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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

Kapazitätsgrenzen erreicht: Flüchtlingswelle auf beliebten Ferieninseln

von Fremdeninfo 22 August 2024
von Fremdeninfo

Kapazitätsgrenzen erreicht: Flüchtlingswelle auf beliebten Ferieninseln

                                            

                                                     (FOTO: EPA-EFE/GELMERT FINOL)

 

Auf den Kanarischen Inseln inmitten des Atlantiks herrscht angesichts einer stark gestiegenen Zahl illegaler Migranten Alarmstimmung.

Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 15. August erreichten 22.304 Bootsflüchtlinge die Inselgruppe. Dies entspricht einem drastischen Anstieg von 126 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres.

Kapazitätsgrenzen erreicht

Anfang dieser Woche äußerte sich Fernando Clavijo, der Regionalpräsident der Kanarischen Inseln, mit eindringlichen Worten zur Situation. „Es kann so nicht weitergehen. Wir haben unsere Grenzen und Kapazitäten schon längst überschritten“, erklärte Clavijo angesichts der zunehmenden Welle von Migranten. Er beschrieb die Lage als „dramatisch“ für die spanischen Ferieninseln vor der afrikanischen Westküste.

Verlagerung der Migrationsroute

Die meisten der afrikanischen Migranten wählen inzwischen längere und gefährlichere Routen über den Atlantik, ausgelöst durch strengere Küstenkontrollen in Marokko aufgrund einer neuen Vereinbarung mit der Europäischen Union. Dadurch sind nun vorwiegend südlichere Länder wie Gambia, der Senegal und Mauretanien Ausgangspunkte für die gefährliche Überfahrt. „Die Seeroute ist mit über 1000 Kilometern wesentlich länger und damit auch gefährlicher als von der marokkanischen Küste aus“, erläuterte Helena Maleno von der spanischen Flüchtlingshilfsorganisation Caminando Fronteras.

Tragisches Schicksal vieler Flüchtlinge

Die extreme Gefährlichkeit dieser Route wurde kürzlich erneut schrecklich verdeutlicht: Vor zwölf Tagen wurde an einem Strand in der Dominikanischen Republik das Wrack eines von Mauretanien stammenden Flüchtlingsbootes entdeckt. An Bord befanden sich vierzehn Skelette. Maleno bezeichnete die Route als „die gefährlichste Seeflüchtlingsroute der Welt“.

 

22 August 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Ausländerrat: „In puncto Willkommenskultur ist in Dresden noch viel Luft nach oben

von Fremdeninfo 22 August 2024
von Fremdeninfo

Ausländerrat: „In puncto Willkommenskultur ist in Dresden noch viel Luft nach oben

              Von S. Z.

Die Zahl der ausländischen Tatverdächtigen in Dresden steigt. Christian Schäfer-Hock vom Ausländerrat warnt jedoch: Die Zahlen sagen wenig über die Kriminalität vor Ort.

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Christian Schäfer-Hock, Geschäftsführer des Dresdner Ausländerrates: „Niemand ist krimineller, nur weil er oder seine Eltern aus einem anderen Land stammen.“
© René Meinig © René Meinig

 

Dresden. Zuwanderung ist das zentrale Thema im sächsischen Landtagswahlkampf. Laut der Sachsen-Kompass-Umfrage von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung stimmten 48 Prozent der rund 4.500 befragten Dresdner der Aussage zu, dass mehr Zuwanderung auch zu mehr Kriminalität führt.

Fest steht: Der Anteil der Straftaten, der durch Ausländer verübt wird, steigt. So lag der Anteil der ausländischen ermittelten Tatverdächtigen 2014 bei 17,3 Prozent. 2023 waren es 32,5 Prozent.

Christian Schäfer-Hock, Geschäftsführer des Dresdner Ausländerrates, kritisiert den Abgleich mit der Polizeistatistik. Zu verkürzt, zu oberflächlich seien die Schlüsse, die man daraus ziehen könne. Im Interview mit Sächsische.de erklärt er, was er damit meint.

Herr Schäfer-Hock, was stört Sie an unserer Berichterstattung über Zuwanderung und die Entwicklung der Kriminalität in Dresden?

Zuerst einmal: Es ist gut, die Menschen zu fragen, welche Probleme sie in Bezug auf Zuwanderung sehen. Eine Bestandsaufnahme zu machen, über Ängste und Befürchtungen in Bezug auf das Thema zu reden. Die kann man auch nicht wegwischen. Ob das mit Ihrer Methode repräsentativ ist, möchte ich aber bezweifeln. Der von Ihnen aufgemachte Zusammenhang ist aber mein Hauptkritikpunkt.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Herkunft und Kriminalität?

Wenn man die Polizeistatistik und die Zuwanderungsstatistik nebeneinanderlegt, könnte man zu dieser Vermutung kommen. Betrachtet man die umfangreiche Forschung zu dem Thema wird schnell klar: Eine Migrations- oder Fluchtgeschichte hat als eigenständiges Merkmal keinen Einfluss. Niemand ist mehr oder weniger kriminell, nur weil er oder seine Eltern anders aussehen oder aus einem anderen Land stammen. Es ist mir wichtig, dass bei den Menschen nach Ihrem Artikel nicht hängen bleibt, Ausländer seien alle kriminell und brächten die Kriminalität nach Deutschland.

Stimmen die Zahlen der Polizeistatistik nicht?

