• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Flüchtlinge

Flüchtlingspolitik: Wie weit Dobrindts „Migrationswende“ ist

von Cumali Yağmur 19 August 2025
von Cumali Yağmur 19 August 2025
Alexander Dobrindt
507

In der vorigen Woche sorgte eine Nachricht aus Pakistan für Aufsehen: Pakistanische Behörden nahmen in der Nacht zum Donnerstag nach Angaben eines Polizeisprechers mindestens 20 Afghanen fest, die eine Aufnahmezusage von Deutschland haben. Die Reaktionen fielen kritisch bis empört aus.

Wie ist die Lage in Pakistan?

Derzeit warten mehr als 2.000 Afghanen im Rahmen der verschiedenen Bundesaufnahmeprogramme in Pakistan auf eine Ausreise nach Deutschland. Sie sind vielfach ehemalige Ortskräfte – also lokale Mitarbeiter, die der Bundeswehr, dem Auswärtigen Amt oder Entwicklungshilfeorganisationen während des Afghanistan-Einsatzes zur Hand gingen – oder gelten als besonders gefährdet. Da die deutsche Botschaft in Kabul seit dem Fall Afghanistans an die islamistischen Taliban geschlossen ist, durchlaufen die Betroffenen in Pakistan ein Prüfverfahren. Allein bis zum Gespräch mit den Sicherheitsbehörden vergehen oft Monate.

Nun teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amts mit, dass 211 Afghaninnen und Afghanen mit einer grundsätzlichen Aufnahmezusage aus Deutschland inzwischen aus Pakistan in ihr Herkunftsland abgeschoben wurden.

Was ist der Grund für die Festnahmen?

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat alle Bundesaufnahmeprogramme der Ampelkoalition stoppen lassen. Er befindet sich damit prinzipiell im Einklang mit dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD, demzufolge die Aufnahmeprogramme „so weit wie möglich“ beenden werden sollten. Die Entscheidung trifft übrigens auch Regimegegner aus Russland und Belarus, die keine Visa mehr bekommen. Anders als Dobrindt ist Außenminister Johann Wadephul (CDU) der Meinung, dass Deutschland rechtsstaatlichen Grundsätzen folgen müsse. Wer eine Aufnahmezusage bekommen habe, der müsse auch kommen dürfen, findet er. Pakistan hatte den Druck stetig erhöht.

Dobrindt reagierte auf die neuesten Nachrichten mit dem Hinweis, die pakistanischen Behörden seien darüber informiert worden, dass sich unter den Betroffenen auch Menschen in Aufnahmeprogrammen befänden. Es gebe Kontakt zu diesen Menschen – und Unterstützung für sie. Es werde außerdem in jedem Einzelfall geprüft, ob eine rechtsverbindliche Verpflichtung zur Aufnahme bestehe. Daneben finde eine Sicherheitsüberprüfung statt.

Die Flüchtlingsschutzorganisation Pro Asyl hat dessen ungeachtet gemeinsam mit dem Patenschaftsnetzwerk Ortskräfte, dessen Kern aus ehemaligen Bundeswehr-Soldaten besteht, Strafanzeige gegen Dobrindt und Wadephul gestellt. Beide hätten sich unter anderem der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht, teilten sie mit.

Ebenfalls am Freitag wurde bekannt, dass das Auswärtige Amt im Rechtsstreit um die Erteilung von Visa für Flüchtlinge aus Afghanistan seine Beschwerde gegen eine Eilentscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts zurückgenommen hat. Das Gericht hatte am 7. Juli entschieden, dass Deutschland einer afghanischen Familie, die 2023 eine Zusage im Rahmen des Bundesaufnahmeprogramms erhalten hatte, Visa zur Einreise erteilen muss. Ein Sprecher des Berliner Gerichts sagte auf Anfrage, dort habe es seit Juli insgesamt 20 ähnlich gelagerte Eilbeschlüsse gegeben. In sämtlichen Fällen sei das Auswärtige Amt mit einer einstweiligen Anordnung verpflichtet worden, den jeweiligen Antragstellenden Visa auszuhändigen.

