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Flüchtlinge

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Kultur

Foto-Ausstellung in Graz gedenkt türkischen Häftlingen

von Fremdeninfo 23 März 2022
von Fremdeninfo

Foto-Ausstellung in Graz gedenkt türkischen Häftlingen

Von

 dtj-online

 –

19.03.2022

 
Hidayet Karaca (links oben) war Generaldirektor der Samanyolu Media Group und Chef des inzwischen geschlossenen Fernsehsenders Samanyolu TV. Er sitzt seit dem 14. Dezember 2014 in Haft. Foto: Grüß Gott Österreich

An der Universität Graz in Österreich wurde eine Ausstellung mit dem Titel „Menschenrechtsverletzungen in der Türkei“ eröffnet. Besucher können die Bilder bis einschließlich noch heute sehen.

Eine Ausstellung an der Akademie der Sozialwissenschaften der Universität Graz zeigt Menschenrechtsverletzungen in der Türkei. Darin wird den vielen Opfern der Erdoğan-Regierung gedacht: Osman Kavala, Selahattin Demirtaş, Sedef Kabaş, Gültekin Avcı, Hidayet Karaca und Mehmet Baransu.

Viele andere sitzen noch in türkischen Gefängnissen – meist ohne Hoffnung auf einen fairen Prozess. Darunter gibt es auch nicht prominente Häftlinge wie Bilal Konakçı. Er ist trotz eines festgestellten Grades der Behinderung von 98 Prozent inhaftiert – mit seinem Baby.

Die Grazer „Mur Freunde“ und die „Grüß Gott Österreich Plattform“ zeigen Fotos von Yasemin Melizci, İlayda Tekgöz, ihrer Kadettenmutter Melek Çetinkaya, die Gerechtigkeit für die zu lebenslanger Haft verurteilten Militärstudenten forderte, und vielen anderen Menschen.

Wissenschaftler fordern Gerechtigkeit und Aufklärung

Arhan Kardaş, Chefredakteur des Fontäne-Magazins, erinnerte zudem an die zahlreichen Frauen, die in der Türkei von ihren Ehe- und Liebespartnern getötet wurden. 135 Frauen seien aktuell noch immer vermisst. „Bisher wurden keine abschreckenden Schritte unternommen“, so Kardaş.

Er berichtete außerdem, dass Mitglieder oder Anhänger der Gülen-Bewegung – insbesondere seit dem Militärputsch am 15. Juli 2016 – systematischen Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt seien. „Frauen, die gerade entbunden hatten, wurden mit ihren Babys inhaftiert“, sagte Kardaş. Derzeit seien 548 Frauen mit ihren Babys im Gefängnis. Der Theologe Durmuş Gamsız betonte, dass die Gülen-Bewegung trotz der systematischen Verfolgung den Kampf für Toleranz nicht aufgegeben habe.

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23 März 2022 0 Kommentare
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Archive

50 Jahre Döner Kebab – Wie der „German Döner“ erfunden wurde

von Fremdeninfo 23 März 2022
von Fremdeninfo

50 Jahre Döner Kebab – Wie der „German Döner“ erfunden wurde

Von

 dtj-online

 –

23.03.2022

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50 Jahre Döner Kebap“>
Halit (l.) und Halip vom Imren Grill in Berlin bereiten einen Döner zu. Vor 50 Jahren soll er erfunden worden sein. Foto: Joerg Carstensen/dpa

Um den Döner Kebab ranken sich viele Mythen. Doch eines steht fest: Richtig populär wurde er in Deutschland – vor rund 50 Jahren. Seitdem hat sich der kulinarische Topseller weiterentwickelt.

Saftiges Fleisch, Salat, Tomaten, Zwiebeln und viel Soße im knusprigen Fladenbrot: Das ist der Döner Kebab, wie ihn viele Menschen in Deutschland lieben. „Tatsächlich ist der Döner, so wie wir ihn hier kennen, eine Berliner Kreation“, sagt der Soziologe und Autor Eberhard Seidel im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

Das Imbissgericht sei vor 50 Jahren aus dem Zusammenspiel türkischer Einwanderer und der Berliner Mehrheitsgesellschaft entstanden. Seidel beschäftigt sich seit fast 35 Jahren mit der Entwicklung des Döner Kebabs. In diesem März veröffentlichte der 66-Jährige sein Buch „Döner. Eine türkisch-deutsche Kulturgeschichte“.

Beliebtestes deutsches Fast Food

An der Entwicklung des Döner Kebabs seien Hunderte von ehemaligen Gastarbeitern aus der ersten und zweiten Generation beteiligt gewesen. „Sie erschufen etwas Neues, etwas Hybrides, das sich zum beliebtesten Fast Food der Deutschen entwickelte und heute Milliardenumsätze generiert“, sagt Seidel.

DÖNER, PIDE, LAHMACUN: WELCHE LÄDEN SICH IN NRW LOHNEN

Bundesweit gibt es laut Seidel rund 18.500 Döner-Imbisse und türkische Restaurants in Deutschland. Mit etwa 1.600 Verkaufsstellen sei Berlin die Döner-Metropole. Nach Angaben des 2010 in Berlin gegründeten Vereins Türkischer Dönerhersteller in Europa (ATDID) liegt der Konsum in Deutschland bei etwa 550 Tonnen täglich.

Geburtsort Berlin-Kreuzberg

Der Geburtsort des „German Döner“ sei der Berliner Stadtteil Kreuzberg, sagt Seidel. Vor 50 Jahren sollen hier alle Bedingungen für den Döner Kebab gestimmt haben, um sich zu verbreiten. Wer ihn erfand oder zuerst angeboten habe, ließe sich nicht seriös beantworten, meint Seidel.

Laut dem Verein Türkischer Dönerhersteller in Europa (ATDID) hat der ehemalige Gastarbeiter Kadir Nurman 1972 den ersten Döner Kebab am Bahnhof Zoo in Berlin verkauft. Es sei allerdings nachgewiesen, dass es den Döner Kebab bereits zuvor in einigen türkischen Restaurants in Deutschland gab, sagt Seidel.

In der Türkei nicht so populär

Nurman sei sicher nicht der erste gewesen – „trotzdem nimmt er einen wichtigen Platz in der Ahnengalerie der Väter des Döner Kebabs in Deutschland ein“. Eine Erzählung über den Döner Kebab behauptet, er sei als Fladenbrot-Gericht in Berlin erfunden und anschließend in die Türkei reinportiert worden. „Das ist falsch“, so Seidel.

Den Döner Kebab im Brötchen habe es in der Türkei bereits Mitte der 60er Jahre gegeben. Er sei dort aber nie so populär geworden wie in Deutschland. „Die Menschen in der Türkei essen nicht so viel auf der Straße oder auf der Hand, die setzen sich lieber hin.“ Es sei kein Zufall, dass der Döner Kebab in Berlin so erfolgreich geworden ist.

Nach Diskriminierung und Druck

In den 1970er-Jahren stieg die Arbeitslosenzahl in Berlin in die Höhe. „Deshalb gab es eine große Notwendigkeit, sich Einnahmequellen zu erschließen“, sagt Seidel. Zusätzlich gab es in Berlin Gesetzgebungen, die Einwanderer aus der Türkei massiv diskriminierten. Der sogenannte Lummer-Erlass erhöhte 1981 den Druck.

Gastarbeiter, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst finanzieren konnten, mussten mit Ausweisung rechnen. „Das war der Grund, warum viele in Berlin Döner-Läden aufmachten“, sagt Seidel. „Berlin hatte eine bunte Szene, also Studenten, Wehrflüchtige, Klassenkämpfer und Internationalisten, die nicht so sehr mit Ressentiments behaftet waren.“

Viele Menschen mit wenig Geld

Außerdem habe es in Berlin viele Menschen gegeben, die wenig Geld hatten. Aufgrund des sagenhaften Preis-Leistungsverhältnisses seien sie sehr schnell auf den Döner gekommen. „Gerichte und Küchen entwickeln sich in einem permanenten transnationalen Austausch weiter“, sagt Seidel.

„Neue und zeitgemäße Interpretationen des klassischen Döner Kebabs“ ist auch der Ansatz bei „Kebap with Attitude“. „Warum den Döner nicht einfach mal weiterdenken?“, dachten sich Deniz Buchholz und Daniel Herbert. Im Mai 2019 eröffneten die beiden ihren Laden im Berliner Stadtteil Mitte.

„Trüffel Delüks“

Eine ihrer bekanntesten Kreationen ist der „Trüffel Delüks“. Neben klassischen Döner-Zutaten sind Röstkartoffeln, Granatapfel, Frühlingszwiebeln – wie der Name verrät – geriebener Trüffel dabei. „Wir holen uns unsere Inspiration aus den multikulturellen Einflüssen in Berlin und stecken viel Liebe in unsere Produkte“, sagt Buchholz.

Eine weitere interessante Entwicklung des Imbissgerichts bietet das Hotel „Adlon“ in Berlin an. Seit August 2018 führt das Luxushotel den „türkischen Klassiker“, wie es auf der Speisekarte heißt. Der Edel-Döner im Fladenbrot mit Kalbsrückenstreifen und verfeinert mit Trüffelcreme und Rotkohl kostet 26 Euro – und ist damit der teuerste Döner Deutschlands.

Vollwertige Mahlzeit für wenig Geld

„Davon wird es mehr geben“, ist sich Seidel sicher. Der Markt werde diverser, dennoch bleibe der Döner Kebab die Leibspeise für finanziell nicht so gut gestellte Menschen und somit die Möglichkeit, eine vollwertige Mahlzeit für wenig Geld zu bekommen – in Deutschland und darüber hinaus.

dpa/dtj

23 März 2022 0 Kommentare
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Archive

Vor den Augen seines Kindes: Türkischer Exil-Journalist in Stockholm angegriffen

von Fremdeninfo 23 März 2022
von Fremdeninfo

Vor den Augen seines Kindes: Türkischer Exil-Journalist in Stockholm angegriffen

Von

 dtj-online/dpa

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20.03.2022

 

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Angriff auf Exil-Journalist Ahmet Dönmez
Ahmet Dönmez wurde offenbar mitten in Stockholm von Unbekannten krankenhausreif geschlagen. Dieses Foto teilte er später auf seinen Accounts in den Sozialen Medien. Foto: Privat

Türkische Medienschaffende im Ausland sind nicht wirklich sicher. Dies belegen zahlreiche Angriffe auf Exilanten, unter anderem auch in Deutschland. Nun hat es Ahmet Dönmez getroffen. Eine Gruppe von Schlägern schlug ihn dem Vernehmen nach auf offener Straße und am helllichten Tag zusammen.

