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4 Februar 2026 0 Kommentare
Allgemein

Wegen Kopftuchzwang: Iranischer Filmstar beendet Karriere

von Cumali Yağmur 2 Januar 2026
von Cumali Yağmur

Von Dpa/Dtj

 Die bekannte iranische Schauspielerin Taraneh Alidoosti hat angekündigt, ihre Karriere aus Protest gegen den Kopftuchzwang zu beenden. „Mit Kopftuch werde ich in keinem Film mehr spielen, unter keinen Bedingungen“, erklärte die 41-Jährige in einem Interview für einen Dokumentarfilm über ihr Leben.

Mehr als zwei Jahrzehnte sei sie im Filmgeschäft aktiv gewesen und habe zahlreiche Erfolge gefeiert. Nun aber sei für sie Schluss. Solange der Kopftuchzwang in Filmen nicht aufgehoben ist, wolle sie sich anderen Tätigkeiten widmen, sagte sie in dem Gespräch mit der Dokumentarfilmerin Pegah Ahangaran.

Viel Lob und Unterstützung in sozialen Netzwerken

Alidoosti bezeichnete die Frauenbewegung im September 2022 als eine „gesellschaftliche Explosion“, bei der eine ganze Nation das Ende des Kopftuchzwangs forderte. Seitdem sei es für sie unvorstellbar, in Filmen mit Kopftuch aufzutreten. Dies wäre eine „Farce“, die sie nicht mittragen wolle.

Mit ihrer Entscheidung wolle sie zugleich ein Zeichen im Kampf gegen das islamische Kopftuchgesetz setzen. In sozialen Netzwerken erhielt Alidoosti breite Unterstützung und viel Lob.

Zu ihren bekanntesten Filmen gehören unter anderem die Dramen „The Salesman“ sowie „Alles über Elly“, beide unter der Regie des zweifachen Oscar-Gewinners Asghar Farhadi

 

Bis zu 800 Euro Strafe für Eltern: Die Regierung spricht mit Blick auf das Kopftuchverbot von einem Schutz für Mädchen. Die Islamische Glaubensgemeinschaft warnt vor Stigmatisierung. Muslimische Mädchen in Österreich dürfen bis zum Alter von 14 Jahren künftig in Schulen kein Kopftuch mehr tragen. Im Parlament wurde eine entsprechende Gesetzesänderung beschlossen. Familien- und Integrationsministerin Claudia Plakolm sprach im Parlament von einem historischen Schritt zum Schutz von Mädchen. Das Kopftuch sei kein harmloses Stück Stoff. „Es ist ein Zeichen der Unterdrückung“, sagte die konservative Politikerin (ÖVP). Kein Mädchen in Österreich solle damit aufwachsen, dass sein Körper versteckt werden müsse, argumentierte sie. Das Verbot betrifft das „Kopftuch, welches das Haupt nach islamischen Traditionen verhüllt“, wie es in dem Gesetzestext heißt. Es tritt mit Beginn des Schuljahrs 2026/2027 in Kraft. Bereits im Februar beginnt eine sogenannte Aufklärungsphase, mit der die neue Regelung an den Schulen vorbereitet werden soll. Die Regelung würde etwa 12.000 Mädchen betreffen, wie domradio.de berichtet. Strafen von bis zu 800 Euro Bei Verstößen gegen das Verbot soll die Schulleitung zunächst ein Gespräch mit dem betroffenen Mädchen und seinen Eltern führen. Sollte das Kind weiterhin Kopftuch tragen, müssen die Eltern mit der zuständigen Schulbehörde sprechen. Als äußerste Maßnahme drohen Geldstrafen zwischen 150 und 800 Euro. Die Gesetzesänderung wurde mit den Stimmen der Regierungsparteien – ÖVP, Sozialdemokraten (SPÖ) und liberale NEOS – angenommen. Auch die oppositionelle FPÖ unterstützte die Maßnahme. Die Grünen lehnen ein Kopftuchverbot nicht grundsätzlich ab, doch sie stimmten gegen das vorliegende Gesetz, das aus ihrer Sicht nicht verfassungskonform formuliert wurde. Eine ähnliche Regelung der ÖVP-FPÖ-Koalition aus dem Jahr 2019 war vom Verfassungsgerichtshof gekippt worden. Das Verbot war damals nur für Grundschulen vorgesehen. Katholische Kirche kritisiert Verbot Die Richter bemängelten unter anderem, dass das Gesetz nur auf muslimische Mädchen abziele und nicht auf alle religiösen Kopfbedeckungen. Die aktuelle Regierung argumentiert nun, dass es darum gehe, geschlechtsbezogene Unterdrückung zu verhindern. Dieses Problem bestehe etwa bei der jüdischen Kippa oder der Patka der Sikhs nicht, heißt es. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) kritisierte das neue Verbot, weil es Kinder stigmatisiere und den gesellschaftlichen Zusammenhalt schwäche. Die IGGÖ kündigte an, das Gesetz verfassungsrechtlich prüfen zu lassen. „Kein Kind darf zum Kopftuch gedrängt werden, das ist für uns unverrückbar. Aber ebenso darf kein Kind durch staatliche Verbote daran gehindert werden, seine religiöse Identität freiwillig zu leben“, erklärte IGGÖ-Präsident Ümit Vural. Auch die katholische Kirche lehnt ein solches Verbot ab und warnt davor, Integration ausschließlich über Kleidungsregeln steuern zu wollen. Die Bischofskonferenz betont, dass es weder Zwang noch Verbote geben solle und stellt generell infrage, ob hier überhaupt ein gesetzlicher Handlungsbedarf bestehe. dpa/dtj

Alidoosti vor den Augen ihrer Tochter verhaftet

Im Dezember 2022 war Alidoosti im Zuge der landesweiten Proteste im Iran verhaftet worden – vor den Augen ihrer kleinen Tochter. Zuvor hatte sie sich mit der Frauenbewegung solidarisiert und auf Instagram ein Foto ohne Kopftuch veröffentlicht. Die Sicherheitsbehörden warfen ihr „Unterstützung konterrevolutionärer Kreise“ vor.

