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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

Türken kaufen sich offenbar Strafanzeigen in ihrer Heimat, um Asyl in Deutschland...

19 Oktober 2026 0 Kommentare
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21 September 2026 0 Kommentare
Allgemein

Ermittlungen gegen den Verein Ahbap: Haluk Levent und 17 weitere Personen festgenommen

von Fremdeninfo 13 Juli 2026
von Fremdeninfo

Quelle: Avrupa Demokrat / bianet – EMK

In einer von der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul geleiteten Untersuchung gegen den Wohltätigkeitsverein Ahbap wurde der Künstler Haluk Levent festgenommen. Im Zuge der Ermittlungen wurden zudem 17 weitere Personen in Gewahrsam genommen, die mutmaßlich mit Mitarbeitern und Mitgliedern des Vereins in Verbindung stehen.

Vorwürfe: Geldwäsche und illegale Wetten

Laut den Ermittlungsakten wird behauptet, dass über Konten, die mit Haluk Levent assoziiert werden, zwischen den Jahren 2020 und 2024 (bzw. bis heute) legale Wetten im Wert von rund 990 Millionen Lira abgeschlossen wurden. Dabei soll ein Verlust von etwa 390 Millionen Lira entstanden sein.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft Haluk Levent insbesondere „Verstoß gegen das Vereinsgesetz“, „Geldwäsche von aus Straftaten stammenden Vermögenswerten“ sowie „Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation“ vor. Nach seiner Festnahme wurde Levent in den Vatan-Komplex des Istanbuler Polizeipräsidiums gebracht.

Bei zeitgleichen Razzien an den Adressen der Verdächtigen beschlagnahmten die Einsatzkräfte digitales Beweismaterial, Bargeld, Gold, Schecks, Schuldscheine sowie verschiedene Dokumente. Insgesamt befinden sich derzeit 18 Personen in polizeilichem Gewahrsam.

Staatsanwaltschaft nimmt Spendenkonten unter die Lupe

In einer schriftlichen Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul heißt es, dass die Untersuchung aufgrund von Vorwürfen eingeleitet wurde, wonach hohe Geldbeträge im Namen des Ahbap-Vereins auf die Konten einzelner Verdächtiger überwiesen worden seien. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Verdacht, dass Erdbebenspenden (insbesondere nach den Beben vom 6. Februar 2023) zweckentfremdet und ins Ausland transferiert wurden.

Die Staatsanwaltschaft führt an, dass Levent zahlreiche Bankkonten genutzt habe, darunter eines auf den Namen seiner Assistentin Yeliz Kaya. Es seien Überweisungen in Höhe von rund 120 Millionen Lira von Vereinskonten auf das Privatkonto von Kaya festgestellt worden. Zudem wurde die Festnahme damit begründet, dass Fluchtgefahr bestehe: Levent habe trotz eines bestehenden Ausreiseverbots Vorbereitungen für eine Flucht ins Ausland getroffen.

Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit Immobilien

Ein weiterer Teil der Ermittlungen betrifft den Vorwurf, dass unter missbräuchlicher Verwendung des Namens „Ahbap“ Immobilien von Opfern gegen falsche Spendenversprechen erworben wurden. Diese Immobilien seien zunächst auf Yeliz Kaya und später auf Dritte übertragen worden. Der hierbei entstandene Gesamtschaden wird auf etwa 60 Millionen Dollar geschätzt. Es gebe zudem Erkenntnisse, dass Spendengelder direkt auf Privatkonten umgeleitet oder Vereinsimmobilien auf die Namen der Verdächtigen registriert wurden.

Hintergrund: Frühere Verurteilungen und Rücktrittsankündigung

Bereits im Juni wurde Haluk Levent in einem Verfahren wegen ungedeckter Schecks zu einer Geldstrafe von rund 70 Millionen Lira verurteilt. Damals wurde ihm zudem untersagt, neue Schecks auszustellen. Levent verteidigte sich damals mit der Aussage, dass Ratenzahlungen vereinbart worden seien und kein finanzieller Schaden entstanden sei. Er kündigte jedoch an, den Vorsitz von Ahbap aus gesundheitlichen Gründen niederzulegen, sobald die laufende Finanzprüfung abgeschlossen sei.

Reaktion von Haluk Levent

Levent, dessen Name zuletzt auch im Kontext einer Untersuchung gegen die portugiesische Staatsbürgerin Tessy Ramos Correia fiel, wies alle Anschuldigungen über die sozialen Medien entschieden zurück. Er betonte, er habe in seinem gesamten Leben weder geraucht noch Drogen konsumiert oder sich illegaler Handlungen schuldig gemacht.

Hinweis: Die in diesem Bericht enthaltenen Informationen basieren auf den Erklärungen der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul. Da die Ermittlungen noch andauern, gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.


 

13 Juli 2026 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Prämien für Rückkehrer: Poseck für regelmäßige Abschiebeflüge nach Syrien

von Fremdeninfo 13 Juli 2026
von Fremdeninfo

               Von: Faz.

Hessens Innenminister kann sich bei Abschiebungen langfristig auch mehrere Charterflüge pro Monat von Deutschland nach Syrien vorstellen. Das Bundesinnenministerium hatte angekündigt, dass künftig monatlich bis zu drei solcher Flüge in das von den islamistischen Taliban beherrschte Afghanistan möglich seien. Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) sagte in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden: „Perspektivisch müssen wir auch mit Syrien so weit kommen

Wichtig sei jedoch zu differenzieren. Gut integrierte Syrer, etwa Ärzte und Pfleger, könnten bleiben, gerade wenn sie auch schon einen deutschen Pass hätten, erklärte der Innenminister. „Straftäter und Gefährder allerdings müssen zuerst gehen.“

Poseck: Syrien braucht jede Hand beim Wiederaufbau

Aber auch bei integrierten syrischen Flüchtlingen, „die kein dauerhaftes Aufenthaltsrecht haben und Sozialleistungen in Anspruch nehmen, sind Abschiebungen angesichts der Belastung hiesiger Sozialsysteme unvermeidbar, zumal ihre Heimat jede Hand beim Wiederaufbau braucht“, ergänzte Poseck.

