• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Flüchtlinge

Asylanträge in Deutschland auf Rekordtief – erstmals seit 2015 nicht mehr Spitzenreiter...

19 April 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Keine Arbeit für 20 Asylbewerber – warum Neuss die Vorgaben nicht erfüllt

13 April 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Die in Europa gestellten Asylanträge sind deutlich weniger geworden. In Deutschland wird...

3 März 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrationswende mit GEAS: Das ändert sich jetzt für Asylbewerber

27 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Ausreisepflichtige: Poseck verteidigt Handyortung: „Vereinbar mit EU-Recht“

26 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrantenboot kollidiert mit Küstenwache vor griechischer Insel – Polizei spricht von 14...

4 Februar 2026 0 Kommentare
Information

Lage schlimmer denn je: Das Ausländeramt Frankfurt schiebt rekordhohe 20’000 unbearbeitete Anträge vor sich her

von Fremdeninfo 26 Juni 2023
von Fremdeninfo

Lage schlimmer denn je: Das Ausländeramt Frankfurt schiebt rekordhohe 20’000 unbearbeitete Anträge vor sich her

Artikel von Michael Rasch, Frankfurt 

Neue Zürcher Zeitung Deutschland ( NZZ )

Im November hatten die Verantwortlichen Besserung versprochen: Die Sicherheitsdezernentin Annette Rinn (FDP) und Karin Müller (CDU), die Leiterin des Ordnungsamtes, dem die Ausländerbehörde unterstellt ist, wollten die chaotischen Verhältnisse in Frankfurt verbessern. Damals schob das Ausländeramt rund 15 000 unbeantwortete Anträge, meist per E-Mail, vor sich her. Diese Zahl sank dann zwar kurzzeitig unter 12 000, erreichte jüngst aber eine neuen Rekord von gut 20 000, wie die «NZZ» aus dem Umkreis der Ausländerbehörde erfuhr

 

 

 

 

 

Wer mit Ausländerbehörden zu tun hat, benötigt Geduld: Früher gab es lange Schlagen vor den Gebäuden, wie hier in Berlin. Heutzutage ist der elektronische Antragsstau ; bei den Ämtern meist weniger offensichtlich. Adam Berry / Getty © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Deutschland

Primär zwei Gründe für Antragsanstieg

Die neuerliche Verschlechterung hat dem Vernehmen nach zwei Ursachen: Erstens führten regulatorische Änderungen zu einem neuen Antragsschub und zweitens verbesserte sich die personelle Ausstattung der Behörde nicht substanziell. Darunter leiden nun Tausende Antragsteller, die aufgrund fehlender Ausweispapiere Probleme bekommen und teilweise deshalb sogar ihren Job verlieren, weil beispielsweise die Aufenthaltserlaubnis abläuft.

Allerdings können die Antragsteller derzeit noch verschiedene E-Mail-Adressen nutzen, so dass es auch Doppelungen gibt, und sie stellen aufgrund der langen Antwortzeit oft Rückfragen. Beides treibt die Bruttozahl der Anträge nach oben. Doch auch wenn die Nettozahl deutlich unter 20 000 liegen mag, ist die Situation weiter dramatisch.

Mehrere tausend Flüchtlinge können seit Jahresbeginn unter deutlich erleichterten Bedingungen deutsche Ausweispapiere erhalten. Die Änderungen hätten die Antragsflut beim Ausländeramt stark erhöht, da sich solche Entwicklungen in der Gemeinschaft schnell herumsprächen, sagt jemand, der die Lage gut kennt, aber nicht genannt werden möchte.

Darüber hinaus hat das Erdbeben in der Türkei dafür gesorgt, dass die Anträge auf Familiennachzug aus dieser Region deutlich mehr geworden sind und auch die Nachfrage nach der Blauen Karte ist deutlich angestiegen. Sie ist eine von verschiedenen Aufenthaltstiteln für Ausländer. Dazu kommen bekannte zyklisch Entwicklungen, wie beispielsweise der Studienbeginn für das Sommersemester, der typischerweise zu einem höheren Antragsaufkommen führ

Gesetzesänderungen sorgen für Mehrarbeit

Zugleich hat sich die personelle Ausstattung der Ausländerbehörde nicht nachhaltig verbessert. Zwar hat das Amt seit Jahresbeginn zur Verstärkung einige Zeitarbeitskräfte sowie ein gutes Dutzend Auszubildende bekommen. Doch diese sind zumindest am Anfang eher eine Belastung als eine Entlastung, denn sie müssen zuerst intensiv geschult und in die Materie eingearbeitet werden. Zeitgleich hätten erneut erfahrene Mitarbeiter die Ausländerbehörde aus Frust verlassen, die nun an allen Ecken und Enden fehlten, heisst es. Und auch der Krankenstand sei immer noch auf einem hohen Niveau.

Frankfurt ist kein Einzelfall. In Deutschland kämpfen viele, vor allem grosse Ausländerbehörden, mit den gleichen Problemen. Laut einer nicht repräsentativen Umfrage bei mehr als 200 Ausländerbehörden des Südwestrundfunks (SWR) im Jahr 2022 kam heraus, dass fast jede zweite befragte Behörde mit Untätigkeitsklagen konfrontiert ist. Zwei Drittel der Umfrageteilnehmer bezeichneten die Situation der eigenen Behörde als «sehr angespannt». Es gebe zu wenig vorgesehene Planstellen, zu wenig geeignete Bewerber, einen hohen Krankenstand und es fehle an Räumlichkeiten. Vor allem in den vergangenen fünf Jahren sei die Arbeitsbelastung stark angestiegen, hiess es in der Umfrage.

Neben dem fehlenden Personal und einer teilweise mangelhaften Digitalisierung kämpfen die Behörden auch mit immer neuen Gesetzen sowie unzähligen Varianten der Aufenthaltserlaubnis. Die Einführung des elektronischen Aufenthaltstitels führte einst beispielsweise zu einer Verdoppelung der Besuche in den Ausländerbehörden. Auch neue Gesetze wie das Fachkräfteeinwanderungsgesetz haben eine steigende Belastung der Ausländerbehörden bei oft gleicher Stellenzahl zur Folge.

Heftige Kritik am Magistrat

In der Stadt am Main kommen auf einen Mitarbeiter etwa 1400 Antragsteller, womit Frankfurt zu den am stärksten belasteten Behörden in Deutschland zählt. In mancher ostdeutschen Stadt liegt das Verhältnis dagegen «nur» bei 1 zu 350. In Frankfurt führten die durch die «NZZ» öffentlich gemachten Missstände schliesslich zu einer Dienstaufsichtsbeschwerde der Commerzbank wegen Untätigkeit, die in Medien und Öffentlichkeit für viel Wirbel sorgte. Die Commerzbank hatte einen Mitarbeiter freigestellt, weil es diesem in acht Monaten trotz diverser Versuche nicht gelungen war, sein Visum zu verlängern.

