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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

Asylanträge in Deutschland auf Rekordtief – erstmals seit 2015 nicht mehr Spitzenreiter...

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Studieren in Deutschland: Ausländische Studienanfänger erreichen Rekordniveau

von Fremdeninfo 11 März 2025
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Studieren in Deutschland: Ausländische Studienanfänger erreichen Rekordniveau

                                  Von  Der Spiegel

Knapp eine halbe Million Menschen hat im vergangenen Jahr in Deutschland ein Studium angefangen. Fast jeder Dritte davon hat keinen deutschen Pass, ein Spitzenwert.

                                                 

                                         Studieren in Deutschland: Ausländische Studienanfänger erreichen Rekordniveau © Oliver Berg/ picture alliance / dpa

Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger aus dem Ausland ist in Deutschland im Studienjahr 2024 verglichen mit dem Vorjahr um zehn Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, schrieben sich 145.100 Menschen aus dem Ausland erstmals für ein Studium ein, das waren 13.100 mehr als 2023. Insgesamt gab es deutschlandweit 491.400 Erstimmatrikulierte.

Auch die Gesamtzahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger stieg laut Statistikamt um zwei Prozent. Getragen wurde dieser Anstieg allein von den ausländischen Studierenden. Damit ergab sich für das Studienjahr 2024, das aus dem Sommersemester 2024 und dem Wintersemester 2024/25 besteht, ein Ausländeranteil von 30 Prozent. Seit 2014 ist dieser um acht Prozentpunkte gestiegen.

Mehr Zulauf bei Naturwissenschaften und Medizin

Die Zahl der Deutschen, die ein Studium beginnen, ging zwischen 2014 und 2024 um 13 Prozent zurück. Das sei vor allem demografisch begründet, erklärte das Statistikamt. Die Zahl der ausländischen Erstimmatrikulierten legte im selben Zeitraum um 33 Prozent zu.

Überdurchschnittlich viele Studierende starteten in Ingenieurswissenschaften, Mathematik und Humanmedizin in ihr Studium. Die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften verzeichneten indes unterdurchschnittliche Anstiege bei der Studienanfängerzahl

11 März 2025 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Pro Asyl kritisiert geplante Verschärfung der Flüchtlingspolitik

von Fremdeninfo 10 März 2025
von Fremdeninfo

           Pro Asyl kritisiert geplante Verschärfung der Flüchtlingspolitik

                                    

                                          Artikel von Markus Decker

 

                                                                  

                                                                  An den deutschen Landgrenzen wird bereits kontrolliert. (Archivbild). Patrick Pleul/dpa © Patrick Pleul/dpa

Die Entscheidung, in Abstimmung mit europäischen Nachbarländern an den deutschen Grenzen auch Menschen abzuweisen, die ein Asylgesuch stellen wollten, werde „so nicht funktionieren“, fügte Kopp hinzu. „Es ist vielmehr die Aufforderung an die Nachbarstaaten, die Grenzen ihrerseits dichtzumachen und so eine Kaskade von Grenzschließungen auszulösen. Die Absicht, zunächst mit der Abschiebung von Gefährdern und Straftätern nach Afghanistan und Syrien zu beginnen, wird die Angst von Menschen aus den Communities beider Länder sehr stark steigern und zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit den Taliban führen.“

Positiv hervorzuheben sei, „dass wieder mehr in Integration investiert werden soll“, sagte er. „Das ist essenziell, um Integration zu ermöglichen.“

Union und SPD hatten sich in ihren Sondierungsgesprächen, deren Ergebnisse sie am Samstag vorstellten, auf einen gemeinsamen Kurs in der Migrationspolitik verständigt. Das teilte der CDU-Vorsitzende, Friedrich Merz, in Berlin mit. An den Landgrenzen sollen seinen Angaben zufolge künftig auch Menschen zurückgewiesen werden, die ein Asylgesuch stellen – allerdings nur in Abstimmung mit den Nachbarstaaten.

80.000 unerlaubte Einreisen im vergangenen Jahr

Möglich sind Zurückweisungen grundsätzlich nur da, wo es stationäre Grenzkontrollen gibt. Die hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zwar in den vergangenen Jahren sukzessive für alle deutschen Landgrenzen angeordnet. Wer einen Asylantrag stellen will, darf aber in der Regel einreisen.

Im vergangenen Jahr wurden laut Bundesinnenministerium rund 80.000 unerlaubte Einreisen festgestellt, wobei es in etwa 47.000 Fällen zu einer Zurückweisung kam, etwa wenn jemand gefälschte Dokumente vorlegte oder weil nach einer Abschiebung eine Einreisesperre ausgesprochen worden war.

Zahl der Asylanträge zuletzt gesunken

Merz hatte im Wahlkampf gesagt, er wolle am ersten Tag einer Amtszeit als Bundeskanzler das Innenministerium mittels seiner Richtlinienkompetenz anweisen, „ausnahmslos alle Versuche der illegalen Einreise zurückzuweisen“.

Die Zahl der Menschen, die in Deutschland einen Asylantrag stellen, war zuletzt gesunken. Im Januar und Februar nahm das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) 26.674 Erstanträge und 3.273 Folgeanträge entgegen. Damit lag die Zahl der Erstanträge zwischen Anfang Januar und Ende Februar um rund 43 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die meisten Anträge stellten erneut Menschen aus Syrien.

