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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

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Kultur

Dinçer Güçyeter erhält deutschsprachigen Lyrik-Preis

von Fremdeninfo 9 März 2022
von Fremdeninfo

 

Dinçer Güçyeter erhält deutschsprachigen Lyrik-Preis

Von

dtj-online

–

02.03.2022

 
„Dichter Dinçer Güçyeter erhält Peter-Huchel-Preis 2022″ width=“696″ height=“470“>
Dinçer Güçyeter wird für sein Werk „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“ ausgezeichnet. Foto: SWR/palagrafie/dpa

Der diesjährige Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik geht an den Deutsch-Türken Dinçer Güçyeter. Der in Nettetal am Niederrhein lebende Dichter, geboren 1979, wird damit für seinen Band „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“ gewürdigt.

Die Jury betonte die „expressionistische Sprachwucht und feinsinnige Ambivalenz“ des Werkes. Güçyeter öffne „eine sehr eigene und doch vertraute Welt zwischen dem niederrheinischen Nettetal und Anatolien, zwischen Kind-Sein und Vater-Werden, zwischen Heinrich Heine und Dinçer Güçyeter, und unterläuft – oft humorvoll – herrschende postmigrantische Stereotype“.

Die Verleihung findet voraussichtlich am 18. Mai in Staufen im Breisgau statt. Der nach dem Lyriker Peter Huchel (1903-1981) benannte Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird jedes Jahr vom SWR und vom Land Baden-Württemberg vergeben.

Er ist den Angaben zufolge einer der bedeutendsten Preise für deutschsprachige Lyrik. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehören Ernst Jandl, Durs Grünbein, Thomas Kling, Friederike Mayröcker und Marcel Beyer.

9 März 2022 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sollen in Deutschland legal arbeiten dürfen

von Fremdeninfo 8 März 2022
von Fremdeninfo

 

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sollen in Deutschland legal arbeiten dürfen

Von

dtj-online

–

07.03.2022

=“Antirassismus-Beauftragte Reem Alabali-Radovan“ width=“696″ height=“460″>
Archivfoto: Reem Alabali-Radovan (SPD), Staatsministerin beim Bundeskanzler und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, gibt ein Pressestatement ab. Foto: Paul Zinken/dpa

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sollen in Deutschland rasch und unbürokratisch Aufnahme finden.

„Die Geflüchteten brauchen eine langfristige Aufenthaltserlaubnis“ sowie Anspruch auf Sozialleistungen und Gesundheitsversorgung, sagte die Beauftragte der Bundesregierung für Flüchtlinge und Integration, Reem Alabali-Radovan (SPD). „Wir wollen auch einen schnellen Zugang zum Arbeitsmarkt und zu den Integrationskursen ermöglichen.“

Alle geflüchteten Menschen aus der Ukraine sollten – unabhängig von Herkunft und Nationalität – Schutz und Unterstützung erhalten, sagte die Staatsministerin der Deutschen Presse-Agentur. Sie wolle gemeinsam mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) dafür sorgen, dass mit Bund und Ländern nun zügig Sicherheit für alle, die in Deutschland blieben, geschaffen werde. „Ich habe selbst Fluchterfahrung, in einer Erstaufnahme gearbeitet und weiß, was Menschen nach schlimmen Tagen der Flucht brauchen; eine Bleibe, Schutz und konkrete Hilfe“, fügte sie hinzu.

Richtlinie aus Jugoslawien-Krieg soll erstmals umgesetzt werden

Die EU-Kommission hatte zuvor vorgeschlagen, erstmals die Richtlinie für den „massenhaften Zustrom“ Vertriebener zu nutzen. Die EU-Staaten stimmten dem am Donnerstag bei einem Treffen der Innenminister geschlossen zu. Die Regeln dürften in den kommenden Tagen in Kraft treten. Die Richtlinie war infolge der Kriege der 1990er Jahre im ehemaligen Jugoslawien geschaffen worden und soll auch eine Überlastung der Asylbehörden verhindern.

Auch die Arbeitgeber und Gewerkschaften haben dazu aufgerufen, die Integration von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern. „Die Unternehmen, Betriebs- und Personalräte stehen bereit, ihren Anteil zu tragen, diese Menschen aufzunehmen, aus- und fortzubilden und in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Bürokratie großes Problem in Deutschland

Diese Verfahren müssten aber rechtssicher und unbürokratisch organisiert werden. „Wir rufen die Bundesregierung auf, diesen Rahmen zu schaffen“, erklärte die Verbände. BDA und DGB verurteilten darüber hinaus den russischen Angriff auf die Ukraine „auf das Schärfste“ und unterstützten die verhängten Sanktionen.