Man muss sich einfach bewusst machen, wie Polizeistatistiken entstehen. Da gibt es viele Fragezeichen: Wer zählt als Deutscher? Was ist mit Menschen, die hier aufgewachsen sind, aber keinen deutschen Pass haben? Warum zählen Menschen in die Kriminalitätsstatistik, die hier gar keinen Wohnsitz haben? Außerdem werden Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, anderer Hautfarbe oder sonstigen Auffälligkeiten häufiger kontrolliert und deutlich häufiger angezeigt als Deutsche. Das ist nicht nur diskriminierend, sondern verzerrt auch die Statistik. Denn mehr Kontrollen bedeuten natürlich auch mehr potenzielle Verstöße, die ermittelt werden.

„Man sollte versuchen, die Menschen dezentral unterzubringen“

Innenministerin Faeser will Messer mit langer Klinge in der Öffentlichkeit verbieten. Kritiker meinen, sie regiere damit auf rechtspopulistische Narrative von „ausländischer Messerkriminalität“.

Es gibt in Deutschland viel zu viele Angriffe mit Messern. Die Opfer sind Menschen mit und ohne Migrations- und Fluchtgeschichte. Auch hier zeigt die kriminologische Forschung: Die Herkunft der Täter ist nicht die Ursache. Ursachen sind häufig psychische Störungen, Frauenhass, Alkohol oder Drogenmissbrauch. Tieferliegende Ursachen von Gewalt sind etwa Armut, geringe Bildung, kriminelle Freundeskreise, eigenes Gewalterleben oder gewaltverherrlichende Männlichkeitsnormen – und all das gibt es bei Menschen mit und ohne Migrations- und Fluchtgeschichte.

Nun gibt es in Dresden aber dennoch Kriminalitätsschwerpunkte in Vierteln, in denen viele Zugewanderte leben.

Das muss sich ändern, denn niemand lebt gern im Umfeld von Kriminalität und Gewalt. Nehmen wir das Beispiel Budapester Straße: Diesen Schwerpunkt aufzulösen, geht nicht von heute auf morgen. Daran arbeiten die Ämter der Stadt, die Vonovia und wir als Verein seit vielen, vielen Jahren. Man muss der Perspektivlosigkeit und den prekären Wohnverhältnissen abhelfen. Wenn man viele Menschen an einem Ort sammelt, die potenziell Probleme haben, dann wird es dort auch viele Auseinandersetzungen geben. Man sollte versuchen, die Menschen dezentral unterzubringen. Man sollte sie mehr über die Stadt verteilen. Da sind auch die Wohnungsanbieter gefragt. Dann erreicht man auch langfristig etwas. Denn machen wir uns nichts vor: Die Polizei kann immer nur kurzfristig eingreifen. Die Ursachen für Kriminalität müssen Politik und Zivilgesellschaft bekämpfen.

„Spätestens, wenn die Chipindustrie für weiteren Zuzug sorgt, werden wir wieder die Willkommenskultur suchen“

Es gibt auch Angst vor Geflüchteten. Wie gut gelingt deren Unterbringung in Dresden bisher?

Man müsste auf lange Sicht verhindern, dass Sozialwohnungen nur in Prohlis, Gorbitz, an der Budapester Straße oder in der Johannstadt-Nord entstehen. Das sind alles Orte, an denen sich ohnehin schon soziale Ungleichheit und Konflikte ballen. Das ist eine Bestandsaufnahme und das weiß auch jeder. Jugend- und Sozialamt, Vereine und Ehrenamtler haben dort sowieso schon viel zu tun. Man müsse versuchen, diese angespannte Situation zu entzerren, die Menschen überall in der Stadt unterzubringen.

Das kostet aber mehr Geld und die öffentlichen Kassen sind leer.

Welche Strategie ist besser: Menschen in Vierteln unterzubringen, die ohnehin schon soziale Konflikte haben, oder mehrere Jahre Geld in die Hand zu nehmen, um für Wohnungen zu sorgen und den Menschen aktive Teilhabe zu ermöglichen? Ich möchte in einer Stadt, in einer Gesellschaft leben, die den zweiten Weg verfolgt. Solche Stadtviertel schaden außerdem nicht nur dem Ruf von Menschen, die dort leben. Sie schaden der Stadt insgesamt. Dann sind wir als Stadt wieder an dem Punkt: Wofür geben wir Geld aus, um langfristig attraktiv zu sein? Spätestens, wenn die Chipindustrie für weiteren starken Zuzug sorgt, werden wir wieder die Willkommenskultur suchen. Und da denke ich: In puncto Willkommenskultur ist in Dresden noch viel Luft nach oben.

  • Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Was macht der Ausländerrat, um Vorurteile anzubauen und die Willkommenskultur zu stärken?

Aktuell laufen die Vorbereitungen zu den Interkulturellen Tagen in Dresden, die wir jedes Jahr gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten der Stadt organisieren. Sie starten am 15. September. Da kommen Menschen mit und ohne Migrations- und Fluchtgeschichte überall in der Stadt in Kontakt. Dann merkt man schnell: Wir sind alle Dresdner, ganz normale Leute, so wie du und ich. Und dann verschwinden auch die Vorurteile. Wenn man Vorurteile hat, einem in der Realität aber immer wieder Menschen begegnen, auf die diese Vorurteile nicht zutreffen, dann bricht die Realität dieses Weltbild, zumindest irgendwann.

