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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

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Religion

Anti-Terror-Einsatz im Ruhrgebiet: „Islamistische Gefahr nie unterschätzen“

von Fremdeninfo 8 Januar 2023
von Fremdeninfo

Anti-Terror-Einsatz im Ruhrgebiet: „Islamistische Gefahr nie unterschätzen“

Artikel von Christopher Ziedle

 In Castrop-Rauxel ist in der Nacht zum Sonntag möglicherweise ein Giftanschlag vereitelt worden. Das ist seit dem Jahr 2000 insgesamt 21 mal gelungen

 

Ein Spezialeinsatzkommando hat in der Nacht zum Sonntag in Castrop-Rauxel die Wohnung eines 32-jährigen Iraners durchsucht und den Verdächtigen abgeführt. © Foto: Karsten Wickern/dpa

 

Der Hinweis auf einen möglicherweise geplanten Terroranschlag ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen von den US-Geheimdiensten gekommen. Er wurde im Terrorabwehrzentrum von Bund und Ländern bewertet und am Samstag an die zuständige Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf weitergeleitet.

Die ließ noch in der Nacht zu Sonntag die Wohnung eines 32-jährigen Iraners in Castrop-Rauxel durchsuchen. Der von einem Spezialeinsatzkommando Abgeführte wird verdächtigt, zusammen mit seinem Bruder die Tötung möglichst vieler „Ungläubiger“ geplant zu haben.

Nicht gefunden wurden jedoch die Giftstoffe Cyanid und Rizin, die er sich dafür besorgt haben soll. Dies heißt für die Generalstaatsanwaltschaft aber nicht, dass der laut NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) „ernst zu nehmende Hinweis“ unbegründet war.

Ermittler untersuchen sichergestelltes Material

„Ob die Person Zugang auch zu anderen Räumlichkeiten hatte, wird derzeit untersucht“, so Pressesprecher Holger Heming am Sonntagnachmittag gegenüber dem Tagesspiegel. Experten werteten sichergestellte Medien dahingehend aus. Dazu, ob die Brüder bereits zuvor auffällig waren, wollte er sich nicht äußern.

Im jüngsten Verfassungsschutzbericht ist bereits davon die Rede, dass bei islamistischen Gruppierungen zuletzt zwar eine „geringere Sichtbarkeit und Dynamik der Szene“ festgestellt worden sei, sie aber weiter das Ziel verfolgten, „jede sich bie­tende Gelegenheit für einen terroristischen Anschlag zu nutzen“.

So sprach die Bundesinnenministerin am Sonntag nicht nur den Einsatzkräften sowie den wegen der Suche nach chemischen Substanzen involvierten Experten des Robert-Koch-Instituts ihren Dank aus – sondern auch eine klare Warnung. „Deutschland steht weiterhin im unmittelbaren Zielspektrum islamistischer Terrororganisationen“, so Nancy Faeser (SPD).

Zu abhängig von amerikanischen Geheimdiensten?

Seit dem Jahr 2000 wurden in Deutschland ihr zufolge 21 islamistische Anschläge verhindert. Die internationale Geheimdienstkooperation sei dafür „ein wichtiger Baustein“. Der Terrorexperte Peter Neumann wies am Rande der CSU-Klausur im bayerischen Seeon darauf hin, dass deutsche Behörden zu häufig auf die Erkenntnisse amerikanischer Dienste angewiesen seien. Es gelte daher, „Fähigkeiten aufzubauen, um diese Abhängigkeit zu verringern“.

Noch ließe sich „die tatsächliche Bedrohung , die von dem Beschuldigten in Castrop-Rauxel ausgegangen sein könnte“, nicht abschließend bewerten, sagte der Grüne Konstantin von Notz, der dem Geheimdienst-Kontrollgremium im Bundestag vorsteht, dem Tagesspiegel. Trotz der „ernsten Bedrohungen aus dem Bereich des militanten Rechtsextremismus“ dürfe die islamistische Gefahr „zu keiner Zeit unterschätzt werden

8 Januar 2023 0 Kommentare
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Deutschland verbietet immer mehr Deutschen die Ausreise

von Fremdeninfo 8 Januar 2023
von Fremdeninfo

 

Deutschland verbietet immer mehr Deutschen die Ausreise

Erstellt: 08.01.2023, 04:51 Uhr

Von: Erkan Pehlivan

Kommentare „Bundesinnenministerin Nancy Faeser und ihr türkischer Amtskollege Süleyman Soylu.“ Pollmann/dpa

Die Bundespolizei untersagt einer steigenden Zahl von Staatsbürger:innen die Ausreise aus Deutschland. Dahinter sehen Experten vor allem ein Eingeständnis an die Türkei.

Berlin – Immer mehr Deutsche dürfen Deutschland nicht verlassen. Laut einer kleinen Anfrage der Bundestagsabgeordneten Gökay Akbulut und ihrer Fraktion, Die Linke, hat die Bundespolizei zwischen 2018 und 2022 insgesamt 131 deutschen Staatsbürger:innen die Ausreise verweigert.

Waren es im Jahr 2018 nur drei Personen, denen die Ausreise untersagt worden war, stieg ihre Zahl im Jahr 2022 auf einen Höchstwert von 66.

Deutschland verbiet Staatsbügern die Ausreise – die Statistik von 2018 bis 2022

2018 3
2019 15
2020 33
2021 14
2022 66

Als Grundlage für Verbote von Auslandsreisen durch die Bundespolizei dient laut der Antwort des Bundesinnenministeriums auf die parlamentarische Frage das Abgleichen „personenbezogener Daten mit nationalen, europäischen und internationalen Datenbanken nach Maßgabe der Verordnung (EU) 2016/399 (Schengener Grenzkodex) im Rahmen ihrer grenzpolizeilichen Aufgabenwahrnehmung“. Zu den Daten, die dabei herangezogen werden, gehören demnach „das Informationssystem der Polizei, die zur Grenzfahndung geführte Datei, das Schengener Informationssystem und die Stolen and Lost Travel Documents database von Interpol“. Laut dem Bundesinnenministerium hat die Bundespolizei zudem „nach den Umständen des Einzelfalls und nach Maßgabe des geltenden Rechts Zugriff auf die Antiterrordatei und die Rechtsextremismusdatei.

Länder verweigern auch Auslandsreisen von Deutschen

Auch auf Landesebene wird Deutschen die Ausreise aus dem eigenen Land verweigert – so geschehen im Fall der 18-jährigen Solin G. Die Stadt Oberhausen hat der kurdischstämmigen deutschen Staatsbürgerin ihren Reisepass entzogen. In der sogenannten Ordnungsverfügung hat die Stadt ihr zudem die Ausstellung eines Personalausweises und eines Reisepasses untersagt, auch wenn diese nur als „vorläufige“ Dokumente beantragt würden. In der Begründung heißt es, es gäbe bei der Teenagerin eine Zugehörigkeit zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

„Ihrem persönlichen Recht auf Ausreisefreiheit (…) steht das Interesse der Bundesrepublik Deutschland an seiner inneren und äußeren Sicherheit sowie das internationale Ansehen der Bundesrepublik Deutschland gegenüber“, heißt es weiter in der Begründung zu dem Passentzug und dem Ausreiseverbot für Solin G. Die Stadt Oberhausen gehe von einem hinreichend anzunehmenden Vorhaben aus „sich an Kampfhandlungen der PKK zu beteiligen“.

Möglicher Besuch von PKK-Jugendcamps in Istanbul

Solin G. soll dieses Jahr bereits zwei Mal nach Istanbul gereist sein, so die Stadt Oberhausen. Daher werde vermutet, dass sie „dort Jugendcamps der PKK besucht und sich mit den dortigen Strukturen der PKK vernetzt“ habe. In den Vorwürfen gegen die kurdischstämmige Frau sieht die Bundestagsabgeordneten Gökay Akbulut (Linke) wiederum vorauseilendem Gehorsam gegenüber dem Regime von Präsident Recep Tayyip Erdogan in Ankara. „Es ist für mich erschreckend zu sehen, wie schnell manchmal Grundrechte eingeschränkt werden, wenn es um Menschen geht, die sich für die Rechte von Kurdinnen und Kurden einsetzen. Oftmals habe ich leider den Eindruck, dass die Bundesregierung vor dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan kuscht“, sagte Akbulut der Frankfurter Rundschau von IPPEN.MEDIA.

8 Januar 2023 0 Kommentare
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Tausende protestieren gegen türkische Annäherung an Syrien

von Fremdeninfo 8 Januar 2023
von Fremdeninfo

 

Tausende protestieren gegen türkische Annäherung an Syrien

Von

dtj-online

–

07.01.2023

 

 

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Demonstranten protestieren in diesen Tagen gegen eine mögliche Annäherung zwischen der Türkei und der syrischen Regierung. Foto: Anas Alkharboutli/dpa

Erdoğan und Assad sind Todfeinde – eigentlich. Denn zuletzt standen die Zeichen auf Wiederannäherung. Das kommt nicht überall gut an.

Die Proteste fanden unter anderem rund um Idlib und Aleppo statt, wie ein Sprecher des regionalen Zivilschutzes mitteilte. Die Gebiete stehen nicht unter der Kontrolle der syrischen Regierung. Viele Menschen dort sehen in Ankara eine Schutzmacht.

Die Demonstranten sprachen sich mit Gesängen und Bannern gegen eine Versöhnung der beiden Regierungen aus. „Ich wurde vertrieben und habe drei meiner Kinder in den Gefängnissen des Regimes verloren“, sagte ein Teilnehmer einer Kundgebung nahe Aleppo der Deutschen Presse-Agentur.

Nach langer diplomatischer Eiszeit hatten sich vor gut einer Woche die Verteidigungsminister der Türkei und Syriens in Moskau getroffen, um Wege für eine Lösung im Bürgerkriegsland zu finden. An den Gesprächen nahm auch der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu teil.

Wahlen stehen an: Erdoğan braucht Assad wohl

Russland unterstützt im syrischen Bürgerkrieg den Präsidenten Baschar al-Assad, die Türkei steht dagegen auf der Seite von Rebellen. Ankara hatte die diplomatischen Beziehungen zu Damaskus aufgekündigt, zuletzt aber den Willen zur Wiederannäherung geäußert. Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte auch ein Treffen mit Assad ins Spiel gebracht, den er in der Vergangenheit als „Mörder“ bezeichnete.

Erdoğan steht innenpolitisch unter Druck, weil sich die Stimmung im Land gegenüber den syrischen Flüchtlingen deutlich verschlechtert hat. Rund 3,7 Millionen Syrer leben in der Türkei. Ankara möchte die Menschen gerne in ihre Heimat zurückschicken. Bei den trilateralen Verhandlungen in Moskau waren die Flüchtlinge nach Angaben des türkischen und russischen Verteidigungsministeriums auch Thema.

Nach fast zwölf Jahren Bürgerkrieg in Syrien kontrollieren Assads Regierungstruppen wieder rund zwei Drittel des Landes. Der Machthaber wird neben Russland auch vom Iran unterstützt. Die Türkei hält Gebiete im Norden Syriens besetzt.

dpa/dtj

8 Januar 2023 0 Kommentare
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Wahlgeschenk Pension: Erdoğan ermöglicht Millionen frühere Rente

von Fremdeninfo 7 Januar 2023
von Fremdeninfo

 

Wahlgeschenk Pension: Erdoğan ermöglicht Millionen frühere Rente

Von

Stefan Kreitewolf

–

04.01.2023

Für mehr als zwei Millionen Beschäftigte in der Türkei beginnt das neue Jahr unverhofft mit einer guten Nachricht. Haben sie bald mehr Zeit für einen türkischen Tee? Foto: Zeynep Sumer / Unsplash

Die Türkei schafft das Pensionsmindestalter ab – mehr als zwei Millionen Menschen könnten sofort in Rente gehen. Während Experten vor den Kosten warnen, verfolgt Präsident Erdoğan im Wahljahr damit wahrscheinlich nur ein Ziel.

Wenige Monate vor den Präsidentschaftswahlen 2023 lässt der türkische Präsident das gesetzliche Mindestalter für Pensionierungen (türkisch „EYT“) abschaffen. Bisher lag das Renteneintrittsalter für Männer bei 60 Jahren und für Frauen bei 58 Jahren. Ab Mitte Januar zählen nur noch die geleisteten Arbeitstage: 7.200 reichen dann für die Rente.

Bleibt es dabei, könnten schon Mittvierziger den Ruhestand genießen. Recep Tayyip Erdoğan zufolge wären nun 2,25 Millionen Menschen berechtigt, augenblicklich in Rente zu gehen. Kurz nach der Bekanntmachung vergangene Woche bildeten sich in vielen Städten bereits lange Menschenschlangen vor den Renten- und Sozialkassen.