In Syrien hatte von 2011 bis 2024 ein grausamer Bürgerkrieg getobt. Viele hunderttausend Syrer flohen nach Deutschland. Anders als bei Afghanistan sind Abschiebungen auch nur von einzelnen Straftätern nach Syrien vorerst die Ausnahme – die dortige Sicherheitslage gilt noch als angespannt.

Die Abschiebungen nach Afghanistan sorgen für Kritik. Den islamistischen Taliban wird vorgeworfen, Menschen willkürlich festzunehmen und zu foltern sowie Frauen zu unterdrücken und Bildung zu verwehren. Im August 2024 waren erstmals seit der Machtübernahme durch die Taliban Straftäter mit Hilfe von Katar von Leipzig nach Kabul abgeschoben worden. Inzwischen gibt es auch wieder von Deutschland selbst organisierte Abschiebungen nach Afghanistan

13 Juli 2026 0 Kommentare
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Politik

Erdoğan will wieder US-Kampfjets

von Fremdeninfo 13 Juli 2026
von Fremdeninfo

           Artikel von Gerd Höhler/ FR

Der türkische Präsident hofft darauf, das russische Flugabwehrsystem S-400 loswerden zu können. Denn nur dann würde der Kauf von F-35-Tarnkappenjets möglich werden.

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan hofft auf eine Rückkehr seines Landes in das F-35-Kampfjetprogramm der USA. Präsident Donald Trump hat bereits Bewegung in der Sache signalisiert. Aber es gibt Hindernisse.

Für Erdoğan war der Nato-Gipfel in Ankara die erfolgreichste internationale Konferenz seiner politischen Laufbahn. Zwei Tage lang stand er als Gastgeber im Mittelpunkt der Weltpolitik. Angesichts der Krisen und Kriege im Nahen Osten erscheint die Türkei dem Bündnis als Sicherheitspartner wichtiger denn je. Die Kritik westlicher Staaten an Demokratiedefiziten und Repression von Oppositionellen ist weitgehend verstummt. Vor allem Trump überhäufte seinen „Freund“ Erdoğan mit Lob: „Sie sind ein großartiger und weltweit angesehener Staatschef (…) Wir hatten von Anfang an eine gute Chemie, wir haben eine ganz besondere Beziehung.“

Den Komplimenten sollen nun Taten folgen. Trump will den Weg für eine Rückkehr der Türkei in das F-35-Programm ebnen. Die USA hatten Ankara 2019 ausgeschlossen, nachdem Erdoğan das russische Luftabwehrsystem S-400 kaufte. Washington befürchtete, Moskau könne dadurch an sensible Daten über die Fähigkeiten des US-Tarnkappenjets kommen. Per Gesetz wurde die Lieferung von F-35 an die Türkei untersagt, solange dort die S-400 sind.

Trump würde diese Blockade nun gern beseitigen. „Wir sollten keine Freunde sanktionieren“, sagte er in Ankara. Für eine Lieferung benötigt er allerdings das Placet des Kongresses. Die gilt als unwahrscheinlich, solange die Türkei an den russischen Raketen festhält.

So verwundert es nicht, dass die regierungsnahe Zeitung „Hürriyet“ berichtete, Ankara erwäge einen Verkauf der S-400 an Katar oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Das wäre allerdings wegen der Endverbleibsklauseln bei Waffendeals nur mit Zustimmung Russlands möglich. Ein russischer Regierungsvertreter bestätigte Gespräche mit der Türkei über die Zukunft der Raketen. Ob Moskau einem Weiterverkauf zustimmt, ist aber offen.

Selbst dann ist nicht sicher, ob der US-Kongress den Weg für die F-35 freimachen würde. Denn es gibt in beiden Parteien große Vorbehalte. Die demokratische Abgeordnete Dina Titus sagt, ein Verkauf der Jets würde „ein falsches Signal an unsere Partner senden“. Nato-Mitglied Griechenland wie auch Israel befürchten, dass die Türkei mit den modernen Jets in der Region noch aggressiver auftreten könnte.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt eine Lieferung strikt ab. „Einem Regime, das von der Muslimbruderschaft durchsetzt ist, sollte man meiner Meinung nach keine F-35-Kampfjets überlassen“, sagte er. Israel ist bislang der einzige Staat in Nahost, der über den Tarnkappenjet verfügt. Aus Sicht Netanjahus sollte das auch so bleiben: „Ein Verkauf der F-35 an die Türkei würde das Kräftegleichgewicht im Nahen Osten stören.“

 

 

13 Juli 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Die Macht der Veränderung und der Spiegel der Entfremdung

von Cumali Yağmur 12 Juli 2026
von Cumali Yağmur


               Halit Güner / Düsseldorf

Leserbrief 

Man wird in einem Land geboren und besucht dort die Schule. In der Kindheit spielt man in den Straßen. Man wächst heran und wird weiterhin in den Schulen dieses Landes ausgebildet. Später wird man gezwungen, dieses Land zu verlassen und ins Ausland zu gehen. Man kommt in ein Land, dessen Sprache und Kultur man überhaupt nicht kennt; dort studiert und arbeitet man unter großen Schwierigkeiten.