„Unser Respekt und unsere Unterstützung gelten den Menschen in der Ukraine und denen in Russland, die sich kritisch zur Politik des Präsidenten äußern“, erklärten sie. Die politische Botschaft sei klar: „Die russische Regierung muss die Kämpfe umgehend beenden, einem sofortigen Waffenstillstand zustimmen und jede weitere Eskalation der Situation verhindern.“ Es müsse weiter mit Hochdruck an diplomatischen Lösungen gearbeitet werden. Dazu könnte es in den kommenden Tagen in der Türkei kommen.

dpa/dtj

8 März 2022 0 Kommentare
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Kultur

Fatih Akın wird Filme und Serien für Warner produzieren

von Fremdeninfo 7 März 2022
von Fremdeninfo

Fatih Akın wird Filme und Serien für Warner produzieren

Von

dtj-online

–

06.03.2022

 
 

 
Regisseur Fatih Akin“
Archivfoto: Regisseur Fatih Akın steht vor der Aufführung seines Films „Tschick“ im Autokino auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Der Regisseur Fatih Akın hat einen Vertrag mit dem US-Medienunternehmen WarnerMedia abgeschlossen.

Die Kooperation beinhalte deutsch- und türkischsprachige Filme und Serien für Kino, Fernsehen und HBO Max, teilte das Unternehmen mit. Der deutsch-türkische Regisseur ist für Filme wie „Aus dem Nichts“ (2017), „Gegen die Wand“ (2004) und „Soul Kitchen“ (2009) bekannt. Derzeit laufen die Dreharbeiten zu seinem neuen Film „Rheingold“ mit Emilio Sakraya in der Hauptrolle, der am 27. Oktober in die Kinos kommen soll.

Das Unternehmen hat bisher bereits an drei Filmen mit Akın zusammengearbeitet, darunter an dem mit dem Golden Globe ausgezeichneten Film „Aus dem Nichts“, für den Diane Kruger bei den Filmfestspielen von Cannes eine Goldene Palme als beste Hauptdarstellerin erhielt. Außerdem lernten sich beide Seiten bei der Verfilmung des Heinz-Strunk-Romans „Der Goldene Handschuh“ sowie beim oben erwähnten Film „Rheingold“ über den Gangster-Rapper Xatar näher kennen.

„Warner Bros. Pictures hat mich mein ganzes Leben lang inspiriert“, betonte Akın. „Nach drei großartigen Kooperationen fühle ich mich bei WarnerMedia in sehr guten Händen.“ Hannes Heyelmann von WarnerMedia sagte: „Wir arbeiten jetzt seit einigen Jahren mit Fatih Akın und dieser Deal stärkt unsere fantastische Zusammenarbeit. Wir wissen, wie wichtig lokale Inhalte für unser Publikum sind, und mit Fatih wollen wir großartige deutsch- und türkischsprachige Inhalte produzieren.“

dpa/dtj

 

7 März 2022 0 Kommentare
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Information

Das Verbot der Grauen Wölfe hat höchste Prioritä

von Fremdeninfo 7 März 2022
von Fremdeninfo

Das Verbot der Grauen Wölfe hat höchste Priorität“

Von

Stefan Kreitewolf>

 
=“Geheimdienst-Experte Erich Schmidt-Eenboom im DTJ-Interview“ title=“2eenbom“ width=“696″ height=“696″>
Geheimdienst-Experte Erich Schmidt-Eenboom im DTJ-Interview. Foto: Privat

Die Bundesregierung habe die Geheimdienst-Aktivitäten der Türkei in Deutschland „sträflich vernachlässigt“, sagt Erich Schmidt-Eenboom. Im DTJ-Online-Interview spricht der Geheimdienst-Experte von einem „Schattenreich“ des „türkischen Staatsterrorismus“.

Herr Schmidt-Eenboom, der türkische Präsident geht seit dem gescheiterten Putsch in der Türkei vermehrt gegen politische Gegner:innen vor – auch in Deutschland. Wie sehen Sie die Entwicklung seit 2016?