Frührente könnte im ersten Jahr 12,5 Milliarden Euro kosten

Sollten alle Berechtigten wirklich in Rente gehen, würde die Zahl der türkischen Pensionäre sprunghaft von 13,9 auf 16,2 Millionen ansteigen. Die Opposition spricht von einem irrationalen Wahlkampfmanöver. Denn allein im ersten Jahr könnte die Frührente 250 Milliarden Lira (umgerechnet circa 12,5 Milliarden Euro) kosten, will die Nachrichtenagentur Bloomberg von einem Insider erfahren haben. Es kursieren auch andere Zahlen wie 100 oder 150 Milliarden Lira.

Mit dem „Rentengeschenk“ möchte Erdoğan offensichtlich für positive Nachrichten im Wahljahr sorgen. Angesichts der wachsenden Armut im Land, der Entwertung der türkischen Währung Lira und der Rekordinflation von zuletzt über 80 Prozent ist das bitter nötig. Und die Frührente scheint dabei nicht die einzige Maßnahme zu sein.

Mindestlohn beträgt seit dem 1. Januar 8.500 Türkische Lira

Erst vor knapp zwei Wochen gab der türkische Präsident eine Erhöhung des staatlich festgesetzten Mindestlohns auf 8.500 Lira (umgerechnet circa 430 Euro) bekannt (DTJ-Online berichtete). Im Vergleich zum Januar 2022 ist das eine Verdopplung. Wie die frühere Rente und der gestiegene Mindestlohn finanziert werden sollen, erklärte der Staatschef bislang nicht.

Experten warnen bereits vor riesigen Defiziten in der staatlichen Rentenkasse. Denn die Geburtenrate im Land geht zurück, die jahrzehntelang junge türkische Gesellschaft beginnt zu altern. Die Türkei kann es sich kaum leisten, dass immer weniger Menschen erwerbstätig sind. Folgerichtig befürchten Kritiker des Präsidenten, dass Erdoğan die wirtschaftliche Zukunft seines Landes für den eigenen Machterhalt opfert.

Einer Umfrage zufolge wollen die meisten von der neuen Regelung profitierenden Betroffenen übrigens weiter arbeiten, falls sie eine Beschäftigung finden sollten. Das stößt durchaus auf Gegenliebe auf der Arbeitgeber-Seite. Denn auch diese will laut der Umfrage weiter auf die Arbeitskraft der Pensionäre setzen

7 Januar 2023 0 Kommentare
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Türkei im Wahljahr: HDP-Konten gesperrt – Verbot nur noch Frage der Zeit?

von Fremdeninfo 6 Januar 2023
von Fremdeninfo

 

Türkei im Wahljahr: HDP-Konten gesperrt – Verbot nur noch Frage der Zeit?

Von

dtj-online

–

06.01.2023

 

 Menschen demonstrieren für die HDP. Die Partei steht seit Jahren unter massivem Druck. Nun könnte sie verboten werden. Foto: HDP

Das türkische Verfassungsgericht hat nach Angaben des Staatssenders TRT Bankkonten der prokurdischen Partei HDP blockiert. Beobachter erwarten ein Verbot der Partei.

Staatsanwälte hatten diesen Schritt während des laufenden Verfahrens über ein mögliches Verbot der drittgrößten Partei des Landes gefordert. Auf den Konten sollte die oppositionelle HDP laut TRT Staatsgelder in Höhe von umgerechnet etwa 27 Millionen Euro für den Wahlkampf erhalten.

Beobachter erwarten ein Verbot der Partei noch vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen, die für die Jahresmitte 2023 vorgesehen sind. Hintergrund für das drohende Verbot der HDP sind angebliche Verbindungen zu illegalen Gruppierungen wie etwa der PKK. Die Partei weist diese Vorwürfe zurück, tut sich aber auch schwer, sich von der Terrororganisation eindeutig zu distanzieren.

Aussichtsreichen Konkurrenten vorerst kaltgestellt

Die Schließung der Konten bezeichnete die Parteispitze als Versuch, einen „fairen, demokratischen Wahlprozess“ zu blockieren. Ein Anwalt der Partei sagte der Deutschen Presse-Agentur, die HDP werde die Entscheidung vom Donnerstag anfechten. Seit Jahren geht die türkische Regierung gegen die HDP vor, mehrere Bürgermeister wurden abgesetzt und Mitglieder vor Gericht gestellt oder inhaftiert.

Im Dezember etwa wurde der Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu von der CHP wegen Beamtenbeleidigung zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren und einem Politikverbot verurteilt – das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Erst dann müsste er seinen Posten als Bürgermeister aufgeben und könnte auch nicht kandidieren.

İmamoğlu gilt als aussichtsreicher Herausforderer von Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Ankara widerspricht seinerseits der Darstellung, dass in der Türkei politische Verfahren geführt werden: Die Justiz sei unabhängig, wird Justizminister Bekir Bozdağ nicht müde zu betonen.

dpa/dtj

6 Januar 2023 0 Kommentare
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Silvester hallt nach: Welche Rolle spielt der Migrationshintergrund bei der Randale?

von Fremdeninfo 6 Januar 2023
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Silvester hallt nach: Welche Rolle spielt der Migrationshintergrund bei der Randale?

Von

dtj-online

–

05.01.2023

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Polizeibeamte stehen am 31.12.2022 hinter explodierendem Feuerwerk. Foto: Julius-Christian Schreiner/TNN/dpa

Zeigen die Ausschreitungen an Silvester, dass die Polizei in Berlin schlecht aufgestellt ist? Die Regierende Bürgermeisterin Giffey gerät mitten im Wahlkampf unter Druck. Die Bundesregierung will erst alle Fakten auf Tisch bringen, bevor sie sich äußert.

Nach den Ausschreitungen an Silvester hat Berlins Regierungschefin Franziska Giffey (SPD) die Kritik von Unionspolitikern an ihrem Senat zurückgewiesen. „Also wir haben in dieser Nacht die volle Mannstärke von Polizei und Feuerwehr, eine Verdreifachung der Einsatzkräfte bei der Feuerwehr auf der Straße gehabt“, sagte Giffey am Mittwoch im rbb-Inforadio. „Ich sehe nicht, dass hier die Polizei eingeschränkt wird.“

CDU-Chef Friedrich Merz hatte dem „Münchner Merkur“ zuvor gesagt, das Land Berlin werde mit der Lage nicht fertig. Seit Jahren begrenze der Senat aus politischen Motiven die Rechte und Einsatzmöglichkeiten der Polizei. CSU-Chef Markus Söder argumentierte ähnlich.

