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Flüchtlinge

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Salafismus

Experten dämpfen zu hohe Erwartungen an Salafismus-Prävention

von Fremdeninfo 14 Januar 2018
von Fremdeninfo

Experten dämpfen zu hohe Erwartungen an Salafismus-Prävention

  • dtj-online
  • Gesellschaft
  • 12. Januar 2018 16:08

 

Vor zu hohen Erwartungen an die Salafismus-Prävention warnen Wissenschaftler und Experten. Mit den bisherigen Projekten werde meist nur das Umfeld radikalisierter Menschen, nicht aber die Gruppe der Salafisten selbst erreicht, 

erklärte der Münsteraner Migrationsforscher Aladin El-Mafaalani am Donnerstag bei einer Anhörung im nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf.

Bundesweit gebe es derzeit maximal 20 Salafisten, die in „De-Radikalisierungs-Programmen“ betreut würden, sagte El-Mafaalani. „Diese Arbeit ist in hohem Maße anspruchsvoll.“ Die aufsuchende Sozialarbeit im salafistischen Milieu sei „riskant“ und Personen mit Familie und Kindern kaum zuzumuten. Vielfach fehle es hierfür an geeignetem und kompetentem Personal.

Der Münsteraner Sozialwissenschaftler warb bei der Anhörung des Innenausschusses dafür, in NRW ein eigenes Forschungsinstitut für Salafismus einzurichten. Dieses solle eng mit den Sicherheitsbehörden kooperieren. Die Entwicklung im radikalen Islamismus sei so „dynamisch“, dass die Wissenschaft damit kaum Schritt halten könne.

Die Gruppe der etwa 10.000 Salafisten in Deutschland sei höchst heterogen und reiche in der Altersstruktur vom 12- bis zum 40-Jährigen. Darunter seien auch zunehmend junge Mädchen und Frauen. Um erfolgreiche Präventionsarbeit betreiben zu können, müssten Lehrer, Sozialarbeiter und Streetworker über die Entwicklungen des Salafismus systematisch fortgebildet werden. Bisher fehle es auch an Standards für eine Beratungstätigkeit auf diesem komplexen Gebiet.

Der Diplom-Soziologe Samy Charchira vom Institut für Islamische Theologie in Osnabrück plädierte dafür, Kindern und Jugendlichen eine Medienkompetenz anzutrainieren, damit sie die Propaganda der Islamisten im Internet selbst durchschauen könnten. Weiterhin sei ein theologischer Diskurs notwendig. Zu 90 Prozent verträten Salafisten gleiche Auffassungen aus dem Koran wie gemäßigte Muslime. Deshalb müsse künftig auch offensiv über Glaubensinhalte debattiert werden.

Auch Deutsch-Türken in den Fängen von Extremisten

Die Zahl von Extremisten aus Deutschland, die sich dem bewaffneten Krieg in den Reihen des IS angeschlossen haben ist nicht gering. 

14 Januar 2018 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Reaktion auf Sondierungsergebnisse: Grüne werfen Union und SPD Unmenschlichkeit vor

von Fremdeninfo 12 Januar 2018
von Fremdeninfo

Reaktion auf Sondierungsergebnisse: Grüne werfen Union und SPD Unmenschlichkeit vor

© dpa, gam fdt hjb Claudia Roth (Archiv).

Die Grünen reagieren enttäuscht auf die Sondierungsergebnisse von Union und SPD. Sie kritisieren vor allem die Kompromisse in der Flüchtlings- und Umweltpolitik. Auch die Linke spricht von „krasser sozialer Ungerechtigkeit“. 

„Ohne uns werden die Klimaziele krachend verfehlt, und ohne uns greift die Unmenschlichkeit in der Flüchtlingspolitik weiter um sich“, sagte die Vizepräsidentin des Bundestags, Claudia Roth (Grüne) am Freitag. Was die Grünen in zähen Verhandlungen während der gescheiterten Jamaika-Sondierungen mit Union und FDP noch abgewehrt hätten, werde nun „grausame Wirklichkeit“.

Roth kritisierte insbesondere die Kompromisse in der Migrationspolitik, wie sie in einem 28-seitigen Einigungspapier niedergelegt sind. „Bei den Rückführungszentren hat sich die CSU mit ihrer Politik der Kasernierung von Schutzsuchenden durchgesetzt.“ Der Beschluss zum Familiennachzug sei „gleich doppelt grausam, wenn die völlig inhumane Aussetzung zunächst verlängert wird und dann allenfalls tausend Schutzbedürftige pro Monat nachziehen sollen“. Sie zog das Fazit: „Diese Beschlüsse sind unmenschlich und treten das Grundrecht auf Familie mit Füßen.“

Wagenknecht attackiert die SPD

Die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, warf den Sondierern von CDU, CSU und SPD „krasse soziale Ungerechtigkeit“ vor. „Es soll also alles so weitergehen: Niedriglöhne, unsichere Jobs, Altersarmut. Und auf der Gegenseite: sprudelnde Dividenden und wachsende Millionärsvermögen. Noch nicht mal eine Anhebung des Spitzensteuersatzes konnte die SPD durchsetzen“, teilte Wagenknecht mit.

Nach dem Willen der drei Parteien CDU, CSU und SPD soll der Zuzug von Flüchtlingen die Zahl von 180.000 bis 220.000 pro Jahr nicht überschreiten. Zudem sollen Asylverfahren künftig in „zentralen Aufnahme-, Entscheidungs- und Rückführungseinrichtungen“ stattfinden.

Der monatelang höchst umstrittene Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus soll eng begrenzt werden. In einer Neuregelung soll er auf 1000 Menschen pro Monat gedeckelt werden.

Nach mehr als 24-stündigen Sondierungen hatten sich die drei Vorsitzenden von Union und SPD, Angela Merkel, Horst Seehofer und Martin Schulz darauf geeinigt, ihren Parteien die Aufnahme von offiziellen Koalitionsverhandlungen zu empfehlen.