Traditionell richteten sich die Aktivitäten des türkischen Geheimdienstes MİT gegen vermeintliche oder tatsächliche Anhänger der PKK später auch gegen Unterstützer der Proteste am Gezi-Park in Deutschland. Nach dem von Recep Tayyip Erdoğan selbst inszenierten Pseudoputsch sind die Gülen-Anhänger in der Bundesrepublik, aber auch weltweit die prioritäre Zielgruppe des MİT, der sein Personalplafonds aus eigenen Mitarbeitern und Handlangern entsprechend ausgebaut hat. Hinzu kommen als Quasi-Staatsfeinde in den vergangenen Jahren Journalisten und Politiker, die das System Erdoğan kritisieren. Die drastische Zunahme der Ausspähung und der Einschüchterungsmaßnahmen ist auch der Tatsache geschuldet, dass die deutsche Politik unter Angela Merkel und ihrem Innenminister Horst Seehofer allzu lange weggeschaut hat.

Woran machen Sie das fest?

Das Verbot der kriminellen Rockergruppe Osmanen Germania, die für zahlreiche Gewalttaten verantwortlich war, kam beispielsweise viel zu spät und erst, als diese Frontorganisation des MİT Kriegswaffen aus der Schweiz erhielt. Mit dem Verbot sind die aggressiven jungen Männer jedoch nicht aus der Welt. Meines Erachtens hätten sie, sofern sie nur die türkische Staatsbürgerschaft besitzen, als Gefahr für die innere Sicherheit ausgewiesen werden müssen.

„Schattenreich“ von Agenten und Deutsch-Türken

Die Rede ist von Tausenden Agent:innen und Informant:innen des türkischen Geheimdienstes in der Bundesrepublik. Aktuellste Zahlen legen nahe, dass auf 500 Türkei-stämmige Deutsche ein Agent kommt. Ist das realistisch? 

Diese Faustformel ist mir zu nebulös, weil sie den pyramidenförmigen Aufbau außer Acht lässt: An der Spitze stehen ein Dutzend bei den deutschen Sicherheitsbehörden akkreditierte Residenten. Dann folgen illegale Residenten, die in Tarnfirmen und -vereinen abgedeckt sind. Die führen einige Hundert eingewiesene Agenten, die undercover arbeiten. Am unteren Ende der Skala stehen dann Deutsch-Türken, die entweder von Agenten abgeschöpft werden, oder die aus chauvinistischer Gesinnung Mitbürgerinnen und Mitbürger ausspähen und denunzieren. In der Summe entspricht dieses Schattenreich dann in etwa dem in Ihrer Frage zitierten Wert.

Wie und wo agieren denn diese inoffiziellen Agent:innen?

Die Tarnung der Agentenführer und ihrer eingewiesenen Agenten folgt traditionellen nachrichtendienstlichen Methoden. Wir finden sie in Tarnfirmen wie Reisebüros, Wechselstuben, Luftfahrtlinien oder AKP-nahen Vereinen, aber auch als türkische Besonderheit in religiösen Zusammenhängen wie den DITIB-Moscheen und ihren Moscheevereinen.

„Spiritus rector der Angriffe ist der MİT“

Immer häufiger werden Medienschaffende angegriffen, geflohene Oppositionelle eingeschüchtert: Wer steckt dahinter?

Spiritus rector ist in erster Linie der MİT, den der Bundesnachrichtendienst in einer Analyse zu Recht als Gestapo-ähnlichen Geheimdienst gebrandmarkt hat. Er definiert nicht nur das allgemeine Feindbild, sondern er steckt meistens auch hinter den im Internet und in sozialen Netzwerken gelisteten Namen von Erdoğan-Gegnern. In einer Art Schneeballsystem werden die so an den Pranger gestellten Menschen dann von allen dem türkischen Staatsterrorismus dienlichen Organisationen wie den Grauen Wölfen bis zu fanatisierten Einzeltätern diskriminiert, bedroht oder körperlich misshandelt.

Kommen die konkreten Befehle direkt aus Ankara oder ist es gar ein selbsterfüllendes System? Was denken Sie?

Kein oder: Beides findet statt. Herausragende Zielpersonen aus Medien und Politik nimmt die MİT-Zentrale in Ankara mit ihren etwa 800 auf den deutschsprachigen Raum angesetzten Mitarbeitern selbst ins Visier. Am unteren Ende der Skala sind es einzelne Imame oder auch böswillige Nachbarn, die die vom Münchner Generalkonsulat auf den Weg gebrachte App nutzen, um Erdoğan-Kritiker zu denunzieren und sie damit bei einer Reise in die Türkei der Gefahr von Verhaftung und Verurteilung aussetzen.