22 August 2024 0 Kommentare
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210.000 junge Deutsche verlassen jährlich das Land

von Cumali Yağmur 21 August 2024
von Cumali Yağmur

210.000 junge Deutsche verlassen jährlich das Land

„Für meinen Traumjob wäre ich auch nach Honolulu gezogen“: Was junge Menschen zum Auswandern bewegt – und welche Anreize helfen, sie zurückzuholen.

 
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                                      Die Anzahl junger Deutscher im Ausland steigt stetig. Besonders attraktiv sind Länder mit höheren Gehaltsaussichten.
                                 Foto: IMAGO/depositphoto

 

 Düsseldorf. Roman Schulte* ist 2021 von Deutschland in die Niederlande gezogen. „Deutschland zu verlassen war die beste Entscheidung meines Lebens“, antwortet er auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, je wieder zurückzukommen. Schulte arbeitet in den Niederlanden als Strategieberater für einen Konzern. Er ist 26 Jahre alt und gehört damit zu einer wachsenden Kerngruppe an jungen deutschen Fachkräften, die ausgewandert sind.

Jährlich verlassen rund 210.000 Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft im Alter von 20 bis 40 Jahren das Land, drei Viertel davon mit Hochschulabschluss – Tendenz steigend. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts und des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB).

Die Zahl der Rückkehrer nimmt dagegen immer weiter ab. Zehn Prozent der unter 30-Jährigen sind außerdem aktiv auf der Suche nach einem Job im Ausland. Thomas Liebig, der für die OECD zum Thema Migration forscht, sieht Handlungsbedarf.

Denn hochqualifizierte Menschen werden in Deutschland dringend gesucht. Entscheidungsträger deutscher Unternehmen und die Politik sollten sich deshalb fragen, warum gut ausgebildete Deutsche auswandern – und wie man Anreize für eine Rückkehr schaffen könnte.

21 August 2024 0 Kommentare
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Agrarminister Özdemir mit Juristin aus Kanada liiert

von Fremdeninfo 20 August 2024
von Fremdeninfo

Agrarminister Özdemir mit Juristin aus Kanada liiert

                                                                                     Artikel von dpa
                                             
                                              Der Politiker hat nach der Trennung von seiner Frau eine neue Beziehung. (Foto Archiv) © Bernd Weißbrod/dpa
 
Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (58) hat eine neue Frau an seiner Seite. Der Grünen-Politiker ist mit einer 38 Jahre alten Juristin aus Kanada liiert. Einen entsprechenden Bericht der «Stuttgarter Zeitung» und der «Stuttgarter Nachrichten» bestätigte ein Sprecher von Özdemirs Wahlkreisbüro in Stuttgart, ohne weitere Details zu nennen. Dem Bericht zufolge besuchte das Paar zusammen vergangenen Monat die «Jazzopen» auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Özdemir und seine damalige Ehefrau Pia Castro hatten im November vergangenen Jahres ihre Trennung gemeinsam bekanntgegeben. Sie haben zusammen eine Tochter und einen Sohn. Özdemir und Castro hatten im Frühjahr 2003 in den USA geheiratet, der im schwäbischen Bad Urach geborene Politiker arbeitete damals in Washington.
 
                    
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                                                                Özedemir ist mit einer Juristin aus Kanada liiert. (Foto Archiv) © Frank Molter/dpa
 
Özdemir gilt als aussichtsreichster Kandidat für die Spitzenkandidatur der Grünen bei der Landtagswahl 2026. Ob der Favorit wirklich für die Grünen – und somit als Nachfolger von Winfried Kretschmann – ins Rennen geht, ist bislang nicht publik
20 August 2024 0 Kommentare
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Aldi bietet den 2-Euro-Döner an – und Grill-Betreiber gehen auf die Barrikaden

von Fremdeninfo 20 August 2024
von Fremdeninfo

Aldi bietet den 2-Euro-Döner an – und Grill-Betreiber gehen auf die Barrikaden

Artikel von David Herten                                              Aldi und der 2-Euro-Döner
 
 
                                        
                                           Aldi bietet den 2-Euro-Döner an – und Grill-Betreiber gehen auf die Barrikaden © imago/Bihlmayerfotogra
 
 
 

Aldi Süd lockt seine Kunden derzeit mit einem Angebot, das für viele Liebhaber der türkischen Küche zu schön wirkt, um wahr zu sein. „Döner für alle“ heißt die Aktion, die den Kunden einen Döner ab dem Schnäppchenpreis von 2 Euro verspricht.

„Die Aktion ‚Döner für alle‘ ist als Reaktion auf die Debatte rund um die gestiegenen Döner-Preise entstanden“, sagt Christian Göbel, stellvertretender Geschäftsführer Marketing & Communication bei Aldi Süd: „Mit dem Angebot des beliebten Fast Foods zu einem besonders günstigen Preis möchten wir den Menschen eine Freude bereiten und unterstreichen dabei unsere Rolle als Preisführer.“

Aldi und der 2-Euro-Döner

Mit der Aktion hatte Aldi am 7. August bereits in Düsseldorf begonnen. In den darauffolgenden Tagen war der Döner-Truck zu Gast in Mainz und München. Am 16. August endet die Aktion vorerst in Nürnberg.

Der Truck serviert Döner mit Huhn oder Rind für 3 Euro sowie die vegetarische Variante für 2 Euro. Mit den Preisen begibt Aldi sich auf eine Zeitreise vor der Corona-Pandemie. Damals hatte ein Döner vielerorts ebenfalls nur rund 3 Euro gekostet.