Jahre vergehen, und man sehnt sich immer noch nach diesem Land. Man sieht die Orte, an denen man früher gespielt hat, die Schulen und die Schulfreunde im Traum. Doch mit den Jahren verblassen sogar diese Träume vom Heimatland. Alles im Gedächtnis wird langsam gelöscht; das Land, in dem man einst lebte, rückt in weite Ferne. Da man nicht mehr dorthin reisen kann, verliert man den Kontakt zu seinen Freunden. Sie sterben, ihre Kinder werden geboren; man selbst entfremdet sich völlig von dem Land, in dem man geboren wurde. Sogar die kulturellen Werte beginnen, einem seltsam und gegensätzlich zu erscheinen. Auch wenn man das Geschehen über die Medien verfolgt, distanziert man sich von deren Diskursen und Denkweisen. Man nimmt eine völlig neue Persönlichkeit an.

Das Land, in dem man lebt, wird einem nach einer Weile zu eng. Man kann sich nicht mehr mit den Wertvorstellungen dieses Landes identifizieren. Man wendet sich universellen Werten zu, die weltweit Gültigkeit haben; so sehr, dass einem die Grenzen und die lokalen kulturellen Werte des Geburtslandes fremd werden. Man macht sich universelle Gedanken und Kulturen zu eigen. Jenes Land wird einem vollkommen fremd; seine kulturellen Werte interessieren einen nicht mehr oder wirken gar befremdlich.

Die kulturellen Werte, Sitten und Traditionen eines jeden Landes befinden sich in einem stetigen Wandel; das Alte erneuert sich. Die Werte von heute treten an die Stelle alter Strukturen. Wenn man auf das eigene Land zurückblickt, sieht man, dass sich auch dort die alten Werte verändert haben. Selbst wenn einige mit diesem Wandel nicht Schritt halten können, ist man selbst – gerade weil man dieser Kultur nicht mehr angehört – die Person, die den eigentlichen Wandel herbeiwünscht. Manchmal stellt die Kultur dieses Landes ein Hindernis für den Fortschritt dar, doch da man sich ihr nicht mehr zugehörig fühlt, weist man sie mit einer Handbewegung von sich. Man kann sich dem Wandel nicht mit dem eigenen Körper entgegenwerfen, um ihn aufzuhalten; man muss bereit für die Veränderung sein. Selbst wenn man dagegen ist, wird der Wandel einen beiseitedrücken; Werte werden sich weiterhin verändern und entwickeln.

Mit der Zeit sucht man zwar nach einem Ort, an den man gehört, erkennt aber schließlich, dass man eigentlich nirgendwohin gehört. Man lebt einfach in einem Land, versucht dort zu bleiben und sich anzupassen.

Ich lese die Artikel auf der Website von Femden Info und stoße dabei auf Texte, die in der Art verfasst sind, wie ich es oben zu beschreiben versucht habe. Manchmal frage ich mich: „Haben die Menschen, die hier schreiben, wohl dieselben Phasen durchlaufen wie ich?“ Sicherlich sind diese Menschen – genau wie ich – wandlungsfähig, weitsichtig, akzeptieren den Wandel und bestimmen ihren eigenen Kurs.

Ich möchte Ihnen wirklich gratulieren und dies mit meinen aufrichtigsten Gefühlen betonen. Die Artikel und Diskurse in jedem Bereich wirken wie ein Spiegel für mich und bereichern meinen Horizont. Wenn ich die Texte von Herrn Cumali Yağmur lese, erfahre ich eine neue Sichtweise und denke monatelang über deren Inhalte nach. Ich wünsche Ihnen aufrichtig viel Erfolg und hoffe, dass Sie stets so kämpferisch bleiben und die Probleme der Migranten-Minderheiten zur Sprache bringen, damit Lösungen für diese Probleme gefunden werden können.

12 Juli 2026 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Mehr als eine Million Migranten beantragen rechtlichen Status in Spanien

von Cumali Yağmur 12 Juli 2026
von Cumali Yağmur

                      Von Spanische Presse 

In Spanien haben mehr als eine Million irreguläre Migranten im Rahmen eines Dekrets der linksgerichteten Minderheitskoalitionsregierung einen Antrag auf Erlangung eines legalen Status gestellt.

Es wurde berichtet, dass die Zahl der Teilnehmer an dem Antragsverfahren, das am 15. April begann und morgen endet, die Erwartungen um das Doppelte übertroffen und die Marke von einer Million überschritten hat. Dieser Prozess ermöglicht es irregulären Migranten, eine legale Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung zu erhalten.

Die Regierung war ursprünglich davon ausgegangen, dass etwa 500.000 irreguläre Migranten einen Antrag stellen würden.

Die Regierungssprecherin sowie Ministerin für Inklusion, soziale Sicherheit und Migration, Elma Saiz, erklärte in einer Pressemitteilung nach der Kabinettssitzung, dass der Prozess zur Legalisierung der irregulären Migranten „erfolgreich verlaufen“ sei.

Saiz kritisierte die rechtsgerichtete Volkspartei (PP), die größte Oppositionspartei, die sich in Brüssel mit der Begründung beschwert hatte, dass die Legalisierung gegen „gemeinsame Standards der Europäischen Union“ verstoße. Saiz warf der Opposition vor, unverantwortlich zu handeln.

Saiz kündigte zudem an, dass die genauen Zahlen zu den eingegangenen Anträgen voraussichtlich am Wochenende bekannt gegeben werden.

Die spanische Presse berichtete unter Berufung auf Informationen von Nichtregierungsorganisationen, dass die Zahl der Anträge von irregulären Migranten, die einen legalen Status anstreben, sogar 1,2 Millionen erreicht habe.

Ministerpräsident Pedro Sanchez wird morgen an einer Veranstaltung zu diesem Legalisierungsprozess teilnehmen.

