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Information

Über 500.000 Emigranten aus der Türkei droht eine Überprüfung durch das Finanzamt

von Fremdeninfo 14 Oktober 2020
von Fremdeninfo

Über 500.000 Emigranten aus der Türkei droht eine Überprüfung durch das Finanzamt

 

Av.Mahmut Erdem

Von Avrupa postasi.

Die Türkei hat sich bereit erklärt das Internationale Abkommen aus dem Jahre 2011 (Informationsaustausch in finanziellen Angelegenheit AIA) mit Deutschland, Niederlande, Frankreich, England umzusetzen. Die Türkei hat dieses Abkommen 2017(Karar Sayisi 2017-10969) zu ihren nationalen Recht erklärt und seit 2018 wird in der Türkei mit Norwegen auch ein Informationsaustausch nach diesem Gesetz durchgeführt.

Soweit an diese Länder finanzielle Daten von Personen mitzuteilen, deren Wohnsitz in Deutschland in Deutschland Frankreich, Niederland befinden. Dabei hat die Türkei in ihrem jüngsten veröffentlichen / August 2020 erklärt sie werden über die Staatsbürgerschaftseigenschaften nicht Auskunft erteilen ,sie sei bereit gegenüber diesen Länder jährlich über Personen Auskunft zu erteilen welche in der Türkei eine Bankverbindung besitzen oder einlagen in einer türkischen Firma haben.

Die Türkei wird diese Auskunft an diese Staaten für das Jahr 2019 bis 31.12.2020 erteilt haben. Viele türkische Staatsbürger aber auch schon deutsche Staatsbürger türkischer Herkunft welch in der Türkei ein Konto unterhalten oder Einlagen haben, haben Angst dass sie steuerlicher als auch strafrechtlich belangt werden. Meine Einschätzung beläuft sich diese Zahl auf 500.000. Bedenkt man das zahlreiche türkische stämmige Personen in der Türkei Renten beziehen als auch Immobilen haben von denen Mieteinnahmen erzielen. Die türkischen Behörden haben erklärt, sie würden nur den letzten Kontostand (Jahresstand) angeben. Für die Angabe an deutsche Behörden ist die Voraussetzung dass jemand sein Wohnsitz in Deutschland oder in den Niederlande England oder Frankreich hat. Hat die Person den Hauptwohnsitz in der Türkei so ist er von dieser Informationsmitteilung nicht betroffen.

An einem Beispiel soll dies verdeutlicht werden.

Ali Ö lebt in Berlin und besitzt einen Kiosk den er seit 10 Jahren betreibt. Ali hat in Istanbul bei der AK -Bank ein Devisenkonto. Auf diesen Devisenkonto zahlt Ali jährlich in seinem Jahresurlaub 9.900,00 € in bar ein. Dafür erhält er jährlich einem Zinssatz von 5 %. Die AK-Bank Istanbul ist dann verpflichtet an die türkische Zentralstelle von Ali die Kontonummer, sein Guthaben und die Höhe der Zinsen Informationen zu erteilen. Die Zentralstelle in der Türkei ist dann verpflichtet diese Informationen an das deutsche Bundeszentralamt für Steuern weiterzugeben.

Diese übermittelten Daten aus der Türkei werden Software geschützt gefiltert, entsprechend der Steueridentifikationsnummer dann Ali zugeordnet und anschließend an das entsprechende zuständige Finanzamt von Ali in Berlin übermittelt. Das Finanzamt Berlin überprüft schließlich, ob Ali bei seiner Steuererklärung (Einkommensteuer) sein Vermögen in der Türkei welches über ca. 100.000,00 € beträgt ordnungsgemäß angegeben hat.

2 Was kann Ali dann tun wenn das Finanzamt Berlin über sein Vermögen in der Türkei Kenntnisse hat?

In finanzrechtlicher Hinsicht kann Ali eine Nacherklärung zu seiner Steuererklärung für 2019 vornehmen. Dabei kann es vorkommen, dass die Steuerbehörde von Ali rückwirkend auf 10 Jahre Beträge (die steuerpflichtig waren und bisher nicht versteuert worden sind) versteuern lässt. Zudem muss unter anderem die im Rahmen der Nachversteuerung festgesetzte Steuer- und

Hinterziehungszinsen in vollem Umfang an das Finanzamt dann entrichtet werden. Zwischen der Türkei und Deutschland existiert die sogenannte Doppelbesteuerungsabkommen. Dies besagt nicht, Das in Deutschland Zinsen und Erträge welche in der Türkei erwirtschaftet worden nicht besteuert wird. Das Doppelbesteuerungsabkommen sieht eine Besteuerung der Differenz vor.

Das Finanzamt kann bei Personen die nicht wie Ali selbständig sind Sozialleistungen beziehen oder bezogen haben, Insolvenz angemeldet haben ihre Erkenntnisse an die Landesbehörden Wie Sozialamt, Jugendämter, Rentenabteilung weitergeben. In diesem Fall macht sich der Betroffene wegen sozialbetrug strafbar.

Neben der Strafbarkeit bekommt die Behörde die Möglichkeit die bereits gezahlten Sozialleistung wie Jobcenterleistungen Kindergeldzuschläge Wohngeld Sozialhilfe zurückzufordern und laufende Leistungen einzustellen.

Was Tun

Im Steuerrecht existiert das sog. Selbstanzeigeprinzip bevor die Steuerkürzung entdeckt wird der Betroffene sich beim zuständigen Finanzamt meldet und eine Nachversteuerung vornimmt. Hiermit entgeht er einer strafrechtlichen Verfolgung.

Personen die Sozialleistungen bezogen haben und in der Türkei Vermögen haben schützt die Selbstanzeige nicht vor der Bestrafung und auch nicht Unwissenheit darüber das diese Angaben getätigt werden müssen schützt ebenfalls nicht vor strafrechtlicher Verfolgung

Daher muss jeder Betroffene genau abwägen ob er eine Selbstanzeige vornimmt. Aus meiner Erfahrung aus anderen Fällen Zentralbank Türkei , sollte jeder Betroffene in diesem Fall einen Anwalt der sowohl das türkische als auch das deutsche Steuerrecht und Strafrecht e beherrscht aufsuchen und sich beraten lassen um weitere Vorgehen abzustimmen.

Rechtsanwalt

M Erdem

14 Oktober 2020 0 Kommentare
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Archive

Die EU und ihre Abhängigkeit von der Türkei

von Fremdeninfo 6 Oktober 2020
von Fremdeninfo

Die EU und ihre Abhängigkeit von der Türkei

Von

dtj-online

–

6. Oktober 2020

0
 
=“Davutoğlu und Merkel in Ankara“ title=“Davutoğlu und Merkel“ width=“696″ height=“281″>
Ahmet Davutoğlu mit Angela Merkel im Jahr 2016. Foto: dpa
 

Nie war die Türkei seit der Gründung durch Mustafa Kemal Atatürk von der europäischen Gemeinschaft so weit entfernt wie heute. Und auch die Europäische Union war nie zuvor in so viele laufenden Deals mit der Türkei verwickelt wie heute. Allen voran mit dem EU-Türkei-Abkommen vom 18. März 2016 haben sich die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU stark verändert. Es herrscht eine Art Abhängigkeitsverhältnis. Doch wer ist abhängiger?

Als erster türkischer AKP-Ministerpräsident nach der Wahl Recep Tayyip Erdoğans zum Staatspräsidenten kam im August 2014 dessen ehemaliger Weggefährte und heutiger Herausforderer Ahmet Davutoğlu (61) an die Regierungsspitze. Nach der Übernahme der Parteiführung wechselte er entgegen aller Erwartungen den Kurs der AKP wieder in Richtung EU-Mitgliedschaft. Zuvor war die Türkei Ende 2013, im Zuge der Ermittlungen gegen schwerwiegende Korruption in Regierungskreisen, von diesem historischen Pfad abgekommen. Dabei hatte gerade Erdoğan seit Anfang der 2000er Jahre aktiv an diesem Kurs mitgewirkt.

Doch die Gesetze, die in der Türkei als Annäherung an die EU umgesetzt wurden, wären dem mächtigen Führer vom Bosporus quasi zum Verhängnis geworden. So wurde der Kurs in Richtung EU gegen die eigenen Interessen Erdoğans und seiner Gefolgschaft ausgetauscht. Fortan versank das einst so rasant wachsende Land wieder in alte Muster der autokratischen Regierungen der Vergangenheit. Doch in seiner kurzen Amtszeit erwischte gerade Davutoğlu ein kurzes Zeitfenster, in der er die heutige Türkei hätte verhindern können.

Rechtsruck innerhalb der EU

Davutoğlu wusste ganz besonders ein Politikum hierfür zu nutzen. Die sogenannte Flüchtlingskrise des Jahres 2015. Nach dem großen Zuzug von Menschen, die vor dem zerstörerischen Krieg in Syrien Zuflucht in Europa suchten, veränderte sich das politische Klima in ganz Europa. Einige Hunderttausend Flüchtlinge sorgten auch in Deutschland für politische Strukturverschiebungen. Seitdem ist Deutschland ein gutes Stück nach rechts gerückt. Die Alternative für Deutschland, deren Mitglieder und Funktionäre immer wieder mit klaren Überschneidungen mit der rechtsextremen Szene auffallen, konnten seit 2014 ihre Wahlergebnisse nahezu verdoppeln.

Vor diesem Hintergrund musste Bundeskanzlerin Angela Merkel sogar von ihrem „Wir schaffen das“-Kurs abweichen und die Aufnahme von Flüchtlingen mit einem harten Einschnitt stoppen. Andere Mitgliedstaaten der EU hatten ihre Grenzen bereits Wochen vorher dicht gemacht. Doch wenn Menschen vor einem so erbarmungslosen Krieg wie in Syrien fliehen, dann sind dichte Grenzen in Europa für sie kein großes Hindernis. Es brauchte also einen kräftigen Türsteher. Einen für die sogenannte Drecksarbeit. Einen, der für bares Geld und politische Interessen bereit war, verzweifelte und gepeinigte Menschen an der Grenze zur EU, wenn nötig auch mit nicht-EU-konformen Regeln, zu stoppen. Eine wirtschaftlich kriselnde Türkei war dafür wie gemacht. Und über ihre Forderungen konnte man angesichts der prekären Lage ganz gut verhandeln.

EU-Türkei-Abkommen als Doppel-Chance

Davutoğlu wollte nach seiner Amtsübernahme ein Zeichen setzen. Um in der Türkei in die großen Fußstapfen Erdoğans zu treten, brauchte es eine große Errungenschaft: zum Beispiel die schon länger anvisierte Visafreiheit zwischen der Türkei und der EU. Im Gegenzug sollte die Türkei den Weg nach Europa effektiv versperren. Für den Türsteher-Job sollte die Türkei sogar 6 Milliarden Euro von der EU erhalten. Eine Art Aufwandsentschädigung für die unvergleichbare Leistung des türkischen Staates und der türkischen Bevölkerung in Bezug auf die syrischen Flüchtlinge.

Doch ein charismatischer Ahmet Davutoğlu spielte dem machtgierigen Präsidenten nicht gerade in die Karten. Erdoğan ging zwar bewusst in das Rennen des damals nur repräsentativen Staatspräsidenten. Doch es dürfte schon immer sein Plan gewesen sein, das Regierungssystem zu seinen Gunsten zu ändern. In seinem Plan war Davutoğlu nur als Platzhalter, als eine Art „Lorem Ipsum“ vorgesehen. Als dieser sein eigenes Drehbuch schreiben wollte, vermasselte Erdoğan den nahezu abgeschlossenen Deal zwischen der EU mit der Türkei. Als Davutoğlu mit seiner Delegation in Brüssel war, um das Abkommen zu unterzeichnen, sprach Erdoğan auf einem Podium in der Türkei: „Unterzeichnet mir da ja nichts, holt einfach nur das Geld!“.

Die Angst Davutoğlus verhinderte die vielleicht größte Chance

Anstatt an dem Deal festzuhalten, knickte der Ministerpräsident ein. Die Visafreiheit für die Türken blieb auf dem Tisch liegen. Davutoğlu kam verbittert, bloßgestellt, aber auch mit einem enormen Vertrauensverlust zurück. Staatspräsident Erdoğan riss die Zügel wieder an sich und verhandelte fortan auf seine Weise mit der EU. Davutoğlu wurde kurze Zeit darauf durch Binali Yıldırım ersetzt. Nach jahrelanger Pause betrat Davutoğlu im vergangenen Jahr wieder die politische Bühne, gründete hierfür eine neue Partei. Mit ihr will der Theologiedozent Erdoğan nun vom Thron stürzen. Dabei hätte er bereits damals so viel mehr bewirken können. Türkische Meinungsforschungsinstitute räumen Davutoğlu nur geringe Chancen gegen einen gut aufgestellten Erdogan ein.

EU ein „einflussloses Gebilde“?

Heute ist die Türkei nach wie vor der Türsteher der EU. Doch Anfang des Jahres hat Recep Tayyip Erdoğan gezeigt, zu welch drastischen Schritten er in der Lage ist. Mit den Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan kann er die Europäische Union ganz einfach erpressen. Die EU ist in solchen Situationen auf den Verzicht europäischer Grundwerte angewiesen, man denke nur an unmenschliche Vorgehen der griechischen Grenzschutzbehörden an der türkischen Grenze sowie beispielsweise die Situation in Moria.

Der türkische Präsident nutzt das politische Mittel der gesteuerten Provokation geschickt, um von seinen Misserfolgen abzulenken und immer wieder an den Verhandlungstisch eingeladen zu werden. So ließ ihn die jüngste Kritik der EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen eher kalt. Diese zeigte sich anlässlich der Anspannungen zwischen der Türkei und Griechenland in der Ägäis erzieherisch und bot der Türkei aktuell nur zwei Möglichkeiten an. „Entweder steigen die Spannungen weiter, das wollen wir nicht. Oder es gibt eine Deeskalation und wir bewegen uns hin zu einer konstruktiven Beziehung. Das wollen wir“, so von der Leyen. Zum Abschluss mahnte sie, die EU verfüge über alle Mittel.

Der türkische Präsident reagierte gelassen. „Die Europäische Union ist als Geisel der Frechheiten Griechenlands und der griechischen Zyprer zu einem einflusslosen und oberflächlichen Gebilde ohne Weitblick verkommen“, so Erdoğan. Der Charismatiker vom Bosporus setzte noch einen drauf: „Jede Krise, in die die EU bislang eingegriffen hat, hat sich vergrößert“.

 

6 Oktober 2020 0 Kommentare
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Zypern macht Rückzieher: EU einigt sich auf eine Linie gegenüber der Türkei und sanktioniert Lukaschenk

von Fremdeninfo 5 Oktober 2020
von Fremdeninfo

Zypern macht Rückzieher: EU einigt sich auf eine Linie gegenüber der Türkei und sanktioniert Lukaschenko

Von

dtj-online

-2020, Belgien, Brüssel: Nicos Anastasiades (l), Präsident von Zypern, und Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, unterhalten sich während eines Rundtischgesprächs beim EU-Gipfel im Gebäude des Europäischen Rates. Thema am ersten Tag sollen unter anderem die Beziehungen der EU zu China sowie der Erdgasstreit im östlichen Mittelmeer und mögliche neuen Sanktionen gegen die Türkei sein. Foto: Olivier Hoslet/EPA Pool/dpa

Die EU-Staats- und Regierungschefs beschließen Sanktionen gegen den weißrussischen Diktator Alexander Lukaschenko. Im Wettbewerb mit den USA und China ringt die EU um ihre Position.Unabhängiger, stärker, einflussreicher – so will EU-Ratschef Charles Michel die Europäische Union in der Welt positionieren. Beim Sondergipfel in Brüssel skizzierten die Staats- und Regierungschefs, wie das gelingen soll. Der Streit über die Sanktionen gegen Belarus und eine gemeinsame Linie gegenüber der Türkei stellte die hohen Ansprüche sogleich auf die Probe.

Eigentlich hatten sich die Staats- und Regierungschefs der EU schon Mitte August grundsätzlich darauf geeinigt, Unterstützer des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zu sanktionieren. Das kleine EU-Land Zypern blockierte die Umsetzung jedoch wegen des Konflikts um Erdgaserkundungen im östlichen Mittelmeer. Nikosia forderte zugleich Sanktionen gegen Ankara. In der Nacht zum Freitag zog Zypern sein Veto gegen die Belarus-Strafmaßnahmen schließlich zurück und erhielt dafür Zugeständnisse in seinem Kampf für eine harte Türkei-Politik. Die Sanktionsentscheidung sei „wichtig, aber auch überfällig“ gewesen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Abschluss des EU-Gipfels. Die Strafmaßnahmen traten bereits am Freitag in Kraft.

Sanktionen gegen die Türkei weiter möglich

Ihre Sanktionsdrohungen gegen Ankara im Erdgasstreit hält die EU aufrecht. Spätestens beim Gipfel im Dezember soll erneut über die Lage gesprochen und entschieden werden, wie es weiter geht. Gleichwohl stellt die EU Ankara eine Erweiterung der Zollunion, Handelserleichterungen und weitere Milliardenhilfe für die Versorgung von Flüchtlingen aus Ländern wie Syrien in Aussicht. Voraussetzung ist laut dem Gipfelbeschluss, dass „die konstruktiven Bemühungen zur Beendigung der illegalen Aktivitäten gegenüber Griechenland und Zypern fortgesetzt werden“. Damit reagieren die EU-Staaten darauf, dass es im Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland zuletzt zwar eine Entspannung gab, nicht aber im Streit zwischen der Türkei und Zypern.

Griechenland und Zypern verlangen wegen der Erdgaserkundungen der Türkei seit langem eine stärkere Unterstützung der EU-Partner. Sie sind der Ansicht, dass sie in ihren Seegebieten erfolgen und damit illegal sind. Die Türkei weist die Vorwürfe zurück.