Das Ziel der „Begrenzung“ der Migration wollen CDU, CSU und SPD laut Merz wieder in das Aufenthaltsgesetz aufnehmen.

10 März 2025 0 Kommentare
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Bundestagswahl 2025: So haben Menschen mit Migrationshintergrund gewählt

von Fremdeninfo 10 März 2025
von Fremdeninfo

Bundestagswahl 2025: So haben Menschen mit Migrationshintergrund gewählt

                 Von: Der Spiege

Die Wahlbeteiligung unter Migrantinnen und Migranten bei der Bundestagswahl war hoch. Je nach Herkunft konnten einer Studie zufolge SPD und AfD besonders punkten.

 

                             

                                Bundestagswahl 2025: So haben Menschen mit Migrationshintergrund gewählt © Kay Nietfeld / dpa

Menschen mit Migrationshintergrund haben offensichtlich in der großen Mehrheit an der Bundestagswahl am 23. Februar teilgenommen. Im Wahlverhalten gibt es laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Integration- und Migrationsforschung (DeZIM) aber erhebliche Unterschiede je nach Herkunftsregion. Bei den Themen stieß der Bereich Wirtschaft und Arbeit insgesamt auf das größte Interesse.

Die Wahlbeteiligung hatte laut Angaben der Bundeswahlleiterin bei der Bundestagswahl insgesamt mit 82,5 Prozent den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung erreicht. Laut den Daten von DeZIM äußerten auch die Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund vorab großes oder sehr großes Interesse an der Wahl. Je nach Herkunftsgruppe waren dies zwischen 82 und 87,3 Prozent. Von den Menschen ohne Migrationshintergrund gab es demnach bei 90,2 Prozent solche Interessensbekundungen.

SPD und AFD punkten – je nach Herkunft

Bei Menschen mit Wurzeln in der Türkei, dem Nahen Osten oder Nordafrika erzielten der Studie zufolge SPD, Linke und BSW die höchsten Wähleranteile. So sei in diesem Personenkreis die Wahrscheinlichkeit eines Votums für die SPD um 18,5 Prozentpunkte höher als bei Wählerinnen und Wählern ohne Migrationshintergrund. Beim BSW gebe es ein Plus von 13,1 Prozentpunkten und bei der Linken um 7,6 Prozentpunkte. Bei der AfD sei die Wahlwahrscheinlichkeit hingegen um 9,4 Prozentpunkte geringer, bei den Grünen um 9,7 Prozentpunkte und bei der CDU/CSU um 8,1 Prozentpunkte.

Anders ist das Bild bei Migrantinnen und Migranten mit Wurzeln in der früheren Sowjetunion. Dort liegt die Wahrscheinlichkeit, die AfD zu wählen, laut der Studie um 19,4 Prozent höher als in der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Beim BSW gibt es demnach ein Plus um 17,4 Prozentpunkte. Grüne, Linke und SPD schneiden in dieser Gruppe hingegen schlechter ab. Das insgesamt größte Wählerpotenzial hat hier allerdings die CDU/CSU – wie auch bei Menschen ohne Migrationshintergrund.

Wenig Unterschiede im Wahlverhalten im Vergleich zur nicht-migrantischen Bevölkerung gibt es demnach bei Wahlberechtigten mit EU-Bezug. Lediglich die AfD schneidet hier um vier Prozentpunkte schlechter ab, wie aus der Studie hervorgeht.

Themen Klima und Umwelt spielen untergeordnete Rolle

Bei der Rangfolge der Themen liegt durchweg Wirtschaft und Arbeit auf Platz eins. Am wichtigsten ist es Menschen aus der früheren Sowjetunion. Es folgen die Bereiche Migration sowie Soziale Gerechtigkeit. Letztes bewerten allerdings nur diejenigen wichter, als Migration, die aus dem EU-Ausland stammen. Unterdurchschnittlich schätzen Menschen, deren Herkunft in der Türkei, Nahost und Nordafrika liegt, ebenso wie in der früheren Sowjetunion den Bereich Klima/Umwelt ein.

Lediglich bei Menschen, deren Wurzeln in einem anderen EU-Land liegen, spielen die Themen Klima und Umwelt eine gößere Rolle und liegen in dieser Gruppe auch über dem Wert der nicht migrantischen Bevölkerung auf Paltz vier. In den anderen Gruppen belegt das Thema Innere Sicherheit den vierten Platz. Menschen, deren Wurzeln in der früheren Sowjetunion liegen, bewerten das Thema Außenpolitik als überdurchschnittlich wichtig.

»Unsere Analyse zeigt, dass Wähler*innen mit Migrationshintergrund nicht wie bisweilen dargestellt als homogene Gruppe betrachtet werden können«, hob die Co-Autorin der Studie, Friederike Römer, hervor. Die Autoren vom DeZim wiesen auch auf den hohen Stellenwert des Themas Wirtschaft und Arbeit unter diesen Wählerinnen und Wählern hin.

Die Studie baut auf einer früheren Analyse des DeZIM auf, für die von Dezember 2023 bis März 2024 insgesamt 2689 Menschen mit und ohne Migrationshintergrund befragt wurden. Lediglich die Daten zum aktuellen Wahlverhalten wurden ergänzt. Dafür gab es eine Sonderbefragung vom 20. bis zum 26. Februar von 2375 Wahlberechtigten. Darunter waren 600 mit Migrationshintergrund.