„Tatenlose Politiker hofften auf Aussitzen des Problems“

Der Bundesrepublik wird vorgeworfen, wenig gegen die Unterdrückung Türkei-stämmiger Menschen hierzulande zu tun. Die Zahlen sprechen für sich: Gerade einmal acht Verfahren gab es seit 2013 gegen MİT-Agenten in Deutschland. Warum schützt der Rechtsstaat Bürger mit deutschem Pass nicht?

Vorangestellt: Das Bundesverfassungsgericht hat es dem Staat zur Pflicht gemacht, nicht nur deutsche Staatsbürger, sondern auch hier lebende Ausländer vor nachrichtendienstlichen Nachstellungen zu schützen. Diese Pflicht hat die Regierung Merkel aus Sorge um kaum berechenbare Reaktionen der Türkei wie dem Aussetzen des Flüchtlingsdeals sträflich vernachlässigt. Die tatenlosen deutschen Politiker hofften darauf, dass sich das Problem durch Aussitzen erledigt. Doch ich sehe die Gefahr der Verselbständigung der in Deutschland gewachsenen Strukturen, die ein Überleben dieses Schattenreichs selbst für den Fall begünstigt, dass Erdoğan und die AKP 2023 abgewählt werden.

Welche konkreten Möglichkeiten bieten sich denn den deutschen Sicherheitsbehörden?

Im Prinzip alle Methoden der Spionageabwehr von der Observation erkannter MİT-Angehöriger bis zur Überwachung ihrer Telekommunikation sowie die Analyse der offenen Publikationen und Websites einschlägiger Organisationen und ihrer Nutzer. Die Aufgaben von polizeilichem Staatsschutz und Verfassungsschutz von der Abwehr des internationalen Terrorismus und der grassierenden Wirtschaftsspionage bis hin zur Überwachung rechts- und linksextremer Organisationen sind so vielfältig, dass Human Intelligence schnell an ihre Grenzen gerät.

„Ampelregierung muss MİT-Aktivitäten ein Ende setzen“

Was schlagen Sie stattdessen vor?

Ich plädiere deshalb für eine intensivere technische Überwachung. Vorzugsweise sollte man dafür jene türkischen Offiziere rekrutieren, die in der Bundesrepublik Asyl gefunden haben, weil sie gegenüber Anwerbeversuchen des MİT weitgehend immun sein dürften. Viel dringlicher als die Exekutivorgane muss jedoch die neue Ampelregierung den bedrohlichen Aktivitäten des MİT und seiner Erfüllungsgehilfen ein Ende bereiten. Die neue Innenministerin hat sich die Bekämpfung des Rechtsextremismus und -terrorismus auf die Fahnen geschrieben. Für mich hat dabei das Verbot der Grauen Wölfe höchste Priorität.

Erich Schmidt-Eenboom, 69, ist Geheimdienstexperte und Direktor des Forschungsinstituts für Friedenspolitik in Weilheim. In den 1990er-Jahren wurde er selbst vom BND überwacht. 

Äußerungen unserer Gesprächspartner:innen geben deren eigene Auffassungen wieder. 

 

 

 

7 März 2022 0 Kommentare
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Information

Türkischen Rechtsextremisten: Bundesregierung fehlen wichtige Infos über „Soldaten Erdogans“

von Fremdeninfo 7 März 2022
von Fremdeninfo

 

  1. Türkischen Rechtsextremisten: Bundesregierung fehlen wichtige Infos über „Soldaten Erdogans“

Die Welt

Deutschland Graue Wölfe

Bundesregierung fehlen wichtige Informationen über die „Soldaten Erdogans“

 

In Frankreich wurden die Grauen Wölfe 2020 verboten
Quelle: pa/NurPhoto/Nicolas Liponne
Die Bundesregierung sollte 2020 ein Verbotsverfahren gegen Organisationen der Grauen Wölfe prüfen. Bislang wurden jedoch keine Schritte eingeleitet. Eine Kleine Anfrage zeigt nun: Es fehlt wichtiges Wissen über die Strukturen der türkischen Rechtsextremisten.

Der Bundesregierung liegen wesentliche Informationen nicht vor, die ein mögliches Verbotsverfahren gegen Vereine aus dem Umfeld der Grauen Wölfe erleichtern könnten. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen hervor, die WELT vorliegt.

Demnach hat die die Bundesregierung keine Kenntnis darüber, ob die Dachverbände ADÜTDF und Atib, die der rechtsextremen türkischen „Ülkücü“-Bewegung zugerechnet werden, Ausländervereine nach Paragraf 14 des Vereinsgesetzes sind. Ausländervereine unterliegen verschärften Anzeige- und Auskunftspflichten und können einfacher verboten werden.

