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Flüchtlinge

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4 Februar 2026 0 Kommentare
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Politik

PKK: Deutschland hält an Terror-Einstufung fest

von Fremdeninfo 2 März 2025
von Fremdeninfo

PKK: Deutschland hält an Terror-Einstufung fest

                         Artikel von dw.com

Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK will dem Friedensaufruf ihres inhaftierten Anführers Abdullah Öcalan folgen. Trotz dieser Signale der Entspannung: Am Status der PKK in Deutschland ändert sich erst mal nichts.

                                                     

 

Öcalan-Plakat auf einer prokurdischen Demonstration in Köln (im November) © Christoph Hardt/Panama Pictures/IMAGO

Der Appell aus dem Gefängnis zeigte Wirkung: Der in der Türkei inhaftierte Kurdenführer Abdullah Öcalan hatte seine Anhänger am Donnerstag aufgerufen, ihre Waffen niederzulegen. Am Samstag erklärte die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK eine sofortige Waffenruhe mit der Türkei. Sie werde Öcalans Appell zur Beendigung des bewaffneten Kampfes folgen, teilte die PKK in einer Erklärung mit, die von einer ihr nahestehenden Nachrichtenagentur veröffentlicht wurde.

Die PKK äußerte zudem die Hoffnung, dass die Türkei Öcalan freilassen werde, damit er den Entwaffnungsprozess leiten könne. Auch müssten die notwendigen politischen und demokratischen Bedingungen für einen erfolgreichen Ablauf geschaffen werden.

Einstufung in Deutschland bleibt

Trotz des angekündigten Gewaltverzichts ändert sich am Status der PKK in Deutschland allerdings nichts: Das Bundesinnenministerium in Berlin hält einem Medienbericht zufolge an seiner bisherigen Einstufung der kurdischen Arbeiterpartei als Terrororganisation fest. „Die PKK ist mit ihren etwa 14.500 Anhängern in Deutschland die mitgliederstärkste terroristische Vereinigung auf deutschem Boden“, sagte ein Ministeriumssprecher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

„Der strategische Gewaltverzicht in Deutschland darf darüber nicht hinwegtäuschen. Vielmehr geben bislang die Aktivitäten der PKK im Hinblick auf die logistische und finanzielle Unterstützung der Gesamtorganisation ebenso Anlass zur Sorge wie zum Beispiel die Rekrutierung junger Menschen in Deutschland für den bewaffneten Kampf im Ausland.“ Der Sprecher des Bundesinnenministeriums fügte hinzu: „Aus Sicht der Bundesregierung besteht daher im Moment noch kein Anlass zu einer Neubewertung der PKK.“

In Deutschland sei die PKK seit 1993 mit einem Betätigungsverbot belegt und von der Europäischen Union seit 2002 als Terrororganisation gelistet, sagte der Sprecher dem RND. Wesentliche Aktionsfelder seien „die logistische und finanzielle Unterstützung der Gesamtorganisation, die Rekrutierung neuer Anhänger sowie die Durchführung zahlreicher propagandistischer Kundgebungen und Großveranstaltungen“. Die PKK wird auch von den USA als Terror-Organisation eingestuft.

Öcalans historische Erklärung

Abdullah Öcalan hatte am Donnerstag im Gefängnis auf der türkischen Insel Imrali eine historische Erklärung abgegeben. Darin forderte der 75-Jährige seine Anhänger zum Niederlegen der Waffen und zur Auflösung der PKK auf – nach mehr als 40 Jahren Kampf gegen den türkischen Staat. Der Schritt soll einen Weg für Frieden in dem Konflikt ebnen, in dem mehr als 40.000 Menschen getötet worden sind.

 

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PKK-Führer Öcalan und DEM-Vertreter bei historischer Erklärung auf Imrali (am Donnerstag) © Peoples‘ Equality and Democracy Party/Handout via REUTERS

Sowohl die national-konservative Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan als auch die pro-kurdische Oppositionspartei DEM, die vermittelnd tätig war, unterstützen Öcalans Aufruf. Ein nationalistischer Bündnispartner Erdogans hatte Öcalan im Oktober einen solchen Aufruf überraschend vorgeschlagen. DEM-Vertreter hatten daraufhin Öcalan mehrmals im Gefängnis besucht und das Vorgehen besprochen.

Öcalan sitzt seit 1999 weitgehend isoliert in dem Gefängnis auf Imrali südlich von Istanbul. Zuvor war er in Kenia von türkischen Spezialeinheiten überwältigt und in die Türkei gebracht worden.

Die PKK kämpft seit 1984 gegen den türkischen Staat. Ihr Ziel war ein eigenständiges Kurden-Gebiet. 2015 scheiterten Friedensgespräche. Früher konzentrierte sich der Kampf der PKK für eine Autonomie der Kurden hauptsächlich auf den überwiegend kurdischen Südosten der Türkei.

Heute liegt der Schwerpunkt im Norden des Irak, wo die PKK ihren Sitz hat. Auch in Syrien mit ihrer kurdischen Bevölkerungsgruppe hat die PKK Einfluss. Das türkische Militär geht immer wieder gegen kurdische Milizen in den beiden Nachbarländern vor.

