welt, in der Kinder ohne Angst aufwachsen… in der Frauen frei leben können… in der Arbeit nicht ausgebeutet wird… in der Menschen nicht durch Hunger und Armut geprüft werden… in der niemand aufgrund seiner Sprache, Identität, seines Glaubens oder Geschlechts diskriminiert wird. Eine Welt, in der Kinder in Parks statt in Industriegebieten aufwachsen… in der Frauen mit Lebensfreude statt mit Todesangst umhergehen… und in der die Menschen dem Schmerz der anderen nicht fremd gegenüberstehen. Vielleicht wird wahre Gerechtigkeit erst dann beginnen. Denn eine Welt, in der Kinder wirklich glücklich sind, wird nur in einer Welt möglich sein, in der Gleichheit, Freiheit und Menschenwürde gedeihen.

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7 Mai 2026 0 Kommentare
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