In Deutschland hatten im Jahr 2022 insgesamt 28,7 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund, verweist DeZIM auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. Knapp ein Drittel davon war demnach wahlberechtigt.

10 März 2025 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Neue Gewalt in Syrien: Mehr als Tausend Tote befürchtet – auch wegen der Religion?

von Fremdeninfo 10 März 2025
von Fremdeninfo

Neue Gewalt in Syrien: Mehr als Tausend Tote befürchtet – auch wegen der Religion?

                                 Von: dpa/dtj

                                                  

07.03.2025, Syrien, Latakia: Syrische Streitkräfte feuern eine Rakete auf Kämpfer ab, die mit dem gestürzten syrischen Präsidenten al-Assad verbunden sind. Bei Kämpfen zwischen Truppen der syrischen Übergangsregierung und bewaffneten Anhängern des im vergangenen Jahr gestürzten Langzeitherrschers al-Assad ist die Zahl der Todesopfer laut Aktivisten auf über 1000 gestiegen. Foto: Moawia Atrash/dpa

 

Syrien wird drei Monate nach dem Sturz von Langzeitherrscher al-Assad von schweren Kämpfen erschüttert. Aktivisten berichten von Massakern und rufen die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf.

Dem Ausbruch der Gewalt in Syrien zwischen Anhängern des gestürzten Langzeitherrschers Baschar al-Assad und den neuen Machthabern sind nach Schätzung von Aktivisten bereits mehr als 1.000 Menschen zum Opfer gefallen. Sicherheitskräfte der islamistischen Übergangsregierung hätten dabei regelrechte „Massaker“ unter den Angehörigen der religiösen Minderheit der Alawiten angerichtet, zu der auch Ex-Präsident al-Assad gehört. Unter den Getöteten seien 745 Zivilisten, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstagabend.

Das Blutvergießen hatte am Donnerstag begonnen. Laut der neuen Machthaber hatten bewaffnete Anhänger der gestürzten Assad-Regierung Sicherheitskräfte in der Nähe der Küstenstadt Dschabla in der mehrheitlich von Alawiten bewohnten Provinz Latakia überfallen. Die Angriffe der Aufständischen schienen koordiniert zu sein, schrieb das Institut für Kriegsstudien (ISW) in Washington. Am Freitag verlegte die Übergangsregierung deswegen größere Truppenkontingente in die Region. Seitens der Regierungstruppen seien Artilleriegeschütze, Panzer und Raketenwerfer eingesetzt worden, hieß es.

Angst unter den Alawiten

Vor allem unter den Alawiten seien Angst und Schrecken weit verbreitet, sagte ein Bewohner. „Es gibt viele Übergriffe und Tötungen aufgrund der Religionszugehörigkeit. Es kommt auch zu Diebstählen“, schilderte er. Unter den Todesopfern seien auch Frauen und Kinder, berichtete die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die den Konflikt über ein Netzwerk von Informanten verfolgt. Sie sprach von Massakern in 29 Orten der Gouvernements Latakia, Tartus, Hama und Homs und warf Kämpfern der islamistischen Übergangsregierung Kriegsverbrechen vor.

Die Anhänger des gestürzten al-Assad würden versuchen, diese Morde zu nutzen, um Minderheitengruppen zu mobilisieren, heißt es in einem Bericht des ISW. Vor allem unter den Alawiten wachse das Gefühl, dass die Interimsregierung der neuen islamistischen Machthaber sie unterdrückt und ausgrenzt. Für Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa sind die Auseinandersetzungen die erste große Prüfung. Der frühere Rebellenchef hatte sich am Freitagabend an die Bevölkerung gewandt und erklärt, Überbleibsel der Ex-Regierung hätten mit ihren Angriffen versucht, „das neue Syrien zu testen“.

Türkei besorgt: Hochrangiges Treffen in Amman

Die Beobachtungsstelle in Großbritannien rief die internationale Gemeinschaft zum dringenden Handeln auf und forderte die Entsendung von Experten, um Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren. Zudem appellierte sie an die syrischen Behörden in der Hauptstadt Damaskus, die Verantwortlichen für die berichteten Hinrichtungen zur Rechenschaft zu ziehen. In Latakia sei es außerdem zu Ausfällen bei der Strom- und Wasserversorgung gekommen. Bäckereien hätten die Produktion eingestellt und Märkte seien geschlossen, was es der Bevölkerung immer schwerer mache, sich zu versorgen, hieß es.

Syriens Nachbarländer machen sich angesichts der schwierigen Sicherheitslage in der Region Sorgen: Die Außen- und Verteidigungsminister sowie die Geheimdienstchefs der Türkei, Jordaniens und des Irak treffen sich daher heute in der jordanischen Hauptstadt Amman mit ihren syrischen Kollegen, um über Sicherheitsbedrohungen, Terrorismusbekämpfung und organisierte Kriminalität zu sprechen, wie türkische diplomatische Quellen mitteilten. Als ein Fokus der Gespräche gelten auch die Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Tausende IS-Kämpfer werden in Gefängnissen im Nordosten Syriens festgehalten.

dpa/dtj

10 März 2025 0 Kommentare
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Frauen

Türkei: Weltfrauentag endet mit zahlreichen Festnahmen

von Fremdeninfo 10 März 2025
von Fremdeninfo

 

Türkei: Weltfrauentag endet mit zahlreichen Festnahmen

                   Von: dpa

                                            

08.03.2025, Istanbul: Eine Frau skandiert während einer Demonstration anlässlich des Internationalen Frauentags Slogans. Foto: Emrah Gürel/AP/dpa

 

In Istanbul gingen gestern Hunderte Menschen trotz eines Demonstrationsverbots für Frauenrechte auf die Straße. Der Protest endete mit Festnahmen.