Die Belarus-Sanktionen sollen zunächst 40 Personen, denen eine Beteiligung an Wahlfälschungen oder der gewaltsamen Niederschlagung von friedlichen Protesten vorgeworfen wird, treffen. Sie werden mit Einreiseverboten und Vermögenssperren belegt. Lukaschenko selbst wird zunächst nicht darunter sein. Grund ist vor allem, dass dies die diplomatischen Bemühungen zur Beilegung des Konflikts erschweren könnte. Minsk reagierte prompt – und erwiderte die Schritte der EU seinerseits mit einer Liste von Personen, denen die Einreise verweigert wird. Die EU-Nachbarländer Polen und Litauen müssen Dutzende Mitarbeiter aus ihren Botschaften in Minsk abziehen. Zudem wurden alle Akkreditierungen von Auslandskorrespondenten annulliert.

Ein neuer China-Gipfel – ohne China

Ein Gipfel mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Leipzig sollte der Höhepunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft werden. Dann kam die Corona-Pandemie, und das für September geplante Treffen wurde abgesagt. Jetzt will die EU stattdessen auf einem Sondergipfel über China statt mit China reden. Die Staats- und Regierungschefs wollen sich am 16. November in Berlin treffen, allerdings ohne Xi. Dabei soll es vor allem um das Investitionsabkommen gehen, das bis zum Jahresende abgeschlossen werden soll – und um den Klimaschutz.

Spätestens die Corona-Krise hat gezeigt, dass die EU in einigen Wirtschaftsbereichen zu abhängig von anderen Weltregionen ist. Wegen unterbrochener Lieferketten kamen Medikamente oder Ausrüstung nicht an, wichtige Güter wurden knapp. Deshalb will die EU eigenständiger werden, ihr Bekenntnis zum offenen Markt aber nicht aufgeben. Wie viel Autonomie ist gut, und wann wird daraus Abschottung gegenüber Wettbewerbern wie China und den USA?

Vor allem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron treibt die sogenannte strategische Autonomie voran. „Wir können kein Markt sein, der nicht strategisch denkt und der auf gewisse Weise der einzige Markt ist, der nur an seine Verbraucher denkt, aber nicht daran, seine Bürger und Produzenten zu schützen um Autonomie aufzubauen“, sagte er beim EU-Gipfel. Allerdings legen nicht alle den Schwerpunkt so sehr auf die Autonomie: Liberale Staaten wie die Niederlande oder die skandinavischen Länder warnen vor neuem Protektionismus.

In der Gipfelerklärung heißt es nun: „Das Erreichen strategischer Autonomie bei gleichzeitiger Wahrung einer offenen Wirtschaft ist ein zentrales Ziel der Union.“

Digitale Souveränität

Unabhängiger will die EU auch im Digitalen werden. Hier geben bislang die großen US-Konzerne den Ton an. Doch Europa will eigene Standards setzen, Entwicklungen beeinflussen und weniger auf die USA angewiesen sein. Dazu sollen mindestens 20 Prozent des geplanten Corona-Aufbauprogramms ins Digitale fließen – mehr als 100 Milliarden Euro. Werte, Grundrechte und Sicherheit müssten gewahrt bleiben, heißt es im Abschlusstext. Ein solch „menschenzentrierter Ansatz“ steigere die Attraktivität des europäischen Modells.

Konkret sollen etwa vertrauenswürdige und sichere Clouds geschaffen werden. Europäische Daten sollen auch in Europa gespeichert und verarbeitet werden. Derzeit blieben 80 Prozent der industriellen Daten ungenutzt, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Künftig sollen Forscher und Unternehmen besseren Zugang bekommen. Die Kommission wird aufgerufen, bis März 2021 einen „umfassenden Digital-Kompass“ mit Ambitionen bis 2030 vorzulegen. Ein einheitliches europäisches System zur elektronischen Identifizierung – genannt e-ID – ist geplant.

Späte Reaktion auf Vergiftung Nawalnys

Die EU verurteilte außerdem die Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny. In der Abschlusserklärung heißt es: „Der Gebrauch einer chemischen Waffe stellt einen ernstzunehmenden Bruch internationalen Rechts dar.“ Am 15. und 16. Oktober wollen sich die Staats- und Regierungschefs erneut mit dem Thema befassen. Dann könnte es auch um eine gemeinsame Reaktion der 27 EU-Partner gehen. Merkel bekräftigte am Freitag aber, dass zunächst die Organisation für das Verbot chemischer Waffen ihre Untersuchungen dazu abschließen müsse

5 Oktober 2020 0 Kommentare
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Salafismus

Salafismus in Niedersachsen

von Fremdeninfo 18 September 2020
von Fremdeninfo

Salafismus in Niedersachsen

Sitzung des Niedersächsischen Landtages am 25.09.2014; TOP 15 – Rede von Innenminister Boris Pistorius zur Großen Anfrage der Fraktion der CDU

Salafisten haben ihre Ideologie in den letzten Wochen auf besonders dreiste, demokratieverachtende Art und Weise öffentlichkeitswirksam verbreitet. Das hat in ganz Deutschland und darüber hinaus die Gemüter erhitzt, und zwar zu Recht, denn jeden Demokraten muss aufwühlen, was hier zum Teil geschehen ist!

Bevor ich aber auf die Formen eingehe, die die salafistische Ideologie in unserem Land heute erreicht hat, möchte ich zunächst eine klare und saubere Trennlinie ziehen. Der Zentralrat der Muslime hat sich in den letzten Wochen nämlich ebenfalls sehr deutlich gegen jede Form von Extremismus und Gewalt unter Berufung auf den Islam positioniert. Der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, verurteilte dabei Hass gegen Juden und auch den Terror, den manche im Namen des Islam begehen.

Das begrüße ich sehr. Um es dementsprechend noch einmal ausdrücklich festzuhalten: Das Problem ist nicht „der Islam“, das Problem sind nicht „die Muslime“, sondern das Problem sind Salafisten und Islamisten. Es sind alle, die sich an den Rändern bewegen und die die Grenzen unserer Verfassung absichtlich und voller Verachtung überschreiten. Ich appelliere deshalb an Sie alle: Lassen Sie in der Diskussion nicht zu, dass diese Randgruppen das Erscheinungsbild einer übergroßen, friedlichen Mehrheit prägen.

Das würde nämlich das friedliche Zusammenleben in Deutschland tatsächlich gefährden, und diesen Erfolg dürfen wir den Salafisten nicht gönnen.

Ein besonders dreister Auswuchs dieser Randgruppen zeigte sich zuletzt zwar nicht in Niedersachsen, aber in Nordrhein-Westfalen. Ich nenne hier das Stichwort „Scharia-Polizei“, also jene Hand voll Salafisten, die durch Wuppertal patrouillierten. Der Wortführer dieser Szene, Sven Lau, bezeichnete das anschließend sogar noch als einen „PR-Gag“. Lassen Sie mich eines dazu deutlich sagen:

Das staatliche Gewaltmonopol ist eine untrennbare Säule unserer Demokratie. Wer über die Straßen spaziert und sich als zweite Polizei ausgibt, der missachtet diesen demokratischen Wert. Das ist kein „Gag“, hier hört der Spaß auf! Auf der anderen Seite ist es traurig, dass diesen Salafisten eine solch große Bühne für ihre Provokation geboten wurde.

In Niedersachsen war zwar bislang noch keine selbsternannte „Scharia-Polizei“ auf den Straßen aktiv. Dennoch besteht kein Zweifel daran: Der Salafismus als eine Form des politischen Extremismus hat sowohl in Niedersachsen als auch in Deutschland eine neue Dimension angenommen. Das zeigt im Detail auch die Antwort auf die vorliegende Große Anfrage.

Salafisten vertreten einen politischen Extremismus. Sie lehnen die freiheitliche demokratische Grundordnung ab.

Sie wollen den freiheitlichen Verfassungsstaat durch eine auf der Scharia basierende Ordnung ersetzen. Die salafistische Ideologie tritt mehrere unserer wichtigen rechtsstaatlich-demokratischen Grundsätze mit Füßen: Die Trennung von Staat und Religion, die Volkssouveränität, die sexuelle Selbstbestimmung, die Gleichstellung der Geschlechter sowie die Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit und Religionsfreiheit.

Salafisten gefährden die öffentliche Sicherheit vor allem dann, wenn sie zu Gewalt greifen, um ihre Ziele zu erreichen.

Diese Gefahr reicht über Deutschland hinaus. Zahlreiche Personen aus Deutschland und auch aus Niedersachsen sind zuletzt nach Syrien gereist, um sich dort an dem schrecklichen Bürgerkrieg zu beteiligen. Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden zogen bislang 400 Islamisten aus Deutschland nach Syrien und mittlerweile auch in den Irak. Aus Niedersachsen sind es bis zu 15 Personen, so der aktuelle Stand unserer Sicherheitsbehörden.

Hier hat sich also eine neue terroristische Szene gebildet, und wir müssen alles dafür tun, damit sie nicht zu einer Gefahr wird, wenn ihre Mitglieder traumatisiert und weiter radikalisiert nach Deutschland zurückkehren! Das ist für unsere Sicherheitsbehörden zweifellos eine Herausforderung.