Nach der Corona-Pandemie schossen weltweit die Kosten für Rohstoffe in die Höhe und Lieferketten hatten massive Probleme. Energiepreise stiegen, und die Inflation erreichte schwindelerregende Höhen. Die Folge: Imbissbuden mussten die Preise deutlich nach oben korrigieren, um rentabel zu bleiben.

Grill-Betreiber können beim Aldi-Preis nicht mithalten

Ein Döner kostet heute in vielen Läden 7 bis 8 Euro. Dadurch hat der Döner sich für viele Menschen vom Lieblings-Fast-Food zum Luxus-Snack entwickelt. Die Nachfrage nach Döner sank dementsprechend vielerorts enorm.

Dass Aldi nun seinen eigenen Döner für diesen Spottpreis anbietet, dürfte sich für viele Grill-Betreiber wie ein Schlag ins Gesicht anfühlen. Sie werden hoffen, dass es für Aldi bei dieser einmaligen Aktion bleibt. Ansonsten müssten viele Dönerbuden-Betreiber schon bald um ihre Existenz bangen.

20 August 2024 0 Kommentare
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Kanzler Scholz: „historische Chance“ als Einwanderungsland

von Fremdeninfo 20 August 2024
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Kanzler Scholz: „historische Chance“ als Einwanderungsland

                                    Einbürgerungsfeier in Bremen /dpa 

                                      

                                                      Bremer Rathaus © Sina Schuldt/dpa
 

Neue Regeln sollen seit Kurzem die Einbürgerung in Deutschland erleichtern. Die Reform war aus Sicht des Kanzlers überfällig.

Bremen – Die Einführung des neuen Einwanderungsrechts ist aus Sicht von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) höchste Zeit gewesen. „Ein erfolgreiches Einwanderungsland zu sein – das verschafft Deutschland eine historische Chance“, sagte Scholz bei einer Einbürgerungsfeier im Bremer Rathaus. Die Reform ermögliche es der Bundesrepublik, genügend Arbeitskräfte zu gewinnen und auch in Zukunft ein wachsendes Land zu bleiben.

Das seit Juni geltende Gesetz der Ampel-Koalition sieht unter anderem vor, dass ein Anspruch auf Einbürgerung nach fünf statt wie vorher nach acht Jahren besteht. Bei besonderen Integrationsleistungen sollen Ausländerinnen und Ausländer schon nach drei Jahren Deutsche werden können. Voraussetzungen für die schnellere Einbürgerung sind etwa gute Leistungen in Schule oder Job, Sprachkenntnisse oder ehrenamtliches Engagement. Mehrstaatigkeit wird generell zugelassen.

Bundeskanzler Scholz zeigte sich erfreut, dass sich immer mehr Einwanderer um einen deutschen Pass bemühen. „Wer hier auf Dauer lebt, wer hier arbeitet und wer unsere Demokratie schätzt und ehrt“, solle deutsche Staatsbürgerin oder deutscher Staatsbürger werden können, sagte Scholz und gratulierte den elf Menschen aus Guinea, Syrien, Kolumbien, Jordanien, Äthiopien, Mexiko, Ghana, Russland und der Ukraine, die bei der Feier in Bremen ihre Einbürgerungsurkunde erhielten.

Im kleinsten Bundesland ist der Wunsch nach der deutschen Staatsangehörigkeit zuletzt deutlich gestiegen. Nach Angaben der Behörden stellten 2020 noch knapp 2300 Menschen einen Eintrag auf Einbürgerung, 2023 waren es schon fast 5800. Mit dem neuen Einwanderungsrecht sei das Interesse noch größer – Bremen rechnet nach eigenen Angaben dieses Jahr mit rund 10.000 Anträgen. dpa

 

Bremer Rathaus © Sina Schuldt/dpa
20 August 2024 0 Kommentare
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Abschiebedebatte: Länder-Regierungschefs machen Druck bei Abschiebungen

von Fremdeninfo 19 August 2024
von Fremdeninfo

Abschiebedebatte: Länder-Regierungschefs machen Druck bei Abschiebungen

                                                 Artikel von Heide, Dana Neuerer, Dietmar Delhaes, Daniel
                                  
                                   Kai Wegner (CDU): Berlins Regierender Bürgermeister fordert „Konsequenzen“ für Gewalttäter. data-portal-copyright=

In den Bundesländern wächst der Druck auf die Bundesregierung, beim Thema Abschiebungen von Straftätern zu liefern. Es gibt triftige Gründe, warum es nur schleppend vorangeht.

Die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Kai Wegner (CDU) und Dietmar Woidke (SPD), fordern angesichts der gestiegenen Zahl an Messerangriffen in Deutschland harte Konsequenzen für die Täter. „Mittlerweile gibt es so viele Messerangriffe in Deutschland, täglich kommt es zu schwersten Straftaten, auch in Berlin“, sagte Wegner dem Handelsblatt. „Hier muss der Rechtsstaat deutlich machen, dass wir solche Gewalttaten in unserem Land nicht dulden, erst recht nicht einen Messermörder wie in Mannheim.“

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte als Konsequenz aus der Messerattacke von Mannheim angekündigt, die Abschiebung von Schwerstkriminellen und terroristischen Gefährdern nach Afghanistan und Syrien wieder zu ermöglichen. Bei der Tat war ein Polizist getötet worden. Wegner sagte: „Ich erwarte von der Bundesregierung, dass sie handelt und nicht nur redet.“

Auch Brandenburgs Ministerpräsident Woidke mahnte, die geltenden Regeln durchzusetzen. „Man muss es nur wollen und am Ende auch machen“, sagte der SPD-Politiker dem Handelsblatt. „Wer sich nicht integrieren will und aktiv gegen unsere Gesellschaft und unser politisches System vorgeht, der kann nicht in diesem Land bleiben.“

Die Debatte ist auch im Kontext der anstehenden Landtagswahlen im Osten zu sehen. In Thüringen und Sachsen werden am 1. September neue Landtage gewählt, in Brandenburg am 22. September. Die steigende Zahl an Messerangriffen bekommt im Wahlkampf viel Aufmerksamkeit.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte daher zuletzt eine Verschärfung des Waffenrechts bezüglich Stichwaffen angekündigt. Ihr Vorstoß stieß auf ein geteiltes Echo, die FDP sprach von Symbolpolitik.