Die Legalisierung irregulärer Migranten in Spanien

Die Regierung, die über keine Mehrheit im Parlament verfügt, hatte gemäß dem im Ministerrat verabschiedeten Sonderdekret ein Antragsverfahren eingeleitet. Dieses gilt für alle irregulären Migranten, die vor dem 1. Januar 2026 nach Spanien eingereist sind, sich seit mindestens fünf Monaten ununterbrochen im Land aufhalten, nicht vorbestraft sind und keine Bedrohung für die öffentliche Ordnung darstellen. Ziel ist die Erteilung von Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen.

Rechte und rechtsextreme Fraktionen im Europäischen Parlament hatten den Legalisierungsprozess der spanischen Regierung kritisiert.

Migranten machen 20 Prozent der spanischen Bevölkerung aus

Offiziellen Daten zufolge hat sich die Zahl der in Spanien lebenden Ausländer seit 2002 verdoppelt. Aktuell machen Migranten 20 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes aus.

Nach den neuesten Daten des Nationalen Instituts für Statistik (INE) leben in Spanien 10 Millionen im Ausland geborene Menschen, was einem Fünftel der Bevölkerung entspricht.

Während die Zahl der im Ausland geborenen Personen in den letzten drei Jahren um 2 Millionen gestiegen ist, entfielen 43 Prozent der neu geschaffenen Arbeitsplätze im Land auf Migranten.

12 Juli 2026 0 Kommentare
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Can Taylan Tapar
Politik

Die Bewaffnung des Rechts: Systematische Verfolgung der Opposition in der Türkei

von Can Taylan Tapar 12 Juli 2026
von Can Taylan Tapar

Ein Konzept: Lawfare

In der Politikwissenschaft beschreibt der Begriff „Lawfare“ (Krieg mit den Mitteln des Rechts) den Einsatz rechtlicher Instrumente – wie Klagen, Ermittlungen, Verhaftungen und die Einsetzung von Zwangsverwaltern –, um einen politischen Rivalen unter dem Schein eines legitimen Gerichtsverfahrens zu neutralisieren. Der Unterschied zu klassischen Modellen des Autoritarismus besteht darin, dass anstelle offener Repression die Gerichtssäle, Anklageschriften und der Diskurs über die „Unabhängigkeit der Justiz“ instrumentalisiert werden. Das Verfahren, das in der Türkei seit anderthalb Jahren gegen den Oberbürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, betrieben wird, stellt ein Lehrbuchbeispiel für dieses Konzept dar.

In diesem Artikel werde ich nicht nur eine einzelne Verhaftung untersuchen, sondern das Muster, das durch mehrere, gleichzeitig gegen dieselbe Person geführte Verfahren entsteht. Denn das eigentlich Bedeutsame ist nicht ein isoliertes Verfahren, sondern das faktische Ergebnis, das aus der Gesamtheit dieser Prozesse resultiert.

Drei Fronten gegen dieselbe Person

İmamoğlu wurde am 23. März 2025 im Rahmen von Korruptionsermittlungen gegen die Stadtverwaltung von Istanbul (İBB) verhaftet und durch einen Beschluss des Innenministeriums seines Amtes als Oberbürgermeister enthoben. Der seither gegen ihn geführte Prozess besteht nicht aus einem einzelnen Verfahren, sondern aus drei separaten Gerichtsverfahren, die zwar unabhängig voneinander erscheinen, sich jedoch in Bezug auf ihr Timing und ihre Wirkung überschneiden:

  • Das İBB-Verfahren: Eine Mammutakte mit 414 Angeklagten, die auf einer 3.900-seitigen Anklageschrift basiert und zahlreiche Vorwürfe beinhaltet, allen voran die „Gründung und Leitung einer kriminellen Vereinigung“. Die Staatsanwaltschaft behauptet, İmamoğlu sei für 142 separate Handlungen verantwortlich, und fordert eine Haftstrafe von 828 bis zu 2.352 Jahren. Allein diese Zahl deutet darauf hin, dass das Verfahren weniger einen bestrafenden als vielmehr einen abschreckenden und eliminierenden Zweck verfolgt.

  • Das Spionage-Verfahren: In diesem Prozess, in dem İmamoğlu gemeinsam mit dem Chefredakteur von TELE1, Merdan Yanardağ, dem Kampagnenmanager Necati Özkan und dem Geschäftsmann Hüseyin Gün vor Gericht steht, wird ihm gemäß Artikel 328/1 des türkischen Strafgesetzbuchs (TCK) „politische oder militärische Spionage“ zur Last gelegt; die Staatsanwaltschaft fordert 15 bis 20 Jahre Haft. Die Anklage stützt sich auf einen anonymen Tipp beim Notrufzentrum 112. Die Tatsache, dass unmittelbar nach Yanardağs Festnahme ein Zwangsverwalter bei TELE1 eingesetzt und der Sender für 28 Millionen Lira zur Versteigerung freigegeben wurde, führt die abschreckende Funktion dieses Verfahrens für die Presse deutlich vor Augen.

  • Das Diplom-Verfahren: Ein Verfahren wegen Urkundenfälschung, das eingeleitet wurde, nachdem die Universität Istanbul die Diplome von 28 Personen, darunter auch İmamoğlu, mit der Begründung der „Nichtigkeit“ (rechtlichen Nichtexistenz) annulliert hatte. Dass eine Universitätsimmatrikulation aus dem Jahr 1994 dreißig Jahre später – im politisch kritischsten Moment – auf die Tagesordnung gebracht wird, zeigt unmissverständlich, dass das Timing dieses Verfahrens kein Zufall ist.