AR/haz (rtr, afp, epd)

2 März 2025 0 Kommentare
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Politik

Nach Öcalans Aufruf: PKK verkündet Waffenstillstand mit der Türkei

von Fremdeninfo 1 März 2025
von Fremdeninfo

Nach Öcalans Aufruf: PKK verkündet Waffenstillstand mit der Türkei

                                                   Von FAZ

                                    

               Bild des PKK-Chefs Öcalan: Er hatte seine Anhänger am Donnerstag zum Niederlegen der Waffen aufgefordert. © Reuters

Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hat einen Waffenstillstand mit der Türkei verkündet. Der gelte ab heute, teilte die PKK laut der ihr nahestehenden Nachrichtenagentur ANF mit. „Solange keine Angriffe auf uns erfolgen, werden unsere Kräfte keine bewaffneten Aktionen durchführen.“

Die PKK reagiert damit auf einen Aufruf ihres Gründers Abdullah Öcalan. Der seit Jahren inhaftierte Anführer hatte die PKK am Donnerstag dazu aufgerufen, die Waffen niederzulegen und sich aufzulösen. „Wir, die PKK, stimmen dem Inhalt des Aufrufs voll und ganz zu und erklären, dass wir die Notwendigkeiten des Aufrufs beachten und umsetzen werden“, hieß es nun in der Erklärung.

Eine vollständige Umsetzung knüpfte die PKK jedoch an Bedingungen. Für die erfolgreiche Implementierung des Aufrufs müsse Öcalan etwa „in die Lage versetzt werden, unter freien Bedingungen zu leben und zu arbeiten“. Die Maßnahmen wie die Niederlegung der Waffen könnten nur unter der Führung von Öcalan umgesetzt werden. Konkret fordert die PKK, dass Öcalan persönlich an der Versammlung teilnehmen müsse, auf dem die Selbstauflösung der Kaderorganisation beschlossen werden soll. Das würde bedeuten, dass der PKK-Führer erstmals seit 1999 wieder öffentlich auftreten würde. Zudem verlangte die Gruppe „ein sicheres Umfeld“ für das Treffen.

Sowohl die national-konservative Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan als auch die pro-kurdische Oppositionspartei DEM, die vermittelnd tätig war, unterstützen Öcalans Aufruf. Die DEM-Partei hatte die Regierung am Freitag aufgefordert, Schritte zur Stärkung der Demokratie zu unternehmen. Die Reaktion der Regierung sei nun entscheidend. Die Regierung erklärte, sie werde nicht mit der PKK verhandeln und forderte, dass alle kurdischen Milizen, auch die im Irak und in Syrien, ihre Waffen niederlegen müssten. Das syrische Milizenbündnis SDF, das die Türkei als PKK-Ableger ansieht, begrüßte zwar Öcalans Appell. Es erklärte aber, dass der Aufruf nicht für die SDF-Kämpfer gelte.

Die PKK kämpft seit den 1980er Jahren mit Waffengewalt und Anschlägen für einen kurdischen Staat oder ein Autonomiegebiet im Südosten der Türkei. Inzwischen ist die PKK nach eigenen Angaben von der Forderung eines unabhängigen Staates abgerückt. Ihr Hauptquartier hat sie in den irakischen Kandilbergen. In dem Konflikt sind bislang Zehntausende Menschen ums Leben gekommen. Öcalan sitzt seit 1999 weitgehend isoliert in einem Gefängnis auf der Insel Imrali südlich von Istanbul. Zuvor war er in Kenia von türkischen Spezialeinheiten überwältigt und in die Türkei gebracht worden.

Zuletzt wurde 2013 eine Waffenruhe ausgerufen, der Friedensprozess scheiterte aber im Sommer 2015. Die PKK ist in der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation gelistet.

1 März 2025 0 Kommentare
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Politik

Reaktionen aus Europa: EU-Außenbeauftrage: Die freie Welt braucht einen neuen Anführer

von Fremdeninfo 1 März 2025
von Fremdeninfo

Reaktionen aus Europa: EU-Außenbeauftrage: Die freie Welt braucht einen neuen Anführer

                                                                       S.Z.de

                                                     

                                              Sind sich im Oval Office ganz und gar nicht einig: Wolodimir Selenskij und Donald Trump. © Brian Snyder/

Nach dem offenen Streit zwischen Trump und Selenskij zeigen sich die Verbündeten der Ukraine besorgt. CDU-Chef Merz mahnt, niemals Angreifer und Opfer zu verwechseln.