Bei Demonstrationen zum Weltfrauentag in Istanbul sind 112 Menschen festgenommen worden. Am Morgen nach dem Protest war eine Person am Sonntag weiter in Gewahrsam, die übrigen Festgenommenen kamen nach Verhören frei, wie die Organisatoren mitteilten.

Demonstrationen zum Weltfrauentag werden in Istanbul seit Jahren verboten. Auch dieses Mal wurde die Versammlung mit der Begründung untersagt, sie könne die „öffentliche Ordnung und den gesellschaftlichen Frieden“ gefährden. Hunderte versammelten sich trotz des Verbots zu friedlichen Protesten im Zentrum der Stadt und riefen Slogans wie „Es lebe unser feministischer Kampf“.

2025: Mindestens 59 Frauen durch Männer getötet

Auch in anderen Städten in der Türkei gingen Menschen zum 8. März unter anderem gegen Gewalt an Frauen auf die Straße. Nach Angaben der Plattform „Wir werden Frauenmorde stoppen“ wurden in diesem Jahr bereits 59 Frauen in der Türkei von Männern getötet.

Die türkische Regierung vertritt darüber hinaus offen LGBTQI-feindliche Positionen und hat dieses Jahr als das «Jahr der Familie» ausgerufen. Viele verstanden dies als Kampfansage in Richtung von Menschen, die nicht einem traditionellen Familienbild entsprechend leben. Der Vizepräsident der staatlichen Medienaufsicht RTÜK kündigte außerdem die «Bekämpfung» von LGBT an. RTÜK überwacht Radio-, Fernseh-, Print- und Online-Medieninhalten und kann Strafen verhängen.

dpa/dtj

10 März 2025 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Türkei mauert sich ein: Erdoğan verordnet Mauerbau an der Grenze zu Griechenland

von Fremdeninfo 10 März 2025
von Fremdeninfo

Türkei mauert sich ein: Erdoğan verordnet Mauerbau an der Grenze zu Griechenland

                                          

                                           

                                      Symbolfoto: Die Sonne geht über einer drahtbewährten Mauer auf. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die Türkei beginnt mit dem Bau einer neuen Grenzmauer zu Griechenland. Präsident Erdoğan sendet damit ein Signal an die EU – doch wie effektiv ist die Maßnahme? Während Kritiker Symbolpolitik wittern, könnte Ankara eine neue Verhandlungsstrategie verfolgen.

Der Gouverneur der an der griechischen Grenze gelegenen Provinz Edirne, Yunus Sezer, hat in der Vorwoche den Baubeginn für eine zwei Meter hohe Mauer verkündet. Mit dieser will die Türkei dazu beitragen, die 200 Kilometer lange Landgrenze zwischen der Türkei und Griechenland undurchlässiger zu machen. Vorerst soll ein 8,5 Kilometer langes Teilstück entlang des Flusses Maritza (türk. Meriç) errichtet werden.

Erdoğan für neuen Flüchtlingsdeal gesprächsbereit?

Bereits in den vergangenen zehn Jahren hatte die Führung in Ankara die Grenzen zu Syrien und zum Iran durch die Errichtung von Mauern stellenweise verstärkt. Entlang der syrischen Grenze entstand zwischen 2015 und 2018 ein drei Meter hoher Wall auf einer Länge von 826 Kilometern. Entlang der Grenze zum Iran sind 144 von 300 geplanten Kilometern Mauer gebaut. Den Bau der Befestigung mit Blick auf Syrien hatte teilweise die EU im Rahmen des Flüchtlingsabkommens von 2016 mitfinanziert.

Einen Zuschuss an Griechenland zum Bau eines Grenzzauns zur Türkei hatte Brüssel jedoch unter Verweis auf fehlende Haushaltsmittel abgelehnt. Die Errichtung des Teilstücks einer Anlage auf türkischer Seite in Eigenregie wird deshalb als Angebot an die EU wahrgenommen. Präsident Recep Tayyip Erdoğan könnte auf diese Weise beabsichtigen, sich als wichtiger Partner bei der Eindämmung von Fluchtbewegungen zu inszenieren.

Dass Erdoğan auch anders kann, zeigte die Konfrontation mit Griechenland zu Beginn des Jahres 2020. Damals organisierte die Türkei den Transport mehrerer tausend Schutzsuchender an die Grenze und ermunterte diese, den Übertritt zu versuchen. Damit wollte Erdoğan Druck auf die EU ausüben, Geld für die Errichtung von Wohnungen für syrische Heimkehrer im türkisch kontrollierten Norden des Landes zuzusagen. Der Showdown endete im Zeichen der Corona-Pandemie.

Deutliche Mehrheit versucht, über Ägäis nach Griechenland einzureisen

Nun scheint Erdoğan eine andere Form der Kommunikation mit der EU zu wählen. Er signalisiert mit dem symbolischen Grenzzaun zu Griechenland, dass er die in der Türkei befindlichen Schutzsuchenden nicht mehr als Druckmittel verwenden wolle. Stattdessen strebt er offenbar eine Erweiterung des Flüchtlingsabkommens an.