Später erhielt sie ein Arbeitsverbot. Trotz lukrativer Angebote aus dem Ausland entschied sie sich, im Iran zu bleiben. „Trotz der ganzen Probleme ist hier immer noch mein Zuhause“, betonte sie mehrfach.

Auslöser der Frauenbewegung und der landesweiten Proteste war der Tod der jungen Kurdin Mahsa Jina Amini im September 2022. Sie war wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die Kopftuchpflicht festgenommen worden und starb wenige Tage später in Polizeigewahrsam. Seitdem ignorieren viele Frauen im Iran die Kopftuchpflicht. Selbst ein von Hardlinern im Parlament verabschiedetes Gesetz mit drakonischen Strafen konnte daran wenig ändern.

dpa/dtj

2 Januar 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Frankfurt und die Zukunft der Migranten – Gemeinsam den Kampf fortsetzen

von Cumali Yağmur 2 Januar 2026
von Cumali Yağmur

Von: Brilante Luigi

Nach einem ereignisreichen Jahr setzen wir unsere politischen Debatten, die unsere Grundprobleme in den Mittelpunkt stellen, dort fort, wo wir aufgehört haben.

Frankfurt ist eine internationale Stadt, in der die Hälfte der Bevölkerung aus Menschen mit Migrationshintergrund besteht. Schon immer haben viele Zuwanderer in dieser Stadt gelebt. Insbesondere nach 1960 kamen zahlreiche Menschen aus verschiedenen Ländern zunächst als Arbeitskräfte und ließen sich später dauerhaft hier nieder. Heute lebt hier eine Bevölkerung, die mit ihren Familien bereits die vierte Generation erreicht hat.

Migrantinnen und Migranten haben viele seit einem halben Jahrhundert ungelöste Probleme, die sich über die Jahre angehäuft haben. Wir als ELF (Europa Liste Frankfurt) wurden im Jahr 2001 gegründet. Seit wir mit unserem Stadtverordneten Luigi Brillante in das Frankfurter Stadtparlament (Römer) eingezogen sind, haben wir diese Probleme genau verfolgt. Wir haben die Schwierigkeiten der Migranten thematisiert und parlamentarische Anfragen für deren Lösung gestellt. Wir haben bewiesen, dass die migrantische Minderheit ihre eigenen Probleme selbst in die Hand nehmen kann.

Bisher wurden die Anliegen der Migranten von den deutschen Parteien leider oft „stiefmütterlich“ behandelt. Mit dem Einzug der ELF in das Parlament hat das Thema Migration eine neue Dimension erhalten. Anfangs haben wir Probleme identifiziert und Lösungsvorschläge gemacht; jetzt treten wir in eine neue Phase ein, in der die Migranten selbst konkrete Lösungsvorschläge für ihre eigenen Probleme vorlegen.

Die ELF hat den Migranten großes Vertrauen eingeflößt, indem sie sie dazu ermutigt hat, sich als Pioniere politisch zu engagieren. Mit diesem Vertrauen sind wir auf die migrantische Minderheit zugegangen und haben die Probleme gemeinsam mit ihnen diskutiert. Die politische Teilhabe und die Erarbeitung von Lösungsvorschlägen sind gemeinsam mit den Migranten gewachsen. Wir ermitteln Probleme und suchen nach Lösungen nicht „im Namen der“ Migranten, sondern bizzat „gemeinsam mit ihnen“.

Unser Wunsch für die neue Periode ist es, die Migranten um ihre eigenen Anliegen herum zu organisieren, einen exzellenten Wahlkampf zu führen und mit einer starken Fraktion in das Parlament einzuziehen. Es ist der richtige Weg, dass alle in Frankfurt lebenden Migranten gemeinsam mit uns Verantwortung für ihre Probleme übernehmen und diese bewältigen.

Wir erwarten von allen MigrantInnen , dass sie am 15. März 2026 geschlossen an den Wahlen teilnehmen und die ELF wählen, um einen Beitrag zur Lösung unserer Probleme zu leisten.

2 Januar 2026 0 Kommentare
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Cumali Yağmur
Allgemein

Zum Jahreswechsel: Feier oder Chaos?

von Cumali Yağmur 1 Januar 2026
von Cumali Yağmur

Von: Cumali Yağmur
Verantwortlicher Redakteur, Fremdeninfo

Während wir das Jahr 2025 hinter uns lassen und in das Jahr 2026 eintreten, haben die traditionellen Silvester-Feuerwerke ein gefährliches Ausmaß erreicht, das nicht mehr hinnehmbar ist. Besonders in deutschen Metropolen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt und München ist es ein völlig falsches und gefährliches Verständnis, trotz der Sicherheitsmaßnahmen der Polizei die Konfrontation mit den Ordnungskräften zu suchen.

Silvesterfeiern sind im Kern eine Quelle gesellschaftlicher Freude, und es wäre nicht richtig, sich grundsätzlich gegen traditionelle Feierlichkeiten zu stellen. Doch an dem Punkt, an dem diese Feiern der Gesellschaft, der Umwelt und anderen Lebewesen schaden, darf dies niemals toleriert werden.