„Der Bundesregierung liegen keine Daten zu der jeweiligen Staatsangehörigkeit der Verbandsmitglieder von ADÜTDF und Atib vor“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung.

Anzeige

Der Bundestag hatte die Bundesregierung im November 2020 aufgefordert, ein Verbot der Vereine der Grauen Wölfe zu prüfen, die das Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextrem, antisemitisch und rassistisch charakterisiert. Seitdem soll ein Prüfverfahren laufen.

7 März 2022 0 Kommentare
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Information

Russland vermeldet Einnahme weiterer ukrainischer Städte

von Fremdeninfo 28 Februar 2022
von Fremdeninfo

Russland vermeldet Einnahme weiterer ukrainischer Städte

Zwei ukrainische Städte sollen laut Moskau unter russischer Kontrolle gefallen sei, den russischen Streitkräften schlägt nach US-Angaben aber heftiger Widerstand entgegen. Ein Söldnerkommando soll den Auftrag haben, Präsident Selenskyj zu töten. Der aktuelle Überblick.

Im russischen Krieg gegen die Ukraine droht eine neue potenziell gefährliche Eskalation. Kremlchef Wladimir Putin ordnete am vierten Tag der Invasion an, die russischen Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft zu versetzen. Als Grund nannte er „unfreundliche Maßnahmen“ des Westens gegen Russlands Wirtschaft und „aggressive Statements“ westlicher Staats- und Regierungschefs.

Im Norden Kiews habe die russische Armee laut ukrainischen Angaben versucht, eine Pontonbrücke zu bauen, um den Fluss Irpin zu überqueren. Das schrieb der ukrainische Generalstab in der Nacht zu Montag auf Facebook. Ein weiterer Versuch, die Stadt Irpin kurz vor Kiew zu erobern, sei erfolglos gewesen, hieß es weiter. Die Informationen konnten nicht unabhängig geprüft werden. In den Kampfgebieten war die Lage auch am Tag vier der russischen Invasion unübersichtlich.

>>> Alle Entwicklungen in der Ukraine im Liveticker >>>

In den Metropolen Kiew und Charkiw ist es nach einem Bericht des staatlichen Informationsdienstes der Ukraine am frühen Montagmorgen zu mehreren Explosionen gekommen. Das wurde via Telegram mitgeteilt. Zuvor sei es in der Hauptstadt Kiew mehrere Stunden lang ruhig gewesen, hieß es, auch laut Berichten von „Bild“ vor Ort.

28 Februar 2022 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Flüchtlinge kommen in Brandenburg an: Wenige in Erstaufnahm

von Fremdeninfo 28 Februar 2022
von Fremdeninfo
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Flüchtlinge kommen in Brandenburg an: Wenige in Erstaufnahme

Die Zahl der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in Brandenburg nimmt allmählich zu. Immer mehr Menschen kamen am Wochenende in Frankfurt (Oder) an, viele reisten aber weiter. Liubov war eine von ihnen. Die Ukrainerin traf nach fast zwei Tagen Reise am Sonntag in Deutschland ein. Am Bahnhof in Frankfurt (Oder) wurden zunächst ihre Daten von der Bundespolizei erfasst. Sie reiste mit ihrer Mutter und ihren vier Geschwistern. «Wir fahren nach Berlin», sagte die 23-Jährige aus der Region Wolyn im Nordwesten der Ukraine. Dort hätten sie Freunde. «Wir haben die Ukraine am Abend des 25. Februar verlassen», berichtete sie.

In der Brandenburger Erstaufnahmeeinrichtung kamen bisher erst wenige Geflüchtete aus der Ukraine unter. Derzeit seien zehn Flüchtlinge untergebracht, sagte der Leiter der Zentralen Ausländerbehörde Brandenburgs, Olaf Jansen, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Darunter seien sechs Ukrainerinnen und Ukrainer sowie vier Menschen, die in der Ukraine Ausländer mit Aufenthaltsstatus seien.

Die Erstaufnahmeeinrichtung hält nach Angaben des Brandenburger Innenministeriums zunächst 800 Plätze für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine bereit. «Wir können das bei Bedarf spielend innerhalb von 24 Stunden verdoppeln», sagte Leiter Jansen. Die meisten Flüchtlinge reisten zum Beispiel zu Verwandten oder Bekannten weiter. Er ging davon aus, dass es zunehmend mehr Geflüchtete geben wird, die in der Ukraine einen Aufenthaltsstatus haben. Zuvor wurden Flüchtlinge aus Eisenhüttenstadt in Außenstellen verlegt, um dort mehr freie Plätze zu haben.