Die salafistische Szene insgesamt ist noch größer als diese sogenannte „jihadistische“, terroristische Strömung. Unsere Behörden gehen aktuell von über 330 Salafisten in Niedersachsen aus. Diese sind größtenteils der sogenannten politischen Strömung zuzuordnen, die – zumindest vordergründig – Gewalt ablehnt.

Die Szene wächst. Dafür gibt es mehrere Gründe. Eine Rolle spielt zweifelsfrei der Krieg im Nahen Osten. Aber auch bei uns gibt es Akteure, die für die salafistische Ideologie werben. Ich nenne hier die salafistisch dominierten Moscheen „Deutschsprachige Muslimische Gemeinschaft“ in Braunschweig und die „Deutschsprachigen Islamkreise“ in Hannover und Hildesheim. Wie in unserer Antwort auf die Große Anfrage dargestellt wird, versuchen diese so genannten politischen Salafisten durch Missionierung zum salafistisch geprägten Islam zu beeinflussen.

Kristallisationspunkte sind etwa die genannten Moscheen, Islamseminare oder charismatische Prediger. Um sie herum entstehen häufig persönliche Bekanntschaften und Freundschaften Gleichgesinnter. Die Mitglieder dieser Netzwerke betreiben Mission, die sogenannte „Da’wa“. Sie stellen dabei den salafistisch geprägten Islam gegenüber Muslimen und Nichtmuslimen als die einzig gültige Wahrheit dar.

Die Salafisten sind dabei zunehmend erfolgreich. Und je erfolgreicher sie sind, je mehr Menschen sie überzeugen, desto größer ist natürlich auch die Gefahr einer noch stärkeren Ausbreitung dieser Schwarz-Weiß-Ideologie, die nur Freund und Feind kennt. Deshalb, und das betone ich ausdrücklich, ist nicht nur die terroristische, sondern eben auch die politische salafistische Szene ernst zu nehmen und darf nicht verharmlost werden.

Ein unabdingbarer Baustein, um solchen Entwicklungen vorzubeugen, ist die Prävention.

Wir könnten hier natürlich schon deutlich weiter sein, wenn die Vorgängerregierung hierzu bereits ein sinnvolles Konzept umgesetzt hätte, aber das nur am Rande. Ich möchte hierzu nicht meiner Kollegin Ministerin Cornelia Rundt vorgreifen, die diesbezüglich noch selbst sprechen wird.

Ich versichere Ihnen aber von meiner Seite, dass die Landesregierung, die Polizei und der Verfassungsschutz längst eng mit den islamischen Landesverbänden und den mit ihnen verbundenen Moscheegemeinden zusammenarbeiten, um einer salafistischen Radikalisierung vorzubeugen. Wir haben hier auch Gesprächsfäden aufgenommen, die in der Zeit der Vorgängerregierung längst abgerissen waren. Das Rezept muss hier „Vertrauen statt Misstrauen“ lauten, denn sowohl die muslimischen Verbände als auch die Landesregierung eint das gemeinsame Ziel, eine Radikalisierung zu vermeiden.

Das LKA Niedersachsen hat beispielsweise im Januar dieses Jahres eine Präventionsstelle „Politisch Motivierte Kriminalität“ eingerichtet. Sie bündelt, koordiniert und optimiert die Extremismusprävention, einschließlich der Islamismusprävention, innerhalb der niedersächsischen Polizei.

Der Verfassungsschutz stellt auf Anfrage für die Öffentlichkeit Informationen über Hintergründe, Entstehung und Gefahren des Salafismus bereit. Das geschieht im Regelfall mit Fachvorträgen.

Der Niedersächsische Verfassungsschutz ist damit fachlicher Informationsgeber und Kooperationspartner für andere Organisatoren und Behörden, um Salafismusprävention zu betreiben. Dabei ist immer auch eine differenzierte Darstellung wichtig, die die Unterschiede von Islam, Islamismus und Salafismus hinweist.

Ich stelle jedenfalls fest, dass die niedersächsische Landesregierung den Salafismus als mehrdimensionales Problem längst erkannt hat und auch bereits handelt. Es ist eine sicherheitspolitische, aber auch eine gesellschaftspolitische Herausforderung, dagegen vorzugehen und einer weiteren Verbreitung vorzubeugen.

Lassen Sie uns diesen Weg weitergehen und weiterentwickeln, gemeinsam mit der großen Mehrheit derjenigen, denen an einem demokratischen, friedlichen und toleranten Zusammenleben gelegen ist

Salafismus

Der Salafismus gilt sowohl in Deutschland wie auch auf internationaler Ebene als die zurzeit dynamischste islamistische Bewegung. Unter dem Oberbegriff Salafismus versteht man eine vom Wahhabismus[1] geprägte islamistische Ideologie, die sich an den Vorstellungen der ersten Muslime und der islamischen Frühzeit orientiert. So geben Salafisten vor, ihre religiöse Praxis und Lebensführung ausschließlich an den Prinzipien des Koran und dem Vorbild des Propheten Muhammad und der frühen Muslime – der sog. „rechtschaffenen Altvorderen“ (arab. al-salaf al-salih)[2] – auszurichten. Ziel von Salafisten ist jedoch die vollständige Umgestaltung von Staat, Rechtsordnung und Gesellschaft nach einem salafistischen Regelwerk, das als „gottgewollte“ Ordnung angesehen wird. In letzter Konsequenz soll ein islamischer „Gottesstaat“ errichtet werden, in dem wesentliche, in Deutschland garantierte Grundrechte und Verfassungspositionen keine Geltung haben sollen.

Effektive Selbstdarstellung

Salafistische Ideologie wird zunehmend professionell verbreitet. Ihre Vertreter wissen sich öffentlichkeitswirksam in Szene zu setzen und üben eine beträchtliche Anziehungskraft auf Konvertiten und Muslime mit historischen ausländischen Wurzeln aus.

Der Salafismus entfaltet seine Breitenwirkung vor allem durch das Internet; salafistische Ideologieinhalte werden durch eine Vielzahl von deutschsprachigen Webseiten sowie durch zahlreiche Kurzvideos, z.B. im Internetportal „Youtube“, vermittelt. Salafistische Propaganda geschieht auch über Vorträge von salafistischen Predigern („Islamseminare“), bundesweit organisierte „Islam-Infostände“, die Verteilung von Broschüren und Flugblättern sowie Publikationen und Übersetzungen salafistischer Grundlagenwerke.

Salafistische Gruppierungen in Deutschland stellen die Sicherheitsbehörden durch strukturelle Besonderheiten vor neue Herausforderungen. Sie zeichnen sich zum Teil durch schwer einsehbare und dynamische Netzwerkbildungen und Hierarchien aus. Salafistische Personenzusammenschlüsse sind zum Teil nicht formell (in juristischen Personen) organisiert, sondern durch Schüler-Lehrer-Beziehungen gekennzeichnet. Dadurch ist die salafistische Szene in Deutschland in Teilen volatil und schwer greifbar.

Politischer und jihadistischer Salafismus

Salafistische Bestrebungen unterteilen sich in eine politische und eine jihadistische Strömung. Vertreter des politischen Salafismus stützen sich auf intensive Propagandatätigkeit – die sog. „Da’wa“ (Ruf zum Islam/Missionierung) -, um ihre extremistische Ideologie zu verbreiten und politischen und gesellschaftlichen Einfluss zu gewinnen. Anhänger des jihadistischen Salafismus hingegen glauben, ihre Ziele durch Gewaltanwendung realisieren zu können.

Die Übergänge zwischen „politischem Salafismus“ und „jihadistischem Salafismus“ sind – wie Auswertungen von Radikalisierungsverläufen gezeigt haben – fließend. Jihadistische wie auch politische Salafisten rezipieren die Ideen derselben Autoritäten und Vordenker. Sowohl die ideologischen Grundlagen wie auch die angestrebten politischen und gesellschaftlichen Ziele sind bei beiden Gruppen gleich. Sie unterscheiden sich vor allem in der Wahl der Mittel, mit denen ihre Ziele verwirklicht werden sollen.

Die Mehrzahl der salafistischen Einrichtungen in Deutschland ist dem Phänomenbereich des politischen Salafismus zuzuordnen. In Teilbereichen des politischen Salafismus positionieren sich die Akteure ostentativ gegen Terrorismus. Sie vermeiden offene Aufrufe zur Gewalt, so dass ein aktiv kämpferisch-aggressives Vorgehen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung kaum nachzuweisen ist. Dennoch ist festzustellen, dass fast ausnahmslos alle Personen mit Deutschlandbezug, die den gewaltsamen Jihad befürworten, zuvor mit salafistischen Strukturen in Kontakt standen.

Aus verschiedenen salafistisch inspirierten Szenen, z.B. dem 2005 verbotenen Multikulturhaus (MKH) sowie dem im September 2007 aufgelösten Islamischen Informationszentrum (IIZ) im Großraum Ulm/Neu-Ulm, sind in Deutschland Personenkreise hervorgegangen, die sich dem „globalen Jihad“ angeschlossen haben. In diesem Zusammenhang sind u.a. die Mitglieder der sog. Sauerland-Gruppe sowie Eric Breininger zu nennen. Die Protagonisten der seit März 2009 vermehrt aufgetretenen Reisebewegungen in Richtung Afghanistan und Pakistan entstammen ebenfalls aus Milieus mit salafistischer Prägung.