„Böller-Verbot“ und gesellschaftlicher Konsens

Das Thema des Feuerwerksverbots (Böller-Verbot), das in letzter Zeit häufig diskutiert wird, lässt sich nicht allein durch eine von oben herab verordnete Anweisung lösen. Der beste Weg ist, dieses Problem mit der Gesellschaft zu diskutieren und Entscheidungen gemeinsam zu treffen. Strenge Verbote ohne die Beteiligung der Bevölkerung rufen leider Widerstand in der Gesellschaft hervor, und dieser Widerstand bereitet den Boden für unerwünschte Vorfälle.

Silvesterfeiern sind seit vielen Jahren ein kulturelles Phänomen und werden von breiten Massen getragen. Aber hier müssen wir uns die Frage stellen: Muss man unbedingt Feuerwerkskörper zünden, um zu feiern? Es ist die Verantwortung einer modernen Gesellschaft, alternative Feiermethoden zu entwickeln, die der Umwelt, den Tieren und der menschlichen Gesundheit nicht schaden.

Eine harmlose Feierkultur ist möglich

Die Verletzungen und sogar traurigen Vorfälle mit Todesfolge, die wir jedes Jahr erleben, sind für keinen gewissenhaften Menschen akzeptabel. Wenn die Tradition der Silvesterfeier fortgeführt werden soll, muss dies geschehen, ohne der Natur, unseren Freunden auf der Straße (den Tieren) und einander zu schaden. Gemeinsame Feiern sind kulturelle Elemente; jedoch ist bei diesen Veranstaltungen höchste Aufmerksamkeit für die Sicherheit von Leben und Eigentum zwingend erforderlich.

Kurz gesagt: Jedes Individuum sollte aus eigener Vernunft heraus auf Gewohnheiten verzichten, die der Gesellschaft und der Umwelt schaden, und das Richtige tun. Eine Feier in Frieden, statt im Schatten von Gewalt und Gefahr, ist unser aller Recht.

Mit diesen Gedanken wünsche ich der gesamten Menschheit und den Lesern von Fremdeninfo ein gesundes, friedliches und ruhiges neues Jahr. Frohes neues Jahr!

1 Januar 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Die Bundesländer wollen in der Debatte um ein Böllerverbot autonom entscheiden.

von Fremdeninfo 31 Dezember 2025
von Fremdeninfo

Von T-Online

Zehn Bundesländer sprechen sich dafür aus, den Umgang mit Silvesterfeuerwerk stärker selbst zu regeln. Die Vorstellungen reichen von mehr kommunalen Schutzzonen bis zu landesweiten Verboten.

Eine Mehrheit der Bundesländer will den Umgang mit Silvesterfeuerwerk stärker in eigener Verantwortung regeln. Das geht aus einer Umfrage des „Spiegel“-Magazins unter allen 16 Innenministerien hervor. Demnach sprechen sich zehn Länder dafür aus, dass Länder oder Kommunen künftig mehr Befugnisse erhalten, Feuerwerk einzuschränken oder zu verbieten.

Berlin und Bremen drängen seit Jahren auf ein bundesweites Böllerverbot und setzen nun darauf, dass zumindest die Länder selbst entscheiden dürfen. Auch Bayern unterstützt diesen Ansatz. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte dem „Spiegel“, er plädiere für einen „sehr pragmatischen Ansatz“, bei dem es den Ländern überlassen bleibe, ob sie ein generelles Verbot erlassen. Für Bayern schloss Herrmann ein solches Verbot jedoch aus.

  • Böllerverbot an Silvester gefordert: „Wir haben für Momente rechtsfreie Räume“
  • Über 46.000 Fälle: Gewalt gegen Polizisten erreicht Höchstwert

Weitere Länder zeigen sich offen für erweiterte Handlungsspielräume auf kommunaler Ebene. Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern können sich vorstellen, zusätzliche Böllerverbotszonen zu ermöglichen. Rheinland-Pfalz spricht sich dafür aus, Schutzbereiche einzurichten, etwa um Tierheime und Tierparks herum.

Andere Länder lehnen weitergehende regionale Kompetenzen ab. Sie verweisen auf bereits bestehende Regelungen und warnen vor einem unübersichtlichen Flickenteppich unterschiedlicher Vorschriften. Großflächige Verbote seien zudem schwer zu kontrollieren.

Bund prüft Änderungen im Sprengstoffrecht

Für das Sprengstoffrecht ist der Bund zuständig. Schon heute können Kommunen Feuerwerk punktuell und unter bestimmten Voraussetzungen untersagen. Bei der Innenministerkonferenz Anfang Dezember in Bremen berieten Bund und Länder das Thema in einem vertraulichen Kamingespräch. Im Anschluss hieß es, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) habe eine Änderung der Sprengstoffverordnung in Aussicht gestellt, um den Ländern mehr Kompetenzen einzuräumen.

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) begrüßte diese Ankündigung ausdrücklich. Auch Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) erklärte, die Länder hätten signalisiert, einer möglichen Gesetzesänderung im Bundesrat zuzustimmen. Der Bund habe zugesagt, bereits im kommenden Jahr einen entsprechenden Vorschlag vorzulegen. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums teilte mit, man prüfe das Anliegen derzeit „inhaltlich und rechtstechnisch“.

Auch für die kommenden Landtagswahlen könnte ein Böllerverbot relevant werden, so forderte der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach, Länder und Kommunen sollten möglichst bald selbst über ein Böllerverbot entscheiden können. Im ARD-„Morgenmagazin“ sagte er, Berlin solle die Möglichkeit erhalten, Feuerwerk an Silvester grundsätzlich zu untersagen. Die jährlich wiederkehrende Debatte kritisierte Krach als wenig zielführend und verwies auf Ängste in der Bevölkerung sowie die Belastung für Rettungskräfte.