«Die Frankfurter Politik lässt das Ausländeramt im Stich», sagt Kerry Reddington von der Kommunalen Ausländerinnen- und Ausländervertretung (KAV). Der Magistrat versage bei der Unterstützung der Behörde und nehme die Lage nicht ernst. Darunter würden nicht nur Asylbewerber leiden, sondern auch Antragsteller mit dringend benötigten Berufen wie Ärzten, Pfleger und Lastwagenfahrer. Rund ein Drittel der Antragsteller seien Akademiker. Auch unter dem neuen Oberbürgermeister Mike Josef werde die Lage offenbar nicht besser, sondern die Stadt versuche, das Problem auszusitzen.

Grosse Hoffnungen setzen Dezernentin Rinn und Ordnungsamtsleiterin Müller dem Vernehmen nach nun auf die Einführung eines neuen digitalen Kontaktformulars. Die Zuversicht wird offenbar auch von den Mitarbeitern der Ausländerbehörde geteilt. Ab dem 28. Juni sollen alle digitalen Anträge für Leistungen des Amtes nur noch über das neue Formular und mit Einreichung aller Unterlagen möglich sein.

Es wird in zehn Sprachen zur Verfügung stehen, darunter Mandarin. Anträge über die diversen Funktionspostfächer sind dann nicht mehr möglich. Die noch im System befindlichen alten Anträge müssen jedoch noch abgearbeitet werden, was allein viele Monate Zeit in Anspruch nehmen dürfte.

Mögliche Ausgliederung des Ausländeramts

Wenngleich das neue Tool voraussichtlich eine erhebliche Verbesserung bringen wird, dürfte es angesichts des schieren Antragsvolumens die Probleme der Ausländerbehörde allein nicht beheben. Dazu sind nach Ansicht von Beobachtern eine Aufstockung des Personals, grundsätzlich bessere Arbeitsbedingungen, sowie der politische Wille nötig. Möglicherweise würde auch eine Ausgliederung des Ausländeramtes aus dem Ordnungsamt helfen. Manche Städte führen die Ausländerbehörde als selbständige Organisation innerhalb der Verwaltung.

Die Medienstelle des Ordnungsamtes liess Fragen der «NZZ» zu den jüngsten Vorgängen in der Behörde am Freitag unbeantwortet und verwies nur allgemein auf eine Pressekonferenz am kommenden Dienstag, bei der es um die Vorstellung des «digitalen Antragsprogramms und weiterer Serviceoptimierungen» gehen soll.

26 Juni 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Rassismus

Erster AfD-Landrat gewählt: Parteien geben sich gegenseitig die Schuld

von Fremdeninfo 26 Juni 2023
von Fremdeninfo

Erster AfD-Landrat gewählt: Parteien geben sich gegenseitig die Schuld

 T..Spiefgel  Artikel von Valerie Höhne

In Sonneberg wurde erstmals ein AfD-Politiker zum Landrat gewählt. „Ein Warnschuss“, sagt die Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt.

Am Abend bevor im Landkreis Sonneberg in Thüringen der erste Landrat der AfD gewählt wird, twittert der Thüringer Innenminister Georg Maier (SPD): „Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit sind unsere Werte. Dafür treten wir ein. Dafür kämpfen wir. Gerade jetzt.“

 

 

In Sonneberg hat selbst der Zusammenschluss aller demokratischen Parteien nicht gereicht, um den AfD-Landtagsabgeordneten Robert Sesselmann als Landrat zu verhindern. Am Sonntagabend hat er die Stichwahl gegen den CDU-Mann Jürgen Köpper hat deutlich gewonnen, 52,8 Prozent der Stimmen konnte er auf sich vereinen, bei einer Wahlbeteiligung von 58,2 Prozent.

„Das Ergebnis bestürzt mich“, sagte die Bundestagsvizepräsidentin und Thüringerin, Katrin Göring-Eckardt (Grüne), dem Tagesspiegel, „ich bin zugleich allen dankbar, die weiter für ein offenes und demokratisches Sonneberg kämpfen“.

Grüne geben Union die Schuld, Union gibt Ampel die Schuld

Der Thüringer Landesverband der AfD gilt seit zwei Jahren laut Verfassungsschutz als „erwiesen“ rechtsextrem, Landeschef Björn Höcke darf man laut Gerichtsurteil „Faschist“ nennen, weil die Bezeichnung „auf einer überprüfbaren Tatsachengrundlage“ beruhe.

Göring-Eckardt sieht einen Teil der Verantwortung für das Ergebnis bei der CDU. „Wenn Teile der Union einen Kulturkampf ausrufen, muss man sich nicht wundern, wenn dieser Kampf von rechts angenommen wird. Aus meiner Sicht sollten wir für eine gemeinsame demokratische Kultur kämpfen“, mahnte sie. Sie erwarte von der Union in Thüringen, dass sie „nicht weiter der AfD hinterherläuft“. „Denn dann muss man sich nicht wundern, dass das Original gewählt wird“.

Sonneberg ist ein kleiner Landkreis, etwa 56.800 Menschen leben hier, davon sind rund 48.000 wahlberechtigt. Die AfD hatte dennoch vor allem mit bundespolitischen Themen Wahlkampf gemacht, sie plakatierte zum Beispiel „Raus aus dem Euro“, „Landschaft statt Windparks“, oder „Euro retten“. Eine strategische Entscheidung, sagte Sesselmann, lokale Themen würden weniger Menschen interessieren.

Der Generalsekretär der CDU, Mario Czaja, machte auf Twitter die Politik der Ampel-Koalition für das Ergebnis verantwortlich. „Am Ende war der Wahlkampf vor Ort deutlich von bundespolitischen Themen überlagert, für die die Bundesregierung in der Verantwortung steht“, schrieb er.

Göring-Eckardt mahnt vor Überhöhung der AfD – FDP warnt vor Standortnachteilen

Seit einigen Monaten erlebt die AfD in Umfragen bundesweit einen Höhenflug. Zuletzt lag sie gleichauf mit der SPD bei 20 Prozent der Stimmen. Laut einer Umfrage der „Bild am Sonntag“ beunruhigten diese Umfrageergebnisse eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger. Demnach gaben 61 Prozent der Befragten an, dass ihnen eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD Angst mache.

Trotz der Umfrageergebnisse und des Ergebnisses in Sonneberg warnte Göring-Eckardt davor, die AfD als erfolgreicher zu beschreiben als sie ist. „Das war ein Warnschuss. Gleichzeitig sollten wir nicht so tun, als gäbe es eine Mehrheit für die AfD in Thüringen, Ostdeutschland oder in Deutschland. Das wäre falsch“, sagte sie.

Die FDP befürchtet nun wirtschaftliche Konsequenzen für den Landkreis, der traditionell eine starke Industrie hat. „Es ist ein äußerst bitteres Wahlergebnis“, sagt auch der FDP-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion, Torsten Herbst. Er befürchte einen „handfesten Standortnachteil für den Landkreis Sonneberg“. „Sowohl das Image als auch die Beziehungen zu politischen Entscheidungsträgern nehmen dadurch schweren Schaden“, sagte Herbst.

26 Juni 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Flüchtlinge

Griechenland: Video zeigt brutalen Messerangriff auf Dutzende Geflüchtete

von Fremdeninfo 23 Juni 2023
von Fremdeninfo

 

 

Panorama

Griechenland: Video zeigt brutalen Messerangriff auf Dutzende Geflüchtete

 Von Dtj Online

Dieser Twitter-Screenshot zeigt den mutmaßlichen Angriff auf die Flüchtenden.

In der Türkei sind unter anderem Anhängerinnen und Anhänger der Gülen-Bewegung oft Repressalien des türkischen Staates ausgesetzt. Viele von ihnen versuchen deshalb, nach Europa zu flüchten. Diejenigen, die es über den Grenzfluss Meriç schaffen, sorgen sich aber zunehmend vor sogenannten Pushbacks. Heute sollen Dutzende Geflüchtete in Griechenland von maskierten Männern mit Messern angegriffen worden sein, wie Videoaufnahmen zeigen.

An der griechisch-türkischen Grenze sind am Donnerstagvormittag 61 Geflüchtete mutmaßlich Opfer eines Messerangriffs geworden. Das schrieb die Journalistin Sevinç Özarslan heute auf Twitter. Özarslan belegt ihre Behauptung mit mehreren Videos, auf denen maskierte Männer zu sehen sind, die willkürlich auf Menschen losgehen. Unter den Angegriffenen befinden sich auch Kinder. Nähere Angaben, etwa wer die angreifenden Männer sind und ob es Verletzte gab, wurden nicht gemacht.

Flucht vor Erdoğan

Demnach soll es sich bei den Geflüchteten größtenteils um türkische Staatsangehörige handeln, die vor den Repressalien des Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dessen Machtapparat nach Europa entkommen wollen. Der Angriff soll in der kleinen griechischen Stadt Orestiada stattgefunden haben. Die Menschen hatten zuvor den Fluss türkischen-griechischen Grenzfluss Meriç (griechisch Evros) überquert.

Pushback-Vorwürfe gegen Griechenland nicht neu

Zuvor hatten die Betroffenen in einem Video die griechischen Behörden dazu aufgerufen, sie als Geflüchtete aufzunehmen und nicht in die Türkei zurückzuschieben. Diese illegale Methode wird als „Pushback“ bezeichnet. In der Türkei seien sie ungerecht behandelt wurden und hätten Angst vor Folter.

23 Juni 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Türkei: Zentralbank erhöht Leitzins massiv auf 15 Prozen

von Fremdeninfo 22 Juni 2023
von Fremdeninfo

.

Türkei: Zentralbank erhöht Leitzins massiv auf 15 Prozent

Artikel von Anika Freie Der Spiegel 

Kehrtwende in der türkischen Geldpolitik: In ihrem ersten Treffen seit der Wiederwahl von Präsident Recep Tayyip Erdoğan haben die Zentralbanker den Leitzins fast verdoppelt.

 

 

Die türkische Zentralbank hat im Kampf gegen die seit Monaten sehr hohe Inflation ihre Leitzinsen

nahezu verdoppelt. In ihrem ersten Treffen seit der Wiederwahl von Präsident Recep Tayyip Erdoğan beschlossen die Zentralbanker am Donnerstag eine Zinsanhebung von 8,5 auf 15 Prozent. Die Entscheidung ist eine Kehrtwende der bisherigen auf Wirtschaftswachstum fokussierten Geldpolitik des Landes.

Die Notenbank hatte ihren Leitzins von 19 Prozent im Jahr 2021 auf bislang 8,5 Prozent gesenkt – und das, obwohl die Inflationsrate im vergangenen Oktober mit 85,5 Prozent ein 24-Jahres-Hoch erreicht hatte. Westliche Zentralbanken wie die amerikanische Fed und die EZB bekämpfen die Inflation dagegen mit höheren Zinsen.

DER SPIEGEL fasst die wichtigsten News des Tages für Sie zusammen: Was heute wirklich wichtig war – und was es bedeutet. Ihr tägliches Newsletter-Update um 18 Uhr. Jetzt kostenfrei abonnieren.

Erdoğan hatte nach seiner Wiederwahl vor wenigen Wochen eine Wende seiner umstrittenen Geld- und Finanzpolitik signalisiert. Sein neu ernannter Finanzminister Mehmet Simsek werde mit der Zentralbank zügig Schritte unternehmen, sagte Erdoğan kürzlich: »Nach den Überlegungen unseres Finanzministers haben wir akzeptiert, dass er in Absprache mit der Zentralbank schnell Maßnahmen ergreifen wird«.

Erdoğan hat sich selbst als »Zinsfeind« bezeichnet. Nach seiner Wiederwahl hat er aber mit Simsek und der neuen, in den USA ausgebildeten Zentralbankchefin Erkan den Übergang zu einer strengeren Zinspolitik eingeläutet. Erdoğan sagte, er sei entschlossen, die Inflation von aktuell rund 40 Prozent in den einstelligen Bereich zu drücken. Er werde aber an seiner Politik der »niedrigen Inflation und niedrigen Zinsen« festhalten.

Die bisherige Zinspolitik hat eine Währungskrise ausgelöst. Die Landeswährung Lira verlor 2021 um 44 Prozent an Wert, 2022 nochmals 30 Prozent. Das verschärft das Inflationsproblem, weil das rohstoffarme Land viele Waren aus dem Ausland bezieht und diese in Devisen bezahlen muss. Die Behörden haben daher die Reserven der Zentralbank angezapft, um die Währung zu stabilisieren. Dennoch ist die Lira in diesem Jahr bereits um etwa 20 Prozent gefallen.

22 Juni 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Politik

Haftbefehl gegen Hamburger Rechtsanwalt wegen Erdogan-Beleidigung

von Fremdeninfo 21 Juni 2023
von Fremdeninfo

Diktator vom Bosporus“

Haftbefehl gegen Hamburger Rechtsanwalt wegen Erdogan-Beleidigung

Artikel von Erkan Pehlivan  FR

Die türkische Justiz erlässt einen Haftbefehl gegen den Hamburger Rechtsanwalt Mahmut Erdem – wegen Majestätsbeleidigung.

Hamburg – Auch in Deutschland sind die Kritiker des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht sicher. Dazu zählen nicht nur Exilanten aus der Türkei, sondern auch Türkeistämmige wie der Hamburger Rechtsanwalt Mahmut Erdem. Gegen ihn hat die türkische Justiz Haftbefehl erlassen, weil der Jurist das türkische Staatsoberhaupt den „Diktator vom Bosporus“ nannte.

Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt der Jurist, dass ein Staatsanwalt mit der Gendarmerie zu seinem Elternhaus in der Türkei kam, um ihn wegen der Majestätsbeleidigung mitzunehmen. „Und ja, in der Türkei herrscht ein Ein-Mann-System“, erzählt Erdem und nennt die Regierungsform von Erdogan „Bonapartismus“.