Ideologischer Nährboden der Radikalisierung

Das heißt: Die Mehrzahl der Salafisten in Deutschland sind keine Terroristen, sondern politische Salafisten. Andererseits sind fast alle in Deutschland bisher identifizierten terroristischen Netzwerkstrukturen und Einzelpersonen salafistisch geprägt bzw. haben sich im salafistischen Milieu entwickelt.

Es kann mithin als gesichert gelten, dass das von Salafisten verbreitete Gedankengut den Nährboden für eine islamistische Radikalisierung, „Jihadisierung“ und schließlich Rekrutierung für den militanten Jihad bildet. Eine besondere Gefahr ergibt sich daraus, dass auch rein virtuell verbreitetes salafistisches Gedankengut radikalisierungsfördernd sein kann.

[1] Der Wahhabismus ist eine auf Muhammad Ibn Abdalwahhab (1703-1792) zurückgehende und in Zentralarabien (Najd) entstandene Lehre. Er orientiert sich weitgehend an der hanbalitischen Rechtsschule und vertritt die Reinigung des Islam von späteren „Neuerungen“. Der Wahhabismus ist die Staatsreligion Saudi-Arabiens und die einflussreichste ideologische Strömung innerhalb des Salafismus.

[2] D.h. die ersten drei Generationen des Islam.

Informationen

Zur Vertiefung der Thematik möchten wir Sie auf folgende weiterführende Materialien verweisen:

  • Flyer des Verfassungsschutzes mit dem Titel „Jihadistischer Salafismus„
  • Informationsmaterialien des Bundesamtes für Verfassungsschutz
  • Bericht zum Symposium„Salafismus & Islamfeindlichkeit“
  • Bericht zur Veranstaltung Aktuell und Kontrovers zum Thema „Wie gehen wir mit dem Salafismus in der Praxis um?“

Die salafistische Szene in Göttingen wächst

Die islamistische Organisation „Kalifatstaat“ ist schon seit 2001 verboten. Doch ihre Anhänger sind damit nicht untätig geworden: Insbesondere im Bereich Göttingen und Hildesheim hat sich in den vergangenen Jahren eine aktive salafistische Szene entwickelt, zum großen Teil rekrutiert aus Anhängern des „Kalifatstaats“. Verfassungsschutz und Staatsschutz beobachten die Szene schon seit Längerem. In Göttingen waren in der Nacht zu Donnerstag zwei mutmaßliche islamistische Gefährder festgenommen worden.

Göttingen ist Ausreise-Schwerpunkt

Das niedersächsische Innenministerium geht in Göttingen von einer Anhängerschaft „im mittleren zweistelligen Bereich“ aus. Und die Szene wachse. „Der Salafismus ist die derzeit dynamischste islamistische Bewegung weltweit“, teilte ein Ministeriumssprecher NDR.de mit. Vor allem die salafistischen Zentren im Umfeld größerer Städte verzeichnen demnach einen regen Zulauf, darunter eben auch das Gebiet Hildesheim/Göttingen. Von dort reisen auch die meisten Personen nach Syrien oder in den Irak aus: Laut Innenministerium kommen 42 Prozent der aus Niedersachsen Ausgereisten aus Hildesheim oder Göttingen. Von 77 Islamisten ist bekannt, dass sie aus Niedersachsen ausgereist sind – nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden fast alle mit dem Ziel, sich Terrororganisationen anzuschließen.

Salafismus in Niedersachsen

Der niedersächsische Verfassungsschutz zählt derzeit für Niedersachsen 680 Salafisten mit weiter steigender Tendenz (bundesweit 9.700). Der Großteil dieser Personen wird dem politischen und nicht dem gewaltbereiten Salafismus zugerechnet. Die Übergänge zum dschihadistischen Salafismus sind jedoch fließend. Derzeit sind den niedersächsischen Sicherheitsbehörden 77 Islamisten aus Niedersachsen bekannt, die in Richtung Syrien/Irak ausgereist sind (bundesweit etwa 900).

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport

Forscherin sieht Gewaltbereitschaft in Göttinger Szene

Rund 50 Personen sollen der Salafisten-Szene in der Universitätsstadt angehören. Eine genaue Zahl zu ermitteln sei aber schwierig, sagt die Salafismus-Forscherin Nina Käsehage von der Universität Göttingen: „Dazu gibt es innerhalb der Szene zu viel Fluktuation“, erklärt sie. Unter den Angehörigen der Szene seien „etliche Konvertiten, die in den vergangenen Jahren zum Islam übergetreten sind“. Und viele von ihnen sind nach Einschätzung der Forscherin gewaltbereit. „Es gibt seit mehreren Jahren in Göttingen nicht nur eine salafistische, sondern auch eine dschihadistische Szene. Deren Mitglieder betrachten Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung und zur Erreichung ihrer Ziele“, so Käsehage. „Ihre Interpretation des Islam ist so, dass sie ihre religiöse Sichtweise auch mit Gewalt weiter verbreiten wollen.“

Aktive Werbung um neue Mitglieder

Salafisten in Göttingen werben offenbar ständig um neue Mitglieder, unter anderem in Flüchtlingsunterkünften. In mehreren Fällen haben Mitglieder der Szene nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden zwischenzeitlich als Übersetzer oder Sicherheitskräfte in Flüchtlingsunterkünften gearbeitet.

Weitere Informationen

mit Video

Göttinger Terrorverdächtige werden abgeschoben

Die Polizei ist möglicherweise islamistischen Anschlagsplänen zuvor gekommen. Ermittler nahmen in Göttingen zwei mutmaßliche Gefährder fest und stellten Waffen und Munition sicher. (09.02.2017) mehr

Ein Polizist in Schutzweste und Sturmhaube trägt einen Pappkarton. © dpa - Bildfunk Fotograf: Chris Gossman

Zahl der Salafisten in Niedersachsen steigt

Laut Verfassungsschutz gibt es in Niedersachsen 680 Salafisten – Tendenz steigend. 77 Salafisten sind demnach in den Irak oder nach Syrien ausgereist, darunter sechs Minderjährige. (27.01.2017) mehr

Polizeibeamte gehen in Hildesheim an der DIK-Moschee "Deutschsprachiger Islamkreis Hildesheim e.V." vorbei. © dpa - Bildfunk Fotograf: Julian Stratenschulte

„Wir können niemandem hinter die Stirn gucken“

Sogenannte Gefährder beschäftigen Ermittler auch in Niedersachsen intensiv. Gefordert sind schwierige, möglicherweise folgenschwere Entscheidungen. LKA-Chef Kolmey im Interview. (16.01

18 September 2020 0 Kommentare
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Türkische Schulen in Deutschland: (K)ein Grund zur Panik

von Fremdeninfo 9 September 2020
von Fremdeninfo

Türkische Schulen in Deutschland: (K)ein Grund zur Panik

Von

dtj-online

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Die Deutsche Schule in Istanbul: Dieses Modell möchte die Türkei selbst nun ebenfalls für Deutschland anwenden.

Die Türkei verhandelt mit der Bundesrepublik über drei türkische Schulen in Deutschland − eine davon in NRW. Kritiker befürchten einen ideologischen und die Türkei verherrlichenden Ansatz. Sie fürchten die mögliche Einflussnahme.

Es gibt Dutzende ausländische Schulen in Deutschland. Aber wenn Ankara hierzulande die Errichtung drei türkischer Bildungseinrichtungen anstrebt, erregt das die Gemüter. Kritiker äußern Sorgen vor unerwünschter Einflussnahme seitens der türkischen Regierung. Noch laufen die Verhandlungen mit der Bundesrepublik über die Schulen. Die Türkei plant, diese jeweils in Köln, Frankfurt am Main und in Berlin zu eröffnen.

Muss man befürchten, dass Schüler indoktriniert werden sollen? „Einen ideologischen Ansatz wird es in den Schulen schon geben und den Versuch, Einfluss zu gewinnen“, glaubt Hacı-Halil Uslucan. Er ist der Leiter des Zentrums für Türkeistudien. „Etwas Türkei-verherrlichend könnten die Schulen werden.“ Seit Jahren unternehme die Türkei Anstrengungen, im Ausland „ideologisch und kulturpolitisch“ Fuß zu fassen. Zugleich gibt Uslucan zu bedenken: „Generell sind Schulen kein Ort politischer Neutralität − die Schule hat immer einen gewissen Einfluss auf die Schüler.“

Überreagierende Gemüter

Angesichts der sehr überschaubaren Zahl drei geplanter Schulen im ganzen Land solle man „kein politisches Drama“ konstruieren. Denn auch in der Türkei gibt es schon seit langem drei deutsche Schulen. Die türkische Sprache habe zwar wenig Prestige in Deutschland, sei aber mancherorts trotzdem die am zweithäufigsten verwendete Sprache, so Uslucan. Insofern könnten türkische Schulen mit Blick auf Bilingualität von Interesse sein. Wer würde seine Kinder wahrscheinlich hinschicken? „Eltern, die Türkei-affin sind, eher dem Bildungsbürgertum angehören. Ich glaube weniger, dass es eine Rolle spielt, ob sie eine Beziehung zur AKP haben oder nicht.“

Wichtig findet der Bildungspsychologe: „Die Lehrkräfte müssen hierzulande sozialisiert und ausgebildet worden sein. Es darf keine Loyalitäten oder Abhängigkeiten des Lehrpersonals vom türkischen Staat geben.“ Die Schulbücher sollten eine internationale Perspektive einnehmen, kein türkisch-nationales Bild verbreiten.