31 Dezember 2025 0 Kommentare
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Allgemein

Macron sagt ab: Marine Le Pen kommt zur Beerdigung von Brigitte Bardot

von Fremdeninfo 31 Dezember 2025
von Fremdeninfo

 

 Von : NTV

Die Beerdigung der französischen Film-Ikone Brigitte Bardot beschäftigt die französische Politik. Während Präsident Macron auf eine Teilnahme verzichtet, wird Marine Le Pen erwartet. Bardot hatte der Rechtspopulistin 2012 bescheinigt, sie sei die einzige Frau mit Eiern

Die französische Rechtspopulistin und dreimalige Präsidentschaftkandidatin Marine Le Pen wird in der kommenden Woche an der Beerdigung der verstorbenen Film-Ikone Brigitte Bardot teilnehmen. Das teilte ein Mitglied des Teams der Fraktionschefin des Rassemblement National (RN) mit. Der französische Präsident Emmanuel Macron, der Bardot am Sonntag als „Legende“ bezeichnet hatte, wird hingegen nicht bei der Beerdigung dabei sein, hieß es aus dem Elysée-Palast.

Bardot war am frühen Sonntagmorgen im Alter von 91 Jahren auf ihrem Anwesen in Südfrankreich gestorben. Ihre Beerdigung findet am 7. Januar im südfranzösischen Saint-Tropez statt. Bardot wird auf einem Friedhof am Meer beigesetzt, auf dem bereits ihre Eltern ihre letzte Ruhestätte haben.

Die ehemalige Schauspielerin war in den vergangenen Jahren politisch nach Rechtsaußen abgedriftet und erntete dafür Kritik. Sie wetterte gegen eine angebliche „Islamisierung“ oder „ausländische Überbevölkerung“ in Frankreich durch muslimische Einwanderer. Wegen rassistischer Äußerungen wurde Bardot mehrfach zu Geldstrafen verurteilt. Schon 2012 warb Bardot für die Wahl der Rechtspopulistin Le Pen. „Ich mag Marine Le Pen sehr. Sie ist die einzige Frau, (…) die Eier hat“, erklärte Bardot.

„Rebellische Diva“

In der internationalen Presse fiel das Echo auf Bardots Tod zwiegespalten aus. „Vom Sex-Appeal zur extremen Rechten“, titelte die „New York Times“. Als Schauspielerin habe sie mit ihrer „unverfrorenen fleischlichen Begierde“ die „Sex-Symbolik im Kino Mitte des 20. Jahrhunderts neu definiert“. Später sei Bardot im besten Fall „exzentrisch“ zu nennen gewesen, vielfach sei darauf hingewiesen worden, dass sich „dieses ehemalige Sex-Kätzchen, wie sie oft genannt wurde, in eine ‚verrückte Katzenfrau‘ verwandelt“ habe.

Die französische Zeitung „Libération“ bezeichnete Bardot als „größtes Sex-Symbol des französischen Kinos“. Die italienische Zeitung „La Repubblica“ würdigte die Französin als „rebellische Diva“, die „bis ganz zum Schluss die Freiheit gewählt“ habe. Die spanische Zeitung „El País“ schrieb, Bardot sei eine „kontroverse Aktivistin“ gewesen. „Auf ihre eigene Weise verbarg sie nichts. Weder die Falten (…) noch ihren Charakter oder ihre ideologischen Überzeugungen“, hieß es in dem Nachruf.

In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ hieß es: „Auch wenn es schwerfallen mag – vergessen wir für die Dauer dieses Nachrufs die politische Brigitte Bardot ihrer späten Jahre. Gedenken wir der Frau, die wie keine andere für das französische Kino steht. Gedenken wir ‚der Bardot‘.“ Schließlich gehöre diese „zu den unvergesslichen Größen des Kinos“.

31 Dezember 2025 0 Kommentare
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Allgemein

Abwanderung aus Deutschland: Zahlen, Fakten und Motive

von Fremdeninfo 31 Dezember 2025
von Fremdeninfo

Von Fremdeninfo / Archive

Nach Daten des Statistischen Bundesamtes standen im Jahr 2023 rund 2 Millionen Zuzügen nach Deutschland etwa 1,3 Millionen Fortzüge gegenüber. Seit den 1960er Jahren ziehen jährlich zwischen 0,6 % und 1,6 % der Bevölkerung Deutschlands ins Ausland. Von den 1,3 Millionen Abwanderern im Jahr 2023 entfielen mehr als eine Million (ca. 77 %) auf ausländische Staatsangehörige und rund 300.000 (ca. 23 %) auf Personen mit deutschem Pass. Dementsprechend unterscheiden sich die Abwanderungsquoten von Deutschen und Ausländern erheblich: Während die Quote bei den Deutschen im Jahr 2023 bei etwa 0,4 % der Gesamtbevölkerung lag, betrug sie bei den Ausländern fast 8 %.

Während die Migrationsbewegungen von Ausländern stärker schwanken, ist bei den Deutschen seit den 1990er Jahren eine langsam steigende Abwanderungsquote zu beobachten. Besonders auffällig ist der Sprung der Abwanderungsquote bei Deutschen von 0,2 % auf 0,4 % im Jahr 2016. Dies ist jedoch weitgehend auf eine statistische Methodenumstellung zurückzuführen: Das Statistische Bundesamt änderte in jenem Jahr grundlegend die Art und Weise, wie Fortzüge von Deutschen ins Ausland erfasst werden, was den direkten Vergleich der Zeitreihen mit den Vorjahren erschwert.