EU-Außenbeauftrage: Die freie Welt braucht einen neuen Anführer

Die Wortgefechte zwischen Wolodimir Selenskij und Donald Trump im Oval Office lösen international Entrüstung aus. Die Reaktionen im Überblick:

Spitzenpolitiker aus der Ukraine drückten unmittelbar nach dem gescheiterten Treffen demonstrativ ihre Unterstützung für Präsident Selenskij aus. Dieser habe recht, erklärte Ministerpräsident Denys Schmyhal auf X. „Frieden ohne Garantien ist nicht möglich.“ Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk teilte mit: „Niemand hat das Recht zu vergessen, dass in diesem Krieg Russland der Angreifer und die Ukraine das Opfer der Aggression ist.“

Aus Deutschland wandte sich CDU-Chef Friedrich Merz auf X direkt an den ukrainischen Präsidenten: „Wir stehen der Ukraine in guten wie in schwierigen Zeiten zur Seite. Wir dürfen in diesem schrecklichen Krieg niemals Angreifer und Opfer verwechseln.“

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) betonte den Friedenswillen der Ukraine. „Niemand will Frieden mehr als die Bürgerinnen und Bürger der Ukraine!“, schrieb Scholz auf X. „Deswegen suchen wir gemeinsam den Weg zu einem dauerhaften und gerechten Frieden.“ Angesichts der Drohung Trumps, die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland im Stich zu lassen, betonte Scholz: „Auf Deutschland – und auf Europa – kann sich die Ukraine verlassen.“

SPD-Co-Parteichef Lars Klingbeil schrieb, er sehe nach dem offenen Streit zwischen den USA und der Ukraine nur einen Ausweg: ein stärkeres Europa. „Das Verhalten der US-Regierung zeigt einmal mehr, dass Europa seine Zukunft stärker in eigene Hände nehmen muss. Wir müssen gemeinsam auf allen Ebenen stärker werden“, schrieb Klingbeil auf X. „Deutschland muss und wird vorangehen. Auch um der Ukraine zu helfen.“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb an Selenskij: „Seien Sie stark, seien Sie mutig, seien Sie furchtlos. Sie sind niemals allein“, erklärte sie auf X. „Wir werden weiter mit Ihnen an einem gerechten und dauerhaften Frieden arbeiten.“

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sieht die Europäer nach dem Eklat in der Pflicht, eine Führungsrolle zu übernehmen. „Heute ist klar geworden, dass die freie Welt einen neuen Anführer braucht“, schrieb sie auf X. „Es liegt an uns Europäern, diese Herausforderung anzunehmen.“

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kritisierte eine „Täter-Opfer-Umkehr“ von Trump und erklärte, im Krieg sei Russland der Angreifer und das ukrainische Volk der Angegriffene. Es sei vor drei Jahren richtig gewesen, der Ukraine zu helfen und Russland mit Sanktionen zu belegen, und es sei richtig, dies auch heute weiter zu tun. Man müsse die respektieren, die von Anfang an gekämpft hätten.

Auch in anderen europäischen Ländern sicherten Spitzenpolitiker der Ukraine ihre Unterstützung zu. „Ihr seid nicht allein“, schrieb der polnische Ministerpräsident Donald Tusk auf X. „Spanien steht an euer Seite“, schrieb Ministerpräsident Pedro Sanchez auf X.

Estlands Außenminister Margus Tsahkna erklärte, das einzige Hindernis für Frieden sei die Entscheidung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, seinen Angriffskrieg fortzusetzen. „Wenn Russland aufhört zu kämpfen, gibt es keinen Krieg mehr. Wenn die Ukraine aufhört zu kämpfen, wird es keine Ukraine mehr geben.“ Europa müsse jetzt aktiv werden.

Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Störe schrieb: „Was wir heute vom Weißen Haus erlebt haben, ist ernst und entmutigend.“ Dass Trump Selenskij beschuldige, mit dem Dritten Weltkrieg zu spielen, sei zutiefst unangemessen. Norwegen stehe an der Seite der Ukraine. „Wir hoffen, dass die Trump-Regierung auch versteht, wie wichtig ein gerechter und dauerhafter Frieden in der Ukraine ist.“

REUTERS

 

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Flüchtlinge

Neues Hamburger Abschiebezentrum vor Eröffnung

von Fremdeninfo 28 Februar 2025
von Fremdeninfo

Neues Hamburger Abschiebezentrum vor Eröffnung

                                              Artikel von dpa

 

 

                                      

In der Nähe der Aufnahmeeinrichtung hat die Hamburger Innenbehörde ein sogenanntes «Dublin-Zentrum» aufgebaut. (Symbolbild) © Bodo Marks/dpa

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Um die Rückführung von abgelehnten Asylbewerbern in andere EU-Länder zu erleichtern, will Hamburg in Kürze ein sogenanntes Dublin-Zentrum in Betrieb nehmen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge verschicke aktuell die ersten Bescheide an betroffene Flüchtlinge, wonach eine Ausreise in den für sie zuständigen EU-Mitgliedsstaat rechtlich und tatsächlich möglich ist, erklärte der Sprecher der Hamburger Innenbehörde, Daniel Schaefer. Sie erhalten dann so gut wie keine Leistungen mehr und müssen in das neue Zentrum in Hamburg-Rahlstedt ziehen. 