 

 

 

Der Hamburger Rechtsanwalt Mahmut Erdem vertritt mehrere Mandanten, die ins Visier der türkischen Justiz geraten sind. © privat

 

Türkei leugnet weiterhin Genozid am armenischen Volk

Es ist nicht das erste Mal, dass die türkische Regierung gegen den Hamburger vorgeht. Bereits 2015 hatte es ein Zerwürfnis mit Ankara gegeben. Damals wollte das türkische Generalkonsulat

eine Konferenz abhalten, in der der Genozid am armenischen Volk 100 Jahre zuvor relativiert werden sollte. Der Hamburger Rechtsanwalt konnte durch Protestaktionen die Hansestadt dazu bringen, dass die Veranstaltung im Völkerkundemuseum abgesagt wurde.

„Das hat mir die erste Strafanzeige in der Türkei gebracht. Darin sah der türkische Staat den Straftatbestand der ‚Beleidigung von Staatssymbolen‘.“ Die Türkei leugnet weiterhin den Völkermord von 1915, an dem rund 1,5 Millionen Menschen ermordet wurden.

Türkei geht wegen Majestätsbeleidigung gegen Menschen vor

Ein weiterer Grund für die Einschüchterungsversuche aus Ankara ist, dass der Rechtsanwalt zudem rund ein Dutzend Türkeistämmiger vertritt, die ebenfalls vom Erdogan-Regime verfolgt werden, darunter auch Journalisten. Sie hatten ebenfalls den türkischen Machthaber kritisiert und damit dessen Zorn auf sich gezogen. Klein beigeben will Erdem aber nicht: „Ich habe mich bislang nicht von Erdogan einschüchtern lassen und werde es auch weiterhin nicht“, so Erdem, der die Bundesregierung zum Handeln aufruft.

Kritik an Verhältnis der Bundesregierung zur Türkei

„Erdogan wird seine vorangegangene Politik fortsetzen. Es wird weiterhin die Meinungs- und Pressefreiheit unterdrückt. Ein fairer Prozess ist für viele nicht möglich. Die Bundesregierung muss daher aufhören, blauäugig zu sein“, empört sich Erdem. Seit 2015 kann der Jurist wegen politischer Verfolgung nicht in die Türkei. Der Rechtsanwalt erzählt, dass er auch nicht zu der Beerdigung seiner Mutter in der Türkei gehen konnte, die im Dezember 2021 verstorben war.

Doch die Blauäugigkeit der Bundesregierung dürfte weitergehen. Nach dem Sieg Erdogans bei der Türkei-Wahl hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) dem türkischen Präsidenten gratuliert. Die beiden Politiker hatten bei einem Telefonat vereinbart, „die Zusammenarbeit zwischen beiden Regierungen mit frischem Elan anzugehen“. (Erkan Pehlivan)

21 Juni 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Religion

Mitten in Frankfurt – Das beängstigende Mega-Projekt des deutschen „Herrn der Moscheen“

von Fremdeninfo 21 Juni 2023
von Fremdeninfo

Mitten in Frankfurt – Das beängstigende Mega-Projekt des deutschen „Herrn der Moscheen“

Artikel von FOCUS Online

 

 

Gläubige Moslems beim Gebet in einer Moschee. Symbolbild/ IMAGO / imagebroker © Symbolbild/ IMAGO / imagebroker
 
 

Die Islamische Gemeinde Frankfurt sammelt seit Jahren Geld für ein neues Bauprojekt. Was nach einer kleinen Hinterhof-Moschee aussieht, könnte Recherchen der „Welt am Sonntag“ zufolge bald ein neuer Komplex für die islamistische Szene werden.

Ibrahim Farouk El-Zayat, bekannt als „Herr der Moscheen“, steht laut Informationen der „Welt am Sonntag“ im Zentrum einer kontroversen Entwicklung.

Der Sohn eines Ägypters und einer Deutschen, einst Mitglied im Zentralrat der Muslime Deutschlands, wird seit vielen Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet. Jetzt soll er an der Spitze eines Projekts im Frankfurter Stadtteil Griesheim stehen, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Was zunächst nach der Erweiterung einer Hinterhof-Moschee aussah, entpuppt sich nun als Großvorhaben. Denn wie die Zeitung berichtet, könnte mitten in Frankfurt am Main eine islamistische Schaltzentrale entstehen. Darauf deuten unter anderem Grundbuchauszüge und Einträge ins Handelsregister hin.

Frankfurt: Muslimbruderschaft soll hinter der neuen Moschee stecken

Ihre Recherchen führten die Journalisten des Blattes zum Islamischen Zentrum Frankfurt (IZF). Der Verein betreibt in der Eichenstraße in Griesheim eine Moschee. Im Dezember 2021 erschien ein Post auf Facebook: „Liebe Geschwister, es ist so weit! Euer Islamisches Zentrum in Frankfurt kann sich erweitern und das nebenstehende Grundstück mit dem Wohnhaus kaufen. Dafür sind wir auf eure finanzielle Hilfe angewiesen“, hieß es dort.

Der Spendenaufruf machte die Journalisten stutzig. Sie stellten einen Antrag auf Einsicht ins Grundbuch – und fanden heraus, dass dort nicht das IZF, sondern die Deutsche Muslimische Gemeinschaft (DMG) als Käufer des Nachbargrundstücks eingetragen war.

Wesentliche Aktivitäten der DMG: Missionierungs- und Bildungsarbeit

 

Das ist brisant. Denn auf der Webseite des Verfassungsschutzes ist zu lesen: „Die ‚Deutsche Muslimische Gemeinschaft e.V.‘ (DMG) ist dem globalen Netzwerk der ‚Muslimbruderschaft‘ (MB) zuzurechnen.“

Und weiter: „Wesentliche Aktivitäten der DMG und ihr nahestehender Organisationen sind die Missionierungs-, Jugend- und Bildungsarbeit, die sich an der Ideologie der Muslimbruderschaft orientieren.“

Die Muslimbruderschaft wird teilweise als radikal-islamistische Organisation eingestuft. Sie wurde 1928 in Ägypten gegründet und gilt unter anderem in Syrien, Jordanien und Libyen als einflussreicher politischer Akteur.

Die DMG, die der „Herr der Moscheen“ Farouk El-Zayat einst leitete, bestreitet laut „Welt am Sonntag“ allerdings bis heute, aus der Muslimbruderschaft entstanden zu sein.

Spenden für Moschee landen bei umstrittener Gemeinschaft

Trotzdem fragten sich die Journalisten der „Welt am Sonntag“, wie es sein kann, dass das IZF Spenden eintreibt, im Grundbuch aber ein fragwürdiger Verein aufgeführt wird.

Der Berliner Rechtsanwalt Jörg Thomas von der Kanzlei Rosenberger & Koch erklärte dem Blatt:  „Ein Spendenbetrug bedingt, dass der Spender einen bestimmten und versprochenen Zweck verfolgt und dem durch den Täter nicht nachgekommen wird.“

Landen die Spenden also nicht beim IZF, sondern auf dem Konto eines umstrittenen Vereins, liege „eine solche Zweckverfehlung sehr nahe“. Laut „Welt am Sonntag“ hat das IZF bestätigt, dass Spendenbescheinigungen ausgestellt werden, die steuermindernde Rückerstattungen ermöglichen.