Deutsche wandern primär nach Schweiz und Österreich aus. Beide Länder führten auch im Jahr 2022 die Liste der zehn beliebtesten Zielländer deutscher Auswanderer an. Zudem finden sich „klassische“ englischsprachige Ziele wie die USA und Großbritannien auf dieser Liste. Darüber hinaus spielen andere europäische Nachbarländer wie Polen, die Niederlande und Frankreich sowie Spanien und die Türkei als Zielländer eine wichtige Rolle.

Bei den häufigsten Zielen ausländischer Staatsangehöriger zeigt sich ein völlig anderes Bild: Im Jahr 2022 waren Rumänien, Bulgarien und Polen die Hauptzielländer für Personen ohne deutschen Pass. Die Länder an der Spitze dieser Liste sind – nicht zufällig – auch jene Länder, aus denen in den letzten Jahren eine starke Zuwanderung nach Deutschland erfolgte. Dieser von Ausländern dominierte Abwanderungsprozess ist eng mit dem Zuzugszyklus (der Konjunktur der Zuwanderung) verknüpft. Die Daten zeigen, dass die Abwanderungsquote mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung meist dem Pfad der Zuwanderungsquote folgt. Dies macht deutlich: Viele Menschen, die nach Deutschland kommen, bleiben nicht dauerhaft, sondern kehren nach einiger Zeit in ihr Heimatland zurück oder ziehen in ein anderes Land weiter.

Wie viele Deutsche kehren aus dem Ausland zurück?

Im Gegensatz zu den Wanderungsbewegungen von Ausländern weist Deutschland bei deutschen Staatsangehörigen einen negativen Wanderungssaldo auf. Das bedeutet, dass jedes Jahr mehr Deutsche auswandern, als aus dem Ausland zurückkehren. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verließen im Jahr 2023 rund 80.000 mehr deutsche Staatsangehörige das Land, als zurückkehrten. Ein solcher „Nettoabfluss“ ist nicht überraschend, da ein gewisser Teil der Auswanderer immer dauerhaft im Ausland bleibt und nicht nach Deutschland zurückkehrt. Dies ist auch kein rein deutsches Phänomen; in fast allen europäischen Ländern ist ein negativer Saldo – also ein Verlust an der eigenen Staatsangehörigen-Bevölkerung – Normalität. Diese Verluste sind jedoch im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung sehr gering. Die Daten für Deutschland zeigen, dass zwischen 2013 und 2022 jedes Jahr durchschnittlich 0,08 % weniger deutsche Staatsangehörige zurückkehrten. Bei einer Bevölkerung von rund 72 Millionen deutschen Staatsangehörigen entspricht dies einem durchschnittlichen jährlichen Nettoverlust von 58.000 Personen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Obwohl dies kein dramatischer Bevölkerungsverlust ist, wird festgestellt, dass heute etwa 3,8 Millionen Deutsche über 15 Jahren im Ausland leben; dies entspricht etwa 5 % der in Deutschland lebenden Deutschen derselben Altersgruppe.

Wer geht, wer kommt zurück?

Im Jahr 2016 beklagten Migrationsforscher den Mangel an Daten zum Thema Abwanderung. Infolgedessen sind unsere Kenntnisse über Rückkehr, Weiterwanderung in ein Drittland oder wiederholte internationale Mobilität (zirkuläre Migration) begrenzt. In den letzten Jahren ist das Interesse an diesen „blinden Flecken“ jedoch gestiegen, und das Wissen über die Fort- und Rückzüge deutscher Staatsangehöriger hat sich verbessert. Mit der Studie „German Emigration and Remigration Panel Study“ (GERPS) wurden erstmals umfassende Daten über international mobile Deutsche erhoben.

Gemäß diesen Daten:

  • Alter: Internationale Mobilität wird vor allem von jungen Menschen dominiert. Das Durchschnittsalter der Fort- und Rückzieher ist deutlich niedriger als das der ansässigen deutschen Bevölkerung.

  • Geschlecht: Die Anzahl der Männer und Frauen unter den Auswanderern ist in etwa ausgewogen.

  • Bildung: Die große Mehrheit derer, die ins Ausland gehen, ist hochqualifiziert. Während drei Viertel der deutschen Auswanderer einen Universitätsabschluss haben, liegt dieser Anteil in der ansässigen Bevölkerung bei etwa 25 %.

  • Sorge vor Braindrain: Die Befürchtung, dass diese Situation zu einem dauerhaften Verlust an hochqualifizierten Arbeitskräften (Braindrain) führt, ist unbegründet: Auch unter den Rückkehrern ist der Anteil der Akademiker mit 69 % sehr hoch.

Die Tatsache, dass etwa zwei Drittel (62 %) der ausgewanderten Deutschen die Absicht haben, wieder nach Deutschland zurückzukehren, zeigt, dass Auslandsaufenthalte in den meisten Fällen ein vorübergehendes Phänomen sind. In diesem Zusammenhang profitiert Deutschland insbesondere von den neuen Erfahrungen, die Fachkräfte im Ausland sammeln, sowie von der „zirkulären Migration“.

Insgesamt basieren Abwanderungs- und Rückkehrentscheidungen nicht auf einer einzigen Ursache, sondern auf einer Reihe von Motiven. Bei der Abwanderung stehen jedoch vor allem berufliche Gründe im Vordergrund. Zudem möchten viele Menschen neue Erfahrungen sammeln oder ihren Lebensstil ändern. Im Gegensatz dazu nennt nur eine kleine Minderheit von 17 % die Unzufriedenheit mit dem Leben in Deutschland als Hauptgrund. Dies zeigt, dass die Migration der Deutschen „chancenorientiert“ ist und zur Karriereplanung genutzt wird. Bei Rückkehrentscheidungen gewinnen hingegen familiäre Gründe (40 %) und bildungsbezogene Gründe (24 %) an Bedeutung.