Halle für bis zu 300 Menschen

Asylbewerber, die bereits in einem anderen EU-Land um Schutz nachgesucht haben, können nach der Dublin-III-Verordnung in diesen für sie zuständigen Staat zurückgebracht werden. Allerdings geht das nur in den ersten sechs Monaten nach ihrer Einreise. Nach einem Bericht des «Hamburger Abendblatts» hat die Innenbehörde in der Nähe der bestehenden Erstaufnahmeeinrichtung im Stadtteil Rahlstedt eine leerstehende Halle als «Dublin-Zentrum» hergerichtet. Dort sollen bis zu 300 Menschen für wenige Wochen untergebracht werden können. 

Datum für Eröffnung steht noch nicht fest

Die ersten Betroffenen sollen einziehen, sobald die Bescheide des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge rechtskräftig geworden sind und die Modalitäten für die Rücküberstellung in den zuständigen EU-Staat feststehen, erklärte Schaefer. Ein genaues Datum konnte er nicht nennen. Das Land Brandenburg hat für den 1. März ebenfalls die Inbetriebnahme einer solchen Einrichtung in Eisenhüttenstadt angekündigt.

Im vergangenen Jahr wurden aus Hamburg 373 Asyl- und Schutzsuchende in ihr Herkunftsland abgeschoben und 316 in einen Drittstaat, also in der Regel ein EU-Land, wie der Senat in seinem Lagebild Flüchtlinge erklärte. 304 Mal scheiterte eine Abschiebung. In der Hälfte der Fälle lag es daran, dass die Ausreisepflichtigen von den Beamten nicht angetroffen wurden (145) oder untergetaucht waren (8). 26 leisteten erfolgreich Widerstand, 19 Betroffene waren krank. In 61 Fällen fehlten ebenfalls abzuschiebende Familienmitglieder.

28 Februar 2025 0 Kommentare
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Rassismus

Auseinandersetzung mit Rassismus und Islamfeindlichkeit

von Fremdeninfo 28 Februar 2025
von Fremdeninfo

Auseinandersetzung mit Rassismus und Islamfeindlichkeit

                Von: RP-Online

Geldern. Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Kleve zeigt die multimediale Ausstellung „Was’ los, Deutschland!?“ erst in Geldern und dann in Kleve.

 

 

                                    

Vom 12. bis 28. März ist die Ausstellung „Was’ los, Deutschland!? Ein Parcours durch die Islamdebatte“ in der Gesamtschule Geldern zu sehen. ⇥ © CDKaserne/O.Knoblich 206

Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Kleve greift mit der Wanderausstellung „Was’ los, Deutschland!? Ein Parcours durch die Islamdebatte“ mehrere aktuelle Themen auf. „Gerade junge Menschen stehen vor der Herausforderung, ihre eigene Identität in einer vielfältigen Gesellschaft zu finden – einer Gesellschaft, die von unterschiedlichen kulturellen und religiösen Prägungen bereichert wird“, sagt Landrat Christoph Gerwers. Im März ist die jugendgerechte Ausstellung in Geldern und im September dann in Kleve zu sehen. Sie thematisiert die Themen „Rassismus“ und „Diskriminierung“ ebenso wie „Religionstoleranz“ und „Islamfeindlichkeit“.

Gäste der Ausstellung bewegen sich bei ihrem Besuch durch eine multimediale Szenerie von 30 lebensgroßen Figuren in elf Szenen. Über Lautsprecher kommunizieren die Figuren miteinander – über Kopfhörer sind ihre Gedanken zum Gesagten hörbar. Dazu gehören beispielsweise Szenen an der Bushaltestelle, beim Fußball, in der Schule, beim Bewerbungsgespräch, im Café oder am Esstisch. Landrat Gerwers: „Wir erleben derzeit, dass Polarisierung und Vorurteile den gesellschaftlichen Diskurs zunehmend belasten. Diese Ausstellung schafft Raum für Dialoge und ermutigt insbesondere die jungen Besucherinnen und Besucher zu Toleranz und Empathie.“

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Die Ausstellung in der Gesamtschule Geldern, Königsberger Straße 60, läuft vom 12. bis zum 28. März. Während dieses Zeitraums sind sowohl Schulklassen als auch die breite Öffentlichkeit eingeladen, sich mit den Inhalten der kostenfreien Ausstellung auseinanderzusetzen. Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Kleve hat dazu bereits alle weiterführenden Schulen im Kreisgebiet angeschrieben. Im zeitlichen Kontext liegen die Internationalen Wochen gegen Rassismus (17. bis 30. März) mit dem weltweiten Internationalen Tag gegen Rassismus (21. März) und der Ramadan (28. Februar bis 30. März). Geöffnet ist die Ausstellung jeweils montags, mittwochs und donnerstags von 14.30 bis 17 Uhr.

Darüber hinaus findet am Donnerstag, 20. März, um 14.30 Uhr in der Gesamtschule Geldern parallel zur Ausstellung der Vortrag „Der Bosnien-Genozid und der Einfluss auf den Rechtsextremismus in Europa“ statt. Interessierte Gäste sind eingeladen.