Dass diese drei Verfahren in derselben Woche vor unterschiedlichen Gerichten verhandelt werden – und İmamoğlu nach eigenen Worten gezwungen ist, sich am selben Tag vor drei verschiedenen Gerichten zu verteidigen –, kann nicht als rechtlicher Zufall gedeutet werden. Diese Ballung, die das Verteidigungsrecht des Angeklagten faktisch unnutzbar macht, ist im Hinblick auf die Verletzung des Rechts auf ein faires Verfahren eine Diskussion für sich.

Die faktische Einschränkung des Rechts auf Verteidigung

Die Ereignisse in der Anhörung des İBB-Verfahrens am 8. Juli 2026 machten den punitiven Charakter des Prozesses noch deutlicher. Während İmamoğlu betonte, dass die ihm zugestandene Verteidigungszeit für eine so umfangreiche Akte unzureichend sei, zog er einen Vergleich zu vergangenen politischen Prozessen: Er verwies auf Präzedenzfälle, in denen Ümit Özdağ einen ganzen Tag und Selahattin Demirtaş vierzehn Tage lang ununterbrochen plädieren durften, und argumentierte, die gegen ihn verhängte Beschränkung sei ein Doppelstandard.

Nach den Worten İmamoğlus („Ich werde richten; ich werde diejenigen vor Gericht stellen, die die Anklageschrift vorbereitet haben“), der nach Spannungen mit dem Richtergremium aus dem Saal verwiesen wurde, leitete die Generalstaatsanwaltschaft Bakırköy noch am selben Tag von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren wegen „Bedrohung eines Amtsträgers“ ein. Dass sich ein politisches Statement, das ein Angeklagter im Gerichtssaal äußert, innerhalb weniger Stunden in ein neues Strafverfahren verwandelt, ist ein konkretes Indiz dafür, dass der Justizprozess selbst zu einem Repressionsinstrument geworden ist.

Die zweite Front auf Parteiebene: Das Parteitagsverfahren und die faktische Spaltung

Der Druck beschränkt sich nicht nur auf die Person İmamoğlus. Die Klage auf „absolute Nichtigkeit“, die wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten auf dem 38. ordentlichen Parteitag der CHP im Jahr 2023 eingereicht wurde, ist nun rechtskräftig abgeschlossen: Die 36. Zivilkammer des Regionalen Gerichtshofs Istanbul erklärte den Parteitag am 22. Mai 2026 für ungültig, enthob die Führung unter Özgür Özel einstweilig ihres Amtes und setzte den ehemaligen Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu sowie den vorherigen Vorstand wieder ein. Der Hohe Wahlausschuss (YSK) wies den Einspruch der CHP gegen diese Entscheidung ebenfalls ab. Dass Kılıçdaroğlu in der Anklageschrift als „Geschädigter“ geführt wurde, hatte die rechtliche Grundlage für seine Wiedereinsetzung durch das Gericht bereits im Vorfeld geebnet.

Das Ergebnis der Entscheidung war kein bloßes Szenario, sondern eine faktische Parteikrise. Während das Lager um Özel den Fraktionsvorsitz im Parlament behauptet, leitet Kılıçdaroğlu die Parteizentrale; die Partei hat nun eine Doppelspitze. Über 700 Özel-nahe Delegierte sammelten Unterschriften für einen außerordentlichen Parteitag und reichten diese bei der Parteizentrale ein. Die Führung unter Kılıçdaroğlu bearbeitete diesen Antrag jedoch nicht, sondern kündigte stattdessen den Zeitplan für einen ordentlichen Parteitag im September an – wodurch sie die satzungsgemäße Pflicht zur Rückmeldung bis zum 11. Juli effektiv aushebelte.

Daraufhin bereitet sich das Özel-Lager vor, beim Friedensgericht die offizielle Einsetzung eines Einberufungsausschusses (faktisch eines Zwangsverwalters) durch das Gericht zu beantragen. Die Seite, die Kılıçdaroğlu seit Monaten als „Zwangsverwalter“ bezeichnet, ist nun ironischerweise an dem Punkt angelangt, selbst einen gerichtlich bestellten Verwalter zu fordern. Es wird erwartet, dass der Kassationshof (Yargıtay) vor den am 20. Juli beginnenden Gerichtsferien über den Einspruch gegen die einstweilige Anordnung entscheidet. Sollte bis zu diesem Datum keine Entscheidung zu ihren Gunsten ergehen, hat das Özel-Lager zusammen mit dem Team von İmamoğlu, das den Prozess aus Silivri heraus steuert, angekündigt, die Vorbereitungen für die Gründung einer neuen Partei einzuleiten, was zu einer Abspaltung führen würde, an der fast einhundert Abgeordnete beteiligt wären.

Was also anfangs als „ein Szenario, dem eine Gerichtsentscheidung den Weg ebnen könnte“, gedeutet werden konnte, ist bis zum heutigen Tag bereits Realität geworden und hat die größte Oppositionspartei des Landes faktisch an den Punkt einer Spaltung getrieben. Dies ist das konkretste Beispiel dafür, dass Gerichtsentscheidungen nicht nur einzelne Politiker, sondern direkt die institutionelle Integrität der Opposition ins Visier nehmen können.

Warum es sich nicht um einen „Einzelfall“, sondern um ein systematisches Muster handelt

Was die Definition dieses Prozesses als Lawfare rechtfertigt, ist nicht die rechtliche Umstrittenheit eines einzelnen Verfahrens – umstrittene Fälle kann es in jedem Rechtssystem geben –, sondern vielmehr das Zusammenwirken der folgenden drei Elemente:

  • Erstens die Gleichzeitigkeit: Dass gegen dieselbe Person im selben Zeitraum mehrere schwere Strafverfahren auf der Grundlage voneinander unabhängiger rechtlicher Begründungen eröffnet werden, ist statistisch nicht zu erwarten, sondern deutet auf eine gezielte Strategie hin.