Dabei sei der Vorschlag zur Stückelung einer Spende gemacht worden. Dies könnte sowohl für Finanzämter als auch für die Staatsanwaltschaft von Interesse sein.

Neubaukomplex mit zwei Nebengebäuden geplant

Neben der DMG haben auch der Rat der Imame und Gelehrten in Deutschland (RIGD) und das Europäische Institut für Humanwissenschaften (EIHW) ihren Sitz in Griesheim.

Beide Organisationen, so die „Welt am Sonntag“, werden dem Netzwerk der Muslimbrüder in Deutschland und Europa zugerechnet. Das EIHW ist eine Art Privatuniversität, die der Verfassungsschutz als „Kaderschmiede für Muslimbrüder“ bezeichnete.

In Paris und London residieren die Ableger des Instituts in prächtigen Bauten – in Griesheim bezog es nur wenige kleine Räume. Mit dem Bau eines neuen Gebäudekomplexes könnte sich das jedoch ändern.

Laut „Welt am Sonntag“ ist ein großer Neubaukomplex mit einem Hauptgebäude und zwei kleinen Nebengebäuden geplant. Eine moderne Dachterrasse soll ebenfalls integriert werden. Insgesamt soll das Projekt rund zwei Millionen Euro kosten. Das geht aus einem Bericht der „Bild“-Zeitung hervor.

  • Auch interessant: Luxusautos, Drogen, Ehre – was hinter den Clan-Kämpfen in NRW steckt

„Kaderschmiede für Muslimbrüder“ soll ebenfalls in Griesheim einziehen

Fragwürdig ist jedoch, wo genau das Geld herkommen soll. „Welt am Sonntag“ vermutet auch hier Farouk El-Zayat als geheimen Strippenzieher. Er sei in der Lage, große Projekte durch Förderer aus dem Ausland zu finanzieren. Besonders häufig sei Katar an solchen Projekten beteiligt.

Wann genau das Projekt startet, ist bislang jedoch unklar. Laut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ hat das zuständige Planungsamt noch keine Informationen, wann und ob das Zentrum beantragt werden soll.

Eine Anwohnerin sagte der „Welt am Sonntag“ allerdings: „In der Moschee des Islamischen Zentrums Frankfurt gehen die konservativsten Muslime ein und aus. Sie schotten sich ab, leben in ihrer ganz eigenen Welt. Frauen spielen in den patriarchalischen Strukturen bloß eine untergeordnete Rolle.“

Markus Wagner (CDU), Mitglied im Ortsbeirat und Bewohner von Griesheim, beschrieb das Islamischen Zentrum Frankfurt gegenüber der „FAZ“ als „stille Nachbarn“. Klagen hätte es über das Zentrum nicht gegeben, eine wirkliche Integration in die Nachbarschaft allerdings auch nicht.

21 Juni 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Kultur

Türkisches Essen Mutvagin lezeti Cig Köfte

von Fremdeninfo 21 Juni 2023
von Fremdeninfo

Türkisches Essen Mutvagin lezeti  Cig Köfte

Artikel von Marco Schaetze

Mehr als zwei Monate war ich in der Türkei unterwegs. Der Gedanke an das Land, seine wahnsinnig herzlichen Menschen und vor allem an die überragende türkische Küche lässt mein Herz höher schlagen. Hier gebe ich Dir einen Einblick, was die Türkei kulinarisch zu bieten und warum türkisches Essen aus meiner Erfahrung so besonders ist.

Was sind die Zutaten der türkischen Küche? Was sind die leckersten Vorspeisen, Gerichte und Nachtische? Alle Antworten auf Deinen knurrenden Magen findest Du hier!

Türkisches Essen | Ein kleiner Vorgeschmack

 

 

Cig Köfte

Was sind traditionelle Gerichte in der Türkei?

In der Türkei wird traditionell viel Kebab gegessen. Dabei handelt es sich um ein gegrilltes Gericht, oftmals Lamm, Hackfleisch oder Aubergine. Pide & Lahmacun sind türkische Teig-Spezialitäten ähneln einer Pizza. Ein beliebtes Gericht zum Frühstück ist Çorba, eine Suppe. Andere beliebte Gerichte sind Meze. eine üppige Auswahl türkischer Vorspeisen, sowie Manti, traditionelle Teigtaschen mit Hackfleisch-Füllung und einer Joghurt-Minze-Soße. Darüber hinaus hat die türkische Küche aber auch viele regionale Spezialitäten.

Welche Gewürze werden in der türkischen Küche vorwiegend verwendet?

Die türkische Küche ist reich an Gewürzen und frischen Kräutern. Oft verwendete Gewürze sind Paprika, Petersilie, Chili (Pul Biber), Dill, Kreuzkümmel, Sesam und Minze. Die Türkei ist aber sehr groß und je nach Region werden die Gerichte unterschiedlich zu bereitet. Prinzipiell ist die türkische Küche angenehm aromatisch und würzig, aber nicht unbedingt besonders scharf, wie z.B. die indische oder mexikanische Küche.

Ist die türkische Küche auch für Vegetarier gut geeignet?

Ja und Nein. Das gute an der Türkei ist, dass Du beinahe sämtliches Gemüse, alle möglichen Früchte, Oliven, Käse und alles was das Vegetarier-Herz begehrt, frisch und günstig auf dem Markt kaufen kannst. Die Zutaten für leckere vegetarische Gerichte sind also prinzipiell überall aufzufinden und wenn Du selber gern kochst, wirst Du die Türkei daher lieben. Möchtest Du „auswärts“ essen, schränkt sich die Auswahl bereits etwas ein. Viele klassische Gerichte, wie z.B. sämtliche Kebab-Varianten, Manti, Pide, etc. basieren auf Fleisch. Es gibt jedoch auch einige hervorragende vegetarische Rezepte. Ein überragender veganer Snack sind Çiğ Köfte. Eine leckere vegetarische Vorspeise, die Du überall findest, ist die Linsensuppe Mercimek Corbasi. Auch ein türkisches Meze ist überwiegend vegetarisch und besteht u.a. aus zahlreichen Cremes, Dips, frischem Brot, Käse, Oliven. Menemen ist ein leckeres vegetarisches Gericht, das überall in der Türkei gern zum Frühstück gegessen wird. Auch bei den Bäckern kannst Du zuschlagen: z.B. mit einem frischen Börek mit Spinat und Käse oder einfach nur mit einem Simit.

   

Eine kurze Einführung in die türkische Küche

Die Türkei ist riesig und ihre Küche entsprechend vielfältig. Jede Ecke der Türkei hat seine eigenen Gerichte, speziellen Zubereitungen und Gewürze. Auch wenn ich über zwei Monate durch die Türkei gereist bin, habe ich daher natürlich nur einen Ausschnitt der türkischen Küche kennengelernt.

Mit dem Beitrag will ich Dir einen Einblick in das türkische Essen geben und meine liebsten Gerichte vorstellen.

