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EU-Bericht: Italien blockiert Rücknahme von Asylbewerbern

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Obama mahnt Israel, Völkerrecht zu beachten

von Fremdeninfo 23 November 2023
von Fremdeninfo

Hamas bekämpfen, zivile Opfer vermeiden

Obama mahnt Israel, Völkerrecht zu beachten

Von:  dpa 

 

 Barak Obama  dpa 

Obama sagte, nach der „unsäglichen Brutalität“ der Hamas habe Israel das Recht, seine Bürger gegen solch mutwillige Gewalt zu verteidigen.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama spricht Israel seine Solidarität aus. Er warnt aber auch, dass eine Militärstrategie, die zivile Opfer ignoriere, nach hinten losgehen könnte.

 Washington. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat Israel nach der Terrorattacke der Islamistenorganisation Hamas vom 7. Oktober zur Besonnenheit bei Militäroperationen aufgefordert. „Insbesondere kommt es darauf an – wie Präsident Biden wiederholt betont hat –, dass Israels Militärstrategie das Völkerrecht beachtet, einschließlich der Gesetze, die darauf abzielen, den Tod oder das Leiden der Zivilbevölkerung so weit wie möglich zu vermeiden“, schrieb Obama in einem am Montag auf der Seite barackobama.medium.com veröffentlichten Beitrag. Schon jetzt seien Tausende Palästinenser bei der Bombardierung des Gazastreifens ums Leben gekommen, viele von ihnen Kinder. Hunderttausende seien vertrieben worden.

Obama schrieb weiter, nach der „unsäglichen Brutalität“ der Hamas habe Israel das Recht, seine Bürger gegen solch mutwillige Gewalt zu verteidigen. Er unterstütze voll und ganz US-Präsident Joe Biden, der Israel bei der „Verfolgung der Hamas, der Zerschlagung ihrer militärischen Kapazitäten und der Erleichterung der sicheren Rückkehr von Hunderten Geiseln zu ihren Familien“ Unterstützung zugesagt habe. Wie Biden kürzlich festgestellt habe, seien die USA selbst im Krieg bisweilen hinter ihren hohen Werten zurückgeblieben.

Israels Entscheidungen könnten Frieden und Stabilität in der Region untergraben

Nach dem Massaker der Hamas sei es verständlich, dass viele Israelis von ihrer Regierung verlangten, alles zu tun, was nötig sei, um die Hamas auszurotten und sicherzustellen, dass solche Angriffe nie wieder geschehen, schrieb Obama. „Dennoch beobachtet die Welt genau, wie sich die Ereignisse in der Region entwickeln, und jede israelische Militärstrategie, die die menschlichen Kosten ignoriert, könnte letztlich nach hinten losgehen.“

„Die Entscheidung der israelischen Regierung, eine gefangene Zivilbevölkerung von Nahrungsmitteln, Wasser und Strom abzuschneiden, droht nicht nur eine wachsende humanitäre Krise zu verschlimmern; es könnte auch die palästinensische Haltung für Generationen verhärten und die weltweite Unterstützung für Israel untergraben, Israels Feinden in die Hände spielen und die langfristigen Bemühungen um Frieden und Stabilität in der Region untergraben.“ Obama fügte hinzu, daher sei es wichtig, dass diejenigen, die Israel unterstützten, eine Strategie förderten, „die die Hamas außer Gefecht setzt und gleichzeitig weitere zivile Opfer minimieren kann“.

RND/dpa

23 November 2023 0 Kommentare
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Debatte über vermeintlich genozidale Absichten Israels in Gaza : Grenzen der Solidarität

von Fremdeninfo 23 November 2023
von Fremdeninfo

Debatte über vermeintlich genozidale Absichten Israels in Gaza : Grenzen der Solidarität

Artikel von Gerrit Bartels  •Tagessiegelk

 

Die Möglichkeit eines Völkermords durch Israel in Betracht ziehen? Im „Guardian“ antwortet eine Gruppe Historiker und Philosophinnen „zutiefst betroffen“ auf Jürgen Habermas.

Palästinenser trauern am Al-Shifa-Krankenhauses um die Opfer nach israelischen Luftangriffen. © Foto: dpa/Mohammed Talatene

Vor gut einer Woche veröffentlichte der Philosoph Jürgen Habermas auf der Website des Forschungszentrums „Normative Orders“ der Frankfurter Goethe-Universität zusammen mit drei Kollegen eine Stellungnahme zum Nahost-Krieg, überschrieben mit dem Titel „Grundsätze der Solidarität“.

Darin spricht Habermas von einem „prinzipiell gerechtfertigten Gegenschlag“ Israels auf den „an Grausamkeit nicht zu überbietenden Angriff der Hamas“. Zudem beklagt er, dass die Maßstäbe – bei aller Sorge um das Schicksal der palästinensischen Zivilbevölkerung – verrutschen würden, „wenn dem israelischen Vorgehen genozidale Absichten zugeschrieben werden.“

Tiefe Betroffenheit

Nun hat es darauf aus dem internationalen akademischen Betrieb eine Erwiderung gegeben. Im britischen „Guardian“ hat eine Gruppe Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen einen Brief veröffentlicht, darunter der britische Historiker Adam Tooze, der US-Rechtshistoriker Samuel Moyn, die aus Bahrain stammende Philosophin Amia Srinivasan und auch der in Wien lehrende Poptheoretiker Diedrich Diederichsen, und zwar unter der Überschrift: „Der Grundsatz der Menschenwürde muss für alle Menschen gelten“.

Tief betroffen“ sei man von der Stellungnahme von Habermas und den Seinen, so hebt dieser Brief an, „deeply troubled“, gerade weil die Grenzen der Solidarität darin so eng gezogen würden. „Die in der Erklärung zum Ausdruck gebrachte Sorge um die Menschenwürde wird nicht angemessen auf die palästinensische Zivilbevölkerung in Gaza ausgedehnt, die mit Tod und Zerstörung konfrontiert ist“, so heißt es in diesem Brief im „Guardian“. „Sie wird auch nicht auf die Muslime in Deutschland angewandt oder ausgedehnt, die eine zunehmende Islamophobie erleben.“

Enge Grenzen der Solidarität

Vor allem aber beziehen sich die Verfasser und Verfasserinnen auf den Hinweis von Habermas, dass in der Debatte um den Krieg in Nahost Israel mit seinem Vorgehen im Gaza-Streifen und dem Vorsatz, die Hamas „vernichten“ zu wollen, immer wieder ein Genozid an der palästinensischen Zivilbevölkerung oder mindestens genozidale Absichten unterstellt würden.