Abschiebungen: Zahlen verharren auf einem niedrigen Niveau

2023 wurden laut Polizeistatistik 8.951 Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung bekannt, bei denen Messer zum Einsatz kamen, entweder, um jemanden zu verletzen oder damit zu drohen – ein Anstieg um 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings warnen Experten vor einer Überinterpretation der Daten, da Zahlen zur Tatgattung „Messerangriff“ erst seit 2021 überhaupt systematisch erhoben würden und Vergleiche deshalb wenig aussagekräftig seien.

Die Bundesregierung steht bei dem Thema unter Druck, weil Bundeskanzler Scholz mit Blick auf ausländische Straftäter Erwartungen geweckt hat, die er bislang kaum erfüllen konnte. Im Herbst 2023 versprach er in einem „Spiegel“-Interview, „im großen Stil“ diejenigen abzuschieben, die kein Recht hätten, in Deutschland zu bleiben.

Abschiebungen sind im deutschen Aufenthaltsrecht klar geregelt. Grundsätzlich gilt: Wer keinen Aufenthaltstitel oder keinen Schutzstatus hat und nicht freiwillig ausreist, kann abgeschoben werden. Im „großen Stil wurde seit der Ankündigung des Kanzlers aber nicht abgeschoben. In Berlin, wo der CDU-Politiker Wegner regiert, ist die Zahl der Abschiebungen im ersten Halbjahr sogar um 19 Prozent zurückgegangen.

Deutschlandweit stieg zwar die Zahl der Rückführungen von Menschen ohne Aufenthaltsstatus im ersten Quartal 2024 auf knapp 4800, das waren etwa 1200 mehr als im Jahr zuvor. Allerdings bleiben die Zahlen auf einem sehr niedrigen Niveau. Im März lebten etwa 234.000 ausreisepflichtige Menschen in Deutschland, davon 46.000 ohne eine sogenannte Duldung.

Geduldete sind ausreisepflichtig, können aber aus bestimmten Gründen nicht abgeschoben werden, zum Beispiel, weil sie keine Ausweisdokumente haben oder krank sind. Die Duldung ist immer befristet.

Abschiebungen: Baerbock warnt vor falschen Erwartungen

Politiker aller Parteien sind sich indes einig, dass straffällig gewordene Asylbewerber Deutschland schneller verlassen müssen. „Der Bund sollte endlich für Rückführungsabkommen sorgen und notfalls Charterflüge organisieren, wenn Abschiebungen per Linienflug nicht möglich sind oder verhindert werden“, verlangte der Berliner Regierungschef Wegner. „Wir brauchen Lösungen, ansonsten verlieren wir die Menschen in der demokratischen Mitte.“

Und auch Woidke forderte die Bundesregierung auf, Abschiebeabkommen mit den entsprechenden Ländern zu schließen. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) spricht sich seit Jahren für eine schnellere Abschiebung von Straftätern aus. Allerdings warnte sie jüngst bei einer Veranstaltung der „Zeit“ in Hamburg vor falschen Erwartungen. Man dürfe nicht suggerieren, dass man Gefährder „jetzt mal schnell“ nach Afghanistan oder nach Syrien abschieben könne.

Tatsächlich ist die Lage kompliziert: Denn die Bundesrepublik pflegt weder mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad noch mit den radikalislamistischen Taliban diplomatische Beziehungen – so wie viele westliche Regierungen. Insbesondere um Straftäter nach Syrien und Afghanistan abzuschieben, die in beiden Ländern nicht willkommen wären, müsste die Bundesregierung jedoch mit diesen Regierungen zusammenarbeiten.

Bereits im Jahr 2021 hatte der damalige Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) Abschiebungen nach Afghanistan gestoppt, selbst von Straftätern. Er begründete das mit der Sicherheitslage und der Gefahr für die Begleitpersonen.

Die Bundesregierung setzt nun auf Verhandlungen mit verschiedenen Drittstaaten, über die sie etwa Abschiebungen nach Afghanistan ermöglichen will. Federführend verhandelt das Bundesinnenministerium.

Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan: Diese Länder werden als Transitländer erwogen

Die Innenminister von Bund und Ländern hatten für Afghanen Pakistan als sicheres Transitland in Erwägung gezogen. Hierhin könnten afghanische Staatsbürger, die in Deutschland ausreisepflichtig sind, abgeschoben werden, um danach weiter in ihr Heimatland zu reisen. Auch mit der usbekischen Regierung laufen laut Medienberichten bereits Gespräche über ein entsprechendes Abkommen.

Für Syrien können sich die Minister vorstellen, die Region Damaskus als sicher einzustufen und direkt dorthin abzuschieben. Ob das rechtlich zulässig ist, muss allerdings noch geprüft werden. Als Grundlage dient in der Regel der aktuelle Lagebericht des Auswärtigen Amts, der für Syrien kritisch ausfällt.