Wenn Du die türkische Küche noch besser kennenlernen willst, bleibt Dir aber nichts anderes übrig als selber in die Türkei zu fliegen und Dir nach Abklappern aller Istanbul Sehenswürdigkeiten den Bauch mit Lamm-Kebab, gegrillter Aubergine & Co vollzuschlagen. 😉

   

Einige Grundelemente für türkisches Essen

Aufgrund ihrer Größe findest Du in der Türkei die unterschiedlichsten Landschaften und Klimazonen. In dem Land wächst daher auch so ziemlich alles was man irgendwie anbauen kann: Paprika, Aubergine, Zwiebel, Melonen, Granatäpfel, Reis, etc.

Der Großteil an Gemüse, Früchten, aber z.B. auch gutes Olivenöl muss daher nicht importiert, sondern kann auf lokalen Märkten frisch angeboten werden. Die Qualität der Zutaten die für die türkischen Küche und deren Gerichte verwendet werden, ist also schon mal hervorragend!

Viele Gerichte in der Türkei enthalten frisches Gemüse, insbesondere Aubergine, Tomaten und Paprika. In der türkischen Küche werden auch Kräuter reichlich genutzt, u.a. Minze und Petersilie. Die traditionellen Rezepte sind insbesondere durch den orientalischen Einfluss auch reich an Gewürzen.

Wichtige Grundzutaten, die Du mit großer Sicherheit in einem türkischen Kühlschrank finden wirst, sind zudem Eier, Oliven, Schafskäse und gutes Olivenöl.

Ein kleiner Haken für Vegetarier: der Hauptbestandteil der meisten türkischen Gerichte ist allerdings dennoch Fleisch.

Da der Islam in der Türkei stark verbreitet ist, findest Du in der Regel Lamm, Rind oder Hühnchen auf dem Teller, Schweinefleisch dagegen eher selten.

Ein wichtiges Element der türkischen Küche ist zudem Fladenbrot, das im Prinzip jedes Gericht begleitet. Frisch gebacken ist einfach nur zum Reinlegen.

Auch Joghurt oder das Joghurt-Getränk Ayran wird sehr oft für ein türkisches Essen gereicht.

Als Hauptbeilage, zusätzlich zum obligatorischen Brot, ist Pilaw (Reis) in der Türkei deutlich beliebter als die Kartoffel bei uns in Deutschland. Auch Kuru Fasulye (Bohnen) finden sich sehr oft auf dem Teller wieder.

   

Kahvalti | Türkisches Frühstück

Das Frühstück in der Türkei verdient ein Kapitel für sich. Es gibt kaum eine genussvollere Art in den Tag zu starten als mit einem üppigen Kahvalti. Am berühmtesten ist das türkisch

21 Juni 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Vater des Hanau-Attentäters „Hoffentlich zieht er weg“

von Fremdeninfo 19 Juni 2023
von Fremdeninfo

Vater des Hanau-Attentäters „Hoffentlich zieht er weg“

Stand: 18.06.2023 09:54 Uhr

Der Vater des Hanau-Attentäters belästigt immer wieder Angehörige der Opfer. Nun schickte er eine klare Botschaft an die Mutter eines der Ermordeten. Was tun die Behörden?

Von Robert Bongen, Julian Feldmann und Sebastian Friedrich, NDR

Die Botschaft ist unmissverständlich. Und sie bereitet Serpil Temiz Unvar Sorgen: „In aller Deutlichkeit, wenn Ihnen als Migrant das Land des Deutschen Volkes zuwider ist, dann verlassen Sie es bitte, aber auch zügig, und gehen Sie bitte dorthin zurück, wo Sie hergekommen sind.“ Der Satz stammt aus einem Brief, den Temiz Unvar Mitte Mai bekommen hat. Der Absender: Hans-Gerd R. Dessen Sohn hatte im Februar 2020 in Hanau aus rassistischen Motiven neun Menschen und anschließend seine Mutter und sich selbst erschossen. Unter den Getöteten war auch Ferhat, der Sohn von Serpil Temiz Unvar.

Seit der Tat kommen sie und ihre Familie nicht zur Ruhe. Ihr Haus in Hanau liegt nur wenige Hundert Meter entfernt vom Haus des Attentäters, in dem dessen Vater weiterhin lebt. Immer wieder kommt es zu Belästigungen und Einschüchterungsversuchen durch Hans-Gerd R. Zuletzt schickte der 76-jährige Mann ihr gleich mehrere Briefe. Sie liegen dem ARD-Magazin Panorama vor. Darin schreibt er, Temiz Unvar „und ihre Gruppierungen“ seien „eine große Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit und für das Deutsche Volk“.

Ein Foto von Ferhat Unvar hängt an einer Wand

Ferhat Unvar wurde am 19. Februar 2020 zusammen mit acht weiteren Menschen erschossen.

Einschüchterungsversuche mit Schäferhund

Serpil Temiz Unvar hatte nach dem rassistischen Anschlag von Hanau 2020 die „Bildungsinitiative Ferhat Unvar“ gegründet, eine Anlaufstelle vor allem für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die im Alltag mit Rassismus konfrontiert sind. Zusammen mit mehreren Mitstreitern besucht sie regelmäßig bundesweit Schulen, um über Rassismus aufzuklären. Diese Arbeit scheint Hans-Gerd R. ein Dorn im Auge zu sein.

Zuletzt hatte Unvar dessen Einschüchterungsversuche öffentlich gemacht und unter anderem Reportern des ARD-Magazin Panorama berichtet, wie R. Ende Oktober vergangenen Jahres mit seinem Schäferhund minutenlang wenige Meter vor dem Küchenfenster ihres Hauses gestanden und sie in ein unangenehmes Gespräch verwickelt hat.

Hans-Gerd R.

Immer wieder belästigt Hans-Gerd R. die Hinterbliebenen des Anschlags.

Mitte Mai schrieb ihr Hans-Gerd R., dass sie „das Maß eines friedvollen Zusammenlebens zwischen dem deutschen Volk und den Migranten enorm überschritten“ habe. R. nennt sich selbst in dem Brief „Miteigentümer der Bundesrepublik Deutschland“ und fordert Temiz Unvar auf, alle „durch ihre Mithilfe ins Netz gestellten Verleumdungen, Verletzungen, Veröffentlichungen gegen Hans-Gerd R., gegen Familie R. und gegen die Bundesrepublik Deutschland“ zurückzuziehen. Gleichzeitig stellt er in weiteren Schreiben absurde Schadensersatzforderungen in siebenstelliger Höhe. Als Absender ist jeweils die Wohnadresse von Hans-Gerd R. vermerkt, die er als „Gedenkstätte R.“ bezeichnet.