 

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Allgemein

Wenn ich im Driver Seat sitze, muss ich fahren: Ex-Bundespräsident Wulff kritisiert Merz-Regierung

von Fremdeninfo 31 Dezember 2025
von Fremdeninfo

 

Artikel von AFP

 Der frühere Bundespräsident Christian Wulff (CDU) hat scharfe Kritik an der Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) geäußert und einen „echten Neustart“ gefordert. „Der Jahreswechsel muss von der Regierung wirklich als Anlass zur Erleuchtung genutzt werden“, sagte Wulff der „Süddeutschen Zeitung“. „Denn so, wie es bisher gelaufen ist, kann es keinesfalls weitergehen. Da braucht es einen echten Neustart.“

In einer Krise müsse aktiv gehandelt werden. „Es nutzt also nichts, immer zu klagen, man sei von den Umständen geschlagen, vom Ukraine-Krieg, von der Zollpolitik der Amerikaner oder sonst irgendwelchen widrigen Umständen. Die entscheidende Frage ist: Wie reagieren wir darauf?“, fuhr Wulff fort. In Richtung von Bundeskanzler Merz sagte er: „Ich kann nicht immer nur die Probleme beschreiben, wenn ich im Driver Seat sitze. Wenn ich im Driver Seat sitze, muss ich fahren.“

Die Bundesregierung müsse ambitionierter werden. „Diese kleine große Koalition muss sich schnell auf viel mehr einigen und dies konsequent umsetzen“, sagte Wulff. Auch die Kommunikation müsse besser werden. „Da kann man auch mal ein Zeichen setzen und sagen: Wir selbst kommen mit weniger Ministerien, mit weniger Mitteln aus. Denn das ist entscheidend: Die Menschen brauchen eine Verheißung. Dann sind sie auch bereit, Opfer zu bringen.“

mhe

31 Dezember 2025 0 Kommentare
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Allgemein

Einbruch in Sparkasse: Der spektakuläre Tresor-Einbruch von Gelsenkirchen – was wir wissen

von Fremdeninfo 31 Dezember 2025
von Fremdeninfo

 

Artikel von Von Katja Guttmann/ S.Z

30 Millionen Euro könnten die Täter aus den privaten Schließfächern der Kunden erbeutet haben. Es ist einer der größten Bankeinbrüche der bundesdeutschen Kriminalgeschichte. Was bisher bekannt ist.

Der spektakuläre Tresor-Einbruch von Gelsenkirchen – was wir wissen

Was ist passiert?

Der spektakuläre Einbruch in der Sparkassenfiliale des Stadtteils Buer in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) war am Montag durch einen Brandmeldealarm entdeckt worden. Feuerwehrleute und Polizisten suchten daraufhin im Bankgebäude nach einem möglichen Feuer und stießen im Keller auf die Spuren des Einbruchs. Ersten Erkenntnissen zufolge erfolgte der Vorstoß der Täter über ein Parkhaus. Die Täter drangen durch mehrere Türen zunächst in einen Archivraum ein, von dem aus sie sich mit einem Spezialbohrer in den Tresorraum der Bank vorarbeiteten.

Was weiß man über mögliche Täter?

Erste Hinweise gibt es bereits: Zeugen haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Männer mit großen Taschen im Treppenhaus eines angrenzenden Parkhauses gesehen, teilte die Polizei mit. Videobilder aus dem Parkhaus zeigten, wie ein hochmotorisierter schwarzer Wagen am frühen Montagmorgen das Parkhaus verlässt. Im Auto saßen maskierte Täter, von denen einer die Schranke zur Ausfahrt betätigte. Das Kennzeichen an dem Fahrzeug sei zuvor in Hannover entwendet worden.

Bereits am Samstag hat es außerdem schon einen Brandmeldealarm in dem Bankgebäude gegeben. Polizei und Feuerwehr waren gegen 6.15 Uhr vor Ort, konnten aber keinen Schaden feststellen. Die genauen Abläufe dieses Einsatzes sind den Angaben zufolge auch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Wie viele Menschen sind betroffen?

Es sollen 3200 Schließfächer aufgebrochen worden sein – über 95 Prozent der Kunden seien betroffen, teilte die Sparkasse auf ihrer Internetseite mit. Vermutlich sind es mehr als 2500 Geschädigte, erfuhr die dpa aus Sicherheitskreisen. Für Betroffene wurde eine Kunden-Hotline eingerichtet.

Nach ersten Schätzungen könnten die Täter rund 30 Millionen Euro erbeutet haben. Diese Zahl leitet sich aber nur aus der Versicherungssumme der Fächer ab. Wie viel Bargeld, Gold und Wertgegenstände die Täter tatsächlich davonschleppten, muss erst noch ermittelt werden. Denn Banken wissen nicht, was in den Schließfächern gelagert wird. „Wir gehen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus“, sagte ein Sprecher der Polizei.

Wie sind die Schließfächer versichert?

Der Inhalt jedes Schließfachs ist bis zu einer Höhe von 10 300 Euro versichert, heißt es auf der Webseite der Sparkassenfiliale. Dazu zähle auch Bargeld. Höhere Summen übernimmt möglicherweise auch eine private Hausratversicherung, das sollten die Betroffenen selbst prüfen. Um den Versicherungsfall geltend zu machen, müssten sie eine Inventarliste erstellen und die Werte belegen.

Wie ist die Lage vor Ort?