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© Czarek Sokolowski/AP/dpa/Archivbild
28 Februar 2022 0 Kommentare
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Rassismus

Übergriffe auf Sinti und Roma sollen künftig besser erfasst werden

von Fremdeninfo 28 Februar 2022
von Fremdeninfo

 

Übergriffe auf Sinti und Roma sollen künftig besser erfasst werden

Von

dtj-online

–

25.02.2022

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma demonstriert im Jahr 2003 für den Bau des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma. Foto: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

Antiziganistischer Hass: Die Bundesregierung will mit einer zivilgesellschaftlichen Monitoringstelle Übergriffe auf Sinti und Roma künftig besser erfassen. Damit verfolgt Berlin ein Ziel.

Die Stelle ist ein Baustein einer nationalen Strategie „Antiziganismus bekämpfen, Teilhabe sichern!“, die das Kabinett am Mittwoch beschloss. Um die Integration und Teilhabe von Sinti und Roma zu fördern, will die Bundesregierung zudem eine nationale Roma-Kontaktstelle aufbauen.

Mit den beschlossenen Maßnahmen setzt die Bundesregierung die EU-Roma-Strategie 2030 für Deutschland um. „Anstatt über Politik für Sinti und Roma zu sprechen, werden wir gemeinsam mit Sinti und Roma Wege der politischen Teilhabe gestalten“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser.

„Wir treten Diskriminierung entschieden entgegen“

Die neue Kontaktstelle werde den Dialog fördern und institutionalisieren. „Wir treten Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung gegenüber Sinti und Roma entschieden entgegen“, fügte die SPD-Politikerin hinzu. SPD, Grüne und FDP haben in ihrem Koalitionsvertrag auch die Ernennung eines Beauftragten für Antiziganismus vereinbart.

Wie das Bundesfamilienministerium auf Anfrage mitteilte, wird „der noch zu benennende Antiziganismus-Beauftragte der Bundesregierung“ im Familienministerium angesiedelt sein. Wann genau er oder sie ernannt wird, ist noch offen.

Größte Minderheit Europas

„Sinti und Roma haben seit 600 Jahren einen festen und prägenden Platz in der europäischen Kulturgeschichte“, sagte die Bundestagsabgeordnete Filiz Polat (Grüne). „Es ist an der Zeit, dass die größte Minderheit Europas nicht nur anerkannt wird, sondern dass für sie auch ein diskriminierungsfreier Zugang zu Bildung, Beschäftigung, Gesundheit und Wohnen sichergestellt wird.“

Eine Leipziger Autoritarismus-Studie hat in den vergangenen Jahren einen Rückgang des Anteils der deutschen Bevölkerung, der Vorbehalte gegenüber Sinti und Roma hat, festgestellt. Allerdings stimmten laut Studie 2020 immer noch mehr als 40 Prozent der Teilnehmer einer repräsentativen Umfrage der Aussage „Ich hätte Probleme damit, wenn sich Sinti und Roma in meiner Gegend aufhalten“ zu. Im Bereich der „Hasskriminalität“ hatten die Polizeibehörden von Bund und Ländern im Jahr 2020 insgesamt 128 antiziganistische Straftaten erfasst. Das entsprach einem Anstieg um rund 64 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

dpa/dtj

28 Februar 2022 0 Kommentare
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Archive

Die Menschen sind offener für Zuwanderung

von Fremdeninfo 25 Februar 2022
von Fremdeninfo

Die Menschen sind offener für Zuwanderung“

Von

Stefan Kreitewolf

–

23.02.2022

 
 
 
 
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Immer mehr Menschen sehen Zuwanderung als Chance. Dabei spielen vor allem wirtschaftliche Erwägungen eine Rolle, zeigt eine Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Inwiefern, erläutert Integrationsexpertin Ulrike Wieland im Gespräch mit DTJ-Online.

Frau Wieland, wie steht es um Deutschlands Willkommenskultur?

Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen, dass sich die Willkommenskultur in Deutschland positiv entwickelt hat. Wir verstehen unter „Willkommenskultur“ eine Grundhaltung der Offenheit und Akzeptanz gegenüber Migrant:innen. In unserer vorletzten Umfrage 2017 zeigten sich bei der Bevölkerung hohe Werte bei den Fragen, die Skepsis und Vorbehalte signalisieren. Darin spiegelte sich die Sorge um die Bewältigung der sogenannten „Fluchtkrise“. Seitdem sehen wir eine Entspannung: Die Menschen sind offener für Zuwanderung geworden.