12 Januar 2018 0 Kommentare
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Salafismus

„Deutschland hat noch keine nationale Abwehrstrategie“

von Fremdeninfo 11 Januar 2018
von Fremdeninfo

 „Deutschland hat noch keine nationale Abwehrstrategie“

 

Von Thorsten Fuchs/ RDN

Die Bundesregierung erwartet die Rückkehr von mehr als hundert Familienmitglieder der IS-Kämpfer. Deutschland sei auf dieses Szenario nicht vorbereitet, meint Daniel Heinke, Chef des Landeskriminalamts Bremen und Terrorismusforscher. Im Interview warnt er vor einer fehlenden Präventions- beziehungsweise Terrorabwehrstrategie.

Daniel Heinke leitet das Landeskriminalamt Bremen und ist Honorarprofessor für Terrorismusforschung an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung Bremen.

Quelle: dpa

 

Herr Heinke, jetzt stehen die Familien der Dschihadisten im Fokus. Die Bundesregierung spricht von 100 Kindern von Kämpfern, die nach dem Zusammenbruch des IS vor der Rückkehr nach Deutschland stehen. Sind diese Kinder wirklich eine Gefahr?

Die Frage ist, wie Sie Gefahr definieren. Diese Kinder sind den größten Teil ihres bewussten Lebens in einer hoch ideologisierten, sehr gewaltbetonten Gesellschaft aufgewachsen. Wenn diese Kinder jetzt in unsere Gesellschaft kommen, dann müssen wir uns um sie kümmern, schon im Sinne des Kindeswohls. Wir müssen ihnen eine normale Wiedereingliederung in die Gesellschaft ermöglichen – sonst kann von diesen Kindern tatsächlich eine reale Sicherheitsbedrohung ausgehen.

Sind die Behörden darauf vorbereitet?

Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Thema bei allen Verantwortlichen angekommen ist und sie sich Gedanken machen. Mir sind aber keine Programme größeren Umfangs bekannt, die sich speziell mit dieser Thematik auseinandersetzen. Und damit komme ich zu meinem Hauptkritikpunkt an dem bestehenden System: Deutschland hat immer noch keine nationale Präventions- beziehungsweise Terrorabwehrstrategie.

Es gibt in den Ländern doch zum Teil sehr engagierte Präventionsprogramme.

Ja, es gibt im ganzen Bundesgebiet zum Teil sehr erfolgreiche Programme und auch gute Beispiele für lokale Netzwerke. Aber Sie können nicht davon ausgehen, dass eine Person, die nach Deutschland zurückkommt, an dem einen Ort genauso behandelt wird wie an dem anderen – weil diese Programme eben nur auf lokaler Ebene abgestimmt sind, teilweise auf Länderebene, es aber keine bundesweite Abstimmung gibt. Das ist eine eindeutige Schwachstelle in der deutschen Sicherheits- und Präventionsarchitektur.

Es ist also Glückssache, wo ein Rückkehrer landet?

Wenn Sie es so ausdrücken wollen: Ja. Was auch eine Ressourcenvergeudung ist. Man könnte sich ein ständiges neues Ausprobieren ersparen.

Was müsste in einer solchen bundesweiten Strategie drinstehen?

Sie müsste einen systematischen Austausch in vertikaler Richtung, also zwischen Bund, Ländern und Kommunen, regeln, genauso wie in horizontaler Richtung, also zwischen Ressorts wie Bildung, Inneres und Justiz. Wenn es darum geht, Extremismus zu begegnen, müssen Schulbehörde, Polizei und Jugendämter zusammenarbeiten. Prävention ist eine Aufgabe, die viele Stellen betrifft.

Der Bund hat doch eine nationale Sicherheitsstrategie erstellt.

Die gibt es tatsächlich. Aber die heißt nur so. Der Bund hat sie einfach rausgehauen. Innere Sicherheit, Jugendhilfe, Fürsorge, das sind jedoch alles Themen, die in die Gesetzgebungskompetenz der Länder fallen. Wenn der Bund hier eine Strategie entwickelt, dann führt es nicht besonders weit, wenn er die Länder nicht einbindet.

Terrorrazzien 2017

Die Generalbundesanwaltschaft (GBA) in Karlsruhe hat im vergangenen Jahr 1210 Terrorverfahren eingeleitet – fünfmal so viele wie 2016. „Die Zahl der Verfahren explodiert“, sagt ein Sprecher der obersten Strafverfolgungsbehörde. Hauptgrund seien „Selbstbezichtiger“ aus Somalia und Afghanistan. Flüchtlinge würden aus Angst vor Abschiebung angeben, Terroristen gewesen und deshalb mit dem Tod bedroht zu sein.

Für Aufsehen sorgten 2017 spektakuläre Terrorrazzien:

  1. Januar: Durchsuchungen in fünf Bundesländern gelten mutmaßlich rechtsextremen „Reichsbürgern“. Die GBA wirft sieben von ihnen vor, bewaffnete Angriffe auf Polizisten, Asylsuchende und Mitglieder der jüdischen Gemeinde geplant zu haben. Die Ermittlungen dauern an.
  2. April: Die Bundesanwaltschaft lässt drei Bundeswehrsoldaten wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat verhaften. Sie sollen Attentate gegen hochrangige Politiker geplant haben, darunter Bundespräsident a. D. Joachim Gauck und Bundesjustizminister Heiko Maas. Am 12. Dezember erhebt die Behörde in Karlsruhe Anklage gegen den 28-jährigen Oberleutnant Franco A.
  3. August: Die GBA geht in einer Großrazzia in Mecklenburg-Vorpommern gegen ein mutmaßlich rechtsex­tremes Netzwerk in der Prepper-Szene vor. Die Ermittlungen gegen einen Polizisten und einen Anwalt laufen noch. Die Innenminister beschließen im Dezember, die Szene, die sich auf Katastrophen aller Art vorbereitet, bundesweit vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen.
  4. Dezember: Bei Razzien in Berlin und Sachsen-Anhalt werden vier mutmaßliche Islamisten verhaftet. Einer von ihnen stand nach RND-Informationen in Kontakt zum Berlin-Attentäter Anis Amri.