Habermas nimmt Israel genau davor, mahnt aber die „Grundsätze der Verhältnismäßigkeit“ an, „die Vermeidung ziviler Opfer und die Führung eines Krieges mit der Aussicht auf künftigen Frieden“. Die Erwiderung im „Guardian“ suggeriert im Grunde, dass Israel dabei sei, einen Völkermord zu verüben. Zitiert wird Omer Bartov, Professor für Holocaust- und Völkermordstudien an der Brown University in Providence, Rhode Island, der gesagt habe, dass es wichtig sei, „vor einem möglichen Völkermord zu warnen, bevor er stattfindet, anstatt ihn erst zu verurteilen, wenn er bereits stattgefunden hat.“

Daraus folge, dass „Solidarität zu zeigen und die Menschenwürde zu achten bedeutet, dass wir diese Warnung beherzigen und den Raum für Diskussionen und Überlegungen über die Möglichkeit eines Völkermordes nicht schließen dürfen.“

So verweisen Tooze, Moyn, Srinivasan und Co auf Diskussionen unter Rechtsexperten und Völkermord-Wissenschaftlern, „ob die rechtlichen Voraussetzungen für Völkermord erfüllt“ seien. Ob es sich bei Israels Vorgehen gerade auch im Hinblick auf die Zerstörung ziviler Infrastruktur wie Krankenhäusern, Schulen, Gebetsstätten und der Trinkwasserversorgung nicht schon um die Vorstufe eines Genozids handele.

Man wirft Habermas vor, all das auszublenden in seinen Grundsätzen der Solidarität. Doch obwohl die Erklärung zu Beginn eher pflichtschuldigst den Hamas-Terror verurteilt, die Tötung und Geiselnahme israelischer Zivilisten, blendet sie ihrerseits eine Diskussion darüber aus, dass gerade dem Vorgehen der Hamas am 7. Oktober genozidale Absichten zugrunde liegen, dass es ein erklärtes Ziel der Hamas ist, Israel zu vernichten.

Von einem „großen Erschrecken über die Reaktionen und Ansichten der jeweils anderen“ hat der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich vor kurzem in einem Beitrag im Tagesspiegel über das Zerbrechen des Kulturbetriebs geschrieben. Es bestehe die Möglichkeit von irreversiblen Brüchen und Verletzungen. Der Brief im „Guardian“ beweist, dass es im akademischen Betrieb nicht viel anders aussieht.

 

 

23 November 2023 0 Kommentare
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Israels Botschafter Ron Prosor: „Türkei finanziert die Muslimbruderschaft seit Jahren“

von Fremdeninfo 23 November 2023
von Fremdeninfo

 

Israels Botschafter Ron Prosor: „Türkei finanziert die Muslimbruderschaft seit Jahren“

 
 
Artikel von Maximilian Both, Michael Maier Berliner Zeitung

 

Israels Botschafter Ron Prosor  © Paulus Ponizak/Berliner Zeitung

Israels Botschafter Ron Prosor nimmt sich Redaktionsbesuch der Berliner Zeitung viel Zeit für alle Fragen. Er will klarmachen, dass nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober für Israel eine neue Zeitrechnung begonnen habe. Das Land könne nach den Gräueltaten an seiner Zivilbevölkerung auf seinem eigenen Territorium nicht weitermachen. Prosor, der ruhig und dennoch bestimmt spricht, macht deutlich: Die bisherigen Konzepte können den Bürgern Israels ihre Sicherheit nicht mehr garantieren. Diese Erkenntnis ist ein Schock für die Juden auf der ganzen Welt. Zusammen mit einer neuen globalen Welle des Antisemitismus haben die Juden erstmals keinen sicheren Hafen mehr. Für einen dauerhaften Frieden brauchen Israel und die Palästinenser die Hilfe der internationalen Gemeinschaft.

Herr Prosor, Sie waren Staatssekretär, als sich Israel 2005 aus dem Gazastreifen zurückgezogen hat. War der Rückzug ein Fehler?

Ich glaube nicht. Aber wir müssen daraus lernen, was wir danach falsch gemacht haben. Wir haben damals 22 Siedlungen aufgelöst. Die Idee war, dass wir Gaza in die Hände der Palästinenser geben. Wir haben den Gazastreifen verlassen, um nie wieder nach Gaza zurückzukehren. Seit 2005 gibt es keinen einzigen Siedler im Gazastreifen. Die Gleichung war damals ziemlich einfach: So, wie es in Israel ist, wird es auch in Gaza sein. Die Palästinenser hatten die Chance, den Gazastreifen selbst zu verwalten, aber was ist nach unserem Rückzug passiert? Die Hamas hat die Kontrolle übernommen. Sie haben die Vertreter der Fatah ermordet und allmählich Waffen, Rüstung und Raketen eingeschleust und Gaza zu einem Terrorstaat gemacht.

Was hätte Israel anders machen sollen?

Unser Fehler war, dass wir zu lange eine Politik der Eindämmung verfolgt haben. Wir haben die Ideologie der Hamas zu lange bagatellisiert – wir alle haben das. Wir waren auf diesem Auge blind. Die Hamas hat ihre Raketen sofort dafür genutzt, um uns direkt zu beschießen. Immer wieder. Und es wurde mit jedem weiteren Angriff schlimmer. Der Angriff im Oktober war der traurige Höhepunkt. Es hat sich gezeigt, dass die Hamas ihre Ideologie, Israel auszulöschen und die Juden ins Meer zu werfen, ernster nimmt, als wir alle uns das eingestanden haben. Wenn die Hamas davon gesprochen hat, dass es ihre Pflicht sei, Juden zu ermorden, dann haben wir das alle verharmlost. Wir haben einfach nicht verstanden, wie tief dieser Hass geht, und das muss sich ändern. Diese Verharmlosung der Gewalt gegen Juden können wir nicht mehr zulassen. Das muss sich ändern. Man sagt, dass man den Frieden schließt mit seinen Feinden, aber das glaube ich nicht! Man schließt Frieden mit seinen ehemaligen Feinden. Das sehen wir auch hier: Deutschland und Frankreich haben erst einen Frieden geschlossen, als Deutschland kein Feind mehr war.

Ministerpräsident Benjamin Nethanjahu hat angedeutet, dass es auf absehbare Zeit keinen vollständigen Rückzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen geben wird. Es soll dort dauerhaft eine Sicherheits-Präsenz eingeführt werden. Stimmt das?

Wir werden Gaza niemals politisch kontrollieren. Aber sicherheitstechnisch müssen wir eine neue Formel finden, die Israels Sicherheit garantiert und Gaza den Zugang zu Waffen nimmt.

Israel wird also versuchen den Gazastreifen stärker zu kontrollieren. Richtig?

Nochmals: Wir haben kein Interesse an Gaza, aber wir müssen alles dafür tun, dass die Sicherheit der israelischen Bürger gewährleistet ist.

Glauben Sie, es reicht, die Hamas zu eliminieren? Was muss passieren, damit es wirklich zu einem Frieden kommt?

Wenn die Hamas besiegt und deren Infrastruktur und Führung zerstört wurden, haben wir immer noch Teile der Bevölkerung, die sich mit der Terrororganisation identifizieren. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie viele, aber große Teile der Bevölkerung identifizieren sich mit der Hamas und stehen auch hinter den Massakern vom 7. Oktober. Um die zu überzeugen, brauchen wir die internationale Gemeinschaft, Europa, die USA und vielleicht auch die arabische Welt.

Macht Europa dafür genug?

Noch nicht, aber ich sehe, dass da derzeit viel passiert. Allein, dass man uns in Europa jetzt fragt, was wir uns vorstellen und was wir darüber denken, welche Strukturen dort aufgebaut werden müssen, stimmt mich positiv. Alle verstehen jetzt, dass es so nicht weitergehen kann. Ein echter Paradigmenwechsel ist notwendig.

Wir sehen, dass in den sozialen Netzwerken die Stimmen gegen Israel sehr laut sind. Woran liegt das aus Ihrer Sicht und was kann dagegen unternommen werden?

Zunächst muss ich eines ganz klar sagen: Diejenigen, die jetzt dieses Massaker feiern, das können keine Ansprechpartner für einen demokratischen Staat sein. Damit ist eine Linie überschritten, mit der man alle demokratischen Werte hinter sich lässt. Diese Menschen kennen keine demokratischen Werte, keine demokratischen Strukturen. Sie sind nicht nur eine Gefahr für uns, sie sind eine Gefahr für alle Demokratien. Wir Juden stehen nur in der ersten Reihe. Das ist eine weltweite Bedrohung. Und diejenigen, die diese Gefahr nicht erkennen und bekämpfen, die werden die Nächsten sein.

Es gibt die Gleichung: Mehr Bildung gleich weniger Antisemitismus. Geht die überhaupt noch auf?

Ich bin ein großer Befürworter von Bildung, aber das genügt nicht. Es gibt Menschen, die verweigern sich allen Fakten und jeder Wahrheit. Sie glauben, dass diese Massaker nie stattgefunden haben, egal wie viele Beweise man ihnen präsentiert. Diese Faktenresistenz ist eine direkte Gefahr für demokratische Staaten. So kann das nicht weitergehen. Bildung ist also sehr wichtig, ebenso wichtig aber ist es, die geltenden Gesetze ohne Wenn und Aber durchzusetzen.

Wie haben Sie denn den Besuch erlebt von Herrn Erdogan hier in Berlin? Der hat diese Massaker des 7. Oktober als legitime Antwort auf eine Ungerechtigkeit dargestellt.

Diese Rechtfertigung eines Massakers hat nichts mit dem Islam als Religion zu tun. Und solche Stimmen fehlen mir aus der arabischen Welt: die Imame, die ganz klar sagen: Das kann nicht im Namen des Islams geschehen. Man kann nicht Babys, Kinder und Frauen als Geisel nehmen. Man kann Leute nicht abschlachten. Das hat gar nichts mit Politik zu tun. Die Türkei unter Erdogan bietet Terroristen Unterschlupf. Ihm geht es darum, seinen Einfluss in der Region auszubauen – das macht er auf dem Rücken der Palästinenser.

Wer sind denn Ihrer Meinung nach die Haupttreiber oder Unterstützer von Hamas?

Das ist allgemein bekannt: alle, die die Region destabilisieren wollen. Alle, die gegen demokratische Strukturen und pluralistische Gesellschaften sind. Allen voran Iran und die Muslimbruderschaft.

Welche Rolle spielt die Türkei für die Muslimbruderschaft?

Die Türkei finanziert die M

Umfragen zeigen, dass die palästinensische Bevölkerung Abbas immer weniger und die Hamas immer mehr unterstützt, auch außerhalb von Gaza. Wie stark ist Abbas noch? Wie schätzen Sie die politische Lage in der Westbank ein?

Abbas hat sich seit 2006 nicht mehr nach Gaza getraut, er weiß genau, wie er dort empfangen worden wäre. Und auch in der Westbank schwindet seine Macht. Seit 2006 hat er keine Wahlen zugelassen, denn auch dort kennt er das Ergebnis bereits im Voraus. Außerdem verurteilt er die Massaker mit keiner Silbe, ganz im Gegenteil. Er gibt den Terroristen auch noch ein Kopfgeld, damit sie Juden töten, das ist „pay for slay“. Das kann nicht sein. Ich glaube, dass die Palästinenser darauf warten, was nach Abbas kommt. Aber das ist jetzt erst einmal egal: Wir müssen mit dem zurechtkommen, mit dem wir konfrontiert werden.

Halten Sie es für sinnvoll, dass die deutsche Bundesregierung weiterhin Gelder nach Gaza schickt?

Es ist völlig klar, dass die Finanzierungen gründlich überprüft werden müssen. In der Vergangenheit flossen offensichtlich Gelder an Stellen, die den Terror unterstützt haben. Die Geldflüsse müssen stärker kontrolliert werden. Deutsche Steuergelder dürfen keinen Terror mitfinanzieren. Nehmen wir das UNRWA (UN-Hilfswerk für die Palästinenser, Anm. d. Red.) als Beispiel: Auch dort gibt es Hamas-freundliche Beamte. Übrigens hat UNRWA 30.000 Mitarbeiter, wovon vielleicht 100 Ausländer sind. Es ist de facto eine palästinensische Organisation. Aber weil sie die Buchstaben UN im Namen trägt, denken die Leute, es sei eine internationale humanitäre Organisation. Da sind europäische Gelder in UNRWA-Schulbücher geflossen, die antisemitische Hetze verbreiten. Doch ich glaube Bundeskanzler Scholz, wenn er uns versichert, dass Deutschland überprüfen wird, wohin diese Zahlungen gehen.

Doch auch in Deutschland gibt es noch viel zu tun. Haben Sie die Aktionen in Neukölln am 7. Oktober wahrgenommen, als Süßigkeiten zur Feier des Angriffs auf Israel verteilt wurden?

Ich war mit dem Bürgermeister von Neukölln vor wenigen Monaten noch dort. Und bereits damals habe ich ganz klar gesagt: Es sind nicht alle Neuköllner, die so denken – ganz im Gegenteil. Aber es gibt dort auch Gruppierungen, wie etwa Samidoun. Das sind trojanische Pferde der Demokratie. Und sie können für Demokratien tödlich sein. Deswegen gehören sie verboten und das ist ja mit Samidoun nun auch schon passiert. Die entschlossene und unmissverständliche Politik von Bundesinnenministerin Faeser und der Berliner Innensenatorin Spranger weisen den richtigen Weg. Wir müssen dafür sorgen, dass den Worten Taten folgen.

Wie kann man die migrantischen Communitys in Deutschland besser erreichen?

Zunächst einmal muss das Problem überhaupt erkannt werden. Außerdem haben viele Menschen aus Syrien oder anderen arabischen Staaten ein völlig verzerrtes Bild von uns Juden. Da hilft nur Aufklärung. Wir müssen ihnen das jüdische Leben zeigen, das radikalmuslimische Propaganda ihnen verschweigt.

Das Problem ist aber nicht nur ein migrantisches, oder? Weltweit gehen Hunderttausende junge Menschen auf die Straße und solidarisieren sich mit den Palästinensern. Was sagen Sie dazu?

Auch hier ist Aufklärung gefragt. Niemand wird als Antisemit geboren. Menschen sind die Produkte ihrer Umgebung. Solche antisemitischen Einstellungen sind die Ergebnisse jahrelang wirkender Fehlinformationen. Tatsachen werden verzerrt dargestellt und Falschinformationen nicht richtiggestellt, so verfestigen sich Vorurteile. Und auch hier geht es um demokratische Werte, die wir vor solchem radikalen Gedankengut schützen müssen.

23 November 2023 0 Kommentare
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Religion

Umgang mit Antisemitismus Islamkonferenz unter schwierigen Vorzeichen

von Fremdeninfo 21 November 2023
von Fremdeninfo

Umgang mit Antisemitismus Islamkonferenz unter schwierigen Vorzeichen

 

Umgang mit Antisemitismus

Umgang mit Antisemitismus Islamkonferenz unter schwierigen Vorzeichen

Seit dem Terrorangriff der Hamas wird verstärkt über muslimischen Antisemitismus diskutiert. Er wirft auch Schatten auf die hiesigen Moscheegemeinden und Verbände. Repräsentativ sind diese jedoch nicht.

Vor knapp einem Jahr lud Innenministerin Nancy Faeser zur ersten Islamkonferenz dieser Legislaturperiode ein. Ihre Perspektive formulierte sie mit deutlichen Worten: „Ich will die staatliche Entsendung von Imamen aus dem Ausland nach Deutschland schrittweise reduzieren mit dem Ziel, sie zu beenden.“

Zudem erklärte die SPD-Politikerin, in welche Richtung sie hierbei zu schauen gedenkt: „Die Entsendung von Imamen nach Deutschland ist insbesondere ein Thema, das die Türkei betrifft.“

Antisemitische Hetze aus dem Religionsministerium

In der Tat kommen die meisten ausländischen Vorbeter hierzulande aus der Türkei: Nach Angaben des Bundesinnenministeriums schickt das türkische Amt für religiöse Angelegenheiten – kurz: Diyanet – zurzeit etwa 1.000 sogenannte Religionsbedienstete nach Deutschland. Die überwiegende Mehrheit von ihnen ist in Gemeinden des Moscheeverbandes DITIB tätig. „Im mittleren beziehungsweise niedrigen zweistelligen Bereich“ aber auch in der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs sowie dem Verband ATIB, der laut Verfassungsschutz in Verbindung zu den rechtsextremistischen „Grauen Wölfen“ steht.

Oberster Dienstherr dieser rund 1.000 Imame ist Ali Erbas. Der 62-jährige Präsident des türkischen Amtes für religiöse Angelegenheiten ist ein enger Gefolgsmann von Recep Tayyip Erdogan. Zudem hetzt der islamische Theologe – ähnlich wie der türkische Staatspräsident – gerne gegen Israel. So sagte er in seiner ersten Freitagspredigt nach dem schweren Angriff der terroristischen Hamas: „Wie ein rostiger Dolch, der im Herzen des muslimischen Bodens steckt, hat Israel in den von ihm besetzten Ländern auf alle Arten von Unterdrückung gegen Muslime zurückgegriffen.“

Deutsche Islamkonferenz

Die Deutsche Islamkonferenz ist das zentrale Forum für den Dialog zwischen Staat und Muslimen. Sie besteht seit 2006. Ergebnisse waren bisher etwa der Aufbau islamischer Theologieseminare an deutschen Universitäten, Initiativen für die Ausbildung von Imamen in Deutschland und eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Moscheegemeinden.

Mitglieder der Islamkonferenz sind unter anderen die Islamverbände, die den Großteil der Moscheen in Deutschland unterhalten, sowie Musliminnen und Muslime aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Abgrenzung von Ankara gefordert

Die DITIB in Deutschland verurteilte den Antisemitismus ihres theologischen Oberhauptes in Ankara nicht. Auch ihre Stellungnahme zum Terrorangriff der Hamas kam nur zögernd, womit sie sich in die halbherzigen Verlautbarungen anderer islamischer Verbände einreihte. „Ich hätte erwartet, dass da eine eindeutige Positionierung zum Terror stattfindet“, betont Lamya Kaddor, Bundestagsabgeordnete der Grünen und Mitglied im Liberal-Islamischen Bund, gegenüber der SWR. Wünschenswert für sie wäre gewesen, wenn die islamischen Verbände zu Friedensgebeten, gemeinsamen Demonstrationen oder Mahnwachen aufgerufen hätten – und zwar direkt nach dem Angriff der Hamas.

Ausfälle wie die des Diyanet-Präsidenten machen deutlich, was gemeint ist, wenn zurzeit von muslimischem Antisemitismus die Rede ist. Deshalb plädierte Eren Güvercin, Journalist und Mitglied der muslimischen „Alhambra Gesellschaft“, im Deutschlandfunk für einen unmissverständlichen Umgang mit der DITIB. Immerhin betreibe der Verband die mit Abstand meisten Moscheen in Deutschland: „Dieser Ali Erbas ist die religiöse Autorität der deutschen DITIB. Und meine Forderung an die deutsche Politik ist, die DITIB damit zu konfrontieren, sich von dieser antisemitischen Hetze ihrer religiösen Autorität in Ankara zu distanzieren.“

Moscheeverbände nicht repräsentativ

Kaddor weist zudem daraufhin, dass die islamischen Verbände, die von der Politik gerne als Ansprechpartner und Gradmesser für das muslimische Leben in Deutschland angesehen werden, nur einen kleinen Teil der Community repräsentieren. Denn der Islam kenne – anders als die christlichen Kirchen in Deutschland – keine Pflichtmitgliedschaft in einer Organisation.

Bereits der langjährige Leiter der Deutschen Islamkonferenz, Ex-Innenstaatssekretär Markus Kerber, hatte darauf hingewiesen, dass nur eine Minderheit der hiesigen Muslime in den Moscheeverbänden organisiert sei: „Nimmt man die Besucherzahlen in den knapp 2.200 Moscheen Deutschlands an einem Freitag, dann kommt man auf eine Repräsentativität von vielleicht 25 Prozent.“ Es bleibe daher die große integrationspolitische Frage, wer die nicht durch die Verbände repräsentierten Bürger mit muslimischem Hintergrund vertrete.

Muslime in Deutschland säkularer als die Verbände?

Darüber hinaus macht die Frankfurter Uniprofessorin Susanne Schröter gegenüber dem SWR aufmerksam, dass die tief konservative Religiosität der islamischen Verbände möglicherweise gar nicht typisch für die hiesigen Muslime sei: „Gerade in Deutschland kann man davon ausgehen, dass doch viele Muslime sehr säkular sind und eher wenig zu tun haben wollen auch mit diesen Verbänden.“ Allerdings seien sie kaum organisiert. Das bilde ein Dilemma für die Politik. Gleichwohl müsse diese aber alle Anstrengungen unternehmen, Kontakt zur gesamten Bandbreite der islamischen Community aufzunehmen.

Für die Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam ist deshalb wichtig, „dass man die Verbände nicht immer so hofiert und denen nicht alles durchgehen lässt“. Gleichzeitig gelte es, so Schröter, seitens der Politik zu signalisieren, „dass all diejenigen, die auch in diesen Verbänden sind und die sich vom Ausland ablösen wollen, die nicht einverstanden sind mit solchen Sprüchen wie denen von Ali Erbas, eine Möglichkeit haben, sich auch selbst zu organisieren und dabei auch Unterstützung zu erfahren“. So gesehen dürfte die Deutsche Islamkonferenz noch eine ziemliche Wegstrecke vor sich haben.

Player: audioDeutsche Islamkonferenz: Ditib, islamische Verbände und Antisemitismus

 Deutsche Islamkonferenz: Ditib, islamische Verbände und Antisemitismus

21 November 2023 0 Kommentare
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Erdogan tritt gegen Steinmeier und Scholz nach – „Kreuzritter“

von Fremdeninfo 21 November 2023
von Fremdeninfo

 

Erdogan tritt gegen Steinmeier und Scholz nach – „Kreuzritter“

Artikel von Marcel Görmann

 

Er kann es nicht lassen! Nur einen Tag nach seinem Besuch in Berlin sorgte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erneut für einen diplomatischen Eklat! Noch auf seinem Rückflug und wieder daheim in der Türkei polterte er gegen die deutsche Staatsführung um Kanzler Olaf Scholz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Staatsbesuch im Kanzleramt: Erdogan und Scholz. © IMAGO/Bernd Elmenthaler

Auch gegen Israel teilte Erdogan erneut heftig aus – mit teilweise unbelegten Vorwürfen.

Erdogan in Deutschland – es gibt ein Nachspiel

Der Westen sei an die „imperialistischen Ideale der Kreuzritter gebunden“, behauptete Erdogan laut der Nachrichtenagentur Anadolu. Als wären wir noch im Jahr 1100, im tiefsten Mittelalter.

 Passend zum Thema: Erdogan-Besuch: Die ganze Doppelmoral der deutschen Außenpolitik

„Leider habe ich das bei meinem Besuch in Deutschland erlebt. Der deutsche Präsident vertritt die gleiche Denkweise“, berichtet weiter „zeit.de“ über den Wortlaut Erdogans in einer späteren Rede in der Türkei. „Ich habe

das beim Präsidenten gesehen und bei dem anderen auch.“ Mit „dem anderen“ meinte er Kanzler Olaf Scholz.

Erdogan stellt sich klar gegen Israel. Er kritisiert, dass Deutschland zu den Ländern in der UN-Vollversammlung gehört hat, die sich bei der Frage eines humanitären Waffenstillstand enthielten.

Israel als „Terrorstaat“ verunglimpft

Der Besuch des türkischen Präsidenten war wegen dessen verbaler Attacken gegen Israel im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg umstritten. Erdogan hatte die Ermordung Hunderter israelischer Zivilisten am 7. Oktober zwar verurteilt, die dafür verantwortliche Hamas aber später als „Befreiungsorganisation“ bezeichnet. Er bezeichnet Israel wiederum als „Terrorstaat“.

Weitere Nachrichten:

Erdogan und Scholz zoffen sich vor Journalisten – nur bei DIESEM Thema sind sie sich plötzlich einig
Neuer Erdogan-Eklat vor Besuch in Deutschland – bringt er das Fass zum Überlaufen?
Olaf Scholz: Kanzler stellt sich Cum-Ex-Fragen – und kassiert höhnische Lacher
Erdogan unterstellte Israel, „Geiseln“ zu halten. Am Samstag forderte er Deutschland auf, sich für die Befreiung von „10.000 von Israel genommenen Geiseln“ zu engagieren. Auf was Erdogan sich damit bezog, war völlig unklar. Laut den Vereinten Nationen waren im Juli dieses Jahres 1500 Palästinenser in israelischen Gefängnissen inhaftiert.

 

21 November 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

rünen-Parteitag mit Zündstoff: Linke gegen Realos – Asyldebatte wird zum roten Tuch

von Fremdeninfo 20 November 2023
von Fremdeninfo

Grünen-Parteitag mit Zündstoff: Linke gegen Realos – Asyldebatte wird zum roten Tuch

Artikel von Jens Kiffmeie
Grünen-Parteitag mit Zündstoff: Linke gegen Realos – Asyldebatte wird zum roten Tuch
 

Harter Kurs gegen Migranten: Die Ampel-Politik stellt die Grünen vor eine Zerreißprobe. Beim Parteitag in Karlsruhe könnten alte Grabenkämpfe aufbrechen.

Karlsruhe/Berlin – Abschiebelager an der EU-Außengrenze, mehr Ausweisungen an Drittstaaten, Ordnung statt Humanität: Die Bundesregierung hat in den vergangenen Wochen den Ton in der Asyldebatte verschärft. Doch für einen Teil der Grünen ist die Grenze der Zumutbarkeit im Ampelbündnis erreicht. Der linke Parteiflügel pocht kurz vor Beginn des Parteitages in zahlreichen Anträgen und Brandbriefen auf eine Kurskorrektur. Beobachter sehen bereits alte Grabenkämpfe mit den Realos wieder aufbrechen.

Parteitag in Karlsruhe: Grünen droht Zerreißprobe in Asylpolitik

Von Donnerstag (23. November) an versammeln sich die Grünen in Karlsruhe für vier Tage zum 49. Bundesparteitag. Offiziell soll der Bundesvorstand um die Parteichefs Ricarda Lang und Omid Nouripour neu gewählt sowie das Programm und die Kandidatinnen und Kandidaten für die Europawahl 2024 aufgestellt werden. Doch die Haupttagesordnungspunkte könnten bereits an Tag eins in den Hintergrund rücken. Denn zum Auftakt ist eine Debatte zur Ausrichtung der Asylpolitik angesetzt. Offenbar sollen die Mitglieder erst einmal richtig Dampf ablassen können. Die Welt geht bereits von einem „Showdown“ zwischen Linken und Realos aus.

 

Steht vor einem schwierigen Parteitag: Grünen-Cehf Omid Nouripour. © Stefan Puchner/Britta Pedersen/dpa/Montage
 

Streit um Migration: Baerbock und Kretschmann reizen den linken Parteiflügel

Seit Wochen schon sind die Grünen in der Migrationsdebatte tief gespalten. Zum Entsetzen vieler Mitglieder hatte Außenministerin Annalena Baerbock im Sommer einer neuen EU-Regel zugestimmt, wonach Asylbewerber aus Ländern mit geringer Anerkennungsquote länger in haftähnlichen Bedingungen an den EU-Außengrenzen festgehalten werden können, um sie dann doch zurück in ihre Heimatländer zu schicken. Allein durch die Tatsache, dass die Ministerin sich lange dagegen gestemmt hatte, verhinderte damals einen offenen Bruch in der Asylfrage. Jedoch setzte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann jetzt noch einen drauf, als er einem Bund-Länder-Pakt mittrug, der ebenfalls schnellere Abschiebungen und längere Haftzeiten vorsieht.  

Grüne vor Richtungsstreit: Staatliche Seenotrettung statt Abschiebungen in Drittstaaten?

Für den linken Parteiflügel ist damit nun eine Grenze überschritten. Sie wollen keine Abschiebungen in Drittstaaten. Stattdessen wollen sie eine konkrete Einzelfallentscheidung zu jedem Asylantrag und auch eine staatlich finanzierte und organisierte Seenotrettung, wie aus den diversen Anträgen zu dem Asylthema hervorgeht. Wie groß der Unmut über den eingeschlagenen Regierungskurs ist, zeigte sich schon in der vergangenen Woche, als hunderte Mitglieder einen offenen Brief unterschrieben und darin die eigene Ampel-Koalition als „Werbeagentur für falsche Kompromisse“ titulierte.

Ricarda Lang und Omid Nouripour müssen Asylstreit moderieren

Der Asyl-Ärger könnte sich jetzt beim Parteitag in Karlsruhe entladen. Für die beiden Parteivorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour wird es keine leichte Aufgabe werden, die unterschiedlichen Meinungen unter einen Hut zu bringen. Zu groß sind die unterschiedlichen Interessenslagen. Die Asylpolitik ist ein ureigenes Kernthema der Grünen, in den Koalitionsvertrag hatten sie sich noch eine zugewandte Asyllinie hineinverhandelt.

Nach Rauswurf in Hessen: Realos sehen sich zu Kompromissen gezwungen

Doch die Realität hat die Theorie in weiten Teilen eingeholt. Angesichts zahlreicher Konflikte ist der Asyldruck an den Grenzen gestiegen. Zuletzt hatten Kommunen und Länder vor einer Überforderung bei der Aufnahme gewarnt, weswegen sich die Bundesregierung zum Handeln gezwungen sah. Realos in der Koalition wie Wirtschaftsminister Robert Habeck oder Außenministerin Baerbock trugen die Linie mit. Auch Teile der Parteiführung sehen kaum eine Alternative zu dem Kurs, nachdem die Migration auch in den vergangenen Wahlkämpfen immer wieder eine zentrale Rolle gespielt hatte und die Grünen in Hessen und Bayern erhebliche Rückschläge hinnehmen mussten.

In Hessen etwa flog die Partei nach zehnjähriger Regierungszeit aus der Koalition. Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) setzt jetzt lieber auf ein Bündnis mit der SPD – unter anderem auch, weil mit ihnen ein härterer Kurs in der Migrationsfrage möglich sei, wie er unumwunden erklärte.

Vor diesem Hintergrund hat der Parteitag etwas Richtungsweisendes. Wer setzt sich am Ende durch? „Das Thema polarisiert enorm“, sagte die Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach kürzlich zu tagesschau.de und fügte hinzu: „Bei den Grünen zeigen sich gerade wieder alte Gräben zwischen Linken und Realos.“ (jeki)

20 November 2023 0 Kommentare
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wischenfall bei Live-Schalte vor DFB-Länderspiel gegen Türkei: WDR muss reagieren

von Fremdeninfo 20 November 2023
von Fremdeninfo

Zwischenfall bei Live-Schalte vor DFB-Länderspiel gegen Türkei: WDR muss reagieren

Artikel von Johannes Skiba

 

 

Rund um das Länderspiel zwischen Deutschland und der Türkei in Berlin kam es zu Ausschreitungen. Zahlreiche Personen wurden festgenommen.

Update vom Montag, 20. November, 11.14 Uhr: Während einer Live-Schalte der WDR-Sendung „Aktuelle Stunde“ im Vorfeld der Partie zwischen Deutschland und Türkei war hinter Reporterin Julia Büchler ein türkischer Fan zu sehen, der den umstrittenen „Wolfsgruß“ in die Kamera zeigte. Der Gruß der rechtsextremen türkischen Bewegung „Graue Wölfe“ ist in Deutschland anders als etwa in Österreich nicht verboten. Auf Nachfrage einer Userin schrieb der Account der Sendung auf X: „Wir bearbeiten die Sendung an dieser Stelle so, dass diese Zeichen nicht zu sehen sein werden.“ Wie der WDR erklärte, wird der Gruß in der Mediathek nicht sichtbar sein.

Verbotener Gruß in WDR-Liveschalte vom DFB-Spiel: Sender muss reagieren

Deutschland – Tuerkei / 18.11.2023 Berlin, 18.11.2023, Fussball, Olympiastadion, Länderspiel , Deutschland GER vs. Türke © IMAGO/Sven Sonntag
 
 

Erstmeldung vom Montag, 20. November, 11.14 Uhr: Berlin – Im dritten Länderspiel unter Bundestrainer Julian Nagelsmann muss die deutsche Nationalmannschaft die erste Niederlage einstecken. In Berlin setzte es gegen die Türkei ein 2:3-Niederlage. Die Leistung der DFB-Elf enttäuschte. Die Niederlage war verdient und sorgt auch im Hinblick auf die EM 2024 weiter für Unruhe. Dennoch setzt DFB-Präsident Neuendorf hohe Ziele für die Heim-EM. Rund um das Testländerspiel kam es außerdem zu Ausschreitungen.

 Zehn Festnahmen rund um die Partie Deutschland gegen die Türkei

Wie die Polizei mitteilte, kam es am Rande des Länderspiels zwischen Deutschland und der Türkei zu zahlreichen Auseinandersetzungen. Zwei Polizisten wurden im Einsatz verletzt. Einer der Beamten sei auf dem Fanmarsch der türkischen Fans mit der Faust geschlagen worden, als dieser eine Ordnungswidrigkeit feststellen wollte.

Im Berliner Olympiastadion kam es vereinzelt zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Fans und dem Einsatz von Pyrotechnik. Außerdem haben einige türkische Anhänger den Gruß der rechtsextremen Bewegung „Graue Wölfe“ gezeigt. Rund um das Länderspiel habe es laut den Polizeiangaben zehn vorübergehende Festnahmen gegeben.

 

18.11.2023, xtgx, Fussball Länderspiel, Deutschland - Türkei emspor, v.l. Türkische Fans Zuschauer Stimmung Türkei Besuc

8.11.2023, xtgx, Fussball Länderspiel, Deutschland – Türkei emspor, v.l. Türkische Fans Zuschauer Stimmung Türkei Besuc © Taeger/Imago

Politiker missinterpretiert Pfiffe türkischer Fans

Zusätzlich missbrauchte FDP-Generalsekretär Djir-Sarai die Pfiffe der türkischen Fans gegen die deutsche Nationalmannschaft für weiteren Zündstoff in der Integrationsdebatte. Der Bild sagte der Politiker: „Es muss uns alle schmerzen, wenn in Deutschland geborene oder aufgewachsene Menschen bei einem Länderspiel in Deutschland die deutsche Nationalmannschaft auspfeifen.“

Verwandtes Video: „Muss uns alle schmerzen“: FDP-Politiker verurteilt türkische Pfiffe gegen DFB (glomex)

 

20 November 2023 0 Kommentare
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PEN International: Generalsekretärin Regula Venske tritt zurück

von Fremdeninfo 20 November 2023
von Fremdeninfo

PEN International: Generalsekretärin Regula Venske tritt zurück

Artikel von Felix Bayer Der Spiegel

 

Die Hamburger Autorin Regula Venske legt ihr Amt im Schriftstellerverband PEN International nieder. Sie begründet den Rücktritt mit dem »Mangel an Empathie« in Aussendungen des Londoner Sekretariats der Vereinigung.

PEN International: Generalsekretärin Regula Venske tritt zurück © Daniel Reinhardt / picture alliance / dpa

 

Die Hamburger Schriftstellerin Regula Venske hat den internationalen PEN-Präsidenten Burhan Sönmez gebeten, sie mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt als internationale Generalsekretärin des internationalen PEN zu entbinden. Die ehemalige Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland nannte als Grund für ihren Rücktritt verschiedene Statements des Londoner Sekretariats der internationalen Autorenorganisation zu den aktuellen Ereignissen im Nahen Osten.

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Die Stellungnahmen des PEN International habe sie vor der Publikation weder gesehen, noch hätte sie diese gebilligt, so Venske: »Mit Entsetzen habe ich am Abend des 10. Oktobers die Aussendung seitens des Londoner Sekretariats gelesen, deren Mangel an Empathie für die israelischen Opfer des Hamas-Massakers vom 7. Oktober mich zutiefst schockiert und deprimiert hat.«

In dem Statement vom 10. Oktober hieß es unter anderem: »Die Eskalation der Gewalt begann am 7. Oktober, als die Hamas Raketen auf Israel abfeuerte und eine noch nie dagewesene Operation ihrer Kämpfer in den an den Gazastreifen angrenzenden israelischen Siedlungen startete. Israel schlug mit einem überwältigenden Bombardement ganzer Wohngebiete zurück und begann mit einer totalen Belagerung des Gazastreifens.«

Von Freunden verraten

Julia Fermentto-Tzaisler, Gründerin des israelischen PEN, hatte in einem Gastbeitrag für die »Süddeutsche Zeitung« geschrieben, sie fühle sich von Freunden verraten und benannte ausdrücklich das Statement des PEN International: »Nach einer flüchtigen Erwähnung von Gewalt und einer ›Operation‹ von ›Kämpfern‹ erklären sie Israel zum Bösewicht.«

Regula Venske, im Herbst 2022 auf dem 88. internationalen PEN-Kongress in Uppsala zur International Secretary gewählt, schreibt, sie sei zu dem Schluss gekommen, dass sie in den derzeitigen Strukturen von PEN International in Sachen Presseaussendungen wenig ausrichten könne. Auch dass die Prozesse zur Aufnahme eines PEN Israel lange verzögert wurden, sei für Venske nicht hinnehmbar.

Der Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland, Michael Landgraf, hatte bereits bei einer gemeinsamen Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse erkannt, »dass es in der Auslegung des Nahostkonflikts eine konträre Position des PEN-Zentrums Deutschland zu den Offiziellen von PEN International gibt«. Das PEN-Zentrum Deutschland habe daraufhin eine eigene Presseerklärung herausgegeben, in der der brutale Angriff der Hamas auf Israel verurteilt, den Opfern des Krieges gedacht und die Bemühungen um das verbindende Wort in den Vordergrund gestellt werden.

Regula Venske betonte, dass sie sich weiterhin für die Menschenrechte, für Frieden und Völkerverständigung einsetzen werde.

20 November 2023 0 Kommentare
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Krieg in Nahost: Macron ruft Netanjahu an und beklagt „zu viele zivile Opfer“ im Gazastreifen

von Fremdeninfo 20 November 2023
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Krieg in Nahost: Macron ruft Netanjahu an und beklagt „zu viele zivile Opfer“ im Gazastreifen

Artikel von AFP Berliner Zeitung

 

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron  © www.imago-images.de
 

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zum Schutz der Zivilbevölkerung im Gazastreifen aufgerufen. In einem Telefonat mit Netanjahu habe Macron am Sonntag beklagt, dass es bei dem israelischen Militäreinsatz in dem Palästinensergebiet „zu viele zivile Opfer“ gebe, teilte der Elysée-Palast am Sonntag mit. Er habe den israelischen Ministerpräsidenten an die Notwendigkeit erinnert, „zwischen Terroristen und der Bevölkerung zu unterscheiden“.

Macron habe in dem Gespräch auch seine Forderung nach einer „sofortigen humanitären“ Feuerpause bekräftigt, die zu einem Waffenstillstand führen müsse. Mit Blick auf die Lage im besetzten Westjordanland äußerte Macron den Angaben zufolge seine „große Besorgnis über die zunehmende Gewalt gegen palästinensische Zivilisten“.

Er habe diese Angriffe auch in einem Telefonat mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilt, fügte der Elysée-Palast hinzu. Macron habe außerdem dazu aufgerufen, dass die „Palästinensische Autonomiebehörde und alle Länder der Region den von der Hamas am 7. Oktober in Israel verübten Terroranschlag unmissverständlich und mit größter Entschlossenheit verurteilen“.

Hunderte Kämpfer der radikalislamischen Hamas hatten am 7. Oktober Israel überfallen und dort Gräueltaten überwiegend an Zivilisten verübt. In Israel wurden nach israelischen Angaben etwa 1200 Menschen getötet, etwa 240 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Als Reaktion auf den Angriff der von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuften Hamas begann Israel mit massiven Angriffen auf Ziele im Gazastreifen, zudem drangen Bodentruppen in das Palästinensergebiet ein. Nach Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden seit Beginn der israelischen Angriffe vor rund sechs Wochen rund 13.000 Menschen im Gazastreifen getötet.

20 November 2023 0 Kommentare
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Doppelte Staatsbürgerschaft: Darf man zwei Pässe besitzen?

von Fremdeninfo 19 November 2023
von Fremdeninfo

Doppelte Staatsbürgerschaft: Darf man zwei Pässe besitzen?

  • Johannes Huyer

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Ampelkoalition hat einen Gesetzentwurf für eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts auf den Weg gebracht. Damit soll die Einbürgerung in Deutschland vereinfacht
  • Etwa 14 Prozent der Bevölkerung – das sind gut zwölf Millionen Menschen – in Deutschland besitzen laut Bundesinnenministerium keinen deutschen Pass. 5,3 Millionen von ihnen leben seit mindestens zehn Jahren in Deutschland.
  • 2021 haben dem Bundesinnenministeriumzufolge 545 Menschen den deutschen Pass beantragt.
  • Ziel der Reform des deutschen Staatsbürgerrechts ist es, mehr Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen.

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Das bedeutet eine doppelte Staatsbürgerschaft

Wer eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzt, kann Rechte und Pflichten beider Staaten beanspruchen beziehungsweise muss ihnen nachkommen.

So dürfen Bürger:innen mit doppelter Staatsbürgerschaft in beiden Ländern wählen. Außerdem vereinfacht sich der Zugang auf den Arbeitsmarkt sowie bei wichtigen formellen Fragen rund um Immobilien, Steuern und Erbrecht.

Auch das Reisen zwischen beiden Staaten kann sich damit vereinfachen – wenn beide beispielsweise nicht sowieso schon Teil der EU sind.

Aber auch den Pflichten beider Ländern können Bürger:innen mit doppelter Staatsbürgerschaft unterliegen. Beispielsweise bei der Wehrpflicht, der sie auch nachkommen müssen, wenn nur ein Land über eine Wehrpflicht verfügt.

Im Video: Schaffen deutsche Staatsangehörige den Einbürgerungstest?

Derzeitige Voraussetzungen für Einbürgerung

Für eine erfolgreiche Einbürgerung müssen Nachweise zur Integration sowie Deutschkenntnisse erbracht werden. Dazu gibt es einen Einbürgerungstest, außerdem können Deutschzertifikate erbracht werden.

Anspruch auf eine Einbürgerung besteht erst nach acht Jahren, unter besonderen Umständen ist auch eine Verkürzung auf sechs Jahre möglich.

Bisher können nur in Deutschland lebende Menschen aus der EU, der Schweiz und Ländern, die ihren Bürgern den Wechsel der Staatsangehörigkeit untersagt, die doppelte Staatsbürgerschaft beantragen. Alle anderen müssen beim Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft ihrer bisherige Nationalität aufgeben.

Das soll sich mit dem neuen Gesetz ändern

Mit dem Gesetzentwurf zum neuen Staatsangehörigkeitsrecht soll eine Einbürgerung in Deutschland schon nach fünf Jahren statt wie bisher acht möglich sein. Unter Umständen kann die Frist sogar auf drei Jahre abgesenkt werden – dafür zählen etwa besonders gute Leistungen im Job oder in der Schule.

In Zukunft soll allen in Deutschland lebenden Menschen die Möglichkeit gegeben werden, eine doppelte Staatsbürgerschaft zu beantragen. Davon profitieren vor allem Nicht-EU-Bürger:innen. Das spielt vor allem für 1,5 Millionen Türk:innen eine wichtige Rolle. Sie mussten sich bisher für einen Pass entscheiden.

Der Lebensunterhalt für sich und unterhaltsberechtigte Familienangehörige muss selbst bestritten werden können.

Besonders von Bedeutung ist die Gesetzesreform für die Gastarbeitergeneration aus der Türkei. Während des Fachkräftemangels in den 60er-Jahren kam sie nach Deutschland. Diesen älteren Menschen, die oft seit Jahrzehnten in Deutschland leben, soll die Einbürgerung vereinfacht werden.

Die in Deutschland geborenen Kinder ausländischer Eltern sollen dem Gesetzentwurf zufolge die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten, wenn mindestens ein Elternteil länger als fünf Jahre in Deutschland lebt und ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzt.

Wer ist von der Einbürgerung ausgeschlossen?

Voraussetzung für eine erfolgreiche Einbürgerung ist ein Bekenntnis zu Werten einer freiheitlichen Gesellschaft. Wer also antisemitische oder rassistische Straftaten begangen hat, ist damit von einer Einbürgerung ausgeschlossen.

Welche Rolle spielt die doppelte Staatsbürgerschaft für die Gesellschaft

Die doppelte Staatsbürgerschaft ermöglicht es Menschen, sich in Deutschland politisch zu engagieren und an Wahlen teilzunehmen, ohne sofort die Staatsbürgerschaft ihres Heimatlandes aufzugeben.

Der Fachkräftemangel in Deutschland droht die gebeutelte Wirtschaft auch in den nächsten Jahrzehnten stark auszubremsen. Laut Expert:innen müssen jedes Jahr 400.000 Fachkräfte nach Deutschland kommen, um das Defizit auszugleichen. Entsprechend angewiesen sind viele Unternehmen auf die Einwanderung.

Schon die Beantragung der deutschen Staatsbürgerschaft bremst Fachkräfte aus. So können viele Kommunen schon jetzt die Einbürgerungsanträge nicht abarbeiten. Damit verzögern sich die Prozesse rund um die Einbürgerungsverfahren in vielen Fällen noch weiter.

Der Blick in andere europäischen Länder

Zum Vergleich: Während in Deutschland 2020 1,1 Prozent eingebürgerte Ausländer lebten, waren es in Schweden im gleichen Jahr 8,6 Prozent. In der gesamten Europäischen Union beträgt die Einbürgerungsrate 2,0 Prozent.

Bürger aus EU-Staaten und der Schweiz, die in Deutschland wohnen, haben das Recht, neben ihrer eigenen Staatsbürgerschaft auch einen deutschen Pass anzunehmen.

Grundsätzlich ist es in Deutschland lebenden Bürgern aus EU-Staaten, der Schweiz sowie Ländern, die ihrer Bürger nicht aus der Staatsbürgerschaft entlassen, möglich, zwei Staatsangehörigkeiten zu haben.

Türken können bisher keine zwei Staatsangehöri

19 November 2023 0 Kommentare
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