Wie bereits am Vortag versammelte sich am Dienstag wieder eine Menge aufgebrachter Menschen vor der Sparkassenfiliale im Stadtteil Buer. Die Zahl der in der Kälte wartenden Menschen vor der Bankfiliale stieg am frühen Vormittag auf schätzungsweise 200 an, wie ein dpa-Reporter berichtete. „Wir wollen rein, wir wollen rein!“, forderte lautstark ein Sprechchor. Im Tagesverlauf schaltete die Bank einige Informationen im Internet frei.

Die Lage drohte zu eskalieren. Mehrere Menschen stürmten an Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma vorbei in den Vorraum der Sparkasse. Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagenbesatzungen an und sicherte den Eingang.

War es der schwerste Bankeinbruch der deutschen Geschichte?

Ein solch spektakulärer Einbruch kommt in Deutschland nicht häufig vor. Aber es gab ähnliche Fälle in der jüngsten Vergangenheit, wie zum Beispiel vor einem Jahr im Dezember 2024: Täter brachen damals mehr als 300 Schließfächer in einer Filiale der Deutschen Bank in Lübeck auf und erbeuten Schmuck, Wertgegenstände, persönliche Dokumente und Bargeld im Gesamtwert von mehr als 18 Millionen Euro. Ein Jahr später hat die Bank mehr als sieben Millionen Euro an die Geschädigten ausgezahlt. Die Ermittlungen dauern an.

Im August 2021 räumten unbekannte Täter rund 650 Schließfächer der Hamburger Sparkasse in Norderstedt aus und stahlen Geld, Gold, Schmuck und viele andere Wertgegenstände im zweistelligen Millionenwert. In der Folge gab es gerichtliche Auseinandersetzungen, wie viel die Sparkasse den Betroffenen zahlen muss. Vertraglich vereinbart waren höchstens je 40 000 Euro.

Durch einen 45 Meter langen Tunnel stiegen Bankräuber im Januar 2013 in eine Volksbank-Filiale im Berliner Stadtteil Steglitz ein, brachen etwa 300 Schließfächer auf und verschwanden mit einer Beute von rund zehn Millionen Euro. Eine komplette Entschädigung der Opfer lehnte die Bank damals ab

31 Dezember 2025 0 Kommentare
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Allgemein

30 Jahre Mitgliedschaft in der Kommunalen Ausländervertretung (KAV) Frankfurt Bilanz und Dank

von Cumali Yağmur 30 Dezember 2025
von Cumali Yağmur

 

Von: Dr. Hüseyin Kurt

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
geschätzte Wählerinnen und Wähler,

in der 1991 erstmals durch Wahlen ins Leben gerufenen Kommunalen Ausländervertretung (KAV) Frankfurt habe ich Sie – mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung, in der ich nicht in Frankfurt ansässig war – bis heute vertreten. Ich wurde dabei über die Listen der GfbZ (Gemeinsam für Zukunft), DITIB Frankfurt und aktuell der A.I.V. (Ausländische Interessenvertretung) gewählt. Ich möchte mich bei Ihnen, meinen Wählern, von ganzem Herzen für das Vertrauen bedanken, das Sie mir bei jeder Wahl entgegengebracht haben und das es mir ermöglichte, diese Aufgabe über 30 Jahre lang kontinuierlich auszuüben.

Obwohl die KAV Frankfurt nicht über die direkte Entscheidungsgewalt anderer Parlamente verfügt, ist sie die einzige Institution in Frankfurt – der größten Stadt Hessens –, die Menschen ohne deutschen Pass direkt demokratisch vertritt. Gemäß der Hessischen Gemeindeordnung berät die KAV die Stadtverordnetenversammlung sowie weitere Gremien und Ämter der Stadt Frankfurt in allen Angelegenheiten, die Migrantinnen und Migranten direkt oder indirekt betreffen. Anträge der KAV werden indirekt wirksam, wenn sie von der Stadtverordnetenversammlung oder den zuständigen Ausschüssen des Magistrats angenommen werden. Zudem hat die KAV, wie jedes Parlament, das Recht auf parlamentarische Anfragen, um Informationen aus erster Hand zu beziehen und diese mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Mit dieser Botschaft möchte ich Ihnen – im Sinne einer Rechenschaftslegung – die wichtigsten Schwerpunkte meiner Arbeit vorstellen, die ich dank Ihres Vertrauens in Frankfurt und Hessen für die türkische Gemeinschaft und die Muslime leisten oder unterstützen durfte:

  • Kultursensible soziale Dienste: Ich habe mich dafür eingesetzt, dass soziale Einrichtungen religiöse und kulturelle Sensibilitäten berücksichtigen. In diesem Rahmen war ich an der Entwicklung kultursensibler Altenpflegeangebote sowie an der Gründung der deutsch-türkischen bilingualen Kindertagesstätte in Frankfurt aktiv beteiligt.
  • Gefängnisseelsorge: Ich hatte die Gelegenheit, zur Entwicklung einer professionellen muslimischen Seelsorge in Frankfurter Justizvollzugsanstalten beizutragen und diese Standards auf ganz Hessen auszuweiten.
  • Frauenschwimmen: Ich habe dazu beigetragen, dass in bestimmten Frankfurter Schwimmbädern feste Zeiten ausschließlich für muslimische Frauen (und Frauen allgemein) reserviert wurden.
  • Bestattungswesen: Ich unterstützte die Bemühungen, muslimische Bestattungen nach eigenen religiösen Riten zu ermöglichen und spezielle Grabfelder für Muslime auf den Friedhöfen einzurichten.
  • Engagement in der AGAH: Als Delegierter der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen (AGAH) habe ich zahlreiche Anträge eingebracht, um die Probleme von Muslimen auf die Agenda der hessischen Landesregierung und der zuständigen Ministerien zu setzen.
  • Symposien und Dialog: Ich konnte die Organisation und inhaltliche Gestaltung von Veranstaltungsreihen zur „Zukunft der Muslime in Deutschland“, zum islamischen Religionsunterricht, zur Wohlfahrtspflege und zur „Stimme der Muslime in Hessen“ (teilweise in Kooperation mit der KAV) aktiv unterstützen.
  • Beratung in Gremien: Unterstützt durch das Wissen und das Netzwerk aus meiner KAV-Tätigkeit war ich in zahlreichen Kommissionen tätig, darunter im Integrationsbeirat Hessen, im Dialogforum Islam Hessen, im Beirat des Hessischen Kompetenzzentrums gegen Extremismus, im Beirat der Beratungsstelle Radikalisierung beim BAMF sowie in der Magistratskommission für Integration und Vielfalt der Stadt Frankfurt.
  • Akademische und religiöse Anerkennung: Ich war aktiv an Prozessen beteiligt wie der Einrichtung der Stiftungsprofessur für Islamische Theologie (in Kooperation zwischen dem Diyanet und der Universität Frankfurt) – dem Vorläufer heutiger Institute –, der Planung des „Hauses der Stille“ auf dem Campus Westend der Goethe-Universität inklusive des Gebetsrechts für muslimische Studierende sowie dem Prozess zur Anerkennung von DITIB Hessen als Religionsgemeinschaft und der Einführung des bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts an hessischen Schulen.