Ein solcher Schritt wäre in beiderseitigem Interesse: Die EU strebt in zunehmendem Maße nach Abschottung von Fluchtbewegungen. Die Türkei könnte im Gegenzug für ihre Hilfe bei diesem Vorhaben finanzielle und politische Vorteile herausholen. Der im europäischen Exil lebende Ex-Diplomat Ömer Murat äußert gegenüber dem „Tagesspiegel“, die türkische Maßnahme sei „zweifellos […] eine Geste an Europa“.

Wie effektiv diese sein würde, ist ungewiss. Im Vorjahr kamen gerade einmal 8.000 Asylsuchende über die Maritza ins Nachbarland. Der größte Teil der etwa 60.000 aus der Türkei in die EU eingereisten Schutzsuchenden nahm den gefährlichen Seeweg über die Ägäis. Mindestens 17 Menschen kamen allein 2024 dabei ums Leben. Zudem sind Geflüchtete häufig brachialen Pushbacks durch die griechische Küstenwache ausgesetzt.

Schönwetterpolitik gegenüber Merz – ohne sichtbaren Effekt?

Nicht zuletzt gegenüber der künftigen Regierung Merz in Deutschland soll das Angebot des Grenzzauns ein Signal sein, meint Murat. Gouverneur Sezer hegt Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Projekts. Er weist darauf hin, dass es ausgereicht hätte, Patrouillen und elektronische Grenzüberwachung auszubauen. Auch das Flüchtlingshilfswerk der UNO (UNHCR) bestätigt, dass die Zahl der Übertritte über Grenzflüsse nach Griechenland signifikant gesunken sei.

Die Opposition in der Türkei, die sich im Wahlkampf mit flüchtlingsfeindlicher Rhetorik hervorgetan hatte, übt Kritik an dem Vorhaben. Sie bemängelt jedoch nicht die Ineffizienz und Symbolhaftigkeit der Maßnahme. Die CHP erklärt, die Regierung solle Flüchtlinge an der Ein- und nicht an der Ausreise hindern. Aus Ankara hingegen heißt es, man habe an der Grenze zu Griechenland allein im Vorjahr rund 2.300 Straftäter gefasst.

Damit meint man im Innenministerium nicht nur 887 mutmaßliche Schleuser und 765 sonstige Kriminelle. In 652 Fällen habe man auch Mitglieder von „Terrororganisationen“ aufgegriffen. Dazu zählen in der Türkei auch schlicht Andersdenkende – wie jene aus dem Hizmet-Netzwerk des 2024 verstorbenen Fethullah Gülen

10 März 2025 0 Kommentare
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Sondierungen: Worauf sich Union und SPD geeinigt haben

von Fremdeninfo 9 März 2025
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Sondierungen: Worauf sich Union und SPD geeinigt haben

                                     Von :dpa

Migration, Steuern, Verteidung: Union und SPD haben mit ihrem Sondierungspapier die erste Grundlage für eine neue Regierung geschaffen. Die wichtigsten schwarz-roten Pläne im Überblick.

 

                                                                  

                                                                  Sondierungen: Worauf sich Union und SPD geeinigt haben © Annegret Hilse / REUTERS

Union und SPD haben sich knapp zwei Wochen nach der Bundestagswahl auf ein gemeinsames Sondierungspapier geeinigt. Das haben die Spitzen beider Parteien am Samstag in Berlin verkündet.

Das elfseitige Papier dient als Grundlage für nun folgende Koalitionsverhandlungen und handelt viele Themenfelder ab. Während es an zahlreichen Stellen noch vage bleibt, finden sich an anderen Punkten bereits konkrete Ziele und Maßnahmen.

Migration

Vor allem Friedrich Merz (CDU) und Markus Söder (CSU) sprachen bei der gemeinsamen Pressekonferenz lange über das Thema Migration. Auch Aspekte aus dem von Merz im Wahlkampf verkündeten Fünfpunkteplan finden sich im Sondierungspapier wieder:

  • Menschen, die ein Asylgesuch stellen, sollen künftig an den Landesgrenzen zurückgewiesen Dies soll in Abstimmung mit den europäischen Nachbarländern geschehen.
  • Das von der Ampelkoalition reformierte Staatsangehörigkeitsrecht soll weiter Bestand haben. Die verkürzten Wartefristen für eine Einbürgerung und der Doppelpass für Nicht-EU-Bürger sollen bleiben.
  • Es soll verfassungsrechtlich geprüft werden, ob Terrorunterstützern, Antisemiten und Extremisten, die zur Abschaffung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung aufrufen, die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen werden kann.
  • Für sogenannte subsidiär Schutzberechtigte soll der Familiennachzug befristet ausgesetzt werden. Freiwillige Aufnahmeprogramme des Bundes, über die etwa Menschen aus Afghanistan nach Deutschland kommen können, sollen beendet werden, kündigte Söder an.
  • Es soll mehr Investitionen in Integration geben, etwa bei Integrationskursen und durch eine Ausweitung des Startchancen-Programms auf Kitas.

as Ziel der »Begrenzung« der Migration soll wieder in das Aufenthaltsgesetz aufgenomme

Bürgergeld

Ein weiterer großer Streitpunkt war das Bürgergeld. „Wir werden das bisherige Bürgergeldsystem neu gestalten, hin zu einer Grundsicherung für Arbeitssuchende“, sagte Merz nun nach den Gesprächen. Er kündigte an: „Für Menschen, die arbeiten können und wiederholt zumutbare Arbeit verweigern, wird ein vollständiger Leistungsentzug vorgenommen.“ SPD-Chef Lars Klingbeil sagte, wer sich komplett verweigere, könne nicht auf die gleiche Unterstützung setzen, das sei fair und gerecht. Die Verschärfung der Sanktionen soll die Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts beachten – das könnte zu Einschränkungen der Pläne führen. Geplant ist weiter, den Vermittlungsvorrang wieder einzuführen, das würde bedeuten, dass der Fokus eher auf Arbeitsvermittlung statt Weiterbildung liegen würde.