  • Zweitens das Timing: Dass die Annullierung des Diploms nach dreißig Jahren erfolgt, der Vorwurf der Spionage mitten im Wahlkampf erhoben wird und die neuen Ermittlungen unmittelbar auf ein im Gerichtssaal gesprochenes Wort folgen, zeigt, dass sich der juristische Prozess synchron zum politischen Kalender bewegt.

  • Drittens die Schnittmenge mit der Presse: Dass die Einsetzung eines Zwangsverwalters bei TELE1 und die Verhaftung von Yanardağ in derselben Akte wie das Spionageverfahren gegen İmamoğlu geführt werden, verdeutlicht, dass nicht nur die politische Opposition selbst, sondern auch die über sie berichtende Presse durch dasselbe juristische Manöver zum Schweigen gebracht werden soll.

Fazit

Die Kluft zwischen dem Narrativ des Justizministeriums von „unabhängigen und unparteiischen Gerichten“ und der Realität, in der im selben Zeitraum drei parallele Verfahren gegen einen Oberbürgermeister eröffnet werden, ein Zwangsverwalter für den Sender eines Journalisten eingesetzt wird, ein im Gerichtssaal geäußertes Wort innerhalb von Stunden zu neuen Ermittlungen führt und die größte Oppositionspartei durch eine Gerichtsentscheidung faktisch gespalten wird, bietet eine hinreichende Datenbasis, um den tatsächlichen Zustand des Rechtsstaates in der Türkei zu verstehen. Was hier debattiert wird, ist nicht die Frage, ob ein einzelnes Verfahren fair ist oder nicht; sondern ob das Recht systematisch zu einem Instrument der politischen Führung gemacht wird, um ihre Rivalen zu eliminieren. Die oben zusammengefassten Fakten beantworten diese Frage von selbst.

12 Juli 2026 0 Kommentare
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Politik

DIE LOKALE VERWALTUNGSERFAHRUNG VON FATSA IST DAS MODELL DER DIREKTEN DEMOKRATIE FÜR DIE TÜRKEI DER ZUKUNFT

von Cumali Yağmur 11 Juli 2026
von Cumali Yağmur

            Von: Celal Isik/ Istanbul 

Die lokale Verwaltungserfahrung von Fatsa hat als Modell der direkten Volksherrschaft und der direkten Demokratie das „Establishment“ (die bestehende Ordnung) und seine Verwalter, denen es an demokratischer Kultur mangelt, zutiefst beunruhigt und verängstigt. Diese oligarchische, monistische und streng zentralistische Struktur steht im krassen Gegensatz zur Demokratie sowie den Interessen und Forderungen der breiten Volksmassen.

Die „Punkt-Operation“ (Nokta Operasyonu) gegen Fatsa am 11. Juli 1980 war das Ergebnis dieser Angst und Besorgnis der Herrschenden; sie war ein Putsch gegen den gewählten Willen des Volkes. Kurz gesagt: Die Fatsa-Operation war die Folge der großen Panik der Herrschenden davor, dass die Beherrschten im Modell der lokalen Selbstverwaltung von Fatsa lernen könnten, sich selbst zu regieren.

Das halb-zivile, halb-militärische Bevormundungssystem (Tutelsystem), das sich vor der Selbstverwaltung des Volkes auf lokaler Ebene wie vor der Pest fürchtete, steuerte Schritt für Schritt auf den faschistischen Putsch vom 12. September zu – einen Putsch, den auch die USA für die Türkei vorsahen. Demirels Ausspruch „Lass Çorum beiseite, schau dir Fatsa an“ war der deutlichste Ausdruck dieser Angst der Herrschenden.

Doch wie man so schön sagt: Angst schützt nicht vor dem Schicksal. Diese seltene Blume der Demokratie, die damals in Fatsa allein blühte, erblüht heute in Hunderten von Beispielen lokaler Verwaltung in der gesamten Türkei und bleibt der Albtraum des antidemokratischen Regimes.

Es ist bedauerlich, dass das System heute versucht, seine Existenz zu sichern, indem es – ähnlich wie bei der damaligen Punkt-Operation in Fatsa – „Zwangsverwalter“ (Kayyum) in Hunderten von Kommunalverwaltungen einsetzt und den gewählten Willen des Volkes ausschaltet. Obwohl diese Ordnung ihre Zeit längst überschritten hat und nicht mehr tragfähig ist, hält sie sich aufrecht, indem sie Kraft aus den Strategien des globalen Großkapitals schöpft, das den Nahen Osten nicht nach dem Willen der Völker, sondern nach den eigenen Interessen neu gestalten will.

Die Forderung der USA nach „nützlichen, monarchischen“ Regierungen im Nahen Osten und in der Türkei – anstatt nach echter Demokratie – verlängert die Lebensdauer dieser Machthaber. Doch es bleibt eine Tatsache: Schönheit lässt sich nicht erzwingen, und diese Welt der Unterdrücker wird so nicht weiterbestehen.

Gegen jene, die eine monarchische Ordnung für die Türkei anstreben, wird der Kampf für eine Demokratische Republik, in der die Völker in Frieden sich selbst verwalten können, früher oder später siegen. „Ein Bandit kann nicht über die Welt herrschen.“

Lang lebe die historische Erfahrung der direkten Demokratie des Volkes von Fatsa!

Diejenigen, die glaubten, Fatsa mit einer „Punkt-Operation“ auslöschen zu können, haben sich geirrt. Heute blüht die lokale Verwaltungserfahrung von Fatsa in der gesamten Türkei auf, allen voran in den kurdischen Städten und Bezirken, als Regierungsform der Zukunft. Es gibt nun eine pluralistische Gesellschaft, die Selbstverwaltung erlernen will und eine demokratische Ordnung fordert. Kein König und kein Autokrat kann sich diesem gesellschaftlichen Verlangen und Willen mehr in den Weg stellen.

Lang lebe Fikri Sönmez und die lokale Verwaltungserfahrung von Fatsa!

Diese Erfahrung gehört nicht der Vergangenheit an; sie ist das heutige Erblühen eines demokratischen und pluralistischen Verwaltungsmodells für die Türkei der Zukunft.


Anmerkung: Fatsa ist eine Stadt in der Schwarzmeerregion der Türkei.

11 Juli 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Cerkez yazar Ahmet telliyi kayip ettik

von Cumali Yağmur 11 Juli 2026
von Cumali Yağmur

 

Erdal Aydin/ ankara

Aklı yüreği içinde düşünen şair Ahmet Telli öldü diyorlar ,hayır yalan.

Bize yüreğinin en süzme sözlerini bıraktı,Ahmet Telli .

O ölmedi ,şiirleriyle kalbimizde hep yaşayacak.

„Ten ölür can ölesi değil“

Toplumcu gerçekçi şiirin önemli temsilcilerinden Ahmet Telli, hüzün, isyan, sevda ve direnişi aynı şiir evreninde buluşturan isimlerden biri olarak tanındı. 2 Aralık 1946’da Çankırı’nın Eskipazar ilçesinde  Cerkez bir aileden doğan Telli, Hasanoğlan, Kayseri Pazarören ve Pınarbaşı öğretmen okullarında eğitim gördü. Öğretmen okulunu bitirdikten sonra bir süre köylerde ilkokul öğretmenliği yaptı. Gazi Eğitim Enstitüsü’nü tamamlayan Telli, Kastamonu, İnebolu, Doğanyurt, Kırıkkale ve Ankara’da çeşitli okullarda Türkçe ve edebiyat öğretmeni olarak görev yaptı. 1981’de Gazi Eğitim Enstitüsü’nde öğretmenlik yaptığı dönemde sıkıyönetim sürecinde tutuklandı ve görevinden alındı. Yargılama sürecinin ardından yayıncılık, editörlük ve kitapçılık alanlarında çalıştı. 1993’te mahkeme kararıyla öğretmenliğe dönen Telli, bir süre sonra emekli oldu. İlk şiiri 1961’de yayımlanan Ahmet Telli, 1970’li yıllardan itibaren deneme, eleştiri ve kitap tanıtım yazılarıyla edebiyat çevrelerinde dikkat çekti. 1979’dan itibaren şiir kitaplarını yayımlamaya başladı. Telli’nin başlıca eserleri arasında “Yangın Yılları”, “Hüznün İsyan Olur”, “Dövüşen Anlatsın”, “Saklı Kalan”, “Su Çürüdü”, “Belki Yine Gelirim”, “Nida” ve “Veda Divanı” yer aldı. Özellikle “Su Çürüdü”, 12 Eylül döneminin baskılarını, yalnızlığı ve dönemin karanlık atmosferini güçlü imgelerle anlatan eserlerden biri olarak edebiyat tarihindeki yerini korudu. Romantik ve başkaldırıcı diliyle bilinen Telli, toplumcu gerçekçi şiirin özgün seslerinden biri kabul edildi. Şiirlerinde ayrılığı, acıyı, umudu, yolculuğu ve direnişi güçlü bir lirizmle işledi. Ahmet Telli, Ömer Faruk Toprak Şiir Ödülü, Yazko Şiir Özendirme Ödülü, Nevzat Üstün Şiir Başarı Ödülü, Altın Portakal Şiir Ödülü ve PEN Türkiye Şiir Ödülü gibi birçok ödüle değer görüldü. Şairliğinin yanı sıra öğretmenliği, yayıncılığı ve toplumsal duyarlılığıyla da hafızalarda yer eden Ahmet Telli, ardında Türkiye şiirinin güçlü belleğinde iz bırakan eserler bıraktı.

O arkada cok sayida ölmerz eserler burakirken aramkizdan ayridi,tolragi bol ve yildizlar yoldasi olsun.

11 Juli 2026 0 Kommentare
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Brennpunkt Marstall: Die angespannte Lage in Hannovers Innenstadt

von Fremdeninfo 10 Juli 2026
von Fremdeninfo

von Cumali Yağmur

Am Marstall in Hannover gibt es eine ausgeprägte Trinkerszene. An manchen Tagen versammeln sich dort sehr viele Menschen. Einige von ihnen treten aggressiv auf, während andere versuchen, Kleinigkeiten zu verkaufen. Die Gäste im gegenüberliegenden Café Extrablatt beobachten und bewerten die Situation. Viele sind der Meinung, dass es in Hannover früher nicht so schlimm gewesen sei und die Zahl der Betroffenen täglich zunehme. Es gibt Stimmen, die fordern, die Stadt solle diese Menschen einsammeln und an einen festen Platz außerhalb des Stadtzentrums bringen.
Unterschiedliche Meinungen der Passanten

Die Meinungen über die Menschen vor Ort gehen weit auseinander:

• Mitleid: Einige Kunden empfinden Mitleid. Sie fordern, dass die Stadt die Betroffenen ausreichend unterstützen müsse, damit sie ihre Wohnungen bezahlen können und genug Geld zum Leben haben.

• Kritik von Migranten: Andere Menschen mit Migrationshintergrund schimpfen über die Trinker, da sie befürchten, diese könnten den Ruf aller Ausländer schädigen. Manche fordern in diesem Zusammenhang sogar Abschiebungen.

• Rassismus: Es kommt auch zu rassistischen Beschimpfungen. Besonders Schwarzafrikaner werden oft allein aufgrund ihrer Hautfarbe angefeindet und rassistisch konfrontiert.