Das Ministerium verweist auf Kampfhandlungen sowie glaubwürdige Berichte über teils schwere und willkürliche Menschenrechtsverletzungen. Eine sichere Rückkehr Geflüchteter könne derzeit für keine Region Syriens „gewährleistet, vorhergesagt oder gar überprüft werden“.

Für Aufsehen sorgte daher ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster zum Schutzstatus eines Syrers. Die Richter widersprechen darin der Einschätzung des Auswärtigen Amtes und erklären, dass in Syrien für Zivilisten „keine ernsthafte, individuelle Bedrohung ihres Lebens oder ihrer körperlichen Unversehrtheit infolge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines innerstaatlichen bewaffneten Konflikts“ mehr bestehe.

In der Ampelkoalition drängen insbesondere Politiker der FDP das Auswärtige Amt dazu, seinen Lagebericht abzuändern, um damit mehr Abschiebungen – auch von Nicht-Straftätern – nach Syrien und Afghanistan zu ermöglichen. Dabei macht das derzeit nicht einmal Dänemark, obwohl das Land die Abschiebung von Flüchtlingen in Teile Syriens grundsätzlich erlaubt.

19 August 2024 0 Kommentare
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Deal mit Agentur?: Anklage gegen Berliner Ex-Senatorin Kalayci

von Fremdeninfo 19 August 2024
von Fremdeninfo

Deal mit Agentur?: Anklage gegen Berliner Ex-Senatorin Kalayci

                                                               Artikel von , dpa

•                              

Berlins frühere Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) weist den gegen sie erhobenen Vorwurf nachdrücklich zurück. data-portal-copyright=

Berlins Ex-Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci soll einer Agentur, die ihre Hochzeitsfeier plante, im Gegenzug einen Auftrag für eine Kampagne erteilt haben. Kalayci weist den Vorwurf zurück.

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Berlins frühere Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) wegen Bestechlichkeit erhoben. Mitangeklagt ist ein Inhaber einer Werbeagentur, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin mitteilte. Dem 58-Jährigen wirft die Anklage Bestechung vor. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ berichtet.

Kalayci selbst äußerte sich zu dem Vorgang nicht. Eine von ihr beauftragte Anwaltskanzlei erklärte aber auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, die Ex-Senatorin weise den gegen sie erhobenen Vorwurf nachdrücklich zurück. „Die umfangreichen Ermittlungen haben den Tatvorwurf nach meiner Überzeugung auch nicht bestätigt“, so Anwalt Robert Unger.

Anklage: Keine Rechnung für die Hochzeit

Nach den Ermittlungen sollen der Werbeagentur-Mann und die Politikerin im Frühjahr 2019 vereinbart haben, dass seine Agentur die Planung und Organisation der Hochzeitsfeier von Kalayci übernimmt. Die Leistungen sollen der früheren Senatorin aber laut Anklage nie in Rechnung gestellt worden sein. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie nicht bezahlen musste, weil sie der Agentur absehbar Aufträge aus dem Senat versprach.

Die Ex-Senatorin soll keine Rechnung verlangt haben. Stattdessen soll die Firma laut Anklage nach der Hochzeit von der Gesundheitsverwaltung den Auftrag für eine Werbekampagne erhalten haben, bei der es um die Gewinnung von Nachwuchs für die Pflege ging.

Die Agentur habe dafür 267.830 Euro erhalten. Nach Abzug der Kosten für die Kampagne blieben laut Anklage für die Firma rund 7400 Euro übrig, der mitangeklagte Inhaber soll etwa 9450 Euro erhalten haben. Die Leistungen für Kalaycis Hochzeit sollen sich auf etwa 11.240 Euro belaufen haben.

Kalayci weist Vorwürfe zurück

Kalaycis Anwalt erklärte: „Sie versichert, dass sie, bis ihr der Vorwurf bekannt geworden ist, stets davon ausging, dass die Leistungen der Werbeagentur ordnungsgemäß abgerechnet und vollständig bezahlt worden sind.“ Seine Mandantin habe weder Kenntnis davon gehabt, dass es eine nicht abgerechnete Leistung gab, noch hätte sie so etwas hingenommen, so Anwalt Unger weiter. „Frau Kalayci hat auch zu keinem Zeitpunkt gegen ihre Dienstpflichten verstoßen“, so Unger weiter.

Geht es nach der Staatsanwaltschaft, kommt es zum Prozess vor dem Landgericht Berlin. Eine Strafkammer muss nun prüfen, ob sie die Sichtweise der Anklagebehörde teilt und die Anklage zulässt. Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung.

 
19 August 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Dürfen Flüchtlinge ihre Heimat besuchen?

von Cumali Yağmur 18 August 2024
von Cumali Yağmur

                           Dürfen Flüchtlinge ihre Heimat besuchen?

                    Von: dpa
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Ein Flüchtling hält in der Universität bei einem deutschen Sprachkurs der Studenteninitiative „Crossborders“ einen Zettel mit einer Frage in deutscher Sprache in den Händen. Foto: Uwe Anspach/dpa

 
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Immer wieder gibt es Berichte über Schutzsuchende, die zeitweise in ihr Herkunftsland reisen. Zahlen dazu gibt es nicht. Der Migrationsbeauftragte warnt vor Verlust des Schutzstatus bei Missbrauch.