Immer mehr Menschen sehen Zuwanderung als Chance. Das ist ein Ergebnis der von Kantar Public im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführten Befragung zur Willkommenskultur in Deutschland. Welche Faktoren spielen in der Bewertung eine Rolle?

In unserer Befragung wurde deutlich, dass die wirtschaftlichen Potenziale von Zuwanderung inzwischen stärker gesehen werden. Zum Beispiel sind heute gut zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) der Ansicht, dass Zuwanderung für die Ansiedlung internationaler Firmen wichtig sei – zum Vergleich: 2019 waren es 63 Prozent und 2017 56 Prozent. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) ist der Meinung, dass Migration einen Ausgleich für den Fachkräftemangel hierzulande schaffen könne. Dass Zuwanderung eine geringere Überalterung für die Gesellschaft bedeuten könne, glauben rund zwei Drittel der Befragten.

„Häufig in systemrelevanten Berufen tätig“

Woran liegt das?

Der bevorstehende Renteneintritt der Generation der „Babyboomer:innen“ wurde zuletzt medial und politisch thematisiert. Diese demografische Entwicklung wird das Fachkräfteproblem in Deutschland verschärfen. Und durch die Coronakrise haben die Menschen konkreter erfahren, was es bedeutet, wenn in zentralen Bereichen der kritischen Infrastruktur Arbeitskräfte fehlen – und Migrant:innen arbeiten besonders häufig in solchen systemrelevanten Berufen. Diese Faktoren könnten eine Rolle gespielt haben.

Zuwanderung wird also häufig mit der Chance verbunden, einen Mehrwert für die hier lebende Gesellschaft zu generieren. Ist Deutschland also ein eher pragmatisches Einwanderungsland?

Die Frage nach dem Mehrwert ist erstmal nicht verwerflich. Sie eröffnet auch die Gelegenheit, den vielfältigen Beitrag von Migrant:innen sichtbar zu machen. Denn im öffentlichen Diskurs wird Zuwanderung noch immer oft mit wirtschaftlichen Belastungen assoziiert. Entsprechende Bedenken spiegeln sich auch in unserer Umfrage wider: 67 Prozent der Befragten sorgen sich um zusätzliche Belastungen für den Sozialstaat als Folge von Migration. Da ist es gut, auch die andere Seite zu beleuchten, also die Potenziale und den Mehrwert, damit kein einseitiges Bild entsteht. Allerdings muss auch klar sein, dass bei der Fluchtmigration nicht der wirtschaftliche Mehrwert, sondern humanitäre Aspekte im Vordergrund stehen.

„Bewusstsein für Diskriminierung gestiegen“

Alltagsrassismus und Diskriminierungserfahrungen spielen im Alltag vieler aber weiterhin eine Rolle. Offenbar benötigt Vielfalt Zeit, oder?

Unsere Umfrage zeigt, dass im Durchschnitt 62 Prozent der Befragten Diskriminierung aufgrund der Herkunft und 66 Prozent Chancenungleichheit auf dem Arbeitsmarkt als bedeutende Integrationshindernisse wahrnehmen. Menschen mit Migrationshintergrund sehen die Lage noch kritischer: Bei ihnen sind es 69 Prozent (Diskriminierung) bzw. 72 Prozent (Chancenungleichheit). Das macht deutlich, dass es noch viel zu tun gibt, um Deutschland als Einwanderungsland weiterzuentwickeln.

Dennoch weist Ihre Studie im Zeitvergleich einen positiven Trend aus. Haben Sie dafür eine Erklärung?

Das Bewusstsein für die Problematik von Diskriminierung in der Gesellschaft ist gestiegen. Möglicherweise haben die mit großer Resonanz geführten Debatten über Identität, Diskriminierung und Chancengerechtigkeit unter den Stichworten „Me Too“ und „Black Lives Matter“ zu dieser Sensibilisierung beigetragen. Inzwischen wird auch die Verantwortung der Gesellschaft für gelingende Integration gesehen. So ist der Anteil derjenigen, die Diskriminierung aufgrund der Herkunft sowie Chancenungleichheit auf dem Arbeitsmarkt als bedeutende Integrationshindernisse einschätzen, seit 2019 angestiegen.

„Zuwanderung und Vielfalt als Normalität“

Eine weitere Erkenntnis Ihrer Befragung zeigt: Die Erwartungen an die deutsche Gesellschaft, Hindernisse für die Integration abzubauen, wächst. Wo sollten wir konkret ansetzen?