Und die Länder können sich nicht selbst einigen?

Das ist, trotz einer Bremer Initiative vor zwei Jahren, bislang nicht gelungen – mit dem Ergebnis, dass Land A Rückkehrer so behandelt und Land B so. Deutschland ist insoweit nicht optimal vorbereitet.

Die große Rückreisewelle deutscher IS-Kämpfer ist aber bisher ausgeblieben. Wie viele Rückkehrer erwarten Sie noch?

Von den mehr als 960 Personen ist ungefähr ein Drittel zurückgekehrt. Das ist längst nicht so viel, wie für das zweite Halbjahr 2017 erwartet worden war. Aber andererseits gilt: Irgendwo sind die noch. Denn wir haben gleichzeitig auch nur über 150 Islamisten Erkenntnisse, die in Syrien oder im Irak getötet worden sind. Das heißt: Wir sind immer noch sehr wachsam, weil wir damit rechnen, dass noch eine erhebliche Anzahl an Ausgereisten zurückkehren wird.

Es gibt eine größere Zahl von Islamisten, von denen man schlicht nicht weiß, wo sie sind.

Das ist richtig. Weil ja auch der Informationsaustausch mit Syrien wegen fehlender staatlicher Stellen extrem schwierig ist.

Reisen heute noch junge Leute aus Deutschland zum IS?

Es gibt eine deutlich geringere Ausreisedynamik, das ist nicht mehr mit den Hochzeiten 2014/15 vergleichbar. Aber es ist auch falsch, wenn teilweise suggeriert wird, es gäbe überhaupt keinen Zuzug mehr. Auch heute noch machen sich Personen auf den Weg und versuchen, sich dem IS oder anderen Organisationen anzuschließen, wenn auch in geringerem Umfang.

Trotz Gräueltaten und militärischer Niederlagen hat der IS seine Anziehungskraft also nicht verloren?

Genau. Wir befürchten im Moment eine Virtualisierung des Kalifats. Nachdem es physisch erheblich eingeengt ist, findet eine Rückverlagerung in den virtuellen Propagandaraum statt. Die Ideologie des IS ist weiter lebendig.

Von Thorsten Fuchs/RND

11 Januar 2018 0 Kommentare
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Rassismus

Noah Becker erstattet Strafanzeige gegen AfD-Abgeordneten Maier

von Fremdeninfo 8 Januar 2018
von Fremdeninfo

Noah Becker erstattet Strafanzeige gegen AfD-Abgeordneten Maier

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  • Nach einem gegen ihn gerichteten rassistischen Tweet auf dem Account von Jens Maier geht Noah Becker juristisch gegen den AfD-Abgeordneten vor.
  • Der Politiker hatte von einer „Panne“ gesprochen; nicht er, sondern ein Mitarbeiter habe den Tweet verfasst, der inzwischen gelöscht wurde.
  • In einem Gastbeitrag bezweifelt Boris Becker dies und wirft der AfD eine „Masche“ vor.

Noah Becker, Sohn von Tennislegende Boris Becker, geht nach einem rassistischen Tweet auf dem Account des AfD-Politikers Jens Maier juristisch gegen den Bundestagsabgeordneten vor. Gegen Maier sei bereits am vergangenen Mittwoch „wegen aller hier in Betracht kommender Delikte“ Strafanzeige erstattet sowie Strafantrag gestellt worden, teilte Beckers Berliner Anwalt Christian-Oliver Moser an diesem Sonntag mit.

Über Maiers Twitter-Account war vor wenigen Tagen in Richtung Noah Becker der Satz gepostet worden: „Dem kleinen Halbneger scheint einfach zu wenig Beachtung geschenkt worden zu sein, anders lässt sich sein Verhalten nicht erklären.“ Der Kommentar bezog sich auf ein Interview. In diesem hatte Noah Becker erklärt, Berlin sei im Vergleich zu London oder Paris eine „weiße Stadt“, er selbst sei wegen seiner dunklen Hautfarbe attackiert worden. Becker hat ein Maler-Atelier in Berlin, arbeitet als DJ und ist Mitglied einer Band.

Der rassistische Kommentar wurde später gelöscht. Maier erklärte, nicht er selbst, sondern ein Mitarbeiter habe die Zeilen verfasst. Der sächsische AfD-Bundestagsabgeordnete sprach von einer „Panne“, dem twitternden Mitarbeiter habe er eine Abmahnung erteilt. Bei Becker wolle er sich entschuldigen. In der AfD gab es Rücktrittsforderungen an Maier, der als Vertreter des rechtsnationalen Parteiflügels um den Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke gilt. „Wenn wir das tolerieren, geht es zu weit“, sagte Parteichef Jörg Meuthen. Der Parteivorstand werde am Montag über die Möglichkeit „weitreichender“ Ordnungsmaßnahmen beraten.

Noah Becker äußert sich in einem Interview, sein Vater in einem Gastbeitrag

Boris Becker bezweifelte in einem Gastbeitrag in der Welt am Sonntag, dass ein Mitarbeiter den rassistischen Tweet abgesetzt habe. „Das tun sie bei der AfD doch immer, das ist ihre Masche. Irgendetwas in die Welt setzen und sich dann davon distanzieren.“ Rassismus dürfe nicht länger hingenommen werden. „Damit muss endlich Schluss sein! Bei diesem Thema gibt es keine Grauzone.“

Auch der Chef des Deutschen Richterbundes, Jens Grisa, geht von einer „kalkulierten Provokation“ aus und bezeichnete den Tweet in der Bild (Samstag) als „unerträglich und völlig inakzeptabel“. Maier arbeitete vor seinem Einzug in den Bundestag als Zivilrichter. Nach Angaben von Beckers Anwalt Moser wurde Maier zur Abgabe einer Unterlassungserklärung aufgefordert, „um eine derartige rassistische Beleidigung in Zukunft auszuschließen“. Die für Freitag gesetzte Frist habe dieser aber „ohne jede Reaktion“ verstreichen lassen. Daher werde man „zeitnah auch die Zivilgerichte bemühen“.