Was sich seit Tagen ankündigte, geschah am 18. März inmitten von Europa. Der türkische Journalist Ahmet Dönmez hatte mehrere konkrete Drohungen gegen seine Person öffentlich gemacht. Dennoch konnte der Angriff auf den regierungskritischen Journalisten nicht abgewendet werden. Auf dem Heimweg wurde er offenbar vor den Augen seines Kindes bewusstlos geschlagen.

Damit hat Dönmez Ähnliches erlebt wie der in Berlin sesshafte türkische Exil-Journalist Erk Acarer. Dieser wurde im Sommer vergangenen Jahres in der Bundeshauptstadt im Vorhof seiner Wohnung, vor den Augen seiner Frau und Tochter, von drei Männern krankenhausreif geschlagen. Seither steht Acarer unter Polizeischutz.

Ahmet Dönmez hatte zuletzt über die türkische Mafia berichtet

Wie Erk Acarer hatte Ahmet Dönmez zuletzt zahlreiche Beiträge über den Einfluss der Mafia auf die türkische Regierung veröffentlicht. In seinen jüngsten Veröffentlichungen befasste er sich mit dem türkischen Innenminister Süleyman Soylu und dessen engen Beziehungen zum Mafia-Paten İhsan Hızarcı.

Daraufhin wurde Dönmez nach eigenen Angaben via WhatsApp von Hızarcı bedroht. Der Journalist solle nicht darauf vertrauen, dass er in Stockholm sei, habe es unter anderem geheißen. Hızarcı könne ihn „innerhalb von 24 Stunden enthaupten lassen“. Dönmez brachte die Drohungen zur Anzeige, doch die waren für die schwedischen Behörden offenbar nicht schwerwiegend genug, um Maßnahmen zu ergreifen. Der angegriffene Journalist befindet sich laut Angaben von türkischen Journalisten im Krankenhaus.

Laute Kritik an schwedischer Polizei

Ein weiterer türkischer Exil-Journalist, Cevheri Güven, tauchte bereits auf mehreren Todeslisten aus dem Umfeld der türkischen Regierung auf. Wie zahlreiche andere Kollegen wie Can Dündar oder Hayko Bağdat lebt auch Güven gefährlich. Seine Reaktion auf den Angriff auf Ahmet Dönmez fällt kritisch aus: „Es ist bereits das zweite Mal, dass ein Exil-Journalist in Schweden angegriffen wird. Die Unempfindlichkeit der schwedischen Polizei ist unglaublich.“ Auch die Exil-Journalistin Sevim Özarslan drückte via Twitter ihren Beistand für Dönmez und ihren Unmut gegen die schwedischen Behörden aus.

Auf der anderen Seite war der Angriff auf Dönmez auch für regierungsnahe Personen oder Troll-Accounts ein Thema. Sie verbreiteten die These, dass es sich dabei um einen internen Kampf innerhalb der Gülen-Bewegung handele. Dafür spreche der offene Disput zwischen Dönmez und Ekrem Dumanlı, Dönmez‘ ehemaliger Chefredakteur bei der mittlerweile verbotenen türkischen Tageszeitung „Zaman“.

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23 März 2022 0 Kommentare
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Information

Scholz in der Türkei: Der Krieg schweißt zusammen

von Fremdeninfo 18 März 2022
von Fremdeninfo

Scholz in der Türkei: Der Krieg schweißt zusammen

Von

 dtj-online

 –

15.03.2022

 

 

 

 

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Bundeskanzler Olaf Scholz (l.) neben dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan: Hauptthema in den Gesprächen während seines Antrittsbesuches war der Krieg in der Ukraine. Foto: Michael Kappeler/dpa

Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei gelten als schwierig, auch wenn sie sich zuletzt wieder stabilisiert haben. Der Ukraine-Krieg schweißt beide Seiten nun zusammen. Das wird beim Antrittsbesuch von Kanzler Scholz in Ankara deutlich.

Nach zweieinhalb Wochen Krieg in der Ukraine haben sich Bundeskanzler Olaf Scholz und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan gemeinsam für einen baldigen Waffenstillstand stark gemacht. „Wir sind uns einig, dass es so schnell wie möglich einen Waffenstillstand geben muss“, sagte Scholz am Montag nach einem Gespräch mit Erdoğan.

Es müsse sofort sichere Korridore für Zivilisten geben. Erdoğan betonte: „Wir werden die Bemühungen um einen dauerhaften Waffenstillstand unentwegt fortsetzen.“ Man stimme überein, dass die diplomatischen Bemühungen fortgesetzt werden müssten. Gemeinsam appellierten Scholz und Erdoğan an Wladimir Putin, den Krieg in der Ukraine zu stoppen.

Militärische Ehren für Scholz

„Mit jedem Tag, mit jeder Bombe entfernt sich Russland mehr aus dem Kreis der Weltgemeinschaft, die wir miteinander bilden.“ Die Souveränität und die Unverletzlichkeit der Grenzen der Ukraine stünden außer Frage. Scholz besuchte zum Auftakt seines Antrittsbesuchs in der Türkei das Mausoleum des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk und wurde dann von Erdoğan mit militärischen Ehren empfangen.

Der Besuch stand ganz im Zeichen des Krieges in der Ukraine, in dem sich die Türkei als Vermittler angeboten hat. Das Nato-Land hat enge Beziehungen zu Kiew und Moskau. Erdoğan hat immer wieder betont, keinen der beiden Partner aufgeben zu wollen. Er hat Russland und die Ukraine vergangene Woche erstmals seit Kriegsbeginn auf Außenministerebene an einen Tisch gebracht.

Bundeskanzler würdigt Gespräche mit Griechenland und Israel

Am Donnerstag waren die Chefdiplomaten Dmytro Kuleba und Sergej Lawrow im südtürkischen Badeort Antalya zusammengekommen. Die Gespräche blieben zwar weitgehend ergebnislos. Dass sie überhaupt stattfanden, wurde aber nicht nur von der Türkei selbst, sondern auch von westlichen Verbündeten als diplomatischer Erfolg gewertet.

Scholz würdigte, dass die Türkei im Zuge der Ukraine-Krise auch wieder enger mit Ländern zusammenrücke, mit denen sie schwierige Beziehungen hat – namentlich Griechenland und Israel. Am Sonntag reiste der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis erstmals zu einem Treffen mit Erdoğan nach Istanbul.

„Differenzen, Belastungen“ bei Menschenrechten

Für Scholz ist die Reise in die Türkei der fünfte Antrittsbesuch in einem Land außerhalb der Europäischen Union seit seiner Vereidigung vor gut drei Monaten. Zuvor war er in den USA, in der Ukraine, in Russland und in Israel. Neben dem Ukraine-Krieg gab es für bilaterale Themen zwar nur begrenzten Raum.

Es ging aber auch um die Wirtschaftsbeziehungen, den für die Türkei so wichtigen Tourismus und um den Ausbau der Zusammenarbeit bei der Energieversorgung. Scholz sprach jedoch auch die Konfliktthemen in den Beziehungen an. Es gebe „Differenzen, Belastungen, etwa wenn es um Fragen von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit geht“.

Gespräche in „aufrichtiger Atmosphäre“

Scholz erwähnte auch die Deutschen, die in der Türkei inhaftiert oder mit Hausarrest belegt sind oder die nicht ausreisen können. „Hier hat es in letzter Zeit ein paar Bewegungen gegeben. Wir hoffen, dass es für viele Fälle eine baldige Lösung geben wird.“ Erdoğan wiederum ignorierte die Frage nach den Menschenrechten und zeigte sich zufrieden.

Das Gespräch mit Scholz habe in einer „aufrichtigen Atmosphäre“ stattgefunden, sagte er. Er hob die engen Verbindungen zwischen den Ländern hervor und betonte, der Türkei sei wichtig, in regionalen Fragen eng mit Deutschland zusammenzuarbeiten.

Kavala, politische Gefangene und Migration: Konflikte bleiben

Die deutsch-türkischen Beziehungen haben sich nach einem tiefen Zerwürfnis 2017, zu dem es unter anderem wegen der Inhaftierung deutscher Staatsbürger kam, zuletzt wieder etwas stabilisiert. Das Verhältnis der beiden Nato-Partner ist aber weiterhin alles andere als spannungsfrei.

Zuletzt kam es im Oktober 2021 zu einem Eklat, als der deutsche und neun weiteren Botschafter die Freilassung des inhaftierten Kulturförderers Osman Kavala forderten. Erdoğan drohte den Diplomaten daraufhin mit der Ausweisung.

Deutschland und die EU sind etwa über das Flüchtlingsabkommen von 2016 auf Ankara als Partner angewiesen. Aus Sicht von Kritikern geht das auf Kosten der Thematisierung von Menschenrechtsverstößen im Land.

dpa/dtj

18 März 2022 0 Kommentare
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Russland und die Türkei: Es ist komplizier

von Fremdeninfo 11 März 2022
von Fremdeninfo

Russland und die Türkei: Es ist kompliziert

Von

Stefan Kreitewolf

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10.03.2022

 
 

 
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Wladimir Putin (r.), Präsident von Russland, und Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Türkei, treffen sich regelmäßig. Foto: Vladimir Smirnov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Heute trafen sich die Außenminister Russlands und der Ukraine in der Türkei. Das Ziel: eine diplomatische Lösung des Krieges. Präsident Erdoğan, der Putin als „Freund“ bezeichnet, will das für sich nutzen. Doch das könnte kompliziert werden.

Der russische Angriff auf die Ukraine hat viele Illusionen zerstört. Nicht nur Europa schaut weiterhin ungläubig auf die Geschehnisse in der Ukraine. Auch die Türkei ist in einer neuen Welt aufgewacht – und mit ihr Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Seine Selbstüberschätzung und sein überregionaler Führungsanspruch haben angesichts des Krieges Risse bekommen.

Nun versucht er sich als Vermittler. Dabei klang seine erste Reaktion auf den Krieg noch entschieden: „Lassen Sie mich sagen, dass die militärische Intervention Russlands heute ab den frühen Morgenstunden auf ukrainischem Boden inakzeptabel ist und wir das verurteilen.“ Aber Erdoğan ist Pragmatiker und will den Krieg für seine Zwecke nutzen.

Montreux, der Bosporus und die Dardanellen

Ins Bild passt: Die Türkei scheute lange davor zurück, die Zufahrt zum Schwarzen Meer durch den Bosporus und die Dardanellen für russische Schiffe zu sperren. Auch auf Druck des Westens hin berief sie sich schließlich auf das Montreux-Abkommen von 1936 (hier geht’s zur türkischen Fassung: Montreux Boğazlar Sözleşmesi) und schloss sie doch. Auch an den westlichen Sanktionen gegen Moskau beteiligt sich Ankara nur zögerlich.

Nun finden Friedensgespräche der russischen und ukrainischen Außenminister in Antalya statt. Auch wenn es keine großen Fortschritte gab, sind sie für den türkischen Präsidenten ein echter Coup. Er beginnt aus dem Konflikt Kapital zu schlagen. So prahlte er in den vergangenen Tagen im staatlich kontrollierten TV mit seinem guten Verhältnis zu Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

Erdoğan bezeichnete Putin wiederholt als „Freund“

Für Erdoğan, der Putin wiederholt als „Freund“ bezeichnete, ist sein russisches Pendant indes ein komplizierter Partner. Einerseits bezieht Ankara Waffentechnik aus Moskau – zum Beispiel das russische S-400-Raketenabwehrsystem – und brüskiert damit die Nato-Partner, andererseits stehen sich russische und türkische Truppen in Syrien und Libyen gegenüber.

Putin und Erdoğan eint: Das Streben nach Macht. Das Vakuum, das die America-First-Politik des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump im Nahen Osten und in Nordafrika hinterlassen hat, füllen Russland und die Türkei zunehmend. Und sie kommen sich immer häufiger in die Quere, wie das Beispiel Bergkarabach zeigt.

Türkei abhängig von russischen Importen

Dazu passt, was Daria Isachenko vom Centrum für angewandte Türkeistudien der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, der NZZ sagte: „Die Türkei und Russland verstehen sich nicht als Freund oder Feind, sondern als Partner in einem Zweckbündnis.“ Ein Bündnis ungleicher Partner, denn die Türkei ist abhängig von Russland.

Rund die Hälfte der türkischen Erdgas-Einfuhren, 40 Prozent der Öl-Importe und 75 Prozent der Weizen-Lieferungen stammen aus Russland. Mit dieser strategischen Russland-Partnerschaft wollte Erdoğan es dem Westen zeigen. Angesichts der vielen diplomatischen Zerwürfnisse der vergangenen Jahre suchte er ein ökonomisches Druckmittel. Die Lesart: Wir können auch ohne euch.

Sozialer Frieden in Gefahr

Für die aktuelle Situation bedeutet das: Die Türkei muss sehr vorsichtig mit dem Kreml umgehen. Denn sollte Moskau sich von Ankara hintergangen fühlen, könnte Putin die so wichtigen Rohstofflieferungen stoppen. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Türkei und der historischen Stagflation – schrumpfende Wirtschaft bei gleichzeitig steigenden Preise – ist das für Erdoğan gefährlich.

Weiteres Öl könnte Russland ins Feuer gießen, indem es in Syrien weitere Flüchtlingsströme gen Norden provozierte. Der soziale Frieden in der Türkei ist ohnehin brüchig. In den Großstädten des Landes gab es bereits Pogrom-artige Übergriffe auf syrische Flüchtende.

Der „Freund“ im Kreml hat Erdoğans Großmacht-Ambitionen für seine Ziele genutzt. Nun steht Ankara unter Druck. Zugeständnisse an Russland oder Abkehr mit Folgen? Wie gesagt: Es ist kompliziert.

 

 

 

11 März 2022 0 Kommentare
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Mutmaßlicher Grauer Wolf in Berliner Polizei enttarnt

von Fremdeninfo 10 März 2022
von Fremdeninfo

 

Mutmaßlicher Grauer Wolf in Berliner Polizei enttarnt

Von

dtj-online

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09.03.2022

. Grauer Wolf bei der Berliner Polizei“ width=“696″ height=“333″>
T. K., ein mutmaßlicher Grauer Wolf in den Reihen der Berliner Polizei, blieb über Monate unentdeckt. Quelle: Instagram/ Screenshot @tolgahanayyildiz_

Ein junger Polizist mit türkischen Wurzeln soll einem „Welt“-Bericht zufolge als Grauer Wolf enttarnt worden sein. Vorsichtig ging er nicht vor, wie seine öffentlichen Social-Media-Posts und ein Auftritt bei der AKP-Lobbyorganisation UETD (heute UID) beweisen. Die Hintergründe.

In einer ruhigen Nacht sitzt T. K. in einem Streifenwagen und hört Musik. Er ist Anfang Zwanzig, arbeitet bei der Berliner Polizei und kümmert sich um Objektschutz. Das Leben eines Objektschützers kann in der Nachtschicht bisweilen langweilig sein. K. vertreibt sich die Zeit mit Songs des türkischen Künstlers Mustafa Yıldızdoğan. 

Das Pikante daran: Der Musiker ist eine Ikone der als rechtsextrem einzustufenden türkischen Bewegung der Grauen Wölfe. Mit seinen orientalisch anmutenden Sounds und nationalistischen Lyrics bereitet Yıldızdoğan Befürworter des Türkentums emotional auf den Kampf vor, wie es in seinen Liedern heißt.

Deutsch-Türke bei Berliner Polizei ein Grauer Wolf?

Auf Kundgebungen der nationalistischen MHP sowie der AKP hört man sein wohl bekanntestes Lied „Ölürüm Türkiyem“ (Deutsch: „Ich sterbe (für) meine Türkei“) regelmäßig. Aber auch die ebenso nationalistische türkische Opposition spielt den Song gern.

Zählt der junge Deutsch-Türke zur Opposition oder ist er ein türkischer Nationalist? Letzteres erscheint wahrscheinlich. Denn weitere Social-Media-Posts sowie seine Songs und Auftritte mit dem Musiklabel „Ayyildiz Records“ weisen in diese Richtung. Richtig, K. ist selbst Musiker. In diesem Kontext ist er auf Fotos zu sehen, auf denen er den Handgruß der Grauen Wölfe, die übrigens die Einordnung als rechtsextrem ablehnen, zeigt.

Musik für türkische Militär-Offensiven

Ein weiteres Detail: Hinter ihm ist eine Fahne mit drei Halbmonden zu sehen – den Symbolen der nationalistischen MHP schlechthin. Außerdem trägt der Freizeit-Rapper ein T-Shirt mit den für türkische Nationalisten bekannten alttürkischen Runen. Die Indizien verdichten sich.

Denn K. trat selbst bei einer Veranstaltung der Union Internationaler Demokraten (heute: Union Internationaler Demokraten, UID), die als europäische Lobbyorganisation der AKP gilt, auf. Am 19. November 2017 in Bodenheim mit auf der Bühne: die zwei heutigen UID-Mitglieder Tuğrul Selmanoğlu und Adem Taflan.

Vom Verfassungsschutz beobachtet

Die Organisation wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Und damit nicht gut genug: Songs der Gruppe „Ayyildiz Records“, mit der der mutmaßliche Graue Wolf auch geschäftlich verbandelt zu sein scheint, glorifizieren den nicht unumstrittenen Einmarsch des türkischen Militärs 2019 in Syrien.

Sein Part aus dem Türkischen übersetzt ist eindeutig: „Diejenigen, die dem Ungläubigen gehorchen, werden durch die Türken geschlachtet. Wir geben unser Leben für Gott, für jeden Märtyrer wird abgerechnet.“ Wie so jemand die eigentlich strengen Auswahlprozesse deutscher Sicherheitsorgane erfolgreich durchlaufen konnte, bleibt indes unklar.

„Das Verbot der Grauen Wölfe hat höchste Priorität“

Fakt ist: Die Grauen Wölfe sind, wenn auch nicht in ihrer Gesamtheit, gefährlich. In Frankreich wurden sie bereits verboten. In Deutschland ist ein Verbot umstritten, obwohl mehrere Fraktionen eins fordern (DTJ-

10 März 2022 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Wie Geflüchtete aus der Türkei Geflüchteten aus der Ukraine helfen

von Fremdeninfo 9 März 2022
von Fremdeninfo

Wie Geflüchtete aus der Türkei Geflüchteten aus der Ukraine helfen 

Von

dtj-online

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07.03.2022

 
 
 
„Geflüchtete helfen Geflüchteten.“ title=“flüchtlingshilfe ukraine“ width=“696″ height=“522″>
Die meisten türkischen Geflüchteten können sich in die Lage der Hilfesuchenden aus der Ukraine hineinversetzen und wollen schnelle Hilfe leisten. Foto: Privat

Es ist gar nicht mal so lange her, dass sie selbst ihr Heimatland verlassen mussten und Zuflucht in der Bundesrepublik fanden. Heute haben sich die meisten türkischen Flüchtlinge eingelebt und unterstützen nun ihrerseits Hilfesuchende aus der Ukraine.

Es waren schwere Zeiten, die Anhänger der Hizmet-Bewegung (auch bekannt als Gülen-Bewegung) insbesondere nach dem gescheiterten Putschversuch 2016 in der Türkei durchleben mussten. Viele hatten nicht nur ihre Jobs verloren, sondern teilweise ihr ganzes Hab und Gut, sogar Freunde und Familienmitglieder hatten sich von ihnen abgewandt. Ihnen wurden Vorwürfe gemacht, die wenig oder gar keine Anhaltspunkte boten. Nicht wenige wurden inhaftiert, teilweise sogar gefoltert. Die türkischen Behörden äußern sich dazu nicht oder weisen die Vorwürfe zurück.

Wer sich auf den Rechtsstaat berufen wollte, wurde enttäuscht. Faire Gerichtsverfahren waren und sind aufgrund der starken Politisierung und der fehlenden Unabhängigkeit der Justiz nicht mehr möglich. Deshalb hatten sie keine andere Wahl und verließen das Land, wobei einige dabei ihr Leben verloren.

„Sie wollen jetzt etwas zurückgeben“

Der Großteil der Geflüchteten kam nach Deutschland und spricht mittlerweile auf einem sehr guten Niveau deutsch. Sie haben Jobs gefunden, sind Gründer:innen. Ihre Existenzgrundlage in Deutschland ist aufgebaut, sie führen ein den Umständen entsprechendes „normales Leben“.

„Viele dieser Menschen haben sofort gefragt, was sie tun können und haben schnelle Hilfe organisiert“, sagt Ercan Karakoyun, Vorsitzender der Stiftung Dialog und Bildung, die Ansprechpartner für die Hizmet-Bewegung in Deutschland ist. Dem DTJ sagte er, dass es für Menschen aus der Bewegung selbstverständlich sei, jetzt den Geflüchteten aus der Ukraine zu helfen. Karakoyun weiter: „Viele der Menschen, die jetzt helfen, waren bis vor wenigen Monaten selbst Geflüchtete aus der Türkei. Sie haben hier eine Heimat gefunden und wollen jetzt etwas zurückgeben.“

Auch deutsche Hizmet-Vereine aktiv in der Ukraine-Hilfe

Aber nicht nur die Flüchtlinge selbst, sondern auch die bereits seit Jahrzehnten in Deutschland ansässigen Organisationen der Hizmet-Bewegung wie beispielsweise Schulen, Kulturzentren sowie eine Vielzahl weiterer Vereine beteiligen sich an den Hilfsaktionen. So haben die „IBEB Wilhelmstadtschulen“ aus Berlin gemeinsam mit der „Mosaik Grundschule“, der Kita „Kinderparadies“, der Hilfsorganisation „Time to Help e. V.“ und dem Verein für Geflüchtete „Aktion für Flüchtlingshilfe e. V.“ Essenspakete für ukrainische Geflüchtete am Berliner Hauptbahnhof vorbereitet. Dort wurden die Pakete an das zentrale Verteilerzentrum übergeben. Für die kommenden Tage und Wochen sind auch Kleider- sowie Hygieneartikel-Spenden geplant.

Die einstigen Geflüchteten packen tatkräftig an. Foto: Privat

Man werde sich auch am Nothilfeprogramm des Deutschen Roten Kreuzes beteiligen, wie „Time to Help e.V.“ auf ihrer Webseite schreibt. „Clavis e. V.“, ein weiterer, in Velbert ansässiger Verein aus dem Hizmet-Netzwerk, veranstaltete in Kooperation mit der evangelischen Allianz und der „Partnerschaft Christlicher Kirchen Velbert“ eine Kundgebung mit einem anschließenden Friedensgebet. Der „Bund Deutscher Dialog Institutionen“ (BDDI) organisierte am gestrigen Abend ein Friedensgebet über „Zoom“, das auf eine hohe Resonanz stieß.

9 März 2022 0 Kommentare
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Kultur

Dinçer Güçyeter erhält deutschsprachigen Lyrik-Preis

von Fremdeninfo 9 März 2022
von Fremdeninfo

 

Dinçer Güçyeter erhält deutschsprachigen Lyrik-Preis

Von

dtj-online

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02.03.2022

 
„Dichter Dinçer Güçyeter erhält Peter-Huchel-Preis 2022″ width=“696″ height=“470“>
Dinçer Güçyeter wird für sein Werk „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“ ausgezeichnet. Foto: SWR/palagrafie/dpa

Der diesjährige Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik geht an den Deutsch-Türken Dinçer Güçyeter. Der in Nettetal am Niederrhein lebende Dichter, geboren 1979, wird damit für seinen Band „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“ gewürdigt.

Die Jury betonte die „expressionistische Sprachwucht und feinsinnige Ambivalenz“ des Werkes. Güçyeter öffne „eine sehr eigene und doch vertraute Welt zwischen dem niederrheinischen Nettetal und Anatolien, zwischen Kind-Sein und Vater-Werden, zwischen Heinrich Heine und Dinçer Güçyeter, und unterläuft – oft humorvoll – herrschende postmigrantische Stereotype“.

Die Verleihung findet voraussichtlich am 18. Mai in Staufen im Breisgau statt. Der nach dem Lyriker Peter Huchel (1903-1981) benannte Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird jedes Jahr vom SWR und vom Land Baden-Württemberg vergeben.

Er ist den Angaben zufolge einer der bedeutendsten Preise für deutschsprachige Lyrik. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehören Ernst Jandl, Durs Grünbein, Thomas Kling, Friederike Mayröcker und Marcel Beyer.

9 März 2022 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sollen in Deutschland legal arbeiten dürfen

von Fremdeninfo 8 März 2022
von Fremdeninfo

 

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sollen in Deutschland legal arbeiten dürfen

Von

dtj-online

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07.03.2022

=“Antirassismus-Beauftragte Reem Alabali-Radovan“ width=“696″ height=“460″>
Archivfoto: Reem Alabali-Radovan (SPD), Staatsministerin beim Bundeskanzler und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, gibt ein Pressestatement ab. Foto: Paul Zinken/dpa

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sollen in Deutschland rasch und unbürokratisch Aufnahme finden.