Giffey entgegnete, Berlin habe die Polizei in den letzten Jahren unter sozialdemokratischer Verantwortung massiv aufgestockt und werde das weiter tun. „Aber es ist auch klar, dass wir hier in Berlin in einer Großstadt eine massive Anhäufung auch von Problemlagen haben und auch eben die Gewalt sich hier besonders entladen hat.“ Das sei aber kein Berliner Phänomen. Merz möge doch mal schauen, dass das auch in anderen deutschen Städten passiert sei. Giffey kündigte an, zu einem Gipfel gegen Jugendgewalt einladen zu wollen.

Beim Einsatz angegriffen

In der Silvesternacht waren in mehreren deutschen Städten Polizisten, Feuerwehrleute und sogar Rettungswagen im Einsatz angegriffen worden, unter anderem mit Böllern und Raketen. Besonders heftig waren die Attacken in der Bundeshauptstadt.

Nach Angaben der Berliner Polizei wurden 355 Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. 145 Menschen seien vorläufig festgenommen worden, alle Verdächtigen seien nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gekommen. Es seien insgesamt 18 verschiedene Nationalitäten erfasst worden. 45 der Verdächtigen haben laut Polizei die deutsche Staatsangehörigkeit, 27 Verdächtige sind demnach afghanischer Nationalität und 21 Syrer.

Das Bundesinnenministerium will nun ein deutschlandweites Lagebild erstellen lassen. Aus einigen größeren Bundesländern seien dafür noch keine Zahlen eingegangen, weshalb dies noch einige Tage in Anspruch nehmen könne, sagte ein Sprecher.

Innenministerin nennt das Problem beim Namen

Bundesinnenministerin Nancy Faeser forderte klare Konsequenzen für die Täter. „Wir haben in deutschen Großstädten ein großes Problem mit bestimmten jungen Männern mit Migrationshintergrund, die unseren Staat verachten, Gewalttaten begehen und mit Bildungs- und Integrationsprogrammen kaum erreicht werden“, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Junge Gewalttäter müssten schnelle und deutliche strafrechtliche Konsequenzen spüren. Faeser warnte jedoch davor, rassistische Ressentiments zu schüren: „Wer die notwendige Debatte ausnutzt, um auszugrenzen, löst das Problem nicht, sondern verstärkt es.“

Statt die Angriffe auf Polizei und Feuerwehr zum Anlass für eine Integrationsdebatte zu nehmen, sollte der Fokus nach Auffassung der Antirassismus-Beauftragten der Bundesregierung auf junge Männer als Täter gerichtet werden. „Was wir brauchen, ist eine ehrliche Debatte über Jugendgewalt“, sagte Reem Alabali-Radovan am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Schließlich gehe es „hauptsächlich um junge Männer, die in einer Gruppe Gewalt als Erlebnis empfinden“.

Großteils männlich

Etwa zwei Drittel der 145 Festgenommenen im Zusammenhang mit den Silvester-Krawallen sind nach Polizeiangaben unter 25 Jahre alt. Davon sind 27 Verdächtige noch minderjährig, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte der RBB berichtet. Weibliche Beschuldigte gibt es laut Polizei kaum: 139 der vorläufig Festgenommenen seien männlich, sagte ein Sprecher.

Der Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld, Andreas Zick, warnte davor, Menschen mit Migrationshintergrund verantwortlich zu machen. „Dass Silvester so gewalthaltig war, reiht sich ein in einen Anstieg an Gewalt in der gesamten Gesellschaft“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Der rechtspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Helge Limburg, verurteilte die Krawalle. Er sagte dem „Tagesspiegel“, der Versuch einiger Unionspolitiker, die Probleme vor allem in Berlin zu verorten, sei offenkundig ein Wahlkampfmanöver. Es würden rassistische Ressentiments bedient, statt Lösungen aufzuzeigen.

In Berlin soll am 12. Februar die Wahl zum Abgeordnetenhaus wiederholt werden, nachdem das Landesverfassungsgericht die Wahl im September 2021 wegen vieler Pannen und „schwerer systemischer Mängel“ für ungültig erklärt hatte. Giffey tritt für die SPD wieder an.

Kauf von Schreckschusswaffen zu einfach

Giffey sagte am Mittwoch, man müsse gegen Straftaten vorgehen, aber auch auf Handlungsbedarf in der Integrations-, Jugend-, und Schulsozialarbeit schauen. Einsatzkräfte der Polizei in Neukölln hätten ihr berichtet, auch die sozialen Medien spielten eine große Rolle: „Dass eben sich gegenseitig angestachelt wird auf Tiktok.“

Dass diese eine Nacht die Nacht sei, die für manch andere der 1. Mai sei, wo man mal „die Sau rauslassen“ und zeigen könne, dass man der Stärkere sei mithilfe von Schreckschusswaffen und Böllern. Es sei ein Kampf, der geführt werde, um Macht und Stärke zu zeigen. Das sei auch etwas, was in einer Gruppendynamik passiere.

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) mahnte strengere Regeln für den Kauf von Schreckschusswaffen an. Problematisch sei, dass jeder ab 18 Jahren ohne weitergehende Prüfung oder einen Nachweis eine solche Waffe und die dazugehörige Munition kaufen könne, sagte Spranger dem „Tagesspiegel“. Das gehöre auf den Prüfstand. Für den Kauf will die neue Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK) unter anderem einen sogenannten kleinen Waffenschein und die dazugehörige Zuverlässigkeitsprüfung vorschreiben.

dpa/dtj

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Frauen

„Holy Spider“ – Thriller über Frauenmörder und Mutʿa-Ehe im Iran

von Fremdeninfo 6 Januar 2023
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„Holy Spider“ – Thriller über Frauenmörder und Mutʿa-Ehe im Iran

Von

dtj-online

–

05.01.2023

 
 
 
Journalistin Rahimi (Zar Amir Ebrahimi) in einer Szene des Films „Holy Spider“ (undatierte Filmszene). Der Film kommt am 12.01.2023 in die deutschen Kinos. Foto: -/Alamode Film/dpa

Der Film „Holy Spider“ erzählt von einem Frauenmörder im Iran. Mit den Protesten, die seit Monaten im Land aufflammen, hat die Geschichte an Aktualität gewonnen. Was den Thriller interessant macht und welche Einblicke er gewährt.