Karakoyun sieht keinen Nutzen

Ercan Karakoyun, Vorsitzender der Stiftung für Bildung und Dialog, die offizieller Vertreter der Gülen-Bewegung in Deutschland ist, sieht hingegen keine Bereicherung: „Das türkische Bildungssystem ist desolat, in der internationalen Pisa-Studie landet die Türkei auf den hinteren Plätzen.“ Er vermutet: „Erdoğan will seinen Einfluss in Europa ausbauen, es geht ihm um ideologische Hoheit.“ Zielgruppe der von Ankara angestrebten Schulen seien AKP-nahe Familien, meint Karakoyun im Gegensatz zu Uslucan.

Die Schulen in der Türkei seien nach dem Putschversuch von 2016 nationalistischer geworden, dort werde „makelloses Türkentum“ gelehrt, eine ehrliche Auseinandersetzung mit der Geschichte fehle. Um dies für die anvisierten Schulen hierzulande zu verhindern, brauche es „deutsches Lehrpersonal und deutsche Schulleitung“. Daneben sei eine vielfältige Schülerschaft als auch eine enge Anlehnung an deutsche Lehrpläne erforderlich.

Staatliche türkische Maarif-Stiftung als Träger?

Und wer wird der Träger der privaten Ersatzschulen werden? Karakoyun geht davon aus, dass es auf die staatliche türkische Maarif-Stiftung hinauslaufen werde, die in mehreren Ländern viele Gülen-nahe Schulen übernommen habe − teilweise gegen Widerstände. Aus dem Schulministerium in NRW heißt es, der Abkommensentwurf für Köln benenne keinen Träger. „Es ist aber klar, dass der türkische Staat nicht selbst Träger sein kann.“

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) stellt klar: „Wer in NRW Schule machen will, muss sich an die Spielregeln des NRW-Schulgesetzes halten.“ Rahmen und Grenzen gebe das Land vor, die Schulaufsichtsbehörden wachten über die Einhaltung der Standards. Es gebe keinen „politischen Rabatt“. Viele öffentliche Schulen lehren ohnehin herkunftssprachlichen Unterricht – oft auf Türkisch. Daneben bietet die Türkei schon seit längerem in staatlichen deutschen Schulen Türkischunterricht an.

Gülen-nahe Privatschulen im Ausland unter Druck

Laut einem Bericht im „Kölner Stadt-Anzeiger“ übt Ankara über die Maarif-Stiftung Druck auf zahlreiche Regierungen aus. Ziel sei es, die Kontrolle über bisher Gülen-nahe Schulen zu gewinnen. Die im April 2019 in Köln gegründete Maarif Europe gGmbH solle als deutsche Stiftungs-Tochter bildungspolitische Interessen der Türkei im Ausland durchsetzen. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Schulen, die auf die Gülen-Bewegung zurückgehen. In der Öffentlichkeit ist das Bild über sie geteilt.

Maarif Europe habe mit den Planungen für türkische Schulen nichts zu tun, betont Geschäftsführerin Ece Sarısaltık-Aydın. Die Kölner gGmbH sei keine politische Einrichtung, sie diene dem „Brückenschlag zwischen den Kulturen“, sagt sie der dpa. Man wolle eine aktive gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund fördern.

Für Aslıhan Bakkal (39) aus der Region Köln ist die Sache klar. Mit Blick auf ihre zweisprachigen Söhne Ensar (7) und Seymen (3) sagt sie: „Wir sind in Deutschland und ich möchte, dass meine Kinder hier auch eine deutsche Schule besuchen.“ Eine Türkei-Schule käme für sie nicht in Frage. Sie glaubt, „mit der Integration würde es dann sicher nicht so gut funktionieren − türkische Schüler, türkische Sprache, türkische Kultur. Aber es wäre schön, wenn sie später mal in Istanbul studieren würden.“

9 September 2020 0 Kommentare
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Völkerrecht: Entmilitarisierung der Ägäis-Inseln und Küstenstreifen der Türkei

von Fremdeninfo 5 September 2020
von Fremdeninfo

Völkerrecht: Entmilitarisierung der Ägäis-Inseln und Küstenstreifen der Türkei

 

Av.Mahmut Erdem

Von Avrupa-Postasi

54 kez okundu.

 

In jüngster Zeit verschärft sich die Auseinandersetzung zwischen Griechenland und der Türkei in der östlichen Ägäis, dabei geht es nicht nur um territoriale Ansprüche, sondern es  spiegeln sich  auch die innenpolitische Situationen der einzelnen Länder wieder.

Sowohl die Türkei als auch Griechenland leiden aktuell an einer wirtschaftlichen Krise. Ankara als auch Athen nutzt die Situation in der östlichen Ägäis für die innerpolitische Auseinandersetzung. In beiden Ländern wird eine nationale, teilweise kriegerische, Propaganda betrieben. Dabei werden beiden Ländern die wirtschaftlichen und insbesondere durch Corona, angeschlagenen Gesundheitssysteme der beiden Länder nivelliert. Herrschaftserhaltung.

Der Konflikt in der östlichen Ägäis ist, insbesondere für Erdogan kommt wie gerufen, um in der Türkei seine Macht zu sichern und zu erhalten.

Abkommen von Lausanne von 1923

Maßgeblich für die Grenzziehung der Türkei zu seinen Nachbarstaaten ist das Abkommen von Lausanne vom 1923. In 143 Artikeln wurden die einzelnen Grenzfragen der Türkei, Griechenland und weiteren Nachbarstaaten wie Bulgarien und Iran geregelt. Auch die Küstenfrage der Türkei, Griechen und Italien wurde in diesem Vertrag vorgesehen.

Der Artikel 12 sowie 15 hinsichtlich der Küstenfrage spielt für die souveränität  der Küste eine überausragende Rolle. Dies soll in den nachfolg denen Ausführungen verdeutlicht werden.

In Artikel 12 des Abkommens von Lausanne wurde der Türkei von der Küste aus drei Seemeilen als Küstengrenze und als souveränes Gebiet vorgesehen.

Auch alle Inseln die in dieser drei Seemeilenzone liegen, wurden von der Türkei als eigenes Territorium zuerkannt.

Fragliche Inseln wurden sowohl in Artikel 12 als auch in Artikel 15 in dem Vertrag von Lausanne ausdrücklich erwähnt und den einzelnen Staaten des Vertrages Griechenland Italien und der Türkei zugerechnet.

Im der Vereinbarung von Lausanne aus dem Jahr 1923 waren Inseln in der Ägäis an Italien zugesprochen worden. Diese Inseln wurden nachträglich im Protokoll von Ankara 1932 erneut verhandelt und Italien bekam dann diese Lausanner Vereinbarung zugesprochenen Inseln als souveränes Territorium.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden  die Inseln welche Italien in der Ägäis hatte dann den griechischen Festland als griechisches souveränes Gebiet zugeordnet, dabei hat  die Türkei anscheinend versäumt oder von Lausanner Vertrag sich leiten und keine Ansprüche auf diese Inseln gestellt.

Dies wird deutlich durch das 1950 Luftraumpakt die fraglichen Inseln vor der Küste der Türkei den griechischen Luftraum zugerechnet.

12 Seemeilen /Festlandsockel

Obwohl beide Staaten haben diese Verträge miteinander geschlossen haben und der Vertrag von Lausanne für die Türkei drei Seemeilen Grenze in der Ägäis und im Mittelmeer vorsieht besteht nach dem internationalen Seerecht die Möglichkeit seine Küstengrenzen bis zu 12 Meilen auszuweiten.

Griechenland

Das griechische Parlament hat beschlossen das Recht der 12 Seemeilen zu beanspruchen.

Die Türkei beansprucht für sich 6 Meilen.

Bei diesem Konflikt der Begriff Festlandsockel im internationalen Seerecht eine große Rolle.

Deswegen wurde im Rahmen der Uno ein Seerechtsübereinkommen1982 über Festlandsockel vereinbart. Dieser Vereinbarung der UNO ist die Türkei nicht beigetreten, so dass kein inneres Recht des Festlandsockel/Seeabkommen für die Türkei nicht maßgeblich ist.

Die Türkei beruft sich auch auf das im internationalen Seerecht anerkannte Gewohnheitsrecht

Nach den internationalen Seerecht kann ein Land das gewöhnlich seine Meere Jahrzehnte lang historisch genutzt hat bis zu 200 Seemeilen als eigenes souveränes Territorium betrachten und auch wirtschaftlich für sich nutzen.