Die Ausstellung „Was‘ los, Deutschland!?“ wurde von vom Jugend- und Kulturzentrum „CD-Kaserne“ in Celle entwickelt und realisiert. Zu den Fördermittelgebern gehörten das Landesdemokratiezentrum am Landespräventionsrat im Niedersächsischen Justizministerium mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

28 Februar 2025 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Gericht stoppt Abschiebung von IS-Mitglied – „Er muss weg“, sagt der Landrat

von Fremdeninfo 28 Februar 2025
von Fremdeninfo

Gericht stoppt Abschiebung von IS-Mitglied – „Er muss weg“, sagt der Landrat

                                        Von Welt

Ein 39-jähriger Tadschike hat in einer Polizeiwache in Westfalen randaliert, um seine Abschiebung zu verhindern. Mit Erfolg: Ein Oberverwaltungsgericht stoppte das Verfahren. Der Landrat ist frustriert und warnt vor dem Mann: „Er ist gefährlich für unsere Freiheit.“

 

                                                                

                                                                 Gericht stoppt Abschiebung von IS-Mitglied – „Er muss weg“, sagt der Landrat © Screenshot WELT

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hat vorerst die Abschiebung eines Asylbewerbers und früheren IS-Mitglieds gestoppt. Der Tadschike hatte am Montag in einer Polizeiwache in Oelde (Landkreis Warendorf) randaliert und einen Messer gegen sich selbst gerichtet, um sich so seiner Abschiebung zu entziehen.

Das Gericht gab tags darauf einem Eilantrag des 39-Jährigen statt und setzte die Abschiebung aus, wie eine OVG-Sprecherin sagte. Es sei nicht auszuschließen, dass ihm in Tadschikistan Folter drohe. Es dürfe grundsätzlich niemand in ein Land abgeschoben werden, in dem Gefahr für Leib und Leben drohe – auch keine Straftäter oder mutmaßlichen Gefährder.

Was ist die Vorgeschichte?

Nach Polizeiangaben sollte der Mann am Montag in Abschiebehaft genommen werden. Er war 2017 wegen der Mitgliedschaft beim Islamischen Staat zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann hatte eingeräumt, im Irak den Umgang mit Kriegswaffen gelernt zu haben. Nach Haftverbüßung sollte er abgeschoben werden. Ein ursprünglich ausgesprochenes Abschiebeverbot nach Tadschikistan war zwischenzeitlich aufgehoben worden.

Die Verhaftung verhinderte der Tadschike durch seine Randale und seinen Einspruch vor Gericht. Laut Kreisverwaltung soll er sich auch körperlich gewehrt haben. Den Polizeiangaben nach habe er sich zudem am Bauch verletzt und mit einem Stuhl die Eingangstür beschädigt. Nach rund drei Stunden bewegte ihn die Polizei zur Aufgabe. Spezialeinsatzkräfte nahmen ihn fest, inzwischen ist er wieder auf freiem Fuß.

Warendorfer Landrat: „Er ist an Waffen geschult“

Olaf Gericke (CDU), Landrat des Kreises Warendorf, ist über die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts verärgert, da der Landkreis zehn Jahre an der Abschiebung gearbeitet habe. „Uns frustriert das ungeheuer“, sagte Gericke WELT. „Wir wissen, der Mann war ein Terrorist. Er ist ideologisch geschult worden, er hat eine Kampfausbildung an der Maschinenpistole AK-47 bekommen. Der Mensch hat die falsche Einstellung, er ist gefährlich für unsere Freiheit und er ist an Waffen geschult. Es gibt nur eine Forderung: Er muss weg.“

Es müsse abgewogen werden, sagte Gericke. „In meinen Augen muss es so sein, dass das Sicherheitsinteresse der Bürger vor Ort höher zu bewerten ist als die Frage, wie es einem Terroristen in seiner Heimat geht. Er ist selber zum Verbrecher geworden und könnte deshalb vor Ort in Schwierigkeiten kommen.“ Das Oberverwaltungsgericht hatte argumentiert, Tadschikistan sei dafür bekannt, dass es politische Gegner foltere. Es gebe zwar Erklärungen der dortigen Regierung, dass der Mann dort sicher sei. Wie belastbar diese seien, sei vorläufig unklar.

Die Entscheidung der Richter ist allerdings nicht endgültig: In dem Fall sind zwei weitere Verfahren anhängig, in denen verschiedene Rechtsfragen zur Abschiebung geklärt werden müssen.

Gericke appellierte an CDU, CSU und SPD, die derzeit in Sondierungsgesprächen auch über das Thema Migration verhandeln. „Die rechtlichen Regelungen müssen so gemacht sein, dass die, die unsere Freiheit bedrohen, auch abgeschoben werden können“, sagte Gericke. Das gelte nicht nur für Tadschikistan, sondern auch für andere Länder. „Wir können nur das umsetzen, was wir an rechtlichen Vorschriften haben. Die Politik muss jetzt handeln

28 Februar 2025 0 Kommentare
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Archive

Abdullah Öcalan: PKK-Anführer ruft zum Ende des bewaffneten Kampfes gegen Türkei auf

von Cumali Yağmur 27 Februar 2025
von Cumali Yağmur

Abdullah Öcalan: PKK-Anführer ruft zum Ende des bewaffneten Kampfes gegen Türkei auf

 

                                           Von Welt

 Der inhaftierte PKK-Anführer Abdullah Öcalan hat seine Anhänger dazu aufgerufen, die Waffen niederzulegen. Die in der Türkei verbotene Partei müsse sich auflösen.