Während meiner mehr als 30-jährigen Tätigkeit in der KAV Frankfurt habe ich die Entwicklungen und die aktuelle Agenda bezüglich der in Frankfurt lebenden Ausländer und Muslime eng verfolgt. Ich habe zahlreiche Anträge und Anfragen zu Themen wie Bildung, Integration, soziale Teilhabe, Diskriminierung und Rassismus gestellt und die entsprechenden Antworten nachverfolgt. Ebenso habe ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten stets der Probleme angenommen, die Sie als Bürger direkt an mich herangetragen haben.

Wie Sie wissen, finden am 15. März 2026 die Wahlen zur Kommunalen Ausländervertretung und zur Stadtverordnetenversammlung statt. Nach reiflicher Überlegung mit meiner Familie und um jüngeren Geschwistern Platz zu machen, die Ihnen in Zukunft in der KAV dienen möchten, habe ich mich entschlossen, meine langjährige Tätigkeit zu beenden und bei der kommenden Wahl nicht erneut zu kandidieren.

Ich hoffe, dass Sie mit meiner Arbeit, die ich über drei Jahrzehnte in Ihrem Namen geleistet habe, zufrieden waren. Den künftigen Mitgliedern der KAV Frankfurt, die im März 2026 gewählt werden, wünsche ich bereits jetzt viel Erfolg. In der Hoffnung, dass das Jahr 2026 der gesamten Menschheit Frieden und Ruhe bringt, grüße ich Sie alle sehr herzlich.

Dr. Hüseyin Kurt
Mitglied der Kommunalen Ausländervertretung Frankfurt

30 Dezember 2025 0 Kommentare
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Halit Yaşar Demirbağ
Religion

Die Gewalt gegen Aleviten in Syrien: Eine politische Analyse

von Halit Yaşar Demirbağ 30 Dezember 2025
von Halit Yaşar Demirbağ

Von: Halit Yaşar Demirbağ

Wenn die Gewaltpraktiken gegen Aleviten in Syrien als bloßer oberflächlicher konfessioneller Konflikt betrachtet werden, entzieht man sie sowohl ihrem historischen Kontext als auch ihren politischen Entstehungsbedingungen. Vielmehr sind solche Angriffe nicht das Produkt spontan entstandener, glaubensbasierter Spannungen, sondern das Ergebnis imperialer und regionaler Machtverhältnisse, in denen konfessionelle Identitäten systematisch zu politischen Instrumenten umgewandelt werden. Daher ist ein Verständnis der Gewalt gegen Aleviten nicht auf der Ebene zwischenkonfessioneller Gegensätze, sondern nur im Rahmen der Machtmechanismen möglich, die den Konfessionalismus (Sektarismus) produzieren.

Während die Konfession historisch gesehen eine Differenz im Bereich des Glaubens darstellte, wurde sie in der modernen Politik des Nahen Ostens zu einem der Hauptdeterminanten des Machtkampfes erhoben. Diese Transformation hat die Konfession von einer essenziellen Konfliktursache in eine steuerbare politische Bruchlinie verwandelt. Auch die Angriffe auf Aleviten müssen in diesem Zusammenhang gelesen werden.

Entscheidend ist hierbei nicht der theologische Inhalt des Alevitentums, sondern die historische Distanz alevitischer Gemeinschaften zu zentralen Machtstrukturen, der offiziellen Ideologie und einem monistischen Religionsverständnis. Diese Distanz hat die Aleviten nicht nur kulturell, sondern auch politisch zur Zielscheibe gemacht.

Im Falle Syriens ist die Gewalt gegen Aleviten weder spontaner Volkszorn noch der Ausdruck einer „uralten Feindschaft zwischen zwei Konfessionen“. Im Gegenteil: Sie steht in engem Zusammenhang mit der jahrelangen direkten oder indirekten Unterstützung salafistisch-dschihadistischer Strukturen, der Ausstattung dieser Gruppen mit einer konfessionell geprägten Hassrede und der Konstruktion der Regimegegnerschaft über die konfessionelle Identität.

An diesem Punkt ist konfessionalistische Gewalt zu einem lokalen Instrument imperialer Strategien geworden. Sobald die Sprache der Konfessionen aktiviert wird, verschwimmt die politische Verantwortung; interventionistische Mächte und regionalstaatliche Akteure werden unsichtbar.

30 Dezember 2025 0 Kommentare
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