Dies nimmt die Türkei im Gebiet des Schwarzen Meeres wahr.

In der Ägäis beansprucht die Türkei eine 6 Meilen Zone.

Eine solche Betrachtungsweise ist im Mittelmeerraum als auch in der Ägäis fragwürdig. An der türkischen Küste der Ägäis grenzt die Türkei an das griechische Festland und an griechische Inseln die nach dem Abkommen von Lausanne den Griechen als souveränes Gebiet zugesprochen worden sind. Die Türkei betrachtet es als ihr gewohnheitsrech in der Ägäis als auch im Mittelmeer dass sie sechs Seemeilen für sich nutzen. Nicht nur dieser gewohnheitsrechtliche Gesichtspunkt wird in öffentliche Diskussion geführt sonder den gesamten Vertrag von Lausanne durch Erdogan in Frage gestellt.

Erdoğan als neuer „Staatsheiliger”

Erdogan betrachten den Vertrag von Lausanne als „ schlechten Deal“ für die Türkei.

Wenn Erdogan erklärt, dieser Vertrag sei für ihn kein „heiliger Text“, sehen viele Beobachter darin, den unverhohlenen Anspruch auf Nordirak sowie die griechischen Inseln in der Nähe der türkischen Küste auf den 1923 die junge Türkei verzichten musste. Damit will Erdogan offensichtlich den „Vater der Türkei“ Atatürk delegitimieren um sich in den Köpfen künftiger Generationen selbst als neuer „Staatsheiliger „ zu etablieren.

Wie oben aufgezeigt worden ist, ist völkerrechtlich klar dass die Türkei eine drei Seemeilen Küstengrenze für sich beanspruchen kann als souveränes Gebiet. Bei einer Globalisierten Weltwirtschaft ist auch von einem seerechtlichen Gewohnheitsrecht der Türkei auszugehen welche auch der Türkei ermöglicht ohne das souveräne Recht Griechenlands zu beeinträchtigen sowohl im Mittelmeer als auch in der Ägäis wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. Diese wirtschaftliche Verfolgung der Interessen sollte nicht mit kriegerischen Mitteln durchgesetzt werden sondern durch Kooperation der einzelnen Küstenländer der Ägäis und im Mittelmeerraum. Sowohl Griechenland als andere Küstenländer müssen der Türkei ihr Gewohnheitsrecht von mindestens 12 Seemeilen respektieren. Wie Griechenland selbst erklärt hat das es vom 12 Meilen Recht gebrauch macht muss auch umgekehrt der Türkei dieses Recht zugestanden werden. Eine kriegerische Auseinandersetzung würde sowohl für das türkische Volk als auch für das griechische Volk fatale Folgen haben.

Beide Länder sollte der Konflikt in Zypern eine Lehre sein. Sowohl völkerrechtlich als auch nach internationalem Seerecht ist es eindeutig das beide Staaten miteinander kooperieren müssen.

Dieser Konflikt muss friedlich gelöst werden:

*Als erste Maßnahme sollte die Inseln und die türkische Küste entmilitarisiert werden.

*Die Konfliktparteien sollten in dieser Frage den internationalen Seegerichtshof anrufen.

*Bis zur Entscheidung des Seegerichtshofes sollten für diesen Konflikt durch zivile Lösungswege anstreben.

Rechtsanwalt

M Erdem

Makaleler, yazarların görüşlerini yansıtmaktadır. Avrupa Postası’nın kurumsal bakış açısıyla örtüşebilir ya da örtüşmeyebilir.

 

5 September 2020 0 Kommentare
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Information

Boxer Ünsal Arık mit Munition bedroht

von Fremdeninfo 2 September 2020
von Fremdeninfo

Boxer Ünsal Arık mit Munition bedroht

Von

dtj-online

Der für seine Kritik am türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan bekannte deutsch-türkische Boxer Ünsal Arık wird in Deutschland seit langem angefeindet. Andere Boxer mit türkischen Wurzeln haben Arık auf öffentlichen Veranstaltungen angefeindet und ihn als Verräter beleidigt. Yavuz Ertürk, ein anderer Boxer und bekennender Erdoğan-Fan, forderte ihn sogar zu einem Kampf auf:

Ertürk: „Hast Du deine Handschuhe dabei? Dann machen wir das jetzt klar.“

Arık: „Für euch brauche ich keine Handschuhe.“

Ertürk: „Ja komm, dann lass uns rausgehen, dann machen wir das.“

Auf diese Diskussion setzte der kritische Boxer noch einen drauf. Er habe Ertürk einen Kampf im Ring angeboten, doch darauf „scheiße“ dieser. Ertürk wolle ihn vor den Zuschauern an Ort und Stelle schlagen. Zu der erwarteten Eskalation kam es am Ende des Disputs dann allerdings doch nicht.

Arık ein glühender Erdoğan-Gegner

Mit Inschriften wie „Die Türkei gehört Atatürk, nicht Erdoğan“ in den Ring steigen, sich in eine Menschenmenge mit Erdoğan-Befürwortern mischen und provozieren oder bei Stern TV Worte über Erdoğan und Mesut Özil verlieren. So kennt man Arık, der ebenfalls gerne polarisiert. Doch was Arık wegen seiner Meinung ertragen muss, geht mittlerweile deutlich zu weit. Neben den zahlreichen Anfeindungen in den sozialen Medien hat er nun sogar eine Morddrohung erhalten.

Via Twitter gab Arık bekannt, dass er eine Patrone an seinem Fahrzeug entdeckt habe. Zwar schüchtere diese Drohung den Boxer nicht ein, doch er würde nun seine Blicke wachsam auf die Straße werfen, da er seinen Gegner nicht wie gewohnt sehen könne. „Sie könnten heimtückisch von hinten angreifen“, so der Sportler.

2 September 2020 0 Kommentare
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Politik

Im rechten Ghetto – Türkische Verbände in Europa.

von Fremdeninfo 18 August 2020
von Fremdeninfo

Im rechten Ghetto – Türkische Verbände in Europa.

In zahlreichen europäischen Ländern, aber auch und gerade in Deutschland bildet sich ein neues Ghetto reaktionäre Vereinigungen und Föderationen türkischer Herkunft,die in verschiedenen europäischen Ländern die Politik der türkischen Regierungsparteien AKP, der Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung und der MHP, der Nationalistischen Bewegung unterstützen und verbreiten.

Verbindungen dieser Verbände zu deutschen Parteien, sozialen Organisationen, Gewerkschaften und Kirchen werden gemieden. Und die kurdischen und türkischen Vereine und Dachverbände, die sich dagegen in Opposition zu diesen befinden, werden als Gegner betrachtet und politisch diskreditiert.

Die türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion e. V. DITIB zum Beispielpflegte durchaus zuvor Beziehungen zu Kirchen und Parteien in Deutschland und wurde in einigen Bundesländer als Religionsgemeinschaft anerkannt. So gab sieunter anderem Religionsunterricht in Schulen. Im Land Hessen wurde der DITIB dieses Recht nun entzogen. Durch ihre aktive Nähe zur AKP stellt die Bundesregierung diese Zusammenarbeit nun mehr und mehr in Frage. Die DITIB wurde so mehr und mehr als Einfallstor für die Interessen der AKP in Deutschland genutzt.

Die UETD, die europäische türkische demokratische Union wurde bereits früh als verlängerter Arm der AKP gegründet, um die in Euro lebenden Kurden und Türken für die Politik der AKP zu organisieren. Ihre Kritik wendet sich vor allem an islamfeindliche Tendenzen in Deutschland.

Die Föderationder Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland ADÜTDF, kurz Türkische Föderation, gilt als europäische Vertretung der rechtsnationalen MHP, ihre Jugendorganisation trägt den Namen „Bozkutlar“, Graue Wölfe, ihre Aktivitäten werden vom bundedeutschen Verfassungsschutz beobachtet.

Die Vaterlandspartei, die Vatan Partisi, eine ehemals eher linksgerichtete Partei vertrittmittlerweile eine nationale sozialistische Ideologie

Diese stellt sich gegen Kurden, Aleviten und alle anderen fortschrittlichen Kräfte. In der Türkei

unterstützt  die aktuell an der Regierung sich befindenden AKP-MHP

Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs IGMG orientiert sich mit einem Flügel an der Politik der AKP, zum anderem an der Ideologie der Partei SAADET. .Ihre Politik wendet sich vornehmlich gegen den Israelischen Staat und ist anti-zionistisch geprägt.

Alle diese politisch agierenden Verbände schaden den Migrationsbewegungen in Europa. Und werden von der offiziellen türkischen Diplomatie trotzdem unterstützt und hofiert, ganz im Gegensatz zu den regimekritischen und demokratisch agierenden Migrantenverbänden. Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland werden dreist angeprangert, das eigene nationalistische und rassistische Gedankengut wird nicht gesehen. Die spaltende Politik der AKP in der Türkei setzt sich so in Deutschland fort.

Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist überall und in jedem Land zu verurteilen.