 
Der in der Türkei inhaftierte Kurdenführer Abdullah Öcalan hat die Auflösung der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verkündet. © Umit Bektas/​File Photo/​Reuters

Der inhaftierte PKK-Gründer, Abdullah Öcalan, hat die kurdische Arbeiterpartei zur Beendigung des bewaffneten Kampfes in der Türkei aufgerufen. Alle Gruppen müssten ihre Waffen niederlegen und die in der Türkei als terroristisch eingestufte PKK müsse sich auflösen, hieß es in einer Erklärung von Öcalan. 

Bereits seit längerer Zeit wurde erwartet, dass Öcalan zu einem Ende der Kämpfe aufrufen könnte. Die prokurdische Partei DEM hatte eine „historische“ Erklärung Öcalans angekündigt und ihn im Gefängnis besucht. Öcalans Botschaft wurde anschließend von Abgeordneten der DEM bei einer Pressekonferenz in Istanbul verlesen.

Die PKK kämpft seit 1984 gegen den türkischen Staat. In der Türkei ist die PKK verboten. Auch in den USA und der Europäischen Union ist sie als Terrororganisation eingestuft. Um ihre Ziele zu erreichen, verüben die PKK und ihr nahestehende Organisationen seit Jahrzehnten Anschläge. Zahlreiche Menschen wurden getötet, darunter auch viele Zivilisten.

Chance auf Frieden?

Die PKK forderte ursprünglich einen unabhängigen kurdischen Staat, später beschränkten sich die Ziele auf erweiterte kurdische Rechte und regionale Autonomie. Nach türkischem Druck musste die Gruppe 1998 ihre Basis in Syrien aufgeben. Von 2012 bis 2015 gab es direkte Friedensgespräche zwischen der türkischen Regierung und der PKK.

Das Scheitern dieser Gespräche im Juli 2015 führte zur bislang schwierigsten Phase des Konflikts mit schweren Zerstörungen in mehreren Städten der südöstlichen Türkei. Im Oktober brachte der türkische Nationalist Devlet Bahçeli, ein wichtiger Verbündeter von Präsident Recep Tayyip Erdoğan, überraschend Öcalans mögliche Freilassung ins Gespräch – unter der Bedingung, dass er die PKK zur Aufgabe bewegt. Die DEM stellt im Südosten der Türkei zahlreiche Bürgermeister. Sie setzt sich auf politischem Weg für mehr Rechte für Kurden ein, die etwa 20 Prozent der türkischen Bevölkerung ausmachen. Die Regierung wirft der Partei vor, verlängerter Arm der PKK zu sein. Die DEM weist das zurück.

27 Februar 2025 0 Kommentare
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Archive

Historischer Aufruf: PKK-Chef Öcalan fordert Ende des bewaffneten Kampfes

von Cumali Yağmur 27 Februar 2025
von Cumali Yağmur

 

Historischer Aufruf: PKK-Chef Öcalan fordert Ende des bewaffneten Kampfes

 

                                                                   Von: Stefan Kreitewolf

                                                            

Im Beisein mehrerer Vertreter der DEM-Partei wurde die Erklärung von Terrorchef Abdullah Öcalan (vorne, Mitte) verlesen. Foto: DEM Parti

Der inhaftierte Anführer der PKK, Abdullah Öcalan, hat seine Anhänger dazu aufgerufen, die Waffen niederzulegen. Alle Gruppen müssten ihre Waffen niederlegen und die nicht nur in der Türkei als terroristisch eingestufte PKK müsse sich auflösen, hieß es in einer Erklärung.

Seit Wochen wurde ein Aufruf von PKK-Gründer Öcalan zu einem Ende des seit über vier Jahrzehnten andauernden bewaffneten Konflikts mit der Türkei erwartet. Nun ist es soweit: Der Führer der selbsternannten „Kurdischen Arbeiterpartei“ rief zum Ende des bewaffneten Konflikts zwischen PKK und der Türkei auf.

Das ließ er von der prokurdischen Partei Dem in einer Erklärung, die den Titel „Aufruf für Frieden und eine demokratische Gesellschaft“ trägt, am Donnerstagnachmittag verlesen. Darin heißt es: „Alle Gruppen müssen die Waffen niederlegen und die PKK muss sich auflösen“. Einige türkische Fernsehkanäle unterbrachen die Übertragung, als die kurdischsprachige Fassung verlesen wurde. Die Partei hatte bereits vorab von einer „historischen Erklärung“ gesprochen. Eine Delegation der Dem hatte Öcalan zuletzt mehrfach im Gefängnis auf der Insel Imrali besucht.

