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Holocaust Gedenktag: Türkische Gemeinde fordert gemeinsames Handeln gegen Antisemitismus und Rassismus

von Cumali Yağmur 28 Januar 2026
von Cumali Yağmur 28 Januar 2026
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Von: TGD Türkische Gemeinde in Deutschland e.V.

Holocaust Gedenktag: Türkische Gemeinde fordert gemeinsames Handeln gegen Antisemitismus und Rassismus (Pressemitteilung vom 27. Januar 2026)

Zum Internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus appelliert die Türkische Gemeinde in Deutschland an die Solidarität von Minderheiten untereinander im Kampf gegen den erstarkenden Rechtsextremismus in Deutschland.

„Der 27. Januar erinnert mich daran, dass ich als Türke in Deutschland jüdische Menschen und jüdisches Leben besonders schützen muss, so wie Ignatz Bubis es in den 1990ern gegenüber unseren Leuten getan hat“, sagt Gökay Sofuoğlu, Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland. „Das gilt für jede Minderheit. Die Nazis haben vor allem Jüdinnen*Juden deportiert und getötet, aber u.a. auch Sinti* und Roma*, Homosexuelle und Menschen mit Behinderungen und psychischen Krankheiten sowie als ‚asozial’ stigmatisierte Personen. Als Teil einer Minderheit werde ich nicht müde, zu wiederholen, dass der Kampf um Freiheiten und Rechte der einen Gruppe gleichzeitig der Kampf der anderen Gruppen ist. Rechtsextremisten machen keinen Unterschied, sie hassen Goldstein genauso wie Yılmaz. Wir müssen Antisemitismus und Rassismus gemeinsam bekämpfen.“

Mit Blick auf die Umfrageergebnisse vor den Landtagswahlen ergänzt Gökay Sofuoğlu: „Wenn ich mir die Umfragen zu den Landtagswahlen in diesem Jahr angucke, dann fasst der Ausdruck, ‚Geschichte wiederholt sich‘, die Bedrohungen zusammen, denen wir ausgesetzt sind und mehr denn je ausgesetzt sein werden. Wir müssen uns gemeinsam wehren, zu unserem Schutz und zum Schutz unserer Demokratie, so wie unsere Mitgliedsorganisation, die Ülkümen-Sarfati Gesellschaft, die sich für die Freundschaft zwischen unseren Gemeinden engagiert und auf deren Engagement ich heute aufmerksam machen möchte.“

Veranstaltungshinweis:

Der Türkisch-Jüdische Freundschaftsverein, Ülkümen-Sarfati Gesellschaft e.V., (Mitglied der Türkischen Gemeinde in Deutschland), veranstaltet am 17. März ab 19.00 eine Lesung mit dem Titel „Deutschland: Heimat, Exil, Zukunft?“ im Pears Jüdischen Campus in Berlin. Mihail Groys, ukrainischer Jude, der in den 90er Jahren nach Deutschland kam, wird aus seinem Buch „Meine deutsche Geschichte: Wie ich als ukrainischer Jude meine neue Heimat sehe“ vorlesen. Sprechen werden außerdem Rabbiner Yehuda Teichtal und Moritz Heuberger als Mitglied des Deutschen Bundestages. 

Kaan Bağcı

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 015206862206

Obentrautstraße 72, 10963 Berlin

www.tgd.de

Die Türkische Gemeinde in Deutschland e.V. ist beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der VR-Nr. 15866 B eingetragen und vom Finanzamt für Körperschaften I in Berlin als gemeinnützig anerkannt. Bundesvorsitzende i. S. d. § 26 BGB: Gökay Sofuoğlu, Mehtap Çağlar.

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