Immer wieder gibt es Spekulationen, dass Flüchtlinge auch ohne rechtlich zulässige Gründe vorübergehend in ihre Heimat zurückkehren. Im Fall von Schutzsuchenden aus Afghanistan hat das jetzt erneut eine Diskussion ausgelöst – auch wenn den Behörden dazu keine Zahlen vorliegen. Hintergrund ist eine Recherche von RTL, wonach Reisebüros in Hamburg angeblich für Menschen aus Afghanistan Reisen an den Hindukusch organisieren, ohne, dass die Behörden es erfahren.

Der Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Joachim Stamp (FDP), warnt Flüchtlinge nun davor, zu Freizeit- oder Urlaubszwecken in ihre Heimatländer zu reisen. Der „Bild“ sagte er: „Deutschland muss weltoffen bleiben, aber nicht blöd. Die Behörden müssen sicherstellen, dass Menschen, die bei uns Schutz beantragt haben, aber im Heimatland Urlaub machen, unmittelbar ihren Schutzstatus verlieren und nicht mehr in Deutschland bleiben können. Punkt.“

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur, Reisen in das angebliche Verfolgungsland stellten natürlich auch den Schutzstatus infrage. Und „wenn es leicht zugängliche Reisewege nach Afghanistan gibt, besteht auch die Möglichkeit der Rückführungen.“

Schutzstatus nach Heimatreisen wird geprüft

Reisen in das Herkunftsland können im Einzelfall durchaus zulässig sein – zum Beispiel wegen einer schweren Erkrankung oder des Todes von engen Familienangehörigen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Nürnberg teilt auf Nachfrage mit, dass nach bekanntgewordenen Heimatreisen in jedem Einzelfall geprüft werde, ob der gewährte Schutz zu widerrufen sei.

Genaue Daten, wie oft der Schutz aufgehoben wurde, hat die Behörde nach eigenen Angaben jedoch nicht. Das Bamf veröffentlicht demnach zwar eine allgemeine Statistik über Schutzprüfungen – die auch aus anderen Gründen als Heimatreisen stattfinden. Jedoch erfolgt keine detaillierte Aufschlüsselung, aus welchem Grund eine Aufhebung der Schutzentscheidung geprüft wurde oder erfolgt ist.

Zur Zulässigkeit von Heimatreisen sagt ein Sprecher: „Dabei geht das Bamf im Einklang mit der Rechtsprechung grundsätzlich davon aus, dass diese nur unter spezifischen Voraussetzungen erlaubt sind.“ So sei beispielsweise eine kurze Rückreise zur „Erfüllung einer sittlichen Verpflichtung“ – wie der Teilnahme an einer Beerdigung oder dem Besuch eines schwerkranken Familienangehörigen – kein Grund für einen Widerruf.

Heimatbesuche schon früher öffentlich diskutiert

Debatten über Heimatbesuche von Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, gab es schon in früheren Jahren, etwa bei Reisen von Menschen aus Syrien. Für Aufsehen sorgte 2017 ein Antrag der AfD im Baden-Württembergischen Landtag, Heimataufenthalte von Geflüchteten zu untersuchen.

Das Innenministerium teilte daraufhin nach einer Umfrage in den Ausländerbehörden mit, dass seit dem Jahr 2014 circa 160 Fälle bekannt geworden seien, in denen die Menschen einmal oder mehrmals in ihre Heimat zurückgekehrt seien. Dabei sei von einer gewissen Dunkelziffer auszugehen. Als Anlass wurden beispielhaft persönliche, familiäre oder geschäftliche Gründe genannt.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen teilte 2017 auf eine Kleine Anfrage mit, dass nach den dort vorliegenden Erkenntnissen die betreffenden Flüchtlinge nicht in ihre Heimatländer reisten, um dort „Urlaub“ zu machen.

dpa/dtj

 
 
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Ein Flüchtling hält in der Universität bei einem deutschen Sprachkurs der Studenteninitiative „Crossborders“ einen Zettel mit einer Frage in deutscher Sprache in den Händen. Foto: Uwe Anspach/dpa

 
 
Immer wieder gibt es Berichte über Schutzsuchende, die zeitweise in ihr Herkunftsland reisen. Zahlen dazu gibt es nicht. Der Migrationsbeauftragte warnt vor Verlust des Schutzstatus bei Missbrauch.

Immer wieder gibt es Spekulationen, dass Flüchtlinge auch ohne rechtlich zulässige Gründe vorübergehend in ihre Heimat zurückkehren. Im Fall von Schutzsuchenden aus Afghanistan hat das jetzt erneut eine Diskussion ausgelöst – auch wenn den Behörden dazu keine Zahlen vorliegen. Hintergrund ist eine Recherche von RTL, wonach Reisebüros in Hamburg angeblich für Menschen aus Afghanistan Reisen an den Hindukusch organisieren, ohne, dass die Behörden es erfahren.

Der Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Joachim Stamp (FDP), warnt Flüchtlinge nun davor, zu Freizeit- oder Urlaubszwecken in ihre Heimatländer zu reisen. Der „Bild“ sagte er: „Deutschland muss weltoffen bleiben, aber nicht blöd. Die Behörden müssen sicherstellen, dass Menschen, die bei uns Schutz beantragt haben, aber im Heimatland Urlaub machen, unmittelbar ihren Schutzstatus verlieren und nicht mehr in Deutschland bleiben können. Punkt.“

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur, Reisen in das angebliche Verfolgungsland stellten natürlich auch den Schutzstatus infrage. Und „wenn es leicht zugängliche Reisewege nach Afghanistan gibt, besteht auch die Möglichkeit der Rückführungen.“

Schutzstatus nach Heimatreisen wird geprüft

Reisen in das Herkunftsland können im Einzelfall durchaus zulässig sein – zum Beispiel wegen einer schweren Erkrankung oder des Todes von engen Familienangehörigen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Nürnberg teilt auf Nachfrage mit, dass nach bekanntgewordenen Heimatreisen in jedem Einzelfall geprüft werde, ob der gewährte Schutz zu widerrufen sei.