Für Temiz Unvar zeigen die Briefe, dass R. ähnlich rassistisch denke wie sein Sohn. Sie vermutet, dass R. sie für den Tod seines Sohnes und seiner Frau verantwortlich macht. „Das ist wahrscheinlich ein Grund, warum er immer wieder versucht, mich und meine Familie einzuschüchtern“, sagte Temiz Unvar im Gespräch mit Panorama. Die Situation sei für ihre Kinder und sie selbst schwer zu ertragen. Sie lebt seit 27 Jahren in dem Stadtteil. „Wir wollen nichts mit ihm zu tun haben. Hoffentlich zieht er weg und lässt uns endlich in Ruhe.“ Sie hofft, dass die Zuständigen alles unternehmen, um die Situation vor Ort zu klären.

Claus Kaminsky

Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky hat Anzeige erstattet.

Anzeige wegen Volksverhetzung

Inzwischen hat Temiz Unvar den Brief von Mitte Mai, in dem R. er ihr die Ausreise nahelegt, der Polizei und auch Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) übergeben. Der zeigte den Vater daraufhin wegen Volksverhetzung an. Gegenüber Panorama bezeichnete er den Brief als „schriftlich dokumentierten Rassismus“ und „widerlich“. Dennoch: „Grundsätzlich gilt, dass die gesetzlichen Möglichkeiten begrenzt sind. Wir als Stadt Hanau sowie die Polizei müssen uns im rechtsstaatlichen Rahmen bewegen.“

Gegen den Vater des Attentäters hat die Stadt Hanau ein Betretungsverbot für die Hanauer Kitas und Schulen sowie das Rathaus ausgesprochen. „Wenn mir Verstöße von Herrn R. gegen den Rechtsstaat bekannt werden, bringe ich diese sofort zur Anzeige“, so Kaminsky. Schon im März hatte er das Agieren des Vaters als „subtilen Terror“ bezeichnet: „Natürlich wäre es am besten, wenn der Vater die Stadt verließe, wenn er seinen Wohnort wechselt. Das wäre sogar für ihn auch das Bessere. Aber es gibt keine rechtliche Möglichkeit, das zu erzwingen.“

Gedenken in Hanau
>Player: audioDas Hanauer Dilemma mit dem Attentäter-Vater

 

Attentat von Hanau Der „subtile Terror“ des Vaters

Der Vater des Hanau-Attentäters fällt immer wieder mit Beleidigungen und Einschüchterungsversuchen auf. mehr

Insgesamt 48 Verfahren gegen Hans-Gerd R.

Die Hanauer Staatsanwaltschaft hat aufgrund der Anzeige mittlerweile ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung gegen Hans-Gerd R. eingeleitet. Darüber hinaus verhängte das Amtsgericht Hanau gegen ihn ein Annäherungsverbot. Ihm ist nun unter anderem untersagt, sich der Wohnung von Familie Unvar auf eine Entfernung von weniger als 70 Metern zu nähern und Verbindung aufzunehmen, auch unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln. Das bedeutet: Mit jedem weiteren Brief an Familie Unvar macht sich Hans-Gerd R. strafbar. Ihm droht dann ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro oder Ordnungshaft bis zu sechs Monaten.

 

Der Terror nach dem Terror

Panorama berichtete im März über den Vater des Hanau-Attentäters ndr

Es ist nicht das erste Mal, dass R. ein Annäherungsverbot auferlegt worden ist – gegen das er auch bereits mehrmals verstoßen hat. Zweimal nahm die Polizei ihn in den vergangenen Monaten vorübergehend in Gewahrsam, weil er sich dem Haus der Familie Unvar genähert hatte. Zuletzt saß R. Anfang März sogar kurzzeitig im Gefängnis, weil er eine Geldstrafe nicht zahlen wollte. Die verhängte Ersatzfreiheitsstrafe von 70 Tagen wurde dann allerdings ausgesetzt, weil die Staatsanwaltschaft Vermögen einziehen konnte. Seitdem befindet er sich wieder auf freiem Fuß.

Nach Recherchen von Panorama hat die Staatsanwaltschaft Hanau mittlerweile insgesamt 48 Verfahren gegen Hans-Gerd R. eingeleitet. Dabei geht es um Beleidigung, Bedrohung, falsche Verdächtigung, Hausfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Allein in 30 Fällen wird dem Vater vorgeworfen, gegen das Gewaltschutzgesetz verstoßen zu haben, weil er sich etwa Angehörigen der Opfer des Attentats genähert haben soll. Wegen sechs solcher Verstöße ist R. inzwischen rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilt. Auch eine Geldstrafe wegen Beleidigung in zwei Fällen ist mittlerweile rechtskräftig.

Anfragen von Panorama ließen R. und sein Anwalt unbeantwortet.

19 Juni 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Flüchtlinge

Parteitagsbeschluss zu EU-Asylplänen: Ricarda Lang sieht Streit der Grünen entschärft

von Fremdeninfo 18 Juni 2023
von Fremdeninfo

 

Parteitagsbeschluss zu EU-Asylplänen: Ricarda Lang sieht Streit der Grünen entschärft

  Von dpa

 Nach einem kleinen Parteitag hätten die Grünen deutlich gemacht, dass sie Verschärfungen des Asylsystems ablehnen. Die Partei fordert stattdessen Nachbesserungen.

 Grünen-Chefin Ricarda Lang hält die Lage in ihrer Partei nach den Debatten um die EU-Asylentscheidung auf einem kleinen Parteitag vom Wochenende für entschärft. Sie habe eine inhaltlich zerrissene, aber keine gespaltene Partei erlebt, sagte Lang am Sonntag im Deutschlandfunk.

Die Grünen hätten deutlich gemacht, dass sie die von den EU-Innenministerinnen und -Innenministern geplanten Verschärfungen des Asylsystems auf europäischer Ebene ablehnten, fügte die Bundeschefin in dem Interview an.

Im ZDF bekräftigte Lang die von ihrer Partei auf dem Parteitag in Bad Vilbel beschlossenen Forderungen. Die Mitglieder hätten für die jetzt anstehenden weiteren Verhandlungen über die Ausgestaltung der Asylregeln auf EU-Ebene aus ihrer Sicht „klare Ziele“ formuliert, sagte sie dem Sender. Dazu gehöre „ganz klar, dass Kinder und Familien aus den Grenzverfahren ausgenommen werden

 

 

 

Inhaltlich zerrissen, aber nicht gespalten, sagt Parteichefin Lang über die Grünen © dpa/Bernd von Jutrczenka

 

Auf dem kleinen Parteitag der Grünen in Bad Vilbel wurde über einen kürzlich ausgehandelten Asylkompromiss beraten, der unter anderem Asylverfahren an den EU-Außengrenzen vorsieht. In der Partei werden die Pläne vielfach extrem kritisch gesehen.

Der Parteitag stimmte am Ende für einen vom Bundesvorstand vorgelegten Leitantrag, in dem Nachbesserungen gefordert werden. Generell betonen die Grünen dabei zugleich, zunächst die weiteren Verhandlungen auf der Ebene der EU abwarten zu wollen.