Manchmal wird eine Geschichte von der Realität eingeholt und damit aktueller als vielleicht geplant. Beim Thriller „Holy Spider“ ist das mit den Protesten im Iran geschehen. Der Film beruft sich auf einen wahren Fall. Regisseur Ali Abbasi erzählt vom sogenannten Spinnenmörder, der Anfang der 2000er Jahre mehrere Sexarbeiterinnen in der iranischen Stadt Maschhad ermordete und überzeugt war, sich dabei auf einer göttlichen Mission zu befinden.

Eine Journalistin will im Film die Mordserie aufklären. Als sie in die Stadt kommt, nimmt sie sich ein Zimmer. Ihre Haare hat sie eher locker mit einem Kopftuch bedeckt. Als der Mann an der Rezeption erfährt, dass sie alleine unterwegs ist, will er ihr das Zimmer nicht vermieten, bis sie ihm ihren Presseausweis zeigt.

„Wenn Sie bitte Ihre Haare bedecken würden?“, sagt der Mann zu ihr. „Das ist meine Sache“, antwortet die Frau. „Aber die Sittenpolizei…“, entgegnet der Mann.

Film schon vor den Protesten gedreht

Wenn der Film am Donnerstag (12. Januar) ins Kino kommt, ist es rund vier Monate her, dass Jina Mahsa Amini im Iran in Polizeigewahrsam gestorben ist. Die iranische Kurdin war von der sogenannten Sittenpolizei wegen Verstoßes gegen geltende islamische Kleidungsvorschriften festgenommen worden. Seither gibt es immer wieder Proteste gegen den repressiven Kurs der Regierung und das islamische Herrschaftssystem.

Als Abbasi seinen neuen Film gedreht hat, war diese Protestwelle noch nicht absehbar. Und die Geschichte, die er erzählt, liegt etliche Jahre zurück. „Holy Spider“ ist eine brisante Auseinandersetzung mit dem Frauenbild im Iran, mit weiblichen Körpern und ihrer Unterdrückung, mit religiösem Überbau und der Frage, wie viel Unterstützung ein Frauenmörder bekommen kann, wenn er in einem System lebt, das Frauen grundsätzlich abwertet.

Der Film ist brutal und geht nahe. Er zeigt Sexszenen und Prostitution, ein Thema, das im Iran noch immer ein Tabu ist. Während sich ein Großteil der jungen Generation heute offen mit Fragen der Sexualität auseinandersetzt, werden Verstöße gegen die islamischen Gesetze immer noch hart bestraft. Sex außerhalb der Ehe ist genauso verboten wie Prostitution. Es gibt keine offiziellen Statistiken, Sexarbeit findet im Verborgenen statt.

Zeitlich begrenzt: Die Mutʿa-Ehe

Während ein monogames Leben für muslimische Frauen heilige Pflicht ist, dürfen schiitische Männer mit Frauen im Iran in sogenannten Zeitehen (Anm. der Redaktion: Mutʿa-Ehe) mehrere Verbindungen eingehen. Über die Dauer, die von einigen Minuten bis zu 99 Jahren betragen kann, wird vorher geredet. Beziehungen können so ohne Sorge vor drakonischen Strafen ausgelebt werden. Auch Sexarbeit soll so über Kontakte vermittelt werden.

Dass es gar nicht so leicht war, ein Ensemble für den Film zu finden, berichtet Regisseur Abbasi im Begleitheft zum Film. Mehdi Bajestani, der den Mörder Saeed spielt, gehe ein großes Karriererisiko ein. „Das westliche Publikum hat keinen Referenzrahmen, wie riskant seine Darstellung ist“, wird Abbasi zitiert, „aber eine Entsprechung wäre ein Hollywoodstar, der einen Pädophilen spielen muss, den man im Film beim Ausleben seiner sexuellen Fantasien sieht“.

Schauspielerin Zar Amir Ebrahimi, die den Part der Journalistin übernommen hat, wurde in Cannes als beste Darstellerin ausgezeichnet. 2006 hatte sie ihr Land verlassen, nachdem ein Privatvideo in der Öffentlichkeit aufgetaucht war, das sie beim Sex mit ihrem damaligen Freund zeigte. Ebenfalls in „Holy Spider“ zu sehen: Sara Fazilat („Tausend Zeilen“, „Nico“). Der Film ist eine Koproduktion aus Dänemark, Deutschland, Frankreich und Schweden. Für Dänemark soll der Film auch ins Rennen um den Oscar gehen.

In Jordanien gedreht

Gedreht wurde nicht im Iran, sondern in Jordanien. Warum der Film eine Bedrohung für Iran sei, wird Abbasi im Begleitheft gefragt. „Es ist nicht so, als hätten wir einen allzu expliziten Film gemacht. Aber es ist einer von wenigen Filmen, die in Iran spielen, die einen gewissen Realismus rüberbringen“, antwortete er. Das iranische Kino leide seit 50 Jahren unter drakonischen Zensurmaßnahmen. Alle Filme, die man sehe, zeigten eine parallele Realität des Landes.

„Fast alle halten sich an ein bestimmtes geschriebenes und ungeschriebenes Regelwerk, selbst Filme, die eine kritische Position zur iranischen Regierung beziehen. Die Tabus, die niemals gebrochen werden in iranischen Filmen, sind Nacktheit, Sex, Drogengebrauch und Prostitution. Und doch gehören sie eindeutig zur Realität der iranischen Gesellschaft. Und sie sind relevant für meine Geschichte, bestimmen die Atmosphäre der Erzählung.“

Er wolle nicht, dass die Menschen seinen Film als einen Botschaftsfilm begriffen, auch wenn Misogynie und Entmenschlichung Themen seien. „Meine Absicht war es, der iranischen Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten.“ Dieser Film sei ebenso ein politisches Statement wie ein erschöpfender Blick auf die Gesellschaft. „Fast jede Familie hat Zugang zu nicht reguliertem Fernsehen, in dem man Britney Spears beim Tanzen in einem Bikini zusehen kann, aber iranischen Frauen wird das Recht abgesprochen, eine Sexualität zu besitzen.“ Außerdem sei es ungerecht, dass die Familien von Saeeds Opfern nur selten erwähnt würden.

dpa/dtj

6 Januar 2023 0 Kommentare
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Böller-Krawalle in Berlin: Was, wenn es da nichts mehr zu integrieren gibt?

von Fremdeninfo 5 Januar 2023
von Fremdeninfo

Böller-Krawalle in Berlin: Was, wenn es da nichts mehr zu integrieren gibt?

Kommentar von Ulrich ReitzMal ganz ehrlich: Was, wenn es da nichts mehr zu integrieren gibt?