Genaue Daten, wie oft der Schutz aufgehoben wurde, hat die Behörde nach eigenen Angaben jedoch nicht. Das Bamf veröffentlicht demnach zwar eine allgemeine Statistik über Schutzprüfungen – die auch aus anderen Gründen als Heimatreisen stattfinden. Jedoch erfolgt keine detaillierte Aufschlüsselung, aus welchem Grund eine Aufhebung der Schutzentscheidung geprüft wurde oder erfolgt ist.

Zur Zulässigkeit von Heimatreisen sagt ein Sprecher: „Dabei geht das Bamf im Einklang mit der Rechtsprechung grundsätzlich davon aus, dass diese nur unter spezifischen Voraussetzungen erlaubt sind.“ So sei beispielsweise eine kurze Rückreise zur „Erfüllung einer sittlichen Verpflichtung“ – wie der Teilnahme an einer Beerdigung oder dem Besuch eines schwerkranken Familienangehörigen – kein Grund für einen Widerruf.

Heimatbesuche schon früher öffentlich diskutiert

Debatten über Heimatbesuche von Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, gab es schon in früheren Jahren, etwa bei Reisen von Menschen aus Syrien. Für Aufsehen sorgte 2017 ein Antrag der AfD im Baden-Württembergischen Landtag, Heimataufenthalte von Geflüchteten zu untersuchen.

Das Innenministerium teilte daraufhin nach einer Umfrage in den Ausländerbehörden mit, dass seit dem Jahr 2014 circa 160 Fälle bekannt geworden seien, in denen die Menschen einmal oder mehrmals in ihre Heimat zurückgekehrt seien. Dabei sei von einer gewissen Dunkelziffer auszugehen. Als Anlass wurden beispielhaft persönliche, familiäre oder geschäftliche Gründe genannt.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen teilte 2017 auf eine Kleine Anfrage mit, dass nach den dort vorliegenden Erkenntnissen die betreffenden Flüchtlinge nicht in ihre Heimatländer reisten, um dort „Urlaub“ zu machen.

dpa/dtj

 
 
18 August 2024 0 Kommentare
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Archive

Skandal in der Türkei! Im Erdogan-Parlament fliegen die Fäuste

von Fremdeninfo 17 August 2024
von Fremdeninfo

Skandal in der Türkei! Im Erdogan-Parlament fliegen die Fäuste

                         Artikel von Henrik Jonathan Zinn

Recep Tayyip Erdogan sorgte in den letzten Wochen mit seinen verbalen Eskapaden im Rahmen des Israel-Krieges für Schlagzeilen. Gleich mehrfach stellte er sich an die Seite von Irans Führer Ali Chamenei und bezeichnete Benjamin Netanjahu als den „Hitler von heute“. Während er Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ankara empfängt, kommt es in seinem Parlament zu einem Skandal.

+++ Das könnte dich auch interessieren: Wegen Israel-Angriff? Erdogan sperrt Instagram

Am Donnerstag (15. August) empfing der türkische Präsident Erdogan den Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ankara, um mit ihm über eine Lösung im Israel-Krieg zu sprechen. Man habe über mögliche Schritte zugunsten eines Waffenstillstands gesprochen, teilte sein Büro mit. Während sich der 70-Jährige in Diplomatie übt, werden seine Kollegen im Parlament gewalttätig.

Schlägerei im Erdogan-Parlament mit mehreren Verletzten

Auslöser für die Schlägerei während einer Sitzung der türkischen Nationalversammlung soll ein Streit um die Haftstrafe eines Abgeordneten gewesen sein. Vertreter der Erdogan-Regierung und der Opposition gingen daraufhin aufeinander los. Das berichtet die DPA.

Ausgangspunkt war eine Handlung von Alpay Özalan. Der Abgeordnete der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP sprang während einer Rede von Ahmet Sik auf, ging zum Rednerpult und ohrfeigte den Politiker der türkischen Tip. Sik ging zu Boden, im Parlament kam es daraufhin zu Tumulten. Mehrere Politiker schlugen um sich, die Szenerie mündete in einer Massenschlägerei.

                                                   

                                                          Im Erdogan-Parlament kommt es zu einer Massenschlägerei. © AFP

Erdogan-Gegner zu 18 Jahren verurteilt

In der Sitzung ging es um den türkischen Anwalt Can Atalay. Er wurde im April 2022 wegen eines angeblichen Umsturzversuches zu 18 Jahren Haft verurteilt. Atalay beteiligte sich im Jahr 2013 an den Gezi-Protesten, die sich gegen Erdogan richteten. Bei den Parlamentswahlen 2023 wurde Atalay zum Abgeordneten gewählt, woraufhin das Gericht seine Freilassung anordnete. Das höchste Gericht setzte diese jedoch nicht um.

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Die Verurteilung von Atalay gilt als politisch motiviert und wurde vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mehrfach kritisiert. Bei der Schlägerei wurden mehrere Politiker verletzt.

17 August 2024 0 Kommentare
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