Arbeitszeit und Mindestlohn

Merz kündigte an, man werde im Einklang mit der europäischen Arbeitszeitrichtlinie die Möglichkeit einer wöchentlichen statt einer täglichen Höchstarbeitszeit im Arbeitszeitgesetz schaffen. „Und wir werden Überstundenzuschläge steuerfrei stellen, die über die tariflich vereinbarte beziehungsweise an Tarifverträgen orientierte Vollzeitarbeit hinausgehen.“ Außerdem wollen Union und SPD eine höhere Tarifbindung in Deutschland erreichen und dafür ein Bundestariftreuegesetz auf den Weg bringen. Das war in der Ampelkoalition wegen der FDP gescheitert. Zudem erwarten beide Parteien im Jahr 2026 einen Mindestlohn von 15 Euro, der allerdings von der Mindestlohnkommission festgelegt werden soll.

Rente und Pflege

Wer in der Rente noch freiwillig weiterarbeitet, soll bis zu 2000 Euro im Monat steuerfrei dazuverdienen können. Die sogenannte Mütterrente soll ausgeweitet werden: Auch für vor 1992 geborene Kinder sollen drei statt wie bisher maximal zweieinhalb Erziehungsjahre bei der Rente angerechnet werden. Die Forderung geht auf die CSU zurück.

Union und SPD wollen das „Rentenniveau“ sichern: Ob bei 48 Prozent, darunter oder darüber, ist unklar. Das von der Union im Wahlkampf vorgeschlagene Konzept der Frühstartrente soll in den Koalitionsverhandlungen näher besprochen werden. CDU und CSU hatten vorgeschlagen, dass junge Menschen im Alter zwischen sechs und 18 Jahren jeden Monat zehn Euro in ein eigenes Kapitalmarktdepot als „Startvermögen“ eingezahlt bekommen sollen. Angesichts immer weiter steigender Milliardenkosten wollen Union und SPD „eine große Pflegereform“ auf den Weg bringen.

Wirtschaft und Industrie

Union und SPD wollen strategisch wichtige Branchen in Deuschland halten beziehungsweise neu ansiedeln. Dabei nennen sie etwa die Halbleiterindustrie und Pharma. Um die schleppende Nachfrage nach Elektroautos wieder stärker anzukurbeln, planen Union und SPD wieder „einen Kaufanreiz“. Eine bestehende Kaufprämie war Ende 2023 wegen Haushaltsnöten der Ampel abrupt gestoppt worden, danach sackte die Nachfrage spürbar ab. Das Aus für Agrardiesel-Vergünstigungen für Bauern soll gekippt werden. Angedacht ist eine Unternehmenssteuerreform sowie „spürbare Anreize“ für unternehmerische Investitionen in Deutschland. Bürokratiekosten für Unternehmen sollen in den nächsten vier Jahren um 25 Prozent reduziert werden.

Steuern und Energiekosten

Zur Entlastung von Unternehmen und privaten Haushalten wollen Union und SPD die Stromsteuer senken. Konkret soll sie auf den in der EU erlaubten Mindestwert gesenkt werden. Das soll zu Entlastungen um mindestens fünf Cent pro Kilowattstunde führen. Union und SPD wollen daneben die Übertragungsnetzentgelte halbieren, ein Bestandteil des Strompreises. Wirtschaftsverbände beklagen seit Langem im internationalen Vergleich hohe Energiekosten. Dies hemme Investitionen in Deutschland.

Zudem ist eine Einkommenssteuerreform geplant, um „die breite Mittelschicht“ zu entlasten. Konkret werden SPD und Union im Sondierungspapier nicht. Die Pendlerpauschale soll erhöht werden. Die Umsatzsteuer für Speisen in der Gastronomie soll dauerhaft auf 7 Prozent sinken. Die Mehrwertsteuer in der Gastronomie war bereits in der Corona-Zeit von 19 auf sieben Prozent gesenkt worden, allerdings nur vorübergehend.

Keine Alternative zu Schwarz-Rot

Die Union hatte die Bundestagswahl am 23. Februar mit 28,5 Prozent deutlich gewonnen. Die SPD landete mit 16,4 Prozent hinter der AfD (20,8 Prozent). Eine Alternative zur schwarz-roten Koalition gibt es nicht, weil Schwarz-Grün keine Mehrheit hat und eine Zusammenarbeit mit der AfD von der Union klar ausgeschlossen wird.