„Die Geflüchteten brauchen eine langfristige Aufenthaltserlaubnis“ sowie Anspruch auf Sozialleistungen und Gesundheitsversorgung, sagte die Beauftragte der Bundesregierung für Flüchtlinge und Integration, Reem Alabali-Radovan (SPD). „Wir wollen auch einen schnellen Zugang zum Arbeitsmarkt und zu den Integrationskursen ermöglichen.“

Alle geflüchteten Menschen aus der Ukraine sollten – unabhängig von Herkunft und Nationalität – Schutz und Unterstützung erhalten, sagte die Staatsministerin der Deutschen Presse-Agentur. Sie wolle gemeinsam mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) dafür sorgen, dass mit Bund und Ländern nun zügig Sicherheit für alle, die in Deutschland blieben, geschaffen werde. „Ich habe selbst Fluchterfahrung, in einer Erstaufnahme gearbeitet und weiß, was Menschen nach schlimmen Tagen der Flucht brauchen; eine Bleibe, Schutz und konkrete Hilfe“, fügte sie hinzu.

Richtlinie aus Jugoslawien-Krieg soll erstmals umgesetzt werden

Die EU-Kommission hatte zuvor vorgeschlagen, erstmals die Richtlinie für den „massenhaften Zustrom“ Vertriebener zu nutzen. Die EU-Staaten stimmten dem am Donnerstag bei einem Treffen der Innenminister geschlossen zu. Die Regeln dürften in den kommenden Tagen in Kraft treten. Die Richtlinie war infolge der Kriege der 1990er Jahre im ehemaligen Jugoslawien geschaffen worden und soll auch eine Überlastung der Asylbehörden verhindern.

Auch die Arbeitgeber und Gewerkschaften haben dazu aufgerufen, die Integration von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern. „Die Unternehmen, Betriebs- und Personalräte stehen bereit, ihren Anteil zu tragen, diese Menschen aufzunehmen, aus- und fortzubilden und in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Bürokratie großes Problem in Deutschland

Diese Verfahren müssten aber rechtssicher und unbürokratisch organisiert werden. „Wir rufen die Bundesregierung auf, diesen Rahmen zu schaffen“, erklärte die Verbände. BDA und DGB verurteilten darüber hinaus den russischen Angriff auf die Ukraine „auf das Schärfste“ und unterstützten die verhängten Sanktionen.

„Unser Respekt und unsere Unterstützung gelten den Menschen in der Ukraine und denen in Russland, die sich kritisch zur Politik des Präsidenten äußern“, erklärten sie. Die politische Botschaft sei klar: „Die russische Regierung muss die Kämpfe umgehend beenden, einem sofortigen Waffenstillstand zustimmen und jede weitere Eskalation der Situation verhindern.“ Es müsse weiter mit Hochdruck an diplomatischen Lösungen gearbeitet werden. Dazu könnte es in den kommenden Tagen in der Türkei kommen.

dpa/dtj

8 März 2022 0 Kommentare
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Kultur

Fatih Akın wird Filme und Serien für Warner produzieren

von Fremdeninfo 7 März 2022
von Fremdeninfo

Fatih Akın wird Filme und Serien für Warner produzieren

Von

dtj-online

–

06.03.2022

 
 

 
Regisseur Fatih Akin“
Archivfoto: Regisseur Fatih Akın steht vor der Aufführung seines Films „Tschick“ im Autokino auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Der Regisseur Fatih Akın hat einen Vertrag mit dem US-Medienunternehmen WarnerMedia abgeschlossen.

Die Kooperation beinhalte deutsch- und türkischsprachige Filme und Serien für Kino, Fernsehen und HBO Max, teilte das Unternehmen mit. Der deutsch-türkische Regisseur ist für Filme wie „Aus dem Nichts“ (2017), „Gegen die Wand“ (2004) und „Soul Kitchen“ (2009) bekannt. Derzeit laufen die Dreharbeiten zu seinem neuen Film „Rheingold“ mit Emilio Sakraya in der Hauptrolle, der am 27. Oktober in die Kinos kommen soll.

Das Unternehmen hat bisher bereits an drei Filmen mit Akın zusammengearbeitet, darunter an dem mit dem Golden Globe ausgezeichneten Film „Aus dem Nichts“, für den Diane Kruger bei den Filmfestspielen von Cannes eine Goldene Palme als beste Hauptdarstellerin erhielt. Außerdem lernten sich beide Seiten bei der Verfilmung des Heinz-Strunk-Romans „Der Goldene Handschuh“ sowie beim oben erwähnten Film „Rheingold“ über den Gangster-Rapper Xatar näher kennen.

„Warner Bros. Pictures hat mich mein ganzes Leben lang inspiriert“, betonte Akın. „Nach drei großartigen Kooperationen fühle ich mich bei WarnerMedia in sehr guten Händen.“ Hannes Heyelmann von WarnerMedia sagte: „Wir arbeiten jetzt seit einigen Jahren mit Fatih Akın und dieser Deal stärkt unsere fantastische Zusammenarbeit. Wir wissen, wie wichtig lokale Inhalte für unser Publikum sind, und mit Fatih wollen wir großartige deutsch- und türkischsprachige Inhalte produzieren.“

dpa/dtj

 

7 März 2022 0 Kommentare
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