18 August 2020 0 Kommentare
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Gesetz in Kraft: Türkei reguliert soziale Medien ab sofort noch stärker

von Fremdeninfo 17 August 2020
von Fremdeninfo

Gesetz in Kraft: Türkei reguliert soziale Medien ab sofort noch stärker

Von

dtj-online

–
 
 

In der Türkei werden Twitter, Facebook und andere soziale Medien einer schärferen Kontrolle unterzogen. Das türkische Parlament verabschiedete am Mittwoch Gesetz, das Plattformen unter anderem dazu verpflichtet, innerhalb von 48 Stunden auf Anfragen zur Aufhebung oder Sperrung bestimmter Inhalte zu reagieren.

 Das berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Kritiker kündigten an, gegen das Gesetz vor das Verfassungsgericht zu ziehen.

Dem Bericht nach müssen die Anbieter mit täglich mehr als einer Million türkischen Nutzern auch Niederlassungen in der Türkei mit einem türkischen Staatsbürger als Vertreter eröffnen. Möglich ist auch die Vertretung durch eine juristische Person. Kommen sie den Regelungen nicht nach, drohen hohe Geldstrafen und Einschränkungen der Dienste im Land. Bereits im Voraus wurde das Gesetz scharf beanstandet.

Verstießen Inhalte im Netz gegen in der Türkei geltende Regeln, drohten den künftigen Vertretern im Land Strafanzeigen, sagte etwa der Internetexperte Yaman Akdeniz der Deutschen Presse-Agentur. Auf Twitter kündigte er an, das Gesetz werde vor das Verfassungsgericht gebracht. Bereits jetzt gebe es starke Einschränkungen im Netz. Weil viele Anbieter keinen Sitz im Land hätten, seien Pflichten wie das Speichern von Userdaten bisher einfach umgangen worden.

AKP verteidigt Gesetz: „Beschimpfungen beenden“

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hatte vorab mitgeteilt, die Regierung versuche „die letzte Zuflucht für kritische Journalisten in der Türkei“ zu kontrollieren. Türkische Medien stehen zum Großteil unter direkter oder indirekter Kontrolle der Regierung, auch die Kontrolle über Inhalte im Internet wurde immer wieder verstärkt.

„Wir haben das Ziel, die Beleidigung, die Beschimpfungen in den sozialen Medien und die Belästigungen, die durch dieses Medium gemacht werden, zu beenden“, hatte Özlem Zengin, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der regierenden AKP, das Gesetz zuvor verteidigt.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte Anfang Juli eine stärkere Kontrolle sozialer Medien angekündigt: „Diese Kanäle, in denen es von Lügen, Beleidigungen, Angriffen auf das Persönlichkeitsrecht und Rufmorden wimmelt, müssen reguliert werden“, sagte Erdoğan. Gemessen an der Bevölkerung gehört die Türkei zu den Ländern mit den größten Nutzerzahlen in den sozialen Medien weltweit.

dpa/dtj

 

17 August 2020 0 Kommentare
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Religion

Kurban: Die Opfergabe als ein Fest und in Erinnerung an Abraham

von Fremdeninfo 3 August 2020
von Fremdeninfo

Kurban: Die Opfergabe als ein Fest und in Erinnerung an Abraham

Von

dtj-online

–Am 31. Juli ist es wieder soweit. Das alljährliche Opferfest, im Türkischen als Kurban Bayramı bekannt, findet in diesem Jahr an einem Freitag statt. Das hat gleich doppelte Bedeutung.

Als der Prophet Abraham viele Jahre nicht Vater wurde, wandte er sich an seinen Schöpfer und bat ihn um einen Nachfolger. Diesen langjährigen Wunsch erwiderte Gott, belastete seinen Segen allerdings gleichzeitig mit einer schweren Pflicht. Diese Verpflichtung, die nur ein außergewöhnlicher Mensch verkraften könnte, war mit einer Opfergabe der ganz speziellen Art verbunden. Als Zeichen menschlicher Unterwerfung gegenüber Gottes unendlicher Schöpfungskraft sollte Abraham im Gegenzug sein eigenes Kind opfern, irgendwann in der Zukunft. Die Überwindung der vielleicht stärksten menschlichen Bindung: Die Liebe und die Barmherzigkeit von Eltern gegenüber ihren eigenen Kindern.

Thora, Bibel und Koran kennen alle die Geschichte Abrahams

Sowohl in der Thora, als auch in der Bibel taucht diese koranische Überlieferung auf. Das Ende dieser Geschichte ist im Gegensatz zu der enormen Spannung im Ablauf der Erzählung so feierlich, wie das islamische Opferfest, das Eid al-Adha. Denn wie die Muslime heute auch, musste Abraham doch nicht seinen geliebten Sohn Ismael, den späteren Propheten, opfern, sondern als Alternative einen Widder. Man glaubt, dass der Erzengel Gabriel in letzter Sekunde Abraham von seiner Pflicht befreite und vom Himmel mit diesem schönen Tier herabstieg.

Kurban-Faustregel: Verteilen ist angesagt

Aus diesem Grund werden auch an diesem Freitag Muslime weltweit ein Tier im Namen ihres Schöpfers schlachten und das Fleisch größtenteils an Verwandte, Nachbarn oder Bedürftige auf der ganzen Welt verteilen. Denn es ist vorgesehen, dass man selbst nur einen kleinen des geopferten Tieres behalten darf. Die Regelbücher für islamisches Handeln, auch als Ilmihal bekannt, beschreiben als Faustregel das Verhältnis von 1/3 zu 2/3. Derjenige, der ein Tier opfert, sollte nur ein Drittel davon behalten. Ein weiteres Drittel sollten, selbst wenn sie keinen Bedarf haben, an Verwandte und die Nachbarschaft verteilt werden. Das letzte Drittel sollte an Menschen verteilt werden, denen die wirtschaftliche Kraft dazu fehlt, selbst ein Tier zu schlachten.

Welche Tiere eignen sich als Kurban?

Die Frage nach einem passenden Tier spielt eine große Rolle. Denn der Islam gibt hier einen Rahmen vor, den es zu beachten gilt. Beispielsweise darf das Tier weder krank, noch verletzt sein. Mit dieser Maßnahme sollen die Menschen vor möglichen Krankheiten bewahrt werden. Zudem soll verhindert werden, dass nur solche Tiere geopfert werden, die ohnehin „mit einem Bein im Grab“ stehen. Es soll einem also nicht so leicht fallen, das Tier zu opfern. Aus diesem Grund werden in einigen Regionen der Türkei die Tiere zum Opferfest ganz besonders vorbereitet. Sie werden geschmückt, mit besonderem Futter gemästet und gereinigt. Zudem darf das Opfertier kein Geflügel und selbstverständlich kein anderes Tier sein, dessen Verzehr der Islam ohnehin nicht erlaubt. Dazu zählen neben vielen exotischen Tieren bekanntermaßen auch Schweine.

Schaf, Ziege, Lamm, Rind, Kamel und so weiter

In fast allen Regionen der Welt werden vorwiegend Ziegen, Schafe und Rinder geschlachtet. Doch in arabischen Ländern eignen sich oft auch Kamele als Opfergabe. Hierzulande berichten oftmals Pilger davon, die bei ihren Besuchen der Kaaba in Saudi-Arabien das Fleisch von Kamelen probieren. In Europa und auch in der Türkei ist ein Kamel aber bereits ein Exot, wohingegen in Australien oder Afrika möglicherweise auch andere exotische Tiere geopfert werden können. Über diese Fragen entscheiden islamische Autoritäten in den jeweiligen Regionen, in Anlehnung an ihre Rechtsschulen. Dabei sind durchaus große Auslegungsunterschiede möglich. Es gilt das Gebot der Toleranz. Wer eine andere Kultur nicht wirklich kennt, der sollte über ihre Sitten und Normen bestenfalls nicht urteilen.

Opferfest am Freitag: Die Super-Hadsch

Der Freitag ist für Muslime der heiligste Wochentag. An diesem Tag wird das gemeinschaftliche Freitagsgebet verrichtet. Dieser Tag ist fix. Was sich aber Jahr für Jahr verändert, ist das Datum des islamischen Opferfestes. Denn der Islam kennt den Mondkalender, das knapp zehn Tage kürzer ist als der Gregorianische Kalender. Während die allermeisten Muslime sich an Letzterem orientieren, richten sich die religiösen Feiertage nach dem Mond. Deshalb „wandern“ sie jedes Jahr um einige Tage zurück. Übrigens ist dies keineswegs ein rein islamisches Phänomen. Auch das christliche Ostern oder das jüdische Pessach-Fest verhalten sich ähnlich.

Wenn der Tag des Opferfestes auf einen Freitag fällt, dann spricht man von der Super-Hadsch bzw. vom Haccı-Ekber. Für die Pilger eine besondere Belohnung. Doch wie in vielen anderen Bereichen auch wird der islamische Pilgerort in diesem Jahr wegen der weltweiten Corona-Pandemie kein gewohntes Bild liefern. Während üblicherweise derzeit Abermillionen Menschen auf dem Arafat-Berg stehen würden, sind die heiligen Stätten in Mekka derzeit recht leer. Denn dieses Jahr dürfen nur die einheimischen Muslime die Pilgerreise vollziehen.

3 August 2020 0 Kommentare
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