RND/mnd/dpa

9 März 2025 0 Kommentare
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Ich bin kein Held, ich bin Muslim“: Mannheimer Bürgermeister adelt Taxifahrer, der Alexander S. stoppte

von Cumali Yağmur 8 März 2025
von Cumali Yağmur

Ich bin kein Held, ich bin Muslim“: Mannheimer Bürgermeister adelt Taxifahrer, der Alexander S. stoppte

Von: dtj

 

 

                                                                       

Mannheim: Taxifahrer A. Muhammad (l), aufgenommen während eines Gesprächs mit dem Mannheimer Oberbürgermeister Christian Specht (CDU). Foto: Uli Deck/dpa

 

Mit unglaublichem Mut stellte sich Taxifahrer A. Muhammad dem Todesfahrer von Mannheim in den Weg und verhinderte womöglich weitere Tote oder Verletzte. Seine Tat wurde von OB Christian Specht gewürdigt. Der Taxifahrer, der Muslim ist und aus Pakistan stammt, erklärte auf einer Pressekonferenz, warum er handelte, wie er handelte.

Am Mittwoch hat Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht dem Taxiunternehmer A. Muhammad im Rathaus der Stadt seinen Dank ausgesprochen. Anschließend gab er mit diesem eine gemeinsame Pressekonferenz.

Muhammad hatte am Montag den mutmaßlichen Amokfahrer Alexander S. während dessen Todesfahrt in der Fußgängerzone mit seinem Taxi verfolgt. Er habe ständig gehupt und bei offenem Fenster versucht, Passanten durch Zurufe und Handzeichen zu warnen. Anschließend stellte er sich S. mit seinem Taxi in den Weg, als dieser flüchten wollte. Bei der Todesfahrt starben zwei Menschen, elf weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

A. Muhammad aus Mannheim: „Meine Religion gebietet mir, anderen zu helfen“

Der mutmaßliche Täter, der wohl einen rechtsextremen Hintergrund hat, schoss auf den Taxifahrer mit einer Schreckschusspistole, als dieser sich ihm in den Weg stellte. Durch seinen Einsatz verhinderte Muhammad mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Todesopfer. Zudem erleichterte sein beherztes Eingreifen den Sicherheitskräften den Zugriff.

Specht nannte das Vorgehen Muhammads „geistesgegenwärtig und mutig“. Er sei „stolz“, dass der seit 15 Jahren in Mannheim ansässige und 2017 eingebürgerte Unternehmer und Familienvater Bürger der Stadt sei. Im Namen der Stadtgesellschaft dankte Specht dem Taxifahrer für dessen Engagement und nannte ihn einen „Monnemer Bub“.

Dieser reagierte zurückhaltend auf die Würdigung seines Mutes. Vielmehr betonte er, aus religiösem Pflichtgefühl gehandelt zu haben. „Ich bin kein Held, ich bin Muslim“, erklärte der Taxifahrer, der sich in einer pakistanisch-stämmigen Gemeinde engagiert. Seine Religion gebiete ihm, anderen Menschen zu helfen und für die Schwachen einzutreten. Deshalb sei es für ihn auch selbstverständlich gewesen, zum Schutz seiner Mitmenschen einzugreifen. Auch habe ihm Mannheim in all den Jahren so viel gegeben, er habe davon nur etwas zurückgeben wollen.

Syrischer Held von Villach wurde für seinen Einsatz von IS-Anhängern bedroht

Seinen Vornamen wolle er nicht in den Medien lesen, betonte Muhammad. Er habe sogar Bedenken und gesundheitliche Probleme in den Tagen nach dem schrecklichen Vorfall gehabt. Er wolle möglichst schnell in die Normalität seines Alltags und seines gewohnten Lebens als Taxifahrer zurück.

Die Bedenken bezüglich der öffentlichen Aufmerksamkeit kommen nicht von ungefähr. Im österreichischen Villach hatte ein syrischer Essenslieferant Mitte Februar einen Messerangriff eines Landsmanns gestoppt. Dieser hatte der Terrormiliz IS die Treue geschworen und in deren Namen wahllos auf Passanten eingestochen. Dabei starb ein 14-jähriger Junge, fünf Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

In den Tagen nach seinem Eingreifen wurde der Essenslieferant in deutschsprachigen Medien und muslimischen Gemeinden Österreichs gefeiert. Nachdem er jedoch dem Sender „Al-Dschasira“ ein Interview gegeben hatte, wurde er zum Ziel zahlreicher in arabischer Sprache verfasster Drohungen und Beleidigungen, woraufhin er unter verstärkten Polizeischutz gestellt wurde.

8 März 2025 0 Kommentare
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Zahl von Straftaten Rechter sprunghaft gestiegen

von Fremdeninfo 6 März 2025
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ahl von Straftaten Rechter sprunghaft gestiegen

                                                   Artikel von dpa

                                       

Die Zahl von Straftaten mit einem rechtsextremen Hintergrund ist im vergangenen Jahr in Sachsen stark gestiegen. (Symbolbild) © Christoph Reichwein/dpa

Die Zahl von Straftaten mit einem rechten Hintergrund ist 2024 sprunghaft gestiegen. Das ergab eine Auswertung Kleiner Anfragen, die Linke-Politikerin Juliane Nagel regelmäßig zu diesem Thema im Landtag stellt. Demnach nahm die Polizei im vergangenen Jahr insgesamt 4.200 Fälle auf – mehr als elf pro Tag und so viele wie nie zuvor im Freistaat, wie die Linksfraktion im Landtag mitteilte. Sie verwies darauf, dass es sich um eine vorläufige Zahl handelt. 2023 lag sie bei 2.704. 

Linke sprechen von alarmierendem Allzeithoch

«Fest steht schon jetzt: Es handelt sich um ein alarmierendes Allzeithoch», sagte Nagel der Deutschen Presse-Agentur und sprach von einem beispiellosen Sprung nach oben. «Die dramatische Entwicklung dürfte zumindest teilweise auf das zurückliegende ‚Superwahljahr‘ zurückzuführen sein: Besonders viele Taten ereigneten sich im Mai (590) und August (485), unmittelbar vor der Europa- und Kommunalwahl sowie der Landtagswahl». Mehr als 200 Mal sei es um zerstörte Wahlplakate gegangen.

Großteil der Straftaten Propagandadelikte

Die meisten Taten (79 Prozent) betreffen sogenannte Propaganda-Delikte wie das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen und Volksverhetzungen. Allerdings gehen diese Fälle oft mit Sachbeschädigungen einher. Die Statistik nennt auch 105 Körperverletzungen, die sich überwiegend gegen Migranten richteten, hieß es. Zudem wurden fünf Brandstiftungen verzeichnet. Eine Asylunterkunft wurde mit Pyrotechnik angegriffen; dieser Fall wird als Sprengstoffanschlag bewertet.

Linke-Politikerin geht von einem Flächenphänomen aus

Über 1.000 Fälle sind mit den Attributen «ausländerfeindlich» und «fremdenfeindlich» versehen. Bei der regionalen Verteilung zeichnen sich klare Hochburgen ab: Die meisten rechten Taten ereigneten sich in den Städten Leipzig (604) und Dresden (545), gefolgt von den Landkreisen Zwickau (471) und Bautzen (363). «Wir haben es zweifellos mit einem Flächenphänomen zu tun, gegen das flächendeckend eingeschritten werden muss», betonte Nagel. Man brauche eine Neuauflage des Gesamtkonzepts gegen Rechtsextremismus.

Auch Straftaten mutmaßlicher Linker gestiegen

Insgesamt wurden 2024 in Sachsen sogar 8.058 Straftaten als politisch motiviert eingestuft. Die von mutmaßlichen linken Tätern verübten Straftaten stiegen binnen eines Jahres von 1.098 auf 1.342. 153 Fälle wurden einer «ausländischen Ideologie» beziehungsweise «religiösen Ideologie» zugeschrieben. Der Großteil der restlichen Taten ließ sich nicht eindeutig zuordnen und ist unter «sonstige» ausgewiesen.

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Berliner Integrationsbeauftragte: Hass auf Migranten nimmt zu

von Cumali Yağmur 5 März 2025
von Cumali Yağmur

Berliner Integrationsbeauftragte: Hass auf Migranten nimmt zu

                 Berliner Morgenpost

 

 

                                                  

Migrantinnen und Migranten in Berlin bekommen die Auswirkungen der aufgeheizten Migrationsdebatte nach Einschätzung der Berliner Integrationsbeauftragten deutlich zu spüren. „Die Atmosphäre der Unsicherheit und Angst ist allgegenwärtig“, sagte Katarina Niewiedzial bei einer Pressekonferenz mit Vertretern deutsch-syrischer und deutsch-afghanischer Beratungseinrichtungen. Seit den Attentaten der vergangenen Monate berichteten viele von Diskriminierung, Anfeindungen und zum Teil auch Morddrohungen. Viele hätten Angst.

Kava Spartak, vom Verein Yaar, der sich für Geflüchtete aus Afghanistan einsetzt, sagte: „Straftaten Einzelner werden benutzt, um hunderttausende Menschen aus Afghanistan unter Generalverdacht zu stellen. Dabei wird vergessen, wer die erste und größte Angst vor solchen Tätern hat: Es sind Afghanen und Afghaninnen selbst. Viele von ihnen sind genau vor dieser Gewalt aus Afghanistan geflohen.“ 

Kinder mit Migrationshintergrund werden beleidigt

99 Prozent der afghanischen Geflüchteten seien weder Straftäter noch gewaltbereit, so Spartak. „Sie haben Angst, dass sie überall, wo sie Schutz suchen, nur Ablehnung erfahren.“ Die pauschale Schuldzuweisung gegenüber einer gesamten Gemeinschaft sei nicht nur ungerecht, sondern auch gefährlich, weil sie Teilhabe behindere und Ausgrenzung fördere.

Bild ist nicht echt

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Seitdem ein Afghane vergangenen Sommer einen Polizisten in Mannheim mit einem Messer getötet habe, sei alles schlimmer geworden, berichteten die Vertreter der Beratungseinrichtungen einheitlich. Es gebe Hassmails, Anfeindungen auf der Straße und Morddrohungen. Kinder mit Migrationshintergrund würden auf dem Schulhof beleidigt.

Syrien und Afghanistan keine sicheren Herkunftsländer

Nach Ansicht der Vertreter wird oft verkannt, dass Syrien und Afghanistan auch nach dem Ende der Assad-Diktatur und der Machtübernahme der Taliban noch lange keine sicheren Länder seien.

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Niewiedzial forderte: „Wir wollen, dass es weder um Opfer noch um Täter geht. Wir wollen die breite Perspektive.“ Dafür sei es essenziell, mit betroffenen Menschen zu sprechen und nicht über ihre Köpfe hinweg. „Bei Migration geht es um Menschen und es geht am Ende auch um Menschlichkeit. “In Berlin leben laut Niewiedzial rund 50.000 Syrer und 23.000 Afghanen. tok/dpa

5 März 2025 0 Kommentare
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