FOCUS-online-Korrespondent  Ulrich Reitz

Jenseits wohlfeiler Empörungs-Bekundungen: Was sind die Lehren aus der Berliner Krawallnacht zu Silvester? Man hätte auch gern gewusst, ob gerade eine neue staatsfeindliche Kaste entsteht: Migrantische Autonome, für die der deutsche Staat nur ein williges Opfer ist. 

Es ist eine dieser hilflosen Ersatzdiskussionen, mit denen das politische Establishment seinen entsetzten Bürgern Sand in die Augen streut. Was hilft denn bitte ein Böllerverbot, wenn sich ein junges, männliches, autonomes Subproletariat nonchalant mit Steinen, Stangen und Feuerlöschern bewaffnet, um auf Polizisten und Feuerwehrleute loszugehen? 

Franziska Giffey kündigt „Konsequenzen“ an. Welche? Eine Ausweitung der Böllerverbotszonen in der Stadt, sagt sie. Interessant ist, was die Regierende Bürgermeisterin dieser unregierbar gemachten Stadt nicht sagt: Hier ist mein Plan, um Recht und Ordnung in der ganzen Stadt wiederherzustellen.

Böller-Krawalle in Berlin: Was, wenn es da nichts mehr zu integrieren gibt?

CDU-Landeschef Kai Wegner fordert, diese „Verbrechen“ konsequent aufzuklären und zu ahnden. Richtiger mit seiner Analyse liegt da schon der innenpolitische Sprecher der FDP im Berliner Abgeordnetenhaus: „Der Berliner Senat hat es seit Jahrzehnten versäumt klarzustellen, dass das Gewaltmonopol beim Staat liegt“, sagt Björn Jotzo. Seit „Jahrzehnten“ soll wohl heißen: Die CDU hat es auch nicht besser gemacht. 

Jens Spahn spricht angesichts der Randale von „ungeregelter Migration“ und „gescheiterter Integration“. Die richtig schmerzhafte Frage stellt der Fraktionsvize der Union im Bundestag aber nicht: Was, wenn es da nichts mehr zu integrieren gibt? 

Weil, wie sein nordrhein-westfälischer CDU-Parteifreund aus dem Europaparlament, Dennis Radtke, analysiert, „wir es in einigen Vierteln, quer durch Deutschland, mit einem Mix aus gescheiterter Integration, Armut, Arbeitslosigkeit, Frust und Ablehnung des Systems zu tun haben.“ CDU-Sozialpolitiker Radtke nennt die Mischung „hochexplosiv“. 

Die Chaoten randalierten nicht nur in Berlin. Sondern auch in Paris, gerade wieder, am zweiten Weihnachtstag. Von dort kennt man das Szenario schon länger – die Klasse der Abgehängten aus den hässlichen Vorstädten, den Banlieues, in denen Franzosen nicht mehr leben wollen, verschaffen ihrer blinden Wut auf den Staat krachend Luft – dann brennen die Autos und Staatsordner von Polizei und Feuerwehr werden mit brennenden Mülltonnen in Fallen gelockt, wo sie dann so richtig attackiert werden.

  • Lesen Sie auch zum Thema: Willkommen in der „failed city“! In Berlin versagt der Rechtsstaat

Es handelt sich bei diesem oft migrantischen Mob um eine sehr kleine Minderheit

Wie auf der Hermannstraße, wo 25 vermummte Gewalttäter ein Löschfahrzeug der „Freiwilligen Feuerwehr“ angriffen – Asoziale gegen Ehrenamtler, so war in der Silvesternacht auf der Neuköllner Magistrale die asymmetrische Schlachtordnung. Migranten sagen lachend in laufende Kameras, sie kämen aus einem Krieg, was sie hier erlebten, sei damit nicht zu vergleichen.  

Zum Schutz der Ausländer und eingewanderter Inländer muss man sagen: Es handelt sich bei diesem oft migrantischen Mob um eine Minderheit, eine sehr kleine sogar, manche sind die für diese Gesellschaft verlorenen Kinder ihrer längst integrierten Eltern. Das hat seine ganz eigene Tragik. Wer sich in migrantischen Milieus aufhält, ob nun in Berlin, in Hamburg oder im Ruhrgebiet, der weiß: Wer Stimmen sammeln will für einen härteren Staat, der endlich durchgreift, den Mob wegsperrt oder gleich abschiebt, der muss sein Mikrophon nur einmal hierhinein halten.

„Die machen alles kaputt, was wir uns hier aufgebaut haben“ – diesen Satz hört man oft beim „Späti“ in Neukölln

„Die machen alles kaputt, was wir uns hier aufgebaut haben“ – diesen Satz hört man oft, ob beim „Späti“ in den engen Straßen von Neukölln oder am Busbahnhof in Mülheim, an Orten, wo Deutsche längst in der Minderheit sind. Und Jungmänner aus Afrika und dem Nahen Osten die Szenerie dominieren. Dass die meisten Täter aus dem Migrantenmilieu stammen, sagt vom politischen Spitzenpersonal offen nur Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul. 

Auf die von der Deutschen Polizeigewerkschaft geforderte „schonungslose politische Aufklärung der Geschehnisse auch hinsichtlich der Herkunft der Täter“ wird man wohl vergeblich warten. Was soll man von „Aufklärung“ erwarten, wenn die Berliner Polizeiführung ihre Beamten anweist, nur noch von „Westasiaten“ zu reden, und nicht mehr von „Südländern“. Weil sie sonst beim Rot-Rot-Grünen Senat unter Rassismus-Verdacht geraten könnten. 

Was „Westasien“ anbelangt, so weiß man jetzt, wo es liegt: Östlich vom Bezirk Tempelhof/Schöneberg und westlich von Treptow/Köpenick. Ob sich der neue Name für Neukölln wohl durchsetzen wird? Und was sagen eigentlich die Westasiaten, laut Vereinte Nationen: Vorderasiaten, dazu, wenn sie in Berlin derart diskriminiert werden?

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Die politische Linke schweigt dröhnend über das, was in Berlin passiert ist

Ende der Ironie, aber: Zum tieferen Verständnis der Vorkommnisse einige Zeilen aus der Reportage, die der Autonomen-Poet Sebastian Lotzer auf der linksradikalen Blog-Plattform „non-copyriot.com“ über die Berliner Silvesternacht verfasste:

„Jeder, der wissen wollte, wusste, was passieren wird. Wer auf den Straßen dieser Stadt unterwegs ist, sich außerhalb seiner Wohlfühlblase bewegt, sich mit proletarischen Jugendlichen unterhält, wusste, dass die Nacht der Abrechnung gekommen war. Fast drei Jahre Pandemie Ausnahmezustand, überall Schikanen, Repressionen und Bullen, jetzt die nächste solidarische Anstrengung der Gesellschaft, alle haben Opfer für den gerechten Krieg aufzubringen. Da wo die Kohle am Monatsende eh nicht reicht, reicht sie nicht mal mehr für den halben Monat. Der alltägliche Rassismus der Bullen, die Armut, der du nur entkommst, wenn du dir auf kreative Art und Weise dein Geld jenseits der bürgerlichen Spielregeln verdienst. Du bist der Abschaum der Gesellschaft, bildungsfern hört sich anders an als asoziales Milieu, meint aber dasselbe.“ 

Die politische Linke schweigt dröhnend über das, was in Berlin und andernorts wirklich passiert ist. Sozialdemokraten, Linke und Grüne haben ihre Opferkult-Erzählung parat, sie wiederholen sie ohne Unterlass: Sie erzählen von der Diskriminierung VON Migranten. Kein Wort hört man von ihnen zur Diskriminierung DURCH Migranten. 

Der deutsche Staat ist für diese Leute einfach nur schwach

Eine verantwortungsvolle Bundesregierung würde anders reden. Nicht vom „Einwanderungsland Deutschland“, dessen Auch-Folgen man zum Jahreswechsel studieren konnte. Sondern von Grenzen der Migration. Von unerwünschter Einwanderung, von unkontrollierter Migration, von der Bekämpfung migrantischer Kriminalität und davon, wie man einem asozialen Subproletariat überhaupt noch beikommen kann. 

Der deutsche Staat ist für diese Leute einfach nur schwach. Ein potentielles Opfer. In Berlin erleben sie es gerade wieder – alle 100 Festgenommenen sind erst einmal wieder auf freiem Fuß. In einem wehrhaften Staat hätte es das nicht gegeben. 

Von den Reichsbürgern hört man einstweilen nichts mehr. Von den anderen Staatshassern wird man indes wieder hören. In Berlin spätestens in der Nacht zum 1. Mai.

Tipp: Migration nach Deutschland – Was Pull-Faktor bedeutet und welche Folgen drohen

5 Januar 2023 0 Kommentare
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Antisemitismus

ewalt in der Silvesternacht: Antirassismus-Beauftragte kritisiert Generalverdacht gegen Migranten

von Fremdeninfo 4 Januar 2023
von Fremdeninfo

 

Gewalt in der Silvesternacht: Antirassismus-Beauftragte kritisiert Generalverdacht gegen Migranten

Politik

 

 Die 32-jährige Reem Alabali-Radovan ist seit dem 23. Februar 2022 die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gewalt in der Silvesternacht Antirassismus-Beauftragte kritisiert Generalverdacht gegen Migranten

Die 32-jährige Reem Alabali-Radovan ist seit dem 23. Februar 2022 die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach den Exzessen gegen Einsatzkräfte in der Silvesternacht in Berlin ist das Entsetzen groß. Die Antirassismus-Beauftragte der Bundesregierung kritisiert die aus ihrer Sicht getroffenen Pauschalurteile von Union und AfD über Menschen mit Migrationshintergrund. Zugleich fordert sie eine schnelle und konsequente Bestrafung der Täter.

Nach den Ausschreitungen in der Silvesternacht hat die Antirassismus-Beauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan, vor einem Generalverdacht gegen Migranten gewarnt. „Wir müssen die Täter anhand ihrer Taten beurteilen, nicht anhand ihrer vermuteten Herkunft, wie dies nun einige tun“, sagte die SPD-Politikerin der Funke-Mediengruppe.

Panorama 03.01.23

Frust, Übermut oder Hass? Wie sind die Silvesterangriffe zu erklären?

Alabali-Radovan warnte vor Pauschalisierungen: „Wer jetzt mit Generalverdacht gegenüber Menschen mit Einwanderungsgeschichte reagiert, trägt zur weiteren Stigmatisierung und Spaltung unserer Gesellschaft bei, statt die sozialen Ursachen des Problems zu bekämpfen.“ Die Gewalttaten der Silvesternacht nannte Alabali-Radovan „abscheulich“. Sie müssten schnell und konsequent mit der ganzen Härte unseres Rechtsstaats bestraft werden.

Spahn: Silvestergewalt offenbart „gescheiterte Integrationspolitik“

Angriffe auf Einsatzkräfte Spahn sieht Zusammenhang zwischen Silvesterrandale und gescheiterter Integration

Zuvor hatte Unionsfraktionsvize Jens Spahn eine gescheiterte Integrationspolitik mitverantwortlich für die Eskalation gemacht . Die Politik in Deutschland müsse sich ernsthaft die Frage stellen, warum die Silvesterfeiern immer wieder an denselben Orten mit den gleichen Beteiligten so eskalierten, sagte der CDU-Politiker. „Da geht es eher um ungeregelte Migration, gescheiterte Integration und fehlenden Respekt vor dem Staat statt um Feuerwerk.“

Die Deutsche Polizeigewerkschaft forderte eine Untersuchung zur Herkunft der Täter. Viele der Angreifer stammten aus dem „Migrantenmilieu“, sagte Gewerkschaftschef Rainer Wendt. Bei vielen Einsatzkräften herrsche nach der Silvesternacht der Eindruck vor, dass „Gruppen junger Männer mit Migrationshintergrund bei diesen Ausschreitungen weit überrepräsentiert“ seien.

Polizei und Feuerwehr attackiert Faeser fordert harte Bestrafung von Silvesterangreifern

Die AfD warf Behörden und Medien vor, den Zusammenhang zwischen den Silvesterkrawallen und mutmaßlichen Tätern mit Migrationshintergrund zu ignorieren. Die Politik müsse „endlich klar machen, dass die Menschen, die als Schutzsuchende in unser Land kamen und nun ihre volle Verachtung gegenüber unseren Traditionen und Werten verdeutlichen sowie straffällig werden, nichts in Deutschland zu suchen haben“, erklärte Parteivize Stephan Brandner.

Vonseiten der Bundesregierung gab es zunächst noch keine Angaben dazu, welchen Gruppen die Übergriffe zuzurechnen waren. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte, es gebe „noch keine Übersicht über Tatverdächtige“. Sie verwies auf den allgemeinen Lagebericht zum Jahr 2021, der rund 88.600 Übergriffe auf Polizeibeamte erfasste. Von den bekannten Tätern seien 84 Prozent männlich und 70 Prozent deutsche Staatsbürger

4 Januar 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

EU will Fokus verstärkt auf Abschiebung von Migranten ohne Asylanspruch legen

von Fremdeninfo 4 Januar 2023
von Fremdeninfo

 

EU will Fokus verstärkt auf Abschiebung von Migranten ohne Asylanspruch legen

Stand: 03.01.2023 | Lesedauer: 4 Minuten

Von Christoph B. Schiltz

Korrespondent in Brüssel
Viele abgelehnte Asylbewerber reisen nicht aus und werden auch nicht abgeschoben, die Herkunftsländer verweigern oft die Aufnahme. EU-Innenkommissarin Ylva Johansson will europäische und afrikanische Staaten jetzt zusammenbringen. Wichtige Länder stellen sich aber quer.
 Der Druck auf die EU-Asylpolitik nimmt zu: Die Zahl der irregulären Einreisen ist im vergangenen Jahr bis Ende November auf 308.000 angestiegen – ein Plus von 68 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig gibt es viel zu wenige Rückführungen illegaler Migranten in ihre Heimatländer: Laut vorläufigen Zahlen wurde im Jahr 2022 mit nur 23,3 Prozent weniger als jeder vierte ausreisepflichtige Asylbewerber wieder abgeschoben (2021: 24 Prozent).

Brüssel will jetzt gegensteuern: Der Fokus soll in diesem Jahr stärker als in den Vorjahren auf Abschiebungen von Migranten liegen, die keinen Asylanspruch haben. Dazu will die EU-Kommission die Zusammenarbeit mit Transit- und Herkunftsstaaten weiter verbessern. „Ich erwarte, dass wir bis Ende 2023 mit Blick auf die Rückführungen das Ruder herumgerissen haben werden. Das hängt natürlich von den Mitgliedstaaten ab, genauso wie von der EU. Wir müssen politische Entschlossenheit mit den Verwaltungskapazitäten zusammenfügen“, sagte die zuständige EU-Innenkommissarin Ylva Johansson WELT.

Die EU-Kommission will Rückführungen mit der Ernennung einer Sonderbeauftragten, der Belgierin Mari Juritsch, die intensiv mit den Mitgliedstaaten in dieser Frage zusammenarbeiten soll, mehr Gewicht geben. Die EU-Kommissarin begrüßte in diesem Zusammenhang auch die Ernennung des FDP-Politikers Joachim Stamp zum Migrationsbeauftragten der Bundesregierung.

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Johansson weiß natürlich, dass die Ernennung von neuen Beauftragten nur ein kleiner Schritt sein kann. Sie weiß auch, dass Gesetze allein, wie die EU-Rückführungsrichtlinie aus dem Jahr 2009 – die ein faires Verfahren garantieren soll, aber auch Abschiebehaft und Wiedereinreiseverbote vorsieht – das Problem nicht lösen können. Sie verspricht zudem, dass die EU-Grenzschutzagentur Frontex „ihre Unterstützung für Rückführungsoperationen wesentlich verstärken wird“. Aber die eigentlichen Ursachen für die niedrigen Abschiebungsquoten liegen tiefer.

So weichen die Rückführungsquoten zwischen einzelnen EU-Ländern teilweise stark voneinander ab. Der Grund dafür ist, dass in Ländern mit niedrigen Werten wie Tschechien, Italien oder Frankreich, offenbar der politische Wille fehlt, illegale Migranten auch tatkräftig abzuschieben. Hinzu kommt, dass Abschiebungen für Gerichte und Polizei häufig sehr aufwendig sind. In den meisten Mitgliedstaaten sind die Justizbehörden stark überlastet, was auch immer wieder zu Verzögerungen bei Abschiebungen führt.

Die EU-Länder müssen zudem für Rückführungen zahlreiche Polizisten vorhalten, die gegebenenfalls auch in der Lage sind, Migranten, die sich nach mehreren Ablehnungsbescheiden illegal verstecken, aufzuspüren. Ein weiterer Grund für niedrige Rückführungsquoten ist schließlich auch die mangelnde Bereitschaft von Herkunftsstaaten oder Transitländern, illegale Migranten wieder zurückzunehmen. Bisher hat die EU-Kommission mit 18 Drittstaaten verbindliche und mit sechs Ländern rechtlich unverbindliche Rückführungsabkommen ausgehandelt. Das ist zu wenig, es fehlen dabei auch wichtige Länder wie Tunesien, Marokko oder Ägypten, die sich strikt weigern, die Flüchtlinge wieder zu reintegrieren.

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„Ich erwarte im Jahr 2023 weitere Fortschritte im Migrationsmanagement, weil die Mitgliedstaaten den Wert eines gemeinsamen europäischen Ansatzes sehen. Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass wir einen Gesamtansatz brauchen (‚whole-of-route perspective‘)“, sagte Johansson. Dazu gehörten, so die Innenkommissarin, neben besseren Möglichkeiten für legale Migration, neuen regionalen Programmen gegen Menschenschmuggel, Investitionen in verbesserten Klimaschutz in Afrika und mehr Zurückführungen illegaler Migranten auch, „Partnerschaften“ mit Herkunfts- und Transitländern zu entwickeln.

Aber wie soll das gehen? Johansson: „Die EU hat in Zusammenarbeit mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) für Nordafrika und den Rest des Kontinents Projekte auf die Beine gestellt, um eine freiwillige Rückkehr (der illegalen Migranten; Anm. d. Red.) und Reintegration zu fördern.“ Eine solche Maßnahme ist beispielsweise das ‚Prottasha-Projekt‘ in Bangladesch, wo finanzielle Unterstützung, Beratung in Finanzangelegenheiten und psychosoziale Betreuung für Rückkehrer bereitgestellt werden.

Forderungen aus Österreich chancenlos

Keine Chance gibt es in Brüssel derzeit für zentrale Forderungen aus Österreich. Das Land ist mit rund 80.000 neu registrierten Migranten besonders hart betroffen. Österreichs konservativer Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hatte gefordert, dass die EU ermöglichen soll, Asylanträge bereits in sicheren Herkunftsstaaten stellen zu können. Außerdem will Karner eine sogenannte Zurückweisungsrichtlinie auf den Weg bringen, wonach irreguläre Migranten an den EU-Außengrenzen umgehend wieder abgeschoben werden sollen. Das Problem ist dabei nur, dass die betroffenen Drittländer die Geflüchteten häufig nicht zurücknehmen wollen.

4 Januar 2023 0 Kommentare
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