Wie steht es sonst um die Flüchtlingspolitik?

Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion geht hervor, dass Deutschland für die schon im September letzten Jahres angeordneten Grenzkontrollen bis Ende Juni insgesamt 80,5 Millionen Euro ausgegeben hat. Der größte Posten ist demnach die „Mehrarbeitsvergütung“, also die Bezahlung von Überstunden. Von Mitte September 2024 bis Ende Juni 2025 entfielen darauf 37,9 Millionen Euro.

Dobrindt betonte indes zuletzt erneut die Erfolge. Laut Bundesinnenministerium sind vom 8. Mai bis zum 4. August zwar nur insgesamt 493 Menschen an deutschen Landesgrenzen zurück worden, die ein Asylgesuch gestellt hatten. Die Gesamtzahl der Zurückweisungen gehe allerdings weit darüber hinaus und betrage mehrere Tausend, heißt es. Bei einem Besuch der Bundespolizei in Duderstadt (Niedersachsen) dankte der Minister den Beamten – und stellte klar, dass die Kontrollen lediglich gelten sollten, bis das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) wirke.

Wie geht es weiter?

Ob das Bundesinnenministerium mit Blick auf die Bundesaufnahmeprogramme bei seiner harten Haltung bleibt, ist ungewiss. Ähnliches gilt für die Zurückweisung von Asylbewerbern an den Landesgrenzen. Zwar hat das Verwaltungsgericht die Zurückweisung von drei Somaliern an der Grenze zu Polen für rechtswidrig erklärt. Die meisten Experten weisen dem Urteil eine grundsätzliche Bedeutung zu.

Dobrindt wartet hingegen auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes. Die wiederum kann es erst geben, wenn ein anderes Gericht den EuGH anruft. Genau das halten Fachleute für unwahrscheinlich. Schließlich seien die Zurückweisungen so offensichtlich europarechtswidrig, dass gar keine Anrufung nötig sei.

Von :Artikel von Markus Decker / RND Redaktion Netzwerke Deutschland

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Cumali Yağmur

vorheriger Beitrag
Historisch: Griechenland erkennt Bektaschi-Aleviten als religiöse Gemeinschaft an
nächster Beitrag
Der Löwenanteil -Para _Şêr

Ähnliche Beiträge

Die Zahl der Asylanträge in Europa sink

4 Oktober 2026

CDU-Innenminister will Grundrecht auf Asyl streichen – und noch härter abschieben

26 September 2026

Bundesregierung will Syrern offenbar Schutzstatus auf breiter Front entziehen

21 September 2026

Schutzquote bei Asylverfahren: Anteil der Schutzsuchenden in Deutschland steigt

13 September 2026

Migranten in Ceuta: Spanien will 500 minderjährige Ceuta-Flüchtlinge aufnehmen

20 August 2026

22.500 Migranten auf deutschen Schiffen: Rom fordert Geld von Berlin

19 August 2026

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Islamischer Philosoph: Der Islam muss mit Kritik auskommen

    4 Oktober 2026
  • Die Zahl der Asylanträge in Europa sink

    4 Oktober 2026
  • Protest gegen Polizeieinsatz bei kurdischer Gedenkveranstaltung in Hannover

    3 Oktober 2026
  • Hıdır Eren Çeliks einhundert Artikel sind in „Palavra Meydanı“ versammelt

    3 Oktober 2026
  • Die anderen Parteien können nicht akzeptieren, dass Die Linke bei den Berliner Wahlen den ersten Platz belegt hat.

    1 Oktober 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Protest gegen Polizeieinsatz bei kurdischer Gedenkveranstaltung in Hannover

3 Oktober 2026

Neueste Artikel

Die Zahl der Asylanträge in Europa sink
4 Oktober 2026
Protest gegen Polizeieinsatz bei kurdischer Gedenkveranstaltung in Hannover
3 Oktober 2026
Hıdır Eren Çeliks einhundert Artikel sind in „Palavra Meydanı“ versammelt
3 Oktober 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung