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Archive

Europäische Union türkischer Journalisten: Die Strafe für Merdan Yanardag ist politisch

von Fremdeninfo 28 Juni 2023
von Fremdeninfo

Europäische Union türkischer Journalisten: Die Strafe für Merdan Yanardag ist politisch

 

Merdan Yanardag  Journalisten, Tele1-Chefredakteur

Europäischer Verband türkischer Journalisten, Tele1-Chefredakteur rollen VulkanGrundlage gegeben und „Journalismus ist eine öffentliche Aufgabe und wird durch die Verfassung garantiert. Die Pflicht des Journalisten ist es, die Gesellschaft aufzuklären. Deshalb ist Journalismus kein Verbrechen.“genannt.

Die Europäische Union Türkischer Journalisten, die Berufsorganisation der in Europa tätigen türkischen Journalisten (ATGB), Er betonte, dass die Haftstrafe, die Tele1-Chefredakteur Merdan Yanardag wegen seines Artikels mit dem Titel „Mafiaisierung des Ordens“ verhängt wurde, eine politische Entscheidung sei, die die verfassungsmäßige Garantie der Pressefreiheit ignoriere und keine allgemeine Grundlage habe. In der ATGB-Erklärung „Journalismus ist eine öffentliche Aufgabe und wird durch die Verfassung garantiert. Die Mission des Journalisten ist es, die Gesellschaft aufzuklären. Daher ist Journalismus kein Fehler.gab sein Wort.

KLICKEN | Der Journalist Merdan Yanardag wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt

Die folgenden Erklärungen waren in der von Präsident Recai Aksu unterzeichneten ATGB-Erklärung enthalten:

Während die 21-jährige AKP-Regierung die Justiz weiterhin als Knüppel in der Hand benutzt, erhöht sie Tag für Tag ihren Druck auf Journalisten und Presse.

Das letzte Beispiel dafür ist die Bestrafung von Tele1-Chefredakteur Merdan Yanardag.

Das zweite Strafgericht erster Instanz in Istanbul verurteilte Merdan Yanardag wegen seiner in der Zeitung Birgün veröffentlichten Kolumne mit dem Titel „Mafiaisierung des Ordens“ zu 6 Monaten Gefängnis. Das Gericht erhöhte die Strafe um ein Viertel auf 7 Monate und 15 Tage mit dem Argument, dass „Yanardağ dasselbe Verbrechen mehr als einmal begangen“ habe.

In der Entscheidung wurde behauptet, dass der Artikel von Yanardag „die türkische Nation, den Staat der Republik Türkei und die Institutionen des Staates beleidigte“.

Journalismus ist ein öffentlicher Auftrag und wird durch die Verfassung garantiert. Die Pflicht des Journalisten ist es, die Gesellschaft aufzuklären. Daher ist Journalismus kein Fehler.

Wir als European Turkish Journalists Association (ATGB) sind der Meinung, dass das gegen unseren Kollegen Merdan Yanardağ verhängte Urteil eine politische Entscheidung ist, die die verfassungsmäßige Garantie der Pressefreiheit missachtet und keine Rechtsgrundlage hat.

In Person von Yanardag erklären wir, dass wir allen Journalisten zur Seite stehen, die ihre journalistischen Aufgaben erfüllen und die Öffentlichkeit unter dem Wind des Drucks und der Angst in der Türkei aufklären, unsere Gefühle der Solidarität vermitteln und uns erneut daran erinnern, dass wir unsere Bemühungen fortsetzen werden für eine säkulare, demokratische Türkei, in der „Journalismus kein Fehler ist“.

Operationen zur Einschüchterung von Journalisten müssen sofort eingestellt werden. Unsere Journalistenfreunde in der Türkei sind nicht allein.“

28 Juni 2023 0 Kommentare
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Archive

„Merdan Yanardağ wurde verhaftet, weil er die Wahrheit gesagt hat“

von Fremdeninfo 28 Juni 2023
von Fremdeninfo

„Merdan Yanardağ wurde verhaftet, weil er die Wahrheit gesagt hat“

 

Von ANF NEWS

Der Journalist Merdan Yanardağ ist in der Türkei verhaftet worden, weil er Abdullah Öcalan als Philosophen und seine Isolation als rechtswidrig bezeichnet hat. Die Verhaftung ist ein weiterer Schlag gegen die Meinungsfreiheit und stößt auf breite Kritik.

Mitglieder der Grünen Linkspartei (YSP), darunter die Parlamentsabgeordneten Çiçek Otlu, Sırrı Süreyya Önder, Ceylan Akça Cupolo und Heval Bozdağ, waren im Gerichtsgebäude anwesend, um den Fall zu verfolgen und ihre Unterstützung für den altgedienten Journalisten zu zeigen. Die YSP-Abgeordnete Otlu erklärte, die Verhaftung von Yanardağ zeige einmal mehr, dass es in der Türkei keine Demokratie gebe. „Journalisten werden festgenommen und inhaftiert, nur weil sie ihre Meinung geäußert oder Artikel geschrieben haben. Wir glauben, dass die Presse frei sein muss, wenn es in diesem Land Demokratie und Freiheit geben soll“, so die Abgeordnete.

Weitere Eskalationsstufe gegen die Pressefreiheit

Nach Angaben der Media and Law Studies Association (MLSA) befinden sich derzeit mindestens 58 Journalist:innen und Medienschaffende in türkischen Gefängnissen. Die Verhaftung von Merdan Yanardağ stellte eine weitere Eskalationsstufe gegen die Pressefreiheit dar und stößt auf breite Kritik. Die Grüne Linkspartei (YSP) und die Demokratische Partei der Völker (HDP) haben schriftliche Stellungnahmen dazu abgegeben.

YSP: Das eigentliche Verbrechen ist die Isolation von Öcalan

In der Erklärung des YSP-Vorstands wird die Verhaftung von Yanardağ wegen „Terrorpropaganda“ als „erste Maßnahme der AKP-Justiz“ nach den Wahlen bezeichnet: „Die Meinungsäußerung von TELE1-Chefredakteur Merdan Yanardağ kann nicht als Straftat betrachtet werden. Alle Bürgerinnen und Bürger haben das Recht, ihre Gedanken zu äußern. Im Kern geht es darum, die Botschaft zu vermitteln, dass alle, die über eine Lösung der kurdischen Frage sprechen, auf das Schärfste bestraft werden. Als Grüne Linkspartei fordern wir die Freilassung von Merdan Yanardağ. Er wurde zu Unrecht und rechtswidrig verhaftet. Wir möchten außerdem erklären, dass die Isolation auf Imrali ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist.“

HDP: „Yanardağ wurde verhaftet, weil er die Wahrheit gesagt hat“

Die HDP-Vorsitzenden Pervin Buldan und Mithat Sancar erklärten, dass der Haftbefehl in offensichtlicher Panik erfolgt und nur „durch die Angst vor Demokratie und Frieden“ zu erklären sei: „Diejenigen, die wissen, dass, wenn die Stimme von Imrali gehört wird, die Stimme der Gewalt und des Konflikts verstummt und die Tür zum Frieden in der kurdischen Frage geöffnet wird, wollen diese Tatsache mit patriotisch-nationalistischen Reden vertuschen und ihre Herrschaft der Unterdrückung fortsetzen.“

In der Erklärung wird noch einmal betont, dass es seit März 2021 kein Lebenszeichen mehr von Abdullah Öcalan und seinen drei Mitgefangenen auf der Gefängnisinsel Imrali gibt: „Es herrscht ein Zustand absoluter Kommunikationslosigkeit, in dem nicht einmal die Verfassung und die Gesetze angewandt werden. Es gibt keine Besuche von Anwälten und Familienangehörigen, und es gibt keine offiziellen Informationen über seinen Gesundheitszustand und seine Haftbedingungen. Wir rufen alle in der Türkei lebenden Journalist:innen, Politiker:innen, Intellektuellen und demokratischen Bürger:innen, die ein Gewissen haben und Gerechtigkeit wollen, dazu auf, sich gegen die Verhaftung von Herrn Yanardağ zu stellen. Er wurde verhaftet, weil er die Wahrheit gesagt hat.“

Was hat Yanardağ gesagt?

Merdan Yanardağ erklärte in der am Sonntag ausgestrahlten Sendung „4 Fragen 4 Antworten“ auf Tele1, dass die Isolation von Abdullah Öcalan rechtswidrig sei und aufgehoben werden sollte. Öcalan sei inzwischen über siebzig Jahre alt und seit sehr langer Zeit im Gefängnis isoliert, so der Tele1-Chefredakteur: „Wenn normale Vollzugsgesetze gelten würden, müsste er eigentlich freigelassen werden, Hausarrest usw. Die gegen Abdullah Öcalan verhängte Isolation hat im Gesetz keinen Platz. Sie muss aufgehoben werden, denn wir können ihn weder sehen noch hören noch über ihn diskutieren. Wir wissen nicht, ob er zuschaut oder nicht.“

Öcalan werde als Geisel festgehalten, gleichzeitig werde mit ihm verhandelt, führte Yanardağ weiter aus und wies auf das strikte Kontaktverbot selbst zu seinen Anwält:innen und Familienangehörigen hin: „Abdullah Öcalan ist kein Mensch, den man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Er ist im Gefängnis fast zu einem Philosophen geworden, weil er nichts anderes tut als lesen. Er ist ein äußerst intelligenter Mensch, der die Politik richtig liest, sie richtig sieht und richtig analysiert.“

Hintergrund: Abdullah Öcalan ist eine Schlüsselfigur

Abdullah Öcalan, geboren am 4. April 1949, studierte Politikwissenschaften in Ankara. Er initiierte 1978 die Gründung der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und führte als ihr Vorsitzender bis zu seiner Verschleppung im Februar 1999 den kurdischen Befreiungskampf aktiv an.

Neben zahlreichen Arbeiten über die Kultur und die Lage seines Volkes beschäftigte er sich in vielen Vorträgen und Büchern mit Themen aus den Bereichen Philosophie, Religion, Geschlechterfragen und Umweltproblematik und setzte sich immer wieder für ein friedliches Zusammenleben aller Völker im Mittleren Osten ein.

Seit seiner völkerrechtswidrigen Entführung aus Kenia am 15. Februar 1999 befindet er sich in einem Gefängnis auf der türkischen Insel Imrali im Marmarameer, mehr als zehn Jahre davon als einziger Gefangener. Am 29. Juni 1999 wurde er vom türkischen Staatssicherheitsgerichtshof zum Tode verurteilt. Inzwischen wurde die Todesstrafe in der Türkei abgeschafft und das Urteil gegen Abdullah Öcalan in eine verschärfte lebenslängliche Freiheitsstrafe umgewandelt.

Trotz der unmenschlichen Isolationshaft setzt er sich auch aus der Haft heraus im Rahmen seiner Möglichkeiten für eine friedliche Lösung der kurdischen Frage ein. Er gilt weiterhin als führender Stratege und einer der wichtigsten politischen Repräsentanten des kurdischen Volkes .

In Isolationshaft auf der Insel Imrali verfasste Öcalan mehr als zehn Bücher, welche die kurdische Politik revolutionierten. Mehrfach initiierte er einseitige Waffenstillstände der Guerilla und lieferte konstruktive Vorschläge für eine politische Lösung der kurdischen Frage. Seine Konzepte wie der „demokratische Konföderalismus“ sind eine wesentliche Inspiration für das revolutionär-demokratische Projekt in Nordostsyrien.

Ein „Friedensprozess“ begann 2009, als der türkische Staat auf Öcalans Aufrufe, die kurdische Frage politisch zu lösen, reagierte. Die Regierung brach den Dialog mit Öcalan und der PKK Mitte 2015 ab und setzt seither wieder auf eine Vernichtungspolitik, die nicht nur militärisch, sondern auf vielen Ebenen geführt wird.

Seit dem 27. Juli 2011 wird Öcalan und seinen Mitgefangenen der Zugang zu Anwältinnen und Anwälten verwehrt. Eine Ausnahme bilden mehrere Anwaltsbesuche zwischen Mai und August 2019, die durch einen Massenhungerstreik erkämpft wurden.

Seit April 2015 ist die Gefängnisinsel Imrali vollständig von der Außenwelt isoliert. Keinerlei Besuch ist möglich, es gibt keine Kommunikation mit den Gefangenen. Das letzte Lebenszeichen war ein aus unbekannten Gründen nach wenigen Minuten unterbrochenes Telefonat zwischen Öcalan und seinem Bruder im März 2021. Der UN-Menschenrechtsausschuss hat die Türkei am 6. September 2022 aufgefordert, Anwaltsgespräche unverzüglich und ohne Einschränkungen zuzulassen.

Meistgelesen

  • Merdan Yanardağ in Istanbul verhaftet
  • Merdan Yanardağ ist verhaftet worden. Der Chefredakteur des türkischen TV-Kanals Tele1 war am Montag von Beamten der Antiterrorpolizei im Sendegebäude in Istanbul wegen Äußerungen zu Abdullah Öcala
  • Der Journalist Merdan Yanardağ sitzt seit Dienstag in der Türkei in Untersuchungshaft, weil er in einer Live-Sendung erklärt hatte, dass die absolute Isolierung von Abdullah Öcalan gesetzeswidrig ist und aufgehoben werden muss. Für diese Äußerung muss er sich in einem von der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul eingeleiteten Verfahrens wegen „Lobpreisung von Verbrechen und Kriminellen“ und „terroristischer Propaganda“ verantworten.

Yanardağ hat eine jahrzehntelange Laufbahn als Journalist hinter sich und war bereits mehrfach in der Türkei im Gefängnis, das erste Mal nach dem Militärputsch von 1980 und danach im Ergenekon-Prozess. Zuletzt arbeitete er als Chefredakteur von Tele1, in dem Sender wurde er am Montag von Beamten der Istanbuler Antiterrorpolizei festgenommen und abgeführt. Als er gestern der Staatsanwaltschaft und dem Haftrichter im Justizpalast Çağlayan vorgeführt wurde, protestierte eine große Menschengruppe vor dem Gebäude. Sein Sohn Alp Yanardağ erklärte gegenüber Journalist:innen, dass sein Vater aufrecht geblieben und deshalb verhaftet worden

28 Juni 2023 0 Kommentare
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Archive

Extremismus in Deutschland: „Rechte Gewalt bleibt größte Bedrohung“

von Fremdeninfo 28 Juni 2023
von Fremdeninfo

 

Extremismus in Deutschland: „Rechte Gewalt bleibt größte Bedrohung“

   Von .Stefan Kreitewolf dtl .  Online
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Rechte Gewalt ist stark verbreitet: Im vergangenen Jahr gab es laut Verfassungsschutzbericht mehr politisch motivierte Straftaten. Vor allem die Zahl rechter Straftaten stieg – besonders im Milieu der sogenannten „Reichsbürger“.

Extremisten neigen in Deutschland immer stärker zur Gewalt gegen Andersdenkende und politische Gegner. Das konstatiert der Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2022. Besonders die Zahl rechtsextremer Straftaten habe zugenommen. Auch die Anzahl der Menschen, die dem rechtsextremistischen Spektrum zugeordnet werden, ist gewachsen.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg das rechtsextremistische Personenpotenzial um rund 14,5 Prozent auf 38.800 Menschen an. Rechtsextremistisch motivierte Gewalttaten nahmen um 7,5 Prozent zu. Im Bereich „politisch motivierte Gewalt – rechts“ zählt die Behörde 23.493 Fälle auf. Außerdem zeichnet sich eine Besorgnis erregende Entwicklung ab.

Angriffe auf Geflüchtete nehmen wieder zu

Denn besonders die Gewalttaten von sogenannten „Reichsbürgern“ und „Selbstverwaltern“ nahmen deutlich zu – um 34,3 Prozent. Diesem neuen Phänomenbereich, den das Amt als „Verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates“ definiert, ordnet der Inlandsgeheimdienst rund 1.400 Menschen bundesweit zu. Etwa 280 Personen darunter seien gewaltbereit.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) berichtet: „Rechtsextremismus ist weiterhin die größte extremistische Bedrohung in Deutschland“. Besondere Sorge mache ihr, „dass Angriffe auf Geflüchtete wieder stark zugenommen haben“. Es sei abscheulich, Menschen anzugreifen, die in Deutschland Schutz vor Krieg und Terror suchten.

10.200 AfD-Mitglieder mit extremistisch Einstellungen?

Besonders die Partei Alternative für Deutschland (AfD) nannte der Verfassungsschutzbericht im Kontext rechter Gewalt.  Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang warnte vor „hinreichend große[n] Bestrebungen in der Partei, die sich gegen die freiheitliche Grundordnung richten“. Teile der AfD seien außerdem „sehr stark von Moskau beeinflusst“.

Mehr als ein Drittel der AfD-Mitglieder und ihrer Jugendorganisationen – circa 10.200 Personen – seien diesen Strömungen zuzurechnen. Die Partei wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz als Verdachtsfall beobachtet. Die Einstufung als Verdachtsfall hatte das Kölner Verwaltungsgericht im März 2022 bestätigt. Die AfD legte Berufung ein. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.

Extremismus in Deutschland: In einer Mini-Serie beleuchtet DTJ-Online die Gefahren für türkisch-stämmige Deutsche durch politische Gegner. Im Fokus: Rechtsextremisten, Geheimdienste und religiöse Eiferer in der Bundesrepublik.

28 Juni 2023 0 Kommentare
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Religion

Fast 900 antimuslimische Vorfälle in Deutschland erfasst

von Fremdeninfo 27 Juni 2023
von Fremdeninfo

 

Gesellschaft

Fast 900 antimuslimische Vorfälle in Deutschland erfasst

von  dpa dtj-online

Der Halbmond ist gemeinhin das Symbol des Islam. Hier ist er auf dem Minarett der Abubakr-Moschee in Frankfurt zu sehen. Foto: Boris Roessler/dpa

Die Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit verzeichnete 898 antimuslimische Vorfälle im Jahr 2022. Die Dunkelziffer dürfte hoch sein, besonders betroffen sind Frauen.

Pöbeleien, Drohungen, Angriffe: 898 antimuslimische Vorfälle hat die Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit im vergangenen Jahr erfasst. Zu vermuten sei aber eine hohe Dunkelziffer, hieß es im erstmals erstellten Lagebild der Allianz Claim, die vom Bundesfamilienministerium gefördert wird. Rassismus ist laut dem am Montag vorgestellten Papier für die Betroffenen alltagsprägend. Viele erfasste Fälle beträfen Frauen.

Unter den dokumentierten Fällen waren 500 verbale Attacken – etwa volksverhetzende Äußerungen, Beleidigungen, Bedrohungen und Nötigungen. Bekannt wurden elf Drohbriefe an Moscheen mit „oft exzessiven Gewalt- und Morddrohungen“, wie es weiter hieß. Dabei seien Verschränkungen mit dem Antisemitismus erkennbar. Briefe hätten Nazi-Symbole oder Verweise auf die NS-Zeit enthalten.

Schwangere in den Bauch getreten oder geschlagen

Daneben nennt das Lagebild 190 Fälle von Diskriminierung und 167 Fälle von „verletzendem Verhalten“. In letztere Kategorie fallen 71 Körperverletzungen, 44 Sachbeschädigungen, drei Brandstiftungen und 49 weitere Gewalttaten. Rassistisch motivierte Angriffe auf Jugendliche und Kinder nähmen zu. Es gebe Fälle, in denen Frauen in Gegenwart ihrer Kinder attackiert worden seien. Schwangere Frauen seien in den Bauch getreten oder geschlagen worden.

Von einer hohen Dunkelziffer gehen die Autoren aus, weil eine breite Erfassung fehle. In das erste Lagebild flossen demnach Daten von zehn Beratungsstellen in fünf Bundesländern ein sowie Meldungen über das Portal „I-Report“, die Statistik für politisch motivierte Gewalt und Polizei- und Pressemeldungen.

Mangelndes Vertrauen in die Behörden

Antimuslimische Straftaten würden oft nicht als solche erkannt, hieß es weiter. Oder Betroffene zeigten sie mangels Vertrauen in die Behörden nicht an. Deshalb fordert Claim unter anderem den Ausbau der Meldestrukturen und Sensibilisierung für das Thema in Behörden, Schulen und Gesundheitswesen.

dpa/dtj

27 Juni 2023 0 Kommentare
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Antisemitismus

Und dann verlässt Ataman doch die überparteiliche Rolle

von Fremdeninfo 27 Juni 2023
von Fremdeninfo

Und dann verlässt Ataman doch die überparteiliche Rolle

Artikel von Sabine Menkens Die Welt

Die unabhängige Antidiskriminierungsstelle des Bundes meldet einen Höchststand an Beratungsanfragen. Beim Thema Selbstbestimmungsgesetz fällt die Bundesbeauftragte Ferda Ataman schließlich aber doch aus ihrer neutralen Rolle: Sie warnt vor einem „Kulturkampf“, der „rechtsradikale Narrative bedient“

Ferda Ataman, seit Juli 2022 Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung pa/dpa/Bernd von Jutrczenka © Bereitgestellt von WELT

Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass Ferda Ataman vom Deutschen Bundestag zur Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung gewählt wurde. Eine Wahl, die wegen der oft sehr pointierten Zwischenrufe der Publizistin umstritten war. Ataman gelobte Mäßigung und eine überparteiliche Amtsführung. Jetzt zeigt sich, mit welchem Selbstbewusstsein die Antidiskriminierungsstelle des Bundes geführt wird, nachdem nicht länger ein Amtsleiter, sondern eine Bundesbeauftragte an der Spitze steht.

Das belegt der Jahresbericht für 2022, den Ataman am Dienstag vorlegte. Seit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im Jahr 2006 haben sich noch nie so viele Menschen mit ihren persönlichen Zurückweisungserfahrungen an der Arbeitsstelle oder bei Alltagsgeschäften an die Antidiskriminierungsstelle gewendet. 8827 Beratungsanfragen registrierte Atamans Behörde – 14 Prozent mehr als im Vorjahr und doppelt so viele wie noch 2019.

Gleichzeitig sei überdeutlich geworden, wie dringend eine Reform des AGG nötig sei, sagte Ataman. Denn das Agieren staatlicher Institutionen wie Ämter, Behörden, Polizei, Justiz und Schulen ist vom AGG nicht erfasst. Gleichwohl macht die Diskriminierung durch staatliche Stellen und Bildungseinrichtungen inzwischen über ein Viertel aller Beratungsanfragen aus. Dass der Schutz vor Diskriminierung ausgerechnet hier nicht gelte, sei „nicht nachvollziehbar und schwächt das Vertrauen in den Staat“, sagte Ataman.

Und noch ein weiteres Handlungsfeld hat sie ausgemacht: die Diskriminierung durch Systeme Künstlicher Intelligenz, also Algorithmen und automatisierter Entscheidungssysteme, etwa bei der Job- oder Wohnungssuche. Hier will sie im Sommer konkrete Vorschläge vorlegen. Um das AGG bekannter zu machen, plant Ataman im Herbst eine Informationskampagne. Zudem ist ein deutlicher Ausbau der Beratungsstellen geplant. Mit dem Programm „respekt*land“ sollen 35 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet mit einem Fördervolumen von insgesamt fünf Millionen Euro unterstützt werden.

„Wer diskriminiert, verliert“

Insgesamt habe Deutschland mit dem AGG eines der schwächsten Gleichbehandlungsgesetze Europas, so Ataman. Kein Land habe weniger staatliche Kompetenzen, Menschen im Fall von Diskriminierung zu helfen. Derzeit kann die Antidiskriminierungsstelle Menschen nur beraten, den Klageweg müssen sie selbst bestreiten. In den meisten anderen Ländern gibt es hingegen eine eigene Klagemöglichkeit der Antidiskriminierungsstelle oder zumindest Untersuchungsrechte oder andere Unterstützungsmöglichkeiten vor Gericht. Eine Reform sei überfällig, mahnte Ataman an: „Ich möchte, dass wir endlich ein wirksames und modernes Antidiskriminierungsgesetz in Deutschland bekommen.“

Und auch beim Schutzbereich des AGG sieht Ataman deutliche Lücken. Als Diskriminierungsmerkmal ist dort bislang Rasse oder ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexuelle Identität aufgeführt – nicht aber etwa Staatsangehörigkeit oder familiäre Fürsorgeverantwortung. Von den insgesamt 8827 Beratungsanfragen bezogen sich daher nur rund 6600 Anfragen auf ein geschütztes Diskriminierungsmerkmal. In rund 2200 Fällen meldeten sich Menschen, die aus anderen Gründen benachteiligt wurden, etwa aufgrund von Elternschaft oder sozialem Status.

Unter den gesetzlich geschützten Merkmalen machen die rassistischen Diskriminierungen mit 43 Prozent erneut den größten Anteil aus. 27 Prozent der Fälle bezogen sich auf Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung, 21 Prozent auf das Geschlecht, zehn Prozent auf das Alter, fünf Prozent auf Religion, vier Prozent auf sexuelle Identität und ein Prozent auf Weltanschauung. „Immer mehr Menschen informieren sich über ihre Rechte und haben den Mut, Diskriminierung anzusprechen“, kommentierte Ataman die Zahlen. „So paradox das klingen mag: Die wachsende Zahl von Beratungsanfragen ist ein Zeichen für gesellschaftliche Reife und Fortschritt.“ Das Problembewusstsein in der Gesellschaft sei gewachsen, einer Mehrheit von 88 Prozent sei Antidiskriminierungspolitik wichtig, zitiert sie eine Bertelsmann-Studie. Und auch für die Wirtschaft sei das Thema zentral, sagt Ataman: „Wer diskriminiert, verliert.“

Und dann verlässt Ataman doch die überparteiliche Beobachterwarte – und lässt erkennen, dass sie ihr Amt sehr wohl auch politisch versteht. Sie beobachte mit großer Sorge eine „Rückkehr des Ressentiments in politischen Debatten und eine noch nie dagewesene Welle von Hass im Netz“, teilweise befeuert durch Trollfabriken in den sozialen Medien. „Demokratische Parteien haben gerade jetzt Populisten nicht nachzueifern, sondern sich ihnen entgegenzustellen. Wer die liberale Demokratie stärken will, darf nicht aus jeder neuen Gesetzesidee einen Kulturkampf machen, der auf Twitter, Facebook und Co vermutlich gut läuft, aber rechtsradikale Narrative bedient.“

Konkrete Beispiele nennt sie an dieser Stelle nicht. Aber später erwähnt sie doch, was sie zuletzt auf die Barrikaden getrieben hat: die Diskussion über das Selbstbestimmungsgesetz, das einen erleichterten Wechsel des Geschlechtseintrags ermöglichen soll. Sie würde sich wünschen, dass hier die Bedürfnisse von trans- und intergeschlechtlichen Menschen in den Vordergrund gerückt würden und nicht so sehr Debatten, „die teilweise sehr konstruiert“ daherkämen, sagt sie mit Blick auf die Diskussion um die mögliche Gefährdung von Frauenschutzräumen durch Transpersonen. „Es ist beunruhigend, wenn in einem Gesetzestext auf rechtspopulistische Debatten eingegangen wird. Das ist ein schlechtes Signal, das macht mir tatsächlich Bauchschmerzen.“

27 Juni 2023 0 Kommentare
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Antisemitismus

So viele Menschen wie nie stellen Anfragen wegen Diskriminierung

von Fremdeninfo 27 Juni 2023
von Fremdeninfo

So viele Menschen wie nie stellen Anfragen wegen Diskriminierung

Artikel von Serafin Reiber Der Spiegel

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes bekommt immer mehr zu tun. Im vergangenen Jahr haben sich so viele Menschen beraten lassen wie nie zuvor – vor allem wegen Erfahrungen mit Rassismus.

 

 

 So viele Menschen wie nie stellen Anfragen wegen Diskriminierung © Michael Kappeler / dpa

So viele Menschen wie noch nie zuvor haben sich bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gemeldet, um eine Beratung anzufragen. Das geht aus dem Jahresbericht der Institution hervor. Demnach gab es im vergangenen Jahr 8800 Anfragen. Das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr und fast doppelt so viele wie 2019.

»Immer mehr Menschen nehmen Diskriminierung nicht hin. Das belegen die Zahlen ganz deutlich. Wir haben deutlich mehr Anfragen, als wir entgegennehmen können«, sagte die Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung und Leiterin der Stelle, Ferda Ataman. Sie geht allerdings von einer Vielzahl an Diskriminierungen aus, die nie gemeldet würden.

Am häufigsten wandten sich Menschen an die Beratungsstelle wegen rassistischer Diskriminierung. 43 Prozent der Anfragen bezogen sich auf diese Vorfälle. In 27 Prozent der Fälle ging es um Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung, in 21 Prozent wegen des Geschlechts. Jede zehnte Anfrage bezog sich auf Benachteiligungen wegen des Alters.

Die meisten Ratsuchenden berichteten von Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, rund 27 Prozent. 20 Prozent der Menschen wurden bei sogenannten Alltagsgeschäften diskriminiert, zum Beispiel bei der Wohnungssuche, aber auch beim Restaurantbesuch, beim Einkaufen oder in Bus und Bahn.

Seit 2006 berät die Antidiskriminierungsstelle Betroffene; Grundlage ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetzes. Es geht um Diskriminierung rassistischen, ethnischen, geschlechtlichen oder religiösen Gründen. Die Stelle holt auch Stellungnahmen der Gegenseite ein und vermittelt gütliche Einigungen. Die Gesamtzahl der Anfragen bei der Antidiskriminierungsstelle hat sich über die Jahre kontinuierlich erhöht.

Die Beauftragte bekräftigte ihre Forderung, das Gleichbehandlungsgesetz zu reformieren. Es sei das schwächste in Europa. Länder wie Serbien, aber auch Frankreich, Großbritannien, Nordirland oder die skandinavischen Länder seien da weiter. Kein Land in der EU habe »weniger staatliche Kompetenzen, Menschen bei Diskriminierungen zu helfen, als Deutschland«.

Ataman will auch die Diskriminierung durch künstliche Intelligenz im Blick behalten. Um die liberale Demokratie zu stärken, riet Ataman der Ampelkoalition, nicht aus jedem Gesetzentwurf einen Kulturkampf zu machen.

27 Juni 2023 0 Kommentare
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Antisemitismus

Zahl der antisemitischen Vorfälle ging 2022 um knapp zehn Prozent zurück

von Fremdeninfo 27 Juni 2023
von Fremdeninfo

Zahl der antisemitischen Vorfälle ging 2022 um knapp zehn Prozent zurück

 Von Die Welt

 Vergangenes Jahr wurden in Deutschland 2480 antisemitische Einzelfälle dokumentiert – 258 weniger als 2021. Allerdings ist die Zahl der Vorfälle extremer Gewalt, also potenziell tödlicher oder schwerer Gewalttaten gegen Juden, so hoch wie noch nie seit Beginn der bundesweiten Erfassung.

 

Der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) stellte am Dienstag seinen Jahresbericht vor dpa/Bernd von Jutrczenka © Bereitgestellt von WELT

Die Zahl der gemeldeten antisemitischen Vorfälle ist 2022 zurückgegangen. Der Bundesverband Rias dokumentierte für das vergangene Jahr 2480 Einzelfälle, nach 2738 im Jahr davor – das entspricht einem Rückgang um 9,4 Prozent. Allerdings seien neun Vorfälle extremer Gewalt erfasst worden, also potenziell tödliche oder schwere Gewalttaten gegen Juden, berichtete das Netzwerk am Dienstag in Berlin. „Dies ist die höchste Anzahl solcher Fälle seit Beginn der bundesweiten Erfassung in 2017.“ Zu diesen Gewalttaten zählten zum Beispiel die Schüsse auf das ehemalige Rabbinerhaus der Alten Synagoge in Essen im November.

Rias steht für Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus. Betroffene können sich an Meldestellen des Netzwerks wenden. Anders als in der Kriminalstatistik werden so auch nicht strafbare antisemitische Vorfälle erfasst. Vor einem Jahr hatte Rias für 2021 noch einen starken Anstieg gemeldet, der damals auf Aktionen bei Corona-Protesten und anti-israelischen Demonstrationen zurückgeführt wurde.

„Antisemitische Gewalttaten wirken verunsichernd auf jüdische Communitys in ganz Deutschland“, erklärte der Verband. „Antisemitismus ist prägend für den Alltag von Betroffenen in allen Lebensbereichen.“ Mehr als die Hälfte der erfassten Vorfälle – 53 Prozent – seien keinem politischen Hintergrund klar zuzuordnen. 13 Prozent hätten einen rechtsextremen Hintergrund.

27 Juni 2023 0 Kommentare
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Information

Erdogans Türkei als Ort der Folter: „Viele Menschen sind ums Leben gekommen“

von Fremdeninfo 27 Juni 2023
von Fremdeninfo

Erdogans Türkei als Ort der Folter: „Viele Menschen sind ums Leben gekommen“

Artikel von Erkan Pehlivan FR

NGOs schlagen Alarm

Erdogans Türkei als Ort der Folter: „Viele Menschen sind ums Leben gekommen“

In einem Bericht machen drei große NGOs auf Folter in türkischen Gefängnissen aufmerksam. Grund sei vor allem wachsender Autoritarismus.

Ankara – Die Menschenrechtslage in der Türkei verschlechtert sich zunehmend. Das bestätigen internationale Nichtregierungsorganisationen. Auch in den Gefängnissen sieht die Situation sehr schlecht aus, berichten drei große NGOs in ihrem gemeinsamen Bericht „Wir verteidigen die Menschenrechte und sagen Nein zu Folter“. „Das ganze Land ist zu einem Ort der Folter geworden”, lautet das Urteil der Experten der türkischen Menschenrechtsstiftung TIHV, des Menschenrechtsvereins IHD und des Türkische Ärztebundes TTB.

Türkei: Mehr Folterfälle durch Zunahme von Autoritarismus

„Mit der Zunahme des Autoritarismus der Regierung werden in den Haftanstalten Folter und andere Misshandlungen fortgesetzt”, kritisiert der Bericht. Die Einhaltung von Gesetzen und Regeln werde nicht kontrolliert. In der Türkei herrsche Willkür; Haftdauern seien zu lang und Präventionsmechanismen funktionierten nicht. „Tatsächlich erhielt die TIHV im Jahr 2022 die höchste Zahl von Anträgen von Folterüberlebenden und ihren Angehörigen in ihrer 32-jährigen Geschichte“, schreiben die Autoren.

Folter werde allerdings nicht nur während der Haft angewendet. Folter und Misshandlungen während Demonstrationen, in Wohnungen und Arbeitsplätzen hätten Dimensionen erreicht, die es in früheren Zeiten nicht gab. Gerade bei den Pride-Demonstrationen am Wochenende war die türkische Polizei mit brutaler Gewalt gegen die Teilnehmer vorgegangen. Seit Jahren werden diese Pride-Märsche in der Türkei verboten und mit Gewalt aufgelöst.Nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 habe die Gewalt in den Gefängnissen zugenommen, hieß es weiter. Bereits in der Nacht des Umsturzversuchs seien tausende Soldaten festgenommen und in Sporthallen festgehalten und gefoltert worden. In einem selbstgedrehten Video hatte der Major Barış Dedebag selbst erzählt, wie er vor allem Offiziere, geschlagen und getreten hat. Viele der Offiziere, die von Debedag verhört wurden, trugen deutliche Spuren von Folter, unter anderem aufgeschwollene Gesichter und Narben. Vor allem Erdogan-Anhäger feiern Debedag wegen seiner Vorgehensweise als Helden.

Menschenrechtsorganisationen legen Folterfälle immer wieder offen

 

 

 

Menschenrechtsexperten legen eine Zunahme von Folter in türkischen Gefängnissen offen. © Tolga Adanali/IMAGO

 

Die auf Menschenrechte spezialisierte Journalistin Sevinç Özarslan bestätigt im Gespräch mit FR.de von IPPEN.MEDIA die massiven Menschenrechtsverstöße in den türkischen Gefängnissen. „Folter ist nicht nur etwas, was Menschenrechtsorganisationen offenlegen. Sie wird auch vom türkischen Verfassungsgericht bestätigt“, sagte die Journalistin im deutschen Exil.

So hatte das türkische Verfassungsgericht jüngst bestätigt, dass Eyüp Kesen, ehemaliger Mitarbeiter des Staatssenders TRT, nach seiner Verhaftung am 22. Dezember 2016 in Polizeigewahrsam gefoltert wurde. Die Richter haben dem Medienschaffenden deswegen 150.000 Lira, umgerechnet 5360 Euro, Schmerzensgeld zugesprochen. 

Türkisches Verfassungsgericht bestätigt Folter in Haftanstalten

„Diese Folterfälle sind inzwischen bewiesen. In den vergangenen sieben Jahren sind viele Menschen in den türkischen Gefängnissen und in Polizeigewahrsam ums Leben gekommen. Erst in den vergangenen Tagen ist der ehemalige Polizeidirektor Bayram Tekin im Gefängnis von Sincan in Ankara ums Leben gekommen“, erklärte Ozarslan. Offiziell sei die Todesursache ein Herzinfarkt. Doch wie es dazu kam, wird wie in vielen Fällen nicht unabhängig untersucht. Bis zu 83 Menschen sollen alleine 2022 auf verdächtige Weise in den Gefängnissen und in Polizeigewahrsam ums Leben gekommen sein.

Um in Zukunft Folter zu verhndern empfehlen die drei Organisationen deswegen verschiedene Maßnahmen:

Türkei hat Kultur der Straflosigkeit bei Folter

Die Ursache für die schlechte Menschenrechtslage in der Türkei sei vor allem, dass Folterer keine Verfolgung fürchten müssten. „Der wichtigste Grund für dieses Ausmaß an Folter in unserem Land ist die Existenz einer sehr ernsten Kultur der Straflosigkeit, die mit dem absoluten Charakter des Folterverbots unvereinbar ist. In erster Linie muss der Politik der Straflosigkeit, die zunehmend zur Regel wird, ein Ende gesetzt werden“, fassen die Menschenrechtsexperten zusammen. (Erkan Pe

27 Juni 2023 0 Kommentare
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Tausende protestieren in Straßburg für mehr Gerechtigkeit in der Türkei

von Fremdeninfo 27 Juni 2023
von Fremdeninfo

Gesellschaft

Tausende protestieren in Straßburg für mehr Gerechtigkeit in der Türkei

 Von dtj Online
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  • Tausende Aktivisten haben am Dienstag vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg protestiert. Sie fordern den EGMR sowie den Europarat auf, endlich konsequenter gegen die Rechtsverstöße in der Türkei vorzugehen. Besonders im Fokus: die Rechtsverstöße der Erdoğan-Regierung in den Fällen von Osman Kavala, Selahattin Demirtaş und den seit dem Putschversuch inhaftierten politischen Häftlingen, die in Zusammenhang mit der Gülen-Bewegung gebracht werden.

Die türkische Justiz gilt seit mehreren Jahren als nicht mehr unabhängig. In zehntausenden Fällen haben die Behörden Menschen rechtswidrig inhaftiert und lassen in Dutzenden Fällen Personen nicht frei, obwohl es eine konkrete Aufforderung vonseiten des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) gibt. Doch der türkische Justizapparat agiert nach politischem Kalkül, obwohl die Regierung stets das Gegenteil behauptet.

Laufen lernen hinter Gittern: Das Schicksal von inhaftierten Babys in der Türkei

Vor allem die in der Türkei politisch verfolgte und als Terrororganisation deklarierte Gülen-Bewegung macht immer wieder darauf aufmerksam. Nun gab es am gestrigen Dienstag eine Protestaktion vor dem EGMR, der sich auch jenen Häftlingen widmete, die sich aufgrund ihres Alters nicht selbst verteidigen können und unverschuldet in Mitleidenschaft gezogen werden. Gemeint sind kleine Kinder und Säuglinge. Derzeit sitzen in der Türkei hunderte Babys gemeinsam mit ihren Müttern in Gefängnissen. Entweder kamen sie in einem Gefängnis zur Welt oder kamen in jungem Alter in Haft. Nicht wenige von ihnen haben elementare Dinge wie das Laufen oder Sprechen hinter Gittern erlernt.

Auch ein Kuchen kann fatale Folgen haben

Auf der Kundgebung fielen Banner mit klaren Botschaften auf. So stand auf einem etwa „Gerechtigkeit mit Verspätung ist keine Gerechtigkeit“ geschrieben. Weitere auffällige Botschaften wiesen darauf hin, unter welch hanebüchenen Gründen Personen in der Türkei inhaftiert werden können: Tweets oder geringfügige Spenden an Menschen, die keine Chance mehr haben, in die Gesellschaft zurückzufinden. Selbst einen Kuchen zu backen für die aus Sicht der Regierung falschen Leute kann gegenwärtig zu einer Inhaftierung führen. Die Mächtigen hingegen sehen sich im Recht. Mal verweisen sie auf die Unabhängigkeit der Justiz, mal geben sie sich keine große Mühe, ihren Einfluss auf die Staatsanwälte und Richter zu verschleiern. Über allem steht für sie der Kampf gegen unliebsame Gruppierungen, persönlich erlittenes Unrecht nehmen sie dabei billigend in Kauf.

Die für ihren Kampf gegen die Inhaftierung von Militärkadetten renommierte Melek Çetinkaya gehörte auch zu den Demonstrierenden in Straßburg. „Wir haben uns heute vor dem EGMR versammelt, um das Ende der Unterdrückung in der Türkei zu fordern“, so Çetinkaya. Das Gericht treffe zwar regelmäßig Entscheidungen zugunsten von Inhaftierten, das geschehe aber oft nicht schnell genug. Zudem stehe es nicht entschieden und standhaft genug dahinter.

Selbst aus Kasachstan reisen Demonstranten an

Ein Demonstrant gab an, aus Kasachstan nach Frankreich gekommen zu sein. „Wir haben uns vor dem EGMR versammelt, um gegen das Unrecht in der Türkei unsere Stimme zu erheben. Mein Wunsch ist es, dass die Türkei so schnell wie möglich zu Menschenrechten, Gerechtigkeit und humanen Werten zurückkehrt“, gab er zu Protokoll.

27 Juni 2023 0 Kommentare
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Zwei Jahre warten auf die Einbürgerung: Immer mehr Menschen verklagen das Land Berlin auf Untätigkeit

von Fremdeninfo 26 Juni 2023
von Fremdeninfo

Zwei Jahre warten auf die Einbürgerung: Immer mehr Menschen verklagen das Land Berlin auf Untätigkeit

Artikel von Anna Thewalt T.Spiegel

Das Interesse an einer deutschen Staatsbürgerschaft wächst, Anträge sollen bald schneller bearbeitet werden – doch noch wächst der Berg an offenen Verfahren.

Beim Verwaltungsgericht Berlin sind dieses Jahr nach Angaben der Berliner Innenverwaltung bis Ende Mai 58 Untätigkeitsklagen im Bereich „Staatsangehörigkeitsrecht/Einbürgerung“ eingegangen. Das geht aus einer Antwort der Berliner Innenverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Abgeordneten Jian Omar hervor. Untätigkeitsklagen können eingereicht werden, wenn Anträge auf Einbürgerung nicht zügig bearbeitet werden.

Die Anzahl dieser Klagen liegt damit schon jetzt deutlich höher als in den Vorjahren: 2022 gab es 31 Untätigkeitsklagen, 2021 sogar nur eine, 2020 gar keine. „Oft ist eine Klage der einzige Weg, das Verfahren zu beschleunigen“, sagt der Abgeordnete Omar, migrationspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Die Klagen seien „ein Armutszeugnis für die Innenverwaltung, die das Projekt der Zentralisierung von Einbürgerungen aufgrund des fehlenden Übergangskonzepts gegen die Wand gefahren hat“, sagt er. Seit Ende Mai sind nach Tagesspiegel-Informationen noch deutlich mehr Klagen hinzugekommen.

 

 Ein Deutscher Reisepass (Symbolbild).

Ein Deutscher Reisepass (Symbolbild). © Foto: picture alliance/dpa/Fabian Sommer

Zentrales Einbürgerungsamt soll Januar 2024 Arbeit aufnehmen

Aktuell warten Menschen in Berlin bis zu zwei Jahre auf ihre Einbürgerung. Der Berg an unbearbeiteten Belangen, den die Einbürgerungsstellen der Bezirke vor sich herschieben, ist hoch: Mit Stand Ende März 2023 waren in Berlin nach Angaben der Verwaltung 29.606 Verfahren in Staatsangehörigkeitsangelegenheiten offen. Allein seit Oktober des vergangenen Jahres sind knapp 8000 neue offene Verfahren hinzugekommen.

Derzeit wird das zentrale Einbürgerungsamt aufgebaut, dass ab dem 1. Januar 2024 die Einbürgerungsanträge bearbeiten soll. Das Zentrum wird beim Landesamt für Einwanderung (LEA) angegliedert sein. Bislang sind die Bezirke dafür zuständig. Die Regierung erhofft sich von der Zentralisierung und dem damit verbundenen geplanten Stellenaufwuchs, mehr Staatsangehörigkeiten schnell ausstellen zu können.

Bis Ende März 2023 stellten in diesem Jahr bereits 5200 Menschen einen Einbürgerungsantrag. Im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres waren es nur 3400, also knapp 2000 weniger. Bleiben die Zahlen in den kommenden Monaten weiter hoch, dürfte Berlin einen neuen Rekordwert an Einbürgerungsanträgen verzeichnen. Bereits 2022 gingen 16.441 ein – deutlich mehr als in den zehn Jahren zuvor.

Die Zahl der tatsächlich vergebenen Staatsbürgerschaften liegt deutlich darunter: 8875 Personen wurden 2022 eingebürgert. Mit der Zentralisierung soll Berlin, so der Wunsch von Innensenatorin Iris Spranger (SPD), auf 20.000 Einbürgerungen im Jahr kommen.

Weniger Personal als im Vorjahr

Im laufenden Jahr steht aber zunächst weniger Personal zur Verfügung. 22 der 94 Stellen sind in den Einbürgerungsbehörden unbesetzt, das sind elf mehr als noch im Vorjahr. Nachbesetzt wurden die Stellen von den Bezirken nicht, weil sie ab kommendem Jahr nicht mehr zuständig sind.

Wie der Tagesspiegel berichtete, führt der Übergangsprozess dazu, dass die Bezirke vereinzelt keine neuen Anträge mehr entgegennehmen. Neue Beratungstermine werden in der Regel nicht mehr vergeben.

Die neue Behörde wird massive Probleme haben.

Jian Omar, migrationspolitischer Sprecher der Berliner Grünen-Fraktion

In der Antwort auf die parlamentarische Anfrage schreibt die Innenverwaltung von einer „Aufgabenpriorisierung“ und dem Konzept „zum Übergang der offenen Verfahren“, das mit den Bezirken abgestimmt und geeint sei. Tatsächlich aber gibt es ein einheitliches Vorgehen – zumindest in der Kommunikation – nicht.

Manche Bezirke führen Listen

Die Einbürgerungsbehörden in Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg, Reinickendorf, Spandau und Steglitz-Zehlendorf führen Wartelisten mit Menschen, die an einer Einbürgerung interessiert sind. Diese Listen sollen dem LEA zum Wechsel übergeben werden. Andere Bezirke bieten diese Möglichkeit auf den entsprechenden Bezirks-Webseiten nicht an.

„Das zeigt, dass es keine geeinte Vorgehensweise gibt“, kritisiert der Abgeordnete Omar. Er verstehe nicht, warum die Zentralisierung so schnell vonstattengehen müsse. Da die Entscheidung aber so gefallen sei, könne man nur „Schadenbegrenzung“ betreiben. Für das laufende Jahr schlägt er vor, dass Mitarbeiter aus dem Springer-Pool der Innenverwaltung Amtshilfe in den Bezirken leisten, die Personal verloren haben. „Außerdem braucht es eine geeinte Warteliste aller Bezirke“, fordert er.

Er ist skeptisch, dass der Übergang gut gelingt. „Die neue Behörde wird massive Probleme haben“, sagt er. Die Berliner Regierung setzt auf das Gegenteil: Mit insgesamt 200 Mitarbeitenden im neuen Einbürgerungszentrum soll Berlin „Einbürgerungshauptstadt“ werden.

26 Juni 2023 0 Kommentare
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