Friedensverhandlungen zuletzt 2015 gescheitert

Die PKK, die von der Türkei, der Europäischen Union und den USA als Terrororganisation angesehen wird, kämpft seit den 1980er Jahren gegen den türkischen Staat. Ihr Hauptquartier hat sie in den nordirakischen Kandil-Bergen. Die letzten Friedensbemühungen waren 2015 gescheitert. Die Türkei geht regelmäßig gegen PKK-Stellungen im Irak und in Nordsyrien vor, die Terrororganisation verübt ihrerseits zahlreiche Anschläge insbesondere in östlichen Gebieten der Türkei.

Der Aufruf Öcalans könnte den Auftakt zu neuen Verhandlungen bilden. Vorsichtige Hoffnung auf einen neuen Friedensprozess hatte der Regierungspartner des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, die ultranationalistische Partei MHP, geweckt. MHP-Chef Devlet Bahçeli hatte sich ursprünglich dafür ausgesprochen, dass Öcalan im türkischen Parlament auftritt und zur Niederlegung der Waffen aufruft, dagegen hatte sich aber großer Widerstand geregt.

Nordsyrien und Irak bleiben Einflussfaktoren

Der Konflikt zwischen der Türkei und der PKK verlagerte sich nach Angaben der International Crisis Group seit 2019 von der Türkei in den Nordirak und nach Nordsyrien, nachdem das türkische Militär die PKK-Kämpfer immer weiter zurückgedrängt hatte.

In Nordsyrien kontrolliert die Kurdenmiliz YPG, die Ankara als PKK-Ableger ebenfalls bekämpft, große Gebiete. Beobachter gehen davon aus, dass der Konflikt nur im Zusammenspiel mit einer Lösung in Nordsyrien beigelegt werden kann.

dpa/dtj

27 Februar 2025 0 Kommentare
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Religion

Islamismus: Männer wegen blutiger Anschlagspläne verurteilt

von Fremdeninfo 27 Februar 2025
von Fremdeninfo

Islamismus: Männer wegen blutiger Anschlagspläne verurteilt

                                                              Artikel von dpa

                                        

Die beiden Angeklagten sollen sich islamistisch radikalisiert und einen Anschlag beim schwedischen Parlament geplant haben – nun wurden beide zu mehreren Jahren Haft verurteilt. (Archivbild) © Martin Schutt/dpa

Aus islamistischer Überzeugung heraus haben zwei Afghanen laut Gerichtsurteil von Deutschland aus geplant, mit Schusswaffen Abgeordnete des schwedischen Parlaments in Stockholm zu töten. Das Oberlandesgericht Jena verurteilte die beiden Männer nun unter anderem wegen der Mitgliedschaft beziehungsweise der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland und der Verabredung zum Mord.

Der 30 Jahre alte Angeklagte erhielt eine Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten und der inzwischen 24-jährigen Angeklagte vier Jahre und zwei Monate. Die Verteidiger hatten mildere Haft- beziehungsweise Bewährungsstrafen gefordert, der Generalbundesanwalt dagegen Haftstrafen von sechs Jahren und zehn Monaten sowie fünf Jahren und neun Monaten. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Ein Geständnis, eins nur zum Teil

Der Ältere hatte die Vorwürfe im Prozess weitgehend eingeräumt, der Jüngere nur in Teilen und vor allem den Hauptvorwurf, einen Anschlag begehen zu wollen, bestritten. Das Gericht verwies allerdings auf Chat-Nachrichten zwischen den beiden Angeklagten und viele Inhalte auf den Handys der beiden Männer, die aus Sicht des Senats die gemeinsamen Anschlagspläne untermauerten. Der Jüngere sei aber nicht die treibende Kraft gewesen.

Beide Männer seien vor etwa zehn Jahren nach Deutschland gekommen und eigentlich gut integriert gewesen, wie in den mündlichen Ausführungen zum Urteil darlegt wurde. Beide lebten in Gera in Ostthüringen, hätten gearbeitet, der Ältere habe Frau und Kinder. Asylanträge der beiden wegen politischer Verfolgung in der Heimat seien zwar abgelehnt worden, die Männer hatten allerdings aus humanitären Gründen einen Aufenthaltstitel erhalten.

Übers Internet radikalisiert

Kennengelernt hatten sich die Männer demnach über die Arbeit und Besuche von Gottesdiensten in einer Moschee in Gera. Sie radikalisierten sich den Angaben nach über das Internet unter Einfluss von Propaganda der islamistischen Terrorvereinigung Islamischer Staat (IS). Der Ältere stand den Ausführungen zum Urteil zufolge durch Chats im Austausch mit IS-Kontaktleuten. Er habe schließlich auch einen Treueeid auf den IS geschworen – ein Grund, weshalb der Senat ihn der Mitgliedschaft beim IS schuldig sieht.

Von einem Kontaktmann sei der heute 30-Jährige 2023 schließlich auf Koran-Verbrennungen in Schweden aufmerksam gemacht worden, daraufhin habe er mit der Planung des Anschlags begonnen und den jüngeren Angeklagten mit ins Boot geholt. Der Koran ist die heilige Schrift im Islam. Auch Vertreter der schwedischen Presse verfolgten die Urteilsverkündung.