• Religiöse Sichtweise: Zwei Frauen mit Kopftuch beobachteten die Szene. Eine sagte, es sei schade, dass die Menschen Alkohol trinken; man solle diesen verbieten. Die andere entgegnete, dass Verbote nichts bringen würden, da die Menschen dann heimlich trinken. Stattdessen müsse man den Menschen Therapien anbieten, damit sie mit dem Trinken aufhören können.

Konflikte mit Kindern

Ein besonders belastender Moment war, als Kinder an einem Wasserspiel spielten und dabei laut wurden. Einige Personen aus der Trinkerszene beschimpften die Kinder, woraufhin Betreuer versuchten, zur Toleranz aufzurufen („Ihr wart schließlich auch mal Kinder“).

Der Polizeieinsatz

Schließlich trafen elf Sicherheitsbeamte und zwei Polizisten ein, um Personenkontrollen durchzuführen. Die Beamten agierten sehr ruhig, aber bestimmt. Einige der kontrollierten Personen waren so stark alkoholisiert, dass sie weder aufstehen noch sprechen konnten. Es wurden Kontrollen durchgeführt und teilweise Handschellen angelegt.

Stimmung der Angestellten und Kunden

Eine Kellnerin berichtete, dass sie manchmal mit einem schlechten Gefühl und sogar mit Bauchschmerzen zur Arbeit komme, weil die Situation momentan sehr belastend sei. Es herrsche viel Hass, Groll und gegenseitige Schuldzuweisungen.

Interessanterweise bemerkte jemand, dass der Marstall vor der Eröffnung des Café Extrablatt noch problematischer gewesen sei. Das Café ziehe nun zumindest ein Publikum an, das für eine gewisse soziale Kontrolle sorge. Ein Kunde im Café bemerkte zudem, dass er niemals Polizist werden wolle, da dies eine psychisch sehr schwere Arbeit sei.

Fazit und Forderungen

Es scheint ein strukturelles Problem in deutschen Großstädten zu sein, dass das Leben für viele unbezahlbar wird und Menschen am Rande der Gesellschaft landen. Es wurde die Forderung laut, dass die Stadt Hannover eine Bestandsaufnahme machen sollte: Wie viele Menschen leben auf der Straße, und welche konkreten Probleme (Sucht, Armut, Wohnungslosigkeit) haben sie, um gezielter helfen zu können.

10 Juli 2026 0 Kommentare
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Bis 2029: Ausstellung erinnert weiter an den Anschlag auf die Keupstraße

von Fremdeninfo 10 Juli 2026
von Fremdeninfo

                Von: dtj-online

Die Kölner Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal“ kann auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden. Wie der Verein „Keupstraße ist überall“ mitteilte, ist der Fortbestand der Bildungsinitiative durch eine Förderung der Sparkasse KölnBonn bis Mitte 2029 abgesichert.

Die Sparkasse unterstützt das Projekt demnach über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt 150.000 Euro. Damit kann die Ausstellung in den Räumlichkeiten an der Schanzenstraße 22 in Köln-Mülheim weiter betrieben werden – nur wenige Gehminuten von der Keupstraße entfernt, auf der der rechtsextreme „Nationalsozialistische Untergrund“ am 9. Juni 2004 einen Nagelbombenanschlag verübte.

Bereits für das laufende Jahr hatte die Stadt Köln Ende 2025 die Sicherung der Mietzahlungen beschlossen. Durch die nun zugesagte Förderung ist der Fortbestand der Ausstellung langfristig gewährleistet.

Erinnerung an den Anschlag und seine Folgen

Die Ausstellung erinnert an den rassistisch motivierten Anschlag auf der Keupstraße, bei dem 22 Menschen teils schwer verletzt wurden. Im Mittelpunkt stehen die Perspektiven der Betroffenen, die gesellschaftlichen Folgen der Tat und der lange Weg bis zur Anerkennung des rechtsextremen Hintergrunds.

Über Jahre hinweg waren die Opfer und ihre Angehörigen mit Verdächtigungen und Stigmatisierungen konfrontiert worden, während der rassistische Charakter der Tat zunächst nicht erkannt wurde oder werden wollte. Die Ausstellung versteht sich deshalb nicht nur als Erinnerungsort, sondern auch als Raum für Aufklärung, Austausch und gesellschaftliche Verantwortung.

„Wichtiges Signal für die Betroffenen“

Die Initiative „Keupstraße ist überall – erinnern, aufklären, verändern“ zeigte sich dankbar für die Unterstützung durch die Sparkasse KölnBonn sowie für den Einsatz des Kölner Stadtrats.

In einer Zeit, in der demokratische Werte und eine lebendige Erinnerungskultur nicht selbstverständlich seien, hätten solche Entscheidungen eine besondere Bedeutung, erklärte die Bildungsinitiative. Die langfristige Sicherung der Ausstellung sei ein wichtiges Signal für die Anerkennung der Perspektiven der Betroffenen des NSU-Terrors und für die Bedeutung aktiver Erinnerungsarbeit.

Ausstellung in unmittelbarer Nähe zur Keupstraße

Dank der Unterstützung des Immobilienunternehmens Jamestown Europe konnte die Ausstellung im Juni 2025 größere Räumlichkeiten im ersten Stock des Gebäudes an der Schanzenstraße 22 beziehen. Die Nähe zur Keupstraße ist dabei bewusst gewählt: Der Erinnerungsort bleibt räumlich mit dem Ort des Anschlags verbunden.

Die Ausstellung richtet sich insbesondere auch an Schulklassen und Bildungsgruppen. Besuche sind dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 15 Uhr nach Anmeldung möglich. Auch andere Interessierte können nach Vereinbarung einen Termin vereinbaren.

10 Juli 2026 0 Kommentare
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