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass erstens die Anstrengungen zum Abbau von Diskriminierung und ungleichen Chancen intensiviert werden sollten. Zum Beispiel ist nur etwa ein Drittel der Befragten der Ansicht, dass Menschen mit Migrationshintergrund in Politik, Verwaltung und Bildungsinstitutionen angemessen repräsentiert sind. Zweitens zeigen unsere Zahlen, dass die Befragten dem Spracherwerb eine hohe Bedeutung für Integration beimessen. Das Erlernen der Sprache ist für Zugewanderte elementar, um sich in der Gesellschaft zurechtzufinden und am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Daher sollten Sprachangebote leicht zugänglich sein.

Gibt es weitere Trends, die sich aus Ihrer Studie ableiten lassen?

Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass es in Zukunft mit der Willkommenskultur in Deutschland weiter bergauf geht. Wir sehen das als eine Art Hineinwachsen in eine Einwanderungsgesellschaft, die ein positives Selbstverständnis entwickelt und Vielfalt als Normalität begreift.

Dr. Ulrike Wieland ist Projektmanagerin und Integrationsexpertin bei der Bertelsmann Stiftung. Sie ist Co-Autorin der Studie „Willkommenskultur zwischen Stabilität und Aufbruch“ und arbeitet im Programm „Demokratie und Zusammenhalt“.

Äußerungen unserer Gesprächspartner:innen geben deren eigene Auffassungen wieder. 

25 Februar 2022 0 Kommentare
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Antisemitismus

Novum in Deutschland: Alabali-Radovan wird Beauftragte für Antirassismus

von Fremdeninfo 25 Februar 2022
von Fremdeninfo

Novum in Deutschland: Alabali-Radovan wird Beauftragte für Antirassismus

Von

dtj-online

–

24.02.2022

 
 
 
 
„Antirassismus-Beauftragte Reem Alabali-Radovan“ width=“696″ height=“437″>
23.02.2022, Berlin: Die SPD-Bundestagsabgeordnete Reem Alabali-Radovan gibt nach ihrer Berufung zur Beauftragten der Bundesregierung für Antirassismus ein Pressestatement ab. Sie ist die erste Beauftragte für Antirassismus in Deutschland. Foto: Paul Zinken/dpa

Als neue Beauftragte für Antirassismus will Reem Alabali-Radovan (SPD) eine „Diversity-Strategie“ für die Bundesverwaltung erarbeiten.

Ihr Ziel sei es, dass sich „die Vielfalt unserer Gesellschaft auch in den Bundesministerien und Bundesbehörden widerspiegelt“, sagte Alabali-Radovan am Mittwoch in Berlin. Zuvor hatte das Kabinett beschlossen, der für Migration, Flüchtlinge und Integration zuständigen Staatsministerin im Kanzleramt zusätzlich die Aufgabe der Beauftragten für Antirassismus zu übertragen. Die Schaffung dieses Postens hatten SPD, Grüne und FDP in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart.

Sie wolle die auf mehrere Ressorts verteilten Maßnahmen der Bundesregierung gegen Rassismus künftig aus dem Bundeskanzleramt koordinieren und einen „Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus“ vorlegen, kündigte die SPD-Politikerin an. Sie betonte: „Der Staat ist in der Bringschuld, er muss für alle 83 Millionen Menschen unseres Landes ein gleichberechtigtes, friedliches Zusammenleben sichern.“

Türkische Gemeinde begrüßt die Stelle

Es sei gut, dass die Beauftragte die Perspektive als Betroffene mitbringe, sagte der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoğlu. Denn für Menschen, die nicht selbst bei der Wohnungssuche, im Bildungssystem, in Behörden oder auf dem Arbeitsmarkt mit Diskriminierung konfrontiert seien, stünden bei der Beschäftigung mit Rassismus oft Gewalt und strafrechtlich relevante Taten im Vordergrund. „Ich will Mahnerin und Antreiberin für Antirassismus sein, für die Bundesregierung, aber auch für die Gesellschaft“, betonte Alabali-Radovan.

„Der Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung – in all seinen Erscheinungsformen – hat für uns oberste Priorität und ist direkt im Kanzleramt verankert“, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, Katja Mast. Sie sei sicher, „dass Reem Alabali-Radovan diese Aufgabe mit klarer Haltung und dem notwendigen Tatendrang angehen wird“.

dpa/dtj

25 Februar 2022 0 Kommentare
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