Im Visier des Verfassungsschutzes

Schließlich waren die beiden Afghanen auf dem Rückweg von Tschechien, wo sie erfolglos Schusswaffen für den Anschlag zu besorgen versuchten, kontrolliert worden und im März vergangenen Jahres dann in Untersuchungshaft gekommen.

Verfassungsschützer hatten die beiden zu diesem Zeitpunkt laut Gericht schon länger im Visier und hatten sie auch observiert. Es sei also unwahrscheinlich gewesen, dass die Männer ihre Anschlagspläne tatsächlich in die Tat hätten umsetzen können, sagte der Vorsitzende Richter und lobte die Arbeit des Verfassungsschutzes.

«Raffinierte Indoktrination»

Der Vorsitzende Richter zeigte sich zudem erschüttert, dass allein über das Internet eine solche Radikalisierung möglich sei. Die Kontaktleute säßen viele Tausende Kilometer entfernt und schafften es, durch «raffinierte Indoktrination» Einzeltäter in Westeuropa zu aktivieren. Dem IS gehe es nicht nur darum, Andersgläubige zu töten, sondern die staatliche und gesellschaftliche Ordnung zu erschüttern, um Anarchie und Chaos zu erzeugen.

Bei beiden Männern lag zum damaligen Zeitpunkt ein tiefer Hass gegen das westliche System vor, der so stark gewesen sei, dass sie sogar bereit gewesen seien, ihre Leben aufs Spiel zu setzen, so der Vorsitzende Richter. In seiner Einlassung hatte der 30-jährige Angeklagte gesagt, er sei «wie blind gewesen», seine Gedanken seien «kaputt gewesen». Er bemüht sich laut Gericht inzwischen um Deradikalisierung.

Auf die Frage, wie es zu erklären sei, dass zwei Männer, deren Integration eigentlich als gelungen anzusehen sei, ein offenes Ohr für solche Propaganda und Ideologie haben konnten, darauf habe auch die Hauptverhandlung keine befriedigende Antwort geben können, so der Vorsitzende Richter.

27 Februar 2025 0 Kommentare
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Religion

Islamischer Staat“ ruft zu Anschlag gegen Kölner Karneval auf

von Fremdeninfo 26 Februar 2025
von Fremdeninfo

Islamischer Staat“ ruft zu Anschlag gegen Kölner Karneval auf

                                      Von Welt

In Köln und anderen Städten beginnt am Donnerstag der Straßenkarneval. Jetzt drohen Islamisten im Internet mit Anschlägen. Der zuständige Einsatzleiter der Polizei sieht darin einen Versuch, die Bevölkerung zu verunsichern.

                                                 

                                                      

                                                   Karnevalisten am 11.11. vor dem Kölner Hauptbahnhof picture alliance/Panama Pictures/Christoph Hardt

Islamisten haben in sozialen Netzwerken zu Anschlägen unter anderem im Kölner Karneval aufgerufen. Solche Veröffentlichungen zielten auch darauf ab, die Bevölkerung zu verunsichern, sagte der Einsatzleiter der Kölner Polizei für die Karnevalstage, Martin Lotz, der Deutschen Presse-Agentur. Man werde das Einsatzkonzept aber noch einmal anpassen.

Über den Aufruf hatte die „Bild“ berichtet. Auf einer Website der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) ist demnach ein Plakat mit vier Anschlagszielen zu sehen, davon zwei in Köln, eines in Nürnberg und eines in der niederländischen Hafenstadt Rotterdam.

Eine Polizeisprecherin in Nürnberg sagte: „Wir haben keine Erkenntnisse auf konkrete Anschlagspläne oder eine konkrete Gefährdung. Das ändert nichts an unseren bisherigen Plänen.“

Aus Sicherheitskreisen hieß es, die Aufrufe seien bekannt und würden auch ernst genommen. Das deckt sich mit der aktuellen Gefährdungsbewertung, wonach eine abstrakt hohe Gefahr besteht, hieß es. Neu seien solche Aufrufe zu Gewalttaten über IS-Propagandakanäle nicht.

Der Kölner Einsatzleiter Lotz sagte: „Wir werden die Einsatzkräfte aufgrund des Posts noch einmal sensibilisieren und fortlaufend informieren.“ Aufgrund der angespannten Sicherheitslage sei die Polizei auf derartige Entwicklungen vorbereitet.

In der vergangenen Woche hatte die Kölner Polizei bereits mitgeteilt, dass sie sich nach dem Anschlag in München und anderen Gewalttaten in Deutschland mit einem strengen Sicherheitskonzept auf die Karnevalstage vorbereite. „Die Sicherheitslage nach den Taten radikalisierter Einzeltäter ist angespannter als in den Vorjahren“, hatte Lotz gesagt. Konkrete Hinweise auf Anschlagspläne gebe es zwar nicht – umso mehr sei man aber gefordert, auf alles eingestellt zu sein.

An den Karnevalstagen will die Kölner Polizei in der Spitze rund 1500 Beamte mehr aufbieten als an normalen Tagen. Der Straßenkarneval beginnt an diesem Donnerstag mit Weiberfastnacht.

26 Februar 2025 0 Kommentare
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