Noah Becker reagierte in einem Interview gelassen. „Ich bin nicht wütend auf Jens Maier, weiß nicht einmal, wie er aussieht“, sagte er dem Vice-Magazin. Trotzdem sei es frustrierend, dass Menschen in Machtpositionen heute immer noch andere so beleidigen könnten. Andere machten es ihnen dann nach und das sei beängstigend. Derartige Kommentare passierten öfter.

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Auf die Frage, wie häufig er als „Neger“ bezeichnet werde, antwortete er: „zu häufig“. Es passiere auch ständig, „dass Leute mit dem Finger auf uns zeigen und Witze über unsere Haare machen.“ Solche Menschen seien in gewisser Weise ignorant. „Wenn man aufwächst, wo nur Weiße sind, wenn man nur eine bestimmte Hautfarbe sieht, dann kennt man nichts anderes. Und hat Angst vor Fremden.“ Er selbst sei stolz auf seine Hautfarbe und genauso darauf, deutsch zu sein.

8 Januar 2018 0 Kommentare
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Religion

Webseite von Diyanet: Heiraten ab 9?

von Fremdeninfo 7 Januar 2018
von Fremdeninfo

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Streit um Definitionstext der türkischen Religionsbehörde

Webseite von Diyanet: Heiraten ab 9?

  • dtj-online
  • Fake NewsGesellschaftTop Thema
  • 3. Januar 2018 13:21

Kindesehe, eine andauernde Streitigkeit. Die Haltung der Diyanet ist klar: Keine Kindesehe!

Die türkische Religionsbehörde Diyanet hat wahrlich viele Baustellen, die sie abarbeiten muss. Allein die Personalstruktur, individuelle Meinungen hochrangiger Vertreter, die Bespitzelung von Oppositionellen im Ausland und noch viele Aspekte könnten aufgezählt werden.

Von DTJ-Online

Dennoch ist die Religionsbehörde eine wichtige und überdauernde Instanz und für die religiöse Bevölkerung der Türkei eine unverzichtbare Anlaufstelle. Doch aufgrund der besonderen Instrumentalisierung durch die regierende islamisch-konservative AKP ist die türkische Religionsbehörde zu einer Angriffsfläche allgemeiner Religionsfeindlichkeit geworden. Ist die türkische Religionsbehörde Diyanet wirklich für eine Ehe ab neun Jahren? DTJ-Online stellt klar. 

Ali Erbas, der neue Präsident der türkischen Religionsbehörde Diyanet sorgt mit seinen Äußerungen für Aufmerksamkeit. Im Dezember beschrieb Erbas, dass manche Gesetze des Staates nicht im Einklang mit den Geboten der Religion stünden. Die Kritik an den Fatwas der Diyanet wies Ali Erbas ab. Vielmehr handele es sich um spekulative Einwände „mancher“ Medien. „Von Zeit zu Zeit werden einige Fatwas des Hohen Rats für religiöse Angelegenheiten durch gewisse Medien kritisiert, da sie mit den Gesetzen kollidieren“, so der Diyanet-Chef Erbas, der als ein Beispiel den Konsum von Alkohol und den Verdienst durch Zinsen gab, die laut islamischen Glaubens strikt verboten, jedoch per Gesetz legal sind.

Was sagt die Diyanet zur Kindesehe?

Doch neben den jüngsten Ausführungen von Ali Erbas, dem Präsidenten der türkischen Religionsbehörde Diyanet, sorgen zwei Definitionstexte auf der offiziellen Webseite der Religionsbehörde Diyanet für große Aufregung und Irritation. In zwei autarken Begriffsdefinitionen beschreibt die Diyanet die Wörter „Nikâh“ (ungefähr: Eheschließung) und „Buluğ“ (ungefähr: das Erreichen des Ehealters). Einzeln betrachtet eher unproblematisch, ermöglicht die Kombination beider Texte die Schlussfolgerung, das Heiraten und Verheiraten eines 9-jährigen Mädchens, bzw. eines 12-jährigen Jungen sei islamisch erlaubt. 

Diyanet meldet sich zu Wort: Das ist böse Absicht!

Einige türkische Medien haben diese Schlussfolgerung gezogen und daraus einen Artikel gebaut, der der Religionsbehörde Diyanet grundsätzlich unterstellt, sie würde Kindesehe mit neun Jahren, bzw. bei Jungen mit 12 Jahren befürworten. Auf diese Nachrichten hat die Diyanet unverzüglich reagiert. „Die türkische Religionsbehörde hat seit der Gründung niemals die Ehe in Kindesalter befürwortet und so wird es auch in Zukunft bleiben. Diese seit einigen Tagen kursierenden Artikel sind erfunden und entsprechen keinesfalls der Wahrheit“.

Erfahrener Journalist ärgert sich über Diyanet-Bashing

Baha Güngör, der wohl renommierteste Deutsch-Türkische Journalist, kritisierte via Facebook die falsche Berichterstattung bezüglich der Diyanet. „Bei aller Kritik an vielen unwürdigen Dingen, die in der Türkei so passieren, glaube ich der Erklärung des Amtes und seinem kategorischen Dementi in diesem Fall eher“, so Güngör. Selbst in der Türkei sei es nicht so, dass es „nur noch so von sabbernden Kinderschändern wimmelt“. Der erfahrene Journalist vermittelt seit Jahren zwischen beiden Ländern, führt sogar im Auftrag der Konrad Adenauer Stiftung Schulungen von Diyanet Imamen durch. „Wer mich und meine Standpunkte kennt, weiß, dass ich zu harten Kritikern des Regimes von Erdogan gehöre und mit der Religion im Lichte der Reformen Atatürks umgehe. Doch diese Art von Verarschung der Öffentlichkeit ist für mich mit Wurzeln in diesem sonst wunderschönen Land weder tolerabel noch akzeptabel“, so Baha Güngör weiter.

7 Januar 2018 0 Kommentare
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Rassismus

Antrag der Bundestagsfraktion: Union will antisemitische Zuwanderer ausweisen

von Fremdeninfo 6 Januar 2018
von Fremdeninfo

Antrag der Bundestagsfraktion: Union will antisemitische Zuwanderer ausweisen

DPA

Bild „Fremden“Info

CDU und CSU wollen künftig Migranten ausweisen, die zu antisemitischem Hass aufrufen.

„Wer jüdisches Leben in Deutschland ablehnt oder das Existenzrecht Israels infrage stellt, kann keinen Platz in unserem Land haben“, heißt es in einem Antragsentwurf der Unions-Bundestagsfraktion, der der Zeitung die „Welt“  vorliegt und der vor dem Holocaust-Gedenktag am 27. Januar in den Bundestag eingebracht werden soll.

Präventiv gegen „importierten Antisemitismus“

Der Bundestag soll dem Entwurf zufolge die Bundesregierung auffordern, gegenüber den Ländern darauf hinzuwirken, dass die Möglichkeiten des Aufenthaltsgesetzes konsequent genutzt würden, um antisemitische Ausländer des Landes zu verweisen.

Unions-Fraktionsvize Stephan Harbarth sagte der Zeitung: „Wir müssen auch dem Antisemitismus von Migranten mit arabischem Hintergrund und aus den afrikanischen Ländern entschieden entgegentreten.“ Gegen importierten Antisemitismus müssten Prävention und „alle Mittel der Repression bis hin zu den Möglichkeiten des Ausweisungsrechtes konsequent genutzt werden“, sagte der Innenpolitiker.

Jedem Zuwanderer müsse klar sein: „Wer zu antisemitischem Hass aufruft und jüdisches Leben in Deutschland ablehnt, kann keinen Platz in unserem Land haben.“ (dpa)

6 Januar 2018 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Kriminalität von Flüchtlingen“Die jungen Kerle sind das Problem“

von Fremdeninfo 4 Januar 2018
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Kriminalität von Flüchtlingen“Die jungen Kerle sind das Problem“

Flüchtlinge begehen laut einer Studie mehr Gewalttaten als Einheimische. Der Kriminologe Christian Pfeiffer nennt im Interview die Gründe und erklärt, wie sich die Kriminalität reduzieren ließe.

n-tv.de: Sie haben für das Bundesfamilienministerium den Einfluss der Zuwanderung auf die Entwicklung von Gewalttaten in Niedersachsen zwischen 2014 und 2016 untersucht. Was haben Sie herausgefunden?

 

Christian Pfeiffer, Co-Autor der Studie.(Foto: picture alliance / dpa)

Christian Pfeiffer: Es ist besorgniserregend. Wir mussten feststellen, dass in Niedersachsen nach sieben Jahren stabilen Rückgangs der Gewaltkriminalität um insgesamt 21 Prozent zwischen 2014 und 2017 plötzlich wieder ein Anstieg um 10,4 Prozent passiert ist. Der ist über 90 Prozent den Flüchtlingen zuzurechnen.

Flüchtlinge begehen also häufiger Straftaten als Deutsche?

Ja. Doch gilt dies nur eingeschränkt.

Warum?

Erstens: Fremde Gewalttäter werden generell häufiger angezeigt als einheimische. Durch einen Fremden, der die Sprache nicht spricht, fühlen Menschen sich viel stärker bedroht und sehen mehr Anlass, die Hilfe der Polizei in Anspruch zu nehmen. Das ist weltweit so. Zweitens: Zwischen den verschiedenen Flüchtlingen gibt es riesige Unterschiede. Flüchtlinge aus Syrien oder dem Irak machen uns weniger Sorgen. Die Kriegsflüchtlinge sind zwar 54 Prozent der Menschen, die in Niedersachsen angekommen sind. Unter den identifizierten Tätern bei Raubdelikten machen sie unter allen Flüchtlingen aber nur 16 Prozent aus. Dagegen kommen zwar nur 0,9 Prozent der Flüchtlinge in Niedersachsen aus Nordafrika, aber sie stellen 31 Prozent der tatverdächtigen Räuber.

Wie erklären Sie sich das?

Die eine Gruppe hat von uns eine Chance bekommen, in Deutschland bleiben zu dürfen. Sie wollen das auf keinen Fall gefährden, mit den Menschen hier gut klarkommen und die Leistungen unseres Sozialstaats in Anspruch nehmen.

Sie haben Ihre Untersuchung in Niedersachsen durchgeführt. Ist das Ergebnis überhaupt auf ganz Deutschland übertragbar?

Die Niedersachsen hören es ja nicht gerne. Aber die Daten belegen es: Niedersachsen ist ein Durchschnittsland im Hinblick auf die sozialen Faktoren, die für Kriminalität relevant sind, wie etwa die Arbeitslosigkeit, die Armut, die Migration. Deshalb sind die Erkenntnisse, die wir hier gewonnen haben, durchaus in großen Teilen auf die Bundesrepublik übertragbar.

Christian Pfeiffer

Der Kriminologe Christian Pfeiffer war zwischen 1988 und 2000 sowie zwischen 2003 und 2015 Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Dazwischen war niedersächsischer Justizminister. Pfeiffer ist 73 Jahre alt und SPD-Mitglied.

Was ist Ihnen noch aufgefallen?

Unter Flüchtlingen aus Nordafrika ist jeder zweite 14 bis 30 Jahre alt und männlich. Das ist in jedem Land der Welt immer der gefährlichste Teil. Bei uns in Deutschland gehörten 2014 nur neun Prozent der Bevölkerung zu dieser Gruppe, aber sie waren für die Hälfte aller Gewalttaten zuständig. Die jungen Kerle sind das Problem.

Sind Nordafrikaner häufiger kriminell, weil sie eine schlechte Bleibeperspektive haben oder liegen die Gründe in ihrer Herkunft?

Das Letztere garantiert nicht. Nordafrika produziert keine bösen Menschen, aber hungrige, von Armut gezeichnete und chancenlose, die sich auf den Weg nach Deutschland gemacht haben. Weil wir nicht alle Flüchtlinge aufnehmen können, haben wir zwangsläufig Verlierer in dem Prozess.

Die mangelnde Perspektive treibt die Menschen in die Kriminalität?

Eindeutig ja. Das hat man schon in der Kölner Silvesternacht 2015/2016 gesehen. Damals zerrissen die Nordafrikaner ihre Asylformulare vor den Augen der Polizisten, weil sie so deprimiert waren, dass sich ihre Hoffnungen nicht erfüllen. Wir hatten in der Vergangenheit schon häufiger starke Zuwanderung von Aussiedlern. Die waren am Anfang oft hochproblematisch: Machos, gewalttätig, schwer zu integrieren. Bei jungen Türken und Jugoslawen war es ähnlich. Heute sind die alle befriedet, die Gewaltraten drastisch rückläufig. Woher das kommt? Weil die Menschen integriert werden konnten, weil sie in der Bildung mächtig zugelegt haben und bei uns in der Gesellschaft angekommen sind. Deshalb bin ich auch optimistisch, was die Kriegsflüchtlinge angeht.

Was kann man machen, um die Kriminalität bestimmter Einwanderungsgruppen zu reduzieren?

Die Regierung hat sich bemüht, einen Teil der Probleme durch Ausweisung aufzufangen. Das gelingt oft nicht, weil viele Herkunftsländer sich weigern, die Menschen zurückzunehmen. Das ist aber dringend nötig angesichts von 327.000 Menschen, denen wir letztes Jahr den Asylzugang verwehrt haben. Wir brauchen ein riesiges freiwilliges Rückkehrprogramm. Wir müssen den Flüchtlingen während ihrer Zeit in Deutschland Sprachkurse und Praktika anbieten und den Herkunftsländern Angebote machen. Die brauchen Mittel, um attraktive Arbeitsmarktintegrationsprojekte aufzubauen. Die Entwicklungshilfe muss viel höher sein als bisher. Eine der wichtigsten Aufgaben der neuen Bundesregierung wird darin bestehen, erheblich mehr Geld in die Hand zu nehmen, um die Herkunftsländer zu motivieren.

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Ein gutes Timing für die Veröffentlichung Ihrer Studie. Am Wochenende beginnen die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD. Was für einen Ratschlag würden Sie der neuen Bundesregierung beim Streitthema Familiennachzug geben?

Aus kriminologischer Sicht ist die Lage klar. Je höher der Anteil der Frauen unter den Flüchtlingen ist, desto weniger gewalttätig sind die Männer. Frauen haben einen Befriedungseffekt und zivilisieren. Sie machen aus aufgeregten problematischen Männern friedliche und angepasste Männer. Das muss die Politik abwägen.

Mit Christian Pfeiffer sprach Christian Rothenberg

Quelle: n-tv.de

 

4 Januar 2018 0 Kommentare
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Rassismus

Der kleine Halbneger“: AfD-Abgeordneter Jens Maier beleidigt Noah Becker rassistisch

von Fremdeninfo 3 Januar 2018
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Der kleine Halbneger“: AfD-Abgeordneter Jens Maier beleidigt Noah Becker rassistisch

DPA

Berliner Zeitung

berliner-zeitung vor 6 Std.

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Bild „Fremden“ Info ( Tanz gegen Rassimuss

dpa „Der kleine Halbneger“: AfD-Abgeordneter Jens Maier beleidigt Noah Becker rassistisch

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Maier ist im Kurznachrichtendienst Twitter mit einem rassistischen Kommentar über Noah Becker, den Sohn der Tennis-Legende Boris Becker, aufgefallen. Der bereits am Dienstag gepostete Satz „Dem kleinen Halbneger scheint einfach zu wenig Beachtung geschenkt worden zu sein, anders lässt sich sein Verhalten nicht erklären.“ wurde später gelöscht.

Ein Mitarbeiter soll den Tweet verfasst haben

Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland zeigte sich am Mittwoch verärgert über Maiers Kommentar. Er sagte: „Das ist nicht mein Stil.“ Aus Parteikreisen hieß es, Maier habe den Tweet nicht selbst abgesetzt. Autor sei ein Mitarbeiter. Der Dresdner Abgeordnete habe sich diesen inzwischen „zur Brust genommen“. 

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Bild“ Fremden“ Info( Grüne Frauen( Gegen (ASSISMUS )

 

dpa Jens Maier AfD

Zuvor war bereits über Maiers Account ein Artikel über Becker geteilt worden. Der 23-Jährige hatte in einem Interview erklärt, Berlin sei im Vergleich zu London oder Paris eine „weiße Stadt“. Er sagte, er selbst sei „wegen meiner braunen Hautfarbe attackiert worden“.

Maier schrieb dazu: „Vielleicht ist Berlin auch deshalb (noch) von Migrantenriots wie in London oder Paris verschont geblieben.“ In den Antworten fügte der AfD-Politiker an: „Ich denke auch, wenn er sich mal rasiert und ordentlich anzieht, die Haare macht und ein freundliches Lächeln aufsetzt, heißt ihn jeder herzlich willkommen.“

Jens Maier gehört dem rechtsnationalen Parteiflügel an

Maier arbeitete vor seinem Einzug in den Bundestag als Zivilrichter. Der AfD-Landesverband Sachsen hatte im November ein Parteiausschlussverfahren gegen den Juristen zurückgezogen. Grund für das Verfahren waren Äußerungen Maiers zu einem angeblichen deutschen „Schuldkult“ und der „Herstellung von Mischvölkern“ durch Zuwanderung. Maier gilt als Vertreter des rechtsnationalen Parteiflügels um den Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke. Maier hatte sich selbst als „kleiner Höcke“ bezeichnet. (jl, dpa)

3 Januar 2018 0 Kommentare
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Religion

Türkische Behörde: Mädchen können ab neun Jahren heiraten

von Fremdeninfo 3 Januar 2018
von Fremdeninfo
  1. Diyanet   WAZ  Ausgabe
  2. Türkische Behörde: Mädchen können ab neun Jahren heiraten

Essen/Ankara.  Der türkischen Religionsbehörde Diyanet zufolge sind Mädchen schon ab neun Jahren und Jungen ab zwölf Jahren im heiratsfähigen Alter.

Eine Erklärung der türkischen Religionsbehörde Diyanet zur Pubertät von Kindern sorgt bei vielen Türken für Entsetzen. Denn nach Ansicht der Diyanet sind Mädchen bereits ab neun und Jungen ab zwölf Jahren gebär- bzw. zeugungsfähig und damit auch im heiratsfähigen Alter. Kritiker sehen darin den nächsten Schritt zur Legalisierung von Kinderehen.

Bereits im Herbst 2017 hatte das türkische Parlament den Weg für ein umstrittenes Gesetz freigemacht, das den Geistlichen im Land mehr Rechte bei der Schließung von Ehen zugesteht. Kritiker fürchten, dass damit die Tür zu Kinderehen und zur Polygamie noch weiter geöffnet wird.

Auf dem Weg zum Gottesstaat: Türkei erlaubt „Mufti-Ehe“

„Ob ihr es wollt oder nicht, das Gesetz wird kommen.“ Mit diesen Worten hatte der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan in Ankara seine Entschlossenheit, islamische Ehen einzuführen unterstrichen. Bisher durften nur Standesbeamte rechtsgültige Trauungen vollziehen. Religiöse Eheschließungen waren zwar zusätzlich möglich, aber nicht allein gültig. Künftig sollen sich Paare vor einem Mufti, einem islamischen Rechtsgelehrten, das Ja-Wort geben können. Er ersetzt den Standesbeamten.

„Zerstörung der Frauenrechte und Begünstigung von Kinderehen“

„Dieser Gesetzentwurf ebnet den Weg zur Zerstörung der Frauenrechte und begünstigt Kinderehen“, empörten sich die Kritiker des Gesetzes. Befürworter des Gesetzentwurfs argumentierten in der hitzig geführten Debatte stets, dass „Mufti-Ehen“ dem Wunsch vieler Menschen Rechnung tragen würden, religiös zu heiraten. Die neue Regelung diene dem Schutz der Frauen und Kinder, weil die Muftis an die Bestimmungen des Zivilrechts gebunden seien und keine Kinderehen absegnen dürfte

Die neuerliche Erklärung der türkischen Religionsbehörde, dass Mädchen schon ab neun Jahren im heiratsfähigen Alter seien, kommentiert die türkische Zeitung „Sözcü“ daher mit den Worten: „Schande – Diyanet erlaubt Kinderehen.“ In den Sozialen Netzwerken erntet die Religionsbehörde harsche Kritik für ihre Erklärung. Viele Türken schämen sich und fürchten zunehmend einen „Gottesstaat“, in dem die Geistlichen immer mehr Befugnisse übertragen bekommen. (sat)

3 Januar 2018 0 Kommentare
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Kultur

Killa Hakan: „Wir Türken haben eine sehr eigenartige Mentalität“

von Fremdeninfo 2 Januar 2018
von Fremdeninfo

 

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Killa Hakan: „Wir Türken haben eine sehr eigenartige Mentalität“

  • Emre Cakir
  • DTJ-Blog
  • 28. September 2015 11:52

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Hakan Abi, erzähl mal, wie ist Killa Hakan zum Rap gekommen?

Durch Bülent Ipek, Mitte der neunziger Jahre bin ich zu Islamic Force gestoßen.

Bülent Ipek ist dein Freund und Vorbild, das verstorben ist!?

Genau. 2000 ist Bob E von uns gegangen. Das waren die Anfangsjahre und ich war quasi sein Schüler, der neben ihm saß und lernte. Er war die Person, die alles zum Rollen brachte mit Islamic Force. Er hat mich entdeckt. Er war derjenige, der den Hip Hop nach Berlin brachte.

Du machst schon verdammt lange Rap. Du gehörst eigentlich zu der ersten Generation Deutschlands, die mit dem Rap angefangen hat. Wo holst du deine Inspiration für deine Texte her?

Durch alltägliche Dinge des Lebens. Sieh mal, beispielsweise der alte Mann grad eben, der uns auf die Nerven ging, bevor wir angefangen haben zu reden. Das sind zum Beispiel alltägliche Dinge des Lebens, worüber du schreibst und Rap machst. Es sind manchmal diese scheinbar unwichtigen Sachen, die dich inspirieren und dir die nötigen Ideen geben.

Jeder Mensch hat eine Lebensphilosophie. Ich habe eine, der Onkel hat eine, der Nachbar von nebenan. Wie lautet deine Lebensphilosophie?

Nach all den harten Jahren wirst du zu einem Menschen mit Prinzipien. Ich lebe 24 Stunden durch. Ich lebe heute und könnte morgen schon tot sein. Meine Lebensphilosophie ist es, aufrichtig und ehrlich zu sein, gut zu leben und in Ruhe leben zu lassen. Erzähl keine Lügen, beklaue niemanden, sei menschlich zu deinen Mitmenschen, behandle jeden so, wie du behandelt werden möchtest. Alles kann sich von heute auf morgen verändern. Und ich verspreche dir, du wirst mit dieser Denkweise ein gutes Leben führen. Alles Negative ist dein Untergang. Die Weltanschauung ändert sich auch im Laufe des Lebens. Ich hätte dir mit 25, mit 30 oder 35 vollkommen unterschiedliche Antworten gegeben. Weißt du, die Älteren erzählen immer, was richtig ist, aber wir haben damals nie zuhören wollen. Erst wenn du älter wirst, fängst du auch an, sie zu verstehen. Ihre Worte müssen sich junge Leute zu Herzen nehmen.

Angenommen, du hättest die Möglichkeit, den 7,2 Milliarden Menschen auf diesem Planeten ein paar Sätze zu sagen, welche wären das?

…Die Frage ist gut. Auch wenn sie unrealistisch ist. Sieh dich um. In meiner Welt macht es wenig Sinn, sich solche Fragen zu stellen. Es wäre etwas Fake. Ich führe ein einfaches und lockeres Leben. Aber ich glaube ich würde mir wie viele Menschen wünschen, den Scharlatanismus und die Kriege, die dadurch entstehen, die so viele Menschenleben kosten, aufrufen, endlich Frieden zu schaffen, damit nie wieder Krieg entsteht.

Was kann man sich sonst wünschen!

Genau, was kann man sich sonst wünschen. Bei so viel unerträglichem Leid wünsche ich mir jeden Tag, dass in Syrien, in Irak und Afghanistan endlich Frieden entsteht. Guck dir Irak an. Das Land hat so viel durchgemacht. Ich wünsche mir nichts mehr als Frieden in dieser Welt. Das ist mein größter Wunsch!

Ich habe vor kurzem mit einer deutschen Freundin darüber diskutiert, ob Deutschland ein rassistisches Land ist. Es gab unterschiedliche Meinungen. Du bist in Berlin geboren, bist hier aufgewachsen und hast viel erlebt. Was meinst du, ist Deutschland ein rassistisches Land, und wenn ja, was können wir dagegen tun?

Ich finde, Deutschland ist ein schönes Land. Keine Ahnung Alter, aber nach 40 Jahren entwickelst du eine Art Sympathie für diese Menschen. Irgendwo kann ich die auch gut verstehen. Nicht diese NSU-Idioten und so. Aber es gibt auch andere Menschen. die kritisieren, aber keine Rassisten sind. Viele von uns sind richtig dickköpfig. Wollen nicht mit uns reden lassen, ein Streit nach dem anderen.

Wenn es um die türkische Politik geht, sehe ich das immer wieder. Beste Freunde, und sogar Familienangehörige reden nicht miteinander, nur weil sie nicht einer Meinung sind. Sind diese Leute bescheuert, was stimmt mit nicht ihnen?

Bestes Beispiel Bruder, da siehst du mal, wie Streitsüchtig unsere Leute sind. Nur weil sie unterschiedliche politische Meinungen haben, gehen sie sich an den Kragen. Siehst du Moruk, dass bestätigt meine These. Wir Türken haben eine sehr eigenartige Mentalität. Deutschland ist die Mitte Europas. Da ist es klar, dass es hin und wieder Ärger gibt. Hier leben mehr Linksextremisten als Rechtsextremisten. Ich liebe die Türkei, ich fliege jedes Jahr dahin, habe eine ganz besondere Beziehung dahin. Aber letzten Endes ist Deutschland unser Heimatland. Ich fühl mich eigentlich sehr wohl in diesem Land. Das deutsche Volk ist in vielen Dingen auch sehr vorbildlich.

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Wie ist es mit der Familie?

Familie?

Ja, Familie.

Familie ist alles im Leben. Es ist das Wichtigste im Leben. Nichts geht über die Familie. Meine Eltern haben sehr viel für mich getan. Ich liebe sie über alles. Vater bedeutet Gerechtigkeit und Mutter bedeutet Liebe. Sie arbeiten heute noch. Gleich da. Nicht weit von hier.

Was macht dich glücklich im Leben? Ich meine, wenn du einen schlechten Tag hattest oder es im Leben nicht so läuft, wie du es dir vorstellst, was machst du dann, um das Beste rauszuholen?

Ich kenn das. In meinem Freundschaftskreis gibt es auch Menschen, die es nicht schaffen, sich aufzurappeln. Man muss positiv denken, das Leben ist eine Reise, es macht nicht viel Sinn, an der Vergangenheit zu hängen und sich selber depressiv zu machen.

Letzte Frage: Ich habe irgendwie das Gefühl, dass der Hip Hop nicht mehr das ist, was er mal war. Ich meine den Rap von Dr.Dre, Snoop Dogg oder Tupac in den Neunzigern beispielsweise. Die Rapper passen sich irgendwie den Zeiten an. Sie machen nur noch das, was Geld bringt.

Das stimmt. Die meisten machen nur noch die Art von Musik, die Geld bringt. Aber es gibt noch wahren authentischen Rap. So etwas wird niemals aussterben. Es darf und kann nicht aussterben. Das ist eine Phase, die kommt und geht. Es gibt nur noch wenige Rapper, die wahren Hip Hop machen. Die Ära des wahren Hip Hop wird wieder zurückkehren. Das ist nur eine Frage der Zeit!

Hakan Abi, ich bedanke mich mit ganzem Herzen!

Und ich bedanke mich, Kardeş!

*************

Zur Person: Killa Hakan (mit bürgerlichem Namen Hakan Durmuş) wurde 1973 in Berlin geboren und ist ein deutsch-türkischer Rapper. Seine Kindheit verbrachte er in Kreuzberg. In den Achtziger Jahren kam er ins Gefängnis und begann dort, seine Texte zu schreiben. Seit 2000 etwa arbeitet er als Solokünstler

2 Januar 2018 0 Kommentare
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