Im Deutschlandfunk äußerte sich die Parteichefin zugleich betont skeptisch über ein Abkommen zwischen der EU und dem Mittelmeeranrainerstaat Tunesien über eine Rücknahme vom Migrantinnen und Migranten. Solche Abkommen hingen maßgeblich von der Menschenrechtssituation ab, sagte Lang. Bei Tunesien habe sie dabei riesige Zweifel.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und ihr französischer Amtskollege Gérald Darmanin waren am Sonntag für Gespräche nach Tunesien gereist. Von dort starten besonders viele Flüchtlinge in Richtung EU. (AFP)

18 Juni 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Frauen

Bundesländer melden starken Anstieg bei häuslicher Gewalt

von Fremdeninfo 18 Juni 2023
von Fremdeninfo

Bundesländer melden starken Anstieg bei häuslicher Gewalt

Artikel von Martin Lutz •  Die Welt

Die Bundesländer melden für das vergangene Jahr einen drastischen Anstieg bei Opfern von Straftaten und Verbrechen im privaten Bereich. Die Ursachen scheinen vielschichtig, Experten zufolge sind die Nachwirkungen der Pandemie aber ein wesentlicher Grund.

Die Zahl der Opfer häuslicher Gewalt in Deutschland hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Wie Recherchen von WELT AM SONNTAG bei den Innenministerien und Landeskriminalämtern der 16 Bundesländer ergaben, wurden bundesweit 179.179 Opfer von der Polizei registriert. Das entspricht einem Anstieg von 9,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2021. Als Täter werden Partner, Ex-Partner und Familienangehörige erfasst. Zwei Drittel der Opfer sind Frauen. Die Dunkelziffer ist hoch, weil sich viele Betroffene nicht trauen, Anzeige zu erstatten.

Beim Vergleich der Bundesländer verzeichnet das Saarland mit 19,7 Prozent (3178 Opfer) den stärksten Zuwachs. Dahinter kommen Thüringen (plus 18,1 Prozent, 3812 Opfer) und Baden-Württemberg (plus 13,1 Prozent, 14.969 Opfer). Insgesamt melden 15 Bundesländer deutlich mehr Opfer. Die Zahlen sanken nur im Land Bremen (minus 13,6 Prozent, 2615 Opfer). Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen weist 37.141 Opfer (plus 8,5 Prozent) aus. Auffällig ist, dass dort die Zahl der Körperverletzungen bei häuslicher Gewalt im Fünf-Jahres-Vergleich um 26,2 Prozent gestiegen ist.

Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte dazu: „Die Zündschnur ist bei vielen Menschen kürzer geworden und der allgemeine Ton rauer. Das gesellschaftliche Klima hat sich verändert.“ Dies mache auch an den Haustüren nicht halt: „Zu Hause ist mehr Gewalt eingezogen.“ Die Daten der Länder fließen in ein umfassendes Lagebild ein, das vom Bundeskriminalamt erstmals vorgelegt wird. Unter häusliche Gewalt fallen etwa Mord, Totschlag, Körperverletzung, Vergewaltigung und Freiheitsberaubung.

BKA-Präsident Holger Münch, Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und Familienministerin Lisa Paus (Grüne) werden das Papier am 3. Juli in Berlin präsentieren. Zudem lassen sie derzeit eine große „Dunkelfeldstudie“ erstellen. „Häusliche Gewalt geschieht oftmals im verdeckten, im privaten Bereich. Scham- und Schuldgefühle der Betroffenen führen häufig dazu, dass die Taten im Dunkeln bleiben und nur selten polizeilich angezeigt werden. Dieses Dunkelfeld ist ungleich größer als das Hellfeld“, so Paus. Sie plant eine staatliche „Koordinierungsstelle“, die häusliche Gewalt ressortübergreifend bekämpfen soll.

Faeser fordert gegenüber WELT AM SONNTAG mehr Kontrollen der Polizei, wenn diese Täter nach gewaltsamen Übergriffen aus der Wohnung verwiesen hat: „Das muss konsequent kontrolliert werden, damit Täter nicht schnell wieder zurückkehren.“ Denn häusliche Gewalt sei keine Privatsache, sondern ein gravierendes gesellschaftliches Problem. „Gewalt fängt nicht erst mit Schlägen oder Misshandlungen an: Es geht auch um Stalking und Psychoterro

Konfliktmuster der Pandemie „wirken schmerzlich fort“

Die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, Eva Maria Welskop-Deffaa, macht Nachwirkungen der Corona-Pandemie für den Anstieg der Gewalt verantwortlich. „Offenkundig hat die angespannte Lebenssituation der Corona-Jahre sich in erhöhter familiärer Gewaltbereitschaft niedergeschlagen. Die finanziellen und gesundheitlichen Sorgen, die räumliche Enge, die Unsicherheit über die Zukunft haben als eine Art Brandbeschleuniger für Gewalt in Partnerschaft und Familie gewirkt“, sagte sie. Mit dem Ende der Pandemie lasse sich das nicht einfach zurückdrehen: „Es sind Konfliktmuster entstanden, die schmerzlich fortwirken.“

Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik bei der Diakonie, nannte die Zunahme bei den Opfern erschreckend. „Ein Grund für den Anstieg könnte sein, dass das Bewusstsein für häusliche Gewalt insgesamt gestiegen ist und nach den unsicheren Jahren der Pandemie Frauen jetzt eher Fälle von Gewalt anzeigen“, sagte sie. Als Pilotprojekt wird in Berlin und Hannover derzeit eine Tarn-App für häusliche Gewalt getestet, 2024 sollen weitere Städte folgen.

 Betroffene Frauen können dabei durch Druck auf das Handydisplay einen Notruf an die Polizei schicken, ohne mit ihr sprechen zu müssen. So sollen Täter nicht mitbekommen, wenn sich ein Opfer an die Polizei wendet. „Die Downloadzahlen liegen im hohen dreistelligen Bereich“, heißt es beim Verein Gewaltfrei in die Zukunft, der die App entwickelt hat. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Justiz mit rund 1,7 Millionen Euro gefördert. Bislang wird vor allem das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ genutzt, das rund um die Uhr unter 08000 116 016 geschaltet ist. Seit dem Start 2013 gab es 387.710 Beratungen.

18 Juni 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Neuere Beiträge
Ältere Beiträge

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025
  • Begegnungen am Radweg: Eine Geschichte von Mensch, Natur und einem besonderen Rabenfreund

    23 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Die Welt verändert sich nicht nur; sie löst sich auf

    3 Mai 2026
  • Spuren von Migrantenkulturen in Hannover – 2

    3 Mai 2026
  • 1. Mai in Deutschland mit starker und breiter Beteiligung gefeiert

    3 Mai 2026
  • Zahl rechts motivierter Gewalttaten in Deutschland steigt auf Höchststand seit 201

    2 Mai 2026
  • Grüne kritisieren Zusammenarbeit Dobrindts mit Taliban scharf

    2 Mai 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

22 Juli 2025

Neueste Artikel

Plakat des „Istanbul Friseursalons in Hannover sorgte für Kontroversen
3 Oktober 2025
SPD lehnt Passentzug für kriminelle Doppelstaatler ab
3 Oktober 2025
Özdemir fordert «republikanisches Jahr» für alle
2 Oktober 2025

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff
14 Oktober 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung